VG-Wort Pixel

News von heute Geiselnahme in schwedischer Haftanstalt - Mann und Frau fordern 20 Pizzas mit Kebab-Belag

Polizei Schweden
Schwedische Polizei vor dem Hallby-Gefängnis, in dem ein Mann und eine Frau Geiseln halten
© Karlsson Per/TT News Agency / AFP
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker: 

20.45 Uhr: Formel-1-Crash: "Keine eindeutige Schuldzuweisung" möglich

Nach dem heftig diskutierten folgenschweren Highspeed-Crash zwischen Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton und WM-Spitzeneiter Max Verstappen ist für Mercedes-Teamchef Toto Wolff eine klare Schuldzuweisung Richtung Hamilton nicht gerechtfertigt. "Es sind zwei Rennfahrer – einer ein siebenmaliger Champion, der in der Vergangenheit nicht gerade aufgefallen ist, dass er aggressiv fährt –, die einfach kollidiert sind. Das lässt die Emotionen hochkommen, aber man kann in diesem Fall keine eindeutige Schuldzuweisung fällen", sagte Wolff im Interview mit RTL/ntv.

20.39 Uhr: US-Pharmakonzerne stimmen milliardenschwerem Opioid-Vergleich zu

Im seit Jahren andauernden Rechtsstreit um süchtig machende Schmerzmittel haben vier große US-Pharmakonzerne einen milliardenschweren Vergleich mit zahlreichen Klägern akzeptiert. Die Arzneimittelgroßhändler McKesson, AmerisourceBergen und Cardinal Health sowie der Medikamentenhersteller Johnson & Johnson könnten dabei letztlich bis zu umgerechnet 22 Milliarden Euro zahlen, wie New Yorks Generalstaatsanwältin Letitia James verkündete. Insgesamt sollen durch den Vergleich fast 4000 Klagen und diverse Verfahren auf einen Schlag beigelegt werden. Die vier Konzerne waren beschuldigt worden, mit Schmerzmitteln zur grassierenden Medikamentenabhängigkeit und Drogen-Epidemie in den USA beigetragen zu haben.

20.27 Uhr: Zahl der Flutopfer in Rheinland-Pfalz steigt auf 125

Die Zahl der Menschen, die bei der Flutkatastrophe im Kreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz ums Leben gekommen sind, hat sich weiter erhöht: von 122 auf 125. Das berichtete Innenminister Roger Lewentz (SPD). 764 Verletzte seien bisher behandelt worden und 155 Menschen würden noch immer vermisst, hatte Polizei-Einsatzleiter Heinz Wolschendorf zuvor in Bad Neuenahr-Ahrweiler gesagt. Fast 42.000 Menschen seien von der Katastrophe betroffen.

20.19 Uhr: Rhein-Erft-Kreis weist Gerücht zurück: Kein unterirdischer Fluss

Bei einem freigelegten Rohr im von der Hochwasserkatastrophe besonders stark betroffenen Stadtteil Blessem in Erftstadt handelt es sich nicht um eine unterirdische Flussleitung. Darauf weist der Kreis Rhein-Erft-Kreis hin. Er reagiert damit auf Gerüchte, bei denen Fotos eines freigelegten Rohres mit dem Hinweis veröffentlicht wurden, an der Katastrophe sei der unterirdische Flusslauf schuld. "Es handelt sich um einen Mischwasserkanal mit einem Durchmesser von 1,20 Metern. Er gehört zur städtischen Kanalisation und dient der Wasserableitung", heißt in der Mitteilung.

20.05 Uhr: Geiselnahme in schwedischer Haftanstalt - absurde Pizza-Forderung

Zwei Insassen einer geschlossenen Haftanstalt in Schweden haben zwei Gefängniswärter als Geiseln genommen. Sie verschanzten sich in einem Wachraum des Gefängnisses Hällby, in dem sich die beiden Angestellten befunden hatten, wie schwedische Medien berichteten. Laut Polizei wurde am Abend eine Geisel freigelassen. Die beiden Insassen, ein Mann und eine Frau, jeweils wegen Mordes verurteilt, forderten einen Hubschrauber. Später richteten sie eine absurde Forderung an die Beamten: Alle 20 Insassen sollten Pizza mit Kebab-Auflage erhalten, im Gegenzug könne eine Geisel freikommen. Kurz darauf waren auf Fotos tatsächlich Polizeibeamte zu sehen, wie sie etliche Pizzakartons in einen Wagen legten.

18.59 Uhr: Polizei in Athen setzt Tränengas gegen Impfgegner ein

Die griechische Polizei hat Tränengas und Wasserwerfer eingesetzt, um eine Demonstration von Impfgegnern vor dem griechischen Parlament in Athen aufzulösen. Die rund 3000 Demonstranten, darunter zahlreiche religiöse Eiferer, protestierten gegen Corona-Maßnahmen, die den Druck auf die Impfverweigerer erhöhen, sich doch noch impfen zu lassen, berichteten der staatliche Rundfunk und Reporter vor Ort. Zum Einsatz der Sicherheitskräfte sei es gekommen, weil zahlreiche Demonstranten sich dem Parlament zu sehr genähert hätten, hieß es seitens der Polizei. 

Die konservative Regierung hat es bereits gesetzlich durchgesetzt, dass sich nur noch Geimpfte in den Innenräumen von Gastronomie- und Kulturbetrieben aufhalten dürfen. Beschäftigte im Gesundheitssektor und in der Altenpflege müssen sich zudem künftig verpflichtend impfen lassen.

