VG-Wort Pixel

News vom Wochenende Box-Superstar Anthony Joshua bleibt vierfacher Weltmeister im Schwergewicht

Boxweltmeister im Schwergewicht Anthony Joshua feiert
Boxweltmeister im Schwergewicht Anthony Joshua feiert
© Andrew Couldridge/POOL Reuters/AP / DPA
Verhandlungen zu Post-Brexit-Abkommen nochmals verlängert +++ Russisches U-Boot testet Interkontinentalraketen +++ Box-Superstar Joshua bleibt Vierfach-Weltmeister  +++ Die Nachrichten vom Wochenende im stern-Ticker.

Aktuelle Top-Meldung:

Box-Superstar Joshua bleibt Vierfach-Weltmeister

Box-Superstar Anthony Joshua bleibt vierfacher Weltmeister im Schwergewicht. Der 31-Jährige Brite gewann am Samstagabend (Ortszeit) in London gegen den von Ulli Wegner trainierten Bulgaren Kubrat Pulew durch K.o. in der neunten Runde und verteidigte seine Gürtel der Verbände WBO, IBF, WBA und IBO erfolgreich. Vor 1000 Zuschauern in der Wembley Arena nutzte der 39-jährige Pulew auch seine zweite WM-Chance nach dem verlorenen Duell mit Wladimir Klitschko 2014 nicht.

Damit ist von Seiten Joshuas der Weg für einen Vereinigungskampf mit WBC-Weltmeister Tyson Fury frei. Ob der Fight der beiden Engländer im kommenden Jahr wirklich zustande kommt, ist jedoch offen. Zuletzt hatte die Joshua-Partei Fury immer wieder vorgeworfen, sich vor dem Duell zu drücken.

Gegen Pulew hatte Joshuas Promoter Eddie Hearn einen K.o. innerhalb der ersten sechs Runden prophezeit. Sein Schützling begann zunächst verhalten, zeigte dann in der dritten Runde sein ganzes Repertoire. Pulew ging zweimal zu Boden und stand kurz vor dem K.o. Doch Pulew erholte sich, entschied die sechste Runde sogar für sich. In der neunten Runde kam Joshua zunächst mit seinem rechten Haken durch, beendete den Kampf dann mit einer harten Geraden.

+++ Nachrichten zur Coronavirus-Pandemie lesen Sie hier +++
Die Nachrichten vom Wochenende im stern-Ticker: 

+++ 21.27 Uhr: Merz – Digitale Abstimmung über CDU-Vorsitzenden technisch und rechtlich machbar +++

Der CDU-Vorsitzkandidat Friedrich Merz hat Bedenken gegen eine Online-Abstimmung über den künftigen Parteichef zurückgewiesen. Ein solches Votum sei technisch machbar, sagte Merz in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin". "Es geht nach meiner Auffassung auch juristisch. Wir werden eine Schlussabstimmung machen."  Das Online-Votum sei "keine Proforma-Bestätigung, sondern das ist eine echte Wahl". Das Prozedere sei "rauf und runter geprüft" worden. Es gebe unter Juristen dazu zwar "einzelne abweichende Meinungen", sagte Merz. "Wir werden das trotzdem technisch und rechtlich sicher machen."

Die Spitzengremien der CDU entscheiden am Montag endgültig über den Bundesparteitag, auf dem ein Nachfolger von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer gewählt werden soll. Neben Merz bewerben sich Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet und der Außenexperte Norbert Röttgen um den Posten. 

+++ 20.30 Uhr: Neue Proteste gegen Verschärfung des Abtreibungsrechts in Polen +++

Tausende Polen haben in Warschau erneut gegen eine geplante Verschärfung des Abtreibungsrechts protestiert. Die Demonstranten, die zum Haus von Vize-Regierungschef Jaroslaw Kaczynski marschieren wollten, wurden immer wieder von der Polizei aufgehalten. Die Straße, in der der Chef der nationalkonservativen Regierungspartei PiS wohnt, wurde schließlich abgesperrt. 

Die Proteste gegen eine Verschärfung des Abtreibungsrechts in Polen halten bereits seit Ende Oktober an. Auslöser war ein umstrittenes Urteil des obersten Gerichts, das grünes Licht gibt für die von der PiS-Regierung geforderten Verschärfungen. Ein bestehendes Gesetz, das Abtreibungen von schwer fehlgebildeten Föten erlaubt, erklärten die Richter für verfassungswidrig.

+++ 18.28 Uhr: Mindestens 27 Tote bei Boko-Haram-Angriff im Niger +++

Kämpfer der Islamistengruppe Boko Haram haben bei einem Angriff auf ein Dorf im Südosten des Niger nach Behördenangaben mindestens 27 Menschen getötet. Es gebe zudem mehrere Verletzte und Vermisste, sagte ein Vertreter der Behörden im Bezirk Bosso. Zeugen und Lokalpolitiker bestätigten die Angaben zum Angriff auf das nahe der Grenze zu Nigeria gelegene Dorf Toumour, ohne Opferzahlen zu nennen. Die Tat ereignete sich in der Nacht kurz vor dem Beginn der landesweiten Kommunal- und Regionalwahlen. Nach Behördenangaben wurden bis zu tausend Häuser und mehrere Häuser niedergebrannt. Etwa 70 Angreifer hätten Toumour überfallen und dort mehrere Stunden gewütet. Ein Lokalpolitiker sprach von einer "barbarischen" Attacke. Das Dorf sei zu fast 60 Prozent zerstört worden.

+++ 16.42 Uhr: VW hält spät geltend gemachte Ansprüche wegen Dieselskandal für verjährt +++

Der Volkswagen-Konzern hat seine Auffassung bekräftigt, wonach Schadenersatzansprüche der Käufer von Diesel-Fahrzeugen verjährt sind, wenn diese erst ab 2019 geltend gemacht wurden. "Nach Bekanntwerden des Dieselskandals im Herbst 2015 hätte man bis Ende 2018 klagen können", erklärte VW-Sprecher Christopher Hauss im Internetdienst Twitter mit Blick auf eine Verhandlung dazu am Montag vor dem Bundesgerichtshof (BGH). Hauss zufolge geht es um etwa 9000 Klagen, die erst 2019 oder 2020 eingereicht wurden. 

+++ 16.36 Uhr: Dutzende Festnahmen bei Protesten gegen Lukaschenko +++

Bei erneuten Protesten gegen den autoritär regierenden belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko sind in der Hauptstadt Minsk dutzende Demonstranten festgenommen worden. Das teilte die Menschenrechtsgruppe Wiasna mit. Am Wochenende zuvor hatte Wiasna von gut 380 Festnahmen in Minsk und anderen Städten des Landes gesprochen. Die Demonstranten fordern den Rücktritt Lukaschenkos. Bei den Protesten am Sonntag stand den Demonstranten in Minsk ein starkes Polizeiaufgebot gegenüber. Laut Wiasna setzte die Polizei Wasserwerfer ein, um die Demonstranten auseinanderzutreiben, die weiß-rote Flaggen der Oppostion schwenkten. Nach Informationen der oppositionsnahen Internet-Plattform Nascha Niva gab es in Minsk und Umgebung rund hundert Kundgebungen der Opposition.

+++ 16.17 Uhr: Russland – Keine weiteren Verstöße gegen Waffenruhe in Berg-Karabach +++

Nach dem Bruch der Waffenruhe im Konfliktgebiet Berg-Karabach im Südkaukasus hat es keine weiteren Verstöße gegeben. Das teilte das russische Verteidigungsministerium in Moskau mit. Am Freitag sei gegen ein Friedensabkommen verstoßen worden, hieß es. An einem Militärposten der Karabach-Armee im Süden der Region sei es zu einer Schießerei gekommen. Russische Friedenstruppen verhinderten nach Angaben aus Moskau eine Eskalation. Armenien und Aserbaidschan gaben sich gegenseitig die Schuld dafür.

Die beiden Ex-Sowjetrepubliken Aserbaidschan und Armenien hatten sich vor gut einem Monat unter Vermittlung Russlands auf die Friedensvereinbarung für Berg-Karabach verständigt. Um die Waffenruhe zu kontrollieren, sind fast 2000 russische Friedenssoldaten vor Ort. Der jüngste Krieg um die bergige Region hatte am 27. September begonnen und dauerte bis zum 9. November. Aserbaidschan holte sich dabei weite Teile des Anfang der 1990er verlorenen Gebiets zurück. Insgesamt starben auf beiden Seiten mehr als 4600 Menschen - die meisten davon Soldaten. Der Konflikt ist schon jahrzehntealt.

+++ 15.20 Uhr: Bahn – Fahrplanwechsel läuft nach Plan +++

Seit heute gilt im Fernverkehr der Bahn ein neuer Fahrplan. Die Bahn zeigte sich zufrieden mit der Umstellung. "Es läuft alles nach Plan und funktioniert gut", sagte ein Sprecher. Unter anderem gibt es mehr Verbindungen zwischen Hamburg und Berlin: Tagsüber verbinden Züge die Städte durchschnittlich im Halbstundentakt. 60 statt bisher 45 Züge fahren nun täglich zwischen den beiden größten deutschen Städten. Zehn neue Direktverbindungen gibt es zwischen Berlin und Bonn. Auf der wichtigen Strecke Berlin-Köln kommen jetzt ICEs mit mehr Sitzen sowie Fahrradabteil zum Einsatz.

Mit dem Fahrplanwechsel sind auch die Preise gestiegen: Fahrkarten zum sogenannten Flexpreis verteuern sich im Schnitt um 1,5 Prozent, für Streckenzeitkarten und die Bahncard 100 liegt der Aufschlag im Durchschnitt bei 1,9 Prozent. Super-Sparpreise und Sparpreise bleiben unverändert, ebenso die Preise für die Bahncards 25 und 50.

+++ 14.26 Uhr: Johnson zu Brexit-Handelspakt – Liegen noch sehr weit auseinander +++

Die Positionen Großbritanniens und der EU bei den Verhandlungen über einen Brexit-Handelspakt liegen nach Ansicht des britischen Premierministers Boris Johnson bei einigen Schlüsselfragen noch "sehr weit auseinander". Das sagte Johnson zu TV-Reportern in London. Bei einem Telefonat mit EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hatte er zuvor eine Fortsetzung der Verhandlungen vereinbart - obwohl sich beide Seiten darauf geeinigt hatten, bis spätestens Sonntag eine endgültige Entscheidung zu treffen.

Die Hoffnung, dass es doch noch zu einem Deal kommt, wollte Johnson aber noch nicht aufgeben. "Wir werden weiter miteinander sprechen und sehen, was wir tun können." Er habe auch sein Angebot erneuert, mit einzelnen EU-Hauptstädten direkt in Verhandlungen zu treten, so der britische Premier. Trotzdem müsse man auf ein Scheitern vorbereitet sein. Was auch immer geschehe, Großbritannien werde es "sehr, sehr gut gehen", betonte er.

+++ 13.43 Uhr: 3000 zusätzliche Videokameras auf Bahnsteigen geplant +++

Die Sicherheit an Bahnhöfen soll unter anderem mit 3000 neuen Videokameras erhöht werden. In den nächsten vier Jahren werde die Anzahl der Kameras an Bahnsteigen um rund ein Drittel auf 11.000 erhöht, teilten Bundesregierung und Deutsche Bahn mit. Dafür würden rund 180 Millionen Euro investiert. Aktuell sind den Angaben zufolge 8000 Kameras an 800 Bahnhöfen im Einsatz. Die neuen Kameras bedeuteten gleichzeitig einen Qualitätssprung bei den Aufnahmen, hieß es in der gemeinsamen Mitteilung von Bundesregierung und Bahn. "Sie lassen hochauflösende Bilder entstehen."

+++ 12.52 Uhr: Brexit-Handelspakt: Gespräche werden trotz Fristende fortgesetzt +++

Die Gespräche über einen Brexit-Handelspakt zwischen Großbritannien und der Europäischen Union werden doch noch einmal fortgesetzt. Darauf einigten sich EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen und der britische Premierminister Boris Johnson bei einem Telefonat am Sonntag, wie beide Seiten mitteilten. Eigentlich sollte bereits eine finale Entscheidung über die Verhandlungen getroffen werden, doch diese wird nun nochmals vertagt.

+++ 10.41 Uhr: Russisches U-Boot testet Interkontinentalraketen +++

Ein russisches Atom-U-Boot hat im Ochotskischen Meer am Pazifik vier Interkontinentalraketen zu Testzwecken abgefeuert. Wie das Verteidigungsministerium am Samstag in Moskau mitteilte, trafen sie Ziele in mehr als 5500 Kilometern Entfernung auf einem Schießplatz in Nordwesten Russlands. 

Der Test erfolgte inmitten offener Verhandlungen über die Zukunft des letzten großen atomaren Abrüstungsvertrages Moskaus mit den USA. Der New-Start-Vertrag begrenzt die Nukleararsenale beider Länder auf je 800 Trägersysteme und je 1550 einsatzbereite Atomsprengköpfe. Er läuft Anfang Februar nächsten Jahres aus. Die USA und Russland modernisieren derzeit ihre Atomwaffen; Washington hat den Vertrag infrage gestellt.

Der Test sei der Abschluss großangelegter Übungen der Nuklearstreitkräfte gewesen, sagte Verteidigungsminister Sergej Schoigu. Er informierte Kremlchef Wladimir Putin darüber. Die Raketen wurden vom U-Boot "Wladimir Monomach" abgefeuert. Russland will mit Tests und Manövern nach Einschätzung von Beobachtern auch militärische Stärke zeigen.

+++ 10.23 Uhr: Britische Regierung veröffentlicht Details zur No-Deal-Vorbereitung +++

Stunden vor dem Ablauf der wohl letzten Frist im Ringen um einen Brexit-Handelspakt hat die Regierung in London Details zu ihrer No-Deal-Planung veröffentlicht. Man habe ein Strategiebuch entwickelt, in dem "jedes einzelne vorhersehbare Szenario durchgespielt" werde, sagte ein Regierungssprecher.

Noch am Sonntag wollten beide Seiten zu einer Entscheidung darüber kommen, ob es zu einem Durchbruch bei den Verhandlungen kommen kann oder ob sie als gescheitert gelten.

Befürchtet wird, dass es nach Ablauf der Brexit-Übergangsphase am Jahresende zu kilometerlangen Staus auf den Straßen kommen könnte, die zum wichtigen Fährterminal in Dover führen. Ein Großteil des Handels mit dem europäischen Kontinent wird über die Fährverbindung ins französische Calais und über den nahen Eurotunnel abgewickelt.

Einige Warenkontrollen müssen in jedem Fall eingeführt werden. Doch sollte kein Abkommen zustande kommen, kämen auch noch Zölle und Mengenbeschränkungen hinzu, die beachtet werden müssten. Die dafür notwendigen Formalitäten und Kontrollen könnten besonders kleine und mittlere Unternehmen schnell überfordern und dazu führen, dass sich Lastwagen an den Kontrollpunkten stauen. Hinzu kommt, dass auch die Computerprogramme, die dafür entwickelt wurden, teilweise nicht getestet werden konnten.

Der Regierungssprecher betonte, bereits jetzt seien 900 zusätzliche Mitarbeiter für die Grenzkontrollen eingestellt worden. 1100 weitere sollten bis März an Bord kommen. Für Inspektionen seien sieben Standorte im Hinterland sowie eine Zentrale eingerichtet worden, die rund um die Uhr im Betrieb ist. Hinzu kämen Telefonhotlines und eine App, die Transportunternehmen nutzen könnten.

+++ 08.04 Uhr: 100 Jahre alter Rosinenbomber-Pilot Halvorsen mit Corona infiziert +++

Der 100 Jahre alte Rosinenbomber-Pilot Gail Halvorsen hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Er sei bislang aber nicht ernsthaft erkrankt, sagte seine Tochter Denise Williams am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. "Wir beten, dass er einen milden Verlauf haben wird." 

Der im US-Bundesstaat Utah lebende ehemalige US-Pilot, der unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde, war im Oktober 100 Jahre alt geworden. Er hatte zu den Piloten gehört, die wenige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg das von sowjetischen Truppen abgeriegelte West-Berlin über Monate aus der Luft unter anderem mit Lebensmitteln und Kohle versorgten.

Es war Halvorsens Idee, bei der Berliner Luftbrücke auch Süßigkeiten für die Kinder abzuwerfen. Als erster "Candy Bomber" wurde der junge Pilot, der inzwischen 5 Kinder, 24 Enkel und 59 Urenkel hat, zum Symbol für die Hilfsaktion, sein Spitzname wurde "Onkel Wackelflügel" (Mr. Wigglywing). 

+++ 06.33 Uhr: Marburger Bund appelliert an Arbeitgeber: Homeoffice ermöglichen +++

Der Marburger Bund appelliert angesichts der hohen Coronavirus-Infektionszahlen an Arbeitgeber, ihren Angestellten Homeoffice zu ermöglichen. "Wo immer es möglich ist, sollten Arbeitgeber ihre Angestellten ab sofort ihre Arbeit von zu Hause erledigen lassen", sagte die Erste Vorsitzende des Ärzteverbandes, Susanne Johna, der Deutschen Presse-Agentur. "Homeoffice, wo immer es möglich ist, wird auch dazu führen, dass in dieser kritischen Phase weniger Menschen morgens und abends in vollen Bussen und Bahnen zusammenkommen und sich dabei gegenseitig anstecken." 

+++ 05.47 Uhr: 20.200 neue Corona-Infektionen in Deutschland gemeldet +++

Binnen eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert Koch-Institut (RKI) 20 200 neue Corona-Infektionen übermittelt. Das geht aus Zahlen vom Sonntagmorgen hervor. Der Höchststand war am Freitag mit 29.875 gemeldeten Fällen erreicht worden. An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Am vergangenen Sonntag hatte die Zahl bei 17.767 gelegen. 

Die Gesundheitsämter meldeten binnen eines Tages zudem 321 neue Todesfälle. Der bisherige Höchstwert von 598 Toten war ebenfalls am Freitag erreicht worden. In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 21.787.

+++ 05.15 Uhr: Russland entwickelt Corona-Impfstoff für Tiere +++

Nach Corona-Ausbrüchen auf mehreren Nerzfarmen in Europa entwickelt Russland einen eigenen Impfstoff für Tiere. Das Vakzin solle Ende Januar vorliegen, sagte der Chef der Agraraufsichtsbehörde Rosselchosnadsor, Sergej Dankwert, der russischen Fachzeitschrift "Veterinär und Leben". Die Europäische Union, die USA und Singapur hätten bereits Interesse bekundet.

Dankwert zufolge durchläuft der Wirkstoff aktuell die entscheidende Testphase III. "Der neue Impfstoff wird derzeit an Nerzen, Katzen und Nagetieren getestet." Seine Behörde erhalte regelmäßig Anfragen aus russischen Tierfarmen nach einem Corona-Impfstoff, weil Nerze und Frettchen als besonders anfällig für das Virus gelten und sich gegenseitig infizieren könnten, sagte der Behördenleiter.

In den vergangenen Wochen hat es in mehreren europäischen Ländern Fälle von Corona-Infektionen bei Nerzen gegeben, unter anderem in Schweden, Frankreich und den Niederlanden. In Dänemark waren Millionen Tiere getötet worden, weil das Virus mutiert war. In Russland leben in Tierfarmen offiziellen Angaben zufolge mehr als 97 000 Nerze und 6900 Frettchen. In dem Land sind bereits zwei Impfstoffe für Menschen gegen Corona freigegeben worden.

+++ 04.48 Uhr: Kommunen fordern Hilfen für Geschäfte, wenn Weihnachtsgeschäft wegbricht +++

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund fordert bei einer Verschärfung der Corona-Auflagen Hilfen für den Handel. Ein harter Lockdown sei nun unvermeidbar, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Wir brauchen nun allerdings für die betroffenen Geschäfte, denen das Weihnachtsgeschäft wegbricht, auch eine klare finanzielle Unterstützung durch Bund und Länder. Wenn dies nicht gelingt, werden wir unsere Innenstädte im kommenden Jahr nicht mehr wiedererkennen."

An diesem Sonntag wollen die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder erneut mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über den weiteren Kurs in der Corona-Krise beraten. Im Vorfeld deutete sich an, dass noch vor Weihnachten ein Lockdown beginnen könnte.

+++ 04.10 Uhr: Länder beraten mit Merkel über Verschärfung der Corona-Maßnahmen  +++

Bund und Länder wollen am Sonntag (10.00 Uhr) über die Verschärfung der Corona-Maßnahmen beraten. Das Treffen war kurzfristig einberufen worden, weil die bisherigen weniger strengen Maßnahmen nicht die erhoffte Trendwende bei den Infektionszahlen gebracht hatten. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sagte nach einem Vorbereitungsgespräch mit weiteren Länderchefs und Kanzlerin Angela Merkel (CDU), die Bundesbürger müssten sich "auf einen harten Lockdown einstellen".    
Die verschärften Auflagen sollen laut Kretschmann bereits "vor Weihnachten kommen und nicht erst an Weihnachten". Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) betonten die Notwendigkeit, Kontakte weiter zu reduzieren. Es wird erwartet, dass die Bund-Länder-Runde Maßnahmen für den Einzelhandel und für den Schulunterricht beschließt.

+++ 00.36 Uhr: Box-Superstar Joshua bleibt Vierfach-Weltmeister +++

Box-Superstar Anthony Joshua bleibt vierfacher Weltmeister im Schwergewicht. Der 31-Jährige Brite gewann am Samstagabend (Ortszeit) in London gegen den von Ulli Wegner trainierten Bulgaren Kubrat Pulew durch K.o. in der neunten Runde und verteidigte seine Gürtel der Verbände WBO, IBF, WBA und IBO erfolgreich. Vor 1000 Zuschauern in der Wembley Arena nutzte der 39-jährige Pulew auch seine zweite WM-Chance nach dem verlorenen Duell mit Wladimir Klitschko 2014 nicht.

Damit ist von Seiten Joshuas der Weg für einen Vereinigungskampf mit WBC-Weltmeister Tyson Fury frei. Ob der Fight der beiden Engländer im kommenden Jahr wirklich zustande kommt, ist jedoch offen. Zuletzt hatte die Joshua-Partei Fury immer wieder vorgeworfen, sich vor dem Duell zu drücken.

Gegen Pulew hatte Joshuas Promoter Eddie Hearn einen K.o. innerhalb der ersten sechs Runden prophezeit. Sein Schützling begann zunächst verhalten, zeigte dann in der dritten Runde sein ganzes Repertoire. Pulew ging zweimal zu Boden und stand kurz vor dem K.o. Doch Pulew erholte sich, entschied die sechste Runde sogar für sich. In der neunten Runde kam Joshua zunächst mit seinem rechten Haken durch, beendete den Kampf dann mit einer harten Geraden.

+++ 00.34 Uhr: Country-Star Charley Pride mit 86 an Folgen von Covid-19 gestorben +++

Der amerikanische Country-Sänger Charley Pride ist am Samstag in Dallas im Alter von 86 Jahren an den Folgen einer Erkrankung an Covid-10 gestorben. Das teilte seine Familie auf der Website des bekanntesten afroamerikanischen Country-Stars mit. Der aus Mississippi stammende Pride hatte zwischen den 60er- und 80er-Jahren mit einer Vielzahl von Hits die Musikszene dominiert. Zu seinen bekanntesten Songs gehören "Kiss An Angel Good Morning" oder "Please Help Me I'm Falling". Pride war der erste Afroamerikaner, der in die Country Music Hall of Fame aufgenommen wurde.
 Die Nachrichten von Samstag, den 12. Dezember

+++ 21.38 Uhr: Schauspielerin Paula Beer gewinnt Europäischen Filmpreis +++

Schauspielerin Paula Beer hat den Europäischen Filmpreis als beste Darstellerin gewonnen. Das gab die Europäische Filmakademie in Berlin bekannt. Die 25-Jährige wurde für ihre Rolle im Liebesdrama "Undine" ausgezeichnet. In dem Film von Regisseur Christian Petzold spielt sie eine Historikerin, die sich in einen Industrietaucher (Franz Rogowski) verliebt. Mit der Geschichte wird ein alter Nixenmythos aus der Romantik ins Berlin der Gegenwart geholt. Bekannt ist Beer etwa für die Fernsehserie "Bad Banks", den Spielfilm "Frantz" von François Ozon oder die Verfilmung von "Transit", ebenfalls von Petzold. Für ihre Rolle als mysteriöse Undine hat sie bereits den Silbernen Bären der Berlinale gewonnen.

+++ 20.18 Uhr: Tausende Franzosen gehen erneut gegen geplantes Sicherheitsgesetz auf die Straße +++

Tausende Franzosen haben sich das dritte Wochenende in Folge zu Protesten gegen das geplantes Sicherheitsgesetz versammelt. Nach dem schweren Ausschreitungen vor einer Woche verliefen die Demonstrationen in der Hauptstadt Paris und anderen Städten weitgehend friedlich. In Paris zogen nach Angaben der Organisatoren rund 10.000 Demonstranten durch die Straßen, begleitet von einem großen Polizeiaufgebot. 119 Menschen wurden nach Angaben von Innenminister Gérald Darmanin festgenommen. 

Die Regierung von Präsident Emmanuel Macron will mit dem geplanten Gesetz für "umfassende Sicherheit" die Verbreitung von Foto- oder Filmaufnahmen von Polizeieinsätzen unter Strafe stellen, wenn dadurch die "körperliche oder psychische Unversehrtheit" einzelner Beamter gefährdet wird. Mit dem Gesetz will die Regierung die Einsatzkräfte nach eigenen Angaben besser schützen. Kritiker sehen dagegen die Pressefreiheit bedroht und fürchten einen "Persilschein" für gewalttätige Polizisten.  Angesichts der Proteste gegen das Gesetz hat die Regierungsmehrheit im Parlament inzwischen angekündigt, das umstrittene Filmverbot im Sicherheitsgesetz neu fassen zu wollen. 

+++ 19.51 Uhr: Tausende Trump-Unterstützer demonstrieren gegen Wahlergebnis +++

Unterstützer des abgewählten US-Präsident Donald Trump haben in Washington erneut gegen das Wahlergebnis demonstriert. US-Medien berichteten, mehrere Tausend Demonstranten hätten sich im Zentrum der amerikanischen Hauptstadt versammelt. Bereits vor knapp einem Monat hatten Tausende Demonstranten in Washington für Trump demonstriert. Der Republikaner hatte die Wahl am 3. November gegen den Demokraten Joe Biden verloren. Trump sieht sich durch Wahlbetrug um seinen Sieg gebracht und erkennt seine Niederlage nicht an. Anwälte des Trump-Lagers haben bislang keine Beweise für massiven Betrug vorgelegt. Dutzende Klagen blieben erfolglos. Biden soll am 20. Januar in Washington vereidigt werden soll.

+++ 19.41 Uhr: Ehemaliger Europol-Chef zu Brexit – Als Brite wäre ich sehr beunruhigt +++

Der ehemalige Direktor der europäischen Polizeibehörde Europol, Max-Peter Ratzel, ist besorgt über die stockenden Verhandlungen über ein Abkommen für die Zeit nach der Brexit-Übergangsphase. "Ich bin als Europäer beunruhigt, weil wir einen Teil unserer Fähigkeiten verlieren", sagte der Deutsche dem britischen Nachrichtensender Sky News. Als Brite wäre er aber noch stärker beunruhigt. "Sie verlieren natürlicherweise mehr als wir", sagte er an die Briten gerichtet. Das liege an dem Größenunterschied zwischen Großbritannien und der Europäischen Union als Block von Staaten. Die Verhandlungen über eine Brexit-Handelspakt sind in eine Sackgasse geraten. Am Sonntag wollen beide Seiten entscheiden, wie es weitergehen soll.

+++ 18.42 Uhr: Angriff auf Schule in Nigeria – womöglich Hunderte Kinder entführt +++

Nach einem Angriff bewaffneter Männer auf eine Schule in Nigeria werden Hunderte Schüler vermisst. Bei dem Überfall am Freitag auf die staatliche Oberschule in Kankara in der nördlichen Region Katsina schossen die Angreifer mit Maschinenpistolen um sich, wie Polizeisprecher Gambo Isah sagte. 200 der geschätzt 600 Kinder und Jugendlichen auf dem Gelände des Internats konnten entkommen - inmitten von Schusswechseln mit der Polizei. Augenzeugen berichteten der Deutschen Presse-Agentur, dass zahlreiche andere Kinder verschleppt wurden. 

Polizei, Armee und die Luftwaffe starteten eine großangelegte Suchaktion. Ersten Ermittlungen zufolge könnte es sich um Kriminelle handeln, die Menschen entführen, um Lösegeld zu erpressen. Ähnliche Überfälle hat in der Vergangenheit aber auch die islamistische Terrorgruppe Boko Haram verübt.

+++ 18.09 Uhr: Israel nimmt diplomatische Beziehungen mit Bhutan auf +++

Israel hat diplomatische Beziehungen zum Königreich Bhutan im östlichen Himalaya aufgenommen. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu teilte mit, er begrüße den Schritt. "Wir sind in Kontakt mit weiteren Staaten, die mit uns diplomatische Beziehungen aufnehmen wollen", sagte Netanjahu nach Angaben seines Büros. Eine Unterzeichnungszeremonie fand nach Angaben des Außenministeriums im Amtssitz des israelischen Botschafters in Indien statt.

Erst am Donnerstag hatte der amtierende US-Präsident Donald Trump mitgeteilt, dass nach den Emiraten, Bahrain und dem Sudan auch Marokko die Beziehungen zu Israel normalisieren will. Er sprach von einem "historischen Durchbruch".

+++ 17.49 Uhr: "Peanuts"-Zeichnung in den USA für Rekordpreis versteigert +++

Acht Zeichnungen der Comicserie "Peanuts" sind in den USA für einen Rekordpreis versteigert worden. Die Porträts der Charaktere Lucy, Linus, Snoopy, Schroeder, Patty, Violet, Shermy und Good Ol' Charlie Brown hätten 288.000 Dollar (etwa 240.000 Euro) eingebracht und damit mehr als alle vorherigen je bei Auktionen versteigerten "Peanuts"-Werke von Zeichner Charles Schulz, teilte das Auktionshaus Heritage Auctions im texanischen Dallas mit. Der im Jahr 2000 gestorbene Schulz habe die Porträts 1953 zu Werbezwecken angefertigt, seitdem seien sie Eigentum eines Sammlers gewesen. Wer sie nun ersteigerte, wurde zunächst nicht mitgeteilt.

+++ 16.45 Uhr: China macht beim UN-Gipfel weitere Klimaschutz-Zusagen +++

Chinas Präsident Xi Jinping hat beim digitalen UN-Klimagipfel weitere Anstrengungen seines Landes beim Klimaschutz angekündigt. Bis 2030 werde China seine CO2-Emissionen pro Bruttoinlandsprodukt-Einheit um mehr als 65 Prozent im Vergleich zu 2005 mindern, kündigte er an. Der Anteil nicht-fossiler Energien am gesamten Energieverbrauch solle auf etwa 25 Prozent ansteigen. Zudem solle aufgeforstet und die Wind- und Solarkraft weiter ausgebaut werden. China ist das Land mit dem weltweit größten Treibhausgas-Ausstoß.

"China hält seine Zusagen immer ein", sagte Xi Jinping. Man werde entschlossene Schritte gehen, um die angekündigten Ziele zu erreichen. Bereits im September hatte China angekündigt, "vor 2060" die Klimaneutralität zu schaffen und "vor 2030" den Höhepunkt beim Treibhausgas-Ausstoß zu überschreiten – nicht erst "um 2030", wie China im Pariser Klimaabkommen zugesagt hatte. Beides bekräftigte der Präsident beim UN-Gipfel. Klimaneutralität heißt, dass nicht mehr Treibhausgase ausgestoßen werden, als Natur oder auch technische Lösungen binden können.

+++ 15.52 Uhr: Trump nennt Supreme-Court-Entscheidung "skandalösen Justizirrtum" +++

Im Kampf gegen seine Wahlniederlage hat US-Präsident Donald Trump seinem Frust über seinen Rückschlag vor dem Supreme Court in einer Reihe wütender Tweets Luft gemacht. Der Republikaner schrieb: "Das ist ein großer und skandalöser Justizirrtum. Das Volk der Vereinigten Staaten wurde betrogen und unser Land blamiert." Der amtierende Präsident behauptete erneut, er habe die Wahl nicht verloren, sondern mit einem "Erdrutschsieg" gewonnen. Tatsächlich hat die Wahl am 3. November der Demokrat Joe Biden gewonnen, der am 20. Januar vereidigt werden soll. Trump sieht sich durch Wahlbetrug um seinen Sieg gebracht. Er hat dafür aber keine Beweise vorgelegt. Das Oberste Gericht der USA hatte am Freitagabend eine Klage des Bundesstaats Texas gegen das Ergebnis der Präsidentenwahl abgewiesen.

+++ 15.17 Uhr: Biden verspricht erneut Rückkehr der USA ins UN-Klimaabkommen +++

Zum fünften Jahrestag des UN-Klimaabkommens von Paris hat der gewählte US-Präsident Joe Biden erneut eine Rückkehr seines Landes zu der Vereinbarung versprochen. "Die Vereinigten Staaten werden dem Pariser Abkommen am ersten Tag meiner Präsidentschaft wieder beitreten", teilte Biden anlässlich eines digitalen Klimagipfels ohne Beteiligung der USA mit. 

Biden bekräftigte, er wolle in den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit einen Klimagipfel der wichtigen Wirtschaftsmächte einberufen. Seine Regierung werde die Klimaziele der USA verschärfen und das Land auf einen Weg bringen, wonach der Treibhausgas-Ausstoß bis spätestens 2050 unterm Strich auf Null gebracht werde. Biden kündigte an, dabei auf junge "Aktivisten" zu hören und mit diesen zusammenzuarbeiten. Biden wird am 20. Januar vereidigt. Er folgt auf US-Präsident Donald Trump, der die USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen zurückzog.

+++ 14.37 Uhr: Raumfahrer haben erneut mit Pannen auf der ISS zu kämpfen +++

Die Pannenserie auf der Internationalen Raumstation ISS reißt nicht ab. Die Besatzung meldete erneut Probleme mit der Sauerstoffversorgung. Ein System zur Aufbereitung des Gases sei ausgefallen, sagte Kosmonaut Sergej Ryschkow der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge. In den vergangenen zwei Monaten gab es demnach mindestens fünfmal Probleme mit der Anlage im russischen Teil der Station. Russlands Raumfahrtbehörde Roskosmos hatte aber stets betont, dass für die Crew keine Gefahr bestehe. Zuvor gab es am Samstag Berichte, dass im amerikanischen Segment der Strom ausgefallen war.

+++ 13.32 Uhr: Schlag gegen Rechtsextreme: Festnahmen in Österreich und Bayern +++

Bei einem Schlag gegen ein rechtsextremes Netzwerk hat es fünf Festnahmen in Österreich und zwei in Bayern gegeben. Das wurde bei einer gemeinsamen Pressekonferenz des österreichischen Innenministers Karl Nehammer (ÖVP) und Vertretern des Wiener Landeskriminalamts (LKA) mitgeteilt, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA meldete. Im Rahmen der Untersuchungen seien in den vergangenen drei Tagen über 70 automatische und halbautomatische Schusswaffen sowie Munition im sechsstelligen Bereich sichergestellt worden. Laut Nehammer waren die Waffen für die rechtsextreme Szene in Deutschland bestimmt, "um eine rechtsradikale Miliz" aufzubauen.

+++ 13.23 Uhr: "Querdenken"-Organisator legt Verfassungsbeschwerde ein +++

Der Anmelder der "Querdenken"-Demonstration in Dresden geht nach eigenen Angaben weiter gegen das gerichtlich bestätigte Verbot vor. Er habe am Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe eingelegt und warte auf die Entscheidung, sagte Marcus Fuchs der Deutschen Presse-Agentur. Die Stadt hatte die geplante Kundgebung gegen die Corona-Politik verboten, sowohl das Verwaltungsgericht Dresden als auch das Sächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) in Bautzen hatte die Entscheidung bestätigt. Anfang Dezember hatte das Bundesverfassungsgericht das Verbot einer "Querdenker"-Demonstration in Bremen kurz zuvor bestätigt.

+++ 13.17 Uhr: SPD will zwölf Euro Mindestlohn +++

Die SPD will sich für eine Erhöhung des Mindestlohns in Deutschland auf zwölf Euro stark machen. Das sagte Finanzminister Olaf Scholz in Berlin. "Wir wollen als Allererstes in Deutschland einen gesetzlichen Mindestlohn von mindestens zwölf Euro einführen, um sicherzustellen, dass jeder den Respekt bekommt, den er für seine Arbeit auch tatsächlich verdient", sagte der SPD-Kanzlerkandidat bei einer Parteiveranstaltung zur Vorbereitung des Bundestagswahlkampfs 2021.

+++ 12.54 Uhr: Kretschmann mit 91,5 Prozent zum grünen Spitzenkandidaten gewählt +++

Die Grünen in Baden-Württemberg haben Ministerpräsident Winfried Kretschmann mit 91,5 Prozent zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl am 14. März gewählt. Der 72-Jährige erhielt beim Online-Parteitag über fünf Prozentpunkte weniger als bei seiner Wahl vor fünf Jahren. Kretschmann hatte keinen Gegenkandidaten.

