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News des Tages: Tödliche Verfolgungsjagd durch Berlin: 28-jähriger Raser wegen Mordes verurteilt

Schüsse vor Moschee in Brest +++ Raser wegen Mordes verurteilt +++ Festnahme nach Vergewaltigung einer Elfjährigen +++ AfD-Politiker nennt rechten Terror "Vogelschiss" +++ News des Tages im stern-Ticker.

Polizei sichert Unfallstelle in Berlin nach Verfolgungsjagd am 6. Juni

6. Juni 2018: Feuerwehr und Polizei sichern eine Unfallstelle nach einer Verfolgungsjagd durch Berlin-Charlottenburg. Der Fahrer des Fluchtswagens wurde nun wegen Mordes verurteilt.

DPA

Die Kurz-Meldungen im Überblick:

  • Weiterer Haftbefehl im Mordfall Lübcke erlassen (19.23 Uhr)
  • Tödliche Verfolgungsjagd: 28-Jähriger wegen Mordes verurteilt (15.10 Uhr)
  • Verdächtiger nach Vergewaltigung von Elfjähriger gefasst (14.20 Uhr)
  • AfD-Politiker Gedeon nennt rechtsextremistischen Terror "Vogelschiss" (14.02 Uhr)
  • Lügde-Prozess: Hauptangeklagte gestehen Taten (13.15 Uhr)
  • Zahl der Rechtsextremisten erreicht Höchststand (11.45 Uhr)

Die Nachrichten des Tages: 

+++ 23.46 Uhr: 13 Festnahmen nach angeblichem Putschversuch in Venezuela +++

Nach dem angeblichen Putschversuch in Venezuela sind 13 Menschen festgenommen worden. "Was ist die Konsequenz der kriminellen Taten dieser Putschisten? Das Gefängnis", sagte der venezolanische Kommunikationsminister Jorge Rodríguez bei einem Fernsehauftritt. Er nannte die Namen aller 13 Beschuldigten und präsentierte General Miguel Sisco Mora als "Kommandeur der Operation". Nach Angaben von Generalstaatsanwalt Tarek William Saab wurden Ermittlungen gegen 14 Verdächtige eingeleitet.

Rodríguez hatte am Mittwoch gesagt, dass die venezolanische Regierung einen Putschversuch vereitelt habe. Mehrere Offiziere hätten mit Unterstützung der USA, Kolumbiens und Chiles ein Attentat auf Präsident Nicolás Maduro geplant. Sie hätten den linksgerichteten Staatschef durch Ex-Verteidigungsminister Raúl Baduel ersetzen wollen.

In Venezuela herrscht seit Monaten ein erbitterter Machtkampf zwischen Maduro und Guaidó. Ende April war ein Putschversuch von Teilen der Streitkräfte gegen Maduro gescheitert. Guaidó hatte sich am 23. Januar zum Überganspräsidenten erklärt. Etwa 50 Staaten, darunter Deutschland und die USA, haben ihn anerkannt.

+++ 23.33 Uhr: Apple kündigt Abgang von Chefdesigner Jony Ive an +++

Der iPhone-Riese Apple verliert einen seiner wichtigsten und bekanntesten Manager. Chefdesigner Jony Ive werde das Unternehmen verlassen, um eine eigene Firma zu gründen, teilte Apple nach US-Börsenschluss mit. "Jony ist eine einzigartige Persönlichkeit in der Design-Welt und seine Rolle bei Apples Revival kann nicht stark genug betont werden", erklärte Konzernchef Tim Cook. Der Abgang von Ive solle noch in diesem Jahr erfolgen, allerdings werde Apple zu den wichtigsten Kunden des neuen Unternehmens des 52-Jährigen zählen. Der Brite leitet seit 1996 Apples Design-Team und gilt als eine der Schlüsselfiguren im Konzern. Apples Aktie reagierte auf die Ankündigung seines Rücktritts nachbörslich mit Kursverlusten.

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+++ 23.31 Uhr: Nasa will mit Drohne Saturn-Mond untersuchen +++

Die US-Weltraumbehörde Nasa will den Saturn-Mond Titan mit einer Drohne erkunden. Die Mission "Dragonfly" soll 2026 starten und den größten Trabanten des Saturn im Jahr 2034 erreichen, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte. Demnach will die Nasa eine atomgetriebene Drohne mit vier Rotoren zu dem Himmelskörper schicken. Sie soll dort mehr als 175 Kilometer weit an verschiedene Orte fliegen und Untersuchungen vornehmen. "Titan ist anders als alle anderen Orte in unserem Sonnensystem und am ehesten vergleichbar mit der frühen Erde", sagte Nasa-Leiter Jim Bridenstine.

Die Aufgabe von "Dragonfly" werde es etwa zwei Jahre lang sein, die chemische Beschaffenheit von organischen Stoffen zu analysieren, die mögliche Bewohnbarkeit des Saturn-Monds zu erforschen und nach Spuren von Leben zu suchen. Der Himmelskörper ist zehn Mal weiter von der Sonne entfernt als die Erde und deshalb auch sehr kalt. Auf seiner Oberfläche herrschen Temperaturen von etwa Minus 179 Grad.

+++ 23 Uhr: Putin nennt Merkels Flüchtlingspolitik "Kardinalfehler" +++

Russlands Präsident Wladimir Putin hat kurz vor Beginn des G20-Gipfels in Japan die Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) kritisiert. Ihre Entscheidung, dass im Jahr 2015 Hunderttausende Flüchtlinge in Deutschland Zuflucht suchen konnten, bezeichnete er in einem Interview der britischen "Financial Times" als "Kardinalfehler". Zugleich lobte der Kremchef die Migrationspolitik von US-Präsident Donald Trump. Er könne zwar schlecht beurteilen, ob es richtig sei, eine Mauer zu Mexiko zu bauen. Schlecht sei aber, wenn niemand etwas unternehme. Trump will eine Mauer an der Grenze zu Mexiko bauen, um illegale Migration und Drogenschmuggel zu stoppen.

+++ 22.39 Uhr: Zweites Todesopfer nach Gasexplosion in Wiener Wohnhaus gefunden +++

Nach der mutmaßlichen Gasexplosion in einem Mehrfamilienhaus in Wien ist ein zweites Todesopfer gefunden worden. Nach stundenlanger Suche sei die Leiche eines Mannes entdeckt worden, sagte ein Polizeisprecher nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Über die Identität des zweiten Todesopfers herrschte demnach zunächst Unklarheit. Bereits in der Nach zu Mittwoch war die Leiche einer 29-jährigen Frau aus den Haustrümmern geborgen worden. 

+++ 22.05 Uhr: Terrormiliz IS reklamiert Anschläge in Tunis für sich +++

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat die beiden Anschläge auf Sicherheitskräfte in der tunesischen Hauptstadt Tunis für sich reklamiert. In einer über das Internet verbreiteten Nachricht des IS-Sprachrohrs Amak hieß es, dass die Angreifer der beiden Anschläge Kämpfer des Islamischen Staates gewesen seien. Die Mitteilung ließ sich zunächst nicht unabhängig verifizieren, sie wurde über die üblichen Kanäle verbreitet, über die die Terrormiliz auch bislang Anschläge für sich reklamierte.

Bei zwei kurz aufeinander folgenden Explosionen starb am Donnerstag im Stadtzentrum von Tunis neben einem der Attentäter auch ein Polizist. Acht weitere Personen wurden verletzt.

+++ 21.33 Uhr: Unzumutbarkeits-Klausel beim parallelen Glasfaser-Ausbau +++

Der parallele Ausbau des schnellen Internets durch verschiedene Netzbetreiber wird eingeschränkt. Der Bundestag beschloss eine Unzumutbarkeits-Klausel für staatlich geförderte Ausbauprojekte. Sie soll verhindern, dass ein bis dahin untätiges Telekommunikationsunternehmen preiswert seine Glasfaserkabel mitverlegt, wenn eine Konkurrenzfirma dafür die Straße aufgräbt. 

Ein solches Vorgehen gilt als Missbrauch einer erst drei Jahre alten Regelung, die den Ausbau digitaler Hochgeschwindigkeitsnetze eigentlich fördern sollte. Demnach besteht bei Bauarbeiten grundsätzlich die Pflicht, Telekommunikationsunternehmen die Verlegung von Breitbandinfrastruktur zu ermöglichen, wenn ohnehin Tiefbauarbeiten durchgeführt werden, etwa zur Verlegung von Abwasserkanälen. Diese Möglichkeit nutzten Netzbetreiber allerdings, um die Ausbauarbeiten der Konkurrenz für die eigenen Zwecke zu nutzen und dadurch Geld zu sparen - das wird nun gesetzlich unterbunden.

+++ 20.49 Uhr: Haftbefehl gegen 83-jährigen wegen Kinderpornografie +++

Gegen einen 83-jährigen Wuppertaler, bei dem kinderpornografische Bilder gefunden worden, ist Haftbefehl erlassen worden. Er sei vom zuständigen Richter gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt worden, sagte Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert der Deutschen Presse-Agentur, ohne Details zu nennen.  

Die Polizei hatte am Mittwoch bei einer umfangreichen Durchsuchung 50 Festplatten, mehrere Laptops und Computer mit umfangreichem Bildmaterial sichergestellt. Eine erste Sichtung bestätigte den Verdacht, dass der Senior im Besitz von Kinderpornografie war. Außerdem fanden die Beamten einen scharfen Revolver und Teile einer Panzerabwehrrakete ohne Sprengkopf. Deshalb musste zusätzlich der Kampfmittelräumdienst hinzugezogen werden. 

+++ 20.20 Uhr: Top-Torjäger Waldschmidt überholt Littbarski und stellt Rekord ein +++

Luca Waldschmidt kann bei der Fußball-Europameisterschaft der U21 einen neuen Torrekord aufstellen. Beim 4:2 (1:2)-Halbfinalsieg gegen Rumänien erzielte der 23-Jährige in Bologna seine Turniertreffer sechs und sieben. Damit stellte der Profi des Fußball-Bundesligisten SC Freiburg die bisherige Bestmarke des Schweden Marcus Berg ein, der 2009 insgesamt siebenmal getroffen hatte. 

Top-Torjäger Waldschmidt verwandelte nach einem Foul an Mahmoud Dahoud einen Elfmeter zum 2:2 (51.) und traf per Freistoß in der 90. Minute zum vorentscheidenden 3:2. Am Sonntag (20.45 Uhr) greift die Mannschaft von Trainer Stefan Kuntz nach dem insgesamt dritten Triumph und könnte als erste deutsche U21 ihren Titel verteidigen. Trifft Waldschmidt auch im Endspiel, wäre er der neue Rekordtorjäger aller U21-Turniere.

+++ 19.49 Uhr: Bundestag beschließt Entzug von Staatsbürgerschaft für IS-Kämpfer mit Doppelpass +++

Wer im Ausland für eine Terrormiliz in den Kampf zieht, muss künftig mit dem Entzug der deutschen Staatsbürgerschaft rechnen. Eine entsprechende Verschärfung des Staatsangehörigkeitsrechts hat der Bundestag am Abend verabschiedet. Bedingung für eine Ausbürgerung ist allerdings, dass der Betroffene noch mindestens eine weitere Staatsangehörigkeit besitzt, denn Deutschland entlässt grundsätzlich niemanden in die Staatenlosigkeit. Mit dem Gesetz werden gleichzeitig die Regeln für die Einbürgerung verschärft. Wer etwa in einer Mehrehe lebt, darf künftig nicht mehr eingebürgert werden. Darüber hinaus wird die Frist verlängert, in der der deutsche Pass wieder eingezogen werden kann. Künftig kann nach zehn Jahren noch die deutsche Staatsbürgerschaft verlieren, wer bei der Einbürgerung über seine Identität gelogen hat.

+++ 19.44 Uhr: Schüsse vor Brester Moschee: Schütze ist tot +++

Der mutmaßliche Schütze, der im französischen Brest zwei Menschen vor einer Moschee angeschossen haben soll, ist tot. Er habe sich selbst getötet, sagte ein Sprecher der Polizei der Deutschen Presse-Agentur am Abend. Ein Schütze hatte am Nachmittag vor einer Moschee das Feuer eröffnet und zwei Menschen verletzt. Anschließend flüchtete er in einem Auto. Die Hintergründe der Tat waren noch unklar. Unter den Verletzten ist Medienberichten zufolge ein Imam.

+++ 19.23 Uhr: Mordfall Lübcke: Haftbefehl gegen Elmar J. erlassen +++

Gegen den am Donnerstag im Zusammenhang mit dem Mordfall Lübcke festgenommenen Elmar J. ist Haftbefehl erlassen wurden. Das teilte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft am Abend mit. Die Untersuchungshaft sei umgehend in Vollzug gesetzt worden. Der ebenfalls festgenommene Markus H. stand am Abend noch vor dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofes. Der aus dem Kreis Höxter in Nordrhein-Westfalen stammende J., 64, soll dem dringend Tatverdächtigen Stephan E., der zudem ein Geständnis abgelegt hat, 2016 die spätere Tatwaffe verkauft haben. Den Kontakt zwischen den beiden soll der aus Kassel stammende Markus H. (43) hergestellt haben. Beiden wird Beihilfe zum Mord vorgeworfen.

+++ 19.09 Uhr: 42 Grad: Hitzerekord in Frankreich von 2003 gebrochen +++

Mit der Hitzewelle ist der Juni-Temperaturrekord in Frankreich gefallen: In der Gemeinde Grospierres im südfranzösischen Département Ardèche wurden 42 Grad gemessen, in dem Ort Saint-Julien-de-Peyrolas im Département Gard 41,9 Grad. Das teilte der Wetterdienst Météo-France über Twitter mit. Der bisherige Rekord stammte vom 21. Juni 2003, als im südfranzösischen Lézignan-Corbières im Département Aude 41,5 Grad gemessen worden waren, wie Météo-France bestätigte.

+++ 18.27 Uhr: Anja Seibert-Fohr wird Richterin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte +++

Die Juristin und Hochschullehrerin Anja Seibert-Fohr wird die neue deutsche Richterin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR). Seibert-Fohr erhielt bei der Sitzung der Parlamentarischen Versammlung des Europarats 82 von 128 gültigen Stimmen. Die 50-Jährige setzte sich damit gegen den Völkerrechtler und Hochschullehrer Thilo Marauhn sowie die Richterin am Bundesgerichtshof, Christiane Schmaltz, durch. Seibert-Fohr arbeitet seit 2016 an der Juristischen Fakultät der Universität Heidelberg am Institut für Staatsrecht, Verfassungslehre und Rechtsphilosophie. Sie hat dort den Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Völkerrecht und Menschenrechte inne. Von 2013 bis 2017 war sie zudem Mitglied des Menschenrechtsausschusses der Vereinten Nationen.

+++ 18.21 Uhr: USA und Saudi-Arabien wenden sich gegen Begrenzung der Erderwärmung um 1,5 Grad +++

Saudi-Arabien und die USA haben bei der UN-Klimakonferenz in Bonn wissenschaftliche Erkenntnisse zur Erderwärmung angezweifelt und sich bei den Beratungen als Bremser betätigt. Sie wandten sich gegen einen Bericht, der hervorhebt, wie wichtig es ist, den weltweiten Temperaturanstieg auf 1,5 Grad zu begrenzen. Ein Sprecher des WWF kritisierte das wiederholte Infragestellen wissenschaftlicher Erkenntnisse: "Es ist unverantwortlich, vor den Fakten weiter die Augen zu verschließen."

+++ 18.20 Uhr: Unfall mit E-Scooter in Düsseldorf: Mann schwer verletzt +++

In Düsseldorf ist ein Mann auf seinem neuen E-Tretroller bei einem Zusammenstoß mit einer Fahrradfahrerin schwer verletzt worden. Der 50-Jährige sei auf einem Radweg entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung unterwegs gewesen, berichtete die Polizei. Vor der Kollision versuchten demnach beide, noch auszuweichen, doch das misslang. Der E-Scooter-Fahrer wurde nach dem Unfall vom Mittwoch ins Krankenhaus gebracht, die Frau erlitt leichte Verletzungen. 

+++ 18.03 Uhr: Zwei Verletzte nach Schüssen vor Moschee in Brest +++

Bei Schüssen vor einer Moschee im nordwestfranzösischen Brest sind zwei Menschen verletzt worden. Die Verletzten schwebten nach dem Vorfall nicht in Lebensgefahr, hieß es aus Ermittlerkreisen. Die Schüsse waren den Angaben zufolge am Nachmittag vor einem muslimischen Gebetshaus der bretonischen Stadt abgefeuert worden. Der Schütze ist laut Medienberichten auf der Flucht.

+++ 17.59 Uhr: Tausende protestieren in Kassel nach Mord an Lübcke gegen rechte Gewalt +++

Rund 10.000 Menschen haben nach dem Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) in der nordhessischen Stadt gegen rechte Gewalt demonstriert. Aufgerufen zu der Kundgebung vor dem Regierungspräsidium hatte die Stadt zusammen mit einem Bündnis von Institutionen und Organisationen. Ziel war es, Zeichen zu setzen gegen die Spaltung der Gesellschaft - und für eine tolerante, demokratische und friedliche Region. Unterstützer waren neben Behörden, Verbänden und Gewerkschaften auch große Unternehmen. Auch Stadt und Polizei sprachen zum Abschluss von rund 10 000 Teilnehmern. 

+++ 17.54 Uhr: Nach Tod mehrerer Wale: Kanada führt Tempolimit für Schiffe ein +++

Nach dem Tod mehrerer Wale hat das kanadische Verkehrsministerium ein neues vorübergehendes Tempolimit für Schiffe im Sankt-Lorenz-Strom eingeführt. Mehr als 20 Meter lange Schiffe dürften in bestimmten Gegenden des Flusses im Osten Kanadas ab sofort nicht mehr als 10 Knoten schnell fahren, teilte das Verkehrsministerium mit. Diese neuen Limits kämen zu bereits bestehenden Vorschriften für andere Teile des Flusses, der teils die Grenze zum US-Bundesstaat New York bildet, hinzu. "Unsere vom Aussterben bedrohten Wale zu beschützen ist eine wichtige Aufgabe, die unsere Regierung ernst nimmt", sagte Verkehrsminister Marc Garneau laut Mitteilung.

+++ 16.49 Uhr: 35 Tote bei Einsturz eines Bergwerks im Kongo +++

Beim Einsturz eines Bergwerks im Kongo sind mindestens 36 Menschen ums Leben gekommen. Die Kupfermine werde von einem privaten Unternehmen betrieben, sagte der Gouverneur der Provinz Lualaba im Süden des Landes, Richard Muyej. Die Getöteten hätten dort allerdings illegal Kupfer abgebaut. Es werde weiterhin nach Überlebenden gesucht. Wie es zu dem Einsturz des Bergwerks kam, sagte er nicht. Das zentralafrikanische Land ist reich an Bodenschätzen wie Kupfer und Cobalt. Zu derartigen tödlichen Unfällen in Bergwerken kommt es immer wieder.

+++ 16.36 Uhr: Polizei fasst mutmaßlichen Täter 24 Jahre nach Mord im Emsland +++

Fast 24 Jahre nach einem Mord an einer 24-Jährigen im Emsland haben Ermittler einen Verdächtigen gefasst. Der 65-Jährige sei durch einen DNA-Abgleich mit Spuren auf der Kleidung des Opfers identifiziert worden, teilte die Staatsanwaltschaft im niedersächsischen Osnabrück mit. Demnach wurde der Verdächtige festgenommen und einem Haftrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete. Das DNA-Profil des mutmaßlichen Täters war bereits in einer Datenbank gespeichert, ein Abgleich führte zu dem Treffer. Er stammt demnach wie das damalige Opfer aus dem Emsland. Weitere Einzelheiten zu dem Mann nannte die Staatsanwaltschaft zunächst nicht. Die 24-Jährige aus Sögel bei Meppen war im August 1995 nach dem Besuch eines Jahrmarkts mutmaßlich auf dem Nachhauseweg erdrosselt worden. Nachbarn entdeckten ihre Leiche am folgenden Tag in einem Stoppelfeld in der Nähe ihres Wohnhauses.

+++ 16.15 Uhr: Irans Außenminister warnt Trump vor der "Illusion" eines "kurzen Krieges" +++

Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif hat die Aussagen von US-Präsident Donald Trump zurückgewiesen, dass ein Krieg zwischen beiden Ländern "nicht lange dauern" würde. Die Vorstellung eines "kurzen Krieges mit dem Iran ist eine Illusion", schrieb Sarif im Kurzbotschaftendienst Twitter. Zudem betonte er, die Sanktionen gegen den Iran seien keine "Alternative zum Krieg, sie sind ein Krieg". Trump hatte sich am Mittwoch in einem Interview überzeugt gezeigt, dass ein Krieg mit dem Iran für sein Land keine großen Schwierigkeiten bedeuten würde. Er wolle keinen Krieg, sollte es aber dazu kommen, wäre sein Land in einer "sehr starken Position", so dass ein Krieg "nicht lange dauern" und keinen Einsatz von US-Bodentruppen erfordern würde, sagte er.

+++ 15.36 Uhr: Verdächtiger im Münchner Vergewaltigungsfall einschlägig vorbestraft +++

Der wegen Vergewaltigung einer Elfjährigen in München festgenommene Verdächtige ist unter anderem wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern vorbestraft. Der 43-jährige Deutsche sei für einige Jahre in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht gewesen und habe zuletzt in einer therapeutischen Wohngemeinschaft gewohnt, sagte Oberstaatsanwältin Anne Leiding in München. Der 43-Jährige soll das Kind nach Angaben der Polizei am Dienstag im Münchner Stadtteil Obergiesing in ein Gebüsch gezerrt, ihm den Ranzen heruntergerissen und es schwer sexuell missbraucht haben. Dabei trug der Täter laut Ermittlern eine Wolfsmaske. Überführt worden sei der Mann durch einen Treffer in der DNA-Datenbank.

+++ 15.29 Uhr: BASF streicht weltweit 6000 Stellen bis 2021 +++

Der Chemiekonzern BASF streicht bis Ende des Jahres 2021 weltweit rund 6000 Stellen. Das Unternehmen wolle die Verwaltung verschlanken sowie Abläufe und Prozesse vereinfachen, teilte BASF am Donnerstag in Ludwigshafen mit. Ab Ende 2021 hoffe das Unternehmen damit, jährlich 300 Millionen Euro einzusparen. 

+++ 15.23 Uhr: Deutschland hat so viele Einwohner wie nie zuvor +++

Mit gut 83 Millionen Menschen hat Deutschland so viele Einwohner wie nie zuvor - gleichzeitig altert die Bevölkerung trotz junger Zuwanderer im Durchschnitt unaufhaltsam. Zu diesen Ergebnissen kommt das Statistische Bundesamt in seinen am Donnerstag in Berlin und Wiesbaden vorgestellten Auswertungen und Vorausberechnungen. Im vergangenen Jahr wuchs die Bevölkerung demnach um 227.000 Bürger oder 0,3 Prozent auf exakt 83,0192 Millionen Menschen zum Jahresende. Das Durchschnittsalter der Menschen in Deutschland lag 2018 mit 44 Jahren um 5 Jahre höher als 1990.

Grund für das Bevölkerungswachstum sei, dass 2018 nach vorläufigen Ergebnissen 386.000 Menschen mehr zu- als abwanderten und zugleich die Zahl der Sterbefälle die der Geburten um 167.000 überstieg. Das Wachstum fiel aber geringer aus als in den Vorjahren: 2017 hatte es 271.000 betragen, im Jahr zuvor 346.000. Der Ausländeranteil stieg von 11,7 auf 12,2 Prozent. Ende 2018 lebten 72,9 Millionen deutsche und 10,1 Millionen ausländische Bürger (plus 4,2 Prozent) in Deutschland.

+++ 15.10 Uhr: Tödliche Verfolgungsjagd in Berlin: 28-Jähriger Raser wegen Mordes verurteilt +++

Ein Jahr nach dem Tod einer unbeteiligten Studentin bei einer Verfolgungsjagd im Berliner Stadtteil Charlottenburg ist ein 28-Jähriger wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht sah es in seinem Urteil als erwiesen an, dass der Raser auf der Flucht vor der Polizei die junge Frau überfuhr. Die Studentin schob ihr Fahrrad auf dem Bürgersteig, als sie am 6. Juni 2018 von dem Auto erfasst wurde. Sie starb noch am Unfallort. Ein 18-jähriger Beifahrer des Angeklagten starb wenig später. Zudem wurden ein Polizist und zwei Autofahrerinnen bei der Fluchtfahrt verletzt. Der aus Serbien stammende Angeklagte sowie zwei Bekannte waren nach einem Diebstahl vor der Polizei geflohen.

+++ 14.40 Uhr: Ford streicht europaweit 12.000 Stellen +++ 

Der US-Autobauer Ford hat seine Schrumpfungspläne für Europa konkretisiert. Bis Ende kommenden Jahres sollen rund 12.000 Arbeitsplätze gestrichen und die Zahl der Werke von 24 auf 18 Standorte verringert werden, teilte Ford am Donnerstag mit. In Deutschland sollen im Werk Saarlouis die Arbeitsschichten verringert werden. Ford hatte bereits im März angekündigt, in Deutschland mehr als 5000 Arbeitsplätze abzubauen. Anfang Juni hatte der Konzern zudem für September 2020 die Schließung seines Motorenwerks im walisischen Bridgend verkündet. Außerdem sollen Werke in Frankreich und Russland geschlossen werden; in der Slowakei ist der Verkauf eines Getriebewerks geplant. 

+++ 14.39 Uhr: Großbritannien verpflichtet sich zur Klimaneutralität bis 2050 +++

Großbritannien hat sich als erste große Volkswirtschaft der Welt dem Ziel der CO2-Neutralität bis 2050 verpflichtet. Ein entsprechendes Gesetz trat am Donnerstag in Kraft. Das Königreich habe "die industrielle Revolution eingeleitet, die für das weltweite Wirtschaftswachstum, aber auch für den Anstieg der Emissionen verantwortlich war", sagte der britische Energieminister Chris Skidmore. Mit dem neuen Gesetz führe es "die Welt erneut an". 

+++ 14.20 Uhr: Verdächtiger nach Vergewaltigung von Elfjähriger gefasst +++

Im Fall der nach Polizeiangaben von einem Mann mit Wolfsmaske vergewaltigten Elfjährigen in München hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Das sagte Sprecher Marcus da Gloria Martins am Donnerstag. Nach Angaben der Beamten war das Mädchen am Dienstag im Münchner Stadtteil Obergiesing von einem maskierten Mann überfallen, in ein Gebüsch gezogen und schwer sexuell missbraucht worden. Details wollte die Polizei am Nachmittag bekanntgeben.

Nach Aussage des Opfers hatte der Mann während der Tat neben der Maske auch Latexhandschuhe getragen, hatte die Polizei am Mittwoch weiter mitgeteilt. Er habe dem Mädchen und dessen Familie nach dem Überfall mit dem Tod gedroht, sollte sie jemandem von dem Vorfall erzählen. Das Mädchen sei dabei körperlich leicht verletzt worden. Die Beamten hegten keine Zweifel daran, dass die Schilderungen des Opfers zutreffend sind. 

+++ 14.02 Uhr: AfD-Politiker Gedeon nennt rechtsextremistischen Terror "Vogelschiss" +++

Nach dem Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke hat der baden-württembergische AfD-Politiker Wolfgang Gedeon die politische Bedeutung des rechtsextremistischen Terrors in Deutschland relativiert. Natürlich gebe es Extremismus auf allen Seiten, auch mit Gewaltanwendung, sagte Gedeon im Stuttgarter Landtag in einer Debatte über Rechtsextremismus. "Aber wenn wir die Sache politisch sehen, dann müssen wir ganz klar sagen: Im Vergleich zum islamistischen Terror und auch im Vergleich zum linksextremistischen Terror ist politisch gesehen in Deutschland der rechtsextremistische Terror ein Vogelschiss."

+++ 13.54 Uhr: Ford streicht 12.000 Stellen in ganz Europa - etliche davon in Deutschland +++

Der Autobauer Ford will in Europa 12.000 Arbeitsplätze streichen. Die Zahl der Standorte soll bis Ende 2020 um sechs auf 18 reduziert werden, teilte der US-Konzern mit. Es geht um Werksschließungen in Russland, Frankreich und Großbritannien, in der Slowakei wurde ein Werk verkauft. Die Werkspläne waren bereits bekannt, die Gesamtzahl der in Europa wegfallenden Jobs ist neu. In Deutschland ist Ford mit seiner Europazentrale und Werken in Köln sowie mit einem Werk in Saarlouis vertreten, hinzu kommt eine kleine Forschungsanlage in Aachen. Diese Anlagen stehen nicht auf der Streichliste, ihr Personal wird aber reduziert. Seit längerem liegt bereits das Vorhaben auf dem Tisch, in Deutschland 5400 Stellen zu streichen - diese sind in der Streichzahl für Europa enthalten. Es sind bereits mehr als 3200 Mitarbeiter ausgeschieden oder wollen dies tun, etwa weil sie Abfindungen annehmen.

+++ 13.43 Uhr: Waldbrand in Katalonien außer Kontrolle +++

Inmitten der europaweiten Hitzewelle hat ein Waldbrand in Spanien tausende Hektar Fläche zerstört. Trotz des Einsatzes von Hunderten Feuerwehrleuten und mehreren Löschflugzeugen war das Feuer nach Behördenangaben weiter außer Kontrolle. Auslöser war möglicherweise ein Misthaufen. Das Feuer war am frühen Mittwochnachmittag auf dem Gebiet der katalanischen Gemeinde Torre del Español ausgebrochen. Starke Winde fachten die Flammen weiter an. Bis zum Mittag wurden nach offiziellen Angaben mehr als 4000 Hektar Wald- und Buschgebiet zerstört. Bis das Feuer gelöscht sei, könnten 20.000 Hektar betroffen sein, hieß es. Damit wäre das Feuer der schlimmste Waldbrand in Katalonien seit 20 Jahren.

+++ 13.39 Uhr: Fünf Jahre Haft für Funktionär einer türkischen Extremistengruppe +++

Das Oberlandesgericht Hamburg hat einen Funktionär der türkischen Extremistengruppe DHKP-C zu fünf Jahren Haft verurteilt. Der Staatsschutzsenat sprach den 47-Jährigen der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland schuldig, wie die Gerichtspressestelle mitteilte. Der Prozess hatte vor mehr als einem Jahr begonnen. Die Generalstaatsanwaltschaft Hamburg hatte dem Türken vorgeworfen, seit 2002 in Belgien, den Niederlanden und in Deutschland als DHKP-C-Funktionär aktiv gewesen zu sein. Die "Revolutionäre Volksbefreiungspartei/-front" will den Angaben zufolge in der Türkei ein marxistisch-leninistisches Regime errichten. Sie habe sich zu zahlreichen Morden sowie Brand- und Sprengstoffanschlägen bekannt.

+++ 13.30 Uhr: Mindestens ein Toter durch Selbstmordanschläge im Zentrum von Tunis +++

Bei Anschlägen auf Sicherheitskräfte in Tunesien sind mindestens ein Mensch getötet und acht weitere verletzt worden. Ein Selbstmordattentäter sprengte sich nach Angaben des Innenministeriums in der Nähe von Polizisten in der Hauptstadt Tunis in die Luft. Er tötet einen Polizisten und verletzte mindestens vier weitere Menschen. Bei einem weiteren Selbstmordanschlag auf eine Einrichtung der Nationalgarde wurden demnach mindestens vier weitere Menschen verletzt. Der erste Selbstmordanschlag ereignete sich auf der wichtigsten Hauptverkehrsstraße von Tunis in der Nähe der Altstadt. Nach Ministeriumsangaben wurden zwei Polizisten und drei Passanten verletzt. Ein Polizist erlag später seinen Verletzungen. Bei dem zweiten Anschlag seien vier Sicherheitsleute verletzt worden, heißt es. Seit dem politischen Umbruch im Jahr 2011 wurden in Tunesien dutzende Menschen bei Anschlägen getötet - darunter auch viele Touristen.

+++ 13.15 Uhr: Beide Hauptangeklagte im Lügde-Missbrauchsprozess legen Geständnisse ab +++

Im Prozess um den hundertfachen Kindesmissbrauch auf einem Campingplatz im westfälischen Lügde haben zwei der drei Angeklagten zum Prozessauftakt Geständnisse abgelegt. Die Angeklagten Andreas V. und Mario S. räumten vor dem Landgericht Detmold die ihnen zur Last gelegten Missbrauchstaten mit wenigen Ausnahmen ein. Der dritte Angeklagte kündigte ebenfalls eine Erklärung vor Gericht an, die sein Verteidiger jedoch unter Ausschluss der Öffentlichkeit abgeben wollte.

+++ 12.33 Uhr: Indische Passagiermaschine muss wegen eines Sicherheitsalarms in London zwischenlanden +++

Ein indisches Passagierflugzeug hat am Londoner Flughafen Stansted wegen eines "Sicherheitsalarms" einen außerplanmäßigen Stopp einlegen müssen. Das teile die Polizei in der englischen Grafschaft Essex per Twitter mit. Grund war einem Bericht des Senders BBC zufolge eine Bombendrohung. Die Passagiermaschine sei von Kampfflugzeugen bis zur Landung in Stansted eskortiert worden. Das Flugzeug der indischen Fluggesellschaft Air India war laut BBC auf dem Weg von Mumbai nach Newark nahe New York City. Der Flughafen teilte später mit, das Flugzeug sei sicher gelandet und stehe an einem Standort abseits des normalen Betriebs. Die Polizei sei vor Ort. Die Start- und Landebahn sei wieder geöffnet und vollkommen einsatzfähig.

+++ 12.10 Uhr: Bericht: Schleudersitz von Eurofighter könnte nicht ausgelöst haben +++ 

Nach dem Tod eines Eurofighter-Piloten geht die Bundeswehr laut "Bild"-Zeitung dem Verdacht nach, dass der Schleudersitz des 27-Jährigen nicht ausgelöst haben könnte. Erste Indizien am Wrack nährten diese Zweifel, schrieb das Blatt. So sei teilweise intaktes Explosionsmaterial gefunden worden, das vor dem Ausstieg die Cockpit-Haube wegsprengen soll.

Der Deutschen Presse-Agentur wurde aus Militärkreisen bestätigt, dass auch untersucht werde, ob der Schleudersitz einer Maschine ausgelöst worden sei. Offiziell hieß es aber, die Luftwaffe beteilige sich nicht an Spekulationen. Das Ergebnis von Untersuchungen müsse abgewartet werden.

+++ 11.45 Uhr: Zahl der Rechtsextremisten erreicht Höchststand +++

Die Zahl der vom Verfassungsschutz registrierten Rechtsextremisten hat einen neuen Höchststand erreicht. Die Gesamtzahl belief sich im vergangenen Jahr auf 24.100, wie Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) am Donnerstag bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichts in Berlin sagte. Das sei ein Plus von 100 Menschen im Vergleich zum Vorjahr und "ein neuer Höchststand". Die Zahl gewalttätiger Rechtsextremisten habe bei 12.700 gelegen.     

Insbesondere wegen der "hohen Waffenaffinität" der Szene seien die Zahlen "besorgniserregend", sagte Seehofer. In diesem Bereich bestehe eine "hohe Gefährdungslage". Einen deutlichen Anstieg registrierten die Behörden Seehofer zufolge bei den Reichsbürger. Deren Zahl stieg um 13 Prozent auf 19.000, 950 gelten als rechtsextrem. Auch sie hätten eine große Affinität zu Waffen. Die Reichsbürger behinderten Gerichte und Polizei und Behörden in der Arbeit.

+++ 11.34 Uhr: Streit um Burkini - zwei Schwimmbäder in Frankreich geschlossen +++

Im Streit um den Burkini bleiben zwei Schwimmbäder in Frankreich trotz der Hitzewelle vorerst geschlossen. Die Stadtverwaltung in Grenoble im Osten des Landes erklärte, die Bademeister könnten die Sicherheit nicht mehr gewährleisten. In den Bädern hatte es Aktionen einer Bürgerrechtsgruppe gegeben, die Musliminnen eine Abkühlung ermöglichen wollten. Die Bademeister seien Ziel von "Einschüchterungskampagnen" geworden, die zum Verstoß gegen geltende Regeln angestiftet hätten, erklärte das Rathaus. In Grenoble ist das Baden im Burkini - einem Ganzkörper-Badeanzug, der auch den Kopf bedeckt - verboten. 

+++ 11.10 Uhr: Ethikrat: Masern-Impfpflicht für Kinder nicht gerechtfertigt +++

Die von der großen Koalition geplante Einführung einer Masern-Impfpflicht für Kinder in Kitas und Schulen ist aus Sicht des Deutschen Ethikrats nicht gerechtfertigt. Grund seien die insgesamt hohen Impfquoten in diesen Altersgruppen, erklärte das unabhängige Beratergremium am Donnerstag in Berlin. Zu empfehlen sei jedoch eine gesetzliche Impfpflicht "für Berufsgruppen in besonderer Verantwortung". Grundsätzlich sei es keine reine Privatangelegenheit, ob man sich gegen eine hochansteckende Infektionskrankheit wie die Masern impfen lasse. Angesichts einer solchen "moralischen Pflicht" sei aber zu prüfen, für wen auch eine Rechtspflicht erforderlich sei.

+++ 10.33 Uhr: Zwei Tote bei Bruchlandung auf Flughafen in Sibirien +++

Bei einer Bruchlandung auf einem Flughafen in Sibirien sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Die russische Passagiermaschine vom Typ AN-24 verfehlte nach Behördenangaben auf dem Flughafen von Nischneangarsk die Landebahn, krachte in ein Gebäude und geriet in Brand. Bei den beiden Toten handelt es sich demnach um zwei Besatzungsmitglieder. Die 43 Passagiere, darunter auch ein Kind, überlebten das Unglück. Die Maschine gehörte der regionalen Fluglinie Angara und war in der Stadt Ulan-Ude gestartet. Die Regionalregierung der russischen Teilrepublik Burjatien teilte im Online-Netzwerk Instagram mit, das Flugzeug sei hundert Meter über die Landebahn hinausgeschossen und in ein Flughafengebäude gekracht. Dann sei die Maschine in Brand geraten. Die Behörden nahmen Ermittlungen wegen eines Verstoßes gegen Bestimmungen zur Luftverkehrssicherheit auf.

+++ 10.08 Uhr: Terrorverdächtiger von Paris in Deutschland festgenommen +++

In Deutschland ist ein Terrorverdächtiger wegen der Beteiligung an einem Anschlag in Paris im November 2015 festgenommen worden. Der 39-jährige Bosnier wurde vor einer Woche gefasst, wie die Staatsanwaltschaft Dresden mitteilte. Gegen den Mann liege ein Europäischer Haftbefehl wegen des Verdachts der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung im Zusammenhang mit den Terroranschlägen unter anderem auf die Konzerthalle "Bataclan" vor.

Die Generalstaatsanwaltschaft in Sachsen-Anhalt prüft nun seine Auslieferung nach Belgien. Der Terrorverdächtige wurde demnach in der Nacht zum 20. Juni von Spezialkräften des BKA festgenommen. Einem Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft zufolge wurde er im Raum Merseburg gefasst. Aufgrund des bestehenden Europäischen Haftbefehls wurde er dem Ermittlungsrichter vor dem Amtsgericht Merseburg vorgeführt und befindet sich derzeit in vorläufiger Auslieferungshaft. 

Bataclan Anschläge: Sicherheitschef Noumouké Sidibé

+++ 9.53 Uhr: Frauenleiche in Brunnenschacht - Polizei nimmt Sohn fest +++

Nach dem Fund einer Frauenleiche in einem Brunnenschacht in Nordrhein-Westfalen hat die Polizei den Sohn der Toten festgenommen. Erste Ermittlungen hätten einen Anfangsverdacht gegen den 54-Jährigen ergeben, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei mit. Die Leiche der Frau war am Mittwoch in einem Brunnenschacht in Neuenkirchen im Münsterland entdeckt worden. Der Brunnen liegt auf dem Gelände einer Gärtnerei. Bei der Toten wurde laut Staatsanwaltschaft "wenigstens ein Hämatom" festgestellt. Ursache für die Verletzung könne ein Unfall oder "der Einsatz stumpfer Gewalt" sein. Ein Fremdverschulden könne derzeit nicht ausgeschlossen werden.  Zur Klärung der Todesursache wurde für Donnerstag die Obduktion der Leiche beantragt.

+++ 9.36 Uhr: Nach Flugunglück: Staatsanwaltschaft in Ermittlungen eingeschaltet +++

Mit dem Absturz der beiden Eurofighter-Kampfflugzeuge bei Nossentiner Hütte (Mecklenburgische Seenplatte) beschäftigen sich auch Polizei und Staatsanwaltschaft. "Es besteht der Anfangsverdacht der fahrlässigen Tötung", sagte Beatrix Heuer, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg. Die Polizei arbeite bei den Ermittlungen, die "gegen unbekannt geführt werden", eng mit den Flugsicherheitsbehörden zusammen. Das sei ähnlich wie bei tödlichen Verkehrsunfällen, wenn Gutachter der Dekra als Experten hinzugezogen würden, sagte Heuer. Man sei "von Amts wegen" tätig geworden.

+++ 9.16 Uhr: Merkel hat erneut Zitteranfall +++

Nur acht Tage nach ihrem Aufsehen erregenden Schwächeanfall hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag die gleichen Probleme wieder gehabt. Bei der Überreichung der Ernennungsurkunde an die neue Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) fing die Kanzlerin im Schloss Bellevue plötzlich an, am ganzen Körper zu zittern. Sobald sie sich anschließend bewegte, sei es ihr wieder besser gegangen, berichtete ein dpa-Fotograf, der die Szene festhielt. Merkel bekam ein Glas Wasser angeboten, das sie aber nicht annahm. 

Regierungssprecher Steffen Seibert sagte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur über mögliche Auswirkungen des neuerlichen Vorfalls auch auf Merkels am Mittag geplante Reise zum G20-Gipfel nach Japan: "Alles findet statt wie geplant. Der Bundeskanzlerin geht es gut." Merkel saß anschließend im Bundestag auf der Regierungsbank.

+++ 8.32 Uhr: Zwei weitere Festnahmen im Mordfall Lübcke +++

Im Mordfall Lübcke hat es zwei weitere Festnahmen gegeben. Das bestätigte die Bundesanwaltschaft am Donnerstag. Dabei soll es sich laut "Spiegel Online" und "Bild.de" um den Händler und den Vermittler der Waffen für Stephan E. handeln. Nach Informationen von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" kam es in der Nacht zu Donnerstag zu Durchsuchungen, die sich ebenfalls gegen die Verdächtigen gerichtet hätten. Dabei seien mehrere Waffen gefunden worden. Auch der SWR berichtet über Festnahmen. Ein Sprecher der ermittelnden Sonderkommission sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Wir bestätigen, dass es an verschiedenen Orten polizeiliche Maßnahmen gegeben hat."

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+++ 8.18 Uhr: Polizist nach Drohfax an Anwältin vorübergehend festgenommen +++

Ein Polizist aus Mittelhessen ist im Rahmen der Ermittlungen zu den Drohfaxen an die Frankfurter Anwältin Seda Basay-Yildiz vorläufig festgenommen worden. Er sei allerdings am selben Tag wieder freigelassen worden, da keine Haftgründe vorlagen und ein dringender Tatverdacht nicht nachgewiesen werden konnte, sagte eine Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft. Entlastet sei der Beamte aber auch nicht: "Die Ermittlungen gehen weiter." Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet.

Basay-Yildiz, die im NSU-Prozess Nebenkläger aus den Familien der Opfer der rechtsextremen Mordserie vertrat, hatte im vergangenen Jahr Drohschreiben an ihre Privatadresse erhalten, die mit "NSU 2.0" unterzeichnet waren. Darin wurde ihr und ihren Angehörigen der Tod angedroht. 

+++ 7.23 Uhr: Frau nach Explosion in Wien tot geborgen +++

Nach der Explosion in einem Mehrfamilienhaus mitten in Wien ist eine Frau tot aus den Trümmern geborgen worden. Nach Angaben des Sprechers der Wiener Berufsfeuerwehr, Christian Feiler, wurde sie in der Nacht auf Donnerstag innerhalb des Gebäudes gefunden. Zudem wurde möglicherweise eine zweite Person geortet. Die Feuerwehr versuche derzeit, zu dieser Person vorzudringen, so Feiler.

Bei der Explosion unweit der Wiener Innenstadt waren am Mittwoch zwei Mehrfamilienhäuser über mehrere Stockwerke teilweise eingestürzt. Betroffen waren 22 Wohnungen, in denen 42 Menschen gemeldet waren. Mindestens 14 Menschen wurden dabei verletzt.

+++ 7.12 Uhr: Tote und Verletzte bei Bruchlandung von Flugzeug am Baikalsee +++

Bei der Bruchlandung eines Passagierflugzeuges in Russland sind in der Nähe des Baikalsees mindestens zwei Menschen getötet und mehrere verletzt worden. Mehr als 40 Menschen an Bord konnten sich retten, wie russische Agenturen unter Berufung auf Behörden in Sibirien meldeten. Die Antonow AN-24 war demnach am Morgen auf dem Flughafen Nischneangarsk in der russischen Teilrepublik Burjatien bei einer Notlandung hart aufgeprallt, in ein Gebäude gekracht und in Brand geraten.

Auf Bildern waren brennende Trümmerteile sowie schwere Schäden an dem barackenähnlichen Gebäude zu sehen. 21 Menschen sollen medizinische Hilfe gebraucht haben. Ermittler leiteten ein Verfahren wegen Verstoßes gegen die Sicherheitsvorschriften ein. Es gab Hinweise, nach denen ein Triebwerk des Flugzeugs in der Luft ausgefallen war. Die Ursache des Unglücks war allerdings zunächst unklar.

+++ 6.23 Uhr: Mann in USA soll zwei deutsche Urlauber mit Auto getötet haben +++

Im US-Bundesstaat Washington wird ein Mann beschuldigt, zwei deutsche Urlauber mit seinem Auto überfahren und getötet zu haben. Der 71-Jährige soll mit seinem Jeep am Dienstag am Strand eines Flusses entlang gefahren sein und den Mann und die Frau dabei erfasst haben, die am Wasser lagen, wie die Polizei der Stadt Washougal mitteilte. Die beiden Urlauber wurden demnach in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht, wo sie starben. 

Der 71 Jahre alte Verdächtige wurde laut Polizei noch am selben Abend festgenommen. Er soll mit seinem Wagen zunächst einen Zaun zu dem Park durchbrochen haben und dann zu dem Strand gefahren sein. Zeugen hätten berichtet, dass er den Jeep während der gesamten Fahrt durch den Park nicht verlangsamt habe, hieß es in der Mitteilung der Polizei. Der Sender KATU2 berichtete, der Mann habe bei der Polizei ausgesagt, dass er vor dem Vorfall getrunken habe. Bei den Opfern handelt es sich den Angaben zufolge um einen 61 Jahre alten Mann und eine 62 Jahre alte Frau

+++ 5.53 Uhr: Tschechische Regierung übersteht Misstrauensantrag +++

Der tschechische Ministerpräsident Andrej Babis hat einen Misstrauensantrag im Parlament abgewehrt. Der Antrag von fünf Oppositionsparteien fand nicht die erforderliche absolute Mehrheit aller 200 Abgeordneten. Dafür stimmten 85 Volksvertreter bei 85 Gegenstimmen. Anlass waren Korruptionsvorwürfe gegen den Multimilliardär, dessen Firmen unrechtmäßig von EU-Subventionen profitiert haben sollen. Bei der größten Demonstration in Prag seit dem Systemwechsel 1989 hatten am Sonntag mehr als 280 000 Menschen unabhängige Ermittlungen der Justiz und den Rücktritt des Regierungschefs gefordert.

+++ 4.12 Uhr: Feuerwehr in Spanien bekämpft riesigen Waldbrand +++

Inmitten der europaweiten Hitzewelle hat ein Waldbrand in Spanien tausende Hektar Fläche zerstört. Hunderte Feuerwehrleute und Soldaten waren im Einsatz, um das Feuer auf dem Gebiet der Gemeinde Torre del Español in der Region Katalonien zu bekämpfen. Unterstützt wurden sie durch 15 Löschflugzeuge oder Hubschrauber.     Kataloniens Innenminister Miquel Buch erklärte, der Brand in der Provinz Tarragona habe binnen sechs Stunden 3500 Hektar Fläche zerstört. Bis das Feuer gelöscht sei, könnten 20.000 Hektar betroffen sein. Buch sprach vom schlimmsten Waldbrand in Katalonien seit 20 Jahren. Das Feuer war am frühen Mittwochnachmittag ausgebrochen. Starke Winde fachten die Flammen weiter an.

+++ 3.45 Uhr: Australischer Student womöglich in Nordkorea festgenommen +++

In Nordkorea ist womöglich ein australischer Student festgenommen worden. Das australische Außenministerium erklärte, es versuche "dringend" Klarheit über das Schicksal des jungen Mannes zu erlangen. Das Ministerium stehe in Kontakt zur Familie des Studenten. Medienberichten zufolge soll es sich bei dem womöglich Festgenommenen um Alex Sigley handeln, einen von wenigen westlichen Studenten an der Kim-Il-Sung-Universität in Pjöngjang. Sigley studiert dort koreanische Literatur. Er hat auch ein Unternehmen, das Reisen durch Nordkorea anbietet, und hat Artikel über die Gastronomieszene von Pjöngjang und andere Themen geschrieben.

+++ 2.14 Uhr: Mindestens 16 Tote bei Massengedränge in Madagaskar +++

Bei einem Massengedränge am Rande von Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag in Madagaskar sind mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen. Ein AFP-Journalist zählte in der Leichenhalle eines Krankenhauses in der Hauptstadt Antananarivo 16 Leichen, darunter die von drei Kindern. Dutzende Menschen wurden verletzt. Augenzeugen zufolge ereignete sich das Massengedränge vor einem Stadion, wo Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag abgehalten wurden. Tausende Menschen hatten sich vor dem Stadion versammelt, um nach einer Militärparade einem Konzert beizuwohnen. Dann kam es zu dem tödlichen Gedränge. Staatschef Andry Rajoelina sprach den Angehörigen sein Beileid aus und besuchte Verletzte im Krankenhaus.

+++ 1.23 Uhr: US-Gynäkologe wegen sexueller Übergriffe auf Studentinnen angeklagt +++

Ein US-Gynäkologe, der jahrelang an einer kalifornischen Universität arbeitete, ist wegen zahlreicher sexueller Übergriffe auf Studentinnen angeklagt worden. Nach Mitteilung der Staatsanwaltschaft in Los Angeles werden dem 72-jährigen Frauenarzt Belästigungen von 16 Patientinnen im Alter von 17 bis 29 Jahren vorgeworfen. Die Vorfälle in dem Gesundheitszentrum der University of Southern California (USC) sollen zwischen 2009 und 2016 passiert sein. Der am Mittwoch festgenommene Arzt, der bis 2017 an der Universität gearbeitet hatte, wies die Vorwürfe zurück. Im Falle eines Schuldspruchs drohen ihm bis zu 53 Jahre Haft.

+++ 0.37 Uhr: US-Behörde: Mögliches Risiko bei Boeing 737 Max gefunden +++

Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat nach eigenen Angaben ein mögliches Risiko bei Boeings Krisenfliegern der Baureihe 737 Max gefunden. Das Problem müsse behoben werden, bevor das Flugverbot für die Maschinen aufgehoben werden könne, teilte die FAA in Washington mit. Konkretere Angaben machte die Behörde nicht. Eine Stellungnahme von Boeing lag zunächst nicht vor. 

Die 737-Max-Serie muss nach zwei tödlichen Abstürzen mit insgesamt 346 Toten seit Mitte März am Boden bleiben. Eine umstrittene Steuerungssoftware von Boeing steht nach ersten Unfallberichten als mögliche Unfallursache im Verdacht. Ob das nun von der FAA identifizierte Problem im Zusammenhang damit steht, blieb vorerst unklar.

vit / dho / fs / DPA / AFP