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News am Wochenende Laut Taliban: Frauen dürfen weiter an Universitäten studieren – aber nicht mit Männern zusammen

Blick in das Klassenzimmer einer High School vor der Machtübernahme der Taliban in Kabul
Blick in das Klassenzimmer einer High School vor der Machtübernahme der Taliban in Kabul
© Paula Bronstein / Getty Images
Die News vom Wochenende im stern-Ticker. 

Inhaltsverzeichnis

Die News vom Wochenende im stern-Ticker: 

20.45 Uhr: Hurrikan "Ida": In Louisiana bereits Zehntausende ohne Strom

 Infolge des gefährlich starken Hurrikans "Ida" sind im südlichen US-Bundesstaat Louisiana bereits Zehntausende Haushalte ohne Strom. Gut eine Stunde nach dem Auftreffen des Wirbelsturms auf die Küste Louisianas meldete die Einsatzzentrale der Großstadt New Orleans am Sonntagnachmittag bereits "weit verbreitete Stromausfälle". Die interaktive Karte des örtlichen Energieversorgers Entergy zeigte bereits rund 170.000 Haushalte ohne Elektrizität. Der Webseite Poweroutage.us zufolge waren im ganzen Bundesstaat bereits rund 233.000 Kunden ohne Strom.

20.20 Uhr: Örtliche Behörden verhängen wegen Hurrikan "Ida" Ausgangssperren

Wegen des herannahenden gefährlichen Hurrikans "Ida" haben mehrere Bezirke im US-Bundesstaat Louisiana eine Ausgangssperre verhängt. Etwa im Bezirk East Baton Rouge, in dem rund 440.000 Menschen leben, gelte dies vom Abend bis Montagmorgen, erklärte die Bürgermeisterin der Stadt Baton Rouge über Twitter.

Die Behörden haben alle Anwohner, die nicht bereits in andere Landesteile geflohen sind, aufgefordert, angesichts der bevorstehenden extremen Windböen und möglicher Überschwemmungen in ihren Häusern zu bleiben. Auch der Nachbarbezirk West Baton Rouge verhängte aus Sicherheitsgründen eine nächtliche Ausgangssperre, genauso der östlich angrenzende Bezirk Livingston.

20.11 Uhr: Hochhaus in Mailand in Flammen

Ein Hochhaus ist in Mailand in Flammen aufgegangen. Die Flammen hätten sich am Abend zuerst auf den oberen Stockwerke des 20-stöckigen Gebäudes ausgebreitet und seien dann nach unten gewandert, erklärte die Feuerwehr am auf Twitter. Der Bürgermeister der italienischen Metropole, Beppe Sala, erklärte, es gebe bisher keine Meldungen über Opfer. Medien berichteten von etwa 20 Menschen mit Rauchgasvergiftungen.

Rund 20 Menschen seien ohne Probleme aus dem Hochhaus in der Mailänder Peripherie gekommen, so Sala laut Ansa. Die Feuerwehrleute gingen nun von Tür zu Tür, um zu sehen, ob noch Menschen in dem Haus seien. Auf Bildern war zu sehen, wie die Fassade des gesamten Hauses in dichten schwarzen Rauch gehüllt ist.

19.55 Uhr: Frau aus Afghanistan bringt bei Evakuierungsflug Baby zur Welt

Eine Frau aus Afghanistan hat bei einem Evakuierungsflug nach Großbritannien ein Baby zur Welt gebracht. Wie die Fluggesellschaft Turkish Airlines mitteilte, war die 26-Jährige zuvor aus der afghanischen Hauptstadt Kabul nach Dubai evakuiert worden. Von dort sollte sie ins englische Birmingham weiterreisen. Doch als sich der Flieger über Kuwait befand, setzten die Wehen ein. Da kein Arzt an Bord war, musste die Crew als Geburtshelfer einspringen. Noch bevor die Maschine zwischenlanden konnte, war das Mädchen namens Havva bereits auf die Welt gekommen. Das Flugzeug konnte später seine Reise fortsetzen. Der Fluggesellschaft zufolge sind Mutter und Tochter wohlauf.

19.34 Uhr: Biden trifft Familien der bei Anschlag in Kabul getöteten Soldaten

US-Präsident Joe Biden hat sich mit Hinterbliebenen der 13 bei dem Terroranschlag in Kabul getöteten US-Soldaten getroffen. Im Anschluss wohnten Biden, First Lady Jill Biden, Außenminister Antony Blinken, Verteidigungsminister Lloyd Austin und ranghohe Vertreter der Streitkräfte der Ankunft der Särge der getöteten Soldatinnen und Soldaten bei. Bidens Gespräch mit den Angehörigen fand hinter verschlossenen Türen statt.

19.07 Uhr: Tausende Impfgegner demonstrieren in Griechenland

Tausende Impfverweigerer haben am Abend in Athen und der nordgriechischen Hafenstadt Thessaloniki gegen die Corona-Impfpolitik der konservativen Regierung demonstriert. In Athen versammelten sich nach Schätzungen des Staatsfernsehens rund 3000 Demonstranten. In Thessaloniki seien es mehr als 5000 Menschen gewesen, berichteten örtliche Medien.   

Die konservative Regierung hat es bereits gesetzlich durchgesetzt, dass sich nur noch Geimpfte in den Innenräumen von Gastronomie- und Kulturbetrieben aufhalten dürfen. Zudem sollen nicht geimpfte Beschäftigte im Gesundheitssektor vom 1. September an von ihrer Arbeit freigestellt und - solange sie nicht geimpft sind - nicht bezahlt werden. Dies gilt bereits im Bereich Altenpflege seit dem 16. August.   

19.05 Uhr: Hurrikan "Ida" im US-Bundesstaat Louisiana auf Land getroffen

Das Zentrum des gefährlichen Hurrikans "Ida" ist im US-Bundesstaat Louisiana auf Land getroffen. Der Wirbelsturm sei mit der Stärke vier von fünf aus dem Golf von Mexiko kommend südwestlich der Stadt New Orleans bei Port Fourchon auf die Küste getroffen, wie das Nationale Hurrikanzentrum in Miami erklärte. Der Wirbelsturm habe beim Erreichen der Küste maximale Windgeschwindigkeiten von rund 240 Kilometern pro Stunde mit sich gebracht, erklärte das NHC.

19.03 Uhr: Laut Taliban: Frauen dürfen weiter an Universitäten studieren

Frauen sollen nach Angaben der neuen radikalislamischen Taliban-Regierung in Afghanistan auch künftig studieren können. Allerdings solle der Lehrbetrieb nach Geschlechtern getrennt ablaufen, sagte der amtierende Bildungsminister der Taliban, Abdul Baki Hakkani, bei einem Treffen mit Stammesältesten in Kabul. 

Die Hochschulbildung solle "gemäß dem Scharia-Gesetz" erfolgen, eine Vermischung von Männern und Frauen in Seminaren und Vorlesung solle es nicht geben, sagte Hakkani. Die Taliban wollten "einen vernünftigen islamischen Lehrplan in Übereinstimmung mit unseren islamischen, nationalen und historischen Werten" ausarbeiten, der gleichzeitig wettbewerbsfähig mit anderen Ländern sei. Auch in der Grund- und Oberschule sollen Mädchen und Jungen getrennt unterrichtet werden. Dies war im tief konservativen Afghanistan ohnehin auch bisher üblich.

