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News von heute Familie von George Floyd erhält 27 Millionen Dollar Schmerzensgeld

Ein Bild von George Floyd ziert eine Gedenkstätte für den getöteten Afroamerikaner
Ein Bild von George Floyd ziert eine Gedenkstätte für den getöteten Afroamerikaner
© CHANDAN KHANNA / AFP
Alle Unionsabgeordneten unterzeichnen Ehrenerklärung +++ KSK-Soldat zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt +++ Mutmaßliches Tötungsdelikt in Tönnies-Fleischfabrik in Rheda-Wiedenbrück +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Aktuelle Top-Meldung:

Familie von George Floyd erhält 27 Millionen Dollar Schmerzensgeld

Die Familie des durch Polizeigewalt getöteten Afroamerikaners George Floyd erhält 27 Millionen Dollar Schmerzensgeld. Die Einigung mit der US-Stadt Minneapolis in Rekordhöhe sei noch vor dem Gerichtsurteil erzielt worden, erklärten die Anwälte der Familie. Zehn Monate nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners hatte am Montag in Minneapolis der Prozess gegen den weißen Ex-Polizisten Derek Chauvin begonnen. 

+++ Die aktuellen Meldungen zur Coronavirus-Pandemie lesen Sie hier. +++
Die News von heute im stern-Ticker:

+++ 19.56 Uhr: Einflussreiche Parteifreunde fordern New Yorks Gouverneur Cuomo zum Rücktritt auf +++ 

Der wegen Belästigungsvorwürfen unter Druck geratene New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo verliert auch in den Reihen seiner Demokratischen Partei zunehmend an Rückhalt. Die beiden prominenten Abgeordneten Alexandria Ocasio-Cortez und Jerry Nadler, die New York im US-Repräsentantenhaus vertreten, riefen ihren Parteifreund zum Rücktritt auf. Cuomo wies die Forderungen umgehend zurück.

Sechs Frauen haben seit Ende Februar Belästigungsvorwürfe gegen Cuomo erhoben. Die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James hatte am Montag zwei unabhängige Juristen ernannt, die die Untersuchung gegen Cuomo leiten sollen. Der Gouverneur schloss einen Amtsverzicht am Freitag erneut aus. "Ich werde nicht zurücktreten", sagte er vor Journalisten. Er habe die ihm zur Last gelegten Dinge nicht getan. 

+++ 19.14 Uhr: Zehntausende protestieren in Algier für Freiheit und Demokratie +++

In Algeriens Hauptstadt Algier haben Zehntausende für Freiheit und Demokratie demonstriert. In Sprechchören forderten sie radikale Veränderungen sowie den Abgang der politischen Führung. Seit mehreren Wochen gehen in dem nordafrikanischen Land immer wieder Demonstranten für politische Reformen auf die Straße. Vor zwei Jahren hatte es bereits Massenproteste gegeben, die schließlich zum Sturz von Langzeitherrscher Abdelaziz Bouteflika führten. Zum Nachfolger wurde im Dezember 2019 Präsident Abdelmadjid Tebboune gewählt. Die Protestbewegung betrachtet die jetzige Regierung jedoch als Fortsetzung des alten Systems. 

+++ 18.52 Uhr: Brinkhaus: Alle Unionsabgeordneten unterzeichnen Ehrenerklärung +++ 

Zum Ablauf der von der Unionsfraktionsführung gesetzten Frist am Freitagabend haben alle Abgeordneten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion die geforderte Ehrenerklärung unterzeichnet. "Alle CDU/CSU-Bundestagsabgeordneten haben diese Erklärung unterschrieben und damit klargestellt, dass sie in der Corona-Pandemie mit aller Kraft gearbeitet haben, die Krise zu bewältigen, Bürgern zu helfen und Unternehmen zu unterstützen, ohne einen persönlichen Vorteil daraus zu ziehen", schrieben Fraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) und CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt in einem Brief an die Abgeordneten, der AFP vorliegt. 

+++ 18.39 Uhr: Umfrage zur Baden-Württemberg-Wahl: Grüne vor deutlichem Sieg +++

Kurz vor der Landtagswahl am Sonntag in Baden-Württemberg liegen die Grünen in einer Umfrage erneut klar vorne. Die Partei von Ministerpräsident Winfried Kretschmann kommt nach der Erhebung des Insa-Instituts für die "Bild"-Zeitung (Samstag) weiterhin auf eine Zustimmung von 32 Prozent. Die CDU büßt gegenüber einer früheren Insa-Befragung aus der ersten Märzwoche weiter ein: Die Partei von Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann erreicht nun eine Zustimmungsrate von 23 Prozent (minus 2 Punkte); mit solch einem Ergebnis würde sie bei der Wahl so schlecht abschneiden wie noch nie im Land. SPD und FDP erreichen bei der Umfrage jeweils 11 Prozent (SPD plus 1, FDP unverändert), die AfD 13 Prozent (plus 1). Die Linke landet bei vier Prozent und würde damit den Einzug in den Stuttgarter Landtag verpassen.

+++ 18.30 Uhr: Käserei ruft mehrere Käsesorten zurück +++

Eine Käserei aus dem oberbayerischen Soyen hat drei Käsesorten zurückgerufen. "Bei den Artikeln wurden Listerien festgestellt", teilte die Käsegroßhandlung Paul Lerchenmüller mit. Betroffen seien „"Petit Fleur Camembert", "Kreitaberti" und "Pfefferbert" mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum zwischen 23. März und 7. April. Die Käsesorten seien in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen verkauft worden. Eine Listerien-Erkrankung äußerst sich den Angaben nach innerhalb von 14 Tagen mit Durchfall und Fieber. Schwangere, Senioren und Menschen mit geschwächtem Abwehrsystem könnten schwerere Krankheitsverläufe mit Blutvergiftung und Hirnhautentzündung entwickeln. Selbst wenn Schwangere keine Symptome zeigen, könnte das ungeborene Kind Schäden davontragen. Betroffene sollen sich ärztliche Hilfe suchen.

+++ 17.19 Uhr: Brand an Bord eines Kreuzfahrtschiffes vor Korfu +++

An Bord des im Hafen der griechischen Insel Korfu liegenden Kreuzfahrtschiffes "MSC Lirica" hat es gebrannt. Das Feuer sei unter Kontrolle, berichtete das Staatsfernsehen (ERT) unter Berufung auf die Küstenwache und die Feuerwehr. An Bord seien keine Passagiere, da das Schiff erst im Mai seine Fahrten starten sollte. Es sei niemand verletzt worden. Die Ursache des Brandes war demnach noch unklar. Eine Untersuchung sei eingeleitet worden.

+++ 17.02 Uhr: Früherer australischer Finanzminister Cormann soll neuer OECD-Chef werden +++

Der frühere australische Finanzminister Mathias Cormann soll neuer Generalsekretär der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) werden. Wie aus dem Umfeld der Organisation verlautete, stimmte eine knappe Mehrheit der Botschafter der OECD-Mitgliedstaaten für den 50-Jährigen. Er landete damit in der Gunst des Gremiums vor der früheren EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström.

Die OECD verfasst jährlich rund 500 internationale Berichte von der Flüchtlingspolitik bis hin zu Konjunkturprognosen. Auf OECD-Ebene wird auch über strittige Themen wie eine internationale Digitalsteuer verhandelt. Cormann löst Angel Gurría ab, der Mexikaner hatte den Vorsitz seit 2006 inne und gibt den Posten im Mai ab. Der Australier hatte im vergangenen Jahr für den geplanten Posten bei der OECD sein Mandat im Parlament niedergelegt. 

+++ 16.59 Uhr: Mini wird 2031 komplett elektrisch +++

BMW will den Mini in zehn Jahren nur noch als Elektroauto verkaufen. Das letzte neue Modell mit Benzinmotor soll 2025 auf den Markt kommen und wahrscheinlich noch bis 2031 angeboten werden – danach werde es ausschließlich vollelektrische Minis geben, keine Verbrenner und keine Hybride mehr, verlautete am Freitag aus Konzernkreisen. Zuvor hatte "Der Spiegel" darüber berichtet.

Derzeit hat die BMW-Tochter den in Oxford gebauten Mini Cooper SE als vollelektrisches Modell und den SUV-Mini Countryman als Plug-in-Hybrid im Angebot – alle anderen Modelle fahren mit Verbrennermotor. Mini hatte im vergangenen Jahr gut 292.000 Autos verkauft, davon 11 Prozent mit Hybrid- und 6 Prozent mit E-Antrieb. Ende 2023 soll ein vollelektrischer Mini Countryman aus dem BMW-Werk Leipzig auf den Markt kommen sowie ein weiterer vollelektrischer Mini, der mit dem chinesischen Partner Great Wall in China für China gebaut wird. 2027 solle dann bereits die Hälfte des weltweiten Mini-Absatzes mit E-Modellen erzielt werden.

+++ 16.21 Uhr: Sohn geärgert – Mann erschießt zwei Kinder in Schulbus in Türkei +++

Weil sie in einen Streit mit seinem Sohn geraten waren, hat ein Vater in der türkischen Schwarzmeerregion zwei Schuljungen getötet. Der Mann sei am Freitagmorgen in den Schulbus gestiegen und habe mit einer Pistole auf die 13- und 14-Jährigen geschossen, berichtete die Nachrichtenagentur Demirören Haber Ajansi. Beide Jungen starben im Krankenhaus. Der Mann wurde festgenommen. Die restlichen Schüler im Bus hätten sich unter den Sitzen versteckt, als die Schüsse fielen. Der Sohn habe dem Vater am Vorabend von einem Streit mit den Mitschülern erzählt. Dem Bericht zufolge lagen die Familien bereits zuvor im Streit und standen gegeneinander vor Gericht.

+++ 15.34 Uhr: Brand an Bord eines Kreuzfahrtschiffes vor Korfu ausgebrochen +++

An Bord des im Hafen der griechischen Insel Korfu liegenden Kreuzfahrtschiffes "MSC Lirica" ist ein Brand ausgebrochen. An Bord seien keine Passagiere, da das Schiff erst im Mai seine Fahrten starten sollte, berichteten örtliche Medien und zeigten ein Video, auf dem Flammen und dicke Rauchwolken zu sehen waren. Nach ersten Informationen des Staatsfernsehens ERT soll der Brand in den Rettungsbooten angefangen haben. Die Ursache war unklar.

+++15.29 Uhr: Südkorea stoppt Exporte von Militärgütern nach Myanmar +++

Südkorea stoppt eigenen Angaben zufolge als Antwort auf das gewaltsame Vorgehen der Militärjunta gegen Proteste in Myanmar den Export von Militärgütern in das südostasiatische Land. Auch kündigte das Außenministerium in Seoul an, die Ausfuhr von Gütern streng zu kontrollieren, die sowohl zivil als auch militärisch nutzbar sind. Der Austausch mit Myanmar im Verteidigungs- und Sicherheitsbereich werde ebenfalls ausgesetzt. Das Ministerium betonte, dass seit Anfang 2019 keine Waffen mehr nach Myanmar geliefert worden seien.

+++15.05 Uhr: Londoner Polizei: Leiche ist vermisste 33-Jährige +++

Eine in London vermisste 33-Jährige ist tot. Bei der gefundenen Leiche handele es sich um Sarah E., teilte die Londoner Polizei mit. Die Identifizierung sei abgeschlossen. Beamte hatten bei ihrer Suche nach der jungen Frau in einem Waldstück in der südostenglischen Grafschaft Kent menschliche Überreste gefunden. Dringend tatverdächtig ist ein Beamter der Londoner Polizei. Er soll die 33-Jährige am 3. März abends auf dem Heimweg von einer Freundin entführt und getötet haben. 

CDU-Politiker Hauptmann

+++ 14.57 Uhr: "Kottan"-Regisseur Peter Patzak verstorben +++

Der für seine unkonventionellen "Kottan"-Krimis bekannte Regisseur Peter Patzak ist tot. Der österreichische Filmemacher starb am Donnerstag im Alter von 76 Jahren in einem Krankenhaus in Krems, berichteten Freunde seiner Familie der Nachrichtenagentur APA.

Mit "Kottan ermittelt" setzte Patzak einen Meilenstein in der Geschichte des deutschsprachigen Fernsehkrimis. Von 1976 bis 1983 flimmerte die Serie mit wechselnden Hauptdarstellern über die Bildschirme. Mit ihrem anarchistischen und satirischen Humor war sie den gängigen deutschen Krimireihen um Jahre voraus.

+++ 14.45 Uhr: Erneut Unklarheit über Inhaftierungsort Nawalnys +++

Anhänger des inhaftierten Kremlkritikers Alexej Nawalny rätseln in Russland erneut über seinen Aufenthaltsort. Der 44-Jährige sei aus dem Untersuchungsgefängnis im Gebiet Wladimir rund 100 Kilometer östlich von Moskau an einen unbekannten Ort gebracht worden, schrieb sein Team auf Twitter. Die Anwälte des Oppositionsführers hätten stundenlang vor der Haftanstalt gewartet, bis ihnen mitgeteilt worden sei, dass ihr Mandant sich dort gar nicht mehr aufhalte. Wo er nun sei, wüssten sie nicht.

Seitdem Nawalny Mitte Januar bei seiner Rückkehr nach Russland direkt festgenommen worden war, gab es immer wieder Verwirrung über seinen Verbleib. Zuletzt fehlte vor rund zwei Wochen zwischenzeitlich jedes Lebenszeichen - seine Unterstützer vermuteten damals, der Kremlgegner sei in ein besonders gefürchtetes Straflager gebracht worden. Wenig später tauchte er dann aber in der Untersuchungshaftanstalt im Gebiet Wladimir wieder auf. Auch dieses Mal zeigten sich Nawalnys Unterstützer in den sozialen Netzwerken in Sorge um den Oppositionsführer und baten um Hinweise zu seinem Verbleib.

+++ 14.39 Uhr: Nachbeben in Mittelgriechenland versetzt die Menschen in Angst +++

Ein Erdbeben der Stärke 5,2 hat die Region um die mittelgriechische Stadt Larissa erschüttert und die Menschen in Angst versetzt. "Es ist ein starkes Nachbeben des schweren Erdstoßes vom 3. März gewesen", sagte der Geologe Efthymios Lekkas im Staatsrundfunk ERT. Das Beben der Stärke 5,9 hatte erhebliche Schäden angerichtet. Insgesamt müssen rund 1700 Häuser abgerissen oder repariert werden, teilten die Behörden mit. Tote oder Verletzte gab es nicht. Hunderte Menschen müssen seitdem in Zelten, Autos oder weiter entfernt in Hotels oder bei Freunden übernachten. Seismologen geben noch keine Entwarnung und erwarten, dass die Nachbeben noch Wochen dauern könnten. 

+++ 14.11 Uhr: KSK-Soldat zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt +++

Im Prozess gegen einen KSK-Soldaten hat das Landgericht Leipzig den Angeklagten zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Das Gericht sprach den suspendierten Soldaten wegen Verstößen gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz, das Waffengesetz und das Sprengstoffgesetz schuldig. Auf dem Grundstück des Manns in Nordsachsen waren im vergangenen Jahr Waffen, Munition und Sprengstoff gefunden worden.

+++ 13.59 Uhr: 25-Jähriger aus Voerde vom Vorwurf des Werbens um IS-Unterstützer freigesprochen +++

Ein 25 Jahre alter Syrer aus Voerde am Niederrhein ist vom Oberlandesgericht Düsseldorf vom Vorwurf des Werbens um Unterstützer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) freigesprochen worden. Das Urteil folgte den übereinstimmenden Anträgen der Generalstaatsanwaltschaft und der Verteidigung, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Der Angeklagte hätte im Dezember 2017 zwar gern den IS unterstützt – dass seine Bemühungen dem IS hätten nützen können, habe sich aber nicht feststellen lassen. Die angebliche Gruppe, für die er geworben habe, habe aus ihm und zwei Menschen in Syrien bestanden, die sich nicht einmal gekannt hätten. Laut einem Sachverständigen handle es sich dabei definitiv nicht um eine Untergruppe des IS. 

Der Vorsitzende Richter habe deutlich gemacht, dass der Angeklagte gefährlich nah an eine Strafbarkeit gekommen sei, erklärte der Sprecher. Der 25-Jährige habe seine Bemühungen aber schon nach kurzer Zeit aufgegeben. In seinem letzten Wort vor Gericht habe er sich entschuldigt, inzwischen distanziere er sich deutlich von seiner damaligen Einstellung.

+++ 13.58 Uhr: Piraten kapern Schiff im Golf von Guinea +++

Im Golf von Guinea haben Piraten einen Tanker gekapert und 15 Besatzungsmitglieder als Geiseln genommen. Wie die niederländischen Eigner des Tankers "Davide B" in Den Haag mitteilten, wurden diese 15 Besatzungsmitglieder von Bord verschleppt. Sechs weitere Seeleute seien unverletzt und in Sicherheit, erklärte das Unternehmen Poli Shipmanagement. Sie befänden sich weiter an Bord des Schiffes. Dort sei auch Sicherheitspersonal eingetroffen. Der Überfall auf die "Davide B" erfolgte den Angaben zufolge bereits am Donnerstagnachmittag rund 210 Seemeilen (knapp 390 Kilometer) südlich von Cotonou im westafrikanischen Benin. Der Tanker, der unter maltesischer Flagge unterwegs sei, habe einen Transport von Estland nach Nigeria ausführen sollen.

+++ 13.12 Uhr: Berlin trauert um Schöpferin der weltbekannten "Buddy Bären" +++

Berlin trauert um Eva Herlitz, Schöpferin der weltweit bekannten sogenannten "Buddy Bären"-Skulpturen. "Mit Eva Herlitz hat Berlin eine Botschafterin verloren, die weltweit gewirkt und für unsere Stadt etwas Einzigartiges geschaffen hat", erklärte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD). Herlitz starb laut einer Mitteilung der von ihr und ihrem Ehemann Klaus vor rund 20 Jahren gegründeten "Buddy Bär"-Initiative bereits Ende Februar im Alter von 68 Jahren. Die Firma stellte eine Traueranzeige ins Internet. Details wurden nicht genannt.

Bei den "Buddy Bären" handelt es sich um bunte, zwei Meter große Bärenskulpturen aus Plastik. Die von Künstlern gestalteten Bären sollen für ein friedliches Miteinander werben. Sie wurden 2002 erstmals in Berlin ausgestellt und anschließend in diversen anderen Großstädten weltweit gezeigt. Zuletzt waren die Bären 2019 in Guatemala City und 2020 dann erneut in Berlin zu sehen.

+++ 12.41 Uhr: Ankara: Afghanistan-Friedensgespräche im April in Türkei geplant +++

Die Türkei soll nach eigenen Angaben Gastgeberland afghanischer Friedensgespräche werden. Die Verhandlungen der afghanischen Regierung mit den Taliban sollten im April stattfinden, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu den türkischen Außenminister Mevlüt Cavusoglu. Ein konkretes Datum sowie Details zum Inhalt der Gespräche wurden vorerst nicht genannt. Zuvor hatte das russische Außenministerium mitgeteilt, Russland werde am 18. März in Moskau ein Treffen von Vertretern der Taliban, der afghanischen Regierung, der USA, Chinas und Pakistans ausrichten. Ehrengast sei Katar, hieß es. 

Seit dem 12. September sprechen die Taliban mit Vertretern der afghanischen Republik über Frieden. Das Gastgeberland Katar hatte die Rolle eines Vermittlers eingenommen. 

News von heute: Familie von George Floyd erhält 27 Millionen Dollar Schmerzensgeld

+++ 12.33 Uhr: Mutmaßliches Tötungsdelikt in Tönnies-Fleischfabrik in Rheda-Wiedenbrück +++

Im Hauptwerk des Fleischkonzern Tönnies in Nordrhein-Westfalen soll am Freitagmorgen ein Mitarbeiter einen Kollegen tödlich verletzt haben. Nach DPA-Informationen starb der Verletzte im Krankenhaus. Die Polizei Bielefeld richtete eine Mordkommission ein, machte aber zunächst keine Angaben zu dem Sachverhalt.

Laut Tönnies-Firmensprecher André Vielstädte soll bei dem Vorfall im Werk in Rheda-Wiedenbrück (Kreis Gütersloh) ein 20 Jahre alter Mitarbeiter einen Kollegen (33) mit einem Messer attackiert haben. "Trotz sofortiger Ersthilfemaßnahmen ist der Mitarbeiter im Krankenhaus verstorben", so Vielstädte weiter. Der Vorfall habe sich in einem Teilbereich der Zerlegung ereignet. Bei dem mutmaßlichen Täter und dem Opfer handele es sich um rumänische Staatsbürger. Der Tatverdächtige sei festgenommen worden. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung berichtet.

+++ 12.09 Uhr: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Frankfurter Oberbürgermeister wegen AWO-Affäre +++

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main hat im Zuge der AWO-Affäre in Hessen Ermittlungen gegen den Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) und seine Ehefrau aufgenommen. Gegen Feldmann bestehe der Verdacht der Vorteilsnahme, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft der Nachrichtenagentur AFP. Seine Frau stehe wegen Beihilfe zur Vorteilsnahme unter Verdacht. Die Staatsanwaltschaft ermittelt zudem gegen einen Verantwortlichen der Arbeiterwohlfahrt (AWO) wegen Vorteilsgewährung.

Seit Ende Februar wird nach Angaben der Staatsanwaltschaft gegen Feldmann und seine Frau ermittelt. Er geriet im November 2019 in Erklärungsnot. Damals wurde der Vorwurf laut, dass seine Ehefrau als Leiterin einer Kita der AWO zu viel verdient habe. Zudem soll die AWO ihr im September 2017 einen Dienstwagen zur Verfügung gestellt haben. Auch Feldmann arbeitete vor seiner Wahl zum Oberbürgermeister für die AWO.

Feldmann reagierte auf diese Vorwürfe mit einer "Transparenzoffensive". Anfang September 2020 veröffentlichte er seinen Steuerbescheid 2018 im Internet. Etwa zur selben Zeit leitete das hessische Innenministerium auf Wunsch Feldmanns ein Disziplinarverfahren gegen ihn ein. Diesen Antrag hatte er im März 2020 gestellt. Ergebnisse des Verfahrens wurden noch nicht bekannt.

+++ 11.34 Uhr: 59-Jährige erstochen – Polizei nimmt Mann mit Schwertern fest +++

In einer Wohnung in Hessen soll ein Mann eine 59 Jahre alte Frau erstochen haben. Die Polizei nahm den 25-Jährigen fest. Er soll am Donnerstagabend in Schwalbach bei Frankfurt am Main mehrfach auf die 59-Jährige eingestochen haben – möglicherweise mit einem Schwert, wie die Polizei in Wiesbaden und die Staatsanwaltschaft in Frankfurt gemeinsam mitteilten. Das Motiv der Tat war zunächst völlig unklar.

Ersten Ermittlungen zufolge hatte der 25-Jährige Deutsche gemeinsam mit einem 59 Jahre alten Mann in dessen Wohnung Alkohol getrunken. Als die Frau vorbeikam, soll der Verdächtige unvermittelt auf die gemeinsame Bekannte eingestochen haben. Anschließend flüchtete er aus der Wohnung. Obwohl der 59-Jährige sofort den Notarzt alarmierte, starb die Frau noch am Tatort. Sie habe mehrere Stich- und Schnittverletzungen erlitten. Die Polizei stellte den flüchtenden 25-Jährigen keine Stunde später vor der Wohnung seiner Eltern. Bei der Festnahme hatte der Mann zwei Schwerter in den Händen.

Der 25-Jährige sollte noch am Freitag vor den Haftrichter kommen. Er ist den Ermittlungsbehörden zufolge bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten. 

+++ 11.14 Uhr: Journalist der Deutschen Presse-Agentur in Myanmar festgenommen +++

Ein polnischer Journalist, der für die Deutsche Presse-Agentur in Myanmar tätig ist, ist von Sicherheitskräften im Zentrum des Landes festgenommen worden. Robert Bociaga sei am Donnerstag in Taunggyi, der Hauptstadt des Shan-Staats, von Soldaten inhaftiert worden, berichteten übereinstimmend das Portal Myanmar Mix, das Nachrichtenunternehmen Khit Thit Media und zahlreiche User in sozialen Netzwerken. Der 30-Jährige soll dabei auch geschlagen und verletzt worden sein, so ein Reporter von Khit Thit Media auf Facebook. Auf Fotos war zu sehen, wie Bociaga von Uniformierten umzingelt wurde und schützend die Hände über sich hielt. Die Deutsche Presse-Agentur hat derzeit keinen Kontakt zu Bociaga.

Die Deutsche Presse-Agentur verurteile das Vorgehen und fordere die Verantwortlichen auf, den Journalisten umgehend freizulassen. Das polnische Außenministerium bestätigte die Festnahme eines polnischen Journalisten. Der polnische Konsul in Thailand und der deutsche Konsul in Myanmar hätten dies bestätigt, hieß es in einer von der Zeitung Gazeta Wyborcza zitierten Stellungnahme. Es würden alle Anstrengungen unternommen, um Kontakt zu dem Inhaftierten aufzunehmen, um ihm zu helfen und Informationen über seinen Gesundheitszustand und seine rechtliche Situation zu erhalten.

+++ 10.15 Uhr: Staatsanwaltschaft setzt 5000 Euro Belohnung für Hinweise zu Briefbombenserie aus +++

Nach der Serie mit drei an Lebensmittelhersteller und -händler verschickten Briefbomben hat die Staatsanwaltschaft eine Belohnung von 5000 Euro ausgesetzt. Die Belohnung gilt für Hinweise, die zur Aufklärung der Straftat führen, teilten die Staatsanwaltschaft Heidelberg und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg mit. Sie erhoffen sich Angaben zu dem bereits veröffentlichten Video des mutmaßlichen Täters. In dem Video soll zu sehen sein, wie der mit einem auffälligen Schal bekleidete Tatverdächtige die Sendungen in einer Postannahmestelle in Ulm abgibt.

In Untersuchungshaft sitzt ein 66 Jahre alter Rentner aus dem Raum Ulm. Er soll an den Discounter Lidl und die Wild-Werke, unter anderem Produzent der Capri-Sonne, in Baden-Württemberg Briefbomben geschickt haben. Diese explodierten und verletzten Mitarbeiter beider Unternehmen. Eine an den Babykosthersteller Hipp gerichtete Briefbombe konnte im Verteilzentrum am Flughafen München abgefangen werden.

+++ 10.12 Uhr: Studie: So viele Zwillingsgeburten wie noch nie +++

Weltweit kommen einer neuen Studie zufolge so viele Zwillinge zur Welt wie nie zuvor. Jedes Jahr werden inzwischen mehr als 1,6 Millionen Zwillingspaare geboren - das betrifft damit rund eine von 40 Schwangerschaften, wie es in einer in der Zeitschrift "Human Reproduction" veröffentlichten Studie heißt. Als Ursache machen die Forscher unter anderem den Anstieg künstlicher Befruchtung aus. 

+++ 10.11 Uhr: Gewerkschaft der Polizei will keine AfD-Mitglieder in ihren Reihen +++

Mitglieder der AfD sind in der Gewerkschaft der Polizei (GdP) nicht mehr willkommen. "Gleichzeitige Mitgliedschaften in der Partei Alternative für Deutschland und in der Gewerkschaft der Polizei sind nach Auffassung des GdP-Bundesvorstandes nicht miteinander vereinbar", teilte die GdP nach einer Videokonferenz ihres Bundesvorstandes mit.

"Die AfD will mit Provokationen und Inszenierungen medienwirksam auffallen, ist gewerkschaftsfeindlich eingestellt und entzieht sich der solidarischen Basis unserer Gesellschaft", sagte der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende Dietmar Schilff. Beispielsweise hätten AfD-Politiker in der Corona-Krise an sogenannten Querdenker-Demonstrationen teilgenommen "und dabei offen den Schulterschluss mit Rechtsextremen, Antisemiten, Reichsbürgern und Verschwörungstheoretikern gesucht". Die AfD sei eine "menschenverachtende Partei, die sich weder der Demokratie noch der historischen Verantwortung Deutschlands verpflichtet fühlt", heißt es in einem Positionspapier der GdP.

+++ 9.17 Uhr: Handel Großbritanniens mit EU wegen Brexit drastisch eingebrochen +++

Der Handel des Vereinigten Königreichs mit der Europäischen Union ist angesichts des zum Jahreswechsel endgültig vollzogenen Brexits eingebrochen. Wie die Statistikbehörde des Landes mitteilte, sanken die Exporte von Gütern des Landes in die EU im Januar verglichen mit Dezember 2020 um 41 Prozent. Umgekehrt gab es einen Rückgang der Importe aus der EU nach Großbritannien um 29 Prozent. Der Einbruch sei gemessen an Preisen und Umfang "der größte Rückgang in einem Monat seit Beginn der Aufzeichnungen im Januar 1997", erklärte die Statistikbehörde. Den Statistikern zufolge schrumpfte zudem die britische Wirtschaft im ersten Monat des neuen Jahres um 2,9 Prozent, nachdem sie im Dezember noch um 1,2 Prozent zugelegt hatte.

+++ 9.06 Uhr: Südafrikanischer Zulu-König Zwelithini stirbt im Alter von 72 Jahren +++

Der südafrikanische Zulu-König Goodwill Zwelithini ist tot. "In großer Trauer teile ich hiermit der Nation das Ableben seiner Majestät mit", hieß es in einer von Prinz Mangosuthu Buthelezi unterzeichneten Erklärung des Palasts am Freitag. Der 72-jährige Herrscher der größten Ethnie des Landes starb nach einer wochenlangen Behandlung im Krankenhaus. Die Gesundheit des Königs habe sich während des Aufenthaltes verschlechtert, hieß es in der Erklärung. Er sei in den frühen Morgenstunden verstorben. Der umstrittene König war in einer Kleinstadt in der Provinz Kwa-Zulu Natal geboren worden. Er bestieg im Alter von 23 Jahren noch während der Apartheid 1971 den Thron. Als König hatte er keine offizielle Macht im modernen Südafrika, galt aber als traditionelle Autorität bei Millionen von Angehörigen der Zulu-Ethnie.

+++ 8.58 Uhr: Zoll findet bei Autokontrolle 400.000 Euro Bargeld - teils in Kühltruhe +++

Bei einer Kontrolle haben baden-württembergische Zöllner in einem Kleintransporter Bargeld im Wert von 400.000 Euro gefunden, das teilweise in einer Kühltruhe versteckt war. Wie das Hauptzollamt in Karlsruhe mitteilte, nahmen sie das Fahrzeug mit türkischer Zulassung Anfang März auf einem Rastplatz an der Autobahn 61 unter die Lupe. Der 51-jährige Fahrer gab demnach an, auf dem Weg von Tschechien über Duisburg in die Türkei zu sein. In der Fahrerkabine fanden die Beamten dann 240.000 Euro Bargeld - lediglich abgedeckt mit einer Decke. Anschließend durchsuchten sie den Wagen weiter und fanden noch einmal 150.000 Euro in einer Kühltruhe unter Lebensmitteln versteckt. Das Geld unbekannter Herkunft wurde beschlagnahmt. Der Fahrer gab an, selbst nicht der Besitzer Bargelds zu sein.

+++ 8.09 Uhr: Transporter fährt gegen Leitplanke - Fahrer auf Straße geschleudert +++

Beim Zusammenstoß mit einer Leitplanke ist der Fahrer eines Kleintransporters auf der Autobahn 115 aus dem Wagen geschleudert und schwer verletzt worden. Der Mann wurde ins Krankenhaus eingeliefert, wie die Polizei in Brandenburg/Havel mitteilte. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte sich das Fahrzeug bei dem Unfall zwischen dem Dreieck Nuthetal und dem Anschluss Saarmund (Potsdam-Mittelmark) gedreht. Der Fahrer sei außerhalb des Transporters aufgefunden worden, sagte eine Polizeisprecherin. Der genaue Unfallhergang müsse noch geklärt werden. Die Fahrbahn in Richtung Berlin war zeitweise voll gesperrt.

+++ 8.05 Uhr: Sasha singt in leerer Hamburger Arena für einen einzigen Fan +++

Sänger Sasha hat inmitten der leeren Hamburger Barclaycard-Arena ein exklusives Konzert für einen einzelnen Fan gegeben. Umgeben von Lagerfeuer- und Kerzenschein hat der Pop- und Rockmusiker für die Sächsin Heike Hacker mehrere Lieder gespielt. "Es ist eine coole Aktion. Einen Fan einzuladen zu einem One-and-One-Campfire-Konzert in der großen Barclaycard-Arena - ich glaube, das hat es noch nie gegeben. Ich darf der erste sein und ich freue mich tierisch darüber“ sagte Sasha kurz vor dem Konzert. Mit der Aktion - Fans konnten sich auf dem Instagram-Account von Sasha um das exklusive Ticket bewerben - solle auch ein positives Signal gesendet werden. Ursprünglich sollte Sasha das kuschelige 1:1-Konzert in dem kleinen Wald - für jeden Auftritt eines Künstlers in der Arena wird in Hamburg-Schnelsen ein Baum gepflanzt - geben. Doch das nasskalte und stürmische Hamburger Wetter hat das unmöglich gemacht, deshalb wurde das Konzert in die coronabedingt leere Barclaycard-Arena verlegt.

+++ 7.39 Uhr: Matthew McConaughey erwägt Kandidatur für Gouverneursamt in Texas +++

Oscar-Preisträger Matthew McConaughey befasst sich derzeit mit einer Kandidatur für das Amt des Gouverneurs seines US-Heimatstaates Texas. Dies sei eine "ernsthafte Überlegung", sagte der Schauspieler im Podcast "The Balanced Voice". Schon Ende vergangenen Jahres hatte der Schauspieler in einem Interview angedeutet, dass er sich einen Wechsel in die Politik durchaus vorstellen könne.  Ob er als Demokrat, Republikaner oder unabhängiger Kandidat antreten würde, blieb bisher offen.

+++ 7.05 Uhr: Frau in Hessen getötet - Rundfunk: Zwei Festnahmen +++

Im hessischen Schwalbach am Taunus ist eine Frau getötet worden. Das bestätigte ein Sprecher der Polizei Westhessen der Nachrichtenagentur DPA. Details nannte er nicht. Nach einem Bericht des Hessischen Rundfunks sollen ein Mann und eine Frau festgenommen worden sein. Der Mann sei zuvor von Beamten im Treppenhaus eines Wohnhauses überwältigt worden. Auf Fotos war er angeblich mit einem schwertähnlichen Gegenstand zu sehen.

+++ 6.53 Uhr: Großbritannien rät britischen Staatsbürgern zu Ausreise aus Myanmar +++

Vor dem Hintergrund der zunehmenden Gewalt gegen Demonstranten in Myanmar hat Großbritannien britischen Staatsbürgern zur Ausreise geraten. Es werde empfohlen, das Land auf dem üblichen Weg zu verlassen, es sei denn, es besteht die dringende Notwendigkeit zu bleiben," teilte das Außenministerium mit. 

+++ 6.44 Uhr: Mindestens sechs Tote bei Grubenunglück in Pakistan +++

Bei einem Grubenunglück im Südwesten Pakistans sind mindestens sechs Bergarbeiter getötet worden. Zwei weitere seien verletzt aus der Kohlenmine in einem Vorort der Großstadt Quetta in der Provinz Balochistan geborgen worden, sagte ein Polizeisprecher. Ein schwerer Felsbrocken war auf die acht Kumpel gestürzt, wie ein Mitarbeiter des örtlichen Rettungsteams sagte. Weitere Einzelheiten waren zunächst unbekannt. Die Arbeit in Minen gehört wegen niedriger Sicherheitsstandards und schlechter Arbeitsbedingungen zu den gefährlichsten Jobs in Pakistan. Grubenunglücke mit Toten gibt es vor allem immer wieder im Süden und Südwesten des Landes.

+++ 6.30 Uhr: Sänger Jan Delay und Sasha vermissen den Trubel auf dem Kiez +++

Der Hamburger Sänger und Hip-Hopper Jan Delay ist frustriert darüber, dass die Clubs bundesweit seit einem Jahr coronabedingt geschlossen sind. "Das ist scheiße, doof und traurig. Ich sehne mich fast nach nichts so sehr, wie endlich mal wieder in den Club zu gehen", sagte er Nachrichtenagentur  DPA. Die Auftritte fehlten ihm zwar auch, aber noch viel mehr würde er das Auflegen in den Clubs vermissen. "Nicht auflegen zu können, das geht mir wirklich an die Substanz." Ähnlich geht es Popsänger Sasha. Auch er vermisst in seiner Freizeit dabei vor allem das frühabendliche Angebot der Reeperbahn. "Was mich vor allem traurig macht, ist, dass die Theater, Bars und Restaurants auf dem Kiez geschlossen sind. Und das fehlt mir schon sehr. Vor allem die Spontanität haben zu können, einfach mal abends essen zu gehen." Der Kiez war am 15. März 2020 in weiten Teilen coronabedingt komplett runtergefahren worden.

+++ 6.06 Uhr: Peru: Über 30 Jahre Haft für Oppositionsführerin Fujimori gefordert +++

Einen Monat vor den Wahlen in Peru hat ein peruanischer Staatsanwalt unter anderem wegen Geldwäsche und Behinderung der Justiz 30 Jahre und zehn Monate Haft für die Oppositionspolitikerin und Präsidentschaftskandidatin Keiko Fujimori gefordert. Der Staatsanwalt José Domingo Pérez reichte die über 15.000 Seiten fassende Anklage bei dem zuständigen Richter ein, wie die peruanische Zeitung "El Comercio" berichtete. Fujimori hat in den vergangenen Jahren bereits mehr als ein Jahr in U-Haft verbracht. Im Mai 2020 war sie aus der U-Haft entlassen worden, weil nach dem Urteil der Richter die Beweise nicht ausreichten, um eine weitere Untersuchungshaft zu rechtfertigen. Die Vorsitzende der rechten Partei "Fuerza Popular" soll 2011 illegale Zahlungen vom brasilianischen Baukonzern Odebrecht erhalten haben.

+++ 6.00 Uhr: Online-Konzert vor 182 Topfpflanzen

Mit lautem Applaus können die Bands und Musiker wohl nicht rechnen, aber mit einem außergewöhnlich bunten Publikum: 182 Topfpflanzen lauschen auf den Zuschauerplätzen im Theater Laboratorium Oldenburg den Darbietungen lokaler Künstlerinnen und Künstler. Der TV-Sender Oeins zeichnete das Konzert "Music for plants" am 1. und 4. März auf und strahlt es am 12. März von 19 bis 20 Uhr aus. Gegen eine Spende von 30 Euro könne man einer Topfpflanze den Konzertbesuch ermöglichen. Der Spendenerlös komme jungen Oldenburger Künstlern zugute. Vorbild der Aktion ist ein 2020 in Barcelona vor 2292 Topfpflanzen veranstaltetes Konzert des Opernhauses El Liceu.

+++ 4:56 Uhr: Plötzlich steht ein Traktor im Wohnzimmer +++

Mitten in seinem Wohnzimmer ist ein Mann von einem außergewöhnlichen Unfall aufgeschreckt worden: Ein Traktor mit Güllewagen war von der Straße abgekommen, durchbrach die Hauswand und kam mit der Motorhaube im Zimmer zum Stehen, wie ein Polizeisprecher sagte. Der 40 Jahre alte Hausbewohner sei bei dem Unfall im Süden Baden-Württembergs nur durch großes Glück unverletzt geblieben. Feuerwehr und Technisches Hilfswerk mussten das Haus in der Gemeinde Hoßkirch abstützen. Am Gebäude entstand Polizeiangaben zufolge ein Sachschaden von etwa 220.000 Euro. Warum der 29 Jahre alte Traktorfahrer mit seinem Gefährt von der Straße abgekommen war, blieb zunächst unklar. Er wurde leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht.

+++ 4.30 Uhr: Regierungsausgaben für externe Berater 2020 stark gestiegen +++

Die Ausgaben der Bundesregierung für externe Berater sind im vergangenen Jahr erneut deutlich gestiegen. Vorläufige Meldungen der einzelnen Ressorts an das Finanzministerium summieren sich auf 433,5 Millionen Euro, was einer Zunahme um 46 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Das geht aus Antworten des Ministeriums auf Anfragen des Linken-Abgeordneten Matthias Höhn hervor. Danach hat das Innenministerium mit 204,3 Millionen Euro mit Abstand am meisten in Expertise von außen investiert. Dahinter folgen das Verkehrsministerium mit 63,2 Millionen, das Finanzministerium mit 52,7 Millionen und das Gesundheitsministerium mit 41,9 Millionen Euro. Am wenigsten ließ sich das Arbeitsministerium die externe Hilfe mit 698.000 Euro kosten.

+++ 4.23 Uhr: Japans Regierungschef wird Bidens erster Staatsgast im Weißen Haus +++

Der japanische Ministerpräsident Yoshihide Suga wird nach Angaben aus Tokio als erster ausländischer Staatsgast von US-Präsident Joe Biden im Weißen Haus empfangen. Sugas Besuch in Washington sei in der ersten April-Hälfte geplant, erklärte ein japanischer Regierungssprecher am Freitag. Bislang ist Biden seit seinem Amtsantritt im Januar mit ausländischen Staats- und Regierungschefs nur in Online-Schalten zusammengekommen. Japan ist für die USA ein wichtiger Sicherheitspartner in der Asien-Pazifik-Region. Zugleich sind die Vereinigten Staaten mit ihrem Atomwaffenarsenal Japans Schutzmacht.

+++ 4.05 Uhr: BGH entscheidet über "fiktive" Kosten für Wohnungsrenovierung +++

Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe entscheidet über die Frage "fiktiver" Kosten für eine Wohnungsrenovierung. Es geht darum, ob der Verkäufer im Schadensfall die tatsächlichen Reparaturkosten erstatten muss oder aber sogenannte fiktive Mängelbeseitigungskosten. Im letzteren Fall bekämen die Käufer Geld, auch wenn sie gar nicht renovieren. Geklagt wurde wegen einer feuchten Wand in einer kurz zuvor verkauften Wohnung. Die Käufer forderten vom Vorbesitzer den Betrag, den sie voraussichtlich für die Renovierung ausgeben müssten. Ob das zulässig ist, dazu gibt es am BGH leicht unterschiedliche Auffassungen. Der fünfte Zivilsenat, der für den Fall zuständig ist, ließ bislang eine solche Berechnung zu. Der siebte, unter anderem für Neubauten zuständige Zivilsenat erlaubt dies nicht mehr. Die Frage ist nun, ob der fünfte Senat den Fall selbst entscheidet oder die Frage dem Großen Zivilsenat zur grundsätzlichen Klärung vorlegt.

nik / kng / rw DPA AFP

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