VG-Wort Pixel

News von heute Python-Suche in Kita bisher vergeblich: "Wir drehen jeden Bauklotz um"

Diese Schlangenhaut hat die Feuerwehr Bochum in einem Kindergarten sichergestellt
Diese Schlangenhaut hat die Feuerwehr Bochum in einem Kindergarten sichergestellt. Eine Erzieherin hatte sie im Kellergeschoss gefunden.
© Feuerwehr Bochum / DPA
Schlag gegen Cosa Nostra auf Sizilien +++ Rückschlag für AfD im Verfahren gegen Verfassungsschutz +++ Italiens Ministerpräsident Conte reicht Rücktritt ein +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Aktuelle Top-Meldung:

Python-Suche in Kita bisher vergeblich: "Wir drehen jeden Bauklotz um"

Die im Keller eines Bochumer Kindergartens gefundene Schlangenhaut gehört nach Experteneinschätzung wahrscheinlich zu einem Teppich-Python. Die auf 1,30 bis 1,50 Meter Länge geschätzte Würgeschlange sei zwar nicht giftig, ihr Biss sei aber äußerst schmerzhaft, sagte ein Sprecher der Feuerwehr Bochum. Von dem Reptil fehlt allerdings weiter eine Spur. "Wir drehen hier jetzt jeden Bauklotz um", so der Sprecher. Der Einsatz wird begleitet von zwei Schlangenexperten. 

Am Montag hatte eine Erzieherin die große Schlangenhaut in einem Karton im Keller des Gemeindehauses gefunden, in dem sich die Kindertagesstätte befindet. Die Feuerwehr ist seither im Einsatz und sucht nach dem Tier, das sich möglicherweise noch im Gebäude aufhält. Bis Montagabend war zunächst der Keller ausgeräumt worden. Auf dem anschließend auf dem Boden verteilten Mehl fanden die Experten allerdings am nächsten Tag keinerlei Spuren von etwaigen Bewegungen der Schlange. "Wir gehen davon aus, dass die Schlange nicht im Keller ist", sagte der Sprecher. Die Suche wurde heute in den übrigen Räumen von Kita und Gemeindehaus fortgesetzt. Der Kindergartenbetrieb ist seit dem Fund ausgesetzt.

+++ Alle Meldungen zur Coronavirus-Pandemie lesen Sie hier +++

Die News von heute im stern-Ticker: 

+++ 19.56 Uhr: Kreml: Putin und Biden einig über Abrüstungsvertrag +++

Russland und die USA haben sich nach Kremlangaben über die Verlängerung des atomaren Abrüstungsvertrags New Start geeinigt. Entsprechende diplomatische Noten seien heute ausgetauscht worden, teilte der Kreml nach einem Telefonat von Präsident Wladimir Putin mit seinem US-Kollegen Joe Biden mit. Zuvor hatten beide Seiten ihre Bereitschaft zur Verlängerung des Anfang Februar auslaufenden letzten Abrüstungsabkommens um fünf Jahre erklärt.

+++ 19.37 Uhr: G7-Staaten fordern sofortige Freilassung Alexej Nawalnys +++

Die G7-Staaten haben die Verhaftung des Kremlgegners Alexej Nawalny scharf kritisiert und seine sofortige Freilassung gefordert. "Wir, die G7-Außenminister Deutschlands, Frankreichs, Italiens, Japans, Kanadas, des Vereinigten Königreichs und der Vereinigten Staaten von Amerika sowie der Hohe Vertreter der Europäischen Union, verurteilen gemeinsam die politisch motivierte Festnahme und Inhaftierung Alexej Nawalnys", hieß es in einer Erklärung. Nawalny solle "umgehend und ohne Vorbedingungen" freigelassen werden, Russland müsse sich an internationale Verpflichtungen halten und die Menschenrechte achten. Der Einsatz chemischer Waffen gegen einen Oppositionspolitiker, wie er im Fall Nawalnys nachgewiesen sei, unterminiere "die Demokratie, unabhängige Stimmen und den politischen Pluralismus in Russland".

Außerdem sei man "zutiefst beunruhigt" darüber, dass Tausende friedliche Demonstrierende und Journalisten inhaftiert worden seien und rufe Russland dazu auf, diese freizulassen. Der Oppositionsführer Nawalny war vor einer Woche direkt nach seiner Rückkehr nach Russland festgenommen worden. 

+++ 18.43 Uhr: Antony Blinken vom US-Senat als neuer Außenminister bestätigt +++

Der US-Senat hat den neuen Außenminister Antony Blinken im Amt bestätigt. Die Kongresskammer billigte die Nominierung des früheren Vize-Außenministers mit großer Mehrheit. 78 Senatoren stimmten für den langjährigen Vertrauten von Präsident Joe Biden, 22 stimmten gegen ihn. Der 58-jährigen Pro-Europäer, der noch seinen Amtseid ablegen muss, verkörpert nach den Jahren des "Amerika zuerst" unter Präsident Donald Trump die Rückkehr der USA zum Multilateralismus. Der neue Außenminister will die Beziehungen zu traditionellen Verbündeten wie Deutschland und den anderen EU-Staaten wieder stärken und auf internationale Organisationen und Abkommen setzen.

So streben Biden und Blinken eine Rückkehr der USA zum internationalen Atomabkommen mit dem Iran an, aus dem die Trump-Regierung ausgestiegen war. Zugleich will die neue Regierung striktere Vorgaben für das Atom- und Raketenprogramm des Teheran durchsetzen. Die Bestätigung der von Biden nominierten Minister durch den Senat kommt nur schleppend voran. Verteidigungsminister Lloyd Austin wurde vergangene Woche im Amt bestätigt, Finanzministerin Janet Yellen dann am Montagabend.

+++ 17.10 Uhr: Schlag gegen Cosa Nostra auf Sizilien - 16 Festnahmen +++

Ermittlern der italienischen Polizei ist ein Schlag gegen die sizilianische Mafia in Palermo gelungen. Die Polizisten hatten 16 Verdächtige der Cosa Nostra festgenommen, denen unter anderem versuchter Mord, Erpressung, illegaler Waffenbesitz und die Bildung einer Mafia-Vereinigung zur Last gelegt werden, wie die Carabinieri am Dienstag mitteilten. Bei ihren Ermittlungen deckten die Beamten das Netzwerk der lokalen Mafia-Familie in Tommaso Natale, einem Ortsteil in der Provinz von Palermo, auf.

+++ 16.57 Uhr: Anschlagsserie in Berlin - Beschwerde gegen aufgehobenen Haftbefehl +++

Nach dem Freikommen eines Tatverdächtigen in der rechtsextremistischen Anschlagsserie in Berlin-Neukölln hat die Staatsanwaltschaft Beschwerde eingelegt. Beim Kammergericht sei Beschwerde gegen die Aufhebung des Haftbefehls gegen T. eingereicht worden, sagte Staatsanwaltschafts-Sprecher Martin Steltner am Dienstag auf dpa-Anfrage. Am vergangenen Freitag war mitgeteilt worden, der Verdächtige sei aus der Untersuchungshaft entlassen und der Haftbefehl aufgehoben worden. Es gebe keinen dringenden Tatverdacht mehr, hatte das Landgericht entschieden.

