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News von heute: Fall schweren sexuellen Kindesmissbrauchs von Bergisch Gladbach: neunte Festnahme

Neunte Festnahme im Missbrauchsfall von Bergisch Gladbach +++ Monet-Gemälde erzielt knapp 28 Millionen Dollar +++ Niederlande führen Tempo 100 auf Autobahnen ein +++ Hochwasser in Venedig nähert sich Rekordwert +++ Die Nachrichten von heute im stern-Ticker.

Haus in Bergisch Gladbach

Am Dienstag wurde ein weiteres Haus in Bergisch gladbach durchscuht, auch dort wurde ein Mann festgenommen. Am Tag darauf folgte nun Festnahme Nummer neun in dem Fall

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Neunte Festnahme im Missbrauchsfall von Bergisch Gladbach (19.30 Uhr)
  • Monet-Gemälde erzielt knapp 28 Millionen Dollar (16.38 Uhr)
  • Niederlande führen Tempo 100 auf Autobahnen ein (13.33 Uhr)
  • Sie zwang ihre Kinder in den Rollstuhl: Haftstrafe (9.11 Uhr)
  • Hochwasser in Venedig nähert sich Rekordwert (1.27 Uhr)

Die News von heute im stern-Ticker: 

+++ 19.30 Uhr: Neunte Festnahme im Missbrauchsfall von Bergisch Gladbach +++

Im Missbrauchsfall von Bergisch Gladbach ist ein weiterer mutmaßlicher Täter in Rheinland-Pfalz festgenommen worden. Der Mann sei in Untersuchungshaft gekommen, sagte ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Justizministeriums. Weitere Details nannte er nicht. Damit sitzen derzeit insgesamt neun Männer in U-Haft, dem Sprecher zufolge sieben in NRW, einer in Hessen und einer in Rheinland-Pfalz. 

+++ 19.12 Uhr: Demonstranten legen Hongkong weitgehend lahm +++

Den dritten Tag in Folge haben Demonstranten Hongkong weitgehend lahmgelegt. Bei zahllosen Protestaktionen blockierten Anhänger der Demokratiebewegung den Berufsverkehr mit Straßensperren und Flashmobs. Auch das U-Bahnsystem, das täglich von mehr als der Hälfte der 7,5 Millionen Einwohner genutzt wird, war in weiten Teilen gestört. Bei neuerlichen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei wurden nach Behördenangaben 58 Menschen verletzt, einer davon schwer.

Die Straßensperren und Flashmobs sind Teil einer neuen Strategie namens "überall blühen" der Demokratiebewegung, derzufolge kleine Gruppen von Demonstranten in allen Teilen der Stadt möglichst viele Aktionen abhalten, um größtmögliches Chaos zu verursachen und Polizeikräfte zu binden

+++ 19.08 Uhr: Türkei schiebt Familie aus salafistischem Milieu nach Deutschland ab +++

Die Türkei schiebt am Donnerstag eine siebenköpfige Familie nach Deutschland ab. Sie gehörte früher dem salafistischen Milieu in Hildesheim an. Haftbefehle liegen gegen die Familienmitglieder nicht vor, sie bleiben also zunächst auf freiem Fuß. Aus Sicherheitskreisen heißt es, Familie B. werde nach Berlin ausgeflogen. Ob sie sich in der Hauptstadt niederlässt oder ins niedersächsische Hildesheim zurückkehrt, ist nicht bekannt.

+++ 18.54 Uhr: Gericht: Bundesweit erstes Streckenradar ist rechtmäßig +++

Das bundesweit erste Streckenradar zur Geschwindigkeitskontrolle ist rechtmäßig. Das hat das niedersächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) in Lüneburg entschieden. Bei dieser Art Radar wird das Tempo nicht an einer einzelnen Stelle gemessen, sondern auf einem gut zwei Kilometer langen Abschnitt. Für das Ermitteln der Durchschnittsgeschwindigkeit werden die Kennzeichen aller vorbeifahrenden Autos unabhängig von ihrem Tempo erfasst und kurzfristig und anonymisiert gespeichert

+++ 18.20 Uhr: Bundestag beschließt mehr EU-Agrarmittel für Umweltschutz 2020 +++

Die EU-Agrarförderung für die deutschen Bauern kommt im nächsten Jahr in stärkerem Ausmaß dem Naturschutz zugute. Der Bundestag beschloss, sechs Prozent der Direktzahlungen an die Höfe dafür umzuschichten - bisher sind es 4,5 Prozent. Laut Bundesregierung steigt die Fördersumme für den Naturschutzbereich damit von etwa 226 Millionen Euro auf rund 300 Millionen Euro. Möglich wäre eine Umschichtung von bis zu 15 Prozent gewesen.

+++ 18.03 Uhr: Illegal Lippen aufgespritzt: vier Jahre Haft +++

Nach illegalen Schönheitsbehandlungen ist eine Instagram-Influencerin aus Bochum zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Die 29-Jährige hatte gestanden, Frauen aus ganz Deutschland Lippen und Nasen mit Hyaluronsäure aufgespritzt zu haben, ohne dazu berechtigt gewesen zu sein. Bei einigen Kundinnen war es zu Komplikationen gekommen. Im Urteil des Bochumer Landgerichts war von Schwellungen und Dellen die Rede.

+++ 17.49 Uhr: Mindestens zwölf Tote bei Busunfall in der Slowakei +++

Bei einem Busunglück in der Slowakei sind mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen, darunter vier Schüler. Mindestens 17 weitere Menschen wurden nach Angaben der Rettungskräfte verletzt, als der Linienbus im bergigen Westen des Landes mit einem mit Steinen und Erde beladenen Lkw kollidierte. In dem Linienbus saßen nach Angaben der Feuerwehr vor allem jugendliche Oberschüler. Die Unglücksursache war zunächst unklar. Innenministerin Denisa Sakova zufolge war der Lkw offenbar überladen. Ein örtlicher Fernsehsender berichtete, der Lastwagen sei ins Schleudern geraten und seitlich gegen den Bus geprallt.

Der Unfall ereignete sich in der Nähe der Ortschaft Nitra rund 80 Kilometer östlich der Hauptstadt Bratislava. Bilder von der Unglücksstelle zeigten den umgestürzten Bus und den auf der Seite liegenden Lastwagen inmitten von auf der Straße verstreuten Steinen.

+++ 17.46 Uhr: Bewegung im 23 Jahre alten Mordfall Claudia R. +++

Der Kindermord an der elfjährigen Claudia R. in Grevenbroich vor 23 Jahren könnte doch noch aufgeklärt werden. Die Behörden wollen an diesem Freitag in Grevenbroich über neue Ermittlungsansätze berichten, wie sie jetzt mitteilten. Das Mädchen war am 11. Mai 1996 in Grevenbroich zwischen Düsseldorf und Köln entführt und zwei Tage später im 70 Kilometer entfernten Euskirchen ermordet aufgefunden worden.

+++ 17.29 Uhr: Mutmaßliche Vergewaltigung - Mädchen könnte Drogen bekommen haben +++

Vor der mutmaßlichen Vergewaltigung eines jungen Mädchens durch mehrere Männer im Alb-Donau-Kreis könnte der 14-Jährigen Rauschgift verabreicht worden sein. Davon geht die Polizei nach einer Auswertung der toxikologischen Untersuchungen aus. Im Blut des Mädchens seien verschiedene Rauschgifte nachgewiesen worden. Das Ergebnis lege die Vermutung nahe, sie habe mit den Drogen gefügig gemacht werden sollen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Ulm mit. Nach eigenen Angaben war die 14-Jährige von mindestens drei jungen Männern missbraucht worden. Insgesamt wird nach Polizeiangaben gegen fünf verdächtige Asylbewerber ermittelt. Zwei von ihnen sind demnach auf freiem Fuß.

+++ 17.28 Uhr: Britischer Premier Johnson muss in Hochwassergebiet Kritik einstecken +++

Der britische Premierminister Boris Johnson hat sich bei einem Besuch in einem Hochwassergebiet im Norden Englands schwere Vorwürfe anhören müssen. Seit Tagen stehen ganze Landstriche in Teilen des Landes unter Wasser. Für Johnson, der mitten im Wahlkampf steckt, wird die Situation immer mehr zur Belastung. Am 12. Dezember sollen die Briten ein neues Parlament wählen.

In einem Dorf in North Yorkshire wies eine Frau, die mit Aufräumarbeiten beschäftigt war, das Gesprächsangebot Johnsons barsch ab: "Sie haben uns bisher nicht geholfen. Ich weiß nicht, wozu Sie heute hier sind", sagte sie und ließ Johnson einfach stehen, wie auf einem Video des Nachrichtensenders Sky News zu sehen war. Ein Mann rief ihm entgegen: "Du hast dir Zeit gelassen, was Boris?"

+++ 16.38 Uhr: London-Bild von Monet für fast 28 Millionen Dollar versteigert +++

Eine London-Ansicht des französischen Künstlers Claude Monet (1840-1926) ist in New York für fast 28 Millionen Dollar versteigert worden. "Charing Cross Bridge" sei von einem anonymen Bieter für 27,6 Millionen Dollar (etwa 25 Millionen Euro) ersteigert worden, teilte das Auktionshaus Sotheby's mit. Monet hatte das Werk 1903 bei einem Besuch in London gemalt. In den vergangenen 40 Jahren war es in einer Familiensammlung gewesen.

Es ist allerdings bei Weitem nicht das teuerste Monet-Gemälde. Im Mai erzielte einer seiner berühmten Heuhaufen bei einer Versteigerung knapp 111 Millionen Dollar.

+++ 16.26 Uhr: Mutmaßlicher Helfer von Clanchef Miri in der Türkei festgenommen +++

In der Türkei ist ein mutmaßlicher Unterstützer des illegal nach Deutschland zurückgereisten libanesischen Clanchefs Ibrahim Miri festgenommen worden. Die türkische Nationalpolizei habe den Mann in Mersin festgenommen, teilte die Bundespolizei in Potsdam mit. Er soll unter anderem Miri bei dessen Durchreise durch die Türkei geholfen haben. Der Präsident der Bundespolizei, Dieter Romann, dankte der Türkei "für die hervorragende und schnelle Zusammenarbeit". Miri war am 30. Oktober illegal nach Deutschland zurückgekehrt, nachdem er zuvor im Juli abgeschoben worden war. Ein neuer Asylantrag wurde mittlerweile abgelehnt, Miris neuerliche Abschiebung wird vorbereitet.

+++16.18 Uhr: 24-Jähriger aus Hessen wegen Terrorverdachts in Untersuchungshaft +++

Nach einer Durchsuchungsaktion wegen möglicher Anschlagspläne im Rhein-Main-Gebiet ist gegen einen 24-jährigen mutmaßlichen Islamisten Haftbefehl erlassen worden. Es bestehe Fluchtgefahr, sagte eine Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft. Zwei mutmaßliche Komplizen des Hauptverdächtigen, die am Dienstag ebenfalls festgenommenen worden waren, kamen den Angaben zufolge wieder auf freien Fuß. Bei ihnen sei kein dringender Tatverdacht festgestellt worden, sagte die Sprecherin. Allen drei Männern werde aber weiterhin vorgeworfen, dass sie als Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat einen religiös motivierten Anschlag verüben und dabei möglichst viele Menschen töten wollten.  

+++ 16.16 Uhr: Neue Raketenangriffe aus Gaza - Israel tötet zahlreiche Dschihadisten +++

Wieder heulten die Sirenen in Israel: Aus Vergeltung für die Tötung eines ihrer Anführer haben militante Palästinenser erneut Dutzende Raketen nach Israel abgefeuert. Israels Luftwaffe bombardierte derweil in dem Palästinensergebiet pausenlos Ziele der Extremistengruppe Islamischer Dschihad.

Am Mittwoch wurden bei israelischen Angriffen nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza 13 Palästinenser getötet. Nach palästinensischen Quellen handelte es sich bei den Toten um drei Zivilisten und zehn Mitglieder des Islamischen Dschihad. Damit steigt die Zahl der seit Beginn der neuen Gewaltwelle getöteten Palästinenser auf 23.

Die meisten wurden nach israelischen Angaben bei dem Versuch getötet, Raketen auf Israel abzufeuern. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza wurden zudem mehr als 70 weitere Palästinenser verletzt.

+++ 16.16 Uhr: Rüstungsexporte auf Rekordkurs: Mehr als sieben Milliarden Euro +++

Die deutschen Rüstungsexporte steuern auf einen Rekord zu. Die Bundesregierung hat in den ersten zehn Monaten dieses Jahres fast 10.000 Genehmigungen für die Ausfuhr von Rüstungsgütern mit einem Gesamtwert von 7,42 Milliarden Euro erteilt. Das ist schon jetzt fast so viel wie im bisherigen Rekordjahr 2015, als die Große Koalition den Export von Waffen und anderen Rüstungsgütern für 7,86 Milliarden Euro erlaubte.

+++ 15.07 Uhr: Bundespolizei geht gegen illegale Einschleusung ukrainischer Arbeiter vor +++

In sechs Bundesländern ist die Bundespolizei zu einer Razzia wegen illegalen Einschleusens ausländischer Arbeitskräfte ausgerückt. Wie die Bundespolizei in Hannover mitteilte, wurden dabei 38 Objekte in Niedersachsen, Bremen, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Rheinland-Pfalz durchsucht und ein Haftbefehl vollstreckt. Rund 500 Beamte waren an dem Einsatz gegen die Bande beteiligt. Diese soll nach Angaben der Beamten vor allem Arbeiter aus der Ukraine nach Deutschland geschleust haben, um sie hier über eine eigene Agentur illegal als Leiharbeiter an Firmen zu vermitteln.

+++ 14.36 Uhr: USA "tief besorgt" über EuGH-Urteil zu Waren aus israelischen Siedlungen +++

Die US-Regierung hat "tief besorgt" auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zur Kennzeichnungspflicht von Produkten aus israelischen Siedlungen in besetzten Gebieten reagiert. Die Umstände der dem Gericht präsentierten Fälle für Kennzeichnungspflicht legten eine "anti-israelische Tendenz" nahe, sagte eine Sprecherin des US-Außenministeriums. Die Richter des EuGH hatten am Dienstag entschieden, dass es für Verbraucher erkennbar sein müsse, wenn Lebensmittel aus einer israelischen Siedlung in den besetzten Palästinensergebieten stammen. 

+++ 14.16 Uhr: Unbekannte attackieren Berliner Wohnhaus von Immobilienmanagerin +++

Unbekannte haben in Berlin das Wohnhaus der Chefin einer Grundstücksverwaltung angegriffen. In der Nacht warfen die Täter Scheiben des Hauses im Stadtteil Lichtenberg ein, wie die Polizei mitteilte. Außerdem wurden demnach eine Scheibe eines Autos der Grundstücksverwaltung zerstört und eine übelriechende Flüssigkeit im Wagen verteilt. Bei einem zweiten Auto war ein Reifen beschädigt, wie die Polizei weiter mitteilte.

Ein Anwohner hatte die Polizei alarmiert, nachdem er ein lautes Klirren wahrgenommen und auf Fahrrädern flüchtende Vermummte gesehen hatte. Am Mittwochmorgen tauchte ein Bekennerschreiben auf der linken Internetseite Indymedia auf. Darin heißt es, die Bewohner des attackierten Hauses würden sich "an der Verdrängung und Verelendung" von Mietern bereichern. Der Staatsschutz ermittelt.

+++ 14.09 Uhr: Böckler-Stiftung: Nur 53 Prozent der Beschäftigten bekommen Weihnachtsgeld +++

Nur gut die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland kann sich über Weihnachtsgeld freuen. Wie die Hans-Böckler-Stiftung mitteilte, bekommen 53 Prozent der Arbeitnehmer diese Jahressonderzahlung - mit deutlichen Unterschieden je nach Region und Branche. Außerdem spielt es laut der Auswertung eine große Rolle, ob die Unternehmen tarifgebunden sind.

+++ 13.59 Uhr: Aborigine erschossen: Mordanklage gegen australischen Polizisten +++

Ein australischer Polizist, der einen 19 Jahre alten Aborigine erschossen haben soll, ist wegen Mordes angeklagt worden. Der 28 Jahre alte Beamte soll noch in dieser Woche in Alice Springs vor Gericht gestellt werden, wie australische Medien am Mittwoch unter Berufung auf die Polizei im Northern Territory berichteten. Der Fall hatte in den vergangenen Tagen in der Aborigine-Gemeinde und auch im Internet für Aufruhr gesorgt.

Den Berichten zufolge hatten zwei Polizisten den 19-Jährigen am Samstag in dem kleinen mehrheitlich von Aborigines bewohnten Ort Yuendumu, rund 300 Kilometer nordwestlich von Alice Springs, festnehmen wollen. Der junge Mann, der in der Vergangenheit wegen Diebstahls im Gefängnis gesessen hatte, hatte demnach gegen seine Bewährungsbedingungen verstoßen.

Bei der Festnahme soll es zu einer Auseinandersetzung gekommen sein, bei der einer der Polizisten mehrfach auf den 19-Jährigen schoss. Ob der Mann den Polizisten zuvor angegriffen hatte, war zunächst unklar. Der 19-Jährige starb später an seinen Verletzungen.

+++ 13.40 Uhr: Unfall im Zoo: Elefantendame klemmt Rüssel in Tor ein +++

Elefantendame Mwana (37) aus dem Magdeburger Zoo hat sich an einem Tor ihren Rüssel eingequetscht. Dabei habe sie ein etwa zehn Zentimeter langes Teil der Spitze des Rüssels verloren, sagte Zoodirektor Kai Perret. Den Angaben nach geschah das Unglück am Montag, als für Mwana routinemäßig ein elektrisch angetriebenes Tor von ihrer Unterkunft zum Gehege geöffnet wurde. "Dabei hat sie an dem Tag aus unerfindlichen Gründen ihren Rüssel in einen Türspalt gesteckt, und in einer Millisekunde ist es dann passiert", sagte Perret. Die Elefantenkuh sei sofort tiermedizinisch und mit Antibiotika versorgt, die Blutung schnell gestoppt worden. Es handele sich um einen bedauerlichen Unfall, wofür niemand die Schuld trage, sagte der Zoodirektor. "Unfälle passieren leider, auch in der Natur", sagte er. Mwana werde nun per Hand gefüttert.

+++ 13.33 Uhr: Niederlande führen wegen Luftverschmutzung Tempo 100 auf Autobahnen ein +++

Zur Verringerung der Luftverschmutzung führen die Niederlande tagsüber Tempo 100 auf der Autobahn ein. Nur zwischen 19 Uhr abends und 6 Uhr morgens sei es dann noch erlaubt, auf den Autobahnen des Landes 130 Stundenkilometer zu fahren, kündigte die niederländische Regierung an. Gelten soll das Tempolimit demnach ab 2020 - dann sind die Niederlande gemeinsam mit Zypern das Land mit der geringsten Geschwindigkeit auf Autobahnen in Europa.

"Niemand findet das toll", gestand Regierungschef Mark Rutte bei einer Pressekonferenz ein. Es sei eine "beschissene Maßnahme". Allerdings bleibe dem Land nichts anderes übrig, sagte er. Ein niederländisches Gericht hatte im Mai geurteilt, dass das Land beim Ausstoß von Stickstoff und Ammoniak gegen EU-Recht verstößt und damit den Umweltschutz gefährdet.

+++ 13.16 Uhr: Grüne und Linke wollen Hartz-IV-Sanktionen abschaffen +++

Langzeitarbeitslose sollen nach dem Willen von Grünen und Linken nicht mehr die Hartz-IV-Leistungen gekürzt bekommen, wenn sie nach Ansicht des Jobcenters bei der Arbeitsvermittlung ungenügend kooperieren. Die Parteien haben dafür einen gemeinsamen Antrag in den Bundestag eingebracht, über den morgen im Plenum debattiert werden soll. Darin fordern sie die Regierung auf, schnellstmöglich einen entsprechenden Gesetzentwurf vorzulegen. Sanktionen seien für eine erfolgreiche Vermittlungsarbeit in den Jobcentern kontraproduktiv, heißt es in dem Antrag. Statt Kürzungen sollten eine stärker "personenzentrierte und passgenaue Unterstützung von Leistungsbeziehenden in den Jobcentern" ermöglicht werden.

