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News am Wochenende Karin Ritter, Mutter der Skandalfamilie aus Köthen, ist tot

Familienoberhaupt Karin Ritter (64) in der Kötherner Wohnung in der Adolf-Kolping-Straße, die die Stadt ihr vor fünf Monaten zugeteilt hatte.
Karin Ritter vor rund zwei Jahren in einer Wohnung, die die Stadt ihr zugeteilt hat.
© stern TV
4000 Menschen bei Protesten in Russland festgenommen +++ 27 Jährige und sechsjähriger Sohn in Cloppenburg erstochen – Mann festgenommen +++ Mehrere Anwälte verlassen vor Prozess Trumps Team +++ Die News am Wochenende im stern-Ticker

Aktuelle Top-Meldung:

Karin Ritter, Mutter der auffälligen Familie aus Köthen, ist tot

25 Jahren lang hat stern TV die Familie Ritter aus Köthen begleitet. Nun ist Mutter Karin Ritter im Alter von 66 Jahren gestorben. Nach RTL-Informationen ist sie am Samstag verstorben, die genaue Todesursache ist nicht bekannt. Ihre drei Söhne sind Schläger, Diebe, alle rechtsradikal. In ihrer Heimat im sachsen-anhaltinischen Köthen genießt die Familie einen schlechten Ruf. 2019 landete Karin Ritter auf der Straße und musste in ein Obdachlosenheim ziehen.

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Die News am Wochenende im stern-Ticker:

+++ 16.38 Uhr: Mehr als 4000 Festnahmen in Russland bei Nawalny-Protesten +++

Bei neuen Massenprotesten in Russland gegen die Inhaftierung des Kremlkritikers Alexej Nawalny sind Menschenrechtsaktivisten zufolge mehr als 4000 Menschen festgenommen worden. Etwa so viele hatte die Polizei auch bei den Demonstrationen vor einer Woche in Gewahrsam genommen. Allein in der Hauptstadt Moskau wurden dem Portal Owd-Info zufolge weit mehr als 1000 Demonstranten festgesetzt. Mehr als 860 Festnahmen listete das Portal für St. Petersburg im Norden des Landes auf. In mehr als 50 Städten wurden demnach Festnahmen registriert.

Menschenrechtler kritisierten erneut massive Polizeigewalt gegen friedliche Demonstranten. In Moskau und St. Petersburg setzten die Sicherheitskräfte demnach Elektroschocker ein. Zudem seien in der Hauptstadt 31 Menschen in einem viel zu engen Gefangentransporter eingesperrt worden. In Kasan etwa 700 Kilometer östlich von Moskau hätten festgenommene Studenten ihre Unterwäsche ausziehen und Handys sowie ihre Habseligkeiten abgeben müssen.

Nach Angaben von Nawalnys Team gab es am Sonntag landesweit in rund 100 Städten Aktionen für eine Freilassung des Oppositionellen. Die Menschen protestierten aber auch gegen Korruption, Justizwillkür und die Unterdrückung Andersdenkender unter Präsident Wladimir Putin.

+++ 15.35 Uhr: Mann stirbt nach Eisbaden am Ostseestrand in Warnemünde +++

Ein 70 Jahre alter Mann ist beim Eisbaden in der drei Grad Celsius kalten Ostsee ums Leben gekommen. Der Mann ging mit Gleichgesinnten eines örtlichen Eisbade-Vereins in Warnemünde ins Wasser und brach dort kurz danach zusammen, wie die Polizei mitteilte. Eine Schwimmerin habe den Mann an Land gebracht und weitere Helfer zogen ihn aus dem Wasser. Trotz sofortiger Wiederbelebungsversuche starb der Mann wenig später noch am Ostseestrand. Die Kriminalpolizei ermittelt nun zur Todesursache. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.

+++ 14.47 Uhr: 27 Jahre alte Frau und sechsjähriger Sohn in Cloppenburg erstochen – Mann festgenommen +++

Im niedersächsischen Cloppenburg soll ein 30 Jahre alter Mann seine 27 Jahre alte Ehefrau und seinen sechsjährigen Sohn erstochen haben. Der Mann habe nach der Tat am Samstagnachmittag selbst die Polizei angerufen und sich anschließend ohne Widerstand festnehmen lassen, teilte die Polizei mit. 

Notarzt in Cloppenburg
Der Notarzt konnte das Kind und die frau nicht mehr retten
© NWM-TV / DPA

Der dringend Tatverdächtige habe nach seiner Festnahme keine Angaben gemacht. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Oldenburg sei seine einstweilige Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet worden (siehe auch Meldungen von 9.47 Uhr).

+++ 14.24 Uhr: Mehr als 2200 Festnahmen bei Protesten in Russland +++

Bei den landesweiten Protesten der russischen Opposition gegen Präsident Wladimir Putin sind am mehr als 2200 Menschen festgenommen worden. Allein in der Hauptstadt Moskau nahmen Sicherheitskräfte mehr als 500 Menschen in Gewahrsam, wie die Nichtregierungsorganisation OVD-Info berichtete. Die Demonstranten waren einem Protestaufruf des inhaftierten Kreml-Kritikers Alexej Nawalny gefolgt (siehe auch Meldungen von 9.08 Uhr, 10.11 Uhr und 13.16 Uhr)

+++ 13.16 Uhr: Ehefrau des Kremlkritikers Nawalny erneut festgenommen +++

Bei neuen Massenprotesten in Moskau gegen die Inhaftierung des Kremlgegners Alexej Nawalny ist erneut auch dessen Ehefrau Julia Nawalnaja festgenommen worden. Die 44-Jährige hatte zuvor bei Instagram ein Foto von sich auf der Straße veröffentlicht. In einem weiteren Eintrag mit einem Familienfoto kritisierte sie, dass ihr Mann inhaftiert sei, weil er es gewagt habe, den Mordanschlag mit dem chemischen Kampfstoff Nowitschok zu überleben. Sie war bereits bei Protesten vor einer Woche vorübergehend festgenommen worden.

Zudem beklagte Nawalnaja, dass Alexejs Bruder Oleg Nawalny als "Geisel" in Haft genommen worden sei. "Wenn wir schweigen, dann holen sie morgen jeden von uns." Sie warf dem Präsidenten Wladimir Putin vor, nach Belieben das Schicksal von Menschen zu bestimmen – er entscheide, "wer eingesperrt, wer vergiftet wird". Bei Nawalnajas Festnahme kritisierten Unterstützer, dass sie willkürlich von der Polizei abgeführt wurde, wie der Internet-Kanal Doschd zeigte (siehe auch Meldungen von 9.08 Uhr und 10.11 Uhr).

+++ 10.11 Uhr: Schon hunderte Festnahmen bei Protesten in Russland Moskau +++

Bei den landesweiten Protesten der russischen Opposition gegen Präsident Wladimir Putin hat es nach Angaben von Aktivisten bereits mehrere hundert Festnahmen gegeben. Mindestens 519 Menschen seien vor allem bei Kundgebungen im Fernen Osten Russlands und in Sibirien in Gewahrsam genommen worden, teilte die Nichtregierungsorganisation OVD-Info mit. In mindestens 35 Städten habe es Festnahmen bei den Protesten gegeben, zu denen der Kreml-Kritiker Alexej Nawalny aufgerufen hat (siehe auch Meldung von 9.08 Uhr).

+++ 9.47 Uhr: 27 Jahre alte Frau und Sechsjähriger erstochen in Cloppenburg aufgefunden +++

Im niedersächsichen Cloppenburg soll ein 30 Jahre alter Mann eine 27 Jahre alte Frau und einen sechsjährigen Jungen erstochen haben. Der Mann sei am Samstagnachmittag am Tatort angetroffen und ohne Widerstand festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Zum Motiv für die Tat konnte die Polizei zunächst ebenso wenig Angaben machen wie zum Verhältnis des Mannes zu den beiden Getöteten. Polizeibeamte hatten die Frau und den Sechsjährigen tot in der Wohnung in einem Mehrfamilienhaus aufgefunden. 

+++ 9.08 Uhr: Viele Festnahmen bei Protesten für Kremlkritiker Nawalny +++

Bei neuen Protesten für eine Freilassung des inhaftierten Kremlkritikers Alexej Nawalny hat es im äußersten Osten Russlands erste Festnahmen gegeben. Bürgerrechtlern zufolge kamen zunächst mehr als 250 Menschen in Polizeigewahrsam. Dem Portal Owd-Info zufolge wurden allein in Wladiwostok am Pazifik knapp 100 Demonstranten von Polizisten abgeführt. Videos zeigten, wie sie bei frostigem Wetter zu kleinen Stadtbussen gebracht wurden. Zu sehen war zudem, wie zumeist junge Menschen auf der zugefroren Amurbucht tanzen und "Putin ist ein Dieb" und "Freiheit für Russland" riefen.

