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News von heute Bestechungsverdacht: Vorermittlungen gegen VW-Tochter Scania

Scania Zentrale
Scania-Zentrale in Sodertalje bei Stockholm
© Jonathan Nackstrand / AFP
Russland verlangsamt Twitter – und droht mit Blockade +++ Grüne fordern verpflichtende Offenlegung der Lohnlücke von Männern und Frauen +++ Beyoncé dankt Herzogin Meghan für ihren "Mut" +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Aktuelle Top-Meldung:

Bestechung? Vorermittlungen gegen VW-Tochter Scania 

Nach dem internen Auffliegen mutmaßlicher Korruption bei Geschäften der VW-Lkw- und -Bus-Tochter Scania in Indien befassen sich jetzt deutsche Strafverfolger mit dem Fall. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig leitete entsprechende Vorermittlungen ein, wie es aus der Behörde hieß. Es gehe um den Verdacht, Mitarbeiter des schwedischen Herstellers - ein Teil der Volkswagen-Nutzfahrzeug-Holding Traton - könnten indische Politiker und Manager öffentlicher Verkehrsunternehmen bestochen haben, um an Aufträge für die Lieferung von Bussen zu kommen. Noch sei nicht klar, ob Wirtschaftsstraftaten nachgewiesen werden können, so ein Ermittler. Laut des ZDF-Magazins "Frontal 21" soll bis zum Jahr 2017 in mehreren Fällen unter anderem Schmiergeld in Höhe von umgerechnet jeweils fünfstelligen Euro-Beträgen geflossen sein. Auch von der Überlassung von Luxusbussen für die Hochzeitsfeier der Tochter eines hohen Politikers und von gefälschten Papieren ist die Rede. Die VW-Finanztochter VWFS habe dies teilweise unterstützt.

+++ Die aktuellen Meldungen zur Coronavirus-Pandemie lesen Sie hier. +++
Die News von heute im stern-Ticker:

+++ 19.20 Uhr: Norwegens Parlament erneut Ziel von Cyberangriff +++

Das norwegische Parlament ist erneut zum Ziel eines Cyberangriffs geworden. Aus dem IT-System seien Daten heruntergeladen worden, "die Situation ist derzeit unklar und wir kennen noch nicht das ganze Ausmaß des Angriffs", teilte die Leiterin der Parlamentsverwaltung, Marianne Andreassen, in Oslo mit. Erst vor sieben Monaten war das auch als Storting bezeichnete Abgeordnetenhaus von mutmaßlich russischen Hackern angegriffen worden. 

Die Urheber des neuen Angriffs sind nach Angaben des Parlaments bisher nicht bekannt. Auch Hinweise auf eine Verbindung zu der ersten Attacke lägen bisher nicht vor. Der Angriff sei durch eine Sicherheitslücke bei  Microsoft Exchange möglich geworden. Bereits im September waren bei einem Eindringen von Hackern in die Parlamentssysteme E-Mails von Abgeordneten und Angestellten abgerufen worden. 

Damals nannte die Regierung in Oslo Russland als Drahtzieher des Angriffs. Erkenntnisse hätten auf die Hackergruppe Fancy Bear (oder APT28) hingedeutet, bei der Verbindungen zum russischen Militärgeheimdienst GRU vermutet werden. 

+++ 17.14 Uhr: Klöckner kritisiert Preiskämpfe bei Lebensmitteln +++

Im Kampf gegen massenhaftes Wegwerfen von Lebensmitteln hat Bundesagrarministerin Julia Klöckner extreme Preisaktionen in den Supermärkten kritisiert. Dumpingangebote und Dauertiefstpreise seien "ein falsches Signal", sagte die CDU-Politikerin am bei einer Online-Konferenz. Wenn keine Wertschätzung für Lebensmittel da sei, weil sie angeblich keinen Wert haben, würden sie auch schneller weggeworfen. Der Lebensmittelhandel erklärte dazu, ihm seien "keine Belege für einen Kausalzusammenhang zwischen Aktionsangeboten und der Verschwendung von Lebensmitteln bekannt". Laut einer Studie des Ministeriums hingen viele Lebensmittelabfälle in privaten Haushalten mit verdorbenen Produkten oder zu viel gekochten Speiseresten zusammen. Nur 1,7 Prozent der Abfallmenge gingen auf Sonderangebote zurück, die es zum Beispiel beim Kauf mehrerer Packungen gebe.

+++ 17.11 Uhr: Israels Regierungschef Netanjahu soll erstmals Emirate besuchen +++

Ein halbes Jahr nach der Aufnahme diplomatischer Beziehungen soll Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu an diesem Donnerstag erstmals in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) reisen. Dort werde er Kronprinz Mohammed bin Sajid al Nahjan treffen, meldeten israelische Medien übereinstimmend. Es wäre der erste offizielle Besuch eines israelischen Regierungschefs in dem Golfstaat überhaupt. Netanjahu macht die Reise mitten im Wahlkampf. In knapp zwei Wochen wird in Israel ein neues Parlament gewählt. Der 71-Jährige will erneut Regierungschef werden.

+++ 17.06 Uhr: EU-Kommission warnt Ungarn, Polen und Slowenien vor Angriffen auf Medienfreiheit +++

Die EU-Kommission hat die Regierungen in Ungarn, Polen und Slowenien aufgefordert, Angriffe auf die Presse- und Medienfreiheit zu unterlassen. In den vergangenen Monaten habe es in den drei Ländern "weitere besorgniserregende Entwicklungen" gegeben, sagte Vize-Kommissionspräsidentin Vera Jourova bei einer Debatte im Europaparlament. Sie warnte, die Kommission werde "nicht zögern zu handeln", wenn es Verstöße gegen EU-Vorschriften gebe. Jourova verwies auf den Entzug der Lizenz des ungarischen Radiosenders Klubradio und die geplante Steuer auf Werbeeinnahmen von Medien in Polen, die nach Ansicht ihrer Kritiker die Pressefreiheit einschränken würde. Die Tschechin räumte aber gleichzeitig ein, dass die Handlungsmöglichkeiten Brüssels in diesem Bereich "begrenzt" seien.

+++ 17.06 Uhr: Großteil von Behandlungen mit Cannnabis außerhalb geprüfter Anwendungsgebiete +++

Ein Großteil der medizinischen Behandlungen mit cannabishaltigen Arzneimitteln erfolgt einem Kassenbericht zufolge "außerhalb gut geprüfter und zugelassener Anwendungsbereiche". Die größte deutsche Betriebskrankenkasse BKK Mobil Oil ermittelte in Zusammenarbeit mit der Universität Bremen, dass die seit 2017 bewilligten Anträge für eine Behandlung mit cannabishaltigen Medikamenten überwiegend bei Diagnosen erfolgten, "in denen eine Reihe von Studien gezeigt haben, dass THC-haltige Medikamente im Mittel keine relevante Schmerzlinderung erzeugt". Demnach steigerten sich die Ausgaben der BKK Mobil Oil für Cannabinoide seit der Legalisierung im Jahr 2017 um mehr als das Fünffache.

+++ 17.01 Uhr: Briefmarke zeichnet Kurdistan bis in Türkei - Außenministerium empört +++

Das türkische Außenministerium hat den Entwurf einer Gedenkbriefmarke aus den kurdischen Autonomiegebieten im Irak anlässlich des Papstbesuches scharf kritisiert. Auf der Marke sei eine Landkarte abgebildet, "die auch manche Provinzen unseres Landes einschließt", hieß es in einer Mitteilung des Ministeriums. Die Türkei erwarte von den Behörden der kurdischen Regionalregierung im Irak so bald wie möglich eine "klare" Erklärung, um diesen "schweren Fehler umgehend zu korrigieren". Der Kommunikationsminister der kurdischen Autonomiegebiete erklärte, es habe sich bei der Briefmarke lediglich um einen „ersten Entwurf“ gehandelt und nicht um eine offizielle Version. Die auf Bildern verbreitete Briefmarke zum Papst-Besuch im Irak am vergangenen Wochenende sei noch nicht gedruckt worden, sagte Ano Dschauhar.

+++ 16.56 Uhr: Vier Jahre Haft für 21-Jährigen wegen Messerangriffen in Stolberg und Aachen +++

Im Zusammenhang mit zwei vermeintlich islamistisch motivierten Messerangriffen in Stolberg und Aachen ist ein 21-Jähriger wegen gefährlicher Körperverletzung zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Nach Auffassung des Landgerichts Aachen handelte es sich bei den Angriffen im März und September allerdings nicht um "terroristische Akte", wie ein Gerichtssprecher sagte. Der Mann hatte bei beiden Taten "Allahu Akbar" (Gott ist groß) gerufen. Die Generalstaatsanwaltschaft beschuldigte den 21-Jährigen, im September einen 23 Jahre alten Autofahrer mit einem Messer schwer verletzt zu haben.

+++ 16.55 Uhr: FDP erwägt Begrenzung von Kanzler-Amtszeit auf zehn Jahre +++

Für ihr Programm zur Bundestagswahl erwägt die FDP einem Bericht zufolge die Forderung nach einer Amtszeit-Begrenzung für Kanzlerin oder Kanzler. Weitere Programmpunkte könnten eine große Steuerreform sowie Einschnitte bei den Sozialausgaben sein: Dies berichtete das Nachrichtenportal "ThePioneer". Eine Parteisprecherin wollte diese Angaben nicht bestätigen. Ein offizieller Programmentwurf liege noch nicht vor, die Beratungen dazu seien noch nicht beendet, sagte sie. "Wir Freie Demokraten wollen die Amtszeit von Bundeskanzlerinnen und Bundeskanzlern auf maximal zwei volle Wahlperioden beziehungsweise maximal zehn Jahre beschränken", heiße es in dem Entwurf. Die Legislaturperiode für den Bundestag solle von vier auf fünf Jahre verlängert werden.

+++ 16.22 Uhr: Mann wirft Brandsätze auf chinesische Botschaft in Berlin +++

Ein Mann hat in Berlin-Mitte mehrere Brandsätze über den Zaun auf das Gelände der chinesischen Botschaft geworfen. Nach ersten Erkenntnissen zerschellten die Brandsätze an einer Mauer des Botschaftsgebäudes, wie die Polizei mitteilte. Beschäftigte der Botschaft löschten den Brand, verletzt wurde niemand. Mitarbeiter eines Sicherheitsunternehmens hielten den 42-jährigen Mann demnach nahe der Botschaft fest, bis die Polizei ihn festnahm. Nach Angaben eines Polizeisprechers war sein Motiv zunächst unklar. Der für politische Straftaten zuständige Polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.

+++ 16.50 Uhr: Thomas Bach als IOC-Präsident wiedergewählt +++

Thomas Bach ist als Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) wiedergewählt worden. Der 67-Jährige wurde bei der 137. Session des IOC für vier weitere Jahre im Amt bestätigt. Der Anwalt und frühere Fechter aus Tauberbischofsheim erhielt bei der virtuellen Versammlung 93 Ja-Stimmen. Vier IOC-Mitglieder enthielten sich, es gab eine Gegenstimme. Bachs Wiederwahl galt als Formsache, er hatte keinen Gegenkandidaten. Bach gab ein klares Bekenntnis zu den Sommerspielen ab, die vom 23. Juli bis 8. August stattfinden sollen. Das IOC arbeite daran, die Spiele in Tokio zu einem "Manifest der Sicherheit für Frieden, Solidarität und Widerstand im Kampf gegen die Pandemie" zu machen, sagte der IOC-Präsident in seiner Eröffnungsrede.

+++ 16.48 Uhr: Paris: Setzen beim Klimaschutz mit Washington auf Atomkraft +++

Im Kampf gegen den Klimawandel setzen Frankreich und die USA nach Pariser Darstellung auch auf Atomkraft. Diese sei für beide Länder ein Trumpf, sagte Frankreichs Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire nach einem Treffen mit dem US-Klimabeauftragten John Kerry in Paris. Frankreich treibe auch den Ausbau von erneuerbaren Energien voran und investiere - gemeinsam mit Deutschland - Milliardenbeträge in die Wasserstofftechnik, sagte Le Maire. Kerry äußerte sich nicht explizit zur Atomkraft. Frankreich gilt immer noch als das "Atomland" Europas. Deutschland hatte hingegen 2011 beschlossen, bis spätestens 2022 schrittweise aus der Kernenergie auszusteigen.

+++ 16.44 Uhr: Verhandlungsunfähig: Kein Prozess gegen mutmaßlichen KZ-Wächter +++

Das Landgericht Wuppertal hat die Eröffnung des Prozesses gegen einen mutmaßlichen ehemaligen SS-Wachmann des KZ Stutthof abgelehnt. Der 96-Jährige sei laut ärztlichem Gutachten dauerhaft verhandlungsunfähig, teilte ein Gerichtssprecher mit. Dem Hochbetagten war Beihilfe zum Mord in mehreren hundert Fällen vorgeworfen worden. Er soll von Juni 1944 bis Mai 1945 als Heranwachsender einem SS-Totenkopf-Wachbataillon zugeteilt gewesen sein, welches das deutsche Konzentrationslager Stutthof östlich von Danzig bewacht habe. Das Gericht erlegte dem 96-Jährigen die ihm bisher entstandenen Kosten des Verfahrens auf, weil ein erheblicher Tatverdacht bestehe. Nach Auffassung der Kammer sei davon auszugehen, dass der Angeschuldigte die Tragweite und Dimension des im KZ Stutthof verübten Massenmordes erkannt und gewusst habe, dass er die grausamen Morde förderte.

+++ 16.24 Uhr: Rheinland-Pfalz: Wahlleitung erwartet Rekord-Anteil an Briefwählern +++

Bei der rheinland-pfälzischen Landtagswahl an diesem Sonntag (14. März) rechnet die Landeswahlleitung mit einem Rekord-Anteil an Briefwählern. Bis Mittwochmorgen beantragten rund 44 Prozent aller fast 3,1 Millionen Stimmberechtigten die kontaktlose Briefwahl, wie die Wahlleitung in Bad Ems mitteilte. "Geht man von einer Wahlbeteiligung von 70 Prozent aus, würde das einen Briefwähleranteil von gut 63 Prozent entsprechen. Bei der Landtagswahl 2016 betrug er knapp 31 Prozent", hieß es weiter. Damals lag die Wahlbeteiligung bei 70,4 Prozent. "Briefwahl kann noch bis Freitag, 12. März 2021, 18.00 Uhr, bei der zuständigen Verbandsgemeinde- oder Stadtverwaltung beantragt werden", so die Landeswahlleitung.

+++ 16.24 Uhr: Kosmonauten schließen Reparaturen von Lecks auf ISS ab +++

Auf der Internationalen Raumstation ISS laufen die letzten Arbeiten zur Abdichtung zweier Lecks. Die Kosmonauten Sergej Ryschikow und Sergej Kud-Swertschkow sollten eine zweite Schicht Abdichtmittel auftragen, wie die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos auf Twitter mitteilte. Aussagen der Kosmonauten zufolge wird dafür ein spezielles Harz nordafrikanischer Nadelholzgewächse verwendet. An diesem Freitag soll dann geprüft werden, ob der kürzlich gemessene Druckabfall in dem betroffenen Abschnitt des ISS-Moduls "Swesda" damit nun behoben ist. Schon seit August entweicht Luft aus dem Außenposten der Menschheit. Im Herbst entdeckte die Besatzung einen rund 4,5 Zentimeter langen Riss und dichtete ihn provisorisch ab.

+++ 16.19 Uhr: Polizist nach Verschwinden von junger Frau festgenommen +++

Nach dem Verschwinden einer jungen Frau in London vor einer Woche ist ein Polizist festgenommen worden. Der Mann stehe im Verdacht, die Frau getötet zu haben, teilte die Metropolitan Police mit. Dass der Verdächtige selbst Polizist ist, hatte die Behörde bereits am Vorabend als "schockierend und sehr verstörend" bezeichnet. Der Mann sowie eine Frau, die auch in Verbindung mit den Vorwürfen stehen soll, waren am Dienstag in der südenglischen Grafschaft Kent festgenommen und in Untersuchungshaft gebracht worden. Eine 33 Jahre alte Frau war am 3. März abends in London verschwunden, als sie zu Fuß nach Hause laufen wollte. Von der Vermissten fehlt weiterhin jede Spur, die Ermittler suchten mit Hochdruck die Gegend ab. Der Verdächtige soll während des Verschwindens der Frau nicht selbst im polizeilichen Dienst gewesen sein.

+++ 16.07 Uhr: Norweger verfilmen "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" neu +++

Im norwegischen Lillehammer wird derzeit eine neue Version des deutsch-tschechischen Märchenfilms "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" gedreht. Das Original von 1973 ist in Norwegen wie in Deutschland ein Klassiker zur Weihnachtszeit und hat eine große Fangemeinde. In der modernen Ausgabe wird die Rolle der Aschenbrödel von der norwegischen Popsängerin Astrid S gespielt. Die Kulisse bildet das Freilichtmuseum Maihaugen in Lillehammer, in dem 200 historische Gebäude ausgestellt sind. "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" ist eine Adaption von Grimms Märchen "Aschenputtel". Astrid S meint, sie sei ein mutiges und cooles Vorbild für junge Mädchen.

+++ 15.56 Uhr: UNHCR kritisiert ungarische Polizeibefugnisse gegen Migranten +++

Das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) hat ein Entscheidung der ungarischen Regierung kritisiert, Polizeibefugnisse gegen Migranten zu verlängern. Die Polizei kann damit jeden, der sich irregulär im Land aufhält, aufgreifen. Menschen, die internationalen Schutz brauchten, werde das Recht vorenthalten, Asyl zu beantragen, berichtete das UNHCR in Genf. Ungarn habe seit 2016 mehr als 71.000 Menschen fortgewiesen. Das Dekret von damals, das mit einer „Krise aufgrund von Massenimmigration“ begründet worden war, sei am 27. Februar verlängert worden. Dabei sei die Zahl der Ankömmlinge in der EU von 375 652 im Jahr 2016 um fast 75 Prozent auf rund 95 000 im vergangenen Jahr zurückgegangen.

+++ 15.54 Uhr: Gladbachs Finanzchef Schippers: "Müssen keine Spieler verkaufen" +++

Borussia Mönchengladbachs Finanzchef Stephan Schippers hat klargestellt, dass der Fußball-Bundesligist trotz der Corona-Krise und eines möglichen Verpassens der Europapokalplätze keine Profis abgeben muss. "Nein, wir müssen keine Spieler verkaufen", sagte Schippers im Interview der "Bild"-Zeitung. Dennoch werde aus sportlichen Gründen Bewegung in den Kader kommen. "Aber darüber entscheidet unser Sportdirektor Max Eberl", so Gladbachs Finanz-Geschäftsführer. Eberl befindet sich mit mehreren Spielern, etwa Matthias Ginter und Nico Elvedi in Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung. Insbesondere an Denis Zakaria oder Florian Neuhaus sollen einige Top-Clubs interessiert sein. Ein Verkauf der Mittelfeldspieler könnte hohe zweistellige Millionenbeträge bringen.

+++ 15.53 Uhr: Jungtier-Schmuggel: Tigerfarm in Thailand nach DNA-Tests geschlossen +++

Die thailändischen Behörden haben einer Tigerfarm im Nordosten des Landes mit sofortiger Wirkung die Betriebslizenz entzogen. Grund: DNA-Tests hatten gezeigt, dass zwei der Tigerbabys - Khao Mao und Khao Pluak - nicht die leiblichen Kinder von einem Tigerpaar des Parks sind, wie der Betreiber der Anlage "Mukda Tiger Park & Farm" behauptet hatte. Sie wurden somit voraussichtlich nicht in Gefangenschaft geboren, sondern eingeschmuggelt, wie die Zeitung "Bangkok Post" berichtete. Gegen den Parkbetreiber wurde Anklage erhoben. Zudem kündigte der Leiter der zuständigen Natur- und Tierschutzbehörde eine DNA-Testoffensive gegen den illegalen Handel mit den Großkatzen an: Insgesamt sollen nun bei 1500 Tigern in 39 Tigerfarmen in ganz Thailand Herkunftskontrollen durchgeführt werden.

+++ 15.25 Uhr: Nach Beschwerde über Rasen - Galatasaray kündigt Vertrag mit Belhanda +++

Nach einem kritischen Interview hat der Istanbuler Fußball-Club Galatasaray den Vertrag mit Mittelfeldspieler Younes Belhanda einseitig und mit sofortiger Wirkung gekündigt. Belhanda habe in einem Interview mit beleidigenden Worten das Ansehen des Clubs und des Vorstandes beschädigt, teilte Galatasaray mit. Auch vorher habe er immer wieder gegen Regeln verstoßen und damit die Beziehung "untragbar" gemacht. Der Verein teilte auch ein Dokument mit Zitaten Belhandas aus dem Interview nach dem Spiel gegen Sivasspor am 7. März in Istanbul. Darin kritisierte er unter anderem den Rasen im Vereinsstadion und forderte von der Leitung, sich um bessere Spielbedingungen zu bemühen.

+++ 15.32 Uhr: Brand bei Internetdienstleister stört Dienste zahlreicher Unternehmen +++

Ein Großbrand in Datenzentren eines großen Internetdienstleisters im französischen Straßburg hat Dienste zahlreicher Unternehmen gestört. Das Feuer war in der Nacht in einem der Rechenzentren des Hostinganbieters OVH ausgebrochen, wie das Unternehmen mitteilte. Bei dem Brand sei zwar niemand verletzt worden - das Feuer habe aber schweren Schaden angerichtet. Die Ursache des Brandes war zunächst noch unklar. OVH gehört zu den größten Internetdienstleistern Europas. Bei dem Feuer wurden nach Angaben von Firmenchef Octave Klaba vor allem zwei der vier Rechenzentren in Straßburg in Mitleidenschaft gezogen. Die Server von OVH nutzen etwa Unternehmen oder staatliche Organisationen, um große Datenmengen zu speichern oder zu verwalten.

+++ 15.23 Uhr: Gut erhaltener Geburtsgurt aus dem 15. Jahrhundert erlaubt neue Einsichten +++

Die Untersuchung eines gut erhaltenen Geburtsgurts aus dem 15. Jahrhundert durch Wissenschaftler aus Großbritannien und hat neue Einsichten in die Geburtspraktiken in der damaligen Zeit ermöglicht. Der Geburtsgurt aus England wurde nach aller Wahrscheinlichkeit aktiv während der Geburt genutzt, um Unheil von der werdenden Mutter abzuwenden, wie die Forscher darlegten. Es handelt sich um einen der wenigen Gurte, die erhalten geblieben sind. Der Gurt ist zehn Zentimeter breit und drei Meter lang. Auf ihm sind Bilder und Bittgebete sowie ein Kruzifix zu sehen. Schwangere Frauen hätten sich solche Gurte schützend über ihren Bauch gelegt, erklärten die Wissenschaftler. Frauen hätten in der Zeit der herannahenden Geburt "ausgeprägt formelhafte Rituale" eingesetzt und zugleich religiösen Schutz angerufen, heißt es in der Studie. Damals waren tödlich endende Entbindungen die häufigste Todesursache von Frauen. Sie lag Schätzungen zufolge zwischen 30 und 60 Prozent.

+++ 15.20 Uhr: Erdogan und Putin zelebrieren Baubeginn von Atom-Reaktor +++

Zum Baubeginn eines weiteren Reaktors für das erste türkische Atomkraftwerk Akkuyu haben Präsident Recep Tayyip Erdogan und Russlands Staatschef Wladimir Putin die Zusammenarbeit beider Länder gelobt. Putin bezeichnete das AKW als Ausdruck einer "Freundschaft" zwischen Moskau und Ankara. Erdogan nannte den Bau einen "strategischen Schritt", um die Zukunft des Landes in Energiefragen zu sichern. Beide waren der Grundsteinlegung für den dritten Reaktor per Video zugeschaltet. Das AKW entsteht nahe des Dorfs Akkuyu an der türkischen Südküste, federführend ist der russische Staatskonzern Rosatom. Die Türkei muss mangels eigener Energiereserven einen Großteil des Bedarfs importieren.

+++ 15.20 Uhr: Krumme Geschäfte in Indien: Vorermittlungen gegen VW-Tochter Scania +++

Nach dem internen Auffliegen mutmaßlicher Korruption bei Geschäften der VW-Lkw- und -Bus-Tochter Scania in Indien befassen sich jetzt deutsche Strafverfolger mit dem Fall. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig leitete entsprechende Vorermittlungen ein, wie es aus der Behörde hieß. Es gehe um den Verdacht, Mitarbeiter des schwedischen Herstellers - ein Teil der Volkswagen-Nutzfahrzeug-Holding Traton - könnten indische Politiker und Manager öffentlicher Verkehrsunternehmen bestochen haben, um an Aufträge für die Lieferung von Bussen zu kommen. Noch sei nicht klar, ob Wirtschaftsstraftaten nachgewiesen werden können, so ein Ermittler. Laut des ZDF-Magazins "Frontal 21" soll bis zum Jahr 2017 in mehreren Fällen unter anderem Schmiergeld in Höhe von umgerechnet jeweils fünfstelligen Euro-Beträgen geflossen sein. Auch von der Überlassung von Luxusbussen für die Hochzeitsfeier der Tochter eines hohen Politikers und von gefälschten Papieren ist die Rede. Die VW-Finanztochter VWFS habe dies teilweise unterstützt.