18.27 Uhr: Berlin und Washington erzielen Einigung zu Nord Stream 2

Deutschland und die USA haben ihren jahrelangen Streit um die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 beigelegt. Wie ein US-Regierungsmitarbeiter in Washington sagte, besteht die Vereinbarung unter anderem darin, dass parallel zu Nord Stream 2 die Beförderung von russischem Gas durch die Ukraine um zehn Jahre verlängert werden soll. Nord Stream 2 hat Befürchtungen ausgelöst, dass das Projekt wirtschaftlichen Schaden für die Ukraine und andere traditionelle Gas-Transitländer auslösen könnte.

17.52 Uhr: Geiselnahme in schwedischer Haftanstalt – Absurde Pizza-Forderung

Zwei Insassen einer geschlossenen Haftanstalt in Schweden haben nach Medienberichten zwei Gefängniswärter als Geiseln genommen. Sie verschanzten sich in einem Wachraum des Gefängnisses Hällby gut 100 Kilometer westlich von Stockholm, in dem sich die beiden Angestellten befunden hatten, wie die Nachrichtenagentur TT, der Rundfunksender SVT und weitere schwedische Medien berichteten. Bei den Geiseln soll es sich um einen Mann und eine Frau handeln, bei den Geiselnehmern um mit Rasierklingen bewaffnete Schwerverbrecher, die laut der Zeitung "Aftonbladet" jeweils wegen Mordes verurteilt worden sind.

Die beiden Insassen deckten demnach Überwachungskameras ab und forderten einen Hubschrauber. Am Nachmittag richteten sie laut SVT und "Aftonbladet" eine absurde Forderung an die Beamten: Alle 20 Insassen ihrer Abteilung sollten Pizza mit Kebab-Auflage erhalten, im Gegenzug könne eine Geisel freikommen. Kurz darauf waren auf Fotos tatsächlich Polizeibeamten zu sehen, wie sie etliche Pizzakartons in einen Wagen legten. Die Pizzeria bestätigte TT, dass 20 Kebab-Pizzen abgeholt worden seien.

17.34 Uhr: Zwei Polizisten in englischem Einkaufszentrum verletzt

Bei einem Angriff in einem englischen Einkaufszentrum sind zwei Polizisten leicht verletzt worden. Die Einsatzkräfte hätten bei dem Vorfall Schnittverletzungen erlitten, wie die West Midlands Police am Nachmittag mitteilte. Zwei Männer und eine Frau wurden nach den Vorfällen in dem Zentrum in West Bromwich nahe Birmingham wegen versuchten Mordes festgenommen. Die Polizisten waren laut Nachrichtenagentur PA bei Kontrollen angegriffen worden, nachdem die Behörden in den vergangenen Tagen ihre Präsenz wegen erhöhter Gewalt in der Region verstärkt hatten.

17.02 Uhr: Luftwaffe macht mit Tornado Aufnahmen vom Katastrophengebiet

Die Luftwaffe hilft mit einem Spezialflugzeug bei einer genaueren Bewertung der Unwetterschäden im Westen Deutschlands. Ein Tornado-Aufklärungsflugzeug habe das Gebiet der Eifel bei Ahrweiler am Mittwoch überflogen, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin.

Die Bundeswehr setzt dabei Technik ein, die zuletzt auch bei der Fernaufklärung über Syrien und und dem Irak genutzt wurde. Die hochauflösenden Aufnahmen sollen nach Angaben des Ministeriums helfen, Schäden besser zu erkennen und festzustellen, wo noch Hilfe nötig ist. Pioniere der Bundeswehr, die am Boden eingesetzt sind, hatten die Unterstützung angefragt.

Hochwasser in Deutschland: Helikopter-Aufnahmen zeigen Ausmaß der Überschwemmungen

16.45 Uhr: Zwei Tote bei Absturz eines Tragschraubers bei Hildesheim

Beim Absturz eines sogenannten Tragschraubers sind am Mittwoch am Flughafen Hildesheim zwei Männer gestorben. An dem Fluggerät hätten sich beim Landeanflug Teile gelöst, teilte die Polizei mit. Daraufhin sei der Tragschrauber aus etwa 50 Metern Höhe abgestürzt. Die beiden Insassen - ein 60-Jähriger aus Hildesheim und ein 53-Jähriger aus Oldendorf - starben an der Unglücksstelle.

Bei einem Tragschrauber wird der Rotor nicht wie bei einem Helikopter durch das Triebwerk, sondern durch die anströmende Luft in Rotation versetzt. Die Fluggeräte wurden bereits vor rund 100 Jahren entwickelt, aber bald durch Helikopter verdrängt. Nach Angaben des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt gewannen Tragschrauber in den vergangenen Jahren aber als Sportgerät an Beliebtheit. Anfang 2014 seien mehr als 500 Tragschrauber in Deutschland zugelassen gewesen.

16.22 Uhr: Hongkong: Drei weitere Journalisten von "Apple Daily" festgenommen

In Hongkong sind drei weitere Ex-Journalisten der pro-demokratischen Zeitung "Apple Daily" auf der Basis des sogenannten Sicherheitsgesetzes festgenommen worden, darunter deren früherer geschäftsführender Chefredakteur Lam Man-chung. Wie die Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch aus Polizeikreisen erfuhr, nahmen Einsatzkräfte der nationalen Sicherheitspolizei Lam in Gewahrsam. Bei den beiden anderen Festgenommenen handelt es sich Lokalmedien zufolge um die ehemalige Vize-Chefredakteurin Chan Pui-man sowie den früheren leitenden Redakteur Fung Wai-kong.

Offiziell machte die Polizei keine Angaben zur Identität der Festgenommenen. Sie teilte mit, ein 51-jähriger Ex-Mitarbeiter der "Apple Daily" sei wegen "geheimer Zusammenarbeit mit ausländischen Kräften" festgenommen. Die beiden anderen Festgenommenen seien eine 51-jährige Frau und ein 57-jähriger Mann. Beide waren nach Angaben der Polizei schon einmal festgenommen worden, aber zuletzt gegen Kaution auf freiem Fuß gewesen. 

16.15 Uhr: Thüringer Landtag entscheidet über Misstrauensantrag gegen Ramelow

Der Thüringer Landtag entscheidet am Freitag über den von der AfD-Fraktion angekündigten Misstrauensantrag gegen Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke). Die Abstimmung werde am Freitag nach der Mittagspause des Parlaments stattfinden, sagte Landtagspräsidentin Birgit Keller (Die Linke) in der Plenarsitzung des Parlaments. Die AfD hatte am Montag ein konstruktives Misstrauensvotum gegen Ramelow beantragt; sie will ihren Fraktionschef Björn Höcke zur Wahl stellen.

Zu dem Misstrauensantrag kam es, nachdem Pläne für eine Neuwahl im September in Thüringen gescheitert waren. Da die zur Auflösung des Landtags nötige Zwei-Drittel-Mehrheit womöglich nur mit den Stimmen der AfD zustande gekommen wäre, wurde ein entsprechender Antrag vergangene Woche wieder zurückgezogen.

15.51 Uhr: 20 Menschen sterben vor Libyens Küste – 500 Migranten zurückgebracht

Vor der Küste Libyens sind rund 20 Migranten bei dem Versuch einer Überfahrt nach Europa ertrunken. Mehr als 500 Menschen seien zudem in den vergangenen 24 Stunden abgefangen und nach Libyen zurückgebracht worden, teilte eine Sprecherin der Internationalen Organisation ?für Migration (IOM) am Mittwoch auf Twitter mit. Sie wurden demnach allesamt festgenommen. Warum genau die Menschen ertranken, sagte die Sprecherin nicht.

Immer wieder sterben hunderte Migranten auf dem Weg von Libyen nach Europa - meistens, weil ihre untauglichen Boote in Seenot geraten. Der Menschenrechtsorganisation Amnesty International zufolge werden Migranten in Libyen in Internierungslagern ausgehungert, gefoltert und ausgebeutet. 

15.48 Uhr: 123 Tote und 155 Vermisste durch Hochwasser im Kreis Ahrweiler

Die Zahl der Menschen, die vor einer Woche bei der Flutkatastrophe im Kreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz ums Leben gekommen sind, ist um einen auf 123 gestiegen. 760 Verletzte seien bisher behandelt worden, und 155 Menschen würden noch immer vermisst, sagte Polizei-Einsatzleiter Heinz Wolschendorf am Mittwoch in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Rund 40.000 Menschen seien von der Katastrophe betroffen. Pro Tag seien rund 2000 professionelle Helfer im Einsatz und etwa 300 Seelsorger und Psychologen aus der ganzen Bundesrepublik, sagte der Leiter des Krisenstabs, Thomas Linnertz.

15.21 Uhr: Bund der Steuerzahler warnt vor Betrug bei Hochwasser-Hilfen

Der Bund der Steuerzahler hat vor etwaigem Betrug bei den Hochwasser-Hilfen von Bund und Ländern gewarnt. Der Präsident des Vereins, Reiner Holznagel, sagte den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) am Mittwoch, er begrüße die Soforthilfen zwar, es müsse aber auf mögliche Betrugsfälle bei der Inanspruchnahme geachtet werden. 

Die Soforthilfen müssten "unbürokratisch ausgezahlt werden", sagte Holznagel. "Allerdings muss sichergestellt werden, dass die Fluthilfen zielgerichtet sind und nur bei den Betroffenen ankommen." Holznagel fügte zudem an: "Mittelfristig muss man klären, welche Schäden Versicherungen tragen können."

15.13 Uhr: Taxifahrer stoppt 30.000-Euro-Übergabe an falsche Polizisten

Ein Taxifahrer hat verhindert, dass eine besorgte Dortmunder Seniorin 30.000 Euro Bargeld an falsche Polizisten aushändigt. Die Betrüger hatten sich am Telefon als Polizeibeamte ausgegeben und behauptet, die Tochter der 79-Jährigen sei bei einem Unfall schwer verletzt worden. Bezahle die Seniorin die 30.000 Euro nicht, werde die Tochter ins Gefängnis eingeliefert. Wie die Polizei weiter berichtete, rief die Frau ein Taxi, um mitsamt Bargeld zu ihrer Tochter an die vermeintliche Unfallstelle zu eilen.

Dem Taxifahrer schilderte sie ihre Not, der erkannte die Betrugsabsicht und verständigte die echte Polizei. Zur Geldübergabe kam es dann nicht. Betrüger arbeiteten häufig mit solchen "Schockanrufen" über angeblich verunglückte Verwandte und bauten großen Zeitdruck und psychischen Druck auf, warnte die Polizei. Ältere Menschen würden besonders oft zur Zielscheibe.

14.41 Uhr: US-Gericht: "Sex-Kult"-Gründer muss Millionenstrafe an Opfer zahlen

Der Gründer eines New Yorker "Sex-Kults" muss seinen Opfern mehr als 3,4 Millionen Dollar zahlen. Das legte ein Gericht am Dienstag (Ortszeit) im New Yorker Stadtteil Brooklyn fest, wie US-Medien berichteten. Der 60-jährige Keith Raniere war im Oktober 2020 unter anderem wegen Sex-Handels, sexueller Ausbeutung und Betrugs zu 120 Jahren Haft verurteilt worden. Er habe an der Verhandlung per Video aus einer Haftanstalt im Bundesstaat Arizona teilgenommen, hieß es. Die Strafzahlung in Höhe von umgerechnet etwa 2,9 Millionen Euro richte sich an 21 Betroffene, entschied Bezirksrichter Nicholas Garaufis demnach. 

Raniere hatte Ende der 90er-Jahre die Organisation Nxivm mit Hauptsitz nahe Albany im US-Bundesstaat New York gegründet, die offiziell als Selbsthilfegruppe vermarktet wurde. Frauen sollen dort sexuell missbraucht worden sein. Rund 18.000 Menschen haben Medienberichten zufolge die teuren "Selbstoptimierungs-Kurse" der Organisation besucht.

14.33 Uhr: Abstimmung über Misstrauensvotum gegen Ramelow am Freitag

Über das von der AfD angestrengte Misstrauensvotum gegen Thüringens Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Linke) soll der Thüringer Landtag am Freitag entscheiden. Der Punkt wurde ohne Widerspruch der Abgeordneten auf die Tagesordnung der Plenarsitzung am Freitag gesetzt und soll dann nach der Mittagspause aufgerufen werden. Die Tagesordnung wurde einstimmig angenommen. Bei dem Misstrauensvotum, das von jeder Fraktion eingebracht werden kann, braucht ein Gegenkandidat zum amtierenden Regierungschef eine absolute Mehrheit – also 46 Stimmen. Die AfD-Fraktion hat 22 Sitze im Landtag.

Sie hatte ihren Fraktionschef Björn Höcke als Gegenkandidaten zu Ramelow aufgestellt. Seine Kandidatur gilt als aussichtslos, weil alle anderen Fraktionen bereits angekündigt haben, ihn nicht unterstützen zu wollen. Beim konstruktiven Misstrauensvotum gibt es nur diesen einen Wahlgang.

14.28 Uhr: Bislang 47 Unwetter-Tote in NRW – Polizei korrigiert Zahl

Bei der Unwetterkatastrophe sind in Nordrhein-Westfalen nach bisherigen Erkenntnissen 47 Menschen ums Leben gekommen. Die Kölner Polizei korrigierte ihre Angaben vom Vortag, wonach eine weitere Leiche in Bad Münstereifel gefunden und die Zahl der Toten im Kreis Euskirchen damit auf 27 gestiegen sei. Dies habe sich zwischenzeitlich nicht bestätigt, es gebe 26 Todesopfer im Kreis Euskirchen, teilte die Polizei am Mittwoch mit und entschuldigte sich für ihren Fehler. 

14.25 Uhr: Großbritannien verlangt von EU Moratorium auf Nordirland-Protokoll

Großbritannien hat von der EU verlangt, die Nordirland-Regelungen zum Brexit vorübergehend auszusetzen. Das Moratorium solle die Zeit verschaffen, um über Änderungen an den Zollvereinbarungen im Nordirland-Protokoll zu verhandeln, sagte Brexit-Minister David Frost im Oberhaus in London. Das Protokoll sieht vor, dass zwischen der britischen Provinz Nordirland und dem EU-Mitglied Irland keine Zollkontrollen eingeführt werden, stattdessen soll zwischen Großbritannien und Nordirland kontrolliert werden. 

14.21 Uhr: Flutkatastrophe richtet Milliardenschäden bei Versicherungen an

Die Versicherungsschäden nach der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gehen in die Milliarden. "Wir rechnen momentan mit versicherten Schäden in Höhe von vier bis fünf Milliarden Euro", teilte der Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Jörg Asmussen, mit. "Die Schäden dürften sogar noch über denen des August-Hochwassers im Jahr 2002 von 4,65 Milliarden Euro liegen." Die Überschwemmungen der vergangenen Tage in Bayern und Sachsen seien in dieser Rechnung noch nicht enthalten.

Damit zeichnet sich für die Versicherungen das schadensträchtigste Jahr seit 2002 ab. Damals lag der versicherte Unwetterschaden laut GDV bei 10,9 Milliarden Euro. Bereits im Juni hatten Starkregen und Hagel einen geschätzten versicherten Schaden von 1,7 Milliarden Euro verursacht.

14.06 Uhr: Spahn warnt vor 800er-Inzidenz im Oktober

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Bevölkerung gemahnt, angesichts steigender Corona-Zahlen Schutzmaßnahmen nicht zu vernachlässigen. Derzeit liege die Inzidenz bei rund 11. "Wenn sich das so weiter verdoppelt, alle zwölf Tage, dann werden wir im September die 400 überschreiten, im Oktober 800 - Inzidenz", sagte der CDU-Politiker am Mittwoch in Berlin. Alle miteinander müssten sich die Frage stellen, "wollen wir das passieren lassen".

Spahn wies darauf hin, wie wichtig es sei, Schulen und Kitas in einem Umfeld niedriger Ansteckungen zu öffnen. Er rief dazu auf, die bekannten Maßnahmen einzuhalten. "Es geht darum, Maske im Innenraum tragen. Sich regelmäßig testen lassen. Wenn man noch nicht geimpft ist, sich impfen lassen", sagte er. "Wir entscheiden jetzt, jetzt in diesen Tagen des Julis darüber, wie September, Oktober, November werden."

13.37 Uhr: Waldbrände in Russland – Notstand im Norden ausgerufen

Wegen schwerer Waldbrände in Russland haben die Behörden nun auch für Gegenden im Norden des Landes an der Grenze zu Finnland den Notstand verhängt. Dies gelte mindestens in den nächsten zwei Wochen für die gesamte Republik Karelien, sagte der regionale Zivilschutzminister Andrej Karpilowitsch laut Agentur Interfax. Den Bewohnern sei es verboten, die Wälder zu betreten. In Karelien wüten den Behörden zufolge aktuell 33 Waldbrände auf einer Fläche von etwa 7200 Hektar. In Russland gilt mittlerweile wegen schwerer Brände in zehn Regionen der Notstand.

Am schwersten betroffen ist die sibirische Region Jakutien (Republik Sacha) im Osten des Landes. Nach Daten der Forstschutzbehörde vom Mittwoch weiteten sich dort die Brände einmal mehr aus. Gelöscht werde derzeit eine von Feuern bedeckte Fläche von 745.000 Hektar. Das entspricht etwa der Hälfte der Fläche Schleswig-Holsteins. Ebenso groß seien in Jakutien die Brandgebiete, in denen derzeit keine Feuerwehrleute löschen. Auf Löscharbeiten wird etwa bei Feuern in abgelegenen Gegenden verzichtet.

News von heute: Geiselnahme in schwedischer Haftanstalt - Mann und Frau fordern 20 Pizzas mit Kebab-Belag

13.30 Uhr: DWD: Am Wochenende erneut Starkregen "im Eifelumfeld" möglich

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hält Starkregen am Wochenende erneut für möglich. Für eine genaue Einordnung der Niederschlagsschwerpunkte sei es zwar noch zu früh, hieß es. "Aber gerade die deutsche Modellkette deutet mit allen Unsicherheiten im Eifelumfeld erneut heftigen Starkregen an." Für Samstag sagt der DWD Gewitter vorher. 15 bis 25 Liter pro Quadratmeter seien "wahrscheinlich", 25 bis 40 Liter "durchaus möglich und größere Mengen nicht ausgeschlossen". Aktuell bestimmt allerdings erstmal ein Hoch mit Schwerpunkt bei den Britischen Inseln das Wetter in Deutschland.

13.18 Uhr: Keine Vermissten mehr im Rhein-Erft-Kreis

In dem massiv vom Hochwasser betroffenen Rhein-Erft-Kreis werden keine Menschen mehr wegen des Unwetters vermisst. Seit Dienstag seien fünf noch vermisste Menschen ermittelt worden, erklärte die Polizei. Damit sei nach den bisherigen Erkenntnissen im Kreisgebiet niemand durch die Katastrophe ums Leben gekommen, und es gebe keine weiteren Vermissten. "Die Menschen sind den Umständen entsprechend wohlauf", sagte Polizeisprecher Thomas Held.

Die Kölner Polizei konnte nach intensiver Suche weitere in den Hochwassergebieten vermisste Menschen ausfindig machen. Seit Dienstag seien zehn Menschen ermittelt worden, vier würden weiter vermisst, sagte ein Sprecher. Zwei Vermisste stammten aus dem Rhein-Sieg-Kreis, zwei aus dem Kreis Euskirchen. Am Dienstag hatte die Kölner Polizei die Zahl der Vermissten noch mit 14 angegeben.

Hochwasser-Held: Er räumte unter Lebensgefahr den Abfluss der Talsperre: "Das hätte jeder ander auch gemacht"

13.09 Uhr: Mobiles Internet ist in Deutschland überdurchschnittlich teuer

Mobiles Internet in Deutschland ist im Vergleich zu anderen europäischen Ländern überdurchschnittlich teuer. Wie eine Auswertung des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) zeigt, steht Deutschland im Vergleich zu den untersuchten Ländern kontinuierlich auf Platz eins oder zwei der teuersten Länder für mobiles Internet. Gleichzeitig steigt das mobil genutzte Datenvolumen stetig an. Obwohl Preise für Mobilfunkleistungen auch in Deutschland sinken, zahlten Verbraucher 2019 demnach im Schnitt etwa drei Mal so viel wie Kunden in den besonders günstigen europäischen Ländern. Verbraucher in Polen zahlten beispielsweise 0,83 Euro für ein Gigabyte mobiles Datenvolumen, während in Deutschland der Preis dafür bei 3,35 Euro lag.

12.50 Uhr: Südkorea meldet neuen Höchststand bei täglichen Corona-Neuinfektionen

Südkorea ist zwar bisher relativ gut durch die Pandemie gekommen, sieht sich mittlerweile aber einer vierten Infektionswelle ausgesetzt. Seit zwei Wochen werden täglich mehr als 1000 Neuansteckungen erfasst, viele davon in der Metropolregion Seoul. Die Behörden sind besorgt, dass sich die Infektionswelle nun auch stärker auf andere Landesteile ausbreiten könnte. Als Gründe werden neben lokalen Ausbrüchen und der stärkeren Verbreitung der Delta-Variante des Virus auch die zunehmenden Reiseaktivitäten der Menschen im Inland genannt. Lediglich 32 Prozent der 51,3 Millionen Einwohner wurden bisher einmal geimpft.

12.21 Uhr: Tschechien verankert Recht auf Schusswaffenbesitz in Verfassung

Tschechien nimmt das Recht auf Schusswaffenbesitz in seine Verfassung auf. Nach dem Abgeordnetenhaus billigte auch der Senat, die zweite Kammer des Parlaments, mit deutlicher Mehrheit die Änderung. In der Grundrechtecharta des EU-Mitgliedstaats wird es damit künftig heißen: "Das Recht, sein Leben oder das Leben eines anderen Menschen mit der Waffe zu verteidigen, ist unter den gesetzlichen Bedingungen garantiert." Präsident Milos Zeman muss den Beschluss noch unterzeichnen, womit gerechnet wird.

12.08 Uhr: Scholz – Über dauerhaften Hilfsfonds beraten

Der Bund will nach den Worten von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) mit den Ländern über die Einrichtung eines dauerhaften Hilfsfonds für Folgen des Klimawandels beraten. Es gehe um einen "Absicherungsmechanismus", sagte Scholz in Berlin. Dies werde mit den Ländern besprochen werden. Dazu gehöre auch die Frage, welche Möglichkeiten im Bereich von Versicherungen es gebe. Dies werde aber nicht reichen. Es müsse Vorsorge geschaffen werden. Mit einem Absicherungsmechanismus sei man immer in der Lage zu handeln. Der menschengemachte Klimawandel führe zu großen Schäden, die über das hinausgehe, was man bisher bei Naturkatastrophen erlebt habe.

11.40 Uhr: Gewaltsamer Tod einer schwangeren 17-Jährigen in Österreich

In Österreich ist eine schwangere junge Frau gewaltsam ums Leben gekommen. Die Polizei nahm nach Angaben vom Mittwoch den 19-jährigen Freund und mutmaßlichen Vater des Kindes fest. Der Mann aus Graz habe zugegeben, sich mit seiner Freundin gestritten zu haben, bestreite aber, ihr die tödlichen Verletzungen zugefügt zu haben, berichtete die Behörde weiter. Die Frau war nicht bei der Arbeit erschienen. Bei der Überprüfung ihrer Wohnung wurde sie leblos im Bett entdeckt. Die Situation in der Wohnung sowie Merkmale an der Leiche hätten Hinweise auf Fremdverschulden gegeben, hieß es.

11.33 Uhr: Konfrontationskurs mit der EU: Orban lässt Referendum über umstrittenes LGBTQ-Gesetz in Ungarn abhalten

Ungarns rechtskonservativer Regierungschef Viktor Orban hat ein Referendum über das umstrittene LGBTQ-Gesetz in seinem Land angekündigt. In einem auf seiner Facebook-Seite veröffentlichten Video rief Orban die Bevölkerung auf, das von der EU scharf kritisierte Gesetz zu unterstützen. Die englische Abkürzung LGBTQ steht für lesbisch, schwul, bisexuell, transgender und queer; Angehörige dieser sexuellen Minderheiten werden aus Sicht von Kritikern in Ungarn diskriminiert.

11.17 Uhr: Scholz: "Werden tun, was erforderlich ist" – Bund und Länder stellen mindestens 400 Millionen Euro für Flutgebiete bereit

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat höhere Soforthilfen für die Hochwasseropfer in Aussicht gestellt. Scholz sagte in Berlin, wenn es so sei, dass mehr gebraucht werde, würden Bund und Länder auch mehr Geld zur Verfügung stellen. "Wir werden das tun, was erforderlich ist." Die Hilfen sollten schnell und unbürokratisch fließen. "Alle können sich jetzt darauf verlassen." Die Katastrophe habe große Zerstörung gebracht.

Das Bundeskabinett hatte am Mittwoch nach der Hochwasserkatastrophe vor allem im Westen Deutschlands millionenschwere Soforthilfen auf den Weg gebracht. Der Bund beteiligt sich nach den Worten von Scholz mit bis zu 200 Millionen Euro zur Hälfte an den Hilfen aus den Bundesländern. Insgesamt stehen laut Beschluss demnach bis zu 400 Millionen Euro zur Verfügung.

11.10 Uhr: Söder will nach Bundestagswahl Kohleausstieg bis 2030 neu verhandeln

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder will den beschlossenen Ausstieg aus der Kohlekraft in Deutschland nach der Bundestagswahl neu verhandeln. Es müsse geprüft werden, "ob ein Ausstieg aus der Kohle nicht schneller möglich ist", sagte der CSU-Vorsitzende in seiner Regierungserklärung im bayerischen Landtag in München. "Ich halte 2038 auch an dieser Stelle für unambitioniert." Er kündigte an, sich dafür einsetzen zu können, schon 2030 den Kohleausstieg zu ermöglichen. Söder hatte bereits vor zwei Jahren einen Kohleausstieg bis 2030 gefordert, am Ende beschloss der Bund aber den Ausstieg erst bis zum Jahr 2038. 

10.59 Uhr: Jugendämter melden Höchststand an Kindeswohlgefährdung

Immer mehr Kinder in Deutschland sind bei ihren Erziehungsberechtigten nicht mehr sicher. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, stellten die Jugendämter im Corona-Jahr 2020 bei rund 60.600 Kindern und Jugendlichen eine Kindeswohlgefährdung fest. Mit einem Zuwachs von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr sei damit ein neuer Höchststand erreicht worden. Bereits 2018 und 2019 waren die Zahlen im Vorjahresvergleich jeweils um rund zehn Prozent gestiegen.

Neben einer zunehmenden Sensibilisierung der Bevölkerung könnten auch "die Belastungen von Familien infolge der Lockdowns und der Kontaktbeschränkungen ein Grund für die Zunahme gewesen sein", erklärten die Statistiker. Zugleich sei nicht auszuschließen, dass Fälle etwa wegen der Schulschließungen unentdeckt geblieben seien.

10.30 Uhr: IOC vergibt Olympische Spiele 2032 an Brisbane

Brisbane ist Gastgeber der Olympischen Spiele 2032. Die Metropole im australischen Bundesstaat Queensland erhielt von der 138. Session des Internationalen Olympischen Komitees in Tokio den Zuschlag für die Sommerspiele in elf Jahren.

9.48 Uhr: Corona-Anstieg in Israel: Neue Beschränkungen für Festhallen 

Angesichts wieder steigender Corona-Infektionszahlen in Israel sind in dem Land neue Beschränkungen in Kraft getreten. Diese gelten vor allem für Festhallen und bei Versammlungen von mehr als 100 Menschen in geschlossenen Räumen. An solchen Veranstaltungen dürfen ab sofort wieder nur Geimpfte, Genesene oder Menschen mit negativem Testergebnis teilnehmen. Die im Juni kurzfristig aufgehobene Maskenpflicht in geschlossenen Räumen gilt inzwischen wieder. Der israelische Sender Kan berichtete, Hunderte Polizisten sollten dafür sorgen, dass die neuen Regeln eingehalten werden. Bei Verstößen drohen Bußgelder: Etwa umgerechnet 260 Euro für Bürger, die ohne Genehmigung an Feiern oder Versammlungen von mehr als 100 Menschen teilnehmen. Und bis zu 2600 Euro für Veranstalter, die Impfpässe oder Testergebnisse nicht vorschriftsgemäß prüfen.

9.16 Uhr: Gefährliche Abkürzung: Urlauber zwingen IC-Zug zu Nothalt

Mit einer illegalen Abkürzung über Bahngleise haben Urlauber in Rostock-Warnemünde einen Intercity-Zug gestoppt – und müssen sich nun auf strafrechtliche Ermittlungen gefasst machen. Wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte, musste der Schnellzug aus Dresden am Dienstagabend in Höhe Warnemünde-Werft eine Notbremsung einleiten, um einen Zusammenstoß mit Leuten im Gleis zu verhindern. Der Zug kam rechtzeitig zum Stehen. Reisende kamen nicht zu Schaden, hieß es. Die Gleis-Wanderer entkamen zunächst.

9.11 Uhr: Taliban kündigen Verzicht auf Angriffe während islamischer Feiertage an

Die radikalislamischen Taliban wollen nach eigenen Angaben während des bis Freitag andauernden islamischen Opferfests Eid al-Adha auf Offensiv-Angriffe in Afghanistan verzichten. Während der Feiertage "befinden wir uns im Selbstverteidungsstatus", sagte ein Taliban-Sprecher der Nachrichtenagentur AFP. Eine formale Waffenruhe, wie es sie in der Vergangenheit während hoher islamischer Feiertage gegeben hatte, kündigten die Taliban aber nicht an.

8:35 Uhr: Pakistan blockiert Tiktok wegen "unangemessener Inhalte"

Zum mittlerweile dritten Mal binnen eines Jahres ist in Pakistan die Video-App Tiktok blockiert worden. Die Telekommunikationsbehörde PTA in Islamabad teilte auf Twitter mit, dass die chinesische App gesperrt wurde, weil "unangemessene Inhalte" nicht entfernt worden seien. Pakistan hatte die App im Vorjahr erstmals blockiert, nachdem öffentliche Beschwerden wegen angeblicher Vulgarität zu einer gerichtlichen Sperre führten. Nach mutmaßlichem diplomatischem Druck der chinesischen Regierung wurde das Verbot später wieder aufgehoben.

8.31 Uhr: Weiterer Journalist der Hongkonger "Apple Daily" festgenommen 

Wegen angeblicher Verstöße gegen das Hongkonger Sicherheitsgesetz ist ein weiterer leitender Journalist der mittlerweile eingestellten prodemokratischen Tageszeitung "Apple Daily" festgenommen worden. Lam Man-chung, ein ehemaliges Mitglied der Chefredaktion, wurde von Beamten der nationalen Sicherheitspolizei in Gewahrsam genommen, wie Hongkonger Medien übereinstimmend berichteten. Lam ist bereits der achte leitende Angestellte der Zeitung, der seit dem vergangenen Monat festgenommen wurde. Die "Apple Daily" hatte im Juni nach 26 Jahren ihre letzte Ausgabe veröffentlicht, weil der Druck der Behörden zu groß geworden war. 

7.02 Uhr: "Le Monde": Auch Handy-Nummer von Macron auf Pegasus-Spionagelisten

News von heute: Geiselnahme in schwedischer Haftanstalt - Mann und Frau fordern 20 Pizzas mit Kebab-Belag

7.00 Uhr: Corona: 1,5 Millionen Kinder haben Elternteil oder Betreuer verloren

Rund 1,1 Millionen Kinder weltweit haben laut einer Studie als Folge der Corona-Pandemie mindestens ein Elternteil oder ein für sie sorgendes Großelternteil verloren. Diese Hochrechnung gelte für den Zeitraum März 2020 bis April 2021, berichten Forscher um Seth Flaxman vom Imperial College in London im Fachjournal "The Lancet". Rechne man weitere im Haushalt wohnende ältere Angehörige noch hinzu, hätten sogar mehr als 1,5 Millionen Kinder eine Betreuungsperson verloren.

4.49 Uhr: Acht weitere Corona-Fälle bei Olympia – ein Athlet positiv

Kurz vor Eröffnung der Olympischen Spiele von Tokio haben die Organisatoren acht weitere Corona-Fälle festgestellt. Wie das Organisationskomitee in seinem Tagesbericht mitteilte, ist auch ein Athlet darunter, der nicht im olympischen Dorf wohnt. Insgesamt stieg damit die Zahl der positiven Tests, die seit dem 1. Juli ermittelt wurden, auf 75.

4.22 Uhr: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 11,4

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist erneut gestiegen. Sie liegt jetzt bei 11,4, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Morgen mitteilte. Eine Woche zuvor lag der Wert noch bei 7,1. Laut RKI wurden binnen 24 Stunden 2203 Corona-Neuinfektionen sowie 19 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus registriert. Vor einer Woche lag die Zahl der Neuinfektionen noch bei 1548.

4.08 Uhr: Fußball-Regelwerk von 1859 für knapp 66.000 Euro versteigert

Eines der ältesten existierenden Exemplare des Fußball-Regelwerks ist für umgerechnet knapp 66.000 Euro versteigert worden. Das Auktionshaus Sotheby's gab den Endpreis auf seiner Website mit 56.700 Pfund (65.900 Euro) an. Das mit handschriftlichen Notizen versehene Heft sei 1859 nach einer Reihe von Treffen des Sheffield Football Clubs gedruckt worden, erklärte Sotheby's.

4.06 Uhr: Luftverschmutzung in New York durch Brände an US-Westküste

Rauch der Waldbrände im Westen der USA und in Kanada hat die Ostküstenmetropole New York in grauen Dunst gehüllt. Die Umweltbehörde des Bundesstaates New York rief wegen erhöhter Feinstaubbelastung Gesundheitsalarm aus. 

Ein Vertreter der Behörde erklärte, es sei nicht ungewöhnlich, dass Rauch von Feuern im Westen des Landes bis in die Region vordringt, allerdings befinde er sich diesmal in einer niedrigeren Luftschicht. Der Wetterdienst sagte für Mittwoch eine Kaltfront voraus, die dem Phänomen ein Ende setzen sollte. Im Westen der USA wüten derzeit erneut riesige Waldbrände. Allein im Bundesstaat Oregon zerstörte ein Feuer bislang mehr als 137.000 Hektar Wald. Auch in anderen Bundesstaaten entlang der US-Westküste und in Kanada lodern unzählige Brände.

3.27 Uhr: Zwölf Menschen sterben in überschwemmter U-Bahn in China

Nach heftigen Regenfällen sind in China zwölf Menschen in einer überschwemmten U-Bahn ums Leben gekommen. Fünf weitere Menschen wurden bei dem Unglück in der Stadt Zhengzhou im Zentrum des Landes verletzt, wie die Stadtverwaltung im Internetdienst Weibo mitteilte. Im Internet verbreitete Aufnahmen, wie Passagiere in einem U-Bahnwaggon bis zum Hals im Wasser standen. 

Andere Bilder zeigten, wie Menschen auf den überschwemmten Straßen der Stadt unter dramatischen Umständen aus den Wassermassen geborgen wurden. Die Behörden warnten derweil vor einem drohenden Dammbruch nahe der Millionenstadt Luoyang. Der Damm könne "jederzeit brechen". Die Armee entsandte Truppen.

2.41 Uhr: Lehrerverband erwartet auch im neuen Schuljahr große Einschränkungen

Der Präsident des Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, erwartet auch im kommenden Schuljahr große Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie. Meidinger äußerte in der Tageszeitung "Die Welt" die Befürchtung, dass wegen der besonders ansteckenden Delta-Variante des Virus Hunderttausende Schüler in Quarantäne müssen. "Niemand kann ausschließen, dass wir wegen der Delta-Variante und der mangelnden Impfquote eine enorme vierte Welle bekommen, in der dann auch wieder Wechselunterricht nötig wird."

Meidinger rief die Politik zu Ehrlichkeit auf. "Wer jetzt verspricht, dass es im nächsten Jahr auf jeden Fall vollständigen Präsenzunterricht geben wird, begibt sich auf dünnes Eis", sagte der Verbandspräsident. "Präsenzunterricht um jeden Preis bedeutet, die Durchseuchung der Schulen in Kauf zu nehmen. So ehrlich sollte Politik das schon sagen."

0.46 Uhr: Mann in Florida stürzt von Rad und wird von Alligator attackiert

Ein Mann ist im US-Bundesstaat Florida nach einem Sturz vom Fahrrad von einem Alligator angegriffen worden. Der Radfahrer sei im Halpatiokee Regional Park in Stuart unterwegs gewesen und habe die Kontrolle über sein Fahrrad verloren, teilte die Polizei auf Facebook mit. Dabei stürzte er in ein Gewässer und wurde dort von dem Alligator attackiert. Das Tier verletzte ihn schwer, der Mann konnte sich jedoch befreien. Schließlich wurde er von Passanten gerettet und mit einem Helikopter ins Krankenhaus gebracht.

0.27 Uhr: Haitis neuer Regierungschef Henry tritt Amt an

Zwei Wochen nach der Ermordung des haitianischen Präsidenten Jovenel Moïse hat der neue Regierungschef Ariel Henry sein Amt angetreten. Bei seiner Amtseinführung versprach der 71-jährige frühere Neurochirurg, sich mit aller Kraft für die Wiederherstellung von Sicherheit und Ordnung einzusetzen. Diese seien Voraussetzung für freie und faire Wahlen. 

0.00 Uhr: THW-Vize: Kaum noch Chancen, in Flut-Gebieten Überlebende zu finden

Die Vizepräsidentin des Technischen Hilfswerks (THW), Sabine Lackner, sieht kaum noch Chancen, knapp eine Woche nach den Überschwemmungen im Westen Deutschlands noch Überlebende zu finden. "Wir suchen aktuell noch nach Vermissten, etwa beim Räumen der Wege oder Auspumpen der Keller", sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Zu diesem Zeitpunkt ist es aber leider sehr wahrscheinlich, dass man Opfer nur noch bergen kann, nicht mehr retten."

Die Zahl der Hochwasser-Todesopfer war innerhalb knapp einer Woche bis zum Dienstag auf mindestens 170 gestiegen. Aus Rheinland-Pfalz wurden 122 und aus Nordrhein-Westfalen 48 Unwetter-Tote bestätigt. Auch am Dienstag wurden noch Menschen vermisst – allein 155 im besonders betroffenen Kreis Ahrweiler im Norden von Rheinland-Pfalz.

wue / fs / rw DPA AFP

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker