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News von heute Nato schickt mehr Soldaten in den Irak – keine Entscheidung über Afghanistan-Abzug

Vermisste Rebecca aus Berlin
Sehen Sie im Video: Vor zwei Jahren ist Rebecca aus Berlin spurlos verschwunden.




Am 18. Februar jährt sich der Tag zum zweiten Mal, seitdem die 15-jährigen Rebecca aus Berlin verschwand.
Schnell verdächtigt die Polizei den 27-jährigen Mann von Rebeccas Schwester, der an dem Morgen alleine mit der Schülerin im Haus war Er bestreitet, etwas mit dem Verschwinden zu tun zu haben. 
Der Schwager sagt, Rebecca habe das Haus verlassen. Das konnte die Mordkommission anhand der Handydaten nicht feststellen. Sie geht davon aus, "dass Rebecca das Haus des Schwagers nicht lebend verlassen hat". 
Zudem wird das Auto der Familie am 18. und 19. Februar auf der Autobahn zwischen Berlin und Polen erfasst. Der Schwager hatte als einziger zu diesen Zeitpunkten Zugang zu dem Wagen, kann aber nicht plausibel erklären, warum er dort unterwegs war.
Die Kriminalpolizei hält ihn weiterhin für den Mörder, beweisen kann sie ihm das aber nicht.
Von einer Leiche in einem Wald oder See bleibt nach mehreren Jahren oft nicht mehr viel übrig, was die Suche nach Todesursache und Spuren fast unmöglich macht.
Aufgeben will die Polizei dennoch nicht. Viele Mordfälle und andere Tötungsdelikte können noch nach Jahren aufgeklärt werden. Darauf baut die Polizei auch im Fall Rebecca.
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Klärung der Union-Kanzlerkandidatur "zwischen Ostern und Pfingsten" +++ Familie auf Bauernhof isoliert: wohl kein Prozess gegen verdächtigen Vater +++ Belarus sperrt zwei Journalistinnen zwei Jahre ein +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Aktuelle Top-Meldung:

Nato weitet Irak-Mission auf bis zu 4000 Soldaten aus

Die Nato erhöht die Zahl der Soldaten  im Irak auf rund 4000, wie die Verteidigungsminister der Allianz bei einer Video-Konferenz beschlossen haben. Bisher hat der Ausbildungs- und Beratungseinsatz eine maximale Stärke von 500 Soldaten, von denen nach Bündnisangaben derzeit rund 300 im Land sind. Über das Ende des Afghanistan-Einsatzes wurde noch nicht entschieden, so  Generalsekretär Jens Stoltenberg. Er betonte dabei, dass die radikalislamischen Taliban die Bedingungen für den bis Ende April in Aussicht gestellten Abzug der Nato-Truppen noch nicht erfüllt hätten. Die Nato-Verteidigungsminister hatten seit Mittwoch erstmals seit dem Amtsantritt des neuen US-Präsidenten Joe Biden getagt. Die Regierung seines Vorgängers Donald Trump hatte den Taliban einen Abzug aller ausländischen Truppen bis zum 30. April in Aussicht gestellt. Biden hat diese Vereinbarung auf den Prüfstand gestellt und noch keine abschließende Entscheidung getroffen.

+++ Die aktuellen Meldungen zur Coronavirus-Pandemie lesen Sie hier. +++

Die News von heute im stern-Ticker:

+++ 18.40 Uhr: Nach Brief-Explosion in Lidl-Zentrale: Paket in Bayern entschärft +++

Nach der Brief-Explosion in der Lidl-Zentrale und einer Paket-Explosion bei einem Getränkehersteller ist auch in München ein verdächtiges Paket entdeckt worden. In der Nacht zum Donnerstag gelang es in einem Paktverteilzentrum beim Flughafen München, die Postsendung abzufangen und zu entschärfen. Das Paket war an ein Lebensmittelunternehmen mit Sitz in Bayern adressiert, wie Staatsanwaltschaft Heidelberg und Landeskriminalamt mitteilten. Auch das Bayerische Landeskriminalamt ist daher eng in die Ermittlungen eingebunden.

Der Getränkehersteller in Eppelheim und die Lidl-Zentrale in Neckarsulm, bei denen es vorher zu den Explosionen gekommen war, befinden sich beide in Baden-Württemberg. Derzeit prüfen Spezialisten sämtliche an den Tatorten und der entschärften Sendung gesicherten Spuren, um möglichst rasch dem Täter oder den Tätern auf die Spur zu kommen, wie es hieß.

+++ 17.49 Uhr: Mindestens 6400 außergerichtliche Tötungen in Kolumbien von 2002 bis 2008 +++

Im Kampf der kolumbianischen Streitkräfte gegen die Farc-Rebellen hat es in den Jahren 2002 bis 2008 nach den Erhebungen des damit beauftragten Friedensgerichts mindestens 6400 außergerichtliche Tötungen gegeben. Die Zahl der außergerichtlichen Tötungen durch das kolumbianische Militär liegt damit drei Mal so hoch wie bislang angenommen, erklärte das Sondergericht. Die Armee habe die Todesfälle damals so dargestellt, als seien die Menschen im Kampf umgekommen. Das Friedensgericht ist damit betraut, Verbrechen zu untersuchen, die in dem rund 50 Jahre währenden Konflikt zwischen dem Militär Kolumbiens und der damaligen linksgerichteten Guerillaorganisation Farc verübt wurden.

+++ 17.45 Uhr: Bericht: 2020 wurde kein Kilometer neue Schienenstrecke in Betrieb genommen +++

Die Deutsche Bahn hat im vergangenen Jahr keinen einzigen neuen Streckenkilometer in Betrieb genommen. Das berichtete die "Neue Berliner Redaktionsgesellschaft" (NBR) unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion. Demnach wurden 2020 keine sogenannten Bundesschienenwege neu in Betrieb genommen - auch nicht abschnittsweise. Die Deutsche Bahn investierte mithilfe des Bundes demnach vorrangig in die Netzinstandhaltung. Die Deutsche Bahn (DB) steckte 2020 wie im Vorfeld angekündigt gut zwölf Milliarden Euro in die Erneuerung und Modernisierung von Schienennetz und Bahnhöfen und erneuerte unter anderem über 1500 Gleiskilometer. Neue Strecken gingen aber nicht ans Netz.

+++ 17.35 Uhr: Kleinflugzeug in den Bodensee gestürzt - deutscher Pilot gerettet +++

Auf der Schweizer Seite des Bodensees ist bei dichtem Nebel ein Kleinflugzeug abgestürzt. Der deutsche Pilot konnte gerettet werden, wie die Kantonspolizei von St. Gallen berichtete. Der 70-Jährige, der im Kanton Tessin wohnt, sei wahrscheinlich eine Dreiviertelstunde im Wasser gewesen und unterkühlt, aber ansonsten nach erstem Augenschein nicht verletzt gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Der Pilot wurde in ein Krankenhaus gebracht. Was zu dem Absturz führte, ist unklar. "Über dem Bodensee liegt dichter Nebel", teilte die Polizei mit.

+++ 17.32 Uhr: VW-Finanzsparte will auch Fahrräder verleasen und Radkredite vergeben +++

Zwei Räder statt vier, auf Wunsch ganz ohne Motor: Die Finanztochter von Volkswagen (VWFS) bietet künftig auch Leasing und Kreditverträge für Fahrräder an. Ersteres richtet sich an Firmen, die ihren Beschäftigten Diensträder zur Verfügung stellen, wie das Unternehmen mitteilte. Die Kreditvariante ist dagegen in erster Linie für private Kunden gedacht und läuft über niedergelassene Fahrradhändler. Das Darlehen wird dann online beantragt. Auch beim Leasing-Modell sind einzelne Händler beteiligt. Hier muss die Nutzung aber mit dem Arbeitgeber besprochen werden, möglich ist etwa eine Verrechnung mit Teilen des Gehalts.

+++ 17.31 Uhr: Über 350.000 Euro Schaden: Kita-Chefin gesteht Konten-Plünderung +++

Eine frühere Kita-Leiterin aus Seesen (Niedersachsen) hat die jahrelange Plünderung von Konten mit einem Schaden von mehr als 350.000 Euro gestanden. "Ich habe Fehler gemacht", sagte die 57-Jährige zum Prozessauftakt in Braunschweig. Irgendwann habe ihr privates Geld einfach nicht mehr ausgereicht, begründete sie den Griff in die Kita-Kassen. "Jetzt bin ich froh, dass ich nicht mehr lügen muss", sagte sie unter Tränen im Landgericht. Ihr Mann musste seine Massage-Praxis aufgeben, die Kinder sollten aber im Studium unterstützt werden: So beschrieb die Angeklagte die Anfänge. Für den Zeitraum zwischen Mai 2014 und September 2019 werden ihr gewerbsmäßige Untreue und gewerbsmäßiger Betrug vorgeworfen.

+++ 17.31 Uhr: USA wollen Asylsuchende wieder ins Land lassen +++

Asylsuchende dürfen künftig für ihre Verfahren wieder in die Vereinigten Staaten einreisen. Ab Freitag sollen die ersten Antragsteller für ihre Gerichtsanhörungen über die mexikanische Grenze kommen und für die Dauer ihrer Verfahren in den USA bleiben dürfen, wie das Weiße Haus mitteilte. Damit bricht die neue Regierung von US-Präsident Joe Biden mit der restriktiven Einwanderungspolitik von Vorgänger Donald Trump. Bislang mussten Asylsuchende in Mexiko auf die Entscheidung ihrer Anträge warten. Dadurch lebten Menschen zum Teil über ein Jahr in Zeltlagern südlich der Grenze zu den USA.

+++ 17.31 Uhr: Biden und Merkel bei G7-Gipfel und Sicherheitskonferenz +++

Einen Monat nach seiner Vereidigung nimmt US-Präsident Joe Biden erstmals an einem internationalen Gipfeltreffen teil. Mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und anderen Staats- und Regierungschefs westlicher Industrienationen berät er in einer G7-Videokonferenz (15 Uhr) über die Bekämpfung der Corona-Pandemie. Anschließend tritt er als erster US-Präsident bei einer Münchner Sicherheitskonferenz (16 Uhr) auf. Das weltweit bedeutendste Expertentreffen zur Sicherheitspolitik ist wegen der Corona-Pandemie eine digitale Veranstaltung, zu der sich die Teilnehmer per Video zuschalten.

+++ 17.00 Uhr: Deutschland kommt wegen jahrelanger Versäumnisse beim Naturschutz vor Gericht +++

Deutschland muss sich wegen jahrelanger Versäumnisse bei Ausweisung und Erhalt von Naturschutzgebieten vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) verantworten. Die EU-Kommission verklagte die Bundesregierung in Luxemburg wegen systematischer Verstöße gegen die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH). Die Bundesregierung verwies auf einen "rechtlichen Dissenz": Die Forderungen aus Brüssel gingen zu weit. Die EU-Länder hatten sich 1992 dazu verpflichtet, bis spätestens 2010 die Lebensräume seltener und bedrohter Tier- und Pflanzenarten als Gebiete "von gemeinschaftlichem Interesse" auszuweisen. Brüssel hatte wegen der Versäumnisse bereits 2015 ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Berlin eingeleitet.

+++ 16.50 Uhr: Röttgen pocht weiter auf Moratorium für Nord Stream 2 +++

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Norbert Röttgen (CDU), hat sich erneut für ein Moratorium beim Bau der umstrittenen Gaspipeline Nord Stream 2 ausgesprochen. Die Pipeline von Russland nach Deutschland sei eine "erhebliche Belastung im Verhältnis zu den USA, aber auch innerhalb Europas", sagte Röttgen der "Rheinischen Post" einen Tag vor der Rede des neuen US-Präsidenten Joe Biden auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Die Mehrheit der EU-Staaten wie auch der US-Kongress "sehen in der Ostseepipeline kein wirtschaftliches, sondern ein machtpolitisches Projekt" des russischen Präsidenten Wladimir Putin, so Röttgen. Die Bundesregierung hält trotz der massiven Kritik aus dem Ausland sowie auch im Inland an dem umstrittenen Vorhaben bislang fest.

+++ 16.47 Uhr: Stoltenberg: Nato weitet Irak-Mission auf bis zu 4000 Soldaten aus +++

Die Nato weitet ihre Mission im Irak auf rund 4000 Soldaten aus. Dies beschlossen die Verteidigungsminister der Allianz bei einer Video-Konferenz, wie Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg mitteilte. Bisher hat der Ausbildungs- und Beratungseinsatz eine maximale Stärke von 500 Soldaten, von denen nach Bündnisangaben derzeit rund 300 im Land sind.

+++ 16.42 Uhr: Erdogan erstattet in Affäre um 13 getötete Türken Anzeige gegen Oppositionsführer +++

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat in der Affäre um die 13 im Irak getöteten Türken Anzeige gegen den sozialdemokratischen Oppositionsführer Kemal Kilicdaroglu erstattet. Erdogan forderte vom Chef der Republikanischen Volkspartei (CHP) eine Entschädigung von einer halben Million türkischer Lira (umgerechnet rund 60.000 Euro), weil dieser ihm im Parlament eine Mitverantwortung dafür zuwies, dass die türkischen Geiseln umgebracht wurden, wie die Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Die Türkei hatte am Donnerstag die "Hinrichtung" der 13 Türken bekanntgegeben und die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) für ihren Tod verantwortlich gemacht. Die Toten waren von türkischen Militärs in einer Höhle im Irak gefunden worden.

+++ 16.31 Uhr: Russland weist estnischen Diplomaten aus +++

Russland hat einen Diplomaten aus Estland ausgewiesen. Der Schritt erfolge als Reaktion auf die Ausweisung eines russischen Diplomaten aus dem baltischen EU- und Nato-Land, sagte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, in Moskau der Agentur Interfax zufolge. Der estnische Vertreter sei demnach zu einer "unerwünschten Person" erklärt worden. Die Beziehungen zwischen Russland und dem benachbarten Estland, wo eine große russische Minderheit lebt, gelten als angespannt - nicht zuletzt auch wegen der international heftig kritisierten Inhaftierung des Kremlgegners Alexej Nawalny.

+++ 16.31 Uhr: Gerlinde Kretschmann erfolgreich operiert +++

Infolge ihrer Brustkrebserkrankung ist Gerlinde Kretschmann, die Ehefrau des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne), operiert worden. "Die Operation war erfolgreich, und sie muss jetzt auf die Therapie warten", sagte Kretschmann dem "Südkurier". Seine Frau habe Aussichten, wieder zu genesen. Zudem reagiere seine Frau nicht hypernervös, sondern nehme die Erkrankung mit einiger Zuversicht an. Dennoch sei die Situation wegen des ungewissen Verlaufs der Krankheit angespannt. "Das ist schon ein schwerer Schlag, mit dem man zurechtkommen muss", so Kretschmann weiter. Zugleich bekräftigte er, dass er im Wahlkampf kürzertreten und Termine streichen werde, um mehr zu Hause sein zu können. "Ich kriege das schon hin", sagte der Ministerpräsident.

+++ 16.11 Uhr: Fünf Verhaftungen bei Razzia wegen Waffen- und Drogenhandels in Rheinland-Pfalz +++

Mit einer Razzia sind Ermittler in Rheinland-Pfalz gegen eine Gruppe von mutmaßlichen Waffen- und Drogenhändlern vorgegangen. Fünf Beschuldigte kamen in Untersuchungshaft, wie die Polizei Mainz mitteilte. Ihnen werfen die Beamten Verstöße gegen das Waffen- und Kriegswaffenkontrollgesetz sowie banden- und gewerbsmäßigen Drogenhandel vor. Am Mittwoch wurden bereits drei Menschen bei einem Drogengeschäft mit 50 Kilogramm Amphetamin festgenommen.

+++ 16.13 Uhr: Rund hundert Millionen in Bitcoin lagern +++

Bei deutschen Staatsanwaltschaften lagert einem Bericht zufolge ein Vermögen an Bitcoin und wartet darauf, in Geld umgetauscht zu werden. Dies ergaben Recherchen von "Süddeutscher Zeitung" und Westdeutschem Rundfunk. Insgesamt harren demnach aktuell noch rund hundert Millionen Euro in Bitcoin und anderen Währungen der Verwertung, die bei Kriminellen beschlagnahmt wurden. Die größten Beträge stammen dabei dem Bericht zufolge aus einigen wenigen Fällen: So wurden in Bayern 2018 von der Landesjustizkasse Bamberg Bitcoin im Wert von etwa zwölf Millionen Euro versteigert, die bei den Betreibern illegaler Plattformen beschlagnahmt worden waren. In Hessen liegen laut "SZ" und WDR 2200 unverwertete Bitcoin, die aktuell über 90 Millionen Euro wert wären.

+++ 15.57 Uhr: Senegalese Makhtar Diop rückt an Spitze von Weltbankeinrichtung IFC +++

Als erster Afrikaner wird der frühere senegalesische Finanzminister Makhtar Diop künftig an der Spitze der International Finance Corporation (IFC) der Weltbank stehen, die den Privatsektor in Entwicklungsländern fördern soll. Wie die Weltbank ankündigte, übernimmt Diop den Posten Anfang März. Weltbank-Präsident David Malpass erklärte, Diops Fähigkeiten würden der Weltbank bei ihrer raschen Reaktion auf die globale Krise und bei einer "grüneren, widerstandsfähigeren und inklusiveren" wirtschaftlichen Erholung helfen. Derzeit ist Diop Vizepräsident der Weltbank für den Bereich Infrastruktur. 

+++ 15.40 Uhr: Sieben Crewmitglieder von brennender Jacht vor Malaysia gerettet +++

Malaysias Küstenwache hat sieben Besatzungsmitglieder von einer brennenden Jacht gerettet. Das Schiff habe vor der Insel Pulau Singa Kecil geankert, als die Crew eines Patrouillenboots das Feuer entdeckte, berichtete die Nachrichtenagentur Bernama unter Berufung auf die Behörde. Die Besatzung sei unverletzt auf das Schiff der Küstenwache gebracht worden. Die durch starke Winde erschwerten Löscharbeiten dauerten demnach am Nachmittag noch an. Zur Brandursache gab es zunächst keine Angaben.

+++ 15.34 Uhr: Welthungerhilfe besorgt über humanitäre Lage in Afghanistan +++

Die Welthungerhilfe ist "zutiefst besorgt" über die Verschlechterung der humanitären Lage in Afghanistan. "Mittlerweile sind 18,4 Millionen Afghanen auf humanitäre Hilfe zum Überleben angewiesen – das ist fast die Hälfte der Bevölkerung des Landes und sechs Mal so hoch wie noch vor 4 Jahren", sagte Landesdirektor Thomas ten Boer  in Kabul. "In diesem Jahr wird jedes zweite Kind unter fünf Jahren stark unterernährt sein", so ten Boer. Die Hilfsorganisation beklagte zudem die andauernde Gewalt im Land. Trotz der Aufnahme von Friedensgesprächen geht der Konflikt zwischen den militant-islamischen Taliban und der Regierung unvermindert weiter.

+++ 15.23 Uhr: Forscher weisen organische Moleküle in dreieinhalb Milliarden Jahre altem Gestein nach +++

Wissenschaftler haben organische Moleküle und Gase nachgewiesen, die in dreieinhalb Milliarden Jahre alten Gesteinen eingeschlossen sind. Die Verbindungen dienten wahrscheinlich als Nährstoffe frühen Lebens auf der Erde, wie die Universität Köln mitteilte. Der Fund trage "entscheidend zu unserem Verständnis der noch immer unklaren frühesten Entstehungsgeschichte des Lebens bei", so der Kölner Geobiologe und Erstautor der Studie, Helge Mißbach. Laut einer verbreiteten Hypothese soll frühestes Leben auf der Erde kleine organische Moleküle als Baustoffe und Energiequellen genutzt haben. Jedoch konnte die Existenz solcher Bestandteile in frühen Lebensräumen auf der Erde bisher nicht belegt werden.

+++ 15.20 Uhr: Airbus-Chef Faury: Neues Kampfflugzeug in schwieriger Phase +++

Das milliardenschwere deutsch-französische Rüstungsprojekt eines neuen Kampfflugzeuges ist laut Airbus-Chef Guillaume Faury in einer schwierigen Phase. Es sei aber zuversichtlich, dass es Lösungen geben werde, sagte Faury bei der Vorlage der Geschäftszahlen des vergangenen Jahres für sein Unternehmen. "Es ist nicht überraschend, dass es ein schwieriger Augenblick ist, um Verhandlungen abzuschließen." Ins Detail ging er dabei nicht. Zwischen den industriellen Partnern des Riesenvorhabens wird laut Kreisen des französischen Präsidialamts über die Lastenteilung verhandelt: Jeder versuche dabei, das Meiste für seine Werke zu erreichen. Bei dem neuen Kampfflugzeug geht es um ein ganzes Luftkampfsystem namens FCAS (Future Combat Air System). Es soll von 2040 an einsatzfähig sein. Das Rüstungsprojekt soll nicht nur einen Kampfflieger der neuen Generation bringen, sondern auch Drohnen und Satelliten steuern.

+++ 15.13 Uhr: Drei vermisste Bergsteiger am K2 offenbar tot +++

Drei am K2 in Pakistan verschollene Bergsteiger sind offenbar tot. Alle an der groß angelegten Suchaktion beteiligten Experten seien sich einig, dass "Menschen nicht so lange unter so harten Bedingungen überleben können", sagte der örtliche Tourismusminister Raja Nasir Ali Khan. Die Suche nach den Leichen werde fortgesetzt. Am 5. Februar war der Kontakt der drei Bergsteiger aus Chile, Island und Pakistan mit dem Basislager abgebrochen. Eine große Suchaktion mit Hilfe von Flugzeugen und Militärhubschraubern blieb ergebnislos. 

+++ 15.07 Uhr: Laschet erwartet Klärung der Kanzlerkandidatur "zwischen Ostern und Pfingsten" +++

Die Frage, wer Kanzlerkandidat der Union wird, soll nach Darstellung des CDU-Vorsitzenden Armin Laschet frühestens im April geklärt werden. "Ich gehe davon aus – zwischen Ostern und Pfingsten", sagte er der "Aachener Zeitung" und den "Aachener Nachrichten" auf die Frage, wann es das entscheidende Treffen mit dem CSU-Vorsitzenden Markus Söder geben werde. Ostermontag ist in diesem Jahr am 5. April, Pfingstsonntag am 23. Mai. "Wir werden sicher unter vier Augen besprechen, welchen Vorschlag wir unseren beiden Parteien machen", sagte Laschet weiter. Wo das Treffen abgehalten werde, könne er noch nicht sagen. Auch zu anderen Details äußerte sich Laschet nicht. "Das Verfahren zwischen CDU und CSU hierzu zeichnet sich dadurch aus, dass es seit 70 Jahren nicht fest geregelt ist, aber immer ein gutes Ergebnis hervorbringt."

+++ 14.31 Uhr: Bauern in Indien blockieren Züge +++

Tausende Bauern haben in Indien gegen die geplante Liberalisierung des Agrarmarkts demonstriert und dabei Züge blockiert. In mehreren Bundesstaaten seien deshalb Verbindungen ausgefallen oder mussten umgeleitet werden, wie der örtliche Fernsehsender NDTV berichtete. Seit November kampieren Zehntausende Bauern im Kampf gegen die umstrittenen Liberalisierungsgesetze rund um die Hauptstadt Neu Delhi. Ende Januar wurde bei den Protesten mindestens ein Bauer getötet, 400 Polizisten wurden nach Behördenangaben verletzt.

Die Gesetze sollen es Firmen einfacher machen, Waren direkt von Bauern zu kaufen. Bislang wurde in Indien Getreide meist in staatlich organisierten Großmärkten mit Mittelsmännern zu garantierten Mindestpreisen gehandelt. Nach Ansicht der Regierung können die Erzeuger auf dem freien Markt höhere Gewinne erzielen. Die Bauern hingegen befürchten einen Preisverfall und auch den Verlust ihres Landes. Die Landwirtschaft ist Lebensgrundlage für rund 60 Prozent der 1,3 Milliarden Einwohner des Landes.

+++ 14.15 Uhr: Sechs Kinder in Uganda bei Explosion von gefundenem Sprengsatz getötet +++

Bei der Explosion einer Granate oder eines anderen Sprengsatzes sind im Nordwesten Ugandas sechs Kinder getötet und fünf weitere verletzt worden. Die Kinder hätten den Sprengsatz am Dienstag in der Natur gefunden und damit gespielt, sagte Polizeisprecherin Josephine Anguciader Nachrichtenagentur AFP. Drei Kinder seien sofort tot gewesen, drei weitere seien beim Transport ins Krankenhaus gestorben, sagte die Sprecherin. Fünf weitere hätten schwere Verletzungen erlitten. Ersten Ermittlungen zufolge handelte es sich demnach um eine vergessene Handgranate aus der Zeit, als die christlich-fundamentalistische Widerstandsarmee des Herrn (LRA) in der Region Westnil und insbesondere in der Stadt Adjumani ihr Unwesen trieb. 

+++ 13.57 Uhr: Vulkan Ätna auf Sizilien kommt nicht zur Ruhe – Hohe Lava-Fontänen +++

Auf Sizilien kommt der Ätna nicht zur Ruhe. Rund 30 Stunden nach dem spektakulären Ausbruch spuckte der Vulkan in der Nacht zum Donnerstag erneut Feuer und Asche. Bis zu 700 Meter hoch schossen die Lava-Fontänen kurz nach Mitternacht im Osten der süditalienischen Insel, teilte das Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) mit. Wieder stieg eine dichte Rauchwolke aus Gas und Asche kilometerhoch in den Nachthimmel. Wie bereits am Dienstag ergossen sich Lava-Ströme auf der südöstlichen Seite des Berges in ein Tal. Nach rund zwei Stunden beruhigte sich der Ätna aber wieder. Experten des INGV nahmen Materialproben in der Gegend um den Ausbruch. 

Ein Vulkan wirft glühende Lava in den Nachthimmel

+++ 13.29 Uhr: Kleinflugzeug über dem Bodensee abgestürzt - Pilot gerettet +++

Auf der Schweizer Seite des Bodensees ist bei dichtem Nebel ein Kleinflugzeug abgestürzt. Der Pilot konnte gerettet werden, wie die Kantonspolizei von St. Gallen berichtete. Der Mann sei ansprechbar gewesen und ins Krankenhaus gebracht worden. Nach Angaben des Piloten habe sich niemand sonst an Bord befunden. Woher der Mann kam, war zunächst unklar. Was genau zu dem Absturz führte, war zunächst unklar. "Über dem Bodensee liegt dichter Nebel", teilte die Polizei mit. Nach ihren Angaben war die Absturzstelle vom Ufer aus nicht zu sehen.

Die Maschine wurde vor Staad im Wasser gefunden. Das Kleinflugzeug war nach Angaben der Polizei im Landeanflug auf den Flugplatz St. Gallen–Altenrhein. Er befindet sich in Ufernähe, auf Schweizer Seite des Sees, etwa gegenüber von Lindau. Die Polizei hatte auch die Seenotrettungsdienste am Bodensee und umliegende Feuerwehren alarmiert.

(Dazu die Meldung von 13.11 Uhr)

+++ 13.29 Uhr: Slowakische Polizei beendet Geiselnahme nach Doppelmord +++

In der nordostslowakischen Stadt Kezmarok (deutsch Käsmark) hat ein Mann seine Eltern getötet und anschließend in einem Einkaufszentrum eine Verkäuferin als Geisel genommen. Wie die Polizei berichtete, konnte die Geiselnahme nach rund sieben Stunden unblutig beendet werden. Es sei gelungen, die Festgehaltene zu befreien und den Täter zu überwältigen. Nach Medienberichten war die Frau verletzt und musste ins Krankenhaus.

Wie es in der Mitteilung der Polizei hieß, hatte der 41 Jahre alte Einheimische am Mittwochabend die Verkäuferin mit einem Messer bedroht und sich mit ihr in einem Lagerraum des Einkaufszentrums verschanzt. Die Polizei evakuierte daraufhin das gesamte Einkaufszentrum. Während ein Großaufgebot der Polizei das Einkaufszentrum umstellte und ein Spezialteam mit dem Geiselnehmer verhandelte, fanden andere Polizisten die Leichen der offenbar erst kurz davor ermordeten Eltern des Geiselnehmers in ihrer nur 200 Meter entfernten Wohnung. Das Motiv des Täters war zunächst unklar. 

+++ 13.11 Uhr: Kleinflugzeug über dem Bodensee vermisst +++

Auf Schweizer Seite des Bodensees wird ein Kleinflugzeug vermisst. Das bestätigte der Flugplatz St. Gallen-Altenrhein der Deutschen Presse-Agentur. Einzelheiten über Herkunft und Zielort gab es zunächst nicht. Auch wie viele Menschen an Bord waren, war zunächst unbekannt. Nach Medienberichten war die Kantonspolizei mit einem Großaufgebot vor Ort. Der Flugplatz liegt in Ufernähe des Bodensees, auf Schweizer Seite.

+++ 13.02 Uhr: Proteste gegen Putschisten in Myanmar dauern an +++

In vielen Teilen Myanmars haben wieder Demonstranten gegen den Militärputsch und die neue Junta protestiert. Die Teilnehmer forderten die Freilassung der entmachteten Regierungschefin Aung Sa Suu Kyi sowie weiterer in Gewahrsam genommener Politiker. Jedoch waren die Kundgebungen Beobachtern zufolge kleiner als am Mittwoch, als sich allein in der größten Stadt Rangun Zehntausende versammelt hatten. Berichten in sozialen Medien zufolge soll es wieder zu Festnahmen und Gewalt gegen Demonstranten gekommen sein. Auf Fotos war speziell in Mytkyina im Norden des Landes ein massives Aufgebot an Soldaten zu sehen. Militärfahrzeuge fuhren durch die Straßen.

Das Armee hatte im früheren Birma in der Nacht zum 1. Februar wieder vollständig die Macht übernommen und Suu Kyi sowie viele Mitglieder ihrer Regierung festgesetzt. Seither wurden zahlreiche weitere Politiker, Aktivisten und Demonstranten festgenommen. Der Widerstand gegen eine drohende neue Ära der Diktatur hält seit zwei Wochen an.

News von heute: Nato schickt mehr Soldaten in den Irak – keine Entscheidung über Afghanistan-Abzug

+++ 13.01 Uhr: Brüssel verklagt Deutschland wegen jahrelanger Versäumnisse beim Naturschutz +++

Die EU-Kommission verklagt Deutschland wegen jahrelanger Versäumnisse bei Ausweisung und Erhalt von Naturschutzgebieten. "Den jüngsten Informationen der Behörden zufolge hat Deutschland eine bedeutende Anzahl von Gebieten immer noch nicht als besondere Schutzgebiete ausgewiesen", erklärte die Brüsseler Behörde. Berlin verstoße so teilweise seit mehr als zehn Jahren gegen die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie der EU.

Die Kommission hatte deshalb bereits 2015 ein Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet. "Nach eingehender Diskussion mit den deutschen Behörden" habe Brüssel  seine Forderungen 2019 noch einmal unterstrichen. Seitdem habe Deutschland aber immer noch nicht ausreichend nachgebessert. Mittlerweile sei die Frist für die Umsetzung der Habitat-Richtlinie "in einigen Fällen vor mehr als zehn Jahren abgelaufen", erklärte die Kommission weiter. Im Fall einer Verurteilung Deutschlands durch den Europäischen Gerichtshof drohen hohe Strafzahlungen.

+++ 12.56 Uhr: Taschenrechner am Steuer ist verboten +++

Autofahrer dürfen am Steuer keinen Taschenrechner bedienen. Ein solches elektronisches Gerät diene der Information und sei damit laut Straßenverkehrsordnung verboten, teilte der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe mit. Wer als Fahrer während der Fahrt einen Taschenrechner nutze, müsse ein Bußgeld zahlen. Die Frage war dem BGH vom Oberlandesgericht (OLG) Hamm vorgelegt worden, das über ein früheres Urteil des Amtsgerichts Lippstadt entscheiden soll. Dieses verurteilte einen Autofahrer 2019 zu einer Geldbuße, weil er einen Taschenrechner am Steuer benutzt hatte. Das Gericht in Hamm war unsicher, wie es urteilen sollte, weil das OLG Oldenburg eine andere Auffassung vertrat.

Der Entscheidung des BGH liegt die Neuregelung der Straßenverkehrsordnung von 2017 zugrunde. Bis dahin war nur das Benutzen von Handys und Autotelefonen am Steuer ausdrücklich verboten. Seitdem wurde das Verbot auf alle elektronischen Geräte erweitert, die der Kommunikation, Information und Organisation dienen. Sie dürften vom Fahrer nur benutzt werden, wenn sie weder aufgenommen noch in der Hand gehalten werden müssten, teilte der BGH mit. Auch dann dürfe der Fahrer aber den Blick nur kurz vom Verkehr abwenden oder müsse eine Sprachsteuerung nutzen.

