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News am Wochenende: Streitfall "Blau": AfD verliert Klage gegen Frauke Petry

Zetsche: mehr als eine Million Euro Jahresrente +++ Angst vor Dieben: Mann sperrt sich in Zug ein +++ Banksy-Werk aus Pariser Bataclan geklaut +++ Venezuelas Militärattaché in USA bricht mit Maduro +++ Die Nachrichten des Wochenendes im Ticker.

Die ehemalige AfD-Chefin Frauke Petry

Darf ihre Partei weiterhin blau nennen: Die ehemalige AfD-Chefin Frauke Petry

DPA

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • AfD verliert Klage gegen Frauke Petry (13.05 Uhr)
  • Zetsche: Mehr als eine Million Euro Rente (11.44 Uhr)
  • Angst vor Dieben: Mann sperrt sich in Zug ein (9.54 Uhr)
  • Banksy-Werk aus Pariser Bataclan gestohlen (6.53 Uhr)
  • Dammbruch in Brasilien: Schon 34 Tote (0.55 Uhr)
  • Venezuelas Militärattaché in USA bricht mit Maduro (0.02 Uhr)

Die Nachrichten des Wochenendes im stern-Ticker:   

+++ 15.59 Uhr: Mehrere Verletzte bei Tornado in türkischem Urlaubsort Antalya +++

Bei einem Tornado in der südtürkischen Stadt Antalya sind zwölf Menschen verletzt worden. Am Flughafen des Urlaubsorts seien am Samstag außerdem zwei Flugzeuge und ein Polizeihubschrauber beschädigt worden, teilte Gouverneur Münir Karaloglu heute mit. Zwei Busse seien umgestürzt. Dem Gouverneur zufolge war es der dritte Tornado binnen fünf Tagen. Er warnte vor weiteren Tornados und Überschwemmungen im Osten der Provinz Antalya. Dort kamen nach Angaben von Außenminister Mevlüt Cavusoglu bereits zwei Menschen bei Unwettern ums Leben.

+++ 15.44 Uhr: Brasilianische Justiz friert Milliarden auf Konten von Minenbetreiber Vale ein +++

Nach dem Dammbruch mit mindestens 37 Toten und hunderten Vermissten in Brasilien hat die Justiz umgerechnet insgesamt drei Milliarden Dollar (2,6 Milliarden Euro) auf den Konten des Minenbetreibers Vale eingefroren. Die Staatsanwaltschaft in dem Bundesstaat Minas Gerais teilte mit, sie habe zusätzliche fünf Milliarden Real (1,2 Milliarden Euro) am Samstagabend blockiert. Bereits zuvor hatten die Behörden umgerechnet über eine Milliarde Euro für Entschädigungszahlungen an Opfer eingefroren.

Dem Vale-Konzern gehört die Eisenerzmine nahe der Stadt Brumadinho in Minas Gerais, wo sich das Unglück am Freitag ereignet hatte. Nach einem Dammbruch an einem Rückhaltebecken für Bergbauabraum hatten sich Millionen Tonnen Schlamm über die Umgebung des Bergwerks ergossen und Häuser, Autos und Straßen unter sich begraben. Mehr als 250 Menschen werden noch vermisst. Bis zum Morgen bargen Helfer 37 Leichen.

Brasilien: Nach Dammbruch in Brumadinho – "Wenig Chancen, noch Überlebende zu finden"

+++ 15.10 Uhr:  Nachlass-Auktion von Pierre Brice bringt 150 000 Euro ein +++

Hunderte persönlicher Gegenstände aus dem Nachlass des Schauspielers und Winnetou-Darstellers Pierre Brice haben bei einer Versteigerung in Berlin den Besitzer gewechselt. Mit der Auktion "erfülle ich den letzten Willen meines geliebten Mannes: Lerne loszulassen", teilte die Witwe des Schauspielers, Hella Brice mit. Zum Ende der Auktion in der Nacht belief sich der Gesamterlös auf etwa 150.000 Euro, wie ein Sprecher der Familie mitteilte. Versteigert wurden bekannte Filmrequisiten wie Winnetous Perücke und Stirnbänder, aber auch Sammlungen privater Briefe, Kostüme, Gemälde, Filmplakate und Drehbücher - insgesamt fast 800 Positionen. Die begehrtesten Objekte wurden in Vitrinen präsentiert. 

Der französische Schauspieler war in den 1960er-Jahren als Darsteller des Apachenhäuptlings Winnetou in den Verfilmungen der Romane von Karl May berühmt geworden. Ein Teil des Gesamterlöses von 150.000 Euro soll gespendet werden. Der Empfänger stehe aber noch nicht fest. Hella Brice stammt aus Amberg in Bayern.

+++ 14.56 Uhr: Bagdad bestellt türkischen Botschafter ein +++

Der Irak hat eine Einbestellung des türkischen Botschafters angekündigt, nachdem türkische Soldaten im Nordirak auf kurdische Demonstranten geschossen haben. Dabei seien mindestens ein Mensch getötet und mehrere weitere verletzt worden, teilte das Außenministerium in Bagdad mit. Türkische Streitkräfte unterhalten Stützpunkte in der autonomen Kurdenregion im Nordirak, von denen aus sie immer wieder Angriffe auf Stellungen der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) in der Region führen.

Die kurdischen Demonstranten hatten gestern in der Provinz Dohuk gegen einen türkischen Angriff in der Region protestiert, bei dem vier Zivilisten getötet worden sein sollen. Videoaufnahmen zeigen, wie Demonstranten türkische Militärfahrzeuge anzünden.

+++ 14.29 Uhr: Angst vor weiterem Dammbruch in Brasilien: 24.000 Menschen evakuiert +++

Aus Angst vor einem weiteren Dammbruch an einer Eisenerzmine in Brasilien evakuiert die Feuerwehr mehrere Ortschaften in der Region. Rund 24.000 Menschen werden in Sicherheit gebracht, wie die Feuerwehr mitteilte. Der Minenbetreiber Vale hatte zuvor an einem Rückhaltebecken erhöhte Wasserstände gemessen und Alarm ausgelöst. Am Freitag war bereits ein anderer Damm der Mine gebrochen und hatte eine Schlammlawine ausgelöst. Mindestens 37 Menschen kamen bei dem Unglück ums Leben, rund 250 werden noch vermisst. Die Zahl der Todesopfer dürfte daher noch weiter steigen.

Wie es genau zu dem Unfall kam, sei noch unklar, sagte Vale-Präsident Fábio Schvartsman. Insgesamt ergossen sich nach Angaben des Unternehmens rund zwölf Millionen Kubikmeter Schlamm über die Anlage und die nahe liegenden Siedlungen.