Hintergrund ist ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts. Das hatte vor einer Woche entschieden, dass die monatelangen Leistungskürzungen für Hartz-IV-Bezieher, die ihren Pflichten nicht nachkommen, teilweise verfassungswidrig sind und abgemildert werden müssen.

+++ 13.03 Uhr: Elf Tote bei Angriffen auf Dschihad-Ziele in Gaza +++

Bei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen auf Ziele der Extremistengruppe Islamischer Dschihad sind nach Palästinenserangaben elf Menschen getötet und mehr als 60 verletzt worden. Damit stieg die Zahl der getöteten Palästinenser in Gaza seit Beginn der neuen Gewaltwelle auf 21. Fast alle waren militante Palästinenser. Gleichzeitig kam es heute erneut zu massivem Raketenbeschuss auf israelische Ortschaften. Seit gestern haben militante Palästinenser nach Angaben der israelischen Armee mehr als 220 Raketen auf Israel abgefeuert. Dutzende davon seien von der Raketenabwehr Iron Dome (Eisenkuppel) abgefangen worden. Die Extremistengruppe Islamischer Dschihad reagierte damit auf die gezielte Tötung eines ihrer Militärchefs, Baha Abu Al Ata, im Gazastreifen durch die israelische Luftwaffe. Auch seine Frau kam bei dem nächtlichen Überraschungsangriff ums Leben.

+++ 12.55 Uhr: Mutmaßliche Terroristen in Polen festgenommen +++

Der polnische Inlandsgeheimdienst ABW hat zwei Männer in Warschau und Stettin wegen des Verdachts der Vorbereitung von Sprengstoffanschlägen festgenommen. Die Festnahmen seien am Sonntag im Rahmen von Ermittlungen gegen eine extremistische Gruppe erfolgt, die Anschläge gegen Muslime geplant habe, teilte ein Sprecher des zuständigen Ministeriums heute mit. Ihnen werde auch illegaler Waffenbesitz sowie Aufruf zur Tötung von ethnischen und religiösen Gruppen vorgeworfen.

Bei der Durchsuchung eines Einfamilienhauses in Warschau stellten die Einsatzkräfte den Angaben zufolge Chemikalien zur Herstellung einer großen Menge von Sprengstoff, Schusswaffen und Gläser mit hochgiftigen Substanzen sowie Drogen sicher.

+++ 12.48 Uhr: Schausteller werben um Langzeitarbeitslose und Flüchtlinge als Helfer +++

Auf der Suche nach Arbeitskräften versuchen Schausteller zunehmend, auch Langzeitarbeitlose und Flüchtlinge für den Einsatz auf Volksfesten und Weihnachtsmärkten zu motivieren. "Der Mangel ist derzeit eines unserer größten Probleme", sagte der Präsident des Deutschen Schaustellerbundes, Albert Ritter, am Rande der DSB-Hauptvorstandssitzung in Stuttgart. "Wir suchen händeringend nach neuen Mitarbeitern. Dabei geht es nicht nur um qualifizierte Beschäftigte, sondern auch um Helfer zum Beispiel beim Auf- und Abbau der Fahrgeschäfte." Zudem sei die Verpflichtung ausländischer Arbeitskräfte nach wie vor mit hohem bürokratischen Aufwand verbunden.

+++ 12.33 Uhr: Umstrittener Thüringer CDU-Fraktionsvize Heym wiedergewählt +++

Der stellvertretende Thüringer CDU-Landtagsfraktionschef Michael Heym behält seinen Posten - trotz auch intern heftiger Kritik an seiner Position zur AfD. Er wurde bei einer Sitzung der Landtagsfraktion in Erfurt knapp wiedergewählt. Er erhielt elf Stimmen, sein Gegenkandidat Christoph Zippel zehn Stimmen. Die neue CDU-Fraktion besteht aus 21 Abgeordneten.

Heym hatte sich nach der Wahlniederlage der CDU bei der Landtagswahl Ende Oktober offen für Gespräche mit der AfD gezeigt und damit viel Kritik auf sich gezogen: "Rechnerisch reicht es für ein Bündnis aus AfD, CDU und FDP. Ich finde, das sollte man nicht von vornherein ausschließen", hatte er gesagt. Unterstützung erhielt Heym später von 17 Thüringer CDU-Funktionären, darunter ein Landtagsabgeordneter. CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hatte den Vorstoß als "irre" bezeichnet.

+++ 12.11 Uhr: Aldi ruft Tiefkühlfisch zurück +++

Bei Aldi Nord vertriebener Tiefkühlfisch der Marke "Golden Seafood" wird zurückgerufen. Bei einer Untersuchung sei eine erhöhte Belastung mit Chlorat festgestellt worden, teilte das Unternehmen Clama in Mülheim/Ruhr mit. Betroffen seien ausschließlich Pangasius-Filets mit der Losnummer VN126 VI017 und dem Mindesthaltbarkeitsdatum 06.03.2021. Eine gesundheitliche Beeinträchtigung könne nicht ausgeschlossen werden. Der Fisch sei in Aldi-Nord-Filialen in Bremen, Brandenburg, Berlin, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen und in Teilen von Hessen und Nordrhein-Westfalen verkauft worden. Er könne in der jeder Aldi-Nord-Filiale zurückgegeben werden.

+++ 11.58 Uhr: Gaffer am Unfallort sollen härter bestraft werden +++

Gaffern drohen deutlich härtere Strafen. Unfall-Tote zu filmen oder zu fotografieren soll künftig mit Geldbußen oder sogar Freiheitsstrafen von bis zu zwei Jahren geahndet werden. Die Bundesregierung beschloss, dass das "Herstellen und Übertragen einer Bildaufnahme, die in grob anstößiger Weise eine verstorbene Person zur Schau stellt" als Straftat gewertet werden soll. Der Bundestag muss der Änderung noch zustimmen. Bislang schützt das Strafrecht nur lebende Menschen vor entwürdigenden Bildern. Bei Toten - etwa Opfern von Verkehrsunfällen oder Gewaltverbrechen - werden solche Aufnahmen nur als Verstoß gegen das Persönlichkeitsrecht gewertet.

+++ 11.40 Uhr: Polizei unterhält in Auto eingeschlossenen Jungen mit blinkenden Warnlichtern +++

Ein zweieinhalbjähriger Junge hat bange Minuten im Auto seines Vaters überstehen müssen. Der 26-Jährige schloss seinen Sohn am Dienstag in Bocholt unfreiwillig in dem Wagen ein, wie die Polizei in Borken mitteilte. Der Mann löste beim Anschnallen seines Sohnes auf dem Kindersitz ungewollt die Zentralverriegelung aus. Nachdem er den Jungen angeschnallt hatte, schloss der Vater die Wagentür von außen, ging um das Auto herum und wollte sich ans Steuer setzen. Doch zu seiner eigenen Überraschung ließ sich das Fahrzeug nicht mehr öffnen.

"Dem Steppke auf dem Kindersitz blieb nicht verborgen, dass plötzlich etwas nicht mehr stimmte", berichtete die Polizei. Während technische Hilfe anrückte, lenkten herbeigeeilte Polizisten den Jungen von seiner misslichen Lage ab: Sie ließen Warnlichter aufblitzen, die das Kind ebenso in ihren Bann zogen wie eine Kindersendung, die der kleine Mann durch die Autoscheibe auf einem Handy anschauen konnte. Nach einer guten Viertelstunde schließlich öffneten Mitarbeiter eines Abschleppdiensts das Auto - und der Vater konnte seinen Sohn in die Arme schließen.

+++ 11.26 Uhr: Dürre in Simbabwe: 200 Elefanten gestorben +++

Die andauernde Dürre im afrikanischen Simbabwe hat mittlerweile zum Tod von mehr als 200 Elefanten geführt. "Traurigerweise können wir nichts dagegen unternehmen", sagte der Sprecher der Nationalparkverwaltung, Tinashe Farawo. Bereits im September war der Tod von mehr als 50 Elefanten bekanntgeworden. Im Hwange-Nationalpark etwa waren die meisten Kadaver rund um ausgetrocknete Wasserlöcher gefunden worden. Ranger haben begonnen, Wasser aus Bohrlöchern zu pumpen. Es reicht allerdings nicht für alle Dickhäuter. Der Krisenstaat Simbabwe ächzt zur Zeit unter den Folgen einer der schlimmsten Dürren seit Jahren mit Millionen betroffenen Menschen.

+++ 11.06 Uhr: CDU-Politiker fordern verpflichtende Deutschtests schon in Kita +++

CDU-Bildungspolitiker wollen in Kitas die Deutschkenntnisse bereits bei vier Jahre alten Kindern verbindlich testen und bei Mängeln eine Sprachförderung vorschreiben. Dem CDU-Bundesparteitag in Leipzig (22./23. November) liege ein entsprechender Antrag zur Abstimmung vor, sagte Schleswig-Holsteins Bildungministerin Karin Prien der Deutschen Presse-Agentur. Prien hat den Antrag des Bundesfachausschusses Bildung der CDU als dessen Vorsitzende mit erarbeitet. Sollten Eltern sich weigern, die von einer Kommune angebotenen verbindlichen Sprachfördermaßnahmen ihres Kindes zu unterstützen oder zu ermöglichen, "müssen wirksame Sanktionsmechanismen greifen", heißt es in dem Antrag. In Frage komme die Verhängung von Bußgeldern, wie es nach dem Ordnungswidrigkeitenrecht üblich sei, sagte Prien. Sie wies darauf, dass die Erfassung der Kenntnisse in den Bundesländern völlig unterschiedlich sei.

Raymond Poulidor (r.) 1964 bei der 51. Tour de France

Raymond Poulidor (r.) 1964 bei der 51. Tour de France

DPA

+++ 10.49 Uhr: Frankreichs Radrenn-Idol Poulidor ist tot +++

Der beliebte französische Radrennfahrer Raymond Poulidor ist nach Angaben seiner Familie im Alter von 83 Jahren an seinem Wohnort Saint-Léonard-de-Noblat im Südwesten Frankreichs gestorben. Seine Frau Gisèle sagte, ihr Mann habe an Herzproblemen und Erschöpfung gelitten. Poulidor hatte deshalb seit Anfang Oktober im Krankenhaus gelegen.

Poulidor hatte in Frankreich einen Ruf als ewiger Zweiter. So galt er als "der Mann, der nie die Tour de France gewann". Dafür siegte er in den 60er- und 70er-Jahren bei bekannten Radrennen wie Mailand-Sanremo, Paris-Nizza und bei der Spanien-Rundfahrt. Er beendete seine Laufbahn, nachdem er 1976 im Alter von 40 Jahren Dritter bei der Tour de France geworden war. Poulidor selbst sah seinen speziellen Ruhm mit Humor: Sein Name sei in Frankreich ein geflügelter Begriff, sagte er zu seinem 80. Geburtstag. "Wenn jemand Zweiter wird - beim Boule-Spiel etwa - ist er ein 'Poulidor'." Nach dem Sportler ist auch der "Poulidor-Effekt" benannt. Er bezeichnet einen Verlierer, der sympathischer wirkt als der Gewinner.

+++ 10.47 Uhr: Heftige Schneefälle in Südtirol +++

In den italienischen Alpen haben heftige Schneefälle für schwere Verkehrsstörungen gesorgt. In Südtirol habe es in der Nacht 40 bis 50 Zentimeter geschneit, meldete die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Zahlreiche Straßen und die Eisenbahnlinie im Pustertal seien von umgestürzten Bäumen blockiert worden. Neben dem Pustertal seien das Eggental und das Grödner Tal am stärksten betroffen. In Bozen wurden Keller unter Wasser gesetzt. Mehrere Alpenpässe wurden zusätzlich zu den im Winter ohnehin gesperrten Pässen gesperrt. Auf der Brennerautobahn bildeten sich zwischen Brixen und dem Brenner längere Lastwagenstaus.

+++ 10.40 Uhr: Neues Problem am Militärflugzeug A400M: Propellerschrauben locker +++

Wegen Problemen mit dem Propellersystem verweigert die Bundeswehr vorerst die Abnahme von zwei weiteren Transportflugzeugen des Typs A400M. Bei einem französischen Flugzeug des von Airbus produzierten Modells sei bemerkt worden, dass sich Schrauben gelöst hätten, berichtet "Spiegel online". Sie verbinden demnach die vom Propellergetriebe abgehende Welle mit dem Propeller. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Schrauben seien den Untersuchungen zufolge mit einem ungleichen Drehmoment angezogen. Im Betrieb könne das zu möglichen strukturellen Schäden führen.

Der A400M gilt als modernster Militärtransporter der Welt. Bei der Fertigstellung kam es jedoch zu jahrelangen Verzögerungen. Die Auslieferung der bei Airbus bestellten Maschinen wurde immer wieder verschoben, die Kosten stiegen gegenüber der ursprünglich veranschlagten Summe um mindestens 1,5 Milliarden Euro.

+++ 10.16 Uhr: Bundespolizei startet Razzia gegen Schleuser in sechs Bundesländern +++

In sechs Bundesländern ist die Bundespolizei zu einer großangelegten Razzia wegen illegalen Einschleusens von Ausländern ausgerückt. Wie die Bundespolizei in Hannover mitteilte, werden 38 Objekte in Niedersachsen, Bremen, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Rheinland-Pfalz durchsucht. Rund 500 Beamten seien beteiligt. Auch ein Haftbefehl solle vollstreckt werden. Weiteren Angaben machte die Bundespolizei wegen des noch laufenden Einsatzes zunächst nicht. Sie kündigte an, im weiteren Tagesverlauf genauere Informationen zu veröffentlichen.

+++ 10.03 Uhr: Schauspieler Kai Schumann nimmt Pflegetochter auf +++

Der aus der ZDF-Serie "Heldt" bekannte Schauspieler Kai Schumann hat mit seiner Partnerin Marva Schreiber eine 14 Jahre alte Pflegetochter aufgenommen. "Erst war mir die Vorstellung wahnsinnig fremd - ich habe den Gedanken aber nicht bewertet, sondern wirken lassen", sagte der 43-Jährige der Illustrierten "Bunte". "Nach einer Woche war mir klar, dass wir es machen müssen." Die Mutter von Pflegetochter Taylor kann das Kind demnach wegen einer schweren Krankheit nicht selbst erziehen. "Es war das Angebot, etwas Gutes zu tun - ein Geschenk, ein Riesenglück", sagte Schumann. Die Familie lebt nun mit Marvas 22 Jahre altem Sohn Jermaine, Schumanns 13 Jahre altem Sohn Bela und der Pflegetochter in Köln.

+++ 9.47 Uhr: AfD-Politiker Brandner als Rechtsausschuss-Vorsitzender abgewählt +++

Der Rechtsausschuss des Bundestags hat den umstrittenen AfD-Abgeordneten Stephan Brandner als Vorsitzenden abgewählt. Brandner hatte mit mehreren umstrittenen Äußerungen unter anderem zum Anschlag von Halle sowie über den Musiker Udo Lindenberg den Unmut der anderen Fraktionen auf sich gezogen. Für die Abberufung stimmten alle Fraktionen außer der AfD. Nach Angaben aus Teilnehmerkreisen votierten 37 Ausschussmitglieder für den Antrag, dagegen sechs.

+++ 9.36 Uhr: Jugendliche in Berlin rassistisch beleidigt und angegriffen +++

In Berlin sind drei Jugendliche rassistisch beleidigt und angegriffen worden. Die Jungen zwischen 13 und 15 Jahren saßen nach Polizeiangaben auf einer Parkbank im Stadtteil Spandau, als ein Mann sie rassistisch beleidigte. Außerdem zeigte er demnach den Hitlergruß. Als die Kinder wegrannten, habe er den 13-Jährigen eingeholt und ihm mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Der Junge habe eine leichte Kopf- und Gesichtsverletzung erlitten, teilte die Polizei mit. Der Mann konnte den Angaben zufolge flüchten. Der Staatsschutz ermittelt.

+++ 9.11 Uhr: Sie zwang ihre Kinder in den Rollstuhl: Mutter zu acht Jahren Haft verurteilt +++

Wegen Misshandlung ihrer Kinder und Betruges muss eine 49 Jahre alte Mutter aus Ostholstein für acht Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht Lübeck sah es als erwiesen an, dass die Frau aus Lensahn jahrelang gegenüber Krankenkassen, Behörden und Ärzten behauptet hatte, vier ihrer fünf Kinder litten an schweren chronischen Erkrankungen. Die Angeklagte habe aus Geldgier und Geltungssucht gehandelt, sagte die Richterin. 

Wegen Fluchtgefahr wurde die Angeklagte, die sich bis dahin auf freiem Fuß befunden hatte, noch im Gerichtssaal festgenommen. Die Staatsanwaltschaft hatte zehn Jahre Haft beantragt. Die Verteidigung, die eine milde Strafe gefordert hatte, kündigte nach der Urteilsverkündung Revision an.

+++ 9 Uhr: Drei Monate vor Hamburg-Wahl: Grüne knapp vor SPD +++

Gut drei Monate vor der Bürgerschaftswahl in Hamburg am 23. Februar 2020 deutet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden aktuellen Koalitionspartner SPD und Grüne an. Nach einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa für die "Bild"-Zeitung liegen die Grünen mit Bürgermeisterkandidatin Katharina Fegebank mit 26 Prozent einen Prozentpunkt vor der SPD von Bürgermeister Peter Tschentscher. Damit würden die Grünen ihr Wahlergebnis von 2015, als sie auf 12,3 Prozent gekommen waren, mehr als verdoppeln. Die SPD würde etwa 20 Prozentpunkte verlieren. Nach der Umfrage kommt die CDU auf 17 Prozent, die Linke auf 12 Prozent der Stimmen. Auf FDP und AFD entfielen jeweils acht Prozent.

+++ 8.48 Uhr: Zahl der Schulanfänger leicht gestiegen +++

Die Zahl der Schulanfänger in Deutschland ist leicht gestiegen. Insgesamt kamen 733.000 Kinder in die erste Klasse, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Das sind 0,6 Prozent mehr als im vergangenen Schuljahr 2018/2019. Am stärksten stiegen die Zahlen der ABC-Schützen in Hamburg (plus 3,4 Prozent) und Berlin (plus 3,2 Prozent). In Schleswig-Holstein gab es mit minus fünf Prozent den größten Rückgang.

+++ 8.34 Uhr: Israel reagiert mit Luftangriffen auf neuen Beschuss aus dem Gazastreifen +++

Als Reaktion auf erneute Raketenangriffe aus dem Gazastreifen hat die israelische Armee mehrere Ziele der militanten Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad bombardiert. Dabei seien am Morgen zwei Palästinenser getötet worden, teilte das Gesundheitsministerium im Gazastreifen mit. Die Zahl der Toten im Gazastreifen stieg damit seit gestern auf zwölf. Israels Armee teilte mit, sie habe mit einer Reihe von Luftangriffen auf erneute Raketenangriffe aus dem Gazastreifen in der Nacht reagiert. Dabei sei auch eine Raketenabschussbasis des Islamischen Dschihad beschossen worden.

+++ 8.10 Uhr: Cirque-du-Soleil-Gründer wegen Drogenanbaus festgenommen +++

Weil er auf seiner Privatinsel im Pazifik Cannabis angebaut haben soll, ist der Gründer des Zirkusunternehmens Cirque du Soleil in Französisch-Polynesien festgenommen worden. Guy Laliberté befinde sich in polizeilichem Gewahrsam, hieß es seitens der Staatsanwaltschaft. Im Laufe des Tages solle er einem Richter vorgeführt werden. Medienberichten zufolge soll der Kanadier nach der Landung seines Privatflugzeugs in Französisch-Polynesien festgenommen worden sein.

Laliberté bestreitet die Vorwürfe. Sein Unternehmen Lune Rouge teilte mit, der Milliardär nutze Cannabis lediglich zu medizinischen und "streng persönlichen" Zwecken. Er baue die Pflanze auf seiner Privatinsel Nukutepipi nicht zu kommerziellen Zwecken an.

+++ 8.08 Uhr: Wölfe in Nordostdeutschland rissen 2019 deutlich mehr Nutztiere +++

Die Wolfsrudel in Mecklenburg-Vorpommern haben bis November schon deutlich mehr Nutztiere gerissen als im bisherigen Rekordjahr 2018. In diesem Jahr gab es bisher 37 Attacken auf Schafe, Rinder sowie Damwildgehege. Dabei wurden 140 Schafe und andere Nutztiere getötet sowie 46 Tiere verletzt, wie eine Sprecherin des Schweriner Umweltministeriums sagte. 2018 hatte das Ministerium 23 solcher Vorfälle mit 120 getöteten und 42 verletzten Nutztieren gezählt. Schwerpunkte waren 2019 ganz Vorpommern sowie die Landkreise Ludwigslust-Parchim und Rostock, wo es allein im Oktober mehr als 30 getötete Schafe gab.

Laut Ministerium gibt es im Land inzwischen acht Wolfsrudel, die im Süden des Landes mit mindestens 20 Welpen leben. Zu den Besonderheiten 2019 gehörte, dass einer oder mehrere Wölfe bei Borken in Vorpommern einen 1,80 Meter hohen Zaun überwanden und Damwild töteten.

+++ 7.48 Uhr: Hubschrauber verunglückt bei Einsatz gegen Buschfeuer in Australien +++

Im Einsatz gegen die verheerenden Buschfeuer im Norden Australiens ist ein Hubschrauber verunglückt. Der Pilot sei nur leicht verletzt worden, sagte ein Sprecher der Feuerwehr des Bundesstaats Queensland. Der Hubschrauber sei im Einsatz gegen einen Brand in der nördlich von Toowoomba gelegenen Stadt Pechey gewesen. Das Feuer sei gestern ausgebrochen und verschlimmere sich derzeit. Die Behörden riefen die Bewohner von Pechey auf, zu ihrer eigenen Sicherheit die Gegend zu verlassen.

Australien wird derzeit von hunderten Buschfeuern heimgesucht. Allein in Queensland lodern 70 Brände, auch in New South Wales gibt es dutzende Feuer. Inzwischen erreichten die Brände auch Vororte der Millionenmetropole Sydney.

+++ 7.31 Uhr: Super RTL plant Nachrichtenmagazin für Kinder +++

Der Fernsehsender Super RTL will im nächsten Jahr ein Nachrichtenmagazin für Kinder starten. Voraussichtlich ab Frühjahr wird das rund elf Minuten lange Format gezeigt, wie der Sender mitteilte. Der vorläufige Name heißt "Täglich Toggo". Das Magazin soll sich am tagesaktuellen Geschehen orientieren. Der Sender produziert das Magazin selbst am Standort Köln, dafür soll eine Redaktion gebildet werden. Den Angaben zufolge ist es das erste Format dieser Art bei Super RTL. Geplant ist die Ausstrahlung am Vorabend. Darüber hinaus sollen Beiträge des Magazins auch auf anderen Plattformen präsentiert werden. Der Content Director bei Super RTL, Martin Gradl, erläuterte, Kernzielgruppe seien Kinder zwischen sechs und neun Jahren.

+++ 6.45 Uhr: Neue Raketenangriffe auf israelische Ortschaften +++

Militante Palästinenser im Gazastreifen haben erneut Raketen auf israelische Ortschaften abgefeuert. Im Grenzgebiet sowie in der Küstenstadt Aschkelon hätten am Morgen Warnsirenen geheult, teilte die israelische Armee mit. In der Nacht hatte Israels Luftwaffe mehrere Ziele der militanten Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad in dem Küstenstreifen angegriffen. Das Gesundheitsministerium in Gaza teilte mit, ein Palästinenser sei dabei getötet worden. Gestern hatten militante Palästinenser nach Angaben der israelischen Armee rund 200 Raketen auf Israel abgefeuert. Dutzende davon seien von der Raketenabwehr Iron Dome (Eisenkuppel) abgefangen worden. Sie reagierten damit auf die gezielte Tötung eines Militärchefs des Islamischen Dschihad im Gazastreifen, Baha Abu Al Ata, durch Israels Luftwaffe.

+++ 6.11 Uhr: Foodwatch kritisiert stark überzuckerte Tomatensaucen für Kinder +++

Die Verbraucherorganisation Foodwatch kritisiert speziell für Kinder beworbene Tomatensaucen als vielfach stark überzuckert. Eine Stichprobe von neun Kinder-Tomatensaucen ergab große Unterschiede beim Zuckergehalt - von elf Prozent (38 Gramm pro Glas) bis nur knapp drei Prozent, wie Foodwatch mitteilte. Der Gesamtzuckergehalt in den Tomatensaucen setzt sich laut Foodwatch zusammen aus dem natürlicherweise in Tomaten und Gemüse enthaltenen Zucker sowie aus süßenden Zutaten. In der Regel verwenden die Hersteller zur Süßung Fruchtsaftkonzentrate wie Apfeldicksaft - damit verschleierten sie den Zuckerzusatz, kritisierte Foodwatch. Die Weltgesundheitsorganisation WHO definierte aber auch Fruchtsaftkonzentrate als zugesetzten Zucker.

+++ 5.45 Uhr: USA raten von Bolivien-Reisen ab und reduzieren Botschaftspersonal +++

Angesichts der auch nach dem Rücktritt von Präsident Evo Morales andauernden Gewalt in Bolivien raten die USA ihren Staatsbürgern von Reisen in das südamerikanische Land ab. Zudem werde das Botschaftspersonal in La Paz reduziert, teilte das Außenministerium in Washington mit. Sowohl Familienangehörige der Diplomaten als auch nicht unbedingt notwendige Mitarbeiter der Botschaft seien angewiesen worden, angesichts der "politischen Instabilität" Bolivien zu verlassen. In dem südamerikanischen Land gibt es seit Wochen Demonstrationen und gewalttätige Auseinandersetzungen. Dabei starben seit Ende Oktober sieben Menschen, vier von ihnen wurden erschossen.

Bolivien: Ex-Präsident Evo Morales akzeptiert Asyl in Mexiko

+++ 5.08 Uhr: Rüstungsexporte für mehr als sieben Milliarden Euro genehmigt +++

Die Bundesregierung hat in den ersten zehn Monaten dieses Jahres Rüstungsexporte im Wert von 7,42 Milliarden Euro genehmigt. Das ist schon fast so viel wie im Rekordjahr 2015, als die große Koalition Ausfuhren von Waffen und anderen Rüstungsgütern für 7,86 Milliarden Euro erlaubte. Die neuen Zahlen gehen aus einer Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der stellvertretenden Linksfraktionschefin Sevim Dagdelen hervor. Danach wurden vom 1. Januar bis zum 31. Oktober 268 Einzelgenehmigungen für Kriegswaffenexporte im Wert von 2,33 Milliarden Euro und 9590 Genehmigungen für sonstige Rüstungsgüter im Wert von 5,09 Milliarden Euro erteilt.

Abgelehnt wurden dagegen nur 56 Anträge für Exportgeschäfte mit einem Gesamtwert von 15,7 Millionen Euro. Die geringe Zahl dürfte aber damit zusammenhängen, das Anträge ohne Aussicht auf Erfolg in der Regel erst gar nicht gestellt werden.

+++ 4.45 Uhr: Explosion nahe Flughafen und Innenministerium von Kabul +++

In der afghanischen Hauptstadt Kabul hat sich am Morgen in der Nähe des Flughafens und unweit des Innenministeriums eine Explosion ereignet. Das bestätigte der Sprecher des Innenministeriums, Nasrat Rahimi, über den Mitteilungsdienst WhatsApp. Lokale Medien berichteten, eine Autobombe sei detoniert. Bilder in sozialen Medien zeigten eine aufsteigende große, weiße Rauchwolke und mehrere zerstörte Autos. Über mögliche Opfer wurde zunächst nichts mitgeteilt. Bisher bekannte sich niemand zu dem Angriff.

+++ 4.01 Uhr: Demonstranten in Hongkong legen Berufsverkehr lahm +++

Den dritten Tag in Folge haben Demonstranten in Hongkong Teile des Berufsverkehrs lahmgelegt. Wie die Hongkonger Zeitung "South China Morning Post" berichtete, wurde der Betrieb an zahlreichen U-Bahn-Stationen eingestellt, weil Demonstranten die Züge an der Weiterfahrt hinderten. Auch Straßenkreuzungen wurden erneut blockiert. Die Behinderungen sorgten dafür, dass viele Menschen zu spät zur Arbeit kamen. Mehrere Universitäten und Schulen sagten den Unterricht ab. Zuvor hatten sich die seit mehr als fünf Monaten andauernden Proteste vor allem auf die Wochenenden konzentriert. Die Demonstranten fordern freie Wahlen, eine unabhängige Untersuchung von Polizeibrutalität sowie Straffreiheit für die bereits weit mehr als 2000 Festgenommenen. Auch der Rücktritt von Regierungschefin Carrie Lam gehört zu ihren Forderungen.

+++ 2.36 Uhr: Zehntausende Chilenen protestieren erneut gegen die Regierung +++

In Chile haben erneut zehntausende Menschen gegen die Politik der Regierung protestiert. Im Zentrum der Hauptstadt Santiago de Chile forderten nach offiziellen Angaben mehr als 80.000 Demonstranten grundlegende soziale Reformen. Am Rande des Protestzuges kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei, wie AFP-Korrespondenten berichteten. Auf einigen Straßen wurden Straßensperren errichtet. Auch in anderen Städten des Landes kam es wieder zu Protesten gegen die Regierung. Angeheizt werden die Proteste durch den Wertverlust der chilenischen Währung.

+++ 1.46 Uhr: US-Gericht schränkt Durchsuchung elektronischer Geräte an Grenze ein +++

US-Grenzbeamte dürfen die Inhalte elektronischer Geräte bei der Einreise in die USA nach einem Urteil eines Bundesgerichts nicht ohne konkrete Verdachtsmomente durchsuchen. Das geht aus einer Entscheidung des Bundesgerichts in Boston hervor. Die Bürgerrechtsorganisationen ACLU und EFF hatten wegen der zunehmenden Zahl der Durchsuchungen elektronischer Geräte wie Laptops und Smartphones im Namen von elf Betroffenen Klage gegen das Heimatschutzministerium und gegen zwei Grenzschutzbehörden eingelegt.

Die Bürgerrechtsorganisationen teilten mit, Grenzschutzbeamte müssten nun konkrete Verdachtsmomente vorweisen, um Inhalte von elektronischen Geräten zu durchsuchen. Das Gericht habe deutlich gemacht, dass das Recht auf Privatsphäre auch auf Reisen gelte.

+++ 1.36 Uhr: Buschfeuer in Australien erfassen 1,1 Millionen Hektar Land +++

Die verheerenden Buschbrände im Osten Australiens haben nach Schätzungen der Feuerwehren bereits mehr als 1,1 Millionen Hektar Land in Mitleidenschaft gezogen. Allein im Bundesstaat New South Wales toben rund 70 Brände, von denen bisher 50 eingedämmt werden konnten, wie der staatliche Brandbekämpfungsdienst mitteilte. Gestern war für Sydney und Umgebung erstmals die Risikostufe "katastrophale Feuergefahr" ausgerufen worden, über 600 Schulen blieben geschlossen.

Feuerwehrmann, Feuer im Hintergrund

+++ 1.27 Uhr: Hochwasser in Venedig nähert sich historischem Rekordwert +++

Das durch heftige Regenfälle ausgelöste Hochwasser in der norditalienischen Touristenhochburg Venedig hat sich in der Nacht einem historischen Rekordwert genähert. "Wir sehen uns mit einem Hochwasser konfrontiert, das mehr als außergewöhnlich ist", schrieb Bürgermeister Luigi Brugnaro auf Twitter. Es seien alle verfügbaren Kräfte mobilisiert worden, um die Kontrolle über die Situation zu behalten. Nach Angaben des Lagezentrums stieg das als "Acqua Alta" bekannte Hochwasser kurz vor Mitternacht auf einen Pegel von 1,87 Meter. Es wurde damit gerechnet, dass auch die Marke von 1,90 Meter überschritten wird. Der bisherige Rekord stammt vom November 1966, damals stieg das Wasser bis auf 1,94 Meter.

Bürgermeister Brugnaro kündigte an, heute den Notstand auszurufen. Er machte den Klimawandel für das außergewöhnliche Hochwasser verantwortlich.

+++ 0.40 Uhr: Thunberg findet Mitfahrgelegenheit nach Europa +++

Klimaaktivistin Greta Thunberg hat eine umweltschonende Mitfahrgelegenheit von den USA nach Europa gefunden. Wie die 16-jährige Schwedin auf Twitter mitteilte, werde sie mit Bekannten auf einem Katamaran von der Ostküste der USA nach Europa segeln, um dort noch an der UN-Klimakonferenz in Madrid im Dezember teilzunehmen. Die "La Vagabonde" des australischen Paars Riley Whitelum und Elayna Carausu solle demnach schon heute ablegen.

+++ 0.15 Uhr: Senatorin Jeanine Añez erklärt sich zur Interimspräsidentin Boliviens +++

Nach dem Rücktritt von Boliviens Staatschef Evo Morales hat sich die Senatorin Jeanine Añez zur Interimspräsidentin des südamerikanischen Landes erklärt. "Ich werde alle nötigen Maßnahmen ergreifen, um das Land zu befrieden", sagte sie. Zuvor waren zwei Versuche des Senats und der Abgeordnetenkammer gescheitert, eine Beschlussfähigkeit festzustellen, da nicht genug Parlamentarier anwesend waren. 

Die Anwältin sitzt seit 2010 für das Department Beni im Senat. Weil neben Morales auch der Vizepräsident, die Präsidentin des Senats und der Präsident der Abgeordnetenkammer zurückgetreten waren, rückte die zweite Vizepräsidenten des Senats an die Regierungsspitze. Die 52-Jährige muss nun innerhalb von 90 Tagen eine Neuwahl organisieren.

mad / anb / wue / DPA / AFP