Nawalnys Unterstützer haben das zweite Wochenende infolge landesweit zu Protesten aufgerufen. Aktionen waren demnach in rund 100 Städten geplant. Zuerst begannen sie wegen der Zeitverschiebung im äußersten Osten des Landes. Wladiwostok liegt gut acht Flugstunden von der Hauptstadt Moskau entfernt. Dort sollten Kundgebungen am Mittag (10.00 Uhr MEZ) beginnen. Mehrere Stationen der U-Bahn wurden wegen der Proteste geschlossen. Die Polizei stellte Absperrgitter auf und sperrte Straßen rund um den Kreml ab.

Viele Festnahmen gab es den Menschenrechtlern zufolge in den sibirischen Städten Krasnojarsk mit zunächst mehr als 40, Irkutsk und Nowokusnezk mit zunächst mehr als 20. Live-Bilder im Internet zeigten, wie Tausende Menschen durch Nowokusnezk und Jekaterinburg zogen. In Tjumen in Westsibirien riefen die Menschen "Russland ohne Putin". Die russischen Behörden hatten eindringlich vor einer Teilnahme der nicht genehmigten Kundgebungen gewarnt.

+++ 7.02 Uhr: Mehrere Anwälte verlassen vor Impeachment-Prozess Trumps Team +++

Der frühere US-Präsident Donald Trump muss sich gut eine Woche vor dem Beginn des Impeachment-Prozesses im Senat neue Anwälte suchen. Fünf Verteidiger beendeten die Zusammenarbeit mit Trump, wie der Sender CNN und andere US-Medien berichteten. Unter ihnen seien auch die beiden Anwälte Butch Bowers und Deborah Barbier, die eigentlich Trumps Verteidigung im Senat hätten anführen sollen. 

Nach Informationen von CNN hatte Trump darauf bestanden, dass seine Anwälte sich in dem Amtsenthebungsverfahren auf die unbegründeten Wahlbetrugsvorwürfe konzentrieren, die er seit Monaten erhebt. Dem Rat der Juristen, die Frage in dem Mittelpunkt zu rücken, ob es rechtmäßig ist, einen Präsidenten nach dem Ende seiner Amtszeit zu belangen, habe Trump sich widersetzt. 

Die endgültige Entscheidung über die Zusammensetzung von Trumps Anwalts-Team werde in Kürze fallen, schrieb sein Berater Jason Miller nach der Veröffentlichung der Berichte im Kurzbotschaftendienst Twitter. 

Vertreter des Repräsentantenhauses hatten am vergangenen Montag formell im Senat die Anklageschrift gegen Trump wegen "Anstiftung zum Aufruhr" eingereicht. Der Prozess soll am 9. Februar beginnen. Bei einem Schuldspruch könnte die Kammer Trump verbieten, erneut für das Präsidentenamt zu kandidieren.

+++ 4.24 Uhr: Großbrand in Klinik in Chile – 350 Patienten in Sicherheit gebracht +++

Ein Großbrand hat in der chilenischen Hauptstadt Santiago Teile eines Krankenhauses zerstört. Über 100 Einsatzkräfte kämpften im Hospital San Borja gegen die Flammen, wie die Feuerwehr mitteilte. Ersten Ermittlungen zufolge war der Brand von einem Kurzschluss ausgelöst worden.

Alle 350 Patienten der Klinik wurden in Sicherheit gebracht und auf umliegende Krankenhäuser verteilt. Darunter waren auch einige an Covid-19 erkrankte Menschen. Sie wurden unter besonderen Vorsichtsmaßnahmen und in speziellen Krankenwagen in andere Hospitäler verlegt, wie Gesundheitsminister Enrique Paris sagte.

+++ 1.34 Uhr: Vier Weltkriegsbomben in Göttingen erfolgreich gesprengt +++

In Göttingen sind vier Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich vom Kampfmittelbeseitigungsdienst gesprengt worden. Anschließend prüften Erkundungsteams die Umgebung auf mögliche Schäden, wie die Stadtverwaltung in der Nacht mitteilte. Verletzte habe es nach den ersten Erkenntnissen nicht gegeben.

