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News von heute Angela Merkel: "Tod von Prinz Philip erfüllt mich mit großer Trauer"

Trauer um Prinz Philip
Sehen Sie im Video: Immer einen Schritt hinter der Queen – das Leben von Prinz Philip im Video.
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Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die Nachrichten zur Coronavirus-Pandemie lesen Sie hier

Die News von heute im stern-Ticker: 

19.41 Uhr: Lange Haftstrafen wegen geplanter Anschläge vor Fußball-EM 2016

Wegen Anschlagsplänen vor der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich 2016 sind drei mutmaßliche Islamisten zu langen Haftstrafen verurteilt worden. Ein Pariser Gericht verhängte 24 Jahre Haft für jeden von ihnen. Zwei Helfer wurden zudem zu acht und zwölf Jahren Gefängnis verurteilt, zwei weitere Männer wurden freigesprochen. Die Angeklagten hatten bestritten, ein Blutbad geplant zu haben. Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft hatte lebenslänglich für den Hauptangeklagten Réda Kriket und zwei weitere Mitglieder der sogenannten "Zelle von Argenteuil" gefordert. Sie sollen in dem Pariser Vorort Waffen gehortet haben, um vor der Fußball-EM in Frankreich im Juni und Juli 2016 einen Anschlag zu begehen. Trotz jahrelanger Ermittlungen konnte die Justiz allerdings kein präzises Ziel identifizieren.

19.40 Uhr: Bangladesch bittet USA um Hilfe bei Rückführung von Rohingya

Bangladesch hat die USA um Hilfe bei der Rückführung von Rohingya-Flüchtlingen nach Myanmar gebeten. Mehr als eine Million Angehörige der muslimischen Minderheit aus dem mehrheitlich buddhistischen Myanmar leben in überfüllten Camps im muslimisch geprägten Nachbarland Bangladesch. Die Camps seien auch eine Bedrohung für die Umwelt, sagte Bangladeschs Außenminister AK Abdul Momen nach einem Treffen mit dem US-Klimagesandten John Kerry in Dhaka. Kerry sagte, dass die internationale Gemeinschaft mehr für die Rohingya machen und nicht nur Bangladesch Verantwortung für die Rohingya tragen müsse. Die USA wolle eine Lösung für die Rohingya und eine Wiederherstellung der Demokratie in Myanmar. Hunderttausende Rohingya waren 2017 vor Militärgewalt aus ihrer Heimat Myanmar nach Bangladesch geflüchtet. Die Vereinten Nationen bezeichnen ihre Verfolgung in Myanmar als anhaltenden Völkermord.

18.43 Uhr: US-Rapper DMX nach Herzanfall gestorben

Nach Tagen künstlicher Beatmung nach einem Herzanfall ist US-Rapper DMX im Alter von 50 Jahren gestorben. Der Musiker wurde in einer Klinik nördlich von New York für tot erklärt, wie seine Familie mitteilte. "Wir sind zutiefst traurig, heute bekannt zu geben, dass unser geliebter Mensch, DMX, gebürtig Earl Simmons, im Alter von 50 Jahren im White Plains Hospital mit seiner Familie an seiner Seite verstorben ist", hieß es in einer Mitteilung, über die mehrere US-Medien übereinstimmend berichteten. DMX war Anfang April nach einem Herzanfall ins Krankenhaus gebracht und seitdem auf der Intensivstation künstlich am Leben gehalten worden. Angaben zum Grund der Attacke waren zunächst nicht öffentlich geworden. Der Rapper wurde in den 1990er Jahren mit Hits wie "Party Up" und "Get At Me Dog" bekannt.

18.35 Uhr: Biden setzt Kommission zur Reform des Obersten Gerichtshofs ein

US-Präsident Joe Biden hat eine Kommission zur Reform des Obersten Gerichtshofs eingesetzt. Das Gremium solle sich mit möglichen Reformvorschlägen, deren Machbarkeit und der Notwendigkeit befassen, erklärte das Weiße Haus. Zu den zu untersuchenden Fragen soll neben der Gesamtzahl der Richter am Supreme Court auch die Länge ihrer Amtszeit gehören. Die Mitglieder der Kommission - darunter Jura-Professoren, Anwälte und frühere Richter - sollen ein halbes Jahr nach der ersten Sitzung einen Abschlussbericht vorlegen. Die neun Richter des Obersten Gerichtshofs werden auf Lebenszeit ernannt. Ihre Auswahl ist ein hart umkämpfter politischer Prozess, die Ernennung festigt die Positionen des jeweiligen Präsidenten auf Jahrzehnte.

18.27 Uhr: Vom Kreißsaal direkt zur Herztransplantation

Vom Kreißsaal direkt zur Herztransplantation: Ein herzkranker Spanier hat kurz vor der Geburt seines ersten Kindes den erlösenden Anruf erhalten, dass nach jahrelangem Warten ein geeignetes Spenderherz für ihn gefunden wurde. Der 39-jährige Antonio Salvador wurde vom Kreißsaal des Gregorio-Maranon-Krankenhauses in Madrid direkt in den Operationssaal gebracht, wie das Krankenhaus mitteilte. Die Entscheidung, sich sofort operieren zu lassen und dafür die Geburt seines ersten Kindes zu verpassen, sei ihm nicht leicht gefallen und habe "einige Minuten" gedauert, wurde Salvador in der Erklärung des Krankenhauses zitiert. Seine Frau Ana Maria Gonzalez war hingegen begeistert, gleichzeitig ein Baby und die Lebensrettung für ihren Mann zu bekommen. "Unser Sohn Samuel hat ein Herz für seinen Papa mitgebracht", sagte die 44-Jährige.

17.54 Uhr: Wagenknecht wittert Manöver gegen ihre Bundestagskandidatur

Die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht hat die vorzeitige Veröffentlichung einzelner Passagen aus ihrem neuen Buch als gezieltes Manöver gegen die von ihr angestrebte Bundestagskandidatur gewertet. "Mit aus dem Zusammenhang gerissenen, teils verfälschten Zitaten ein völlig verzerrtes Bild vom Inhalt meines Buches zu vermitteln, um meine Wiederaufstellung zu verhindern, ist kein guter Umgang miteinander", sagte Wagenknecht Nachrichtenagentur DPA. Wagenknechts Buch "Die Selbstgerechten" soll nächste Woche Mittwoch erscheinen. Die frühere Fraktionschefin im Bundestag kandidiert in Nordrhein-Westfalen für Platz eins der Landesliste. Die Entscheidung fällt an diesem Samstag auf einem Landesparteitag.

