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News vom Wochenende Zahl der Toten nach Einsturz von Wohnhaus in Florida steigt auf neun

Such- und Rettungskräfte suchen nach Überlebenden in den Trümmern
Such- und Rettungskräfte suchen nach Überlebenden in den Trümmern im dem teilweise eingestürzten zwölfstöckigen Gebäude Champlain Towers South Condo
© Lynne Sladky/AP / DPA
Die News vom Wochenende im stern-Ticker. 

Inhaltsverzeichnis

Die News vom Wochenende im stern-Ticker:

20.09 Uhr: Le Pens Partei geht bei Regionalwahlen in Frankreich leer aus

In der zweiten und entscheidenden Runde der Regionalwahlen in Frankreich ist die Partei der Rechtspopulistin Marine Le Pen leer ausgegangen. Ihr Rassemblement National konnte nach Prognosen vom Sonntagabend in keiner einzigen Region gewinnen. Stärkste Kraft wurden die Konservativen.

19.06 Uhr: Luxemburgs Regierungschef positiv auf Corona getestet

Kurz nach dem EU-Gipfel ist Luxemburgs Regierungschef Xavier Bettel positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bettel begab sich nach dem Test für zehn Tage in Quarantäne, wie seine Sprecherin sagte. Der 48-Jährige, der bisher nur einmal mit dem Impfstoff von Astrazeneca geimpft wurde, hatte am Donnerstag und Freitag noch am EU-Gipfel teilgenommen. Nach Angaben seiner Sprecherin wurden die 26 anderen Staats- und Regierungschefs aber nicht als Kontaktpersonen eingestuft.

"Keiner der Staats- und Regierungschefs steht auf der Liste der engen Kontakte des Ministerpräsidenten", sagte Bettels Sprecherin. In Luxemburg gilt als enger Kontakt, wenn mindestens 15 Minuten lang ohne Schutzmaßnahmen wie Maske oder Mindestabstand Kontakt zu einem Infizierten bestand. Beim EU-Gipfel seien die Hygienemaßnahmen eingehalten worden, sagte die Sprecherin. Bettel leidet den Angaben zufolge unter leichten Symptomen wie Fieber und Kopfschmerzen, wird seine Arbeit aber im Homeoffice fortsetzen.

18.12 Uhr: Großer Buschbrand auf der Ferieninsel Paros

Auf der griechischen Insel Paros in der südlichen Ägäis ist ein Buschbrand ausgebrochen. Die griechische Feuerwehr hat Einsatzkräfte aus Athen und von anderen Inseln zusammengezogen, um die Flammen zu bekämpfen, wie sie auf Twitter mitteilte. Der Brand sei auch von der benachbarten Insel Naxos aus zu sehen gewesen. Nicht nur auf Paros hat es am Wochenende bei starker Hitze in Griechenland gebrannt - auch in anderen Gegenden des Landes musste die Feuerwehr immer wieder zu Bränden ausrücken. Seit Tagen herrscht eine Hitzewelle mit Temperaturen von örtlich über 40 Grad. Heiße Winde fachten die Brandherde zusätzlich an.

18 Uhr: Behörden beschlagnahmen Löwen aus einer Luxusvilla in Phnom Penh

In Kambodscha haben die Behörden in einer Luxusvilla in Phnom Penh einen jungen Löwen beschlagnahmt, der dort als Haustier gehalten wurde. Die Behörden waren erstmals im April durch TikTok-Videos auf das inzwischen 18 Monate alte Männchen aufmerksam geworden. Beschlagnahmt wurde es aber erst einen Tag nachdem ein Twitter-Nutzer eine Luftaufnahme von dem Tier im Garten der Villa veröffentlicht hatte.

Nach Angaben des Sprechers im Umweltministerium, Neth Pheaktra, hatte der chinesische Besitzer das Tier nach Kambodscha liefern lassen, um es in seinem Haus aufzuziehen. Es hatte keine Krallen mehr und auch seine Fangzähne waren gezogen worden. "Menschen haben kein Recht, seltene Wildtiere als Haustiere zu halten", sagte Pheaktra der Nachrichtenagentur AFP. Die inzwischen 70 Kilogramm schwere Raubkatze soll nun in ein Schutzzentrum für Wildtiere am Rande der kambodschanischen Hauptstadt gebracht werden.

17.32 Uhr: Zahl der Toten nach Einsturz von Wohnhaus in Florida steigt auf neun

Nach dem Teileinsturz eines zwölfstöckigen Wohnhauses im US-Bundesstaat Florida sind in den Trümmern weitere Todesopfer gefunden worden. Die Zahl der Toten sei damit auf neun gestiegen, sagte die Bürgermeisterin des Bezirks Miami-Dade, Daniella Levine Cava, an der Unglücksstelle in Surfside nahe Miami. Vier der Todesopfer seien bislang identifiziert worden. Das strandnahe Gebäude mit rund 130 Wohneinheiten war in der Nacht zu Donnerstag teilweise eingestürzt. Die Menschen wurden im Schlaf von dem Unglück überrascht. Seitdem läuft eine verzweifelte Suche nach Überlebenden. 

News vom Wochenende: Zahl der Toten nach Einsturz von Wohnhaus in Florida steigt auf neun

16.18 Uhr: Drei Verletzte bei Kutschunfall auf Reitturnier in niedersächsischem Meppen

Bei einem Kutschunfall auf einem Reitturnier im niedersächsischen Meppen sind drei Menschen schwer verletzt worden. Wie die Polizei in Lingen an der Ems mitteilte, ging das Kutschpferd aus noch ungeklärter Ursache beim Richten seines Zaumzeugs durch. Das scheuende Tier stürmte voran und riss die Kutsche mit sich. Das Gefährt erfasste dabei zwei Männer im Alter von 67 und 73 Jahren, die mit der Arbeit am Zaumzeug des Pferdes beschäftigt waren. Eine 37-jährige Frau, die sich auf der Kutsche befand, wurde herabgeschleudert und ebenfalls schwer verletzt. Mehrere Rettungswagen und ein Rettungshubschrauber waren im Einsatz.

15.08 Uhr: Fallschirmspringer in Australien sterben bei vorzeitigem Sturz aus Flugzeug

In Australien sind zwei Fallschirmspringer durch einen vorzeitigen Sturz aus dem Flugzeug gestorben. Der Fallschirmlehrer und sein Schüler seien vor einem geplanten Tandemsprung versehentlich aus dem Flugzeug gefallen und in der Nähe der Startbahn tot aufgefunden worden, erklärte die Polizei in Goulburn, südlich von Sydney. Das Flugzeug sei in "Turbulenzen" geraten, dabei seien die beiden Opfer aus der Maschine gefallen. Es sei ein "schrecklicher Tag", sagte Scott Marshall von dem Unternehmen, welches das Fallschirmspringen in Goulburn anbietet, der Zeitung "The Daily Telegraph". Der Vorfall wird nun von der Polizei und der australischen Behörde für Verkehrssicherheit untersucht.

14.37 Uhr: Heftige Unwetter in Teilen des Landes erwartet

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor schweren Gewittern zu Beginn der neuen Woche. Die Meteorologen rechnen am Montag im Osten mit Temperaturen bis zu 33 Grad, im Westen mit 26 bis 30 Grad. Bereits im Tagesverlauf dürften sich vom Schwarzwald bis hoch zu den westlichen Mittelgebirgen (Eifel, Rothaargebirge) und teils auch in den zentralen Mittelgebirgen (Rhön, Thüringer Wald) einzelne, teils aber bereits heftige Gewitter mit Unwetterpotenzial durch Starkregen und Hagel entwickeln. Im Rest des Landes scheint noch häufig die Sonne und es bleibt trocken, wie es heißt.

Am Abend und in der Nacht zum Dienstag drohen dann laut DWD über dem Schwarzwald, den Vogesen und den Schweizer Alpen heftige Gewitter. Die Gewitter dürften sich im Laufe der Nacht ausgehend von Baden-Württemberg und der Pfalz nach Hessen und Franken verlagern. Auch Teile Thüringens könnten davon betroffen sein. Am Dienstag könnte der gewittrige Starkregen dann auch den Norden Deutschlands erreichen. Am längsten trocken bleibt es weiterhin nordöstlich der Elbe, wo im Tagesverlauf nur einzelne Schauer und Gewitter zu erwarten sind.

News vom Wochenende: Zahl der Toten nach Einsturz von Wohnhaus in Florida steigt auf neun

12.35 Uhr: Acht Verletzte durch Benzin-Verpuffung bei Sonnenwendfeier in Sachsen

Bei einer Verpuffung während einer Sonnenwendfeier in Sachsen sind vier Kinder und vier Erwachsene verletzt worden. Wie ein Polizeisprecher in Görlitz mitteilte, ereignete sich der Vorfall am Samstag bei einer von Mitgliedern einer Freiwilligen Feuerwehr organisierten Veranstaltung mit mehr als 300 Gästen in der Gemeinde Steinigtwolmsdorf. Beim Anzünden eines Lagerfeuers verwechselte ein 20-Jähriger Kanister und goss Benzin die Flammen. Die Opfer wurden mit mehreren Rettungshubschraubern in Krankenhäuser geflogen. Einzelheiten zur Schwere der Verletzungen der Opfer und teilweise auch deren genaues Alter lagen der Polizei zunächst nicht vor. Diese ermittelt nun wegen fahrlässige Körperverletzung.

11.38 Uhr: Streit um Sonnenliegen: Vier Tote bei Schießerei in Albanien

Bei einer Schießerei an einem Strand im Norden von Albanien sind in der Nacht zum Sonntag vier Männer ums Leben gekommen. Zwei weitere erlitten Verletzungen, berichteten albanische Medien unter Berufung auf die Polizei. Am Strand von Velipoja nahe Shkoder hatten sich Angehörige zweier Familien, die dort Hotels betreiben, um die Aufstellung von Zelten und Sonnenliegen gestritten. Aus welchem Grund der Konflikt dermaßen eskalierte, dass Schusswaffen gezogen wurden, war zunächst unklar.

11.37 Uhr: 39-Jährige nach Messerangriff von Würzburg nicht mehr in Lebensgefahr

Zwei Tage nach dem Messerangriff in Würzburg hat sich der Zustand eines der fünf schwerverletzten Opfer gebessert. Eine 39-Jährige schwebe inzwischen nicht mehr in akuter Lebensgefahr, teilte die Polizei in der bayerischen Stadt mit. Dort hatte ein 24-Jähriger am Freitag zahlreiche Menschen mit einem Messer angegriffen. Drei seiner Opfer starben, insgesamt sieben Menschen wurden bei der Tat leicht und schwer verletzt.

Die Polizei gab am Sonntag erstmals Einzelheiten zu den Opfern bekannt. Demnach handelte es sich bei den Getöteten um drei Frauen im Alter von 24, 49 und 82 Jahren. Schwerverletzt wurden drei Frauen zwischen 39 und 73 Jahren, ein elfjähriges Mädchen und ein 16-jähriger Jugendlicher. Darüber hinaus wurden eine 26-Jährige und ein 57-Jähriger von dem Täter leicht verletzt.

11.19 Uhr: Dokumente aus britischem Verteidigungsministerium an Haltestelle

Geheime Unterlagen aus dem britischen Verteidigungsministerium hat ein Mitarbeiter an einer Bushaltestelle vergessen. Ein Passant entdeckte die völlig durchweichten Dokumente in der südostenglischen Grafschaft Kent und übergab sie der BBC, wie der Sender berichtete. Es handle sich um knapp 50 Seiten, darunter E-Mails und Präsentationen. Diskutiert werde darin etwa die mögliche Reaktion Moskaus auf den Kurs des Zerstörers "HMS Defender" durch umstrittene Gewässer vor der von Russland einverleibten Halbinsel Krim.

Das Ministerium teilte mit, der Mitarbeiter habe den Verlust der Unterlagen am Dienstag sofort gemeldet, eine Untersuchung sei eingeleitet worden. Die britische Regierung hatte betont, die "Defender" habe – wie von internationalem Recht gedeckt – den schnellsten Weg zwischen zwei Punkten gewählt. Aus Sicht Moskaus ist das Kriegsschiff illegal in russische Hoheitsgewässer eingedrungen. Die Küstenwache habe Warnschüsse und Bomben eingesetzt, um die "Defender" abzudrängen.

10.56 Uhr: Vater ertrinkt bei Rettung seines Sohnes aus Fluss in Bayern

In Bayern ist ein 53-Jähriger bei einer versuchten Rettung seines sechsjährigen Sohnes aus einem Fluss ertrunken. Wie die Polizei am Sonntag in Regenburg mitteilte, war der Mann seinem Jungen hinterhergesprungen, nachdem dieser am Samtagnachmittag in Zeitlarn beim Spielen an einem Wehr ins Wasser gefallen war. Als der Vater nicht sofort helfen konnte, sprangen zwei Freunde der Familie hinterher.

Nach Angaben der Beamten gelang es anschließend keinem der vier Menschen mehr, den Fluss Regen aus eigener Kraft zu verlassen. Sie wurden von anderen Badegästen, die das Geschehen verfolgt hatten, gerettet. Der Vater und sein Sohn waren bewusstlos und mussten wiederbelebt werden. Der Vater starb im Krankenhaus. Die Kriminalpolizei ermitteln nun den genauen Hergang des Unglücks.

8.41 Uhr: RKI registriert 538 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 5,7

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 538 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Sonntagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.08 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 842 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 5,7 an (Vortag: 5,9; Vorwoche: 8,8).

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden acht neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 16 Tote. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.726.710 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

8.35 Uhr: Polizei löst erneut Feiern im Hamburger Stadtpark auf

 In der Nacht zum Sonntag hat die Polizei erneut Feiern im Hamburger Stadtpark aufgelöst. Dort hatten sich nach Angaben der Polizei bis zu 2500 Feiernde getroffen ohne auf die nach der Corona-Verordnung vorgeschriebenen Abstände zu achten. Mit Einsetzen der Dunkelheit sei die Stimmung zunehmend aggressiver geworden, so die Polizei. Beamte seien mit Flaschen und Pyrotechnik beworfen worden. Gegen 0.15 Uhr sei damit begonnen worden, die große Wiese zu räumen. Zehn Menschen wurden vorläufig festgenommen. Zwei Beamte seien leicht verletzt worden. Bereits in der Nacht zuvor war es im Stadtpark zu mehreren Auseinandersetzungen und Festnahmen gekommen, als die Polizei Feiern auflöste.

News vom Wochenende: Zahl der Toten nach Einsturz von Wohnhaus in Florida steigt auf neun

7.01 Uhr: Ex-US-Präsident Trump hält erste Großkundgebung seit Ende seiner Amtszeit ab

Fünf Monate nach dem Ende seiner Amtszeit hat der frühere US-Präsident Donald Trump erstmals wieder eine Großkundgebung abgehalten. Der Republikaner trat am Samstagabend (Ortszeit) in Wellington im Bundesstaat Ohio unter dem Motto "Save America!" - "Rettet Amerika!" oder "Amerika retten!" - vor tausende Anhänger. In seiner Rede wiederholte er seinen vielfach widerlegten Vorwurf, bei der Präsidentschaftswahl im November habe es Wahlbetrug gegeben. Seinem Nachfolger Joe Biden warf er vor, "unsere Nation vor unseren Augen zu zerstören".  

5.32 Uhr: Verpuffung bei Sonnwendfeuer - Sieben Menschen verletzt

Bei einer Sonnenwendfeier im sächsischen Landkreis Bautzen sind sieben Menschen verletzt worden, drunter vier Kinder. Beim Anzünden eines großen Lagerfeuers sei es zuvor zu einer Verpuffung gekommen, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Fotos zeigen einen meterhohen Haufen aus Ästen, der in Flammen steht.

Die Feier wurde demnach von einem Verein organisiert. Um das Feuer zu entfachen, sollte dem Sprecher zufolge eine Mischung aus Diesel und Öl verwendet werden. Ein 20-Jähriger habe aber wohl nach einem falschen Kanister gegriffen und reines Benzin ins Feuer gekippt. So sei es zu der Verpuffung gekommen. 

5.01 Uhr: Verletzte deutsche Blauhelmsoldaten aus Mali zurück in Deutschland

Die zwölf bei einem Selbstmordattentat im westafrikanischen Mali verletzten Bundeswehrsoldaten sind zurück in Deutschland. Das zweite Flugzeug mit den restlichen verwundeten Soldaten an Bord landete in der Nacht zu Sonntag in Stuttgart. Sie sollten anschließend ins Bundeswehrkrankenhaus nach Ulm gebracht werden. In Köln war am Samstagnachmittag bereits eine Maschine der Bundeswehr gelandet. In ihr befanden sich die drei am schwersten verletzten deutschen Blauhelmsoldaten und jene, die liegend transportiert werden mussten. Sie wurden nach Koblenz ins Bundeswehr-Zentralkrankenhaus gebracht. Ihr Zustand war laut Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) stabil.

Ein Selbstmordattentäter hatte am Freitagmorgen nordöstlich der Stadt Gao eine stehende Patrouille mit einer Autobombe angegriffen. Es wurden 13 UN-Soldaten verletzt, zwölf Deutsche und ein Belgier. Drei deutsche Soldaten wurden schwer verletzt. Die Soldaten sicherten nach UN-Angaben den Konvoi eines malischen Bataillons. Vorangegangen sei am Vortag die Explosion eines Sprengsatzes, bei der es aber nur Sachschaden an einem Fahrzeug gegeben habe.

Die Nachrichten von Samstag, den 26. Juni 2021

19.56 Uhr: Delta-Variante ist nun vorherrschende Coronavirus-Variante in Portugal

In Portugal ist die Delta-Variante des Coronavirus inzwischen die vorherrschende Virusvariante. Wie aus Daten der Gesundheitsbehörde DGS von Freitagabend hervorgeht, macht sie landesweit mittlerweile mehr als 50 Prozent aller Neuinfektionen aus – im Großraum Lissabon sind es sogar mehr als 70 Prozent. Die zuerst in Indien aufgetretene Delta-Variante hat in Portugal damit die zuerst in England entdeckte Alpha-Mutante überholt, die im Mai noch vorherrschend war.

Die starke Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante hat in Portugal zu einem Wiederanstieg der Infektionszahlen geführt. In einigen Regionen gelten deshalb wieder strengere Beschränkungen. In Lissabon wurden die Öffnungszeiten von Restaurants und Geschäften teilweise wieder beschränkt, die Region darf am Wochenende bis auf wenige Ausnahmen auch weder betreten noch verlassen werden.

Wegen der starken Ausbreitung der Delta-Variante hatte die Bundesregierung Portugal am Freitagabend als Virusvariantengebiet eingestuft. Ab Dienstag um Mitternacht gelten nun wieder besonders strenge Regeln bei der Wiedereinreise nach Deutschland.

19.31 Uhr: Britischer Gesundheitsminister tritt nach Verstoß gegen Corona-Regeln zurück

Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock hat seinen Rücktritt eingereicht. Hancock begründete seinen Rücktritt in einem Brief an Premierminister Boris Johnson mit einem Verstoß gegen die von seiner Regierung verhängten Corona-Regeln. Britische Medien hatten zuvor über eine angebliche Affäre des Ministers mit einer Mitarbeiterin berichtet und Fotos veröffentlicht, auf denen Hancock die Frau trotz geltender Abstandsregeln küsst. Die Boulevardzeitung "The Sun" veröffentlichte ein Bild einer Überwachungskamera vom 6. Mai, auf dem Hancock die Frau in seinem Ministerium küsst. Damals galten in England noch Abstandsregeln. "Diejenigen, die diese Regeln gemacht haben, müssen sich daran halten", sagte Hancock zur Begründung seines Rücktritts in einer Videobotschaft auf Twitter. 

19.08 Uhr: Pride Parade in Istanbul – Polizei geht mit Tränengas gegen Demo vor

Einem Demonstrationsverbot und massivem Polizeiaufgebot zum Trotz haben sich in Istanbul Hunderte Menschen zur Pride-Parade versammelt. Die Polizei setzte Tränengas gegen Demonstrierende ein, die durch das europäische Zentrum der Stadt liefen, wie eine DPA-Reporterin mitteilte. Berichten zufolge wurden auch Plastikgeschosse in die Menge gefeuert. Mehrere Menschen wurden den Veranstaltenden zufolge festgenommen. Unter dem Motto "Die Straße gehört uns" hatten verschiedene Zusammenschlüsse zu der Parade aufgerufen. Die Protestierenden kritisierten unter anderem ein zunehmend LGBTQI+-feindliches Klima im Land.

Bereits am Vortag wurden rund um den Veranstaltungsort Absperrgitter aufgestellt, die Demonstration wurde wenige Stunden vor dem geplanten Beginn von der Stadtteilregierung untersagt. Die Anordnung erging unter Berufung auf das Demonstrationsgesetz, das Verbote unter anderem wegen Verstoßes gegen die "Moral" ermöglicht.

18.07 Uhr: Journalisten bei Düsseldorfer Demo von Polizisten angegriffen

Bei einer Demonstration in der Düsseldorfer Innenstadt gegen ein geplantes Versammlungsgesetz für Nordrhein-Westfalen sind Journalisten von Polizeibeamten attackiert worden. Ein Fotograf der Deutschen Presse-Agentur berichtete, dass er von einem Beamten mehrfach mit einem Schlagstock geschlagen worden sei. Er berichtete zudem von mindestens einem weiteren Kollegen, der ebenfalls angegriffen worden sei. Zuvor sei in den Reihen der Demonstranten Pyrotechnik gezündet worden.

Die Polizei machte zunächst keine näheren Angaben zu dem Einsatz. Es habe verschiedenste Einsatzanlässe gegeben, sagte eine Sprecher der Polizei Düsseldorf. Man habe bislang keine Kenntnis von Verletzten. Die Deutsche Presse-Agentur protestierte gegen den gewaltsamen Übergriff auf ihren Mitarbeiter und andere Journalisten. In einem Schreiben an den zuständigen nordrhein-westfälischen Innenminister Herbert Reul (CDU) forderte er die lückenlose Aufklärung der Geschehnisse in Düsseldorf.

Zu der Demo hatte ein Bündnis "VersammlungsgesetzNRW stoppen! Grundrechte erhalten" aufgerufen, an dem sich vor allem politisch links stehende Gruppen und Organisationen beteiligten. Auch größere Gruppen von Fußballfans aus Köln und Düsseldorf beteiligten sich an der Demo. Eine Sprecherin der Veranstalter schätzte die Zahl der Teilnehmer am Nachmittag auf 6000. Der Polizei machte keine Angaben zur Anzahl. Die Demonstrationszug durch Düsseldorf dauerte am späten Nachmittag an.

17.17 Uhr: Feuer erschwert Suche nach Vermissten des Hauseinsturzes in Florida

Nach dem Teileinsturz eines zwölfstöckigen Wohnhauses im US-Bundesstaat Florida erschwert ein Feuer die Suche nach Vermissten. Die Bürgermeisterin des Bezirks Miami-Dade, Daniella Levine Cava, sagte an der Unglücksstelle in Surfside nahe Miami, es sei extrem schwierig, den Ursprung der Flammen ausfindig zu machen, sie zu isolieren und zu löschen. Dies behindere die Suche nach möglicherweise noch Verschütteten.

Die Rettungskräfte nutzten aber alle verfügbaren Instrumente, um den Brand zu bekämpfen und zugleich in den Trümmern weiter nach Überlebenden zu suchen. "Wir haben weiter Hoffnung", betonte Levine Cava. Bislang seien keine weiteren Vermissten gefunden worden. 159 Menschen gelten ihr zufolge weiter als vermisst, vier Tote wurden bestätigt.

Das strandnahe Gebäude mit rund 130 Wohneinheiten war in der Nacht zu Donnerstag teilweise eingestürzt. Die Menschen wurden im Schlaf von dem Unglück überrascht. Seitdem läuft eine verzweifelte Suche nach Überlebenden, die auch durch Regen erschwert wurde. 

News vom Wochenende: Zahl der Toten nach Einsturz von Wohnhaus in Florida steigt auf neun

14.22 Uhr: Eurojackpot geknackt - Tipper gewinnt rund 48 Millionen Euro

Ein noch unbekannter Glücksspieler aus Brandenburg hat den Eurojackpot geknackt - und rund 48 Millionen Euro gewonnen. Der Tipper lag bei allen Gewinnzahlen richtig, wie Lotto Brandenburg nach der Ziehung am Freitagabend mitteilte. Er kreuzte die Zahlen 4, 17, 22, 30 und 47 sowie die Eurozahlen 1 und 8 an. Die Kombination beschert dem Gewinner genau 48.195.035 Euro und 90 Cent - steuerfrei. 

12.50 Uhr: Frau in Passau mit 148 Haftbefehlen gesucht

148 Haftbefehle lagen gegen eine Frau vor, die der Grenzpolizei in Passau bei einer Fahrzeugkontrolle ins Netz gegangen ist. Die 29-Jährige saß am Steuer eines Wagens, für den kein Versicherungsschutz vorlag, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Bei der Überprüfung der Daten stellten die Beamten die Haftbefehle fest - wegen nicht bezahlter Verkehrsordnungswidrigkeiten in Höhe von insgesamt rund 10.000 Euro.

Der auf dem Beifahrersitz sitzende Ehemann wurde ebenfalls mit einem Haftbefehl gesucht. Der 26-Jährige hatte eine Geldstrafe wegen Betrugs in Höhe von 1800 Euro nicht beglichen. Die Frau sitzt laut Polizei nun für 188 Tage in der Justizvollzugsanstalt Regensburg, ihr Mann für 100 Tage in der JVA Passau.

9.50 Uhr: Behörden verhängen zweiwöchigen Lockdown über Sydney

Australiens größte Stadt Sydney wird wegen der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus abgeriegelt. Nach einem Lockdown für Teile der Stadt weiteten die Behörden die Maßnahme auf den Großraum Sydney sowie umliegende Regionen aus. Mehr als fünf Millionen Menschen sind von den Einschränkungen betroffen. Ab 18 Uhr (Ortszeit) werden der gesamte Großraum Sydney, die Bergregion Blue Mountains sowie die nahe gelegenen Küstengemeinden abgeriegelt, kündigte Gladys Berejiklian, die Regierungschefin des Bundesstaates New South Wales, an. "Wir müssen uns auf eine potenziell große Anzahl von Fällen in den folgenden Tagen einstellen", fügte sie hinzu.

8 Uhr: RKI registriert 592 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 5,9

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 592 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Samstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.18 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1108 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 5,9 an (Vortag: 6,2; Vorwoche: 9,3).

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 68 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 99 Tote. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.726.172 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

8.31 Uhr: Medizinischer Transportflieger der Luftwaffe im malischen Gao eingetroffen

Nach dem Anschlag auf UN-Soldaten in Mali ist ein Flugzeug der Luftwaffe für den Rücktransport verletzter Bundeswehr-Soldaten in dem westafrikanischen Krisenstaat eingetroffen. Der Strategische Verwundetentransport sei in der Stadt Gao gelandet, teilte das Einsatzführungskommando der Nachrichtenagentur AFP mit. Rund 180 Kilometer nordöstlich von Gao waren am Freitag zwölf deutsche Soldaten bei einem Selbstmordanschlag verletzt worden. Unter ihnen befinden sich drei Schwerverletzte.

News vom Wochenende: Zahl der Toten nach Einsturz von Wohnhaus in Florida steigt auf neun

Die Verletzten sollen mit dem Airbus A400M zur weiteren Behandlung nach Deutschland ausgeflogen werden. Mit dem Flugzeugtyp wurden auch während der Corona-Pandemie medizinische Hilfsflüge unter anderem nach Portugal und Indien geleistet. 

5.59 Uhr: Erdbeben bei Straßburg auch in Deutschland zu spüren

Ein leichtes Erdbeben im Elsass ist am Samstagmorgen auch in Baden-Württemberg zu spüren gewesen. Das Zentrum des Bebens mit einer Stärke von 3,8 lag nördlich von Straßburg, wie der Erdbebendienst Südwest am Samstag mitteilte. Die Erdstöße um 5.00 Uhr seien vermutlich in einem Umkreis von 20 Kilometern spürbar gewesen. Wenige Minuten später bebte die Erde mit einer Stärke von 2,4 noch einmal. 

Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Offenburg berichtete von mehreren besorgten Anrufen aus der Region. Schäden oder gar Verletzte gab es nach ersten Erkenntnissen aber nicht. In der Gegend kommt es immer wieder zu leichteren Erdstößen.

4.16 Uhr: Helikopter von Kolumbiens Präsidenten Duque beschossen

Beim Anflug auf die Stadt Cúcuta im Osten von Kolumbien ist der Hubschrauber von Präsident Iván Duque unter Beschuss genommen worden. "Der Helikopter, in dem wir flogen, wurde Ziel eines Anschlags", sagte der Staatschef nach der Landung in Cúcuta am Freitag (Ortszeit). Es seien Einschusslöcher an dem Hubschrauber zu sehen. "Diese Regierung wird nicht eine Minute verlieren im Kampf gegen den Drogenhandel, gegen den Terrorismus und das organisierte Verbrechen."

Duque war gemeinsam mit Verteidigungsminister Diego Molano und Innenminister Daniel Palacios auf dem Weg von der Ortschaft Sardinata im Department Norte de Santander in die Stadt Cúcuta an der Grenze zu Venezuela, als der Hubschrauber von den Schüssen getroffen wurde. Alle blieben den ersten Angaben zufolge unverletzt.

ivi / rw DPA AFP

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