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News von heute Fünf Kinder und ein Erwachsener sterben bei Verbrechen in USA

Polizei USA
In Muskogee im US-Bundesstaat Oklahoma hat ein Mann offenbar fünf Kinder und eine weitere Person erschossen
© iStockphoto/Getty Images
Hessens Innenminister räumt Notruf-Engpass bei Anschlag in Hanau ein +++ Mehr Rechtsextremisten mit Waffen sind den Behörden bekannt +++ Plattenfirma beendet nach Missbrauchsvorwürfen Zusammenarbeit mit Marilyn Manson +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Aktuelle Top-Meldung:

Fünf Kinder und ein Erwachsener sterben bei Verbrechen in USA

Bei einem Verbrechen im US-Bundesstaat Oklahoma sind fünf Kinder und ein Erwachsener ums Leben gekommen. Die Polizei in der Stadt Muskogee teilte mit, Beamte seien in der Nacht wegen Schüssen an den Tatort gerufen worden. Dort hätten sie eine bewaffnete verdächtige Person vorgefunden, die zunächst geflüchtet, kurz darauf aber festgenommen worden sei. Im Haus habe die Polizei dann vier tote kleine Kinder gefunden sowie einen toten Mann. Ein fünftes Kind sei später im Krankenhaus gestorben. Eine Frau sei mit lebensbedrohlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden. Weitere Details nannte die Polizei zunächst nicht.

+++ Alle Meldungen zur Coronavirus-Pandemie finden Sie hier. +++

Die News von heute im stern-Ticker: 

+++ 22.11 Uhr: Jeff Bezos gibt Amazon-Leitung ab +++

Der weltgrößte Onlinehändler Amazon leitet einen Wechsel an seiner Konzernspitze ein. Unternehmensgründer Jeff Bezos wird den Vorstandsvorsitz im dritten Quartal 2021 an Andy Jassy abgeben, den Leiter des boomenden Cloud-Geschäfts. Das teilte Amazon nach US-Börsenschluss in Seattle mit.

+++ 22.04 Uhr: Italiens Präsident will Ex-EZB-Chef Draghi mit Regierungsbildung beauftragen +++

Italiens Staatschef Sergio Mattarella hat den ehemaligen Präsidenten der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, zu Gesprächen über eine mögliche Regierungsbildung eingeladen. Das Treffen findet Mittwochmittag statt, wie ein Sprecher Mattarellas in Rom mitteilte. Zuvor waren Gespräche der bisherigen Koalitionspartner über eine neue Regierung gescheitert.

+++ 21.31 Uhr: Sondierungsgespräche gescheitert – Italien weiter ohne Regierung +++

In Italiens Regierungskrise ist die Suche nach einer Mehrheit für das bisher regierende Kabinett gescheitert. Staatschef Sergio Mattarella forderte in einer kurzen Ansprache, in kürzester Zeit Beratungen für eine Regierung aufzunehmen, die das Land durch den aktuellen Notstand führen kann. Zugleich sagte der Staatspräsident, er wolle wegen der Pandemie derzeit keine vorgezogenen Wahlen erwirken. Ministerpräsident Giuseppe Conte hatte vor einer Woche seinen Rücktritt eingereicht.

+++ 19.58 Uhr: Amazon zahlt 62 Millionen Dollar wegen Trinkgeldunterschlagung +++

Der Onlinehändler Amazon zahlt wegen des Vorwurfs der Trinkgeldunterschlagung 61,7 Millionen Dollar (51,3 Mio Euro) bei einem Vergleich. Der Konzern habe Lieferfahrern über einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren nicht ihre vereinbarten Bezüge voll ausgezahlt, teilte die Verbraucherschutzbehörde FTC mit. Amazon habe die Beschäftigten vorsätzlich im Unklaren gelassen, so die Behörde. Erst nachdem der Konzern von Ermittlungen der Aufseher erfahren habe, sei die Praxis 2019 eingestellt worden. Die FTC-Spitzen Rebecca Kelly Slaughter und Noah Phillips bezeichneten das Verhalten des Unternehmens in einem Statement als ungeheuerlich.

+++ 17.39 Uhr: Libyen: Vorerst keine Mehrheit für neuen Präsidialrat +++

Die Konfliktparteien Libyens haben sich vorerst nicht auf einen neuen Präsidialrat einigen können, der den Weg zu landesweiten Wahlen in dem Bürgerkriegsland im Dezember ebnen soll. Keiner der Kandidaten, die sich um einen Posten in dem dreiköpfigen Präsidium bewerben, erreichte beim UN-Dialogforum in der Schweiz die nötige Mehrheit von 70 Prozent. Bei dem Treffen sollen bis Freitag der Präsidialrat sowie ein Ministerpräsident gewählt werden, die das Land gemeinsam bis zum Jahresende regieren sollen. Um die Posten im Präsidium hatten sich 24 Kandidaten beworben. Zu dem Forum hat die UN-Unterstützungsmission für Libyen (UNSMIL) 75 Libyer eingeladen, die verschiedene politische, regionale und Stammes-Gruppen vertreten. Die amtierende UN-Vermittlerin für Libyen, Stephanie Williams, hatte bei der Eröffnung am Montag ein "offenes und transparentes Auswahlverfahren" versprochen. Die Sitzungen, bei denen Kandidaten sich vorstellten und auch Fragen aus der Bevölkerung beantworteten, wurden im Internet übertragen.

+++ 17.21 Uhr: Bewährungsstrafe für Frankreichs Ex-Premier Balladur gefordert +++

In einem Prozess um undurchsichtige Rüstungsgeschäfte hat die französische Generalstaatsanwaltschaft ein Jahr Haft auf Bewährung gegen den früheren Premierminister Edouard Balladur gefordert. Der 91-Jährige soll zudem eine Geldbuße von 50.000 Euro zahlen, wie die Anklage am Dienstag in Paris mitteilte. Im Zuge eines Rüstungsgeschäfts mit Pakistan und Saudi-Arabien soll Schwarzgeld nach Frankreich geflossen sein, um Balladurs Präsidentschaftswahlkampf 1995 zu finanzieren.  Für den früheren Verteidigungsminister François Léotard forderte Generalstaatsanwalt François Molins zwei Jahre Haft auf Bewährung und eine Geldstrafe von 100.000 Euro. Die Angeklagten weisen die Vorwürfe der Beihilfe zur Veruntreuung und Unterschlagung zurück. In dem Verfahren geht es um die Lieferung französischer U-Boote nach Pakistan und von Militärfregatten nach Saudi-Arabien. Dafür sollen hohe Kommissionszahlungen geflossen sein. Ein Teil davon soll gesetzeswidrig in Balladurs letztlich erfolglosen Wahlkampf gesteckt worden sein.

+++ 16.53 Uhr: Sprecher: EU arbeitet "extrem hart" an Rettung des Atomabkommens mit Teheran +++

Die EU hat den neuen US-Präsidenten Joe Biden zu einer Lockerung der Sanktionen gegen den Iran aufgerufen, um Bedingungen für einen Fortbestand des internationalen Atomabkommens zu schaffen. Brüssel arbeite "extrem hart" daran, die Nuklearvereinbarung mit Teheran (JCPOA) zu retten, sagte ein Sprecher des EU-Außenbeauftragten Josep Borrell am Dienstag. Unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump waren die USA 2018 aus dem Abkommen ausgetreten und hatten eine Vielzahl neuer Strafmaßnahmen gegen Teheran verhängt. "Wir befinden uns in Gesprächen mit der amerikanischen Regierung, um zu sehen, ob diese Sanktionen gelockert werden können und um zu sehen, ob es eine vollständige Rückkehr zum JCPOA geben kann", sagte der Sprecher Peter Stano.

+++ 16.39 Uhr: AfD will sich juristisch gegen Einstufung als Verdachtsfall wehren +++

Die sächsische AfD will sich juristisch gegen eine Einstufung als Verdachtsfall des Landesamtes für Verfassungsschutz LfV) wehren. Man bereite sich als Partei auf die Klageverfahren vor, sagte Landeschef Jörg Urban am Dienstag auf Anfrage. "Wir machen das zentral, koordiniert über den Bundesverband." Urban zeigte sich nicht überrascht, dass das LfV gegen die AfD "in Stellung gebracht wird". Als Beleg nannte er personelle Weichenstellungen im Bundesamt und diversen Landesämtern.

+++ 16.19 Uhr: Neuer Trump-Anwalt: Amtsenthebungsverfahren verstößt gegen Verfassung +++

Der neue Anwalt von Donald Trump hält das bevorstehende Amtsenthebungsverfahren im Senat gegen den früheren US-Präsidenten für unrechtmäßig. "Dieser Prozess ist vollständig verfassungswidrig", sagte David Schoen am Montagabend (Ortszeit) dem Sender Fox News. Die Demokraten wollten damit verhindern, dass der Republikaner jemals wieder als Präsident kandidieren könne. Das sei undemokratisch und ein "Schlag ins Gesicht" für die rund 74 Millionen Amerikaner, die Trump bei der Wahl am 3. November ihre Stimme gaben. Das Amtsenthebungsverfahren im Senat soll in der kommenden Woche beginnen. Die Demokraten fordern neben einer Verurteilung eine lebenslange Ämtersperre für Trump auf Bundesebene.

Das von den Demokraten kontrollierte Repräsentantenhaus hatte die Eröffnung eines Amtsenthebungsverfahrens wegen "Anstiftung zum Aufruhr" am 13. Januar beschlossen. Hintergrund war die Erstürmung des Kapitols durch Trump-Anhänger, wo der Kongress den Wahlsieg von Joe Biden offiziell machen wollte, eine Woche zuvor. Trump wird vorgeworfen, seine Anhänger bei einer Kundgebung vor den Krawallen aufgestachelt zu haben. Er hatte unter anderem gesagt: "Wenn Ihr nicht wie der Teufel kämpft, werdet Ihr kein Land mehr haben." Schoen sagte mit Blick auf den Kongress-Angriff dagegen: "Das hat nichts mit Präsident Trump zu tun." Trump habe "zu jedem Zeitpunkt Gewalt verurteilt". Der Anwalt warf den Demokraten vor, dem Ex-Präsidenten ein faires Verfahren zu verweigern, weil ihr Urteil schon vorab feststehe. Trump hatte seine Verteidigung in dem Verfahren erst am Sonntag neu aufgestellt.

+++ 15.49 Uhr: Mann soll Freund von Tochter aus Fenster gestoßen haben +++

In Düsseldorf steht ein 50-Jähriger unter Verdacht, den Freund seiner Tochter aus dem Fenster gestoßen zu haben. Der 28-Jährige wurde bei dem Sturz schwer verletzt, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Montagabend mitteilten. Der Verdächtige wurde vorläufig festgenommen. Die beiden Männer sollen am Sonntagabend in einem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Oberbilk gestritten haben. Dann stürzte der jüngere Mann rücklings aus dem Fenster und fiel einige Meter in die Tiefe, wie die Polizei mitteilte. Er sei schwer verletzt in eine Klinik gebracht worden, es bestehe aber keine Lebensgefahr. Die Staatsanwaltschaft geht von einer versuchten Tötung aus. Zeugen wurden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

+++ 15.39 Uhr: Acht Tote bei Raubüberfall auf Goldgrube in Burkina Faso +++

Im westafrikanischen Burkina Faso sind bei einem Raubüberfall auf eine Goldgrube acht Menschen getötet worden, darunter ein 15-jähriger Junge. Die Angreifer wollten an der Mine im Südwesten des Landes Goldkäufer ausrauben und schossen auf die Arbeiter, wie ein Polizist am Montagabend der Nachrichtenagentur AFP sagte. Nach dem Überfall kam es demnach noch zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Arbeitern und Anwohnern, die die Goldgräber für den Tod mehrerer Bauern verantwortlich machten.

29 Menschen wurden verletzt in ein Krankenhaus gebracht, wie der Direktor des Krankenhauses von Gaoua, Florent Roch Banazaro, mitteilte. Die Verletzungen stammten demnach von Schusswaffen und Macheten.

+++ 15.08 Uhr: Bayern-Star Boateng und Model Lenhardt sind getrennt +++

Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Jérôme Boateng (32) und das Model Kasia Lenhardt (25) sind kein Paar mehr. "Ja, ich habe mich von Kasia Lenhardt getrennt", zitierte die "Bild"-Zeitung Boateng am Dienstag. Der Verteidiger des deutschen Rekordmeisters FC Bayern München schrieb bei Instagram: "Wir werden ab sofort getrennte Wege gehen." Der "Bild" zufolge waren Boateng und Lenhardt, die 2012 Finalistin bei "Germany's next Topmodel" gewesen war, mehr als ein Jahr lang ein Paar gewesen. ""Die Beziehung habe ich beendet", schrieb das Model ebenfalls am Dienstag bei Instagram.

+++ 15.05 Uhr: Fünf Kinder und ein Erwachsener sterben bei Verbrechen in USA +++

Bei einem Verbrechen im US-Bundesstaat Oklahoma sind fünf Kinder und ein Erwachsener ums Leben gekommen. Die Polizei in der Stadt Muskogee teilte mit, Beamte seien in der Nacht wegen Schüssen an den Tatort gerufen worden. Dort hätten sie eine bewaffnete verdächtige Person vorgefunden, die zunächst geflüchtet, kurz darauf aber festgenommen worden sei. Im Haus habe die Polizei dann vier tote kleine Kinder gefunden sowie einen toten Mann. Ein fünftes Kind sei später im Krankenhaus gestorben. Eine Frau sei mit lebensbedrohlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden. Weitere Details nannte die Polizei zunächst nicht.

+++ 14.53 Uhr: Foodwatch will Klöckner zu Offenlegung von Lobbyisten-Kontakten zwingen +++

Die Verbraucherorganisation Foodwatch will das Bundeslandwirtschaftsministerium gerichtlich dazu verpflichten, die Lobbytermine von Ministerin Julia Klöckner (CDU) offenzulegen. Wie Foodwatch mitteilte, reichte die Organisation Klage beim Verwaltungsgericht Köln ein. Zuvor habe das Ministerium einen Antrag der Organisation nach dem Informationsfreiheitsgesetz abgelehnt. Foodwatch will damit nach eigenen Angaben gegen "Intransparenz" vorgehen. Die Öffentlichkeit habe ein Recht, zu erfahren, welche Lobbyisten Einfluss auf Gesetze und Initiativen der Bundesregierung nähmen und über welche Themen gesprochen werde, erklärte Rauna Bindewald von Foodwatch. "Schluss mit der Hinterzimmer-Politik", forderte sie.

+++ 14.40 Uhr: USA begrüßen wachsenden Widerstand gegen Nord Stream 2 in Europa +++

Die USA begrüßen den wachsenden Widerstand gegen die Gaspipeline Nord Stream 2 in Europa. "Wir freuen uns über die zunehmenden Stimmen in Deutschland und aus anderen europäischen Partnerländern, die eine Aussetzung dieses vom Kreml unterstützten Projekts fordern", sagte ein Sprecher der US-Botschaft in Berlin der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage. "Unsere Gegnerschaft zu Nord Stream 2 wegen Bedenken hinsichtlich der Energiesicherheit und des bösartigen Verhaltens Russlands ist wohlbekannt." Man sei aber immer gerne bereit, mit Deutschland über diese oder ähnliche Bedenken zu reden.

+++ 14.34 Uhr: Sicherheitsbedenken – Brexit-Kontrollen in Nordirland ausgesetzt +++

Aus Sorge um die Sicherheit der Zollbeamten hat Nordirland die Brexit-Kontrolleure vorübergehend von seinen Häfen abgezogen. Grund sei eine "Zunahme unheimlichen und bedrohlichen Verhaltens in den vergangenen Wochen", teilte die Gebietsverwaltung am Montagabend mit. Dokumente für den Import von Tieren sowie tierischen Produkten aus Großbritannien würden vorerst nicht von Beamten, sondern nur digital geprüft.

+++ 13.57 Uhr: AfD Sachsen will nach Berichten über Einstufung als Verdachtsfall Strafanzeige stellen +++

Die AfD in Sachsen hat nach Berichten über ihre Einstufung als Verdachtsfall durch den Verfassungsschutz juristische Schritte angekündigt. "Wir haben eine strafrechtliche Prüfung des Vorganges veranlasst", erklärte AfD-Landeschef Jörg Urban am Dienstag in Dresden. Es werde Strafanzeige "wegen aller in Betracht kommenden Straftatbestände" erstattet. Möglicherweise handle es sich um einen schweren Fall von Geheimnisverrat.

+++ 13.39 Uhr: Bericht: Knapp 1600 Menschen ändern Geschlechtseintrag +++

Ihren Geschlechtseintrag im Geburtenregister haben einem Medienbericht zufolge nach der Änderung des Personenstandsgesetzes zunächst rund 1600 Menschen geändert. 1191 Menschen ließen den Eintrag von männlich zu weiblich umschreiben oder umgekehrt, wie die "Welt" unter Berufung auf eine Umfrage des Bundesinnenministeriums berichtet. 394 Menschen hätten zudem den Geschlechtseintrag offengelassen oder die Option divers gewählt. Zudem seien 19 Neugeborene als divers registriert worden. Die Daten beziehen sich den Angaben nach auf den Zeitraum bis 30. September 2020; die Möglichkeit gibt es seit Januar 2019.

+++ 13.24 Uhr: Hessens Innenminister räumt Notruf-Engpass bei Anschlag in Hanau ein +++

Knapp ein Jahr nach dem rassistisch motivierten Anschlag mit neun Toten in Hanau hat Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) einen Engpass beim Notruf der Hanauer Polizeistation in der Tatnacht eingeräumt. "Es ist richtig, dass die Polizeistation nur eine begrenzte Anzahl von Anrufen in dieser Nacht entgegennehmen konnte", erklärte der Minister am Dienstag in Wiesbaden. Das gesamte Notrufaufkommen für die Polizeistation Hanau betrage täglich durchschnittlich 80 Anrufe. "Eine Weiterleitung von vielen gleichzeitig eintreffenden Notrufen war zum Zeitpunkt der Tatnacht technisch nicht möglich", so Beuth. Mit dem Umzug des Polizeipräsidiums Südosthessen in die neue Dienststelle werde eine Zentralisierung aller polizeilichen Notrufe des Zuständigkeitsbereichs in einer Leitstelle realisiert.

Zugleich hob Beuth erneut das schnelle Handeln der Einsatzkräfte hervor. "Nach meinem Kenntnisstand hat die hessische Polizei nach dem Eingang erster Notrufe unmittelbar gehandelt und war innerhalb von nur ein bis zwei Minuten am ersten Tatort am Heumarkt", erklärte er. "Am Tatort in Hanau-Kesselstadt trafen polizeiliche Kräfte drei bis vier Minuten nach der Meldung per Notruf ein." Zuvor hatte die Hanauer Staatsanwaltschaft nach Berichten über einen möglicherweise zum Zeitpunkt des Attentats mangelhaft besetzten Polizeinotruf in der Stadt ein Prüfverfahren eingeleitet. Es gehe um den Vorwurf der Nichterreichbarkeit des polizeilichen Notrufes am Tag des Anschlags, hatte die Behörde mitgeteilt.

+++ 13.02 Uhr: Kramp-Karrenbauer bezeichnet Treffen mit türkischem Kollegen als "gutes Signal" +++

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat das Treffen mit ihrem türkischen Kollegen Hulusi Akar als "besonderes und gutes Signal unter Verbündeten" gewertet. "Die Türkei ist und bleibt ein wichtiger Nato-Partner", erklärte Kramp-Karrenbauer im Anschluss an das Treffen am Dienstag in Berlin. Bei den Gesprächen habe sie "auch schwierige Themen angesprochen". Schwerpunkt des Gesprächs war der Konflikt zwischen der Türkei und Griechenland um Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer.

Kramp-Karrenbauer begrüßte die Wiederaufnahme der Gespräche zwischen Ankara und Athen in dieser Frage. "Entscheidend ist, dass der Gesprächsfaden wieder aufgenommen wurde. Eine erneute Eskalation im Mittelmeer muss vermieden werden", erklärte die CDU-Politikerin. Die Ministerin hatte vor ihrem Treffen mit Akar Telefongespräche mit ihren zyprischen und griechischen Kollegen geführt. "Ich hoffe, dass alle Seiten die Chance zum Dialog nutzen, ich sehe Deutschland hier in einer Mittlerrolle", sagte Kramp-Karrenbauer.

+++ 12.35 Uhr: Kreml weist Kritik an Nawalny-Prozess zurück +++

Der Kreml hat die Kritik am Vorgehen gegen den russischen Oppositionellen Alexej Nawalny erneut scharf zurückgewiesen. Russland werde "Belehrungen" der EU nicht hinnehmen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Dienstag der Agentur Interfax zufolge. Die EU, Deutschland und die USA hatten mehrfach die Freilassung Nawalnys gefordert. Die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa, kritisierte bei Facebook die Anwesenheit mehrerer Diplomaten beim umstrittenen Prozess gegen Nawalny in Moskau als Einmischung in die inneren Angelegenheiten Russlands.

+++ 12.16 Uhr: Elon Musk nimmt eine Twitter-Auszeit +++

Der Unternehmer und Milliardär Elon Musk nimmt eine Auszeit vom Internetdienst Twitter: "Eine Weile weg von Twitter" schrieb der Gründer und Chef der Firmen Tesla und SpaceX gewohnt knapp auf seinem Profil. Zuletzt hatte Musk mit schlichten Erwähnungen von Firmen auf Twitter immer wieder deren Kurse nach oben getrieben. Auch in die Börsenschlacht um den Computerspielhändler Gamestop schaltete er sich ein.

Musk hatte erst kürzlich mit einem geschätzten Vermögen von 185 Milliarden Dollar (knapp 154 Milliarden Euro) den Amazon-Chef Jeff Bezos vom Thron des reichsten Menschen der Erde gestoßen. Musk hat knapp 45 Millionen Follower bei Twitter - seine Äußerungen werden von seinen Fans mit Argusaugen beobachtet. Wie lange und weshalb sich Musk von Twitter zurückziehen will, ließ er offen.

+++ 11.15 Uhr: Abgetrennter Kopf aus dem Fenster geworfen – Mann verhaftet +++

Grausiger Fund in der südfranzösischen Hafenstadt Toulon: In einem Pappkarton, der aus einer Wohnung in Hafennähe auf die Straße geworfen wurde, befand sich ein abgetrennter Kopf. Die Polizei hielt deshalb am Dienstag einen Verdächtigen wegen mutmaßlicher Tötung fest. In der Hafenstadt war zwischenzeitlich sogar eine Eliteeinheit der Nationalpolizei im Einsatz: Nach dem Fund des Kartons war ein Mann mit blutüberströmten Händen am Fenster der Wohnung erschienen. Der ursprüngliche Verdacht auf einen islamistischen Anschlag erhärte sich jedoch nicht. 

Die Behörden gehen davon aus, dass der Kopf einem von zwei Obdachlosen gehört, die in der Wohnung übernachtet hatten. Offenbar kam es zwischen ihnen in der Nacht zu einem Streit, woraufhin der eine den anderen brutal tötete. Der zweite Obdachlose wurde deshalb festgenommen. Der Bürgermeister von Toulon, Hubert Falco, sprach von einer "barbarischen Tat" und einem Ausdruck "menschlichen Wahnsinns". Im Oktober hatte in Frankreich die Enthauptung des Geschichtslehrers Samuel Paty durch einen mutmaßlichen Islamisten für Entsetzen gesorgt. Paty hatte die Mohammed-Karikaturen im Unterricht gezeigt.

+++ 11.10 Uhr: Deutsche Süßwarenhersteller leiden unter dem Brexit +++

Der Brexit macht den deutschen Süßwarenherstellern Probleme. Jedes dritte Unternehmen der Branche mit regelmäßigen Exporten nach Großbritannien habe seit Jahresbeginn beträchtliche Schwierigkeiten bei der Belieferung des britischen Marktes, berichtete der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) in Bonn und berief sich auf eine Mitgliederbefragung.

Knapp ein Zehntel der Unternehmen habe zum Jahresstart die Belieferung des britischen Marktes sogar komplett eingestellt. Nach Angaben des BDSI exportiert etwa die Hälfte der 200 Unternehmen im Verband nach Großbritannien. Rund 15 Prozent der exportierenden Hersteller befürchten der Umfrage zufolge, dass ihre Produkte aufgrund der neuen Logistikprobleme zeitweise nicht in den Regalen des britischen Lebensmittelhandels verfügbar sind. Rund 58 Prozent der Unternehmen sehen in aufwendigen neuen Zollformalitäten die größte Herausforderung für einen reibungslosen Ablauf in der Logistik.

+++ 10.59 Uhr: Waldbrand in australischer Stadt Perth mitten in neuem Corona-Lockdown +++

Mitten in einem neuen Kurzzeit-Lockdown ist in der australischen Stadt Perth jetzt auch noch ein Waldbrand außer Kontrolle geraten. Mehrere Wohnhäuser am östlichen Stadtrand wurden bereits zerstört, wie die Behörden am Dienstag mitteilten. Etliche Menschen mussten fliehen. Die Feuerwehr rechnete damit, hunderte Evakuierte in Notunterkünften unterbringen zu müssen. Heiße Winde hatten die Flammen in der Nacht angefacht, viele Anwohner wurden von Sirenen aufgeweckt. "Wir sind gegen drei Uhr auf unseren Balkon gegangen und konnten das Feuer hinter dem Hügel sehen", sagte eine Frau aus dem Vorort The Vines im Sender ABC.

Am Dienstag standen nach Angaben der Feuerwehr schon 7000 Hektar Land in Flammen. Wie der Bürgermeister Kevin Bailey bei ABC sagte, wurden mindestens 30 Häuser beschädigt. Ein Feuerwehrmann sei wegen einer Rauchvergiftung ins Krankenhaus gekommen, weitere Verletzte gebe es bislang aber nicht. Feuerwehrchef Craig Waters warnte, das Feuer sei "unberechenbar". Am Dienstag wurden in Perth Temperaturen von bis zu 37 Grad Celsius erwartet.

+++ 10.39 Uhr: Strafvollzug fordert dreieinhalb Jahre Haft gegen Kremlgegner Nawalny +++

Der russische Strafvollzug hat gegen den Kremlgegner Alexej Nawalny eine Haftstrafe von dreieinhalb Jahren gefordert. Der 44-Jährige habe gegen Bewährungsauflagen in einem früheren Strafverfahren verstoßen und insgesamt sieben Mal die Meldepflicht bei den russischen Behörden verletzt, hieß es vor Gericht. Zudem forderte der Strafvollzug eine Geldstrafe von 500.000 Rubel (5400 Euro), wie russische Agenturen aus dem Gerichtssaal meldeten.

Der Strafvollzug hatte bereits zuvor erklärt, dass er die Bewährungsstrafe gegen Nawalny aus dem umstrittenen Verfahren von 2014 in echte Haft umwandeln lassen wolle. Das Vorgehen steht als politisch motiviert in der Kritik. Der Staatsmacht rüstete sich gegen Proteste von Nawalnys Unterstützern. Es gab mehr als 120 Festnahmen, wie das unabhängige Portal ovdinfo.org berichtete.

+++ 10.20 Uhr: US-Schauspieler Hal Holbrook tot +++

Der preisgekrönte US-Schauspieler Hal Holbrook ist der "New York Times" zufolge im Alter von 95 Jahren gestorben. Er sei bereits am 23. Januar in seinem Haus im kalifornischen Beverly Hills verschieden, zitierte die Zeitung am Montagabend (Ortszeit) seine Assistentin Joyce Cohen. Die Todesursache war zunächst nicht bekannt. Holbrook war vor allem berühmt für die Darstellung des US-Schriftstellers Mark Twain in einer von ihm konzipierten Ein-Mann-Show, für die er 1966 den US-Theaterpreis Tony als bester Schauspieler einheimste.

+++ 9.53 Uhr: "Lockdown" ist Anglizismus des Jahres 2020 +++

Das Wort "Lockdown" ist der Anglizismus des Jahres 2020. Der Bergriff sei "in kurzer Zeit zu einem selbstverständlichen und nicht mehr wegzudenkenden Bestandteil der deutschen Sprache geworden", erklärte der Sprachwissenschaftler und Vorsitzende der Auswahljury, Anatol Stefanowitsch, in Berlin. Das Wort sei in der deutschen Sprache "brandneu", in der aktuellen Bedeutung sei es erst im März 2020 ins Deutsche übernommen worden. Es sei damit ein "perfekter" Kandidat gewesen.

Die Corona-Pandemie habe zu tiefgreifenden gesellschaftlichen Umwälzungen geführt, erklärte Stefanowitsch. Das Wort "Lockdown" bezeichne dabei eine Mischung aus "mehr oder weniger strengen Ausgangsbeschränkungen, Einschränkungen der Bewegungs- und Versammlungsfreiheit und Kontaktbeschränkungen bei gleichzeitigem Schließen ausgewählter öffentlicher Einrichtungen". Die Bezeichnung ermögliche es, die Erlebnisse während der Pandemie und ihre Konsequenzen in ihrer gesamten Komplexität zu beschreiben, begründete Stefanowitsch die Entscheidung.

+++ 9.30 Uhr: Wahlbeschwerde wegen niedrigen Frauenanteils im Bundestag erfolglos +++

Eine Gruppe Frauen ist mit einer Wahlprüfungsbeschwerde wegen des geringen Anteils weiblicher Abgeordneter im Bundestag gescheitert. Das Bundesverfassungsgericht verwarf die Beschwerde als unzulässig, wie am Dienstag in Karlsruhe mitgeteilt wurde. Die Frauen meinen, dass der Gesetzgeber dafür sorgen müsste, dass die Parteien ebenso viele weibliche wie männliche Kandidaten aufstellen. Laut Gericht haben sie eine solche Pflicht des Gesetzgebers aber nicht gut genug begründet. 

+++ 9.05 Uhr: Erste Festnahmen vor Prozess gegen Kremlgegner Nawalny +++

Vor dem international als politisch kritisierten Prozess gegen den Kremlgegner Alexej Nawalny hat die Polizei in Moskau mehrere Menschen festgenommen. Viele würden wahllos aufgegriffen, berichtete eine Reporterin der Deutschen Presse-Agentur vor Ort. Das Moskauer Stadtgericht wurde von Hundertschaften der auf Anti-Terror-Einsätze spezialisierten Sonderpolizei OMON bewacht. Das Gelände war weiträumig abgesperrt mit Metallgittern.

Der Staatsmacht rüstete sich gegen Proteste von Nawalnys Unterstützern. Vor dem Gericht gab es auch Polizei auf Pferden, zum Gericht kam unter anderem Nawalnys Ehefrau Julia Nawalnaja, die eine schwarze Gesichtsmaske trug. Zufahrtsstraßen zum Gerichtsgebäude waren ebenfalls gesperrt, es standen zahlreiche Gefangenentransporter bereit. Viele Experten sehen in dem Prozess einen neuen Versuch, den Gegner von Kremlchef Wladimir Putin zum Schweigen zu bringen.

+++ 8.28 Uhr: Boeing droht Verlust jeder dritten Bestellung für Großraumjet 777X +++

Der US-Flugzeugbauer Boeing muss wegen der erneuten Verzögerungen bei der Entwicklung um mehr als ein Drittel seiner Bestellungen für seinen Großraumjet 777X fürchten. Der Konzern bezifferte seinen Auftragsbestand am Montag (Ortszeit) auf nur noch 191 Maschinen des Typs, 38 Prozent weniger als auf der Website des Konzerns genannt. Weil sich die Erstauslieferung des Modells auf Ende 2023 verschiebt, können einige Kunden von ihren Bestellungen zurücktreten. Boeing erklärte den verringerten Auftragsbestand mit einer Bilanzierungsregel, nach der der Konzern gefährdete Bestellungen von der Liste nehmen müsse.

+++ 8.10 Uhr: Buschbrand nahe Perth in Westaustralien zerstört Dutzende Häuser +++

Ein außer Kontrolle geratener Waldbrand in Westaustralien hat Berichten zufolge bis zu 30 Häuser zerstört. Betroffen waren die nördlichen Vororte der Millionenmetropole Perth. Die Flammen bedrohten auch weitere Häuser, speziell in den Gemeinden Brigadoon und Gidgegannup, berichtete das Nachrichteportal "Perth Now". Ob es auch Opfer gegeben habe, werde derzeit noch geprüft, zitierte das Portal den Premierminister von Western Australia, Mark McGowan. Es handele sich um eine "extrem besorgniserregende und ernste Situation". Mehr als 300 Feuerwehrleute kämpften gegen das Feuer. Mittlerweile seien bereits mehr als 7000 Hektar Land zerstört, hieß es.

+++ 7.35 Uhr: Staatliche Kunstsammlungen rechnen mit Öffnung Anfang März +++

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) bereiten sich auf eine Öffnung Anfang März vor. Wie schon nach dem ersten Lockdown im Mai 2020 soll diese Schritt für Schritt erfolgen, sofern die Zwangspause auch für die Kultur nach dem 14. Februar tatsächlich enden sollte und der Freistaat Sachsen Lockerungen zulässt. Generaldirektorin Marion Ackermann will zuerst auf jeden Fall auch die Gemäldegalerie Alte Meister und das Residenzschloss zugänglich machen, zwei Aushängeschilder des Museumsverbundes. "Darauf stellen wir uns ein", sagte sie den "Dresdner Neuesten Nachrichten".

+++ 7.00 Uhr: Siemens Energy will 7800 Stellen abbauen – zurück in schwarzen Zahlen +++

Siemens Energy will weltweit 7800 Stellen abbauen – 3000 davon in Deutschland. Bis 2025 könnte damit jeder zwölfte Job in dem vergangenes Jahr von Siemens an die Börse gebrachten Unternehmen wegfallen. Betroffen ist die Sparte Gas and Power, wie Siemens Energy bei der Vorlage der Ergebnisse für das erste Geschäftsquartal erklärte. Die Zahlen fielen dabei gut aus: Von Oktober bis Dezember verdiente das Unternehmen unter dem Strich 99 Millionen Euro und kehrte damit in die Gewinnzone zurück. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte Energy noch einen Milliardenverlust gemacht.

"Der Energiemarkt verändert sich rasant. Das bietet uns Chancen, stellt uns aber gleichzeitig vor große Herausforderungen", sagte der Vorstandsvorsitzende Christian Bruch. Mit dem Sparprogramm will er die Wettbewerbsfähigkeit steigern. "Wir sind uns bewusst, dass unsere Pläne Teilen der Belegschaft viel abverlangen. Daher ist es unser Ziel, diese Maßnahmen so sozialverträglich wie möglich durchzuführen." Zudem sollen keine ganzen Standorte geschlossen werden. Sitz des Unternehmens ist München, das Hauptquartier soll in Berlin angesiedelt werden.

+++ 6:59 Uhr: Mindestens 14 Tote nach Busunglück in Pakistan +++

In Pakistan sind bei einem Busunglück mindestens 14 Menschen gestorben. Zehn weitere Passagiere wurden nach Polizeiangaben teils schwer verletzt, als der Bus am Morgen in der Provinz Baluchistan umstürzte. Der Unfall ereignete sich nordwestlich der Millionenmetropole Karachi im Süden des Landes. In dem südasiatischen Land mit mehr als 200 Millionen Einwohnern kamen im Jahr 2019 laut nationalem Statistikbüro 6000 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben. Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen.

+++ 6.24 Uhr: Chinas Regierung sieht Versagen der Energieaufsicht im Klimaschutz +++

In einem ungewöhnlichen Schritt hat Chinas Regierung das eigene Energieamt (NEA) scharf für mangelnden Umwelt- und Klimaschutz kritisiert. Nach einer Inspektion wurde der nationalen Aufsichtsbehörde Ineffizienz und Versagen vorgeworfen, wie aus dem Bericht der Untersuchungsgruppe des Staatsrates zum Umweltschutz (CEIP) hervorgeht, der auf der Webseite des NEA zu finden war. "Dem Umweltschutz wurde nicht die richtige Priorität eingeräumt", heißt es darin.

In der – seit Jahren von Korruption geprägten – Behörde sähen einige Genossen den Umweltschutz als Kostentreiber an und stellten dagegen die Energieversorgung in den Mittelpunkt, so die Kritik. Als Ergebnis sei nicht nur die Kapazität an Kohlestrom, sondern auch die Luftverschmutzung in zwölf Provinzen und Metropolen weiter gestiegen. Der Aufsichtsbehörde wurde zudem mangelnde Linientreue vorgeworfen, weil sie die politischen Vorgaben von Staats- und Parteichef Xi Jinping nicht befolgt habe.

+++ 5.21 Uhr: US-Senatschef der Republikaner distanziert sich von Verschwörungsideologin Greene

Der Anführer der Republikaner im US-Senat, Mitch McConnell, hat sich in scharfer Form von der Partei- und Parlamentskollegin Marjorie Taylor Greene distanziert, die als Anhängerin wilder Verschwörungstheorien viel Aufmerksamkeit auf sich zieht. "Verrückte Lügen und Verschwörungstheorien" seien ein "Krebs für die Republikanische Partei", zitierte die Politik-Website "The Hill" am Montag ein Statement McConnells. Wer behaupte, dass bei den Anschlägen des 11. September 2001 gar kein Flugzeug ins Pentagon gestürzt sei oder dass Schulmassaker nur vorgespielt gewesen seien, "der lebt nicht in der Realität", erklärte McConnell.

+++ 5.06 Uhr: US-Schockrocker Marilyn Manson weist Missbrauchsvorwürfe zurück +++

US-Sänger Marilyn Manson (52) hat Missbrauchsvorwürfe von Schauspielerin Evan Rachel Wood und mehreren anderen Frauen zurückgewiesen. Seine Kunst und sein Leben seien schon lange "Magnete für Kontroversen", aber die jüngsten Behauptungen über ihn seien "schreckliche Verfälschungen der Realität", schrieb der Musiker am Montagabend (Ortszeit) auf Instagram. Seine intimen Beziehungen mit gleichgesinnten Partnerinnen seien immer einvernehmlich gewesen. Dies sei die Wahrheit, egal wie andere nun die Vergangenheit verzerren würden, führte Manson weiter aus.

+++ 5.00 Uhr: Hohe Nachfrage nach SUVs: Fast ein Drittel der Neuzulassungen +++

Knapp ein Drittel der im zweiten Halbjahr 2020 zugelassenen Autos in Deutschland waren Stadtgeländewagen (SUV). Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des Grünen-Bundestagsabgeordneten Stefan Gelbhaar hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes, auf die sich die Bundesregierung in ihrer Antwort beruft, wurden von Juli bis Dezember 2020 hierzulande 543.810 SUVs zugelassen, darunter 126.341 Dieselfahrzeuge (knapp 23 Prozent). 

+++ 4.10 Uhr: Mehr Rechtsextremisten mit Waffen sind den Behörden bekannt +++

Die Zahl der den Behörden bekannten Rechtsextremisten mit Waffenerlaubnis ist im vergangenen Jahr weiter angestiegen. Wie die Bundesregierung in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion mitteilt, hatten die Sicherheitsbehörden Ende Dezember bundesweit rund 1200 tatsächliche oder mutmaßliche Rechtsextremisten auf dem Schirm, die legal Waffen besaßen – ein Anstieg um knapp 35 Prozent im Vergleich zu Ende 2019.

+++ 4.08 Uhr: US-Polizisten nach Pfefferspray-Einsatz gegen Neunjährige vom Dienst suspendiert +++

Nach dem Einsatz von Pfefferspray gegen ein neunjähriges Mädchen sind in den USA die beteiligen Polizisten vom Dienst suspendiert worden. Die Beamten würden vorerst für den Zeitraum einer internen Untersuchung des Vorfalls vom Dienst ausgeschlossen, teilte die Bürgermeisterin der Stadt Rochester im Bundesstaat New York, Lovely Warren, am Montag mit. Die Zahl der suspendierten Beamten nannte sie nicht.

Warren nannte den Vorfall "einfach schrecklich". Zu Recht habe das Geschehnis Empörung ausgelöst. Die Polizei war nach eigener Schilderung am Freitag alarmiert worden, weil das mutmaßlich psychisch kranke Kind damit gedroht hatte, sich selbst und seine Mutter zu töten. Neun Polizisten rückten daraufhin an. Videoaufnahmen zeigten, dass die Beamten das Pfefferspray einsetzten, weil es ihnen zunächst nicht gelungen war, das Kind in einen Streifenwagen zu stecken.

+++ 3.36 Uhr: Plattenfirma beendet nach Missbrauchsvorwürfen Zusammenarbeit mit Marilyn Manson +++

Nach den von mehreren Frauen erhobenen Missbrauchsvorwürfen gegen den Schock-Rocker Marilyn Manson hat dessen Plattenfirma die Zusammenarbeit mit dem Musiker beendet. Das Unternehmen Loma Vista Recordings teilte am Montag in einer von US-Medien verbreiteten Erklärung mit, aufgrund der "verstörenden Anschuldigungen" werde sie Mansons jüngstes Album nicht weiter vertreiben. Auch werde Loma Vista nicht mehr mit Manson bei künftigen Projekten zusammenarbeiten.

Die US-Schauspielerin Evan Rachel Wood und mehrere weitere Frauen erheben schwere Missbrauchsvorwürfe gegen den 52-Jährigen. "Er hat sich mein Vertrauen erschlichen, als ich noch ein Teenager war, und mich dann jahrelang schrecklich missbraucht", schrieb die in der Vergangenheit mit Manson liierte Wood am Montag im Onlinedienst Instagram. "Ich wurde einer Gehirnwäsche unterzogen und zur Unterwürfigkeit manipuliert."

+++ 2.48 Uhr: Todesdrohung gegen elfjährigen Umweltaktivisten bestürzt Kolumbien +++

Die Morddrohung gegen einen elfjährigen Umwelt- und Klima-Aktivisten hat in Kolumbien neben Sorge und Bestürzung auch eine Welle der Solidarität ausgelöst. "Wozu?", antwortete Francisco Javier Vera im kolumbianischen Sender "Caracol TV" auf die Frage, ob er Personenschützer oder gepanzerte Wagen wolle. Er wolle einen grünen Planeten.

Vera, eine jüngere Version der schwedischen Klima-Aktivistin Greta Thunberg, hatte die Regierung Kolumbiens in sozialen Medien dazu aufgefordert, überall im Land den Internetzugang für virtuellen Unterricht während der Corona-Pandemie zu garantieren. Daraufhin wurde er von einem Twitter-Account mit falschem Namen mit dem Tod bedroht. Staatsanwaltschaft und Polizei des südamerikanischen Landes kündigten Ermittlungen an, Präsident Iván Duque versprach, "die Banditen" hinter der Drohung ausfindig zu machen. 

+++ 2.36 Uhr: Kein Durchbruch bei Treffen Bidens mit Republikanern zu Hilfspaket +++

Im Ringen um ein weiteres Corona-Konjunkturpaket in den USA ist bei einem Treffen zwischen dem neuen demokratischen Präsidenten Joe Biden und republikanischen Senatoren kein Durchbruch erzielt worden. Das etwa zweistündige Gespräch im Weißen Haus sei zwar "exzellent" und "sehr produktiv" gewesen, sagte Senatorin Susan Collins am Montagabend (Ortszeit). Auch habe es eine "ehrliche und sehr nützliche Diskussion" gegeben, fügte die Republikanerin hinzu. Eine Einigung auf ein Konjunkturpaket habe man aber nicht erzielt, wobei dies von einem ersten Treffen auch nicht zu erwarten gewesen sei. Beide Seiten seien sich einig, weiter im Gespräch zu bleiben, so Collins. Das Weiße Haus bezeichnete das Gespräch als "substanziell und produktiv". 

+++ 0.14 Uhr: Türkische Behörden verschärfen Vorgehen gegen protestierende Studenten +++

Die türkischen Behörden haben ihr Vorgehen gegen seit Wochen in Istanbul demonstrierende Studenten verschärft. Am Montag wurden in der Metropole 159 Studenten festgenommen, wie das Amt des Gouverneurs von Istanbul mitteilte. Diese hätte sich geweigert, ihre Versammlung aufzulösen, und das Büro des Rektors umzingelt, hieß es. Die Proteste richten sich gegen die Ernennung eines konservativen Universitätsrektors durch Staatschef Recep Tayyip Erdogan. Im Onlinenetzdienst Twitter zirkulierende Videos zeigten, wie die Sicherheitskräfte am Montagabend mit großer Härte gegen die Demonstranten vorgingen. Die Studenten hatten zuvor am Tag friedlich protestiert.

+++ 0.01 Uhr: SpaceX will gegen Jahresende erstmals Touristen ins All schicken +++

Das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX will gegen Jahresende erstmals Touristen ins All schicken. Die erste touristische Weltraummission mit dem Namen "Inspiration4" sei für das letzte Quartal geplant, teilte das Unternehmen des High-Tech-Pioniers Elon Musk am Montag mit. Die Reise mit vier Touristen soll drei Tage dauern und in einer Serie von Erdumrundungen bestehen.

Zu den ersten Weltraumtouristen von SpaceX soll den Angaben zufolge der US-Unternehmer Jared Isaacman gehören, der Begründer des Bezahldienstes Shift4 Payments ist. Isaacman will demnach die drei Reiseplätze an seiner Seite in der Raumkapsel "Crew Dragon" an Menschen aus der "allgemeinen Öffentlichkeit" zur Verfügung stellen. Für Bewerbungen um die Mitreise wurde die Seite Inspiration4.com eingerichtet.

dho / les DPA AFP

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