18.52 Uhr: Maas bietet Hilfe bei Weiterbetrieb des Flughafens Kabul an

Deutschland bietet finanzielle und technische Hilfe beim Wiederaufbau des schwer beschädigten Flughafens der afghanischen Hauptstadt Kabul nach dem Abzug der US-Streitkräfte an. Das sagte Außenminister Heiko Maas in der Türkei zum Auftakt einer viertägigen Reise in fünf Länder, die bei den weiteren Bemühungen um die Ausreise Schutzbedürftiger aus Afghanistan eine Rolle spielen.

Maas zeigte sich auch offen für den französischen Vorschlag, um den Flughafen eine Schutzzone zu bilden. Ob das dann die Vereinten Nationen oder einzelne Länder mit "Kommunikationskanälen" zu den militant-islamistischen Taliban machen sollten, "muss man sehen", sagte Maas nach einem Gespräch mit dem türkischen Außenminister Mevlüt Cavusoglu im südtürkischen Antalya.

18.04 Uhr: Früherer IOC-Präsident Jacques Rogge gestorben

Der frühere IOC-Präsident Jacques Rogge ist tot. Der Belgier, Vorgänger des aktuellen IOC-Chefs Thomas Bach, sei im Alter von 79 Jahren gestorben, teilte das Internationale Olympische Komitee mit.

17.21 Uhr: Junge fällt in reißenden Gebirgsbach - Rettung per Hubschrauber

Ein neun Jahre alter Junge ist im Berchtesgadener Land in einen reißenden Gebirgsbach gefallen und musste mit dem Hubschrauber gerettet werden. Der Junge sei in der Almbachklamm bei Marktschellenberg vor den Augen seiner Mutter und seiner Schwester auf einem Holzbalken ausgerutscht und in den Hochwasser führenden Bach gestürzt, teilte die Bergwacht mit. Mit letzter Kraft habe sich der Junge auf einen Felsvorsprung retten können. Ein Hubschrauber brachte wenig später einen Canyon-Retter zu dem Kind und flog dann beide per Hubschrauber aus der Klamm. Der Neunjährige habe sich nur leicht am Knie leicht verletzt, hieß es.

17.18 Uhr: Ramstein: Bisher mehr als 21.000 Evakuierte aus Afghanistan gelandet

Mehr als 21.000 Evakuierte aus Afghanistan sind bis Sonntag auf der Air Base Ramstein in Rheinland-Pfalz gelandet. Das teilte der weltweit größte US-Luftwaffenstützpunkt außerhalb Amerikas und das US-Konsulat in Frankfurt mit. Ramstein nahe Kaiserslautern ist seit dem 20. August ein US-Drehkreuz für Geflüchtete aus Afghanistan. Mehr als 6000 Evakuierte seien von dort bereits weitergeflogen. "Wir versuchen so viele Leute möglich von Afghanistan in Sicherheit zu bringen", sagte ein Sprecher des US-Generalkonsulats in Frankfurt. Des weiteren werde versucht, die Weiterreise von Ramstein in die USA möglichst schnell abzuwickeln.

17.17 Uhr: Louisiana fordert Bürger wegen Hurrikan auf: Bleiben Sie Zuhause!

Der Gouverneur des südlichen US-Bundesstaats Louisiana, John Bel Edwards, hat die Menschen angesichts des herannahenden starken Hurrikans "Ida" eindringlich aufgefordert, nicht mehr nach draußen zu gehen. "Wenn Sie in Hurrikan "Idas" Pfad sind, dann ist es jetzt Ihre einzige Aufgabe, sicher am Ort zu bleiben", schrieb der Gouverneur am Sonntag auf Twitter. "Finden Sie den sichersten Platz in Ihrem Haus, überstehen Sie den Sturm und bleiben Sie dort, bis der Sturm abzieht", forderte er.

17.16 Uhr: Mit Messer bewaffneter Mann von österreichischer Polizei erschossen

Ein mit einem Messer bewaffneter Mann ist im österreichischen Bundesland Vorarlberg bei einem Polizeieinsatz erschossen worden. Beamte waren am Mittag zu einem Haus in Dornbirn in der Nähe des Bodensees gerufen worden, nachdem Nachbarn sich über Lärm beschwert hatten, wie die Polizei mitteilte. Dort sei dann ein Mann mit einem Messer auf die Beamten losgegangen. Daraufhin sei der 39-Jährige von zwei Polizeikugeln getroffen worden. Der Mann starb trotz Wiederbelebungsversuchen am Einsatzort. Weitere Informationen gaben die Behörden nicht bekannt.

16.40 Uhr: 70-jähriger Patient in psychiatrischer Einrichtung getötet

Ein 70 Jahre alter Mann ist in einer psychiatrischen Fachklinik in Bad Schussenried (Kreis Biberach) getötet worden. Eine Mitarbeiterin entdeckte den Mann am Samstag tot und mit Stichverletzungen in seinem Zimmer, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Ulm am Sonntag mitteilten. Der Patient der Klinik soll nach ersten Erkenntnissen von einem anderen 40-jährigen Patienten in der Nacht mit einem Messer getötet worden sein.

Der Tatverdächtige komme aus dem sozialen Umfeld des Mannes, hieß es. Ein Richter erließ am Sonntag einen Unterbringungsbefehl gegen den Tatverdächtigen. Er sei nun in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht, wo er betreut werde, sagte ein Sprecher der Polizei. Der genaue Ablauf sowie die Hintergründe der Tat waren zunächst nicht bekannt. Zur Aufklärung soll die Leiche des Mannes obduziert werden.

16.39 Uhr: Dritte Impfung für Israelis über zwölf

In Israel können künftig alle Bürger von zwölf Jahren an eine dritte Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten. Ministerpräsident Naftali Bennett teilte dies mit und sprach von einem "Privileg, das es in keinem anderen Land gibt". Zuletzt galt eine Altersgrenze von 30 Jahren für die Auffrischungsimpfung, es müssen außerdem mindestens fünf Monate seit der zweiten Impfung vergangen sein.

Zwei Millionen von insgesamt mehr als neun Millionen Israelis hätten bereits eine dritte Impfdosis erhalten, sagte Bennett. "Es gibt bereits Ergebnisse: Der Anstieg an schweren Erkrankungen hat sich verlangsamt." Knapp 59 Prozent sind zweifach geimpft.

16.32 Uhr: US-Militär fliegt Luftangriff gegen IS-Terroristen in Kabul

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben in der afghanischen Hauptstadt einen Luftangriff durchgeführt, um eine "unmittelbare Bedrohung" für den Flughafen Kabul durch Terroristen abzuwenden. Eine Drohne habe erfolgreich auf ein Auto des örtlichen Ablegers der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gefeuert, erklärte das US-Militär. Weil es nach dem Raketeneinschlag zu "bedeutenden sekundären Explosionen" kam, sei davon auszugehen, dass in dem Fahrzeug eine große Menge Sprengstoff gewesen sein müsse, hieß es weiter. Es werde geprüft, ob es bei dem Angriff zivile Opfer gab. Bislang gebe es aber keine dahingehenden Hinweise, hieß es.

16.22 Uhr: Vor Lindemann-Auftritt: Polizei in Russland geht gegen Festival vor

Die Polizei in Russland ist gegen ein Musikfestival vorgegangen, auf dem auch Rammstein-Sänger Till Lindemann (58) auftreten sollte. Nachdem die Beamten bereits die Proben blockiert hätten, habe ein Großteil der geplanten Veranstaltung abgesagt werden müssen, teilte Organisator Maxim Larin auf der Social-Media-Plattform VK mit. Das Festival-Gelände in der Stadt Twer rund 160 Kilometer nordwestlich von Moskau sei nun weitgehend abgesperrt. Lindemann sei gebeten worden, dort dennoch aufzutreten. Das Konzert solle online übertragen werden.

Medienberichten zufolge stand das Vorgehen der russischen Behörden offiziell im Zusammenhang mit Corona-Beschränkungen für Großveranstaltungen. Auch Lindemann selbst war in der Nacht zum Samstag von Polizisten aufgesucht worden. Dabei wurde dem deutschen Musiker der Agentur Interfax zufolge eine Mahnung überbracht, bei seinem Auftritt in Twer entsprechende Auflagen einzuhalten.

16.02 Uhr: Vier Männer in Indien der Vergewaltigung und des Mordes einer 9-Jährigen beschuldigt

In Indien sind ein Priester und drei weitere Männer offiziell der Gruppenvergewaltigung und des Mordes einer Neunjährigen beschuldigt worden. Das einer niedrigeren Kaste angehörende Mädchen habe an einem Krematorium Wasser holen wollen, als die vier Männer sie überfallen hätten, teilte die Polizei mit. Den vier Männern, die sich seit Anfang August in Untersuchungshaft befinden, droht im Falle einer Verurteilung die Todesstrafe.

Nach Angaben der Mutter des Opfers sollen der Priester und drei Angestellte des Krematoriums ihr gesagt haben, das Kind sei durch einen Stromschlag gestorben. Wenn sie den Fall der Polizei melde, würden Ärzte dem Kind Organe entnehmen und diese verkaufen. Daraufhin wurde die Leiche des Kindes verbrannt, bis Anwohner einschritten und die Überreste des Leichnams aus dem Feuer zogen.

15.46 Uhr: Entwicklungshilfeminister Müller warnt vor Hungersnot in Afghanistan

Der Minister für Entwicklungshilfe, Gerd Müller, warnt vor einer großen Hungersnot in Afghanistan. "Aktuell baut sich eine dramatische Hungerkrise auf: zusammengebrochene Versorgungswege, die Folgen von Covid-19 und Dürren. 14 Millionen Menschen sind bedroht", sagte der CSU-Politiker dem "Handelsblatt". Angesichts dessen kündigte Müller weitere Unterstützung für Nichtregierungsorganisationen und UN-Hilfsorganisationen in der Region an. "Konkret haben wir in einem ersten Schritt 50 Millionen Euro als Soforthilfe zur Unterstützung der Flüchtlingsarbeit umgesteuert. Aber es braucht jetzt ein schnelles und gemeinsames Handeln der Staatengemeinschaft, das nicht an fehlenden Mitteln für die UN-Hilfsorganisationen scheitern darf", so Müller.

14.40 Uhr: München gedenkt Opfer des NSU-Anschlags vor 20 Jahren

Die Stadt München hat des ersten Opfers der Neonazi-Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) in der bayerischen Landeshauptstadt vor 20 Jahren gedacht. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) legte nach Angaben der Stadt am Tatort einen Kranz für den am 29. August 2001 erschossenen Gemüsehändler Habil Kilic nieder. "Er fehlt seiner Familie, er fehlt seinen Freunden und er fehlt seiner Stadt", sagte Reiter. "Der Mord an ihm ist keine Wunde, die mit der Zeit heilt."

14.39 Uhr: USA und Verbündete fliegen fast 3000 Menschen aus Kabul aus

Kurz vor dem Ende der militärischen Evakuierungsmission in Afghanistan sind binnen 24 Stunden rund 2900 Menschen aus Kabul ausgeflogen worden. Eine Sprecherin des Weißen Hauses teilte mit, bis zum Vormittag habe die US-Luftwaffe mit 32 Flügen rund 2200 Menschen in Sicherheit gebracht, neun Flugzeuge von Verbündeten hätten rund 700 Menschen evakuiert. Seit dem Start des Einsatzes Mitte August hätten die USA und ihre Partner damit insgesamt gut 114.000 Menschen ausgeflogen.

14.38 Uhr: Erneut Explosion in Kabul zu hören

Journalisten der Nachrichtenagentur AFP haben in der afghanischen Hauptstadt Kabul eine Explosion gehört. Der Vorfall ereignete sich nur drei Tage nach dem verheerenden Selbstmordanschlag am Flughafen der Stadt mit mehr als hundert Toten, zu dem sich der regionale Ableger der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekannte. Die USA hatten erst am Samstag vor einer anhaltend hohen Anschlagsgefahr in Kabul gewarnt. 

14.30 Uhr: Trotz Regen: 10.000 Menschen bei CSD-Parade in Köln

Trotz anhaltendem Regen und Corona-Pandemie sind Tausende Menschen bei der Christopher-Street-Day-Parade durch Köln gezogen. 10.000 Teilnehmende demonstrierten nach Angaben des Veranstalters für die Rechte unter anderem von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgender. "Der Regen kann machen was er will, aber er kriegt die Sonne in unseren Herzen nicht weg", sagte die Vizepräsidentin des Bundestages, Claudia Roth (Grüne), bei der Eröffnung der Demonstration. "Wenn es auch nicht so sonnig ist, aber ihr habt wenigstens alle strahlende Augen", sagte Jens Pielhau vom Vorstand des Kölner Lesben- und Schwulentages.

14.16 Uhr: Hunderten weiteren Schutzbedürftigen gelingt Rettung aus Kabul

Mit Unterstützung aus Deutschland sind nach dem Ende der Bundeswehrflüge noch mehr als 300 weitere Schutzbedürftige aus Kabul ausgeflogen worden. Darunter waren nach Angaben aus der Bundesregierung in der Nacht etwa 140 Deutsche sowie Ortskräfte und Mitarbeiter eines Auftragsunternehmens des beendeten Nato-Einsatzes. "Zeit" und "Spiegel" berichteten zudem, dass 189 Schutzbedürftige organisiert von der Rettungsinitiative Luftbrücke Kabul zum Flughafen gebracht und ausgeflogen wurden, darunter auch Mitarbeiter deutscher Medien. Die Bundeswehr hatte ihren Evakuierungseinsatz am Donnerstag beendet. Die US-Streitkräfte sollen bis Dienstag abgezogen sein.

14.12 Uhr: Fähre kracht vor Ibiza auf Felsen: mehrere Verletzte

Mindestens zwölf Menschen sind beim Unfall einer Fähre vor Ibiza verletzt worden. Die Katamaran-Schnellfähre "San Gwann" der deutschen Reederei FRS war am späten Samstagabend auf dem Weg von Ibiza nach Formentera, als es auf eine kleine Felseninsel zwischen den beiden Mittelmeerinseln auflief, wie der Seerettungsdienst, die Reederei und die Regierung der spanischen Region Balearen mitteilten.

An Bord seien 35 Passagiere und zwölf Besatzungsmitglieder gewesen, hieß es. Ein zehn Jahre alter Junge sei etwas schwerer verletzt worden und deshalb per Hubschrauber nach Mallorca ins Universitäts-Krankenhaus Son Espases in der Inselhauptstadt Palma geflogen worden, berichtete die Regionalzeitung "Diario de Ibiza" unter Berufung auf die Behörden. Auch ein erwachsener Mann sei etwas schwerer verletzt worden. Außerdem habe es mindestens zehn Leichtverletzte gegeben. Ob es unter den Betroffenen Deutsche gab, wurde vorerst nicht bekannt.

14.11 Uhr: Hurrikan "Ida": Top-Meteorologe warnt vor "lebensgefährlichem" Sturm

Der US-Golfküste steht nach Ansicht eines Top-Meteorologen angesichts des herannahenden starken Hurrikans "Ida" ein "katastrophales Ereignis" bevor. Die prognostizierten starken Winde, der massive Regenfall und die Sturmflut seien alle schon für sich allein betrachtet "lebensgefährlich", sagte der Direktor des Nationalen Hurrikanzentrums (NHC), Ken Graham, am Sonntag dem TV-Sender CNN. Besonders betroffen wird demnach die Küste des US-Bundesstaats Louisiana sein, wo der Sturm am Sonntag auf Land treffen soll. Doch auch der Nachbarstaat Mississippi werde betroffen sein, und Tornados könne es auch bis nach Alabama geben.

13.54 Uhr: Rettungsinitiative Luftbrücke macht Bundesregierung schwere Vorwürfe

Die private Rettungsinitiative Luftbrücke Kabul hat der Bundesregierung fehlende Unterstützung und massive Widerstände gegen eine vorbereitete Evakuierung von Schutzbedürftigen aus Afghanistan vorgeworfen. "Mit immensem Aufwand konnten wir 18 gefährdete Ortskräfte aus Kabul in Sicherheit bringen. 18 Menschenleben, dabei hätten es hunderte mehr sein können, wenn unsere Rettungsaktion nicht aktiv vom Auswärtigen Amt blockiert worden wäre", hieß es in einer Erklärung. Aus der Bundesregierung wurde die Kritik zurückgewiesen.

13.30 Uhr: Papst zu Afghanistan: Können nicht gleichgültig bleiben

Papst Franziskus hat zu mehr Hilfe für die Menschen in Afghanistan aufgerufen. "In historischen Momenten wie diesem können wir nicht gleichgültig bleiben, das lehrt uns die Geschichte der Kirche", sagte das Katholiken-Oberhaupt nach dem Angelusgebet in Rom. "Als Christen sind wir in dieser Situation in der Pflicht. Deshalb appelliere ich an alle, das Gebet zu verstärken und zu fasten."

Er verfolge die Lage in Afghanistan "mit großer Sorge" und teile das Leid derer, die um Angehörige trauern, die bei den Selbstmordattentaten ihr Leben verloren haben. "Ich bitte alle, den Bedürftigen weiterhin zu helfen und dafür zu beten, dass Dialog und Solidarität zu einem friedlichen und brüderlichen Zusammenleben führen und Hoffnung für die Zukunft des Landes geben."

13.23 Uhr: Durchsuchungen bei Regierungspartei in Peru wegen Geldwäsche-Verdachts

Im Zuge von Ermittlungen zur Wahlkampffinanzierung haben Staatsanwaltschaft und Polizei die Büros der Regierungspartei Peru Libre durchsucht. Wie ein Gericht am Samstag in Lima mitteilte, wurde ein Ermittlungsverfahren gegen Peru Libre wegen des Verdachts auf Geldwäsche eröffnet. Bei den Ermittlungen geht es um den Wahlkampf zur Präsidentschaftswahl im Juli, die der jetzige Präsident Pedro Castillo gewonnen hatte. In dem Ermittlungsverfahren taucht auch der Name des umstrittenen Regierungschefs Guido Bellido auf. Der Politikneuling gehört wie Castillo der marxistisch-leninistischen Partei Peru Libre an und war ungeachtet heftiger Kritik der Opposition Ende Juli vom Präsidenten ernannt worden.

13.14 Uhr: Bericht: Katzen und Hunde aus Afghanistan in London eingetroffen

Ein Evakuierungsflug mit mehr als 150 Katzen und Hunden aus Afghanistan ist laut einem Medienbericht in Großbritannien angekommen. Wie die "Daily Mail" berichtete, landete das Charterflugzeug am Morgen am Londoner Flughafen Heathrow. Die Organisation Nowzad, die hinter der als "Operation Ark" (Operation Arche) bezeichneten Aktion steht, bestätigte der BBC, dass die Tiere gemeinsam mit Gründer Paul (Pen) Farthing Afghanistan verlassen konnten.

Der britische Ex-Soldat Farthing hatte sich zuvor in einer tagelangen Kampagne für die Evakuierung der Tiere aus einem von ihm gegründeten Tierheim in der afghanischen Hauptstadt Kabul eingesetzt. Auch seine Mitarbeiter und deren Angehörigen wollte Farthing ausfliegen. Nach anfänglichem Zögern erhielt er die Unterstützung der britischen Regierung, die trotz der schwierigen Umstände ein Zeitfenster für seinen von Unterstützern finanzierten Charterflug zusagte und Visa ausstellte. Zum Schluss musste er jedoch ohne die Mitarbeiter reisen.

13.13 Uhr: Kreise: Mindestens 30 Tote nach Raketenangriff im Jemen

Bei einem Raketenangriff im Jemen sind medizinischen Kreisen zufolge mindestens 30 Menschen getötet worden. 40 weitere seien verletzt worden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen eines Krankenhauses in der südlichen Provinz Lahidsch. Laut Augenzeugen schlugen drei Raketen auf dem Luftwaffenstützpunkt Al-Anad ein, der von Regierungstruppen genutzt wird. Die meisten Opfer seien Soldaten einer regierungsnahen Brigade, berichtete die Nachrichtenseite Adan al-Ghad unter Berufung auf Militärkreise.

13.03 Uhr: Sand auf Sardinien beschlagnahmt - Warnung an Touristen

Sanddiebstahl ist ein Problem auf Sardinien - an einem Flughafen der italienischen Urlaubsinsel wurden nun wieder kiloweise Sand, Muscheln und Kieselsteine beschlagnahmt. Insgesamt hätten die Beamten am Flughafen Alghero in letzter Zeit 4,1 Kilo Sand von verschiedenen Stränden sichergestellt, twitterte der Zoll. Die "Schmuggler" hätten Strafen bis zu 3000 Euro bekommen.

Sardinien ist für seine wunderschönen Strände berühmt - jedes Jahr bringen Touristen Sand und Muscheln allerdings als Souvenir nach Hause und schaden damit der Umwelt. Die hohen Strafen sollen das verhindern. "Jedes Jahr erleiden die Strände Sardiniens irreparable Schäden durch Menschen, die ohne jeglichen Respekt Sand, Steine und Muscheln forttragen. Dies ist nicht nur falsch, sondern auch illegal", erklärte der Zoll.

12.15 Uhr: Große Mehrheit für 3-Regel in Fernzügen

Eine große Mehrheit der Wahlberechtigten in Deutschland würde laut einer Umfrage eine sogenannte 3G-Regel in Fernzügen befürworten. Fast zwei Drittel (64 Prozent) der Befragten gaben bei einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des "Handelsblatts" an, sie fänden es richtig, wenn nur noch Corona-Geimpfte, -Genesene oder -Getestete (3G) Züge nutzen dürften. 31 Prozent der Befragten waren dagegen und 5 Prozent unentschieden.

12 Uhr: Corona-Proteste: Rund 2200 Polizisten am Sonntag in Berlin unterwegs

Die Berliner Polizei bereitet sich erneut auf einen Großeinsatz vor, anlässlich mehrerer verbotener Demonstrationen gegen die Corona-Politik. "Ein Schwerpunkt ist das Regierungsviertel, das symbolträchtig in der Szene ist", sagte Polizeisprecher Thilo Cablitz. Am 29. August vor einem Jahr durchbrachen Demonstranten eine Absperrung am Reichstagsgebäude und besetzten kurzzeitig die Treppe vor einem Eingang.

In der Hauptstadt sind rund 2200 Polizeikräfte im Einsatz, sagte der Sprecher. Wie einen Tag zuvor gebe es wieder Unterstützung von Beamten aus anderen Bundesländern wie beispielsweise Hamburg und Baden-Württemberg. Die Polizei will demnach am Vormittag den Volkspark Humboldthain in Berlin-Mitte ins Blickfeld nehmen. Grund seien Szeneaufrufe in den sozialen Medien zu einer Versammlung dort.

10 Uhr: Sturm "Ida" an US-Südküste zu Hurrikan der Kategorie vier hochgestuft

Der Wirbelsturm "Ida" mit Kurs auf die US-Metropole New Orleans hat sich binnen kurzer Zeit zu einem Hurrikan der zweithöchsten Kategorie vier entwickelt. Kurz nach der Hochstufung auf Kategorie drei teilte das Nationale Hurrikan-Zentrum (NHC) mit, dass "Ida" nun bereits Kategorie vier erreicht habe. Das bedeutet Windgeschwindigkeiten von mindestens 209 Kilometern pro Stunde. Der Hurrikan nehme weiterhin an Stärke zu, erklärte das NHC. Zuvor hatte es mitgeteilt, es sei damit zu rechnen, dass "Ida" die Küste des südlichen US-Bundesstaates Louisiana als "extrem gefährlicher, starker Hurrikan" erreiche.

Wegen des Sturms flohen am Samstag viele Bewohner aus New Orleans und anderen Städten. Auf Straßen in Richtung Norden bildeten sich lange Staus. US-Präsident Joe Biden richtete sich in einer Fernsehansprache an die Bevölkerung und kündigte die Entsendung hunderter Rettungshelfer sowie von Trinkwasserreserven, Lebensmitteln und Generatoren an.  

7.40 Uhr: Sechster Lockdown in Melbourne wird verlängert

Der sechste Lockdown in der australischen Stadt Melbourne wird verlängert. Das teilten die Behörden mit Verweis auf die immer noch zu hohen Corona-Infektionszahlen mit. Eigentlich hätten die verschärften Maßnahmen für die fast sieben Millionen Einwohner von Melbourne und dem Bundesstaat Victoria am Donnerstag nach vier Wochen aufgehoben werden sollen. Dies sei nicht mehr möglich, da die Zahl der Neuinfektionen binnen eines Tages um 92 angestiegen sei, sagte der Regierungschef von Victoria, Dan Andrews.

4.46 Uhr: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 74,1

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist weiter gestiegen und liegt nun bei 74,1. Bundesweit wurden binnen 24 Stunden 8416 Neuinfektionen registriert, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Morgen meldete. Die Zahl der Todesfälle in diesem Zeitraum lag bei zwölf.

Bislang gilt die Sieben-Tage-Inzidenz - die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche - als der entscheidende Richtwert, an dem sich die Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern orientieren. Dies soll sich aber ändern: Die Bundesregierung bereitet derzeit eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes vor, derzufolge künftig anstelle des Inzidenzwertes die Auslastung der Krankenhäuser die zentrale Rolle spielen soll. 

Die wichtigsten Meldungen von Samstag, den 28. August 2021.

18.48 Uhr: Alle deutschen Einsatzkräfte aus Afghanistan zurück

Die Bundeswehr hat nach dem Ende der Luftbrücke aus Afghanistan alle Soldaten des Evakuierungseinsatzes zurück nach Deutschland geflogen. Auch das für Notfälle bereitgehaltene Sanitätsflugzeug ("MedEvac") landete auf dem niedersächsischen Fliegerhorst Wunstorf, wie die Bundeswehr mitteilte. Es war in der usbekischen Hauptstadt Taschkent für eine mögliche Rettung Verletzter aus dem afghanischen Kabul stationiert.

Die fliegende Intensivstation und eine Transportmaschine A400M landeten am späten Nachmittag in Wunstorf, wie die Luftwaffe bestätigte. An Bord waren auch die letzten 16 Mann der Sicherungstruppe für die Flugzeuge in Kabul "(Air Mobile Protection Teams") sowie Material. Damit waren alle Soldaten des Einsatzes zurück in Deutschland.

18.30 Uhr: US-Regierung: Noch rund 350 Amerikaner in Afghanistan

In Afghanistan befinden sich nach Angaben des US-Außenministeriums noch rund 350 amerikanische Staatsbürger, die das Land verlassen wollen. Die Bemühungen, sie sicher außer Landes zu bringen, liefen rund um die Uhr, erklärte das Ministerium. Bislang seien seit der Machtübernahme der militant-islamistischen Taliban Mitte August insgesamt 5400 US-Bürger aus Afghanistan evakuiert worden, hieß es.

18.14 Uhr: Nach Umwelttragödie: 70.000 "umarmen" größte Salzwasserlagune Europas

Aus Protest gegen eine der schlimmsten Umwelttragödien der vergangenen Jahre in Spanien haben 70.000 Menschen Europas größte Salzwasser-Lagune "umarmt". Die rund 73 Kilometer lange Menschenkette bedeckte den gesamten Umfang des Mar Menor, des "Kleinen Meeres", in der Region Murcia im Südosten des Landes, wie die Nachrichtenagentur Europa Press und andere Medien berichteten. Es wurde auch eine Schweigeminute für die Tausenden von Tieren abgehalten, die der Verschmutzung des Wassers zum Opfer fielen.

18.04 Uhr: Bundeswehr zieht Sanitätsflugzeug von Afghanistan-Einsatz ab

Die Bundeswehr hat nun auch ihr Sanitätsflugzeug aus dem usbekischen Taschkent abgezogen, das dort noch für eine mögliche Rettung Verletzter aus dem afghanischen Kabul stationiert war. Die fliegende Intensivstation "MedEvac" und eine Transportmaschine A400M flogen vom usbekischen Taschkent nach Wunstorf bei Hannover. Dort landeten sie am späten Nachmittag, wie die Luftwaffe bestätigte. Am Sonntag sollen die letzten zwei Transportmaschinen aus Taschkent nach Deutschland mit Material und Munition an Bord zurückkehren. Dann ist auch das Drehkreuz des Evakuierungseinsatzes in Taschkent Geschichte.

17.34 Uhr: Pentagon: Abzug des US-Militärs vom Flughafen Kabul hat begonnen

Kurz vor dem Ende des Evakuierungseinsatzes hat das US-Militär nach eigenen Angaben mit dem Abzug seiner Truppen vom Flughafen Kabul begonnen. Der Prozess habe begonnen, sagte der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, John Kirby. Die US-Truppen sollen Afghanistan nach Willen von US-Präsident Joe Biden bis Dienstag verlassen. Am Freitag waren noch mehr als 5000 US-Soldatinnen und Soldaten am Flughafen Kabul stationiert gewesen.

17.27 Uhr: US-Militär: Zwei IS-Kämpfer bei Luftangriff in Afghanistan getötet

Bei einem US-Drohnenangriff auf den regionalen Ableger der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Afghanistan sind nach Angaben des Pentagon zwei "hochrangige" Mitglieder der Extremistengruppe getötet worden. Ein weiterer Dschihadist sei verletzt worden, sagte der US-General Hank Taylor bei einer Pressekonferenz. Einer der Getöteten sei ein "Planer" des afghanisch-pakistanischen IS-Ablegers Islamischer Staat Provinz Chorasan (IS-K) gewesen. Zivilisten seien bei dem Drohnenangriff nicht zu Schaden gekommen, sagte Taylor. Die US-Armee hatte am Freitag erklärt, dass die von einem anderen Land aus gesteuerte Attacke in der Provinz Nangarhar erfolgt sei.

16.17 Uhr: Johnson und Merkel wollen humanitäre Krise in Afghanistan verhindern

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der britische Premierminister Boris Johnson haben bei einem Telefonat am Samstag internationale Anstrengungen gefordert, um eine humanitäre Krise in Afghanistan zu verhindern. Wie aus einer Mitteilung der Regierung in London hervorging, bekannten sich die beiden auch zur Zusammenarbeit, um den beim Treffen der G7-Staats- und Regierungschefs Anfang der Woche diskutierten Fahrplan für den Umgang mit einer künftigen Regierung in Kabul umzusetzen. Johnson betonte, jegliche Anerkennung und Zusammenarbeit mit den Taliban müsse unter der Bedingung stehen, dass sie denjenigen sicheres Geleit zusicherten, die das Land verlassen wollten, und die Menschenrechte beachteten.

16.14 Uhr: Berliner Polizei mit Großaufgebot bei "Querdenken"-Demos

Trotz eines Verbots mehrerer "Querdenken"-Demonstrationen haben sich in Berlin am Samstag tausende Menschen versammelt, um gegen die Corona-Politik zu protestieren. Wie die Polizei am Nachmittag mitteilte, kamen in der Hauptstadt unangemeldet "mehrere tausend Personen" zusammen, die dann von der Polizei begleitet durch die Innenstadt liefen. Dabei kam es nach Polizeiangaben zu dutzenden vorläufigen Festnahmen - bei mehr als 50 Menschen seien die Personalien festgestellt und Platzverweise erteilt worden.

Demonstranten versuchten nach Angaben der Einsatzkräfte auch, eine Polizeiabsperrung zu durchbrechen. Dies habe aber auch durch den Einsatz von Pfefferspray verhindert werden können. Insgesamt war die Polizei am Samstag mit mehr als 2000 Kräften im Einsatz.

15.49 Uhr: 350 Migranten stürmen vergeblich Grenzzaun zwischen Marokko und Melilla

Rund 350 Migranten haben am Samstag den Grenzzaun zwischen Marokko und Melilla gestürmt - sind aber nicht in die spanische Exklave vorgedrungen. Die Grenzpolizei wurde nach Angaben der spanischen Regierung am frühen Morgen von marokkanischen Kollegen informiert, dass eine Gruppe von 350 Menschen versuche, den Grenzzaun zu überwinden. Niemand von ihnen sei auf spanisches Gebiet gelangt. Die spanische Polizei habe unter anderem einen Hubschrauber eingesetzt, um die Menschen vom Zaun zu vertreiben.

15.39 Uhr: Jecke Aktion: Über 100 Karnevalsfans lassen sich gegen Corona impfen

Jecke Impfaktion in Köln: Über hundert Karnevalsfans haben sich auf dem Heumarkt in der Kölner Altstadt gegen Corona impfen lassen. Das Festkomitee Kölner Karneval und die Stadt hatten gemeinsam zum "großen Fastelovends-Impfen" aufgerufen. Mit der Aktion sollten noch möglichst viele Jecken zum Impfen animiert werden, bevor die neue Session losgeht. "Wer an dem Tag mit der ersten Impfung startet, ist pünktlich zum Elften im Elften durchgeimpft und spart sich somit die PCR-Testung vor einer Karnevalsveranstaltung", hatte das Festkomitee im Vorfeld mitgeteilt.

15.30 Uhr: Nach tödlichen Explosionen: Kasachstan ruft Trauer aus

Nach den verheerenden Explosionen in einem Munitionslager hat die zentralasiatische Ex-Sowjetrepublik Kasachstan für Sonntag Staatstrauer ausgerufen. Das teilte Präsident Kassym-Schomart Tokajew auf Twitter mit. Durch die Detonationen auf einem Militärgelände im südkasachischen Gebiet Schambyl am Donnerstagabend waren 13 Menschen ums Leben gekommen. Rund 100 Menschen wurden verletzt. Weshalb es zu den Explosionen kam, wird weiterhin untersucht.

15.23 Uhr: Indien mit höchster Tageszahl an Corona-Fällen seit zwei Monaten

Indien verzeichnet nach zahlreichen Fällen im südwestlichen Bundesstaat Kerala erneut einen deutlichen Anstieg an täglichen Corona-Neuinfektionen. Mit 46.759 Infektionsfällen sei der höchste Tageswert seit etwa zwei Monaten erreicht worden, teilte das Gesundheitsministerium in Neu Delhi mit. 70 Prozent dieser neuen Fällen gingen auf Kerala zurück, wo lockerere Regeln für Reisen und Zusammenkünfte während des traditionellen Onam-Erntedankfestes als Treiber hinter dem Anstieg vermutet werden.

14.25 Uhr: Ramstein: Bisher etwa 20.500 Evakuierte aus Afghanistan gelandet

Etwa 20.500 Evakuierte aus Afghanistan sind bis Samstag auf der Air Base Ramstein in Rheinland-Pfalz gelandet. Das teilte der weltweit größte US-Luftwaffenstützpunkt außerhalb Amerikas mit. Ramstein nahe Kaiserslautern ist seit dem 20. August ein US-Drehkreuz für Geflüchtete aus Afghanistan. Etwa 100 Flugzeuge der United States Air Force seien auf der Air Base eingetroffen, berichtete eine Sprecherin des Stützpunkts. Mehr als 5000 Evakuierte seien von dort mit etwa 22 Flügen weitergereist. Die Flüge werden voraussichtlich über das ganze Wochenende andauern.

14.20 Uhr: USA und Verbündete fliegen 6800 Menschen aus Kabul aus

In den Endzügen der militärischen Evakuierungsmission in Afghanistan sind binnen 24 Stunden rund 6800 Menschen aus Kabul ausgeflogen worden. Eine Sprecherin des Weißen Hauses teilte mit, bis zum Vormittag habe die US-Luftwaffe mit 32 Flügen rund 4000 Menschen in Sicherheit gebracht, Flugzeuge von Verbündeten hätten rund 2800 Menschen evakuiert. Seit dem Start des Einsatzes Mitte August hätten die Vereinigten Staaten und ihre Partner damit insgesamt rund 112.000 Menschen ausgeflogen.

Das US-Militär will seine zuletzt gut 5000 Soldaten bis Dienstag vom Flughafen der afghanischen Hauptstadt abziehen. Damit wird der Einsatz zur Evakuierung westlicher Staatsbürger und früherer afghanischer Mitarbeiter ausländischer Truppen und Einrichtungen enden.

13.45 Uhr: Söder will Bundesverdienstkreuz für Bundeswehr-Soldaten

CSU-Chef Markus Söder hat sich dafür ausgesprochen, allen Bundeswehr-Soldaten im Afghanistan-Einsatz das Bundesverdienstkreuz zu verleihen. "Unsere Bundeswehr hat mehr Respekt und Anerkennung verdient. Alle Soldaten, die in Afghanistan im Einsatz waren, sollten das Bundesverdienstkreuz oder eine vergleichbare Ehrung bekommen", sagte der bayerische Ministerpräsident der "Bild am Sonntag". "Für mich sind unsere Soldatinnen und Soldaten wahre Helden."

13.41 Uhr: Fast 50 Festnahmen nach Massenschlägerei in Moskau

Nach einer Massenschlägerei in Russlands Hauptstadt Moskau hat die Polizei 49 Menschen vorübergehend festgenommen. Der Streit war am Freitagabend aus zunächst ungeklärter Ursache auf offener Straße im Nordosten der Metropole ausgebrochen, wie die Beamten mitteilten. Insgesamt 15 Beteiligten drohen nun Geldbußen oder eine zweiwöchige Haftstrafe. Zu möglichen Verletzten machte die Polizei keine Angaben.

13.36 Uhr: Dänische Forscher entdecken wohl nördlichste Insel der Welt

Lange Zeit galt die Insel Oodaaq am nördlichsten Zipfel Grönlands als das dem Nordpol am nächsten gelegene Stück Land. Doch das muss nun möglicherweise korrigiert werden - zumindest vorübergehend. Forscher der Universität Kopenhagen haben nach eigenen Angaben nämlich ein kleines Eiland entdeckt, das noch weiter nördlich liegt, wenn auch nur knapp 800 Meter.

Die Entdeckung des noch unbenannten, etwa 30 mal 60 Meter großen Inselchens war demzufolge reiner Zufall. "Wir waren überzeugt, dass die Insel, auf der wir standen, Oodaaq ist", sagte Forschungsleiter Morten Rasch. Er war mit einem Team zum Einsammeln von Proben an die Nordküste Grönlands gereist. Von seinem Irrtum erfuhr er erst, als er Bilder und Koordinaten im Internet postete. "Eine Reihe von amerikanischen Insel-Jägern (island hunters) ist durchgedreht und sagte, das könne nicht wahr sein", so der Leiter der Abteilung für Geowissenschaften und Natural Resource Management. Insel-Jäger sind Menschen, deren Hobby es ist, bislang unbekannte Inseln zu entdecken.

13.21 Uhr: Seniorin löst beim Marmeladekochen Explosion aus

Beim Einkochen von Marmelade hat eine 82-Jährige im sächsischen Hoyerswerda eine Explosion verursacht und damit einen Polizeieinsatz ausgelöst. Wie die Polizeidirektion Görlitz mitteilte, hatte die Seniorin am späten Freitagnachmittag für das Einkochen einen Propangasherd in einem Nebengebäude benutzt. Aus noch unbekannter Ursache sei dann unkontrolliert Gas ausgeströmt, nachdem die Frau den Raum verlassen habe.

Durch die anschließende Explosion wurde demnach der Dachstuhl des Nebengebäudes stark beschädigt. Zu einem Brand kam es aber nicht - und auch die 82-Jährige blieb glücklicherweise unverletzt, wie die Polizei weiter mitteilte. Allerdings habe die Feuerwehr im Rahmen der Einsatzmaßnahmen die Bundesstraße 97 kurzzeitig voll sperren müssen. Wie es zu der Explosion kommen konnte, soll nun ein Brandermittler der Polizei klären.

13.14 Uhr: Nur noch 211 rosafarbene Leguane auf Galápagos-Inseln

Von den vom Aussterben bedrohten rosafarbenen Leguanen auf den Galápagos-Inseln gibt es einer ersten Erfassung zufolge nur noch 211 Exemplare und damit weniger als bisher geschätzt. Das sei das Ergebnis einer Forschungsexpedition zum Lebensraum der einzigartigen Echsen, teilte der Galápagos-Nationalpark mit. Dabei hätten die Forscher keine Jungtiere entdeckt, sagte der ecuadorianische Experte und Expeditionsteilnehmer Washington Tapia.

13.07 Uhr: Verunreinigte Moderna-Ampullen womöglich für zwei Todesfälle verantwortlich

Verunreinigte Moderna-Ampullen sind womöglich der Auslöser von zwei Todesfällen in Japan. Der Tod der beiden Männer im Alter von 30 und 38 Jahren werde derzeit untersucht, teilte das Gesundheitsministerium in Tokio mit. Die Männer seien kürzlich nach ihrer zweiten Impfdosis gestorben. Die Vakzine stammten den Angaben zufolge aus einer von drei Moderna-Produktionschargen, die nach Berichten über Verunreinigungen zurückgezogen worden waren.

Insgesamt hatte Japan am Donnerstag die Verwendung von 1,63 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs von Moderna gestoppt. Das für die Verteilung des Vakzins zuständige Pharmaunternehmen Takeda teilte mit, mehrere Impfzentren im Land hätten "fremde Substanzen" in noch ungeöffneten Ampullen festgestellt. Daher sei in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium entschieden worden, die Impfdosen von drei ganzen Chargen nicht mehr zu verwenden.

13.05 Uhr: Vermisster Hund läuft 380 Kilometer nach Hause

Ein auf einer Urlaubsreise in Frankreich verloren gegangener Hund ist plötzlich in seinem 380 Kilometer entfernten Heimatort wieder aufgetaucht. Auf der Rückfahrt von einem Italienurlaub hatten die Besitzer von Jagdterrier Pablo einen Zwischenstopp in Savoyen eingelegt, wie der Sender "France bleu" berichtete. Vom Wohnmobil aus erkundete der zweijährige Hund die Umgebung, kehrte aber anders als üblich nicht zurück. Stundenlang warteten Frauchen und Herrchen demnach vergeblich und meldeten Pablo am nächsten Tag vor der Weiterfahrt zu Verwandten beim Bürgermeisteramt als vermisst.

13.04 Uhr: Bundesanwaltschaft ermittelt nach Schuss auf Deutschen in Kabul

Die Bundesanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren zu den Schussverletzungen eines Deutschen am Flughafen in Kabul eingeleitet. Es bestehe ein Anfangsverdacht für die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung, sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe. Da bislang unklar sei, wer den Schuss abgegeben habe, werde das Verfahren gegen Unbekannt geführt. Zunächst hatte die "Welt" darüber berichtet.

12.55 Uhr: Taliban: Mehrere Flughafen-Gates in Kabul übernommen

Die militant-islamistischen Taliban haben eigenen Angaben zufolge mehrere Tore am Flughafen Kabul unter ihre Kontrolle gebracht. Der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, John Kirby, hatte eine derartige Übergabe nach ersten Medienberichten darüber in der Nacht allerdings vehement und ohne Zögern dementiert.

12.51 Uhr: Hurrikan überm Pazifik: "Nora" steuert auf Mexikos Westküste zu

Der Pazifik-Hurrikan "Nora" hat Kurs auf Mexiko genommen. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde werde er im Laufe des Samstags an Mexikos Südwestküste entlangziehen, teilte das US-Hurrikanzentrum Miami in seinem jüngsten Lagebericht vom Morgen mit. Die US-Behörde warnte vor starken Regenfällen, Sturzfluten und Erdrutschen in mehreren Bundesstaaten, darunter Jalisco und Guerrero. "Nora" hatte sich demnach zuvor im Pazifik von einem Sturm zu einem Hurrikan der Stufe Eins aufgebaut.

