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News von heute Gesundheitsminister wollen "epidemische Lage von nationaler Tragweite" verlängern

Eine Laborkraft mit durchsichtigem Gesichtsschild und Schutzkleidung hält ein Wattestäbchen in die Kamera
Die Corona-Inzidenz in Deutschland steigt weiter, daher haben sich die Gesundheitsminister der Länder für eine Verlängerung der "epidemischen Lage" ausgesprochen (Symbolbild)
© Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild / DPA
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker:  

19.30 Uhr: Auto rast in Tankstelle – Raststätte entgeht nur knapp Brandkatastrophe

Auf der Autobahn 5 von Darmstadt nach Frankfurt ist am Montagmorgen ein Auto in eine Tankstelle gerast und hat ein gefährliches Großfeuer ausgelöst. Nur die Geistesgegenwart eines Kassierers verhinderte eine mögliche Katastrophe an der Raststätte Gräfenhausen Ost im Landkreis Darmstadt-Dieburg, wie die Polizei berichtete. Der Fahrer des Wagens kam ums Leben. Erst am Abend konnte die Darmstädter Feuerwehr melden, dass die umfangreichen Löscharbeiten beendet seien. Eine Brandwache sollte aber über Nacht am Ort bleiben, um eventuell aufflammende Glutnester zu löschen. Zu den Hintergründen des Vorfalls liefen weitere Ermittlungen der Polizei.

Mehrere Zapfsäulen, ein Transporter und das Dach der Anlage waren in Flammen aufgegangen. Die A 5 wurde wegen des starken Rauchs in Richtung Frankfurt zeitweise komplett gesperrt. Es gab erhebliche Verkehrsbehinderungen. Bis zum Nachmittag dauerte es, bis die Einsatzkräfte den Brand an der Raststätte komplett unter Kontrolle hatten.

18.53 Uhr: Länder-Gesundheitsminister für längere "epidemische Lage"

Die Gesundheitsminister der Länder haben sich dafür ausgesprochen, dass der Bundestag die vorerst bis 11. September bestehende "epidemische Lage von nationaler Tragweite" verlängert. Hintergrund sei, dass eine Fortführung von Infektionsschutzmaßnahmen auch danach absehbar sei, heißt es in einem einstimmigen Beschluss der Ressortchefs von Montag. Er liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Der Bundestag hatte zuletzt am 11. Juni festgestellt, dass die Sonderlage wegen der Corona-Pandemie fortbesteht - ohne eine erneute Bestätigung des Parlaments würde sie nach drei Monaten auslaufen.

Der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek (CSU), erklärte: "Wir bitten den Bundestag, die Feststellung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite über den 11. September hinaus fortzuführen. Das ist notwendig, um Infektionsschutzmaßnahmen in den Ländern weiterhin umzusetzen, wenn dies geboten ist. Angesichts steigender Infektionszahlen halten wir das für wichtig, denn wir dürfen uns nicht voreilig unserer erprobten Instrumente berauben." Die festgestellte Lage gibt dem Bund das Recht, direkt ohne Zustimmung des Bundesrates Verordnungen zu erlassen, etwa zu Tests, Impfungen, zum Arbeitsschutz oder zur Einreise.

18.21 Uhr: Bangladesch: Polizei nimmt Mann wegen Tanzvideo mit Frau vor Moschee fest

Ein Mann, der in Bangladesch zusammen mit einer Frau ein Tanzvideo vor einer Moschee aufgenommen hat, ist von der Polizei festgenommen worden. Dem 20-Jährigen werde vorgeworfen, religiöse Gefühle von Muslimen verletzen, was in dem mehrheitlich muslimischen Land ein Straftatbestand sei, sagte ein Polizeisprecher am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Die Frau aus dem Video sei noch auf der Flucht.

Das Tanzvideo sei auf der Videoplattform Likee verbreitet und vielfach gesehen worden, sagte der Sprecher. Es habe zu Empörung in den sozialen Netzwerken geführt und sei inzwischen gelöscht worden. Am Sonntagabend sei der Tänzer in ein Gefängnis gebracht worden, wo er auf sein Gerichtsverfahren warten soll. Wird er für schuldig befunden, können ihm eine Geldstrafe von bis zu einer Million Taka (10 000 Euro) oder eine Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren drohen.

17.45 Uhr: Italienische Polizei zerschlägt Netzwerk hinter gefälschten Gesundheitsnachweisen

Die italienische Polizei hat nach eigenen Angaben ein Netzwerk aus Betrügern zerschlagen, das gefälschte Nachweise über Corona-Impfungen, Tests oder Genesungen zum Verkauf anbot. Zwei der vier Verdächtigen seien minderjährig, erklärte die Polizei. Angeboten wurden die gefälschten "Grünen Pässe" demnach auf Online-Plattformen. Um anonym zu bleiben, hätten Kunden die Möglichkeit gehabt, mit Kryptowährungen oder Gutscheinen für Online-Shops zu bezahlen. Für die gefälschten Grünen Pässe gaben Kunden nach Polizeiangaben zwischen 150 und 500 Euro aus. 

Den sogenannten Grünen Pass erhält man in Italien nach mindestens einer Corona-Impfung, einem aktuellen negativen Testergebnis oder nach Genesung von einer Covid-19-Erkrankung. Seit vergangenen Freitag ist der Grüne Pass für Besucher von Kinos, Museen und Restaurants verpflichtend. Ab September benötigen auch Zugreisende, Lehrkräfte und Studierende den Nachweis.

17.33 Uhr: CDU, SPD und FDP in Sachsen-Anhalt einigen sich auf Koalition

Die Spitzen von CDU, SPD und FDP in Sachsen-Anhalt haben sich auf den Entwurf eines Koalitionsvertrags verständigt. Das teilten die Parteichefs mit. "Fakt ist, wir wollen die Deutschlandkoalition hier für Sachsen-Anhalt ins Leben rufen", sagte der CDU-Landesvorsitzende Sven Schulze in Magdeburg vor Journalisten. Die drei Parteien, deren Farben denen der Deutschlandfahne entsprechen, müssen den Koalitionsvertrag nun von ihren Gremien verabschieden lassen. Bei CDU und SPD sind das die Mitglieder, bei der FDP ein Parteitag.

17.22 Uhr: Tower Bridge geht nicht mehr zu – Verkehrschaos im Londoner Zentrum

Wegen eines technischen Defekts hat sich die berühmte Tower Bridge im Londoner Zentrum am Nachmittag nicht mehr schließen lassen. "Die Tower Bridge ist derzeit für den Verkehr und Fußgänger wegen eines technischen Fehlers geschlossen", teilte die City of London Police auf Twitter mit. Auf Aufnahmen des britischen Senders ITV sind die beiden Brückenflügel in hochgeklapptem Zustand zu sehen. Aus zunächst noch ungeklärter Ursache ließen sich diese Berichten zufolge nicht wie gewöhnlich absenken. Der Verkehrsfluss über die Themse war somit unterbrochen, auf beiden Seiten des Ufers staute sich schnell der Verkehr.

Üblicherweise öffnet sich die Tower Bridge rund 800 mal pro Jahr – also rund zweimal am Tag – für Schiffe. Diese müssen die Öffnung mindestens 24 Stunden vorab schriftlich beantragen.

16.40 Uhr: Malische Zivilisten von mutmaßlichen Dschihadisten getötet

Mutmaßlich dschihadistische Milizen haben im Grenzgebiet zwischen Mali und Burkina Faso dutzende Menschen getötet. Im Nordosten Malis töteten Angreifer auf Motorrädern mindestens 51 Dorfbewohner, wie die Nachrichtenagentur AFP von den Sicherheitskräften und Lokalbehörden erfuhr. In Burkina Faso nahe der Grenze zu Mali wurden zwölf Soldaten bei einem Angriff aus dem Hinterhalt getötet. Zuvor hatte ein malischer Sicherheitsbeamter von mehr als 40 getöteten Zivilisten in den Dörfern Karou, Ouatagouna und Daoutegeft gesprochen. Die Angreifer "sind in die Dörfer eingedrungen und haben alle massakriert", berichtete er.

In Mali verüben Terrorgruppen immer wieder Angriffe. Die Gewalt begann 2012 mit einem islamistisch motivierten Aufstand im Norden des westafrikanischen Landes und breitete sich rasch weiter aus, auch auf die Nachbarländer Burkina Faso und Niger. Tausende Menschen wurden getötet, Hunderttausende sind auf der Flucht.

16.08 Uhr: Steigende Inzidenz: Günther schließt Lockdown aus

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hat auch bei weiter steigenden Corona-Zahlen einen Lockdown erneut ausgeschlossen – nicht aber strengere Hygieneregeln. Als Beispiel nannte der CDU-Politiker in Kiel Testverpflichtungen für Ungeimpfte und eine mögliche Ausdehnung der Pflicht zum Tragen einer Maske. "Aber es wird nicht mehr das geben, war wir einmal unter einem Lockdown verstanden haben", sagte Günther. Diese Botschaft sollte auch von der Konferenz der Ministerpräsidenten morgen ausgehen.

Es gebe derzeit überhaupt keinen Grund, irgendwelche weitergehenden Eingriffe in Grundrechte zu machen – gerade für Menschen, die geimpft sind, betonte der Regierungschef. Die steigenden Corona-Zahlen im Land seien kein Grund, beunruhigt, aber aufmerksam zu sein. "Wir haben eine Lage, die beherrschbar ist." Die Situation in den Krankenhäusern sei völlig anders als früher. "Wir haben eine weit höhere Impfquote." Die Erstimpfung hätten über zwei Drittel der Schleswig-Holsteiner bekommen, 58 Prozent seien vollständig geimpft. Aber es werde eine dauerhaft hohe Impfbereitschaft gebraucht.

15.43 Uhr: Polizei prüft Leichenfund in Flutgebiet

In mindestens einem Fall sind laut Polizei mehrere Leichen im rheinland-pfälzischen Flutkatastrophen-Gebiet im Ahrtal in einem einzigen Sarg in einem Container gelagert worden. Zudem seien dort in Bad Neuenahr-Ahrweiler mehrere offene Holzsärge, die jeweils verdreckte Leichensäcke enthalten hätten, übereinander gestapelt worden. Die Polizei habe ihre Zusammenarbeit mit dem betreffenden Bestattungsunternehmen vorerst ausgesetzt und prüfe etwaige Verstöße gegen das Bestattungsgesetz, teilte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Koblenz mit. Zuvor hatte "Bild am Sonntag" über diese Fluttodesopfer berichtet.

15.32 Uhr: Autofahrer löst beim Tanken Explosion aus – eine Verletzte

Ein Autofahrer hat an einer Tankstelle in der Ruhrgebietsstadt Witten Super-Sprit mit einem Staubsaugerautomaten aus seinem Diesel-Fahrzeug geholt und eine Explosion ausgelöst. Eine Mitfahrerin wurde leicht verletzt, alle Beteiligten flüchteten laut Polizei. Laut Mitteilung hatte der Autofahrer am Samstagabend aus Versehen Super getankt und das Auto dann zum Staubsaugerautomaten der Tankstelle gerollt. "Er steckte den Schlauch des stationären Staubsaugers in den Tankstutzen und schaltete das Gerät ein, um das Benzin abzusaugen", so die Polizei. Direkt danach sei es zu einer Explosion gekommen. Eine von zwei Frauen, die den Mann begleiteten, sei dadurch verletzt worden.

15.27 Uhr: Gesetzentwurf: Bund und Länder planen Warnung vor Katatstrophen per SMS

Nach der Flutkatastrophe streben Bund und Länder nach einem ersten Beschlussentwurf für die Beratungen an, die dezentrale Warnung der Bevölkerung im Katastrophenfall zu verbessern. Dazu gehöre insbesondere das Sirenenförderprogramm des Bundes, mit dem den Ländern bis 2023 insgesamt bis zu 88 Millionen Euro für die Ertüchtigung und Errichtung von Sirenen zur Verfügung gestellt werden, heißt es in dem Entwurf, welcher der Deutschen Presse-Agentur vorlag. Die Ministerpräsidenten der Länder und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) beraten am Dienstag.

eiter heißt es in dem Entwurf: "Zusätzlich soll das Cell-Broadcasting-System eingeführt werden, mit dem künftig auch die Warnung der Bevölkerung mit Textnachrichten auf Mobiltelefonen ermöglicht wird." Beim Cell Broadcasting wird ähnlich wie bei einer SMS eine Nachricht an Handy-Nutzer verschickt - und zwar an alle Empfänger, die sich zu dem Zeitpunkt in der betreffenden Funkzelle aufhalten. Diese Technologie wird in vielen anderen Staaten bereits genutzt.

15.25 Uhr: Irak holt gestrandete Migranten aus Belarus zurück

Der Irak holt Hunderte Migranten zurück, die an der Grenze zwischen Belarus und dem EU-Land Litauen gestrandet sind. Insgesamt wolle das Land 280 Staatsbürger ausfliegen lassen, kündigte ein Sprecher des irakischen Außenministeriums an. Irakische Airlines sollten demnach am Montag 80 und am Dienstag 200 Menschen von Minsk aus zurück in den Irak fliegen.

In den vergangenen Wochen hatten mehrere Hundert Migranten illegal die Grenze aus Belarus überschritten, um ins Nachbarland Litauen zu gelangen. Insgesamt wurden in diesem Jahr bereits rund 3500 Menschen an der Grenze aufgegriffen. Nach Berechnungen des baltischen EU-Staats könnten im August und September so bis zu 18 000 Migranten aus dem Irak und anderen Ländern nach Litauen kommen.

15.13 Uhr: Ankara und Bayern sichern Griechenland Hilfe bei Brandbekämpfung zu

Ankara schickt zwei Löschflugzeuge nach Griechenland, um dort den Kampf gegen die großen Waldbrände zu unterstützen. Das teilte der griechische Außenminister Nikos Dendias nach einem Telefonat mit seinem türkischen Amtskollegen Mevlüt Cavusoglu mit. Hintergrund sei, dass die meisten Brände in der Türkei weitgehend unter Kontrolle gebracht worden seien. Dendias bedankte sich für die Hilfe, hieß es in einer Mitteilung des griechischen Außenministeriums.

Auch Bayern hat der griechischen Regierung Hilfe bei der Bekämpfung der schweren Waldbrände angeboten. "Auch Bayern möchte in dieser außerordentlich dramatischen Lage durch die Entsendung von auf Waldbrandbekämpfung spezialisierten Feuerwehrkräften unterstützen", teilte das Innenministerium auf Anfrage mit. Voraussetzung für einen Einsatz wäre demnach ein offizielles Hilfeleistungsersuchen durch die griechische Regierung. Ein solches liege noch nicht vor. Man stehe mit dem Generalkonsulat in Kontakt.

15.11 Uhr: USA verhängen neue Sanktionen gegen Belarus

Die USA verhängen weitere Sanktionen gegen die Regierung des belarussischen Machthabers Alexander Lukaschenko. US-Präsident Joe Biden werde am Montag einen entsprechenden Erlass unterzeichnen, unter anderem wegen Lukaschenkos "Angriff auf die demokratischen Bestrebungen und die Menschenrechte der belarussischen Bevölkerung", teilte das Weiße Haus in Washington mit. Auch das Nationale Olympische Komitee von Belarus sei Ziel von Sanktionen des US-Finanzministeriums.

15.07 Uhr: Samsung-Erbe kommt auf Bewährung frei

Der wegen Korruption zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilte Erbe des Elektronikkonzerns Samsung, Lee Jae Yong, kommt auf Bewährung frei. Das Justizministerium in Seoul kündigte dies für Freitag an. Lee war im Januar ins Gefängnis gegangen. Seitdem hatten sich immer mehr Politiker und Unternehmer für seine Freilassung ausgesprochen.

Offiziell ist der 52-jährige Lee der Vizepräsident von Samsung Electronics, er gilt aber als oberster Entscheidungsträger des weltweit führenden Herstellers von Smartphones und Speicherchips. Er war im Zuge eines Bestechungs- und Veruntreuungsskandals im Jahr 2017 bereits zu einer fünfjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Nach einer Berufung kam er jedoch 2018 frei. Das Oberste Gericht von Südkorea ordnete später die Wiederaufnahme des Verfahrens an.

14.44 Uhr: Laschet – NRW-Unwetterschäden überschreiten 13 Milliarden Euro

Die Schäden durch das Unwetter Mitte Juli belaufen sich allein in Nordrhein-Westfalen nach ersten Schätzungen auf mehr als 13 Milliarden Euro. Das gab Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) in einer Sondersitzung des Düsseldorfer Landtags bekannt.

Unter anderem seien mehr als 150 Schulen beschädigt worden, davon mindestens acht so schwer, dass ohne Ausweichlösung nicht einmal ein eingeschränkter Schulbetrieb möglich sei, berichtete Laschet. Zudem seien jeweils über 200 Kitas sowie Arztpraxen geschädigt worden und über 50 Apotheken. "Die Flut vom 14. und 15. Juli war vermutlich die größte Naturkatastrophe, die Nordrhein-Westfalen seit Bestehen der Bundesrepublik getroffen hat", sagte der Ministerpräsident. "Nach all dem, was ich in den letzten Wochen gesehen habe, bin ich immer noch zutiefst erschüttert."