Ein zweiter Verdächtiger ist ebenfalls frei. Gegen ihn war zwar auch Haftbefehl erlassen worden, er wurde aber von der Untersuchungshaft verschont. Gegen die Haftverschonung laufe noch das Beschwerdeverfahren, sagte der Sprecher. Gegen beide Männer, die kurz vor Weihnachten verhaftet wurden, werde aber weiter ermittelt, hieß es. Bei der Anschlagserie geht es um mindestens 72 Taten wie Brandstiftungen und Drohungen gegen linke Politiker und Initiativen vor allem zwischen 2016 und 2018. Die Polizei hatte jahrelang ohne größere Erfolge ermittelt. Die Verhaftung der beiden Männer aus der rechtsextremistischen Szene galt bei Ermittlern zunächst als Erfolg, die Freilassung von T. dann als herber Rückschlag.

+++ 16.39 Uhr: Spaniens Gesundheitsminister tritt zugunsten einer Kandidatur zurück +++

Spaniens Gesundheitsminister Salvador Illa hat mitten in der Corona-Krise sein Amt niedergelegt, um bei der Katalonienwahl am 14. Februar als Spitzenkandidat der Sozialisten anzutreten. "Ich werde immer dort sein, wo man mich am dringendsten benötigt", sagte Illa vor Journalisten in Madrid. Das Virus werde man auch ohne ihn an der Spitze des Gesundheitsressorts "gemeinsam besiegen", betonte der 54-Jährige. Illa war seit dem 13. Januar 2020 im Amt. "Kein leichtes Jahr", sagte er. Der in der Pandemie zum Medienstar avancierte Katalane hatte seine Kandidatur erst am 30. Dezember angemeldet. Seither konnten die Sozialisten Umfragen zufolge in der Wählergunst zulegen. Unklar ist aber, ob es reichen wird, eine erneute Mehrheit der Separatisten zu verhindern.

+++ 16.35 Uhr: Schwedischer Dramatiker Lars Norén gestorben +++

Der schwedische Dramatiker und Schriftsteller Lars Norén ist tot. Er starb im Alter von 76 Jahren im Zuge einer Covid-19-Erkrankung, wie eine Sprecherin seines Verlags Albert Bonniers der Deutschen Presse-Agentur in Skandinavien bestätigte. Seine Familie dankte dem Personal zweier Stockholmer Krankenhäuser für ihre Betreuung und Fürsorge. Der 1944 in Stockholm geborene Norén hatte in den 1960er Jahren mit der Gedichtsammlung "Syrener, snö" sein Debüt als Lyriker gegeben. Seitdem verfasste er rund 30 Lyrik- und Prosabände sowie Dutzende Stücke für Theater, Fernsehen und Radio. Seinen großen Durchbruch als Dramatiker feierte er in den 80ern mit "Natten är dagens mor" ("Nacht, Mutter des Tages") und "Kaos är granne med Gud" ("Chaos ist nahe bei Gott"). Von seinen poetischen Bänden wurden mehrere in Deutsche übersetzt und im Suhrkamp-Verlag veröffentlicht, darunter "Nachtwache" und "Eintagswesen". Norén galt in Schweden als einer der Allergrößten der Bühnenkunst. Er wurde mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem renommierten Bellman-Preis.

+++ 16.33 Uhr: Ungarn kündigt Regulierung von Social-Media-Kanälen an +++

Das rechtskonservativ regierte Ungarn will gegen Online-Plattformen wie Facebook und Twitter wegen ihrer Nutzerrichtlinien vorgehen. "Heutzutage kann jeder ohne jedes offizielle, transparente, korrekte Verfahren aus dem Online-Raum ausgeschlossen werden", schrieb Justizministerin Judit Varga auf ihrer Facebook-Seite. "Gesperrt werden können Bäcker, Friseure, Rentner, Lehrer, Klein- und Großunternehmer ebenso wie staatliche Würdenträger." Aus diesem Grunde werde sie noch im Frühjahr im Parlament einen Gesetzesentwurf zur Regulierung der Tätigkeit der Tech-Giganten in Ungarn einreichen. In der Vorwoche hatte Varga behauptet, dass Facebook "insgeheim und aus politischen Gründen" ihr Profil für weniger Nutzer sichtbar gemacht hätte. Ein Sprecher des Unternehmens bestritt dies.

+++ 15.10 Uhr: MAN baut in Deutschland 3500 Stellen ab +++

Vorstand und Betriebsrat des Lastwagenbauers MAN haben sich nach monatelangem Streit auf den Abbau von 3500 Stellen in Deutschland bis Ende nächsten Jahres verständigt - weit weniger als bisher geplant. Wie das Unternehmen in München mitteilte, stehen der sächsische Standort in Plauen mit rund 150 Beschäftigten sowie das österreichische Werk Steyr mit 2200 Beschäftigten "zur Disposition. Hier prüft der Vorstand alle Optionen, inklusive die eines Verkaufs oder einer Schließung."

+++ 14.53 Uhr: Münchner als Verfasser von im Jahr 2018 versandten Hetzbriefen ermittelt +++

Die Polizei in München hat den Verfasser von im Juli 2018 versandten antisemitischen und volksverhetzenden Briefen ermittelt. An den mehr als zehn Schreiben seien akribisch Spuren gesichert worden, teilte die Münchner Polizei mit. Bei einem Abgleich mit der DNA-Datenbank des bayerischen Landeskriminalamts sei ein 51-jähriger Münchner als Tatverdächtiger ermittelt worden. Die Staatsanwaltschaft erwirkte laut Polizei einen Strafbefehl unter anderem wegen Volksverhetzung von acht Monaten Haft auf Bewährung gegen den Mann. Dieser habe dagegen Einspruch eingelegt, weshalb es nun voraussichtlich zu einem Prozess kommt.

+++ 14.40 Uhr: 72-Jähriger stürzt in Bayern auf Gleis und wird von Zug überfahren +++

Am Bahnhof Puchheim bei München ist ein 72 Jahre alter Mann über die Bahnsteigkante gestolpert und ins Gleisbett gestürzt. Anschließend sei er bei dem Unfall gestern von einem Regionalzug überrollt worden, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Nord heute mit. Der Mann sei noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen erlegen. Wie der mit einer Krücke laufende Mann ins Stolpern geriet, sei noch nicht geklärt. Hinweise auf eine Fremdbeteiligung hätten sich aber nicht ergeben. Der Zugführer versuchte den Unfall noch mit einer Notbremsung zu verhindern, dies gelang aber nicht. Die etwa 70 Fahrgäste im Zug blieben alle unverletzt. Das Gleis musste für zwei Stunden gesperrt werden.

+++ 14.38 Uhr: Neue Wespenart in Kreidezeit-Bernstein entdeckt +++

Der Bremer Insektenforscher und Wespenspezialist Volker Lohrmann hat in einem 100 Millionen Jahre alten Bernstein aus Myanmar eine bislang unbekannte Wespen-Gattung entdeckt. Sie gehöre zu einer Familie tropisch bis subtropisch verbreiteter Wespen, deren Larven sich von Grillen ernährten, teilte das Übersee-Museum Bremen mit, wo Lohrmann Kurator der Insektensammlung ist. 

Der Forscher beschrieb die Wespen-Art in einem internationalen Kooperationsprojekt mit Partnern aus Deutschland, China, Frankreich und den USA. Oft könnten ausgestorbene Spezies nur anhand eines einzigen Fundes beschrieben werden. Das internationale Forscherteam um Lohrmann konnte nach Angaben des Museums gleich vier Individuen, zwei Männchen und zwei Weibchen, der neuen Art mit dem Namen Cretolixon alatum nachweisen.

+++ 14.35 Uhr: Rückschlag für AfD im Verfahren gegen Verfassungsschutz +++

In einem Klageverfahren gegen den Bundesverfassungsschutz hat die AfD eine Niederlage erlitten. Das Verwaltungsgericht Köln lehnte in einem Eilverfahren den Antrag auf Erlass einer Zwischenregelung ab. Die AfD hatte beantragt, dass das Gericht dem Bundesamt für Verfassungsschutz verbieten sollte, bekanntzugeben, dass der sogenannte "Flügel" der AfD bis zu seiner Auflösung etwa 7000 Mitglieder gehabt habe und seine Mitgliederzahl auch weiterhin 7000 betrage. Zugleich hatte die AfD beantragt, bis zu einer Entscheidung über diesen Eilantrag eine Zwischenregelung zu erlassen. Andernfalls drohe ihr ein nicht wiedergutzumachender Schaden im politischen Wettbewerb. Die Zahl von 7000 sei frei erfunden, so die AfD. Die Bekanntgabe dieser Zahl hätte eine stigmatisierende und ehrschädigende Wirkung, weil dem "Flügel" dadurch eine Bedeutung beigemessen werde, die er in Wahrheit gar nicht habe.

Das Gericht lehnte den Antrag jedoch ab. Es begründete dies damit, dass die voraussichtlichen Folgen des Bekanntwerdens der Zahl 7000 als gering zu bewerten seien. Die Mitgliederzahl von 7000 sei bereits früher an die Öffentlichkeit gelangt. So finde sich diese Angabe im Verfassungsschutzbericht des Bundes.

"Alman-Taxi" mit SPD-Politiker Karamba Diaby

+++ 14.21 Uhr: Gericht kippt Münchner Verordnung gegen steigende Mieten +++

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) hat eine Vorgabe der Stadt München gekippt, wonach beim Abriss von Mietshäusern neue, bezahlbare Mietwohnungen in vergleichbarer Lage gebaut werden müssen, wie das Gericht bestätigte. Der Verband Haus und Grund hatte gegen diese Verordnung von 2019 geklagt, und das Gericht gab ihm mit Beschluss vom 20. Januar nun recht. Die Verordnung solle "lediglich eine Verschlechterung oder zusätzliche Gefährdung der Versorgungslage der Bevölkerung" verhindern, entschied der Gerichtshof. "Dieser Schutzzweck rechtfertigt es nicht, dem Eigentümer unter Einschränkung seiner Verfügungsbefugnis zu verwehren, veralteten Wohnraum durch neuen zu ersetzen."

Einer Zweckentfremdungssatzung dürften "keine einschränkenden Nebenbestimmungen hinzugefügt werden", heißt es in dem Beschluss. "Ebenso wenig muss der Eigentümer neu geschaffenen Ersatzwohnraum dem Wohnungsmarkt zu den gleichen Mietpreisbedingungen zur Verfügung stellen wie zuvor den veralteten durch Abriss zweckentfremdeten Wohnraum." Es gebe "keine gesetzliche Grundlage" dafür, die "Verfügungsbefugnis und Vertragsfreiheit" einzuschränken.

+++ 14.17 Uhr: Trump sagt früherer Sprecherin Sanders Wahlkampfhilfe zu +++

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat seiner früheren Sprecherin Sarah Sanders im Wahlkampf um den Gouverneursposten in ihrem Heimat-Bundesstaat Arkansas Unterstützung verpsrochen. "Sarah wird eine großartige Gouverneurin werden und sie hat meine volle und ganze Unterstützung!", erklärte Trump.

Die Mitteilung wurde über die Organisation Save America (Rettet Amerika) ausgesendet. Über die Organisation hat Trump nach seiner Wahlniederlage Millionen US-Dollar an Spenden eingesammelt. Er kann das Geld für viele Zwecke nutzen, unter anderem für die Unterstützung anderer Politiker wie Sanders, die ihm gegenüber loyal sind und seine Agenda nach dem Ende seiner Amtszeit vorantreiben wollen.

+++ 14.04 Uhr: Israelischer Soldat tötet palästinensischen Angreifer im Westjordanland +++

Ein israelischer Soldat hat einen palästinensischen Angreifer im von Israel besetzten Westjordanland erschossen. Der Mann sei an einem Militärposten nahe der Stadt Nablus mit einem Messer auf zwei Soldaten losgegangen, teilte die israelische Armee mit. Die Soldaten hätten den Angriff überlebt, der Angreifer sei getötet worden. Das palästinensische Gesundheitsministerium bestätigte, dass "ein Bürger" von den "Besatzungstruppen" getötet worden sei.

Im seit 1967 besetzten Westjordanland gibt es immer wieder tödliche Zusammenstöße zwischen israelischen Soldaten und Palästinensern. Zumeist sind palästinensische Angreifer mit Messern bewaffnet; Schusswaffenangriffe auf israelische Soldaten kommen dagegen selten vor.

+++ 13.20 Uhr: Verteidigung von Mitangeklagtem in Lübcke-Prozess fordert Freispruch +++

Im Prozess um den Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke hat die Verteidigung des Mitangeklagten Markus H. einen Freispruch gefordert. "Er ist an diesem Strafvorwurf schlichtweg nicht beteiligt", sagte H.s Anwalt Björn Clemens in seinem Plädoyer vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main. Er beantragte zudem, H. für die Untersuchungshaft zu entschädigen.

H. ist angeklagt wegen psychischer Beihilfe zum Mord sowie wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz. Hauptangeklagt in dem Prozess ist Stephan E., der soll Lübcke im Juni 2019 aus rechtsextremen Motiven erschossen haben soll. Der Staatsschutzsenat des OLG hatte H. im Oktober aus Mangel an Beweisen für die Beihilfe aus der Untersuchungshaft entlassen. Seitdem muss er sich nur noch wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten.

+++ 13.15 Uhr: Python-Suche in Kita bisher vergeblich: "Wir drehen jeden Bauklotz um" +++

Die im Keller eines Bochumer Kindergartens gefundene Schlangenhaut gehört nach Experteneinschätzung wahrscheinlich zu einem Teppich-Python. Die auf 1,30 bis 1,50 Meter Länge geschätzte Würgeschlange sei zwar nicht giftig, ihr Biss sei aber äußerst schmerzhaft, sagte ein Sprecher der Feuerwehr Bochum. Von dem Reptil fehlt allerdings weiter eine Spur. "Wir drehen hier jetzt jeden Bauklotz um", so der Sprecher. Der Einsatz wird begleitet von zwei Schlangenexperten. 

Am Montag hatte eine Erzieherin die große Schlangenhaut in einem Karton im Keller des Gemeindehauses gefunden, in dem sich die Kita befindet. Die Feuerwehr ist seither im Einsatz und sucht nach dem Tier, das sich möglicherweise noch im Gebäude aufhält. Bis Montagabend war zunächst der Keller ausgeräumt worden. Auf dem anschließend auf dem Boden verteilten Mehl fanden die Experten allerdings heute keinerlei Spuren von etwaigen Bewegungen der Schlange. "Wir gehen davon aus, dass die Schlange nicht im Keller ist", sagte der Sprecher. Die Suche wurde heute in den übrigen Räumen von Kita und Gemeindehaus fortgesetzt. Der Kindergartenbetrieb ist seit dem Fund ausgesetzt.

+++ 13.13 Uhr: Angst vor Militärputsch in Myanmar wächst +++

Wegen anhaltender Kritik des Militärs am Wahlergebnis von November wächst in Myanmar die Angst vor einem Putsch. Ein Armeesprecher forderte in der Hauptstadt Naypyidaw, die Wahlkommission müsse die Wählerlisten zur Überprüfung vorlegen. Die auch Tatmadaw genannte Armee fordert seit Wochen eine Untersuchung des Wahlergebnisses wegen angeblichen Wahlbetrugs. Die Nationale Liga für Demokratie von De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi hatte bei der Parlamentswahl einen Erdrutschsieg verzeichnet. Allerdings kritisierten Menschenrechtsorganisationen und die mit der Armee verbündete Opposition, dass zahlreiche Wähler in Unruheregionen nicht zur Wahl zugelassen worden seien. Die Behörden begründeten dies mit Sicherheitsbedenken.

Auf die Möglichkeit eines Putsches angesprochen, reagierte der Armeesprecher ausweichend: "Wir sagen nicht, dass die Tatmadaw die Macht übernehmen wird. Wir sagen aber auch nicht, dass sie es nicht tun wird." Das Militär werde sich jedoch an die geltenden Gesetze halten.

+++ 12.58 Uhr: Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte reicht Rücktritt ein +++

Nach dem Bruch seiner Regierungskoalition hat Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte offiziell seinen Rücktritt bei Staatspräsident Sergio Mattarella eingereicht. Das teilte Contes Sprecher der Deutschen Presse-Agentur auf Nachfrage mit, nachdem Conte zuvor sein Kabinett über seinen Schritt informiert hatte.

+++ 12.48 Uhr: Laut Kreml ist Palast am Schwarzen Meer in Unternehmer-Besitz +++

Eine Woche nach Veröffentlichung des viel beachteten Videos "Ein Palast für Putin" des Kremlgegners Alexej Nawalny hat die Präsidialverwaltung in Moskau Unternehmer zu den Eigentümern erklärt. "Der Kreml hat kein Recht, die Namen dieser Eigentümer bekanntzugeben, und wir haben auch nicht vor, das zu tun, das ist einfach nicht korrekt", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge. Das Video hatte mehr als 90 Millionen Aufrufe. Präsident Wladimir Putin hatte am Montag bestritten, dass der Palast ihm oder seinen engsten Verwandten gehöre. Das Grundstück mit dem Palast am Schwarzen Meer ist dem Film zufolge fast 40 Mal so groß wie Monaco und soll bereits mehr als 100 Milliarden Rubel (1,1 Milliarden Euro) verschlungen haben.

+++ 12.22 Uhr: Singapurs Zoo meldet Löwen-Nachwuchs nach künstlicher Befruchtung +++ 

Im Zoo von Singapur ist ein Löwen-Baby nach einer künstlichen Befruchtung geboren worden. Das Löwenjunge Simba sei im Oktober zur Welt gekommen und "gesund und neugierig", teilte die Zooverwaltung mit. Seine Mutter Kayla und die Zoo-Pfleger kümmerten sich um den Kleinen. Das Sperma für die künstliche Befruchtung stammte demnach von Mufasa, einem 20-jährigen Afrikanischen Löwen, dessen "aggressives Verhalten" eine normale Paarung bis zuletzt unmöglich machte. Laut dem Zoo starb Mufasa kurz nach seiner Samenspende.

+++ 11.59 Uhr: H&M will in Deutschland 800 Stellen streichen +++

Der schwedische Modehändler H&M will in Deutschland rund 800 Stellen streichen. Das entspreche rund fünf Prozent aller Beschäftigen des Unternehmens in der Bundesrepublik, sagte eine Unternehmenssprecherin in Hamburg. H&M versuche, den Stellenabbau über ein Freiwilligenprogramm zu erreichen, um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden. "Sollte die Anzahl der Freiwilligen in diesem Programm nicht ausreichen, wird die Entscheidung über eine Sozialauswahl getroffen", teilte das Unternehmen mit.

Die Coronakrise hat auch den Moderiesen schwer getroffen. Der Nettoumsatz der H&M-Gruppe sank weltweit im Geschäftsjahr von Dezember 2019 bis November 2020 um 18 Prozent auf rund 187 Milliarden schwedische Kronen (etwa 18,3 Milliarden Euro). Bereits im Oktober hatte der Konzern angekündigt, sein Filialnetz ausdünnen zu wollen.

+++ 11.55 Uhr: Sachsen-Anhalts AfD beruft Sondersitzung wegen Verfassungsschutz ein +++

Nach Berichten über eine Beobachtung der AfD in Sachsen-Anhalt durch den Landesverfassungsschutz kommt der Parteivorstand zu einer Sondersitzung zusammen. Bei dem Treffen heute Abend werde über die weiteren Schritte beraten, sagte Parteichef Martin Reichardt der Deutschen Presse-Agentur. Reichardt hält es für wahrscheinlich, dass seine Partei gegen die Einstufung durch den Verfassungsschutz klagt: "Ich gehe davon aus, dass wir - wie bei ähnlichen Fällen im Bund und anderen Ländern - den Rechtsweg einschlagen werden."

Nach DPA-Informationen wird die AfD in Sachsen-Anhalt seit wenigen Tagen von den Verfassungsschützern des Landes mit nachrichtendienstlichen Mitteln beobachtet. Das ist laut Landesrecht nur möglich, wenn der Behörde genügend Anhaltspunkte vorliegen, dass die Partei verfassungsfeindliche Bestrebungen verfolgt. Innenministerium und Verfassungsschutz teilten auf Anfrage mit, sich nicht zu den Berichten zu äußern.

+++ 11.44 Uhr: Mehrere Verletzte nach mutmaßlicher Messerattacke in Frankfurt +++

Bei einer mutmaßlichen Messerattacke im Frankfurter Bahnhofsviertel sind mehrere Menschen am Morgen verletzt worden. "Gegen neun Uhr kam es zu einer tätlichen Auseinandersetzung, die mutmaßlich mit einem Messer geführt wurde", sagte ein Polizeisprecher vor Ort. Ein Tatverdächtiger sei "zeitnah" festgenommen worden, es bestehe keine Gefahr mehr. Weitere Einzelheiten etwa zur Schwere der Verletzungen sind laut Polizei noch nicht bekannt.

Nach Angaben des Hessischen Rundfunks erlitten die Opfer der Attacke teils schwere, aber keine lebensgefährlichen Verletzungen und wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht.

+++ 11.39 Uhr: Oberverwaltungsgericht untersagt Abschiebung von Flüchtlingen nach Griechenland +++

In Griechenland anerkannte Flüchtlinge dürfen einem Urteil des nordrhein-westfälischen Oberverwaltungsgerichts in Münster zufolge derzeit nicht dorthin abgeschoben werden. Ihre Asylanträge könnten hierzulande nicht als unzulässig abgelehnt werden, weil ihnen für den Fall ihrer Rückkehr nach Griechenland "die ernsthafte Gefahr einer unmenschlichen und erniedrigenden Behandlung" drohe, entschied das Gericht. Die Entscheidung erging im Fall zweier Kläger aus Eritrea und Syrien, die in Griechenland internationalen Schutz erhalten hatten.

Laut den Urteilen droht den Klägern im Fall der Abschiebung nach Griechenland eine "extreme materielle Not". Sie könnten weder in Aufnahmeeinrichtungen für Asylbewerber noch in Wohnungen oder Obdachlosenunterkünften unterkommen. Auch der Zugang zum Arbeitsmarkt sei den Flüchtlingen erschwert. Die Revision gegen die Urteile ließ das OVG nicht zu.

+++ 11.35 Uhr: US-Bürgermeister wehrt Mann nach Corona-Vorwürfen mit Pfefferspray ab +++

Der Bürgermeister der US-Stadt Portland im Bundesstaat Oregon hat Medienberichten zufolge einen Mann mit Pfefferspray abgewehrt, der ihn vor einem Restaurant bedrängt haben soll. Der Unbekannte habe Ted Wheeler unter anderem Vorwürfe zur Einhaltung von Corona-Maßnahmen gemacht, berichten US-Medien unter Berufung auf einen Polizeibericht. Der Mann sei dem Politiker nach einem abendlichen Lokalbesuch zu dessen Wagen gefolgt und habe ihn dabei gefilmt.

Er warf dem Bürgermeister der im Nordwesten der USA gelegenen Stadt unter anderem vor, in dem Restaurant ohne Maske am Tisch gesessen zu haben. Wheeler gab an, ihm erklärt zu haben, dass dies erlaubt sei. Dennoch sei der Mann, der keine Mund-Nasen-Bedeckung getragen habe, Wheeler so nahe gekommen, dass dieser sich um seine Sicherheit und vor eine Ansteckung mit dem Coronavirus fürchtete. Der Politiker forderte den Verfolger vergeblich auf, von ihm abzulassen und sprühte ihm schließlich Pfefferspray in die Augen, wie es hieß. Den Vorfall meldete Wheeler später der Polizei.

+++ 11.18 Uhr: Bargeldliebhabern droht nach EuGH-Urteil Niederlage im Rundfunkbeitrag-Streit +++

Zwei Bargeld-Liebhabern aus Hessen droht nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs eine Niederlage im Streit mit dem Hessischen Rundfunk über die Zahlung des Rundfunkbeitrags. Ein Land mit dem Euro als Währung könne seine Verwaltung zwar zur Annahme von Bargeld verpflichten, urteilten die höchsten EU-Richter in Luxemburg. Diese Möglichkeit könne aus Gründen des öffentlichen Interesses jedoch auch beschränkt werden.

Hintergrund sind die Klagen zweier Deutscher, die dem Hessischen Rundfunk angeboten hatten, den Rundfunkbeitrag in bar zu zahlen. Die Anstalt lehnte ab und versandte stattdessen Zahlungsbescheide. Dagegen klagten die Betroffenen bis zum Bundesverwaltungsgericht, das schließlich den EuGH anrief. Nach dessen Urteil muss das Bundesverwaltungsgericht nun noch prüfen, ob es in diesem Fall tatsächlich verhältnismäßig ist, die Zahlung mit Bargeld nicht zuzulassen. Dabei müsse insbesondere berücksichtigt werden, dass die anderen rechtlichen Zahlungsmittel möglicherweise nicht allen beitragspflichtigen Personen leicht zugänglich seien.

+++ 11.07 Uhr: Thunberg fordert Schluss mit 30 Jahren Blabla +++

Die Klimaaktivistin Greta Thunberg hat Politik und Wirtschaft andauernde Ignoranz und leeres Gerede zum Kampf gegen die Klima- und Umweltkrise vorgeworfen. Die Krise könne nicht mehr innerhalb des heutigen Systems gelöst werden, die Zeit der kleinen Schritte sei längst vorbei, sagte die 18-jährige Schwedin in einer Videoansprache beim Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums, von der sie eine Aufnahme auf Twitter veröffentlichte. "Je länger wir dieser unangenehmen Wahrheit ausweichen und je länger wir so tun, als könnten wir den Klima- und Umweltnotfall lösen, ohne ihn als Notfall zu behandeln, desto mehr wertvolle Zeit werden wir verlieren", sagte Thunberg. "Und diese Zeit haben wir nicht." Sie verstehe, dass sich Dinge nicht über Nacht ändern könnten. "Aber ihr hattet jetzt mehr als drei Jahrzehnte voller Blablabla. Wie viele mehr braucht ihr noch?"

+++ 10.35 Uhr: Bundesweite Großrazzia bei Beschuldigten im Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach +++

Im Zusammenhang mit dem Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach sind bei einer bundesweiten Großrazzia Wohnungen von 65 Tatverdächtigen durchsucht worden. Sie stehen unter Verdacht, kinderpornografische Inhalte besessen und verbreitet zu haben, wie die Kölner Staatsanwaltschaft und die Polizei gemeinsam mitteilten. Am Vormittag dauerten die Durchsuchungen noch an. Bei der Razzia handelte es sich um den zweiten bundesweiten Großeinsatz im Zusammenhang mit dem Missbrauchskomplex. Bereits am 1. September durchsuchten rund tausend Polizisten in zwölf Bundesländern die Wohnungen von Beschuldigten. Dabei wurde umfangreiches Beweismaterial beschlagnahmt, das unter anderem von der bei der Staatsanwaltschaft Köln angesiedelten Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime ausgewertet wird.

Der Komplex Bergisch Gladbach ist eine von drei großen Missbrauchsserien, denen die Ermittler allein in Nordrhein-Westfalen zuletzt auf die Spur kamen. Zuvor lösten bereits der jahrelang unentdeckt gebliebene Kindesmissbrauch auf einem Campingplatz in Lügde und später der Missbrauchskomplex von Münster bundesweit Entsetzen aus.

+++ 10.27 Uhr: Hund bekommt 20.000 Euro für Physiotherapie und Schadenersatz +++

Ein Hund und sein Halter haben nach einem Autounfall rund 20.000 Euro für eine Physiotherapie sowie Schadenersatz zugesprochen bekommen. Insbesondere die Physiotherapie des an einer Pfote verletzten Hunds sei nötig gewesen, weil der zur Unfallzeit vier Monate alte Hund sich noch im Wachstum befunden habe, entschied das Landgericht München.

Ein Angestellter des Hundebesitzers habe den Rhodesian-Ridgeback-Rüden am Unfalltag am 15. November 2017 an der Leine auf dem Privatgelände eines Gewerbeparks in München spazieren geführt, wo der Hund später als Wachhund eingesetzt werden sollte. Der Unfallverursacher sei mit überhöhter Geschwindigkeit von mindestens 20 Stundenkilometern über das Gelände gefahren und habe den Hund an der linken Vorderpfote erfasst. Die zuständige Richterin entschied, der angeleinte Hund habe keine typische Tiergefahr verwirklicht, ein Mitverschulden des Halters sei damit ausgeschlossen. Deshalb müssen der Autofahrer und dessen Kfz-Haftpflichtversicherung zahlen.

+++ 10.21 Uhr: Botsuanas Behörden untersuchen erneut mysteriöses Elefantensterben +++

Nur wenige Monate nach dem Massensterben von Elefanten im weltberühmten Naturparadies Okavango-Delta untersuchen Botsuanas Behörden dort erneut rätselhafte Todesfälle von Dickhäutern. "Bisher wurden wir über fünf Kadaver informiert, die Forscher der Organisation Rhinos without borders entdeckt haben", erklärte Dimakatso Ntshebe von der zuständigen Wildtierbehörde. Die toten Tiere, die ihre bei Wilderern begehrten Stoßzähne noch besaßen und im Moremi-Naturpark entdeckt worden waren, wurden entlang einer Schotterpiste gefunden. Es wird vermutet, dass im dahinter liegenden unwegsamen Gelände weitere Kadaver liegen. 

Die Untersuchungen stünden bisher erst am Anfang, sagte Ntshebe. Eine für heute angesetzte Suchaktion aus der Luft sei an einem Problem mit dem Helikopter zunächst gescheitert. Das Militär des südafrikanischen Landes sei daher um Hilfe gebeten worden. Die toten Tiere zeigten ähnliche Symptome wie die insgesamt 330 Elefanten, die im Vorjahr rund 230 Kilometer entfernt ebenfalls im Okavango-Delta entdeckt worden waren. Die Behörden hatten damals Cyanobakterien als wahrscheinliche Todesursache ausgemacht.

+++ 10.11 Uhr: Deutscher "Maskenmann" des Mordes an Zehnjährigem in Frankreich beschuldigt +++

Der als "Maskenmann" bekannte deutsche Kindermörder Martin N. soll sich nun auch in Frankreich wegen der Tötung eines Jungen verantworten. Die Staatsanwaltschaft beschuldigte ihn der Entführung und des Mordes an dem zehnjährigen Jonathan, wie die Ermittler mitteilten. N., der in Deutschland wegen Mordes an drei Jungen eine lebenslange Haftstrafe verbüßt, war am Freitag an die französische Justiz überstellt worden.

N. war vom Landgericht Stade 2012 wegen dreifachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden ,nach dem er jahrelang mit einer Maske vermummt in Schullandheime, Zeltlager und Privathäuser in Norddeutschland eingedrungen war, um nachts Jungen zu missbrauchen. Drei seiner Opfer tötete er. Die Ermordung von Jonathan soll er einem Mithäftling gestanden haben. Der Zehnjährige war im April 2004 nachts aus einem Schullandheim in der Nähe von Saint-Nazaire verschwunden. Seine gefesselte und mit Steinen beschwerte Leiche wurde Wochen später in einem Teich entdeckt – etwa 25 Kilometer vom Ort seiner Entführung entfernt.

+++ 9.57 Uhr: Berliner Polizist nach Raubzug in Bayern festgenommen +++

Ein 30 Jahre alter Polizist aus Berlin ist wegen eines Raubzugs in Bayern festgenommen worden. Der Mann soll zusammen mit einem gleichaltrigen Komplizen mit Gewalt einer Frau ein Handy gestohlen, das sie via Internet verkaufen wollte, danach ein Auto entwendet und schließlich einen Juwelier ausgeraubt haben, teilten das Polizeipräsidium Oberfranken und die Staatsanwaltschaft Bamberg mit. Der seit Längerem krank geschriebene Polizist konnte in Berlin beim Versuch, das gestohlene Handy zu verkaufen, festgenommen werden.

Cyberspezialisten der Polizei hätten die beiden Verdächtigen über ihre Geräte identifiziert und dabei herausgefunden, dass der Polizist in Berlin das geraubte Handy verkaufen wollte, hieß es. Die Bamberger Beamten schalteten ihre Berliner Kollegen ein, die den als Haupttäter geltenden Polizisten beim Verkauf beobachten und auf frischer Tat festnehmen konnten. Dem Polizisten und seinem aus Norddeutschland stammenden Komplizen seien noch weitere Straftaten in Ober- und Unterfranken nachgewiesen worden. Neben einer Haftstrafe drohen dem Polizisten auch dienstrechtliche Konsequenzen.

+++ 9.48 Uhr: Razzia bei mutmaßlichen IS-Unterstützern in Rheinland-Pfalz +++

Bei einer Razzia gegen Unterstützer der Terrorgruppe Islamischer Staat sind sieben Wohnungen in Rheinland-Pfalz durchsucht worden. Nach Angaben des Landeskriminalamts werden acht Beschuldigte im Alter von 22 bis 58 Jahren verdächtigt, Bargeld an sogenannte Finanzagenten des IS im Ausland überwiesen zu haben. Es sei anzunehmen, dass die zwischen 2016 und 2017 überwiesenen Gelder zur Finanzierung des bewaffneten Kampfs in Syrien und im Irak dienten. Festnahmen gab es nach LKA-Angaben nicht. Durchsucht wurden demnach am frühen Morgen Wohnungen in Ludwigshafen, Kaiserslautern, Trier und Germersheim. Dabei seien zahlreiche Beweismittel beschlagnahmt worden, darunter digitale Asservate und geringe Mengen Haschisch.

+++ 9.42 Uhr: Hillary Clinton plant TV-Serie über kurdische Kämpferinnen +++

Die frühere US-Außenministerin Hillary Clinton (73) und ihre Tochter Chelsea (40) haben mit ihrer Produktionsfirma eine Serie über kurdische Kämpferinnen ins Auge gefasst. Wie das US-Fachmagazin "The Hollywood Reporter" berichtet, soll eine TV-Serie nach dem Buch "The Daughters of Kobani" der Autorin Gayle Tzemach Lemmon entstehen. "Die Töchter von Kobani ist ein außergewöhnlicher Bericht über mutige, trotzige Frauen, die für Gerechtigkeit und Gleichberechtigung kämpfen", wird Hillary Clinton in dem Bericht zitiert.

Sie hätten die Produktionsfirma HiddenLight "ins Leben gerufen, um Helden zu feiern - besungene und nicht besungene gleichermaßen - deren Mut zu oft übersehen wird. Und wir könnten nicht begeisterter sein, diese inspirierende Geschichte den Zuschauern auf der ganzen Welt nahezubringen", so Clinton weiter. Das Buch basiert auf Interviews und Reportagen über kurdische Kämpferinnen gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Nordsyrien.

+++ 9.15 Uhr: Arbeitslosigkeit in Großbritannien auf höchstem Stand seit 2016 +++

In Großbritannien ist die Arbeitslosigkeit vor dem Hintergrund der Coronakrise auf den höchsten Stand seit vier Jahren gestiegen. In den drei Monaten bis November nahm die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte auf 5,0 Prozent zu, wie das Statistikamt ONS in London mitteilte. Das ist der fünfte Anstieg in Folge und die höchste Quote seit 2016. Wie stark die Coronakrise mittlerweile den britischen Arbeitsmarkt belastet, zeigt der Vergleich zum Februar 2020, dem Monat vor der Einführung harter Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie. Damals hatte die Arbeitslosenquote nur 4,0 Prozent betragen.

+++ 9.10 Uhr: Apple laut Studie wertvollste Marke der Welt +++

Der US-Konzern Apple ist die wertvollste Marke der Welt. Das geht aus einer aktuellen Studie des Maklerkontors Brand Finance hervor. Auf den Plätzen zwei und drei folgen demnach die ebenfalls in den USA ansässigen Unternehmen Amazon und Google. "Eine Marke ist zunächst ein immaterieller Aktivposten, wir versuchen ihm einen Wert zu geben", erläuerte der Generaldirektor von Brand Finance, Bertrand Chovet. Grundlage dafür seien zum einen die Gewinnaussichten, zum anderen weitere Parameter wie Investitionen oder das Ansehen der Marke. Apple erreichte den Spitzenplatz den Angaben zufolge zum ersten Mal wieder nach seiner Top-Platzierung im Jahr 2016. Ursache sei dafür vor allem die erfolgreiche Diversifizierungs-Strategie des Unternehmens. Der Marken-Wert stieg laut Brand Finance um 87 Prozent auf 263,4 Milliarden US-Dollar (217,2 Milliarden Euro).

+++ 8.47 Uhr: Verzicht auf persönliche Interviews für den Mikrozensus +++

Die Corona-Pandemie betrifft auch die Befragungen für den Mikrozensus des Statistischen Bundesamts und der Landesämter für Statistik. Ausgewählte Bundesbürger werden dabei jährlich zu Themen wie Schule und Studium, Aus- und Weiterbildung, Beruf und Arbeitssuche, Einkommen, Kinderbetreuung, Internetnutzung und Wohnsituation befragt. Beim Mikrozensus 2021 werden jedoch keine persönlichen Interviews durchgeführt, stattdessen finden die Interviews per Telefon, online oder mittels klassischem Papierfragebogen statt, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Von Januar bis Dezember würden rund 810.000 zufällig ausgewählte Personen in etwa 370.000 Haushalten befragt - das entspricht einem Prozent der Bevölkerung. Die Ergebnisse lieferten ein Bild über die wirtschaftliche und soziale Situation der Haushalte sowie Informationen über die Bevölkerungsstruktur. 

+++ 8.28 Uhr: Tausende demonstrieren gegen "Australia Day" +++

Tausende Menschen haben in ganz Australien gegen den umstrittenen "Australia Day" protestiert. Der 26. Januar ist der offizielle Nationalfeiertag des Landes. Dabei wird der Ankunft der Briten im Jahr 1788 gedacht, die das Land in der Folge kolonisiert - und die Ureinwohner bekämpft hatten. In Sydney kamen rund 3000 Demonstranten zur Unterstützung der indigenen Völker zusammen, obwohl die Polizei im Vorfeld gewarnt hatte, dass wegen der Corona-Pandemie Zusammenkünfte von mehr als 500 Menschen verboten seien. Vier Teilnehmer wurden Polizeiangaben zufolge festgenommen. In Melbourne teilten sich die Demonstranten in Gruppen von je 100 Leuten auf, die durch die Stadt marschierten. Für die Aborigines, deren Vorfahren schon seit 60.000 Jahren in Australien lebten, handelt es sich um einen Tag der Trauer, weil damit offiziell ihre Unterwerfung gefeiert wird. Viele Kritiker bezeichnen den Tag auch als "Invasion Day".

+++ 8.21 Uhr: Kanzleramtsminister Braun hält Schuldenbremse in nächsten Jahren für nicht einhaltbar - CDU widerspricht +++

Die Schuldenbremse kann nach Einschätzung von Kanzleramtschef Helge Braun in den kommenden Jahren nicht eingehalten werden. "Um eine schnelle Erholung und einen verlässlichen Rahmen für Investitionen zu haben, ist es sinnvoll, die Sozialabgaben bis Ende 2023 zu stabilisieren und auch auf Steuererhöhungen zu verzichten", schreibt der CDU-Politiker in einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt". Solch eine Entscheidung zur Erholung der Wirtschaft bedeute erhebliche Belastungen für den Bundeshaushalt. "Konkret: Die Schuldenbremse ist in den kommenden Jahren auch bei ansonsten strenger Ausgabendisziplin nicht einzuhalten." Braun hält eine Grundgesetzänderung für sinnvoll.

Der Chefhaushälter der Unionsfraktion, Eckhardt Rehberg, wies den Vorstoß seines Parteifreundes allerdings schon zurück. "Die Unionsfraktion im Bundestag hält an der Schuldenbremse im Grundgesetz fest. Solide Staatsfinanzen sind für die Unionsfraktion nicht verhandelbar." Brauns Äußerungen seien eher eine "Meinungsäußerung".

+++ 8.17 Uhr: Kanadas Parlament fordert Einstufung der "Proud Boys" als "Terrorgruppe" +++

Kanadas Parlament hat die Regierung von Premierminister Justin Trudeau aufgefordert, die rechtsradikale Organisation "Proud Boys" als "terroristische Gruppierung" einzustufen. Einen entsprechenden Antrag der oppositionellen Neuen Demokratischen Partei (NDP) nahmen die Abgeordneten einstimmig an. Mitglieder der Proud Boys hatten sich an dem gewaltsamen Sturm auf das US-Kapitol am 6. Januar beteiligt, um die Bestätigung der Wahl des neuen US-Präsidenten Joe Biden zu stören. Der Vorstoß hat keinerlei Verbindlichkeit. Die Regierung in Ottawa hat jedoch bereits erklärt, dass die "Proud Boys" beobachtet und Beweise für eine mögliche Einstufung als Terrororganisation gesammelt würden.

+++ 7.37 Uhr: Wegen Vergewaltigung angezeigter Priester auf den Philippinen erschossen +++

Auf den Philippinen haben Unbekannte einen Priester erschossen, der im vergangenen Jahr ein Mädchen vergewaltigt haben soll. Ein Polizist habe den 42-Jährigen in der Nähe eines Klosters in Malaybalay City etwa 800 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila gefunden und ins Krankenhaus gebracht. Dort sei der Tod des Geistlichen festgestellt worden, teilte die Polizei mit.

Zeugen erklärten, sie hätten fünf Schüsse gehört. Die Ermittler erklärten, es werde untersucht, ob es eine Verbindung zwischen dem Anschlag und einer Anzeige gegen den Priester wegen der Vergewaltigung eines Mädchens aus seiner Gemeinde gibt.

+++ 7.15 Uhr: Preise für Nahrungsmittel in Deutschland stark gestiegen +++

Die Deutschen mussten im vergangenen Jahr deutlich mehr für Lebensmittel ausgeben als in den Vorjahren. Vor allem die Preise für Obst und Fleisch stiegen zwischen 2010 und 2020 massiv, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linkspartei hervorgeht, aus der das Redaktionsnetzwerk Deutschland zitiert. Die Preise für Obst lagen im vergangenen Jahr demnach um 39,5 Prozent höher als 2010, bei Fleischwaren betrug der Anstieg 28,7 Prozent.     Insgesamt lagen die Preise im vergangenen Jahr um 24 Prozent über jenen aus dem Jahr 2010. Im Vergleich zum Jahr 2015 betrug der Anstieg 9,8 Prozent. Da Daten für Dezember 2020 nicht vorlagen, wurde für das vergangene Jahr nur der Zeitraum von Januar bis November berücksichtigt. Bei der Interpretation der Statistik sei außerdem zu berücksichtigen, dass sich die Corona-bedingte Mehrwertsteuersenkung im zweiten Halbjahr 2020 preisdämpfend ausgewirkt habe, heißt es in der Antwort der Bundesregierung.

+++ 5.18 Uhr: Fleisch darf laut Umfrage mehr kosten, wenn das Bauern und Tieren hilft +++

Mehr als zwei Drittel der Verbraucher in Deutschland sind bereit, mehr Geld für Fleisch und Milch zu bezahlen, wenn dadurch den Bauern, der Umwelt oder den Tieren geholfen wird. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der Unternehmensberatung Simon-Kucher & Partners. Gut 70 Prozent der Befragten hielten demnach einen Preisaufschlag von 20 Prozent auf Hackfleisch für angemessen, wenn die Preiserhöhung zu 100 Prozent an die Bauern weitergegeben würde. Eine Preisaufschlag von 25 Prozent auf Milch hielt immerhin noch die Hälfte der Verbraucher für akzeptabel.

Voraussetzung für die Bereitschaft, mehr zu zahlen, sei allerdings, dass der Preisaufschlag dem Wohle des Landwirtes, der Tiere oder der Umwelt diene, heißt es in der Studie. Am größten war die Zahlungsbereitschaft der Umfrage zufolge, wenn das Geld den Tieren zugute kam. Doch auch wenn es den Bauern oder der Umwelt zugute kam, war die Zahlungsbereitschaft kaum geringer.

+++ 5.05 Uhr: 19 Tote bei Busunfall im Süden Brasiliens +++

Bei einem Busunfall in Brasilien sind 19 Menschen getötet und 33 weitere verletzt worden. Der Bus war aus zunächst ungeklärter Ursache im südlichen Bundesstaat Paraná von der Fahrbahn abgekommen und hatte sich überschlagen, wie ein Sprecher der Militärpolizei mitteilte. Sieben Insassen wurden wegen schwerer Verletzungen mit Hubschraubern zu Krankenhäusern geflogen. In dem Bus waren 53 Passagiere und zwei Fahrer unterwegs gewesen. Das Unglück ereignete sich den Angaben zufolge, als der Bus sich dem Ende seiner rund 3000 Kilometer langen Reise von Ananindeua im nördlichen Bundesstaat Pará nach Balneario Camboriú im Bundesstaat Santa Catarina näherte. Der Fahrer, der zum Zeitpunkt des Unfalls am Steuer saß, blieb unverletzt. Er wurde von der Polizei vernommen.

+++ 4.03 Uhr: Schlangensuche in Bochumer Kindergarten geht weiter +++

In einem Kindergarten in Bochum geht die Suche nach einer Schlange am Morgen weiter. In den Räumen und Fluren ist nach dem Fund einer Schlangenhaut Mehl verstreut worden, um mögliche Bewegungen eines Reptils sichtbar zu machen. Zudem wurden gestern mehrere Schlangenfallen angebracht. Deshalb wird mit Spannung die erneute Kontrolle der Räume am Morgen erwartet. Unklar war zunächst, ob die Kinder dort wieder betreut werden können.

Diese Schlangenhaut hat die Feuerwehr Bochum in einem Kindergarten sichergestellt
Diese Schlangenhaut hat die Feuerwehr Bochum in einem Kindergarten sichergestellt. Eine Erzieherin hatte sie im Kellergeschoss gefunden.
© Feuerwehr Bochum / DPA

Nach dem Fund der großen Schlangenhaut hatten Feuerwehrleute gestern erfolglos das Gebäude abgesucht. Eine Erzieherin war in dem Keller des Gemeindehauses mit Kindergarten und Jugendheim darauf gestoßen. Laut Schätzung von Experten könnte die giftige oder auch ungiftige Schlange zwischen 1,30 und 1,50 Metern lang sein und sich noch in den Räumen befinden. Die sechs Kinder und fünf Erzieher des Kindergartens mussten deshalb vorsichtshalber das Gebäude verlassen.

Schlange klettert mit Lasso-Methode an Pfahl hoch

+++ 3.13 Uhr: Polizei verfolgt Rollerfahrer - und kracht in Straßenlaterne +++

Bei der Verfolgung eines Rollers ist eine Polizeistreife in Hamm in eine Straßenlaterne gekracht. Die Beamten waren gestern Abend auf das Fahrzeug aufmerksam geworden, weil es auffällig fuhr und kein Kennzeichen hatte, wie die Polizei jetzt mitteilte. Der Fahrer ignorierte die Signale der Polizisten. Als der Streifenwagen bei der Verfolgung von der Straße abkam und in eine Laterne fuhr, flüchtete der Rollerfahrer stadtauswärts. Das Polizeiauto war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden.

+++ 1.20 Uhr: Anklage gegen Trump im US-Senat verlesen +++

Im US-Senat ist die Anklage für das zweite Amtsenthebungsverfahren gegen den ehemaligen Präsidenten Donald Trump verlesen worden. Kurz zuvor hatten die Anklagevertreter die Anklageschrift mit dem Vorwurf "Anstiftung zum Aufruhr" in einer Prozession vom Repräsentantenhaus in den Senat gebracht. 

Die Demokraten wollen Trump wegen des Angriffs seiner Anhänger auf das Kapitol am 6. Januar zur Verantwortung ziehen. Seine Amtszeit ist zwar bereits abgelaufen, aber durch das Verfahren könnte er im Falle einer Verurteilung mit einer lebenslangen Ämtersperre auf Bundesebene belegt werden. Das würde etwaige Pläne Trumps für eine erneute Bewerbung um die Präsidentschaft im Jahr 2024 zunichte machen.

+++ 0.28 Uhr US-Senat bestätigt Janet Yellen als Finanzministerin +++

Der US-Senat hat die renommierte Wirtschaftswissenschaftlerin Janet Yellen als Finanzministerin im Kabinett des neuen Präsidenten Joe Biden bestätigt. Das Finanzministerium wird nun erstmals von einer Frau geführt. Die Nominierung Yellens wurde mit breiter Zustimmung aus beiden politischen Lagern angenommen. 84 Senatorinnen und Senatoren stimmten für die 74-Jährige, 15 gegen sie. Yellen war von 2014 bis 2018 Vorsitzende der US-Notenbank Federal Reserve. Sie gilt als Anhängerin der Theorien des Ökonomen John Maynard Keynes, nach denen Regierungen eine wichtige Rolle bei der Bewältigung wirtschaftlicher Krisen zukommt – etwa durch höhere Staatsausgaben.

Angesichts der wegen der Corona-Pandemie schwer angeschlagenen US-Wirtschaft wird Yellen in ihrem Amt eine zentrale Rolle bei den Anstrengungen gegen die Krise zukommen. Bei einer Anhörung im Senat hatte sie angekündigt, mit großzügigen Maßnahmen gegen die Folgen der Krise ankämpfen zu wollen. Andernfalls drohten die langfristigen Folgen für die US-Wirtschaft und den Staatshaushalt noch viel schlimmer zu sein, warnte sie.

mad DPA AFP

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker