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News von heute: Jan Böhmermann: Ich möchte Vorsitzender der SPD werden

Schauspieler Helmut Krauss ist tot +++ 8600 US-Soldaten sollen in Afgahnistan bleiben +++ Klagen gegen Zwangspause für britisches Parlament +++ Thailand: Todesstrafe für Mord an Rucksack-Touristen +++ Die News von heute.

Jan Böhmermann

Jan Böhmermann

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Jan Böhmermann: Ich möchte Vorsitzender der SPD werden (21.23 Uhr)
  • "Löwenzahn"-Schauspieler Helmut Krauss ist tot (17.48 Uhr)
  • CDU-Ministerpräsident kritisiert Merkel scharf (15.32 Uhr)
  • Klagen gegen Zwangspause für britisches Parlament (15.11 Uhr)
  • Bolsonaro untersagt vorerst Brandrodungen (6.58 Uhr)
  • Extrem-Rennfahrerin Jessi Combs verunglückt (1.45 Uhr)

Die News von heute:   

+++ 21.23 Uhr: Jan Böhmermann: Ich möchte Vorsitzender der SPD werden +++

Jan Böhmermann will nach eigenen Worten SPD-Chef werden. Das kündigte der Satiriker am Donnerstagabend in seiner Show "Neo Magazin Royale" an. Willy Brandt sei ihm im Traum erschienen und habe ihm gesagt: "Du musst es machen, der Olaf (Scholz) ist 'ne Pfeife." Es könne juristische Schwierigkeiten geben, sagte er. Aber: "Ich, Jan Böhmermann, möchte Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands werden." An die Adresse der Parteimitglieder sagte der Entertainer: "Ich bin bereit, die SPD zu retten, wenn Ihr mir dabei helft." 

Seine Kampagne habe den Hashtag "#neustart19", die Website den Namen neustart19.de. Jedoch müsse er noch drei Herausforderungen bewältigen, wie der 38-Jährige auf der Website schreibt: "1. Formell muss die Kandidatur für den Parteivorsitz bis Sonntag um 18 Uhr eingereicht sein. 2. Ich brauche bis dahin die Unterstützung von fünf SPD-Unterbezirken, einem Bezirk oder einem Landesverband. 3. Ich brauche bis dahin eine gültige Mitgliedschaft in der SPD."

+++ 20.08 Uhr: Geheime Kamera in Mexikos Präsidentenpalast entdeckt +++

Im mexikanischen Präsidentenpalast ist nach Angaben von Präsident Andrés Manuel López Obrador eine heimlich installierte Überwachungskamera gefunden worden. Er sei jedoch unbesorgt, sagte López Obrador bei einer Pressekonferenz in Mexiko-Stadt. "Wir haben nichts zu verbergen." López Obrador sprach von einer "hochentwickelten", "winzig kleinen" Kamera in einem der Büros des Präsidentensitzes. "Wir wurden aufgenommen", sagte er. Dies sei jedoch unnötig: "Alles, was wir besprechen, ist vollkommen rechtmäßig und transparent. Es gibt nichts, was sie gegen uns in der Hand haben." Wen er hinter dem Spionageakt vermutet, sagte López Obrador nicht.     

+++ 19.45 Uhr: Stier tötet Mann bei Stierhatz in Spanien +++

Bei einer Stierhatz im zentralspanischen Cuellar ist ein Mann von einem der Tiere getötet worden. Ein Bulle habe dem 62-Jährigen mit seinen Hörnern tödliche Verletzungen hinzugefügt, sagte Bürgermeister Carlos Fraile. Bei dem Mann handelte es sich um einen Besucher des Festivals, der nicht selbst vor den Stieren herlief. Nach Beginn des Stierlaufs wurde das Opfer in die Arena gedrängt. Ein galoppierender Stier nahm ihn dort auf die Hörner und verletzte ihn tödlich. Es ist der erste Todesfall bei einer Stierhatz seit 2009.    

Video: Ernte 2019 unterdurchschnittlich aber besser als erwartet

+++ 18.44 Uhr: Weißrussland strebt "neues Kapitel" im Verhältnis zu den USA an +++

Weißrusslands Staatschef Alexander Lukaschenko hat anlässlich des Besuchs von US-Sicherheitsberater John Bolton einen Neuanfang in den Beziehungen zwischen Washington und Minsk in Aussicht gestellt. Er habe Bolton vorgeschlagen, im Verhältnis der beiden Staaten "ein neues Kapitel aufzuschlagen", sagte Lukaschenko zum Auftakt seines Treffens mit Bolton. "Die Geschichte geht weiter", sagte Bolton nach Angaben der weißrussischen Präsidentschaft. Seit der Auflösung der ehemaligen Sowjetunion sei viel Zeit vergangen, die "geopolitische Situation hat sich verändert".

Der Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump war nach Stationen in der Ukraine und Moldawien nach Weißrussland gereist. Minsk ist einer der engsten Verbündeten Moskaus in Osteuropa. Eine Annäherung an die USA könnte wiederum die Beziehungen Weißrusslands zu seinem östlichen Nachbarn belasten.

+++ 17.57 Uhr: Mindestens 18 Tote bei Kämpfen zwischen Gruppen im Südsudan +++

Bei Kämpfen zwischen rivalisierenden Bevölkerungsgruppen im Krisenland Südsudan sind mindestens 18 Menschen getötet worden. Zu den Zusammenstößen sei es im Bundesstaat Western Lakes im Zentrum des Landes gekommen, sagte der Informationsminister des Staates, David Maluong. Gewaltsame Viehdiebstähle und Kämpfe um Land kommen immer wieder vor, oft spielen auch Spannungen zwischen verfeindeten ethnischen Gruppen eine Rolle. Nach Jahrzehnten der Konflikte sind viele Menschen im Südsudan bewaffnet. Zudem brach 2013 ein Bürgerkrieg zwischen Anhängern von Präsident Salva Kiir und seinem ehemaligen Vize Riek Machar aus. 2018 unterzeichneten sie ein Friedensabkommen, das den Weg für eine Einheitsregierung ebnen soll. 

+++ 17.48 Uhr: "Löwenzahn"-Schauspieler Helmut Krauss ist tot +++

Der "Löwenzahn"-Schauspieler Helmut Krauss ist tot. Das teilte das ZDF mit. Krauss, der auch als Kabarettist und Synchronsprecher tätig war, starb am vergangenen Montag im Alter von 78 Jahren. Seit 1981 spielte er für das ZDF in der Kinderwissenssendung "Löwenzahn" den sympathisch-bärbeißigen Nachbarn Hermann Paschulke, bis 2005 an der Seite von Peter Lustig. Seit 2006 gab er auch in knapp 60 Folgen mit Hauptdarsteller Guido Hammesfahr alias Fritz Fuchs den Nachbarn, der stets Spaß am Widerspruch hatte.

+++ 17.02 Uhr: Der AfD droht weitere Strafzahlung wegen Parteifinanzen +++

Wegen Unregelmäßigkeiten bei ihren Finanzen droht der AfD eine weitere Strafzahlung. Nach Angaben der Bundestagsverwaltung vom Donnerstag beläuft sich diese auf gut 34.000 Euro. Demnach waren im Rechenschaftsbericht 2017 der AfD die Einnahmen und Ausgaben im Zusammenhang mit dem sogenannten Kyffhäusertreffen 2017 in Thüringen nicht erfasst. Es gehe um einen Betrag von 17 084,48 Euro. Nach dem Parteiengesetz ergebe sich daraus eine Zahlungsverpflichtung in Höhe des zweifachen Betrags, also von 34 168,96 Euro.

Nach ZDF-Informationen hatten die Besucher des Treffens ihre Teilnehmergebühr auf ein Konto des von Björn Höcke geführten AfD-Landesverbandes überwiesen. Damit gelte das Geld als Einnahme der Partei und hätte im Rechenschaftsbericht der Bundespartei angegeben werden müssen. 

+++ 16.37 Uhr: Salvini ruft zu Großkundgebung in Rom auf +++

Nach der Einigung auf eine neue Regierung in Italien hat der scheidende Innenminister Matteo Salvini von der rechtsradikalen Lega zu einer Großkundgebung aufgerufen. Die Demonstration solle am 19. Oktober in Rom stattfinden und zu einem "großen Tag des italienischen Stolzes" werden, sagte Salvini am Donnerstag in einem Online-Video. Er kündigte eine landesweite Informationskampagne seiner Partei im September an.

Video: Die Maß für höchstens 11,80 €

+++ 16.02 Uhr: US-Präsident Trump will 8600 Soldaten in Afgahnistan lassen +++

 US-Präsident Donald Trump will nach einem Friedensabkommen mit den radikalislamischen Taliban zunächst weiterhin 8600 US-Soldaten in Afghanistan stationiert lassen. Die Truppenpräsenz solle nach dem anvisierten Abkommen zunächst auf diese Zahl reduziert werden, danach werde weiter gesehen, sagte Trump in einem Interview mit dem Radionetzwerk von Fox News. Derzeit sind in Afghanistan etwa 14.000 US-Soldaten stationiert.

+++ 16.01 Uhr: Haftstrafe für Identitäre in Frankreich wegen Anti-Flüchtlings-Aktion +++

Wegen einer Aktion gegen Flüchtlinge sind drei führende Mitglieder einer identitären Gruppierung in Frankreich zu je sechs Monaten Gefängnis verurteilt worden. Ein Gericht in der Alpenstadt Gap verhängte gegen die rechtsextreme Gruppe Génération identitaire zudem eine Geldstrafe von 75.000 Euro. Die Aktivisten hatten im vergangenen Jahr versucht, Flüchtlinge am Grenzübertritt von Italien zu hindern. Die Aktion "geschlossene Grenze" stand unter dem Motto "Verteidigt Europa". Das Gericht sprach die drei Mitglieder der Gruppe unter anderem schuldig, sich fälschlicherweise als französische Grenzbeamte ausgegeben zu haben. Sie hätten damit gezielt "Verwirrung über die Ausübung einer öffentlichen Funktion" geschaffen, hieß es. Die Aktion hatte in Frankreich weitgehend Empörung ausgelöst. Die Gruppe war 2017 mit einem Schiff auf dem Mittelmeer bereits ähnlich vorgegangen.

+++ 15.47 Uhr: Wegen Höckes Kyffhäusertreffen: Bundestag verhängt 34.000 Euro Strafe gegen AfD +++

Der Bundestag verlangt von der AfD eine Strafzahlung wegen nicht deklarierter Einnahmen. Die AfD solle insgesamt 34.169 Euro zahlen, weil sie Einnahmen aus dem sogenannten Kyffhäusertreffen der rechtsnationalen Parteigruppierung "Flügel" vor zwei Jahren nicht ordnungsgemäß in ihrem Rechenschaftsbericht erfasst habe, erklärte ein Parlamentssprecher in Berlin. Der vom thüringischen Landesvorsitzenden Björn Höcke geleitete "Flügel" hatte Parteimitglieder für den 2. September 2017 zu seinem dritten "Kyffhäusertreffen" eingeladen und dabei von jedem erwachsenen Teilnehmer eine Gebühr von 20 Euro verlangt. Nach Auffassung der Bundestagsverwaltung hätten diese Einnahmen im Rechenschaftsbericht der Partei angegeben werden müssen, was aber nicht geschehen sei. Nach Angaben des Bundestagssprechers beliefen sich die Einnahmen damals auf 17.084,48 Euro. Gemäß den Vorgaben des Parteiengesetzes wurde der Strafbefehl auf das Doppelte dieses Betrags ausgestellt.

+++ 15.32 Uhr: Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) geht mit Merkel hart ins Gericht +++

Kurz vor den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg geht Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) mit Bundeskanzlerin Angela Merkel hart ins Gericht. In Merkels Zeit als Parteivorsitzende habe die CDU "eine Sinnentleerung erlebt", sagte Hans laut einer Vorabmeldung des Magazins "Cicero". "Die Seele der Partei oder kontroverse Debatten haben am Ende kaum noch eine Rolle gespielt", fasste Hans die Spätphase von Merkels Amtszeit als Vorsitzende zusammen. Kritik übte Hans auch an Merkels Flüchtlingspolitik von 2015/2016. Zu jener Zeit habe die damalige Parteispitze "viele Fehler begangen", nicht zuletzt "beim Versuch, den Menschen vorzumachen, es gebe für alles eine europäische Lösung". So lange das aber nicht der Fall sei, müsse Deutschland als souveräner Nationalstaat "in der Lage sein zu sagen, wo Grenzen sind", forderte Hans. Die CDU sei die Partei des Rechtsstaats, "und da haben wir viel Vertrauen verloren".

+++ 15.11 Uhr: Brexit-Gegner klagen gegen von Johnson verhängte Parlamentspause +++

Brexit-Gegner in Großbritannien haben gegen die von Premierminister Boris Johnson verhängte Zwangspause des Parlaments sowohl in London als auch in Edinburgh rechtliche Schritte eingeleitet. Sie habe eine "dringende juristische Überprüfung" der Zwangspause beantragt, sagte die Anti-Brexit-Aktivistin und Geschäftsfrau Gina Miller, die schon im Jahr 2017 einen juristischen Erfolg im Ringen um den Brexit errungen hatte, dem Sender BBC. Die von Johnson erwirkte verlängerte Parlamentspause sei "illegal". Gina Miller hatte 2017 mit einer Klage erzwungen, dass Johnsons Vorgängerin Theresa May das britische Parlament in den Prozess zur Vorbereitung des EU-Austritts einbeziehen musste. In Schottland beantragten zudem 75 Abgeordnete eine Überprüfung der Zwangspause für das Parlament in London durch das höchste Zivilgericht. Unterdessen kletterte die Zahl der Unterzeichner einer Online-Petition gegen die Zwangspause auf mehr als 1,3 Millionen. Debatten über ein Misstrauensvotum gegen Johnson und vorgezogene Neuwahlen reißen nicht ab.

 

+++ 13.31 Uhr: Fahrerflucht mit 15 - Stoßstange und Kennzeichen bei Unfall verloren +++

Bei den Ermittlungen zu einer Fahrerflucht im westfälischen Lippstadt ist die Polizei dank einer liegen gebliebenen Stoßstange samt Kennzeichen einem 15-Jährigen auf die Spur gekommen. Der Jugendliche soll sich die Schlüssel zum Familienauto genommen und zu einer Spritztour mit einem Freund losgefahren sein, wie die Polizei mitteilte. Beim Rückwärtsfahren sei er dabei so heftig an einen geparkten Wagen gefahren, dass die Stoßstange abfiel.

Der 15-Jährige flüchtete den Ermittlungen zufolge bei dem Unfall gestern Abend und stellte das Familienauto einfach wieder zu Hause ab. Kurz nachdem die am Ort ermittelnden Polizisten beim Halter des Autos angerufen hätten, sei an der Unfallstelle der Vater mit seinem Sohn erschienen. Der Fall werde der Staatsanwaltschaft vorgelegt. Den entstandenen Sachschaden schätzten die Beamten auf rund 6000 Euro.

+++ 13.21 Uhr: AfD-Politiker Roi verliert Vorsitz von Linksextremismus-Kommission +++

Der AfD-Politiker Daniel Roi ist als Vorsitzender der Enquete-Kommission "Linksextremismus" in Sachsen-Anhalt von den Regierungsfraktionen von CDU, SPD und Grünen mithilfe der Linken abberufen worden. Die Abgeordneten stimmten mit 63 Ja- und 23 Nein-Stimmen einem entsprechenden Antrag zu. Roi war in die Kritik geraten, als vor einigen Wochen ein zehn Jahre altes Foto publik wurde, das ihn im Block einer Neonazi-Demo in Dresden zeigt. "Wer sich nicht eindeutig von diesem Gedankengut distanziert, macht sich auf Dauer unglaubwürdig", sagte der CDU-Landtagsabgeordnete Andreas Schumann. Roi sagte, er habe die Demonstration damals in Vorbereitung auf sein Politikstudium besucht. "Ich stehe dazu", betonte er im Landtag. Der 31-Jährige will weiter Mitglied der Kommission bleiben. Die AfD-Fraktion hatte bereits angekündigt, ihren Abgeordneten Mario Lehmann als neuen Vorsitzenden zu berufen.

+++ 13.11 Uhr: Weltklimarat rechnet mit 280 Millionen Flüchtlingen durch Meeresspiegel-Anstieg +++

Der Weltklimarat IPCC rechnet bei einer Erderwärmung von höchstens zwei Grad Celsius mit 280 Millionen Flüchtlingen wegen steigender Meeresspiegel. Das geht aus einem Entwurf eines Sonderberichts über die Ozeane und die weltweiten Eisvorkommen hervor. Demnach würden niedrig liegende Millionenstädte bis zum Jahr 2050 selbst bei optimistischen C02-Schätzungen jedes Jahr "extreme Meeresspiegel-Ereignisse" wie Wirbelstürme und Überschwemmungen erleben.

+++ 13.09 Uhr: Wieder bessere Ernte nach Dürrekrise 2018 +++

Die diesjährige Ernte ist nach amtlichen Daten wieder besser ausgefallen als nach der extremen Dürre 2018 - es gibt aber regionale Unterschiede. Insgesamt sind die Mengen bei Getreide und Raps weiter unterdurchschnittlich, wie Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) bei der Vorlage des offiziellen Ernteberichts sagte. Bei Getreide dürften rund 44,7 Millionen Tonnen hereinkommen und damit knapp 18 Prozent mehr als 2018. Das Mittel der Jahre 2013 bis 2018 wird aber um gut drei Prozent verfehlt. 

Diese Einschätzung deckt sich weitgehend mit der Erntebilanz, die der Bauernverband am vergangenen Freitag vorgelegt hatte. Zu schaffen machen vielen Höfen auch noch knappes Grasfutter und niedrige Preise. Klöckner sagte, Dürrehilfen für Landwirte werde es in diesem Jahr aufgrund der Zahlen und Daten nicht geben können.

+++ 12.55 Uhr: DFB verzichtet auf Verfahren gegen Tönnies +++

Die DFB-Ethikkommission wird gegen den Schalker Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies  kein Verfahren wegen dessen umstrittener Afrika-Äußerungen einleiten, wie das Gremium mitteilte. Die Kommission missbilligte allerdings die Äußerungen von Tönnies und wertete sie auch als "rassistisch". Tönnies' Aussagen seien ein Verstoß gegen die Grundsätze aus der Satzung des DFB. Es werde allerdings kein Verfahren eröffnet, "da Herr Tönnies bei der eingehenden Anhörung und Befragung überzeugend vermitteln konnte, dass er kein Rassist ist", hieß es in einer Stellungnahme.

Der 63 Jahre alte Fleischfabrikant Tönnies hatte vor gut einem Monat als Festredner beim "Tag des Handwerks" in Paderborn Steuererhöhungen im Kampf gegen den Klimawandel kritisiert. Stattdessen solle man lieber jährlich 20 Kraftwerke in Afrika finanzieren, so Tönnies. "Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn's dunkel ist, Kinder zu produzieren." Für seine Aussagen hatte er sich später entschuldigt und sie selbst als "töricht" bezeichnet. Sein Amt als Aufsichtsratschef lässt er für drei Monate ruhen.

+++ 12.46 Uhr: Nach Streitigkeiten: Bundesagentur für Arbeit beruft neuen Personalvorstand +++

Die 62 Jahre alte Christiane Schönefeld aus Nordrhein-Westfalen soll künftig den Posten des Personal- und Finanzvorstands bei der Bundesagentur für Arbeit bekleiden. Der Verwaltungsrat der Bundesagentur sprach sich für Schönefeld aus, die von der Arbeitgeberseite in dem 21-köpfigen Gremium vorgeschlagen worden war. Arbeitnehmer und Arbeitgeber tragen traditionsgemäß ihre gegenseitigen Personalvorschläge mit. Der Posten war frei geworden, nachdem monatelange Querelen zum Rückzug der bisherigen Finanzchefin Valerie Holsboer im Juli geführt hatten. Schönefeld leitet bisher die Regionaldirektion Nordhrein-Westfalen der Bundesagentur.

+++ 12.19 Uhr: Frauen, Kinder und Kranke dürfen Rettungsschiff im Mittelmeer verlassen +++

Das italienische Rettungsschiff "Mare Jonio" mit 99 geretteten Bootsflüchtlinge an Bord darf weiter keinen italienischen Hafen anlaufen. Frauen, Kinder und Kranke dürften das Schiff aber verlassen, hieß es aus dem Innenministerium in Rom. Das Schiff der Hilfsorganisation Mediterranea Saving Humans hatte die Migranten am Mittwochmorgen an Bord genommen. Nach Angaben der Organisation waren darunter 26 Frauen, 22 Kinder unter zehn Jahren und sechs weitere Minderjährige. Die NGO teilte mit, dass sich die "Mare Jonio" 13 Seemeilen (rund 24 Kilometer) südlich der italienischen Insel Lampedusa an der Grenze zu den Hoheitsgewässern aufhalte.

+++ 11.56 Uhr: Zufriedenheit mit der Lehrstelle auf dem Tiefpunkt +++

Die Zufriedenheit der deutschen Auszubildenden mit ihrer Lehrstelle ist auf einen Tiefstwert gesunken. Im Ausbildungsreport, den der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) seit 13 Jahren veröffentlicht, sind erstmals weniger als 70 Prozent der Befragten mit ihrer Ausbildung "zufrieden" oder "sehr zufrieden". Vor zehn Jahren seien es noch 75,5 Prozent gewesen, sagte die DGB-Bundesjugendsekretärin Manuela Conte am Donnerstag in Berlin.

Für ihre Studie hatte die Gewerkschaft mehr als 16 000 Lehrlinge aus den 25 am häufigsten gewählten Ausbildungsberufen befragt. Mehr als ein Drittel von ihnen klagte über regelmäßig anfallende Überstunden. Fast jeder achte Jugendliche unter 18 Jahren muss sogar verbotenerweise mehr als 40 Stunden pro Woche arbeiten - vor einem Jahr war es nur jeder zehnte.

+++ 11.54 Uhr: Merkel bekräftigt Forderung nach Zweistaatenlösung im Nahostkonflikt +++

 Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat im Nahostkonflikt die Forderung nach einer Zweistaatenlösung bekräftigt. "Das muss nach wie vor das Ziel sein, auch wenn sich dieses Ziel als immer schwieriger zu erreichen herausstellt", sagte Merkel am Donnerstag im Beisein von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas in Berlin. "Wir werden jedenfalls alles daran setzen, auch wenn wir wissen, dass es ein langer, ein steiniger Prozess ist, trotzdem an dem Ziel, dass sowohl die Palästinenser als auch Israel in Frieden miteinander leben können, festzuhalten."

+++ 11.53 Uhr: Von Deutschland gesuchter mutmaßlicher Terrorist in Spanien gefasst +++

Ein von Deutschland gesuchter mutmaßlicher Helfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ist in Spanien gefasst worden. Der 25 Jahre alte Marokkaner sei in Elda in der Provinz Alicante im Osten des Landes festgenommen worden, teilte die spanische Polizei am Donnerstag mit. Die Policía Nacional postete auf Twitter ein Video der Festnahme, die auf der Straße erfolgte. Der mutmaßliche Dschihadist sei 2017 aus Deutschland geflohen, habe sich danach "heimlich in mehreren Ländern aufgehalten" und sich zuletzt in Spanien versteckt, hieß es. Die Festnahme des Mannes sei aufgrund eines von Deutschland ausgestellten Europäischen Haftbefehls erfolgt.

Der Mann wird den amtlichen Angaben zufolge beschuldigt, eine dschihadistische Zelle mit Helfern in Deutschland, Frankreich und Marokko logistisch unterstützt zu haben. Diese Zelle habe unter anderem im Dezember 2016 in Paris einen Anschlag mit Kalaschnikow-Gewehren verüben wollen. Diese Attentatspläne seien von der Polizei vereitelt worden. Der Marokkaner werde unter anderem auch der Urkundenfälschung und des Betrugs beschuldigt.

+++ 11.47 Uhr: Medienbericht: US-Cyberattacke legte iranische Militärnetze lahm +++

Die USA haben in der "Tankerkrise" laut einem Medienbericht militärische Computersysteme des Irans mit einer Cyberattacke lahmgelegt. Der Angriff auf Kommunikationsnetze der Iranischen Revolutionsgarden sei bereits am 20. Juni erfolgt, berichtete die "New York Times" am Mittwoch (Ortszeit). Mit der Cyberattacke habe die US-Regierung iranische Angriffe auf den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus verhindern wollen. Nach Angaben der Zeitung arbeitet der Iran noch immer daran, seine digitale Infrastruktur vollständig wiederherzustellen. 

Die USA und der Iran führen bereits seit Langem einen inoffiziellen Cyberkonflikt. Von Seiten des Irans habe es regelmäßige Angriffe auf US-amerikanische Regierungsnetze und die digitale Infrastruktur von US-Unternehmen gegeben, heißt es in dem Medienbericht unter Berufung auf Regierungsbeamte der USA.

+++ 11.28 Uhr: Mord auf Usedom: Rechtsmedizin findet DNA-Spuren an Marias Hose +++

Mit der Befragung einer Rechtsmedizinerin ist am Donnerstag der Prozess um die Ermordung der 18-jährigen Maria von der Ostsee-Ferieninsel Usedom fortgesetzt worden. Die Staatsanwaltschaft wirft zwei 19 und 21 Jahre alten Deutschen vor, die schwangere junge Frau aus Zinnowitz im März heimtückisch und aus Mordlust getötet zu haben. Sie wollten einen Menschen sterben sehen, hieß es in der Anklage. 

Die Gutachterin führte vor dem Landgericht Stralsund aus, dass im unteren Bereich der Hose Marias DNA-Spuren des älteren Angeklagten gefunden worden seien. Es handele sich dabei um eine Spur von mehreren Menschen, eine sogenannte Mischspur. Der Staatsanwalt wertet dies als "schweres Indiz" dafür, dass der ältere Angeklagte Maria während der Tat an den Beinen festgehalten haben könnte". Dies hatte der jüngere Angeklagte behauptet, der Ältere hatte dies jedoch bestritten. Der Prozess wird mit der Anhörung der psychiatrischen Gutachter fortgesetzt.

+++ 11.17 Uhr: China lässt gepanzerte Truppentransporter durch Hongkong rollen +++

Wenige Tage vor einer geplanten Großdemonstration in Hongkong hat Peking gepanzerte Truppentransporter durch die Sonderverwaltungszone rollen lassen. Der von staatlichen chinesischen Medien auf Videos verbreitete Vorgang wurde von Peking am Donnerstag als "jährliche Routine-Rotation" bezeichnet. Die Polizei in Hongkong verbot unterdessen eine für Samstag geplante Großdemonstration der Demokratiebewegung. 

Auf den Videos ist zu sehen, wie Truppentransporter und Lastwagen über die Grenze zwischen Festlandchina und Hongkong fahren. Ziel war laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua die Garnison der chinesischen Streitkräfte in Hongkong. Der Truppentransport wurde als Routinevorgang dargestellt - es sei die 22. "Rotation" der Truppen seit der ersten Stationierung chinesischer Truppen 1997.

+++ 11.10 Uhr: Gericht in Thailand verhängt Todesstrafe wegen Mordes an Rucksack-Touristen  +++

Wegen der Ermordung von zwei britischen Rucksack-Touristen in Thailand sind zwei Wanderarbeiter aus Myanmar zum Tode verurteilt worden. Der oberste Gerichtshof des südostasiatischen Landes in Bangkok bestätigte am Donnerstag einen Schuldspruch aus erster Instanz. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass die Männer im September 2014 auf der beliebten Urlauberinsel Koh Tao die 23-jährige Frau und den 24-jährigen Mann töteten. Beide bestreiten nach zwischenzeitlichen Geständnissen die Tat. 

Die zwei Myanmarer - heute 26 Jahre alt - hatten auf der Insel als Servicekräfte gearbeitet. Auf ihre Spur kam die Polizei durch Überwachungskameras, die sie in der Nähe des Tatorts zeigen. Ihre Verteidiger behaupten, dass sie gefoltert wurden, um die Geständnisse zu erzwingen. Zudem sollen Beweise manipuliert worden sein. Die Behörden weisen dies zurück. Beim ersten Prozess 2015 wurde jedoch deutlich, dass von den Ermittlern versäumt wurde, DNA-Spuren am Tatort zu sichern. In Myanmar löste das Urteil damals Proteste aus.

Der Fall hatte international Schlagzeilen gemacht. Die Polizei stand unter Druck, das Verbrechen möglichst schnell aufzuklären, um den Ruf Thailands als Ferienziel nicht zu gefährden. Die Insel Koh Tao im Golf von Thailand ist seit vielen Jahren Ziel von Rucksack-Urlaubern aus aller Welt. Wegen einer Serie von Todesfällen bekam sie mittlerweile auch den Namen "Insel des Todes" verpasst.

+++ 10.58 Uhr: Indische Berichte warnen: pakistanische Kommandos auf dem Weg +++

Häfen im Westen Indiens sind in Alarmbereitschaft versetzt worden, weil pakistanische Einheiten nach indischen Geheimdienstinformationen auf dem Weg Richtung Indien sein sollen.  Die Küstenwache habe informiert, dass Kommandotrupps des Nachbarlandes über den Golf von Kachchh in den Bundesstaat Gujarat eindringen könnten, berichtete der Hafenbetreiber Adani am Donnerstag indischen Medien zufolge. 

Es solle sich auch um pakistanische Kampftaucher handeln. Alle Häfen des indischen Bundesstaats Gujarats sind den Berichten zufolge in Alarmbereitschaft. Schiffsführer sollten höchste Sicherheitsmaßnahmen ergreifen und wachsam sein.

Die Berichte fallen in eine Zeit großer Spannungen zwischen den Atommächten Indien und Pakistan. Indiens Regierung hatte Anfang August dem auch von Pakistan beanspruchtenBundesstaat Jammu und Kaschmir die Teilautonomie entzogen. Seit ihrer Unabhängigkeitvon Großbritannien haben beide Staaten bereits zwei Kriege um das Gebiet geführt. 

+++ 10.43 Uhr: Bewährungsstrafe für Samsung-Erbe Lee soll geprüft werden +++

Eineinhalb Jahre nach seiner Verurteilung zu einer Bewährungsstrafe wegen Korruption droht dem Erben des Samsung-Firmenimperiums, Lee Jae Yong, der Gang zurück ins Gefängnis. Das Oberste Gericht in Seoul verwarf am Donnerstag das Urteil der Berufungsinstanz in wichtigen Teilen und wies den Fall um den Vizevorsitzenden des Smartphone-Marktführers Samsung Electronics an eine untergeordnete Instanz zurück, wie südkoreanische Sender berichteten. Lee war im August 2017 in erster Instanz wegen  Bestechung, Untreue und Meineids zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Ein Berufungsgericht hatte die Strafe abgemildert.

+++ 10.33 Uhr: Italiens Präsident beauftragt Conte mit Bildung neuer Regierung +++

Der Weg für eine Regierung aus populistischer Fünf-Sterne-Bewegung und Sozialdemokraten (PD) in Italien ist frei. Staatspräsident Sergio Mattarella beauftragte am Donnerstag den bisherigen Ministerpräsidenten Giuseppe Conte mit der Bildung einer neuen Regierung. Conte habe diese "unter Vorbehalt" akzeptiert, erklärte der Generalsekretär des Präsidenten. 

Video: Regierungskoalition in Italien steht

Conte kündigte ein "neues Kapitel" in der italienischen Regierung an. "Es ist eine sehr heikle Phase für das Land und wir müssen so schnell wie möglich die politische Unsicherheit beenden, die diese Regierungskrise ausgelöst hat", sagte Conte am Donnerstag. Es solle eine Regierung im "Zeichen der Neuheit" entstehen. Priorität habe die Arbeit an einem Haushaltsgesetz. Italien wolle zudem wieder eine Protagonistenrolle in Europa spielen.

+++ 10.25 Uhr: Klöckner wegen Klimawandel für "aktive Waldbewirtschaftung" +++

Angesichts der Lage der deutscher Wälder und der Klimakrise hält Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner eine starke Holzwirtschaft für notwendig. "Der Holzmarkt ist zusammengebrochen", sagte die CDU-Politikerin in der Sendung "Radiowelt" des Bayerischen Rundfunks. "Wenn wir wollen, dass der Wald wirklich unser Klimaschutz-Mitkämpfer bleibt, dann brauchen wir eine aktive Waldbewirtschaftung, also langfristiges Binden von CO2 in Holz." Es stelle sich deshalb die Frage: "Wie bauen wir mehr mit Holz, wie setzen wir Holz mehr ein und wie können wir dafür sorgen, dass dieser Holzmarkt nicht komplett zusammenbricht und wir Holz auch gut lagern können?"

+++ 9.58 Uhr: Zahl der Arbeitslosen im August leicht gestiegen +++

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im August auf 2,319 Millionen gestiegen. Das waren 44.000 Arbeitslose mehr als im Juli und 31.000 weniger als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 5,1 Prozent.

+++ 9.37 Uhr: Wasserrohrbruch in Hagen: Überflutete Keller und Straßen +++

Wassermassen haben im westfälischen Hagen durch ein Leck in einer großen Rohrleitung Straßen und Keller überflutet. Nach Angaben der Feuerwehr wurden am Mittwochabend vorübergehend drei Häuser geräumt. Von diesen Evakuierungen seien 36 Anwohner betroffen gewesen. Das Leck trat aus noch unbekannten Gründen in einer Leitung von einem Wasserwerk zu einem Hochbehälter auf, die einen Durchmesser von 70 Zentimeter hat, wie die Feuerwehr unter Verweis auf Angaben des zuständigen Energieversorgers berichtete.

+++ 9.20 Uhr: Ermittlungen gegen Polizisten wegen rechtsextremer Chat-Inhalte +++

Die Frankfurter Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen einen Polizisten aus dem hessischen Mühlheim aufgenommen. Der Mann stehe unter Verdacht, Bilder mit rechtsextremen Inhalten in einem Chat verschickt zu haben, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Das sei ein Verstoß gegen Paragraf 86a (Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen) des Strafgesetzbuches. Zuvor hatte der Hessische Rundfunk berichtet.

+++ 9.16 Uhr: Laut WHO Masern in Europa weiter auf dem Vormarsch +++

Die Masern sind in Europa wieder auf dem Vormarsch. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) registrierte in der ersten Jahreshälfte 2019 in 48 europäischen Ländern mehr als doppelt so viele Masernfälle wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Demnach stieg die Zahl der Masernfälle von 44.175 auf 89.994. Vier europäische Staaten - Großbritannien, Griechenland, Tschechien und Albanien - büßten den Status als Masern-frei ein. 

Kommentar: Nach Tod durch Masern: "Fallen Sie nicht auf Legenden herein."

+++ 8.58 Uhr: 59-Jährige stürzt im Schwarzwald in Schlucht und stirbt +++

Beim Wandern ist im Schwarzwald eine 59-Jährige in eine Schlucht gestürzt und gestorben. Wie die Polizei in Freiburg mitteilte, war die Frau mit einer kleinen Gruppe nahe Löffingen unterwegs. Sie habe offenbar den Halt verloren und sei etwa 15 Meter tief in die Wutachschlucht gestürzt. Alarmierte Rettungskräfte konnten der Frau nicht mehr helfen. Sie erlag noch am Unfallort ihren schweren Verletzungen.     

+++ 8.35 Uhr: Fünfjähriger schwebt nach Badeunfall im bayerischen Schwabach in Lebensgefahr +++

Nach einem Badeunfall in einem Freibad im bayerischen Schwabach schwebt ein Kind in Lebensgefahr. Der fünfjährige Junge trieb am Mittwochnachmittag leblos in einem Nichtschwimmerbecken, wie die Polizei in Nürnberg mitteilte. Ein Badegast zog ihn aus dem Wasser und begann umgehend mit den Wiederbelebungsmaßnahmen. Gemeinsam mit anderen Ersthelfern setzte er diese fort, bis die zur Hilfe gerufenen Rettungskräfte eintrafen. Sie brachten den Jungen mit einem Rettungshubschrauber, der direkt auf dem Freibadgelände landete, in ein Krankenhaus. Der Zustand des Kindes war nach Polizeiangaben kritisch. Nach deren Erkenntnissen war der Fünfjährige mit seiner Mutter in der Badeanstalt. Ermittlungen zum Unglückshergang liefen.

+++ 8.25 Uhr: Busfahrer in Düsseldorf bricht während der Fahrt zusammen und verursacht Unfall +++

In Düsseldorf hat ein Busfahrer während der Fahrt einen Kreislaufstillstand erlitten und bewusstlos einen Unfall verursacht. Wie die Feuerwehr der nordrhein-westfälischen Stadt mitteilte, überlebte der Mann dank der Wiederbelebungsmaßnahmen von Ersthelfern und Rettungskräften. Sein Linienbus war zuvor an einer Ampel auf fünf andere Autos aufgefahren, der Fahrer von einem dieser Wagen verletzte sich dadurch leicht. 

+++ 8.08 Uhr: Fielmann will Filialen in vier weiteren Ländern eröffnen +++

Die Optikerkette Fielmann will nach einem Gewinnplus im zweiten Quartal weiter expandieren. In den nächsten Jahren werde das Unternehmen die Märkte in vier weiteren Ländern erschließen, teilte Fielmann bei der Vorlage des Halbjahresberichts mit. Dies solle über Wachstum aus eigener Kraft und Zukäufe geschehen. Erst Mitte August hatte Fielmann angekündigt, zum 1. September die Mehrheit an dem slowenischen Optiker Optika Clarus zu übernehmen und sich damit den 14. Markt zu erschließen.

+++ 7.58 Uhr: Polizei in Hongkong verbietet für Samstag geplante Großdemonstration +++

Die Polizei in Hongkong hat eine für Samstag geplante Großdemonstration verboten. Als Begründung seien Sicherheitsbedenken angegeben worden, teilten die Organisatoren in der chinesischen Sonderverwaltungszone mit.

Verbote von Demonstrationen hatte es während der seit mehr als zweieinhalb Monaten andauernden Proteste immer wieder gegeben. Jedoch gingen viele Protestler dennoch auf die Straße.  Am vergangenen Wochenende war es bei einer Demonstration zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Teilnehmern und der Polizei gekommen.

+++ 7.20 Uhr: Drogenschmuggler in Vietnam zum Tode verurteilt +++

Wegen Drogenschmuggels ist ein 24 Jahre alter Mann aus dem südostasiatischen Land Laos in Vietnam zum Tode verurteilt worden. Der Mann war im Oktober vergangenen Jahres bei einer Routinekontrolle von der Polizei mit mehr als 300 Kilogramm der synthetischen Droge Crystal Meth erwischt worden, die er auf seinem Lastwagen versteckt hatte, wie das Online-Portal Vnexpress am Donnerstag berichtete. Das Rauschgift war in Teebeuteln verpackt.

+++ 6.58 Uhr: Bolsonaro untersagt laut Bericht Brandrodungen für zwei Monate +++

Angesichts der schweren Waldbrände im Amazonasgebiet hat Brasiliens Staatschef Jair Bolsonaro Medienberichten zufolge Brandrodungen für die Dauer von zwei Monaten verboten.

Der ultrarechte Politiker unterzeichnete am Mittwoch ein entsprechendes landesweit geltendes Dekret, wie mehrere Medien unter Berufung auf Regierungskreise berichteten. Das Dekret soll demnach am Donnerstag im Amtsblatt veröffentlicht werden. Es soll aber Ausnahmen von dem Rodungsverbot geben.

+++ 6.20 Uhr: Facebook verschärft vor US-Präsidentenwahl Regeln zur Wahlwerbung +++

Facebook will vor der US-Präsidentschaftswahl 2020 seine Transparenz bei Wahlwerbung verstärken. "Die Menschen sollten wissen, wer versucht, ihre Wahl zu beeinflussen, und Werbekunden sollten nicht in der Lage sein zu verschleiern, wer für die Anzeigen zahlt", teilte das soziale Netzwerk auf seinem US-Blog mit. Facebook war seit dem Skandal um mutmaßliche russische Einmischung in die US-Präsidentenwahl 2016 zunehmend unter Druck geraten, seine Transparenz zu verbessern.

+++ 6.08 Uhr: Tabakernte in Südbaden beginnt mit optimalem Wetter +++

Die Tabakbauern in Südbaden erwarten eine vielversprechende Ernte. Der Regen der vergangenen Tage habe den Tabakpflanzen gut getan, sagte der Vorsitzende des Bundesverbands Deutscher Tabakpflanzer, Hubert Bleile, in Bad Krozingen bei Freiburg der Deutschen Presse-Agentur. In Baden-Württemberg, dem Hauptanbaugebiet für Tabak in Deutschland, wird mit einer höheren Erntemenge als im Vorjahr 2018 gerechnet. Damals wurden 2300 bis 2500 Tonnen geerntet. Die Trockenheit hatte für Probleme gesorgt. Der Südwesten ist den Angaben zufolge das größte Tabakbaugebiet in Deutschland. 40 Prozent des deutschen Tabaks kommen aus Baden-Württemberg. Es folgt Rheinland-Pfalz mit rund 30 Prozent.

+++ 5.08 Uhr: US-Regierung: Militärmission in Straße von Hormus läuft +++

Die von den USA geführte Militärmission zum Schutz des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus ist nach Angaben des Verteidigungsministeriums bereits voll im Gang. Neben dem US-Militär seien auch Kräfte aus Großbritannien, Australien und Bahrain beteiligt, sagte Verteidigungsminister Mark Esper am Mittwoch. Die USA seien zudem mit mehreren anderen Ländern im Gespräch und gingen davon aus, dass sich noch weitere Staaten der "Operation Sentinel" genannten Mission anschließen würden, sagte Esper. Um die jüngsten Entwicklungen in der Iran-Krise geht es auch bei einem Außenminister-Treffen am Donnerstag in Helsinki. 

+++ 5.05 Uhr: Weiterhin viele Suchanträge zum Zweiten Weltkrieg +++

Tausende Familien in Deutschland suchen noch immer nach Vermissten aus dem Zweiten Weltkrieg. Das geht aus der jüngsten Bilanz des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) hervor. Danach gingen allein von Januar bis Juli 4778 Anfragen beim DRK-Suchdienst ein. "Das Ende des Zweiten Weltkrieges liegt jetzt schon 74 Jahre zurück, aber das Interesse in vielen deutschen Familien am Schicksal ihrer vermissten Angehörigen ist immer noch unglaublich groß", sagte DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt zum Internationalen Tag der Vermissten am 30. August. 2018 hatte es beim DRK insgesamt 8939 Fragen nach Schicksalen im Zweiten Weltkrieg gegeben. Bis Ende Dezember rechnet Hasselfeld mit abermals insgesamt rund 9000 neuen Anfragen. In rund einem Viertel aller Fälle konnte der Suchdienst helfen und zum Beispiel Todestag und Todesort ermitteln.

+++ 4.34 Uhr: Rechtsgutachten: Verbot von Kopftuch an Schulen wäre möglich +++

Ein Kopftuchverbot für Mädchen an Grundschulen, ähnlich wie in Österreich, wäre auch in Deutschland rechtlich möglich. Zu dieser Einschätzung kommt der Tübinger Verfassungsrechtler Martin Nettesheim in einem Gutachten für die Frauenrechte-Organisation Terre des Femmes. Das Papier, das an diesem Donnerstag in Berlin veröffentlicht werden soll, lag der Deutschen Presse-Agentur vorab vor.

+++ 4.18 Uhr: Herkunftsländer erfahren nicht von allen Straftaten Abgeschobener +++

Wenn Deutschland Straftäter in ihre Herkunftsländer abschiebt, erfahren die dortigen Behörden oft nichts über die von ihnen hierzulande verübten Verbrechen. Das gilt auch für eine mögliche Einstufung als terroristischer "Gefährder". Wie das Bundesinnenministerium auf Anfrage mitteilte, dürfen die deutschen Justiz- und Sicherheitsbehörden nur in bestimmten Fällen Daten zu Straftaten oder Informationen über Gefahren für die öffentliche Sicherheit an diese Länder weitergeben. So darf etwa das Bundeskriminalamt "zur Abwehr einer im Einzelfall bestehenden erheblichen Gefahr für die öffentliche Sicherheit" Informationen zu Abgeschobenen weitergeben - zum Beispiel über seine Verbindungsbeamten im Ausland. Wie häufig die Herkunftsländer von in Deutschland begangenen Straftaten und Haftstrafen erfahren, wird nach Angaben des Ministeriums statistisch nicht erfasst.

+++ 1.45 Uhr: Extrem-Rennfahrerin Jessi Combs tödlich verunglückt +++

Die amerikanische Rennfahrerin und TV-Moderatorin Jessi Combs ist ist bei einem Geschwindigkeitsrekordversuch verunglückt und ums Leben gekommen. Die Polizei im Bezirk Harney County im US-Staat Oregon bestätigte laut US-Medien, dass sich der Unfall am Vortag auf einer Rennpiste in der Alvord-Wüste zugetragen habe.

Combs, die in Rennkreisen als "schnellste Frau der Welt auf vier Rädern" bekannt war, wollte einen neuen Rekord aufstellen. Die 39-Jährige war alleine in dem jetgetriebenen Rennwagen unterwegs. Die Unfallursache werde noch untersucht, teilte die Polizei mit. 2013 hatte Combs auf dem trockenen Seebett der Alvord-Wüste mit einer Geschwindigkeit von über 630 Stundenkilometern einen Rekord für eine Frau am Steuer eines vierrädrigen Fahrzeugs aufgestellt.

+++ 1.04 Uhr: Bericht: Elf Dienstwaffen der Bundespolizei gestohlen oder verloren +++

Elf Dienstwaffen der Bundespolizei sind nach einem Medienbericht derzeit als gestohlen oder verloren registriert. Das geht laut "Neuer Osnabrücker Zeitung" aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion hervor. "Gegenwärtig sind zehn Dienstwaffen der Bundespolizei (mit der dazugehörigen dienstlichen Munition 9 x 19 mm) als gestohlen registriert", zitiert die Zeitung aus der Antwort. Dabei handele es sich um Pistolen. Eine weitere Dienstwaffe sei vor der Übergabe an die Bundespolizei beim Hersteller verschwunden.

+++ 0.53 Uhr: Mehr als eine Million Unterzeichner von Petition gegen Parlaments-Zwangspause +++

Der Zorn über die vom britischen Premierminister Boris Johnson verordnete Zwangspause für das Parlament wächst. Eine Online-Petition gegen die umstrittene Maßnahme wurde binnen weniger Stunden von mehr als einer Million Menschen unterzeichnet.     Johnson hatte dem Parlament in London zwei Monate vor dem geplanten Brexit eine Zwangspause verordnet. Königin Elizabeth II. stimmte am Mittwoch einem Antrag Johnsons zu, die traditionelle Parlamentspause bis zum 14. Oktober zu verlängern. Die Entscheidung gibt den Abgeordneten deutlich weniger Zeit als von ihnen gewünscht, um einen ungeregelten Brexit zu verhindern. Viele Parlamentarier reagierten erzürnt

+++ 0.22 Uhr: Demokratische Senatorin steigt aus US-Präsidentschaftsrennen aus +++

Die Riege der demokratischen US-Präsidentschaftsbewerber wird kleiner: Senatorin Kirsten Gillibrand hat das Ende ihrer Kampagne angekündigt. Es sei wichtig zu erkennen, wie man dem Land am besten dienen könne, erklärte die Senatorin aus dem Bundesstaat New York in einer Videobotschaft. Sie wolle nun dabei helfen, die Demokraten zu vereinen, um Präsident Donald Trump bei der Wahl 2020 zu besiegen.

+++ 0.15 Uhr: Florida ruft wegen Hurrikan "Dorian" den Notstand aus +++

Der US-Bundesstaat Florida hat wegen des nahenden Hurrikan "Dorian" den Notstand ausgerufen. Gouverneur Ron DeSantis erklärte, damit solle sichergestellt werden, dass Florida auf die Ankunft des Wirbelsturms vorbereitet sei. Die Bewohner der Ostküste Floridas sollten den Verlauf des Hurrikan genau verfolgen. Außerdem sollten alle Menschen in dem Bundesstaat Lebensmittel, Wasser und Medikamente für sieben Tage bereithalten. Der Notstand gilt für alle Landkreise, die auf dem Pfad des Wirbelsturms liegen.

fin / mik / dho / rw / DPA / AFP