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News von heute Lawine im russischem Skigebiet Dombai: ein Mensch tot, mehrere verschüttet

Dombai Lawinenunglück
Helfen suchen nach Lawinenunglück in Dombai nach Verschütteten
© Ministerium für Notfallsituationen/Tass / DPA
SPD-Chef von NRW zieht sich aus Parteispitze zurück +++ Nawalny zu 30 Tagen Haft verurteilt – Kreml-Kritiker ruft zu Protesten auf +++ Polizei: RAF-Erddepot aus frühen Achtzigern +++ Die News von heute im stern-Ticker. 

Aktuelle Top-Meldung:

Lawine in russischem Skigebiet: ein Mensch tot, mehrere verschüttet

Bei einem Lawinenabgang im russischen Kaukasus ist mindestens ein Mensch gestorben. Zwischen vier und zwölf Menschen wurden im Wintersportort Dombai nahe der georgischen Grenze zunächst vermisst, wie der zuständige Katastrophenschutzdienst mitteilte. Eine Frau sei aus den Schneemassen gerettet worden. In Internetvideos war zu sehen, wie Dutzende Freiwillige nach verschütteten Opfern suchten. In dem Skigebiet auf über 2000 Metern Höhe seien mehrere Skiverleihe und Teile eines Cafés von den Schneemassen erfasst worden. In dem Gebiet sind Pisten bis auf 3200 Meter Höhe präpariert.

+++ Nachrichten zur Coronavirus-Pandemie lesen Sie hier. +++
+++ Nachrichten zur Amtsübergabe in den USA lesen Sie hier. +++
Die News von heute im stern-Ticker:

+++ 20.28 Uhr: Nord Stream 2: USA kündigen Sanktionen gegen russisches Schiff an +++

Die US-Regierung will am Dienstag gegen das russische Verlegeschiff "Fortuna" wegen Beteiligung an der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 Sanktionen verhängen. Darüber habe die US-Botschaft in Berlin die Bundesregierung informiert, sagte eine Sprecherin der Bundeswirtschaftsministeriums am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte das "Handelsblatt" darüber berichtet.

+++ 19.30 Uhr: Scholz stellt vorläufigen Haushaltsabschluss 2020 vor +++

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) stellt am Dienstag um 12.15 Uhr den vorläufigen Haushaltsabschluss für 2020 vor. Bereits seit einiger Zeit zeichnet sich ab, dass der im Haushalt veranschlagte Rahmen für die Neuverschuldung von knapp 218 Milliarden Euro nicht ausgeschöpft wird. Medienberichten zufolge wird nun eine Summe unter 150 Milliarden Euro erwartet. Die geringere Kreditaufnahme liegt allerdings zum Teil daran, dass für das vergangene Jahr eingeplante Belastungen sich auf das laufende Jahr verschieben. Für 2021 ist im Haushalt eine Neuverschuldung von rund 180 Milliarden Euro vorgesehen. Ob diese Summe ausreicht, ist angesichts des andauernden Lockdowns jedoch ungewiss.

+++ 19.16 Uhr: Lawine in russischem Skigebiet: ein Mensch tot, mehrere verschüttet +++

Bei einem Lawinenabgang im russischen Kaukasus ist mindestens ein Mensch gestorben. Zwischen vier und zwölf Menschen wurden im Wintersportort Dombai nahe der georgischen Grenze zunächst vermisst, wie der zuständige Katastrophenschutzdienst mitteilte. Eine Frau sei aus den Schneemassen gerettet worden. In Internetvideos war zu sehen, wie Dutzende Freiwillige nach verschütteten Opfern suchten. In dem Skigebiet auf über 2000 Metern Höhe seien mehrere Skiverleihe und Teile eines Cafés von den Schneemassen erfasst worden. In dem Gebiet sind Pisten bis auf 3200 Meter Höhe präpariert.

+++ 19.16 Uhr: Bürofenster von Kremlpartei eingeschlagen: sechs Jahre Straflager +++

Ein russischer Student ist zu sechs Jahren Straflager verurteilt worden, weil er gemeinsam mit Freunden ein Büro der Kremlpartei Geeintes Russland verwüstet haben soll. Der Mathematik-Doktorand sei des Rowdytums für schuldig befunden worden, teilte das Moskauer Gericht mit. Der Mann soll andere junge Menschen im Januar 2018 angestiftet haben, in der Hauptstadt ein Fenster des Parteibüros mit einem Hammer zu zerschlagen und eine Rauchbombe hinein zu werfen. Der Schaden beträgt Angaben der Agentur Tass zufolge 48.000 Rubel (circa 538 Euro). Die Anwältin des Mannes bezeichnete das Urteil als politisch motiviert und kündigte an, Berufung einlegen zu wollen.

+++ 19.13 Uhr: Leni Klum modelt für die Berliner Fashion Week +++

Leni Klum tritt weiter in die Fußstapfen ihrer Mutter Heidi. Die 16-Jährige präsentierte in einem Video zur Berliner Modewoche in Kraftwerk-Kulisse die Outfits verschiedener Labels und Designer, darunter Esther Perbandt, Kaviar Gauche, Michael Sontag und Lala Berlin. Das Ganze war nach Angaben der Veranstalter ein "Fashion-Film", also kein klassischer Auftritt auf dem Laufsteg. Der vom Senat geförderte Berliner Salon ist Teil der Fashion Week, die am Montag begann. Dieses Jahr findet sie wegen der Corona-Pandemie überwiegend digital statt. In der aktuellen Ausgabe der deutschen "Vogue" hatte die 16-Jährige ihr Model-Debüt gegeben - mit Mutter Heidi auf dem Cover und in einer Modestrecke.

+++ 18.55 Uhr: Internationale Fußball-Transfers: Ablösesummen drastisch eingebrochen +++

Die von Fußball-Clubs weltweit gezahlten Ablösesummen sind im vergangenen Jahr drastisch eingebrochen und auf den niedrigsten Wert seit 2016 zurückgegangen. Wie eine Erhebung des Weltverbandes Fifa zeigte, wurden im vergangenen Jahr international Spieler für 5,63 Milliarden US-Dollar (4,66 Milliarden Euro) transferiert. Im Vergleich zu 2019 sei das ein Rückgang von 23,4 Prozent, hieß es in dem Report. Selbst im Vergleich zu 2017 sei ein Rückgang der Transfersumme um zehn Prozent zu verzeichnen gewesen.

+++18.22 Uhr: Nach Hackerangriff: Alle Funke-Tageszeitungen bald wieder regulär +++

Nach einem Hackerangriff sollen die Tageszeitungen der Funke-Mediengruppe im Laufe der Woche wieder regulär erscheinen. "Wir sind, Stand heute, sehr optimistisch, den Notfallmodus noch diese Woche zu verlassen", erklärte Funke. Funke war am 22. Dezember Opfer eines schweren externen Cyberangriffs geworden. Bundesweit waren Zeitungen des Verbundes betroffen und in Notausgaben erschienen, etwa die "WAZ", die "Berliner Morgenpost" und das "Hamburger Abendblatt".

+++ 18.09 Uhr: Arko, Eilles und Hussel beantragen Insolvenz in Eigenregie +++

Die Corona-Krise bringt nun auch namhafte Süßwarengeschäfte in Bedrängnis: Die zur Deutschen Confiserie Holding (DCH) gehörenden Fachhändler Arko, Eilles und Hussel haben beim Amtsgericht Norderstedt in Schleswig-Holstein vorläufige Insolvenz in Eigenregie beantragt. Der Geschäftsbetrieb der auf Süßwaren, Kaffee und Tee spezialisierten Geschäfte solle in vollem Umfang weitergeführt werden, teilte der Geschäftsführer der DCH-Gruppe, Patrick G. Weber mit. Löhne und Gehälter seien über das Insolvenzgeld für drei Monate gesichert, teilten die beiden vorläufigen Sachwalter Dietmar Penzlin und Tjark Thies mit. Grund für den Schritt seien die Belastungen durch die Corona-Krise.

+++ 17.50 Uhr: Gysi nennt Nawalny-Verurteilung "völlig daneben"+++

Der außenpolitische Sprecher der Linksfraktion, Gregor Gysi, hat den Umgang der russischen Behörden mit Kremlgegner Alexej Nawalny nach dessen Rückkehr aus Deutschland kritisiert. "Ich finde es völlig daneben, dass Nawalny unmittelbar nach seiner Rückkehr zu 30 Tagen Haft wegen Verletzung von Meldeverpflichtungen verurteilt wurde", teilte Gysi mit. "Auch wenn Nawalny die politische Struktur in Russland schwer angreift, darf man einen Menschen nach einem Mordversuch in Russland und seiner Genesung in Deutschland so nicht bei der Ankunft behandeln." Gysi fügte hinzu, er hoffe, dass das Gericht von einem Widerruf der Bewährung absehe.

+++ 17.45 Uhr: Französischer Schauspieler Jean-Pierre Bacri stirbt mit 69 Jahren +++

Der französische Schauspieler und Drehbuchautor Jean-Pierre Bacri ist tot. Der 69-Jährige starb, wie seine Agentur der Nachrichtenagentur DPA in Paris bestätigte. Bacri zählte zu den bekanntesten Komödianten Frankreichs und spielte etwa in Filmen wie "Das Leben ist ein Fest", "Zwischen allen Stühlen" oder "Schau mich an!", wozu er das Drehbuch mitschrieb. Mehrfach wurde er für seine Arbeit mit dem französischen Filmpreis César ausgezeichnet. Medienberichten zufolge war Bacri an Krebs erkrankt.

+++ 17.36 Uhr: Kapitol vorübergehend abgeriegelt - Feuer in der Nähe löste Alarm aus +++

Zwei Tage vor der Vereidigung von Joe Biden zum neuen US-Präsidenten vor dem Kapitol in Washington ist das Parlamentsgebäude vorübergehend abgeriegelt worden. Der Secret Service teilte mit, Auslöser sei ein kleines Feuer gewesen, das mehrere Straßenzüge entfernt ausgebrochen sei. Es sei gelöscht worden. Für die Öffentlichkeit bestehe keine Gefahr. Nach Angaben der Feuerwehr wurde bei dem Brand niemand verletzt. Vor knapp zwei Wochen hatten Anhänger des abgewählten Präsidenten Donald Trump das Kapitol gestürmt. Fünf Menschen waren dabei ums Leben gekommen, darunter ein Polizist.

+++ 17.27 Uhr: Schwan kracht durch Badezimmerfenster in England - und überlebt +++

Eine Bruchlandung in einem Badezimmer hat ein Schwan in England überlebt. Das Tier krachte durch ein doppelglasiges Fenster. Die Bewohnerin habe viel Glück gehabt - sie hatte das Zimmer erst kurz zuvor verlassen, wie die Tierschutzorganisation RSPCA mitteilte. Der weibliche Schwan habe viel Blut verloren und sei benommen gewesen. In einer einstündigen Operation wurde eine Wunde unter einem Flügel mit Dutzenden Stichen genäht. Vermutlich habe der Vogel im nahen Fluss Trent landen wollen und sei auch aufgrund starken Windes vom Kurs abgekommen, so die RSPCA weiter. Nun erholt sich der Schwan in einem Wildtierzentrum von der Landung.

+++ 17.12 Uhr: Weltwirtschaftsforum tagt online – Merkel angekündigt +++

Das Weltwirtschaftsforum (WEF) hat für seine bevorstehende Online-Tagung die Teilnahme ranghoher Staats- und Regierungschefs angekündigt. Neben Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron werden laut WEF auch Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping, Indiens Premier Narendra Modi sowie zahlreiche Vertreter internationaler Organisationen, etwa UN-Generalsekretär António Guterres, an der virtuellen "Davos Agenda Week" vom 25. bis 29. Januar teilnehmen. Die Online-Tagung ersetzt die traditionelle Jahresversammlung in Davos. Laut der Stiftung WEF werden dort mehr als 1500 Führungskräfte aus Wirtschaft, Regierung und Zivilgesellschaft aus mehr als 70 Ländern eine Agenda für das bevorstehende Jahr festlegen.

+++ 17.11 Uhr: Sieben UN-Mitglieder verlieren Stimmrecht wegen ausstehender Beitragszahlungen +++

Wegen ausstehender Beitragszahlungen haben sieben UN-Mitgliedsstaaten ihr Stimmrecht in der UN-Generalversammlung verloren. Zu den betroffenen Ländern zählen der Iran, der Niger und Libyen, wie UN-Generalsekretär António Guterres in einem Brief mitteilte. Artikel 19 der UN-Charta sieht eine Aussetzung des Stimmrechts vor, wenn die fälligen Zahlungen die Summe der zwei zurückliegenden Jahresbeiträge übersteigen. Aus dem Schreiben gehen auch die genauen Summen hervor: Iran 16,2 Millionen Dollar (rund 13,4 Millionen Euro), Niger 6722 Dollar und Libyen 705.391 Dollar.

+++ 17.09 Uhr: Falscher Flugkapitän nach Betrug mit Tickets geschnappt +++

In Hessen ist ein falscher Flugkapitän nach einem Betrug mit vermeintlichen Flugtickets geschnappt worden. Der 54-Jährige, der am Samstag zur Übergabe eines Tickets in Frankfurt am Main sogar in Pilotenuniform erschien, wurde nach einer kurzen Verfolgung von mehreren Zeugen gestellt und anschließend festgenommen, wie das Polizeipräsidium in Frankfurt mitteilte. Mit dieser Betrugsmasche beging er offensichtlich mehrere Straftaten. Der Mann wurde festgenommen. Gegen ihn bestand ein offener Untersuchungshaftbefehl, weshalb er in einer Haftzelle des Polizeipräsidiums landete.

+++ 17.03 Uhr: Eishockey-Weltverband entzieht Belarus die Weltmeisterschaft +++

Der Eishockey-Weltverband IIHF hat Mit-Ausrichter Belarus die Weltmeisterschaft in diesem Jahr entzogen. Das entschied das IIHF-Exekutiv-Komitee nach eigenen Angaben aus Sicherheitsgründen bei einer Videokonferenz.

+++ 17.03 Uhr: Conte wirbt vor Vertrauensabstimmung um Unterstützung von Abgeordneten +++

Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte hat vor einer Vertrauensabstimmung im Senat um Unterstützung für seine Regierung geworben. "Allen, denen das Schicksal Italiens am Herzen liegt, sage ich: Helft uns", wandte sich Conte an die Abgeordnetenkammer in Rom. Der italienische Senat, in dem Contes Regierungskoalition nach dem Ausscheiden von Matteo Renzis Partei Italia Viva (IV) nicht mehr über die Mehrheit verfügt, entscheidet am Dienstag über die Zukunft der Regierung. Der Rückzug der IV aus der Koalition wegen eines Streits um Corona-Hilfen hatte Italien am vergangenen Mittwoch in eine Regierungskrise gestürzt. Ohne die 18 IV-Abgeordneten fehlt der Koalition aus der sozialdemokratischen PD und der Fünf-Sterne-Bewegung (M5S) die Mehrheit unter den 321 Senatoren. Käme es zu vorgezogenen Neuwahlen, sagen jüngste Umfragen eine Mehrheit für ein Bündnis unter Beteiligung der rechtsgerichteten Forza Italia von Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi und den rechtsradikalen Parteien Lega von Matteo Salvini und Fratelli d'Italia voraus.

+++ 16.32 Uhr: Bundesrat begeht Jubiläum wegen Pandemie früher als geplant +++

Wegen der Corona-Pandemie begeht der Bundesrat ein wichtiges Jubiläum früher als ursprünglich vorgesehen. Aufgrund verschiedener Sondersitzungen zur Bewältigung der Krise findet die 1000. Sitzung der Länderkammer bereits am 12. Februar statt, wie Bundesratspräsident Reiner Haseloff (CDU) vor dem Plenum sagte. Bei der Jubiläumssitzung soll Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sprechen. Nach dem regulären Sitzungskalender hätte die 1000. Sitzung erst Mitte des Jahres stattgefunden. Die erste Sitzung hatte am 7. September 1949 stattgefunden. Anders als beim Bundestag, der alle vier Jahre neu gewählt wird, spielen für den Bundesrat Legislaturperioden keine Rolle. Die Länderkammer gilt daher als "ewiges Verfassungsorgan". 

+++ 15.39 Uhr: Nordrhein-westfälischer SPD-Chef Hartmann zieht sich von Parteispitze zurück +++

Der Vorsitzende der nordrhein-westfälischen SPD, Sebastian Hartmann, will beim anstehenden Parteitag im März nicht mehr für den Landesvorsitz kandidieren. Darüber habe er den Landesvorstand in einem Schreiben informiert, erklärte eine Parteisprecherin. Zuvor hatte der "General-Anzeiger" aus Bonn über ein entsprechendes Schreiben des 43-Jährigen an die Mitglieder der Landespartei berichtet. Die Berichterstattung der vergangenen Tage habe ihm gezeigt, "dass die Phase der Bewerbung um ein Amt auf dem Landesparteitag nicht zu einem Fest des Wettbewerbs und der Demokratie, sondern zur weiteren Belastung" für die Sozialdemokratie in Nordrhein-Westfalen, seine Mitarbeiter, seine Familie und ihn selbst würde, begründete Hartmann dem Bericht zufolge seine Entscheidung.    
Sein Herausforderer Thomas Kutschaty, der SPD-Fraktionsvorsitzende im Düsseldorfer Landtag, werde in dem der Zeitung vorliegenden Schreiben namentlich nicht erwähnt. Der 52-Jährige hatte im Oktober angekündigt, auf dem kommenden Parteitag selbst für den Vorsitz der NRW-SPD kandidieren zu wollen. Die Ankündigung sorgte für Wirbel, weil der amtierende Landesvorsitzende davon nach eigenen Angaben erst aus Kutschatys Kandidaturbrief erfuhr. Hartmann war im Juni 2018 mit rund 80 Prozent der Delegiertenstimmen zum Vorsitzenden des bundesweit größten SPD-Landesverbands gewählt worden. Im April desselben Jahres wählte die SPD-Fraktion im Landtag Kutschaty an ihre Spitze.

+++ 15.30 Uhr: Mehr Kinderkrankentage – auch Bundesrat stimmt zu +++

Die Ausweitung des Kinderkrankengeldes in diesem Jahr ist beschlossene Sache. Nach dem Bundestag hat der Bundesrat in einer Sondersitzung den Plänen abschließend zugestimmt. Eltern, die sich wegen coronabedingter Einschränkungen an Kitas und Schulen von der Arbeit freistellen lassen müssen, sollen dafür auch die sogenannten Kinderkrankentage einsetzen können. Die Zahl der Krankentage pro Elternteil wird zudem von 10 auf 20 verdoppelt. Alleinerziehende erhalten 40 statt der üblichen 20 Tage. Nach dem Bundesratsbeschluss kann das Gesetz nach Unterzeichnung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zügig in Kraft treten und soll rückwirkend zum 5. Januar gelten. Durch die Regelung müssen zumindest gesetzlich Krankenversicherte – für privat Versicherte gilt die Regelung nicht – nicht ganz so große Einkommensverluste hinnehmen. 

+++ 15.26 Uhr: Mehrere Menschen in russischem Skigebiet von Lawine verschüttet +++

Eine Lawine hat im russischen Kaukasus mehrere Menschen verschüttet. Zwischen vier und zwölf Menschen wurden im Wintersportort Dombai nahe der georgischen Grenze am Montagnachmittag vermisst, wie der zuständige Katastrophenschutzdienst mitteilte. Eine Frau sei aus den Schneemassen gerettet worden. In Internetvideos war zu sehen, wie Dutzende Freiwillige nach verschütteten Opfern suchten. In dem Skigebiet auf über 2000 Metern Höhe seien mehrere Skiverleihe und Teile eines Cafés von den Schneemassen erfasst worden. In dem Gebiet sind Pisten bis auf 3200 Meter Höhe präpariert. 

+++ 15.12 Uhr: Nawalny zu 30 Tagen Haft verurteilt – Kreml-Kritiker ruft Russen zu Protesten "auf der Straße" auf +++

Ein russisches Gericht hat den Kremlgegner Alexej Nawalny nach seiner Rückkehr aus Deutschland in einem Eilverfahren zu 30 Tagen Haft verurteilt. Der 44-Jährige habe gegen Meldeauflagen nach einem früheren Strafprozess verstoßen, hieß es. Die Haft gelte bis zum 15. Februar, teilte Nawalnys Sprecherin Kira Jarmysch mit. Der Oppositionsführer kritisierte das Verfahren als politische Inszenierung mit dem Ziel, ihn zum Schweigen zu bringen. Nawalnys Anwalt Wadim Kobsew kündigte an, das Urteil anzufechten.

In einer Videobotschaft von Montagnachmittag auf Youtube rief Nawalny Russen zu Protesten "auf der Straße" auf: "Habt keine Angst! Geht auf die Straßen! Nicht für mich, sondern für euch selbst, für eure Zukunft."

+++ 14.47 Uhr: Notstand nach Überflutungen auf Borneo: Tausende Häuser unter Wasser +++

Nach schweren Regenfällen in Kalimantan, dem indonesischen Teil der Insel Borneo, sind Teile der Region völlig überflutet. Mindestens 20.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Die Verwaltung der Provinz Kalimantan Selatan habe den Notstand ausgerufen, zitierte die Zeitung "Jakarta Post" die Behörden. Seit dem 3. Januar komme es immer wieder zu anhaltenden massiven Niederschlägen, der mehrere Flüsse zum Überlaufen gebracht habe, hieß es. In den Regentschaften Tanah Laut und Balangan seien mehr als 6000 Häuser in den Fluten versunken.

Seit Jahresbeginn häufen sich die Naturkatastrophen in dem südostasiatischen Inselstaat. Bei mehreren Erdrutschen in der Provinz Sumedang in West Java waren vor zehn Tagen viele Menschen verschüttet worden. Bislang konnten den Behörden zufolge 29 Tote geborgen werden, ein Dutzend weitere werden noch vermisst. Am Freitag hatte zudem ein heftiges Erdbeben den Westen von Sulawesi erschüttert. Mehr als 80 Menschen kamen ums Leben, weitere werden noch unter den Trümmern vermutet. Zudem sind die Vulkane Merapi und Semeru auf Java aktiv und speien immer wieder heiße Gase und Asche in die Luft.

+++ 14.25 Uhr: Gericht in Zentralafrika bestätigt Wahlsieg von Präsident Touadéra +++

Inmitten eines Konflikts in der Zentralafrikanischen Republik hat das Verfassungsgericht Amtsinhaber Faustin-Archange Touadéra als neuen Präsidenten bestätigt. Der Staatschef sei mit 53,16 Prozent der Stimmen wiedergewählt worden, teilte das Gericht mit. Die vorläufigen Ergebnisse wurden bereits Anfang Januar verkündet. "Die Demokratie hat gesiegt", sagte Evariste Ngamana, Sprecher von Touadéras Partei MCU. Die Amtseinführung ist für März geplant. Touadéra ist seit 2016 in dem afrikanischen Binnenstaat an der Macht. Kurz vor der Präsidentenwahl am 27. Dezember hatte eine neue Rebellen-Allianz Sicherheitskräfte und UN-Soldaten angegriffen. Die Allianz wird nach Angaben der UN-Mission im Land von Ex-Präsident François Bozizé unterstützt, dessen Kandidatur zuvor von dem Verfassungsgericht zurückgewiesen wurde. Noch immer liefern sich die Rebellen mit Sicherheitskräften Kämpfe; mehr als 60.000 Menschen sind bislang nach Angaben von UNHCR in Nachbarländer geflohen und Tausende sind innerhalb des Landes auf der Flucht. 

+++ 14.14 Uhr: Bundesregierung verurteilt Verhaftung Nawalnys +++

Die Bundesregierung hat die Verhaftung des russischen Oppositionspolitikers Alexej Nawalny nach dessen Rückkehr am Sonntag nach Moskau verurteilt. Regierungssprecher Steffen Seibert verlangte in Berlin, Nawalny "unverzüglich freizulassen". Das Vorgehen der russischen Behörden gegen den Politiker kritisierte Seibert als "völlig unhaltbar".

+++ 14.10 Uhr: Anklage wegen Hinrichtung von gefangenem syrischem Offizier erhoben +++

Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe hat Anklage gegen ein mutmaßliches Mitglied und einen mutmaßlichen Unterstützer der Dschihadistenmiliz Dschabhat al-Nusra in Syrien erhoben. Sie sollen an der Hinrichtung eines bereits gefangenen und völkerrechtlich geschützten Oberstleutnants der syrischen Armee beteiligt gewesen sein, wie die Behörde mitteilte. Dabei soll Khedr A. K. Mitglied der Al-Nusra-Front gewesen sein, einer syrischen Abspaltung des Terrornetzwerks Al-Kaida. Sami A. S. soll als deren Unterstützer an Kampfhandlungen im syrischen Bürgerkrieg beteiligt gewesen sein. Am 10. Juli 2012 sollen beide an der Erschießung des gefangenen Offiziers der syrischen Armee beteiligt gewesen sein. A. S. soll die Hinrichtung gefilmt und kommentiert und die Aufnahmen dann Dschabhat al-Nusra für deren Propagandaarbeit zur Verfügung gestellt haben. Beide Beschuldigte wurden am 13. Juli 2020 in Deutschland festgenommen und befinden sich seitdem in Untersuchungshaft. 

+++ 13.57 Uhr: Italienische Polizei geht gegen fast 50 mutmaßliche Mafiosi vor +++

Die Polizei in Italien ist mit einer großangelegten Aktion gegen fast 50 mutmaßliche Mafiosi vorgegangen. Am frühen Montagmorgen hätten die Beamten in vielen Provinzen Süditaliens, aber auch im Norden Dutzende Verdächtige festgesetzt, teilten die Carabinieri in Reggio Calabria an der Stiefelspitze Italiens mit. Den Menschen wird demnach eine lange Liste von Straftaten vorgeworfen, etwa Drogenhandel, Mafia-Mitgliedschaft, Wahleinmischung, illegaler Waffenbesitz, versuchter Mord und Wucher. Die Ermittlungen liefen seit 2016, unter anderem gegen den Pisano-Clan, auch bekannt als die "Teufel von Rosarno". Dabei wurde ein Netzwerk des Drogenhandels der 'Ndrangheta aufgedeckt. Ans Licht kamen Verstrickungen mit anderen Mafia-Organisationen in Süditalien. Unter den Festgenommenen sei auch ein Bürgermeister, hieß es. 

+++ 13.32 Uhr: Russland weist zwei niederländische Diplomaten aus +++

In einer Art Vergeltungsaktion verweist Russland zwei niederländische Diplomaten des Landes. Eine entsprechende Note sei der niederländischen Botschaft übergeben worden, teilte das russische Außenministerium mit. Damit reagiert Moskau nach eigenen Angaben auf die Ausweisung zweier russischer Diplomaten wegen Spionageverdachts aus den Niederlanden im Dezember. Die Regierung in Den Haag erklärte damals, die beiden ausgewiesenen Diplomaten seien Mitglieder des russischen Auslandsgeheimdienstes SVR. Die Beschuldigten hätten ein Spionage-Netzwerk betrieben, das auf den niederländischen High-Tech-Sektor abzielte. Die Niederlande hatten bereits 2018 vier mutmaßliche russische Spione ausgewiesen. Sie sollen versucht haben, das Netzwerk der Organisation für das Verbot chemischer Waffen in Den Haag anzugreifen.

+++ 13.15 Uhr: Guide Michelin zeichnet Lokal in Marseille mit drei Sternen aus +++

Der Gastronomieführer Guide Michelin hat mitten in der Corona-Krise ein neues Spitzenrestaurant im Stammland Frankreich mit einem dritten Stern ausgezeichnet. "AM" von Alexandre Mazzia bekam die Bestnote der Feinschmeckerbibel, wie deren Chef Gwendal Poullennec in Paris angekündigte. Die Vorstellung der Ausgabe für 2021 fand wegen der Corona-Beschränkungen ohne Publikum auf dem Pariser Eiffelturm statt und wurde über soziale Netzwerke übertragen. Die Zahl der Edellokale mit drei Sternen in Frankreich und Monaco erhöht sich damit auf 30. 