+++ 12.51 Uhr: Haus nahe Manchester bricht durch Explosion zusammen – eine Tote +++

Ein Wohnhaus in der Nähe von Manchester ist durch eine Explosion zusammengebrochen und hat eine Frau unter den Trümmern vergraben. Die Frau sei nach dem Zusammenbruch in dem Dorf Summerseat im Großraum Manchester am Mittwochabend tot aufgefunden worden, teilte die Greater Manchester Police mit. Eine weitere Frau und ein Kind wurden mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Was genau explodierte und wie es dazu kam, war zunächst unklar. Mehrere andere Anwohner mussten ihre Häuser verlassen, drei wurden mit leichten Verletzungen vor Ort behandelt.

+++ 12.11 Uhr: Brandstiftungsverdacht gegen Jugendliche nach Feuer mit einem Toten in Celle +++

Nach dem Fund eines Toten bei einem Feuer in einem leerstehenden alten Bahnhofsgebäude im niedersächsischen Celle haben Polizisten vier Jugendliche unter Brandstiftungsverdacht vorläufig festgenommen. Nach Angaben der Beamten wurden die 15- bis 18-Jährigen in der Nacht in der Nähe des Brandorts gefasst. Auf dem Gelände eines ehemaligen Güterbahnhofsgelände war ein Gebäude in Brand geraten, bei den Löscharbeiten fand die Feuerwehr einen Toten.

+++ 12.10 Uhr: EU-Kommission startet wegen NGO-Gesetz neues Verfahren gegen Ungarn +++

Ungarn widersetzt sich nach Ansicht der EU-Kommission einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs zum Umgang mit Nichtregierungsorganisationen. Deshalb leitete die Brüsseler Behörde ein neues Verfahren gegen das Land ein, das von einer rechtsnationalen Regierung unter Ministerpräsident Viktor Orban geführt wird.

+++ 12.01 Uhr: EU-Behörde: Rund 30 Prozent weniger Asylanträge in 2020 +++

Wegen der Corona-Pandemie sind im vergangenen Jahr rund 30 Prozent weniger Asylanträge in der Europäischen Union eingegangen. 2020 sind rund 461.300 Fälle eingereicht worden - während es im Vorjahr noch etwa 671.200 waren, wie die EU-Asylagentur Easo in Valletta auf Malta mitteilte. Die Zahlen seien damit so niedrig wie seit 2013 nicht mehr. Den Rückgang führte die Behörde demnach etwa auf die coronabedingten Reisebeschränkungen zurück. Schätzungsweise vier Prozent der Anträge stammten von unbegleiteten Minderjährigen. 

+++ 11.44 Uhr: Junge Frau erstochen: 35-Jähriger muss lebenslang hinter Gitter +++

Nach dem gewaltsamen Tod einer jungen Frau in Hannover ist ein 35-Jähriger wegen Mordes zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Außerdem werde die besondere Schwere der Schuld festgestellt, sagte Stefan Joseph, Vorsitzender Richter des Schwurgerichts Hannover,.

Der Mann aus Dessau hatte die 23-Jährige im Januar 2020 in ihrer Wohnung mit einem Klappmesser erstochen. Zuvor hatten die Anklagevertreter lebenslange Haft wegen heimtückischen Mordes aus niedrigen Beweggründen und die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld gefordert. Für neun Jahre Gefängnis wegen Totschlags sprach sich die Verteidigung aus.

+++ 11.05 Uhr: Wohl kein Prozess gegen Vater von isolierter Familie in Niederlanden +++

Im Fall einer über Jahre isolierten Familie auf einem Bauernhof in den Niederlanden soll der hauptverdächtige Vater strafrechtlich nicht verfolgt werden. Gerrit Jan van D. sei nach einem schweren Schlaganfall nicht prozessfähig, erklärte die Staatsanwaltschaft in Assen im Nordosten des Landes. Die Familie war im Oktober 2019 auf dem abgelegenen Hof beim Dorf Ruinerwold entdeckt worden. Der Niederländer sowie der Österreicher Josef B. waren festgenommen worden unter dem Verdacht der Freiheitsberaubung von sechs Kindern von Gerrit Jan van D.

Der Vater lebte neun Jahre lang mit den Kindern auf dem Hof in der Provinz Drenthe nahe der deutschen Grenze, ohne dass Nachbarn dies wussten. Er hatte eine Art Natursekte gegründet. Ihm wurde auch Vergewaltigung von zwei Kindern zur Last gelegt. Die Hintergründe des Falles sind noch weitgehend unklar. Bis heute haben sich die heute erwachsenen Kinder nicht öffentlich geäußert.

Der Österreicher hatte den Hof gemietet und die Familie ernährt. Er weist alle Vorwürfe zurück. Er war im Oktober vorläufig freigelassen worden. Er muss sich zu einem späteren Zeitpunkt verantworten. Über die Einstellung des Verfahrens gegen den Vater muss das Gericht entscheiden. Eine Entscheidung darüber wurde noch für Donnerstag erwartet. Der Fall war im Oktober 2019 ans Licht gekommen, als ein Sohn in einer Dorfkneipe um Hilfe gebeten hatte. Die Mutter war bereits vor Jahren gestorben.

+++ 8.44 Uhr: Briefbombe löste Explosion in Lidl-Verwaltungsgebäude in Neckarsulm aus +++

Die Explosion in einem Verwaltungsgebäude des Discounters Lidl im baden-württembergischen Neckarsulm am Mittwoch ist durch eine Briefbombe verursacht worden. Das teilten Staatsanwaltschaft und Polizei in Heilbronn mit. Drei Menschen wurden demnach bei der Detonation verletzt. Zwei davon erlitten leichte Verletzungen, eine dritte wurde "mittelschwer verletzt", hieß es.

Der Sprengkörper steckte nach ersten Erkenntnissen der Ermittler in einer Briefsendung und war am Mittwochnachmittag innerhalb des Gebäudes explodiert. Etwa 100 Mitarbeiter wurden danach aus dem Haus evakuiert. Einsatzkräfte mit Sprengstoffspürhunden suchten das gesamte Gebäude nach weiteren Bomben ab. Es wurden aber keine gefunden. Die Ermittlungen liefen, erklärten die Behörden weiter.

+++ 8.35 Uhr: Zwei Jahre Haft für zwei Journalistinnen in Belarus +++

Weil sie über Proteste in Belarus gegen den Machthaber Alexander Lukaschenko berichtet haben, sind zwei Journalistinnen zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht in der Hauptstadt Minsk befand die beiden Frauen des oppositionellen Fernsehkanals Belsat für schuldig, die "öffentliche Ordnung" verletzt zu haben, wie der Journalistenverband des Landes im Nachrichtenkanal Telegram berichtete. Die 27-jährige Reporterin Katerina Bachwalowa und ihre 23-jährige Kollegin Daria Tschulzowa müssen demnach in ein Straflager. Die beiden Frauen umarmten sich nach der Entscheidung.

Die zwei Journalistinnen waren Mitte November festgenommen worden. Sie berichteten über Proteste nach dem Tod des Aktivisten Roman Bondarenko. Die Polizei nahm dabei Dutzende Menschen fest – auch das filmten die Reporterinnen. Den Aktivisten bezeichnete die Demokratiebewegung in Belarus als "Helden". Der Mann soll im November in Minsk überfallen worden sein und so schwere Verletzungen erlitten haben, dass er daran starb. Danach kursierten Aufnahmen abgehörter Telefonate von Funktionären, die auf eine Verwicklung staatlicher Strukturen in den Fall hindeuten könnten. 

+++ 8.16 Uhr: Einsatz gegen Organisierte Kriminalität – Durchsuchungen bei Großfamilie in Berlin und Brandenburg +++

Die Polizei hat am Morgen rund zwei Dutzend Häuser und Wohnungen in Berlin und Brandenburg durchsucht. Nach Informationen von "Bild"-Zeitung und "Spiegel" richteten sich die Razzien gegen Angehörige einer Großfamilie, von der etliche Mitglieder in Verbindung zur Organisierten Kriminalität stehen sollen. Bei der Aktion der Behörden geht es demnach um die Bekämpfung von Drogen- und Waffenkriminalität in erheblichem Umfang. Mehrere Personen seien festgenommen worden. An dem Einsatz soll auch die GSG9 beteiligt gewesen sein. Offizielle Informationen zu den Durchsuchungen gibt es bisher nicht.

+++ 8.02 Uhr: Internet in Pakistan stark eingeschränkt +++

In weiten Teilen Pakistans ist das Internet stark eingeschränkt. Grund sei ein technischer Defekt an einem Unterseekabel, sagte ein Sprecher der Telekommunikationsbehörde (PTA). Demnach trat ein Schaden an einer wichtigen Verbindung nahe Ägypten auf, die Pakistan mit Nordafrika verbindet. Der Datenverkehr des wichtigen Unterseekabels wurde laut PTA auf andere Kabel umgeleitet. Dennoch sank für Millionen Menschen die Internetgeschwindigkeit drastisch. Zunächst war unklar, wann der Schaden behoben werden sollte. Knapp ein Fünftel der gut 220 Millionen Landesbewohner nutzen einer 2020 veröffentlichten Studie regelmäßig das Internet in dem südasiatischen Land.

+++ 7.54 Uhr: Hintergründe zu Explosion in Lidl-Zentrale noch unklar +++

Nach der Explosion in der Lidl-Zentrale im baden-württembergischen Neckarsulm mit drei Verletzten sind die Hintergründe weiter unklar. "Unsere Ermittlungen dauern an, aber aktuell gibt es da nichts Neues", sagte eine Sprecherin der Polizei. Woher der explodierte Brief oder das Paket gekommen war, blieb zunächst offen. Auch ein mögliches Motiv des Absenders und die Frage, ob es zuvor eine Bombendrohung gegeben haben könnte, seien noch Gegenstand der Ermittlungen.

+++ 6.52 Uhr: Hacker attackieren Websites der Militärjunta in Myanmar +++

Hacker haben in Myanmar mehrere Websites der Militärjunta angegriffen. Die Angriffe einer Gruppe mit dem Namen "Myanmar-Hacker" führten zu Störungen auf den Websites der Zentralbank, der PR-Abteilung der Armee, der Hafenverwaltung, der Regulierungsbehörde für Nahrungsmittel und Medikamente sowie des staatlichen Senders MRTV. "Wir kämpfen für Gerechtigkeit in Myanmar", erklärte die Hacker-Gruppe auf ihrer Facebookseite. Sie bezeichnete ihre Cyberangriffe als eine Art "Massenprotest vor den Websites der Regierung". Seit dem Militärputsch vom 1. Februar finden in dem südostasiatischen Land Massenproteste gegen die Junta statt. 

News von heute: Nato schickt mehr Soldaten in den Irak – keine Entscheidung über Afghanistan-Abzug

+++ 6.13 Uhr: Saarländischer Rundfunk steht vor Wechsel an der Spitze +++

Der mächtigste Posten beim Saarländischen Rundfunk (SR) wird neu vergeben. Am Montag (22. Februar) treten drei Kandidaten bei der Intendantenwahl an. Mit SR-Chefredakteurin Armgard Müller-Adams könnte erstmals eine Frau in der Geschichte der ARD-Anstalt in Saarbrücken die Position übernehmen. Ihr SR-Kollege Martin Grasmück ist stellvertretender Programmdirektor und kandidiert ebenfalls. Die beiden Saarländer haben prominente Konkurrenz von außen: ARD-Chefredakteur Rainald Becker. Der Posten wird frei, weil der seit 2011 amtierende Intendant Thomas Kleist, 65, Ende April aufhört. 

+++ 4.53 Uhr: Migrantin stirbt in Grenzfluss zwischen Mexiko und USA +++

Beim Überqueren des Grenzflusses zwischen Mexiko und den USA ist eine Migrantin in den eiskalten Fluten gestorben. Die Venezolanerin gehörte einer Gruppe von vier Menschen an, die über den Rio Grande (in Mexiko Río Bravo genannt) in die USA zu gelangen versuchten, wie Mexikos Einwanderungsbehörde INM bekanntgab. Zwei von ihnen schafften es demnach ans andere Ufer und bekamen Hilfe von US-Grenzschutzbeamten. Ein anderer kehrte zurück ans mexikanische Ufer und musste wegen einer Unterkühlung behandelt werden. Von der Frau konnte den Angaben zufolge nur noch die Leiche geborgen werden. Das Flusswasser sei minus ein Grad kalt gewesen, hieß es. Jeden Monat werden Zehntausende Menschen an der Südgrenze der USA nach unerlaubter Einreise aus Mexiko aufgegriffen.

+++ 4 Uhr: Grüne stocken Wahlkampfetat kräftig auf +++

Die Grünen wollen in diesem Jahr deutlich mehr Geld für den Bundestagswahlkampf ausgeben als vor vier Jahren. Insgesamt liege das Wahlkampfbudget nun bei über zehn Millionen statt bei über sechs Millionen Euro wie bei der vergangenen Bundestagswahl, sagte Bundesgeschäftsführer Michael Kellner dem Nachrichtenportal T-online. "Das ist für uns erfreulich viel", allerdings noch viel weniger als bei Union und SPD. Für digitale Kampagnen soll das Budget mehr verdoppelt werden. "Statt 1,2 Millionen geben wir dafür jetzt 2,5 Millionen Euro aus", kündigte Kellner an. Große Massenkundgebungen hält er selbst für den Spätsommer nicht für realistisch.

+++ 3.16 Uhr: Acht Verletzte durch Schüsse in Philadelphia +++

In der US-Stadt Philadelphia sind nach neuen Polizeiangaben nahe einer U-Bahn-Haltestelle acht Menschen durch Schüsse verletzt worden. Ein 71-Jähriger, der am Bauch und an beiden Beinen verletzt wurde, sei in kritischem Zustand, teilte ein Polizeisprecher mit. Die anderen Verletzten wurden mit Verletzungen unter anderem am Rücken, an den Beinen und Armen in Krankenhäuser gebracht. Ein Mann habe sich selbstständig in eine Klinik begeben, er sei durch einen Streifschuss verletzt worden, teilte die Polizei mit. Die jüngste Verletzte ist laut Polizei eine 17-Jährige. Die Beamten hätten zwei Waffen sichergestellt und eine Person festgenommen, hieß es weiter. Polizeichefin Danielle Outlaw machte vor Journalisten deutlich, dass noch nicht klar sei, ob diese Person an dem Vorfall beteiligt war. Die Hintergründe des Vorfalls am Mittwochnachmittags (Ortszeit) sind noch unklar.

+++ 2.41 Uhr: Verdächtiger nach Unfalltod des Vaters von Rapperin Nicki Minaj festgenommen +++

Nach dem Tod des Vaters der US-Rapperin Nicki Minaj bei einem Verkehrsunfall ist ein verdächtiger Autofahrer vorübergehend festgenommen worden. Dem 70-Jährigen werden Fahrerflucht sowie die Manipulation von Beweismitteln zu dem Unfall vorgeworfen, wie die Polizei im US-Bundesstaat New York mitteilte. Der Mann wurde gegen Zahlung einer Kaution von 250.000 Dollar (207.00 Euro) wieder auf freien Fuß gesetzt, wie dessen Anwalt im Nachrichtensender CNN sagte. Der 64-jährige Robert Maraj war am Freitag entlang einer Straße in Mineola auf Long Island gelaufen, als er von einem Auto erfasst wurde. Der Fahrer flüchtete nach Angaben der Polizei vom Unfallort. Der Vater der weltberühmten Rapperin wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo er am Samstag starb. 

+++ 1.53 Uhr: Facebook blockiert Teilen von journalistischen Nachrichten in Australien +++

Im Streit um ein geplantes Online-Mediengesetz in Australien blockiert Facebook in dem Land das Teilen von journalistischen Nachrichten. Der Konzern habe sich "schweren Herzens" zu diesem Schritt entschieden, teilte der für Australien zuständige Facebook-Manager William Easton mit. Die Nutzer in Australien können fortan Inhalte von australischen oder internationalen Nachrichtenseiten nicht mehr teilen.

Australien plant eine strenge Regulierung des digitalen Nachrichtenmarkte. Demnach soll Facebook ebenso wie Google australischen Medienhäusern Nutzungsgebühren für die Verbreitung von deren journalistischen Inhalten zu zahlen. Ein entsprechender Gesetzentwurf sieht bei Verstößen Geldbußen in Millionenhöhe vor. Auf diese Weise soll ein Teil der Werbeeinnahmen der US-Onlineriesen an die traditionellen Medienhäuser weitergereicht werden. 

+++ 1.22 Uhr: Antisemitismusbeauftragter Klein – Hanau zeigt die Gefahr von Hass und Hetze +++

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, sieht in dem rassistischen Anschlag in Hanau vor einem Jahr eine dauerhafte Mahnung. Der Anschlag "wird uns immer Mahnung sein, welche Gefahr Hass und Hetze für unsere Gesellschaft und damit letztlich auch für jeden einzelnen von uns ist", sagte Klein den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Opfer seien "aus der Mitte unserer Gesellschaft gerissen" worden. "Antisemitismus und Rassismus liegen eng beieinander, sie richten sich gegen unsere freiheitliche demokratische Grundordnung, sie wollen ausgrenzen, einschränken, zerstören", sagte Klein. "Unsere Antwort darauf muss sein, als Gesellschaft zusammenzustehen und mutig für Weltoffenheit, Toleranz und demokratische Werte einzustehen."

+++ 0.35 Uhr: Gamestop-Hype – Youtube-Star "Roaring Kitty" vor Anhörung verklagt +++

Die Kurskapriolen bei Aktien des Videospielhändlers Gamestop und anderer US-Unternehmen ziehen weitere Rechtskonflikte nach sich. Mit dem Youtuber "Roaring Kitty" geriet nun eine treibende Kraft der Anleger-Community, die Gamestop-Aktien in die Höhe trieb, ins Visier einer potenziellen Sammelklage. Dem Internetstar wird vorgeworfen, gegen Wertpapiergesetze verstoßen und anderen Investoren enorme Verluste eingehandelt zu haben. Die Marktturbulenzen sollen heute auch bei einer Anhörung im US-Kongress erörtert werden.

Im Januar hatten sich in einem Online-Forum organisierte Hobby-Spekulanten bei Aktien von Gamestop und anderen Firmen wie der Kinokette AMC ein Kräftemessen mit einigen Hedgefonds geliefert, die auf einen Kursverfall der Titel wetteten und hohe Verluste erlitten.

+++ 0.14 Uhr: UNO – Ein Kind durch Angriff in Libyen getötet und 29 Menschen verletzt +++

Während der Gedenkfeiern in Libyen zum zehnten Jahrestag des Aufstands gegen den langjährigen Machthaber Muammar al-Gaddafi sind bei einem mutmaßlichen Mörser-Angriff nach UN-Angaben ein Kind getötet und 29 weitere Menschen verletzt worden. Auch unter den Verletzten seien zwei Minderjährige, teilte die UN-Libyenmission Manul im Onlinedienst Twitter mit. Der Angriff wurde diesen Angaben zufolge am Dienstagabend in der Stadt Sabha verübt, die etwa 650 Kilometer südlich der Hauptstadt Tripolis liegt. Die UN-Mission machte keine Angaben dazu, wer hinter der Attacke stecken könnte.

+++ 0.01 Uhr: Sieben Verletzte durch Schüsse in Philadelphia +++

In der US-Stadt Philadelphia sind nach Polizeiangaben nahe einer U-Bahn-Haltestelle sieben Menschen durch Schüsse verletzt worden. Ein 71-Jähriger, der am Bauch und an beiden Beinen verletzt wurde, sei in kritischem Zustand, teilte ein Polizeisprecher mit. Die anderen Verletzten kamen mit Verletzungen unter anderem am Rücken, an den Beinen und Armen ins Krankenhaus. Die jüngste Verletzte sei eine 17-Jährige. Die Beamten hätten zwei Waffen sichergestellt und eine Person festgenommen, hieß es weiter. Polizeichefin Danielle Outlaw machte vor Journalisten deutlich, dass noch nicht klar sei, ob diese Person an dem Vorfall beteiligt war. Die Hintergründe des Vorfalls sind ebenfalls unklar.

fs / wue / rw DPA AFP

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