+++ 13.35 Uhr: FDP wählt Beer zur Spitzenkandidatin für Europawahl +++

FDP-Generalsekretärin Nicola Beer zieht als Spitzenkandidatin für ihre Partei in den Europawahlkampf. Die Delegierten beim Europaparteitag in Berlin gaben ihr 85,98 Prozent der Stimmen. Bei 662 Stimmberechtigten gab es 67 Nein-Stimmen und 16 Enthaltungen. Die Wahl zum EU-Parlament ist am 26. Mai. Beers Vorgänger, Alexander Graf Lambsdorff, hatte beim Parteitag vor den Europawahlen 2014 ebenfalls gut 86 Prozent der Stimmen bekommen.

"Wir wollen Europa so verändern, dass es wieder leuchtet", sagte Beer in ihrer Rede zur Vorstellung des Leitantrags für das Parteiprogramm. Die 49-Jährige griff in ihrer Rede vom Freihandel bis zur Sprachenförderung und mehr Schüleraustausch viele Forderungen aus dem Entwurf für das Europawahlprogramm auf. In ihrer kurzen Bewerbungsrede wurde die Juristin persönlich: "Ich bin mehr das mittelalte Kaliber, dafür aber schlacht- und aufbauerfahren." Für ihre Kandidatur gebe es sechs Gründe, sagte Beer, und zählte die Namen ihrer Kinder und der Kinder auf, die ihr Mann mit in die Ehe gebracht hatte.

+++ 13.03 Uhr: Streitfall "Blau": AfD verliert Klage gegen Petry +++

Hat die AfD ein Exklusivrecht auf die Farbe Blau? Darum ging es bei einer Klage der Alternative für Deutschland gegen Ex-Parteichefin Frauke Petry, die nach ihrem Austritt die "Blaue Partei" gegründet hatte. Den Rechtsstreit hat Petry gewonnen, bestätigte eine Sprecherin des Kölner Landgerichts. Demnach hatte die AfD die Verwendung des Namensbestandteils "blau" untersagen lassen wollen, scheiterte aber. Die AfD verwende zwar diese Farbe für ihre Auftritte, die Farbe werde aber nicht ausschließlich mit der Partei identifiziert, begründeten die Richter. Darüberhinaus sei "blau" kein Namensbestandteil der AfD - anders als bei den Grünen. Gegen das Urteil könnte die AfD Berufung einlegen.

+++ 12.38 Uhr:  Monsunartige Regenfälle im Nordosten Australiens +++

Heftige Regenfälle sorgen derzeit für Chaos im Nordosten Australiens. Wie die Meteorologiebehörde von Queensland mitteilte, stieg der Daintree River auf ein historisches Hoch von 12,60 Metern - der höchste Stand seit 118 Jahren. Zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe sind von der Außenwelt abgeschnitten, Kühe treiben im Meer. Im Norden von Queensland sollen die monsunartigen Regenfälle noch bis zum Ende der Woche anhalten. Im Daintree Regenwald betrug die Niederschlagsmenge mehr als 300 Millimeter in 24 Stunden. Eine Fährverbindung, die einzige Möglichkeit, bestimmte Regionen zu erreichen, war unterbrochen. Strom- und Telefonverbindungen waren gekappt.

Andere Landesteile Australiens werden derzeit von einer Rekordhitzewelle heimgesucht. Im Süden herrschten in der vergangenen Woche Temperaturen von über 49 Grad Celsius. Tausende Menschen suchten im Meer oder in Einkaufszentren Abkühlung.

+++ 11.44 Uhr: Daimler-Chef Zetsche erwarten mehr als eine Million Euro Ruhegeld pro Jahr +++

Dieter Zetsche wird nach seinem Abschied als Daimler-Chef jährlich mindestens 1,05 Millionen Euro Ruhegehalt bekommen. "Darüber hinaus können weitere Ansprüche entstehen", sagte ein Daimler-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Zetsche wird im Mai seinen Posten als Vorstandsvorsitzender abgeben. Ausgezahlt werde seine Rente ab 2020. Die 1,05 Millionen Euro stehen laut dem Sprecher als jährliches Ruhegehalt im jüngsten Daimler-Geschäftsbericht von 2017. Der Betrag sei seit Ende des Jahres 2005 auf diesem Niveau eingefroren.

Zwei Summen können, müssen demnach aber nicht hinzukommen: Wie jede Führungskraft der Daimler AG habe der Vorstandsvorsitzende einen Anspruch auf einen jährlichen Kapitalbaustein aus dem aktuellen Altersvorsorgesystem. "Der für Dieter Zetsche zurückgestellte, seit 2013 eingefrorene Kapitalbetrag würde rechnerisch zu einer zusätzlichen jährlichen Rente von ca. 500.000 Euro führen können." Es wird zudem erwartet, dass Zetsche nach einer sogenannten Abkühlungsphase 2021 in den Aufsichtsrat wechselt. Auch dafür gibt es in der Regel Geld.

+++ 11.29 Uhr: Neuer "Traumschiff"-Kapitän Silbereisen: Ich weiß, was ich kann +++

Der neue "Traumschiff"-Kapitän Florian Silbereisen geht seine neue Rolle selbstbewusst an. "Ich weiß, was ich kann", sagte der 37-Jährige der "Bild am Sonntag". Etwas Besseres könne dem "Traumschiff" doch gar nicht passieren. "Diese Serie ist fast 40 Jahre alt. Und plötzlich wird sie zum ganz aktuellen Thema auf Titelseiten und im Netz. Alle diskutieren." Nach der Bekanntgabe, dass der Showmaster und Sänger nun neuer Kapitän auf dem ZDF-"Traumschiff" wird, hatte es neben vielen positiven Stimmen auch Kritik an der Besetzung gegeben. 

Mit seiner neuen Rolle beginnt für Silbereisen - nach der Trennung von Freundin Helene Fischer - auch ein neues Kapitel. "Mit dem "Traumschiff" verändert sich mein ganzes Leben", sagte er der Zeitung. Aus diesem Anlass ließ sich der Schlagerstar und Moderator auch ein neues Tattoo stechen - einen Kompass auf dem Arm. Silbereisen soll als Kapitän Max Prager erstmals an Weihnachten und Neujahr zu sehen sein.

+++ 10.39 Uhr: Neuer Dammbruch an Mine in Brasilien droht +++

Nach der verheerenden Schlammlawine an einem Eisenerzbergwerk in Brasilien befürchten die Experten einen weiteren Dammbruch. Das Bergwerksunternehmen Vale löste am frühen Morgen Alarm aus, nachdem Messungen ein Ansteigen des Wasserpegels an einem weiteren Staudamm der Anlage angezeigt hatten. Die Feuerwehr erklärte, angrenzende Siedlungen würden geräumt.

In dem Bergbaukomplex nahe dem Ort Brumadinho im Osten Brasiliens war am Freitag der Staudamm eines Rückhaltebeckens gebrochen. Eine riesige Schlammlawine bedeckte die Mine und umliegende Wohnhäuser. Bis gestern Abend wurden 34 Leichen geborgen, knapp 300 Menschen werden vermisst. Die Behörden haben kaum noch Hoffnung auf weitere Überlebende.

Brasilien: Nach Dammbruch in Brumadinho – "Wenig Chancen, noch Überlebende zu finden"

+++ 10.06 Uhr: Bauer in der Schweiz von Strohballen erschlagen +++

Ein 61 Jahre alter Landwirt ist in der Schweiz von einem rund 400 Kilogramm schweren Strohballen erschlagen worden. Der Mann wollte auf seinem Bauernhof Stroh zum Einstreuen bereitstellen, als der Ballen von einem Stapel fiel und ihn unter sich begrub, wie die Kantonspolizei Graubünden mitteilte. Ersthelfer befreiten den Mann und informierten die Rettungskräfte - diese konnten jedoch nur noch den Tod des 61-Jährigen feststellen

+++ 9.54 Uhr: Angst vor Taschendieben: Mann sperrt sich in Zug ein +++

Kurioser Einsatz für die Bundespolizei: Mit einem Bolzenschneider mussten die Beamten einen Mann aus seinem Zugabteil befreien. Der 48 Jahre alte Fahrgast hatte es sich auf der nächtlichen Fahrt von Zürich nach Hamburg in einem Sechser-Abteil "gemütlich gemacht", wie die Polizei mitteilte. Aus Angst vor Taschendieben verriegelte er die Abteiltür mit einem Fahrradschloss und legte sich schlafen. 

In Hamburg angekommen, konnte er das Schloss allerdings nicht mehr öffnen. Der verzweifelte Fahrgast machte einen Zugbegleiter auf sich aufmerksam, der die Bundespolizei alarmierte. Mit einem Bolzenschneider befreiten die Beamten den Mann aus dem Abteil.

+++ 9.20 Uhr: Gasflasche explodiert bei Feier in Russland - Toter und Verletzte +++

Während einer Geburtstagsfeier ist es in einem Café im Süden Russlands zu einer Explosion gekommen. Ein Mensch starb, mehr als 20 Gäste wurden verletzt, wie russische Medien unter

Berufung auf die Behörden berichten. Den Zustand von vier Verletzten bezeichneten Ärzte als ernsthaft. Elf Menschen wurden auf der Intensivstation eines Krankenhauses behandelt. Den Berichten zufolge war eine Gasflasche aus noch ungeklärten Gründen explodiert. Daraufhin kam es zu einem Brand in dem Café in der Nähe der Stadt Saratow, die nördlich von Wolgograd und etwa 730 Kilometer von Moskau entfernt liegt.

+++ 8.04 Uhr: Deutschland hilft Opfern der Leningrader Blockade +++

75 Jahre nach Ende der Belagerung von Leningrad, dem heutigen St. Petersburg, will Deutschland noch lebende Opfer in Russland mit zwölf Millionen Euro unterstützen. Diese Geste sei "ein Symbol dafür, dass wir uns unserer Verantwortung bewusst sind, aber auch ein Signal, dass so etwas niemals wieder geschehen darf", teilte Außenminister Heiko Maas in einer gemeinsamen Erklärung mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow mit. Mit dem Geld solle das Krankenhaus für Kriegsveteranen modernisiert werden. Dort würden viele noch lebende Opfer der Blockade durch die deutsche Wehrmacht behandelt. Darüber hinaus fördere die Bundesregierung die Einrichtung eines deutsch-russisches Begegnungszentrums.

Auf Befehl Adolf Hitlers sollte St. Petersburg durch systematisches Aushungern ihrer Bewohner ausgelöscht werden. An Hunger, Kälte und Krankheit sowie durch Granatenbeschuss starben Schätzungen zufolge mehr als eine Million Menschen - ein Drittel der damaligen Bevölkerung. Am 27. Januar 1944 vertrieb die Rote Armee die Wehrmachtssoldaten aus den letzten Stellungen vor der Stadt.

Banksy: Identität aufgedeckt? Ist dieser Sänger der berühmte Graffiti-Künstler?

+++ 6.53 Uhr: Banksy-Werk aus Pariser Musikclub Bataclan gestohlen +++

Aus dem Pariser Musikclub Bataclan ist ein dem britischen Graffiti-Künstler Banksy zugeschriebenes Kunstwerk zum Gedenken an den dortigen Terroranschlag von 2015 gestohlen worden. Das Werk war auf einer der Notausgangstüren zu sehen. Der Sender LCI berichtete unter Berufung auf Ermittlerkreise, "eine Gruppe vermummter Einzelpersonen mit Schleifwerkzeug" habe das Bild aus der Tür "herausgeschnitten und in einem Lastwagen fortgebracht". Die Mitarbeiter des Bataclan zeigten sich entrüstet. „Banksys Werk, ein Symbol der Erinnerung, das allen gehört - Anwohnern, Parisern, Bürgern der Welt - ist uns genommen worden", teilte die Konzerthalle mit.

Das dem Streetart-Künstler Banksy zugeschriebene Kunstwerk auf einer Notausgangstür des Bataclan

Das dem Streetart-Künstler Banksy zugeschriebene Kunstwerk auf einer Notausgangstür des Bataclan. Diebe haben das Bild aus der Tür herausgeschnitten und abtransportiert.

AFP

Im Bataclan waren 2015 bei einem islamistischen Terroranschlag 90 Menschen getötet worden. Das Kunstwerk, das ein Mädchen mit traurigem Gesicht zeigt, war zusammen mit anderen Kunstwerken im vergangenen Juni in Paris aufgetaucht und Banksy zugeschrieben worden. Banksy ist der prominenteste Graffiti-Künstler der Welt, seine Identität ist aber nur einer Handvoll Vertrauter bekannt. Seine Werke prangen in vielen Ländern an Wänden und Mauern. Häufig haben die Bilder deutliche politische Botschaften.

+++ 6.38 Uhr: Botschaft Kameruns in Berlin besetzt +++

Die Botschaft der Republik Kamerun in Berlin-Westend ist in der Nacht besetzt worden. "Etwa zehn Personen drangen in das Gebäude ein und stellten politische Forderungen", sagte ein Sprecher der Polizei am Morgen. Dabei kam es auch zu Beschädigungen in dem Gebäude. Die Polizei rückte mit einem großen Aufgebot in der Ulmenallee an und brachte die Menschen aus der Botschaft. Verletzte habe es nicht gegeben, hieß es. Der Einsatz endete am frühen Morgen.