+++ 13.10 Uhr: Wiesbadener "Cum-Ex"-Prozess erneut vertagt +++

Das Landgericht Wiesbaden hat seinen Prozess zur strafrechtlichen Aufarbeitung von "Cum-Ex"-Aktiendeals abermals vertagt. Die Wirtschaftsstrafkammer will nun erst vom 25. März an über die Anklage der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt verhandeln, wie die Justiz mitteilte. Als Begründung wurde der Corona-Gesundheitsschutz der Beteiligten genannt, die zuletzt für Donnerstag kommender Woche geladen waren. Angesetzt sind feste Termine bis Ende April sowie weitere bis in den Juni hinein. Den Angeklagten wird schwere Steuerhinterziehung vorgeworfen. Dafür drohen bis zu zehn Jahre Haft. Bei "Cum-Ex"-Geschäften nutzten Investoren eine Lücke im Gesetz, um den Staat über Jahre hinweg um Milliarden zu prellen. Finanzämter erstatteten Kapitalertragsteuern, die gar nicht gezahlt worden waren.

+++ 13.03 Uhr: Mutmaßliches RAF-Erddepot stammt laut LKA aus den frühen 1980er Jahren +++

Das mutmaßlich von der Rote Armee Fraktion (RAF) angelegte Erddepot bei Seevetal in Niedersachsen datiert nach erster Einschätzung der Polizei auf die frühen 1980er Jahre. Das sagte eine Sprecherin des niedersächsischen Landeskriminalamtes (LKA) in Hannover. "Erdbunker waren für die RAF nicht ungewöhnlich", sagte sie. In einem Waldstück südlich von Hamburg war am Freitag ein vergrabenes Kunststoff-Fass entdeckt worden. Es enthielt Chemikalien sowie Anleitungen zum Bombenbau, wie die "Bild"-Zeitung am Montag berichtete. Das LKA schloss in einer Mitteilung allgemein einen möglichen Bezug der Schriftstücke zur RAF nicht aus. Über die Ermittlungen zu dem Fund bei Seevetal werde es frühestens zum Ende der Woche neue Informationen geben, sagte die Sprecherin. 

+++ 13.03 Uhr: Kaum noch Geld in der Kasse: Maredo entlässt fast alle Mitarbeiter +++

Die insolvente Steakhaus-Kette Maredo hat fast allen Mitarbeitern gekündigt. Weil kaum noch Liquidität vorhanden sei für die Zahlung von Löhnen und Gehältern, sei man zu diesem Schritt gezwungen, heißt es in einem Brief der Chefetage an die Belegschaft. Nur eine Rumpftruppe in der Verwaltung arbeitet vorerst weiter. Maredo hatte im März 2020 Insolvenzantrag gestellt. Die Bitte um Corona-Hilfen schlug der Staat nach Angaben der Steakhaus-Kette aus. 

+++ 12.40 Uhr: Vier Minderjährige unter Todesopfern von Hüttenbrand in Norwegen +++

Unter den fünf Todesopfern des Hüttenbrandes in Norwegen sind vier Kinder im Alter zwischen 10 und 15 Jahren. Wie die zuständige Polizei nach Angaben der Nachrichtenagentur NTB mitteilte, starben neben einer 40-jährigen Frau ein zehnjähriges Mädchen, ein Zwölfjähriger sowie zwei weitere Jungen im Alter von 15 Jahren bei dem verheerenden Brand in der Nacht zum Samstag. Die fünf Leichen waren am Wochenende am Unglücksort in der nordnorwegischen Gemeinde Andøy in der Nähe der Lofoten entdeckt worden. Ein Mann hatte sich am frühen Samstagmorgen als einziger aus der brennenden Hütte retten können und Hilfe geholt. Es handelte sich um den tödlichsten Brand in Norwegen seit mehr als zwölf Jahren. Die Ursache für das Feuer ist noch unklar. Die Polizei geht von einem Unglück aus.

+++ 12.37 Uhr: Polizei nimmt nach Ausschreitungen in Tunesien mehr als 600 Menschen fest +++ 

Nach dreitägigen nächtlichen Ausschreitungen sind in mehreren Städten Tunesiens insgesamt mehr als 600 Menschen festgenommen worden. 632 Protestierende insbesondere im Alter zwischen 15 und 25 Jahren seien in Gewahrsam genommen worden, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Die Randalierer hätten teilweise Reifen und Mülltonnen angezündet, um den Sicherheitskräften den Weg zu versperren. In mehrere Städte wurde nach Angaben des Verteidigungsministeriums das Militär entsandt. 

+++ 12 Uhr: Rund 150 Tote binnen einer Woche bei Kämpfen im Jemen +++

Bei Kämpfen südlich der jemenitischen Hafenstadt Hodeida sind übereinstimmenden Angaben zufolge rund 150 regierungstreue Soldaten und Huthi-Rebellen binnen einer Woche getötet worden. Militärvertreter machten die schiitischen Rebellen für die neuerlichen Kämpfe verantwortlich. Diese versuchten, ihre Kontrolle über die strategisch wichtige Hafenstadt auf weiter südlich gelegene Gebiete auszudehnen. Bewohner sprachen von den heftigsten Gefechten seit eines von der UNO ausgehandelten Waffenstillstands im Dezember 2018. Nach Angaben von Ärzten und Rettungsdiensten wurden allein am Wochenende 70 Kämpfer beider Seiten getötet und Dutzende verletzt. Ob es auch zivile Opfer gab, war zunächst aber unklar. Am Montag flauten die Gefechte demnach wieder ab.

+++ 11.34 Uhr: Nawalny nennt Vorgehen gegen ihn "Gipfel der Rechtlosigkeit" +++

Der nach seiner Rückkehr nach Russland festgenommene Oppositionelle Alexej Nawalny hat das Vorgehen gegen ihn als "Gipfel der Rechtlosigkeit" bezeichnet. Die russischen Behörden hätten "die Strafprozessordnung zerrissen und weggeworfen", sagte er am Montag in einem von seinen Unterstützern auf Twitter veröffentlichten Video. In einer Polizeistation am Stadtrand von Moskau lief nach Angaben seiner Unterstützer seit 12.30 Uhr Ortszeit (10.30 Uhr MEZ) eine Anhörung über seine weitere Inhaftierung. 

+++ 11.28 Uhr: Großbrand in Tiroler Motorradmuseum – wohl keine Verletzten +++

In einem Motorradmuseum im Tiroler Ötztal ist in der Nacht auf Montag ein Großbrand ausgebrochen. Die Einsatzkräfte gingen nicht davon aus, dass Menschen verletzt wurden, allerdings wurde erheblicher Sachschaden befürchtet. Die Brandursache war zunächst unklar. Aufgrund des in Österreich derzeit herrschenden Lockdowns waren alle Bereiche des Museums gesperrt. Im "Motorcycle Museum" am Top Mountain Crosspoint in Hochgurgl werden laut eigener Beschreibung auf 3000 Quadratmetern über 230 historische Motorräder von mehr als 100 Herstellern sowie einige automobile Raritäten ausgestellt. 

+++ 11.05 Uhr: Riesiger Trump-Baby-Ballon kommt in London ins Museum +++

Fast zeitgleich zu Donald Trumps Abgang aus dem Weißen Haus kommt ein überdimensionaler Baby-Ballon mit dem Antlitz des scheidenden US-Präsidenten in London ins Museum. Der Ballon, der mehrfach bei Anti-Trump-Demonstrationen zum Einsatz kam, sei in einem Koffer angekommen und müsse nun – wie alle Objekte – zunächst in Quarantäne gelagert und dann konserviert werden, sagte die Direktorin des Museum of London, Sharon Ament, der Nachrichtenagentur PA. Während eines Besuchs Donald Trumps in Großbritannien waren Fotos des Ballons, wie er bei einer Demonstration prominent auf dem Londoner Parliament Square schwebte, um die Welt gegangen.

Das Museum hatte sich bereits seit geraumer Zeit um den Ankauf des in aufgeblasener Form sieben Meter großen Objekts bemüht. Es werde allerdings eine große Herausforderung, den Ballon in den Räumlichkeiten des Museums auszustellen. Der Ballon stellt den abgewählten US-Präsidenten als Baby in Windeln dar, das sein Handy fest umklammert hält. 

Baby-Trump-Ballon darf während des Staatsbesuchs über London schweben

+++ 10.45 Uhr: Anhaltende Proteste in Tunesien – Armee in vier Städten im Einsatz +++

Nach Protesten und teils gewaltsamen Zusammenstößen mit Sicherheitskräften in Tunesien ist die Armee dort in vier Städte des Landes gerufen worden. Demonstranten zogen seit Freitag jede Nacht auf die Straße, um ihrem Unmut wegen der schlechten Wirtschaftslage Luft zu machen, und verstießen damit gegen eine nächtliche Ausgangssperre zur Eindämmung des Coronavirus. Am Sonntagabend teilte das Verteidigungsministerium mit, dass die Armee in Sousse, Bizerte, Kasserine und Siliana eingesetzt worden sei, um die Polizei zu unterstützen und Regierungsgebäude zu schützen. In der Hauptstadt Tunis setzten Sicherheitskräfte laut Augenzeugen Tränengas ein, um die Demonstranten auseinanderzutreiben. Auf Videos in sozialen Netzwerken war zu sehen, wie Demonstranten Straßen blockieren und Reifen in Brand setzen. Aus dem Innenministerium hieß es, mehr als 240 Menschen seien festgenommen worden.

+++ 10.30 Uhr: Brillenbären "besichtigen" menschenleeres Machu Picchu +++

Zwei Brillenbären haben die durch die Corona-Auflagen ermöglichte Chance genutzt und der weltberühmten peruanischen Inka-Stätte Machu Picchu einen Besuch abgestattet. Ein Weibchen und sein Junges wurden bei einem Streifzug durch die wegen der stark beschränkten Besucherzahlen derzeit nahezu menschenleeren Ruinen beobachtet, wie das peruanische Kulturministerium berichtete. Normalerweise hätten Brillenbären Angst vor Menschen und hielten sich fern, erklärte der Biologe Ernesto Escalante vom umliegenden Naturschutzgebiet Machu Picchu. Brillenbären stehen auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten. Sie sind die einzige Bärenart in Südamerika und gelten als Vorbild für die Kinderbuchfigur Paddington – der Bär kommt in dem Buch aus dem peruanischen Dschungel nach London.

+++ 10.24 Uhr: Streit um Taiwan: China verhängt Sanktionen gegen US-Beamte +++

Im Streit mit den USA um Taiwan hat Chinas Regierung Sanktionen gegen amerikanische Beamte verhängt, "die sich unerhört verhalten und größere Verantwortung tragen". Welche Strafmaßnahmen konkret gegen welche Beamte oder Regierungsmitglieder erhoben werden, sagte die chinesische Außenamtssprecherin Hua Chunying vor der Presse in Peking allerdings nicht. Sie sprach nur von einer "Antwort auf das Fehlverhalten der US-Seite". Die Ankündigung folgte auf die jüngste Aufwertung der Beziehungen zu Taiwan durch die ausgehende US-Regierung. So hatte Außenminister Mike Pompeo angekündigt, künftig offizielle Beziehungen zur Regierung in Taipeh pflegen zu wollen. China lehnt ein solches Vorgehen entschieden ab, da die kommunistische Führung den demokratischen Inselstaat als Teil der Volksrepublik ansieht, obwohl Taiwan nie dazu gehört hat. 

+++ 10.23 Uhr: Günther kritisiert Merz nach Parteitag wegen Kabinettsvorstoß +++

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hat den bei der Wahl zum CDU-Vorsitzenden unterlegenen Friedrich Merz wegen dessen Forderung kritisiert, ihn anstelle von Peter Altmaier zum Bundeswirtschaftminister zu machen. Man müsse Zweifel haben, dass es ihm um eine Einbindung in die Partei gehe. "Wir sind ja keine Vermittlungsagentur für Regierungsämter. So geht's natürlich nicht", sagte Günther auf NDR Info. Man könne bei einer verlorenen Wahl nicht sofort Ansprüche auf ein Staatsamt stellen. Merz hatte sich nach der Onlinewahl des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet beim CDU-Parteitag am Samstag als Wirtschaftsminister im aktuellen Bundeskabinett angeboten.

+++ 9.59 Uhr: Frauenanteil in Dax-Vorständen mit 11,5 Prozent so hoch wie nie +++

Die Zahl weiblicher Vorstände in den börsennotierten deutschen Unternehmen ist auf einen Höchststand gestiegen – und doch steht eine Frau in den Führungsetagen durchschnittlich neun Männern gegenüber. Derzeit sind 11,5 Prozent aller Vorstandsmitglieder der 160 Dax-, MDax- und SDax-Unternehmen weiblich, wie das Beratungsunternehmen EY mitteilte. Unter insgesamt 681 Vorstandsmitgliedern zählte EY 78 Frauen – acht mehr als zum Beginn vergangenen Jahres."Würde der Frauenanteil weiter so wachsen wie bisher, würde es noch 30 Jahre dauern, bis die Hälfte aller Vorstandspositionen mit Frauen besetzt sind", kritisierte EY-Personalexperte Markus Heinen. "Man kann zur derzeit im Gesetzesverfahren befindlichen Quote stehen wie man will", erklärte er. "Aber wir können davon ausgehen, dass sie den Anteil von Frauen im Vorstand in kurzer Zeit signifikant steigern wird."    
Der EY-Analyse zufolge findet sich in 60 Prozent aller in den Dax-Indizes gelisteten Unternehmen nach wie vor keine einzige Frau im Vorstand. In sechs der 160 Unternehmen hat eine Frau den Vorstandsvorsitz – darunter ist allerdings keines der 30 Dax-Unternehmen. Dafür ist der Anteil weiblicher Vorstände hier laut EY am höchsten: 15,7 Prozent der Vorstandsposten im Dax sind mit Frauen besetzt. Im MDax machen Frauen demnach 11,2 Prozent der Vorstände aus, im SDax nur 8,6 Prozent.

+++ 8.14 Uhr: Bauern schließen weitere Proteste nicht aus +++

Im Streit um Billigpreise für Lebensmittel will Bauernpräsident Joachim Rukwied weitere Proteste und Blockadeaktionen vor Supermärkten nicht ausschließen. "Ich habe volles Verständnis für den Unmut und den Zorn meiner Berufskollegen", sagte Rukwied der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten". "Insofern will ich nicht ausschließen, dass es weitere Aktionen gibt. Ich appelliere ganz eindringlich an den Handel, zu einem wirklichen Miteinander in der Lebensmittelkette zu kommen." Rukwied ist sowohl Präsident des baden-württembergischen Landesbauernverbandes als auch des Deutschen Bauernverbandes. In den vergangenen Wochen hatte es immer wieder Demonstrationen von Landwirten vor Lagern einzelner Handelskonzerne gegeben. Bauern machten damit ihrem Unmut über niedrige Erzeugerpreise in Deutschland Luft. 

+++ 7.40 Uhr: Millionenschwerer Lachs-Klau in Australien – fünf Festnahmen +++ 

In Australien haben fünf Mitarbeiter eines Verarbeitungsunternehmens 250 Tonnen Lachs gestohlen. Der Fisch habe einen Wert von vier Millionen Australischen Dollar (2,5 Millionen Euro) gehabt, teilte die Polizei des Bundesstaates New South Wales mit. Die Behörden hatten im Dezember Ermittlungen aufgenommen, nachdem der Chef des Zucht- und Verarbeitungebetriebs in Ingleburn im Südwesten von Sydney bemerkt hatte, dass seit einiger Zeit etwa 600 Kilo Lachs am Tag spurlos verschwanden. Nun wurden zwei Frauen und drei Männer als Verdächtige festgenommen. Nach Polizeiangaben sollen sie "ihre Rolle innerhalb des Unternehmens dazu genutzt haben, Premium-Lachsprodukte fälschlicherweise als Abfall zu klassifizieren, dann aus dem Werk zu entfernen und zum Verkauf oder Tausch gegen andere Produkte anzubieten". Alle fünf wurden entlassen. 

+++ 6.58 Uhr: Samsung-Erbe wegen Korruption zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt +++

Der Erbe des Elektronikkonzerns Samsung, Lee Jae-yong, ist zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Lee sei wegen Bestechung und Veruntreuung verurteilt und sofort in Haft genommen worden, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap. Offiziell ist Lee der Vizepräsident von Samsung Electronics, gilt aber als oberster Entscheidungsträger des weltweit führenden Herstellers von Smartphones und Speicherchips

+++ 6.38 Uhr: Israels Armee greift nach Beschuss aus Gazastreifen Hamas-Ziele an +++

Nach Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen hat die israelische Armee Ziele der dort herrschenden Hamas angegriffen. Kampfflugzeuge hätten unter anderem Tunnel-Baustellen beschossen, teilte das Militär mit. Israel macht die islamistische Hamas verantwortlich für alle Vorfälle in dem Küstengebiet. Nach Angaben der Armee waren zuvor von dort zwei Raketen abgefeuert worden, sie gingen im Meer nahe der Stadt Aschdod nieder. Im August vergangenen Jahres hatte die Hamas nach Vermittlung Katars eine Waffenruhe mit Israel verkündet. Danach gab es bereits mehrere Verstöße. 

+++ 6.02 Uhr: Vulkan Merapi auf Java spuckt Asche und Gestein aus +++

Auf der indonesischen Insel Java hat der Vulkan Merapi glühende Asche und Gestein herausgeschleudert. Das sich schnell bewegende Gemisch aus extrem heißen Gesteinsbrocken, Gas und Asche sei einen Kilometer weit die Hänge des Vulkans heruntergelaufen, teilte die Geologiebehörde Geological Agency (GA) mit. Berichte über Verletzte gab es nicht. Der etwa 35 Kilometer nördlich der Großstadt Yogyakarta gelegene Merapi gilt als einer der gefährlichsten Vulkane der Welt. Seit 2018 gab es wiederholt Eruptionen, auch Anfang Januar hatte er erneut Asche und Gas ausgestoßen. Hunderte Anwohner waren zuletzt bereits vorsorglich in Sicherheit gebracht worden. Nach der neuerlichen Aktivität am Montag beließen die Behörden die Alarmstufe zunächst weiter auf der zweithöchsten Stufe.  

+++ 4.54 Uhr: Schnee und Glatteis führen zu Unfällen im Süden Deutschlands +++

Neuschnee, rutschige Fahrbahnen und umgestürzte Bäume haben vor allem im Süden Deutschlands am Sonntag und in der Nacht zu Montag zu mehreren Unfällen geführt. Auch wenn die Polizei insgesamt von einer deutlich ruhigeren Verkehrslage im Vergleich zu den Vortagen sprach, gab es dennoch Verletzte und mindestens einen Toten. Ein Autofahrer starb in Baden-Württemberg, nachdem er mit seinem Wagen über einen Schneehügel geschanzt war. In Bayern rutschten einige Autos von den matschigen Straßen und kamen erst in angrenzenden Böschungen zum Stehen. Vor allem in der Region um München krachte es mehrfach. Meist blieb es jedoch bei Blechschäden.

+++ 4.48 Uhr: Mordversuch in Klinik? Pfleger in weiteren Fällen unter Verdacht +++

Ein im November wegen Mordversuchs verhafteter Münchner Krankenpfleger steht inzwischen wegen weiterer Fälle unter Verdacht. "In dieser Sache prüfen wir weitere Verdachtsfälle", sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft München I, Anne Leiding, der Deutschen Presse-Agentur. "Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren." Wie viele Fälle das sind, ließ sie offen. Bislang hatte die Staatsanwaltschaft in drei Fällen wegen des Verdachts auf versuchten Mord ermittelt. Sie wirft dem 24-Jährigen vor, drei Patienten im Alter von 54, 90 und 91 Jahren aus reiner Geltungssucht mit Medikamenten in Lebensgefahr gebracht zu haben, um dann bei ihrer Rettung zu glänzen. Die Klinik zeigte den Pfleger an, er bestritt die Vorwürfe bei seiner Festnahme. 

+++ 4.27 Uhr: Eingesperrte Bergleute in China schicken Nachricht an Retter +++

Rund eine Woche nach der Explosion einer Goldmine im Osten von China haben Rettungskräfte erstmals eine Nachricht von den unter Trümmern eingesperrten Bergleuten erhalten. Wie die Behörden der Provinz Shandong mitteilten, hörten die Retter nach einer Bohrung Klopfgeräusche. Danach sei es den Eingeschlossenen gelungen, eine Nachricht nach oben zu schicken, in der stand, dass zwölf der 22 Eingesperrten noch am Leben seien. "Wir benötigen dringend Erkältungsmedikamente, Schmerzmittel, medizinisches Klebeband, entzündungshemmende Medikamente, und drei Menschen leiden an hohem Blutdruck", schrieben die Bergleute in der Mitteilung. Der Schreiber der Nachricht warnte die Helfer zudem, dass vier Bergleute verletzt seien.
Aufnahmen des chinesischen TV-Senders CCTV zeigten, wie Helfer ein Paket mit Nahrungsmitteln nach unten schickten. Bei der Explosion am vergangenen Sonntag war die Ausstiegsleiter zu dem Schacht verschüttet worden. Wegen Sicherheitsmängel gibt es in chinesischen Bergwerken immer wieder tödliche Unfälle.