Aus Sicherheitsgründen hatten mehr als 8000 Menschen ihre Wohnungen verlassen müssen. Um die Fundstelle wurde eine Gefahrenzone mit einem Radius von 1000 Metern eingerichtet. Neben mehreren Straßen wurde auch der Göttinger Bahnhof gesperrt. Die Sperrungen sollen laut Angaben der Stadtverwaltung erst dann aufgehoben werden, wenn alle Gebäude im Umkreis auf mögliche Schäden geprüft worden sind. Dies könne sich bis in die frühen Morgenstunden des Sonntags hinziehen.

Bei den Blindgängern handelte es sich um Zehn-Zentner-Bomben mit Langzeitzündern aus dem Zweiten Weltkrieg. Sie waren bei Sondierungsarbeiten gefunden worden. Nach Angaben der Stadt waren etwa 1800 Helfer in mehreren Schichten an der Evakuierung und Entschärfung beteiligt.

+++ 0.07 Uhr: Anklage gegen zwei "Proud Boys"-Mitglieder wegen Angriff aufs Kapitol +++

Zwei Mitglieder der rechtsradikalen Gruppe "Proud Boys" sind im Zusammenhang mit der Erstürmung des US-Kapitols vor einem Bundesgericht in Washington angeklagt worden. Das US-Justizministerium teilte mit, den 31 und 43 Jahre alten Männern werde unter anderem Verschwörung und das illegale Eindringen in besonders geschützte Gebäude vorgeworfen. Die beiden Beschuldigten aus dem Bundesstaat New York seien nach entsprechenden Strafanzeigen bereits am 12. beziehungsweise 15. Januar festgenommen worden.

Meldungen von Samstag:

+++ 20.57 Uhr: Wieder Proteste gegen umstrittenes Sicherheitsgesetz in Frankreich +++

In zahlreichen französischen Städten haben Menschen erneut ihrem Unmut über ein geplantes Sicherheitsgesetz Luft gemacht. Den Veranstaltern zufolge sollte es mindestens 55 Versammlungen geben. In Paris protestierten die Demonstranten gegen das Sicherheitsgesetz, aber wollten zugleich auch ein Zeichen für die Kultur setzen. Kultureinrichtungen wie Kinos, Theater und Museen sind in Frankreich wegen der Corona-Pandemie seit Monaten geschlossen. Wie das Innenministerium mitteilte, beteiligten sich landesweit rund 32.770 Menschen an den Protesten, davon etwa 5050 in Paris. Mit dem Sicherheitsgesetz will Frankreichs Mitte-Regierung die Polizei besser schützen.

+++ 19.01 Uhr: CDU-Spitzenpolitiker im Osten sprechen Laschet ihr Vertrauen aus +++

CDU-Landesverbände im Osten Deutschlands haben ihre Unterstützung für den neuen CDU-Bundesvorsitzenden Armin Laschet betont. Im Parteivorstand sei dafür eine Ost-Konferenz angeregt worden, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung". Mehrere CDU-Spitzenpolitiker aus den ostdeutschen Bundesländern nannten gegenüber der Zeitung vor allem das Thema Strukturwandel wie etwa in den Kohleregionen als Vertrauenspunkt für den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten, der beim Parteitag vor zwei Wochen zum Bundeschef der Christdemokraten gekürt worden war. "Laschet hat ein großes Verständnis für Strukturwandel und die damit verbundenen Nöte und Ängste. Und damit haben auch wir im Osten große Erfahrung", sagte etwa Thüringens CDU-Chef Christian Hirte.

+++ 17.51 Uhr: Großeinsatz: Weltkriegsbomben in Göttingen sollen gesprengt werden +++

Mehr als 8000 Menschen haben wegen anstehender Bombensprengungen in Göttingen ihre Wohnungen verlassen müssen. Die Evakuierung begann in den frühen Morgenstunden und war am späten Vormittag abgeschlossen. Bei Sondierungsarbeiten waren vier verdächtige Objekte gefunden worden. In drei Fällen stellte sich heraus, dass es sich um amerikanische Zehn-Zentner-Bomben mit Langzeitzünder handelt. Beide müssten kontrolliert gesprengt werden, teilte die Stadt Göttingen mit.

