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News von heute: Zehn Dalí-Skulpturen aus Galerie in Stockholm gestohlen

Kunstdiebstahl in Stockholm +++ EU-Staaten billigen Brexit-Vertrag +++ Satelliten entgehen haarscharf Kollision +++ Deutsche Bank macht 5,3 Milliarden Euro Verlust +++ Sorgen um Japans abgedankten Kaiser Akihito +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Unbekannte haben mehrere Werke des spanischen Künstlers Salvador Dalí aus einer Kunstgalerie gestohlen.

Schweden, Stockholm: Abgesperrten Tatort. Unbekannte haben mehrere Werke des spanischen Künstlers Salvador Dalí aus einer Kunstgalerie gestohlen.

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Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Zehn Dalí-Skulpturen aus Galerie in Stockholm gestohlen (14.56 Uhr)
  • EU-Staaten billigen Brexit-Vertrag (14.04 Uhr)
  • Arbeitslosigkeit in EU sinkt auf Rekordniveau (11.05 Uhr)
  • Mann schüttet kochendes Wasser auf Polizisten (9.46 Uhr)

Die Nachrichten von heute im stern-Ticker:   

Alles Neue zum Coronavirus finden Sie in diesem Extra-Ticker 

+++ 23.35 Uhr: Frankreichs Parlament beschließt Gesetz gegen Müllberge +++

Das französische Parlament hat ein umfassendes Gesetz gegen Müll verabschiedet. Der Senat stimmte der Gesetzesvorlage zu. Zuvor hatte bereits die Nationalversammlung, das Unterhaus des Parlaments, ihre Zustimmung gegeben. Damit dürfen nicht verkäufliche Textilien und Hygieneartikel ab 2022 nicht mehr vernichtet werden, sondern müssen gespendet oder recycelt werden. Zudem werden Kassenzettel für kleine Summen abgeschafft - außer der Kunde verlangt sie ausdrücklich. Das "Gesetz gegen Verschwendung"  sieht auch ein neues Label für die "Reparierbarkeit" elektronischer Geräte wie Waschmaschinen, Fernseher und Handys vor. Damit will die Regierung verhindern, dass wie bisher 60 Prozent der Geräte mit einem Defekt auf dem Müll landen. Auch gegen die sich häufenden Plastikberge geht Frankreich vor: Schnellrestaurants müssen demnach spätestens ab 2023 wiederverwendbare Verpackungen und Besteck nutzen. Allgemein droht Wegwerfverpackungen aus Plastik aber erst 2040 das Aus.

+++ 22.13 Uhr: Unfallfahrer von Südtirol kommt in Hausarrest +++

Der Unfallfahrer von Südtirol, der sieben Deutsche getötet hat, kommt vom Gefängnis in den Hausarrest. Der 27-Jährige sei nach Einwilligung des Untersuchungsrichters in das Kloster Neustift bei Brixen gebracht worden, berichteten italienische Medien übereinstimmend. Dort dürfe er an der Messe teilnehmen und Besuche empfangen. Er werde anschließend psychiatrisch betreut. Er werde ständig von Polizisten bewacht. Sein Anwalt Alessandro Tonon bestätigte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass der 27-Jährige nun in Hausarrest sei. Er wolle aus Rücksicht auf alle Beteiligten aber keine weiteren Details bekanntgeben. 

Der Mann war am 5. Januar betrunken in eine Gruppe deutscher Skiurlauber gerast. Sechs waren sofort tot, eine Frau starb später im Krankenhaus. Der Fahrer hatte eingeräumt, zu viel getrunken zu haben und das Unglück zu bereuen. Der Richter hatte zunächst Gefängnis angeordnet. Laut früheren Angaben seines Anwalts Tonon ist er psychisch sehr labil. Dem 27-Jährigen wird mehrfache Tötung im Straßenverkehr vorgeworfen. Ihm drohen bis zu 18 Jahre Haft.

