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News am Wochenende Portugals Präsident Rebelo de Sousa laut ersten Prognosen wiedergewählt

In Portugal hat sich die Corona-Krise in den vergangen Tagen dramatisch verschärft. Daher hat die Regierung des Landes nun weitere Maßnahmen ergriffen. Dazu der portugiesische Premierminister Antonio Costa am Donnerstag in Lissabon: "Trotz der außerordentlichen Anstrengungen der Schulen, sich auf einen normalen Schulbetrieb vorzubereiten, müssen wir angesichts dieser neuen Variante und der Geschwindigkeit ihrer Übertragung vorsichtig bleiben. Daher werden alle schulischen Aktivitäten für die nächsten 15 Tage unterbrochen." Gemeint ist die neue britische Virus-Variante, die für einen steilen Anstieg der Infektionskurve gesorgt hat. Das Land mit rund 10,3 Millionen Einwohnern hatte am Mittwoch einen neuen Höchstwert an Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet: Mit fast 14.700 neue Ansteckungen ist dies ein Anstieg gegenüber dem Vortag um rund 40 Prozent. Zu spüren bekommen das auch die Angestellten in den Krankenhäusern, wie Gustavo Carona am Donnerstag in Faro bestätigte: "Die vergangenen zehn Monate haben sich wie ein ganzes Leben angefühlt. Es ist eine nicht enden wollende Herausforderung. Jeder ist am Anschlag. Aber die, die in der ersten Reihe stehen, die sind fast am Ende. Wir sind täglich im Überlebensmodus." Im Vergleich zu anderen Ländern in Europa war Portugal lange Zeit relativ gut durch die Pandemie gekommen. Doch nach dem Sommer wurde die Situation immer schlimmer. Die Zahl der täglichen Todesfälle erreichte am Donnerstag einen Rekord von 221, womit die Gesamtzahl seit Beginn der Pandemie auf 9.686 stieg.
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Unbekannte stehlen 2,5 Tonnen Streusalz aus Garage +++ Mehr als 3400 Festnahmen bei Nawalny-Protesten in Russland +++ 19 verkohlte Leichen in mexikanischer Kleinstadt entdeckt +++ Die News vom Wochenende im stern-Ticker.

Aktuelle Top-Meldung:

Portugals Präsident Rebelo de Sousa laut ersten Prognosen wiedergewählt 

Staatsoberhaupt Marcelo Rebelo de Sousa ist bei der Präsidentenwahl in Portugal nach Medienprognosen schon in der ersten Runde für eine zweite fünfjährige Amtszeit wiedergewählt worden. Nach einer Erhebung des als sehr zuverlässig geltenden staatlichen Fernsehsenders "RTP" erhielt der konservative Politiker und frühere TV-Journalist und Jura-Professor (72) am Sonntag zwischen 57 und 62 Prozent der Stimmen. Andere TV-Sender und Medien veröffentlichten kurz nach Schließung der letzten Wahllokale ähnliche Zahlen.

Um eine Stichwahl am 14. Februar gegen den Zweitplatzierten zu umgehen, musste Rebelo de Sousa die absolute Mehrheit erringen. Mit aussagekräftigen offiziellen Ergebnissen wird in der Nacht zum Montag gerechnet.

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Die News von heute im stern-Ticker:  

+++ 21.40 Uhr: US-Präsident Biden spricht mit französischem Staatschef Macron +++

Der neue US-Präsident Joe Biden hat bei einem Gespräch mit seinem französischen Kollegen Emmanuel Macron für eine Stärkung der bilateralen Beziehungen geworben. Das Weiße Haus teilte am Sonntag mit, Biden wolle das transatlantische Verhältnis stärken, unter anderem durch die Zusammenarbeit mit der Europäischen Union und dem Verteidigungsbündnis Nato. Die USA und Frankreich seien sich zudem einig, bei Themen der Außenpolitik, "darunter China, der Nahe Osten, Russland und die Sahelzone", zusammenzuarbeiten, hieß es.

Am Samstag hatte Biden mit dem britischen Premierminister Boris Johnson telefoniert. Zuvor hatte er bereits mit seinen Kollegen in Kanada und Mexiko gesprochen, den Nachbarländern der USA. Biden ist seit Mittwoch US-Präsident.

+++ 21.35 Uhr: Russisches Schiff für Bau von Pipeline Nord Stream 2 nimmt Arbeit auf +++

Das russische Schiff, das die umstrittene Gas-Pipeline Nord Stream 2  fertigstellen soll, hat am Sonntag seine Arbeit in der Ostsee aufgenommen. "Vor der Wiederaufnahme des Baus von Nord Stream 2" habe das Rohrleger-Schiff "Fortuna" in dänischen Gewässern mit Arbeiten begonnen, teilte das Unternehmen Nord Stream 2 in Moskau mit. Ungeachtet neuer Sanktionsdrohungen der USA war das russische Schiff zuvor in dänischen Ostsee-Gewässern eingetroffen, wie Daten der Ortungsdienste Vesselfinder und Marine Traffic zeigten.

+++ 21.16 Uhr: Dutzende Tote bei koordinierten Angriffen auf Militär-Stützpunkte in Mali +++

Bei koordinierten, simultanen Attacken auf zwei Militärstützpunkte in Mali sind am Sonntag nach Regierungsangaben mehrere Dutzend Menschen ums Leben gekommen. Die Angriffe von nicht näher benannten terroristischen Gruppen erfolgten am frühen Morgen und richteten sich gegen die Stützpunkte Boukessi und Mondoro im zentralen Teil des Landes. In einer Erklärung des malischen Generalstabs heißt es, bei den Attacken seien sechs Soldaten ums Leben gekommen und 18 verwundet worden. Rund 30 der Angreifer seien erschossen worden, zudem seien rund 40 Motorräder sowie zahlreiches militärisches Material beschlagnahmt worden. Bei der Abwehr der Angreifer habe es schnelle Unterstützung durch das französische Militär gegeben. 

+++ 20.33 Uhr: "Ocean Viking" kann 370 gerettete Migranten nach Sizilien bringen +++

Das Rettungsschiff "Ocean Viking" kann rund 370 vor der libyschen Küste gerettete Menschen nach Sizilien bringen. "Große Erleicherung an Bord heute Abend", erklärte die Nichtregierungsorganisation SOS Méditerranée via Twitter. Dem Schiff sei Augusta auf Sizilien als sicherer Hafen zugewiesen worden. Die "Ocean Viking" werde am Montagmorgen dort ankommen. 

Die "Ocean Viking" hatte seit Donnerstag 374 Menschen aus Ländern südlich der Sahara aufgenommen, darunter 165 Minderjährige. Die NGO richtete zunächst eine Anfrage an die libysche Küstenwache, um die Menschen in Sicherheit bringen zu können. Nachdem Libyen nicht reagierte, bat SOS Meditérranée die beiden nächstgelegenen EU-Staaten Malta und Italien um Hilfe.

Die "Ocean Viking" war am 11. Januar nach fünfeinhalb Monaten Pause wieder ausgelaufen. Das Schiff nahm von Marseille aus Kurs auf das zentrale Mittelmeer. Derzeit sei kein anderes ziviles Rettungsschiff im zentralen Mittelmeer im Einsatz, um Menschen in Seenot zu retten. "Umso wichtiger ist es, dass wir wieder zurück sind", erklärte SOS Méditerranée.

+++ 20.30 Uhr: Empörung über brutale Gewalt gegen 15-Jährigen in Paris +++

Ein Fall von besonders heftiger Gewalt an einem Jugendlichen schlägt in Frankreich hohe Wellen der Empörung. Dabei handelt es sich um einen 15-Jährigen, der Mitte Januar von etwa zehn Jugendlichen in Sportkleidung und Kapuzenjacken in einem Pariser Geschäftsviertel brutal zusammengeschlagen worden war. Das Opfer wurde so stark verletzt, dass die Ärzte den Jugendlichen in ein künstliches Koma versetzten, aus dem er erst am Samstag erwachte.

Wie die Pariser Staatsanwaltschaft am Sonntag der französischen Nachrichtenagentur AFP mitteilte, wurden Ermittlungen wegen versuchten Mordes an die Pariser Justizpolizei weitergeleitet. Der Gewaltakt ereignete sich am 15. Januar. 

+++ 20.25 Uhr: Geflügelpest-Ausbruch in Brandenburger Betrieb – 16.000 Puten getötet +++

Der gefährliche Geflügelpest-Erreger H5N8 ist in einer gewerblichen Putenmast in Brandenburg ausgebrochen. Etwa 16.000 Puten mussten auf Anordnung des zuständigen Veterinäramtes im Landkreis Prignitz getötet werden, wie das Gesundheitsministerium in Potsdam am Sonntagabend mitteilte. Es ist der zweite Fall in einem Nutzgeflügelbestand innerhalb weniger Wochen in Brandenburg. Der Erreger war bereits Ende Dezember in einer Kleinsthaltung im Landkreis Spree-Neiße bestätigt worden. Zudem wurde das Virus bislang bei einigen Wildvögeln in Brandenburg nachgewiesen.

+++ 20.18 Uhr: Clubhouse-Macher kündigen App für Android an +++

Die neue Social-Media-App Clubhouse soll künftig auch auf Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android laufen können. Das kündigten die beiden Firmengründer Paul Davison und Rohan Seth am Sonntag in einem Blogeintrag an. Bislang ist die Audio-Anwendung nur für das iPhone verfügbar. Wann Clubhouse auch im Google Play Store verfügbar sein wird, teilen die Clubhouse-Macher nicht mit. 

+++ 19.55Uhr: US-Präsident Biden geht an erstem Sonntag als Präsident in die Kirche +++

Donald Trump verbrachte seine Wochenenden als Präsident meist auf dem Golfplatz, sein Nachfolger Joe Biden ist am ersten Sonntag im Weißen Haus wie gewohnt in die Kirche gegangen. Die Autokolonne des Präsidenten quetschte sich durch die schmalen Straßen des Viertels Georgetown zur katholischen Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit. Sie hatte Biden auch schon oft in seiner Zeit als Vize von Präsident Barack Obama besucht.

Biden, der zweite Katholik im Weißen Haus nach John F Kennedy, betont stets, dass der Glaube ihm dabei geholfen habe, persönliche Tragödien wie den Tod seiner ersten Frau und deren Tochter bei einem Autounfall sowie den Verlust seines Sohnes Beau nach einer Krebserkrankung durchzustehen.

+++ 19.50 Uhr: Russisches Schiff für Bau von Nord Stream 2 in dänischen Gewässern eingetroffen +++

Ungeachtet neuer Sanktionsdrohungen der USA ist ein russisches Rohrleger-Schiff zur Fertigstellung der umstrittenen Gas-Pipeline Nord Stream 2 in dänischen Ostsee-Gewässern eingetroffen. Die "Fortuna" befand sich am Sonntag rund 15 Seemeilen (rund 28 Kilometer) von der dänischen Insel Bornholm entfernt, wie Daten der Ortungsdienste Vesselfinder und Marine Traffic zeigten. In der Nähe befanden sich demnach mehrere russische Schiffe, die die "Fortuna" bei den Arbeiten unterstützen sollen.

Nord Stream 2, die größtenteils vom russischen Staatskonzern Gazprom finanziert wird, soll das Potenzial für russische Gaslieferungen nach Deutschland deutlich erhöhen. In der EU ist das Neun-Milliarden-Euro-Projekt seit langem umstritten und auch die USA lehnen es ab. Die Bundesregierung steht weiterhin hinter dem Vorhaben. Der Pipeline-Bau ist nahezu abgeschlossen, es stehen vor allem noch Arbeiten in dänischen Gewässern aus.

+++ 18.48 Uhr: Flugzeugunglück in Brasilien: Vier Fußballer und Club-Präsident tot +++

Bei einem Unfall eines Kleinflugzeugs sind in Brasilien vier Fußballspieler und der Präsident des Vereins Palmas Futebol e Regatas ums Leben gekommen. Auch der Pilot starb bei dem Unglück am Sonntagmorgen (Ortszeit) im zentralbrasilianischen Bundesstaat Toncantin, wie der Viertligist mitteilte. Der Flieger war demnach beim Start von einem kleinen Flugfeld in der Gemeinde Porto Nacional abgestürzt. Es gebe keine Überlebenden. Bilder in Medienberichten zeigten das Wrack der Maschine, wenige Meter von der Piste entfernt, in Flammen. Zur Ursache gab es zunächst keine Angaben.

Die Spieler und der Club-Präsident Lucas Meira waren den Angaben zufolge unterwegs in die Stadt Goiânia, wo Palmas am Montag ein Spiel im regionalen Pokalwettbewerb Copa Verde gegen den Drittligisten Vila Nova bestreiten sollte. Die Partie wurde auf unbestimmte Zeit verschoben, wie der brasilianische Fußballverband CBF mitteilte. Der Opfer sollte demnach in jedem Spiel in Brasilien am Sonntag mit einer Schweigeminute gedacht werden.

+++ 17.44 Uhr: Baerbock fordert endgültigen Baustopp für Nord Stream 2 +++

Grünen-Chefin Annalena Baerbock hat einen sofortigen Baustopp für die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 gefordert. "Diese Pipeline konterkariert die geostrategischen Interessen der Europäer, ist ganz gezielt gegen die Ukraine gerichtet, sie ist eine Wette gegen die europäischen Klimaziele, konterkariert alle EU-Sanktionen gegenüber Russland und ist damit ein absolut fatales Projekt", sagte Baerbock dem ARD-Hauptstadtstudio. Die Bundesregierung müsse unverzüglich auf ein Ende des Projekts hinwirken. Eine nur vorübergehende Aussetzung des Baus lehnte Baerbock ab. FDP-Chef Christin Lindner hatte mit Blick auf die Proteste in Russland vom Wochenende ein Moratorium für den Weiterbau gefordert.

+++ 17.36 Uhr: Medienberichte: Britische Regierung legt Unternehmen Teilumzug in EU nahe +++

Britische Regierungsstellen legen nach Medienberichten Firmen einen Teilumzug in die EU nahe, um ihr Exportgeschäft nach dem Brexit nicht zu riskieren. Die Sonntagszeitung "Observer" und die BBC berichteten, mehreren Unternehmen planten nun eine Verlagerung. So könnten sie zusätzliche Zollgebühren und Mehrwertsteuer sowie bürokratischen Aufwand umgehen. Ein Mitarbeiter des zuständigen Umweltministeriums habe ihm gesagt, dass ein Umschlagzentrum in der EU die einzige Lösung sei, sagte der Mitgründer des Käsehändlers Cheshire Cheese Company, Simon Spurrell der BBC.

Seit dem Brexit müsse jede Probierbox im Wert von 25 bis 30 Pfund, die in die EU gehe, ein von einem Tierarzt ausgestelltes Gesundheitszertifikat für 180 Pfund (gut 200 Euro) erhalten. Das Ministerium betonte, es sei nicht Regierungspolitik, Unternehmen einen Umzug in die EU zu empfehlen.

+++ 15.52 Uhr: Bundesregierung will Ausbau von Radwegen fördern +++

Mit 660 Millionen Euro will die Bundesregierung einem Bericht zufolge den Aus- und Neubau der Radweg-Infrastruktur unterstützen. Die Bundesländer könnten die Mittel aus dem Sonderprogramm "Stadt und Land" ab kommender Woche beantragen, berichtet die "Welt am Sonntag".

"Gemeinsam mit den Ländern werden wir dafür sorgen, dass das Geld schnell und unbürokratisch dort ankommt, wo es den größten Nutzen stiftet. Also dort, wo die Menschen unmittelbar etwas davon haben und schnell Verbesserungen spüren", sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) dem Blatt. Das Sonderprogramm ist Teil des Klimaschutzprogramms 2030 der Bundesregierung. Damit soll der Ausbau des Radverkehrs in den Ländern und Kommunen - und damit die Attraktivität des Radverkehrs gefördert werden.

+++ 15.43 Uhr: Italiens Regierung vor neuer Krisen-Abstimmung im Senat +++

Italiens Minderheitsregierung mit Giuseppe Conte an der Spitze drohen im Laufe der Woche neue Machtproben im Parlament. Das Mitte-Links-Bündnis hatte am vergangenen Dienstag ein Vertrauensvotum im Senat nur knapp überstanden. Da Contes Koalition in der kleineren von zwei Parlamentskammern aber keine absolute Mehrheit bekam, ist ihre Position weiter wackelig.

Italiens Medien gingen davon aus, dass die Regierung Mitte dieser Woche bei einer Abstimmung im Senat zur Justizpolitik eine symbolstarke Niederlage einfahren könnte. "In dieser unverantwortlichen Krise, die von Italia Viva herbeigeführt wurde, gibt es keine Alternative zu Premier Conte", wurde der Minister für regionale Angelegenheiten, Francesco Boccia, am Sonntag von Nachrichtenagenturen zitiert. Allerdings sehe er wachsende Gefahren.

Die Koalition in Rom war am 13. Januar durch den Auszug der Kleinpartei Italia Viva des früheren Ministerpräsidenten Matteo Renzi geplatzt. Hintergrund war ein Streit um den Einsatz von EU-Hilfsgeldern in der Corona-Pandemie. Bei den zwei folgenden Vertrauensabstimmungen im Parlament hatten sich die Italia-Viva-Politiker überwiegend enthalten. Das sicherte Conte die einfache Mehrheit von 156 Stimmen im Senat.

+++ 15.00 Uhr: Laut US-Medien: Trump wollte auch über Justizministerium Wahlergebnis kippen +++

Auch nach dem Ende der Amtszeit von Donald Trump werden noch neue Details dazu bekannt, wie er das Ergebnis seiner verlorenen Präsidentenwahl kippen wollte. Trump habe in den letzten Wochen im Weißen Haus auch erwogen, mit einem neuen amtierenden Justizminister vor das Oberste Gericht der USA zu ziehen, berichteten am Wochenende die "New York Times", die "Washington Post" und das "Wall Street Journal". Die Überlegungen seien allerdings am Widerstand der Beamten im Justizministerium gescheitert, die zum Teil mit Rücktritten gedroht hätten, hieß es unter Berufung auf informierte Personen.

Trump habe unter anderem gewollt, dass die US-Regierung einen oder mehrere Bundesstaaten verklagt, sagte ein ehemaliger Mitarbeiter dem "Wall Street Journal". Er hatte sich im Herbst beeilt, einen freien Sitz am Obersten Gericht mit seiner Kandidatin Amy Coney zu besetzen - unter Hinweis auf mögliche Verfahren rund um die Wahl. Die Richter ließen jedoch Trumps Anwälte mehrfach abblitzen.

+++ 14.32 Uhr: Tote und verwundete Zivilisten bei türkischem Angriff in Nordsyrien +++

Bei einem Angriff der Türkei in Nordsyrien, wo türkische Truppen bereits Grenzgebiete beherrschen, sind eine Frau und zwei Kinder getötet worden. Die Truppen hätten nach Störfeuer in der Region Tal Rifat sieben Kämpfer der Kurdenmiliz YPG außer Gefecht gesetzt, teilte das Verteidigungsministerium in Ankara mit. Die syrische Staatsagentur Sana berichtete, eine Frau und zwei Kinder seien getötet und sieben weitere Zivilisten verletzt worden. Tal Rifat liegt zwischen Aleppo und der türkisch-syrischen Grenze.

Die Türkei ist mehrmals in Syrien einmarschiert und war zuletzt im Herbst 2019 mit verbündeten syrischen Milizen gegen die YPG vorgegangen. Vergangenen Oktober hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan zudem mit einem weiteren Militäreinsatz in Syrien gedroht, wenn "Terroristen" sich nicht wie versprochen aus der Grenzregion zurückziehen würden. Ankara sieht in der YPG einen Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und bekämpft sie als Terrororganisation.

+++ 14.11 Uhr: Linksextreme Gewalt nach Rückgang wieder gestiegen +++

Die Zahl linksextrem motivierter Gewalttaten ist 2020 gestiegen. Im Jahr davor war sie zurückgegangen, nach dem Anstieg erreichte sie nun wieder das Niveau von 2018. Wie aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage aus der FDP-Fraktion hervorgeht, wurden im vergangenen Jahr 1359 linke Gewaltdelikte registriert. Das waren knapp 30 Prozent mehr als 2019 (1052). Im Jahr 2018 wurden 1340 linke Gewaltdelikte gezählt. Ein weiteres Jahr zuvor waren es noch 1967.

Insgesamt wurden demnach im vergangenen Jahr 9973 linksmotivierte Straftaten festgestellt. Das sind etwas mehr als in früheren Jahren (2019: 9849, 2017: 9752), aber deutlich mehr als 2018 (7961), als es einen starken Rückgang gegeben hatte. Die Zahlen für das vergangene Jahr sind noch vorläufig und können sich nach Angaben des Ministeriums durch Nachmeldungen und Änderungen teils noch erheblich verschieben.

+++ 13.50 Uhr: Kreml spricht von "wenigen Menschen" bei Nawalny-Protesten +++

Einen Tag nach den Protesten von Anhängern von Alexej Nawalny in ganz Russland hat der Kreml von wenigen Teilnehmern gesprochen. "Jetzt werden viele sagen, dass viele Menschen zu den nicht genehmigten Aktionen gegangen sind", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow dem russischen Staatsfernsehen. "Nein, es sind wenige Menschen hingegangen. Viele Menschen stimmen für Putin", sagte Peskow in der Sendung "Moskau.Kreml.Putin", die am Sonntagabend ausgestrahlt werden soll.

Peskow kritisierte zudem die US-Botschaft in Moskau, die im Vorfeld der Proteste eine Liste mit Demo-Treffpunkten und Uhrzeiten veröffentlicht hatte. Das sei "eine direkte Unterstützung des Gesetzbruchs", sagte der Sprecher. Zuvor hatte sich bereits das russische Außenministerium beschwert, dass Washington sich unter dem Deckmantel der Sorge um die Sicherheit von US-Bürgern im Ausland in innerrussische Angelegenheiten einmische. Die neue US-Regierung wiederum verurteilte die "harschen Methoden" der russischen Sicherheitskräfte im Umgang mit Demonstranten und Journalisten. 

+++ 12.32 Uhr: Es bleibt winterlich – Dauerfrost im Bergland +++

Nach einer frostigen Nacht startet der Montag vor allem im Süden und Südwesten mit Schneeschauern. Auch am Oberrhein dürfte laut Deutschem Wetterdienst Schneeregen niedergehen. Ansonsten gibt es in der Republik trotz dichter Wolkendecke kaum Schauer. Höchsttemperaturen liegen am Montag zwischen 0 und 4 Grad, in weiten Teilen Bayerns und im höheren Bergland herrscht Dauerfrost.

In der Nacht zu Dienstag schneit es in den Alpen. Nach Angaben der DWD-Meteorologen breiten sich Schnee und Regen von Nordwesten her bis ins Landesinnere aus. Bei Tiefstwerten zwischen 0 und minus 5 Grad herrsche verbreitet Glättegefahr. Auch tagsüber gehen demnach Schneeregen und Graupelschauer nieder, im Bergland dürfte nach Angaben der Meteorologen durchgehend Schnee liegen. "Freundliche Abschnitte am ehesten in Richtung Nordsee und Oberrhein. Höchstwerte 0 Grad in Teilen Bayerns und bis 5 Grad entlang der Rheinschiene", heißt es weiterhin. Im höheren Bergland herrsche Dauerfrost.

+++ 11.33 Uhr: Angriff auf Polizisten bei Corona-Party +++

Bei einer Party im Landkreis Osnabrück haben Feiernde Polizisten angegriffen und verletzt. Die Beamten hatten nach einem Hinweis sechs erheblich alkoholisierte Männer zwischen 20 und 44 Jahren in einer Partyhütte in Belm angetroffen, wie die Polizei heute mitteilte. Die Personen hätten sich unkooperativ und aggressiv gezeigt. Zur Feststellung der Identität sollte ein Partygast den Angaben zufolge mit zur Wache genommen werden. Dieser habe sich geweigert.

Als er zum Streifenwagen geführt werden sollte, griffen vier Männer die Polizisten an, hieß es. Die Beamten setzten Pfefferspray ein und nahmen alle Feiernden in Gewahrsam. Ein 21-Jähriger habe dabei einen 29 Jahre alten Polizisten so stark am Knie verletzt, dass dieser dienstunfähig gewesen sei. Die Polizei ermittelt unter anderem wegen Verstoßes gegen die Regelungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

+++ 10.45 Uhr: Unbekannte stehlen 2,5 Tonnen Streusalz aus Garage +++

Im rheinland-pfälzischen Idar-Oberstein haben Unbekannte  2,5 Tonnen Streusalz gestohlen. Nach Angaben der Polizei entwendeten die Diebe das Salz aus einer Garage in der Innenstadt. Was die Täter mit dem Streusalz vorhaben könnten, ist aus Sicht der Polizei rätselhaft. "Wir haben noch nie erlebt, dass eine so große Menge Streusalz gestohlen wurde", sagte ein Sprecher. Bislang gebe es keinen konkreten Ermittlungsansatz.

Bei einer derart großen Menge an Streusalz sei es wahrscheinlich, dass der oder die Täter das Diebesgut mit einem Transporter oder einem Laster zwischen Donnerstag und Sonntag abtransportiert haben. Die Ermittler hoffen nun auf Hinweise von Zeugen.

+++ 10.35 Uhr: Retter in China bergen mehrere verschüttete Grubenarbeiter +++

Zwei Wochen nach dem Grubenunglück im Osten Chinas haben Rettungskräfte am Sonntag mehrere der 22 verschütteten Bergarbeiter geborgen. Der Durchbruch bei der Rettungsaktion gelang, nachdem ein bei der Explosion vor zwei Wochen verschütteter Luftschacht geräumt worden war, wie der chinesische Staatssender CCTV berichtete.

+++ 10.01 Uhr: Mehr als 3400 Festnahmen bei Nawalny-Protesten in Russland +++

Bei den nicht genehmigten Protesten für die Freilassung des inhaftierten Kremlkritikers Alexej Nawalny gestern in Russland sind Bürgerrechtlern zufolge mehr als 3400 Menschen festgenommen worden. Allein in der Hauptstadt Moskau wurden mindestens 1360 Demonstranten festgesetzt, wie das Portal OWD-Info heute mitteilte. 523 weitere Festnahmen gab es demnach in St. Petersburg. Angaben von Russlands Kinderrechtsbeauftragten zufolge wurden auch rund 300 Minderjährige in Gewahrsam genommen. Nawalnys Mitstreiter sprachen von 40.000 Menschen, die allein in Moskau protestiert hätten. Die Polizei hatte die Zahl deutlich kleiner angegeben. Insgesamt hatten in rund 100 russischen Städten Zehntausende für Nawalnys Freiheit und gegen Präsident Wladimir Putin demonstriert. Das Team des Oppositionellen, der im August Opfer eines Giftanschlags geworden war, sprach von einer "grandiosen gesamtrussischen Aktion".

Für Entsetzen sorgte in sozialen Netzwerken unterdessen ein Video, auf dem zu sehen ist, wie in Polizist in St. Petersburg eine Frau brutal wegtritt. Medienberichten zufolge erlitt die 54-Jährige ein Schädel-Hirn-Trauma. Sie liege im Krankenhaus und sei nicht bei Bewusstsein. Ermittler kündigten an, den Fall zu prüfen.

+++ 9.47 Uhr: Seniorin entkommt im letzten Moment Zug auf Bahnübergang +++

Ausgrechnet auf einem beschrankten Bahnübergang ist gestern in Villingen-Schwenningen (Schwarzwald-Baar-Kreis) das Auto einer 69-Jährigen wegen eines technischen Defekts liegengeblieben. Im letzten Moment gelang es der Frau noch, das Fahrzeug zu verlassen: Ein Zug erfasste ihr Auto und schleuderte es gegen die Bahnschrankenanlage, wie das Polizeipräsidium Konstanz am Abend mitteilte. 

Die Frau kam bei dem Unfall am frühen Nachmittag mit dem Schrecken davon. Von den zehn Zuginsassen wurde laut Polizei eine Person leicht verletzt. Am Auto, an der Bahn und der Schrankenanlage entstand erheblicher Schaden in Höhe von insgesamt fast 100.000 Euro.

+++ 9.33 Uhr: Sechs Flüchtlinge in Lkw-Laderaum an Autobahn 6 gefunden +++

Ein Lastwagenfahrer hat sechs illegal eingereiste Flüchtlinge an der Autobahn 6 in seinem Laderaum bemerkt. Weil der Auflieger schwankte, verständigte sein Kollege am Samstag während einer Pause nahe Bad Rappenau bei Heilbronn die Polizei. Die Beamten fanden sechs Männer aus Afghanistan im Alter von 15 bis 21 Jahren im Laderaum, wie die Polizei mitteilte. Sie seien eigenen Angaben zufolge drei Tage zuvor in Rumänien in den Auflieger gestiegen, waren erschöpft und hatten Hunger und Durst. Die Feuerwehr Heilbronn versorgte die Männer mit Getränken, der Rettungsdienst begutachtete sie medizinisch. Vier Flüchtlinge wurden in die Landesaufnahmeanstalt nach Karlsruhe gebracht, zwei an das Jugendamt überstellt.

+++ 9.07 Uhr: Hund beißt eigenem Besitzer Daumen ab +++

Schmerzhaftes Ende eines tierischen Streits: Im rheinland-pfälzischen Ludwigshafen hat ein Hund seinem Besitzer den Daumen abgebissen, nachdem dieser versucht hatte, das Tier von einem anderen Hund zu trennen. Wie das Polizeipräsidium Rheinpfalz mitteilte, musste der 38-jährige Hundebesitzer im Krankenhaus behandelt werden. Der Vorfall ereignete sich den Angaben zufolge gestern Abend. Demnach waren die Hunde zweier Ludwigshafener in Streit geraten. Beim Versuch des 38-Jährigen, seinen Hund loszureißen, habe dieser ihm den rechten Daumen abgebissen.

+++ 9.04 Uhr: 19 verkohlte Leichen in mexikanischer Kleinstadt entdeckt +++

Mexikanische Polizisten haben im Norden des Landes mindestens 19 verkohlte Leichen entdeckt. Sie seien in zwei ausgebrannten Fahrzeugen auf einer Landstraße nahe der Stadt Miguel Aleman unweit der Grenze zu den USA gefunden worden, teilte die Staatsanwaltschaft des Bundesstaats Tamaulipas mit. Demnach wurden die Opfer offenbar erschossen, bevor sie angezündet wurden. Möglich sei, dass sie an einem anderen Ort ermordet worden seien, erklärte die Staatsanwaltschaft. Am Fundort seien keine Patronenhülsen gefunden worden.

Die 20.000-Einwohner-Stadt Miguel Aleman grenzt an den US-Bundesstaat Texas. Die Region ist geprägt vom Konflikt zwischen zwei Drogenkartellen. Gewaltsame Vorfälle in dem Grenzgebiet stehen oftmals in Zusammenhang mit der organisierten Kriminalität.

+++ 8.47 Uhr: Piraten überfallen Containerschiff vor Nigeria – Ein Toter +++

Im Golf von Guinea haben Piraten ein Containerschiff überfallen. Dabei seien ein Besatzungsmitglied aus Aserbaidschan getötet und 15 türkische Besatzungsmitglieder entführt worden, meldete die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu. Demnach haben die Piraten die "Mozart", die unter liberianischer Flagge fährt, nach dem Überfall am Samstag inzwischen wieder verlassen. Der Frachter wird mit drei Besatzungsmitgliedern, die dort zurückblieben, nun im zentralafrikanischen Staat Gabun erwartet. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan telefonierte nach Angaben seines Büros mit dem Kapitän. Der Überfall ereignete sich Anadolu zufolge etwa 180 Seemeilen vor der Küste Nigerias.

Die Zahl der Piratenangriffe auf den Weltmeeren ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen: Nach Daten des Internationalen Schifffahrtsbüros gab es vergangenes Jahr 195 Angriffe – 33 mehr als im Jahr 2019. Besonders betroffen waren der Golf von Guinea, die Meerenge von Singapur und indonesische Gewässer.

+++ 8.11 Uhr: 58-Jähriger überlebt 18 Tage lang im australischen Outback +++

Indem er sich von wilden Pilzen und Wasser aus einem Staudamm ernährte, hat ein 58-Jähriger mehr als zwei Wochen lang im australischen Outback überlebt. Robert Weber sei vor 18 Tagen nördlich von Brisbane im Hinterland verschwunden und heute früh gefunden worden, teilte die Polizei des Bundesstaats Queensland mit. Er sei in ein Krankenhaus gebracht worden, aber "sicher und wohlauf".

Weber hatte am 6. Januar sein Hotel in der Stadt Kilkivan verlassen und war danach nicht mehr gesehen worden. Erste Erkenntnisse deuteten darauf hin, dass der 58-Jährige mit seinem Auto auf einer ihm unbekannten Straße steckengeblieben sei, teilte die Polizei mit. "Zusammen mit seinem Hund blieb er drei Tage lang in seinem Auto, bevor seine Wasservorräte aufgebraucht waren." Weber sei daraufhin zu Fuß weitergegangen und habe sich verirrt. Als er an einen Damm gelangt sei, sei er dort geblieben. Ernährt habe er sich von Damm-Wasser und Pilzen. Geschlafen habe er auf dem Boden. Eine einwöchige Such- und Rettungsaktion nach Weber war den Angaben zufolge erfolglos geblieben. Gefunden worden sei er am Sonntag schließlich von einem örtlichen Grundstückseigentümer. Webers Hund wird nach Polizeiangaben dagegen weiter vermisst.

+++ 7.42 Uhr: Weltweit gesuchter asiatischer Drogenboss in den Niederlanden gestellt +++

Tse Chi Lop, mutmaßlicher Chef des größten Drogenkartells Asiens, Sam Gor, ist in den Niederlanden festgenommen worden. Der Zugriff auf den weltweit Gesuchten erfolgte auf ein Ersuchen der australischen Bundespolizei, wie die australischen Behörden mitteilten. Der australische Generalstaatsanwalt bereitet demnach ein Auslieferungsersuchen für Tse vor. Der gebürtige Chinese Tse, der die kanadische Staatsbürgerschaft besitzt, wird vielfach mit dem berüchtigten mexikanischen Drogenboss Joaquin "El Chapo" Guzman verglichen.

Sam Gor soll weltweit mit illegalen Methamphetamin-Produkten handeln und steht im Verdacht, seine Einnahmen durch den illegalen Drogenhandel durch Investitionen in Immobilien, Hotels und Kasinos in Südostasien zu waschen. Australien wirft dem Kartell vor, "substanzielle Mengen an Heroin und Methamphetamin" in das Land geschmuggelt zu haben.

+++ 5.36 Uhr: Erster von 22 verschütteten Grubenarbeitern in China gerettet +++

Zwei Wochen nach dem Grubenunglück in Ostchina ist der erste der 22 verschütteten Bergarbeiter geborgen worden. Der Mann sei in einem separaten Minenabschnitt entdeckt worden, berichtete der staatliche Fernsehsender CCTV. Er sei in "schwacher körperlicher Verfassung". Bei mindestens zwei Explosionen in der Goldmine in Qixia in der Provinz Shandong waren der Ausstieg aus dem Schacht verschüttet und das interne Kommunikationssystem schwer beschädigt worden. 22 Arbeiter wurden verschüttet. Elf waren mehr als 500 Meter unter der Erde von den Explosionen überrascht worden, einer von ihnen starb an seinen schweren Kopfverletzungen.

Der nun gerettete Arbeiter wurde in einem näher an der Oberfläche gelegenen Minenabschnitt entdeckt. Das Schicksal der übrigen zehn Verschütteten ist unklar. Mithilfe eines Kabels wurden Lebensmittel und Medikamente zu den Verschütteten hinabgelassen. Die Retter kämpfen mit schwierigen Bedingungen, gleichzeitig steigt der Wasserspiegel unter Tage. Die Bergung der restlichen Bergleute wird wegen des harten Gesteins voraussichtlich noch mindestens zwei Wochen dauern.

+++ 5.08 Uhr: Spahn nennt Laschet "natürlichen Kanzlerkandidaten" +++

Der neue CDU-Vorsitzende Armin Laschet ist aus Sicht seines Stellvertreters Jens Spahn natürlicher Kanzlerkandidat der Union. "Armin Laschet führt unsere CDU und er ist damit der natürliche Kanzlerkandidat", sagte der Gesundheitsminister der "Bild am Sonntag". Die offizielle Kür des gemeinsamen Kanzlerkandidaten von CDU und CSU soll erst nach den Landtagswahlen im März erfolgen.

Traditionell wird dem CDU-Vorsitzenden in der Union ein Zugriffsrecht auf die Kanzlerkandidatur eingeräumt. Die Schwesterpartei CSU hat dabei ein Mitspracherecht. Als potenzieller Kandidat für die Bundestagswahl im September wird seit Monaten auch CSU-Chef Markus Söder gehandelt. Auch Spahn waren in der Vergangenheit Ambitionen auf die Kanzlerkandidatur nachgesagt worden.

+++ 4.40 Uhr: Erdbeben der Stärke 7,0 in der Antarktis gemessen +++

In der Antarktis hat sich ein schweres Erdbeben der Stärke 7,0 ereignet. Die chilenische Katastrophenschutzbehörde Onemi gab zunächst eine Tsunami-Warnung für die Küstenregion der Antarktis aus, hob diese später jedoch wieder auf. Der Erdstoß wurde nach Behördenangaben rund 210 Kilometer östlich des chilenischen Luftwaffenstützpunkts Eduardo Frei auf der König-Georg-Insel in zehn Kilometern Tiefe im Meer gemessen. Rund 80 Bewohner einer Siedlung nahe der Basis wurden in Sicherheit gebracht. Auch drei weitere chilenische Stützpunkte sowie fünf Stützpunkte anderer Nationen wurden laut Onemi vorübergehend evakuiert.

Die Eduardo-Frei-Basis ist der größte chilenische Stützpunkt in der Antarktis. In der nahegelegenen Siedlung gibt es unter anderem ein Krankenhaus und eine Schule. Im Sommer leben dort maximal 150 Menschen, im Winter durchschnittlich 80.

+++ 4.07 Uhr: Portugal wählt einen neuen Präsidenten +++

In Portugal sind heute 9,8 Millionen Wahlberechtigte zur Präsidentenwahl aufgerufen. Amtsinhaber Marcelo de Sousa bewirbt sich um eine Wiederwahl. Bislang wurden alle vier Präsidenten seit dem Ende der Diktatur 1976 für eine zweite Amtszeit wiedergewählt. Der Staatschef hat wenig Vollmachten, kann aber das Parlament für vorgezogene Neuwahlen auflösen.

Wegen der Corona-Pandemie zeichnet sich eine äußerst geringe Wahlbeteiligung ab. In Portugal wurde zuletzt eine extreme Zunahme der Covid-19-Infektionen festgestellt. Dies wird weitgehend auf die Ausbreitung der besonders ansteckenden Corona-Mutante B1.1.7 zurückgeführt, die sich zunächst in Großbritannien ausgebreitet hatte. De Sousa geht als Favorit in die Wahl, hat aber ernstzunehmende Rivalen, darunter der 38-jährige Gründer der Anti-Establishment-Partei Chega (Genug), André Ventura, und die frühere sozialistische Abgeordnete Ana Gomes.

+++ 2.21 Uhr: US-Regierung fordert von China Stopp der Einschüchterung Taiwans +++

Die neue US-Regierung hat China dazu aufgefordert, seinen "militärischen, diplomatischen und wirtschaftlichen Druck auf Taiwan" einzustellen. Anstatt der Kampagne zur "Einschüchterung" des Nachbarn solle Peking das Gespräch mit der demokratisch gewählten Regierung Taiwans suchen, forderte das Außenministerium in Washington. Chinas Verhalten gegenüber Taiwan und anderen Nachbarn sei besorgniserregend. Die USA stünden felsenfest zu Taiwan und würden der Führung in Taipeh auch weiterhin helfen, eine ausreichende Fähigkeit zur Selbstverteidigung zu haben. Dies trage zu Frieden und Stabilität in der Region bei, erklärte das Außenministerium. Die kommunistische Führung in Peking sieht das heute demokratische Taiwan infolge ihrer Ein-China-Doktrin als Teil der Volksrepublik an.

+++ 2.11 Uhr: Essenslieferant stürzt mit Roller - Polizist bringt Essen zu Kunden +++

Takeaway statt Kelle: Chris Schultze, Verkehrspolizist in England, ist als Essenslieferant eingesprungen. Der Ordnungshüter brachte einem Kunden in Banstead südlich von London seine Bestellung, nachdem der Lieferant bei der Anfahrt mit seinem Roller gestürzt war und sich den Arm gebrochen hatte. Trotz Schmerzen und Dunkelheit konnte der Bote die Polizisten zu seiner Position lotsen. "Weil er nicht wollte, dass jemand seine Bestellung verpasst, hat Sergeant Chris Schultze sich entschlossen, das Essen an seinen vorgesehenen Bestimmungsort zu bringen", sagte ein Sprecher der Verkehrspolizei Surrey dem Online-Portal "Surrey Live".

+++ 1.38 Uhr: Dutzende Erinnerungsstücke von David Hasselhoff versteigert +++

Ein Nachbau des sprechenden Autos "K.I.T.T." aus der Kultserie "Knight Rider" und Dutzende weitere Erinnerungsstücke des Schauspielers David Hasselhoff (68) sind in den USA versteigert worden. Das Auto brachte nach rund 30 Geboten bei der Online-Versteigerung am Samstag 300.000 Dollar (etwa 250.000 Euro) ein, wie der Webseite des Online-Auktionshauses zu entnehmen war. Wer es ersteigerte, wurde zunächst nicht bekanntgegeben. Der "K.I.T.T."-Nachbau, der auf einem Parkplatz in Großbritannien auf seinen neuen Besitzer wartet, gehörte dem Online-Auktionshaus zufolge Hasselhoff, wurde aber nicht für die Produktion der Serie vor der Kamera benutzt.

Daneben wurden beispielsweise Autogrammkarten, Auszeichnungen und Kleidungsstücke versteigert, meist für einige hundert Dollar. Ein Mittagessen mit dem Schauspieler und Sänger brachte mit 9000 Dollar deutlich weniger ein als die erwarteten bis zu 20.000 Dollar, es gab nur drei Gebote. Hasselhoff war vor allem in den 80er- und 90er-Jahren mit den TV-Serien "Knight Rider" und "Baywatch" berühmt geworden, als Sänger insbesondere mit dem Song "Looking for Freedom". Zuletzt war seine Karriere allerdings ins Stocken geraten.

+++ 1.35 Uhr: Papst sagt erneut wegen Ischias-Leidens Termine ab +++

Papst Franziskus hat wegen seines Ischias-Leidens erneut seine Teilnahme an mehreren Veranstaltungen abgesagt. Der für morgen geplante Neujahrsempfang für die beim Vatikan akkreditierten Diplomaten sei verschoben worden, teilte Vatikan-Sprecher Matteo Bruni mit. Auch zwei vorgesehene Messen werde der Pontifex nicht selbst zelebrieren. Das traditionelle Angelus-Gebet heute, das wegen der Corona-Pandemie derzeit aus der Bibliothek des Papstes übertragen wird, werde der 84-Jährige hingegen halten. Wegen seines Ischias-Leidens hatte Franziskus bereits seine Teilnahme an Feierlichkeiten zum Jahreswechsel absagen müssen. 

+++ 0.04 Uhr: Strengere Einreiseregeln für mehr als 20 Hochrisikogebiete in Kraft +++

Für mehr als 20 Länder mit besonders hohen Corona-Infektionszahlen gelten in Deutschland seit Mitternacht strengere Einreiseregeln. Zu diesen Hochrisikogebieten zählen das Nachbarland Tschechien, die Urlaubsländer Portugal, Spanien und Ägypten sowie die USA. Wer von dort einreisen will, muss an der Grenze einen negativen Corona-Test (PCR-Test) vorweisen können. Die Tests werden nach Angaben des Bundesinnenministeriums an den Flug- und Seehäfen systematisch kontrolliert. An den Landgrenzen zu anderen EU-Staaten, an denen es keine Grenzkontrollen gibt, sollen Einreisende stichprobenartig und verdachtsunabhängig überprüft werden. Das nennt man Schleierfahndung.


Nachrichten von Samstag, den 23. Januar 2021

+++ 22.05 Uhr: Mehr als 2.600 Festnahmen bei Protesten in Russland +++

Bei landesweiten Protesten von Unterstützern des Kreml-Kritikers Alexej Nawalny sind in Russland am Samstag mehr als 2.600 Menschen festgenommen worden. Zehntausende Menschen folgten dem Protestaufruf Nawalnys, protestierten gegen Präsident Wladimir Putin und forderten die Freilassung Nawalnys, dessen Ehefrau Julia vorübergehend in Gewahrsam genommen wurde. In Moskau und anderen Großstädten ging die Bereitschaftspolizei gewaltsam gegen die Demonstranten vor.

+++ 21.20 Uhr: USA verurteilen "harschen Methoden" der russischen Polizei bei Protesten +++

Die neue US-Regierung hat die "harschen Methoden" der russischen Sicherheitskräfte im Umgang mit Demonstranten und Journalisten verurteilt und die Freilassung aller Festgenommenen gefordert. Das Außenministerium erklärte am Samstag, die USA stünden Schulter an Schulter mit ihren Verbündeten und Partnern, um die Menschenrechte zu verteidigen - "sei es in Russland oder wo auch immer nötig". Das Ministerium forderte die "sofortige und bedingungslose Freilassung" des Kremlkritikers Alexej Nawalny.

+++ 20.16 Uhr: Demonstrationen in Berlin und Düsseldorf für Freilassung Nawalnys +++

Rund 2000 Menschen haben in Berlin für die Freilassung des in Russland inhaftierten Kreml-Kritikers Alexej Nawalny demonstriert. Diese Zahl nannte ein Polizeisprecher am Samstagabend. Der Protestzug "Freiheit für Nawalny" zog an der russischen Botschaft vorbei und endete vor dem Brandenburger Tor. Der Ablauf sei "störungsfrei" gewesen, sagte der Sprecher.

Auch in Düsseldorf demonstrierten auf dem Marktplatz 200 Menschen für Nawalny. Nach Angaben der Polizei war die Kundgebung zunächst mit 100 Teilnehmern angemeldet worden. Die Demonstration verlaufe friedlich und störungsfrei, hieß es von der Polizei während des Verlaufs. Auch die Corona-Abstandsregeln würden eingehalten.

+++ 19.45 Uhr: Macron will nach Missbrauchs-Enthüllungen verschärfte Maßnahmen +++ 

Nach den zahlreichen Reaktionen auf die Veröffentlichung des Buches der Juristin Camille Kouchner über mutmaßlichen sexuellen Missbrauch, will Frankreichs Präsident Emmanuel Macron verschärfte Maßnahmen zur Bekämpfung sexueller Gewalt in der Familie ergreifen. Man müsse die Verbrecher für ihre Taten aus der Vergangenheit bestrafen und Zeugenaussagen von Menschen sammeln, die auch vor Jahren und Jahrzehnten zu Opfern geworden sind, sagte Macron in einem auf seinem Twitter-Account geposteten Video. Kinder, die Opfer von Inzest und sexueller Gewalt sind, müssen besser geschützt werden, so der Staatschef.

Nach Angaben der französischen Nachrichtenagentur AFP hat Macron Justizminister Eric Dupond-Moretti und den Staatssekretär für Kinder und Familie, Adrien Taquet, damit beauftragt, Konsultation durchzuführen und so schnell wie möglich Vorschläge dazu zu unterbreiten. Anfang Januar hat Kouchner ein Buch über mutmaßlichen sexuellen Missbrauch in ihrer berühmten Familie veröffentlicht. Das Werk hat eine Debatte über Inzest ausgelöst und zahlreiche Menschen dazu ermutigt, unter dem Hashtag #metooinceste ihre Erfahrungen mit Übergriffen innerhalb der Familie mitzuteilen. 

+++ 19.38 Uhr: EU-Außenbeauftragter verurteilt zahlreiche Festnahmen bei Protesten in Russland +++

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell hat die harte Reaktion der russischen Sicherheitskräfte auf die Proteste der Anhänger von Kreml-Kritiker Alexander Nawalny verurteilt. Er verfolge "die Entwicklung der Ereignisse in Russland mit Sorge", erklärte Borrell via Twitter und kritisierte die zahlreichen Festnahmen sowie "den unangemessenen Einsatz von Gewalt" während der landesweiten Proteste.

+++ 19.32 Uhr: US-Vizepräsidentin Harris noch nicht in amtliche Residenz eingezogen +++

Die neue US-Vizepräsidentin Kamala Harris ist wegen Renovierungsarbeiten noch nicht in ihre amtliche Residenz eingezogen. Sie und ihr Gatte Doug Emhoff lebten seit Donnerstag im Gästehaus des US-Präsidenten, dem Blair House, direkt gegenüber dem Weißen Haus, erklärte Harris' Sprecherin Symone Sanders. Es blieb zunächst noch unklar, wie lange sie dort bleiben würden.

US-Vizepräsidenten leben seit 1977 in einer Residenz auf dem Gelände des Naval Observatory, etwa drei Kilometer vom Weißen Haus entfernt. Die Residenz hat der "Washington Post" zufolge 33 Schlafzimmer. 

+++ 18.41 Uhr: Festnahmen vor Nawalnys Gefängnis in Moskau +++

Russische Sicherheitskräfte haben mehrere Demonstranten festgenommen, die sich vor dem Gefängnis versammelt haben, in dem Kremlkritiker Alexej Nawalny festgehalten wird. Das Team des Oppositionellen veröffentlichte am Samstagabend auf Telegram Videos, die zeigen, wie Vertreter der Sonderpolizei OMON in Moskau auf Demonstranten einprügeln und am Boden liegende Menschen treten. Umstehende Menschen riefen "Schande". Nach einem großen Protest am Nachmittag im Stadtzentrum mit Tausenden Teilnehmern waren Hunderte Menschen mehr als eine Stunde zum berüchtigten Untersuchungsgefängnis Nummer eins im Nordosten der Hauptstadt gelaufen.

+++ 18.11 Uhr: Tunesien: Hunderte demonstrieren für Freilassung Gefangener +++

Hunderte Menschen haben in Tunesiens Hauptstadt für die Freilassung von Gefangenen im Zusammenhang mit den jüngsten Protesten demonstriert. In dem nordafrikanischen Land war es seit Freitag vor einer Woche - zehn Jahre nach der Flucht von Langzeitherrscher Zine El Abidine Ben Ali 2011 - zu erneuten Protesten gegen die Regierung gekommen. Sicherheitskräfte nahmen in diesen Tagen rund 1000 Menschen fest, wie es aus Kreisen des Innenministeriums hieß.

In Tunis versammelten sich am Samstag Hunderte, wie Augenzeugen berichteten. Zu dem Marsch auf der Avenue Habib Bourguiba im Zentrum erschienen auch Menschenrechtler und Angehörige linker Parteien. Sicherheitskräfte blockierten den Teil der Straße, der zum Innenministerium führt. Einige riefen Parolen wie "Die Macht gehört dem Volk", andere forderten "Jobs, Freiheit und nationale Würde". Auch der Slogan "Das Volk will den Sturz des Regimes", der bei den Protesten vor zehn Jahren populär wurde, war zu hören.

+++ 17.26 Uhr: Lindner fordert Moratorium für Nord Stream 2 +++

FDP-Chef Christin Lindner hat ein Moratorium für den Weiterbau der umstrittenen Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 gefordert. "Solange in Russland grundlegende Menschen- und Bürgerrechte verletzt werden, können wir nicht zur Tagesordnung übergehen. Davon sind auch Infrastrukturprojekte wie Nord Stream 2 betroffen", sagte er in einem Interview mit dem "Spiegel". "Es sollte keine prinzipielle Absage, aber jetzt ein Moratorium geben." 

Eine Fortsetzung des Baus von Nord Stream 2 sollte eng an die Interessen der Partner in der Europäischen Union und auch der Ukraine gebunden werden. Denkbar sei ein Sicherungsmechanismus. "Sollte Moskau der Ukraine den Hahn abstellen, müsste es automatische Konsequenzen bei Lieferungen via Nord Stream 2 geben. So würden einseitige Erpressungsversuche aus Moskau ausgeschlossen, zugleich würden wir die wichtige energiewirtschaftliche Kooperation erhalten."

+++ 17.22 Uhr: Libyen: Frist für Abzug ausländischer Kämpfer abgelaufen +++

Drei Monate nach Vereinbarung einer Waffenruhe für Libyen ist in dem Bürgerkriegsland eine wichtige Frist offenbar ohne wirklichen Fortschritt verstrichen. Die Waffenruhe sah vor, dass bis zu diesem Samstag alle ausländischen Söldner und Truppen das Land verlassen. Keines der am Konflikt beteiligten Länder hat aber erklärt, dies tun zu wollen. Nach UN-Angaben befinden sich etwa 20.000 ausländische Kämpfer in Libyen.

Der seit Jahren andauernde Konflikt in dem ölreichen Wüstenstaat in Nordafrika wird durch ausländische Staaten befeuert. Die Türkei und Katar stehen dabei hinter der Regierung von Ministerpräsident Fajis al-Sarradsch mit Sitz in Tripolis, Russland, die Vereinigten Arabischen Emirate und Ägypten unterstützen dagegen General Chalifa Haftar und dessen Verbündete. Der anhaltende Strom von Truppen, Söldnern und Waffen aus dem Ausland hat Bemühungen zu einer Lösung des Konflikts deutlich erschwert.

+++ 17.07 Uhr: US-Präsident Biden spricht mit Mexikos Präsident über Migration

Der neue US-Präsident Joe Biden hat mit seinem mexikanischen Kollegen Andrés Manuel López Obrador (AMLO) über das langjährige Streitthema Migration gesprochen. Biden habe unter anderem seinen Plan zur "Umkehr der drakonischen Einwanderungspolitik der vorherigen US-Regierung" umrissen, teilte das Weiße Haus mit.

Zu den ersten Amtshandlungen Bidens nach der Vereidigung am Mittwoch gehörte der Stopp der Bauarbeiten an dem von seinem Vorgänger Donald Trump initiierten neuen Zaun an der Grenze zu Mexiko. Biden will die illegale Migration unter anderem durch Unterstützung der Herkunftsländer abbremsen. Auch will er mehreren Millionen illegal in die USA gekommenen Migranten den Weg zur Staatsbürgerschaft öffnen.

+++ 17.00 Uhr: Ehefrau von Nawalny nach kurzfristiger Festnahme wieder auf freiem Fuß +++

Wenige Stunden nachdem die Frau des inhaftierten Kremlkritikers Alexej Nawalny bei Protesten für dessen Freilassung in der russischen Hauptstadt Moskau kurzfristig festgenommen worden war, wurde sie laut Medienberichten wieder freigelassen. Nawalnys Team veröffentlichte auch ein Foto von Nawalnys Mutter, die ebenfalls zur Demo gekommen war. 

Die Wut der Demonstranten richtet sich auch gezielt gegen Wladimir Putin, dem Kritiker einen zunehmend autoritären Führungsstil und Korruption vorwerfen. Ein kürzlich veröffentlichtes Enthüllungsvideo von Nawalnys Team soll beweisen, dass der Präsident sich aus Schmiergeldern ein "Zarenreich" am Schwarzen Meer bauen ließ. Der Kreml bezeichnet die Vorwürfe in dem mehr als 68 Millionen Mal angeklickten Film als "Unsinn" und "Lüge". 

Insgesamt hatten Nawalnys Anhänger landesweit in mehr als 90 Städten zu Protesten aufgerufen. Bei den landesweiten Protesten sind am Samstag mehr als 2000 Kundgebungsteilnehmer festgenommen worden. Demonstranten wurden von der Bereitschaftspolizei abgeführt und mit Schlagstöcken traktiert. Die russischen Behörden drohen mit hohen Strafen für die Teilnahme an den nicht genehmigten Kundgebungen. In den vergangenen Tagen waren bereits zahlreiche Mitstreiter des Oppositionspolitikers festgenommen worden.

+++ 16.34 Uhr: Mehr als 40 Polizisten bei Protesten in Moskau verletzt +++

Bei den Protesten für die Freilassung des Kremlkritikers Alexej Nawalny sind in der russischen Hauptstadt Moskau mehr als 40 Sicherheitskräfte verletzt worden. Wie die Staatsagentur Tass am Samstag meldete, handelt es sich dabei hauptsächlich um leichtere Verletzungen. Niemand sei ins Krankenhaus gebracht worden. Demonstranten bewarfen etwa die Einsatzkräfte mit Schneebällen. Die Staatsagentur Ria Nowosti meldete, dass drei Polizisten mit weißer Farbe übergossen worden seien.

Die überwiegende Mehrheit der Menschen demonstrierte friedlich gegen das Vorgehen der russischen Behörden gegen Nawalny, der in einem Moskauer Gefängnis sitzt. Immer wieder kam es zu brutalen Festnahmen von Demonstranten, wie Reporter der Deutschen Presse-Agentur vor Ort berichteten. Fernseh-Bilder zeigten, wie vermummte Sicherheitskräfte auf wehrlose Demonstranten einschlugen. Das russische Ermittlungskomitee untersuche nun Fälle von Gewalt gegen Polizisten, sagte eine Sprecherin.

+++ 15.32 Uhr Ehefrau von Nawalny bei Protest in Moskau festgenommen +++

Die Ehefrau von Kreml-Kritiker Alexej Nawalny ist laut Nachrichtenagentur "AFP" bei Protesten für die Freilassung ihres Mannes in Moskau selbst festgenommen worden. "Bitte entschuldigt die schlechte Bildqualität", schrieb Julia Nawalnaja am Samstag zu einem von ihr veröffentlichten Foto auf Instagram. Es zeigt sie in einem Gefangenentransporter der Polizei in der russischen Hauptstadt. Zuvor hatte Nawalnys Team ein Foto von Nawalnys Mutter veröffentlicht, die ebenfalls zur Demo gekommen war.

Nawalny drohen mehrere Strafverfahren und viele Jahre Gefängnis. In Haft sitzt der 44-jährige Oppositionspolitiker aktuell zunächst für 30 Tage, weil er gegen Meldeauflagen in einem früheren Strafverfahren verstoßen haben soll - während er sich in Deutschland von einem Giftanschlag mit dem chemischen Kampfstoff Nowitschok erholte.

+++ 15.22 Uhr: Saudi-Arabien fängt "feindlichen" Flugkörper über Riad ab +++

Saudi-Arabiens Luftabwehr hat über der Hauptstadt Riad offensichtlich eine Rakete oder Drohne abgefangen. Das von Saudi-Arabien angeführte Militärbündnis, das im Jemen gegen die Huthi-Rebellen kämpft, habe ein "feindliches Luftziel" zerstört, berichtete der Nachrichtenkanal Al-Akhbarija am Samstag. Die Nachrichtenseite Gulf News berichtete, Anwohner hätten am Himmel über Riad eine Explosion gehört. Bilder des Vorfalls zeigten eine weiße Rauchwolke am Himmel und zwei zickzackförmige Kondensstreifen.

+++ 14.35 Uhr: Nawalny-Proteste auch in Estland +++

Auch in Estland haben am Samstag mehrere Hundert Menschen für die Freilassung des inhaftierten Kremlkritikers Alexej Nawalny protestiert. Bei Kundgebungen in der Hauptstadt Tallinn und der estnisch-russischen Grenzstadt Narva brachten die Teilnehmer mit Schildern und Sprechchören ihre Solidarität und Unterstützung für den russischen Oppositionellen zum Ausdruck. Dies berichtete der estnische Rundfunk. In dem baltischen EU-Staat im Nordosten Europas lebt eine große russische Minderheit.

+++ 14.34 Uhr: Legendärer TV-Journalist Larry King in den USA gestorben +++

Der legendäre TV- und Radio-Journalist Larry King ist tot. Er starb im Alter von 87 Jahren in Los Angeles, wie sein Medienunternehmen Ora Media am Samstag beim Onlinedienst Twitter mitteilte, ohne eine Todesursache zu nennen. Laut US-Medienberichten war King an Covid-19 erkrankt und hatte in den vergangenen Jahren mit verschiedenen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen gehabt.

+++ 14.29 Uhr: Mehr als 1000 Festnahmen bei Nawalny-Protesten in Russland +++

Bei Protesten für die Freilassung des Kremlkritikers Alexej Nawalny sind in Russland Angaben von Bürgerrechtlern zufolge mehr als 1000 Menschen festgenommen worden. Die meisten Festnahmen zählte die Organisation OWD bis zum Samstagnachmittag in der Hauptstadt Moskau (300) und in St. Petersburg (162). Reporter der Deutschen Presse-Agentur berichteten am zentralen Puschkin-Platz in Moskau von Uniformierten, die Demonstranten zu Gefangenentransportern trugen oder wegführten.

Auch Nawalnys Ehefrau Julia sowie seine engste Mitarbeiterin, die Juristin Ljubow Sobol, wurden festgenommen. Unter den Tausenden Protestierenden in Moskau waren viele junge Leute und Angehörige der Mittelschicht. Aktivisten und Journalisten beklagten eine Drosselung des Internets. In sozialen Netzwerken kursierten Videos von Sicherheitskräften, die Demonstranten mit Schlagstöcken attackierten.

+++ 13.54 Uhr: Afghanische Migranten kommen bei Eiseskälte versteckt auf Lkw nach Deutschland +++

An der Grenze zu Frankreich hat die Bundespolizei sechs afghanische Staatsbürger aufgegriffen, die offenbar versteckt im Sattelauflieger eines Lkw nach Deutschland gekommen waren. Die Männer zwischen 16 und 24 Jahren seien trotz der winterlichen Temperaturen wohlauf, erklärte die Polizei am Samstag im badischen Appenweier. Sie seien "im Rahmen der intensivierten Kontroll- und Fahndungsmaßnahmen im Grenzgebiet zu Frankreich" an der Raststätte Renchtal aufgegriffen worden.

+++ 13.38 Uhr: Unbekannter Glückspilz knackt milliardenschweren Mega-Jackpot in USA +++

Ein bisher unbekannter Lottospieler oder eine Lottospielerin aus dem US-Staat Michigan hat bei der Freitagsziehung den milliardenschweren Jackpot der US-Lotterie Mega Millions geknackt. Der oder die Glückliche könne nun eine Summe von 739,60 Millionen Dollar (fast 608 Millionen Euro) kassieren, teilte die Lotterie auf ihrer Webseite am frühen Morgen mit.

Der mit einer Milliarde Dollar gefüllte Jackpot sei der zweitgrößte in der Geschichte von Mega Millions gewesen, hieß es weiter. Das Glückslos war demnach das einzige, das alle sechs Nummern - 4, 26, 42, 50, 60 und 24 - richtig hatte. Der US-Sender NBC berichtete, die Wahrscheinlichkeit dafür habe bei 1 zu 303 Millionen gelegen.

+++ 13.35 Uhr: Ehefrau von Nawalny bei Protest in Moskau festgenommen +++

Die Ehefrau von Kreml-Kritiker Alexej Nawalny ist laut Nachrichtenagentur "AFP" bei Protesten für die Freilassung ihres Mannes in Moskau selbst festgenommen worden. "Bitte entschuldigt die schlechte Bildqualität", schrieb Julia Nawalnaja am Samstag zu einem von ihr veröffentlichten Foto auf Instagram. Es zeigt sie in einem Gefangenentransporter der Polizei in der russischen Hauptstadt. Zuvor hatte Nawalnys Team ein Foto von Nawalnys Mutter veröffentlicht, die ebenfalls zur Demo gekommen war.

Nawalny drohen mehrere Strafverfahren und viele Jahre Gefängnis. In Haft sitzt der 44-jährige Oppositionspolitiker aktuell zunächst für 30 Tage, weil er gegen Meldeauflagen in einem früheren Strafverfahren verstoßen haben soll - während er sich in Deutschland von einem Giftanschlag mit dem chemischen Kampfstoff Nowitschok erholte.

+++ 11.04 Uhr: Prominente veröffentlichen Video: "Freiheit für Alexej Nawalny!" +++

Prominente russische Kulturschaffende, darunter Musiker, Autoren und Schauspieler, haben sich in einem Video mit dem inhaftierten Kremlgegner Alexej Nawalny solidarisiert und zu Protesten aufgerufen. Der auch in Deutschland bekannte Schriftsteller Dmitri Gluchowski (Dmitry Glukhovsky) sagte, dass es Momente im Leben gebe, in denen Schweigen fehl am Platz sei. Auch die Musiker von Noize MC, Anacondaz und der international bekannte Regisseur Witali Manski riefen im Clip "Freiheit für Alexej Nawalny!" dazu auf, nicht gleichgültig zuzuschauen, wenn Menschen politisch verfolgt und grundlos eingesperrt würden. Der Musikstar Andrej Makarewitsch von der Band Maschina Wremeni zeigte sich entsetzt in dem Video, dass erst versucht wurde, Nawalny zu töten und er nun im Gefängnis sitzt. Der Fußballer Igor Dennissow meinte, dass er ein besseres Land für seine Kinder wolle. Die Schauspielerin Irina Wilkowa kritisierte, dass sich das politische System in Russland mit einer Verängstigung der Bevölkerung an der Macht halte. "Wir sind die Menschen, denen das Land gehört."

Nawalny drohen mehrere Strafverfahren und viele Jahre Gefängnis. In Haft sitzt der 44-Jährige aktuell zunächst für 30 Tage, weil er gegen Meldeauflagen in einem früheren Strafverfahren verstoßen haben soll - während er sich in Deutschland von einem Giftanschlag mit dem chemischen Kampfstoff Nowitschok erholte.

+++ 10.56 Uhr: Unbekannter Glückspilz knackt milliardenschweren Mega-Jackpot in USA +++

Ein bisher unbekannter Lottospieler oder eine Lottospielerin aus dem US-Staat Michigan hat bei der Freitagsziehung den milliardenschweren Jackpot der US-Lotterie Mega Millions geknackt. Der oder die Glückliche könne nun eine Summe von 739,60 Millionen Dollar (fast 608 Millionen Euro) kassieren, teilte die Lotterie auf ihrer Webseite am frühen Morgen mit.

Der mit einer Milliarde Dollar gefüllte Jackpot sei der zweitgrößte in der Geschichte von Mega Millions gewesen, hieß es weiter. Das Glückslos war demnach das einzige, das alle sechs Nummern - 4, 26, 42, 50, 60 und 24 - richtig hatte. Der US-Sender NBC berichtete, die Wahrscheinlichkeit dafür habe bei 1 zu 303 Millionen gelegen.

+++ 10.54 Uhr: 18-jähriger Pakistaner bei Dreh von Tiktok-Video auf Bahngleisen getötet +++

Tragisches Ende eines gefährlichen Tiktok-Drehs: Ein 18-jähriger Pakistaner ist während der Aufnahme eines Videos für die chinesische Online-Plattform entlang einer Bahntrasse von einem Zug erfasst und getötet worden. Wie die Polizei und Rettungskräfte heute mitteilten, ereignete sich der Vorfall gestern in der Millionenmetropole Rawalpindi.

Ein Sprecher der örtlichen Rettungskräfte sagte der Nachrichtenagentur AFP, der 18-Jährige sei auf den Bahngleisen gelaufen und dabei von einem Freund gefilmt worden. Dabei sei er von einem fahrenden Zug erfasst worden. Als die Einsatzkräfte eingetroffen seien, sei der junge Mann bereits tot gewesen. Freunde des 18-Jährigen hätten angegeben, dass er das Video auf Tiktok und anderen Online-Diensten veröffentlichen wollte.

+++ 10.24 Uhr: Zahlreiche Tote bei Islamisten-Attacke in Somalia +++

Somalia ist laut Militärangaben von einer großangelegten Attacke der sunnitischen Terrorgruppe Al-Shabaab erschüttert worden. Der Angriff, bei dem mehrere Soldaten ums Leben kamen, begann am Morgen rund 90 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Mogadischu im Raaga-Ele-Distrikt. "Die Lage in der Region ist angespannt, da Hunderte bewaffnete Soldaten und örtliche Milizen sich außerhalb des Distrikts sammeln, um den Distrikt von der Al-Shaabab zurückzuerobern", erklärte Ortsvorsteher Mohamud Dahir im Nachbarort Adale. Viele Anwohner seien geflohen.

Laut Kommandeur Mohamud Saney kamen bei dem Angriff mindestens sechs Angreifer und drei Soldaten ums Leben. "Wir senden mehr Truppen in die Region", sagte er. Al-Shabaab ließ dagegen über sein Sprachrohr Radio Andalus verlauten, Dutzende Soldaten bei dem Angriff getötet zu haben. Die sunnitische Terrorgruppe kämpft seit Jahren in dem Land am Horn von Afrika um die Vorherrschaft.

 +++ 10.17 Uhr: Londoner Polizei löst Party mit 200 Gästen auf – zwei Beamte verletzt +++

Bei der Auflösung einer illegalen Party mit 200 Gästen in London sind zwei Polizisten verletzt worden. Feiernde hätten die Beamten angegriffen, als sie zu fliehen versuchten, teilte die Polizei heute mit. Noch am Ort brummten die Einsatzkräfte bei dem Vorfall, der sich in der Nacht zum vorigen Sonntag ereignet hatte, mehr als 30 Gästen Bußgelder zu je 200 Pfund (rund 225 Euro) auf. Das Gebäude wurde für drei Monate gesperrt, der Eigentümer musste bereits in der Vergangenheit wegen Verstößen gegen die Coronaregeln eine Geldstrafe von 1000 Pfund zahlen. Ebenfalls am vergangenen Wochenende ging die Londoner Polizei gegen eine Feier mit 30 Teilnehmern vor, wie sie erst heute mitteilte. Der Besitzer des Gebäudes muss 10.000 Pfund Strafe zahlen.

In England gelten scharfe Ausgangs- und Reisebeschränkungen. Treffen mit Mitgliedern anderer Haushalte sind nur in Ausnahmefällen genehmigt, etwa zur gegenseitigen Unterstützung, zur Pflege oder bei Hochzeiten und Beerdigungen.

+++ 8.57 Uhr: Falschfahrer auf A19 nach 55 Kilometern von Polizei gestoppt +++

Die Polizei hat einen angetrunkenen Falschfahrer auf der Autobahn 19 in Mecklenburg-Vorpommern mit mehreren Streifenwagen rund 55 Kilometer lang verfolgt. Der 35-Jährige war in der Nacht zwischen den Anschlussstellen Glasewitz und Güstrow über einen Feldweg und einen Wildzaun hinweg in falscher Richtung auf die A19 aufgefahren. Als ihn Beamte der Autobahnpolizei stoppen wollten, habe er beschleunigt und zu fliehen versucht, teilte die Polizei mit. Erst nach der langen Verfolgung konnte der 35-Jährige nahe der Anschlussstelle Röbel aufgehalten werden.

Die Einsatzkräfte gehen davon aus, dass der Mann unter dem Einfluss von Alkohol und anderen Drogen stand. Ein Atemtest ergab einen Wert von 0,83 Promille. Zudem besitzt der Fahrer keinen Führerschein. Gegen den Mann wurden mehrere Anzeigen erstattet. Die A19 war laut Polizei zum Zeitpunkt des Vorfalls glücklicherweise kaum befahren. 

+++ 8.06 Uhr: Festnahmen bei Nawalny-Protesten im Osten Russlands +++

Bei Protesten für die Freilassung des inhaftierten Kremlkritikers Alexej Nawalny hat es im äußersten Osten Russlands Festnahmen gegeben. In der Großstadt Chabarowsk, die der Hauptstadt Moskau aufgrund der Zeitverschiebung sieben Stunden voraus ist, veröffentlichten Aktivisten Videos von Polizisten, die Demonstranten schlagen und in Gefangenentransporter stecken. In Chabarowsk richtet sich die Unzufriedenheit der Menschen auch gegen die Inhaftierung eines beliebten Ex-Gouverneurs im Sommer.

Nawalnys Anhänger haben für heute in mehr als 90 russischen Städten zu Protesten aufgerufen. Die Behörden drohen mit hohen Strafen für die Teilnahme an den nicht genehmigten Kundgebungen. In den vergangenen Tagen waren bereits zahlreiche Mitstreiter des Oppositionspolitikers festgenommen worden, darunter seine Pressesprecherin Kira Jarmysch. Auch in den Städten Wladiwostok und Irkutsk versammelten sich trotz eisiger Temperaturen Hunderte Demonstranten. Sie skandierten "Wir sind die Macht" und "Putin ist ein Lügner".

+++ 6.36 Uhr: Betrunkene Geisterfahrerin versteckt sich nach Unfall auf A24 +++

Nach einer Geisterfahrt über die Autobahn hat sich eine sturzbetrunkene Frau hinter der Leitplanke versteckt – und ist letztlich doch der Polizei ins Netz gegangen. In der Nacht zu Samstag hatten Verkehrsteilnehmer per Notruf gemeldet, dass ihnen auf der A24 in Richtung Hamburg ein Wagen auf dem Überholfahrstreifen entgegengekommen sei. Streifenpolizisten entdeckten das beschädigte Auto nahe der Anschlussstelle Neustadt-Glewe an der Mittelschutzplanke mit laufendem Motor und geschlossenen Türen.

Im Fahrzeug saß niemand mehr, doch hinter der Außenschutzplanke der Gegenfahrbahn stießen die Beamten schließlich auf die 23-jährige Frau. Ein Alkoholtest ergab bei ihr einen Wert von 2,55 Promille. Sie gab an, bloß Beifahrerin in dem Auto gewesen zu sein, doch trotz intensiver Suche und Einsatz eines Fährtenhundes wurden in der Nähe keine weiteren Menschen gefunden, die als mögliche Insassen in Betracht kamen. Auch sonst habe nichts auf eine Beteiligung Dritter hingedeutet, teilte die Polizei weiter mit. Gegen die junge Frau wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet. Verletzt wurde niemand.

+++ 6.34 Uhr: Ex-Richter Bollmann will AfD-Landeschef in Schleswig-Holstein werden +++

Gereon Bollmann will neuer AfD-Landesvorsitzender in Schleswig-Holstein werden. Der pensionierte Richter (67) des Oberlandesgerichts in Schleswig sagte der Deutschen Presse-Agentur, er stehe auch als Kandidat für die Bundestagswahl oder den Landtag zur Verfügung. Der AfD-Landesvorsitz ist seit August 2019 verwaist. Damals hatte das AfD-Bundesschiedsgericht die Landesvorsitzende Doris von Sayn-Wittgenstein wegen rechtsextremer Kontakte aus der Partei ausgeschlossen. Bollmann gilt in AfD-Kreisen als politisch weit rechts stehend. Ein Termin für den nächsten Landesparteitag steht wegen der Corona-Pandemie noch nicht fest. Für den Landesvorsitz will auch der AfD-Landtagsabgeordnete Jörg Nobis antreten, der sich dem Kurs des AfD-Bundesvorsitzenden Jörg Meuthen verbunden fühlt. Auch für die Bundestagswahl zeichnen sich weitere Kandidaten ab.

+++ 2.03 Uhr: Lawine am Hochstaufen: Drei Alpinisten verletzt +++

Bei einem Lawinenabgang am Staufenkar im Berchtesgadener Land sind drei Männer verletzt worden. Die 33, 25 und 22 Jahre alten Skibergsteiger waren gestern Nachmittag unterwegs, als sie von einer Lawine erfasst und über rund hundert Höhenmeter mitgerissen wurden, wie das Bayrische Rote Kreuz mitteilte. Das etwa 100 Meter breite Schneebrett hatte sich in rund 1650 Metern Höhe gelöst. Die Männer wurden oberflächlich verschüttet, konnten sich jedoch selbst befreien.

Ein Ersthelfer und die Bergwacht versorgten die teils schwer verletzten Bergsteiger. Ein Rettungshubschrauber flog sie anschließend ins Tal, wo sie in umliegende Krankenhäuser gebracht wurden.

+++ 1.03 Uhr: DGB befürchtet "Lohndiebstahl" im Homeoffice +++

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) dringt auf klare Regeln für das Arbeiten im Homeoffice, um unbezahlte Überstunden zu verhindern. "Wir erleben aktuell, dass Arbeitszeiten im Homeoffice in der Regel überhaupt nicht erfasst werden", sagte der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Dabei leisteten die Beschäftigten in Deutschland heute schon jährlich eine Milliarde Überstunden, die nicht bezahlt würden. "Das ist Lohndiebstahl. Und der wird verstärkt, wenn es keine vernünftigen Regeln für die digitale Arbeitswelt gibt."

Hoffmann forderte abermals ein Recht auf Homeoffice und betonte, das Thema müsse ganz oben auf der Agenda bleiben. Die Gestaltung der digitalen Arbeitswelt werde eine der großen Aufgaben nach der Corona-Pandemie sein. Und das Recht auf Homeoffice sei ein ganz wichtiges Element, "wenn wir die Chancen der Digitalisierung nutzen wollen". So könnten die Menschen mehr Selbstbestimmung bekommen über "Arbeitszeiten, die zu ihrem Leben passen".

+++ 0.43 Uhr: Amtsenthebungsverfahren gegen Trump beginnt in zweiter Februarwoche +++

Das zweite Amtsenthebungsverfahren gegen den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump soll in der zweiten Februarwoche beginnen. Das kündigte der demokratische Mehrheitsführer im US-Senat, Chuck Schumer, am Freitag (Ortszeit) an. Trumps Amtszeit ist zwar diese Woche abgelaufen, aber das Verfahren könnte eine lebenslange Ämtersperre für ihn bringen. Die Demokraten wollen Trump wegen des Angriffs seiner Anhänger auf das US-Kapitol am 6. Januar zur Verantwortung ziehen und werfen ihm "Anstiftung zum Aufruhr" vor.

Die Übermittlung des Anklagepunktes vom Repräsentantenhaus an den Senat ist für Montag angesetzt. Bereits am Dienstag sollen die Senatoren für das Verfahren, das einem Gerichtsprozess ähnelt, vereidigt werden. Von da an hätten die Ankläger und die Verteidiger Zeit, ihre Standpunkte auszuarbeiten, erklärte Schumer. In der Woche des 8. Februars solle das Verfahren dann beginnen.

+++ 0.09 Uhr: Kommunalverbände gegen Telefonierverbot im Nahverkehr +++

Die Kommunalverbände haben sich gegen ein Telefonierverbot im öffentlichen Nahverkehr zur Eindämmung der Corona-Pandemie ausgesprochen, wie es der Verband der Verkehrsunternehmen vorgeschlagen hatte. "Ein gelegentlicher Austausch, zum Beispiel wenn Freunde gemeinsam in der Bahn sitzen, ist kein Vorgang, den man in diesen ohnehin schweren Zeiten auch noch verbieten sollte", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Außerdem sei die Durchsetzung eines solchen Verbots weder umsetzbar noch kontrollierbar. Auch der Deutsche Städtetag kritisierte das als "lebensfremd". 

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hatte seinen Vorschlag damit begründet, dass manche Fahrgäste zum Telefonieren den Mund-Nasen-Schutz herunterziehen. In Spanien gibt es ein solches Verbot bereits.

fs DPA AFP

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