17.28 Uhr: Versuch der Bildung von erster US-Gewerkschaftsvertretung bei Amazon gescheitert

Der Versuch der Bildung der ersten Gewerkschaftsvertretung beim Onlineversandhändler Amazon in den USA ist gescheitert. Bei der live übertragenen Stimmauszählung erreichte das Nein-Lager die Mehrheit. Die Abstimmung in einem Amazon-Logistikzentrum in Bessemer im Bundesstaat Alabama hatte große symbolische Bedeutung: Amazon ist strikt gegen die Einrichtung von Arbeitnehmervertretungen. Von den mehr als 5800 Mitarbeitern des Logistikzentrums gaben letztlich 3215 ihre Stimme ab. Bei der laufenden Stimmauszählung überschritt das Nein-Lager am Freitagvormittag (Ortszeit) die Mehrheitsschwelle von 1608 Stimmen. Zu diesem Zeitpunkt waren lediglich etwas mehr als 600 Ja-Stimmen gezählt.

Die Initiative der Einzelhandelsgewerkschaft RWDSU hatte eine landesweite Debatte über die Arbeitsbedingungen bei dem Versandhändler mit seinen 800.000 Angestellten in den USA ausgelöst. Gewerkschaften und auch Politiker beklagen seit langem, dass die Beschäftigten bei Amazon einem hohen Arbeitsdruck und einer permanenten Kontrolle ausgesetzt seien.

17.25 Uhr: Bericht: BKA will früheren Personenschützer wegen rechter Umtriebe loswerden

Das Bundeskriminalamt (BKA) will einen Personenschützer früherer Bundesminister wegen rechter Entgleisungen loswerden. Der 50-Jährige, der einst als Personenschützer für die SPD-Politiker Otto Schily und Franz Müntefering arbeitete, soll aus dem Dienst entfernt werden, wie der "Spiegel" berichtete. Er sei offenbar erstmals 2018 aufgefallen, als er auf einer Personalversammlung ausländerfeindlich anmutende Tiraden von sich gab.

Im März 2019 reichte er den Angaben zufolge eine Petition im Bundestag ein, in der er dem BKA vorwarf, Migranten verfassungswidrig zu bevorzugen. Nach Recherchen nahm er in Österreich an zwei Veranstaltungen teil, die ihn in die Nähe von Rechtsextremisten rückten. Fotos aus dem Mai 2018 zeigen ihn in einem Poloshirt mit dem Logo der "Identitären Bewegung", die der Verfassungsschutz als "gesichert rechtsextrem". Im September 2020 sei er in Wien an der Seite von Identitären marschiert, um gegen die "Islamisierung Europas" zu demonstrieren. Das BKA wollte sich dem Bericht zufolge nicht zu dem Fall äußern, es gehe um "personenbezogene Daten". Auch der Oberkommissar selbst beantworte keine Fragen. Sein Anwalt habe als Grund dafür "ein laufendes verwaltungsgerichtliches Verfahren". Der Polizist gehe gegen seinen Zwangsurlaub vor, hieß es in dem Bericht weiter.

17.06 Uhr: Merkel: "Tod von Prinz Philip erfüllt mich mit großer Trauer"

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat nach dem Tod von Prinz Philip der Queen und ihrer Familie kondoliert. "Der Tod von Prinz Philip erfüllt mich mit großer Trauer", erklärte Merkel laut einem Tweet der stellvertretenden Regierungssprecherin Ulrike Demmer. "Seine Freundschaft zu Deutschland, seine Geradlinigkeit und sein Pflichtbewusstsein bleiben unvergessen." Prinz Philip, der Ehemann der britischen Königin Elizabeth II., war am Freitag im Alter von 99 Jahren gestorben. 

16.32 Uhr: Vulkan auf St. Vincent ausgebrochen

Auf der Karibikinsel St. Vincent ist der Vulkan La Soufrière ausgebrochen. Eine bis zu acht Kilometer hohe Rauchsäule steige über dem Berg im Norden der Insel auf, teilte die Katastrophenschutzbehörde Nemo mit. Am Internationalen Flughafen Argyle im Süden der Insel ging Ascheregen nieder. Nemo rief alle Anwohner dazu auf, die Gefahrenzone rund um den Vulkan sofort zu verlassen.

An dem Vulkan waren zuvor unterirdische Erschütterungen festgestellt worden, die darauf hindeuteten, dass sich Magma zur Erdoberfläche bewegte. Bereits am Donnerstag hatte die Regierung des Inselstaats St. Vincent und die Grenadinen mit der Evakuierung der sogenannten Roten Zone rund um den Vulkan begonnen.

16.21 Uhr: Polizei Rheinland-Pfalz entdeckt minderjährige Flüchtlinge in Lkw

Die Polizei in Rheinland-Pfalz hat sieben Flüchtlinge in einem Lastwagen entdeckt, von denen vier noch minderjährig sind. Gegen den 39-jährigen Fahrer wurde wegen des Einschleusens von Ausländern Haftbefehl erlassen, wie die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern mitteilte

Am Donnerstagnachmittag hatte ein Autofahrer die Polizei alarmiert. Er berichtete von einem Lastwagen auf der Autobahn 6 in Richtung Saarbrücken, unter dessen Plane immer wieder Menschen ihre Arme herausstreckten und durch Winken auf sich aufmerksam machten. Bei der Kontrolle des Fahrzeugs entdeckten die Beamten sieben Flüchtlinge auf der Ladefläche. Sie gaben an, aus Afghanistan zu stammen, und beantragten Asyl.

Ersten Ermittlungen zufolge handelte es sich um unbegleitete Flüchtlinge im Alter zwischen 15 und 20 Jahren. Die Minderjährigen wurden in die Obhut des Jugendamtes gegeben. Die drei Heranwachsenden müssen sich bei der zuständigen Aufnahmeeinrichtung melden. Der 39-Jährige gab laut Staatsanwaltschaft an, von den sieben Jugendlichen im Laderaum nichts gewusst zu haben. 

16.14 Uhr: Bundesregierung weist Ungarns Kritik an Hertha BSC zurück

Die Bundesregierung hat Äußerungen der ungarischen Regierung zur Freistellung des Torwarttrainers Zsolt Petry durch Fußball-Bundesligist Hertha BSC kritisiert. Sie seien "in keiner Weise nachvollziehbar", sagte der stellvertretende Sprecher des Auswärtigen Amts, Christopher Burger, in Berlin. Das habe der Geschäftsträger der deutschen Botschaft in Budapest bei einem Gespräch im ungarischen Außenministerium am Donnerstag auch deutlich gemacht. "Die Anspielung insbesondere auf den Nationalsozialismus weisen wir in aller Deutlichkeit zurück."

Der ungarische Torwarttrainer Petry hatte sich in einem Interview der regierungsnahen ungarischen Tageszeitung "Magyar Nemzet" unter anderem zum Thema Zuwanderung geäußert. Er hatte auch den Einsatz von Landsmann Peter Gulacsi, Nationalkeeper und Torwart von Bundesligist RB Leipzig, für einen Verein kritisiert, der unter anderem die Homo-Ehe unterstützt.

16.06 Uhr: Militärjunta verweigert UN-Gesandter Einreise nach Myanmar

Die Militärjunta in Myanmar hat einen Besuch der UN-Sondergesandten Christine Schraner Burgener abgelehnt. "Wir haben unser Einverständnis nicht gegeben", sagte der Sprecher der Militärjunta, Zaw Min Tun, der Nachrichtenagentur AFP. Das Militär habe "zur Zeit auch nicht vor", einen Besuch zuzulassen. Die UN-Sondergesandte für Myanmar will bei Reisen unter anderem nach Thailand und China die diplomatischen Bemühungen zur Bewältigung der Krise in Myanmar verstärken.

Die UN-Gesandte wollte sich dabei nach Angaben von UN-Sprecher Stéphane Dujarric auch mit der Militärführung in Myanmar treffen. "Sie ist natürlich bereit, den Dialog mit dem Militär aufzunehmen, um zu einer Rückkehr Myanmars zu demokratischen Spielregeln, Frieden und Stabilität beizutragen," sagte UN-Sprecher Dujarric. Eine internationale Antwort auf die Krise in Myanmar erfordere jedoch auch "eine vereinte regionale Anstrengung unter Einbeziehung der Nachbarländer".

15.37 Uhr: Boeing informiert Kunden über neue Probleme bei 737 MAX

Der US-Flugzeugbauer Boeing hat neue Probleme bei seiner 737 MAX. Der Konzern empfahl 16 seiner Kunden nach Angaben vom Freitag, vor weiteren Flügen ein "potenzielles Elektronik-Problem" bei einem Teil der Maschinen zu überprüfen. Dabei gehe es um die Frage, ob ein ausreichender Erdungsweg "für eine Komponente des elektronischen Antriebssystems" bestehe. Nähere Angaben machte Boeing zunächst nicht. Erst Ende 2020 war ein seit mehr als eineinhalb Jahren geltendes Flugverbot für die 737 MAX aufgehoben worden.

Schrecksekunde im Cockpit: Blitz schlägt in Boeing 737 Max ein

15.31 Uhr: Bericht: Bundestagsparteien bereiten sich auf Desinformationskampagnen vor

Die Bundestagsparteien bereiten sich laut einem "Spiegel"-Bericht intensiv auf mögliche Desinformationskampagnen zur Bundestagswahl aus dem In- und Ausland vor. Sie schulten ihre Mitarbeiter und investierten in Software sowie Technik, berichtete das Magazin am Freitag vorab unter Berufung auf Angaben von CDU, CSU, Grünen, SPD und FDP. Damit wollen die Parteien unter anderem Internet-Kampagnen mit manipulierten Audio- und Videobeiträgen schneller erkennen.

"Wir richten uns darauf ein, dass alle demokratischen Parteien zur Zielscheibe werden", sagte SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil dem "Spiegel". Grünen-Geschäftsführer Michael Kellner bezeichnete die Gefahr als "größer als vor der letzten Wahl". Bereits im März berieten sich die Spitzen von Union, SPD, Grünen, FDP und Linken dem Bericht zufolge zu dem Thema auch schon mit Bundeskriminalamt (BKA), Verfassungsschutz und anderen Behörden. Laut "Spiegel" erklärte die AfD, sie sehe derzeit keinen Bedarf, sich "gesondert" auf Desinformationskampagnen mit gefälschten Beiträgen vorzubereiten. Die Linke antwortete demnach nicht auf eine entsprechende Anfrage des Magazins zu Thema Cyberattacken.

15.15 Uhr: Junge Mädchen leihen Polizist Fahrrad für Verfolgungsjagd

Mit ihrem Fahrrad haben zwei junge Mädchen im nordrhein-westfälischen Minden einem Polizisten zur Festnahme eines Flüchtigen verholfen. Der Beamte hatte den Mann auf einer Straße zu Fuß verfolgt und war dabei an den Mädchen vorbeigelaufen, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Spontan boten die beiden dem Polizisten ihr Fahrrad an.

Der Beamte schwang sich auf den Drahtesel, konnte den Flüchtigen schnell einholen und nahm ihn fest. Noch während der Polizist anschließend auf Verstärkung wartete, kamen die beiden Helferinnen am Ort der Festnahme vorbei und nahmen ihr Fahrrad wieder mit. Die Polizei hofft nun, dass sich die beiden Mädchen melden, um sich bei ihnen persönlich zu bedanken. Der Festgenommene war geflohen, weil er zuvor ohne Führerschein und alkoholisiert Auto gefahren war.

15.02 Uhr: Frankreich fordert EU-Mindestbesteuerung für Unternehmen

Frankreich hat sich für eine EU-weite Mindestbesteuerung von Unternehmen ausgesprochen. Der französische Finanz- und Wirtschaftsminister Bruno Le Maire sagte am Freitag in Paris, unter dem französischen EU-Ratsvorsitz im ersten Halbjahr 2022 könnte eine Richtlinie dazu verabschiedet werden. Voraussetzung sei eine vorherige internationale Einigung auf solch eine Steuer auf Ebene der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

Le Maire sprach von einer möglichen "Steuer-Revolution". Er lobte erneut den Vorstoß von US-Finanzministerin Janet Yellen, die zu Wochenbeginn bei den G20-Partnern für eine weltweite Mindestbesteuerung von Unternehmen geworben hatte. Auch Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hatte den Vorstoß Yellens begrüßt. In einem Interview mit dem "Handelsblatt" vom Freitag sprach er ebenfalls von einer mögliche "Revolution im internationalen Steuerrecht". "Ein grenzenloser Steuersenkungswettlauf richtet überall Schaden an", sagte Scholz.

14.30 Uhr: UN-Menschenrechtler wollen Treffen mit Prinzessin Latifa aus Dubai

Das UN-Menschenrechtsbüro hat noch immer kein Lebenszeichen der verschwundenen Prinzessin Latifa von der Regierung in Dubai erhalten. Das gab eine Sprecherin des Büros in Genf bekannt. Zudem forderte sie direkten Zugang zu der Tochter des Emirs Mohammed bin Raschid al-Maktum von Dubai. In Großbritannien waren im Februar Videos der Prinzessin veröffentlicht worden. Darin sagt die Frau, sie sei entführt worden und werde in einer Villa wie in einem Gefängnis festgehalten. Daraufhin hatte das Menschenrechtsbüro am 18. Februar einen Lebensbeweis gefordert.

Die Herrscherfamilie Dubais gab im Februar an, dass Latifa von ihrer Familie und medizinischem Personal zu Hause betreut werde. Latifa hatte im Februar 2018 per Schlauchboot und Jacht versucht, Dubai zu verlassen. Sie soll von einem Sonderkommando vor der indischen Küste gestoppt und gewaltsam zurückgebracht worden sein, berichteten ihre Freunde. Eine ältere Schwester Latifas war im Jahr 2000 aus Cambridge entführt und nach Dubai gebracht worden, nachdem sie versucht hatte, sich abzusetzen.

14.22 Uhr: Türkei: USA schicken Kriegsschiffe ins Schwarze Meer

Die USA schicken türkischen Angaben zufolge zwei Kriegsschiffe ins Schwarze Meer. Die Türkei sei vor 15 Tagen über diplomatische Kanäle von der Durchfahrt durch die Bosporus-Meerenge informiert worden, sagte eine Sprecherin des türkischen Außenministeriums der Deutschen Presse-Agentur. Die Schiffe sollten bis zum 4. Mai im Schwarzen Meer bleiben. Das genaue Datum der geplanten Durchfahrt war zunächst nicht klar. Die Türkei hat gemäß dem Vertrag von Montreux die Hoheit über die Meerengen Bosporus und Dardanellen, die das Mittelmeer und das Schwarze Meer verbinden. Ob die Aktion in Verbindung mit der neuerlichen Verschärfung des Konflikts in der Ostukraine steht, wurde zunächst nicht bekannt. 

News von heute: Angela Merkel: "Tod von Prinz Philip erfüllt mich mit großer Trauer"

14.07 Uhr: Mindestens 45 Tote nach Verkehrsunfall im Kongo

Im Kongo sind bei einem Verkehrsunfall mindestens 45 Menschen getötet und 32 verletzt worden. Der Unfall ereignete sich am Donnerstagabend etwa 860 Kilometer östlich der Hauptstadt Kinshasa in der Provinz Kwilu, sagte Gouverneur Willy Itsundala Asang der Deutschen Presse-Agentur. Bei einem Überholmanöver habe ein Bus mit 66 Passagieren, der zudem mit Palmöl und hochprozentigem Alkohol beladen gewesen sein soll, Feuer gefangen. Die Menschen seien im Bus gefangen gewesen und bei lebendigem Leibe verbrannt, sagte der Gouverneur. Eine Identifizierung sei schwierig. Von den 32 Überlebenden seien neun, darunter auch der Fahrer, schwer verletzt und sollen im Laufe des Nachmittages zur Weiterbehandlung in die Hauptstadt gebracht werden.

13.54 Uhr: Kreml droht mit Eingreifen in Ostukraine-Konflikt

Russland hat angesichts der Eskalation im Konflikt in der Ostukraine mit einem militärischen Eingreifen zum Schutz seiner Staatsbürger gedroht. Im Falle eines Aufflammens von Kampfhandlungen werde Russland einer möglichen "menschlichen Katastrophe" nicht tatenlos zuschauen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow in Moskau der Agentur Interfax zufolge. Russland werde Maßnahmen zum Schutz seiner Bürger ergreifen. Peskow sagte auch, dass es eine Konzentration russischer Truppen in der Region gebe, weil es um die Sicherheit des Landes gehe.

Berichte über Truppenaufmärsche der russischen Armee an der Grenze zum ostukrainischen Konfliktgebiet hatten die Befürchtung einer Eskalation der Kämpfe ausgelöst. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte erst am Donnerstag bei einem Telefonat mit Präsident Wladimir Putin zu einem Abzug der Truppen dort aufgerufen. Dazu sagte Peskow, darüber entscheide allein Russland.

13.36 Uhr: Tod von Prinz Philip: Zahlreiche Beileidsbekundungen erreichen London

Kurz nach Bekanntgabe des Tods von Queen-Ehemann Prinz Phillip haben zahlreiche Beileidsbekundungen den Buckingham-Palast in London erreicht. So hat auch der deutsche Botschafter in London, Andreas Michaelis, seine Trauer über den Tod von Prinz Philip ausgedrückt. "Es ist ein großes Privileg, dass er uns bei so vielen Gelegenheiten in Deutschland besucht und uns geholfen hat, eine sehr enge Partnerschaft zwischen Großbritannien und Deutschland aufzubauen", schrieb Michaelis auf Twitter. Der Ehemann von Königin Elizabeth II. werde sehr vermisst werden. Seine Gedanken seien bei der Queen und ihrer Familie, so der Botschafter. 

Auch das norwegische Königshaus hat der britischen Königin Elizabeth II. und ihren Angehörigen sein Beileid ausgedrückt. Die Familie von König Harald (84) habe die Botschaft mit großer Trauer erhalten, dass der Ehemann der Queen im Alter von 99 Jahren gestorben sei, teilte der Osloer Hof am mit. Man sei in Gedanken bei der Königin und ihrer Familie, erklärte Harald. "Unser Beileid gilt auch dem britischen Volk." Wie aus einer Mitteilung des Königshauses hervorging, sollten die Flaggen am Schlossbalkon in Oslo sowohl am Freitag als auch am Tag der Beerdigung auf halbmast gesetzt werden. 

Der schwedische König Carl XVI. Gustaf hat ebenfalls mit großer Trauer auf das Ableben des britischen Royal reagiert: "Prinz Philip ist über viele Jahre ein guter Freund unserer Familie gewesen, eine Freundschaft, die wir sehr geschätzt haben", erklärte er Carl XVI. Gustaf in einer Stellungnahme.

Anteilnahme sendet auch der australische Premierminister Scott Morrison: "Fast 80 Jahre lang hat Prinz Philip der Krone, seinem Land und dem Commonwealth gedient", hieß es in einer längeren Mitteilung. Der Verstorbene habe eine Generation verkörpert, "die es so nicht mehr geben wird". Morrison erinnerte daran, dass der Herzog von Edinburgh Australien mehr als 20 Mal besucht habe. Königin Elisabeth ist das Staatsoberhaupt des Landes. "Die Australier senden ihre Liebe und ihr tief empfundenes Beileid", hieß es weiter. Die Flaggen im Land würden auf halbmast gesetzt, so Morrison. Wie Australien Philips gedenken wird, soll in den nächsten Tagen bekanntgegeben werden.

13.25 Uhr: Polizei sprengt Drogen-Netzwerk der Mafia auf Sizilien

Anti-Mafia-Ermittler haben auf der italienischen Mittelmeerinsel Sizilien bei Razzien ein Netzwerk von Drogenhändlern ausgenommen und mehr als 30 Verdächtige festgesetzt. Wie die Staatsanwaltschaft in Messina am Freitag mitteilte, werden den Männern und Frauen unter anderem Erpressung, Entführung, Körperverletzung und illegale Drogengeschäfte vorgeworfen. Ein Teil der kriminellen Aktivitäten soll aus einer Bar in der Hafenstadt Messina im Nordosten Siziliens gesteuert worden sein. Unter den Verdächtigen, die zumeist ins Gefängnis oder in Hausarrest kamen, ist ein Banden-Boss, der schon 13 Jahre im Gefängnis saß. Nach seiner Freilassung soll er laut den Ermittlern wieder voll in die kriminellen Netzwerke eingestiegen sein.

13.05 Uhr: Buckingham-Palast: Queen-Ehemann Prinz Philip ist tot

Prinz Philip, Ehemann der britischen Königin Elizabeth II., ist tot. Der Duke von Edinburgh sei am Morgen friedlich auf Schloss Windsor gestorben, teilte der Buckingham-Palast in London mit. Philip war vor einigen Wochen in einer Spezialklinik am Herzen operiert worden und hatte mehrere Wochen im Krankenhaus verbracht. Mitte März entließ man ihn nach Hause, wo er nun im Alter von 99 Jahren starb. Im Juni hätte er seinen 100. Geburtstag gefeiert.

Der Herzog von Edinburgh, so sein offizieller Titel, war seit 1947 mit Elizabeth verheiratet. Seit deren Krönung 1953 war er Prinzgemahl und galt als wichtigste Stütze der Queen. Erst im Alter von 96 Jahren ging der fleißige Royal in den Ruhestand. Sein letzter offizieller Auftritt war bei einer Militärparade der Royal Marines im August 2017 vor dem Buckingham-Palast. Der vierfache Vater war der dienstälteste Prinzgemahl der britischen Geschichte. Neben Thronfolger Prinz Charles gehören auch Prinzessin Anne, Prinz Andrew und Prinz Edward zu seinen Kindern.

Zuletzt wurde Prinz Philip kaum noch in der Öffentlichkeit gesehen. Große Teile der Pandemie verbrachte er gemeinsam mit der Queen auf Schloss Windsor in der Nähe von London - abgeschottet durch einen stark reduzierten Kreis an Hofpersonal. Selten hatte das Paar im hohen Alter ähnlich viel Zeit gemeinsam verbracht.

Der Prinzgemahl litt in den vergangenen Jahren immer wieder unter gesundheitlichen Problemen: Das Herz machte ihm zu schaffen, er hatte Blasenentzündungen, musste an der Hand operiert werden und bekam mit 96 Jahren ein neues Hüftgelenk. Der letzte Krankenhausaufenthalt samt Operation am Herzen war sein längster Krankenhausaufenthalt.  

12.28 Uhr: Frankreichs Kaderschmiede ENA vor dem Aus

Sie gilt als "französisches Harvard" - nun steht die Kaderschmiede ENA vor dem Aus. Präsident Emmanuel Macron will die Verwaltungshochschule Ecole Nationale d'Administration auflösen, wie er am Donnerstagabend ankündigte. Die ENA ist das Symbol einer privilegierten Polit-Elite, gegen die nicht nur die "Gelbwesten" protestierten. Den "Enarchen" fehlt es nach Ansicht vieler Franzosen an Mut und Ideen - und an Verständnis für die "normalen Leute".

Gegründet wurde die ENA im Oktober 1945. Nach dem Zweiten Weltkrieg wollte Präsident Charles de Gaulle eine neue Generation französischer Spitzenbeamter heranziehen. Zugleich wollte er mit den Eliten des Vichy-Regimes brechen, die mit den Nazis kollaboriert hatten. In den gut 75 Jahren ihres Bestehens haben zahlreiche Politiker, Beamte und Manager an der ENA studiert - so auch Macron und weitere französische Präsidenten vor ihm. 

12.17 Uhr: Atomgespräche mit Iran wohl kurz vor Fortsetzung

Die Expertengespräche zur Rettung des Atomabkommens mit dem Iran werden nächste Woche fortgesetzt. Am Ende der ersten dreitägigen Runde hätten die Verhandler am Freitag in Wien "mit Zufriedenheit erste Fortschritte festgestellt," schrieb der russische Diplomat Michail Uljanow auf Twitter. Um die positive Dynamik beizubehalten, würden die Verhandler schon nächste Woche wieder zusammenkommen.

Vertreter aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Russland und China sowie EU-Diplomaten hatten sich seit Dienstag bemüht, in indirekten Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA zu vermitteln. Zur Wiederbelebung des Abkommens aus dem Jahr 2015 müsste Washington Wirtschaftssanktionen aufheben, während Teheran sein Nuklearprogramm wieder einschränken müsste. Das Abkommen soll den Iran am Bau von Kernwaffen hindern, ihm aber die zivile Nutzung der Kernkraft ermöglichen.

12.14 Uhr: Tschechiens Regierungschef bestreitet Agententätigkeit

Ein halbes Jahr vor der Parlamentswahl in Tschechien gerät Ministerpräsident Andrej Babis wegen Vorwürfen zu seiner Rolle im Sozialismus vor der Wende von 1989 unter Druck. Das Nachrichtenportal Seznamzpravy.cz veröffentlichte eine mutmaßliche Karteikarte des damaligen tschechoslowakischen Staatssicherheitsdienstes (StB), die Babis als Agenten zu führen scheint. Babis bestritt umgehend jede Agententätigkeit. Die Staatssicherheit habe Menschen ohne ihr Mitwissen in ihrer Kartei geführt, sagte der 66-Jährige.

Die Karteikarte trägt den Stempel "Agent" und listet auf der Vorderseite den Decknamen "Bures" sowie auf der Rückseite den Klarnamen Andrej Babis auf. Sie stammt den Angaben zufolge aus dem Archiv des slowakischen Instituts für Nationales Gedenken (UPN). Als Beginn der Agententätigkeit wird der November 1982 genannt. Die Aufnahme sei auf der Basis der "Freiwilligkeit" erfolgt. Als Interessengebiet wird der Außenhandel angeführt.

Babis erklärte dagegen, er habe nie eine Verpflichtungserklärung unterschrieben. Zudem interessiere das Thema heute niemanden mehr. In der Slowakei geht der gebürtige Slowake seit Jahren juristisch gegen den Vorwurf der Geheimdienstmitarbeit vor. Er räumte bisher nur die Mitgliedschaft in der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei (KSC) ein.

11.48 Uhr: Karlsruhe entscheidet über Unterschriften zur Bundestagswahl

Die Frage, ob kleine Parteien in Corona-Zeiten auch mit weniger Unterschriften von Unterstützern zur Bundestagswahl antreten dürfen, wird möglicherweise bald vom Bundesverfassungsgericht entschieden. Die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) informierte am Freitag über eine am Vorabend in Karlsruhe eingereichte Organklage gegen den Deutschen Bundestag, die mit einem Eilantrag verbunden ist. Nach Auskunft eines Gerichtssprechers ist es nicht die erste Klage. Die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD) und die Bayernpartei hätten bereits Anfang Januar und im Februar geklagt.

Für Parteien, die weder im aktuellen Bundestag noch in einem Landtag ununterbrochen mit mindestens fünf Abgeordneten vertreten waren, sieht das Bundeswahlgesetz vor, dass Direktkandidaten mindestens 200 Unterschriften von Wahlberechtigten ihres Wahlkreises vorlegen müssen. Landeslisten müssen von bis zu 2000 Wahlberechtigten "persönlich und handschriftlich unterzeichnet" sein.

11.39 Uhr: Hacker bieten erneut Nutzer-Daten zum Kauf an

Wenige Tage nachdem im Netz Informationen von rund 533 Millionen Facebook-Mitgliedern entdeckt wurden, wird in einem Hacker-Forum erneut ein Datensatz mit angeblich einer halben Milliarde Nutzerdaten angeboten. Der Verkäufer behauptet, die Informationen stammten vom Karrierenetzwerk LinkedIn, wie die Website "Cybernews" zuvor berichtete. LinkedIn betonte nach einer Untersuchung in der Nacht zum Freitag, es scheine sich um eine Sammlung von Daten aus verschiedenen Quellen zu handeln. Bei LinkedIn seien nur öffentlich zugängliche Informationen dafür abgegriffen worden.

Grundangaben wie der vollständige Name sowie etwa E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Geburtsdatum oder die Stadt, in der man wohnt, dienen bei Online-Netzwerken oft dazu, Bekannte und Freunde eindeutig zu identifizieren. Sie sind meist nicht für andere Nutzer sichtbar, können aber über Computer-Schnittstellen abgeglichen werden. Online-Kriminelle fanden allerdings immer wieder Wege, die Informationen über automatisierte Anfragen in großem Stil abzugreifen. Die Plattformen gehen dagegen vor - wenn die Daten aber erst einmal im Umlauf sind, ist ihre Verbreitung kaum zu stoppen.

11.38: Linda Zervakis hört als "Tagesschau"-Sprecherin auf

Linda Zervakis hört als "Tagesschau"-Sprecherin auf. Das bestätigte der Norddeutsche Rundfunk (NDR) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Am 26. April werde sie zum letzten Mal die 20-Uhr-Ausgabe der "Tagesschau" präsentieren. Die 45-Jährige ist in den vergangenen Jahren zu einem der bekanntesten TV-Nachrichtengesichter in Deutschland geworden.Auf der "Tagesschau"-Webseite hieß es von Marcus Bornheim, 1. Chefredakteur von ARD-aktuell: "Die "tagesschau" bedauert sehr, auf Linda Zervakis verzichten zu müssen. Das gesamte Team hat sie als Mensch und Kollegin sehr geschätzt. Linda Zervakis möchte sich auf eigenen Wunsch hin beruflich verändern, wir wünschen ihr für ihren weiteren Weg alles Gute." Laut Webseite präsentierte Zervakis seit April 2013 die 20-Uhr-Tagesschau.

11.16 Uhr: Archäologen legen nach eigenen Angaben bislang größte antike Stadt in Ägypten frei

Ägyptische Archäologen haben nach eigenen Angaben die größte jemals in Ägypten entdeckte antike Stadt ausgegraben. Die "verlorene goldene Stadt" sei rund 3000 Jahre alt und stamme aus der Regierungszeit von Pharao Amenhotep III., sagte der Ägyptologe Sahi Hawass am Donnerstag. Laut Betsy Bryan, Professorin für Ägyptische Kunst und Archäologie an der Johns Hopkins Universität, ist der Fund die "zweitwichtigste archäologische Entdeckung seit dem Grab von Tutanchamun" vor fast einem Jahrhundert. Die Stadt ist nach Angaben des Teams gut erhalten und weist fast vollständige Mauern und Räume mit Alltagsgegenständen auf.

11.06 Uhr: Greta Thunberg will wegen ungleicher Impfstoff-Verteilung UN-Klimagipfel fern bleiben

Die schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg will wegen der ungleichen weltweiten Verteilung von Corona-Impfstoffen der UN-Klimakonferenz im November fernbleiben. "Angesichts der extrem ungleichen Verteilung des Impfstoffs werde ich nicht an der Konferenz COP26 teilnehmen, wenn die Entwicklung so weitergeht wie bisher", sagte Thunberg in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP in Stockholm. Die Benachteiligung ärmerer Staaten bei der Impfstoffversorgung bedeute, dass die Länder nicht zu gleichen Bedingungen an dem Klimagipfel in Glasgow teilnehmen könnten.

10.34 Uhr: Lungenexperte: Todesursache bei George Floyd war Sauerstoffmangel

Der bei einem US-Polizeieinsatz im Mai 2020 getötete Afroamerikaner George Floyd ist einem Lungenspezialisten zufolge an den Folgen von Sauerstoffmangel gestorben. Der niedrige Gehalt an Sauerstoff habe Hirnschäden verursacht und Floyds Herz zum Stillstand gebracht. Dies erklärte der auf Pneumologie und Intensivmedizin spezialisierte Mediziner Martin Tobin am Donnerstag (Ortszeit) im Prozess gegen den angeklagten Ex-Polizisten Derek Chauvin in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota. Der Lungenexperte wies damit die von der Verteidigung vertretene Theorie zurück, nach der Floyds Tod nicht auf Gewalteinwirkung, sondern auf dessen Herzrhythmusstörungen und Rückstände von Drogen in seinem Blut zurückgehe.

Ein Schwarzer mit Glatze und in Polizie-Uniform gestikuliert hinter einer Glasscheibe in einem Gerichtssaal

10.03 Uhr: Vier Festnahmen in Berlin und Brandenburg nach Millionenbetrug

In Berlin und Brandenburg sind im Zusammenhang mit einer Millionenbeute durch eine Betrugsmasche vier Tatverdächtige festgenommen worden. "Die Beschuldigten hatten international Geldbeträge in Millionenhöhe betrügerisch erlangt und professionell gewaschen", erklärte die Berliner Polizei auf Twitter. Die Verdächtigen im Alter zwischen 24 und 43 Jahren wurden bereits am Donnerstag nach der Vollstreckung von 13 Dursuchungsbeschlüssen in Berlin und Brandenburg festgenommen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Die Verdächtigen erbeuteten demnach das Geld von Betroffenen in ganz Europa mittels betrügerischer Anlageplattformen im Internet. Sie nutzten außerdem falsche Personalien, um Firmen zu gründen und zu kaufen und so das Geld zu waschen.

9.53 Uhr: Expressflug ins All: Drei Raumfahrer fliegen zur ISS

Drei Raumfahrer sind mit einem Expressflug zur Internationalen Raumstation ISS aufgebrochen. Die Trägerrakete Sojus 2.1a hob pünktlich bei sonnigem Wetter vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in der Steppe von Kasachstan in Zentralasien ab. Live-Bilder der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos zeigten, wie die Sojus-Raumkapsel mit den Kosmonauten Oleg Nowizki und Pjotr Dubrow sowie dem Nasa-Astronauten Mark T. Vande Hei an Bord in die Erdumlaufbahn flog. Alles sei planmäßig verlaufen und die Crew fühle sich gut, berichteten Kommentatoren nach dem Start.

9.33 Uhr: Bildung erster US-Gewerkschaftsvertretung bei Amazon droht zu scheitern

Die Bildung der ersten Gewerkschaftsvertretung beim Onlineversandhändler Amazon in den USA droht zu scheitern. Nach einer Abstimmung unter den Angestellten eines Logistikzentrums in Bessemer im Bundesstaat Alabama wurde am Donnerstagabend (Ortszeit) ein Zwischenergebnis der Auszählung bekannt: Demnach lagen die Nein-Stimmen mit 1100 vorn, gegenüber 463 Mitarbeitern, die sich für eine gewerkschaftliche Vertretung aussprachen. Etwas mehr als 5800 Mitarbeiter waren aufgerufen, ihre Stimme abzugeben, gut 3200 taten das schließlich. Am Freitag sollte die Auszählung fortgesetzt werden. Es reicht eine einfache Mehrheit aus.

6 Uhr: Seoul: Iran lässt festgesetzten südkoreanischen Tanker frei

Drei Monate nach der Festsetzung eines südkoreanischen Tankers im Persischen Golf hat der Iran nach Angaben der Regierung in Seoul das Schiff wieder freigegeben. Auch der Kapitän des Chemikalien- und Ölprodukte-Tanker "Hankuk Chemi" sei auf freien Fuß gesetzt worden, teilte Südkoreas Außenministerium mit. "Das Schiff ist heute sicher abgefahren." Der Kapitän und die anderen Besatzungsmitglieder seien wohlauf. Der Vorfall hatte kurzfristig zu einer diplomatischen Krise zwischen den eigentlich gut befreundeten asiatischen Staaten geführt.

4.01 Uhr: Dschibuti wählt neuen Präsidenten

Die Einwohner des kleinen ostafrikanischen Staats Dschibuti wählen einen neuen Präsidenten. Es wird damit gerechnet, dass sich der langjährige Staatschef Ismail Omar Guelleh eine weitere Amtszeit sichern wird. Der 73-Jährige steht seit 22 Jahren an der Spitze des Landes am Horn von Afrika. Sein einziger Herausforderer ist der Unternehmer Zakaria Ismail Farah. Dem politischen Quereinsteiger werden aber kaum Chancen auf einen Sieg eingeräumt. Die Opposition boykottiert die Wahl. 

4 Uhr: Weitere Krawalle in Nordirland

Ungeachtet aller Appelle zum Stopp der Gewalt haben in der nordirischen Hauptstadt Belfast erneut Randalierer gewütet. Jugendliche warfen im Westen der Stadt Steine, Feuerwerkskörper und Molotowcocktails auf Polizisten, wie die Nachrichtenagentur PA berichtete. Daraufhin habe die Polizei Wasserwerfer gegen die Randalierer eingesetzt - laut BBC zum ersten Mal seit sechs Jahren bei Krawallen. Sie habe zudem mit dem Einsatz von Plastikgeschossen gedroht. Die nordirische Justizministerin Naomi Long machte für die Krawalle auf Twitter "nationalistische Jugendliche" verantwortlich. Die Gewalt müsse aufhören. Über Verletzte an diesem Abend wurde zunächst nichts bekannt. In der britischen Provinz Nordirland kommt es seit Tagen zu Ausschreitungen, bei denen inzwischen Dutzende Polizisten verletzt wurden.

In Belfast in Nordirland wirft ein Mann während der Dunkelheit einen Benzinkanister

3.28 Uhr: Vulkan auf St. Vincent vor Ausbruch - Evakuierung angeordnet

Wegen eines drohenden Vulkanausbruchs ist eine Evakuierung eines Teils der Karibikinsel St. Vincent angeordnet worden. Alle Bewohner des betroffenen Gebiets - der sogenannten Roten Zone um den Vulkan La Soufrière im Norden der Insel - seien aufgerufen, es zu ihrer Sicherheit sofort zu verlassen, sagte der Premierminister des Inselstaats St. Vincent und die Grenadinen, Ralph Gonsalves. Ein explosiver Ausbruch stehe möglicherweise kurz bevor und könne ohne große Vorwarnung geschehen. Es bestehe eine erhebliche Chance einer Katastrophe, schrieb die Katastrophenschutzbehörde Nemo auf Twitter. Ein Kreuzfahrtschiff werde eingesetzt, um Menschen in Sicherheit zu bringen.

1.49 Uhr: Anführer der Muslimbruderschaft in Ägypten zu lebenslanger Haft verurteilt

Ein ägyptisches Gericht hat den obersten Anführer der Muslimbruderschaft, Mahmud Essat, wegen "Terrorismus" zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Strafgericht in Kairo habe den 76-Jährigen am Donnerstag schuldig befunden, zu "Morden" angestachelt und Waffen für Konfrontationen im Jahr 2013 außerhalb der Zentrale der Muslimbruderschaft geliefert zu haben, verlautete aus Justizkreisen. Essat war jahrelang untergetaucht, bevor er im vergangenen August in Kairo festgenommen wurde. Bereits im Jahr 2015 war er in Abwesenheit zu lebenslanger Haft sowie auch zum Tode verurteilt worden, weil er zu tödlichen Angriffen auf Soldaten und andere Staatsvertreter angestiftet haben soll.

1.15 Uhr: US-Verteidigungsminister Austin reist zu Gesprächen nach Deutschland

US-Verteidigungsminister Lloyd Austin reist als erster Minister im Kabinett des neuen US-Präsidenten Joe Biden in der kommenden Woche nach Deutschland. Dort werde er sich mit Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und dem außen- und sicherheitspolitischen Berater der Bundeskanzlerin, Jan Hecker, treffen, teilte das Pentagon mit. "Der Spiegel" hatte zuvor berichtet, dass die Gespräche am Dienstag in Berlin stattfinden sollten. Austin will laut Pentagon in Deutschland auch US-Truppen sowie die Kommandozentralen für Einsätze in Europa und Afrika besuchen. Deutschland wird nur ein Stopp auf einer mehrtägigen Reise Austins sein, die am Samstag beginnen soll.

0.33 Uhr: Mehrere Verletzte bei erneutem schweren Schusswaffenvorfall in den USA

Kurz nach der Präsentation von Maßnahmen gegen die Schusswaffengewalt durch US-Präsident Joe Biden hat es in den Vereinigten Staaten einen erneuten schweren Vorfall mit mehreren durch Schüsse verletzten Menschen gegeben. In einer Möbelfabrik im Bundesstaat Texas wurden am Donnerstag mindestens sechs Menschen von Kugeln getroffen, wie der lokale Fernsehsender KBTX berichtete. Mehrere Opfer seien lebensgefährlich verletzt worden. Der mutmaßliche Täter befand sich nach Angaben der Polizei auf der Flucht. Die Hintergründe der Tat in der osttexanischen Stadt Bryan waren zunächst unklar. Seit Ende März hatte es eine Reihe besonders schwerer Schusswaffenvorfälle mit jeweils mehreren Toten in den USA gegeben. 

0.02 Uhr: Italiens Regierungschef Draghi bezeichnet Erdogan als "Diktator"

Italiens Regierungschef Mario Draghi hat den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan als "Diktator" bezeichnet. Draghi übte am Donnerstag scharfe Kritik am Umgang mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei ihrem kürzlichen Besuch in Ankara. "Ich war sehr betrübt über die Demütigung, welche die Kommissionspräsidentin wegen dieser - nennen wir sie beim Namen - Diktatoren erleiden musste", sagte der Ministerpräsident bei einer Pressekonferenz in Rom. Die EU müsse aber mit Staatschefs wie Erdogan zusammenarbeiten. Die Äußerungen Draghis lösten in Ankara eine scharfe Reaktion aus. Das türkische Außenministerium bestellte unverzüglich Italiens Botschafter ein. Außenminister Mevlüt Cavusoglu nannte die Kommentare Draghis "hässlich und unvernünftig".

yks / tkr / rw DPA AFP

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