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+++ Ticker +++

News des Tages: Weitere Tote nach Hotelbrand in Prag - offenbar auch ein Deutscher unter Todesopfern

Hotelbrand in Prag fordert zwei weitere Todesopfer +++ Deutsche im Irak wegen IS-Mitgliedschaft zum Tode verurteilt +++ Kim Dotcom hat geheiratet und will Neuseeland verklagen  +++ Die News des Tages im Ticker.

Feuerwehrleute und Sanitäter stehen am 20.01.2018 vor einem Hotel in Prag (Tschechien).

Bei einem Brand in einem Prager Hotel hat es Tote und Dutzende Verletzte gegeben

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • 17,15 Uhr: Brand in Prager Hotel: Offenbar auch ein Deutscher unter den Opfern

  • 10.31 Uhr: Deutsche im Irak zum Tode verurteilt 

  • 9.14 Uhr: Raketen auf türkische Stadt abgefeuert

  • 8.35 Uhr: Mindestens sechs tote bei Angriff auf Hotel in Kabul

Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker:

+++ 17.15 Uhr: Zwei weitere Menschen sterben nach Hotel-Brand in Prag - laut Medienberichten auch ein Deutscher unter den Toten +++

Bei einem Brand in einem Hotel in Prag sind am Wochenende vier Menschen ums Leben gekommen. Zwei schwer verletzte Frauen seien am Sonntag gestorben, teilte ein Sprecher des Universitätskrankenhauses am Sonntag in der tschechischen Hauptstadt mit. Laut Medienberichten waren ein 21-jähriger Deutscher und eine 20 Jahre alte Südkoreanerin unter den Toten. Sieben Menschen waren bei dem Brand am Samstag verletzt worden.
Das Vier-Sterne-Hotel Eurostars David liegt im Zentrum der tschechischen Hauptstadt. Die Feuerwehr wurde laut ihrem Sprecher Martin Kavka gegen 18.00 Uhr gerufen, etwa zwei Stunden später sei der Brand unter Kontrolle gewesen. Unter den Verletzten waren den Medienberichten zufolge Touristen aus den Niederlanden, der Türkei und Frankreich.

+++ 16.30 Uhr: Abschied von Cranberries-Sängerin O'Riordan +++

Tausende von Menschen haben im irischen Limerick von der kürzlich gestorbenen Cranberries-Sängerin Dolores O'Riordan Abschied genommen. Der Sarg der Frontfrau der irischen Rockband war am Sonntag in einer Kirche in der Hafenstadt aufgebahrt.
Die Menschen warteten in Schlangen vor dem Gotteshaus. O'Riordans Mutter und sechs Geschwister waren in der Kirche anwesend, wie der irische Sender RTÉ berichtete.

Am Dienstag wird die Sängerin in ihrem Geburtsort Ballybricken bei Limerick neben ihrem Vater beerdigt.

O'Riordan, die zeitweise unter psychischen Problemen litt, war vor einer Woche überraschend im Alter von 46 Jahren in einem Londoner Hotelzimmer gestorben. Die Todesursache ist noch nicht bekannt gegeben worden. Der größte Hit der Sängerin war "Zombie", in dem es um den jahrzehntelangen blutigen Nordirlandkonflikt ging.

+++15.44 Uhr: Tiger verletzt im Winterlager zwei Zirkus-Dompteure +++ 

Zwei Zirkus-Dompteure sind am Sonntag in Kieve (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) von einem Tiger verletzt worden. Der Tiger langte mit der Pranke durch den Metallzaun eines Auslaufgeheges und erfasste dabei eine 40-jährige Dompteurin, wie die Polizei mitteilte. Das Tier zog die Frau daraufhin an das Gitter heran. Als ihr ein 56 Jahre alter Kollege zu Hilfe eilte, stürzte der Mann unmittelbar vor dem Gitter. Der Tiger ließ daraufhin von der Frau ab, langte nach dem Mann und verpasste ihm eine tiefe Fleischwunde am Oberarm.

Die beiden Dompteure wurden zur Behandlung in Krankenhäuser gebracht.

Hinweise auf eine Straftat und eine nicht artgerechte Haltung der Tiere liegen laut nicht vor. Der ausgewachsene Tiger befand sich zum Zeitpunkt des Vorfalls mit vier Artgenossen in einem 150 Quadratmeter großen Auslaufgehege. Die Tiere gehören zum Zirkus "Barlay", der in Kieve derzeit sein Winterlager hält.

+++ 13.02 Uhr: Kardinal kritisiert Papst wegen Missbrauchsfällen +++

Einer der wichtigsten Kinderschutzberater des Papstes hat Franziskus wegen dessen Umgang mit dem Missbrauchsfall in Chile kritisiert. Kardinal Sean O'Malley, Leiter der päpstlichen Kinderschutzkommission, erklärte, dass einige Aussagen des Papstes bei seiner Chile-Reise für die Opfer von sexuellem Missbrauch eine "Quelle für großen Schmerz" seien. Franziskus hatte Vorwürfe, dass der chilenische Bischof Juan Barros einen pädophilen Priester geschützt habe, als "Verleumdung" bezeichnet. Mit seinen Worten habe er die Opfer im Stich gelassen, fuhr O'Malley in der Mitteilung von Samstag fort. Er könne nicht beurteilten, warum Franziskus jene Worte gewählt habe. Aber er wisse, dass der Pontifex "das ungeheuerliche Scheitern der Kirche" erkannt habe. "Die Aussagen des Papstes, dass es in der Kirche keinen Platz für die gibt, die Kinder missbrauchen (...), sind ernst gemeint." 

+++ 11.50 Uhr: Zwangsrückruf bei Audi-Modellen +++ 

 In der Abgas-Affäre hat das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) für V6-Dieselmodelle von Audi einen Zwangsrückruf verhängt. Der Hersteller sei darüber informiert worden, dass die Behörde in den Audi-Modellen A4, A5, A6, A7, A8, Q5, SQ5 und Q7 mit der Abgasnorm 6 "unzulässige Abschaltvorrichtungen" festgestellt habe, bestätigte ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums am Sonntag in Berlin.
Insgesamt seien in Deutschland 77 600 Fahrzeuge betroffen und weltweit 127 000 Fahrzeuge. Zuvor hatte die "Bild am Sonntag" darüber berichtet.
Bei dem zum VW-Konzern gehörenden Autobauer hieß es, seit Monaten untersuche Audi mit Hochdruck alle Diesel-Konzepte auf etwaige Unregelmäßigkeiten und Nachrüstungspotenziale. Dabei arbeite man eng mit den zuständigen Behörden zusammen. Im Zuge dieser Überprüfung und Auswertung habe das Kraftfahrt-Bundesamt nun auch Bescheide für Audi-Modelle mit V6-TDI-Motoren erlassen. Daher müssten Teile der Software einzelner Typen umgerüstet werden.

+++ 10.31 Uhr: Deutsche im Irak wegen IS-Mitgliedschaft zum Tode verurteilt 

Eine deutsche Staatsangehörige ist im Irak wegen der Zugehörigkeit zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zum Tode verurteilt worden. Die Frau mit marokkanischen Wurzeln war der Stellungnahme eines Gerichts in der Hauptstadt Bagdad zufolge von Deutschland aus nach Syrien und später in den Irak gereist, um sich der Terrororganisation anzuschließen. Die Angeklagte habe dem IS bei der Begehung seiner Taten geholfen und sei an einem Angriff auf irakische Sicherheitskräfte beteiligt gewesen, hieß es am Sonntag.

+++ 9.29 Uhr: Kim Dotcom hat geheiratet und will Neuseeland verklagen +++

Der deutsche Internetunternehmer Kim Dotcom hat wieder geheiratet. Der seit vielen Jahren in Neuseeland lebende Kieler kämpft derzeit gegen seine Auslieferung in die USA wegen Betrugsvorwürfen. Dotcom postete am Samstag auf Twitter Bilder der Hochzeit mit der 23-jährigen Elizabeth Donnelly.

Gleichzeitig kündigte er eine "Milliardenklage auf Schadenersatz"
gegen die Neuseeländische Regierung an. Diese habe die unrechtmäßige Zerstörung seiner Internet-Tauschplattform Megaupload ermöglicht und die Beschlagnahmung seines Vermögens ermöglicht, schrieb Dotcom.

Die US-Ankläger hatten dem Megaupload-Gründer und seinen Mitarbeitern ursprünglich Copyright-Betrug im großen Stil vorgeworfen. Durch den illegalen Austausch von geschütztem Material sollen Copyright-Besitzer um eine halbe Milliarde Dollar gebracht worden sein. Im Februar entschied ein Gericht in Neuseeland, dass Dotcom zwar nicht wegen Urheberrechtsverletzung ausgeliefert werden könne, wohl aber wegen Betrugs.

Von seiner damaligen Frau Mona hatte sich der 43-jährige Dotcom 2014 getrennt.

+++ 9.14 Uhr: Raketen aus Nordsyrien auf türkische Stadt abgefeuert +++

Aus der Kurdenregion im Norden Syriens sind am Sonntagmorgen vier Raketen auf die südtürkische Stadt Kilis abgefeuert worden. Eine Frau sei durch Glassplitter leicht verletzt worden, meldete die türkische Nachrichtenagentur Dogan. Zwei Häuser und ein Geschäft wurden demnach beschädigt. "Niemand hat sein Leben verloren", sagte der Gouverneur von Kilis, Mehmet Tekinarslan, laut Dogan. "Sie können eine Rakete auf uns abfeuern, und wir werden hundert zurückfeuern, es gibt keinen Grund zur Sorge", sagte er.
Dogan zufolge wurden die Raketen von Stellungen rund um die syrische Kurden-Enklave Afrin aus abgefeuert. Die Stadt wird von den Kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) kontrolliert, welche die Türkei als Terrorgruppe einstuft. Die türkische Armee reagierte dem Medienbericht zufolge mit Artilleriefeuer auf den Beschuss.
Die türkischen Streitkräfte hatten am Samstag eine großangelegte Boden- und Luftoffensive namens "Operation Olivenzweig" gestartet, welche darauf abzielt, die YPG aus Afrin zu vertreiben. Dutzende Ziele wurden aus der Luft und mit Artillerie beschossen.

+++ 8.35 Uhr: Mindestens sechs tote bei Angriff auf Hotel in Kabul +++

Bewaffnete Angreifer haben in der Nacht zum Sonntag ein Luxushotel in der afghanischen Hauptstadt Kabul attackiert und mindestens sechs Menschen getötet. Unter den Toten seien fünf Afghanen und eine Ausländerin, sagte der Vizesprecher des afghanischen Innenministeriums, Nasrat Rahimi, der Nachrichtenagentur AFP. Rund 150 Menschen seien gerettet worden, darunter mehr als 40 Ausländer. Dem Innenministerium zufolge wurden vier Angreifer getötet. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand.
Ministeriumssprecher Nadschib Danisch sagte dem Sender Tolo News, der Angriff sei beendet. Ein Beamter des afghanischen Geheimdienstes sagte AFP dagegen am Sonntagmorgen, der Angriff dauere noch an. Angreifer schossen demnach noch auf Sicherheitskräfte.
Auf Bildern bei Tolo News war dicker schwarzer Rauch über dem Intercontinental Hotel zu sehen. Flammen schlugen aus der obersten Etage des sechsstöckigen Gebäudes. Mehrere Menschen waren zu sehen, die versuchten, sich mit Hilfe von Bettlaken von einem Balkon im obersten Stockwerk abzuseilen. Einer von ihnen verlor den Halt und stürzte in die Tiefe.

+++ 8.04 Uhr: Lufthansa will Flugzeugen nach drei Jahrzehnten ein neues Aussehen verpassen +++

Die Lufthansa will sich nach drei Jahrzehnten ein neues Design verpassen. Nach Angaben des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" soll auch das vor etwa 100 Jahren entworfene Kranich-Logo leicht verändert werden. Die Schriftart des Markennamens werde überholt, der Rumpf der Maschinen werde mehr Blau tragen.
Ein Unternehmenssprecher bestätigte Pläne für ein neues Design und sagte am Samstag auf Anfrage, Vorstandschef Carsten Spohr habe mehrfach angekündigt, den Markenauftritt von Lufthansa weiterentwickeln zu wollen. Weitere Details wollte der Sprecher nicht nennen.
Laut "Spiegel" soll sich nicht nur der Außenanstrich der gut 320 Maschinen ändern. Auch im Innern der Kabine werde es kleinere Anpassungen geben. An Bord der Lufthansa-Jets ist auf Hunderten Gegenständen der Kranich abgebildet. Das Industriedesign von Lufthansa zählt zu den bekanntesten der Welt. Erst zum dritten Mal nach der Neugründung 1955 wird der Anstrich den Angaben zufolge grundlegend verändert.

+++ 7.49 Uhr: "Shutdown" - Neues Votum im US-Senat angesetzt +++

 Im Ringen um eine Lösung im Haushaltsstreit in den USA ist für Montag eine weitere Abstimmung im US-Senat angesetzt worden. Der republikanische Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell, kündigte am Samstagabend an, das neue Votum sei für den frühen Montagmorgen um 01.00 Uhr (Ortszeit, 7.00 Uhr MEZ) geplant. "Ich versichere Ihnen, dass wir das Votum am Montag um 01.00 Uhr haben werden, es sei denn, es gibt ein Bestreben, dieses bereits früher zu erreichen", erklärte McConnell.

In Montreal: Kanadier baut Auto aus Schnee im Halteverbot - und die Polizei fällt drauf rein
rös / DPA / AFP