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News von heute: Neun Menschen sterben bei Flugzeugabsturz in Schweden

Zwei Kinder fallen von Traktor und werden von ihm überrollt +++ Razzien in Shisha-Bars im Kreis Mettmann +++ Milliardenstrafe für Facebook wegen Datenschutzskandal +++ Die News von heute.

Ein einmotoriges Propellerflugzeug Pilatus PC-12 im Anflug

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs im Norden Schwedens sind alle neun Menschen an Bord ums Leben gekommen (Symbolbild)

Picture Alliance

Die wichtigsten Nachrichten im Überblick:

  • CSU-Chef Söder: SPD hat "unmöglichen Stil" bei Wahl von der Leyens (17.31 Uhr)
  • Neun Menschen sterben bei Flugzeugabsturz in Schweden (16.30 Uhr)
  • SPD fordert gesetzliche Vorgaben gegen Zuckerbomben für Kinder (15.42 Uhr)
  • Klöckner rechnet für 2022 mit Glyphosat-Verbot in der EU (14.31 Uhr)
  • Der Sommer kommt zurück – Temperaturen steigen wieder an (12.19 Uhr)

Die News von heute:

+++ 21.41 Uhr: Festnahmen bei Demonstration in Moskau für unabhängige Kommunalwahl-Kandidaten +++ 

Bei Protesten gegen mutmaßliche Behinderungen der Opposition bei den kommenden Kommunalwahlen sind am Sonntag mehrere Unterstützer des prominenten Kreml-Kritikers Alexej Nawalny festgenommen worden. Die rund 2000 Demonstranten waren einem Aufruf mehrerer Kandidaten, darunter Anhänger Nawalnys, gefolgt. Die Kandidaten werfen der Moskauer Wahlleitung vor, Oppositionspolitiker von den Stimmzetteln streichen zu wollen.     Rund ein Dutzend Teilnehmer wurden am späten Nachmittag festgenommen. Unter ihnen waren auch drei Nawalny nahestehende Organisatoren des Protests. Die Polizei war bei der Demonstration im Moskauer Stadtzentrum massiv präsent, schritt zunächst allerdings nicht ein. 

Russlandweit werden im September Kommunal- und Regionalparlamente gewählt. Kandidaten, die nicht für große Parteien antreten, müssen der Wahlleitung zahlreiche Unterstützerunterschriften vorlegen, um zugelassen zu werden. Die Demonstranten werfen der Wahlleitung in Moskau vor, sie fälschlicherweise der Unterschriftenfälschung zu beschuldigen und Kandidaten von Wahlzetteln streichen zu wollen.    

+++ 20.54 Uhr: Guatemalas Staatschef Morales sagt Treffen mit Trump ab +++ 

Guatemalas Staatschef Jimmy Morales hat kurzfristig ein Treffen mit US-Präsident Donald Trump abgesagt. Morales sollte eigentlich an diesem Montag mit Trump in Washington zusammenkommen, um über Migrationspolitik zu sprechen. Oppositionspolitiker hatten einen Antrag vor dem Verfassungsgericht Guatemalas gestellt, um die Unterzeichnung eines Migrationsabkommens mit den USA zu verhindern, nach dem Guatemala als sicheres Drittland eingestuft werden sollte. Vor dem Hintergrund des bevorstehenden Gerichtsbeschlusses habe Morales den US-Besuch vorerst abgesagt, hieß es in einer Regierungserklärung am Sonntag. Morales dementierte zugleich, dass eine Abmachung mit den USA in diesem Sinn geplant sei.

Der Großteil der Migranten, die an der Grenze zwischen den USA und Mexiko ankommen, stammt aus Mittelamerika. Die Menschen hoffen auf Asyl in den USA und sind vor der Gewalt und Armut in ihren Heimatländern geflohen.

+++ 19.08 Uhr: Zug rammt Auto: Vier Tote an Bahnübergang in Tschechien +++ 

Bei einem schweren Unfall an einem Bahnübergang in Tschechien sind zwei Erwachsene und zwei Kinder getötet worden. Sie saßen in einem Auto, das von einem Eilzug erfasst wurde. Der Zug habe den Wagen noch rund 300 Meter vor sich hergeschoben, sagte eine Polizeisprecherin am Sonntag. Der Bahnübergang in dem Dorf Cernozice bei Hradec Kralove (Königgrätz) war mit einem Blinklicht, nicht aber mit einer Schranke gesichert. Die Polizei klärt nun, ob das Warnsingal ordnungsgemäß funktionierte. Im gesamten vorigen Jahr kamen in Tschechien nach Angaben der Behörden 33 Menschen an Bahnübergängen ums Leben.

+++ 17.55 Uhr: Mann fährt Tank leer und verursacht zehn Kilometer Stau +++

Zehn Kilometer Stau hat ein Autofahrer verursacht, dem auf einer Autobahn in Sachsen der Kraftstoff ausging. "Der Tank war leer", teilte die Görlitzer Polizei mit. Der Mann begann deshalb, seinen liegengeblieben Wagen auf der A4 Dresden-Görlitz zu schieben. Weil es wegen einer Baustelle dort nur einen Fahrstreifen gab, zuckelten Hunderte Autofahrer im Schritttempo hinter ihm her. Der Beifahrer hatte sich von einem anderen Auto zu einer nahen Raststätte mitnehmen lassen, um Sprit zu holen. Es dauerte laut Polizei mehr als eine Stunde, bis der Stau sich auflöste.

+++ 17.34 Uhr: Nach Bootsunglück: Leichen von 34 Migranten in Tunesien beerdigt +++

Nach einem Bootsunglück vor der Küste Tunesiens sind die Leichen von 34 afrikanischen Migranten beerdigt worden. Retter hatten insgesamt 82 Leichen aus dem Mittelmeer geborgen. Diese seien zur Obduktion und zu DNA-Tests in den Südosten des Landes geschickt und dort teilweise bestattet worden, sagte ein Sprecher der Hilfsorganisation Roter Halbmond. 

Das Schlauchboot war vor zwei Wochen aus Tunesiens Nachbarland Libyen nach Europa gestartet. Der Internationalen Organisation für Migration (IOM) zufolge waren 86 Migranten an Bord, als das Boot zwei Tage später nahe der tunesischen Küstenstadt Zarzis sank. Vier Migranten konnten gerettet werden, von denen einer später im Krankenhaus starb. Die verbleibenden 48 Leichen hätten wegen fehlender Genehmigungen von Gemeinderäten nicht beerdigt werden können oder weil auf Friedhöfen nur Muslime bestattet würden, sagte der Sprecher. Sollten die nötigen Genehmigungen nicht erteilt werden, würden die Leichen zurück nach Zarzis geschickt.

+++ 17.31 Uhr: CSU-Chef Söder: SPD hat "unmöglichen Stil" bei Wahl von der Leyens +++

Kurz vor der Abstimmung über den Spitzenposten der EU-Kommission hat CSU-Chef Markus Söder von der SPD die Unterstützung für Ursula von der Leyen eingefordert. Es könne nicht sein, dass SPD-Mitglieder im Europaparlament mit Pamphleten gegen von der Leyen arbeiteten, "das ist ein unmöglicher Stil", sagte Söder im "ZDF"-Sommerinterview. "Die SPD kommt mir manchmal vor wie eine Partei, die jede Ausfahrt verpasst und immer weiter auf eine Wand zufährt." Wie die CSU müsse auch die SPD bei der Wahl parteitaktische Fragen zurückstellen und im Sinne Europas handeln: "Deutschland hat das erste Mal die Chance, diese Position einzunehmen."

Brüssel: Kommissionskandidatin von der Leyen wirbt um Parteien

Söder betonte, dass er sehr hoffe, dass von der Leyen bei der Wahl am Dienstag im Europaparlament die notwendigen Stimmen erhalte. "Das ist das ganze Ziel. Ich hoffe sehr dass die SPD noch wirklich zur Besinnung kommt", sagte er. Andernfalls würde sich Europa weltweit lächerlich machen und auf "drei, vier Monate ohne jede Lösung" zusteuern. Bundesverteidigungsministerin von der Leyen (CDU) war Anfang Juli von den EU-Staats- und Regierungschefs als Präsidentin der EU-Kommission nominiert worden.

+++ 17.26 Uhr: Demonstranten fordern in Moskau Zulassung von Oppositionskandidaten +++

Hunderte Menschen haben in Moskau die Registrierung oppositioneller Kandidaten bei der Wahl zum Stadtparlament im September gefordert. An der nicht genehmigten Kundgebung in der russischen Hauptstadt hätten etwa 1000 Menschen teilgenommen, teilte die Polizei der Agentur Interfax zufolge mit. Mehrere Kandidaten der Opposition hatten in den vergangenen Tagen laut russischen Medienberichten beklagt, die Wahlkommissionen habe Unterschriften für ungültig erklärt. Diese wurden in den zurückliegenden Wochen gesammelt und sind Voraussetzung für eine Bewerbung.

Zu der Demonstration hatten betroffene Kandidaten aufgerufen. Dem Bürgerrechtsportal "OWD-Info" zufolge gab es zunächst eine Festnahme. Teilnehmer skandierten etwa "Das ist unsere Stadt" und forderten ein Gespräch mit dem Chef der Stadtwahlkommission, der sich dem Moskauer Radiosender Echo Moskwy zufolge in seinem Landhaus aufhielt. Daraufhin habe die Menge "Wir sind wichtiger als Kartoffeln" gesungen und zu weiteren Protesten in den nächsten Tagen aufgerufen.

+++ 16.48 Uhr: USA: Ablauf der Razzien gegen Migranten ohne Papiere unklar +++

Die US-Regierung hält sich bei den für Sonntag angekündigten, großangelegten Razzien gegen Menschen ohne Aufenthaltserlaubnis bedeckt. Der geschäftsführende Leiter der Einwanderungs- und Ausländerbehörde USCIS, Ken Cuccinelli, sagte dem Fernsehsender CNN auf die Frage, ob die Razzien bereits begonnen hätten, zu operativen Details könne er sich nicht äußern. Er verstehe nicht, warum die Aktion überhaupt für Schlagzeilen sorge. Festnahmen und Abschiebungen illegaler Migranten gehörten zum Alltag der Polizeibehörde ICE. Die Abschiebungen waren US-Medienberichten zufolge in mehreren Großstädten geplant, unter anderem in New York, Miami und Los Angeles.

US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag öffentlich angekündigt, dass ab diesem Sonntag im großen Stil Razzien gegen Menschen ohne Papiere stattfinden sollten. Der Fokus liege auf jenen, die Straftaten begangen hätten, sagte er. Trump betonte aber, wer illegal ins Land gekommen sei, müsse gehen.

+++ 16.30 Uhr: Neun Menschen sterben bei Flugzeugabsturz in Schweden +++

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs im Norden Schwedens sind alle neun Menschen an Bord ums Leben gekommen. Das bestätigte eine Sprecherin der Region Västerbotten der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatten die Zeitung "Aftonbladet" und weitere schwedische Medien über das Unglück berichtet.  

Die Polizei teilte mit, ersten Erkenntnissen zufolge sei das Flugzeug am Sonntagmittag kurz nach dem Startvorgang südlich der Start- und Landebahn des Flugplatzes von Umeå verunglückt. Die Maschine stürzte demnach auf die Insel Storsandskär knapp zwei Kilometer südlich des Flughafens. Hintergründe des Zwischenfalls waren zunächst unbekannt. Nach "Aftonbladet"-Angaben waren Fallschirmspringer an Bord des Kleinflugzeugs.

+++ 16.23 Uhr: Sting-Konzert in Bonn am Montag fällt aus +++

Das Sting-Konzert am Montagabend in den Bonner Rheinauen fällt aus. Der Musiker, der mit Songs wie "Roxanne" und "Every Breath You Take" berühmt wurde, leide unter einer viralen Halsinfektion, teilten die Veranstalter mit. Auf Anraten seines Arztes werde er deshalb nicht auftreten. Karten für das Konzert auf dem Bonner KunstRasen könnten ab Dienstag zurückgegeben werden. Sting hatte wegen der Erkrankung bereits Auftritte in München und im belgischen Gent abgesagt.

+++ 15.52 Uhr: Angespannte Lage auf Pariser Champs-Elysées nach Militärparade +++

Wenige Stunden nach dem Ende der Militärparade zum französischen Nationalfeiertag ist es in Paris zu Spannungen gekommen: In der Nähe des Triumphbogens errichteten schwarz vermummte Demonstranten Barrikaden aus Absperrgittern und zündeten Mülleimer an, wie AFP-Reporter berichteten. Zahlreiche Bereitschaftspolizisten waren auf dem Boulevard Champs-Elysées im Einsatz. Sie setzten Tränengas ein, um die Menge zu zerstreuen.    

Parade zum Nationalfeiertag: Wie ein Superheld: Soldat fliegt mit Flyboard über Paris

Zuvor hatte Frankreich den 14. Juli im Zeichen der europäischen Verteidigung gefeiert. Mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verfolgten Vertreter von insgesamt zehn europäischen Ländern die Militärparade, an der sich auch die Bundeswehr beteiligte.      Am Rande der Parade kam es zu Protesten von "Gelbwesten". Mehrere Mitglieder der Protestbewegung wurden nach AFP-Informationen von der Polizei in Gewahrsam genommen. Insgesamt gab es nach Angaben der Sicherheitskräfte mehr als 150 vorläufige Festnahmen.

+++ 15.42 Uhr: SPD fordert gesetzliche Vorgaben gegen Zuckerbomben für Kinder +++

Die SPD setzt im Kampf gegen zu viel Zucker in Lebensmitteln für Kinder auch auf Gesetze. "Wir brauchen eine gesetzliche Vorgabe, den Zuckergehalt in Kinderlebensmitteln zu reduzieren", sagte die ernährungspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Ursula Schulte, dem "Tagesspiegel". Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) solle "schnellstmöglich" eine Verordnung auf den Weg bringen, um den Zuckergehalt etwa in Kindertees, Limonaden und Frühstückscerealien zu halbieren.  

"Freiwilligkeit reicht nicht, dafür ist das Problem zu ernst", zeigte sich Schulte überzeugt. Die Politikerin forderte auch Werbebeschränkungen für ungesunde Kinderlebensmittel: "Werbung sollte nur noch für die Produkte erlaubt sein, die den Zuckergehalt halbiert haben." 

+++ 14.31 Uhr: Klöckner rechnet für 2022 mit Glyphosat-Verbot in der EU +++

Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) rechnet für das Jahr 2022 mit einem EU-weiten Verbot des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat. Vorher sei wenig zu machen, weil das umstrittene Mittel von der EU bis dahin noch zugelassen sei, sagte die Ministerin dem "Tagesspiegel am Sonntag". Es sei aber "nicht davon auszugehen", dass es nach dem Auslaufen der Zulassung am 15. Dezember 2022 eine Mehrheit in der EU für eine Verlängerung geben werde.     