+++ 12.50 Uhr: Vendée Globe – Boris Herrmann nach Großsegel-Reparatur wieder auf Kurs +++

Weltumsegler Boris Herrmann hat bei der Vendée Globe einige Schreckmomente im Indischen Ozean durchstehen müssen. Eine gebrochene Großsegellatte und ein kleiner Riss im Großsegel zwangen den Hamburger in der Nacht zum Samstag zum Sondereinsatz. Den Bruch hatte Herrmann am Freitagabend gegen 23.00 Uhr entdeckt. Bei einer genaueren Inspektion fand er auch den Riss. Eilig sägte Herrmann eine Ersatzlatte aus Kohlefaser, nahm das Großsegel runter und tauschte die Latten aus. Den Riss flickte er mit einem Spezialkleber und einem Flicken aus Segeltuch. Nach dem notwendigen Trocknungsprozess konnte der 39-Jährige das Großsegel wieder hochziehen und sein Rennen fortsetzen. Die Nachtschicht kostete Herrmann einige Seemeilen.

+++ 12.32 Uhr: Schulze – Um Klimaziele zu schaffen, müssen wir ehrgeiziger werden +++

Zum fünften Jahrestag der Einigung auf das UN-Klimaabkommen in Paris hat Bundesumweltministerin Svenja Schule weltweit mehr Engagement im Kampf gegen den Klimawandel angemahnt. Es sei ein Anlass, die internationale Zusammenarbeit zu feiern, aber auch eine Erinnerung daran, dass die Herausforderungen riesig seien, sagte die SPD-Politikerin in einer Videobotschaft. "Wir werden die Pariser Ziele nur erreichen, wenn wir ehrgeiziger werden." Entwicklungs- und Schwellenländer bräuchten dabei Unterstützung. Deutschland, Großbritannien und andere unterstützten Initiativen in diesen Ländern über Geld und zielgerichtete Hilfen, sagte Schulze.

+++ 11.21 Uhr: Erneut Explosion bei polnischem Supermarkt in den Niederlanden +++

Erneut ist in den Niederlanden ein polnischer Supermarkt attackiert worden. Die Fassade des Hauses im nordholländischen Beverwijk wurde durch eine Explosion schwer beschädigt, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Menschen wurden nicht verletzt.

Derselbe Supermarkt war bereits am Mittwoch mit einem Sprengsatz angegriffen worden. Die Polizei konnte noch keine Angaben zum Motiv oder zu möglichen Tätern machen. In der vergangenen Woche waren schon bei zwei anderen polnischen Supermärkten Sprengsätze explodiert. 

Die jüngste Explosion ereignete sich nach Angaben von Anwohnern gegen 4.30 Uhr am Samstagmorgen. Die Vorderseite und die rückwärtige Fassade wurden laut Polizei erheblich beschädigt, ebenso andere Geschäfte in dem Einkaufszentrum. Die Ermittlungen dauern noch an.  

Zwei der drei betroffenen Läden haben denselben Eigentümer - Mohamed Mahmoed stammt aus dem Irak. Er äußerte gegenüber der Tageszeitung "De Telegraaf" den Verdacht, dass ein Konkurrent hinter den Anschlägen stecke. "Nach der zweiten Explosion war mir klar: Diese Einschüchterung ist gegen mich gerichtet." Das Geschäft mit vorwiegend polnischen Kunden sei lukrativ. "Es gibt mehrere Parteien, die auf diesen Markt lauern."

+++ 10.33 Uhr: Tödlichster Tag in den USA: 3309 Corona-Tote +++

 In den USA hat die Anzahl der binnen 24 Stunden erfassten Corona-Toten einen neuen Höchststand erreicht. Am Freitag wurden 3309 Tote mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion registriert, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Samstagmorgen (MEZ) hervorging. Der bislang höchste Wert mit 3124 Toten war am Mittwoch verzeichnet worden.

Auch die Anzahl der Neuinfektionen hat einen neuen Höchstwert erreicht: innerhalb eines Tages wurden 231 775 neue Fälle gemeldet. Der zuvor höchste Wert wurde mit 227.828 am 4. Dezember registriert.

Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 15,8 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben 295.522 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2. In absoluten Zahlen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmäßig aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen werden die Zahlen - unter anderem die der Neuinfektionen binnen 24 Stunden, aber auch die der Toten - nachträglich aktualisiert.

+++ 10.04 Uhr: Ermittlungsverfahren gegen Terrorverdächtige in Frankreich  +++

Wegen des Verdachts der terroristischen Vereinigung sind in Frankreich Ermittlungsverfahren gegen sieben Personen eingeleitet worden. Wie es am Samstagmorgen aus Justizkreisen hieß, kamen fünf von ihnen in Untersuchungshaft. Zwei der Verdächtigen wurden unter Justizkontrolle gestellt. Die französische Nachrichtenagentur AFP berichtete unter Berufung auf Justizkreise, dass es sich bei den Personen um Ultralinke handele.

Demnach stehen sie unter Verdacht, eine Gewalttat vorbereitet zu haben. Am Dienstag sollen sie festgenommen worden sein. Die Polizei habe bei Durchsuchungen Waffen und Gegenstände, die für den Bau von Sprengkörpern verwendet werden können, gefunden.

+++ 09.41 Uhr: China verhängt Corona-Lockdown an Grenze zu Russland +++

Nach der Entdeckung von zwei Corona-Fällen an der Grenze zu Russland hat China in der Stadt Dongning einen Lockdown verhängt. In der Stadt Suifenhe sollen außerdem alle Einwohner auf das neuartige Virus getestet werden, wie die Behörden am Samstag mitteilten. In beiden Städten waren zuvor Arbeiter in den jeweiligen Hafen- und Gewerbezonen positiv getestet worden.     
In Dongning wurde der öffentliche Verkehr vorübergehend eingestellt. Jeder, der die Stadt verlassen will, muss einen negativen Covid-19-Test vorweisen, der nicht älter ist als 24 Stunden. Schulen wurden geschlossen, Restaurants dürfen keine Gäste mehr in ihren Räumlichkeiten empfangen. In Gebieten mit hohem Risiko darf nur ein Mitglied des Haushalts einmal alle zwei Tage das Haus verlassen, um Dinge des täglichen Bedarfs zu kaufen - jedes Mal für nicht länger als zwei Stunden.    
Sowohl in Dongning als auch Suifenhe sollen alle Menschen innerhalb von drei Tagen getestet werden.

+++ 08.53 Uhr: Mann bei Polizeieinsatz in Bremen angeschossen +++

Bei einem Polizeieinsatz in Bremen ist ein Mann durch die Schüsse eines Polizisten verletzt worden. Er kam in ein Krankenhaus. Die Hintergründe des Vorfalls am späten Freitagabend waren zunächst noch unklar. Ein Polizeisprecher bestätigte am Samstagmorgen lediglich, dass es bei einem Einsatz zu einer Schussabgabe eines Beamten gekommen sei, wegen der ein Mann verletzt worden sei. Weitere Angaben machte er zunächst nicht.

+++ 08.38 Uhr: Iranischer Blogger Ruhollah Sam hingerichtet +++

Der iranische Blogger und Dissident Ruhollah Sam ist am Samstag hingerichtet worden. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA wurde der 47-jährige Sam in Teheran erhängt. Die Justizbehörde in Teheran bestätigte IRNA zufolge die Hinrichtung.

Sam war bereits im Juni von einem Revolutionsgericht in Teheran zum Tode verurteilt worden. Das Urteil wurde diese Woche vom obersten Gericht bestätigt. Ihm wurde vorgeworfen, mit seiner Webseite "Amad News" Propaganda gegen die Führung im Iran betrieben und Menschen zu teilweise gewaltsamen Protesten provoziert zu haben.

Der Blogger hatte besonders die angebliche Wahlfälschung bei der Präsidentenwahl 2009 und der Wiederwahl von Mahmud Ahmadinedschad scharf verurteilt. Danach war er über Malaysia nach Frankreich geflohen. Sam hatte auch mehrmals persischsprachigen Sendern im Ausland Interviews gegeben, in denen er stets die iranische Führung heftig kritisierte.

Der Blogger wurde Medienberichten zufolge von iranischen Sicherheitskräften in das Nachbarland Irak gelockt, im Herbst vergangenen Jahres dort festgenommen und danach in den Iran gebracht. Seitdem hatte sich Sam bei mehreren Gerichtsterminen schuldig bekannt und um Vergebung gebeten.

+++ 06.09 Uhr: Raketen auf Kabul - Ein Zivilist getötet +++

Bei einem Raketenangriff auf die afghanische Hauptstadt Kabul ist am Samstag ein Zivilist getötet worden. Ein weiterer Zivilist wurde bei dem Zwischenfall verletzt, verlautete aus dem afghanischen Innenministerium. Die Projektile waren aus einem Fahrzeug auf ein Wohngebiet abgefeuert worden. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Angriff. Im vergangenen Monat wurden bei mehreren Raketenangriffen auf Kabul mindestens acht Menschen getötet und über 30 weitere verwundet.

+++ 06.03 Uhr: Fast jeder vierte Arbeitnehmer in Corona-Krise kurz vor dem Burnout +++

Die Corona-Pandemie sorgt bei Arbeitnehmern in Deutschland laut einer Umfrage für massive psychische Belastungen. 22 Prozent sehen sich an der Schwelle zum Burnout, also einem Zustand völliger Erschöpfung, wie aus einer internationalen Untersuchung des auf Mitarbeiterbefragungen spezialisierten Unternehmens Peakon hervorgeht. Im weltweiten Durchschnitt trifft dies demnach auf fast jeden Dritten zu.   
Zugleich schlägt sich die Krise hierzulande psychisch noch stärker bei Frauen nieder: 27 Prozent von ihnen stehen laut Umfrage vor dem Burnout; bei den Männern sind es 19 Prozent. Damit schneidet Deutschland etwas besser ab als der internationale Durchschnitt: Weltweit stehen 34 Prozent der Frauen und 24 Prozent der Männer am Rande eines Burnouts.    
Als Ausgleich für die zusätzlichen Belastungen fordern die meisten Beschäftigten in Deutschland mehr Geld von ihren Arbeitgebern. Jeder Zweite wünscht sich laut Umfrage eine Gehaltserhöhung. An zweiter Stelle in der Wunschliste folgt eine Woche zusätzlicher Urlaub.

+++ 05.32 Uhr: 28.438 neue Corona-Infektionen in Deutschland gemeldet  +++

Binnen eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert Koch-Institut (RKI) 28 438 neue Corona-Infektionen übermittelt. Das geht aus Zahlen vom Samstagmorgen hervor. Der Höchststand war am Freitag mit 29 875 gemeldeten Fällen erreicht worden. Am vergangenen Samstag hatte die Zahl bei 23 318 gelegen. Die Gesundheitsämter meldeten binnen eines Tages zudem 496 neue Todesfälle.

Der bisherige Höchstwert von 598 Toten war ebenfalls am Freitag erreicht worden. In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 21 466. 

+++ 05.04 Uhr: Gewerkschaft fordert frühere Impfung von Polizisten +++

Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, fordert eine schnellere Impfung von Polizisten als nach vorläufigen Plänen vorgesehen. "Die Empfehlung der Impfkommission, die Polizei auf den vorletzten Platz der Prioritäten-Liste für die Impfungen zu setzen, wird nicht den Realitäten des Polizeialltags gerecht", sagte Wendt der "Rhein-Neckar-Zeitung" (Samstag). 

Polizeibeamte seien ständig einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt, sagte er - vergleichbar mit dem Pflegepersonal. "Sie können niemand auf zwei Meter Entfernung festnehmen oder durchsuchen. Das geht nicht", sagte Wendt. Die Polizei müsse daher in der Priorität "deutlich nach oben gerückt werden". Auch die Innenminister der Länder fordern eine schnellere Impfung von Polizisten.

Laut einem Entwurf der Ständigen Impfkommission sollen nach der ersten Gruppe mit "sehr hoher" Priorität - etwa Bewohner von Senioren- und Altenpflegeheimen und Menschen über 80 Jahre - weitere Gruppen mit besonderen Risiken vorrangig geimpft werden. Die Kommission definiert dazu erst Gruppen mit "hoher" und "erhöhter" Priorität. Erst dann folgt die Gruppe mit gering erhöhter Priorität, zu der auch Polizisten zählen. "Niedrige" Impf-Priorität haben demnach alle übrigen Menschen unter 65 Jahre, was etwa 45 Millionen entspricht.

+++ 04.23 Uhr: Trump: Erste Coronavirus-Impfung in USA "in weniger als 24 Stunden" +++

Nach der ersten Notfallzulassung für einen Corona-Impfstoff in den USA hat der abgewählte US-Präsident Donald Trump seinen Landsleuten erste Impfungen noch an diesem Wochenende versprochen. "Der erste Impfstoff wird in weniger als 24 Stunden verabreicht werden", kündigte Trump in einem am Freitagabend (Ortszeit) von ihm auf Twitter veröffentlichten Video an. Seine Regierung habe bereits damit begonnen, den Impfstoff des Mainzer Pharma-Unternehmens Biontech und des US-Unternehmens Pfizer an alle US-Bundesstaaten zu verschicken. Deren Gouverneure würden entscheiden, an wen die Impfungen dort als erstes verabreicht würden.

Trump betonte, Impfungen seien für alle Amerikaner kostenfrei. Mit Blick auf die Entwicklung des Impfstoffs in Rekordzeit sagte er: "Das ist eine der größten wissenschaftlichen Errungenschaften der Geschichte." Der Impfstoff werde Millionen Menschenleben retten "und die Pandemie bald ein für allemal beenden". Trump präsentierte die Entwicklung als einen Erfolg seiner Regierung, was allerdings nicht zutreffend ist. Der Präsident sagte weiter: "Die Pandemie mag in China begonnen haben, aber wir beenden sie genau hier, in Amerika."

Die Pandemie ist in den USA weiterhin außer Kontrolle. Am Mittwoch hatte die Zahl der Toten an einem einzelnen Tag erstmals bei mehr als 3000 gelegen. Die Zahl der registrierten Neuinfektionen lag nach Statistiken der Johns-Hopkins-Universität in den vergangenen Tagen jeweils bei mehr als 200 000.

+++ 04.23 Uhr: Dobrindt fordert schnelles Ende von Präsenzunterricht +++

Der CSU-Landesgruppenchef im Bundestag, Alexander Dobrindt, hat ein schnelles Ende des Präsenzunterrichts gefordert. "Wo es noch nicht geschehen ist, muss jetzt zügig auf Digital- und Distanzunterricht umgeschaltet werden", sagte er der "Augsburger Allgemeinen" (Samstagsausgabe). Zudem müssten die Ferien früher beginnen, außerdem brauche es schnell einen harten Lockdown mit strenger Einschränkung von Kontakten. "In den Schulen müssen wir sofort handeln, und der harte Lockdown sollte noch vor Weihnachten beginnen", sagte Dobrindt.

An den Lockerungen um die Feiertage will er demnach aber festhalten. Man müsse das Infektionsgeschehen vor Weihnachten eindämmen. "Das erreichen wir auch mit dieser Art von Vorquarantäne für die Schüler", sagte er. Weihnachten selber könne dann mit einem geringeren Risiko in der Familie stattfinden. 

Vom 23. bis zum 27. Dezember sollten sich nach einem Beschluss von Bund und Ländern eigentlich zehn Personen treffen dürfen, unabhängig vom Verwandtschaftsgrad und der Zahl der beteiligten Haushalte. Die Länderchefs wollen voraussichtlich an diesem Samstag oder Sonntag mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über schärfere Corona-Regeln beraten.

+++ 03.53 Uhr: Trump-Regierung lässt zweiten Häftling in zwei Tagen hinrichten +++

Die Regierung des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump hat kurz vor dessen Ablösung zum zweiten Mal in zwei Tagen einen wegen Mordes verurteilten Schwarzen hinrichten lassen. Alfred Bourgeois (56) wurde am Freitagabend (Ortszeit) im Gefängnis in Terre Haute im US-Bundesstaat Indiana mit einer Giftspritze getötet, wie US-Medien übereinstimmend berichteten. Der Lkw-Fahrer war im Jahr 2004 schuldig gesprochen worden, seine zweieinhalb Jahre alte Tochter missbraucht, gefoltert und getötet zu haben. 

Erst am Donnerstag war im Gefängnis in Terre Haute Brandon Bernard (40) hingerichtet worden, obwohl sich zahlreiche prominente Unterstützer dagegen ausgesprochen hatten. Bernard war als 18-jähriges Gangmitglied wegen Mordes festgenommen und danach von einer Jury zum Tode verurteilt worden war. 

Bis zur Amtsübernahme des siegreichen Trump-Herausforderers Joe Biden am 20. Januar will die US-Regierung nach Angaben des Death Penalty Information Centers noch drei weitere Todesurteile vollstrecken. Der künftige Präsident Biden - ein Demokrat - hat sich für die Abschaffung der Todesstrafe auf Bundesebene ausgesprochen. Der Republikaner Trump ist ein Befürworter der Todesstrafe.

+++ 03.51 Uhr: Impfstoff von Biontech und Pfizer erhält Notfallzulassung in den USA +++

Der Corona-Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer hat die Notfallzulassung für die USA erhalten. Zum Schutz vor Covid 19 genehmige sie die Verwendung des Pfizer-Biontech-Impfstoffes in Notfällen, teilte die leitende Wissenschaftlerin der US-Arzneimittelbehörde FDA, Denise Hinton, am Freitagabend in einem Brief an Pfizer mit. Damit ist der Weg für einen landesweiten Einsatz des Impfstoffes frei.

+++ 02.48 Uhr: Städtetagspräsident fordert einheitlichen und harten Lockdown +++

Vor der Schaltkonferenz von Bund und Ländern hat sich Städtetagspräsident Burkhard Jung (SPD) für einen bundesweiten, einheitlichen und harten Lockdown vor Weihnachten ausgesprochen. "Ein vollständiger Lockdown muss bundesweit gelten", sagte der Leipziger Oberbürgermeister der "Rheinischen Post" (Samstag). "Es darf nicht passieren, dass der Einzelhandel im Land A geschlossen und im Land B geöffnet ist", sagte Jung. "Und die Regeln müssen klar, verständlich und so einheitlich wie möglich sein. Denn die Menschen müssen sie gut nachvollziehen können."

Am Wochenende wird bei einem Treffen der Länderregierungschefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eine Entscheidung für einen bundesweiten Lockdown erwartet. Für die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel beschlossene Lockerungen stehen wieder auf dem Prüfstand. 

Jung sagte der Zeitung weiter: "Wir müssen das Land wirklich runterfahren und die Kontakte noch stärker reduzieren." Sonst werde die Lage ab Januar noch viel kritischer, und es komme keine Perspektive mit Lockerungen in Sichtweite. "Wir brauchen jetzt unbedingt Regelungen, die stärker wirken."

+++ 02.17 Uhr: Auto fährt Teilnehmer von Kundgebung in New York an - Sechs Verletzte +++

In New York ist eine Autofahrerin in eine Gruppe von Demonstranten gefahren und hat nach Angaben von Augenzeugen mindestens sechs Menschen verletzt. Einem Polizeisprecher zufolge ereignete sich der Vorfall am Freitagnachmittag im Bereich Murray Hill in Manhattan. Die Fahrerin sei festgenommen worden. Es sei noch unklar, ob sie absichtlich in die Gruppe gefahren sei oder ob es sich um einen Unfall handele.    
Die Verletzten seien in verschiedene Krankenhäuser gebracht worden, sie seien offenbar nicht in Lebensgefahr, sagte der Polizeisprecher weiter. Augenzeugen berichteten von mindestens sechs Verletzten. Diese hätten gegen die Festnahme von Immigranten ohne Papiere durch die Einwanderungsbehörde protestiert und den Hungerstreik von inhaftierten Einwanderern unterstützt.    
Lokalmedien berichteten, es habe sich um eine Demonstration der Black-Lives-Matter-Bewegung gehandelt. Laut ABC News hielten sich 40 bis 50 Menschen in dem Bereich auf. Einige Demonstranten standen demnach auf der Straße und um ein Auto herum, als die Frau mit ihrem Wagen in die Menschengruppe fuhr. 

+++ 02.03 Uhr: Oberverwaltungsgericht verbietet Dresdner "Querdenken"-Demo +++

Die für Samstag in Dresden geplante "Querdenken"- Kundgebung gegen die Corona-Politik bleibt weiter verboten. Nach dem Verwaltungsgericht Dresden entschied auch das Oberverwaltungsgericht Sachsen in Bautzen in der Nacht zum Samstag entsprechend.

+++ 00.45 Uhr: Supreme Court weist Klage von Texas gegen US-Wahlausgang ab +++

Das Oberste Gericht der USA hat die Klage des Bundesstaats Texas gegen das Ergebnis der Präsidentenwahl abgewiesen. Texas habe keine rechtliche Begründung dafür vorweisen können, in die Wahlen eines anderen Bundesstaates einzugreifen, teilte das Gericht am Freitag (Ortszeit) mit. Texas hatte gegen den Wahlausgang in vier anderen Bundesstaaten geklagt und wollte damit den Sieg von Joe Biden gegen Donald Trump kippen.

+++ 00.18 Uhr: Zwölfjährige bringt in Spanien gesunden Jungen zur Welt +++

Ein erst zwölfjähriges Mädchen hat nach Medienberichten in der nordspanischen Region Kantabrien einen gesunden Jungen zur Welt gebracht. Die Familie habe bis zum Beginn der Wehen nichts von der Schwangerschaft bemerkt, berichteten die Zeitung "El País" und zahlreiche weitere Medien am Freitag unter Berufung auf die Behörden. Das Sozialamt, das die Familie betreute, habe betont, nichts habe auf eine Schwangerschaft der Zwölfjährigen hingewiesen. Auch in der Schule sei niemandem etwas aufgefallen.

Während das Mädchen am Sonntag zuhause plötzlich Presswehen bekam, habe die Mutter des Mädchens schnell einen Krankenwagen alarmiert. Als die Sanitäter eintrafen, sei das Kind aber schon auf der Welt gewesen und sie hätten nur noch die Nabelschnur durchtrennt und die junge Mutter und ihr Baby in ein Krankenhaus gebracht. Beide seien wohlauf.

Die Familie, deren Wohnort und Identität geheimgehalten werde, wolle das Kind nun zur Adoption freigeben. Bei dem Vater handele es sich um einen 17-Jährigen aus dem Umfeld der Familie. Die Staatsanwaltschaft habe Ermittlungen angekündigt, ob die Schwangerschaft Folge einer sexuellen Aggression war.

ikr / fs DPA AFP

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker