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News von heute SPD-General Klingbeil wirft Laschet und Union gezielte Verbreitung von Lügen vor

Reisende Fußballer sind kein gutes Signal, findet SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil
"Die Union macht den unanständigsten Wahlkampf seit Jahrzehnten": SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil
© Maja Hitij / Getty Images
Die News von heute im stern-Ticker. 

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker:   

18.36 Uhr: Netflix investiert halbe Milliarde in deutschsprachige Titel

Der Streamingdienst Netflix will bis 2023 eine halbe Milliarde Euro in deutschsprachige Titel aus Deutschland, Österreich und der Schweiz investieren. Das kündigte das Unternehmen am Mittwoch an. Am selben Tag eröffnete der Streamingdienst in Berlin ein Büro für die drei Länder im Beisein von Netflix-Grüner Reed Hastings. Die 500 Millionen Euro sollen in 80 lokale Serien, Filme und Shows fließen. Ziel des neuen Standorts ist es nach Unternehmensangaben, sich noch stärker im deutschsprachigen Raum mit hiesigen Filmschaffenden zu vernetzen. Zudem solle die Zusammenarbeit mit lokalen Produktionspartnern gestärkt werden.

18.26 Uhr: Kramp-Karrenbauer stellt Bundeswehr-Einsatz in Mali in Frage

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat die Fortführung des Bundeswehr-Einsatzes im westafrikanischen Krisenstaat in Mali in Frage gestellt. Die Ministerin drohte mit "Konsequenzen", falls sich Berichte über Verhandlungen der Militärjunta in Mali mit russischen Söldnertruppen bestätigen sollten: "Wenn Malis Regierung mit Russland solche Vereinbarungen trifft, widerspricht das allem, was Deutschland, Frankreich, die EU und die UN in Mali seit acht Jahren leisten." Weiter schrieb Kramp-Karrenbauer im Onlinedienst Twitter: "Sollte sich die Zusammenarbeit von Mali mit russischen Söldnergruppen bestätigen, stellt das die Grundlagen des Mandats der Bundeswehr (...) in Frage. Gemeinsam mit dem Bundestag müssten wir Konsequenzen ziehen."

17.15 Uhr: Papst Franziskus: "Abtreibung ist Mord"

Papst Franziskus hat auf dem Rückflug seiner Slowakei-Reise Abtreibung verurteilt. "Abtreibung ist mehr als ein Problem, es ist Mord", sagte das 84 Jahre alte Oberhaupt der katholischen Kirche am Mittwoch vor Journalisten. Wissenschaftlich gesehen, handle es sich um ein menschliches Leben, sagte er weiter. "Wie soll man täglichen Mord akzeptieren?", fragte der Argentinier weiter. Deshalb sei die Kirche so hart bei diesem Thema.

17.10 Uhr: Klingbeil wirft Laschet und Union gezielte Verbreitung von Lügen vor

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hat dem Kanzlerkandidaten von CDU/CSU, Armin Laschet, vorgeworfen, über die Durchsuchung des Finanzministeriums Lügen zu verbreiten. "In ihrer panischen Angst vor dem Machtverlust macht die Union mangels Inhalten den unanständigsten Wahlkampf seit Jahrzehnten", sagte Klingbeil dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Um Olaf Scholz persönlich zu schaden, verdrehen Laschet und seine Leute bewusst die Tatsachen, verbiegen die Wahrheit und verbreiten gezielt Lügen." Gegen das Bundesfinanzministerium werde nicht ermittelt, es gehe um angebliche Verfehlungen in der FIU, so der SPD-Politiker. "Olaf Scholz hat mit den Geldwäscheverdachtsfällen nichts zu tun, hat nicht mal die Fachaufsicht über die FIU."

Die FIU (Financial Intelligence Unit) ist die Anti-Geldwäsche-Spezialeinheit des Zolls, gegen deren Mitarbeiter ermittelt wird, weil sie Hinweise auf Terrorfinanzierung nicht rechtzeitig an Polizei und Justiz weitergeleitet haben sollen. In diesem Zusammenhang gab es eine Durchsuchung im Finanzministerium, um an E-Mails zwischen FIU und Ministerium heranzukommen.

17.08 Uhr: Hackerangriff auf Server des Bundeswahlleiters

Auf die Internetseite des Bundeswahlleiters soll es Ende August einen Hackerangriff gegeben haben. Die Website bundeswahlleiter.de, auf der amtliche Wahlergebnisse veröffentlicht werden, sei mit extrem vielen Anfragen aus dem Internet bombardiert worden, berichtet "Business Insider". Unter der Datenlast seien die Server zusammengebrochen, die Website sei zwischenzeitlich nicht erreichbar gewesen. Ein Sprecher teilte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur lediglich mit, dass die Internetseite des Bundeswahlleiters Ende August für wenige Minuten störungsbedingt nur eingeschränkt erreichbar gewesen sei. Die Problematik sei analysiert und die technischen Konzepte entsprechend fortentwickelt worden. "Die Information der Öffentlichkeit durch den Webauftritt des Bundeswahlleiters war und ist gewährleistet", so der Sprecher.

"Business Insider" berichtet unter Berufung auf Regierungskreise, IT-Systeme, die für die Wahl selbst nötig werden, seien nicht betroffen gewesen. Man habe um die entsprechenden Server ein tiefgestaffeltes Schutzsystem aufgebaut.

16.41 Uhr: Britischer Außenminister Raab verliert Amt bei Kabinettsumbildung

Bei der Kabinettsumbildung der britischen Regierung gibt es einen Wechsel im Außenministerium. Der bisherige Chefdiplomat Dominic Raab wechselt ins Justizministerium, wie der Regierungssitz Downing Street per Twitter mitteilte. Zudem werde Raab zum Stellvertreter des Premierministers Boris Johnson und zum Lord Chancellor berufen. Raab hatte in den vergangenen Wochen heftig in der Kritik gestanden, weil er während des überhasteten Abzugs der Alliierten aus Afghanistan im Urlaub war und erst spät nach Großbritannien zurückkehrte. Neue Außenministerin wird die bisherige Handelsministerin Liz Truss.

Ihre Posten räumen müssen zudem der bisherige Bildungsminister Gavin Williamson, Justizminister Robert Buckland und Wohnungsbauminister Robert Jenrick. Weitere Wechsel auf den Kabinettsposten werden im Laufe des Tages erwartet. Es gehe darum, ein starkes und vereintes Team zusammenzustellen, um die Erholung von der Pandemie besser voranzutreiben, hieß es.

16.35 Uhr: Nun doch Ausnahme für Kinder bei neuer 2G-Regel in Berlin

Berlin lässt nun doch Ausnahmen bei der neuen Corona-2G-Regel zu. Neben Geimpften und Genesenen sollen auch Kinder unter zwölf Jahren Zugang zu Restaurants oder Veranstaltungen haben, die diese 2G-Regel anwenden. Darauf verständigte sich der Senat nach breitem Protest gegen das am Vortag beschlossene 2G-Optionsmodell, das keine solchen Ausnahmen vorsah. Kinder ab sechs Jahren müssen demnach einen negativen Coronatest vorweisen, soweit sie nicht im Rahmen des Schulbesuchs regelmäßig getestet werden. Das kann etwa in den Ferien der Fall sein.

16.29 Uhr: Erneut 600 tote Schweine auf verlassenem Hof entdeckt

Nach dem Fund von 250 toten Schweinen auf einem verlassenen Hof im Landkreis Cloppenburg haben Polizei und Veterinäramt in einem Maststall weitere Tierkadaver entdeckt. Gefunden wurden demnach 600 tote Tiere, die "augenscheinlich bereits vor vielen Jahren verendet sein dürften", wie die Polizei mitteilte. Den Angaben zufolge steht ein 49 Jahre alter ehemaliger Garreler Landwirt unter Verdacht, bereits 2012 zahlreiche Aufzuchtschweine auf seinem früheren Betrieb in Nikolausdorf sich selbst überlassen, nicht versorgt und damit deren Tod verursacht zu haben. Der Hof des Mannes sei nach dessen Wegzug in den Landkreis Oldenburg im Jahr 2018 nach wie vor unbewohnt und leerstehend. In einem Maststall des Hofes hatte das Veterinäramt bei einer Überprüfung Ende August etwa 250 Kadaver von Aufzuchtschweinen gefunden.

In Zusammenarbeit mit dem Veterinäramt ermittelt die Polizei wegen Verstoßes gegen das Tierschutz- und Tierkörperbeseitigungsgesetz gegen den 49-Jährigen. Er müsse sich als ehemaliger Tierhalter aber "auch seiner Verantwortung einer zeitnahen sach- und fachgerechten Beseitigung der tierischen Überreste stellen".

16.11 Uhr: Frau nach Selbstanzündung auf Berliner Alexanderplatz gestorben

Eine Frau, die sich gestern auf dem Berliner Alexanderplatz selbst anzündete, ist ihren dabei erlittenen Verletzungen erlegen. Sie sei gestern Nachmittag in einem Krankenhaus gestorben, teilte die Polizei in der Hauptstadt heute mit. Der Vorfall hatte sich vor einem Kaufhaus und laut Zeugen wortlos ereignet.

Die Frau, ein 40-jähriger Transmensch, wurde von einem per Rettungshubschrauber eingeflogenen Notarzt behandelt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht. Eine politische Motivation schließt die Polizei aus. Ein Todesermittlungsverfahren wurde eingeleitet.

16.07 Uhr: Bayerns Polizei entfernt "Hängt die Grünen"-Plakate

Anders als in Sachsen werden in Bayern Plakate der rechtsextremen Splitterpartei III. Weg mit dem Slogan "Hängt die Grünen" grundsätzlich von der Polizei abgehängt. Die Polizeipräsidien seien bereits am vergangenen Donnerstag angewiesen worden, solche Plakate aufgrund des Anfangsverdachts einer öffentlichen Aufforderung zu Straftaten abzunehmen, teilte das Innenministerium in München mit. In anderen Bundesländern tauchten bislang keine solchen Plakate auf.

16.05 Uhr: Indien kämpft mit Tausenden Fischen gegen Dengue-Mücken

Mit 25.000 Fischen bekämpft ein indischer Bundesstaat einen großen Ausbruch der Tropenkrankheit Dengue. Die von Mücken übertragenen Erreger infizierten in den vergangenen Wochen mehr als 10.000 Menschen und töteten mehr als 100 von ihnen, wie örtliche Medien berichteten. Die Mücken legen ihre Eier in stehende Gewässer. Die Koboldkärpflinge ernähren sich dann unter anderem von dem Mückennachwuchs. Ein solcher Fisch fresse rund 100 Larven am Tag, sagte ein örtlicher Behördenmitarbeiter der Deutschen Presse-Agentur. Deshalb würden die Fische in Teiche und Brunnen in dem großen betroffenen Bundesstaat Uttar Pradesh gegeben. Behördenmitarbeiter würden dort auch von Haus zu Haus gehen, um sicherzustellen, dass es in Gebäudenähe keine kleineren Wasseransammlungen gebe.

15.57 Uhr: Festnahmen nach Diebstahl von Kameraobjektiven bei öffentlich-rechtlichem Sender

Einsatzkräfte haben in Berlin und Hamburg sechs Menschen festgenommen, die im April Kameraobjektive im Wert von 160.000 Euro von einem öffentlich-rechtlichen Sender in Mainz gestohlen haben sollen. Drei Männer befänden sich in Untersuchungshaft, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Mainz mit. Ihnen werfen die Ermittler schweren gewerbsmäßigen Bandendiebstahl vor.

Bei den Taten soll es sich um eine bundesweite Serie von professionell vorbereiteten und zielgerichteten Einbruchsdiebstählen handeln. Dabei wurden teure Kameras und Objektive gestohlen. Insgesamt soll die Gruppe einen Schaden von mehr als zwei Millionen Euro verursacht haben.

15.55 Uhr: Gasexplosion in Tschechien: Ein Toter, mehrere Verletzte

Eine Gasexplosion hat in Tschechien ein Wohnhaus zum Einsturz gebracht und völlig zerstört. Ein Mensch sei ums Leben gekommen, berichtete die Agentur CTK unter Berufung auf die Einsatzkräfte. Mindestens fünf Personen wurden bei dem Unglück in der Kleinstadt Korycany im Südosten des Landes schwer verletzt, darunter mehrere Feuerwehrleute. Mehrere Hubschrauber und Dutzende Rettungskräfte waren im Einsatz. Mit Spürhunden wurde nach möglichen Verschütteten gesucht. Die Ursache für das Gasleck war zunächst unklar. Korycany hat rund 2700 Einwohner und liegt etwa 220 Kilometer südöstlich von Prag.

15.50 Uhr: Taliban bitten Pakistan um Wideraufnahme des Flugverkehrs

Die in Afghanistan regierenden militant-islamistischen Taliban haben Pakistan um die Wiederaufnahme der Passagierflüge zwischen den beiden Nachbarländern gebeten. Die afghanische Zivilluftfahrtbehörde habe einen entsprechenden Brief an die pakistanischen geschrieben, damit die Fluggesellschaften Ariana Afghan Airlines und Kam Air ihre Flüge wieder anbieten können, sagte ein Sprecher der pakistanischen Luftfahrtbehörde der Deutschen Presse-Agentur. Es war zunächst nicht bekannt, ob Islamabad den Flugbetrieb zulassen wird. Pakistan hat die vor kurzem bekanntgegebene Übergangsregierung der Taliban nicht anerkannt.

15.40 Uhr: Neue Verordnung verbietet Kauf von Einwegprodukten

Der Bund will ab dem kommendem Jahr mit gutem Beispiel vorangehen und sich bei sämtlichen Neuanschaffungen an Klimakriterien orientieren. Eine vom Kabinett beschlossene Verwaltungsvorschrift beinhaltet unter anderem eine Negativliste – so ist dem Bund künftig der Kauf von Getränken in Einwegflaschen und von Einweggeschirr untersagt. 

Heizpilze sollen nicht mehr zum Einsatz kommen. Auch bei Autos, Maschinen, Toilettenpapier und vielen anderen Anschaffungen sollen künftig nur noch klimafreundliche Produkte eingekauft werden, wie Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) in Berlin sagte. Bereits seit 2008 waren die Stellen des Bundes angehalten, bei Beschaffungen auf eine möglichst hohe Energieeffizienz zu achten. Mit der neuen Verwaltungsverordnung soll nun auch eine "Prognose der verursachten Treibhausgasemissionen während des gesamten Lebenszyklus" einen Produkts mit in die Kaufentscheidung einfließen, wie das Ministerium mitteilte.

15.35 Uhr: Dubiose Spendengelder: Chef der Stiftung von Prinz Charles tritt zurück

Nach Berichten über dubiose Spendengelder ist der Chef der Wohltätigkeitsorganisation von Prinz Charles zurückgetreten. Nach Medienberichten über einen angeblichen Dankesbrief des britischen Thronfolgers an den wegen Geldwäschevorwürfen verurteilten russischen Banker Dmitri Leus hatte die schottische Aufsichtsbehörde eine Untersuchung eingeleitet. Der Vorsitzende der Prince's Foundation, Douglas Connell, erklärte, er übernehme die Verantwortung für das mögliche "schwere Fehlverhalten".

Britische Zeitungen hatten berichtet, Leus habe der Stiftung mit Sitz in Schottland im vergangenen eine Spende von 500.000 Pfund (584.000 Euro) angeboten. Prinz Charles habe sich dafür bedankt und dem Russen angeboten, sich nach Ende der Corona-Pandemie zu treffen.

15.31 Uhr: Nach Verdacht auf Tollwut bei Hund: 41 Menschen geimpft

Nach dem Verdacht auf Tollwut bei einem rechtswidrig nach Bremen gebrachten Hundewelpen sind 41 Kontaktpersonen gegen die für Menschen tödliche Erkrankung geimpft worden. In der Stadt Bremen sind elf Menschen betroffen, darunter drei Jugendliche, wie der Sprecher des Gesundheitsressorts sagte. Im niedersächsischen Landkreis Verden bekommen 30 Personen eine Antikörper-Therapie, wie der Sprecher des Kreises sagte. Für einen Impfschutz sind mehrere Spritzen nötig.

Eine Familie hatte den Welpen aus dem Ausland nach Bremen gebracht, obwohl dieser nicht den vorgeschriebenen Impfschutz gegen Tollwut hatte. Das kranke Tier wurde zunächst in einer Bremer Tierarztpraxis behandelt und starb später in einer Tierklinik im Kreis Verden. Ein Schnelltest auf Tollwut fiel positiv aus, das Ergebnis der amtlichen Bestätigungsuntersuchung wird Ende der Woche erwartet. Das Gesundheitsressort rechnet damit, dass der Verdacht bestätigt wird.

15.27 Uhr: Niedersachsen: Weitere 600 tote Schweine in verlassenen Ställen gefunden

Nach dem Fund von etwa 250 bereits vor längerer Zeit verendeten Schweinen auf einem verlassenen Bauernhof in Garrel in Niedersachsen haben die Behörden in zwei nahen Ställen weitere rund 600 tote Tiere entdeckt. Auch sie seien "augenscheinlich bereits vor vielen Jahren verendet", teilte die Polizei am Mittwoch in Cloppenburg mit. Gegen den 49-jährigen Besitzer der Stallanlagen wird inzwischen ermittelt.

Der Mann hatte die Schweine in seinem Aufzuchtbetrieb im Landkreis Cloppenburg laut Polizei anscheinend bereits 2012 und somit vor fast zehn Jahren nicht versorgt und sterben lassen. 2018 war er demnach dann "plötzlich" in den benachbarten Landkreis Oldenburg gezogen. Sein Bauernhof und die Stallanlagen sind seither unbenutzt.

15.24 Uhr: Deutschland unterstützt Palästinenser mit 100 Millionen Euro

Deutschland unterstützt nach eigenen Angaben in den kommenden zwei Jahren neue Projekte in der palästinensischen Wirtschaft mit 100 Millionen Euro. Ziel sei unter anderem, die Folgen der Corona-Pandemie abzumildern und jungen Menschen eine gute Ausbildung zu ermöglichen, hieß es in einer Mitteilung des deutschen Vertretungsbüros in Ramallah. Außerdem sollen Gemeinden bei Verwaltungsreformen unterstützt werden.

Deutschland hatte bereits im Mai humanitäre Hilfe für den Gazastreifen in Höhe von und 40 Millionen Euro angekündigt. Damals kam es zu einem elftägigen bewaffneten Konflikt zwischen Israel und militanten Palästinensern in dem Küstengebiet. Der Gazastreifen wird von der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas beherrscht. Die EU, Israel und die USA stufen die Hamas als Terrororganisation ein. Sie hat sich die Zerstörung Israels auf die Fahnen geschrieben.

15.15 Uhr: Kramp-Karrenbauer stellt Bundeswehr-Einsatz in Mail infrage

Nach Berichten über Verhandlungen von Malis Militärjunta mit russischen Söldnertruppen stellt Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) den Bundeswehr-Einsatz in dem westafrikanischen Krisenland infrage. "Sollte sich die Zusammenarbeit von Mali mit russischen Soldnergruppen bestätigen, stellt das die Grundlagen des Mandats der Bundeswehr (..) in Frage", erklärte die Ministerin im Onlinedienst Twitter. Gemeinsam mit dem Bundestag müssten dann Konsequenzen gezogen werden.

15.01 Uhr: Einstürzende Wand in Villingen-Schwenningen erschlägt Arbeiter

In Villingen-Schwenningen in Baden-Württemberg ist am Mittwoch ein Mann bei einem Arbeitsunfall gestorben. Der 60-Jährige habe an einem Gartenbaucenter Abrissarbeiten ausgeführt, als eine tonnenschwere Wand eingestürzt sei, teilte die Polizei in Konstanz mit. Sie habe den Mann unter sich begraben. Der Arbeiter sei kurz nach dem Unglück in einer Klinik gestorben. Die Polizei in Rottweil ermittelt zum Unglückshergang.

14.46 Uhr: Benzin so teuer wie seit sieben Jahren nicht mehr

Der Benzinpreis hat ein neues Siebenjahreshoch erreicht. Am Sonntag lag er für die Sorte Super E10 im bundesweiten Tagesdurchschnitt bei 1,569 Euro pro Liter, wie der ADAC auf Nachfrage mitteilte. Zuletzt hatte er im Jahr 2014 höher gelegen. Bis Dienstag ging es dann wieder minimal auf 1,566 Euro nach unten - auch dies ist im Wochenvergleich allerdings noch ein Plus. Der Dieselpreis lag am Dienstag mit 1,398 Euro auf Wochensicht ebenfalls etwas höher. Es war allerdings nur der höchste Wert seit dem 1. August dieses Jahres. Treiber der aktuellen Entwicklung ist nach Auffassung des ADAC vor allem der Ölpreis.

14.41 Uhr: EU-Impfnachweise in immer mehr Ländern gültig

In immer mehr Ländern können frische Corona-Tests, Impfungen und Genesungen mit den digitalen EU-Corona-Zertifikaten nachgewiesen werden. Wie die EU-Kommission mitteilte, sind nun Albanien, Andorra, die Färöer Inseln, Israel, Monaco, Marokko und Panama an die notwendige Technik angeschlossen. Auch die dort ausgestellten Zertifikate werden den Angaben zufolge in der EU anerkannt. Diese gegenseitigen Anerkennungen gelten nun für insgesamt 15 Länder außerhalb der EU. "Seit Juni wurden mehr als 420 Millionen EU-Zertifikate ausgestellt", teilte EU-Justizkommissar Didier Reynders mit. "Ich begrüße daher, dass sich immer mehr Länder außerhalb der EU unserem erfolgreichen System anschließen."

14.34 Uhr: Summender Rasierer löst Großeinsatz an Nürnberger Bahnhof aus

Ein summender und scheinbar herrenloser Rucksack hat am Nürnberger Hauptbahnhof einen Großeinsatz ausgelöst. Es seien rund 50 Einsatzkräfte – darunter Spezialkräfte zur Entschärfung – ausgerückt, die potenzielle Gefahrenquelle in dem Gepäckstück habe sich aber als Elektrorasierer herausgestellt, teilte die Polizei mit. Ein 85-Jähriger habe den Rucksack vorübergehend im Wartebereich abgestellt. Wegen des Einsatzes verspäteten sich Züge, 15 Geschäfte mussten vorübergehend schließen. Mitarbeiter der Deutschen Bahn hatten am Dienstagmittag wegen des Gepäckstücks, das hinter Stühlen versteckt war und aus dem brummende Geräusche kamen, die Polizei gerufen. 

14.32 Uhr: Prozess gegen Salvini wegen Blockade von Flüchtlingsschiff eröffnet – und vertagt

Kurz nach Beginn ist der Prozess gegen den früheren italienischen Innenminister Matteo Salvini wegen der Blockade eines Flüchtlingsschiffs gleich wieder vertagt worden. Das Gericht im sizilianischen Palermo verschob die Verhandlung auf den 23. Oktober. Dem Chef der rechtsradikalen Lega-Partei werden Freiheitsberaubung und Amtsmissbrauch vorgeworfen. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm bis zu 15 Jahre Haft.

Salvini hatte im August 2019 dem spanischen Rettungsschiff "Open Arms" mit 147 Migranten an Bord sechs Tage lang die Einfahrt in den Hafen von Lampedusa verweigert. Salvini rechtfertigte sich damit, dass er Italien mit seiner restriktiven Politik der "geschlossenen Häfen" vor einem Ansturm von Migranten habe schützen wollen. Ein ähnliches Verfahren war im Mai in Catania eingestellt worden. 

News von heute: SPD-General Klingbeil wirft Laschet und Union gezielte Verbreitung von Lügen vor

13.29 Uhr: Kabinettsumbildung in London noch heute

Der britische Premierminister baut sein Kabinett um. Boris Johnson werde noch heute einige Minister austauschen, sagte ein Regierungssprecher in London. Namen wurden nicht genannt. Die Änderungen zielten auf die Bildung eines "starken und geeinten Teams ab, um besser aus der Pandemie herauszukommen".

Die britische Regierung steht wegen der Evakuierungsaktion aus Kabul massiv in der Kritik. London wird vorgeworfen, nicht genügend Menschen aus Afghanistan gerettet zu haben. Außenminister Raab wurde deutlich kritisiert, weil er während der Machtübernahme der Taliban nicht sofort seinen Urlaub auf einer griechischen Insel abgebrochen hatte.

Bildungsminister Gavin Williamson steht wegen seiner Arbeit während der Corona-Pandemie auf der Liste der Streichkandidaten. Raab sowie Williamson waren bei Johnsons wöchentlicher Fragestunde im Unterhaus auffällig abwesend. Als Nachfolgerin für Raab wird Handelsministerin Liz Truss gehandelt. Auch Arbeitsministerin Thérèse Coffey muss um ihren Posten bangen, wie Medien berichteten.

13.16 Uhr: Berliner Staatsanwaltschaft übernimmt Verfahren gegen Staatssekretär

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat das Ermittlungsverfahren gegen den Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Wolfgang Schmidt, von der Staatsanwaltschaft Osnabrück übernommen. Das bestätigte ein Sprecher der Behörde der Deutschen Presse-Agentur. Demnach werde nun der Anfangsverdacht geprüft, ob Paragraf 353d im Strafgesetzbuch (Verbotene Mitteilungen über Gerichtsverhandlungen) gegeben ist. Das Verfahren sei am Dienstag eingegangen, sagte der Sprecher weiter.

13.13 Uhr: Mann in Schweden wegen Spionage für Russland zu Haftstrafe verurteilt

In Schweden ist ein 47 Jahre alter Mann wegen Spionage für Russland zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Er habe Betriebsgeheimnisse des Lastwagenherstellers Scania beschafft und sie an einen russischen Botschaftsmitarbeiter weitergegeben, urteilte das Bezirksgericht von Göteborg. Von Anklagepunkten zu einem ähnlichen Vorgehen beim Autoproduzenten Volvo Cars werde der Mann, der die Anschuldigungen bestritten habe, jedoch freigesprochen.

Das Gericht kam zu dem Schluss, dass der Angeklagte heimliche Informationen sowohl von Volvo als auch von Scania kopiert und auf USB-Sticks überspielt habe. Diese habe er dann gegen Bezahlung an den Russen übergeben - in vollem Bewusstsein, dass diese Informationen Russland zugutekämen. Um wegen Spionage verurteilt zu werden, müsse aber klar sein, dass die Sicherheit des schwedischen Staates durch das Vorgehen Schaden nehmen könnte. Man habe entschieden, dass dies in Bezug auf die Weitergabe der Scania-Informationen der Fall sei, nicht aber bei denjenigen von Volvo. Der Mann war Anfang 2019 in einem Stockholmer Restaurant festgenommen worden, als er sich der schwedischen Sicherheitspolizei Säpö zufolge mit einem russischen Geheimdienstoffizier getroffen hatte, der unter diplomatischem Deckmantel in Schweden tätig war.

13.08 Uhr: Österreichische Post bringt FFP2-Masken-Briefmarke heraus

Die österreichische Post hat eine Sonderbriefmarke aus dem Material und in der Form einer FFP2-Maske herausgebracht. Die Briefmarken im Wert von 2,75 Euro und in einer Auflage von 150.000 Stück bestehen den Angaben zufolge aus dem Originalmaterial von FFP2-Masken – und sehen auch genauso aus. Zwei Schichten Vlies wurden in Form einer FFP2-Maske bestickt und anschließend mit einem Laser ausgeschnitten – die Sondermarke hat sogar Ohrschlaufen. Im vergangenen Jahr hatte die österreichische Post als Symbol der Corona-Pandemie bereits eine Klopapier-Briefmarke herausgebracht.

13.05 Uhr: Österreich lockert Quarantäneregeln an Schulen

Österreich lockert nach einem starken Anstieg isolierter Jungen und Mädchen innerhalb kürzester Zeit seine Quarantäneregeln an Schulen. Künftig dürfen sich Schüler laut neuem Erlass des Gesundheitsministeriums bereits nach fünf statt zehn Tagen aus der Quarantäne freitesten. Ein negativer PCR-Test soll die frühzeitige Rückkehr ermöglichen. Zudem sollen bei älteren Schülern nur noch direkte Sitznachbarn und enge Kontaktpersonen erkrankter Kinder in Quarantäne geschickt werden. An Grundschulen konnte schon bisher bei nur einem Infektionsfall von einer Quarantäne der Mitschüler abgesehen werden. Wissenschaftler und Ärzte äußerten sich skeptisch zu den neuen Regeln.

13.00 Uhr: Klimaaktivist nach Zusammenbruch weiter im Hungerstreik

Ein kollabierter hungerstreikender Klimaaktivist in Berlin hat das Krankenhaus wieder verlassen können. Der 27-Jährige sei nach seiner Einlieferung am Dienstag noch am selben Tag wieder entlassen worden und setze seinen Hungerstreik fort, sagte die Sprecherin der Streikenden, Hannah Lübbert, der Nachrichtenagentur AFP. Die Protestierenden, die sich "letzte Generation" nennen, fordern ein öffentliches Gespräch mit den Kanzlerkandidaten von Union, SPD und Grünen.

Nach dem Kollaps des Hungerstreikenden und einer fehlenden Einigung auf ein Gespräch legten die Aktivistinnen und Aktivisten am Dienstag eigenständig den Donnerstag kommender Woche für das Gespräch mit Armin Laschet (CDU), Olaf Scholz (SPD) und Annalena Baerbock (Grüne) fest. Eine öffentliche Zusage der Kandidaten "beendet umgehend den Hungerstreik", erklärten sie. Für Mittwoch, den 17. Tag des Hungerstreiks, kündigten sie weitere Neuigkeiten zu einem "Gesprächsangebot" der Kandidaten an.

12.55 Uhr: Südkorea testet eigene U-Boot-Rakete

Südkorea hat eigenen Angaben zufolge erfolgreich eine eigenständig entwickelte ballistische Rakete unter Wasser von einem U-Boot aus abgefeuert. Präsident Moon Jae In habe den Test von einem Testzentrum im Westen des Landes verfolgt, teilte das Präsidialamt in Seoul mit. Südkorea machte die Erprobung seiner ersten U-Boot-Rakete (SLBM) nur wenige Stunden nach dem Test ballistischer Kurzstreckenraketen durch Nordkorea öffentlich. UN-Resolution verbieten der selbst erklärten Atommacht Nordkorea jegliche Tests ballistischer Raketen, die je nach Bauart auch Atomsprengköpfe befördern können.

12.50 Uhr: Innenminister rechnen auch nach Corona mit Überstunden bei der Polizei

Auch nach einem Ende der Corona-Krise wird sich das Problem der vielen Überstunden bei den Polizeibehörden aus Sicht der Innenminister nicht in Luft auflösen. Corona sei "nur noch ein Vehikel für Demokratieverachtung", sagte Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) beim Europäischen Polizeikongress in Berlin. Die während der Pandemie entstandene Protestbewegung, aus der heraus auch bürgerlich wirkende Demonstranten auf Polizisten losgingen, werde nicht einfach verschwinden.

12.44 Uhr: Kabinett stimmt Erhöhung des Hartz-IV-Regelsatzes zu

Die Hartz-IV-Sätze werden zum Jahreswechsel um wenige Euro ansteigen. Das Bundeskabinett stimmte einer Erhöhung des Regelsatzes für alleinstehende Erwachsende um drei Euro auf 449 Euro zu. Der Regelsatz für Jugendliche ab 14 Jahren steigt um ebenfalls drei Euro auf 376 Euro. Ehegatten und Partner erhalten künftig 404 Euro, Erwachsene unter 25 Jahren ohne eigenen Haushalt 360 Euro. Auch hier liegt das Plus bei jeweils drei Euro im Monat.

Zudem beträgt der Regelsatz für Kinder bis fünf Jahre statt bisher 283 Euro im neuen Jahr 285 Euro pro Monat. Für die Sechs- bis 13-Jährigen erhöht sich der Satz um ebenfalls zwei Euro auf 311 Euro. Die Kabinettsvorlage stammt aus dem SPD-geführten Bundessozialministerium.

12.23 Uhr: Dänemark: Radfahrer auf Autobahn gestoppt

Ein Radfahrer, der auf der Autobahn an der deutsch-dänischen Grenze bei Ellund gestoppt worden ist, hat sich nach eigenen Angaben verfahren. Der 25 Jahre alte Mann aus Libyen habe angegeben, vor einigen Tagen mit einem Fahrrad in Ungarn gestartet zu sein, teilte die Bundespolizei mit. Der Mann, der keine Ausweispapiere bei sich hatte, habe gesagt, er habe eigentlich einen Freund in Italien besuchen wollen. Über Landkarte oder Handy habe er nicht verfügt, als dänische Grenzbeamte ihn am Samstag der Bundespolizei übergaben.

12.14 Uhr: Bauchfrei-Debatte: Uni-Studio erlaubt Training nur im Sport-BH

Nach einer öffentlichen Debatte um nackte Bäuche beim Work-out lässt ein Fitnessstudio in Dänemark nun doch das Training im Sport-BH zu. Die seit Jahren geltenden Regelungen des Studios werden geändert, wie das Fitnesszentrum der Süddänischen Universität in Odense, SDU Fitness, nach einer außerordentlichen Vorstandssitzung zu dem Thema auf Facebook mitteilte. Die Regeln sollten zeitgemäßer werden und denen der großen dänischen Fitnessstudio-Ketten stärker ähneln. "Das Training im Sport-BH wird somit ebenfalls zugelassen", machte SDU Fitness klar.

12.11 Uhr: Papst Franziskus lehnt Amtsverzicht von Hamburger Erzbischof Heße ab

Der Hamburger Erzbischof Stefan Heße hat sich nach der Ablehnung seines Amtsverzichts durch Papst Franziskus in einer ersten Reaktion zurückhaltend geäußert. Er übernehme "nach dem Willen des Papsts ausdrücklich wieder Verantwortung", erklärte Heße in Hamburg. "Dabei ist mir durchaus bewusst, dass es nicht unbedingt leicht sein wird, meinen Dienst wieder aufzunehmen."

Heße hatte im März im Zusammenhang mit Vorwürfen der Vertuschung von sexuellem Missbrauch im Erzbistum Köln, wo er früher in leitender Funktion tätig gewesen war, seinen Amtsverzicht angeboten. Der Papst nahm diesen nun allerdings nicht an. Seit März war Heße eine Auszeit gewährt worden. An seiner Stelle leitete Generalvikar Ansgar Thiem das Hamburger Erzbistums.

12.01 Uhr: Klimaschützer blockieren erneut Londoner Ringautobahn

Klimaaktivisten der Gruppe Insulate Britain haben erneut Teile der Londoner Ringautobahn M25 mit Sitzblockaden lahmgelegt. Die Gruppe will damit erreichen, dass die Regierung mehr für die Wärmeisolierung von Häusern und Wohnungen macht. 25 Menschen wurden bei den Protesten festgenommen, wie die Polizei in der Grafschaft Surrey mitteilte. Bereits am Montag hatten die Aktivisten für Staus und Verzögerungen auf Großbritanniens befahrenster Autobahn gesorgt. Auch die Zufahrt zum Flughafen Heathrow war zeitweise dicht. Dabei war es zu 30 Festnahmen gekommen.

11.48 Uhr: Mann gesteht Tötung von zwei Frauen in Wien

Nach dem Tod zweier Frauen in einer Wohnung in Wien hat der Verdächtige ein umfassendes Geständnis abgelegt. Der 28-Jährige gab laut Polizei an, seine Ex-Frau und eine Bekannte erstochen zu haben. Er wollte nach seiner Tat am Montag zudem noch einen Mann töten. Dies misslang dem 28-Jährigen jedoch, weil er zu betrunken war. Auch seine Vernehmung hatte sich wegen der starken Alkoholisierung verzögert.

In der Wohnung seiner 37-jährigen Ex-Frau und Mutter seiner vierjährigen Tochter entbrannte Montagvormittag ein Streit rund um SMS-Nachrichten. Danach wartete der Mann in der Wohnung auf eine Freundin seiner Ex-Frau, die regelmäßig zu Besuch kam. Bereits stark alkoholisiert stach er auch auf die 35-Jährige ein.

Der verdächtige Somalier kontaktierte danach einen 36-Jährigen, um sich mit ihm vor der Wohnung zu treffen. Der Mann konnte aber nach rascher Einschätzung der Gefahr flüchten und die Polizei verständigen. In welchem Verhältnis die beiden Männer zueinander standen, war zunächst nicht klar. Der 28-Jährige sollte noch am Mittwoch in ein Gefängnis eingeliefert werden. 

11.34 Uhr: Australien hebt nächtliche Ausgangssperre in Corona-Hotspots in Sydney auf

Australien hebt angesichts stabiler Corona-Infektionszahlen und einer steigenden Impfquote die nächtliche Ausgangssperre in stark betroffenen Stadtteilen der Metropole Sydney auf. Wie die Regierungschefin des Bundesstaates New South Wales, Gladys Berejiklian, ankündigte, wird die von 21.00 Uhr bis 05.00 Uhr geltende Ausgangssperre am Mittwoch aufgehoben. Sie appellierte aber an die Bevölkerung, vorsichtig zu bleiben und sich an die weiter geltenden Ausgangsbeschränkungen zu halten.

Sydney ist seit nunmehr elf Wochen im Lockdown, die Menschen dürfen nur in dringenden Fällen ihre Wohnungen verlassen. Zuletzt waren die Infektionszahlen aber nicht mehr weiter angestiegen, sondern hatten sich bei etwa 1300 Neuinfektionen pro Tag eingependelt.

11.24 Uhr: Wahlkämpfer von Querdenker-Partei Die Basis in Berlin angegriffen

Zwei Wahlkämpfer der Querdenker-Partei Die Basis sind in Berlin bei einem Einsatz von zwei Radfahrern angegriffen worden. Die 64- und 70-jährigen Männer sprühten am Dienstagabend mit Kreidespray das Logo ihrer Partei auf eine Straße in Berlin-Friedrichshain, als die beiden unbekannten Radfahrer sie zunächst beschimpft haben sollen, wie die Polizei in der Hauptstadt mitteilte. Kurz danach soll der jüngere der beiden Radfahrer den 64-jährigen Wahlkämpfer geschlagen und getreten haben, wodurch dieser stürzte. Anschließend soll er den Mann über die Straße gezogen und mit dem Kopf auf dort verlegte Straßenbahnschienen gestoßen haben. Dabei erlitt der Angegriffene Hautabschürfungen an der Stirn und an einer Hand.

Währenddessen habe der 70-jährige Wahlkämpfer versucht, den anderen Radfahrer festzuhalten. Dieser soll sich dagegen mit Tritten gewehrt und befreit haben. Die beiden Angreifer flüchteten mit ihren Fahrrädern und konnten von alarmierten Einsatzkräften nicht gefunden werden. Die Ermittlungen durch den Staatsschutz dauerten an.

News von heute: SPD-General Klingbeil wirft Laschet und Union gezielte Verbreitung von Lügen vor

11.20 Uhr: Vater geht rauchen – Zug fährt mit Kleinkindern davon

Wegen einer Zigarette hat ein Vater in Bad Kleinen (Nordwestmecklenburg) zwei Kleinkinder allein Zug fahren lassen. Wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte, ereignete sich der Vorfall am Dienstag bei einem Regionalzug zwischen Bad Kleinen und Schwerin. Der Mann aus dem Kreis Vorpommern-Rügen war kurz vor der Abfahrt zum Rauchen auf den Bahnsteig gegangen – seine neun Monate alte Tochter im Kinderwagen und der zweijährige Sohn blieben zurück im Waggon.

Plötzlich schlossen sich die Türen, der 26-jährige Vater blieb auf dem Bahnsteig zurück. Die sofort alarmierte Bundespolizei stieg etwa eine Viertelstunde später in Schwerin in den Zug, der dort planmäßig endete, und kümmerte sich um die beiden Kleinkinder. Der sichtlich erschrockene Vater kam mit dem nächsten Zug hinterher und nahm die Kleinen eine Stunde nach der unerwarteten Trennung wieder in Empfang. "Die Kinder haben keinen unzufriedenen Eindruck gemacht", sagte der Sprecher. Ob die Familie ihren Ausflug fortsetzte, sei nicht bekannt.

11.17 Uhr: Messerattacke auf Gehweg in Hagen – zwei Opfer in Lebensgefahr

Ein 42-Jähriger hat in Hagen (NRW) auf einem Gehweg einen Mann und eine Frau mit einem Messer attackiert und lebensgefährlich verletzt. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, fügte der Tatverdächtige der Frau (43) und dem Mann (41) in der Nähe eines Supermarkt-Parkplatzes Stiche in den Bauch zu. Die Frau habe in das Auto einer 22-jährigen Zeugin flüchten können, das an einem Fußgängerüberweg stand. Das männliche Opfer schaffte es noch in einen Imbiss. Beide wurden in ein Krankenhaus gebracht. Gegen den Verdächtigten ermittelt eine Mordkommission wegen eines versuchten Tötungsdelikts.

Der stark alkoholisierte Mann hatte sich vom Tatort entfernt, wurde aber von Passanten bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten. Das Motiv blieb zunächst unklar. Die drei Personen kannten sich Ermittler-Angaben zufolge vor der Gewalttat vom Dienstagabend.

11.16 Uhr: 62,4 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen Corona geimpft

Mehr als 62 Prozent aller Menschen in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das entspricht 51,9 Millionen Menschen (62,4 Prozent), wie Gesundheitsminister Jens Spahn via Twitter mitteilte. 66,7 Prozent oder 55,5 Millionen Menschen sind demnach mindestens einmal geimpft. Der CDU-Politiker warb erneut für die Impfung. "Aktuell ist es besonders einfach, sich impfen zu lassen. Überall im Land gibt es niedrigschwellige Angebote." Bis Sonntag läuft eine bundesweite Aktionswoche in der Impfungen zum Beispiel in speziellen Bussen auf Parkplätzen oder in einer Berliner S-Bahn angeboten werden.

11.06 Uhr: Fünf Verletzte nach Brandserie innerhalb einer Nacht in Rheinland-Pfalz

Bei einer Brandserie im rheinland-pfälzischen Kaiserslautern sind innerhalb einer Nacht fünf Menschen verletzt worden. Sie wurden mit Rauchvergiftungen vorsorglich ins Krankenhaus gebracht, wie die Polizei mitteilte. Demnach brachen die Feuer am späten Dienstagabend im Stadtgebiet auf einem Firmengelände und an vier Mehrfamilienhäusern aus. Eine 39-Jährige musste mit ihrer siebenjährigen Tochter vom Balkon gerettet werden. Schwere Verletzungen gab es offenbar nicht. Ein Haus war nach dem Brand unbewohnbar. Den Sachschaden schätzten die Beamten auf mehrere Hunderttausend Euro. Alle Tatorte liegen nah beieinander, die Polizei geht von Brandstiftung aus. Ein Zusammenhang zwischen den Bränden werde geprüft.

10.25 Uhr: Karlsruher Zoll entdeckt mehrere Elfenbeinfiguren in Postsendung

Der Karlsruher Zoll hat acht in einer Postsendung versteckte Elfenbeinfiguren entdeckt. Der Empfänger konnte für das aus der Schweiz versandte Paket keine Genehmigung vorlegen, wie das Hauptzollamt in Karlsruhe mitteilte. Die geschnitzten Figuren wurden deshalb beschlagnahmt. Die Einfuhr von Elfenbein ist nach dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen ohne vorherige Genehmigung des Bundesamts für Naturschutz verboten. Trotzdem steht Elfenbein bei Sammlern hoch im Kurs. Auch der Handel mit artenschutzrelevanten Waren wie Tigerknochen und seltenen lebenden Tieren boomt laut Zoll weiterhin.

10.05 Uhr: EU sagt Afghanistan weitere 100 Millionen Euro an Hilfen zu

Die Europäische Union hat Afghanistan weitere 100 Millionen Euro an humanitärer Hilfe zugesagt. Damit wolle die EU eine "humanitäre Katastrophe" in dem Land verhindern, sagte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in ihrer Rede zur Lage der Union in Straßburg. Die zusätzlichen Mittel sind nach ihren Worten Teil eines umfassenden EU-Hilfspakets, das in den kommenden Wochen vorgestellt werden soll. Zuvor hatte die EU für das laufende Jahr bereits Hilfsgelder in Höhe von 200 Millionen Euro für Afghanistan zugesagt. Auch andere Länder hatten ihre Mittel aufgestockt. Bei einer internationalen Geberkonferenz in Genf am Montag kam den Vereinten Nationen zufolge insgesamt mehr als eine Milliarde Euro zusammen. Deutschland gehört mit einer Zusage von 100 Millionen Euro zu den größten Geldgebern.

9.45 Uhr: Ifo-Institut rechnet 2021 mit drei Prozent Inflation

Die Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland müssen sich in diesem Jahr auf eine Inflation von drei Prozent einstellen. Wichtigster Grund für den vergleichsweise starken Anstieg der Verbraucherpreise seien die niedrigen Preise im Vorjahr, erklärte das Ifo-Institut. "Vor allem die temporäre Mehrwertsteuersenkung in der zweiten Jahreshälfte 2020 und der Absturz der Energiepreise während der Coronakrise haben zu außergewöhnlich niedrigen Preisen im Jahr 2020 geführt", erklärte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser.

Für das Jahr 2022 rechneten die Experten mit einem Rückgang der Inflationsrate auf zwei bis 2,5 Prozent. "Die Sonderfaktoren werden mit Beginn des Jahres 2022 ausklingen, da die Mehrwertsteuersenkung ein Jahr zuvor wieder aufgehoben wurde und die Energiepreise ihr Vorkrisenniveau erreichten", erklärte Wollmershäuser.

9.26 Uhr: EU spendet 200 Millionen weitere Corona-Impfdosen für ärmere Länder

Die Europäische Union will 200 Millionen weitere Corona-Impfdosen für ärmere Länder spenden. Das kündigte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in ihrer zweiten Rede zur Lage der Union in Straßburg an. Von der Leyen sprach von einer "Investition in die Solidarität und einer Investition in die weltweite Gesundheit".

8.55 Uhr: Polizei in Baden-Württemberg schießt bewaffneten Angreifer nieder

Die Polizei in Baden-Württemberg hat einen bewaffneten Angreifer angeschossen und außer Gefecht gesetzt. Der 23-Jährige habe in der Nacht in einem Mehrfamilienhaus in Bammental im Rhein-Neckar-Kreis zwei Menschen durch Stiche schwer verletzt, erklärten die Beamten in Mannheim. Die hinzugerufene Polizei schoss ihn demnach an und verletzte ihn ebenfalls schwer. Bei der Festnahme des Manns seien zwei Stichwaffen beschlagnahmt worden, hieß es weiter. Die drei Verletzten seien nach notärztlicher Behandlung mit Rettungswagen in eine Klinik gebracht worden. Lebensgefahr bestehe nach ersten Erkenntnissen in keinem Fall. Die Hintergründe der Tat waren noch unklar. Die Ermittlungen übernahm die Kriminalpolizei in Heidelberg.

7.51 Uhr: Brandanschlag auf Impfzentrum im Vogtlandkreis

Im sächsischen Vogtlandkreis hat es nach Angaben der Polizei einen Brandanschlag auf ein Impfzentrum gegeben. Drei Unbekannte sollen am Dienstagabend Bierflaschen mit einer brennbaren Flüssigkeit auf das Gebäude in Treuen geworfen haben, wie die Polizei mitteilte. Es wurde den Angaben zufolge niemand verletzt, einen größeren Schaden gab es ebenfalls nicht. Laut Zeugen sollen die Täter in einer roten Limousine geflüchtet sein. Die Hintergründe der Tat sowie weitere Details waren zunächst nicht bekannt.

7.41 Uhr: 30 Verletzte nach Ausschreitungen bei Regionalliga-Spiel in Münster

Nach dem Regionalliga-Spiel des SC Preußen Münster gegen Rot-Weiss Essen sind bei Fan-Ausschreitungen 30 Menschen verletzt worden. Zu den Verletzten zählten auch mehrere eingesetzte Ordner, teilte die Polizei mit – einer von ihnen sei schwer verletzt worden. Auch sei ein Rentner von einer Treppe gestoßen und schwer verletzt worden. Es werde wegen gefährlicher Körperverletzung, Widerstands und Sachbeschädigung ermittelt.

Nach Angaben der Polizei waren 800 Fans von Rot-Weiss Essen zu dem Fußball-Spiel in Münster am Dienstagabend angereist. Nach dem Ende der Partie, die Essen durch ein spätes Tor mit 3:2 (0:2) gewann, seien Essener Ultras dann aus dem Gästeblock in Richtung von Fans der Heimmannschaft gestürmt. Nach Auseinandersetzungen im Stadion hätten Ultra-Gruppen beider Lager die Sportstätte schließlich verlassen – dann seien sie aber erneut aufeinander getroffen. Polizisten setzten den Angaben zufolge auch Pfefferspray ein, um weitere Ausschreitungen zu verhindern. 

7.09 Uhr: Neun Demokratieaktivisten in Hongkong zu monatelangen Haftstrafen verurteilt

In der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong sind neun Demokratie-Aktivisten zu monatelangen Haftstrafen verurteilt worden. Die Aktivisten erhielten Haftstrafen zwischen sechs und zehn Monaten, weil sie im vergangenen Jahr an Tiananmen-Mahnwachen zum Gedenken an die Niederschlagung der Proteste 1989 am Tiananmen-Platz in Peking teilgenommen hatten. Drei weitere Aktivisten wurden unter anderem wegen des Vorwurfs der Teilnahme an einer illegalen Kundgebung zu Bewährungstrafen verurteilt.

6.07 Uhr: Südkorea: Nordkorea setzt Raketentests fort – mindestens zwei Geschosse abgefeuert

Wenige Tage nach dem Test von Marschflugkörpern hat Nordkorea nach Angaben des südkoreanischen Militärs mindestens zwei ballistische Raketen ins offene Meer abgefeuert. Die Raketen seien im Zentralteil des Nachbarlandes gestartet worden und dann in Richtung Japanisches Meer (koreanisch: Ostmeer) geflogen, teilte Südkoreas Generalstab mit. Über den Typ der Raketen und ihre Flugweite lagen zunächst keine Angaben vor. Zusammen mit US-Behörden werde der jüngste Raketentest durch Nordkorea analysiert, hieß es.

Am vergangenen Wochenende hatte Nordkorea nach eigenen Angaben den neuartigen Typ eines Marschflugkörpers mit großer Reichweite getestet. Die Tests solcher Waffen unterliegen nicht den Sanktionen gegen das Land.

News von heute: SPD-General Klingbeil wirft Laschet und Union gezielte Verbreitung von Lügen vor

5.58 Uhr: Corona-Welle in China weitet sich aus

Die Delta-Variante des Coronavirus breitet sich in der südostchinesischen Provinz Fujian weiter aus. Wie die Behörden mitteilten, wurden in der Provinz 50 weitere Infektionen entdeckt. Seit dem Ausbruch der Delta-Variante am vergangenen Freitag gab es damit 152 Infizierte. In zwei Großstädten der Provinz, Putian und Xiamen, war daraufhin ein Lockdown angeordnet worden. 

Die chinesische Regierung verfolgt eine "Null-Covid-Strategie". Zuletzt hatte es jedoch trotz strenger Maßnahmen eine Häufung lokaler Ausbrüche der Delta-Variante gegeben. Der aktuelle Ausbruch hatte seinen Ursprung in Putian. Es wurde vermutet, dass ein Familienvater nach seiner Rückkehr aus Singapur das Virus eingeschleppt hat. Der Mann war am 4. August zurück nach China gereist, verbrachte 21 Tage in Quarantäne und war neun Mal negativ auf das Virus getestet worden. Am vergangenen Freitag fiel ein Test dann aber positiv aus.

5.53 Uhr: Prognosen: Kaliforniens Gouverneur Newsom hält sich im Amt

Der demokratische Gouverneur des US-Bundesstaates Kalifornien, Gavin Newsom, hat ein Abwahlverfahren Prognosen zufolge erfolgreich abgewehrt. Bei einer Sonderabstimmung votierte am Dienstag die Mehrheit der Wähler dafür, Newsom als Gouverneur im Amt zu halten, wie in der Nacht zu Mittwoch aus übereinstimmenden Vorhersagen der Fernsehsender CNN, ABC und NBC hervorging.

Eine Gruppe von Republikanern hatte das Abwahlverfahren gegen Newsom angestrengt. Der 53-Jährige wurde von konservativer Seite unter anderem wegen seiner liberalen Einwanderungspolitik und strikten Corona-Vorschriften kritisiert. Kalifornien ist eine Hochburg der Demokraten. Hätte Newsom tatsächlich seinen Posten vorzeitig verloren und wäre er durch einen Republikaner ersetzt worden, wäre das eine Sensation gewesen und ein Desaster für die Demokratische Partei. 

5 Uhr: Großflächige Unwetterwarnung in Frankreich – weiterer Regen erwartet

In Teilen Südfrankreichs werden erneut große Regenmassen erwartet, während die Aufräumarbeiten nach einem heftigen Unwetter am Vortag noch andauern. Es wurde eine Unwetterwarnung der zweithöchsten Stufe Orange für 13 Departements ausgesprochen. Im am Dienstag bereits betroffenen Departement Gard sollten alle Schulen geschlossen bleiben. Etliche Straßen waren blockiert und Ortskerne von Wasser überflutet. Ein Mensch wurde am Abend noch vermisst, ein von einem Blitzschlag getroffener Arbeiter wurde leicht verletzt.

Innenminister Gérald Darmanin hatte die betroffene Region am Abend aufgesucht und Unterstützung zugesichert. Zeitnah solle der Katastrophenfall festgestellt werden, dies hilft den Betroffenen unter anderem bei der Abwicklung von Schäden über die Versicherung.

4.45 Uhr: RKI registriert 12.455 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 77,9

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist etwas gefallen. Das Robert Koch-Institut gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Mittwochmorgen mit 77,9 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 81,1 gelegen, vor einer Woche bei 82,7. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 12.455 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 13.565 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 83 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 35 Todesfälle gewesen. 

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Dienstag mit 1,86 an (Freitag: 1,79). Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

4.38 Uhr: Entflohener Häftling stellt sich in Sydney nach 30 Jahren der Polizei

In Australien hat sich ein entflohener Häftling nach fast 30 Jahren der Polizei gestellt. Der heute 64-Jährige sei 1992 mithilfe einer Säge und eines Bolzenschneiders aus einem Gefängnis in Grafton im Nordosten des Bundesstaates New South Wales ausgebrochen, teilte die Polizei mit. Alle Versuche, den Flüchtigen ausfindig zu machen, seien damals gescheitert. Jetzt sei er überraschend bei den Behörden in Dee Why im Norden von Sydney vorstellig geworden. Was den Mann dazu bewog, sich nach fast drei Jahrzehnten zu ergeben, war zunächst unklar.

Der damals 35-Jährige war wegen des Anbaus einer verbotenen Pflanze in zwei Fällen zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Nach gut einem Jahr türmte er aus der Haftanstalt. Seither soll er lokalen Medienberichten zufolge in einem Vorort von Sydney gelebt haben. Ihm wird nun Flucht aus der rechtmäßigen Haft vorgeworfen. Ein Gericht lehnte am Dienstag eine Freilassung auf Kaution für den Mann ab. Am 28. September soll er erneut vor Gericht erscheinen.

4.00 Uhr: Söder lässt Gender-Sprachleitfäden an Unis überprüfen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) lässt die Leitfäden der Hochschulen zur sprachlichen Gleichbehandlung der Geschlechter überprüfen. Zwar sollten alle darauf achten, Sensibilität und Respekt in der Sprache zu zeigen, sagte Söder der "Augsburger Allgemeinen". "Es geht aber nicht, dass Sprache am Ende verordnet wird. Es kann nicht sein, dass wir eine Art Gendergesetz oder Genderstrafzettel bekommen."

Daher könne es auch nicht sein, dass Studierende möglicherweise eine schlechtere Bewertung bekämen, nur weil sie keine Gendersternchen verwendeten. Er habe deshalb Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) um eine Überprüfung gebeten. An etlichen Hochschulen in Deutschland sind Leitfäden zur gendergerechten Sprache seit vielen Jahren etabliert. So sollen Frauen und Männer gleichermaßen angesprochen und Frauen sprachlich sichtbar gemacht werden.

3.50 Uhr: Meissener Porzellan-Sammlung in New York für Millionen versteigert

Eine umfangreiche Sammlung von Meissener Porzellan ist in New York für mehr als 15 Millionen Dollar (etwa 13 Millionen Euro) versteigert worden. Das sei mehr als fünfmal so viel wie zuvor erwartet, teilte das Auktionshaus Sotheby's am Dienstag mit.

Die rund 100 Stücke stammen aus dem frühen 18. Jahrhundert. Sie wurden von Franz und Margarethe Oppenheimer gesammelt, bevor das Paar vor den Nationalsozialisten aus Deutschland fliehen musste. Ihre Porzellan-Sammlung wechselte danach mehrfach den Besitzer und landete schließlich in niederländischen Kunstmuseen, bevor sie dieses Jahr an die Erben des Paares zurückgegeben wurde.

3.27 Uhr: Mutmaßlicher Mafia-Boss in New York festgenommen

Der mutmaßliche Boss einer der ältesten italienischen Mafia-Familien in New York ist am Dienstag zusammen mit mehreren weiteren Mitgliedern festgenommen worden. Wie aus der bei einem Bundesgericht eingereichten Anklageschrift hervorgeht, werden ihnen unter anderem Erpressung und Geldwäsche vorgeworfen. Beschuldigt sind zehn Mitglieder der Colombo-Familie. 

Chef der Familie ist mutmaßlich der 87-jährige Andrew "Mush" Russo. Unter den Angeklagten sind außerdem seine Nummer zwei, der 83-jährige Benjamin Castellazzo sowie sein Berater Ralph DiMatteo. Sie sollen laut der Vorwürfe versucht haben, eine Gewerkschaft zu unterwandern und die Kontrolle über sie zu übernehmen. Russo wurde bereits in sieben Fällen wegen Verbrechen verurteilt und war zuletzt 2013 aus der Haft entlassen worden. 

2.30 Uhr: Bewaffnete entführen rund 20 Migranten aus mexikanischem Hotel

Rund 20 Migranten sind aus einem Hotel in Mexiko entführt worden. Bewaffnete Männer fuhren nach Zeugenaussagen in drei Transportern am frühen Dienstagmorgen (Ortszeit) zum Zeitpunkt eines Schichtwechsels vor dem Hotel in der Stadt Matehuala vor, wie die Generalstaatsanwaltschaft des zentralmexikanischen Bundesstaates San Luis Potosí mitteilte. Sie richteten demnach Schäden in den Zimmern an und nahmen mehrere Gäste mit, bei denen es sich vermutlich um Männer und Frauen aus Haiti und Venezuela handelte. Einige Details waren den Angaben zufolge unklar, da auch das Gästeregister mitgenommen worden sei.

0.47 Uhr: Empörung über Tötung von mehr als 1400 Delfinen auf Färöer-Inseln

Die Tötung hunderter Delfine bei einer Jagd auf den Färöer-Inseln hat online und bei Umweltschützern für Empörung gesorgt. Die autonome Regierung der zu Dänemark gehörenden Inseln verteidigte am Dienstag die als "Grindadrap" bezeichnete traditionelle Jagdpraxis, die "gut organisiert und vollkommen reguliert" sei. Jäger hatten binnen eines Tages mehr als 1400 Delfine in einen Fjord getrieben und anschließend getötet. 

"Zweifellos ist die Waljagd auf den Färöer-Inseln ein dramatischer Anblick für Menschen, die mit der Jagd und dem Schlachten von Säugetieren nicht vertraut sind", sagte ein Regierungssprecher der Nachrichtenagentur AFP. Normalerweise würden beim "Grindadrap" Grindwale und nicht Delfine gejagt. Dass bei dieser Jagd so viele Delfine getötet wurden, sei ungewöhnlich, sagte ein lokaler Fernsehjournalist. Fotos der blutigen Kadaver am Strand lösten in Online-Netzwerken Empörung aus. Die Umweltschutzorganisation Sea Shepherd bezeichnete die Praxis als "barbarisch". 

0.02 Uhr: Neue Corona-Kriterien und Impfstatus-Auskunft in Kraft getreten

Für den Kampf gegen die Corona-Pandemie im Herbst und Winter sind mehrere Neuregelungen in Kraft getreten. Dabei geht es unter anderem um Bewertungskriterien der Pandemielage und Auskünfte zum Impfstatus von Beschäftigten. Sie waren am Dienstag im Bundesgesetzblatt verkündet worden.

Wesentliche Messlatte zur Lage-Einschätzung soll demnach die Zahl der Corona-Patienten in den Kliniken sein. Diese soll die bisherige Orientierung an den Infektionszahlen ablösen, die angesichts der Impfungen nicht mehr als so aussagekräftig gelten. Berücksichtigt werden sollen aber auch "weitere Indikatoren". Die Länder sollen dann jeweils festlegen können, wo kritische Schwellen liegen, ab denen weitergehende Alltagsbeschränkungen greifen.

Zudem sollen Beschäftigte in Kitas, Schulen und Pflegeheimen für die Zeit der Krise vom Arbeitgeber gefragt werden können, ob sie geimpft sind.

0.01 Uhr: Ehemaliger Drogenbaron in Mexiko zu 28 Jahren Haft verurteilt

Ein Gericht in Mexiko hat den ehemaligen Drogenbaron Vicente Carrillo Fuentes zu einer 28-jährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Der 58-Jährige müsse wegen Drogendelikten, Geldwäsche und des Hortens von Schusswaffen ins Gefängnis, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Fuentes, auch bekannt als "El Viceroy", hatte mit dem Juárez-Kartell eines der führenden Drogenkartelle des Landes geleitet. Er war 2014 im nordmexikanischen Bundesstaat Coahuila wegen organisierten Verbrechens und Drogenhandels festgenommen worden. 

mad / rw DPA AFP

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