14.28 Uhr: Raucherin in Hamburger Seniorenheim nach Feuer in Rollstuhl gestorben

Eine 82 Jahre alte Bewohnerin eines Hamburger Pflegeheims ist an Brandverletzungen gestorben. Zu dem Feuer sei es gekommen, weil die Raucherin in ihrem Rollstuhl sitzend ihre Raucherutensilien unsachgemäß genutzt habe und dadurch ihre Oberbekleidung zu brennen begonnen habe, teilte die Hamburger Polizei mit.  Das Pflegepersonal habe bei dem Unfall am Samstag das Feuer zwar noch mit Decken und Wasser löschen können. Die Seniorin starb aber am Sonntag im Krankenhaus an ihren Brandverletzungen.

14.12 Uhr: ÖPNV-Aktion – Abonnenten können auch in anderen Städten fahren

Wer ein Nahverkehrsabo besitzt, kann damit im September zwei Wochen lang bundesweit nahezu alle Nahverkehrsangebote ohne Zusatzkosten nutzen. Mit der Aktion wollen sich die Verkehrsunternehmen bei denjenigen bedanken, die auch während der Pandemie Bus und Bahn fahren. Die Aktion sei für den Zeitraum vom 13. bis zum 26. September geplant, teilte der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) mit. Sie gilt demnach in über 95 Prozent aller Tarif- und Verkehrsverbünde. Mit einem Nahverkehrsabo erhalten die Teilnahmeberechtigten außerdem bestimmte Bahncards für den Fernverkehr günstiger.

13.50 Uhr: Taliban erobern sechste Provinzhauptstadt in Afghanistan

Die militant-islamistischen Taliban haben ihre Militäroffensive in Afghanistan erfolgreich fortgesetzt und die sechste Provinzhauptstadt in Folge erobert. Am Montag übernahmen sie die Kontrolle in Aibak in der Provinz Samangan im Norden des Landes, wie Provinzräte und Parlamentarier der Deutschen Presse-Agentur bestätigten. Die Islamisten hätten die wichtigsten Einrichtungen der Regierung in der Stadt eingenommen, darunter das Polizeihauptquartier, den Gouverneurssitz und das Gefängnis der Stadt.

13.43 Uhr: Wagen rast in Autobahn-Tankstelle – 140 Helfer kämpfen gegen Flammen

Ein Auto ist an der Autobahn 5 von Darmstadt nach Frankfurt in eine Tankstelle gerast und in Flammen aufgegangen. Der Fahrer des Wagens kam nach Angaben der Polizei Darmstadt ums Leben. Mehrere Zapfsäulen, ein Transporter und das Dach der Anlage gerieten in Brand. Die vielbefahrene Strecke wurde wegen des starken Rauchs in Richtung Frankfurt zeitweise komplett gesperrt.

Laut Feuerwehr war der zunächst unbekannte Fahrer am Montagmorgen bei Weiterstadt an der Raststätte Gräfenhausen Ost aus ungeklärter Ursache mit hoher Geschwindigkeit gegen einen Träger der Dachkonstruktion gefahren. Über Stunden kämpften rund 140 Feuerwehrleute gegen die Flammen. Da es auf der Rastanlage nur einen Hydranten gibt, musste das Löschwasser teilweise mit Tanklastwagen zur Brandstelle gefahren werden. Dem Personal der Tankstelle war es den Angaben zufolge gelungen, rechtzeitig die Notabschaltung der Tankstelle zu betätigen und dadurch womöglich eine Katastrophe zu verhindern.

13.38 Uhr: EU-Kommission sieht nach Weltklimaratsbericht dringenden Handlungsbedarf

Angesichts des neuen Berichts des Weltklimarats IPCC sieht EU-Vizekommissionspräsident Frans Timmermans sofortigen Handlungsbedarf. Der Bericht zeige "die extreme Dringlichkeit, jetzt zu handeln, um die Klimakrise zu bewältigen", schrieb Timmermans im Onlinedienst Twitter. Es sei "nicht zu spät", einen unkontrollierbaren Klimawandel zu verhindern, "aber nur, wenn wir jetzt entschlossen und alle zusammen handeln".

13.19 Uhr: Verteidigungsministerium – Kein neuer Bundeswehreinsatz in Afghanistan

Trotz des Vormarsches der Taliban in Afghanistan hat das Bundesverteidigungsministerium Überlegungen zu einem neuen Bundeswehreinsatz in Afghanistan zurückgewiesen. Es sei "nicht erkennbar", dass es dafür eine politische Mehrheit in Deutschland gebe, sagte Ministeriumssprecher Arne Collatz in Berlin. "Deswegen gehe ich nicht davon aus, dass wir einen Monat nach dem Abzug der deutschen Kräfte darüber nachdenken sollten, wieder in einen Kampfeinsatz dort hineinzugehen."

13.15 Uhr: U-Ausschuss – Summe von Fehlern ermöglichte Terroranschlag 2016

Der islamistische Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt im Jahr 2016 war nur durch eine Vielzahl von Fehlern in den Sicherheitsbehörden möglich. Zu diesem Schluss kommt der Untersuchungsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses, der seinen Abschlussbericht vorstellte.

Man habe "keinen einzelnen Schuldigen" gefunden und "keine Einzelfehler" aufgedeckt, die direkt zum Anschlag geführt hätten, sagte der Ausschussvorsitzende Stephan Lenz (CDU). Allerdings habe der Ausschuss zahlreiche Fehler vor allem der Polizei und des Verfassungsschutzes festgestellt. "Und es ist die Summe dieser Fehler und Versäumnisse, die den Anschlag möglich gemacht haben." Entscheidend sei vor allem die Fehleinschätzung des abgelehnten Asylbewerbers Anis Amri aus Tunesien im Sommer 2016 gewesen. Dieser sei als gewaltbereiter und möglicherweise hochgefährlicher Islamist bekannt gewesen. 

13.09 Uhr: Delta-Variante verschärft Coronakrise im Iran

Im Iran verschärft sich die Coronakrise wegen einer rasanten Ausbreitung der Delta-Variante. Das Gesundheitsministerium registrierte mit 588 Toten und fast 41.000 Neuinfektionen an nur einem Tag einen Höchstwert. Die Gesamtzahl der Corona-Toten im Iran liegt nun bei 94.603, die der Infektionen bei fast 4,2 Millionen. Wegen der Delta-Variante sind in vielen Städten die Notaufnahmen mit neuen Corona-Patienten überfüllt. Auch die Impfkampagne für die mehr als 83 Millionen Iraner kommt wegen der Wirtschaftskrise nur schleppend voran.

12.48 Uhr: Katholischer Priester im Westen Frankreichs ermordet (Innenminister)

Im Westen Frankreichs ist am Montag ein katholischer Priester ermordet worden. Innenminister Gérald Darmanin erklärte im Kurzbotschaftendienst Twitter, der Geistliche sei im Départment Vendée Opfer eines "dramatischen Mordes" geworden. Er sicherte den Katholiken des Landes "all seine Unterstützung" zu.

Ein Mann habe sich am Vormittag der Polizei gestellt und sich zu der Tat bekannt, hieß es aus Justizkreisen. Demnach war der Mann im Zuge der Ermittlungen zum Brand der Kathedrale von Nantes im Juli 2020 unter richterliche Aufsicht gestellt worden. Die Kirche war bei einem Brand schwer beschädigt worden. Ein damals 39-Jähriger freiwilliger Gemeindediener hatte gestanden, das Feuer gelegt zu haben. Derselbe Mann sei nun im rund 60 Kilometer von Nantes entfernten Mortagne-sur-Sèvre zur Polizei gegangen und habe gesagt, er habe einen Geistlichen getötet, hieß es.

12.45 Uhr: Deutscher wegen Vorwurfs der Vergewaltigung auf Mallorca festgenommen

Ein deutscher Urlauber ist wegen des Vorwurfs, auf Mallorca eine Britin auf offener Straße vergewaltigt zu haben, festgenommen worden. Der etwa 40-jährige Mann hatte sich Augenzeugenberichten zufolge am frühen Sonntagmorgen an der Frau vergangen, die offenbar im Alkoholrausch bewusstlos auf der als Bierstraße bekannten Carrer Migquel Pellisa an der Playa de Palma lag, wie die Polizei am Montag der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Passanten hätten den Angriff bemerkt und die Polizei alarmiert. Die Frau kam in ein Krankenhaus. Medienberichten zufolge verweigerte der Deutsche die Aussage. Ob und wann er einem Haftrichter vorgeführt werden würde, war zunächst nicht bekannt.

12.31 Uhr: Nachweis von Immunisierung gegen Corona nun auch in Frankreichs Cafés und Zügen

Wer in Frankreich ins Café oder Restaurant oder den Zug nehmen muss, braucht seit Montag einen Nachweis, dass er vollständig gegen das Coronavirus geimpft ist, eine Ansteckung erfolgreich überstanden hat oder negativ getestet wurde. Schon seit Wochen gilt die Nachweispflicht bei Besuchen von Kinos, Museen oder Konzerten. Nun hat die Regierung sie trotz wochenlanger Proteste auf weitere alltägliche Aktivitäten der Franzosen ausgeweitet. Die Nachweispflicht durch einen QR-Code - den sogenannten Gesundheitspass - gilt außer in Cafés und Restaurants nun auch auch beim Betreten von Krankenhäusern und anderen Gesundheitseinrichtungen, beim Shoppen in manchen Einkaufszentren sowie bei Messen und für Fernverkehrszüge.

12.18 Uhr: Deutschland gibt erste Impfdosen an fünf Länder ab

Deutschland gibt erste Corona-Impfdosen des Herstellers Astrazeneca an fünf andere Länder mit akutem Bedarf ab. Wie die Bundesregierung am Montag mitteilte, sollen in einer ersten Tranche 213.600 Dosen nach Afghanistan gehen, 271.200 nach Äthiopien, 357.600 in den Sudan, 100.800 nach Tadschikistan und 355.200 nach Usbekistan. Die Impfstoffe sollen über die internationale Hilfsinitiative Covax verteilt werden.

12.01 Uhr: Umweltministerin Schulze – "Zeit für Rettung des Planeten läuft ab"

Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat nach dem neuen Bericht des Weltklimarats IPCC eine rasche Abkehr von Kohle, Öl und Gas und einen Ausbau von der Sonnen- und Windkraft gefordert. "Es gab schon genug Weckrufe und Appelle", erklärte die SPD-Politikerin am Montag in Berlin. "Der heute vorgestellte IPCC-Bericht führt uns erneut vor Augen, dass die Zeit für die Rettung des Planeten, wie wir ihn kennen, abläuft."

Der Bericht verdeutlichte, dass viele Klimawandelfolgen schon heute nicht mehr vermieden werden könnten. "Wir können uns als internationale Staatengemeinschaft nur bestmöglich darauf vorbereiten und anpassen. Das erleben wir auch bei uns in Deutschland: katastrophale Überschwemmungen nach Starkregen im Juli, anhaltende Dürre in den vergangenen Jahren."

11.37 Uhr: Kampf gegen Ölpest nach Schiffsunglück auf der Weser

Nach dem Sinken eines Binnenschiffs auf der Weser bei Balge im niedersächsischen Landkreis Nienburg bekämpfen Feuerwehrleute die drohende Ölpest. Der Schiffsverkehr auf dem Fluss sei weiterhin zwischen Nienburg und Drakenburg gesperrt, teilte ein Sprecher des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSA) Weser in Verden mit. Es seien Ölsperren gelegt. Man versuche die ausgetretenen Betriebsstoffe aus dem Schiff mit Granulat zu binden. Das mit 600 Tonnen Mais beladene Binnenschiff war am Sonntagmittag nach der Kollision mit einem anderen Schiff gesunken. Die Besatzung konnte unverletzt an Land gebracht werden. 

11.27 Uhr: Wanderer stürzt rund 100 Meter ab und stirbt

Ein Wanderer ist in den Ammergauer Alpen rund 100 Meter in die Tiefe gestürzt und gestorben. Nach Angaben der Polizei war der 68-Jährige aus der Region alleine oberhalb von Ettal im Landkreis Garmisch-Partenkirchen unterwegs. Als er am Samstagabend nicht mehr nach Hause kam, meldete ihn seine Ehefrau als vermisst. Noch am Abend suchten Bergwacht, Feuerwehr und Polizei nach dem Mann. Am Sonntagmorgen fanden Rettungskräfte schließlich die Leiche des Wanderers. Den Angaben nach war er über steiles, felsdurchsetztes Gelände abgestürzt. Was zu dem Unglück führte, blieb erst einmal unklar.

11.12 Uhr: Corona-Impfungen kommen voran – vor allem mit Zweitimpfungen

Die Corona-Impfungen in Deutschland kommen weiter leicht voran – vor allem mit Zweitimpfungen. Vollständig geimpft sind nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums nun knapp 45,6 Millionen Menschen oder 54,8 Prozent der Gesamtbevölkerung. Mindestens eine erste Dosis bekommen haben 51,9 Millionen Menschen oder 62,4 Prozent aller Einwohner. Minister Jens Spahn dankte allen, "die sich jeden Tag für niedrigschwellige und kreative Aktionen einsetzen" und auch an diesem Wochenende wieder geimpft hätten. "Jede Impfung zählt!", schrieb der CDU-Politiker bei Twitter.

11.07 Uhr: CDU will Untersuchungsausschuss zu Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz

Die CDU-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag will die Arbeit der verantwortlichen Stellen in der Flutkatastrophe von Mitte Juli in einem Untersuchungsausschuss unter die Lupe nehmen. Das Gremium solle die Vorgänge von den bereits wenige Tage vor dem Starkregen erfolgten ersten Warnungen bis zu der Unwetternacht und auch darüber hinaus aufklären, sagte Fraktionschef Christian Baldauf. Die Hauptfrage dabei laute: "Wäre es möglich gewesen, mehr Menschenleben zu retten?" Geleitet werden soll der Ausschuss von CDU-Fraktionsvize Gordon Schnieder.

11.01 Uhr: Greta Thunberg von neuem Weltklimarat-Bericht nicht überrascht

Die führende Klimaaktivistin Greta Thunberg ist von den im neuen Bericht des Weltklimarats (IPCC) formulierten Erkenntnissen nicht überrascht. "Der neue IPCC-Bericht enthält keine wirklichen Überraschungen. Er bestätigt, was wir schon aus Tausenden vorherigen Studien und Berichten wissen – dass wir uns in einem Notfall befinden", schrieb die Schwedin auf Twitter und Instagram. Es handele sich um eine solide, aber vorsichtige Zusammenfassung des derzeitigen Wissensstands. "Es liegt an uns, mutig zu sein und basierend auf den in diesen Berichten bereitgestellten wissenschaftlichen Erkenntnissen Entscheidungen zu treffen", schrieb Thunberg weiter.

10.43 Uhr: Israelische Studie – Nach dritter Corona-Impfung ähnliche Reaktion

Nach einer dritten Corona-Impfung hat eine Mehrheit von Befragten in Israel über ähnliche Impfreaktionen wie nach der zweiten Spritze berichtet. 88 Prozent fühlten sich in der Woche nach der Auffrischungsimpfung ähnlich oder besser, wie eine Umfrage der Krankenkasse Clalit ergab. Dies bestätigte eine Sprecherin der Kasse. Zehn Prozent hätten sich schlechter gefühlt als nach der zweiten Impfung. Insgesamt berichteten demnach 31 Prozent der Befragten über mindestens eine Impfreaktion, die meisten über Schmerzen an der Einstichstelle. Die Krankenkasse hat nach eigenen Angaben mehr als 240.000 Mitglieder bereits zum dritten Mal geimpft. Rund 4500 Personen hätten sich an der Umfrage beteiligt, hieß es.

10.16 Uhr: China bestraft mehr als 30 Funktionäre wegen Corona-Ausbruch

In China sind mehr als 30 Funktionäre wegen der jüngsten Corona-Welle bestraft worden. Wie die staatliche Zeitung "Global Times" berichtete, wurden Beamte in vier betroffenen Provinzen wegen "schleppender Reaktion und unzureichendem Management" zur Verantwortung gezogen. Um welche Strafen es sich handelt, wurde nicht bekannt. Betroffen seien Vizebürgermeister, Bezirksvorstände, Leiter von lokalen Gesundheitskommissionen, Krankenhausmanager und Beamte aus der Flughafen- und Tourismusbranche.

10.02 Uhr: IPCC-Bericht – Erderwärmung um 1,5 Grad wird bereits 2030 erreicht

Die Erde wird sich bei der derzeitigen Entwicklung bereits gegen 2030 um 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter erwärmen und damit zehn Jahre früher als 2018 prognostiziert. Dies geht aus dem veröffentlichten Bericht des Weltklimarats IPCC hervor. Das Pariser Klimaschutzabkommen sieht vor, die Erderwärmung auf möglichst 1,5 Grad, mindestens aber deutlich unter zwei Grad Celsius zu begrenzen.

9.35 Uhr: 66-Jähriger stirbt nach Rettung aus Ostsee

Ein 66-jähriger Urlauber ist in Mecklenburg-Vorpommern nach der Rettung aus der Ostsee gestorben. Der Mann wurde am Sonntagnachmittag von Ersthelfern ohne Bewusstsein in der Nähe des Strands von Nonnevitz auf Rügen aus dem Meer geborgen, wie die Polizei in Neubrandenburg. Er hatte demnach im Wasser plötzlich das Bewusstsein verloren. An Land wurde sofort mit der Reanimation des 66-Jährigen begonnen. Anschließend brachte ihn ein Rettungshubschrauber ins Krankenhaus nach Stralsund. Dort verstarb er nach Polizeiangaben. Die Kriminalpolizei habe ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Hinweise für eine Straftat lägen jedoch nicht vor.

8.55 Uhr: Schottland streicht fast alle Corona-Regeln

Drei Wochen nach dem Ende fast aller Corona-Regeln in England hat auch der britische Landesteil Schottland die meisten Vorschriften aufgehoben. Seit Montag sind – mit wenigen Ausnahmen – die Abstandsregeln aufgehoben. Für Pubs und Restaurants sowie Veranstaltungen gelten keine Kapazitätsgrenzen mehr. Nachtclubs dürfen öffnen. In Behörden sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln müssen allerdings weiterhin Masken getragen werden. Auch in Schulen gilt zunächst noch Maskenpflicht. Allerdings muss bei einem Corona-Fall nicht mehr die gesamte Klasse nach Hause in Isolation. Regierungschefin Nicola Sturgeon sprach vom "bisher vielleicht bedeutendsten Datum" in der Pandemie. Zugleich rief sie alle auf, vorsichtig zu bleiben. Die Pandemie sei noch nicht vorbei. 

8.31 Uhr: Anwohner auf Euböa verteidigen ihre Dörfer gegen die Flammen

In einem gewaltigen Kraftakt haben Anwohner auf der griechischen Insel Euböa in der Nacht zum Montag gemeinsam mit Feuerwehrleuten und Freiwilligen mehrere Dörfer vor dem Übergreifen der Flammen bewahrt. Zwar seien am Rande von Ortschaften wie Artemisio, Gouves und Pefki Häuser niedergebrannt, die Ortskerne seien bisher jedoch intakt, berichtete die Zeitung "Kathimerini". Weiterhin seien aber viele Ortschaften von Flammen umzingelt.

8.10 Uhr: Schleswig-Holstein will an Drei-G-Strategie in Innenräumen festhalten

Nach Ansicht von Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) sollten Geimpfte, Genesene und Getestete in der Corona-Pandemie weiterhin gleich behandelt werden. "Dass staatlich verordnet nur noch Geimpfte und Genesene beispielsweise in Innenräume von Restaurants dürfen, halte ich für ausgesprochen schwierig. Das wäre de facto eine Impfpflicht durch die Hintertür", sagte der FDP-Politiker dem "Hamburger Abendblatt". "An der aktuellen Drei-G-Strategie aus geimpft, genesen, getestet sollte man festhalten." Garg glaube nicht, dass man zurückhaltende und skeptische Menschen von einer Impfung überzeugt, in dem man sie unter Druck setzt.

7.19 Uhr: CSU-Generalsekretär erwartet Verständigung auf neues Corona-Regelwerk

Vor der Bund-Länder-Konferenz am Dienstag hat sich der CSU-Generalsekretär Markus Blume optimistisch gezeigt, dass sich die Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf ein neues Corona-Regelwerk verständigen können. Künftig müssten neben der Inzidenz auch andere Indikatoren bei der Beurteilung der Pandemie-Lage eine Rolle spielen, sagte Blume in der Sendung "Die richtigen Fragen" bei "Bild live" am Sonntagabend. Er sei "sehr zuversichtlich", dass es dort zu einer Einigung komme.

5.58 Uhr: U-Boot mit gut zwei Tonnen Kokain vor Kolumbien abgefangen

Vor Kolumbien ist ein U-Boot mit Kokain im Wert von mehr als 68 Millionen US-Dollar (rund 58 Mio Euro) entdeckt worden. Die Marine des südamerikanischen Landes fing das Schiff nach eigenen Angaben vom Sonntag vor der Pazifikküste des südwestlichen Departments Nariño ab. An Bord fanden die Beamten der Mitteilung zufolge 102 Säcke mit 2039 Päckchen von je einem Kilogramm Kokain. Das U-Boot sei nach Mittelamerika unterwegs gewesen. Drei Menschen seien an Bord gewesen, darunter ein Ausländer. Sie seien festgenommen worden.

5.48 Uhr: Nagasaki gedenkt des Atombombenabwurfs vor 76 Jahren

Mit einem Appell zur Abschaffung aller Atomwaffen in der Welt hat die japanische Stadt Nagasaki der Opfer des Atombombenabwurfs vor 76 Jahren gedacht. Angesichts der wachsenden Bedrohung durch ein neues atomares Wettrüsten forderte Nagasakis Bürgermeister Tomihisa Taue bei einer Gedenkzeremonie die eigene Regierung auf, eine aktivere Rolle zu spielen. Japan, das bisher einzige Land, das im Krieg Opfer von Atombomben wurde, müsse mehr für eine atomwaffenfreie Welt tun. Erneut rief er die Regierung auf, einem UN-Vertrag zum Verbot von Atomwaffen von 2017 beizutreten.

Nagasaki nach der Atombombe: Archivaufnahmen zeigen verwüstete Stadt

Um 11.02 Uhr (Ortszeit), dem Zeitpunkt, als am 9. August 1945 die von einem US-Bomber abgeworfene Atombombe "Fat Man" über Nagasaki explodierte, legten die Teilnehmer der Gedenkveranstaltung eine Schweigeminute ein. Allein in Nagasaki wurden damals etwa 70.000 Menschen durch direkte Einwirkung getötet, 75.000 weitere verletzt.

5.13 Uhr: Olympioniken verlassen Tokio – Japans Regierung in der Kritik

Nach Abschluss der Olympischen Spiele in Tokio haben Tausende Teilnehmer die Heimreise angetreten, während sich die Regierung des Gastgeberlandes weiter vor gewaltigen Herausforderungen sieht. Die japanische Tageszeitung "Asahi Shimbun", eine der Sponsoren der Spiele, verwies in einem Leitartikel auf die andauernde kritische Corona-Lage in Japan. Managementfehler der Regierung von Premier Yoshihide Suga und die "erzwungene Abhaltung der Olympischen Spiele markierten ein tiefes Misstrauen und eine Spaltung in der Gesellschaft", schrieb das Blatt. Dies zu beheben, sei "die größte Herausforderung, der sich die Politik stellen sollte".

4.28 Uhr: Experte – Nächster Bundestag könnte gut 1000 Abgeordnete zählen

Der nächste Bundestag könnte nach Berechnungen des Wahlrechtsexperten Robert Vehrkamp gut 1000 Abgeordnete stark werden. "Die Bandbreite der plausibel möglichen Bundestagsgrößen läuft von etwa 650 bis mehr als 1000. Das kann man nicht ausschließen", sagte der Fachmann der Bertelsmann Stiftung der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Er gehört auch der vom Bundestag eingesetzten Kommission zur Reform des Wahlrechts und Modernisierung der Parlamentsarbeit an. Eine genaue Vorhersage ist nach Vehrkamps Darstellung jedoch nicht möglich.

4.17 Uhr: Bundesweite Corona-Inzidenz steigt auf 23,1

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist erneut leicht gestiegen und liegt nun bei 23,1. Wie das Robert-Koch-Institut unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 1183 Neuinfektionen sowie zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus verzeichnet. Vor einer Woche hatte die Inzidenz noch bei 17,8 gelegen.

3.22 Uhr: "Dixie Fire" ist zweitgrößter Waldbrand in Geschichte Kaliforniens

Das in Nordkalifornien wütende "Dixie Fire" hat sich zum zweitgrößten Waldbrand in der Geschichte des US-Bundesstaats ausgeweitet. Wie die Behörden mitteilten, hat das riesige Feuer bis Sonntagmorgen (Ortszeit) 187.562 Hektar Land vernichtet – eine Fläche, die größer ist als Los Angeles. Damit hat das "Dixie Fire" das "Mendocino Complex Fire" von 2018 als zweitgrößter Brand in der Geschichte Kaliforniens abgelöst. Das seit Mitte Juli wütende "Dixie Fire" ist derzeit der größte aktive Waldbrand in den USA und einer von elf größeren Bränden allein in Kalifornien. Erst gut ein Fünftel des Feuers konnte nach Angaben der Feuerwehr bislang unter Kontrolle gebracht werden. 

2.50 Uhr: Massenimpfung in Tunesien – 550.000 Menschen immunisiert

In Tunesien sind bei einer landesweiten Impfaktion gut 550.000 Menschen gegen das Coronavirus immunisiert worden. Das teilte das Gesundheitsministerium mit. Alle Bürger über 40 Jahre waren zu einer Impfung aufgerufen. Das Gesundheitsministerium hoffte, mit der Aktion bis zu einer Million Menschen in dem schwer von der Pandemie getroffenen Land erreichen zu können. Die Impfkampagne lief bislang schleppend in dem nordafrikanischen Land. Nur acht Prozent der 11,5 Millionen Einwohner waren vor dem Impftag vollständig gegen das Virus immunisiert worden. 

2.03 Uhr: Ministerin Schulze gegen Klimaschutzressort: Sache des Kanzleramts

Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat sich gegen den Vorschlag der Grünen für ein Klimaschutzministerium mit Vetorecht bei allen Gesetzesvorhaben ausgesprochen. "Ich habe den Eindruck, dieser Vorschlag ist nicht zu Ende gedacht", sagte die SPD-Politikerin der Düsseldorfer "Rheinischen Post". "Ein so genanntes Klimaschutzministerium müsste Zuständigkeiten des Bauministeriums, des Wirtschaftsministeriums, des Verkehrsministeriums, des Wissenschaftsministeriums und des Agrarministeriums umfassen." Schulze sprach sich stattdessen dafür aus, etwa den Energiebereich aus dem Wirtschafts- ins Umweltministerium zu holen.

2.03 Uhr: Linke will Durchschnittsverdiener um 100 Euro entlasten

Die Linkspartei will Durchschnittsverdiener im Monat um rund 100 Euro steuerlich entlasten, "finanziert von wirklichen Topverdienern". Ihr Spitzenkandidat Dietmar Bartsch sagte der Düsseldorfer "Rheinischen Post" und dem Bonner "General-Anzeiger": "Die wahren Leistungsträger - die Krankenschwester und der Busfahrer - haben mehr im Portemonnaie verdient." Dafür müsse unter anderem der Grundfreibetrag auf 14.400 Euro angehoben werden. Derzeit liegt er bei 9744 Euro. Der Spitzensteuersatz solle später greifen, aber dann auf 53 Prozent steigen, sagte Bartsch. Bisher liegt der reguläre Spitzensteuersatz bei 42 Prozent; hinzu kommt eine sogenannte Reichensteuer, die ab knapp 275.000 Euro Einkommen greift.

0.51 Uhr: Luisa Neubauer kritisiert fehlenden Klimaschutz in Bundestags-Wahlprogrammen

Vor der Vorstellung des ersten Teils des Sachstandsberichts des Weltklimarats IPCC hat Aktivistin Luisa Neubauer den fehlenden Klimaschutz in den Bundestags-Wahlprogrammen einiger Parteien kritisiert. "Deutschland ist Lichtjahre von der Einhaltung unserer 1,5 Grad-Zusage entfernt", sagte sie den Zeitungen des Redaktionsnetzwerkes Deutschland (RND). Nötig sei eine "Neuverhandlung" der Wahlprogramme: "Sie alle müssen mit der 1,5 Grad-Grenze vereinbar sein", forderte sie. Deutschland sei eines der "Hauptverursacherländer" der Klimakrise, doch die "Mehrheit der Parteien hat keine umfassende Antwort auf die Drastik der Lage". 

0.01 Uhr: Restaurants und Cafés in Frankreich nur noch mit Gesundheitspass

In Frankreich sind ab diesem Montag Restaurantbesuche und Zugreisen nur noch mit einem Nachweis über Corona-Impfung, Genesung oder einen negativen Test erlaubt. Die verschärften Gesundheitsregeln sollen für Personen über 18 Jahre bis Mitte November gelten. Gegen die umstrittenen Maßnahmen, mit denen Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron gegen die steigenden Corona-Neuinfektionen kämpfen will, haben erst wieder am Wochenende über 200.000 Menschen landesweit demonstriert.

fs DPA AFP

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