"Das europäische Recht besagt, dass ein nationales Totalverbot nicht möglich ist, solange Glyphosat in der EU zugelassen ist", sagte Klöckner. In Deutschland werde aber an Strategien gearbeitet, um den Einsatz des Unkrautvernichters zu mindern oder überflüssig zu machen.     

Glyphosat, das zu den am weitesten verbreiteten Pflanzenschutzmitteln der Welt gehört, steht im Verdacht, Krebs zu erregen. In der Forschung ist das aber umstritten.

+++ 13.01 Uhr: Waldbrand auf Sardinien: Strand und Hotels geräumt +++

Ein großer Waldbrand hat am Wochenende an der Ostküste Sardiniens gewütet. Die Feuerwehr kämpfte noch am Sonntag nahe der Küstenstadt Tortolì gegen die Flammen, wie Medien berichteten. Demnach war der Brand bereits am Samstag ausgebrochen. Rund 20 Häuser, zwei Hotels, ein Campingplatz und der örtliche Strand wurden geräumt. Bis seien etwa 800 Hektar Land verbrannt, berichtete der TV-Sender RAI. Das Feuer bei Tortolì war nicht der einzige Grund zur Sorge. Nach Angaben der Zeitung "La Nuova Sardegna" brannte es an insgesamt 41 Orten auf der italienischen Mittelmeerinsel.

+++ 12.44 Uhr: Harald Schmidt: Habecks Wahl zum Kanzler nicht unwahrscheinlich +++

Der Schauspieler und TV-Entertainer Harald Schmidt, 61, hält die Wahl des Grünen-Chefs Robert Habeck zum Bundeskanzler "nicht für unwahrscheinlich". Er selbst finde Habeck "toll", sagte er in einem Interview der "Augsburger Allgemeinen". "Aber das Spannende ist: Wie verhält sich das scheue Reh Wähler, wenn Habeck liefern muss, also wenn er Bundeskanzler wird?", fragte Schmidt.

Grundsätzlich traue er Habeck das Amt zu: "Jeder Bundeskanzler ist ganz schnell in das Amt hineingewachsen. Und das zeigt, wie gut die Gewaltenteilung ist, wie gut es ist, dass wir die Institutionen haben, und wie wichtig es ist, dass sie funktionieren." Die Frage, ob er Habeck auch wählen würde, ließ Schmidt in dem Interview unbeantwortet. Beim vorigen Mal habe er CDU gewählt - "weil ich wollte, dass Angela Merkel Bundeskanzlerin bleibt". Er sei "ein strategischer Wähler". Auch Gerhard Schröders SPD habe er einst gewählt, bestätigte Schmidt in dem Interview.

+++ 12.22 Uhr: Nur jeder Zweite hält Deutschland in Umfrage für "eher gerecht" +++

In Deutschland bezweifeln laut einer Umfrage viele Menschen, dass die Verhältnisse gerecht sind. Nur jeder zweite Deutsche (51 Prozent) ist laut einer von der "Bild am Sonntag" veröffentlichten Umfrage der Ansicht, dass es insgesamt "eher gerecht" zugeht. Dagegen halten 38 Prozent der Befragten die Situation für "eher ungerecht". Elf Prozent machten keine Angaben. In einzelnen Bereichen fiel die Beurteilung noch pessimistischer aus. So waren 71 Prozent der Befragten der Meinung, die Löhne in Deutschland seien ungerecht. Dass das Steuersystem ungerecht ist, fanden 59 Prozent. 

+++ 12.19 Uhr: Der Sommer kommt zurück – Temperaturen steigen wieder an +++

Die Sonne ist wieder da: Nach den teils kräftigen Regenfällen in den vergangenen Tagen soll der Sommer Stück für Stück wieder zurückkommen. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte, steht Deutschland ab Beginn der Woche unter einem schwachen Hochdruckeinfluss. Neue Regenfronten soll es demnach erstmal nicht geben. Von Tag zu Tag soll es wärmer werden, zur Mitte der Woche sind Temperaturen von bis zu 30 Grad möglich. Während sich der Süden über viel Sonne freuen kann, hängen über dem Norden aber noch einige Wolken.

Am Montag zeigt sich im Süden häufig die Sonne, über dem Norden und in der Mitte Deutschlands ziehen allerdings noch einige Wolken auf, heißt es. Laut DWD steigen die Temperaturen im Nordwesten auf maximal noch recht kühle 17 bis 20, sonst auf 20 bis 26 Grad. Auch am Dienstag können sich die Menschen im Süden wieder über viel Sonne freuen. Es sollen Höchstwerte von 22 bis 26, am Oberrhein bis zu 28 Grad erreicht werden. Unter Wolken bleibt es demnach aber mit maximal 18 bis 22 Grad aber etwas frischer. Der Mittwoch verheißt noch einmal einen kleinen Temperaturanstieg auf 23 bis 28 Grad. Am Oberrhein sind bis zu 30 Grad möglich.

+++ 11.57 Uhr: US-Warte registriert Erdbeben der Stärke 7,3 in Indonesien +++

Ein schweres Erdbeben hat Indonesien erschüttert. Die amerikanische Erdbebenwarte USGS gab die Stärke mit 7,3 an. Demnach ereignete sich das Beben gegen 11.10 Uhr MESZ im Süden von Halmahera, der größten Insel der Molukken, in einer Tiefe von zehn Kilometern.

+++ 11.46 Uhr: Mann stirbt nach polizeilicher Wohnungsdurchsuchung - Ursache unklar +++

Ein 38-Jähriger aus Hattersheim am Main ist aus zunächst ungeklärten Umständen ums Leben gekommen, nachdem Polizisten wenige Stunden zuvor seine Wohnung durchsucht hatten. Eine Cousine habe den Mann am Samstagmorgen tot in dessen Wohnung aufgefunden, berichtete das Nachrichtenportal des Hessischen Rundfunks (HR), hessenschau.de.

Nach der Durchsuchung am Freitagabend soll der Verdächtige über den Kurznachrichtendienst WhatsApp Fotos seiner Verletzungen verbreitet und Polizisten der Misshandlung beschuldigt haben. Bei den Ermittlungen ging es möglicherweise um Drogengeschäfte. Ein Anwalt der Familie habe Strafanzeige wegen Polizeigewalt gestellt, berichtete der HR. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen zu den Vorgängen übernommen, wollte sich am Sonntag aber nicht zu den Details und den Vorwürfen gegen die Polizisten äußern.

+++ 10.30 Uhr: "BamS": Spahn will Impfpflicht gegen Masern auch in Flüchtlingsunterkünften +++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) plant einem Medienbericht zufolge auch eine Impfpflicht gegen Masern in Flüchtlingsunterkünften. Das gehe aus dem Entwurf des "Gesetzes für den Schutz vor Masern und zur Stärkung der Impfprävention" hervor, den Spahn am Mittwoch ins Kabinett einbringen wolle, berichtete die "Bild am Sonntag". Der Minister sagte dem Blatt, er wolle möglichst alle Kinder vor einer Ansteckung mit Masern schützen.

+++ 9.53 Uhr: Merkel bei französischem Nationalfeiertag in Paris +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist am Sonntag in Paris eingetroffen. Dort wird der französische Nationalfeiertag mit einer großen Militärparade auf der Prachtstraße Champs-Élysées gefeiert. Die Kanzlerin wurde an der Place Concorde im Herzen der Hauptstadt von Premierminister Édouard Philippe begrüßt. 

+++ 9.10 Uhr: Mann pinkelt von Brücke auf Ausflugsschiff +++

Einen unappetitlichen Scherz hat sich ein junger Mann in Bamberg erlaubt: Er pinkelte am Samstag von der Marienbrücke - direkt auf das Deck eines darunter fahrenden Ausflugsschiffes. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, traf der Strahl mehrere Fahrgäste. Der Mann quittierte sein Tun demnach mit lautem Gelächter. Als die Beamten eintrafen, waren er und seine zwei Begleiter bereits verschwunden. Nach dem Pinkler wird nun gesucht. 

+++ 09.04 Uhr: Amazon will in Deutschland mehr als 2800 Stellen schaffen +++

Amazon will in seinen bundesweit über 35 Standorten in Deutschland bis Ende 2019 mehr als 2800 neue, unbefristete Arbeitsplätze schaffen. Damit steige die Zahl der Mitarbeiter auf deutlich über 20.000, kündigte der amerikanische Online-Händler an. Ebenfalls für dieses Jahr sei die Eröffnung des 13. Logistikzentrums in Mönchengladbach geplant. Deutschland-Chef Ralf Kleber wirbt mit "exzellenter Bezahlung, hervorragenden Karrieremöglichkeiten und attraktiven Zusatzleistungen". Das Unternehmen liegt seit Jahren im Clinch mit der Gewerkschaft Verdi, die eine Tarifbindung bei Amazon erstreiten will.

+++ 8.43 Uhr: Erdbeben der Stärke 6,6 vor Küste Australiens +++

Vor der Küste im Nordwesten Australiens ist es zu einem schweren Erdbeben gekommen. Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke mit 6,6 an. Demnach ereignete sich das Beben gegen 7.39 Uhr MESZ rund 200 Kilometer westlich der australischen Stadt Broome in einer Tiefe von zehn Kilometern. Wie es auf der Website der australischen Meteorologie-Behörde hieß, lag keine Tsunami-Bedrohung vor.

+++ 7.38 Uhr: Toter bei Brand in Saunaclub - Männer nehmen Feuerwehr Schläuche weg +++

Bei einem Brand in einem Saunaclub im niederrheinischen Hamminkeln ist ein Mann ums Leben gekommen. Rettungskräfte hatten noch versucht, den Gast zu reanimieren, wie die Polizei in Wesel mitteilte. Dennoch starb der 64-Jährige noch vor Ort. Das Gebäude wurde fast vollständig zerstört. Die Polizei nahm drei Männer in Gewahrsam, die den Löscheinsatz massiv gestört haben sollen. Den Angaben zufolge nahmen sie den Feuerwehrkräften die Löschwasserschläuche weg, um sich gegenseitig mit Wasser zu bespritzen. Die Kriminalpolizei übernahm die Ermittlungen zur Brandursache.

+++ 6 Uhr: US-Behörden geben keine Entwarnung für Tropensturm "Barry" +++

Die Gefahr durch den Tropensturm "Barry", der über den US-Bundesstaat Louisiana hinwegzieht, ist nach Angaben der Behörden noch nicht gebannt. Sie warnten am Samstag vor heftigen Regenfällen und möglichen Tornados. Die befürchteten weitverbreiteten Überschwemmungen blieben bislang aus. "Barry" hatte kurzzeitig Hurrikan-Stärke erreicht. Als er am Samstag in Louisiana auf die US-Küste traf, hatte der Sturm sich aber wieder abgeschwächt.

+++ 4.28 Uhr: Kubas Parlament stimmt für neues Wahlgesetz +++

Das kubanische Parlament hat ein neues Wahlgesetz verabschiedet, mit dem die politische Macht zwischen dem Staatsoberhaupt und einem Regierungschef aufgeteilt wird. Die Abgeordneten stimmten einstimmig für das neue Gesetz. Damit wurde das Amt eines Ministerpräsidenten wieder eingeführt, das 1976 abgeschafft worden war. Das Ein-Parteien-System in dem sozialistischen Inselstaat bleibt jedoch bestehen. 

+++ 3.26 Uhr: Massiver Stromausfall in New York +++

In weiten Teilen des New Yorker Bezirks Manhattan ist am Samstag der Strom ausgefallen. Rund 42.000 Menschen waren am frühen Abend von der Stromversorgung abgeschnitten, wie der Energieversorger Con Edison mitteilte. Zur Ursache der Panne äußerte das Unternehmen sich nicht. U-Bahnstationen lagen im Dunkeln, die riesigen leuchtenden Werbetafeln am Times Square erloschen und zahlreiche Ampeln fielen aus. 

+++ 3.21 Uhr: Zwei tote Kinder nach Traktorunfall im Allgäu +++

Im Allgäu sind zwei Kinder von einem Traktor überrollt worden und dabei ums Leben gekommen. Ein zehn Jahre alter Junge und ein 13 Jahre altes Mädchen waren in Balderschwang (Landkreis Oberallgäu) auf dem Traktor mitgefahren, wie die Polizei mitteilte. Wegen einer Bodenunebenheit waren sie nach ersten Erkenntnissen von der Zugmaschine gestürzt und wurden anschließend von ihr überrollt. Die Polizei war bis in die Nachtstunden im Einsatz.

+++ 2.14 Uhr: Masern-Impfpflicht soll Flüchtlingsheime und Tagesmütter umfassen +++

Die geplante Impfpflicht gegen Masern soll einem Medienbericht zufolge auch Tagesmütter und Flüchtlingsheime umfassen. Das geht nach Informationen der "Bild am Sonntag" aus dem Entwurf des "Gesetzes für den Schutz vor Masern und zur Stärkung der Impfprävention" hervor. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will den Entwurf demnach am Mittwoch ins Kabinett einbringen.

+++ 1.30 Uhr: Klöckner: Aufforstung kostet aus Expertensicht über 500 Millionen +++

Das von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner geforderte Wald-Aufforstungsprogramm wird nach Angaben der CDU-Politikerin mehr als eine halbe Milliarde Euro kosten. Klöckner bekräftigte, das Vorhaben über den Klimafonds der Bundesregierung finanzieren zu wollen. Der sei in den Vorjahren nie richtig ausgeschöpft worden. Dem Agrarministerium zufolge werden mehrere Millionen Bäume benötigt, um den Verlust von insgesamt 110.000 Hektar Wald auszugleichen.

+++ 1.10 Uhr: Spanien rettet an einem Tag 141 Flüchtlinge aus dem Mittelmeer +++

Der spanische Seerettungsdienst hat nach eigenen Angaben an einem Tag mehr als 140 Flüchtlinge von verschiedenen Booten aus dem Mittelmeer geborgen. Eines der Boote habe auf dem Weg von Marokko nach Spanien bereits zu sinken begonnen, doch konnten alle Insassen gerettet werden, sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur AFP. In der Straße von Gibraltar holten die Retter 52 Menschen aus einem überfüllten Schlauchboot. Die insgesamt 141 Flüchtlinge, darunter auch 28 Frauen und drei Kinder, stammten laut der Sprecherin aus den Ländern südlich der Sahara. Sie seien in die Häfen von Almería und Algeciras gebracht worden. 

Samstag, 13. Juli:

+++ 20.59 Uhr: Zehntausende demonstrieren erneut in Sudans Hauptstadt +++ 

Zehntausende Demonstranten haben in Sudans Hauptstadt Khartum für Gerechtigkeit für Dutzende Menschen gefordert, die vor mehr als einem Monat von Sicherheitskräften getötet wurden. Anfang Juni hatten Sicherheitskräfte eine Sitzblockade in Khartum gewaltsam aufgelöst und mehr als 120 Menschen getötet. Das Gewerkschaftsbündnis SPA, die Organisatoren der Massenproteste der vergangenen Monate, hatte zu landesweiten Protestaktionen am Samstag aufgerufen. Demonstranten in Khartum riefen Parolen gegen die Militärführung des ostafrikanischen Landes. 

Im Sudan ist die politische Lage seit Monaten turbulent. Im April wurde Langzeit-Präsident Omar al-Baschir vom Militär gestürzt. Dem Putsch waren monatelange Massenproteste vorausgegangen. Daraufhin rangen das Militär und die Opposition um die Bildung einer Übergangsregierung. Trotz des Massakers am 3. Juni einigten sich beide Seiten vergangene Woche dann auf eine gemeinsame Übergangsregierung, die den Weg für Neuwahlen in drei Jahren ebnen soll. 

+++ 19.59 Uhr: Indien startet erste Mondmission +++ 

Indien startet am Sonntagabend seine erste Mondmission. Eine Rakete soll den Orbiter Chandrayaan-2 nach Angaben der indischen Weltraumbehörde von der Insel Andhra Pradesh ins All befördern. Der Orbiter hat ein Landemodul an Bord, das Anfang September am Südpol des Mondes aufsetzen soll. Ein Rover soll dann auf der Oberfläche des Erdtrabanten unter anderem nach Spuren von Wasser suchen. Bei einem Erfolg der Mission wäre Indien das vierte Land nach den USA, Russland und China, dem eine Mondlandung gelingt. 

+++ 19.45 Uhr: Suche nach vermisstem Mädchen: Vatikan meldet Fund von zwei Beinhäusern +++ 

Auf der Suche nach der vor 36 Jahren verschwundenen Tochter eines Vatikanangestellten hat der Vatikan einen neuen Fund gemeldet: Unter dem Fußboden des deutschen Priesterkollegs im Vatikan seien zwei Beinhäuser entdeckt worden, teilte Vatikan-Sprecher Alessandro Gisotti am Samstag mit. Sie seien durch eine Falltüre zugänglich, die sofort nach der Entdeckung versiegelt worden sei. Dass sie die Knochen der vermissten Emanuela Orlandi enthalten, gilt jedoch als wenig wahrscheinlich. Auf Bitten von Orlandis Familie hatte der Vatikan am Donnerstag die Gräber zweier Prinzessinnen auf dem deutschen Pilgerfriedhof neben dem Priesterkolleg öffnen lassen. Zu ihrer Überraschung waren die Gräber aus dem 19. Jahrhundert jedoch komplett leer. Nach Angaben von Vatikansprecher Gisotti sollen die beiden Beinhäuser am kommenden Samstag von Ermittlern des Vatikan und in Anwesenheit von Vertretern der Familie Orlandi geöffnet und untersucht werden.   

Die 15-jährige Emanuela Orlandi war am 22. Juni 1983 nicht vom Musikunterricht heimgekehrt. Der Fall gilt als eines der größten Rätsel in der jüngeren italienischen Kriminalgeschichte. Um Orlandis Verschwinden rankten sich immer neue Spekulationen und Verschwörungstheorien, in denen teilweise auch der Vatikan eine Rolle spielt.   

+++ 19.04 Uhr: London will iranischen Öltanker gegen Zusicherung freigeben +++ 

Im Streit zwischen London und Teheran über einen in Gibraltar festgesetzten iranischen Öltanker hat es erste Anzeichen einer Entspannung gegeben. Der britische Außenminister Jeremy Hunt stellte eine Freigabe des Schiffes durch die Behörden in dem britischen Überseegebiet in Aussicht, sollte der Iran zusichern, dass die Ladung nicht für Syrien bestimmt ist. Das teilte Hunt am Samstag nach einem Telefongespräch mit seinem iranischen Kollegen Mohamed Dschawad Sarif per Kurznachrichtendienst Twitter mit. Sarif habe versichert, dass der Iran das Problem lösen wolle und keine Eskalation suche, betonte Hunt. Eine Bestätigung aus Teheran für die Angaben gab es zunächst nicht. 

Die Behörden in Gibraltar und die britische Royal Navy hatten den Supertanker "Grace 1" in der vergangenen Woche vor Gibraltar wegen des Verdachts auf illegale Öllieferungen nach Syrien festgesetzt. Der Kapitän und drei weitere Mitglieder der Besatzung wurden vorübergehend festgenommen, aber inzwischen wieder gegen Kaution freigelassen. Iran protestierte gegen das Vorgehen der britischen Behörden, bestellte mehrmals den Botschafter ein und forderte, das Schiff sofort weiterfahren zu lassen. Der Iran bestreitet, dass die Öllieferung für Syrien bestimmt war, gibt aber auch nicht an, was stattdessen das Ziel des Supertankers gewesen sein soll.

+++ 17.34 Uhr: Tropensturm "Barry" zum Hurrikan hochgestuft +++

Tropensturm "Barry" hat sich auf seinem Weg nach Louisiana zu einem Hurrikan entwickelt. Wie das US-Hurrikan-Zentrum mitteilte, näherte sich "Barry" mit Windgeschwindigkeiten von 120 Stundenkilometern und damit als Hurrikan der untersten Kategorie der Küste des US-Bundesstaats. Dort dürfte er noch im Laufe des Tages auf Land treffen.    

Erneut warnte das Hurrikan-Zentrum vor heftigem Regen und Überschwemmungen in der Region. In Teilen Louisianas laufen bereits Evakuierungen, für den gesamten Bundesstaat gilt der Ausnahmezustand.     

Besonders gefährdet ist die an den Mississippi und den Golf von Mexiko grenzende Stadt New Orleans. Dort kam es bereits in den Tagen zuvor infolge heftiger Regenfälle zu ersten Überschwemmungen. Im August 2005 hatte der verheerende Hurrikan "Katrina" rund 80 Prozent von New Orleans überflutet. Etwa 1800 Menschen starben damals, hunderttausende mussten ihre Wohnungen verlassen. 

+++ 16.38 Uhr: Koma-Patient Vincent Lambert in aller Stille in Frankreich beigesetzt +++

In Frankreich ist der am Donnerstag gestorbene Koma-Patient Vincent Lambert in aller Stille beigesetzt worden. An der Trauerfeier am Samstag im ostfranzösischen Longwy hätten alle Mitglieder der Familie teilgenommen, die sich wegen der Beendigung der lebenserhaltenden Maßnahmen für den 42-Jährigen über Jahre einen erbitterten juristischen Streit geliefert hatten, wie die Familie der Nachrichtenagentur AFP mitteilte.

Vor der Einäscherung war der Leichnam obduziert worden, denn die Staatsanwaltschaft von Reims hatte ein Verfahren zur Feststellung der genauen Todesursache eingeleitet. Die Ergebnisse der Untersuchung sollen erst später bekannt gegeben werden.

+++ 16.31 Uhr: Meuthen: AfD steht nicht vor der Spaltung +++

Der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen ist dem Eindruck entgegengetreten, die Partei stehe wegen der Auseinandersetzung um den rechtsnationalen "Flügel" um Björn Höcke vor der Spaltung.  "Nein, das tut sie ganz bestimmt nicht. Vergesst das Ihr Traumtänzer. Wir lassen uns nicht spalten", sagte Meuthen beim Wahlkampfauftakt der AfD Brandenburg in Cottbus. Er räumte ein, dass in der AfD manchmal gestritten werde. Das sei aber Demokratie. "Wir sind eben kein devoter Kanzlerwahlverein." Die AfD stehe "im politischen Kampf gegen eine Deutschland-Zersetzung" zusammen. In Brandenburg wird am 1. September ein neuer Landtag gewählt.

Der Thüringer AfD-Fraktionschef und Partei-Rechtsaußen Höcke hatte mit einer Kampfansage an den Parteivorstand vor einer Woche den Zorn vieler AfD-Politiker auf sich gezogen. In einem von mehr als 100 Mandatsträgern und Funktionären unterzeichneten Appell "für eine geeinte und starke AfD", der am vergangenen Mittwoch veröffentlicht wurde, heißt es: "Mit seiner Rede beim Kyffhäuser-Treffen am Sonnabend hat Björn Höcke die innerparteiliche Solidarität verletzt und ist damit unseren Wahlkämpfern und Mitgliedern in den Rücken gefallen." Höcke wurde ebenfalls in Cottbus erwartet.

+++ 16.01 Uhr: Sea-Eye will Ende Juli wieder auf Rettungsmission gehen +++

Die deutsche Hilfsorganisation Sea-Eye will Ende Juli wieder eine Rettungsmission im Mittelmeer fahren. Das Schiff "Alan Kurdi" sei nun in Mallorca eingelaufen, um sich für die nächste Fahrt vorzubereiten, twitterte die Regensburger Organisation. Zwischen dem 22. und dem 24. Juli wolle die Crew wieder auslaufen, sagte Sprecher Gorden Isler. 

News im Video: Carola Rackete verhört

Die "Alan Kurdi" hatte zuletzt mehr als 60 Migranten vor Libyen gerettet. Malta hatte sich bereit erklärt, dass die Menschen an Land dürfen - sie sollten auf andere EU-Länder verteilt werden. Das Schiff fährt unter deutscher Flagge und ist eines der wenigen, das derzeit noch aktiv ist. Viele andere NGO-Schiffe liegen beschlagnahmt oder festgesetzt in Malta oder Italien.

+++ 15.45 Uhr: Union in Forsa-Umfrage stärkste Kraft +++

Die Union hat in einer weiteren Umfrage die alleinige Spitze übernommen. Im jüngsten RTL/n-tv-Trendbarometer von Forsa verharrte die Union im Vergleich zur Vorwoche bei 26 Prozent. Da die Grünen jedoch einen Punkt auf 25 Prozent einbüßten, nehmen CDU und CSU nun allein Platz eins ein. SPD und AfD (beide 13 Prozent) legen jeweils einen Punkt zu, dagegen verliert auch die FDP einen Punkt und kommt nun auf 7 Prozent. Die Linken blieben unverändert bei 8 Prozent. Nach dem Höhenflug der Grünen liegt die Union im Bund auch bei den meisten anderen Umfrageinstituten wieder vorn.

+++ 14.59 Uhr: Rechte Musikveranstaltung im sächsischen Markneukirchen aufgelöst +++

Die Behörden haben mit Hilfe der Polizei am Freitagabend eine illegale rechtsextremistische Musikveranstaltung im sächsischen Markneukirchen aufgelöst. Dabei wurden mehrere Platzverweise erteilt, weil die 45 Gäste nur zögerlich der Aufforderung zum Gehen folgten, wie die zuständige Polizeidirektion Zwickau mitteilte. Danach gab es zwei Strafanzeigen, weil ein Mann Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen auf der Kleidung trug und Beamte mehrfach beleidigte. 

Vertreter des Landratsamtes hatten zuvor erhebliche Brandschutz- und bauliche Mängel an der Lokalität festgestellt. Die Polizei hatte den Ort der als privat getarnten Veranstaltung erst Freitagabend ausfindig machen können. Insgesamt waren 45 Beamte im Einsatz, auch von der Chemnitzer Bereitschaftspolizei.

+++ 14.47 Uhr: Umfragen deuten auf AfD-Erfolge bei allen drei Ost-Wahlen hin +++

Die drei Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen dürften nach den Meinungsumfragen zu einem AfD-Triumph werden. In Brandenburg und Sachsen wird am 1. September gewählt, in Thüringen am 27. Oktober. Die Ausgangslage:

Brandenburg: Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) steht an der Spitze einer rot-roten Landesregierung. Schon seit 2009 regieren SPD und Linke zusammen. Den Meinungsumfragen zufolge wird dieses Bündnis nach der Landtagswahl keine Mehrheit mehr haben. Die AfD liegt in den Umfragen bei 19 bis 21 Prozent und ist damit auf Augenhöhe mit SPD und CDU.

Sachsen: Ministerpräsident Michael Kretschmer und seine CDU regieren den Freistaat zusammen mit der SPD. Vor allem wegen der Schwäche der SPD, die in den Umfragen zuletzt nur noch auf einstellige Werte kam, wird diese schwarz-rote Koalition nach der Landtagswahl absehbar am Ende sein. Mit Werten von zuletzt 24 bis 26 Prozent kann die AfD noch hoffen, stärkste Kraft zu werden.

Thüringen: Ministerpräsident Bodo Ramelow ist der erste und bislang einzige Regierungschef der Linkspartei. Er leitet seit 2014 eine rot-rot-grüne Koalition in dem zuvor durchgängig von CDU-Ministerpräsidenten regierten Land. In Umfragen hat Rot-Rot-Grün derzeit aber keine Mehrheit. Mit Werten von 19 bis 20 Prozent liegt die AfD hinter der CDU und der Linken.

Claudia Roth im Bundestag

+++ 14.19 Uhr: Chlorgasaustritt in Schwimmbad +++

In einem Münsteraner Schwimmbad sind durch einen Chlorgasaustritt mehrere Menschen leicht verletzt worden. Wie ein Feuerwehrsprecher mitteilte, seien drei Badegäste wegen Atembeschwerden und Augenreizungen ambulant behandelt worden. "Außerdem melden sich auch per Telefon vereinzelt Menschen, die von Augenreizungen berichten", sagte der Sprecher. Möglichen weiteren Betroffenen riet er dazu, sich bei der Feuerwehr zu melden und ärztlich untersuchen zu lassen.

Die Austrittsstelle im Keller des Schwimmbads wurde von der Feuerwehr abgedichtet. Rund 80 Einsatzkräfte waren daran beteiligt. Die Säuberungsarbeiten sollen noch bis in den Nachmittag andauern. Eine Ursache für den Gasaustritt war zunächst nicht bekannt.

+++ 13.23 Uhr: Ankara nimmt trotz drohender US-Sanktionen weitere S-400-Raketen entgegen +++

Trotz der Sanktionsdrohungen der USA hat die Türkei am Samstag weitere S-400-Luftabwehrraketen aus Russland entgegengenommen. "Das vierte russische Flugzeug mit S-400-Raketenteilen ist auf dem Murted-Flughafen nahe Ankara gelandet", teilte das türkische Verteidigungsministerium im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. 

Der Kauf der russischen Luftabwehrraketen durch die Türkei sorgt seit Monaten für Streit mit den USA. Washington fürchtet, dass die Installation des russischen Systems beim Nato-Partner die Sicherheit der eigenen Flugzeuge gefährdet. Die US-Regierung droht daher, der Türkei keine F-35-Kampfflugzeuge zu liefern. Türkische Rüstungsfirmen sind an der Produktion des neuen Kampfjets beteiligt, und Ankara hat 116 Maschinen bestellt. Auch die Nato hatte sich "besorgt" über das türkisch-russische Rüstungsgeschäft geäußert. 

+++ 12.39 Uhr: Das Wetter bleibt wechselhaft und nass - vereinzelt Gewitter +++

Richtig sommerlich will es an diesem Wochenende nicht mehr werden: Das Wetter bleibt nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wechselhaft und nass. Vor allem in der Südosthälfte sind am Sonntag vereinzelt Gewitter möglich. Örtlich muss erneut mit Starkregen gerechnet werden.

Von der Nordsee bis zu den zentralen Mittelgebirgen hingegen sind zwar viele Wolken zu sehen, es gibt nach DWD-Angaben aber kaum Regen. Mit Höchsttemperaturen zwischen 16 und 23 Grad reicht es auch meteorologisch nicht für einen Sommertag - dazu müsste das Thermometer auf mindestens 25 Grad steigen. 

Mit Beginn der neuen Woche werden Schauer und Gewitter laut DWD hingegen nur eine auf die Alpen beschränkte Ausnahme sein. Vor allem in der Mitte und im Süden Deutschlands soll wieder deutlich mehr Sonne zu sehen sein. Die Temperaturen steigen aber nur allmählich: Während es an den Küsten mit 18 Grad eher frisch ist, liegen die Höchstwerte für Deutschland bei 20 bis 24 Grad. Lediglich entlang des Oberrheins können sommerliche 26 Grad erwartet werden.

+++ 12.19 Uhr: Regierung in Burundi weitet Kontrolle über Medien aus +++

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hat die Ernennung des hochrangigen politischen Funktionärs Eric Nshimirimana zum Leiter des einzigen öffentlich-rechtlichen Radiosenders Burundis scharf verurteilt. Die Ernennung Nshimirimanas zum RTNB-Direktor schade "allen Opfern der von Imbonerakure verübten Misshandlungen sowie der Pressefreiheit in Burundi", sagte Lewis Mudge, HRW-Direktor für das zentrale Afrika, der Nachrichtenagentur AFP.    

Die UNO stuft die Imbonerakure genannte Jugendorganisation der Regierungspartei CNDD-FDD als Miliz ein und macht sie für Exekutionen, Entführungen und Folter verantwortlich. Seit 2015 ist Nshimirimana ihr Anführer. Menschenrechtsorganisationen werfen Imbonerakure vor, eine Schlüsselrolle bei der Unterdrückung politischer Oppositioneller in Burundi zu spielen. Regierungskritiker sehen sich in dem zentralafrikanischen Land der Gefahr ausgesetzt, verhaftet, gefoltert oder gar ermordet zu werden. 

+++ 11.48 Uhr: Merkel nennt Hitler-Attentäter "Vorbild" +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat mit Blick auf den 75. Jahrestag des gescheiterten Hitler-Attentats zum entschiedenen Widerstand gegen Rechtsextremismus aufgerufen. Der 20. Juli sei Erinnerung an alle, die sich der Herrschaft des Nationalsozialismus entgegengestellt hätten, sagte Merkel in ihrer Videobotschaft. Glücklicherweise habe es viele davon gegeben. "Auch wir sind heute verpflichtet, uns allen Tendenzen entgegenzustellen, die die Demokratie zerstören wollen."

Am 20. Juli 1944 hatte Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg versucht, Adolf Hitler mit einer Bombe zu töten. Doch der Umsturzversuch deutscher Offiziere scheiterte, Hitler überlebte leicht verletzt. Stauffenberg und seine Mitverschwörer wurden hingerichtet, insgesamt fielen rund 200 Mitverschwörer der Nazi-Justiz zum Opfer.

Merkel bezeichnete Akteure des 20. Juli als Vorbild. "Denn sie haben gezeigt, dass sie ihrem Gewissen folgen, und damit haben sie einen Teil der Geschichte Deutschlands geprägt, der ansonsten durch die Dunkelheit des Nationalsozialismus bestimmt war." Ihnen gebühre Dank: "Denn unser Grundgesetz hätte ohne solche Taten vielleicht nicht so entstehen können. Wir können heute auf dem Mut dieser Menschen aufbauen und froh sein, dass es diesen Teil unserer Geschichte gibt."

+++ 11.23 Uhr: Wetterdienst: "Möglicherweise" Tornados in Rheinland-Pfalz und Hessen +++

Bei den Unwettern vom Freitagnachmittag ist es in Rheinland-Pfalz und in Hessen "möglicherweise" auch zu Tornados gekommen. Eindeutig lasse sich das zum derzeitigen Zeitpunkt aber nicht feststellen, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Ob es sich bei dem Unwetter in Bobenheim am Berg im südlichen Rheinland-Pfalz tatsächlich um einen Tornado gehandelt habe, müsse der DWD-Tornadobeauftragte prüfen. Dies gelte auch für Unwetter in der Region um Mannheim sowie bei Wetzlar in Mittelhessen, wo es Beschreibungen der Unwetter nach womöglich zu schwachen Tornados gekommen war. Diese Unwetter ließen sich jedoch frühestens am Montag einordnen.

Nach Polizeiangaben waren nach sehr starken Windböen in Bobenheim am Berg elf Häuser zum Teil massiv beschädigt worden. Der Sachschaden liege im sechsstelligen Bereich. Die Staatssekretärin des rheinland-pfälzischen Innenministeriums, Nicole Steingaß, wollte sich am Samstag vor Ort über das Ausmaß der Schäden informieren.

+++ 11.17 Uhr: US-Soldat in Afghanistan getötet +++

In Afghanistan ist ein US-Soldat getötet worden. Genauere Angaben zum Ort oder den Umständen seines Todes gab die Nato-Mission "Resolute Support" in Kabul zunächst nicht bekannt. Bisher hat keine Gruppe die Tötung des Soldaten für sich reklamiert. Es handelt sich bereits um den zehnten Tod eines Mitglieds der US-Armee in Afghanistan seit Jahresbeginn. Trotz andauernder Gespräche zwischen den USA und Vertretern der radikalislamischen Taliban, um den mehr als 17 Jahre währenden Konflikt zu beenden, greifen die Extremisten weiter fast täglich landesweit afghanische und internationale Truppen an.

+++ 11.14 Uhr: Mindestens 40 Tote durch Monsunregen in Südasien +++

Nach sintflutartigen Monsun-Regenfällen und Erdrutschen sind in Südasien nach Behördenangaben in den vergangenen zwei Tagen mindestens 40 Menschen gestorben. Besonders betroffen waren der Osten und der Süden Nepals. Dort kamen 27 Menschen ums Leben. In der Hauptstadt Kathmandu starben drei Menschen, als eine Wand einstürzte. Nach Angaben des nepalesischen Polizeisprechers Bishwaraj Pokharel wurden elf Menschen verletzt und 15 weitere vermisst.     

"Unsere Priorität sind jetzt lebensrettende Maßnahmen. All unsere Kräfte befinden sich im Einsatz", sagte Umakanta Adhikari, ein Vertreter des Heimatministeriums, der Nachrichtenagentur AFP.     Hochwasser überflutete in Nepal ganze Siedlungen. Die Polizei brachte Bewohner mit Booten in Sicherheit. Die nepalesische Wetterbehörde rief am Samstag die höchste Alarmstufe für den Fluss Sapta Koshi im Süden des Landes aus. 

+++ 10.24 Uhr: Zahl der Toten steigt nach Anschlag in Somalia auf 26 +++

Bei einem Anschlag auf ein Hotel in der somalischen Hafenstadt Kismayo ist die Zahl der Toten auf mindestens 26 gestiegen. Unter den Getöteten seien auch zwei US-Bürger, ein Brite, ein Kanadier, drei Tansanier und drei Kenianer, erklärte der Präsident der teilautonomen Region Jubaland im Süden Somalias. Zudem seien bei dem über mehrere Stunden andauernden Angriff von Islamisten mindestens 56 Menschen verletzt worden.

+++ 10.20 Uhr: Anschlag auf Hotel in Somalia beendet - mindestens 15 Opfer +++

Sicherheitskräfte in Somalia haben nach rund zehn Stunden einen Terrorangriff auf ein Hotel beendet. Die Angreifer hätten mindestens 15 Menschen getötet, sagte Polizeioffizier Mohamed Hussein. Noch während des Angriffs am Freitagabend in der Hafenstadt Kismayo hatte die Terrorgruppe Al-Shabaab den Anschlag über den Radiosender Al-Andalus für sich beansprucht. 

