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News von heute Berliner Staatsanwaltschaft rechnet nicht mit Auslieferung Hildmanns aus Türkei

Attila Hildmann
Attila Hildmann
© Bernd von Jutrczenka / DPA
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker:

18.19 Uhr: Insassen zweier russischer Straflager im Hungerstreik

In Russland sind mehrere Insassen zweier russischer Straflager aus Protest gegen massive Gewalt in der Haft in den Hungerstreik getreten. "Diese Häftlinge protestieren gegen Folter, wiederholte Demütigungen und Vergewaltigungsdrohungen", sagte Wladimir Ossetschkin, Leiter der auf die Rechte russischer Häftlinge spezialisierten Organisation Gulagu.net, der Nachrichtenagentur AFP. Die Strafvollzugsbehörden bestätigten, dass einige Häftlinge in den Regionen Irkutsk und Uljanowsk die Nahrungsaufnahme verweigern. In einer Haftanstalt in Nowouljanowsk seien zwölf Häftlinge in den Hungerstreik getreten, in der Kolonie Nr. 2 im nördlich von Irkutsk gelegenen Angarsk fünf, teilten die Behörden mit. Ossetschkin sprach hingegen von rund 20 Gefangenen in Angarsk, die seit dem 10. September nichts mehr essen.

18.11 Uhr: Mehr als jeder Dritte hat privat oder im Job Impf-Streit erlebt

Die Impfung gegen das Coronavirus ist ein Thema, das im Job und auch im privaten Umfeld manchmal zu Konflikten führt. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov hat das mehr als jeder Dritte (37 Prozent) schon persönlich erlebt. Rund 15 Prozent der Befragten gaben an, in ihrer Familie sei über die Impfung gestritten worden. Zwölf Prozent der Deutschen ab 18 Jahren haben einen solchen Streit am Arbeitsplatz erlebt - allerdings ist dabei zu berücksichtigen, dass ein Teil der Beschäftigten derzeit ohnehin im Home Office arbeitet. 23 Prozent der Teilnehmer der repräsentativen Umfrage unter Wahlberechtigten gaben an, in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis habe es schon Streit um die Impfung gegeben. Bei der Beantwortung der Frage waren Mehrfachnennungen möglich.

17.11 Uhr: Spahn will Gratis-Tests für 12- bis 17-Jährige noch bis Jahresende

Kinder von 12 bis 17 Jahren und Schwangere sollen nach Plänen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn noch "bis Ende des Jahres" kostenlose Corona-Schnelltests bekommen können. "Für beide Gruppen ist die Impf-Empfehlung erst kürzlich gekommen", sagte der CDU-Politiker der "Welt". Sie hätten daher in diesen Wochen die Chance, sich impfen zu lassen. Geregelt werden soll dies in einer neuen Testverordnung, die einen Bund-Länder-Beschluss umsetzt.

16.57 Uhr: Berliner Staatsanwaltschaft rechnet nicht mit Auslieferung Hildmanns aus Türkei

Die Berliner Staatsanwaltschaft rechnet nicht mit einer Auslieferung des Verschwörungsideologen Attila Hildmann aus der Türkei. Da er neben der deutschen auch die türkische Staatsangehörigkeit besitze, müsse davon ausgegangen werden, dass die türkischen Behörden ihn weder festnehmen noch ausliefern würden, erklärte die Behörde. Hildmann wird mit einem internationalen Haftbefehl gesucht, konnte bislang aber nicht festgenommen werden.

16.54 Uhr: Im ARD-Deutschlandtrend schrumpft SPD-Vorsprung leicht

Gut eine Woche vor der Bundestagswahl ist der Vorsprung der SPD vor der Union laut ARD-Deutschlandtrend leicht geschmolzen. Der am Donnerstag veröffentlichten Umfrage von Infratest dimap zufolge verbessern sich die Sozialdemokraten im Vergleich zur vorvergangenen Woche zwar um einen Punkt auf 26 Prozent - doch im gleichen Zeitraum kletterten CDU und CSU von 20 auf 22 Prozent. Die Grünen fielen um einen Punkt auf 15 Prozent zurück, und auch FDP und AfD mussten leichte Verluste hinnehmen: Sie liegen gleichauf bei 11 Prozent. Die Linke verharrt bei einem Stimmenanteil von 6 Prozent.

16.11 Uhr: Von Polizei angeschossener Angreifer wird in Psychiatrie untergebracht

Ein in der Nacht zum Mittwoch in Baden-Württemberg von der Polizei niedergeschossener bewaffneter Angreifer kommt in die Psychiatrie. Die Staatsanwaltschaft Heidelberg erließ einen Unterbringungsbefehl, wie die Behörde und die Polizei Mannheim am Donnerstag mitteilten. gegen den 23-Jährigen bestehe der Verdacht des versuchten Totschlags. Zum Tatzeitpunkt soll der Mann schuldunfähig oder vermindert schuldfähig gewesen sein.

16.09 Uhr: Linke – Nato-Austritt nicht Bedingung für Koalition

Die Spitzenkandidaten der Linken, Dietmar Bartsch und Janine Wissler, schlagen beim Streitthema Nato weichere Töne an. "Wir werden nach der Wahl sicher nicht sagen: Bevor wir überhaupt sondieren, muss Deutschland aus der Nato austreten. So funktioniert Politik nicht", sagte Bartsch in einem Interview mit dem Portal Web.de. Die Linke fordere nicht den Austritt Deutschlands aus der Nato und mache diesen nicht zur Bedingung für eine Koalition, sagte Wissler am Donnerstag im Inforadio des RBB.

15.58 Uhr: Lesbische Mutter diskriminiert - Polen in Straßburg verurteilt

Eine lesbische Frau, der das Sorgerecht für ihr Kind entzogen wurde, hat ihr Heimatland Polen erfolgreich vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verklagt. Die sexuelle Orientierung der Frau sei bei dem Sorgerechtsstreit durchgehend thematisiert worden, erklärte das Straßburger Gericht am Donnerstag (Az. 20741/10). Die polnischen Richter hätten die Frau wegen ihrer Beziehung zu einer anderen Frau diskriminiert und ihr Recht auf Privatleben verletzt. Polen muss nun 10 000 Euro Entschädigung an die Frau zahlen. Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig.

15.57 Uhr: Eisrückgang in der Arktis in diesem Sommer relativ moderat ausgefallen

Der sommerliche Rückgang des Meereises rund um den Nordpol ist in diesem Jahr vergleichsweise moderat ausgefallen. Wie das Alfred-Wegener-Institut (AWI) am Donnerstag in Bremerhaven mitteilte, wurde das sogenannte Meereisminimum am vergangenen Sonntag mit rund 4,81 Millionen Quadratkilometern erreicht. Das sei weit entfernt vom bisherigen Negativrekord mit 3,27 Millionen Quadratkilometern im Jahr 2012. Das Ausdehnung des arktischen Meereises zum Ende des Polarsommers gilt laut AWI als ein Indikator für den Klimawandel.

15.38 Uhr: Tötung von schwangerer 17-Jähriger in Graz – Freund gesteht

Rund zwei Monate nach der Tötung einer 17-jährigen Schwangeren in Österreich hat ihr Freund ein Geständnis abgelegt. Behörden bestätigten am Donnerstag entsprechende Medienberichte. Der 19-Jährige habe zugegeben, die junge Frau in ihrer Wohnung im steirischen Graz gewürgt und mit einer Schere in den Hals gestochen zu haben. Eine Tötungsabsicht bestritt er aber. "Er kann sich an das meiste nicht erinnern", so ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Graz. Ein Motiv nannte der Vater des ungeborenen Kindes nicht. Die junge Frau soll ihm während eines Streits im Juli die Halskette heruntergerissen haben. Danach setze seine Erinnerung aus, hieß es. Bisher hatte der Verdächtige behauptet, seine Freundin habe noch gelebt, als er die Wohnung verlassen habe.

15.33 Uhr: Boateng akzeptiert Urteil nicht - Berufung eingelegt

Ex-Nationalspieler Jérôme Boateng akzeptiert seine Verurteilung wegen Körperverletzung nicht und geht gegen die Entscheidung des Amtsgerichts München vor. Sein neuer Anwalt habe Berufung eingelegt, sagte ein Sprecher des Amtsgerichts München am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Auch die Staatsanwaltschaft und die Nebenklage legten den Angaben zufolge Rechtsmittel ein. Damit wird die nächste Instanz, das Landgericht München I, erneut über den Fall verhandeln müssen.

15.04: Supermarktkette Marks & Spencer schließt Filialen in Frankreich wegen Lieferproblemen

Die britische Supermarktkette Marks & Spencer will wegen Lieferschwierigkeiten aus dem Mutterland mehr als die Hälfte ihrer Filialen in Frankreich schließen. Betroffen seien elf der insgesamt 20 Läden, erklärte der Lebensmittel- und Textilkonzern am Donnerstag. Der "langwierige und komplexe Exportprozess" nach dem Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU schränke das Angebot "signifikant" ein. Geschlossen werden sollen demnach bis Jahresende alle elf Filialen, die Marks & Spencer gemeinsam mit seinem französischen Partner SFH betreibt; sie befinden sich vor allem in Paris. Die übrigen neun Filialen, die gemeinsam mit Lagarde Travel Retail in Flughäfen und Bahnhöfen betrieben werden, sollen hingegen geöffnet bleiben. 

14.48 Uhr: Beirut: Haftbefehl gegen libanesischen Ex-Minister wegen Explosionskatastrophe

Weil er nicht zu einer Vernehmung wegen der Explosionskatastrophe im Hafen von Beirut erschienen ist, ist im Libanon Haftbefehl gegen einen früheren Minister ausgestellt worden. Untersuchungsrichter Tarek Bitar habe "einen Haftbefehl wegen Abwesenheit gegen den früheren Verkehrs- und Bauminister Jussef Fenianos ausgestellt", hieß es aus Justizkreisen in Beirut. Bei der Explosion im Hafen von Beirut waren im August vergangenen Jahres mehr als 200 Menschen ums Leben gekommen, ganze Stadtteile wurden dem Erdboden gleich gemacht.

Die juristische Aufarbeitung der Katastrophe stockt. Bislang wurde noch niemand für das Unglück vor Gericht gestellt. Zuletzt hatten 145 libanesische und internationale Nichtregierungsorganisationen sowie Überlebende und Anhörige von Opfern eine internationale Untersuchung verlangt.

14.53 Uhr: Krankschreibung per Telefon bei Erkältungen bis Jahresende möglich

Angesichts der weiter angespannten Corona-Lage bleiben Krankschreibungen wegen leichter Erkältungsbeschwerden bis Jahresende auch telefonisch und ohne Besuch einer Arztpraxis möglich. Die Sonderregelung wird nochmals um drei Monate bis 31. Dezember verlängert, wie der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken beschloss. Dies solle wegen der leichter übertragbaren Delta-Virusvariante und langsam voranschreitender Impfungen weiterhin helfen, Kontakte zu vermeiden und Infektionsrisiken zu minimieren.

14.50 Uhr: Deutsche Umwelthilfe geht weiter juristisch gegen Nordstream 2 vor

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) geht weiter juristisch gegen die Inbetriebnahme der umstrittenen Ostseepipeline Nord Stream 2 vor. Wie die Umweltorganisation mitteilte, legte sie Einspruch gegen die Entscheidung des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) ein, die Bau- und Betriebsgenehmigung von Nord Stream 2 nicht erneut zu überprüfen. Bereits im Juni hatte die DUH unter Verweis auf das Klimaurteil des Bundesverfassungsgerichts eine erneute Überprüfung des Projekts beantragt.

14.43 Uhr: Rendsburger Frauenmörder zu lebenslanger Haft verurteilt

Für den Mord an zwei Frauen in Rendsburg ist ein 41-Jähriger zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Kieler Landgericht sah es als erwiesen an, dass der Mann im August 2018 zunächst eine 26-jährige Frau aus Geesthacht und im September 2020 eine 40-Jährige ermordete. Zusätzlich stellte das Gericht die besondere Schwere der Schuld fest und ordnete Sicherungsverwahrung an. Damit ist eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren rechtlich zwar möglich, in der Praxis aber so gut wie ausgeschlossen.

14.23 Uhr: Spürhunde sollen bei Konzertreihe Corona-Infektionen erschnüffeln

Erstmals in Deutschland sollen Corona-Spürhunde im Praxiseinsatz eine Konzertreihe für ein Forschungsprojekt in Hannover sicherer machen. Ziel sei, "Gefährdungspotenziale herunterzudampfen" – und herauszufinden, ob der Einsatz der Hunde eine Option sei, sagte Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler. "Es gibt weltweit Interesse an dem Projekt", betonte der CDU-Politiker. Holger Volk, Leiter der Klinik für Kleintiere an der Tierärztlichen Hochschule Hannover, sprach von weltweit 26 Studien, die alle ergeben hätten, dass Hunde Corona-Infektionen erschnüffeln könnten.

Bereits im Sommer 2020 hatte ein Forscherteam unter Leitung der Tierärztlichen Hochschule eine Studie veröffentlicht, für die acht Spürhunde der Bundeswehr auf Sars-CoV-2 trainiert worden waren. Schon nach achttägigem Training konnten die Hunde von 1012 Speichel- oder Atemwegssekret-Proben 94 Prozent korrekt identifizieren. Es sei die erste Studie überhaupt gewesen, erklärte Volk. Etwa in Helsinki und Dubai kamen Corona-Spürhunde aber schon am Flughafen zum Einsatz.

14.10 Uhr: Hassbotschaften an Tafel – Hunderte Schüler müssen heim

Weil Hassbotschaften an zwei Tagen hintereinander an Tafeln standen, mussten Hunderte Schüler in München gleich in der ersten Schulwoche wieder nach Hause. Das Gymnasium habe sowohl Mittwoch als auch Donnerstag Sprüche mit Drohungen gegen Lehrer gemeldet, sagte ein Polizeisprecher. Die Schulleitung des Luisengymnasiums habe daraufhin am Donnerstag den Unterricht für alle beendet, die Schüler sollten abgeholt werden.

14.05 Uhr: Regierung in in Simbabwe: Ohne Corona-Impfung kein Lohn

Inmitten der Corona-Pandemie streicht die Regierung des südafrikanischen Staates Simbabwe Impfverweigerern unter seinen Staatsbediensteten künftig den Lohn. Der zuständige Leiter des rund 300.000 Mitarbeiter starken öffentlichen Dienstes bestätigte in einem Rundschreiben entsprechende Ankündigungen von Justizminister Ziyambi Ziyambi. "In Übereinstimmung mit dem Kabinettsbeschluss werden alle Staatsdiener unverzüglich geimpft; nicht geimpften Mitarbeitern wird nicht erlaubt, sich zur Arbeit zu melden", heißt es in dem Schreiben von Jonathan Wutawunashe. Wer nicht geimpft sei, müsse zu Hause bleiben.

13.57 Uhr: Frankreich stellt 3000 ungeimpfte Pflegekräfte frei

Einen Tag nach Inkrafttreten der Impfpflicht für Pflege- und Rettungskräfte sind in Frankreich etwa 3000 Nicht-Geimpfte vom Dienst frei gestellt worden. Mehrere Dutzend Mitarbeiter hätten zudem gekündigt, sagte Gesundheitsminister Olivier Véran dem Sender RTL. Einschränkungen für Patienten seien nicht zu befürchten.

Insgesamt seien 2,7 Millionen Menschen von der Impfpflicht betroffen, sagte Véran. Dazu zählen etwa das Personal von Krankenhäusern, Pflegeheimen und Feuerwehrleute. Sie müssen seit Mittwoch mindestens einmal und von Mitte Oktober an doppelt geimpft sein. Anderenfalls wird ihr Vertrag suspendiert, die Gehaltszahlung bleibt aus.

13.45 Uhr: Wahlumfrage: SPD deutlich vor der Union

Im Wahlkampf-Endspurt hat die SPD einer Umfrage zufolge den Vorsprung auf CDU und CSU wieder ausgebaut. Das geht aus einer repräsentativen Befragung des Meinungsforschungsinstituts Kantar für das Magazin "Focus" hervor. Nach den veröffentlichten Zahlen verbessert sich die SPD im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt auf 26 Prozent, während die Union auf 20 Prozent (-1) abrutscht. Die Grünen verharren bei 17 Prozent, die AfD steht unverändert bei 12 Prozent, und die Linke kommt unverändert auf 6 Prozent. Die FDP verliert genauso wie die Union einen Punkt und fällt auf 11 Prozent zurück.

13.40 Uhr: Infektionsmediziner: Schulen "uneingeschränkt" offen halten

Experten für Infektionskrankheiten bei Kindern und Krankenhaushygiene-Fachleute haben dazu aufgerufen, Schulen und Kitas für Kinder unter zwölf Jahren "uneingeschränkt und unabhängig von der regionalen Inzidenz im Regelbetrieb" offen zu halten. Das gelte auch für alle anderen Bereiche des sozialen Lebens, wie Jugendarbeit, Sportvereine, Musikschulen oder Schwimmkurse, heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) und der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI).

13.30 Uhr: Brite darf nach Brexit nicht bei Bezirksverordnetenwahl in Berlin antreten

Ein in Berlin lebender Brite darf wegen des Brexits nicht als Kandidat zur Wahl einer Bezirksverordnetenversammlung am 26. September antreten. Das aktive und passive Kommunalwahlrecht stehe nur Staatsangehörigen eines Mitgliedsstaats der Europäischen Union zu, entschied der Berliner Verfassungsgerichtshof. Denn diese besitzen demnach zugleich die Unionsbürgerschaft nach den Europäischen Verträgen. Wegen der Verknüpfung zwischen Unionsbürgerschaft und Staatsangehörigkeit eines Mitgliedsstaats verlor der Mann mit dem Brexit automatisch seine Unionsbürgerschaft. Aus dem Grund darf er nicht wählen oder selbst gewählt werden.

13.20 Uhr: Bundesamt für Strahlenschutz warnt vor radioaktiv belasteten Pilzen

Das Bundesamt für Strahlenschutz warnt Sammler vor radioaktiv belasteten Pilzen in Wäldern. Vor allem in Süddeutschland wiesen einige Pilzarten stark erhöhte Mengen des Isotops Cäsium-137 auf, heißt es im aktuellen Pilzbericht, über den das BfS jetzt informierte. "Das radioaktive Cäsium stammt noch immer aus dem Reaktorunfall in Tschernobyl vor 35 Jahren", erklärte Präsidentin Inge Paulini. "Gelegentlich auch höher belastete Pilze zu verzehren, ist zwar nicht verboten. Dennoch sollte man sich über die üblicherweise stärker belasteten Pilzarten informieren und sie im Wald stehen lassen."

Hohe Cäsium-Werte seien unter anderem bei Maronenröhrlingen, gelbstieligen Trompetenpfifferlingen und verschiedenen Schnecklingsarten gemessen worden, hieß es. Unbedenklich seien etwa der Blutende Wald- sowie Zuchtchampignons. Die Belastung sei in den letzten Jahren zurückgegangen. Vereinzelt würden aber weiterhin Werte von 4000 Becquerel gemessen. Zum Vergleich: Der Grenzwert für Pilze im Handel liegt bei 600 Becquerel.

12.52 Uhr: Laut Ermittlern "Konkrete Gefährdung" an Hagener Synagoge verhindert

Durch den Polizeieinsatz an einer Synagoge in Hagen ist nach Angaben der Ermittlern eine "konkrete Gefährdung" verhindert worden. Wie die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf und die Polizei Dortmund gemeinsam mitteilten, wird wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat ermittelt. Ein 16-Jähriger aus Hagen wurde im Zusammenhang mit der Gefährdungslage festgenommen.

12.50 Uhr: Razzia in rechtsextremem Treff in Hessen nach Verteilung volksverhetzender Flyer

Wegen Flyern mit volksverhetzenden Inhalten über Menschen mit dunkler Hautfarbe sind Polizei und Staatsanwaltschaft in Hessen zu einer Razzia in einem überregional bekannten Treff der rechtsextremen Szene ausgerückt. Verdächtig ist ein 66-Jähriger aus Nordhessen, wie die Polizei in Kassel mitteilte. Er stehe im Impressum und werde verdächtigt, den Flyer online an an eine unbekannte Zahl an Menschen verschickt zu haben. 

Bei der Anschrift des Mannes in Oberweser-Gieselwerder handle es sich um einen überregional bekannten Treffpunkt für Rechtsextremisten. Die Beamten beschlagnahmten Computer, Speichermedien und Waffen. Laut Polizei fand die Razzia bereits am vergangenen Freitag statt. Neben dem Vorwurf der Volksverhetzung werde nun ein Verstoß gegen das Waffengesetz geprüft. 

12.48 Uhr: Crystal Meth in Berlin: Bislang größter Drogenfund

Die bislang größte Menge der gefährlichen Droge Crystal Meth in Berlin ist vom Zoll beschlagnahmt worden. 18,1 Kilogramm des synthetischen Rauschgifts sowie knapp 30 Kilo Kokain und rund 47 Kilo Ecstasy fand die Zollfahndung am Dienstag bei Durchsuchungen und der Festnahme einer dreiköpfigen Dealerbande, wie mitgeteilt wurde. Vertreter von Zoll und Staatsanwaltschaft sprachen von einem herausragenden Drogenfund mit einem Straßenverkaufswert von rund vier Millionen Euro sowie einem empfindlichen Schlag gegen den Rauschgifthandel.

12.43 Uhr: Landtagssitzung in Magdeburg nochmals unterbrochen

Nach der erneuten Wahl von Reiner Haseloff zum Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt hat der Landtag in Magdeburg seine Sitzung unterbrochen. Sie soll am frühen Nachmittag mit der Vereidigung der vier Minister und fünf Ministerinnen fortgesetzt werden. Die CDU stellt neben dem Regierungschef sieben Ministerinnen und Minister. Die SPD besetzt zwei Ministerposten, die FDP einen.

12.36 Uhr: 4200 Minibeben: Kanareninsel La Palma befürchtet Vulkanausbruch

Auf der zu den Kanaren gehörenden Insel La Palma wird nach Tausenden kleinen Erdstößen während der vergangenen Tage ein Vulkanausbruch nicht mehr ausgeschlossen. Die Behörden der zu Spanien gehörenden Insel aktivierten die Alarmstufe gelb eines Notfallplans und damit die zweite von vier Stufen, wie die Zeitung "El País" berichtete. Die Menschen im Süden der kleinen Insel mit rund 83.000 Einwohnern sollten leichtes Gepäck mit ihrem Handy, wichtigen Dokumenten und eventuell benötigten Medikamenten vorbereiten und auf die Mitteilungen der Behörden achten.

12.34 Uhr: Mann in Russland tötet Familie und greift Polizeiwache an

Ein Mann hat in Russland eine dreiköpfige Familie getötet, anschließend eine Polizeiwache attackiert und ist geflohen. Den Gewaltverbrechen sei nach ersten Erkenntnissen ein "alltäglicher Konflikt" zwischen dem Mann und der ihm bekannten Familie vorausgegangen, teilten die Ermittler in der südrussischen Region Woronesch mit. Anschließend habe er an einer nahe gelegenen Polizeiwache einen Sprengsatz gezündet und so deren Eingangstür zerstört. Durch die Explosion sei ein Mitarbeiter der Wache verletzt worden. Die Behörden fahndeten nach dem Angreifer.

12.30 Uhr: Taliban-Vizechef dementiert Gerüchte über eigenen Tod

Taliban-Vizechef Mullah Abdul Ghani Baradar hat Berichte über seinen eigenen Tod oder eine schwere Verletzung dementiert. "Gott sei Dank geht es mir gut und ich bin gesund", sagte der Vizechef der militanten Islamisten in einem Interview mit dem afghanischen Staatssender RTA, das auch auf Twitter veröffentlicht wurde. Spekulationen über Machtkämpfe innerhalb der Riege der neuen Machthaber in Kabul wies er ebenfalls zurück. Medien hatten vergangene Woche spekuliert, dass Baradar, der in der neuen Taliban-Regierung auch stellvertretender Regierungschef ist, bei einem internen Streit getötet worden sei.

12.15 Uhr: Niedersächsisches Gericht bestätigt Maskenpflicht

Das niedersächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) hat Klagen gegen die Maskenpflicht in geschlossenen Räumen und in Schulen vorerst abgelehnt. Das Tragen medizinischer Masken sei in geschlossenen Räumen und an belebten Orten mit häufigen Besucherwechseln nach derzeitigem Stand noch eine "notwendige Infektionsschutzmaßnahme", urteilte das Gericht nach eigenen Angaben in mehreren Normenkontrollverfahren. Auch für Geimpfte und Genesene sei die Pflicht zum gegenwärtigen Zeitpunkt weiter erforderlich. Wie das Gericht weiter ausführte, sind Corona-Infektionen auch bei Geimpften und Genesenen nicht ausgeschlossen.

12.06 Uhr: Frankfurt statt Chicago: Reifenpanne zwingt Flugzeug zur Umkehr

Wegen eines defekten Reifens hat eine in München gestartete Lufthansa-Maschine ihren Flug ins US-amerikanische Chicago abgebrochen und ist auf dem Frankfurter Airport gelandet. Der Airbus 350 sei auf dem Weg dorthin zwischenzeitlich tief über dem Flughafen in Köln geflogen, damit vom Boden aus der Reifen inspiziert werden konnte, teilte eine Lufthansa-Sprecherinmit. Das sei ein in solchen Fällen übliches Verfahren. Der Flieger mit rund 190 Menschen an Bord setzte demnach sicher in Frankfurt auf. Über den Vorfall vom Mittwoch hatten zuvor mehrere Medien berichtet.

12.01 Uhr: China knackt Milliardenmarke bei Corona-Impfungen

In China ist nach Angaben der Behörden inzwischen eine Milliarde Menschen vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Insgesamt seien in der Volksrepublik mit ihren 1,4 Milliarden Einwohnern 2,16 Milliarden Impfdosen gespritzt worden, erklärte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Peking. Bei der Impfkampagne werden nur einheimische Vakzine genutzt.

12.00 Uhr: Nach Brand in Anlage: Strompreise in Großbritannien stark gestiegen

Nach einem Brand in einem britischen Stromverteilzentrum sind die Preise für Elektrizität im Vereinigten Königreich drastisch gestiegen. Der Preis für eine Megawattstunde schnellte um knapp 20 Prozent auf 475 Pfund (rund 557 Euro) hinauf, wie die BBC berichtete. Das Feuer in einer Anlage des Netzwerkbetreibers National Grid in der Grafschaft Kent hatte am Tag zuvor den Betrieb einer als Interkonnektor bezeichneten unterseeischen Stromleitung aus Frankreich unmöglich gemacht. Dadurch würden bis Ende März kommenden Jahres 1000 Megawattstunden an Kapazität fehlen, teilte National Grid mit. Eine zweite Leitung sei aber ohne Einschränkungen im Betrieb, hieß es weiter.

11.53 Uhr: EU-Behörde meldet Spitzenwert bei Asylanträgen seit Pandemiebeginn

In der Europäischen Union sowie Norwegen und der Schweiz wurden im Juli rund 45.000 Asylanträge gestellt und damit so viele wie noch nie seit dem Ausbruch der Corona-Krise. Diese vorläufigen Daten teilte die EU-Asylagentur Easo mit. Im Juni hatten noch rund 40.600 Menschen Schutzstatus beantragt. Die in Malta ansässige Behörde rechnete vor, dass vor allem Anträge aus Afghanistan zunahmen. In dem Monat schon vor dem Fall des Landes an die radikal-islamistischen Taliban und den dramatischen Wochen mit den Evakuierungen waren es demnach rund 7300; im Juni hatten noch 6000 Afghanistan in der EU, Norwegen und der Schweiz Anträge auf Asyl gestellt. ie meisten Anträge kommen weiterhin aus Syrien (rund 8500).

11.50 Uhr: Kinderpornographie vermittelt: Mann in USA zu 27 Jahren Haft verurteilt

Ein 36-Jähriger ist in den USA wegen des Vermittelns von Kinderpornografie im Darknet – einem anonymen, verschlüsselten Teil des Internets – zu 27 Jahren Haft mit anschließender lebenslanger Überwachung verurteilt worden. Der Mann namens Eric Eoin Marques sei einer der größten Vermittler von Kinderpornografie in der Welt gewesen, teilte die US-Justiz im Bundesstaat Maryland mit. Über die von ihm betriebene Plattform seien Millionen von Fotos und Videos bereitgestellt worden. Viele zeigten "sadistischen Missbrauch" an Kindern.

11.45 Uhr: Weniger verkaufte Autos in Europa wegen Lieferengpässen

Die Autohersteller in Europa haben trotz hoher Nachfrage im August fast ein Fünftel weniger Neuwagen verkauft als im Vorjahresmonat. Grund seien die Lieferengpässe bei Halbleitern, sie führten zu Produktionsausfällen, erklärte die Unternehmensberatung EY. Die Hersteller könnten die derzeit hohe Nachfrage nicht bedienen. Verglichen mit August 2019 – also vor der Corona-Krise - ergab sich laut EY ein noch größeres Minus von 34 Prozent. Der deutsche Neuwagenmarkt verzeichnete demnach einen Rückgang von 23 Prozent.

11.30 Uhr: Wegen Corona-Leugnung: Youtube sperrt Kanal von rumänischem Senat

Wegen Äußerungen der rumänischen Senatorin und Corona-Leugnerin Diana Sosoaca hat das Portal Youtube vorübergehend den offiziellen Videokanal des rumänischen Senats gesperrt. Das berichtete die rumänische Internet-Zeitung "g4media.ro" unter Berufung auf die Senatspräsidentin Anca Dragu. Sosoaca wirbt seit Ausbruch der Corona-Pandemie kontinuierlich im Plenum der oberen Parlamentskammer (Senat) und bei anderen öffentlichen Auftritten gegen das Tragen von Mund-Nasen-Schutz und gegen Corona-Impfungen. Vor wenigen Tagen blockierte Sosoaca zusammen mit Anhängern die Aktivität eines Impfzentrums im nordostrumänischen Dorf Rachiteni.

Youtube habe den Senat in Bukarest schon Anfang des Jahres darauf aufmerksam gemacht, dass Äußerungen von Sosoaca gegen Richtlinien des Unternehmens verstoßen, sagte die Senatspräsidentin Dragu weiter. Man habe aber keine Möglichkeit, Äußerungen von Senatoren zu zensieren. Nun wollen die IT-Techniker versuchen, die Senatsvideos über einen anderen Kanal zu verbreiten.

11.25 Uhr: Bundesstaatsanwaltschaft klagt mutmaßlichen Terroristen an

Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen ein mutmaßliches Mitglied und drei mutmaßliche Unterstützer der terroristischen Vereinigung Jabhat al-Nusra erhoben. Wie die Karlsruher Behörde mitteilte, sollen sich die vier Männer, die alle die deutsche und teils noch weitere Staatsbürgerschaften haben, vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf verantworten.

Die Behörde wirft dem mutmaßlichen Terrormitglied vor, 2013 nach Syrien gereist und dort im Umgang mit Schusswaffen ausgebildet worden zu sein. Er habe auch an Kampfhandlungen teilgenommen. In der Türkei habe der Mann Geld besorgt, um seinen Aufenthalt bei der in Syrien am Bürgerkrieg beteiligten Vereinigung oder deren terroristischen Aktivitäten zu finanzieren. Er war im vergangenen September im Senegal festgenommen und an Deutschland ausgeliefert worden. Er ist seit Anfang Mai wegen Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung in Untersuchungshaft.

11.23 Uhr: Nach Entlassung von Staatsanwalt: Haitis Präsident ernennt neuen Justizminister

Nach der Entlassung des leitenden Staatsanwalts im Zuge der Ermittlungen zum Mord an Haitis Präsidenten Jovenel Moïse hat Ministerpräsident Ariel Henry einen neuen Justizminister ernannt. Liszt Quitel wird zum Übergangs-Minister für Justiz und öffentliche Sicherheit, wie die Zeitung "Le Moniteur" berichtete. Am Vortag war der Leiter der Staatsanwaltschaft entlassen worden, nachdem er den Regierungschef wegen möglicher Verwicklung in den Mord an Moïse anklagen wollte.

11.20 Uhr: 52 Millionen Deutsche vollständig gegen Corona geimpft

Die Corona-Impfungen in Deutschland gehen weiter voran. Vollständig mit der meist nötigen zweiten Spritze geimpft sind nun 52,1 Millionen Menschen oder 62,7 Prozent aller Einwohner, wie aus Daten des Bundesgesundheitsministeriums von Donnerstag hervorgeht. Mindestens eine erste Impfung bekommen haben inzwischen 55,6 Millionen Menschen oder 66,9 Prozent der Bevölkerung.

11.10 Uhr: Nach Giftanschlag in Hessen: Ermittler werten 1000 Spuren aus

Knapp vier Wochen nach einem mutmaßlichen Giftanschlag an der Technischen Universität in Darmstadt werten die Ermittler inzwischen mehr als 1000 Spuren aus. Einen konkreten Hinweis auf den Täter gibt es nach Angaben der Staatsanwaltschaft allerdings noch nicht. "Wir haben noch ganz viel Arbeit vor uns", sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur dpa.

Schwierigkeiten bereiten den 50 Beamten der eigens eingerichteten Mordkommission demnach vor allem die vielen Menschen, die zu der Universität Zugang hatten. "Das ist eine fast nicht überschaubare Menge an Personen", sagte der Sprecher. Zur Art des verwendeten Gifts machten die Ermittler nach wie vor keine Angaben - um einen möglichen Täter später leichter überführen zu können. Bei dem Anschlag am 23. August waren sieben Menschen vergiftet worden. Bei sechs von ihnen wurde das Gift nachgewiesen. Ein 30-Jähriger befand sich vorübergehend in Lebensgefahr.

11.00 Uhr: Haseloff fällt bei Ministerpräsidentenwahl durch

Bei der Ministerpräsidentenwahl in Sachsen-Anhalt ist der bisherige Amtsinhaber Reiner Haseloff (CDU) im ersten Wahlgang gescheitert. Der 67-Jährige erhielt am Donnerstag bei der Abstimmung im Magdeburger Landtag nur 48 Jastimmen und verfehlte damit die notwendige Mehrheit um eine Stimme. Die Fraktionen der geplanten Koalition aus CDU, SPD und FDP haben zusammen 56 Abgeordnete.

10.30 Uhr: GDL und Bahn einigen sich auf Tarifvertrag

Im Tarifstreit zwischen der Deutschen Bahn und der Lokführergewerkschaft GDL ist eine Einigung gelungen. GDL-Chef Claus Weselsky sprach am Donnerstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bahn-Vorstand Martin Seiler in Berlin von einem "guten Kompromiss". Seiler sagte, er sei "froh, mitteilen zu können", dass die Verhandlungen nun hätten abgeschlossen werden können. In dem Tarifstreit hatte es mehrere Streikrunden gegeben.

Beide Seiten einigten sich den Angaben zufolge unter anderem auf eine Lohnerhöhung von 1,5 Prozent in diesem sowie 1,8 Prozent im kommenden Jahr. Zudem soll es eine Corona-Prämie von bis zu 600 Euro noch in diesem Jahr geben, im kommenden Jahr kommen weitere 400 Euro dazu. Der Geltungsbereich des Tarifvertrages erfasst demnach zudem alle Eisenbahner in den DB-Unternehmen.

10.06 Uhr: Polizei erhöht Sicherheitsmaßnahmen nach Anschlag auf Impfzentrum

Nach dem Brandanschlag auf das Impfzentrum in Treuen (Sachsen) hat die Polizei die Sicherheitsmaßnahmen an Impfzentren und an Schulen, an denen es ein Impfangebot gibt, verstärkt. Rund um Zwickau fahre die Polizei häufiger Streife und habe ihre Präsenz ingesamt erhöht, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamts Sachsen. Das Polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum (PTAZ) des LKA hat die Ermittlungen in dem Fall übernommen, weil eine politische Motivation nicht ausgeschlossen werden kann.

10.03 Uhr: Dutzende Menschen in Putins Umfeld mit Corona infiziert

Im Umfeld von Russlands Präsident Wladimir Putin hat es mehr Corona-Fälle gegeben als ursprünglich bekannt. "Nicht nur ein oder zwei, sondern mehrere Dutzend Menschen" seien mit dem Virus infiziert, sagte Putin per Videokonferenz auf der Tagung der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS). Der Staatschef hatte sich am Dienstag in Selbstisolation begeben, nachdem ein Infektionsfall eines engen Mitarbeiters festgestellt worden war.

9.51 Uhr: Zoll findet Pakete mit kiloweise Raketen und Böllern

Zollbeamte haben in Erfurt mehrere Pakete mit kiloweise Raketen, Böllern und Bengalos entdeckt. Insgesamt fanden sie in Postsendungen mehr als 77 Kilogramm Pyrotechnik, wie das Hauptzollamt in der thüringischen Landeshauptstadt mitteilte. Die explosive Fracht flog demnach am Montag bei einer Kontrolle in einem Paketzentrum im Saale-Holzland-Kreis auf. Der Zoll leitete acht Strafverfahren wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz ein.

Die Böller waren auf acht Pakete verteilt. Sie wurden allesamt aus Polen versandt und waren für Empfänger in Deutschland bestimmt. Die Einfuhr nicht zugelassener Pyrotechnik und auch der generelle Versand von Pyrotechnik auf dem Postweg ist verboten und strafbar. Dies gilt auch beim Transport innerhalb der Europäischen Union. Die Pyrotechnik wurde beschlagnahmt.

9.22 Uhr: Lohnkluft zwischen deutschen und ausländischen Beschäftigten wächst

Die Lohnkluft zwischen deutschen und ausländischen Beschäftigten ist einem Bericht zufolge in den vergangenen zehn Jahren immens gestiegen. Wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" unter Berufung auf Angaben des Arbeitsministeriums berichtete, verdienten Vollzeitbeschäftigte ohne deutschen Pass Ende 2020 im Schnitt 2638 Euro brutto. Das waren 903 Euro weniger als der Durchschnittsverdienst von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mit deutschem Pass.

Damit hat sich die Lücke seit 2010 verdreifacht – damals lag sie laut Bericht bei 317 Euro. Demnach ging die Schere am weitesten zwischen Deutschen und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aus einem anderen EU-Staat auf. Der Abstand habe sich von 91 Euro auf 1003 Euro binnen zehn Jahren mehr als verzehnfacht. Arbeitnehmer aus den acht wichtigsten Asylherkunftsländern verdienten bei Vollzeitbeschäftigung Ende 2020 im Schnitt 2121 Euro. Das waren zwar 573 Euro mehr als 2010, aber 1420 Euro weniger als Vollzeitbeschäftigte mit deutschem Pass, wie die Zeitung weiter aus der Antwort zitierte.

8.47 Uhr: Bericht: Knapp die Hälfte aller aller Beschäftigten in der Altenpflege Fachkräfte

Nur knapp die Hälfte aller in der Altenpflege beschäftigten Menschen sind qualifizierten Fachkräfte. Ihr Anteil lag im Jahr 2020 bei 49,7 Prozent, wie die "Rheinische Post" unter Berufung auf von der Linksfraktion angefragte Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) berichtete. Der Anteil von Helferinnen und Helfern in der Altenpflege stieg demnach in den vergangenen Jahren um drei Prozent auf insgesamt 48,8 Prozent.

Spezialisten und Experten in der Altenpflege machten demnach noch einen Anteil von 1,5 Prozent aus. Da nur ausgebildete Pflegefachkräfte Mitglieder in Pflegekammern, der berufsständischen Vertretung von Pflegepersonal, sind, gebe es erhebliche Zweifel an deren Wirksamkeit, kritisierte die Linken-Politikern Pia Zimmermann. Im Alltag bedeute dies, dass die Pflegekammern für etwa die Hälfte der Beschäftigten in der Altenpflege nicht zuständig seien. "Pflegekammern sind also ein Instrument der Spaltung der Pflegenden", kritisierte Zimmermann.

8.00 Uhr: EU-Experten: Ozonloch über Antarktis 2021 besonders groß

Das über der Antarktis auftretende Ozonloch ist in diesem Jahr ungewöhnlich groß. Es sei bereits größer als der gesamte dort liegende Kontinent, teilte der Copernicus-Atmosphärenüberwachungsdienst der Europäischen Union am Donnerstag mit. Ob die Erholung der Ozonschicht nun verlangsamt wird, war aber zunächst unklar.

Besorgniserregend sei der Befund noch nicht, sagte Vincent-Henri Peuch, der den Atmosphärenüberwachungsdienst leitet, der Deutschen Presse-Agentur. Das diesjährige Ozonloch ähnle aber stark dem des vergangenen Jahres, das eines der tiefsten und langanhaltendsten seit Beginn der Aufzeichnungen 1979 gewesen sei. Auch das diesjährige Loch ist bereits unter den größten 25 Prozent.

7.36 Uhr: Prognose: Immobilienpreise steigen nach Corona noch schneller

Konnte die Corona-Krise dem Immobilienmarkt in Deutschland schon nichts anhaben, so rechnen Experten nun mit Nachholeffekten und weiter steigenden Preisen. Laut einer Prognose des Hamburger Gewos-Instituts für Stadt-, Regional- und Wohnforschung wird der Immobilien-Gesamtumsatz im laufenden Jahr um 6,3 Prozent auf 311,1 Milliarden Euro steigen. Im bisherigen Rekordjahr 2020 hatte der Umsatz knapp 293 Milliarden Euro betragen.

Treiber seien vor allem die Wohnimmobilien, deren Volumen vom Vorjahr voraussichtlich um 7,5 Prozent auf 237,7 Milliarden Euro wächst. Das Marktgeschehen verlagere sich dabei zunehmend aus den leergekauften Märkten in den Großstädten in die Speckgürtel und in ländliche Räume. Der Trend ins Umland scheine sich im Licht der Pandemieerfahrungen zu verstärken, sagte Gewos-Experte Sebastian Wunsch. Besonders gefragt sind Ein- und Zweifamilienhäuser, für die Gewos im vergangenen Jahr ein Allzeithoch von 259 300 Kauffällen registrierte.

7.33 Uhr: Merz kritisiert hohe Zahl von Berufspolitikern im Bundestag

Der CDU-Politiker und ehemalige Unions-Fraktionsvorsitzende Friedrich Merz hat die Zahl der Berufspolitiker im Bundestag ohne jegliche Erfahrung in der Arbeitswelt kritisiert. "Ich bedauere in der Tat sehr, dass es im Bundestag einen immer größeren Teil von Abgeordneten gibt, die ohne jede Berufserfahrung, zum Teil ohne jeden Berufsabschluss, in die Politik gegangen sind", sagte Merz der "Augsburger Allgemeinen" (Donnerstagsausgabe). Die Union stehe im Vergleich zu anderen Fraktionen noch vergleichsweise gut da.

6.52 Uhr: Bericht: Zahl der Midi-Jobs hat sich seit 2019 verdoppelt

Die Reform der Midi-Jobs aus dem Jahr 2019 hat die Zahl der Beschäftigten in diesem Bereich mehr als verdoppelt. Laut dem Arbeitsministerium lag die Zahl der Midi-Jobber im Dezember 2020 bei gut 2,98 Millionen, wie die "Süddeutsche Zeitung berichtet. Sie beruft sich auf eine Antwort der Budnesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken im Bundestag. Vor der Reform waren es 1,22 Millionen Midi-Jobber gewesen. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hatte zum 1. Juli 2019 nicht nur die Verdienstgrenze für Midi-Jobs auf 1300 Euro angehoben, sondern auch dafür gesorgt, dass die verringerten Rentenbeiträge der Beschäftigten nicht mehr zu niedrigeren Renten führen. 

Dem Ministerium zufolge sind drei Viertel der Midi-Jobber Frauen. Die Folge von Heils Reform sei, "dass sich insbesondere bei Frauen unterbezahlte Teilzeitarbeit verfestigt", sagte Linken-Fraktionsvize Susanne Ferschl dem Blatt und nannte die Regelung "eine Subventionierung mies bezahlter Arbeit". Laut Ministerium arbeitet gut jeder fünfte Midi-Jobber unter seinem Qualifikationsniveau, 68 Prozent arbeiten zu einem Niedriglohn. Bei einem 875-Euro-Midi-Job entgingen den Sozialversicherungen im Monat 22,56 Euro an Beiträgen.

6.30 Uhr: Umfrage: 20 Prozent sind gegen Privilegien für Geimpfte und Genesene

20 Prozent der Deutschen sind nach einer neuen Umfrage gegen Privilegien für Geimpfte und von Corona Genesene. Sie finden es nicht gut, wenn immunisierte Menschen von Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen befreit werden und ihre alten Freiheiten in Restaurants und Hotels, Sport- und Kultureinrichtungen zurückerhalten. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Hamburger Opaschowski Instituts für Zukunftsforschung (OIZ).

Demnach sind besonders Jüngere und Singles gegen eine Besserstellung Geimpfter und Genesener. In der Altersgruppe der 14- bis 24-Jährigen betrug die Ablehnung 25 Prozent, bei den Singles im Alter von 25 bis 49 Jahren sogar 28 Prozent. Unter Familien mit Jugendlichen und Landbewohnern ist die Ablehnung mit 15 beziehungsweise 14 Prozent dagegen deutlich niedriger.

5.58 Uhr: Chinas Astronauten reisen zur Erde zurück

Drei chinesische Astronauten haben ihre Rückreise zur Erde von Chinas im Bau befindlicher Raumstation begonnen. Wie chinesische Staatsmedien berichteten, dockte das Raumschiff "Shenzhou 12" (Magisches Schiff) mit den Raumfahrern Nie Haisheng, Liu Boming und Tang Hongbo an Bord vom Kernmodul "Tianhe" der neuen Station ab. 

Der Staatssender CCTV sprach "vom letzten Tag vor der offiziellen Landungsmission", was auf eine Rückkehr der Astronauten auf die Erde ab Freitag hindeutete. Die Kapsel soll demnach in der Inneren Mongolei im Norden Chinas aufsetzen. Ein Such- und Rettungsteam stand bereit. Offiziell wurde

5.55 Uhr: Nordkorea: Mobile Raketenabschussrampe auf Zügen getestet

Nordkorea hat eigenen Angaben zufolge mit einem Raketentest erfolgreich die Einsatzbereitschaft seiner ersten mobilen Abschussrampe auf einem Zug erprobt. Die selbst erklärte Atommacht bestätigte damit die Starts von zwei ballistischen Kurzstreckenraketen am Vortag. Das Raketensystem auf Zügen sei bei dem Test am Mittwoch eingesetzt worden, berichteten die Staatsmedien. Das Waffensystem sei dazu in eine Bergregion im Inland verlegt worden, um eine Zielregion in 800 Kilometer Entfernung im Meer vor der Ostküste zu treffen.

5.51 Uhr: Gesundheitsminister: Minaj-Tweet zu Impf-Folgen auf Trinidad "falsch"

Der Gesundheitsminister von Trinidad und Tobago hat einem viel diskutierten Tweet der US-Rapperin Nicki Minaj über angebliche Nebenwirkungen einer Corona-Impfung widersprochen. Die 38-Jährige hatte am Montag geschrieben, einem Freund ihres Cousins auf Trinidad sei nach der Impfung gegen das Coronavirus der Hoden angeschwollen und er sei impotent geworden. Der Minister des Karibikstaates, Terrence Deyalsingh, sagte, es gebe keine Berichte über einen solchen Fall. "Leider haben wir gestern so viel Zeit damit verschwendet, dieser falschen Behauptung nachzugehen", sagte er.

5.02 Uhr: YouGov-Umfrage: SPD weiter vor Union – beide verlieren

Der Abwärtstrend der Union in der Wählergunst scheint gestoppt, einen richtigen Stimmungsumschwung hat es einer neuen Umfrage zufolge jedoch nicht gegeben. Weniger als zwei Wochen vor der Wahl bleibt der Abstand der beiden führenden Parteien in der Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov stabil, beide verlieren einen Prozentpunkt im Vergleich zur Vorwoche. Die einzige Partei mit Zugewinnen ist demnach die Linke.

Würde jetzt gewählt, könnte die SPD demnach mit 25 Prozent der Wählerstimmen rechnen (minus ein Prozentpunkt), die Union käme auf 20 Prozent (ebenfalls minus eins). Die Grünen blieben in der sogenannten Sonntagsfrage stabil bei 15 Prozent, die AfD käme auf 11 Prozent (minus eins). Die FDP verharrt bei 10 Prozent. Die Linken kämen auf 8 Prozent, zwei Punkte mehr als bei der Erhebung vor einer Woche. Mehr als jeder sechste Wähler will sich allerdings erst später entscheiden, wem er oder sie seine Stimme gibt.

4.52 Uhr: Bahn und GDL laden zu Pressekonferenz ein – Tarifstreit gelöst?

Im monatelangen Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn scheinen die Verhandlungen Fortschritte gemacht zu haben. Bahn und Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) luden zu einer kurzfristig anberaumten gemeinsamen Pressekonferenz heute um 10.30 Uhr in Berlin ein, um über den aktuellen Stand zu informieren. Bahn-Personalvorstand Martin Seiler und der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky würden über den Sachstand der Tarifverhandlungen informieren, hieß es in der Einladung.

4.40 Uhr: RKI registriert 12.925 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 76,3

Beim Infektionsgeschehen in Deutschland gibt es derzeit kaum Dynamik. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen liegt nach Angaben des Robert Koch-Instituts von Donnerstagmorgen bei 76,3. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 77,9 gelegen, vor einer Woche bei 83,5. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 12.925 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.23 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 15.431 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 68 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 50 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.114.856 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Mittwoch mit 1,88 an (Dienstag: 1,86). Ein Wochen- oder Monatsvergleich ist wegen einer hohen Zahl an Nachmeldungen nicht möglich.

15-jähriger Corona-Patient muss 13 Tage im Krankenhaus behandelt werden

3.43 Uhr: Französische Soldaten "neutralisieren" Anführer von IS-Ableger

Französische Streitkräfte haben den Anführer eines Ablegers der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) in der Sahelzone außer Gefecht gesetzt. Das twitterte der französische Präsident Emmanuel Macron in der Nacht. Der Anführer der Terrorgruppe Islamischer Staat in der Sahelzone (ISGS), Adnan Abu Walid al-Sahrawi, sei "neutralisiert" worden. In der französischen Militärsprache bedeutet dies, dass der Gegner kampfunfähig gemacht oder getötet wurde. "Dies ist ein weiterer großer Erfolg in unserem Kampf gegen terroristische Gruppen in der Sahelzone", schrieb Macron weiter.

Der IS-Ableger wird vor allem für Anschläge im Gebiet zwischen dem Niger, Burkina Faso und Mali verantwortlich gemacht. Die Sahelzone, zu der auch der westafrikanische Krisenstaat Mali zählt, ist ein Gebiet, das sich südlich der Sahara vom Atlantik bis zum Roten Meer erstreckt. Hier sind etliche bewaffnete Gruppen aktiv, einige haben dem IS oder Al-Kaida die Treue geschworen.

2.32 Uhr: SpaceX-Rakete erstmals mit Weltraumtouristen gestartet

Eine Rakete des US-Raumfahrtunternehmens SpaceX von Tesla-Gründer Elon Musk ist erstmals mit vier Weltraumtouristen an Bord gestartet. Die Rakete vom Typ Falcon 9 hob um kurz nach 20.00 Uhr Ortszeit (02.00 Uhr MESZ) vom Kennedy Space Center im Bundesstaat Florida ab. Rund zwölf Minuten nach dem Start löste sich die Raumkapsel mit den Passagieren von der zweiten Antriebsstufe der Rakete.

Mit der Raumkapsel werden der US-Milliardär Jared Isaacman und drei Begleiter zur dreitägigen Mission "Inspiration4" in eine Erdumlaufbahn gebracht. Ein professioneller Astronaut befindet sich nicht an Bord. Dennoch soll die Kapsel über die Umlaufbahn der Internationalen Raumstation ISS hinaus aufsteigen.

2.03 Uhr: Polizei gibt nach Einsatz bei Synagoge in Hagen Entwarnung

Nach einem Großeinsatz der Polizei an einer Synagoge in der Stadt Hagen in Nordrhein-Westfalen hat die Polizei Entwarnung gegeben. Vor Ort hätten "keine Hinweise auf eine Gefährdung" festgestellt werden können, teilte die Polizei Dortmund in der Nacht mit. Zuvor hatten zahlreiche Einsatzkräfte am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur nach "Hinweisen über eine mögliche Gefährdungslage im Zusammenhang mit einer jüdischen Einrichtung" das Gebäude gesichert. 

Die "Westfalenpost" berichtete am Mittwochabend, dass schwer bewaffnete Polizisten die Synagoge umstellt hatten. Eine Hundertschaft war demnach im Einsatz, der Bereich um die Synagoge war weiträumig abgesperrt. Zum Einsatz wollte die Polizei auf Nachfrage der Nachrichtenagentur AFP keine genaueren Angaben machen. 

0.31 Uhr: Washington will Australien bei Bau von Atom-U-Booten unterstützen

Die USA und Großbritannien werden Australien in einem neuen Bündnis beim Bau von Atom-U-Booten helfen - ein klares Signal an das aufstrebende China. "Wir haben die Absicht, diese U-Boote in Adelaide in Australien in enger Kooperation mit den USA und Großbritannien zu bauen", sagte der australische Premierminister Scott Morrison bei einer Videokonferenz mit US-Präsident Joe Biden und dem britischen Premier Boris Johnson.

Die U-Boote sollen zwar atomar betrieben sein, aber keine Atomwaffen transportieren, wie die Staats- und Regierungschefs der Aukus genannten neuen Dreierallianz betonten. Nach Angaben Morrisons soll in den kommenden 18 Monaten geprüft werden, wie das Vorhaben umgesetzt werden kann.

kng DPA AFP

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