Die Arbeit des Kampfmittelbeseitigungsdienstes verzögerte sich zwei Mal, weil sich nach der Evakuierung weiterhin Menschen im Sperrgebiet aufhielten. Zwei von ihnen eskortierte die Polizei aus der Gefahrenzone, die ein Gebiet mit einem Radius von 1000 Metern um die Fundstelle umfasst. Die Behörden richteten mehrere Evakuierungszentren ein. Dort fanden sich etwa 260 Menschen ein. Etwa 1500 Plätze waren am Nachmittag noch frei, die allermeisten Bewohner kamen bei Freunden und Verwandten unter. Die Corona-Bestimmungen waren für die Sondersituation zeitweise außer Kraft gesetzt.

Insgesamt wurden bis zu vier Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg in dem Baugebiet an vier Punkten vermutet. Bis zum Abend stand aber noch nicht definitiv fest, ob es sich auch bei dem letzten verdächtigen Gegenstand wirklich um Bomben handelte, und ob sie entschärft werden kann oder gesprengt werden muss. Die Aktion könnte sich bis in die Nacht zum Sonntag hinziehen.

+++ 18.41 Uhr: Spielverschiebung nach Fanrandale bei Olympique Marseille +++

Das Spiel der französischen Ligue 1 von Olympique Marseille gegen Stade Rennes ist verschoben worden. Wie die Fußball-Liga wenige Stunden vor Spielbeginn auf ihrer Webseite mitteilte, gibt es noch kein neues Datum für die Partie. Als Grund für die Verschiebung wurden die Ereignisse am Nachmittag auf dem Trainingsgelände des Marseiller Clubs genannt. Etwa 300 Fans hatten gewaltsam versucht, sich Zugang zu diesem zu verschaffen. Auf Videoaufnahmen war zu sehen, dass zahlreiche Fans des Marseiller Vereins Rauchfeuer in der Hand hielten und Böller warfen. Wie die örtliche Polizei auf Twitter schrieb, griffen einige der Anhänger vor Ort auch Polizisten an. Wie der Sender BFMTV schrieb, waren bereits am Samstagmorgen an verschiedenen Orten der Stadt feindselige Banner mit Bezug zum Verein zu sehen. Zahlreiche von ihnen richteten sich demnach gegen Vereinspräsident Jacques-Henri Eyraud.

+++ 18.17 Uhr: Grammy-nominierte schottische Elektropop-Produzentin Sophie gestorben +++

Die für einen Grammy nominierte schottische Elektropop-Produzentin Sophie ist im Alter von 34 Jahren bei einem Unfall ums Leben gekommen. Sophie sei "in die Höhe geklettert, um den Vollmond anzuschauen", schrieb ihr Label Transgressive. Dabei sei sie ausgerutscht und gestürzt. Die auch als Sophie Xeon bekannte Künstlerin hatte 2013 ihre Debüt-Single "Nothing More to Say" herausgebracht, ihr erstes Album folgte 2018 und wurde für einen Grammy in der Sparte bestes Dance/Electronic-Album nominiert. Die Transgender-Aktivistin arbeitete unter anderem mit US-Popstar Madonna und der britischen Sängerin Charli XCX.

+++ 15.56 Uhr: Großeinsatz: Weltkriegsbomben in Göttingen sollen gesprengt werden +++

Mehr als 8000 Menschen haben wegen anstehender Bombensprengungen in Göttingen ihre Wohnungen verlassen müssen. Die Evakuierung begann in den frühen Morgenstunden und war am späten Vormittag abgeschlossen. Bei Sondierungsarbeiten waren vier verdächtige Objekte gefunden worden. In zwei Fällen stellte sich am Samstag heraus, dass es sich um amerikanische Zehn-Zentner-Bomben mit Langzeitzünder handelt. Beide müssten kontrolliert gesprengt werden, teilte die Stadt Göttingen mit.

Die Arbeit des Kampfmittelbeseitigungsdienstes verzögerte sich zwei Mal, weil sich nach der Evakuierung weiterhin Menschen im Sperrgebiet aufhielten. Zwei von ihnen eskortierte die Polizei aus der Gefahrenzone, die ein Gebiet mit einem Radius von 1000 Metern um die Fundstelle umfasst. Die Behörden richteten mehrere Evakuierungszentren ein. Dort fanden sich etwa 260 Menschen ein. Etwa 1500 Plätze waren am Nachmittag noch frei, die allermeisten Bewohner kamen bei Freunden und Verwandten unter. Die Corona-Bestimmungen waren für die Sondersituation zeitweise außer Kraft gesetzt.

Die Aktion könnte sich bis in die Nacht zum Sonntag hinziehen (siehe auch Meldungen von 5.30 Uhr und 12.27 Uhr).

+++ 14.23 Uhr: Black-Lives-Matter-Bewegung für Friedensnobelpreis vorgeschlagen +++

Die Anti-Rassismus-Bewegung Black Lives Matter ist für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen worden. Er habe den Vorschlag eingereicht, weil Black Lives Matter sich "zu einer der weltweit mächtigsten Bewegungen im Kampf gegen Rassendiskriminierung" entwickelt habe, sagte der norwegische Linken-Politiker Petter Eide der Nachrichtenagentur AFP. Die zunächst in den USA losgetretene Debatte über Rassismus habe "in vielen Ländern Aufmerksamkeit" erregt. 

+++ 12.35 Uhr: Lkw-Fahrer völlig durchgefroren aus Kühler seines Lastwagens gerettet +++

Völlig durchgefroren ist ein Lkw-Fahrer in Bayern aus seinem Lastwagen gerettet worden. Der Mann sperrte sich in Wiedergeltlingen im Landkreis Unterallgäu selbst in den Kühler seines Aufliegers ein, als er dort einen Fehler beheben wollte, wie die Polizei mitteilte. Starker Wind hatte demnach die Tür zugeschlagen. 

Mit seinem Handy alarmierte der Mann über den Notruf die Rettungskräfte. Sie befreiten ihn schließlich aus dem Kühler. Der Fahrer habe nach dem Aufwärmen seine Fahrt "unversehrt" fortsetzen können, erklärte die Polizei.

+++ 11.09 Uhr: Sechs Festnahmen bei Protesten in Polen gegen neues Abtreibungsrecht +++

Bei Protesten gegen die Verschärfung des Abtreibungsrechts in Polen am Abend hat die Polizei in Warschau sechs Menschen festgenommen. Zwei Polizisten seien nach Auseinandersetzungen mit Demonstranten ins Krankenhaus gebracht worden, sagte ein Sprecher.

Am Freitagabend waren in Warschau und anderen polnischen Großstädten den dritten Tag in Folge Hunderte Menschen auf die Straße gegangen, um gegen das reformierte Abtreibungsrecht zu protestieren.

Im Oktober hatte das Verfassungsgericht des EU-Landes entschieden, dass Frauen auch dann keine Abtreibung vornehmen dürfen, wenn das ungeborene Kind schwere Fehlbildungen aufweist.

+++ 10.43 Uhr: Nach Schnee und Eis: Bahn wieder weitgehend im Regulär-Betrieb +++

Nach starken Schneefällen in Teilen Niedersachsens und in Bremen läuft der Fernverkehr der Deutschen Bahn wieder weitgehend normal. Es komme noch ganz vereinzelt zu Beeinträchtigungen, sagte eine Bahnsprecherin. Die witterungsbedingte Oberleitungsstörung zwischen Emden und Norddeich Mole sei behoben. Allerdings fielen noch drei Zugverbindungen von Norddeich nach Leipzig beziehungsweise nach Köln aus (siehe auch Meldung von 0.00 Uhr).

+++ 10.06 Uhr: Hochwasser: Schifffahrt auf Rhein bei Karlsruhe eingestellt +++

Wegen Hochwassers ist die Schifffahrt auf dem Rhein bei Karlsruhe eingestellt worden. Am Pegel Maxau wurde der Wasserstand von 7,5 Metern in der Nacht überschritten, wie die Hochwasservorhersagezentrale (HVZ) Baden-Württemberg mitteilte. Am Morgen hatte der Rhein einen Wasserstand von mehr als 8 Metern. Die Experten rechnen damit, dass das Wasser in Maxau noch bis zum Abend auf bis zu 8,30 Meter steigt.

Daneben hatte das Tauwetter bis zum Morgen vor allem im Süden Baden-Württembergs für verbreitet hohe Wasserstände gesorgt. An vielen Orten stiegen die Pegel nach Angaben der HVZ auf einen Bereich, der statistisch gesehen einmal in zwei Jahren erreicht wird. In Meckenbeuren im Bodenseekreis stieg die Schussen auf beinahe 4,50 Meter – ein Wasserstand, der im statistischen Mittel nur alle 20 bis 50 Jahre vorkommt.

+++ 9.39 Uhr: 2020 mehr als 550 Massengräber in Mexiko entdeckt +++

In Mexiko wurden im vergangenen Jahr mehr als 550 Massengräber entdeckt. In den 559 Gräbern waren 1086 Leichen verscharrt, wie Menschenrechts-Staatssekretär Alejandro Encinas mitteilte. Die meisten Massengräber wurden demnach in den Bundesstaaten Jalisco und Guanajuato entdeckt. Aus Jalisco stammt das mächtigste mexikanische Drogenkartell Jalisco Nueva Generación, das in blutige Konflikte mit anderen Kartellen verwickelt ist.

Die Regierung in Mexiko setzt im Kampf gegen Drogenkartelle seit 2006 verstärkt das Militär ein. Nach offiziellen Angaben wurden seitdem rund 290.000 Menschen ermordet. Nach Angaben von Encinas wurden von 2006 bis Dezember 2020 insgesamt 80.517 Menschen als vermisst gemeldet.

+++ 7.32 Uhr: Japanerin versteckt Leiche ihrer Mutter zehn Jahre lang im Gefrierschrank +++

Eine Japanerin hat Medienberichten zufolge zehn Jahre lang die Leiche ihrer Mutter im Gefrierschrank aufbewahrt, weil sie nicht aus der gemeinsamen Wohnung ausziehen wollte. Wie die japanische Polizei mitteilte, wurde die 48-Jährige unter dem Verdacht festgenommen, eine "weibliche Leiche versteckt" zu haben. Die Leiche war demnach am Mittwoch in einer Wohnung in Tokio gefunden worden.

Wie japanische Medien unter Berufung auf Polizeikreise berichteten, hatte die Frau zusammen mit ihrer Mutter in der Wohnung gelebt. Als die Mutter vor zehn Jahren starb, habe sie die Leiche versteckt, weil sie "nicht ausziehen wollte". Laut der Nachrichtenagentur Kyodo News stand der Name der Mutter im Mietvertrag.

Mitte Januar musste die Tochter den Berichten zufolge dann doch ausziehen, weil sie die Miete nicht mehr gezahlt hatte. Eine Reinigungskraft fand dann die Leiche der Mutter im Gefrierschrank. Die Todesursache und die genaue Todeszeit konnten bei einer Autopsie den Berichten zufolge nicht mehr festgestellt werden.

+++ 5.30 Uhr: Göttinger räumen Innenstadt für Bombenentschärfungen +++

8300 betroffene Anwohner, 1800 Einsatzkräfte und ein Ziel: die Bomben unschädlich machen. In Göttingen müssen diesen Samstag gut 8300 Anwohner ihre Wohnungen für Entschärfungen verlassen – und das mitten im Lockdown. Auch die wichtige Nord-Süd-Verbindung der Deutschen Bahn wird unterbrochen: Der Bahnhof Göttingen werde gesperrt und Fernzüge würden umgeleitet, teilte das Unternehmen mit.

Wer als betroffener Göttinger während der Entschärfung nicht zu Freunden kann, soll in Hotels und Evakuierungszentren unterkommen, teilte die Stadt mit. Rund 500 Menschen hätten Bedarf an einer Unterkunft angemeldet, sagte ein Sprecher. Bis 6.30 Uhr sollten die Häuser im Umkreis von einem Kilometer um die Godehardstraße am Hauptbahnhof menschenleer sein. Die Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie werden für die betroffenen Göttinger während des Einsatzes aufgehoben.

Vier Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg vermutet die Stadt in einer Baugrube in der Innenstadt. Die Entschärfungen sollen voraussichtlich bis Sonntag dauern.

+++ 4.42 Uhr: Highway 1 in Kalifornien gesperrt – Straße nach Regen weggebrochen +++

Nach heftigen Regenfällen ist ein Stück des berühmten Highway 1 in Kalifornien weggebrochen. 25 Kilometer südlich von Big Sur wurde die Küstenstraße nun gesperrt, wie die Verkehrsbehörde Caltrans am Freitag mitteilte. Fotos und Videos zeigten ein großes Loch, wo ein Erdrutsch die Straße an den steilen Klippen weggerissen hatte.

Nach Stürmen mit Starkregen rief der Gouverneur in der betroffenen Region den Notstand aus, um auf diese Weise schnell Hilfskräfte und Gelder für Reparaturen zu mobilisieren. Es wurde vor weiteren Erdrutschen und Überschwemmungen gewarnt. Nach den Waldbränden der vergangenen Jahre sind die Böden in den betroffenen Gebieten anfälliger für Erdrutsche.

+++ 4.16 Uhr: Mehr Beschwerden von Verbrauchern über Banken +++

Tausende Verbraucher haben sich auch im vergangenen Jahr bei der Finanzaufsicht Bafin über ihr Kreditinstitut oder ihre Versicherung beklagt. Die Zahl der Beschwerden und Anfragen zu Kredit- und Finanzdienstleistern stieg auf 9547, wie aus Daten der Finanzaufsicht hervorgeht, die derNachrichtenagentur DPA vorliegen. Ein Jahr zuvor waren es noch 8525 und damit deutlich weniger. Besonders viele Anfragen gab es den Angaben zufolge zu alltäglich genutzten Bankprodukten, wie der Kontoführung oder auch Überweisungen.

Häufig ging es auch um die umstrittenen Zinsanpassungsklauseln bei langfristigen Prämiensparverträgen. Viele ältere Prämiensparverträge enthalten derartige Klauseln, mit denen Kreditinstitute die zugesicherte Verzinsung einseitig ändern können. Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) sind diese Klauseln seit 2004 unwirksam. Streit gibt es aber weiterhin über Details.

Die Zahl der Beschwerden im Zusammenhang mit Corona-Beschränkungen war den Angaben zufolge eher gering (105 Beschwerden). Ältere Verbraucher monierten beispielsweise Schwierigkeiten bei der Abwicklung ihrer Bankgeschäfte aufgrund der vorübergehenden Schließung von Bankfilialen oder Geschäftsstellen. Zugleich sei es wegen der stärkeren Nutzung des Direkt- oder Online-Bankings teilweise zu Beeinträchtigungen gekommen.

+++ 3.27 Uhr: Fünf Tote bei Hubschrauber-Absturz in Kuba +++

Beim Absturz eines Hubschraubers in Kuba sind am Freitag alle fünf Insassen ums Leben gekommen. Der Helikopter sei im Osten des Landes gegen einen Berg geprallt, teilte das Verteidigungsministerium mit. Es seien Untersuchungen zur Unglücksursache eingeleitet worden. Angaben zur Identität der Opfer machte das Ministerium nicht.

Der Hubschrauber war den Angaben zufolge auf dem Weg von Holguín nach Guantánamo. Die Region ist vor allem bekannt wegen des berüchtigten US-Gefangenenlagers auf einem Marinestützpunkt in der Bucht von Guantánamo.

+++ 0.51 Uhr: "Bachelorette"-Kandidat Filip Pavlović  gewinnt RTL-"Dschungelshow" +++

Von der "Bachelorette" in den Busch: Reality-TV-Kandidat Filip Pavlović  hat sich einen Platz im RTL-Dschungelcamp 2022 gesichert. Der 26-Jährige gewann am späten Abend die Dschungel-Ersatzshow des Senders und damit das "Goldene Ticket" nach Australien. Nebenbei sicherte er sich auch noch 50.000 Euro Preisgeld. Pavlovic wird – so der Plan – in Down Under nicht nur auf Kakerlaken, Spinnen und Schlangen treffen, sondern unter anderem auch auf Musiker Lucas Cordalis und Modeschöpfer Harald Glööckler. Beide hatten schon zuvor erklärt, bei der nächsten Ausgabe von "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus" dabei sein zu wollen.

+++ 0.00 Uhr: Schnee und Eis: Fernverkehr ruht auf mehreren Strecken +++

Wegen witterungsbedingter Störungen gibt es derzeit in weiten Teilen Niedersachsens und Schleswig-Holsteins starke Beeinträchtigungen im Fernverkehr der Deutschen Bahn. Mehrere Orte seien voraussichtlich bis in die frühen Morgenstunden nicht mit dem Fernverkehr erreichbar, darunter Bremen, Kiel, Lübeck und Westerland, teilte die Deutsche Bahn am Freitagabend mit. Bei der Suche nach konkreten Reiseverbindungen der Bahn werden unter anderem Weichenstörungen wegen Schnee und Eis im Raum Hannover und Hamburg angegeben.

Auf mehreren Strecken musste der Fernverkehr demnach komplett eingestellt werden: Hannover-Bremen, Hamburg-Bremen sowie Hamburg-Hannover. Ein Busersatzverkehr sei in Planung, hieß es. Zwischen Hannover und Frankfurt/Main seien die Reisemöglichkeiten mit dem Fernverkehr stark eingeschränkt.

wue DPA AFP

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