+++ 3.14 Uhr: Chinas Wirtschaft wächst 2020 um 2,3 Prozent +++

Trotz der Belastungen durch die Corona-Pandemie hat Chinas Wirtschaft im Jahr 2020 ein deutliches Wachstum geschafft. Wie das Pekinger Statistikamt mitteilte, wuchs die zweitgrößte Volkswirtschaft im abgelaufenen Jahr um 2,3 Prozent. Das Wachstum fiel damit größer aus, als viele Analysten erwartet hatten. China ist damit laut Prognosen die einzige große Volkswirtschaft, die 2020 nicht geschrumpft ist. Laut der offiziellen Zahlen hatte die Wirtschaft zuletzt weiter Fahrt aufgenommen. Nach einem Plus von 4,9 Prozent im dritten Quartal, legte sie im vierten Quartal um 6,5 Prozent im Vorjahresvergleich zu. In Deutschland war die Wirtschaftsleistung im abgelaufenen Jahr laut Schätzung des Statistischen Bundesamtes um 5 Prozent eingebrochen.

+++ 3.14 Uhr: Israel treibt Pläne zum Bau von 780 Wohnungen im besetzten Westjordanland voran +++

Kurz vor der Amtseinführung des künftigen US-Präsidenten Joe Biden hat Israel seine Pläne für den Bau von 780 Wohnungen in jüdischen Siedlungen im besetzten Westjordanland vorangetrieben. Die Nichtregierungsorganisation Peace Now teilte am Sonntag mit, der Schritt bringe Israel "auf Kollisionskurs" mit der künftigen US-Regierung. Auch die EU kritisierte den Schritt als "völkerrechtswidrig". Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte nach Angaben seines Büros die Behörden vor rund einer Woche angewiesen, die Baupläne für das Westjordanland voranzutreiben. Nach Angaben von Peace Now wurden die Pläne genehmigt. In Israel wird zudem am 23. März zum vierten Mal innerhalb von zwei Jahren ein neues Parlament gewählt, und Langzeit-Ministerpräsident Netanjahu befindet sich bereits mitten in seiner Kampagne für eine Wiederwahl.

+++ 2.59 Uhr: Nach Erdbeben auf Sulawesi: Zahl der Todesopfer steigt auf 81 +++

Drei Tage nach dem Erdbeben auf der indonesischen Insel Sulawesi ist die Zahl der Opfer um acht auf 81 gestiegen. Das teilte die nationale Katastrophenschutzbehörde mit. Das Beben der Stärke 6,2 am Freitag habe allein in der Inselhauptstadt Mamuju 70 Menschenleben gefordert. Die Zahl der Verletzten wurde mit mehr als 740 angegeben. Fast 28.000 Menschen befänden sich in Notunterkünften. Einige von ihnen würden Corona-Tests erhalten. Damit solle sichergestellt werden, dass sich keiner der aus ihren Unterkünften vertriebenen Menschen mit dem Coronavirus anstecke. Das Unglücksgebiet befindet sich in der Region West-Sulawesi. Unter anderem stürzten zwei Krankenhäuser, ein Hotel und ein Teil des Gebäudes der Lokalverwaltung in Mamuju ein. 

+++ 2.48 Uhr: Neue "Karawane" gestoppt – Sicherheitskräfte setzen Gewalt ein +++

Die neue sogenannte Migrantenkarawane mit mehreren Tausend Menschen ist in Guatemala auf ihren Weg Richtung USA Regierungsangaben zufolge mit Gewalt und Tränengas gestoppt worden. Mehrere Menschen seien verletzt worden, teilte der Menschenrechtsbeauftragte des mittelamerikanischen Landes, Jordán Rodas Andrade, in einer Erklärung in sozialen Netzwerken am Sonntag (Ortszeit) mit. 

Fernsehbilder und Videos in sozialen Netzwerken zeigten, wie Tausende Migranten sich in der guatemaltekischen Stadt Vado Hondo in Gruppen versammelten und versuchten, einen Kordon der Sicherheitskräfte zu durchbrechen. Diese setzten Schlagstöcke ein. Laut des UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR wurden elf Migranten und zwei Soldaten verletzt. Mehr als 1300 Migranten wurden laut Guatemalas Migrationsbehörde zurückgeschickt oder an die Behörde übergeben. Seit Freitagabend hatten mehrere Gruppen von Tausenden Migranten aus Honduras die Grenze nach Guatemala überquert. Der mexikanische Sender "TV Azteca" berichtete von mehr als 9000 Migranten. 

+++ 2.19 Uhr: Twitter sperrt Konto von republikanischer Abgeordneter Greene vorübergehend +++

Der Kurzbotschaftendienst Twitter hat den Account der republikanischen Kongressabgeordneten und QAnon-Anhängerin Marjorie Taylor Greene vorübergehend gesperrt. Greene habe mehrfach gegen die Unternehmensregeln verstoßen, teilte die Online-Plattform am Sonntag (Ortszeit) mit. Die Abgeordnete habe bei Twitter geschrieben, dass es bei den Senatswahlen in Georgia zu Wahlbetrug gekommen sei. Die Twitter-Botschaften der Kongressabgeordneten wurde daraufhin mit einem Hinweis versehen, dass ihr Inhalt umstritten sei. Wenige Stunden später entschied sich das Online-Netzwerk, Greenes Account für zwölf Stunden zu sperren. Nach dem Sturm auf das US-Kapitol durch randalierende Demonstranten hat Twitter sein Vorgehen gegen rechte Verschwörungsideologen verschärft. 

+++ 1.43 Uhr: USA verurteilen Festnahme von Kreml-Kritiker Nawalny scharf +++

Die US-Regierung hat die sofortige Freilassung des in Moskau festgenommenen russischen Oppositionspolitikers Alexej Nawalny gefordert. "Die Vereinigten Staaten verurteilen aufs Schärfste die Entscheidung Russlands, Alexej Nawalny zu inhaftieren", teilte US-Außenminister Mike Pompeo am Sonntagabend (Ortszeit) mit. "Wir nehmen mit großer Sorge zur Kenntnis, dass seine Festnahme der jüngste in einer Reihe von Versuchen ist, Nawalny und andere Oppositionelle und unabhängige Stimmen, die den russischen Behörden kritisch gegenüberstehen, zum Schweigen zu bringen." Die russische Regierung müsse gleiche Bedingungen für alle politischen Parteien und Kandidaten schaffen, die sich am Wahlprozess beteiligen wollten.
rw DPA AFP

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