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+++ Ticker +++

News des Tages: Russland-Verbindungen? US-Justizministerium setzt unabhängigen Ermittler ein

Neue Entwicklungen im Fall Anis Amri +++ Wikileaks-Informatin Manning aus Haft entlassen +++ EU stellt Maut-Verfahren gegen Deutschland ein +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

US-Präsident Donald Trump gestikuliert, während er an einem Rednerpult mit US-Wappen im Weißen Haus spricht

US-Präsident Donald Trump steht momentan gleich mehrfach unter Verdacht

Die Nachrichten des Tages im stern-News-Ticker:

+++ 0.13 Uhr: US-Justizministerium kündigt unabhängige Untersuchung zu Trumps Russland-Verbindungen an +++

Das US-Justizministerium lässt die Vorwürfe um eine angebliche Verstrickung Donald Trumps und seines Wahlkampfteams mit Russland in einer unabhängigen Untersuchung prüfen. Als Leiter der Untersuchungskommission werde der frühere FBI-Direktor Robert Mueller eingesetzt, teilte das Justizministerium in Washington mit.

+++ 22.20 Uhr: Sigmar Gabriel in Washington eingetroffen +++

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) ist in Washington zu Gesprächen mit seinem US-Kollegen Rex Tillerson eingetroffen. Im Anschluss ist ein Gespräch Gabriels mit Finanzminister Steven Mnuchin geplant, am Donnerstag trifft er sich mit dem Nationalen Sicherheitsberater Herbert Raymond McMaster. Zentrales Thema dürfte die Bekämpfung der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) sein. Es ist bereits Gabriels zweiter Besuch bei der Regierung von Präsident Donald Trump.

+++ 22.09 Uhr: Kolumbien: Vier Tote bei Werftunglücken +++

Bei zwei Explosionen in Werften der kolumbianischen Karibikstadt Cartagena sind vier Arbeiter getötet und 22 verletzt worden. Wie der Chef einer der Werften mitteilte, kam es bei Wartungsarbeiten an einem Schiff zu der Explosion und dem Ausbruch eines Feuers, dabei starben drei Menschen, wie der Werftenchef Jorge Carreño dem Radiosender RCN sagte. Fast zeitgleich kam es in einer nahegelegenen Werft der Küstenstadt zu einer zweiten Explosion, bei der der vierte Tote zu beklagen war. Riesige schwarze Rauchwolken lagen über dem Industrieviertel Cartagenas und dem Hafengebiet.

+++ 21.33 Uhr: A14: Zwei Tote bei Unfall mit Lkw, Transporter und Auto +++

Bei einem schwerem Unfall auf der Autobahn 14 bei Halle sind zwei Autoinsassen ums Leben gekommen. Sieben Menschen wurden verletzt, davon einer schwer, wie die Polizei mitteilte. Ein Sattelzug, ein Kleintransporter und ein Pkw waren zwischen Halle-Tornau und Halle-Peißen zusammengestoßen. Das Auto und der mit Küchengeräten und Sportartikeln beladene Lastwagen brannten aus. Aus dem Auto bargen Rettungskräfte zwei Tote. Ihre Identität war am Abend zunächst unklar. In dem Kleintransporter fuhren sieben Menschen mit, die alle verletzt und in ein Krankenhaus gebracht wurden. Der Fahrer des Lastwagens blieb unverletzt. Die Polizei ging davon, dass der 61-jährige Lkw-Fahrer den Unfall verursacht hat.

+++ 20.56 Uhr: Foto mit Hitler-Gruß: Bulgarischer Vizeminister tritt zurück +++

Ein Foto mit Hitler-Gruß vor Wachsfiguren von NS-Offizieren ist einem bulgarischen Vizeminister der neuen bürgerlich-nationalistischen Regierung zum Verhängnis geworden: Vizeregionalminister Pawel Tenew trat nach nur zwei Tagen im Amt zurück. Damit reagierte er auf Kritik der oppositionellen Sozialisten an seinem Foto, auf dem er im Pariser Wachsfigurenkabinett Grevin dort ausgestellte Figuren von NS-Offizieren grüßt.

Das vor neun Jahren gemachte Foto ist Medienberichten zufolge wenige Stunden nach seiner Einstellung von Tenews Facebook-Profil entfernt worden. Tenew sagte dazu: "Das, was ich gemacht habe, war vielleicht nicht richtig, war aber vielmehr im lustigmacherischen Stil getan". Er teile diese Philosophie "überhaupt nicht". Der bürgerliche Regierungschef Boiko Borissow hatte Tenew als Vertreter des kleineren Koalitionspartners, des nationalistischen Bündnisses Vereinigte Patrioten, erst am Montag eingestellt.

+++ 20.23 Uhr: Laptops auf Flügen in die USA erst einmal weiter erlaubt +++

Laptops dürfen auf Flügen von Europa in die USA vorerst weiter mit in die Kabine genommen werden. Bei einem Treffen zu Sicherheit im Flugverkehr hätten US-Vertreter noch kein Verbot angekündigt, teilte die EU-Kommission am Abend in Brüssel mit. Die USA halten sich die Option aber weiter offen, wie es aus Regierungskreisen hieß. Denn Terrorexperten fürchten Sprengstoffanschläge mit den elektronischen Geräten.

Nächste Woche soll es erneute Gespräche geben, diesmal in Washington. Dort sollen "gemeinsame Risiken und Lösungen zum Schutz von Fluggästen weiter abgewogen werden", wie es in einer gemeinsamen Erklärung hieß. Gleichzeitig sei ein "reibungsloses Funktionieren des globalen Luftverkehrs" zu ermöglichen.

+++ 19.08 Uhr: Auto stößt mit Regionalzug zusammen - zwei Tote +++

Beim Zusammenstoß einer Regionalbahn mit einem Auto in Zeulenroda-Triebes in Thüringen sind zwei Menschen getötet worden. Nach Angaben der Bundespolizei handelt es sich bei den Opfern höchstwahrscheinlich um eine 67-jährige Frau und ihre 12 Jahre alte Enkelin. Sie saßen in dem Wagen, der rund 150 Meter von dem Zug mitgeschleift wurde. Es solle nun ermittelt werden, ob das Auto bei Rot durch eine Halbschranke fuhr. Nach Erkenntnissen der Bundespolizei wurde von den Zugreisenden niemand verletzt.

+++ 19.02 Uhr: Ausschuss bittet FBI um Aufzeichnungen Comeys +++

Der Geheimdienstausschuss des US-Senats hat das FBI gebeten, mögliche Aufzeichnungen des entlassenen FBI-Direktors James Comey zu Gesprächen mit Vertretern des Weißen Hauses vorzulegen. Das teilten die Vorsitzenden des Ausschusses mit.

In einem zweiten Brief baten sie Comey erneut darum, vor dem Gremium auszusagen - und zwar sowohl in einer öffentlichen als auch in einer geschlossenen Sitzung. Eine frühere Einladung hatte Comey in der vergangenen Woche abgelehnt.  

+++ 18.49 Uhr: 15 Zivilisten sterben bei Luftangriff im Jemen +++

Bei einem Luftangriff im Bürgerkriegsland Jemen sind nach Angaben einer lokalen Miliz mindestens 15 Zivilisten getötet worden. Die Bombardierung habe im Westen der Provinz Tais ein Fahrzeug getroffen, in dem die Opfer unterwegs gewesen seien, hieß es aus der regierungstreuen Truppe.

Sie schrieb den Angriff der von Saudi-Arabien angeführten Koalition zu, die Jemens Regierung im Kampf gegen Huthi-Rebellen unterstützt. Augenzeugen erklärten, unter den Opfern seien Frauen und Kinder. 

+++ 18.02 Uhr: Polen: Zwei Tote bei Explosion in Schwarzpulverfabrik +++

Bei einer Explosion in einer polnischen Schwarzpulverfabrik sind zwei Menschen ums Leben gekommen und 17 weitere verletzt worden. Auch nach Stunden war unklar, was die Explosion am Morgen in dem Werk in Makolno im Südwesten des Landes ausgelöst hatte. Durch ihre Wucht stürzte ein Gebäude auf dem Werksgelände zusammen und begrub die beiden Arbeiter unter seinen Trümmern. Nach dem Unglück stieg eine riesige weiße Rauchwolke über der Fabrik auf, die noch kilometerweit zu sehen war. In der Umgebung gingen zahlreiche Fensterscheiben zu Bruch. 

+++ 17.23 Uhr: London: Vier Männer wegen Terrorverdachts festgenommen +++

Die britische Anti-Terror-Polizei hat in London vier Männer festgenommen. Sie stehen im Verdacht, einen Anschlag vorbereitet zu haben, wie Scotland Yard mitteilte. Die Männer im Alter von 18 bis 27 Jahren wurden im Osten der britischen Hauptstadt festgenommen. Details dazu waren zunächst nicht bekannt.
Vor knapp zwei Monaten waren in London bei einem Terroranschlag fünf Menschen und der Attentäter ums Leben gekommen. Dutzende Menschen erlitten Verletzungen.

+++ 17.20 Uhr: Berliner Polizei soll die Akte von Anis Amri manipuliert haben +++

Der Berliner Weihnachtsmarkt-Attentäter Anis Amri hätte nach neuen Erkenntnissen der Hauptstadt-Behörden möglicherweise vor seinem Anschlag festgenommen werden können. Es sei ein neues Dokument aufgetaucht, das ihm bereits im November gewerblichen, bandenmäßigen Handel mit Betäubungsmitteln vorwarf, sagte Innensenator Andreas Geisel (SPD) am Mittwoch. Auf dieser Grundlage sei "eine Verhaftung wohl möglich gewesen". Jetzt werde geprüft, ob das Dokument im Landeskriminalamt möglicherweise vorsätzlich zugunsten Amris zurückgehalten wurde. Es seien bereits disziplinarrechtliche Maßnahmen eingeleitet worden. 

Der Tunesier Amri war am 19. Dezember mit einem zuvor gekaperten Lastwagen in den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche gerast. Er tötete zwölf Menschen, weitere 67 wurden bei dem bislang folgenschwersten islamistischen Terroranschlag in Deutschland verletzt. Wenige Tage später wurde Amri auf der Flucht in Italien von der Polizei erschossen. 

Der Asylbewerber hielt sich vor allem in NRW und Berlin auf und nutzte diverse Identitäten. Nach dem Anschlag war deutlich geworden, dass Amri deutschen Sicherheitsbehörden schon länger als sogenannter islamistischer Gefährder bekannt war und er sogar zeitweise überwacht wurde. Verhaftet wurde er indes nicht. Bekannt ist auch, dass er zeitweise in der Berliner Drogenszene aktiv war.

+++ 17.07 Uhr: Polizei hilft verzweifelter Mutter mit Leiter von Kabeldieben +++

Eine von Kabeldieben am Tatort hinterlassene Leiter hat der Polizei bei der Familienzusammenführung einer verzweifelten Mutter mit ihrem einjährigen Baby geholfen. Wie die Bundespolizeiinspektion Bremen mitteilte, wandte sich die Mutter in Lüneburg aufgelöst an die Beamten, nachdem sie sich mit ihrer vierjährigen Tochter ohne Schlüssel ausgesperrt hatte.

Die Beamten kramten dem Polizeibericht zufolge kurzerhand aus der Asservatenkammer die vor Monaten von den Dieben an einer Bahnstrecke bei Soltau zurückgelassene Leiter hervor. Die Länge der "Räuberleiter" habe genau ausgereicht, um im ersten Stock an ein Fenster zu gelangen und dieses zu öffnen. Das Baby habe noch friedlich im Bett gelegen und große Augen bei der Rückkehr der Mutter zusammen mit Polizisten gemacht.

+++ 17.06 Uhr: Mali: Islamisten steinigen Liebespaar zu Tode +++

Islamisten haben im westafrikanischen Mali ein Liebespaar zu Tode gesteinigt. Die Extremisten warfen der Frau und dem Mann vor, als Unverheiratete gegen die Scharia verstoßen zu haben, wie die Behörden in der Region Kidal im Nordosten des Landes mitteilten. Es ist die erste bekannte Steinigung eines Paares seit rund fünf Jahren. Die Behördenvertreter teilten mit, die Täter hätten zwei Löcher in den Boden gegraben und die Frau und den Mann gezwungen, sich hineinzulegen. Dann hätten vier Menschen das Paar gesteinigt. Sie hätten dies mit "einem Verstoß gegen das muslimische Gesetz" begründet.

Im Norden Malis sind verschiedene Dschihadistengruppen aktiv. Ob die Täter zu einer dieser Gruppen gehören, ist unbekannt. Nach einem Militärputsch in Mali hatte die frühere Kolonialmacht Frankreich Anfang 2013 militärisch eingegriffen, um das Vorrücken von Islamisten und Tuareg-Rebellen zu stoppen. Viele Gebiete des Landes sind aber nach wie vor nicht unter Regierungskontrolle.

+++ 17.00 Uhr: Stuttgart: Vier Syrer wegen Unterstützung einer Terrorvereinigung angeklagt +++

Vier Syrer sind vor dem Oberlandesgericht Stuttgart angeklagt worden, weil sie Mitglieder einer Terrororganisation gewesen sein sollen. Die Männer im Alter von 24 bis 35 Jahren sollen laut Anklage in Syrien für die Terrorvereinigung Dschabhat al Nusra gekämpft haben. Das teilte die Bundesanwaltschaft mit. Angeklagt sind sie wegen Verbrechen nach dem Kriegswaffenkontrollgesetz. Drei von ihnen sollen auf einem Platz zudem 36 Menschen ermordet haben. Die vier Männer sitzen in Untersuchungshaft.

+++ 16.46 Uhr: Rotes Kreuz birgt nach Kämpfen 115 Leichen in Zentralafrikanischer Republik +++

Nach heftigen Kämpfen im Südosten der Zentralafrikanischen Republik hat das Rote Kreuz rund 115 Leichen geborgen. Die Toten im Ort Bangassou würden nun begraben, sagte am Mittwoch der Landesdirektor des Roten Kreuzes, Antoine Mbao Bogo. Die christliche Anti-Balaka-Miliz hatte vergangene Woche Bangassou, rund 500 Kilometer östlich der Hauptstadt Bangui, angegriffen. Rund 3000 Menschen flohen nach UN-Angaben vor der Gewalt.

Bei einem Angriff auf einen UN-Konvoi in der vergangenen Woche wurden zudem fünf Blauhelmsoldaten getötet. Die UN machten ebenfalls die Anti-Balaka-Miliz für den bislang schwersten Angriff auf die UN-Friedenstruppe in dem Land verantwortlich. Wegen der Kämpfe seien nun rund 25.000 der 35.000 Einwohner von Bangassou auf humanitäre Hilfe angewiesen, hieß es weiter.  

+++ 16.16 Uhr: Deutsche Fußball-Liga gewinnt Kostenstreit mit Stadt Bremen +++

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) muss sich auch weiterhin nicht an Mehrkosten für Polizeieinsätze bei sogenannten Hochrisikospielen in Bremen beteiligen. Das Verwaltungsgericht der Hansestadt Bremen gab in erster Instanz einer entsprechenden Klage der DFL gegen einen Gebührenbescheid des Bundeslandes Bremen statt. Eine Berufung gegen das Urteil ist möglich.

+++ 15.24 Uhr: Dreijähriger will Schwester mit Auto von Schule abholen +++

Mit dem Auto hat ein dreijähriger Junge in Niedersachsen seine große Schwester von der Schule abholen wollen. Er schnappte sich deshalb am Dienstagnachmittag den Autoschlüssel, setzte sich hinter das Steuer und rollte los, wie die Polizei in Verden mitteilte. Die Fahrt endete kurz darauf am Zaun eines Nachbarhauses. Der kleine Autofahrer blieb dabei unverletzt.

Der Vater versuchte noch, seinen Sohn aufzuhalten. Dass er gegen die Scheiben des bereits rollenden Wagens schlug, half aber nicht viel. Das Auto stoppte erst nach hundert Metern im Vorgarten einer Nachbarin.

+++ 15.19 Uhr: Berlin: Mann auf offener Straße totgeprügelt +++

Im Berliner Bezirk Neukölln ist am Morgen ein 43-Jähriger auf offener Straße von zwei Männern zu Tode geprügelt worden. "Sie haben ihn getreten, geschlagen und offenbar auch ein Schlagwerkzeug verwendet", sagte Polizeisprecher Winfried Wenzel. Die nach Zeugenaussagen maskierten Angreifer flohen vom Tatort im Stadtteil Britz. "Die Erste-Hilfe-Maßnahmen zur Rettung des Manns sind leider erfolglos verlaufen", sagte Wenzel.

Demnach waren Polizei und Feuerwehr um 08.00 Uhr morgens in eine eher bürgerliche Wohngegend alarmiert worden. Das Opfer des Angriffs habe schwer verletzt auf dem Bürgersteig gelegen, sagte Wenzel. Der Hintergrund des Überfalls war unklar. Die Polizei vermaß den Tatort mit einem 3D-Laserscanner und suchte nach etwaigen Spuren der Täter.

+++ 15.16 Uhr: Unbekannte schneiden Frau den Zopf ab +++

Völlig unvermittelt ist einer 58-Jährigen in Potsdam auf der Straße von Unbekannten der Haarzopf abgeschnitten worden. Auf dem Weg zur Arbeit sei sie am frühen Dienstagmorgen aus einer Gruppe Jugendlicher heraus angesprochen und nach dem Weg gefragt worden, teilte die Polizei mit. Plötzlich habe die Frau einen starken Ruck am Hinterkopf gespürt - und einer der jungen Männer habe ihr den etwa 20 Zentimeter langen Pferdeschwanz abgeschnitten. Die Täter flohen mit dem Haarbüschel. Die Frau blieb unverletzt. Das Motiv für die Tat war zunächst völlig unbekannt.

+++ 15.12 Uhr: Erste Holocaust-Professorin Deutschlands will Antworten finden +++

Dieser Lehrstuhl ist auch ein Signal: Die bisher in Wien lehrende Historikerin Sybille Steinbacher ist offiziell als erste Holocaust-Forscherin Deutschlands an der Frankfurter Goethe-Universität vorgestellt worden. "Gerade im Land der Täter darf es kein Vergessen geben", betonte der hessische Wissenschaftsminister Boris Rhein (CDU). Auch wenn an deutschen Hochschulen bisher über die nationalsozialistischen Massenverbrechen geforscht wurde: "Mehr als 70 Jahre nach der Shoah ist erstmals eine Professur ausschließlich zur Erforschung des Holocaust eingerichtet worden." Andere Länder, etwa Schweden, die USA oder die Niederlande seien Deutschland da deutlich voraus.

+++ 15.02 Uhr: Seebeben erschüttert Rhodos und Karpathos +++

Ein mittelstarkes Seebeben hat am Mittwochnachmittag die Menschen auf der griechischen Touristeninsel Rhodos in Angst versetzt. Das Beben hatte nach vorläufigen Messungen des Athener Geodynamischen Institus eine Stärke von 5,1. Das Zentrum des Bebens lag unter dem Meeresboden zwischen den Inseln Rhodos und Karpathos in einer Tiefe von rund 20 Kilometern. "Es lag ganz nahe an der Erdoberfläche. Deswegen haben die Menschen es als stark empfunden. Wir haben aber keine Schäden", sagte der Seismologe Efthymioas Lekkas im griechischen Fernsehen.

+++ 14.50 Uhr: Lehrer darf Handy auch über das Wochenende einbehalten +++

Schüler müssen es wohl hinnehmen, wenn ihnen Lehrer auch über das Wochenende ihr Smartphone wegnehmen. Ein schwerwiegender Grundrechtseingriff liege darin nicht, betonte das Verwaltungsgericht Berlin in einem Beschluss. Im konkreten Fall kam es darauf aus formalen Gründen letztlich allerdings nicht an. Ein Schüler einer neunten Klasse hatte an einem Freitag massiv den Unterricht gestört. Sein Klassenlehrer ließ sich daher sein Mobiltelefon aushändigen. Erst am Montag konnten die Eltern es wieder abholen. Mit seiner Klage wollte der Schüler festgestellt wissen, dass dies rechtswidrig war. Die Maßnahme habe ihn in seiner Ehre verletzt und gedemütigt. Die Eltern traten der Klage ihres Sohns bei, denn der Lehrer habe unzulässig in ihr Erziehungsrecht eingegriffen.

+++ 14.43 Uhr: Schon 209 Cholera-Tote im Jemen +++

Die Zahl der Cholera-Toten im Bürgerkriegsland Jemen ist nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef auf 209 gestiegen. In den vergangenen Wochen seien 17.200 Verdachtsfälle gezählt worden, teilte die örtliche Unicef-Mission mit. Täglich würden 3000 weitere Verdachtsfälle gemeldet, es gebe einen "alarmierenden Anstieg" der Todesfälle durch die Seuche.

+++ 14.23 Uhr: USA wollen Laptop-Verbot auf Flügen "wahrscheinlich" auf Europa ausweiten +++

Die USA werden das Laptop-Verbot auf Flügen in die Vereinigten Staaten wohl auch auf Europa ausdehnen. Der Sprecher des US-Heimatschutzministeriums, David Lapan, nannte eine Ausweitung des Verbots nicht allein auf Europa, sondern auf weitere Regionen "möglich". Am Mittwochnachmittag sollten Gespräche in Brüssel über das mögliche Laptop-Verbot beginnen.

+++ 14.20 Uhr: Wikileaks-Informantin Manning aus Haft entlassen +++


Die Wikileaks-Informantin Chelsea Manning ist aus der Haft in den USA entlassen worden. Die 29-Jährige sei am Mittwoch aus dem Gefängnis Fort Leavenworth entlassen worden, teilte eine Armeesprecherin mit. Manning hieß früher mit Vornamen Bradley und vollzog in der Haft eine Geschlechtsumwandlung; unter ihrem früheren Namen hatte sie während ihrer Stationierung im Irak der Enthüllungsplattform Wikileaks hunderttausende Dokumente zugespielt. 

+++ 14.00 Uhr: Mutter von fünf Kindern getötet  - Ehemann tatverdächtig +++ 

Eine Mutter von fünf Kindern im Alter zwischen 4 und 15 Jahren ist im Landkreis Oldenburg in der Nacht zum Mittwoch getötet worden. Dringend tatverdächtig sei der Ehemann der 37-Jährigen, sagte eine Sprecherin der Polizei. Der Mann wurde festgenommen. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg will einen Haftbefehl gegen den gleichaltrigen Ehemann beantragen.

Nach den bisherigen Erkenntnissen soll der Vater in der gemeinsamen Wohnung in Wardenburg seine Frau während eines Streits mit einem Messer angegriffen und tödlich verletzt haben. Ob die Kinder die Tat miterlebten, konnte die Sprecherin nicht sagen. Sie würden inzwischen psychologisch betreut und seien anderweitig untergebracht worden. Beamte fanden die Leiche nach einem Anruf bei der Polizei. Von wem der Hinweis stammt, wollte die Polizei mit Hinweis auf die Ermittlungen zunächst nicht sagen. Die Tote sollte noch am Mittwoch obduziert werden. 

+++ 13.20 Uhr: Türkei erlaubt zweiten Konsularbesuch bei Deniz Yücel +++

Die Türkei erlaubt zum zweiten Mal eine konsularische Betreuung des seit Monaten dort inhaftierten deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel. Der deutsche Generalkonsul in Istanbul, Georg Birgelen, werde Yücel am Donnerstag in der Haft besuchen können, sagte der deutsche Außenamtssprecher Martin Schäfer in Berlin. "Das begrüßen wir", kommentierte Schäfer die Entscheidung der türkischen Behörden.

+++ 13.06 Uhr: Weitere Wehrmachtsdevotionalien in Kaseren gefunden +++

Bei der Durchsuchung aller Kasernen der Bundeswehr sind weitere Andenken an die Wehrmacht gefunden worden. Das bestätigte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Die Funde seien aber nicht vergleichbar mit den im französischen Illkirch aufgebauten monothematischen Wehrmachtdevotionalien, sagte sie nach ihrem Bericht vor dem Verteidigungsausschuss des Bundestags.

+++ 13.06 Uhr: Umut Kekilli hofft auf mehr Toleranz für Paare mit jüngerem Mann +++

Umut Kekilli (33), Freund von Natascha Ochsenknecht (52), hofft beim Thema ungleiche Paare auf mehr Toleranz. Für seine türkische Familie sei es erst eine Belastung gewesen, als er mit der fast 20 Jahre älteren Ochsenknecht zusammenkam. Der Fußballer habe auch "blöde Sprüche und komische Blicke" von Kollegen erlebt.

+++ 13.00 Uhr: EU-Kommission stellt Mautverfahren gegen Deutschland ein +++

Der jahrelange Streit um die Pkw-Maut zwischen Brüssel und Berlin ist offiziell beigelegt. Nach den bereits im Dezember vereinbarten Zugeständnissen der Bundesregierung hat die EU-Kommission ihr Verfahren gegen Deutschland nun eingestellt. Es gebe keine Diskriminierung ausländischer Fahrer mehr, teilte die Brüsseler Behörde mit. Sie wolle aber im Auge behalten, ob das Gesetz korrekt angewendet werde. Die Maut soll nach Planungen der Bundesregierung ab 2019 fällig werden.

Offen ist allerdings, ob andere EU-Staaten die "Infrastrukturabgabe" noch zu Fall bringen können. Österreich sieht weiterhin einen Verstoß gegen EU-Recht, weil Ausländer bei der Autobahn-Nutzung stärker belastet werden sollen als Inländer. Die Wiener Regierung hat deshalb bereits eine Klage vor dem EuGH angekündigt. Auch Tschechien und die Niederlande haben einen solchen Schritt angedeutet.  

+++ 12.31 Uhr: Assange nennt Freilassungs Mannings "epischen Sieg" +++

Der Wikileaks-Gründer Julian Assange hat die Freilassung der Whistleblowerin Chelsea Manning als "epischen Sieg" bezeichnet. "Ich kann nicht abwarten, sie zu treffen", twitterte Assange. 2010 hatte die Enthüllungsplattform Wikileaks Tausende Seiten geheimen Materials veröffentlicht, das von der IT-Heeresspezialistin Chelsea Manning - damals noch Bradley Manning - im Irak gestohlen worden war. Sie wurde zu 35 Jahren Gefängnis verurteilt, aber US-Präsident Barack Obama hatte kurz vor seinem Ausscheiden aus dem Amt ihre Haft verkürzt. Manning sollte am Mittwoch das Gefängnis verlassen dürfen.

+++ 12.20 Uhr: Fünf Türken beantragen Asyl in Deutschland +++

Fünf Türken haben am Frankfurter Flughafen Asyl beantragt. Die vier Männer und eine Frau seien aus Griechenland gekommen und hätten bereits am Freitag Asyl begehrt, sagte ein Sprecher der Bundespolizei am Frankfurter Flughafen am Mittwoch.
Dazu, ob es sich bei den Asylsuchenden um türkische Militärs handelt, äußerte sich die Bundespolizei mit Blick auf den Datenschutz nicht. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung handelt es sich unter anderem um zwei Generäle, die am Putschversuch in der Türkei im Juli 2016 beteiligt gewesen sein sollen.

+++ 12.12 Uhr: Litauer sind Alkohol-Weltmeister - Deutsche ebenfalls weit vorn +++

Nirgends auf der Welt wird mehr Alkohol getrunken als in Litauen. Das teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in ihrem neuen Statistikbericht mit. Litauer über 15 Jahre trinken demnach im Mittel jährlich 18,2 Liter reinen Alkohol pro Kopf. Wie viel Bier, Wein oder Spirituosen das entspricht, hat die WHO nicht ermittelt. Deutschland gehört mit 11,4 Litern mit zur Gruppe besonders trinkfreudiger Länder unter den 194 WHO-Mitgliedern.

+++ 12.08 Uhr: Mesut Özil lädt krebskanken Jungen zum Arsenal-Spiel ein +++

Für einen krebskranken Fan des Premier-League-Vereins FC Arsenal wurde das Spiel der Gunners gegen Absteiger Sunderland zu einem besonderen Erlebnis. Der elfjährige Charlie, der wegen eines Gehirntumors bereits mehrere Operationen hinter sich hat und demnächst erneut operiert werden muss, wurde am Dienstag vom deutschen Weltmeister Mesut Özil, seinem Lieblingsspieler, zu der Premier-League-Partie eingeladen.

Der Elfjährige verfolgte das Spiel gegen Sunderland mit seiner Familie aus Özils privater Loge. Nach dem 2:0-Sieg holte der deutsche Nationalspieler seinen Fan auf den Platz und schenkte ihm seine Man-of-the-Match-Trophäe. Anschließend gingen die beiden zusammen in die Kabine, wo Charlie Özils Mannschaftkollegen kennenlernte.


Die Wohltätigkeitsorganisation My Shining Star, die Familien mit krebskranken Kindern finanziell unterstützt, hatte in den sozialen Medien eine Kampagne gestartet, damit Charlie am FA Cup Finale zwischen Chelsea und Arsenal teilnehmen kann. Özil erfuhr davon und lud den Jungen als seinen besonderen Gast direkt zum Ligaspiel ein.

My Shining Star bedankte sich nach der Aktion auf Twitter mit einem Foto von den beiden: "Danke Arsenal und Mesut Özil, dass ihr den Traum eines kleinen Jungen wahr gemacht habt." Der Nationalspieler selbst twitterte: "Wie schön, dass wir einen kleinen Kerl glücklich machen konnten."

+++ 12.03 Uhr: Christlicher Sektenführer im Kongo aus Gefängnis befreit +++

Bei einem Angriff auf das größte Gefängnis im Kongo haben Mitglieder der christlichen Sekte Bundu dia Kongo (Königreich Kongo) ihren Anführer Ne Muanda Nsemi befreit. "Muanda Nsemi und rund 50 weitere Insassen konnten entkommen", sagte Justizminister Alexis Thambwe Mwamba dem Radiosender Top Congo FM. Ein Polizist sei bei dem Angriff in der Hauptstadt Kinshasa verletzt worden. Der Sektenanführer war im März nach Kämpfen mit Sicherheitskräften in Kinshasa festgenommen worden. Ihm wurde vorgeworfen, mehrere Angriffe in der Hauptstadt geplant zu haben. Zuvor hatte er dazu aufgerufen, sich gegen Präsident Joseph Kabila zu erheben.

+++ 11.55 Uhr: Südkoreas Präsident befürchtet militärische Zusammenstöße mit Nordkorea +++

Der neue südkoreanische Staatschef Moon Jae In hat die Wahrscheinlichkeit militärischer Zusammenstöße entlang der Grenze zu Nordkorea als "hoch" eingestuft. Das gelte sowohl für die umstrittene Seegrenze vor der Küste der koreanischen Halbinsel als auch für die stark gesicherte innerkoreanische Landgrenze, sagte Moon während eines Besuchs des Verteidigungsministeriums in Seoul. Die nordkoreanischen "Provokationen und atomaren Drohungen" werde er "niemals dulden".

+++ 11.27 Uhr: 24 Migranten in Lkw-Hohlraum entdeckt +++

Nach Schließung der Balkanroute versuchen Schleuserbanden immer wieder, Flüchtlinge und andere Migranten von Griechenland aus über Italien nach Mitteleuropa zu bringen. 24 Migranten wurden nun in der Nähe der nordgriechischen Hafenstadt Thessaloniki im Hohlraum eines Lastwagens entdeckt. Drei Männer wurden nach Angaben der Polizei als mutmaßliche Schleuser festgenommen. Sie sollen 2500 Euro pro Kopf von den Migranten kassiert haben, um sie von der griechisch-türkischen Grenze abzuholen. Wohin sie gebracht werden sollten, ist noch unklar. Die Temperatur im Hohlraum sei unerträglich gewesen, hieß es.

+++ 11.15 Uhr: Attentäter stürmen staatlichen Rundfunksender in Ostafghanistan +++

Selbstmordattentäter haben das Gebäude der staatlichen Rundfunkgesellschaft Afghanistans in der östlichen Stadt Dschalalabad gestürmt und sich Schusswechsel mit Sicherheitskräften geliefert. Mindestens zwei Zivilisten wurden getötet und 14 weitere verletzt, wie der Regierungssprecher der Provinz Nangarhar der Nachrichtenagentur AFP sagte.

+++ 10.55 Uhr: Deutlich mehr Suizidversuche von Asylbewerbern in Niedersachsen +++

Die Zahl der Suizidversuche von Asylbewerbern ist laut einem Medienbericht in Niedersachsen stark gestiegen. Im vergangenen Jahr hätten 13 von 47 Kommunen im Land 50 versuchte Selbsttötungen gemeldet, berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung" unter Berufung auf eine Antwort des Innenministeriums auf eine FDP-Anfrage. Drei Menschen starben demnach. Im Jahr 2015 seien lediglich 19 Versuche registriert worden.

+++ 10.52 Uhr: Zschäpes Mutter erlaubt Verlesung ihrer Aussage +++

Die Mutter der mutmaßlichen Rechtsterroristin Beate Zschäpe hat gestattet, dass eine Aussage, die sie 2011 kurz nach der Festnahme ihrer Tochter beim Bundeskriminalamt (BKA) gemacht hatte, im NSU-Prozess verlesen wird. Der Vorsitzende Richter Manfred Götzl verlas ein Schreiben der Mutter, in dem sie ihr Einverständnis erklärt. Gleichzeitig bat sie aber, nicht persönlich vor dem Oberlandesgericht München vernommen zu werden.

Zschäpes Mutter war Ende November 2013 als Zeugin im NSU-Prozess geladen gewesen. Dabei machte sie aber keine Angaben und berief sich auf ihr Zeugnisverweigerungsrecht. Mit derselben Begründung untersagte sie auch die Verlesung der Vernehmung beim BKA. Das Verhalten von Zschäpes Mutter als Zeugin war im NSU-Prozess zuletzt wieder zum Thema geworden, weil sich der Freiburger Psychiater Joachim Bauer in seinem Gutachten auf deren Vernehmung bezog.

+++ 10.20 Uhr: Kanada will Rauswurf von Passagieren aus überbuchten Flugzeugen verbieten +++

Kanada will kommerziellen Fluggesellschaften den Rausschmiss von Passagieren aus überbuchten Maschinen gesetzlich verbieten. Der kanadische Verkehrsminister Marc Garneau brachte jetzt einen entsprechenden Gesetzentwurf ein, über den das Parlament abstimmen soll.

Wegen Überbuchung: So brutal zwingt United Airlines einen Fluggast auszusteigen

+++ 10.06 Uhr: Bakterien zerfressen Wrack der "Titanic" +++

In 3800 Meter Tiefe zerfressen Bakterien das Wrack der vor über 100 Jahren gesunkenen "Titanic". In 15 bis 20 Jahren könnten die Überreste nach Angaben von Forschern komplett verschwunden sein. "Das Wrack ist von Biofilmen und Rost überzogen", erklärte Antje Boetius, Meeresbiologin am Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung.

Forscher hatten vor einigen Jahren in Rostflocken eine Bakterienart entdeckt, die nach dem Fundort Halomonas titanicae benannt wurde. Sie verursacht Lochfraß. "Dadurch wird das Wrack instabil und fällt irgendwann zusammen", sagte die Tiefseeforscherin.

+++ 10.02 Uhr: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen VW-Chef Müller +++

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt gegen VW-Konzernchef Matthias Müller wegen des Verdachts der Marktmanipulation im Zusammenhang mit dem Dieselskandal. Es geht um Müllers Tätigkeit bei der Porsche-Dachgesellschaft und Volkswagen-Hauptaktionärin Porsche SE, bei der er seit 2010 im Vorstand sitzt. Auch gegen VW-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch und den früheren Vorstandschef Martin Winterkorn seien Verfahren eingeleitet worden, teilten die Stuttgarter Staatsanwälte mit.

+++ 9.40 Uhr: Kramp-Karrenbauer als saarländische Ministerpräsidentin wiedergewählt +++

Die CDU-Politikerin Annegret Kramp-Karrenbauer bleibt Ministerpräsidentin des Saarlands. Die 54-Jährige wurde im Saarbrücker Landtag wiedergewählt. Kramp-Karrenbauer erhielt dabei alle 41 Stimmen der Regierungskoalition aus CDU und SPD. Zehn Abgeordnete stimmten gegen sie, Enthaltungen gab es nicht.

+++ 9.29 Uhr: Eva Longoria wäre gern wieder ein "Desperate Housewife" +++

Schauspielerin Eva Longoria würde gern wieder in die Rolle der Gaby Solis aus der TV-Serie "Desperate Housewives" schlüpfen. "Ich vermisse sie! Ich vermisse ihre Haut und ich vermisse es, in ihrer Haut zu stecken", sagte die 42-Jährige dem Magazin "Entertainment Tonight". Wenn Autor und Produzent Marc Cherry die Serie fortsetzen würde, würde sie sofort unterschreiben, sagte die Schauspielerin. Longoria hatte als verführende, verzweifelte Hausfrau Gabrielle Solis von 2004 bis 2012 in der Erfolgsserie mitgespielt.

+++ 9.27 Uhr: Geisterfahrer verursacht tödlichen Unfall +++

Bei einem Unfall mit einem Geisterfahrer ist nahe Offenbach ein Autofahrer getötet worden. Zwei Wagen krachten in der Nacht auf der Autobahn 661 mitten auf dem Offenbacher Kreuz mit voller Wucht ineinander, wie die Polizei mitteilte. Zwei weitere Menschen wurden dabei schwer verletzt. Während der Geisterfahrer - er wurde 1987 geboren - schwer verletzt überlebte, hatte der Fahrer des anderen Wagens keine Chance. Der 1991 geborene Mann starb an seinen schweren Verletzungen.

+++ 9.20 Uhr: Vergewaltigte zehnjährige Inderin darf doch abtreiben +++

In Indien darf ein vergewaltigtes zehnjähriges Mädchen mit richterlicher Erlaubnis abtreiben. Wie die Polizei im nördlichen Bundesstaat Haryana mitteilte, gab das Gericht grünes Licht für den Eingriff. Das indische Recht verbietet eigentlich Schwangerschaftsabbrüche nach der 20. Woche. Erlaubt ist eine Abtreibung dann nur noch bei Gefahr für das Leben der Schwangeren.

Die Zehnjährige war in Abwesenheit ihrer Mutter von ihrem Stiefvater vergewaltigt und geschwängert worden. Sie hatte sich nach Polizeiangaben ihrer Mutter erst anvertraut, als die 20-Wochen-Frist schon überschritten war. Die Mutter rief daraufhin eine Beratungsstelle an und schaltete die Polizei ein. Das Mädchen hat den Angaben zufolge bei der Polizei ausgesagt und wird psychologisch und medizinisch betreut. Der Stiefvater wurde festgenommen und sitzt in Haft.

+++ 8.47 Uhr: Indonesisches Gericht verurteilt schwules Paar zu Auspeitschung +++

Wegen ihrer Homosexualität sollen zwei Männer in Indonesien öffentlich ausgepeitscht werden. Ein islamisches Religionsgericht in der Provinz Aceh verurteilte die beiden Männer im Alter von 20 und 23 Jahren zu jeweils 85 Peitschenhieben. Es ist das erste derartige Urteil in Indonesien. Der Inselstaat mit mehr als 250 Millionen Einwohnern ist das weltweit bevölkerungsreichste muslimische Land. Der Islam gilt dort als verhältnismäßig moderat. Seit einigen Jahren gewinnen radikale Kräfte jedoch an Einfluss.

+++ 7.29 Uhr: VW muss in China mehr als halbe Million Autos zurückrufen +++

Volkswagen und sein chinesischer Partner FAW müssen in China mehr als eine halbe Million Autos zurückrufen. Das berichtet die staatliche Qualitätsaufsicht in Peking auf ihrer Webseite. Unter anderem durch schnelle Temperaturänderung oder hohe Luftfeuchtigkeit könne es demnach bei Autos der Modelle Golf und Sagitar zu Problemen mit dem Licht kommen. China ist der wichtigste Absatzmarkt für den VW-Konzern. Im vergangenen Jahr verkauften die Wolfsburger dort fast vier Millionen Autos.

+++6.01 Uhr: Gabriel setzt im Incirlik-Streit auf Einlenken der Türkei +++

Im Streit um das Besuchsverbot für Bundestagsabgeordnete auf dem Nato-Stützpunkt Incirlik hat Außenminister Sigmar Gabriel die Türkei zum Einlenken aufgerufen. Er könne nur hoffen, dass die türkische Regierung ihre Meinung ändert. Sonst werde der Bundestag sicher die Soldaten nicht in der Türkei lassen, sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Ankara hatte den Verteidigungsexperten einen Besuch in Incirlik verweigert, weil die Bundesregierung türkischen Soldaten Asyl gewährt hat.

+++ 4.19 Uhr: Vier Tote bei Protesten in Venezuela +++

Bei den jüngsten Demonstrationen gegen die sozialistische Regierung in Venezuela sind innerhalb von 24 Stunden vier Menschen ums Leben gekommen. Die Männer wurden in den Bundesstaaten Miranda, Táchira und Barinas erschossen, wie die Generalstaatsanwaltschaft mitteilte. Der Generalsekretär der Organisation Amerikanischer Staaten, Luis Almagro, machte die Streitkräfte für den Tod der Demonstranten verantwortlich und warf ihnen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor. Bei den seit Wochen andauernden Protesten kamen bislang 43 Menschen ums Leben.

+++ 3.47 Uhr: Deutschlands ältester Elefant feiert Geburtstag +++

Der älteste Elefant Deutschlands wird 62 Jahre alt. Gefeiert wird heute mit einer Gemüsetorte im Karlsruher Zoo. Europaweit sei die Asiatische Elefantenkuh namens Rani das zweitälteste Tier, sagte Zoosprecher Timo Deible. Das gehe aus Zoolisten hervor. Rani war 1957 als Zweijährige in den Karlsruher Zoo gekommen. Weil der genaue Geburtstag nicht bekannt war, wurde der 17. Mai festgelegt. Auch für einen Zoo-Elefanten ist Rani sehr alt. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei etwa 45 Jahren. In Freiheit werden Elefanten Deible zufolge 35 bis 40 Jahre alt.

+++ 3.42 Uhr Michael Moore plant Trump-Dokumentation +++

Oscar-Preisträger Michael Moore plant einen Dokumentarfilm über US-Präsident Donald Trump. "Ja. Ich mache einen Film, um uns aus diesem Chaos zu holen. Fahrenheit 11/92, schrieb er auf seiner Facebookseite. Das Magazin "Variety" berichtete, Bob und Harvey Weinstein hätten die weltweiten Rechte für den Film erworben. Der Titel spielt auf den Tag an, an dem Trump zum Präsidenten erklärt wurde, den 9. November 2016. Der neue Film solle Trumps "Teflon"-Schild und seine Präsidentschaft auflösen, hieß es.

+++ 3.11 Uhr: Deutschland führt zum G20-Gipfel offenbar Grenzkontrollen ein +++

Zur Abwehr von Gewalttätern führt Deutschland zum G20-Gipfel in Hamburg der "Welt" zufolge Grenzkontrollen ein. Die Schengen-Binnengrenzen sollen rund um das Treffen der Staats- und Regierungschefs am 7. und 8. Juli in Hamburg "aufgrund der erhöhten Sicherheitsanforderungen" wieder kontrolliert werden, berichtet die Zeitung unter Berufung auf das Bundesinnenministerium. Der konkrete Zeitraum werde aber erst unmittelbar vor der Aufnahme der Kontrollen bekannt gegeben. Dadurch solle verhindert werden, dass mögliche Gewalttäter nicht vorzeitig anreisen.

+++ 2.22 Uhr: Bombe in Krefelder Innenstadt entschärft +++

Im Zentrum von Krefeld ist in der Nacht eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft worden. Die Anwohner kehrten wenig später in ihre Wohnungen zurück, wie die Feuerwehr mitteilte. Alle Sperrungen wurden aufgehoben. Der Blindgänger war gestern Nachmittag bei Bauarbeiten unter der Kapelle eines ehemaligen Altenheims entdeckt worden. Der Kampfmittelräumdienst entschied, die fünf Zentner schwere Bombe zeitnah zu entschärfen. Feuerwehr und Polizei räumten die Häuser in einem Radius von 100 Meter.

+++ 0.53 Uhr: Trump soll FBI-Chef um Einstellung der Flynn-Ermittlungen gebeten haben +++

Neue schwere Vorwürfe gegen Donald Trump: Der US-Präsident hat nach einem Bericht der "New York Times" den damaligen FBI-Chef James Comey um Einstellung der Ermittlungen gegen den ehemaligen US-Sicherheitsberater Michael Flynn wegen dessen Russland-Kontakten gebeten. „Ich hoffe, Sie können das sein lassen“, soll Trump zu Comey gesagt haben. Das Blatt beruft sich auf ein Memo, das Comey zu diesem Treffen verfasst habe. Trump hatte Comey am 9. Mai gefeuert. Trump habe Comey versichert, Flynn sein ein „anständiger Kerl“ und habe nichts Falsches getan. Das Weiße Haus widersprach der Darstellung sofort.

+++ 0.51 Uhr: Bundesweit fehlen fast 300.000 Krippenplätze +++

In Deutschland fehlen einem Zeitungsbericht zufolge fast 300.000 Krippenplätze. In den alten Bundesländern gibt es 262.436 Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren zu wenig, in Ostdeutschland müsste es 31.050 Plätze mehr geben, wie die "Bild“-Zeitung unter Berufung auf Zahlen des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft schreibt. Besonders viele Eltern suchen demnach in Nordrhein-Westfalen vergeblich eine Betreuung für ihr Kind: Mütter und Väter von 16,2 Prozent aller Kinder in diesem Alter, für die ein Bedarf besteht, fänden dort keinen Platz.

mad / AFP / DPA