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+++ Ticker +++

News am Wochenende: Schon wieder Mahnmal für NSU-Opfer in Zwickau zerstört

Mann schießt auf Bar-Besucher in den USA +++ Neuer AfD-Chef in NRW +++ Seehofer hat Flugzeugpanne in Athen +++ Klimaaktivisten besetzen Einkaufszentrum in Paris +++ Die News vom Wochenende im stern-Ticker.

Versuchte Vergewaltigung in Kleve: Eine Polizei-Sirene (Symbolbild)

Die Bank zum Gedenken der NSU-Opfer war laut Polizei erst am Freitag aufgestellt worden

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Mann schießt auf Bar-Besucher in den USA - Vier Tote (12.50 Uhr)
  • Neuer AfD-Chef in NRW gewählt (12.06 Uhr)
  • Seehofer hat Flugzeugpanne in Athen (8.00 Uhr)
  • Klimaaktivisten besetzen Einkaufszentrum (6.54 Uhr)
  • Nordkorea: Jüngste Atomgespräche mit den USA in Stockholm gescheitert (19.54 Uhr)

Die News vom Wochenende im stern-Ticker:

+++ 18.15 Uhr: Tausende Franzosen demonstrieren gegen künstliche Befruchtung für alle +++

Tausende Franzosen sind gegen ein neues Gesetz auf die Straße gegangen, das künftig auch Lesben und alleinstehenden Frauen den Weg zu einer künstlichen Befruchtung ebnen soll. Mit Fahnen mit der Aufschrift "Freiheit, Gleichheit, Vaterschaft" marschierten die Demonstranten durch Paris. Die Behörden rechneten mit etwa 10.000 bis 20.000 Teilnehmern, deutlich weniger als bei den Großdemonstrationen gegen die Einführung der Homo-Ehe vor sieben Jahren, als Hunderttausende auf die Straße gingen.

+++ 17.22 Uhr: Gedenkbank für NSU-Mordopfer in Zwickau beschädigt +++

In Zwickau ist erneut ein Mahnmal für die Opfer der rechtsextremen Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" beschädigt worden. Wie die Polizei mitteilte, wurde eine erst am Freitag aufgestellte Holzbank mit einer Inschrift zum Gedenken an die NSU-Opfer zerstört. Die Tat ereignete sich in der Nacht zum Sonntag. Der Staatsschutz hat nach Angaben der Polizeidirektion Zwickau die Ermittlungen übernommen. Erst am Freitag wurde in Zwickau ein zum Gedenken an ein Mordopfer des NSU gepflanzter Baum von Unbekannten abgesägt. Die Eiche sollte an das erste NSU-Opfer Enver Simsek erinnern. 

+++ 16.45 Uhr: Dutzende Moskauer bei Mahnwache gegen politische Unterdrückung +++

In der russischen Hauptstadt sind mehr als 100 Menschen zu einer Mahnwache gegen politische Unterdrückung zusammengekommen. Nahe der Zentrale des russischen Geheimdienstes FSB stellten sich einzelne Menschen für einen stillen Protest auf und hielten Bilder von Verwandten hoch, die zu Sowjet-Zeiten aufgrund ihrer politischen Einstellung eingesperrt wurden. Mit der Aktion wolle man vor allem festgenommene Demonstranten der Moskauer Proteste im Sommer unterstützen, wie der Radiosender Echo Moskwy berichtete. Auch Maria Aljochina, prominentes Mitglied der Polit-Punkband Pussy Riot, nahm an der Aktion teil.

+++ 16.01 Uhr: Strafanzeigen nach Polizeieinsatz in Berliner NPD-Zentrale +++

Der Berliner Staatsschutz ermittelt wegen einer Feier mit volksverhetzender Musik und "Sieg-Heil"-Rufen gegen die rechtsextreme NPD. Nach einem Einsatz am Samstagabend in der Parteizentrale in Berlin-Köpenick hätten Beamte Strafanzeigen wegen des Verdachts auf Volksverhetzung, auf das Verwenden verfassungsfeindlicher Symbole und auf einen Verstoß gegen das Versammlungsgesetz erstattet, teilte die Polizei mit. Anwohner hätten die Beamten alarmiert, weil sie laute Live-Musik mit hetzerischen Inhalten gehört hatten.

+++ 15.59 Uhr: Zweiter Tippgeber zu Ukraine-Affäre aus Geheimdienstkreisen +++

In der für US-Präsident Donald Trump gefährlichen Ukraine-Affäre gibt es einem Medienbericht zufolge einen zweiten Tippgeber aus Geheimdienstkreisen. Die Person wisse aus erster Hand über einige der Vorgänge Bescheid und habe bereits mit dem Chef der internen Kontrollbehörde der Geheimdienste gesprochen, sagte der Anwalt der beiden Whistleblower, Mark Zaid, dem Fernsehsender ABC. Zuvor hatte die "New York Times" am Freitag berichtet, dass ein zweiter Beamter das Einreichen einer formellen Beschwerde beim Generalinspekteur der Geheimdienste erwäge. Trump schrieb am Samstagabend (Ortszeit), jetzt käme aus der ihm feindlich gesinnten Bürokratie offenbar ein weiterer Whistleblower "mit Informationen aus zweiter Hand". Auf Twitter schrieb er: "Sollen sie nur kommen!"

+++ 15.57 Uhr: Türkei vor Offensive in Syrien +++

Nach der Ankündigung einer baldigen militärischen Offensive gegen kurdische Milizen in Nordsyrien hat die Türkei an der Grenze zum Nachbarland Waffen und Truppen bewegt. Die Nachrichtenagentur DHA berichte am Sonntag, dass Soldaten im südosttürkischen Grenzort Akcakale Panzer und Artilleriegeschütze aufstellten. Die Waffen seien auf den gegenüberliegenden syrischen Ort Tel Abyad gerichtet worden.

Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete in der Nacht auf Sonntag von neun Transportern mit Militärfahrzeugen sowie einem Bus mit Soldaten, die Akcakale erreicht hätten. Sie seien aus der Provinzhauptstadt Sanliurfa gekommen. Dort hatte die Türkei im März ein Kommandozentrum für die lang geplante Offensive eingeweiht.

+++ 12.50 Uhr: Mann schießt auf Bar-Besucher in den USA - vier Tote ++

Kansas City: In der Stadt im Mittleren Westen der USA hat ein Mann in einer Bar am frühen Sonntagmorgen um sich geschossen und dabei vier Menschen getötet. Fünf weitere seien verletzt worden, teilte die örtliche Polizei mit. Nach Angaben von US-Medien hatte der Mann die Bar in der Stadt im Bundesstaat Kansas betreten und daraufhin das Feuer eröffnet. Der Schütze sei noch nicht gefasst, berichtete der Sender CNN unter Berufung auf die Polizei. Details zum Täter und einem Motiv waren noch unklar.

+++ 12.06 Uhr: Ex-Bundeswehroberst wird AfD-Chef in NRW +++

Bei der Wahl des AfD-Landeschefs in Nordrhein-Westfalen hat sich das gemäßigte Lager gegen den rechtsnationalen Flügel durchgesetzt. Zum neuen Vorsitzenden bestimmten die Delegierten eines außerordentlichen Landesparteitags am Samstag in Kalkar den Bundestagsabgeordneten Rüdiger Lucassen. Mit mehr als 59 Prozent gewann der 68-jährige ehemalige Bundeswehroberst gegen den bisherigen Parteichef Thomas Röckemann. Ein dritter, weitgehend unbekannter Kandidat aus dem Kreisverband Wesel erhielt nur zwei Stimmen.

In der NRW-AfD wird seit Monaten ein erbitterter Richtungsstreit ausgefochten. Der unterlegene 54-jährige Mindener Landtagsabgeordnete Röckemann gilt als Sympathisant der rechtsnationalen AfD-Bündnisses "Der Flügel" um den Thüringer Fraktionschef Björn Höcke, weist das aber zurück. "Ich sehe mich als Parteifreund, der graswurzelbewegt ist", sagte er der Deutschen Presse-Agentur am Rande des Parteitags. Er vertrete jedes Parteimitglied. "Wir haben keine Extremisten in unserer Partei."

+++ 11.45 Uhr: Polizei in Hongkong setzt Tränengas und Gummigeschosse gegen Demonstranten ein +++

Mit Tränengas und Gummigeschossen ist die Polizei am Sonntag gegen Demonstranten in Hongkong vorgegangen. Trotz zeitweise heftigen Regens hatten wieder Zehntausende gegen die Regierung demonstriert. Mehrere ungenehmigte Protestmärsche gab es im Finanzbezirk in der Innenstadt sowie auf der Halbinsel Kowloon und in anderen Stadtbezirken. 

Erst verlief alles friedlich, doch gab es anschließend neue Ausschreitungen. Radikale Demonstranten bauten Straßenbarrikaden. Auch wurden Paletten oder Pappen auf der Straße in Brand gesetzt. Aus Protest gegen das Vermummungsverbot, zum Schutz gegen Tränengas und aus Angst vor einer Identifizierung trugen viele Gesichtsmasken.

+++ 8.00 Uhr: Seehofer hing wegen Flugpanne in Athen fest +++

Wegen einer erneuten Panne bei der Flugbereitschaft des Bundesverteidigungsministeriums hat sich die Rückreise von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) aus Griechenland verzögert. Wie die "Bild am Sonntag" berichtete, war der Boardcomputer des Regierungs-Airbus A319 defekt, so dass Seehofer drei Stunden in Athen fest saß. Seehofer war am Freitag zu Gesprächen über die Flüchtlingspolitik in Griechenland. Am Donnerstag hatte er die Türkei besucht.

Der griechische EU-Kommissar für Migration, Dimitris Avramopoulos, der mit Seehofer zu den Gesprächen nach Athen gereist war, lud den gestrandeten Innenminister laut "BamS" spontan zum Fischessen in eine Taverne ein. "Die Flugzeugpanne war ärgerlich", sagte Seehofer dem Blatt. "Aber so konnte der Tag in sehr freundschaftlicher Atmosphäre beendet werden."

Im Zuge seines Besuches warnte Seehofer vor steigenden Flüchtlingszahlen. "Wir müssen unseren europäischen Partner bei den Kontrollen an den EU-Außengrenzen mehr helfen. Wir haben sie zu lange alleine gelassen", sagte Seehofer der "Bild am Sonntag". "Wenn wir das nicht machen, werden wir eine Flüchtlingswelle wie 2015 erleben - vielleicht sogar noch eine größere als vor vier Jahren."

+++ 6.54 Uhr: Klimaaktivisten besetzen Einkaufszentrum in Paris +++

Vor Beginn der weltweiten Protestaktionen des Klimaaktionsbündnisses Extinction Rebellion haben hunderte Aktivisten vorübergehend ein Pariser Einkaufszentrum besetzt. Die Umweltschützer räumten das Zentrum "Italie 2" im Südosten der französischen Hauptstadt freiwillig nach rund 18 Stunden am frühen Sonntagmorgen. Zuvor hatten sie sich Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert, die Tränengas gegen die Aktivisten einsetzte.    

Die Besetzung durch Anhänger von Extinction Rebellion hatte am Samstagvormittag begonnen. Aktivisten entrollten in dem Gebäude Banner mit Aufschriften wie "Verbrennt den Kapitalismus, nicht Öl". Sie hatten sich das Einkaufszentrum mit seinen 130 Läden nach eigenen Angaben ausgesucht, da dieses ein "Symbol des Kapitalismus" sei. Weitere Gruppierungen schlossen sich der Protestaktion an, darunter Anhänger der "Gelbwesten"-Bewegung.

Nachrichten vom Samstag, 5. Oktober

+++ 19.54 Uhr: Nordkorea: Jüngste Atomgespräche mit den USA in Stockholm gescheitert +++

Die jüngste Runde der Atomgespräche zwischen Nordkorea und den USA ist nach Angaben des nordkoreanischen Verhandlungsführers gescheitert. Schuld seien die USA, sagte Unterhändler Kim Myong Gil in Stockholm. Die Gespräche hätten die "Erwartungen" Pjöngjangs nicht erfüllt und keinerlei Fortschritte gebracht.

+++ 19.45 Uhr: Unbekannte töten acht Menschen nahe Nationalpark in Ruanda +++

In der Nähe eines Nationalparks im ostafrikanischen Ruanda haben bewaffnete Unbekannte acht Menschen getötet. 18 weitere Menschen seien bei dem Angriff auf das Dorf Kinigi verletzt worden, teilte ein Sprecher der Polizei, John Bosco Kabera, mit. Die Angreifer hätten Schusswaffen sowie traditionelle Waffen benutzt, hieß es. Weitere Informationen zu dem Vorfall und der Herkunft der Opfer teilte die Polizei zunächst nicht mit. 

Zu dem Vorfall war es Freitagnacht in der Nähe des Vulkan-Nationalparks gekommen. Wer hinter der Attacke steckte, war zunächst unklar. Ruanda ist weitgehend friedlich, allerdings liegt der Park nahe der Grenze zum Ost-Kongo, wo etliche Milizen aktiv sind. Sie kämpfen vor allem um Kontrolle der Bodenschätze dort. Die Lage sei unter Kontrolle, teilte die ruandische Entwicklungsbehörde (RDB) mit. 

+++ 17.49 Uhr: Private Briefe von Hollywoodstar Greta Garbo kommen unter den Hammer +++

Sie war vor allem für die Filme "Queen Christina" und "Grand Hotel" bekannt - und für den Satz "I want to be alone", zu Deutsch "Ich will alleine sein". Nun zeigen 65 private Briefe, wie einsam sich die 1990 verstorbene schwedisch-amerikanische Schauspielerin Greta Garbo in ihrem Leben wohl tatsächlich fühlte. Das New Yorker Auktionshaus Swann Galleries will die Nachrichten, die Garbo an ihre Freundin schrieb, die österreichische Schauspielerin Salka Viertel, in der kommenden Woche versteigern. Swann Galleries erwartet einen Erlös zwischen 40.000 und 60.000 Dollar (36.000 bis 55.000 Euro).

Garbo verschickte die Briefe zwischen 1932 und 1973. Sie gehe nicht aus und treffe sich mit niemandem, schrieb sie nach Angaben von Swann Galleries in einer der Nachrichten. Es sei hart und traurig, alleine zu sein. Aber manchmal sei es noch schwieriger, mit jemandem zusammen zu sein. Garbo verfasste die Briefe mit Bleistift und in deutscher Sprache.

+++ 16.55 Uhr: Angreifer von Paris war Anhänger eines radikalen Islam +++

Der Angreifer, der in der Pariser Polizeidirektion vier Menschen getötet hat, war nach Angaben der französischen Anti-Terror-Staatsanwaltschaft Anhänger einer radikalen Form des Islam. Er habe eine radikale Sichtweise des Islam vertreten und Kontakte zu Mitgliedern der radikalislamischen Salafistenbewegung gehabt, sagte Staatsanwalt Jean-François Ricard am Samstag in Paris. Der langjährige Mitarbeiter des Polizeipräsidiums hatte am Donnerstag vier Kollegen erstochen und zwei weitere verletzt, bevor er von einem Polizisten erschossen wurde.

+++ 16.15 Uhr: Fünf Deutsche in der Türkei festgenommen +++

In der Türkei sind offenbar fünf deutsche Staatsbürger wegen mutmaßlicher Verbindungen zu militanten Kurden festgenommen worden. Unter den fünf Festgenommenen ist nach Angaben des Auswärtigen Amts auch eine Erzieherin aus Hamburg. Sie sei zu Besuch bei Verwandten in der kurdischen Provinzhauptstadt Diyarbakir gewesen und von der türkischen Polizei am Flughafen festgenommen worden. Möglicherweise stehe ihre Festnahme im Zusammenhang mit dem Engagement ihres Mannes, der Vorsitzender der Kurdischen Gemeinde Hamburg sei, oder mit Links auf ihrem Facebook-Konto.

+++ 16.05 Uhr: CSU lehnt Grünen-Vorstoß für Tempolimit 130 ab +++

Die CSU hält nichts von dem Vorstoß der Grünen für ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen. "Nicht die Bürger bremsen, sondern den Bevormundungswahn der Grünen", schrieb CSU-Generalsekretär Markus Blume auf Twitter. Für den ökologischen Fortschritt brauche es heute "neue Technik, aber keine alten Verbote". 

Die Grünen wollen im Bundestag eine namentliche Abstimmung über ein Maximalgeschwindigkeit von 130 Stundenkilometern herbeiführen. Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) ist ein strikter Gegner des Tempolimits. Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) hat sich offen dafür gezeigt. Die Sozialdemokraten hatten auf einem Parteitag 2007 beschlossen, sich für ein Tempolimit von 130 einzusetzen.

+++ 14.44 Uhr: Vier schlafende Obdachlose in New York erschlagen +++

Ein Angreifer hat am frühen Morgen im New Yorker Stadtteil Manhattan vier schlafende Menschen erschlagen, die vermutlich obdachlos waren. Ein fünftes Opfer brachten Rettungskräfte schwer verletzt ins Krankenhaus, wie mehrere US-Medien unter Berufung auf die Polizei berichteten. Die Beamten nahmen demzufolge kurz nach der Attacke in der Gegend einen 24-Jährigen fest, der eine Metallstange bei sich trug. Den Berichten zufolge gehen die Ermittler davon aus, dass der Angreifer ebenfalls obdachlos ist. Die Opfer wurden wenige Straßenblöcke voneinander entfernt im Viertel Chinatown gefunden. Ein Motiv für die Tat war zunächst nicht bekannt.

+++ 14.41 Uhr: Bundesregierung will Amri-Drohvideo vielleicht doch zugänglich machen +++

Ein Angreifer hat am frühen Samstagmorgen im New Yorker Stadtteil Manhattan vier schlafende Menschen erschlagen, die vermutlich obdachlos waren. Ein fünftes Opfer brachten Rettungskräfte schwer verletzt ins Krankenhaus, wie mehrere US-Medien unter Berufung auf die Polizei berichteten. Die Beamten nahmen demzufolge kurz nach der Attacke in der Gegend einen 24-Jährigen fest, der eine Metallstange bei sich trug. Den Berichten zufolge gehen die Ermittler davon aus, dass der Angreifer ebenfalls obdachlos ist. Die Opfer wurden wenige Straßenblöcke voneinander entfernt im Viertel Chinatown gefunden. Ein Motiv für die Tat war zunächst nicht bekannt.

+++ 13.57 Uhr: Weiter kein goldener Oktober - aber Nächte mit Frost +++

Sonniges Oktoberwetter setzt sich auch in den kommenden Tagen nicht durch. Es kann zwar lokal auch längere sonnige Abschnitte geben, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mitteilte. Doch andernorts kann es wiederum teils stark regnen. In den Nächten wird es regional knackig kalt. Für die Nacht zum Sonntag wurde im Osten und Südosten Deutschlands Frostgefahr vorhergesagt, für die Nacht zum Montag in Teilen Ostdeutschlands bei längerem Aufklaren Frost in Bodennähe bis minus 5 Grad. 

Am Sonntag wird es tagsüber vor allem im Westen und Südwesten wolkig und regnerisch. In den übrigen Landesteilen gibt es einen Wechsel aus Sonne und Wolken, wobei der Osten die größten Chancen auf längeren Sonnenschein hat. Abgesehen von der Küste bleibt es dazu meist trocken. Die Höchstwerte liegen bei 9 bis 15 Grad. Der Montag bringt erneut eher zweigeteiltes Wetter. Im Süden dominieren bei abklingendem Regen zunächst die Wolken, die aber nach und nach auflockern. In der Mitte und im Norden bleibt es bei oft längerem Sonnenschein trocken. Mit 10 bis 16 Grad steigen die Temperaturen leicht an.

+++ 13.29 Uhr: Klimacamp am Kanzleramt - Tausende Teilnehmer in Berlin erwartet +++

Der Aufbau des sogenannten Klimacamps in der Nähe des Kanzleramts in Berlin hat nach Angaben der Veranstalter begonnen. Umweltschützer der Gruppe Extinction Rebellion wollen dort von Sonntag an unter anderem Workshops und Arbeitsgruppen abhalten, wie eine Sprecherin sagte. Die ersten Gruppen seien bereits angereist.

Insgesamt werden demnach mehrere Tausend Menschen in Berlin erwartet. Wie viele schlussendlich in dem Camp übernachten würden, konnte die Sprecherin nicht sagen. Laut Polizeiangaben waren 6000 Teilnehmer für die Versammlung bis zum 13. Oktober angemeldet.

+++ 12.51 Uhr: USA und Nordkorea verhandeln über Atomprogramm +++

Unterhändler der USA und Nordkoreas haben nach monatelanger Pause ihre Gespräche über das nordkoreanische Atomprogramm wieder aufgenommen. Die beiden Delegationen trafen sich am Samstag auf einer Insel in der schwedischen Hauptstadt Stockholm, in unmittelbarer Nähe der nordkoreanischen Botschaft, wie ein Journalist von AFPTV beobachtete. Die Gespräche, die auf Arbeitsebene stattfinden, werden von einem erneuten Raketentest Pjöngjangs in der vergangenen Woche überschattet.      An dem Treffen nehmen der Sondergesandte von US-Präsident Donald Trump, Stephen Biegun, und der nordkoreanische Gesandte Kim Myong Gil teil. Vermitteln soll der schwedische Sonderbeauftragte Kent Härstedt.

+++ 11.44 Uhr: Verheerende Umfrageergebnisse für Kramp-Karrenbauer +++

Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer bekommt in zwei neuen Umfragen wenig Unterstützung für eine mögliche Kanzlerkandidatur. Nur 29 Prozent der von Kantar Public für die sogenannte "Spiegel"-Politikertreppe Befragten wünschen sich für sie eine "wichtige Rolle". Im Vergleich zum vergangenen Dezember - also kurz nach ihrer Wahl zur Parteivorsitzenden - ist das nur noch die Hälfte. Im Vergleich fünf möglicher Kanzlerkandidaten als Nachfolger von Angela Merkel schneidet sie am schlechtesten ab. Allerdings erreichen auch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), CSU-Chef Markus Söder, Finanzminister Olaf Scholz (SPD) und Grünen-Chef Robert Habeck keine mehrheitlich positive Zustimmung. In einer Insa-Umfrage für die "Bild"-Zeitung antworteten nur 29 Prozent auf die These "Ich traue Annegret Kramp-Karrenbauer das Kanzleramt nicht zu" mit "Stimme nicht zu". 63 Prozent stimmten der These zu.

+++ 10.05 Uhr: Demonstrant in Hongkong angeschossen und U-Bahnnetz stillgelegt +++

Bei den Massenprotesten in Hongkong ist erneut ein Demonstrant angeschossen worden. Im nördlichen Stadtteil Yuen Long wurde ein 14-Jähriger durch einen Schuss verletzt. In Folge des von der Regierung verhängten Vermummungsverbots war es am Freitag zu teilweise gewaltsamen Protesten gekommen. Am Samstag wurde der U-Bahn-Verkehr vorläufig eingestellt. Bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften wurden U-Bahn-Stationen verwüstet. Die Aktivisten warfen zudem Fenster pro-chinesischer Geschäfte ein und legten Feuer in den Straßen. Die Polizei ging mit Tränengas gegen sie vor. Im Stadtteil Yuen Long gab ein Polizist einen Schuss ab, als er von Demonstranten angegriffen wurde. Nach Angaben der Polizei zündeten die Demonstranten eine Benzinbombe und schlugen auf den am Boden liegenden Beamten ein. Daraufhin habe er geschossen, um sich zu verteidigen, teilte die Polizei mit.

+++ 9.50 Uhr: Im Iran inhaftiertes australisches Paar auf freiem Fuß +++

Ein im Iran inhaftiertes australisches Paar ist nach monatelanger Haft auf freien Fuß gesetzt worden. Das teilte Außenministerin Marise Payne am Samstag mit. Sie waren im Sommer festgenommen worden, weil sie mit einer Drohne Aufnahmen von einer militärische Anlage gemacht haben sollen. Alle Anklagepunkte gegen die beiden seien fallen gelassen worden, berichtete unter anderem der Sender ABC. Beide seien im berüchtigten Evin-Gefängnis in Teheran inhaftiert gewesen. Das Paar war 2017 zu einer Weltreise aufgebrochen und hatte die diversen Stationen seiner Reise mit Aufnahmen einer Drohne dokumentiert.

+++ 8.15 Uhr: Sanders verlässt Klinik drei Tage nach Herzinfarkt +++

US-Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders hat nach seiner Herz-Operation das Krankenhaus in Las Vegas wieder verlassen. Bei Sanders sei vor drei Tagen ein Herzinfarkt diagnostiziert worden, erklärten die Ärzte am Freitag. Dem 78-Jährigen seien daraufhin zwei Stents eingesetzt worden, um die verstopften Arterien offen zu halten. Am Freitag habe Sanders das Krankenhaus mit "gutem erwarteten Fortschritt" verlassen. Sanders erklärte, ihm gehe es nach zweieinhalb Tagen im Krankenhaus wieder "großartig". Nach einer "kurzen Auszeit" freue er sich darauf, wieder an die Arbeit zurückzukehren. Sanders plant, bereits an der nächsten Fernsehdebatte der Präsidentschaftsanwärter der oppositionellen Demokraten am 15. Oktober teilzunehmen.

tib / fs / DPA / AFP