12.32 Uhr: UNO startet wegen Dürre in Afghanistan dringenden Hilfsappell

In einem dringenden Hilfsappell haben die Vereinten Nationen Unterstützung für Millionen afghanische Bauern gefordert, denen wegen extremer Dürre verheerende Ernteausfälle drohen. Die Bauern seien von "akuter Ernährungsunsicherheit" bedroht, erklärte die UN-Ernährungsorganisation FAO. Sie warnte vor einer innerafghanischen Fluchtbewegung und weiterer Instabilität in Afghanistan. 

"Wenn wir es nicht schaffen, den am meisten von der akuten Dürre bedrohten Menschen zu helfen, werden viele von ihnen dazu gezwungen, ihre Farmen zu verlassen", betonte FAO-Direktor Qu Dongyu. "Dies könnte die Ernährungsunsicherheit verschärfen und die Stabilität Afghanistans zusätzlich bedrohen."

12.11 Uhr: Afghanistan-Einsatz: Bundeswehr zieht Sanitätsflugzeug ab

Die Bundeswehr hat nun auch ihr Sanitätsflugzeug aus dem usbekischen Taschkent abgezogen, das dort noch für eine mögliche Rettung Verletzter aus dem afghanischen Kabul stationiert war. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus der Bundeswehr erfuhr, startete die fliegende Intensivstation "MedEvac" Richtung Wunstorf bei Hannover. Auch eine Transportmaschine A400M brach mit Material an Bord zurück nach Deutschland auf.

Bereits am Freitagabend waren drei Bundeswehrmaschinen aus Taschkent in Wunstorf gelandet, die Soldaten aus dem Einsatz zurückbrachten. Damit endete die größte Evakuierungsoperation in der Geschichte der Bundeswehr. In elf Tagen hatte die Truppe 5347 Menschen aus mindestens 45 Ländern aus Kabul ausgeflogen, überwiegend Afghanen, aber auch mehr als 500 Deutsche.

11.48 Uhr: Taliban rufen weibliches Gesundheitspersonal zur Arbeit

Die militant-islamistischen Taliban in Aghanistan haben alle im öffentlichen Gesundheitssektor beschäftigten Frauen aufgefordert, ihre Arbeit wieder aufzunehmen. Das Gesundheitsministerium weise alle weiblichen Mitarbeiter in der Hauptstadt und den Provinzen an, an ihren Arbeitsplatz zurückzukehren, hieß es in einem Tweet des Taliban-Sprechers Sabiullah Mudschahid von Freitagabend. Der Ausübung ihrer Arbeit stehe nichts im Wege.

Es ist bisher weitgehend unklar, ob Frauen in Afghanistan mit der Machtübernahme der Taliban weiter ihren Berufen nachgehen können. Bislang gab es lediglich für den Gesundheits- und den Bildungsbereich konkretere Aussagen, dass Frauen wieder ihre Arbeit aufnehmen sollten.

11.45 Uhr: Mehr als 60 Prozent in Deutschland vollständig geimpft

Mehr als 60 Prozent der Menschen in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Die dafür meist nötige zweite Spritze haben inzwischen gut 50 Millionen Menschen (60,1 Prozent) erhalten, wie das Bundesgesundheitsministerium am Samstag bekannt gab. Knapp 65 Prozent (54 Millionen) sind demnach mindestens einmal geimpft. Am Freitag wurden den Angaben zufolge 213 092 Impfdosen verabreicht.

9.52 Uhr: US-Botschaft warnt erneut vor akuter Gefahr am Flughafen von Kabul

Die US-Botschaft in Afghanistan hat eine neue Sicherheitswarnung für ihre Landsleute am Flughafen Kabul veröffentlicht und dazu aufgerufen, das Gebiet sofort zu verlassen. Das gelte für alle US-Bürger, "die sich am Abbey-Gate, Ost-Gate, Nord-Gate oder am Gate des neuen Innenministeriums aufhalten", hieß es in der Warnung der Botschaft in der Nacht zu Samstag. Alle anderen sollten aufgrund der Gefahrenlage auch weiterhin gar nicht erst zum Flughafen kommen.

9 Uhr: 10.303 Neuinfektionen registriert: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 72,1

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist erneut gestiegen und liegt nun bei 72,1. Bundesweit wurden binnen 24 Stunden 10.303 Neuinfektionen registriert, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Samstagmorgen meldete. Die Zahl der Todesfälle in diesem Zeitraum lag bei 22.

Bislang gilt die Sieben-Tage-Inzidenz - die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche - als der entscheidende Richtwert, an dem sich die Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern orientieren. Dies soll sich aber ändern: Die Bundesregierung bereitet derzeit eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes vor, derzufolge künftig anstelle des Inzidenzwertes die Auslastung der Krankenhäuser die zentrale Rolle spielen soll. 

6.09 Uhr: US-Armee fliegt Vergeltungsangriff gegen "Planer" von afghanischem IS-Ableger

Als Vergeltung für den verheerenden Selbstmordanschlag am Flughafen von Kabul hat die US-Armee in Afghanistan einen Drohnenangriff auf einen "Planer" des regionalen Ablegers der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) geflogen. Wegen anhaltender Anschlagsgefahr rief die US-Botschaft ihre Landsleute in Kabul auf, sich vom Flughafen fernzuhalten. Nach der Bundeswehr beendete am Freitagabend auch Frankreich seine Evakuierungsflüge. 

Bei dem aus einem anderen Land gesteuerten Drohnenangriff in der ostafghanischen Provinz Nangarhar sei ersten Hinweisen zufolge "das Ziel getötet" worden, erklärte Bill Urban vom US-Zentralkommando. Der afghanische IS-Ableger - Islamischer Staat Provinz Chorasan (IS-K) - hatte sich zu dem Anschlag bekannt, bei dem am Donnerstag mindestens 85 Menschen getötet wurden, darunter 13 US-Soldaten. Einige Medien berichten von fast 200 Toten. 

5.47 Uhr: Mindestens 16 Tote bei Busunglück in Peru

Bei einem Busunglück in Peru sind mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen. Zwei weitere wurden zudem verletzt, als der Bus in der Andenregion im Südosten des Landes von der Strecke abkam, sich überschlug und rund 200 Meter in die Tiefe stürzte, wie der Sender "RPP Notícias" unter Berufung auf die Polizei der Region Apurímac am Freitag (Ortszeit) berichtete.

Demnach saßen in dem Bus Arbeiter der Kupfermine "Las Bambas", die auf der Strecke Cotabambas-Cusco unterwegs waren. "Las Bambas" ist eines der größten Bergbauprojekte Perus. Das chinesisch-australische Unternehmen MMG fördert dort bis zu 400.000 Tonnen Feinkupfer im Jahr. Der Bergbau ist eines der wichtigsten wirtschaftlichen Standbeine des südamerikanischen Landes.

5.44 Uhr: Hurrikan "Ida" zieht über Kuba hinweg – Golfküste der USA bedroht

Als Hurrikan der Stufe eins ist der Sturm "Ida" über Kuba hinweggefegt. Er hatte am Freitag in der Karibik, kurz bevor er auf der kubanischen Insel Isla de la Juventud Land erreichte, an Stärke gewonnen - nach Angaben des staatlichen US-Hurrikanzentrums NHC wurden anhaltende Windgeschwindigkeiten von 130 Kilometern pro Stunde gemessen. Es kam nach Berichten kubanischer Staatsmedien zu Stromausfällen, außerdem stürzten Bäume um. Tausende Menschen wurden evakuiert, in der Hauptstadt Havanna wurde der öffentliche Nahverkehr eingestellt.

ivi DPA AFP

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