+++ 15.19 Uhr: Ein Jahr nach der Scheidung erlischt der Anspruch auf Überlassung der Wohnung +++

Hat eine geschiedene Ehefrau ein Jahr nach der Scheidung keine Ansprüche auf Überlassung der gemeinsamen Wohnung im Eigentum des Manns geltend gemacht, kann ihr Exmann ihren Auszug verlangen. Die Ansprüche seien dann ebenso erloschen wie der Anspruch auf Begründung eines Mietverhältnisses, entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe. Geklagt hatte eine Frau, die nach der Trennung in der früheren gemeinsamen Wohnung blieb und keine Miete zahlte. Die Wohnung gehört dem Mann. Die Frau besaß auch eine Wohnung im selben Haus, schenkte diese aber nach der Scheidung ihrem Sohn. Die Eheleute waren seit 2014 getrennt und seit Dezember 2015 rechtskräftig geschieden. Weil die Frau auf Aufforderung keine Miete zahlte, stellte der Mann beim Amtsgericht Lemgo einen Räumungsantrag.

+++ 15.12 Uhr: 14-Jährige getötet: Freund wird in Psychiatrie untergebracht +++

Nach dem gewaltsamen Tod einer 14-jährigen Schülerin aus Duisburg in Nordrhein-Westfalen wird der gleichaltrige Freund des Mädchens auf unbestimmte Zeit in der geschlossenen Psychiatrie untergebracht. Das entschieden die Richter am Duisburger Landgericht. Sie gehen davon aus, dass der Jugendliche seine Freundin am 9. Oktober 2020 getötet hat. Das Motiv ist unklar. Der Prozess fand komplett unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Nach Angaben eines Sprechers des Duisburger Landgerichts gehen die Richter davon aus, dass der Jugendliche aufgrund einer psychischen Erkrankung zur Tatzeit nur eingeschränkt schuldfähig, wenn nicht sogar komplett schuldunfähig gewesen ist.

+++ 15.05 Uhr: Afghanistan: Schülerinnen sollen nicht mehr öffentlich singen +++

Schülerinnen, die älter als zwölf Jahre sind, sollen Afghanistan künftig nicht mehr bei öffentlichen Veranstaltungen singen dürfen. Dazu wies die Kabuler Schulbehörde alle Schulen in Kabul kurz vor Ende der Ferien in einem Brief an. Ausgenommen davon seien nur Zeremonien, die ausschließlich von Frauen besucht würden. Eine Sprecherin des Bildungsministeriums bestätigte die Echtheit des Schreibens und erklärte, eine derartige Verordnung gebe es für alle Provinzen des Landes. In Afghanistan ist es üblich, dass Schulkinder bei feierlichen Zeremonien zu Jahrestagen oder beim Besuch von lokalen oder nationalen Politikern Lieder oder Hymnen singen. Der Brief, der in sozialen Medien viral ging, stieß sofort auf heftige Kritik in der afghanischen Zivilgesellschaft. 

+++ 15.05 Uhr: Weitere Umfrage sieht Grüne in Baden-Württemberg mit deutlichem Abstand vorn +++

Wenige Tage vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg sieht eine weitere Umfrage die Grünen um ihren Ministerpräsident Winfried Kretschmann klar vorn. Die Befragung des Instituts Insa für die "Bild"-Zeitung verortete die Partei bei 32 Prozent. Die CDU um Herausforderin und Kultusministerin Susanne Eisenmann lag demnach sieben Prozentpunkte dahinter bei 25 Prozent. In Baden-Württemberg wird Sonntag ein neuer Landtag gewählt. Die AfD kam der Befragung zufolge auf zwölf Prozent. Die FDP lag bei elf Prozent, die SPD wurde bei zehn Prozent gesehen. Die Linke würde mit drei Prozent den Einzug in den Landtag verpassen. Für die Erhebung wurden von Montag bis Sonntag vergangener Woche rund 1560 Menschen befragt.

+++ 15.04 Uhr: Polizei beendet Massenschlägerei auf Schulhof +++

Die Polizei hat auf einem Schulhof im niedersächsischen Brinkum eine Schlägerei von Dutzenden Jugendlichen beendet. Anlass der Auseinandersetzung soll ein Streit um eine Beziehung gewesen sein. Als die ersten Beamten am Schulhof eintrafen, flüchteten einige Jugendliche auf eine nahe gelegene Sportanlage und in Wohngebiete, wie die Polizei mitteilte. Die Beamten trafen auf dem Schulhof einen 18-Jährigen mit einer Stichverletzung an der Hand an. Er soll bei dem Vorfall mit einem Messer verletzt worden sein. Zudem wurde der Polizei eine Schreckschusswaffe übergeben. Die Polizei geht davon aus, dass mindestens 50 Jugendliche an der Schlägerei beteiligt gewesen waren.

+++ 15.01 Uhr: Jemen: Mehr als 80 Tote nach Brand in Migrantenlager +++

Bei dem Brand in einem Migrantenlager in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa am Sonntag sind medizinischen Kreisen zufolge mehr als 80 Menschen ums Leben gekommen. Die meisten der weiteren 150 Verletzten schwebten in Lebensgefahr, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch. Die meisten Opfer seien Migranten. Die Internationale Organisation für Migration (IOM) hatte zunächst von acht Toten und 170 Verletzten gesprochen. Laut IOM waren fast 900 Migranten vorwiegend aus Äthiopien dort untergebracht.

+++ 14.13 Uhr: Israels Regierungschef Netanjahu besucht erstmals Emirate +++

Ein halbes Jahr nach der Aufnahme diplomatischer Beziehungen reist Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu Medienberichten zufolge am Donnerstag in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Dort werde er Kronprinz Mohammed bin Sajid al-Nahjan treffen, hieß es übereinstimmend in israelischen Medien. Der Besuch war demnach schon länger geplant, wurde jedoch mehrfach verschoben. Das Büro des Ministerpräsidenten äußerte sich auf Anfrage nicht zu den Medienberichten.

+++ 13.48 Uhr: Österreich verschärft Strafen für Raser +++

Österreich will Raser künftig schärfer bestrafen. So soll nach einem Beschluss der Regierung vom Mittwoch das Bußgeld für besonders schnelles Fahren von 2180 Euro auf 5000 Euro erhöht werden. In besonders gefährlichen Fällen solle künftig auch das Fahrzeug beschlagnahmt werden können, kündigte Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) an. Dieser Punkt müsse aber noch genau rechtlich geklärt werden, wenn das Auto zum Beispiel einem Dritten gehöre. Konkret soll dabei die Grenze der Geschwindigkeitsübertretung im Ortsgebiet bei 80 Stundenkilometern, außerhalb des Ortsgebiets bei 90 Stundenkilometern über dem erlaubten Wert liegen.

+++ 13.26 Uhr: Thyssenkrupp streicht weitere 750 Stellen in Stahlsparte +++

Der angeschlagene Industriekonzern Thyssenkrupp will seine Stahlsparte mit weiteren Stellenstreichungen für die Zukunft wappnen und so Einbußen durch die Corona-Pandemie ausgleichen. Wie Thyssenkrupp mitteilte, einigte sich der Konzern mit der Gewerkschaft IG Metall auf den Abbau von bis zu 750 Stellen in Verwaltung und "produktionsnahen Bereichen". Bislang hatte der Tarifvertrag "Zukunftspakt Stahl" vom März vergangenen Jahres den Abbau von 3000 Arbeitsplätzen vorgesehen. Die 750 zusätzlichen Stellen sollen nun bis Ende September 2023 wegfallen.

+++ 13.17 Uhr: Frühere AfD-Chefin Petry berichtet von Treffen mit reichem Spender +++

In der AfD-Spendenaffäre hat die frühere Parteichefin Frauke Petry von Treffen mit einem wohlhabenden diskreten Unterstützer der Partei berichtet. In einem Beitrag, den das ZDF-Magazin "Frontal 21" am Abend ausstrahlte, verweist die 2017 aus der AfD ausgetretene Bundestagsabgeordnete unter anderem auf ein Treffen in Zürich im Dezember 2015, an dem nach ihrer Erinnerung auch der heutige AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen teilgenommen hatte.

Meuthen wollte sich zu dem Bericht am Mittwoch nicht äußern. Der Unternehmer war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Petry sagte auf Anfrage, als sie damals gemerkt habe, dass der Geschäftsmann nicht die Absicht gehabt habe, auf dem üblichen Weg Geld an die Partei zu spenden, "da war das Thema für mich erledigt".

Wie aus einem Schreiben des Bundestages an die AfD hervorgeht, wird in Kontounterlagen, die im Rahmen eines Rechtshilfeersuchens von der Schweizer Justiz sichergestellt worden waren, der gleiche Geschäftsmann als Spender genannt. In diesem Verfahren der Staatsanwaltschaft Konstanz geht es um eine Wahlkampfspende an den Kreisverband der heutigen AfD-Fraktionschefin Alice Weidel von 2017. Das Geld wurde später zurückgezahlt. Die AfD hatte dazu eine Spenderliste vorgelegt.

+++ 12.59 Uhr: Wieder in ihrem Element: "Gorch Fock" schwimmt auf der Weser +++

Das Marine-Segelschulschiff "Gorch Fock" hat wieder Wasser unterm Kiel: Der Dreimaster wurde am Mittwoch mit einer Spezialvorrichtung auf der Lürssen-Werft im niedersächsischen Berne vom Land ins Wasser der Weser gelassen. Damit geht die rund fünfjährige Sanierung der über 60 Jahre alten Bark auf die Zielgerade. Die Übergabe an die Marine ist für den 31. Mai geplant.

Jenny Böken war 2008 aus ungeklärten Gründen nachts von Bord des Segelschulschiffs gestürzt. Ihre Familie erhebt jetzt neue Vorwürfe gegen die Ermittler, die von einem Unfalltod ausgegangen waren und die Akten 2009 geschlossen hatten. 

+++ 12.47 Uhr: Herpes-Infektionen: Zahl der toten Pferde gestiegen +++

Die Zahl der toten Pferde nach Herpes-Infektionen bei einem Reitturnier in Valencia ist auf elf gestiegen. Nach Angaben des Weltverbandes FEI musste ein weiteres Tier in einer Klinik der spanischen Stadt eingeschläfert werden. Zur Herkunft des Pferdes machte die FEI keine Angaben. Allein in Valencia sind auf dem Turniergelände und in der Klinik insgesamt sieben Pferde gestorben. FEI-Generalsekretärin Sabrina Ibáñez hatte am Dienstag in einer Video-Pressekonferenz betont, dass die Umstände des Ausbruchs in Valencia untersucht werden sollen. Die Zahl der europäischen Länder mit nachgewiesenen Fällen der Virusvariante EHV-1 ist inzwischen auf sieben gestiegen.

+++ 12.16 Uhr: Benzin so teuer wie seit 2019 nicht mehr +++

Die Spritpreise setzen ihren Anstieg ungebremst fort. Super E10 verteuerte sich die 13. Woche in Folge, wie der ADAC mitteilte. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt vom Dienstag kostete der Liter 1,457 Euro – 2 Cent mehr als vor einer Woche. Das ist der höchste Wert seit 2019. Diesel verteuerte sich um 1,9 Cent auf 1,327 Euro. Hier war es der sechste Anstieg auf Wochenbasis. Diesel ist damit inzwischen mehr als 30 Cent teuer als Anfang November. Bei E10 sind es rund 28 Cent.

+++ 12.12 Uhr: Wirecard-Ausschuss: Abgeordnete kritisieren Systemversagen +++

In einer Zwischenbilanz zum Wirecard-Untersuchungsausschuss des Bundestags haben Abgeordnete mehrerer Fraktionen ein umfassendes Systemversagen kritisiert. Der Skandal gehe nicht allein auf hohe kriminelle Energie bei Wirecard zurück, sondern auch auf gravierende Fehler bei Aufsichtsbehörden und auch der Bundesregierung, sagten die Finanzpolitiker Fabio De Masi (Linke), Danyal Bayaz (Grüne) und Florian Toncar (FDP) in Berlin. "In der Summe sieht man eines widerlegt: Dass das eine Naturkatastrophe war, das hier kein Mensch Fehler gemacht hat", sagte Toncar.

+++ 11.00 Uhr: Leben große Open-Air-Festivals wegen Corona abgesagt +++

Sieben große Open-Air-Festivals in Deutschland und der Schweiz fallen auch in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie aus. Das teilte das Veranstalter-Netzwerk Eventim Live mit. Abgesagt seien damit unter anderen "Rock am Ring“, "Rock im Park“, "Hurricane Festival“ und "Southside“.

+++ 10.39 Uhr: Grüne in Baden-Württemberg halten sich Koalitionsoptionen offen +++

Wenige Tage vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg haben sich die in Umfragen führenden Grünen bei der Koalitionsfrage offen gezeigt. "Es gibt keinen Automatismus, diese alte Koalition fortzusetzen", sagte Grünen-Landeschefin Sandra Detzer im Bayerischen Rundfunk mit Blick auf das derzeitige Bündnis ihrer Partei mit der CDU. Grün-Schwarz regiert in Baden-Württemberg seit der Landtagswahl im Jahr 2016. Auch eine Ampelkoalition der Grünen mit SPD und FDP sei "eine Option", ergänzte Detzer. Insgesamt gebe es allerdings "erstmal überhaupt keinen Grund zu spekulieren". Es gelte, das Ergebnis der Wahl abzuwarten. Danach werde der Grünen-Landesvorstand dann "die Köpfe zusammenstecken" und beraten, wie es weitergehen werde.

+++ 10.36 Uhr: Wieder Proteste in Myanmar – Razzien bei Eisenbahnern +++

In Myanmar sind erneut Tausende Menschen gegen die Militärjunta auf die Straßen gegangen. Nach örtlichen Medienberichten reagierten die Sicherheitskräfte wieder mit massiver Gewalt. Über mögliche Todesopfer gab es zunächst keine Angaben. In der Stadt Myingyan wurden nach Informationen des Online-Portals Mizzima News mindestens zwei Menschen durch Gummigeschosse schwer verletzt. Zudem soll die Polizei Tränengas eingesetzt, Barrikaden zerstört und in verschiedenen Landesteilen Demonstranten festgenommen haben.

+++ 10.24 Uhr: Bewährungsstrafe für ägyptischen Spion in Bundespresseamt +++

Weil er im Bundespresseamt für den ägyptischen Auslandsgeheimdienst spionierte, ist ein 66-jähriger Mann vom Berliner Kammergericht zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und neun Monaten auf Bewährung verurteilt worden. "Der Angeklagte war geständig", sagte eine Gerichtssprecherin. Demnach fiel das Urteil bereits in der vergangenen Woche und war das Ergebnis einer Verständigung zwischen Bundesanwaltschaft und Verteidigung.

+++ 10.09 Uhr: Russland verlangsamt Twitter – und droht mit Blockade +++

Russland hat die Geschwindigkeit des Kurznachrichtendienstes Twitter verlangsamt. Die Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor begründete dies in Moskau damit, dass verbotene Inhalte nicht konsequent entfernt worden seien. Trotz zahlreicher Aufforderungen habe Twitter seit 2017 mehr als 3100 Inhalte nicht gelöscht, die etwa kinderpornografisches Material oder Suizidaufrufe an Minderjährige enthielten. Zum "Schutz der russischen Bürger" sei nun der Zugriff auf allen mobilen Geräten und auf der Hälfte der stationären Geräte mit sofortiger Wirkung verlangsamt worden.

Zugleich drohte die Behörde Twitter mit weiteren Einschränken bis hin zur kompletten Blockade, sollte der US-Konzern weiterhin gegen Gesetze verstoßen. Seit einigen Wochen ist in Russland ein Gesetz in Kraft, das Betreiber sozialer Netzwerke verpflichtet, verbotene Informationen zu suchen und diese zu löschen. Neben kinderpornografischem Material und Verleitung zum Suizid fallen darunter etwa auch Aufrufe zu nicht genehmigten Protesten.

+++ 9.56 Uhr: Erste Transgender-Nachrichtensprecherin in Bangladesch +++

n Bangladesch gibt es erstmals eine Transgender-Nachrichtensprecherin. Transgender-Frauen, also Frauen, die als Jungen geboren worden sind, sind in dem mehrheitlich muslimischen Land offiziell als drittes Geschlecht anerkannt. Sie leben aber am Rande der Gesellschaft. Der Nachrichtenchef des Privatsenders Boishakhi, Saiful Islam, hofft, mit der neuen Nachrichtensprecherin Tashnuva Anan Shishir ein Signal für mehr Unterstützung für Transgenderfrauen zu setzen.

+++ 8:19 Uhr: Beyoncé dankt Herzogin Meghan für ihren "Mut" +++

Nach ihren Rassismus-Vorwürfen gegen das britische Königshaus hat Herzogin Meghan (39) Unterstützung von US-Superstar Beyoncé (39) erhalten. "Danke Meghan für Deinen Mut und Deine Führung. Wir alle sind durch Dich bestärkt und inspiriert“, schrieb die Sängerin auf ihrer Webseite. Dazu postete sie ein Foto, auf dem sie und Meghan sich gegenüberstehen und anlächeln.

+++ 8.08 Uhr: Grüne fordern verpflichtende Offenlegung der Lohnlücke von Männern und Frauen +++

Die Grünen haben eine verpflichtende Offenlegung der Lohnlücke zwischen Männern und Frauen für Unternehmen gefordert. Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt sagte dem Portal "t-online" anlässlich des Equal Pay Day, Firmen sollten "verpflichtend über die Bezahlung von Frauen und Männern und ihre Maßnahmen zum Schließen des eigenen Pay Gaps berichten". Mit einer solchen Offenlegung könne die geschlechtergerechte Bezahlung flächendeckend überprüft sowie Lücken geschlossen werden.

+++ 7.54 Uhr: Herpes-Infektionen: Zahl der toten Pferde gestiegen +++

Die Zahl der toten Pferde nach Herpes-Infektionen bei einem Reitturnier in Valencia ist auf elf gestiegen. Nach Angaben des Weltverbandes FEI musste ein weiteres Tier in einer Klinik der spanischen Stadt eingeschläfert werden. Zur Herkunft des Pferdes machte die FEI keine Angaben. Allein in Valencia sind auf dem Turniergelände und in der Klinik insgesamt sieben Pferde gestorben. FEI-Generalsekretärin Sabrina Ibáñez hatte am Dienstag in einer Video-Pressekonferenz betont, dass die Umstände des Ausbruchs in Valencia untersucht werden sollen.

+++ 7.43 Uhr: Chinas Präsident ruft Militär zu Kampfbereitschaft auf +++

Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping hat das Militär angesichts von "Instabilitäten" und "Unsicherheiten" zur stetigen Einsatzbereitschaft aufgerufen. Die gesamten Streitkräfte müssten "immer bereit sein, auf verschiedenste komplexe und schwierige Situation zu antworten", sagte Xi Jinping nach Angaben der Staatsmedien bei einem Treffen mit der Militärdelegation während der laufenden Jahrestagung des Volkskongresses in Peking.

+++ 7.37 Uhr: Adidas erwartet für 2021 Rückkehr zu starkem Wachstum +++

Der Sportartikelhersteller Adidas erwartet nach einem Umsatz- und Gewinnrückgang im vergangenen Jahr wieder ein kräftiges Wachstum. Der Umsatz soll 2021 währungsbereinigt im mittleren bis hohen Zehnprozentbereich steigen, teilte das Unternehmen in Herzogenaurach mit. Unter dem Strich kalkuliert das Management um Konzernchef Kasper Rorsted im fortgeführten Geschäft mit 1,25 bis 1,45 Milliarden Euro. In der Prognose nicht mehr enthalten ist die US-Tochter Reebok, die verkauft werden soll und ab dem ersten Quartal als nicht fortgeführtes Geschäft klassifiziert wird. Kosten im Zusammenhang mit der geplanten Veräußerung dürften sich mit rund 200 Millionen Euro auf das Ergebnis aus dem fortgeführten Geschäft auswirken.

+++ 6 Uhr: Union verliert leicht in Wählergunst +++

Kurz vor zwei Landtagswahlen hat die Union laut einer Umfrage in der bundesweiten Gunst der Wähler leicht eingebüßt. Im Vergleich zu der Befragung eine Woche zuvor verliert sie einen Punkt und kommt jetzt auf 33 Prozent. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa für das RTL/ntv-"Trendbarometer“ hervor. Die Grünen verlieren ebenfalls einen Punkt und könnten bei einer Bundestagswahl zum jetzigen Zeitpunkt mit 18 Prozent rechnen. Damit liegen die Grünen zwei Prozentpunkte vor der SPD, die unverändert bei 16 Prozent steht. FDP (8 Prozent) und die AfD (10 Prozent) gewinnen jeweils einen Prozentpunkt hinzu. Die Linke liegt weiter bei 8 Prozent. Die Bundestagswahl ist am 26. September. Bereits am Sonntag finden Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz statt.

+++ 5.01 Uhr: Fraktionsvize Connemann – CDU in schwerster Krise seit Spendenaffäre +++

Die Verstrickung von Unionspolitikern in Geschäfte mit dem Kauf von Corona-Schutzmasken haben die Union aus Sicht von Fraktionsvize Gitta Connemann in ihre schwerste Krise seit über 20 Jahren gebracht. "Wir befinden uns in der schwersten Krise seit der Spendenaffäre. Nur wenn wir mit aller Konsequenz und Härte reagieren, werden wir wieder Vertrauen zurückgewinnen können“, sagte Connemann der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Die Spendenaffäre hatte die CDU 1999/2000 schwer erschüttert. 

Hintergrund der aktuellen Krise sind Maskengeschäfte der Abgeordneten Georg Nüßlein (CSU) und Nikolas Löbel (CDU). Gegen Nüßlein ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Anfangsverdachts der Bestechlichkeit. Löbel hat eingeräumt, dass seine Firma Provisionen von rund 250 000 Euro für das Vermitteln von Kaufverträgen für Corona-Schutzmasken erhalten hat. Bei ihm prüft die Staatsanwaltschaft, ob ein hinreichender Anfangsverdacht zur Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegeben ist. Beide Politiker haben inzwischen ihre jeweilige Partei verlassen.

+++ 4.55 Uhr: Fast 150 Corona-Sondersendungen bei ARD und ZDF seit Pandemiebeginn +++

Schon 148 Sondersendungen haben ARD und ZDF zur Coronakrise seit dem Beginn der Pandemie ins Programm genommen. In diesem Jahr bereits 10 mal und zuvor 73 mal im Jahr 2020 hieß es im Ersten nach der 20-Uhr-"Tagesschau“: "ARD extra: Die Corona-Lage". Das letzte "Extra“ dieser Art lief erst am Montag und berichtete von den vielerorts in Deutschland in Kraft getretenen Corona-Lockerungen. Zudem gab es ein Interview mit dem österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz. Das ZDF änderte etwas weniger häufig seinen Programmablauf in den vergangenen zwölf Monaten. 2021 gab es bisher fünf "ZDF spezial"-Sendungen zum Thema Corona, 2020 waren es 60 gewesen.

+++ 4.40 Uhr: Einsatz verlängert – Nationalgarde schützt US-Kapitol bis zum 23. Mai +++

Die Nationalgarde wird noch bis zum 23. Mai zum Schutz des US-Kapitols eingesetzt. Bei der um zwei Monate verlängerten Entsendung würden knapp 2300 Nationalgardisten im Einsatz sein, etwa die Hälfte weniger als bisher, teilte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, John Kirby, am Dienstag (Ortszeit) mit. Während dieser Zeit werde das Ministerium gemeinsam mit der Kapitolspolizei daran arbeiten, den Einsatz der Nationalgarde Schritt für Schritt zu reduzieren.

+++ 3.58 Uhr: London bestellt EU-Vertreter wegen Streits um Impf-Äußerungen Michels ein +++ 

Im Impfstreit mit Brüssel hat Großbritannien am Dienstag den Vertreter der EU in London einbestellt, um gegen Äußerungen von Ratspräsident Charles Michel zu protestieren. Anlass war ein Newsletter Michels, in dem es hieß: "Das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten haben ein völliges Verbot für den Export von Impfstoffen oder Impfstoffkomponenten verhängt, die auf ihrem Territorium hergestellt werden." 

In einem Brief an Michel reagierte der britische Außenminister Dominic Raab empört auf die Äußerungen. "Die britische Regierung hat nicht den Export eines einzigen Covid-19-Impfstoffs oder von Impfstoffkomponenten blockiert", zitierte das Außenministerium aus Raabs Brief. "Alle Hinweise auf ein britisches Exportverbot oder irgendwelche Beschränkungen für Impfstoffe sind völlig falsch."

+++ 1.24 Uhr: Ex-Chef der "Mafia Capitale" in Rom zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt +++

Der ehemalige Chef des als "Mafia Capitale" berüchtigten Verbrechernetzwerks, Massimo Carminati, ist zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden. Ein  Gericht in der italienischen Hauptstadt Rom befand den 62-Jährigen für schuldig, durch Bestechung und Erpressung Millionen-Beträge für öffentliche Ausschreibungen kassiert zu haben. Seine rechte Hand, Salvatore Buzzi, wurde zu zwölf Jahren und zehn Monaten verurteilt.

+++ 0.23 Uhr: Sechste Frau erhebt Belästigungsvorwürfe gegen New Yorks Gouverneur +++

Gegen den New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo hat eine sechste Frau Belästigungsvorwürfe erhoben. Wie die Zeitung "Times Union" aus Albany berichtete, gab die Mitarbeiterin an, Cuomo habe sie Ende 2020 in seiner Residenz in Albany unangemessen berührt. Auf Nachfrage erklärte Cuomo, er habe noch keine Kenntnis von dem neuen Vorwurf. Rücktrittsforderungen lehnte der 63-jährige Demokrat weiter ab. "Lassen Sie die Untersuchung die Fakten ermitteln, und dann werden wir sehen."

tis / wue DPA AFP

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