+++ 09.30 Uhr: Neuseeländer geben vier Monate nach Anschlag auf Moscheen ihre Waffen ab +++

Dutzende Neuseeländer haben im Zuge eines Regierungsprogramms vier Monate nach einem rechtsextremen Doppelanschlag mit 51 Toten ihre Waffen abgegeben. Die erste von mehr als 250 geplanten Einsammlungen fand am Samstag in der Stadt Christchurch statt, wo ein rechtsextremer Attentäter im März das Feuer auf Gläubige in zwei Moscheen eröffnet hatte. Ziel sei es "die gefährlichsten Waffen aus der Zirkulation zu nehmen", sagte Polizeiminister Stuart Nash. Die Aktion wurde von bewaffneten Polizisten überwacht, 169 Waffenbesitzer gaben 224 Waffen sowie 217 Waffenteile und -accessoires ab, die dann in einer hydraulischen Presse zerstört wurden. Mehr als 433.000  Neuseeland-Dollar (257.000 Euro) wurden an Entschädigungen ausgezahlt. 

+++ 9 Uhr: Polizei, Feuerwehr und Tierarzt jagen Rind im Feierabendverkehr +++

Tierischer Einsatz: Ein freilaufendes Rindvieh hat am Freitagabend in Aschaffenburg (Bayern) Polizei, Feuerwehr und einen Tierarzt mehrere Stunden beschäftigt. Das Tier sei auf dem Weg in den Schlachthof ausgebrochen, sagte ein Polizeisprecher. Mehrere Streifenwagen, die Feuerwehr und ein Tierarzt versuchten zunächst vergeblich, das flüchtige Rind wieder einzufangen. Der Bahnverkehr am Südbahnhof wurde eingestellt. Zudem sperrte die Polizei etliche Straßen. "Durch den spektakulären Einsatz kam es zu Behinderungen im Feierabendverkehr." Nach mehreren Stunden Jagd konnte der Tierarzt das Rindvieh betäuben. "Polizisten und Feuerwehrleute haben es dann mit Seilen eingefangen", teilte der Sprecher mit. Das rund 700 Kilo schwere Tier wurde zum Schlachthof zurückgebracht.

+++ 6.50 Uhr: Medien: Staatsanwalt wirft US-Milliardär Epstein Zeugenbeeinflussung vor +++

Der wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger angeklagte US-Milliardär Jeffrey Epstein soll Medienberichten zufolge versucht haben, potenzielle Zeugen zu bestechen. Der Investmentbanker habe insgesamt 350.000 Dollar (310.000 Euro) an zwei Personen gezahlt, die gegen ihn hätten aussagen können, berichteten US-Medien am Freitag unter Berufung auf die New Yorker Staatsanwaltschaft. Im November und Dezember 2018 flossen demnach eine Zahlung in Höhe von 100.000 Dollar und eine weitere von 250.000 Dollar an zwei Personen, die mutmaßlich in den Fall verwickelt sind. Die Vorgehensweise und insbesondere der Zeitpunkt deuteten darauf hin, dass der 66-Jährige versucht habe, die Zeugen zu "beeinflussen", zitierte die "New York Times" die Staatsanwaltschaft. Epstein soll dutzende Minderjährige sexuell missbraucht und zur Prostitution angestiftet haben

+++ 5.02 Uhr: Mindestens 17 Tote bei Erdrutschen und Überschwemmungen in Nepal +++

Monsunregen hat in Nepal für Erdrutsche und Überschwemmungen gesorgt, bei denen mindestens 17 Menschen ums Leben kamen. Weitere sieben Menschen galten als vermisst, teilten die Behörden in Kathmandu mit. Der tagelange Regen hatte vor allem die Hauptstadt und den Osten des Landes getroffen und viele Flüsse zum Überlaufen gebracht. Durch die Erdrutsche wurden zudem mindestens zehn Autobahnen blockiert, wie das Nationale Katastrophenschutzzentrum mitteilte. 

+++ 4.46 Uhr: Razzien in Shisha-Bars im Kreis Mettmann +++

Im nordrhein-westfälischen Langenfeld haben Polizei, Zoll und Ordnungsbehörden in einer großangelegten Aktion Shisha-Bars, Gaststätten und ein Wettbüro kontrolliert. Von den sieben überprüften Lokalen wurden drei in der Nacht auf Samstag sofort geschlossen. Alle sieben gelten als Treffpunkt für Menschen, die im Zusammenhang mit Clankriminalität stehen, wie die Polizei mitteilte.

+++ 4 Uhr: Regierung: Kein neues Gesetz für Zugriff auf Smart-Home-Geräte nötig +++

Ein Zugriff der Sicherheitsbehörden auf Daten von Smart-Home-Geräten ist nach Einschätzung der Bundesregierung auch ohne eine gesetzliche Neuregelung möglich. Das Bundesinnenministerium führt in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion aus, dass "die Bundesregierung nicht die Auffassung vertritt, dass es sich bei den in Rede stehenden vernetzten Geräten um eine neue Geräteklasse handele, die vom bestehenden Rechtsrahmen nicht umfasst sei." Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber sieht das anders. Er sprach in diesem Zusammenhang unlängst von einer "verfassungsrechtlich bedenklichen Kompetenzerweiterung".

+++ 0.37 Uhr: Facebook muss laut Bericht Milliardenstrafe wegen Datenschutzskandals zahlen +++

Wegen gravierender Datenschutzverstöße muss Facebook in den USA einem Medienbericht zufolge eine Strafe von fünf Milliarden Dollar (4,4 Milliarden Euro) zahlen. Die US-Verbraucherschutzbehörde FTC stimmte einem milliardenschweren Vergleich zu, wie das "Wall Street Journal" am Freitag berichtete. Die FTC hatte im vergangenen Jahr Ermittlungen wegen eines möglichen Verstoßes des Konzerns gegen eine im Jahr 2011 geschlossene Verpflichtung zu mehr Datenschutz eingeleitet.

+++ 0.22 Uhr: "Sieg Heil"-Ruf in Polizeidienststelle - Strafanzeige gegen Erfurter +++

Ein Mann hat sich in einer Erfurter Polizeidienststelle mit einem lautstarken "Sieg Heil" von seinen Freunden verabschiedet und muss sich deshalb in einem Strafverfahren verantworten. Der polizeibekannte 30-Jährige hob dazu den linken Arm - sein rechter war wegen eines Gipsverbandes nicht zu bewegen, teilte die Polizei mit. Gegen den Mann bestand schon vor dem Vorfall ein Haftbefehl, er war am Freitagnachmittag mit Freunden auf die Dienststelle gekommen, um sich zu stellen. Zum Abschied von seinen Freunden rief der 30-Jährige den verfassungswidrigen Gruß. Wegen des Haftbefehls wurde der Mann in ein Gefängnis gebracht. Auf das Verwenden eines Kennzeichens verfassungswidriger Organisationen stehen bis zu drei Jahre Haft. Die Polizei betitelte dazu eine Pressemitteilung mit "Dümmer geht immer".

+++ 0.03 Uhr: Anhörung von US-Sonderermittler Mueller vor Kongress verschoben +++

Die für kommende Woche geplante Aussage von US-Sonderermittler Robert Mueller vor dem Kongress ist Medienberichten zufolge verschoben worden. Die ursprünglich für Mittwoch angesetzten Befragungen im Justiz- und im Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhauses würden nicht stattfinden und möglicherweise am 24. Juli nachgeholt.

fin / fs / AFP / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(