+++ 5 Uhr: Explosionen bei Gottesdienst auf den Philippinen: 19 Tote +++

Durch zwei Explosionen in und außerhalb einer katholischen Kirche im Süden der Philippinen sind während eines Gottesdiensts mindestens 19 Menschen getötet worden. 48 weitere wurden verletzt, wie die Polizei mitteilte. Die erste Explosion habe sich während einer Messe im Inneren der Kathedrale in der Stadt Jolo in der Provinz Sulu ereignet, die zweite auf einem Parkplatz vor dem Gotteshaus, als Sicherheitskräfte eingetroffen seien. Jolo liegt rund 1000 Kilometer südlich von der Hauptstadt Manila.

Am Freitag hatte die Wahlkommission bekannt gegeben, dass der Bildung einer neuen muslimischen autonomen Einheit in der südlichen Region Mindanaos in einem Plebiszit zugestimmt worden sei. Auf den katholisch geprägten Philippinen stellen Muslime mit einem Bevölkerungsanteil von weniger als zehn Prozent eine Minderheit dar. Sie haben der Regierung in der Vergangenheit mehrfach Vernachlässigung vorgeworfen.

+++ 2.01 Uhr: Zweijähriger Julen starb offenbar bereits am Unglückstag +++

Nach der Bergung des in einem Bohrloch in Spanien ums Leben gekommenen zweijährigen Julen ist die Leiche des Kindes obduziert worden. Die Tageszeitung "Málaga Hoy" berichtete die Obduktion habe ergeben, dass der kleine Junge bereits an dem Tag, an dem er in das Loch gefallen war, an einem Schädel-Hirn-Trauma starb.

Der Zweijährige war am 13. Januar in das illegal gegrabene und nicht markierte Bohrloch gefallen, während seine Eltern in der Nähe picknickten. Hunderte Ingenieure, Polizisten und Bergbauexperten waren nach dem Unglück rund um die Uhr im Einsatz, um den Jungen womöglich noch lebend retten zu können. Dabei waren sie immer wieder auf Schwierigkeiten angesichts des harten Gesteins gestoßen. In der Nacht zu Samstag war die Leiche des Jungen gefunden worden.


+++ 0.55 Uhr: Zahl der Toten nach Dammbruch in Brasilien auf 34 gestiegen +++

Nach dem Dammbruch und der verheerenden Schlammlawine im Osten Brasiliens ist die Zahl der Toten auf 34 gestiegen, wie die Feuerwehr mitteilte. Knapp 300 Menschen werden noch vermisst, ihre Überlebenschancen werden als gering eingestuft. Das Unglück hatte sich am Freitag an einer Eisenerzmine nahe der Stadt Brumadinho im Bundesstaat Minas Gerais ereignet. Als der Staudamm eines Rückhaltebeckens brach, ergoss sich eine riesige Schlammlawine über die Mine und umliegende Wohnhäuser.

Brasilien: Nach Dammbruch in Brumadinho – "Wenig Chancen, noch Überlebende zu finden"

Das Bergbauunternehmen Vale, das die Mine betriebt, wurde gestern mit einer ersten Strafzahlung in Höhe von 66,5 Millionen Dollar (58,5 Millionen Euro) belegt. Der Betrag wurde von mehreren Seiten bestätigt, darunter von einem Regierungsbeamten. Das Umweltministerium hatte die Strafe zuvor bekanntgegeben, aber keinen offiziellen Betrag genannt.

+++ 0.02 Uhr: Venezuelas Militärattaché in Washington erkennt Maduro nicht mehr an +++

Der Militärattaché Venezuelas in Washington, José Luis Silva, erkennt Nicolás Maduro nach eigenen Angaben nicht mehr als legitimen venezolanischen Staatschef an. Er fordere seine "Brüder" beim Militär auf, Parlamentspräsident Juan Gaidó als Interimsstaatschef  zu unterstützen, sagte Silva der Nachrichtenagentur AFP. Diese Haltung sei "im Einklang mit der Verfassung und den Gesetzen Venezuelas".



 Die Nachrichten von Samstag, den 26. Januar 

+++ 22.33 Uhr: Hisbollah warnt Israel vor weiteren Angriffen in Syrien +++

Der Chef der libanesischen Hisbollah-Miliz, Hassan Nasrallah, hat Israel vor weiteren Angriffen in Syrien gewarnt. "Treffe keine Fehleinschätzung und führe die Region nicht in einen Krieg oder einen größeren Konflikt", sagte Nasrallah in einem Interview mit dem Fernsehsender al-Majadeen. Dabei richtete er sich direkt an den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Nasrallah warnte, es könne "jederzeit die Entscheidung von der syrischen Führung und der Achse des Widerstands getroffen werden, anders mit den israelischen Aggressionen umzugehen".

Die schiitische Hisbollah-Miliz unterstützt im Syrien-Konflikt zusammen mit Teheran den syrischen Machthaber Baschar al-Assad. Israel will mit aller Macht einen wachsenden Einfluss seines Erzfeindes Iran im Nachbarland Syrien verhindern. Die israelische Armee hatte am Montag angegeben, zur Vergeltung für einen angeblich iranischen Raketenangriff auf Israel Lagerhäuser der Al-Kuds-Kräfte der iranischen Revolutionsgarden am Flughafen von Damaskus, Munitionslager, ein Trainingscamp und eine Geheimdienststelle bombardiert zu haben. Dabei wurden nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte 21 Menschen getötet, die meisten von ihnen Iraner.

+++ 15.13 Uhr: Gebrochener Damm in Brasilien erst kürzlich vom Tüv Süd untersucht +++

Der in Brasilien gebrochene Staudamm ist erst 2018 von Experten des Tüv Süd untersucht worden. Bei der Inspektion im September seien "nach unserem momentanen Kenntnisstand keine Mängel festgestellt" worden, sagte ein Sprecher des Unternehmens. Aufgrund der laufenden Ermittlungen könne der Tüv zurzeit keine weiteren Auskünfte geben. "Wir werden die Ermittlungen vollumfänglich unterstützen und den Ermittlungsbehörden alle benötigen Unterlagen zur Verfügung stellen", versicherte der Sprecher.

Der Damm an einer Eisenerzmine nahe der Stadt Brumadinho im Osten Brasiliens war gestern gebrochen. Eine riesige Schlammlawine ergoss sich über die Mine und umliegende Wohnhäuser. Mindestens neun Menschen starben, 300 weitere werden noch vermisst. Die Unglücksursache ist unklar.

+++ 15.05 Uhr: Pierre-Brice-Fans überbieten sich bei Auktion um seinen Nachlass +++

Hunderte persönlicher Gegenstände aus dem Nachlass des Schauspielers und Winnetou-Darstellers Pierre Brice sind in Berlin versteigert worden. Darunter waren Filmrequisiten wie Winnetous Perücke und Stirnbänder, aber auch Sammlungen privater Briefe, Kostüme, Gemälde, Filmplakate und Drehbücher, insgesamt knapp 800 Positionen. "Pierre Brice und seine Eltern haben wirklich alles aus seiner Karriere gesammelt und jahrelang eingelagert", sagte der Sprecher der Familie. Pierre Brice war in den 1960er-Jahren in den Verfilmungen der Karl-May-Romane als Apachenhäuptling Winnetou berühmt geworden. Er starb 2015.

Mit der Auktion "erfülle ich den letzten Willen meines geliebten Mannes: Lerne loszulassen", teilte Hella Brice, die Witwe des Schauspielers, mit. Für Trophäen von Preisverleihungen wie dem Bambi von 1966 lagen nach Angaben des Auktionshauses bereits vorab Gebote "in vierstelliger Höhe" vor. Eine goldene Uhr, die der Schauspieler bei Gala-Abenden in der linken Tasche seiner Smokinghose getragen habe, wechselte während der ersten Auktionsstunde für 3000 Euro den Besitzer.

+++ 14.35 Uhr Katar verteilt 100-Dollar-Scheine an Bedürftige im Gaza-Streifen +++

Tausende Palästinenser im Gazastreifen haben neue Hilfsgelder aus Katar in Form von jeweils einem 100-Dollar-Schein erhalten. Die Gelder wurden in Postämtern des Küstenstreifens ausbezahlt, vor denen sich lange Schlangen bildeten. 94.000 Familien sollen die Hilfen in Höhe von insgesamt mehr als neun Millionen Dollar (rund acht Millionen Euro) erhalten, sagte der Botschafter Katars im Gazastreifen nach Angaben palästinensischer Medien.

Gemäß einer Vereinbarung aus dem letzten November lässt das Katar der Palästinenserenklave über Israel 90 Millionen Dollar in sechs Tranchen à 15 Millionen Dollar zukommen. Die jetzt fällige dritte Tranche wurde bislang nicht ausgezahlt, weil der Israel sie unter Verweis auf Gewalt aus dem Gazastreifen blockierte. Von dem Geld sollen die Gehälter zehntausender Hamas-Angestellter beglichen und verarmten Gaza-Bewohnern, etwa die Hälfte der Bevölkerung, geholfen werden.

+++ 14.29 Uhr: Flugzeug kollidiert mit Hubschrauber - sieben Menschen tot, darunter vier Deutsche +++

Der Zusammenstoß eines Touristen-Kleinflugzeugs mit einem Hubschrauber in den italienischen Alpen hat sieben Menschen das Leben gekostet. Unter den Opfern sind vier Deutsche, die sich an Bord des Helikopters befanden, sowie der italienische Hubschrauberpilot, wie die örtliche Polizei sagte. Ein Todesopfer sei ein 49-jähriger Deutscher, der in der Region als Bergführer arbeitete, hieß es vom nationalen Bergrettungsdienst. Ein weiterer Mensch aus Deutschland habe verletzt überlebt. Unter den Toten seien außerdem eine Person aus Belgien und eine weitere mit Wohnsitz in Frankreich, die an Bord des Flugzeuges gewesen seien. 

Das Unglück hatte sich bereits am Freitag am Rutor-Gletscher im Aostatal ereignet. Der Unfallort liegt im Länderdreieck zwischen Italien, Frankreich und der Schweiz im hochalpinen Gebiet. Der Hubschrauber sei aus Courmayeur zum Heli-Skiing im Einsatz gewesen, wie italienische Medien berichteten. Das Kleinflugzeug sei in Frankreich gestartet. Italienischen Medien zufolge hatte das Kleinflugzeug einen Fluglehrer sowie zwei Flugschüler an Bord. Die französische Maschine sei wohl in den italienischen Luftraum eingedrungen ohne die dortige Flugsicherung zu informieren, sagte ein Polizeisprecher dem staatlichen Radiosender RAI.

+++ 13.32 Uhr: Hunderttausende neue Anträge auf Rente ab 63 +++

Die Rente ab 63 erfreut sich weiterhin hoher Beliebtheit. 2018 seien rund 251.000 neue Anträge gestellt worden, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf die Deutsche Rentenversicherung. Das seien nur etwas weniger als im Rekordjahr 2017, als knapp 254.000 Anträge eingegangen seien. Seit Inkrafttreten der Neuregelung im Juli 2014 verzeichnete die Rentenversicherung nach eigenen Angaben damit fast 1,2 Millionen Anträge.

Wer mindestens 45 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt hat, kann mit 63 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen. Die Altersgrenze wird seit Einführung der Regelung pro Jahr um zwei Monate angehoben, so dass die Jahrgänge ab 1964 erst mit 65 nach 45 Jahren abschlagsfrei in den Ruhestand gehen können. Phasen von Arbeitslosigkeit werden angerechnet, ebenso Zeiten der Kindererziehung oder der Pflege von Angehörigen. Nicht berücksichtigt werden etwa Anrechnungszeiten wegen Schul- oder Hochschulbesuchs.

+++ 12.35 Uhr: "Martin" bringt wieder Schnee - nasskalt im Flachland +++

Nach den milderen Temperaturen am Wochenende wird es am Montag in Deutschland wieder kälter. Am Rande des neuen Tiefs "Martin" fließt polare Luft von Norden nach Deutschland, wie der Deutsche Wetterdienst in Offenbach mitteilte. Im Flachland wird es nasskalt, während in den Bergen mit Neuschnee der Winter wieder zurückkommt. "Bei Tagestemperaturen im Tiefland zwischen null und fünf Grad sollten weiße nächtliche Überraschungen schnell matschig werden und schließlich schmelzen"", sagte Meteorologe Lars Kirchhübel. Nachts werde es aber überall wieder frostig. Glätte bleibe bundesweit ein Thema.

Am Sonntag ist es bedeckt mit teils länger andauerndem Niederschlag. Oberhalb von etwa 600 Metern fällt Schneeregen und Schnee. Am Abend sinkt die Schneefallgrenze auf 400 Meter. Die Höchstwerte erreichen vier bis sieben Grad, im höheren Bergland ein bis drei Grad.

