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News von heute US-Präsident Joe Biden appelliert an Amerikaner: "Bitte hortet kein Benzin!"

News von heute: US-Präsident Joe Biden appelliert an Amerikaner: "Bitte hortet kein Benzin!"
Sehen Sie im Video: Bürgerkriegsähnliche Zustände in Teilen Israels nach Eskalation im Gazastreifen.




In der Nacht zu Donnerstag ist es erneut zu heftigen Luftangriffen durch die israelische Armee in Gaza gekommen. Nach israelischen Angaben wurden im Gazastreifen mehrere hochrangige Vertreter der Terrororganisation Hamas getötet. Militante Palästinenser hätten seit Anfang der Woche mehr als 1.000 Raketen abgefeuert, hieß es außerdem. Mehrere Menschen in Israel sind dabei ums Leben gekommen. Unter anderem in Lod östlich von Tel Aviv kam es zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen, obwohl eine Ausgangssperre verhängt worden war. Dieser Israeli berichtet, was er erlebt hat: "Ich war am Ortseingang von Lod, in einem Industriegebiet. Da kamen etwa 100 Araber auf mich zu und fragten mich, ob ich Jude oder Araber sei. Ich sagte ihnen 'Araber'. Sie hörten aber, dass ich keinen arabischen Akzent hatte und rannten auf mein Auto zu und begannen, Steine zu werfen. Ich hatte Glück, dass keine Autos hinter mir waren, so dass ich rückwärts fuhr, ich fuhr Vollgas im Rückwärtsgang. Ich bin fast in Leute und Autos gerast. Ich konnte nichts sehen. Aber ich habe dem Tod ins Auge geschaut. Wissen Sie, was der Tod ist? Das sind Leute, die mit Steinen auf einen werfen." Nach Angaben der palästinensischen Gesundheitsbehörde starben im Gazastreifen Dutzende Menschen, darunter auch mehrere Kinder. Auslöser der Eskalation war die drohende Zwangsräumung palästinensischer Wohnungen in Ost-Jerusalem. Auf internationaler Ebene laufen diplomatische Initiativen, um eine Feuerpause zu erreichen. Auch, wenn die Fronten extrem verhärtet scheinen. Es ist der schlimmste Konflikt in dem Gebiet seit 2014.
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Inhaltsverzeichnis

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Die News von heute im stern-Ticker: 

20.04 Uhr: Korruption nach Erdbeben: Ex-Funktionär nach Mexiko ausgeliefert

Ein Ex-Funktionär in Mexiko-Stadt ist wegen des Verdachts auf Missbrauch von Geldern für den Wiederaufbau nach einem Erdbeben von Spanien nach Mexiko ausgeliefert worden. Edgar Tungüí war nach einem schweren Erdbeben im Jahr 2017 von der Regierung der mexikanischen Hauptstadt damit beauftragt worden, die Verteilung von Mitteln für den Wiederaufbau von mehr als 7300 Wohnungen zu verwalten. Ihm wird vorgeworfen, rund 48 Millionen Peso (knapp zwei Millionen Euro) an unberechtigte Empfänger geleitet zu haben. Bei dem Erdstoß der Stärke 7,1 am 19. September 2017 waren 369 Menschen ums Leben gekommen.

19.59 Uhr: Behörden stoppen Abschiebung in Glasgow nach massiven Protesten

Nach heftigen Protesten von Anwohnern ist die Abschiebung von zwei Menschen in Schottland gestoppt worden. Die Männer wurden wieder freigelassen, nachdem etwa 200 Demonstranten stundenlang ein Fahrzeug der Migrationsbehörde in der Stadt Glasgow blockiert hatten. Ein Mann hatte sich unter den Wagen gelegt, um ihn an der Abfahrt zu hindern. Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon und ihr Justizminister Humza Yousaf kritisierten die Aktion des britischen Innenministeriums heftig. Das "feindselige Umfeld" der britischen Regierung sei in Schottland nicht willkommen, twitterte Yousaf.

19.28 Uhr: 9000 weitere Reservisten der israelischen Armee mobilisiert

Israels Verteidigungsminister Benny Gantz hat angesichts der Eskalation im Gaza-Konflikt die Mobilisierung von weiteren 9000 Reservisten genehmigt. Die zusätzlichen Kräfte sollen demnach unter anderem dem südlichen und zentralen Regionalkommando der Streitkräfte zugeteilt werden. Am Dienstag hatte die israelische Armee bereits 5000 Reservisten mobilisiert.

19.21 Uhr: Steinmeier verurteilt antisemitische Demonstrationen

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat antisemitische Parolen und die Verbrennung israelischer Fahnen bei Kundgebungen in Deutschland verurteilt. "Unser Grundgesetz garantiert das Recht auf Meinungs- und Demonstrationsfreiheit", so Steinmeier in einem Beitrag für die "Bild"-Zeitung. "Wer aber auf unseren Straßen Fahnen mit dem Davidstern verbrennt und antisemitische Parolen brüllt, der missbraucht nicht nur die Demonstrationsfreiheit, sondern der begeht Straftaten, die verfolgt werden müssen!" Steinmeier weiter: "Nichts rechtfertigt die Bedrohung von Jüdinnen und Juden in Deutschland oder Angriffe auf Synagogen in deutschen Städten. Judenhass - ganz gleich von wem - wollen und werden wir in unserem Land nicht dulden." Die Kundgebungen sind Folge der jüngsten Eskalation im Gaza-Konflikt zwischen militanten Palästinensern und Israel. In mehreren deutschen Städten wurden dabei israelische Flaggen angezündet.

19.21 Uhr: Biden appelliert an Amerikaner: Bitte kein Benzin horten

Nach dem Hackerangriff auf eine große Pipeline hat US-Präsident Joe Biden die Amerikaner angesichts örtlicher Engpässe bei der Benzinversorgung aufgefordert, nicht in "Panik" zu verfallen. "Kaufen Sie in den nächsten Tagen nicht mehr Benzin, als Sie brauchen", sagte Biden im Weißen Haus. Die Versorgung werde sich in den kommenden Tagen wieder normalisieren und "Panikkäufe werden das nur hinauszögern", sagte er. Schlangen an Tankstellen zu sehen, sei beängstigend, räumte er ein. Erpresser hatten die Pipeline der Betreibergesellschaft Colonial vergangenen Freitag mit einem Hackerangriff lahmgelegt.

19.13 Uhr: 300 Gendarmen suchen mutmaßlichen Todesschützen in Frankreich

Dramatischer Großeinsatz in Südfrankreich: Rund 300 Gendarmen haben einen 29-Jährigen gesucht, der zwei Männer in einem Dorf erschossen haben soll. Die Sicherheitskräfte setzten in dem abgelegenen und bewaldeten Gelände im Département Gard auch Hunde und Hubschrauber ein. Die Gendarmerie veröffentlichte einen Fahndungsaufruf mit einem Bild des Gesuchten. Dieser sei gefährlich. Der 29-Jährige wird verdächtigt, in dem Dorf Plantiers seinen Chef und einen Arbeitskollegen in einem Sägewerk mit Kopfschüssen getötet zu haben. Der Angreifer sei zu Fuß geflüchtet und sei wohl mit einem Präzisionsgewehr und einer Pistole bewaffnet, berichtete die Gendarmerie. Der Verdächtige sei Sportschütze und Jäger, schrieb die Tageszeitung "Le Parisien".

18.59 Uhr: Prozess gegen drei an Festnahme Floyds beteiligte Ex-Polizisten verschoben

Im Fall des getöteten Afroamerikaners George Floyd ist der Prozess gegen drei mitangeklagte Ex-Polizisten von August auf März verschoben worden. Richter Peter Cahill sagte in Minneapolis, er wolle einem Prozess gegen Tou Thao, Alexander Kueng und Thomas Lane auf Bundesebene Vorrang einräumen. Die von der Bundesjustiz gegen die drei Männer erhobenen Vorwürfe würden schwerer wiegen als jene auf Landesebene. Deswegen sei es sinnvoll, erst den Bundesprozess abzuwarten. Thao, Kueng und Lane waren am 25. Mai 2020 an der Festnahme von George Floyd beteiligt, bei der ihr Kollege Derek Chauvin den Afroamerikaner durch minutenlangen Knie-Druck auf den Nacken getötet hatte. Sie wurden von der Justiz des Bundesstaates Minnesota unter anderem wegen Beihilfe zu einem Mord zweiten Grades angeklagt.

18.37 Uhr: "Meilenstein": Klimaschutzgesetz in Spanien verabschiedet

Spanien zieht im Kampf gegen den Klimawandel an: Das Parlament verabschiedete in Madrid ein Gesetz, mit dessen Hilfe das Land spätestens bis 2050 klimaneutral werden soll - das bedeutet, dass Treibhausgasemissionen bis dahin in allen Bereichen wie Industrie, Verkehr oder Landwirtschaft völlig oder fast vollständig vermieden werden sollen. Die Abgeordneten der rechtspopulistischen Partei Vox votierten gegen das "Gesetz zum Klimawandel und für die Energiewende", die Vertreter der konservativen Opposition enthielten sich der Stimme. Das Gesetz sei "ein Meilenstein", "der schon lange nötig war", sagte die Ministerin für Ökologischen Übergang der linken Regierung, Teresa Ribera.

18.28 Uhr: US-Pipeline-Betreiber beliefert nach Hackerangriff wieder Kunden

Nach Panik-Benzinkäufen nach dem Hackerangriff auf eine US-Pipeline deutet sich eine Entspannung der Lage an: Der Pipeline-Betreiber Colonial nahm die Versorgung von Kunden mit Treibstoff wieder auf.  "Colonial Pipeline hat bedeutende Fortschritte gemacht, unser Pipeline-System sicher neu zu starten", erklärte das Unternehmen. "Die Produktlieferung hat in einer Mehrheit der Märkte begonnen, die wir beliefern." Bis zu einer Normalisierung der Lage könnten aber noch Tage oder gar Wochen vergehen. Tausenden Tankstellen im Osten der USA ist der Treibstoff ausgegangen. Vor Zapfsäulen haben sich lange Schlangen gebildet, weil Autofahrer Panik-Käufe tätigen. Colonial Pipeline war vergangene Woche Ziel eines Angriffs mit einem Erpressungstrojaner geworden.

18.23 Uhr: Mahnbescheid gegen Premierminister Johnson aufgehoben

Ein Mahnbescheid über 535 Pfund (rund 623 Euro) gegen den britischen Premierminister Boris Johnson ist aufgehoben. Es gebe keinen Fall mehr, sagte ein Richter und nahm die Forderung zurück. Die Regierung hatte den am Mittwoch bekannt gewordenen Bescheid zuvor als "unbegründet" bezeichnet. Es handle sich um Rechtsmissbrauch, so ein Sprecher. Worum es bei der Forderung ging, war unklar. Die BBC berichtete unter Berufung auf Gerichtsdokumente, es handele sich um Forderungen im Zusammenhang mit Verleumdungsvorwürfen gegen den Premier. Ein Regierungssprecher hatte zuvor lediglich versichert, es habe nichts mit der aufwendigen Renovierung der Dienstwohnung Johnsons zu tun. Der konservative Politiker war wegen offener Fragen zur deren Finanzierung in den vergangenen Wochen unter Druck geraten.

18.00 Uhr: Ex-Premier Cameron verteidigt Lobbyismus für insolvente Firma

Der britische Ex-Premierminister David Cameron hat seinen Lobbyismus-Einsatz für den mittlerweile insolventen Finanzdienstleister Greensill Capital verteidigt. Er habe keine Ahnung von finanziellen Schwierigkeiten des Unternehmens gehabt, als er sich im Frühling 2020 bei Finanzminister Rishi Sunak und ranghohen Beamten für das Unternehmen einsetzte, sagte Cameron vor einem Ausschuss des britischen Parlaments in London. Mit seinem Einsatz sei es ihm nicht um persönliche Gewinne gegangen. Vielmehr habe Greensill Capital "großartige Ideen" und "gute Lösungen" gehabt. Cameron räumte ein, dass er wirtschaftliche Vorteile durch seine Arbeit für Greensill gehabt habe. Ehemalige Premierminister sollten "anders denken und anders handeln", wenn es um Lobbying geht. "Regeln allein sind nie genug", sagte er.

18.00 Uhr: Holstein Kiel hat Relegation sicher - ein Sieg fehlt zur Bundesliga

Holstein Kiel hat die Gunst der Stunde genutzt und mindestens den Aufstiegs-Relegationsrang in der 2. Fußball-Bundesliga sicher. Im Nachholspiel gegen Jahn Regensburg feierten die Norddeutschen nach großem Kampf mit 3:2 (1:1) ihren siebten Heimsieg in Serie. Bei zwei ausstehenden Spielen fehlt Holstein noch ein Sieg zum direkten Aufstieg in die Bundesliga.

17.48 Uhr: Israel greift Anlage des Hamas-Geheimdienstes an

Israelische Kampfjets haben nach Militärangaben eine Anlage des Hamas-Geheimdienstes beschossen. Auf dem Areal befindet sich das wichtigste militärische Beobachtungszentrum der Organisation, wie die Armee mitteilte. Dutzende Mitglieder der islamistischen Hamas sollen sich demnach zur Zeit des Angriffs dort aufgehalten haben. Ob es Tote oder Verletzte unter ihnen gab, sagte die Armee nicht.

Als Reaktion auf fortwährende Raketenangriffe militanter Palästinenser auf israelische Städte setzte das israelische Militär am Donnerstag seine massiven Angriffe auf den Gazastreifen fort. Ziel sind vor allem Einrichtungen der Hamas und der militanten Gruppe Islamischer Dschihad.

17.34 Uhr: Frankreichs Innenminister lässt Nahost-Demonstrationen verbieten

Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin lässt geplante Nahost-Demonstrationen in Paris verbieten. 2014 sei die öffentliche Ordnung massiv gestört worden, teilte Darmanin via Twitter als Begründung mit. Tausende Menschen hatten vor sieben Jahren gegen die damalige israelische Militäroffensive im Gazastreifen demonstriert. Bei Ausschreitungen attackierten Randalierer auch eine Synagoge und jüdische Geschäfte.

Er habe den Pariser Polizeipräfekten angewiesen, die Demonstrationen am Samstag zu untersagen, so Darmanin. Auf die Demonstrationen ging er nicht weiter ein. Die Präfekten seien als oberste Vertreter des Zentralstaates in den einzelnen Regionen aufgefordert worden, besonders wachsam zu sein.

17.24 Uhr: Amazon stellt 75.000 Mitarbeiter ein

Der weltgrößte Online-Händler Amazon setzt seine Einstellungsoffensive fort - in den USA und Kanada sollen 75.000 neue Mitarbeiter für die Lager- und Lieferlogistik verpflichtet werden. Dabei bietet der Konzern nach eigenen Angaben 100 Dollar Prämie für Kandidaten, die bereits gegen Corona geimpft sind. Die Pandemie hat die Nachfrage nach Amazons Lieferdiensten stark steigen lassen, das Unternehmen hatte im vergangenen Jahr bereits Hunderttausende neue Beschäftigte eingestellt und ist inzwischen der zweitgrößte US-Arbeitgeber hinter dem Einzelhandelsriesen Walmart. Weltweit hatte Amazon Ende 2020 rund 1,3 Millionen Mitarbeiter.

17.09 Uhr: Johnson will gegen "unbegründeten" Mahnbescheid vorgehen

Boris Johnson will gegen einen Mahnbescheid vorgehen, der gegen ihn ausgestellt wurde. Das sagte ein Sprecher des britischen Premierministers. Tags zuvor war bekannt geworden, dass ein Gericht bereits im vergangenen Oktober einen Mahnbescheid über 535 Pfund (rund 623 Euro) gegen den Regierungschef erlassen hatte. Das geht aus einem öffentlich zugänglichen Register hervor. Die Regierung bezeichnete den Bescheid als "unbegründet". Es handle sich um einen Fall von Rechtsmissbrauch und man werde sich darum bemühen, dass er zurückgenommen werde, so ein Sprecher.

17.05 Uhr: Maas macht Hamas für jüngste Eskalation in Nahost verantwortlich

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) macht die radikalislamische Palästinenser-Organisation Hamas für die Zuspitzung der Nahost-Krise verantwortlich. "Zumindest die jüngste Eskalation hat Hamas mutwillig herbeigeführt, indem sie über tausend Raketen auf israelische Städte geschossen hat", sagte Maas der "Bild"-Zeitung. Die Bundesregierung wolle jetzt "alle Kanäle nutzen, um auf eine Entspannung der Lage hinzuwirken". Maas sagte, er wolle mit einer "verhandelten Zweistaatenlösung den fatalen Kreislauf der immer wiederkehrenden Gewalt durchbrechen". Deutschland setze sich für ein "sofortiges Ende der Gewalt" ein. Gelinge dies nicht, sieht der Außenminister "schwere Tage auf uns zukommen". 

17.02 Uhr: Grüner Rezzo Schlauch vertritt Palmer im Parteiausschlussverfahren

Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) wird im Parteiausschlussverfahren vom früheren grünen Bundestags-Fraktionschef Rezzo Schlauch unterstützt. "In dem zu erwartenden Parteiordnungsverfahren der grünen Partei gegen Boris Palmer übernehme ich seine anwaltliche Vertretung", heißt es in einer Erklärung von Schlauch, die der "Welt" und der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Schlauch, der wie Palmer aus Baden-Württemberg stammt, versicherte, er werde alles in seiner Macht Stehende tun, "um Schaden von meiner Partei und meinem Mandanten abzuwehren". "Boris Palmer und ich haben vereinbart, dass Boris Palmer außerhalb des Verfahrens und während der Verfahrensdauer keinerlei Äußerungen, Stellungnahmen zu dem streitbefangenen Sachverhalt und den damit verbundenen Themen tätigt", heißt es in der Erklärung.

17.00 Uhr: NRW-Innenminister Reul: Antisemitische Parolen "unerträglich"

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hat nach den antisemitischen Vorfällen in Gelsenkirchen eine konsequente Verfolgung der Täter angekündigt. "Ich finde es unerträglich, wenn auf deutschem Boden antisemitische Parolen skandiert werden", sagte Reul der Deutschen Presse-Agentur. "Unsere Polizei verfolgt die Täter mit aller Konsequenz, damit sie bestraft werden können."

16.11 Uhr: Rund 1500 Menschen bei Anti-Israel-Demonstration in Bremen

Mit Sprechchören und Palästina-Flaggen haben rund 1500 Menschen in Bremen gegen Israel demonstriert. Sie riefen "Freiheit für Palästina" und forderten Israel auf, die Einsätze im Gazastreifen zu beenden. Immer wieder wurde auch "Allahu akbar" (Gott ist groß) gerufen. Zu sehen waren auch zahlreiche Türkei-Flaggen. Angemeldet waren 300 Teilnehmer, die Polizei sprach am Donnerstagnachmittag aber von mindestens der fünffachen Zahl.

Die Einsatzkräfte weiteten die abgesperrte Kundgebungsfläche direkt vor dem Bremer Dom und in unmittelbarer Nähe des Rathauses aus. Viele Demonstranten hielten sich nicht an die Corona-Abstandsregeln, auch die Maskenpflicht wurde von einigen ignoriert. Die mit einem Großaufgebot vertretene Polizei forderte über Lautsprecher auf, sich an die Regeln zu halten.

16.05 Uhr: Erster Journalist seit Putsch in Myanmar zu Haftstrafe verurteilt

Erstmals seit dem Putsch in Myanmar vor gut drei Monaten ist ein Journalist wegen seiner Berichte über die Proteste gegen die Militärjunta zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden. Der Reporter und Familienvater Min Nyo müsse für drei Jahre in Haft, teilte sein Sender Democratic Voice of Burma (DVB, Demokratische Stimme Birmas), mit. DVB und die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) forderten von den Militärs die sofortige Freilassung des Journalisten.

15.40 Uhr: Keine Billigflüge mehr – Scholz will viele Flüge teurer machen

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz will gegen innereuropäische Billigflüge vorgehen und eine Preisgrenze durchsetzen. "Kein Flug darf billiger sein als die Flughafengebühren und alle anderen Gebühren, die dafür anfallen", sagte Scholz am Mittwochabend in der Sendung "ProSieben Spezial Live". Weitergehende Regelungen seien rechtlich schwierig. Das bedeute aber immerhin, "dass es sicherlich keinen (Flug) geben wird, der unter 50, 60 Euro dann sein wird". Auch das sei noch ziemlich günstig, gemessen an dem, was Flugreisen früher gekostet hätten.

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, argumentierte hingegen, Klimaschutz dürfe nicht auf Kosten der Urlaubsplanung einkommensschwacher Familien gehen. "Ich finde, Reisen und Fliegen müssen auch in Zukunft für jeden Geldbeutel möglich sein und nicht zum Luxus von einigen wenigen werden. Klimaschutz und CO2-Reduktion müssen intelligent und durch neue Technologien erfolgen. Wer glaubt, Verbote und unverhältnismäßige Preiserhöhungen sind das richtige Mittel, ist auf dem Holzweg", sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.

15.30 Uhr: Netanjahu: Einsatz in Gaza "wird einige Zeit dauern"

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Bürger des Landes erneut auf einen längeren Einsatz im Gazastreifen eingestimmt. "Es wird einige Zeit dauern, aber mit großer Entschlossenheit, sowohl defensiv als auch offensiv, werden wir unser Ziel erreichen - die Ruhe im Staat Israel wiederherzustellen", sagte er bei einem Besuch der Raketenabwehreinheit. Die Verteidigung durch das System "Iron Dome" (Eisenkuppel) gebe Israel Raum für Angriffe, so Netanjahu. Demnach seien schon fast 1000 Ziele der militanten Palästinenser beschossen worden.

Präsident Reuven Rivlin verurteilte die Gewalt auf Israels Straßen. Sie sei "eine echte Bedrohung für die israelische Souveränität". Die gemäßigte Mehrheit von Juden und Arabern müsse sich für Rechtsstaatlichkeit und eine gemeinsame Existenz einsetzen, forderte Rivlin. "Wir dürfen nicht zulassen, dass Extremisten den Ton angeben."

15.19 Uhr: Ägypten schickt Delegation zur Vermittlung nach Tel Aviv und Gaza

Nach der Eskalation im Gaza-Konflikt bemüht sich Ägypten erneut um Vermittlung zwischen Israelis und Palästinensern. Eine ägyptische Delegation traf dafür in Tel Aviv ein, um auf eine Feuerpause zwischen beiden Seiten hinzuarbeiten, wie es aus Sicherheitskreisen hieß. In den Gesprächen solle es auch um Wohnungsräumungen gehen, die palästinensischen Familien in Jerusalem drohten. Am Mittwoch führte eine Delegation aus Kairo bereits Gespräche mit der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas und der militanten Gruppe Islamischer Dschihad im Gazastreifen.

15.18 Uhr: Russland will ersten Film im Weltall drehen

Es ist eine Premiere: Erstmals soll im Weltall ein Film gedreht werden. Wie die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos mitteilte, soll im Oktober eine Sojus-Rakete von Kasachstan aus zur Internationalen Raumstation ISS starten - mit einer Schauspielerin und einem Regisseur an Bord. Zwei Monate später erwartet die ISS weitere prominente Gäste: Dann reisen der exzentrische japanische Milliardär Yusaku Maezawa und sein Assistent Yozo Hirano als Touristen zur ISS.

Der Start der Sojus-Rakete mit der 36-jährigen Schauspielerin Julia Peressild und dem ein Jahr älteren Regisseur Klim Schipenko sei auf den 5. Oktober angesetzt, teilte Roskosmos mit. Starten soll der Flug demnach vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan aus. Der Arbeitstitel des geplanten Films lautet "Die Herausforderung". Es handele sich um "Weltraum-Drama". Weitere Angaben zur Handlung des Films machte Roskosmos nicht.

15.01 Uhr: Angriff auf Schule in Russland: Noch zwei Schüler in ernstem Zustand

Zwei Tage nach dem Amoklauf an einer Schule in Russland schweben zwei Schüler weiter in Lebensgefahr. Ihr Zustand sei äußerst ernst, sagte Gesundheitsminister Michail Muraschko der Staatsagentur Tass zufolge in Moskau. Ein anderer schwer verletzter Schüler habe inzwischen eine Operation gut überstanden. Die Verletzten hatten entweder Schusswunden oder Knochenbrüche erlitten. Sie alle erhielten psychologische Hilfe, erklärte der Minister.

Am Mittwoch waren neun Verletzte zur Behandlung nach Moskau geflogen worden. Sie hätten den Transport gut verkraftet, sagte eine Regierungssprecherin der Republik Tatarstan. "Die Ärzte tun alles in ihrer Macht Stehende, um das Leben und die Gesundheit zu retten."

14.39 Uhr: Israel-Flagge vor Konrad-Adenauer-Haus gestohlen – CDU hängt neue auf

Die gestohlene Israel-Flagge vor der CDU-Bundesgeschäftsstelle in Berlin-Mitte ist durch eine neue ersetzt worden, wie CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak via Twitter mitteilte. Dazu schrieb er: "Ihr könnt uns zwar die Flagge nehmen, aber nicht unsere Haltung!"

Die "erste" Israel-Flagge, die am Mittwoch vor dem Konrad-Adenauer-Haus gehisst war, ist laut Polizei gestohlen worden. Es gebe Videoaufzeichnungen, auf denen zwei Menschen beim Entwenden der Fahne vor dem Konrad-Adenauer-Haus in der Klingelhöferstraße zu sehen seien, sagte eine Polizeisprecherin. Die Tat sei gegen 23.30 Uhr verübt worden.

Ziemiak hatte am Mittwochabend ein Foto der Flagge getwittert. Als Grund dafür gab er "Solidarität mit den Opfern terroristischer Raketen-Angriffe" an, versehen mit den Stichworten "IsraelUnderAttack" und "Staatsräson".

14.30 Uhr: Russland will kommerziellen Fang von Walen und Delfinen verbieten

Russland will den kommerziellen Fang von Walen und Delfinen verbieten. Das kündigte Regierungschef Michail Mischustin in Moskau an. Ab wann das neue Gesetz gelten soll, sagte der Ministerpräsident zunächst nicht. "Wir rechnen damit, dass dies helfen wird, die Tiere vor rücksichtsloser Ausrottung zu retten." Russland hatte den kommerziellen Fang im vergangenen Jahr bereits erschwert. Ausgenommen von der neuen Regelung ist offenbar der Fang von Walen und Delfinen für wissenschaftliche Zwecke.

14.26 Uhr: 300 Gendarmen suchen mutmaßlichen Todesschützen in Frankreich

Großeinsatz in Südfrankreich: Rund 300 Gendarmen haben einen 29-Jährigen gesucht, der zwei Männer in einem Dorf erschossen haben soll. Die Sicherheitskräfte setzten in dem abgelegenen und bewaldeten Gelände im Département Gard auch Hunde und Hubschrauber ein. Die Gendarmerie, die zu den Streitkräften gehört, aber auch Polizeiaufgaben wahrnimmt, veröffentlichte einen Fahndungsaufruf mit einem Bild des Gesuchten. Dieser sei gefährlich. In Medien war von einer "Menschenjagd in den Cevennen" die Rede.

14.17 Uhr: Belarussischer Schlagzeuger wegen Protestteilnahme zu sechs Jahren Haft verurteilt

Die Justiz in Belarus hat einen Schlagzeuger zu sechs Jahren Haft verurteilt, weil seine Band bei den Massenprotesten gegen die Regierung im vergangenen Jahr gespielt hatte. Ein Gericht in Minsk befand den 30-jährigen Alexej Santschuk für schuldig, Proteste organisiert und an ihnen teilgenommen zu haben, wie die Menschenrechtsgruppe Wjasna mitteilte. 

Santschuk war im November in Minsk verhaftet worden - zusammen mit mehreren anderen Mitgliedern seiner Band. Während die anderen nach 15 Tagen im Gefängnis entlassen wurden, hielten die Behörden Santschuk weiterhin fest und erhoben mehrere Strafanzeigen gegen ihn. Wiasna zufolge wurde der Musiker nach seiner Verhaftung geschlagen und gezwungen, ein auf Video festgehaltenes Geständnis abzulegen. Santschuk hat eine Frau und eine achtjährige Tochter. 

13.42 Uhr: Wieder Raketenalarm in Tel Aviv

In der israelischen Küstenmetropole Tel Aviv ist erneut Raketenalarm ausgelöst worden. In der Stadt waren heulende Warnsirenen und Explosionen zu hören. Es war die fünfte Angriffswelle seit Dienstagabend. Die Küstenmetropole - Israels Wirtschaftszentrum - wurde in der Nacht zum Mittwoch so heftig mit Raketen beschossen wie nie zuvor.

13.31 Uhr: Italien verlangt von Tiktok verstärkten Jugendschutz

In Italien machen die Behörden der Kurzvideo-App Tiktok weiter Druck, damit die Altersgrenze zur Nutzung von 13 Jahren eingehalten wird. Die Datenschutzbehörde Garante forderte von den Tiktok-Betreibern am Mittwochabend verstärkte Maßnahmen zum Jugendschutz. So sollten die Anbieter auch künstliche Intelligenz nutzen, um jüngere Kinder unter den Nutzern zu ermitteln und ihre Aktivität auf der Plattform der chinesischen Firma zu stoppen.

Der Unternehmen versicherte in einer Reaktion, dass die Privatsphäre und die Sicherheit "oberste Priorität" hätten, insbesondere wenn es um junge Nutzer gehe, wie die italienische Nachrichtenagentur Adnkronos schrieb. Tiktok prüfe zusätzliche Maßnahmen, um sicherzustellen, dass nur Leute ab dem Alter von 13 aktiv seien.

13.05 Uhr: Russland bemüht sich um Vermittlung im Nahostkonflikt

Nach der Eskalation im Gaza-Konflikt bemüht sich Russland um eine Vermittlung für ein Ende der Gewalt im Nahost. "Verschiedene Länder unternehmen Anstrengungen und nutzen ihre Kontakte, um die Parteien zur Zurückhaltung zu ermutigen - auch Russland", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow in Moskau der Staatsagentur Tass zufolge. Details nannte er zunächst nicht. Israelis und Palästinenser müssten erkennen, dass es keine Alternative zu einer diplomatischen Lösung des Konflikts gebe.

Außenminister Sergej Lawrow rief beide Seiten einmal mehr zu einem Ende der Gewalt auf. Nach seinem Telefonat mit dem ägyptischen Kollegen Samih Schukri teilte das russische Außenministerium mit, Moskau und Kairo wollten sich eng abstimmen bei ihren Bemühungen um einen Neustart der Verhandlungen zwischen der palästinensischen und der israelischen Seite. Lawrow will etwa die Vermittlergruppe aus den USA, Russland, den Vereinten Nationen und der EU einberufen.

12.47 Uhr: Tödliche Messerattacke in Karlsruhe – 34-Jähriger stellt sich Polizei

Nach einem tödlichen Messerangriff in Karlsruhe sitzt ein 34-Jähriger in einer psychiatrischen Klinik. Der Mann stehe in dringendem Verdacht, am späten Mittwochabend seinen 55 Jahre alten Mitbewohner mit mehreren Messerstichen getötet zu haben, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei mit. Außerdem soll der Angreifer seinem Opfer weitere Verletzungen zugefügt haben, als es bereits tot war. Der 34-Jährige erschien kurz vor Mitternacht auf einem Karlsruher Polizeirevier und gestand seine Tat. Einsatzkräfte hatten den 55-Jährigen tot in der gemeinsamen Wohnung der beiden entdeckt. Die Hintergründe der Tat seien noch unklar.

12.18 Uhr: Israel-Flagge vor Konrad-Adenauer-Haus gestohlen

Eine Israel-Flagge, die vor der CDU-Bundesgeschäftsstelle in Berlin-Mitte gehisst war, ist laut Polizei gestohlen worden. Es gebe Videoaufzeichnungen, auf denen zwei Menschen beim Entwenden der Fahne vor dem Konrad-Adenauer-Haus in der Klingelhöferstraße zu sehen seien, sagte eine Polizeisprecherin. Die Tat sei gegen 23.30 Uhr verübt worden.

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hatte am Mittwochabend ein Foto getwittert, das zeigt, wie die Fahne gehisst wird. Als Grund dafür gab er "Solidarität mit den Opfern terroristischer Raketen-Angriffe" an, versehen mit den Stichworten "IsraelUnderAttack" und "Staatsräson". Die Fahne sollte demnach eigentlich bis nach dem 14. Mai, dem Jahrestag der Staatsgründung Israels, gehisst bleiben.

12.04 Uhr: Kreml: Mögliches Treffen von Putin und Biden auch online denkbar

Ein mögliches Treffen von Kremlchef Wladimir Putin mit seinem US-Kollegen Joe Biden könnte aus Sicht Moskaus auch als Video-Konferenz abgehalten werden. Das müssten am Ende Epidemiologen entscheiden, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow in Moskau der Agentur Interfax zufolge. Er antwortete damit auf eine Frage von Journalisten, ob der russische Präsident Biden persönlich treffen könnte oder ob sie sich online austauschen.

An diesem Donnerstag wollte Putin ein Gespräch mit UN-Generalsekretär António Guterres führen, der sich derzeit in Moskau aufhält - allerdings im Video-Format. Peskow begründete die Entscheidung mit der Pandemie und einer entsprechenden Empfehlung von Experten. Der Präsident, der laut Kreml bereits gegen das Coronavirus geimpft ist, müsse alle Vorsichtsmaßnahmen beachten.

11.39 Uhr: Neue Probleme auf Raumstation ISS: Wasseranlage ausgefallen

Auf der Raumstation ISS ist ein System zur Aufbereitung von Trinkwasser ausgefallen. Die Anlage sei wegen eines möglichen Lecks abgeschaltet worden, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa in der Nacht mit. "Die Besatzung ist nicht in Gefahr." Es sei noch genügend Wasser auf der Station, um die Crew über Monate hinweg zu versorgen. Vom Ausfall betroffen ist demnach der amerikanische Teil der ISS. Es seien aber mehrere Ersatzteile an Bord. Die Reparaturarbeiten sollten laut Nasa Anfang nächster Woche abgeschlossen sein.

In den vergangenen Monaten gab es an der Außenhülle der Station mehrere Lecks, die Raumfahrer geflickt haben. Weshalb sie entstanden sind, ist noch unklar. Die Raumfahrtbehörden von Russland und der USA wollen nun gemeinsam nach den Ursachen suchen. Ende Mai solle eine Expertengruppe ihre Arbeit beginnen, meldete die Staatsagentur Tass.

11.17 Uhr: Maas: Staat muss "ohne Wenn und Aber" Sicherheit von Synagogen gewährleisten

Außenminister Heiko Maas (SPD) hat zum besseren Schutz von Synagogen in Deutschland aufgerufen. "Für Angriffe auf Synagogen darf es in unserem Land null Toleranz geben", sagte Maas den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstagsausgaben). "Und so traurig es ist, dass das überhaupt notwendig ist: Der Staat muss ohne Wenn und Aber die Sicherheit der Synagogen gewährleisten." Maas appellierte an alle Bürgerinnen und Bürger, es nicht zu akzeptieren, "wenn Menschen jüdischen Glaubens in Deutschland für Ereignisse im Nahen Osten verantwortlich gemacht werden – auf der Straße wie in den sozialen Medien". 

10.16 Uhr: Greenpeace: Antibiotikaresistente Keime im Abwasser aus Schlachthöfen

Mit Abwässern aus Schlachthöfen gelangen einer Greenpeace-Untersuchung zufolge antibiotikaresistente Keime direkt in die Umwelt. Greenpeace ließ 33 Proben aus sieben Schlachthöfen in drei Bundesländern analysieren - 30 von ihnen enthielten antibiotikaresistente Keime. "Auch Schlachthöfe verbreiten Resistenzen gegen überlebenswichtige Antibiotika und tragen damit dazu bei, dass Infektionskrankheiten immer schwerer zu behandeln sind", erklärte Greenpeace-Landwirtschaftsexperte Dirk Zimmermann.

10.09 Uhr: Maledivens Ex-Präsident nach Attentat zur Behandlung nach Deutschland gebracht

Der frühere Präsident der Malediven, Mohamed Nasheed, ist nach einem Mordanschlag zur Behandlung nach Deutschland gebracht worden. Begleitet von einem massiven Sicherheitsaufgebot wurde Nasheed in einem Krankenwagen zum Flughafen der maledivischen Hauptstadt Malé gebracht, wo ein Sonderflug nach Deutschland auf ihn wartete. Der 53-jährige Demokratie- und Klimaschutz-Aktivist hatte vor einer Woche in Malé einen Anschlag mit einer ferngesteuerten Bombe knapp überlebt.

10.08 Uhr: Frankfurter Polizei stellt bewaffneten Mann nahe Moschee

Ein offenbar bewaffneter Mann in der Nähe einer Moschee hat die Polizei in Frankfurt auf den Plan gerufen. Wie ein Polizeisprecher am Vormittag mitteilte, habe sich der verdächtige Mann mittlerweile den zahlreich angerückten Einsatzkräften gestellt. Zuvor habe er sich in einem Gebäude gegenüber der Moschee im Stadtteil Fechenheim aufgehalten.

Zeugen hätten die Polizei alarmiert, weil er bewaffnet gewesen sei. Ob der Mann tatsächlich eine scharfe Schusswaffe bei sich hatte, war zunächst unklar. Dem Polizeisprecher zufolge gab es außerdem Hinweise, dass sich weitere Personen in dem fraglichen Gebäude aufhalten. Der Einsatz am Vormittag war noch nicht abgeschlossen. Weitere Details blieben zunächst unklar.

9.26 Uhr: Millionenstrafe für Google in Italien wegen Missbrauchs seiner Marktposition

Google muss in Italien ein Bußgeld in Millionenhöhe zahlen. Die Kartellbehörde kündigte am Donnerstag an, sie werde den Internetgiganten wegen Missbrauchs seiner marktbeherrschenden Stellung mit einer Geldstrafe von mehr als 100 Millionen Euro belegen. Demnach wird das Bußgeld in Höhe von 102,084 Millionen Euro verhängt, weil Google die Smartphone-App eines Konkurrenten, die das Aufladen von Elektrofahrzeugen anbietet, nicht auf seiner Plattform Google Play anbieten will.

9.10 Uhr: Zwei Bergsteiger am Mount Everest gestorben

Bei der Besteigung des höchsten Berges der Welt sind am Mittwoch am Mount Everest zwei Bergsteiger aus den USA und der Schweiz gestorben. Es handele sich um die ersten Todesopfer der diesjährigen Saison, teilte der Expeditionsveranstalter Seven Summit Treks in Nepal am Donnerstag mit. Der 40-jährige Schweizer starb demnach in der Nähe des Gipfels, nachdem er ihn bereits erreicht hatte. Der 55-jährige US-Bürger gelangte nach einem Erschöpfungsanfall noch in eines der Zeltlager, "bevor er plötzlich verstarb".

Der 8848 Meter hohe Mount Everest kann von der nepalesischen Südseite oder von der chinesischen Nordseite aus erklommen werden. Besonders Nepal ist stark vom Bergsteiger-Tourismus abhängig und litt unter der wegen der Corona-Pandemie ausgefallenen Saison im vergangenen Jahr. In den vergangenen Tagen sind die Infektionszahlen in dem Land im Himalaya jedoch sprunghaft gestiegen. Seit Beginn der Bergsteigersaison traten bereits mehrere Corona-Fälle im 5364 Meter hoch gelegenen nepalesischen Basislager auf. Mehr als 30 medizinische Notfälle mussten ins Tal gebracht werden.

8.55 Uhr: Laschet kritisiert Klimaaktivistin Greta Thunberg

CDU-Laschet Armin Laschet hat sich kritisch über die schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg geäußert. Angesprochen auf Thunbergs Äußerungen über den aktuell eskalierenden Nahost-Konflikt sagte der Unions-Kanzlerkandidat am Mittwochabend bei "Bild Live": "Ich stelle bei manchen, die sich eigentlich für andere Sachen einsetzen, fest, wenn die sich dann außenpolitisch äußern, dass das meistens nicht sehr durchdacht ist." Thunberg hatte zuvor Botschaften einer kanadischen Israel-Boykotteurin auf Twitter geteilt. In dem Tweet warf die Frau Israel "ein Kriegsverbrechen nach dem anderen" vor.

8.22 Uhr: Alle Flüge zum Flughafen in Tel Aviv wegen Raketenbeschuss umgeleitet

Alle Flüge zum internationalen Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv sind wegen des anhaltenden Raketenbeschusses aus dem Gazastreifen vorübergehend umgeleitet worden. Die umgeleiteten Maschinen würden nun nahe des südlichen Ferienortes Eilat landen, teilten die israelischen Flughafenbehörden am Donnerstag mit. Die Entscheidung betreffe jedoch keine startenden Flieger. Bereits am Dienstagabend hatte die Flughafenbehörde vorübergehend den gesamten Flugverkehr zum und vom Ben-Gurion-Flughafen in Tel Aviv ausgesetzt, als Raketen aus dem Gazastreifen auf die israelische Metropole abgefeuert wurden.

8.15 Uhr: Nach Apple jetzt Amazon – EU-Gericht kippt Steuernachforderungen 

Schwere Schlappe für die Wettbewerbshüter der EU: Der weltgrößte Online-Händler Amazon hat nach einem Urteil des EU-Gerichts nicht von unerlaubten Steuervorteilen in Luxemburg profitiert. Die zuständigen Richter kippten eine Anordnung der EU-Kommission, nach der Luxemburg von dem US-Konzern rund 250 Millionen Euro Steuern plus Zinsen nachfordern soll. Nach Auffassung des Gerichts hat die Brüsseler Behörde rechtlich nicht hinreichend nachgewiesen, dass die Steuerlast einer europäischen Tochtergesellschaft des Amazon-Konzerns zu Unrecht verringert wurde.

7.40 Uhr: Israels Militär: Mehr als 1600 Raketen aus Gazastreifen abgefeuert

Militante Palästinenser im Gazastreifen haben nach Angaben des israelischen Militärs bislang insgesamt mehr als 1600 Raketen auf Israel abgefeuert. Rund 400 davon seien noch in dem Küstengebiet niedergegangen, sagte Sprecher Jonathan Conricus am Morgen. Die Erfolgsquote des Abfangsystems Eisenkuppel ("Iron Dome") betrage weiterhin im Schnitt rund 90 Prozent. Dem Sprecher zufolge starben seit Beginn des Beschusses aus dem Gazastreifen am Montagabend bislang sieben Menschen in Israel, sechs Zivilisten und ein Soldat.

6.58 Uhr: Dreitägige Waffenruhe zwischen Taliban und Regierung in Afghanistan begonnen

Anlässlich des Eid-al-Fitr-Festes hat in Afghanistan am Donnerstag eine dreitägige Feuerpause zwischen den radikalislamischen Taliban und den Regierungstruppen begonnen. Die von den Islamisten vorgeschlagene und von Präsident Aschraf Ghani unterstützte Waffenruhe soll es den Menschen ermöglichen, ungestört das islamische Fest des Fastenbrechens zu feiern. Sollte die Vereinbarung eingehalten werden, wäre es die vierte Feuerpause in dem seit fast 20 Jahren andauernden Konflikt.

Am Donnerstagmorgen strömten zahlreiche Menschen im ganzen Land in die Moscheen oder versammelten sich im Freien, um das Morgengebet zum Beginn der Feierlichkeiten zu sprechen. In der Hauptstadt Kabul wurden die wichtigsten Moscheen von Sicherheitskräften bewacht, die die Gläubigen bei ihrer Ankunft kontrollierten. 

ivi DPA AFP

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