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News vom Wochenende Hunderte Festnahmen in Belarus bei Protesten gegen Lukaschenko

Festnahmen in Belarus
In der Hauptstadt Minsk kam es erneut zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei. Hier wird ein Mann von Einsatzkräften abgeführt. 
© Stringer / AFP
Extrem gefährlicher Hurrikan nähert sich angeschlagenem Mittelamerika  +++ AfD-Bundestagsabgeordneter Pasemann endgültig aus Partei ausgeschlossen +++ Konflikt um Berg-Karabach: Armenien bekommt mehr Zeit für Abzug +++ Die Nachrichten vom Wochenende im stern-Ticker.

Aktuelle Top-Meldung:

Hunderte Festnahmen in Belarus bei Protesten gegen Lukaschenko

Mit massiver Gewalt sind vermummte Sicherheitskräfte in Belarus (Weißrussland) neuen Protestdemonstrationen gegen Machthaber Alexander Lukaschenko entgegengetreten. In der Hauptstadt Minsk setzten Uniformierte am Sonntag Tränengas und Blendgranaten gegen friedliche Demonstranten ein, wie Videos im Nachrichtenkanal Telegram zeigen. Auf diese Weise lösten sie einzelne Kundgebungen auf. Augenzeugen berichteten zudem von Gummigeschossen. Die Menschenrechtsgruppe Wesna sprach von mehr als 640 Festnahmen. In einer ersten Meldung war zunächst von 460 Festnahmen die Rede. Darunter seien erneut Journalisten gewesen. Seit der Präsidentenwahl am 9. August steckt das Land in einer schweren innenpolitischen Krise. Der 66-jährige Lukaschenko hatte sich mit 80,1 Prozent der Stimmen zum Sieger erklären lassen. Die EU erkennt ihn nicht mehr als Präsidenten an. Die Opposition sieht die Bürgerrechtlerin Swetlana Tichanowskaja als wahre Gewinnerin. Sie floh aus Angst um ihre Sicherheit ins EU-Land Litauen.
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+++ Die aktuelle Entwicklung der US-Wahl finden Sie in unserem Liveblog +++
Die Nachrichten vom Wochenende im stern-Ticker:

+++ 17.41 Uhr: Extrem gefährlicher Hurrikan nähert sich angeschlagenem Mittelamerika +++

Nach dem verheerenden "Eta" bedroht der nächste starke Wirbelsturm Mittelamerika. "Iota" werde voraussichtlich als "extrem gefährlicher" Hurrikan der Kategorie vier - also mit Windgeschwindigkeiten von 211 bis 250 Kilometern pro Stunde - spät am Montag (Ortszeit) die Küsten von Nicaragua und Honduras erreichen, teilte das Nationale Hurrikanzentrum der USA am Sonntag mit. Es werde erwartet, dass er potenziell katastrophale Winde, eine lebensbedrohliche Sturmflut und extremen Regen mit sich bringe. In der Nacht zum Sonntag hatte der Sturm Stärke gewonnen und war zum 13. Hurrikan der diesjährigen Saison im Atlantik geworden.

+++ 16.56 Uhr: Hunderte Festnahmen in Belarus bei Protesten gegen Lukaschenko +++

Mit massiver Gewalt sind vermummte Sicherheitskräfte in Belarus (Weißrussland) neuen Protestdemonstrationen gegen Machthaber Alexander Lukaschenko entgegengetreten. In der Hauptstadt Minsk setzten Uniformierte am Sonntag Tränengas und Blendgranaten gegen friedliche Demonstranten ein, wie Videos im Nachrichtenkanal Telegram zeigen. Auf diese Weise lösten sie einzelne Kundgebungen auf. Augenzeugen berichteten zudem von Gummigeschossen. Die Menschenrechtsgruppe Wesna sprach von mehr als 460 Festnahmen. Darunter seien erneut Journalisten gewesen.Seit der Präsidentenwahl am 9. August steckt das Land in einer schweren innenpolitischen Krise. Der 66-jährige Lukaschenko hatte sich mit 80,1 Prozent der Stimmen zum Sieger erklären lassen. Die EU erkennt ihn nicht mehr als Präsidenten an. Die Opposition sieht die Bürgerrechtlerin Swetlana Tichanowskaja als wahre Gewinnerin. Sie floh aus Angst um ihre Sicherheit ins EU-Land Litauen.

+++ 16.25 Uhr: EU-Abgeordneter beendet seinen Hungerstreik für größeren Gemeinschaftshaushalt +++

Der französische Europa-Abgeordnete Pierre Larrouturou hat nach eigenen Angaben seinen Hungerstreik für eine bessere Ausstattung des EU-Gemeinschaftshaushalts beendet. Die Ärzte des Europaparlaments hätten ihm geraten, den 18-tägigen Streik zu beenden, teilte der Sozialist am Samstag im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Er hatte eine "echte" Finanztransaktionssteuer gefordert, damit die EU ihre Aufgaben beim Klimaschutz und in der Gesundheitspolitik erfüllen kann. Der 56-Jährige hat seiner Mitteilung zufolge während des Streiks zehn Kilo abgenommen. Auch nach dem Ende des Streiks gehe "der Kampf mehr als je zuvor weiter", hieß es weiter. Er wiederholte seine Absicht, sich für eine Finanztransaktionssteuer einsetzen zu wollen.

+++ 15.54 Uhr: Geflügelpest in Betrieb in Mecklenburg-Vorpommern festgestellt +++

In einem Legehennenbetrieb in der Nähe von Neubukow in Mecklenburg-Vorpommern ist das Geflügelpestvirus H5N8 nachgewiesen worden. Amtsveterinäre und eine Tierärztin hatten dort Proben entnommen, nachdem der Halter in den vergangenen Tagen Krankheitssymptome und Legedepressionen beobachtet und schließlich tote Tiere gefunden hatte, wie das Agrarministerium am Sonntag in Schwerin mitteilte. Ursprünglich lebten in dem Betrieb rund 3000 Tiere. Dies sei der größte Fall im Bundesland in der bisherigen Saison. Wie viele der Tiere bereits tot sind, war zunächst unklar, ebenfalls der Zeitpunkt, wann die restlichen Tiere getötet werden.

+++ 15.01 Uhr: AfD-Bundestagsabgeordneter Pasemann endgültig aus Partei ausgeschlossen +++

Die AfD hat den Magdeburger Bundestagsabgeordneten Frank Pasemann endgültig aus der Partei ausgeschlossen. Das Bundesschiedsgericht der AfD entschied, Pasemann habe seinen Widerspruch gegen den vom Landesschiedsgericht Sachsen-Anhalt entschiedenen Ausschluss nicht innerhalb der vorgeschriebenen Monatsfrist begründet. Das geht aus dem Beschluss des Bundesschiedsgericht vom Samstag hervor, der AFP am Sonntag vorlag. Das Landesschiedsgericht hatte Pasemann die Mitgliedsrechte im August aberkannt. Der 60-Jährige gilt als Vertreter des vom Verfassungsschutz wegen rechtsextremistischer Bestrebungen beobachteten und inzwischen offiziell aufgelösten "Flügels" der AfD. Laut früheren Medienberichten spielte er auch im Zusammenhang mit dem Verdacht von "schwarzen Kassen" für die Verbuchung von Parteispenden für den "Flügel" um Frontmann Björn Höcke ein Rolle. Dazu kamen Antisemitismusvorwürfe.

+++ 14.38 Uhr: Erdogan fordert Gespräche über Zwei-Staaten-Lösung für Zypern +++

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die Aufnahme von Gesprächen über eine Zwei-Staaten-Lösung für die geteilte Mittelmeerinsel Zypern gefordert. "Heute gibt es in Zypern zwei getrennte Völker, zwei getrennte demokratische Ordnungen und zwei getrennte Staaten", sagte Erdogan am Sonntag bei einem Besuch in der international nicht anerkannten Republik Nordzypern. Deshalb müsse "auf der Grundlage souveräner Gleichheit eine Zwei-Staaten-Lösung besprochen und ausgehandelt werden". Zuvor war Erdogan im Norden der Insel vom dortigen Präsidenten Ersin Tatar empfangen worden. Auf dem Programm stand auch ein Besuch in der einst von Griechisch-Zyprern bewohnten Küstensiedlung Varosha. Der Präsident der Republik Zypern, Nikos Anastasiades, hatte den angekündigten Besuch Erdogans in Varosha zuvor schon verurteilt. Zypern ist seit 1974 nach einem griechischen Putsch und einer türkischen Militärintervention geteilt. 

+++ 14.09 Uhr: Hungriges Kamel beißt Frauen in Österreich +++

Ein hungriges Kamel hat in Österreich zwei Frauen gebissen und eine von ihnen schwer verletzt. Mutter (65) und Tochter (38) wollten am Samstag Tiere aus einem Zirkus füttern, der in Ried im Innkreis in Oberösterreich gestrandet ist, wie die dortige Polizei am Sonntag mitteilte. Sie hatten dazu Säcke mit Karotten dabei. Ein Kamel habe gierig nach dem Gemüse geschnappt, die ältere Frau dabei umgestoßen, und sie am Boden liegend in den Arm gebissen, hieß es. Das Tier biss auch die Tochter, die ihrer Mutter helfen wollte. Die 65-Jährige wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Nach Angaben des Zirkuspersonals hing eigentlich ein Schild am Zaun, dass das Füttern der Tiere verboten sei, wie die Polizei weiter schilderte. Das hätten aber Unbekannte oder die Kamele selbst heruntergerissen.

+++ 13.27 Uhr: Karliczek: Druck muslimischer Schüler auf Lehrer keine Einzelfälle +++

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hat Druck muslimischer Schüler und deren Eltern auf Lehrer beklagt, bestimmte Lehrstoffe auszulassen. "Offenbar sind solche Vorfälle keine Einzelfälle mehr. Hier muss man sehr wachsam sein. Es geht darum, unsere Werte zu schützen und auch unseren Lehrkräften beizustehen", sagte die CDU-Politikerin der "Welt am Sonntag". Die Lehrkräfte bräuchten Rückendeckung und Angebote für eine Fortbildung, wie sie sich in solchen Konflikten verhalten sollten. "Man darf dabei nicht ausschließlich auf die Schüler schauen. Kinder spiegeln nur das wider, was in den Elternhäusern gesagt und erlebt wird." In den Schulen müssten selbstverständlich unsere Werte gelebt werden, und dazu gehöre ganz klar auch der Respekt und die Toleranz gegenüber der Meinung anderer und der Religion von anderen. Zuletzt hatte der Deutsche Lehrerverband von entsprechendem Druck berichtet.

+++ 12.52 Uhr: Konflikt um Berg-Karabach: Armenien bekommt mehr Zeit für Abzug +++

Nach dem Ende aller Kampfhandlungen in Berg-Karabach im Südkaukasus bekommt Armenien mehr Zeit für den Abzug von Truppen. Das teilte ein Berater des aserbaidschanischen Präsidenten, Ilham Aliyev, am Sonntag in der Hauptstadt Baku der aserbaidschanischen Staatsagentur Azertac zufolge mit. Konkret geht es um die Region Kelbecer im Nordwesten von Karabach. Armenische Truppen hätten bis Sonntag von dort abziehen müssen. Das sieht ein Abkommen zwischen beiden Ländern vor, das vor wenigen Tagen unter der Vermittlung Russlands vereinbart worden war. Nun sei die Frist um zehn Tage auf den 25. November verlängert worden.

+++ 12.20 Uhr: Schwesig fordert von Innenminister Caffier Klärung aller Fragen zu Waffenkauf +++

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat ihren Innenminister Lorenz Caffier (CDU) in einem persönlichen Gespräch aufgefordert, alle Fragen zum Kauf einer Jagdwaffe bei einem Händler mit Verbindungen zu einem rechtsextremistischen Netzwerk zu klären. Schwesig habe Caffier gebeten, "den Sachverhalt aufzuarbeiten und im Parlament und in der Öffentlichkeit zu erläutern", teilte die Staatskanzlei in Schwerin mit. Caffier hatte am Freitag erklärt, er habe die Waffe Anfang 2018 gekauft. 

+++ 11.47 Uhr: Deutsche Bahn will an Fernverkehrs-Fahrplan festhalten +++

Die Deutsche Bahn will trotz eines erheblichen Fahrgastrückgangs in der Corona-Krise an ihrem Fahrplan im Fernverkehr festhalten. Bei einer Reduzierung von Netzstrecken würden ganze Regionen und Städte wie Halle, Saarbrücken oder Aachen den Anschluss an den Fernverkehr verlieren, zitierte die "Bild am Sonntag" aus einer internen Bilanz des Konzerns. Einen kompletten Stillstand einzelner Züge kann sich die Bahn zudem laut "BamS" nicht erlauben: Die Hochgeschwindigkeitszüge seien für Dauerbetrieb ausgelegt und müssen kontinuierlich mit Strom und Vollklimatisierung versorgt werden. Schon nach wenigen Tagen ohne vollen Betrieb der Lüftungsanlagen würden die Innenräume durchfeuchten, die Trinkwasserleitungen verkeimen und es käme zu einer Verpilzung der Klima- und Kühlanlagen.

+++ 11.35 Uhr: Viele Festnahmen bei neuen Demonstrationen in Belarus +++

Bei neuen Protesten gegen den Machthaber Alexander Lukaschenko in Belarus (Weißrussland) sind vermummte Sicherheitskräfte gegen Demonstranten vorgegangen. Im Nachrichtenkanal Telegram verbreitete Videos zeigten, wie Uniformierte am Sonntag in der Hauptstadt Minsk Tränengas gegen friedliche Demonstranten einsetzten und so einzelne Kundgebungen auflösten. Zu sehen war, wie Demonstranten vor schwarz gekleideten Uniformierten wegrannten. 

+++ 11.25 Uhr: AfD-Chef Meuthen drohen auf Bundesparteitag Angriffe der Parteirechten +++

AfD-Chef Jörg Meuthen drohen laut einem Medienbericht auf dem Ende November geplanten Bundesparteitag Angriffe ultrarechter AfD-Vertreter. Das Redaktionsnetzwerk Deutschland zitierte am Sonntag aus dem Antragsbuch, dass dort ein gegen Meuthen gerichteter Beschluss gefordert werde. Dort heiße es: "Der Bundesparteitag missbilligt das spalterische Gebaren von Bundessprecher Jörg Meuthen und seinen Parteigängern." Außerdem solle festgestellt werden, dass der Absturz der AfD in der Wählergunst damit zusammenhänge. Der Antrag entspringt dem Bericht zufolge dem Kreisvorstand Freiburg im Breisgau, dem mit Dubravko Mandic einer der schärfsten Kritiker Meuthens aus dem ultrarechten Parteilager angehöre. Mandic hat demnach in extremer Schärfe den Rauswurf des rechtsextremen Brandenburger AfD-Landeschefs Andreas Kalbitz aus der Partei kritisiert, der maßgeblich von Meuthen betrieben wurde.

+++ 10.47 Uhr: Mutmaßlicher Drahtzieher zweier Anschläge in Kabul gefasst +++

Afghanische Sicherheitskräfte haben nach Angaben der Regierung den mutmaßlichen Drahtzieher zweier Anschläge auf Bildungseinrichtungen mit fast 50 Toten gefasst. Der Mann namens Mohammed Adel habe den Angriff auf die Universität Kabul Anfang November sowie die Attacke auf ein Bildungszentrum in der Hauptstadt im Oktober geplant, teilte der afghanische Geheimdienst am Samstag mit. Nach Angaben von Vizepräsident Amrullah Saleh wurde Adel vom Hakkani-Netzwerk angeworben.

+++ 10.35 Uhr: AfD schließt Bundestagsabgeordneten Pasemann aus 

Der Bundestagsabgeordnete Frank Pasemann muss die AfD verlassen. Das geht aus einem Beschluss des Bundesschiedsgerichts der Partei hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Pasemann gehört dem Kreisverband Magdeburg an. Er wird dem vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuften "Flügel" zugerechnet, der sich im Frühjahr formal aufgelöst hatte. Das Landesschiedsgericht der AfD in Sachsen-Anhalt hatte im August entschieden, Pasemann wegen mehrerer Vorwürfe auszuschließen. Daraufhin zog er vor das Bundesschiedsgericht. Dieses hat seinen Antrag nun für unzulässig erklärt, da er nicht innerhalb der geltenden Frist begründet worden sei. Damit behalte die Entscheidung des Landesschiedsgerichts ihre Gültigkeit und sei innerparteilich unanfechtbar. Es steht Pasemann allerdings frei, vor einem ordentlichen Gericht gegen den Rauswurf zu klagen. Das Bundesschiedsgericht der Partei gab ihm in seinem Beschluss noch den Hinweis mit, bereits eine kursorische Prüfung des erstinstanzlichen Urteils habe ergeben, dass auch in der Sache selbst das Bundesschiedsgericht "nicht anders hätte entscheiden können".

+++ 9.55 Uhr: Tigrays Regierung bekennt sich zu Raketenangriffen auf Eritreas Hauptstadt +++

Die in der nordäthiopischen Unruheregion Tigray regierende Volksbefreiungsfront TPLF hat sich am Sonntag zu Raketenangriffen auf die Hauptstadt des Nachbarlands Eritrea bekannt. Der Flughafen von Asmara werde auch von äthiopischen Soldaten genutzt, sagte der TPLF-Anführer Debretsion Gebremichael der Nachrichtenagentur AFP zur Begründung. Seinen Angaben zufolgte starten in Asmara Flugzeuge, um Luftangriffe in Tigray zu fliegen. Damit sei der Flughafen ein "legitimes Ziel", sagte Gebremichael.

+++ 9.42 Uhr: Ein Toter bei Protesten gegen Absetzung von Ex-Präsident Vizcarra in Peru +++

In Peru ist bei Protesten gegen die Absetzung von Ex-Präsident Martín Vizcarra ein Demonstrant getötet worden. Tausende Menschen waren am Samstag in mehreren Städten des südamerikanischen Landes auf die Straße gegangen, um gegen Übergangspräsident Manuel Merino zu protestieren. Bei Protesten in der Hauptstadt Lima wurde nach Behördenangaben ein 25-jähriger Demonstrant bei Zusammenstößen mit der Polizei getötet. Wie das Büro des peruanischen Ombudsmanns mitteilte, hatte der 25-Jährige nach Angaben eines Arztes Verletzungen durch Schrotkugeln am Kopf. Drei weitere Demonstranten wurden demnach verletzt ins Krankenhaus gebracht.

+++ 8.47 Uhr: Nach Raketenangriffen aus Gaza: Armee schießt auf Hamas-Stellungen +++

Nach erneuten Raketenangriffen aus dem Gazastreifen hat die israelische Armee am Sonntag Stellungen der islamistischen Hamas in dem Palästinensergebiet angegriffen. Militante Palästinenser hatten zuvor zwei Raketen auf Israel abgefeuert. In der Küstenstadt Aschdod heulten in der Nacht die Warnsirenen, wie die Armee mitteilte. Das Raketenabwehrsystem Iron Dome sei eingesetzt worden. "Als Reaktion griffen israelische Kampfjets, Kampfhubschrauber und Panzer Militärposten und eine unterirdische Einrichtung der Hamas an", hieß es in der Armeemitteilung. Über Sachschäden oder Verletzte gab es zunächst keine Angaben. 

+++ 8.16 Uhr: Jagdverband: So viele Waschbären erlegt wie noch nie +++

Jäger haben nach Angaben des Deutschen Jagdverbands in der vergangenen Saison so viele Waschbären erlegt wie noch nie. Mit bundesweit 202.000 geschossenen Exemplaren im Zeitraum 1. April 2019 bis 31. März 2020 werde ein Plus von 22 Prozent im Vergleich zur vorigen Saison verzeichnet, teilte der Verband mit. Sprecher Torsten Reinwald sagte der Deutschen Presse-Agentur, Grund sei die zunehmende Ausbreitung der ursprünglich aus Nordamerika stammenden Art in Deutschland. Besonders verbreitet sind die Kleinbären laut Reinwald in einem Band vom Nordosten bis nach Hessen. Allein zwischen 2006 und 2017 habe sich das Verbreitungsgebiet der nachtaktiven Tiere mehr als verdoppelt, betonte Reinwald. 

+++ 7.26 Uhr: China und Asien-Pazifik-Staaten schließen weltgrößten Freihandelspakt +++

Ungeachtet des Handelskonflikts mit den USA hat China mit 14 asiatisch-pazifischen Staaten das größte Freihandelsabkommen der Welt abgeschlossen. Nach achtjährigen Verhandlungen erfolgte die Unterzeichnung am Sonntag zum Abschluss des virtuellen Gipfels der südostasiatischen Staatengemeinschaft Asean in Vietnams Hauptstadt Hanoi. Die "regionale, umfassende Wirtschaftspartnerschaft" oder RCEP, wie der Pakt abgekürzt wird, umfasst 2,2 Milliarden Menschen und rund ein Drittel der weltweiten Wirtschaftsleistung. Das Abkommen verringert Zölle, legt gemeinsame Handelsregeln fest und erleichtert damit auch Lieferketten. Es umfasst Handel, Dienstleistungen, Investitionen, E-Kommerz, Telekommunikation und Urheberrechte. RCEP steht für "Regional Comprehensive Economic Partnership". Neben der zweitgrößten Volkswirtschaft China und den zehn Asean-Staaten Vietnam, Singapur, Indonesien, Malaysia, Thailand, Philippinen, Myanmar, Brunei, Laos und Kambodscha beteiligen sich auch Japan, Australien, Südkorea und Neuseeland. 

+++ 6.15 Uhr: Saudischer Staatsminister: "Wir brauchen keine deutschen Waffen" +++

Der saudische Staatsminister für Auswärtiges, Adel al-Dschubair, hat den deutschen Rüstungsexportstopp für sein Land als "falsch" und "unlogisch" kritisiert. In einem Interview der Deutschen Presse-Agentur machte er aber auch deutlich, dass Saudi-Arabien nicht auf deutsche Rüstungsgüter angewiesen sei: "Wir brauchen keine deutschen Waffen, um unser Militär zu betreiben." Die Bundesregierung entscheidet in den nächsten Wochen darüber, ob das seit 2018 geltende Waffenembargo für Saudi-Arabien über den 31. Dezember hinaus verlängert werden soll.

+++ 5.35 Uhr: Studie: Unternehmen in Krise digitaler geworden +++

Die Corona-Pandemie treibt die Digitalisierung der Unternehmen in Deutschland einer Studie zufolge voran. Bei einer Umfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) berichteten 40 Prozent der Firmen aus der Informationswirtschaft und 25 Prozent der Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe von Fortschritten bei der Digitalisierung der Angebotspalette, ihrer Geschäftsprozesse oder der Arbeit ihrer Mitarbeiter. "Vor allem die Arbeit der Beschäftigten gestaltet sich in vielen Unternehmen sichtbar digitaler als vor der Krise", sagte ZEW-Experte Daniel Erdsiek. Grund dafür dürfte vor allem die Verlagerung der Arbeit vom Büro ins Homeoffice sein.

+++ 1.28 Uhr: Altmaier für Unterricht in geschlossenen Gaststätten und Hotels +++

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat Schulunterricht in geschlossenen Gaststätten und Hotels vorgeschlagen, um die Abstandsregeln besser einhalten zu können. Er würde sich wünschen, "dass die physischen Möglichkeiten der Kommunen noch besser ausgeschöpft werden", sagte der CDU-Politiker der "Bild am Sonntag". "In Klassenräumen ist es oft schwer, den ausreichenden Abstand einzuhalten", begründete Altmaier seinen Vorstoß. "Ich würde es begrüßen, wenn der Unterricht deshalb auch zum Beispiel in Gemeindezentren, Kulturhäusern oder in den ungenutzten Räumen von Gaststätten und Hotels stattfinden würde."

+++ 0.15 Uhr: Kirchen rechnen mit mehr als einer Milliarde weniger Kirchensteuer  +++

Wegen der Corona-Pandemie rechnen die großen Kirchen in Deutschland einem Medienbericht zufolge mit deutlich sinkenden Steuereinnahmen. Diese könnten um mehr als eine Milliarde Euro zurückgehen, berichtet die "Welt am Sonntag" nach einer Umfrage. Das wäre ein Minus von rund acht Prozent und damit doppelt so viel wie in der Finanzkrise 2009. Die Kirchensteuereinnahmen lägen demnach 2020 bei 11,69 Milliarden Euro, nach 12,71 Milliarden im Vorjahr. 2019 entfielen 6,76 Milliarden Euro auf die Katholische Kirche und 5,95 Milliarden Euro auf die Evangelische Kirche. "Derzeit gehen wir für die Evangelische Kirche in Deutschland von einem Rückgang der Kirchensteuereinnahmen in einer Höhe von acht bis elf Prozent aus", sagte Carsten Simmer, Leiter der Finanzabteilung der Evangelischen Kirche in Deutschland, der "Welt am Sonntag". Die katholischen Bistümer sprechen von Rückgängen zwischen 4 und 13 Prozent.
Nachrichten von Samstag, 14. November:

+++ 17.32 Uhr: Gewalt in Belarus: Tichanowskaja fordert Sanktionen gegen Unternehmen +++

Nach dem Tod eines 31 Jahre alten Mannes in Belarus (Weißrussland) fordert die Bürgerrechtlerin Swetlana Tichanowskaja Sanktionen der EU auch gegen Unternehmen, die den Machthaber Alexander Lukaschenko unterstützen. Das sollte in Betracht gezogen werden, schrieb die 38-Jährige am Samstag im Nachrichtenkanal Telegram. Zudem sollten weitere Unterstützer des Staatschefs mit Strafmaßnahmen belegt werden. Die EU hat bereits Sanktionen gegen etliche Personen aus dem Machtapparat erlassen, auch gegen Lukaschenko selbst. In Belarus erinnerten am Samstag erneut viele Menschen an den gestorbenen 31-Jährigen, der von der Demokratiebewegung als Held verehrt wird. Bondarenko soll am Mittwoch überfallen worden sein. Einen Tag später starb er an seinen schweren Verletzungen. Die genauen Umstände sind bislang noch unklar.

+++ 16.46 Uhr: Vogelgrippe bei Wildvögeln in Belgien nachgewiesen +++

Die Vogelgrippe ist auch bei Wildvögeln in Belgien festgestellt worden. Das H5N8-Virus sei bei drei getesteten Wildvögeln in einem Vogelschutzgebiet im Norden des Landes nachgewiesen worden, teilte die staatliche Lebensmittelbehörde am Samstag mit. Demnach riefen die Behörden alle Geflügelhalter auf, ihrer Tiere einzusperren. Die Positivtests der drei Wildvögel seien zuvor vom belgischen Gesundheitsamt bestätigt worden. Infolgedessen müssten ab Sonntag  neben Geflügelbetrieben auch private Vogelhalter ihre Tiere "einsperren oder abschirmen", erklärte die Lebensmittelbehörde. In Belgien hat die Taubenzucht eine lange Tradition.

+++ 15.55 Uhr: Mitglieder des Wirecard-Untersuchungsausschusses pochen auf persönliche Befragung +++

Mitglieder des Wirecard-Untersuchungsausschusses des Bundestags bestehen auf einer persönlichen Befragung früherer Topmanager des insolventen Finanzdienstleisters. Das Gesetz sehe die Vernehmung des persönlich anwesenden Zeugen als Regelfall vor, und das aus guten Gründen, heißt es in einem gemeinsamen Statement von FDP, Linken und Grünen vom Samstag. Die Staatsanwaltschaft München I befürwortet dagegen aus Sicherheitsgründen eine Videoschalte, Anwälte eines Zeugen drohen gar mit einer Klage gegen eine Vorladung nach Berlin. Der parlamentarische Untersuchungsausschuss kommt am Donnerstag zusammen, angehört werden sollen der ehemalige Wirecard-Chef Markus Braun sowie die ehemaligen Manager Stephan Freiherr von Erffa und Oliver Bellenhaus. Sie sitzen alle getrennt voneinander in Bayern in Haft. 

+++ 15.02 Uhr: Nasa verschiebt zweiten Flug des Raumschiffs "Crew Dragon" +++

Die Nasa hat den zweiten bemannten Start des von dem privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX entwickelten Raumschiffs "Crew Dragon" verschoben. Statt in der Nacht zu Sonntag soll die Kapsel nun am frühen Montagmorgen (1.27 Uhr MEZ) vier Astronauten zur Internationalen Raumstation ISS fliegen, wie der Chef der US-Weltraumbehörde, Jim Bridenstine, auf Twitter mitteilte. Als Grund nannte Bridenstine zu starke Winde. Die "Crew Dragon" soll mit Hilfe einer "Falcon 9"-Rakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida abheben und einige Stunden später an der ISS andocken. Die Nasa-Astronauten Michael Hopkins, Victor Glover und Shannon Walker sowie der japanische Astronaut Soichi Noguchi sollen sechs Monate an Bord der Raumstation bleiben. Dort befinden sich derzeit bereits die Nasa-Astronautin Kate Rubins sowie ihre russischen Kollegen Sergej Ryschikow und Sergej Kud-Swertschkow.

+++ 14.43 Uhr: Söder warnt Union: Bundestagswahl wird "Wimpernschlagfinale +++

CSU-Chef Markus Söder hat die Union auf einen harten Kampf um Platz eins bei der Bundestagswahl 2021 eingestimmt. "Es wird ein Wimpernschlagfinale geben", sagte Söder am Samstag in einer Rede bei einer Internet-Landesversammlung der bayerischen Jungen Union. "Es wird um die Frage gehen, wer führt: Schwarz oder Grün?"

Söder warnte deshalb eindringlich vor voreiligen Spekulationen über eine Koalition der Union mit den Grünen. "Es kann sehr schnell gehen, dass diejenigen, die Schwarz-Grün gut finden, am Ende dann mit was landen: Grün-Rot-Rot." Es gehe bei der nächsten Bundestagswahl um "Leitentscheidungen" für lange Zeit, betonte der CSU-Vorsitzende.

+++ 14.01 Uhr: Stoch will Wahl zur Abstimmung über gebührenfreie Kitas machen +++

Nach monatelanger Debatte um gebührenfreie Kitas will SPD in Baden-Württemberg die Landtagswahl im kommenden März auch zu einer Abstimmung über gebührenfreie Kindertagesstätten machen. Die Bildungschancen eines Kindes müssten unabhängig davon sein, wie viel Geld die Eltern haben, sagte der Landesvorsitzende Andreas Stoch am Samstag auf dem digitalen Parteitag der Südwest-SPD. Bildung sei der zentrale Schlüssel für gesellschaftliche Teilhabe. Vor dem Landesverfassungsgericht war die Partei im Mai mit ihrem Wunsch nach einem Volksbegehren für gebührenfreie Kitas gescheitert. 

+++ 13.45 Uhr: Archäologen finden nahe Kairo erneut Dutzende altägyptische Särge +++

In der Totenstadt Sakkara bei Kairo haben Archäologen erneut Dutzende gut erhaltene Sarkophage aus altägyptischer Zeit entdeckt. Insgesamt handele es sich um mehr als 100 Särge, die geschlossen gewesen seien, sagte der ägyptische Antikenminister Chalid al-Anani am Samstag. Zu dem Fund zählten auch rund 40 Statuen.

Dem Minister zufolge stammen die Särge aus der Spätzeit des Alten Ägypten vor rund 2500 Jahren und der nachfolgenden ptolemäischen Zeit. Ägypten hatte in diesem Jahr bereits zweimal spektakuläre Funde in Sakkara bekannt gegeben. So berichtete Al-Anani Anfang Oktober über den Fund von insgesamt 59 Särgen in sehr gutem Zustand, die ebenfalls seit etwa 2500 Jahren verschlossen gewesen waren. 

+++ 12.55 Uhr: Umfragewerte für Regierungsparteien auch im Teil-Lockdown stabil +++

Auch im Corona-Teil-Lockdown bleiben die Zustimmungswerte für die Regierungsparteien laut einer Umfrage stabil. Wenn der Bundestag jetzt neu gewählt würde, könnte die Union mit 36 Prozent der Stimmen rechnen, wie die am Samstag veröffentlichte Erhebung des Meinungsforschungsinstitutes Forsa für das RTL/ntv-"Trendbarometer" ergab. Die SPD läge demnach bei 15 Prozent. Die Grünen könnten mit 19 Prozent rechnen, die AfD mit 10 Prozent, die Linke mit 8 Prozent. Die FDP müsste mit 5 Prozent um den Einzug ins Parlament bangen.

+++ 12.35 Uhr: Teure Krebsmedikamente in Italien gestohlen - Verdächtige gefasst +++

Die italienische Polizei hat zwei Verdächtige festgenommen, die Medikamente im Wert von mehr als einer Million Euro gestohlen haben sollen. Die Tat soll sich im Februar 2019 in einem Krankenhaus im süditalienischen Avellino, etwa 50 Kilometer östlich der Großstadt Neapel, ereignet haben, teilte die Polizei am Samstag mit. Es handle sich um Krebsmedikamente, die die beiden aus der Krankenhaus-Apotheke gestohlen haben sollen. Der Wert der gestohlenen Arzneimittel liege bei etwa 1,3 Million Euro. Die Ermittler waren den Verdächtigen nach eigenen Angaben über Fingerabdrücke auf Plastiktüten in der Apotheke und Blutspuren an einem zerschlagenen Fenster auf die Spur gekommen. Die Ausführung der Tat habe auf Diebe mit Erfahrung hingedeutet. Zwei Tage vor der Tat hätten sie die Örtlichkeiten ausbaldowert. Nach Einschätzung der Polizei hatten die Täter bereits einen Hehler, um die Ware im Ausland zu verkaufen.

+++ 11.58 Uhr: Armenien und Aserbaidschan übergeben getötete Soldaten +++

Nach der Ankunft russischer Friedenstruppen in der Konfliktregion Berg-Karabach im Südkaukasus hat Aserbaidschan mehrere getötete Soldaten an Armenien übergeben. Dabei handele es sich um Streitkräfte, die bei den Kämpfen um die von Aserbaidschan zurückeroberte Stadt Schuscha ums Leben gekommen waren, teilte das aserbaidschanische Verteidigungsministerium am Samstag in der Hauptstadt Baku mit. Eine Zahl wurde zunächst nicht genannt. Im Gegenzug habe Armenien sechs getötete Soldaten an Aserbaidschan übergeben. Der Austausch von Leichen war zu Wochenbeginn in einem Abkommen über ein Ende aller Kampfhandlungen vereinbart worden.

+++ 11.28 Uhr: Open-Arms"-Rettungsschiff mit Migranten erreicht Küste Italiens +++

Das Schiff der Hilfsorganisation Open Arms hat mit rund 250 aus Seenot geretteten Menschen an Bord die italienische Küste erreicht. Die Menschen würden auf ein Schiff vor der Westküste der italienischen Insel Sizilien gebracht, wo sie zunächst in Quarantäne blieben, teilte die Organisation am Samstag mit. Die Geflüchteten seien bei insgesamt drei Rettungsaktionen am Dienstag und Mittwoch aufgenommen worden. Die Retter der spanischen Organisation hatten unter anderem bei einer Aktion am Mittwoch mehr als 110 Migranten vor Libyen aus Seenot geborgen. Wie Open Arms am Donnerstag mitteilte, zog die Mannschaft bei dem Einsatz fünf Menschen bereits tot aus dem Wasser. Ein Baby, das wenig später starb, erhöhte die Zahl der Toten auf sechs. 

+++ 11.02 Uhr: 600 Kilo Kokain in Rotterdamer Wohnungen entdeckt +++

Drogenfahnder haben in zwei Wohnungen in Rotterdam insgesamt 600 Kilogramm Kokain entdeckt. Der Straßenverkaufswert sei auf 18 bis 24 Millionen Euro geschätzt worden, berichtete die niederländische Nachrichtenagentur ANP am Samstag. Die Ermittler hatten zuvor beobachtet, wie immer wieder Männer mit großen Taschen in den Wohnungen ein und aus gingen. Durch die Verfolgung eines verdächtig wirkenden Autos gelangten die Fahnder zu einer dritten Wohnung, wo sie eine Frau und einen Mann beim Zählen von Bargeld ertappten, das mutmaßlich aus dem illegalen Drogenhandel stammte. Fast zwei Millionen Euro wurden beschlagnahmt. Vier Tatverdächtige wurden bei den Einsätzen in der zurückliegenden Woche festgenommen, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Das Kokain sei inzwischen vernichtet worden.

+++ 10.56 Uhr: Dutzende Migranten auf Zypern angekommen +++

Dutzende Migranten haben aus der türkischen Mittelmeerküste zum EU-Mitglied Zypern übergesetzt. Wie das Nachrichtenportal der größten zyprischen Zeitung "Phileleftheros" am Samstag berichtete, seien in der Nacht an Bord eines Bootes 24 Migranten im Nordosten der Insel angekommen. Unter ihnen seien auch fünf Kinder. Wie der staatliche Nachrichtensender RIK-3 berichtete, stammen alle diese Menschen aus Syrien. Fast täglich kommen auf Zypern kleinere Gruppen von Migranten aus der Türkei, Syrien und dem Libanon an. Bereits am Donnerstag hatten 18 Migranten von der Türkei nach Zypern übergesetzt.

+++ 10.03 Uhr: Taifun auf den Philippinen: Zahl der Toten steigt auf 53 +++

Die Zahl der Toten durch Taifun "Vamco" auf den Philippinen ist auf mindestens 53 gestiegen. Weitere 22 würden nach Überflutungen und Erdrutschen noch vermisst, teilten die Behörden am Samstag mit. Der Tropensturm hatte am Mittwoch und Donnerstag zu den schwersten Überschwemmungen rund um die Hauptstadt Manila seit Jahren geführt. Mehr als eine Million Menschen auf der Hauptinsel Luzon waren ohne Strom, 400 000 mussten ihre Häuser verlassen. Mittlerweile ist der Taifun abgeschwächt und hat die Philippinen verlassen. "Vamco" war der 21. Tropensturm, der den Inselstaat in diesem Jahr getroffen hat und der fünfte innerhalb eines Monats. Viele Menschen hatten noch mit den Folgen der vorangegangenen Stürme zu kämpfen, als der neue Taifun über das Land fegte.

+++ 9.26 Uhr: Iran weist Bericht über Tötung von Al-Kaida-Vize in Teheran zurück +++

Die iranische Regierung hat einen US-Zeitungsbericht zurückgewiesen, wonach der stellvertretende Al-Kaida-Chef Abu Muhammad al-Masri bei einem israelischen Geheimdiensteinsatz in Teheran getötet wurde. Es handele sich um eine "erfundene" Geschichte, erklärte Außenministeriumssprecher Sajid Chatibsadeh am Samstag. Indem sie "erfundene Informationen an die Medien weitergeben", versuchten Irans Feinde USA und Israel , dem Iran die Verantwortung für die "kriminellen Taten" von Al-Kaida und anderen Terrorgruppen in die Schuhe zu schieben, erklärte der Sprecher. Die "New York Times" hatte zuvor unter Berufung auf Geheimdienstbeamte berichtet, der stellvertretende Al-Kaida-Chef sei im August von zwei israelischen Agenten in Teheran erschossen worden.

+++ 9.08 Uhr: Homeoffice laut Unternehmensumfrage nicht gut für Produktivität +++

Deutschlands Firmen sehen einer neuen Umfrage zufolge das Homeoffice weit weniger positiv als viele Arbeitnehmer. Demnach bemerkt nur eine kleine Minderheit von 5,7 Prozent der Unternehmen eine Steigerung der Produktivität beim mobilen Arbeiten. Dagegen meldeten 30,4 Prozent der Firmen unveränderte und 27 Prozent sogar gesunkene Produktivität ihrer Belegschaften. Das Münchner Ifo-Institut befragte im Auftrag der Stiftung Familienunternehmen im Oktober dazu 1097 Unternehmen.

+++ 8.12 Uhr: Branche warnt: 446 000 Solaranlagen könnten bis 2030 vom Netz müssen +++

Im Zuge der Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes warnt die Solarbranche vor dem vorzeitigen Aus für Solaranlagen, die nach 20 Jahren aus der Ökostrom-Förderung fallen. Bis 2030 könnten einer Kurzstudie im Auftrag des Branchenverbands BSW zufolge bis zu 446 000 noch funktionsfähigen Solarstromanlagen mit einer Gesamtleistung von 3,37 Gigawatt in Deutschland stillgelegt werden. Die Studie liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. 

+++ 6.17 Uhr: Ex-Präsident Vizcarra darf Peru nicht verlassen +++

Nach seiner Absetzung durch das Parlament darf Perus Ex-Präsident Martín Vizcarra das Land in den nächsten 18 Monaten nicht verlassen. Ein Gericht verhängte am Freitag auf Antrag der Staatsanwaltschaft, die wegen Korruption gegen Vizcarra ermittelt, ein Ausreiseverbot. Das Parlament hatte den 57-Jährigen am Montag nach zweieinhalbjähriger Amtszeit wegen der Korruptionsvorwürfe abgesetzt. Vizcarra weist die Vorwürfe zurück. Tausende Menschen waren am Donnerstag in mehreren Städten Perus auf die Straße gegangen, um gegen Vizcarras Entmachtung zu protestieren. Dabei kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Polizisten und Protestierenden. 14 Menschen wurden verletzt, zwei von ihnen schwer

+++ 4.34 Uhr: Arbeitsminister Heil kommt Union bei Homeoffice-Gesetz entgegen +++

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will im Streit um ein Recht auf Homeoffice einen Schritt auf die CDU/CSU zugehen. "Da die Union bei dieser Frage offensichtlich noch nicht im Jahre 2020 angekommen ist, bin ich bereit, den Anspruch auf 24 Tage Homeoffice im Jahr zurückzustellen", sagte Heil dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Samstag). "Mein Vorschlag ist: Lasst uns jetzt zumindest gemeinsam einen modernen Rahmen für mobile Arbeit beschließen. Es geht mir darum, dass wir weiterkommen", sagte Heil.

+++ 2.38 Uhr: Beethoven-Brief in den USA für 275.000 Dollar versteigert +++

Ein Brief des Komponisten Ludwig van Beethoven (1770-1827) ist in den USA für 275 000 Dollar (rund 230 000 Euro) versteigert worden - und hat damit mehr als viermal so viel eingebracht wie vom Auktionshaus zuvor erwartet. Es handele sich um einen der höchsten Preise, die in den vergangenen Jahren für ein Schriftstück des in Bonn geborenen Komponisten erzielt wurden, teilte das Auktionshaus Heritage Auctions am Freitag (Ortszeit) im texanischen Dallas mit. Im Vorfeld der Versteigerung sei mit einem Preis von 60.000 Dollar gerechnet worden. "Das war eine totale Überraschung, weil es darüber hinaus geht, was seine Briefe normalerweise einbringen", sagte Sandra Palomino, bei Heritage Auctions zuständig für seltene Manuskripte. "Beethoven kommt nur selten auf den Markt, aber das hier hat die Menschen mitgerissen, weil er darin über seine Musik spricht." Beethoven gilt als einer der bedeutendsten klassischen Komponisten der Musikgeschichte.

Ein Brief des Komponisten Ludwig van Beethoven
Dieser Brief des Komponisten Ludwig van Beethoven ist in den USA für 275.000 Dollar (rund 230.000 Euro) versteigert worden 
© Heritage Auctions / DPA

+++ 1.12 Uhr: SPD-Politiker Grötsch: Bei Terroristen alle rechtlichen Mittel nutzen +++

Der SPD-Innenpolitiker Uli Grötsch plädiert für eine konsequente Antwort des Rechtsstaats auf Terrorismus. "Selbstverständlich muss bei Terroristen die gesamte Bandbreite unseres Strafgesetzbuches ausgeschöpft werden, um Gefahren für die Allgemeinheit abzuwenden", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Vorausgegangen war eine Diskussion um die Sicherungsverwahrung für verurteilte Terroristen. Die Union will eine Ausweitung der Möglichkeiten dafür prüfen. Zuvor hatte Österreichs Regierung umfangreiche Gesetzespläne im Anti-Terror-Kampf vorgestellt. Kanzler Sebastian Kurz sagte: "Wenn ein geistig abnormer Rechtsbrecher ein Leben lang weggesperrt werden kann, weil er eine Gefahr ist, dann kann auch ein Terrorist, der eine Gefahr darstellt, ein Leben lang weggesperrt werden." 

jek DPA AFP

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