+++ 12.24 Uhr: Sieben Tote nach Flugunglück in Italien +++

Beim Zusammenstoß eines Touristen-Kleinflugzeugs und eines Hubschraubers in den italienischen Alpen sind sieben Menschen ums Leben gekommen, darunter ein 49 Jahre alter Deutscher, der in der Region als Bergführer arbeitete, wie ein Sprecher des italienischen nationalen Bergrettungsdienstes (CNSAS) bestätigte. Das Unglück hatte sich bereits gestern am Rutor-Gletscher im Aostatal ereignet. Der Unfallort liegt im Länderdreieck zwischen Italien, Frankreich und der Schweiz im hochalpinen Gebiet. Der Deutsche sei eines von fünf Todesopfern an Bord des Helikopters, die beiden anderen seien mit dem Kleinflugzeug unterwegs gewesen. Zwei Menschen überlebten den Berichten zufolge schwer verletzt.  

Italienische Medien meldeten, dass der Hubschrauber aus Courmayeur zum Heli-Skiing im Einsatz war. Das Kleinflugzeug sei in Frankreich gestartet und habe einen Fluglehrer sowie zwei Flugschüler an Bord gehabt. Der französische Flieger sei wohl in den italienischen Luftraum eingedrungen ohne die dortige Flugsicherung zu informieren, sagte ein Polizeisprecher dem staatlichen Radiosender RAI.

+++ 12.08 Uhr: AfD kündigt Eilantrag gegen Einstufung als "Prüffall" an +++

Die AfD will mit einem gerichtlichen Eilantrag gegen die Einstufung der Partei als "Prüffall" durch das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) vorgehen. Das habe der AfD-Bundesvorstand beschlossen, sagte der Landessprecher in Mecklenburg-Vorpommern und Vizefraktionschef der AfD im Bundestag, Leif-Erik Holm bei einem Landesparteitag in Lübtheen. Dazu gehöre ein Eilantrag bei Gericht. Auch eine Strafanzeige wolle die Partei stellen, weil Journalisten das als Verschlusssache eingestufte Gutachten erhalten hätten. Seine Partei habe keine Kenntnis vom Inhalt des Gutachtens und werde daher auf Akteneinsicht klagen. 

Der Bundesvorstand habe gestern Abend zudem beschlossen, eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den neuen BfV-Chef, Thomas Haldenwang, einzureichen, sagte Holm. Die Einstufung seiner Partei als "Prüffall" habe mit der neuen Leitung des Inlandsnachrichtendienstes zu tun.

+++ 11.27 Uhr: Jugendlicher nimmt fremdes Auto für Fahrt zur Toilette +++

Eine kurze Autofahrt hat ernste Folgen für einen 18-Jährigen aus Unterfranken: Er hatte in Bad Neustadt an der Saale einen fremden Wagen genommen, um - wie er selbst sagte - schneller nach Hause zur Toilette zu kommen. Eine 34-Jährige hatte gestern in der Früh bemerkt, dass der von ihr in der Einfahrt abgestellte Wagen auf einmal weg war, wie die Polizei jetzt mitteilte. Zum Aufwärmen des Wagens hatte die 34-Jährige den Motor laufen lassen. Die von ihr verständigten Polizisten machten sich umgehend auf die Suche nach dem Auto.

Nur wenig später stoppten sie vor dem Haus der Frau deren Wagen - hinter dem Steuer saß ein 18-Jähriger. Der junge Mann erklärte, er habe beim Joggen das dringende Bedürfnis verspürt, aufs Klo zu gehen. Also habe er den Wagen genommen und sei die 1,5 Kilometer zu sich nach Hause gefahren. Auch wenn der junge Mann das Auto wieder zurückbrachte, muss er sich nun wegen unbefugten Gebrauchs eines Kraftfahrzeugs sowie Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten.

+++ 11.22 Uhr: Rund 300 Vermisste nach Dammbruch in Brasilien +++

Nach dem Dammbruch an einer Eisenerzmine und einer dadurch ausgelösten Schlammlawine in Brasilien werden noch rund 300 Menschen vermisst. Das sagte der Sprecher der örtlichen Feuerwehr, Pedro Aihara, lokalen Medien. Damit könnte es hunderte Tote geben, bisher wurden neun Todesopfer geborgen. Fernsehbilder zeigten dramatische Szenen mit Rettern, die von Hubschraubern aus Menschen aus roten Schlammmassen zogen, auch ein Zug wurde von den Massen erfasst und zerquetscht. Den Angaben der Rettungskräfte zufolge werden rund 100 bis 150 Arbeiter in der Eisenerzmine vermisst, und bis zu 200 Menschen in der umliegenden Gegend. Auch Soldaten wurden in die Katastrophenregion geschickt. 

Die Mine wird von dem brasiliaschen Konzern Vale betrieben. Der Unglücksort Brumadinho im Bundesstaat Minas Gerais liegt rund 450 Kilometer nördlich von Rio de Janeiro. Brasiliens neuer Präsident Jair Bolsonaro wollte die Gegend im Laufe des Samstags überfliegen.

+++ 11.05 Uhr: Angriff auf serbischen Journalisten: Bürgermeister festgenommen +++

Sechs Wochen nach dem Brandanschlag auf das Haus des serbischen Journalisten Milan Jovanovic hat die Polizei mehrere Tatverdächtige festgenommen. Unter ihnen seien der Bürgermeister des Belgrader Außenbezirks Grocka und ein Polizeibeamter, teilte der serbische Präsident Aleksandar Vucic in Belgrad mit. Die Täter hatten in der Nacht zum 12. Dezember 2018 das Haus von Jovanovic in Grocka mit Molotow-Cocktails in Brand gesteckt und mit Gewehren beschossen. Der Journalist blieb unverletzt, verlor aber sein ganzes Hab und Gut. Jovanovic hatte im Web-Portal "Ziginfo" über die mutmaßlich korrupten Machenschaften des Bezirksbürgermeisters berichtet.

Die Organisation Reporter ohne Grenzen und die Belgrader Vertretung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) begrüßten die Festnahmen, wie das Portal "danas.rs" schrieb. In Serbien protestieren seit fast zwei Monaten Tausende Bürger gegen die Regierung von Vucic. Die Protestierenden werfen ihr vor, ein Klima der Gewalt gegen Oppositionelle und Andersdenkende zu schaffen.

+++ 10.17 Uhr: Zwei Jugendliche von S-Bahn überrollt - Tatverdächtiger ermittelt +++

Nach dem Tod von zwei Jugendlichen an einem S-Bahnhof in Nürnberg hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Es handele sich um einen 17-jährigen Deutschen, sagte ein Polizeisprecher. Der junge Mann werde aktuell verhört. Hinweise der zahlreichen Zeugen vor Ort hätten zu seiner schnellen Festnahme geführt. Der Jugendliche stehe im Verdacht, bei einem Streit in der Nacht Menschen aufs Gleis gestoßen zu haben, sagte der Sprecher. Drei Jugendliche waren kurz nach Mitternacht auf das Gleis gefallen, zwei von ihnen wurden von einer einfahrenden S-Bahn überrollt und dabei tödlich verletzt. Der dritte Jugendliche konnte sich noch rechtzeitig in Sicherheit bringen. Die Mordkommission habe hierzu Ermittlungen aufgenommen.

Am Ort waren die Einsatzkräfte sowohl am Bahnsteig als auch im Zug auf zahlreiche Menschen getroffen. Der Bayerische Rundfunk berichtete, es handele es sich dabei unter anderem um eine Gruppe Minderjähriger, die gerade von einer Party gekommen sei. Notfallseelsorger kümmerten sich um die Menschen.

+++ 9.39 Uhr: In Deutschland stehen noch 17.000 Telefonzellen +++

Die Zahl der Telefonzellen in Deutschland geht drastisch zurück. Sie sank von 120.000 im Jahr 1992 auf jetzt 17.000, wie ein Sprecher der Deutschen Telekom dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) sagte. Die Notwendigkeit für öffentliche Telefonzellen habe abgenommen: "Statistisch gesehen hat jeder Deutsche mindestens einen Hausanschluss und ein Handy." Allerdings gebe es "immer noch Orte mit einer hohen Nutzung, etwa Flughäfen oder Bahnhöfe". Zellen mit einem Umsatz von weniger als 50 Euro pro Monat stuft das Unternehmen laut Sprecher als "extrem unwirtschaftlich" ein. Die Telekom spreche mit Städten und Gemeinden über den Abbau solcher Standorte.

Zellen, die nicht mehr gebraucht werden, werden von der Telekom verkauft. Sie kosten 600 Euro oder mehr - plus Transportkosten, wie der Sprecher dem RND sagte. Allerdings seien die früher durchweg gelben Telefonhäuschen schon ausverkauft.

+++ 9.37 Uhr: Skateboard-Sammlung in New York für 800.000 Dollar versteigert +++

Eine Sammlung sämtlicher 248 Skateboards der Kult-Marke Supreme ist bei einer Online-Auktion von Sotheby's in New York für 800.000 Dollar (704.000 Euro) versteigert worden. Die 1994 vom britischen Designer James Jebbia im New Yorker Stadtteil Soho gegründete Marke errang mit ihren wie Kunstwerke gestalteten Skateboards rasch Kultstatus. Viele Boards wurden in Zusammenarbeit mit Künstlern wie Jeff Koons, Damien Hirst und Richard Prince oder mit Designern wie dem Modehaus Louis Vuitton gestaltet.

Der Sammler Ryan Fuller aus Los Angeles hatte die jetzt versteigerte Kollektion zusammengetragen. "Ich habe so lange wie möglich versucht, keins zu kaufen - denn ich wusste, wenn ich einmal anfange, muss ich alle haben", sagte er. Fuller setzte Himmel und Hölle in Bewegung um seine Sammlung zusammenzutragen, ein besonders seltenes Brett entdeckte er in einer Lagerhalle in China. Sotheby's-Vertreter Noah Wunsch erklärte, der Wert von Skateboards sei in den letzten fünf Jahren stark gestiegen: "Die Leute sehen sie als Kunst." Das Auktionshaus wolle mehr derartige Versteigerungen machen.

+++ 8.53 Uhr: Erst 27.000 Diesel-Fahrer nahmen offenbar Umtauschprämie in Anspruch +++

Die Prämien, die Deutschlands Autokonzerne für den Umtausch älterer Dieselfahrzeuge anbieten, zeigen einem Bericht des "Spiegel" zufolge kaum Wirkung. Seit Herbst vergangenen Jahres hätten nur 27.000 Dieselfahrer ihren Wagen gegen ein neues Fahrzeug gewechselt, berichtet das Magazin unter Berufung auf Zahlen des Bundesverkehrsministeriums. Gehe es in diesem Tempo weiter, werde die Aktion ihr Ziel verfehlen.

Den Berechnungen des Ministeriums zufolge müssten demnach bis zum Sommer kommenden Jahres 1,5 Millionen Dieselautos umgetauscht werden, damit die Luft in den Städten besser wird und Fahrverbote verhindert werden können. Im Herbst hatten Daimler, VW und BMW Prämien ausgelobt, um Kunden in den von Fahrverboten betroffenen Städten zum Umtausch ihrer Autos zu bewegen. VW weitete diese Prämie vor wenigen Tagen vorübergehend auf ganz Deutschland aus. Autokäufer bekommen bis Ende April einen Rabatt, wenn sie einen alten Diesel eintauschen.

+++ 6.55 Uhr: Tote und Verletzte bei Schnee und Straßenglätte +++

Bei Schnee und Glätte sind auf den Straßen im Westen Deutschlands zwei Menschen ums Leben gekommen. In Paderborn starb ein Autofahrer bei einem Unfall im dichten Schneetreiben. Wie die Polizei mitteilte, geriet gestern Abend ein Fahrzeug in den Gegenverkehr und krachte in den Wagen des 49-jährigen Mannes. Seine Beifahrerin überlebte schwer verletzt. Der Verursacher schwebte in Lebensgefahr. Der Fahrer eines dritten Autos, das in die Unfallstelle fuhr, wurde ebenfalls schwer verletzt.

In Rheinland-Pfalz wurde ein 18-jähriger Fahranfänger bei einem Unfall auf schneeglatter Straße tödlich verletzt. Wie die Polizei mitteilte, rutschte sein Wagen in der Nacht nahe Haßloch von der Fahrbahn und überschlug sich auf einem Feld. Der 18-Jährige starb in den Trümern. Seine 16 und 17 Jahre alten Begleiter wurden von der Feuerwehr befreit und blieben unverletzt. Der Deutsche Wetterdienst warnte in der Nacht vor gefährlicher Straßenglätte in mehreren Regionen Deutschlands.

+++ 6.30 Uhr: Tödlicher Streit: zwei Männer von S-Bahn überrollt +++

Bei einem Streit in Nürnberg sind zwei Männer von einer S-Bahn überfahren und getötet worden. Wie die Polizei mitteilte, gerieten am S-Bahnhof Frankenstadion in der Nacht mehrere Leute aneinander. Drei Männer fielen bei dem Streit auf die Gleise. Einer von ihnen konnte sich vor dem einfahrenden Zug in Sicherheit bringen. Die beiden anderen Männer wurden überrollt und tödlich verletzt. Eine Mordkommission übernahm die Ermittlungen. Der Auslöser der Auseinandersetzung ist bislang nicht bekannt. Die Polizei sucht im Rahmen der Ermittlungen nach dem dritten Beteiligten.

Am Ort trafen die Einsatzkräfte auf zahlreiche Menschen, sowohl am Bahnsteig als auch im Zug, die von mehreren Notfallseelsorgern betreut wurden. Der Bayerische Rundfunk berichtete, es handele es sich dabei unter anderem um eine Gruppe Minderjähriger, die gerade von einer Party gekommen sei.

+++ 5.34 Uhr: Schon 10 Kältetote in Deutschland in diesem Winter +++

Bereits zehn obdachlose Menschen sind in Deutschland in diesem Winter nach Recherchen der Bundesarbeitsgemeinschaft für Wohnungslosenhilfe auf der Straße gestorben. Hinzu komme ein weiterer Verdachtsfall, sagte Geschäftsführerin Werena Rosenke. Obdachlose seien unter anderem in Hamburg, Köln, Düsseldorf und Berlin erfroren.

Allein in der Hauptstadt wurden in den eiskalten Nächten der vergangenen Woche zwei Männer ohne festen Wohnsitz tot aufgefunden - einer am Sonntag auf einer Parkbank, ein weiterer in der Nacht zu Freitag auf dem Gelände eines ehemaligen Schwimmbads. Der jüngste Tote ist noch nicht in der Zählung der Arbeitsgemeinschaft erfasst.

+++ 4.54 Uhr: Kohlekommission einigt sich - Kohleausstieg bis Ende 2038 +++

Deutschland soll nach dem Willen der von der Regierung eingesetzten Kohlekommission bis spätestens Ende 2038 die Stromgewinnung aus Kohle beenden. Darauf einigte sich das 28-köpfige Gremium am frühen Morgen bei nur einer Gegenstimme, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Im Jahr 2032 soll überprüft werden, ob das Ausstiegsdatum angesichts der Lage und im Einvernehmen mit den Betreibern auf frühestens 2035 vorgezogen werden kann. Die Kohleländer sollen über 20 Jahre 40 Milliarden Euro vom Bund bekommen. Darüber hinaus heißt es im Abschlussbericht nach Teilnehmerangaben, ein Erhalt des umkämpften Hambacher Forsts sei wünschenswert.

Bei den Verhandlungen war lange Zeit insbesondere umstritten, bis wann und in welchen Schritten die Stromgewinnung aus Kohle in Deutschland enden soll. Bis 2022 sollen nun insgesamt 12,5 Gigawatt Leistung aus dem Netz genommen werden, davon drei Gigawatt Braunkohle. Zusammen haben die Kohlekraftwerke derzeit eine Leistung von rund 45 Gigawatt. Rund ein Drittel des Stroms kommt heute aus Kohlekraftwerken.

Baumhaus im Hambacher Forst

+++ 2.45 Uhr: Zweijähriger Julen tot im Brunnenschacht gefunden +++

Der seit knapp zwei Wochen in einem tiefen Brunnenschacht in Spanien verschollene Julen ist tot gefunden worden. Der Zweijährige sei nach tagelangen Bohrungen in einer Tiefe von gut 70 Metern entdeckt worden, berichtet das spanische Fernsehen unter Berufung auf die Regionalregierung in Málaga.

+++ 2.04 Uhr: Mehr als 50.000 Migranten kamen 2018 aus Türkei in EU +++

 Im vergangenen Jahr sind einem Bericht zufolge wieder deutlich mehr Migranten aus der Türkei in die EU gelangt. Wie die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf Angaben der EU-Kommission berichtet, lag die Gesamtzahl der Ankünfte aus der Türkei im Jahr 2018 bei 50.789 - 2017 waren es demnach 41.720. Dies sei ein Anstieg von 22 Prozent. Bei den Migranten handele es sich vor allem um Türken, Syrer, Iraker und Afghanen.  

Den Angaben zufolge gelangten allein 47.939 Menschen aus der Türkei nach Griechenland, davon 15.798 auf dem Landweg. Weitere Ankunftsländer seien Italien (2383), Bulgarien (349) und Zypern (118) gewesen. Die Türkei hatte sich in einem Abkommen mit der Europäischen Union verpflichtet, die Grenzen des Landes vom März 2016 an so zu sichern, dass möglichst keine Migranten mehr illegal nach Europa kommen können.

+++ 1.24 Uhr: Mehr als 54 Milliarden Euro Schaden jährlich durch Produktpiraterie +++

Gefälschte Produkte verursachen offenbar bei deutschen Unternehmen Schäden von mehr als 54 Milliarden Euro pro Jahr. Das berichteten die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Befragt wurden dafür Unternehmen aus der Industrie, unternehmensnahen Dienstleistungen sowie des Baugewerbes. Neben dem unmittelbaren Umsatzverlust für die betroffenen Unternehmen äußert sich der Schaden dem Bericht zufolge auch darin, dass in diesem Umfang Arbeitsplätze bei deutschen Unternehmen wegfallen, die andernfalls geschaffen würden. Das IW rechnet demnach mit rund 500.000 Arbeitsplätzen.

Die Schutzrechtsverletzungen seien in erster Linie im Ausland zu finden, hieß es. Insbesondere China wird demnach genannt, es folgen mit deutlichem Abstand Osteuropa sowie sonstige Länder Asiens.

+++ 0.36 Uhr: Lastwagen mit Bagger kracht in Autobahnbrücke +++

Ein LKW ist mit seinem mit einem Bagger beladenen Anhänger bei Rostock gegen eine Autobahnbrücke gekracht. Offenbar habe der 45 Jahre alte Fahrer die Höhe seiner Ladung nicht überprüft, sagte ein Polizeisprecher. Bei dem Anhänger des Lastwagens sei die Achse gebrochen. Ein nachfolgendes Auto wurde auf der Autobahn 20 von herabfallenden Betonteilen getroffen. Menschen wurden nicht verletzt. Der Bagger ist nach Angaben des Sprechers stark beschädigt, blieb aber auf dem Lastwagen stehen. Der Gesamtschaden dürfte sich auf mehr als 100.000 Euro summieren. Die Autobahn war in Fahrtrichtung Lübeck über Stunden gesperrt.

+++ 0.09 Uhr: Mindestens sieben Tote nach Dammbruch in Brasilien +++

Nach einem Dammbruch und einer darauffolgenden Schlammlawine im Südosten Brasiliens sind nach örtlichen Behördenangaben sieben Todesopfer geborgen worden. 150 weitere Menschen würden noch vermisst, teilte die Regierung des Bundesstaates Minas Gerais mit. Die Feuerwehr hatte zuvor von 200 Vermissten gesprochen. Die Schlammlawine hatte in der Kleinstadt Brumadinho mehrere Häuser unter sich begraben. Einige Häuser stecken bis zum Dach im Schlamm, wie auf Fernsehbildern zu sehen war. Der Damm gehört dem größten brasilianischen Bergbauunternehmen Vale.

mad / DPA / AFP