+++ 21.53 Uhr: Madrid verhandelt noch vor Neuwahlen in Katalonien mit Unabhängigkeitsführern +++

Die spanische Zentralregierung wird nun doch vor den vorgezogenen Neuwahlen in Katalonien Gespräche mit katalanischen Unabhängigkeitsbefürwortern führen. Das teilte das Büro von Regierungschef Pedro Sánchez mit. Zuvor hatte das Büro erklärt, die Verhandlungen über eine Lösung des Konflikts um die Unabhängigkeitsbestrebungen in Katalonien würden erst abgehalten, wenn eine neue Regionalregierung im Amt sei. Wenige Stunden später teilte die Regierung dann mit, "um jeglichen Zweifel" an ihrem Willen zum Dialog auszuräumen, sei sie bereit, die Gespräche vor den katalanischen Wahlen aufzunehmen. Ein Sprecher der katalanischen Unabhängigkeitspartei Esquerra Republicana de Catalunya (ERC) hatte die Verschiebung als "schamlosen Verstoß" gegen gemachte Zusagen verurteilt. Ein Treffen des katalanischen Regionalpräsidenten Quim Torra mit Sánchez am 6. Februar in Barcelona soll den Grundstein für die Gespräche legen.     

Sánchez hatte der ERC die Verhandlungen im Gegenzug für deren Unterstützung bei seiner Wiederwahl zum Ministerpräsidenten Anfang Januar zugesagt. Durch ihre Enthaltung im spanischen Parlament hatte die ERC den Weg für Sánchez' Wahl freigemacht. Regionalpräsident Torra hatte am Mittwoch vorgezogene Neuwahlen in Katalonien ausgerufen. 

+++ 19.36 Uhr: Prinz Harry scheitert mit Beschwerde gegen britisches Boulevardblatt +++

Prinz Harry ist mit einer Beschwerde gegen die britische Boulevardzeitung "Mail on Sunday" gescheitert. Die britische Medienaufsicht (Ipso) wies seine Beschwerde zurück. In dem Fall ging es um einen Artikel über Fotos von Harry mit einem Elefanten, die der 35-Jährige im Onlinedienst Instagram veröffentlicht hatte. Der Artikel trug die Überschrift "Betäubt und angebunden - was Harry über diese beeindruckenden Tierfotos verschweigt". In dem Text wurde kritisiert, der Prinz habe verschwiegen, dass das Tier angeleint war. Harry warf der "Mail on Sunday" daraufhin vor, sie habe ihm unterstellt, dass er die Öffentlichkeit durch den Bild-Zuschnitt absichtlich in die Irre habe führen wollen.

+++ 18.37 Uhr: Mittelfinger-Geste: Bayerische Fraktionschefin muss 500 Euro zahlen +++

Wegen einer beleidigenden Mittelfinger-Geste in Richtung von NPD-Anhängern muss die bayerische Grünen-Landtagsfraktionschefin Katharina Schulze 500 Euro an eine gemeinnützige Organisation zahlen. Ein Fraktionssprecher bestätigte einen entsprechenden Bericht des "Münchner Merkur" (Freitag). Schulze hatte auf einer Demonstration gegen die rechtsextreme NPD im Herbst 2018 in München den "Stinkefinger" gezeigt, was juristisch als Beleidigung gilt. Funktionäre der Partei hätten Schulze angezeigt, schrieb das Blatt, deshalb habe die Justiz den Vorgang weiterverfolgen müssen.

+++ 18.15 Uhr: Dritter AfD-Kandidat fällt bei Vizepräsidentenwahl in hessischem Landtag durch +++

Im hessischen Landtag ist der dritte AfD-Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten durchgefallen. Der als moderat geltende Dirk Gaw konnte in allen drei Wahlgängen keine Mehrheit erreichen. Zuvor waren bereits Bernd-Erich Vohl und Karl Hermann Bolldorf bei der Wahl gescheitert. 

+++ 17.54 Uhr: USA verhängen Sanktionen gegen Irans Atomenergieorganisation +++

Das US-Finanzministerium hat Irans Atomenergieorganisation und deren Chef Ali Akbar Salehi mit Sanktionen belegt. Der Grund dafür sei "Irans kontinuierliche nukleare Eskalation", sagte der Iran-Sondergesandte des US-Außenministeriums, Brian Hook. Die US-Regierung verdächtigt den Iran, den Bau von Atombomben anzustreben. Teheran bestreitet das. Irans Atomenergieorganisation ist offiziell für Irans ziviles Nuklearprogramm zuständig, inklusive der Urananreicherung. Im Süden des Irans gibt es ein Atomkraftwerk. 

+++ 17.02 Uhr: Putin begnadigt bei Netanjahu-Besuch wegen Drogenhandels verurteilte US-Israelin +++

Kurz vor einem Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu hat Russlands Staatschef Wladimir Putin eine wegen Drogenhandels verurteilte US-Israelin begnadigt. Naama Issachar flog mit Netanjahu nach Hause - für den Ministerpräsidenten ein enormer Publicity-Erfolg vor den anstehenden Wahlen. Die 26-Jährige war in Russland wegen Drogenhandels zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. In Israel hatte das Urteil für viel Aufruhr gesorgt.

+++ 16.46 Uhr: Landgericht: Entschädigung für Passagiere auch bei Ausfall wegen Pilotenstreiks +++

Flugreisende können bei einem Ausfall ihres Flugs wegen eines Pilotenstreiks Entschädigung verlangen, wenn die Airline nicht "alles Zumutbare" zur Verhinderung der Streichung der Flüge unternommen hat. Das entschied das Landgericht Frankfurt am Main. Es berief sich auf die EU-Fluggastrechteverordnung. Danach muss eine Airline keine Entschädigung zahlen, wenn die Annullierung eines Flugs auf "außergewöhnliche Umstände" zurückgeht. (Az 2-24 O 117/118)

+++ 16.20 Uhr: Zehn Tote bei Luftangriffen auf syrische Rebellenhochburg Idlib +++

Bei Luftangriffen auf die syrische Rebellenhochburg Idlib sind nach Angaben von Aktivisten zehn Zivilisten getötet worden. Die Bomben schlugen in der Nacht zum Donnerstag in der Nähe einer Bäckerei und einer Klinik in der Stadt Ariha ein. Ein AFP-Reporter sah einen von Geröllstaub bedeckten Arzt schreiend aus der Klinik rennen, mehrere Wände des Gebäudes waren eingestürzt. Die Bundesregierung verurteilte die zunehmenden Angriffe auf zivile Ziele in Idlib.

+++ 15.58 Uhr:  Mieter müssen nicht den Hausmeister-Notdienst bezahlen +++

Vermieter dürfen die Kosten für eine Notfallbereitschaft des Hausmeisters nicht ihren Mietern aufbrummen. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe in einem Streit aus Berlin entschieden. Das Urteil aus dem Dezember wurde am Donnerstag veröffentlicht. Das Geld hatte der Hausmeister für eventuelle Noteinsätze außerhalb der Geschäftszeiten bekommen - zum Beispiel bei einem Stromausfall, einem Wasserrohrbruch oder einer kaputten Heizung. Insgesamt belief sich die "Notdienstpauschale" in der Nebenkostenabrechnung für 2016 auf knapp 1200 Euro. Die Mieter weigerten sich, ihren Anteil von gut 100 Euro nachzuzahlen. Daraufhin verklagte sie der Vermieter.

+++ 15.27 Uhr: Vormarsch der Afrikanischen Schweinepest in Europa geht weiter +++

Die Afrikanische Schweinepest hat sich in den vergangenen Jahren im Bestand der Wildschweine in Europa kontinuierlich weiter in Richtung Süd-Westen ausgebreitet. Aktuell sind neun EU-Staaten von der Tierseuche betroffen, während für Deutschland ein hohes Risiko der Einschleppung besteht. Das geht aus der jüngsten Analyse der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit, kurz EFSA, in Parma hervor. 

+++ 14.56 Uhr: Zehn Dalí-Skulpturen aus Galerie in Stockholm gestohlen +++

Unbekannte haben zehn Skulpturen von Salvador Dalí aus einer Galerie in Schweden gestohlen. Die Diebe schlugen in der Nacht die Glastür der Couleur-Galerie im schicken Stockholmer Stadtteil Ostermalm ein und entkamen mit zehn Skulpturen im Wert von jeweils etwa 20.000 bis 50.000 Euro, wie der Galeriebesitzer berichtete. Zu dem Diebesgut gehören Bronze-Modelle der berühmten geschmolzenen Uhren des spanischen Surrealisten. Laut der Galerie handelte es sich um Leihgaben aus einer Schweizer Sammlung. Die Diebe dürften voraussichtlich Schwierigkeiten haben, die Skulpturen zu Geld zu machen, sagte Galeriebesitzer Peder Enstrom - ihnen fehlten die zu den Bronzen gehörenden Zertifikate.

+++ 14.33 Uhr: Hunderte Mafiosi flüchtig: Polizei will 'Ndrangheta global bekämpfen +++

Die italienische Polizei und Interpol haben zu einem weltweiten Angriff auf die kalabrische Mafiaorganisation 'Ndrangheta aufgerufen, da diese eine globale Bedrohung sei. Derzeit seien 498 Mafia-Bosse flüchtig, erklärte die Polizei bei einer gemeinsamen Veranstaltung mit Interpol-Generalsekretär Jürgen Stock in Kalabrien. Unter den Flüchtigen seien 134 Bosse der 'Ndrangheta, 55 würden international gesucht. "Die 'Ndrangheta ist eine globale Bedrohung und kein italienisches, folkloristisches und ländliches Phänomen", betonten die Behörden. Sie habe mittlerweile in Deutschland, Österreich, Frankreich, Spanien und Dutzenden anderen europäischen Ländern ein wichtiges Standbein - außerdem unter anderem in den USA, Kanada, Brasilien und in afrikanischen Ländern. "Die 'Ndrangheta ist die größte, mächtigste und verzweigteste kriminelle Organisation der Welt."

In Deutschland macht die 'Ndrangheta vor allem in Nordrhein-Westfalen und in Baden-Württemberg immer wieder Schlagzeilen. In Duisburg wurden im August 2007 bei einer 'Ndrangheta-Fehde sechs Menschen vor einer Pizzeria erschossen.

+++ 14.04 Uhr: EU-Staaten billigen Brexit-Vertrag +++

Einen Tag vor dem Brexit haben die 27 bleibenden EU-Staaten der Ratifizierung des Austrittsabkommens mit Großbritannien zugestimmt. Dies teilte der Rat der EU-Staaten in Brüssel mit. Das Verfahren galt als Formsache. Zwei weitere formale Schritte standen danach noch aus: die Übermittlung des Ratifizierungsdokuments nach London und die Veröffentlichung morgen. Dann kann Großbritannien die Europäische Union morgen um Mitternacht nach knapp 50 Jahren verlassen.

Nigel Farage vs Martin Sonneborn

+++ 13.53 Uhr: Freispruch für Erzbischof von Lyon in Prozess um Vertuschung von Kindesmissbrauch +++

In einem Prozess um die Vertuschung von Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche Frankreichs ist der frühere Erzbischof von Lyon freigesprochen worden. Das Berufungsgericht der Stadt urteilte, Kardinal Philippe Barbarin habe sich nicht schuldig gemacht. In erster Instanz war der 69-Jährige zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Ihm wurde vorgeworfen, den sexuellen Missbrauch von Jungen durch einen Priester verschwiegen zu haben.

+++ 13.25 Uhr: Januar war in Deutschland viel zu mild und zu trocken +++

Der Jahresbeginn war in Deutschland viel zu mild und zu trocken. Der Januar gehörte zu den zehn wärmsten seit Beginn der Messungen im Jahr 1881, wie der Deutsche Wetterdienst nach ersten Auswertungen seiner rund 2000 Messstationen mitteilte. Bundesweit am höchsten kletterte das Quecksilber am 9. Januar in Ohlsbach bei Offenburg mit 16 Grad Celsius. In vielen Orten fiel im ganzen Januar keine einzige Schneeflocke. Im Gegensatz zum Januar des Vorjahres leiden auch die Wintersportgebiete dieses Jahr unter großem Schneemangel. Insgesamt war der Januar mit 3,3 Grad Celsius deutlich zu warm. Der Temperaturdurchschnitt lag damit um 3,8 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Insgesamt kam knapp ein Drittel Niederschlag weniger vom Himmel als normalerweise. Den meisten Regen bekam noch der Norden ab, im Süden dagegen blieben die Niederschläge durch vermehrten Hochdruckeinfluss deutlich geringer.

+++ 13.17 Uhr: Mieter müssen nicht für Hausmeister-Notdienstpauschale aufkommen +++

Zahlt ein Vermieter einem Hausmeister eine Pauschale für Bereitschaften außerhalb der üblichen Arbeitszeit, kann er dies nicht auf die Mieter umlegen. Die Pauschale gehört zu den vom Vermieter zu tragenden Verwaltungskosten, wie der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe entschied. Er gab damit Mietern in Berlin-Charlottenburg recht. Für ihr Wohnhaus gab es einen Hausmeister. Die Vermieterin zahlte diesem 2016 eine "Notdienstpauschale" in Höhe von 2200 Euro für seine Einsatzbereitschaft bei Störungen außerhalb der üblichen Geschäftszeiten. Nach der Nebenkostenabrechnung sollten die Mieter hiervon anteilig 103 Euro zahlen. Sie überwiesen aber nur für die übrigen Kosten und klammerten die "Notdienstpauschale" aus. Wie nun der BGH entschied, war dies zulässig. Die Vermieterin habe die "Notdienstpauschale" nicht auf die Mieter umlegen dürfen. Es handele sich nicht um umlagefähige "Kosten des Hauswarts".

+++ 13.07 Uhr: 55-Jähriger soll als vermeintlicher Anwalt Flüchtlinge betrogen haben +++

Die Staatsanwaltschaft Hildesheim hat Anklage gegen einen mutmaßlichen Betrüger erhoben, der als vermeintlicher Anwalt Asylbewerber und Flüchtlinge hinters Licht geführt haben soll. Der 55-Jährige soll sich zwischen Juni 2015 und September 2018 als Anwalt ausgegeben oder wahrheitswidrig behauptet haben, den Betrogenen einen Rechtsanwalt vermitteln zu können, wie die Behörde mitteilte. Dabei stellte er demnach Hilfe bei Asylverfahren oder in Passangelegenheiten in Aussicht. Insgesamt soll der Mann auf diese Weise 16.800 Euro ergaunert und einige der Geschädigten auch bedroht haben.     Die Staatsanwaltschaft legt dem 55-Jährigen unter anderem gewerbsmäßigen Betrug in 25 Fällen, Amtsanmaßung, Bedrohung und Urkundenfälschung zur Last. Der Verdächtige reiste den Angaben zufolge zu Jahresbeginn 2019 aus Deutschland aus, wurde in der Folgezeit jedoch von der Türkei abgeschoben und bei seiner Einreise nach Deutschland im vergangenen November festgenommen.

+++ 12.50 Uhr: Polizei ermittelt nach Morddrohungen gegen WDR-Mitarbeiter +++

Nach Morddrohungen gegen WDR-Mitarbeiter wegen des viel kritisierten "Umweltsau"-Liedes hat die Kölner Polizei in zwei Fällen Ermittlungen aufgenommen. "Es werden zwei Ermittlungsverfahren geführt", sagte ein Sprecher. Über den Inhalt könne man allerdings keine weiteren Angaben machen. Die Fälle seien noch in Bearbeitung bei der Polizei. An die Staatsanwaltschaft seien sie noch nicht weitergereicht worden.

Das Lied des WDR-Kinderchors auf die Melodie von "Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad" hatte mangelndes Umweltbewusstsein älterer Menschen angeprangert. Ein Shitstorm im Netz und eine breite gesellschaftliche Debatte waren die Folge. Darüber hinaus hatte es aber auch Morddrohungen gegen WDR-Mitarbeiter gegeben. Intendant Tom Buhrow hatte angekündigt, mit allen juristischen Mitteln dagegen vorgehen zu wollen. Der WDR teilte zudem mit, dass der Sender "allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die bedroht wurden oder werden, Schutz angeboten" habe.

#Umweltsau: WDR-Kinderlied polarisiert im Netz – viele übersehen das Wichtigste

+++ 12.41 Uhr: Berliner Abgeordnetenhaus beschließt Mietendeckel +++

Das Berliner Abgeordnetenhaus hat den umstrittenen Mietendeckel beschlossen. Bei 150 abgegebenen Stimmen sprachen sich 85 Parlamentarier für das Gesetz aus, mit dem die Mieten in der Hauptstadt für fünf Jahre eingefroren werden sollen. Zudem sollen besonders hohe Mieten unter bestimmten Umständen abgesenkt werden dürfen; der Mietendeckel soll für rund 1,5 Millionen Wohnungen in der Hauptstadt gelten. 

+++ 12.21 Uhr: Verdächtige in Fall von vergifteten Neugeborenen in Ulm bestreitet Vorwurf +++

Die Verdächtige im Fall von fünf mit Morphium vergifteten Neugeborenen in Ulm bestreitet den Vorwurf des versuchten Totschlags. Wie Sprecher von Polizei und Staatsanwaltschaft in der baden-württembergischen Stadt sagten, befindet sich die Krankenschwester dennoch in Untersuchungshaft. Laut aktuellem Ermittlungsstand gebe es keine Hinweise auf weitere Vergiftungsfälle auf der Neugeborenenstation. Die Ermittler werfen der Frau vor, fünf Neugeborenen in der Nacht zum 20. Dezember Morphium gegeben zu haben. Keines der Kinder war vor der Tat an eine Infusion angeschlossen. Daher wird davon ausgegangen, dass ihnen das Morphin oral über Muttermilch verabreicht wurde. Die Neugeborenen litten zeitgleich an lebensbedrohlichen Atemproblemen, wurden aber durch den sofortigen Einsatz des Personals gerettet. Spätfolgen seien nicht zu erwarten.

+++ 12.02 Uhr: Lübecker Polizei sucht Glockendiebe +++

Klingende Beute haben unbekannte Diebe in Lübeck gemacht: Aus dem Südturm der Lübecker Marienkirche stahlen die Kriminellen zwei Bronzeglocken im Gesamtwert von etwa tausend Euro, wie die Polizei mitteilte. Demnach sollten die ausgemusterten, rund 30 Zentimeter hohen und zusammen 35 Kilogramm schweren Glocken demnächst in einer Ausstellung gezeigt werden. Für den Diebstahl nutzen die Täter nach Polizeiangaben wahrscheinlich ein Baugerüst. Die Ermittler hoffen nun auf Hinweise zum Verbleib der älteren Glocken. Nicht ausgeschlossen wird, dass sie zum Verkauf angeboten wurden.

+++ 11.51 Uhr: Japanischer Milliardär bläst Suche nach Begleiterin für private Raumfahrt ab +++

Der japanische Milliardär Yusaku Maezawa hat den Traum von knapp 30.000 Frauen auf einen gemeinsamen romantischen Flug mit ihm zum Mond platzen lassen. "Aus persönlichen Gründen" sagte der Unternehmer seinen Plan ab, eine Partnerin für einen privaten Ausflug ins All zu finden.

Mitte Januar hatte der 44-Jährige ein entsprechendes Gesuch aufgegeben, auf das zehntausende Frauen reagierten. Maezawas Partnerwahl sollte von einer TV-Show begleitet werden. "Trotz meiner aufrichtigen und ehrlichen Entschlossenheit gegenüber der Sendung hatte ein Teil von mir immer noch gemischte Gefühle bezüglich meiner Teilnahme", schrieb Maezawa nun auf Twitter. "Der Gedanke, dass 27.722 Frauen mit ernsthaften Absichten und Mut ihre kostbare Zeit genutzt haben, um sich zu bewerben, lässt mich extrem reumütig zurück", fügte er hinzu. Er will mit SpaceX, dem privaten Raumfahrtunternehmen von Elon Musk, zum Mond fliegen. Losgehen soll es frühestens 2023. 

+++ 11.12 Uhr: Berliner Panda-Zwillinge zeigen sich erstmals den Zoo-Besuchern +++

Die Berliner Panda-Zwillinge haben sich erstmals den Zoo-Besuchern gezeigt - allerdings vor weniger Zuschauern als erwartet. Vermutlich schreckte das Regenwetter in der Hauptstadt einige Berliner am Vormittag ab. Schlangen am Eingang oder vor dem Gehege gab es keine. Sicherheitspersonal sollte Stau am Pandagehege vorbeugen und aufpassen, dass Besucher die Regeln einhalten: zum Beispiel Fotos nur ohne Blitzlicht machen und nicht an die Scheiben klopfen. Die Pandas selbst blieben trocken, sie waren in der Innenanlage - eine Art Panda-Wohnzimmer hinter Glas.

Die Tiere sind der erste Panda-Nachwuchs in einem deutschen Zoo und Leihgaben Chinas. Den Jungen haben die Spitznamen Pit und Paule - offiziell heißen sie Meng Xiang und Meng Yuan. Frühere Zuchtversuche mit anderen Pandapaaren in Berlin waren erfolglos geblieben. Seit Ende August wuchsen die Zwillinge hinter den Kulissen auf. Jetzt sind sie nach Zoo-Angaben alt genug, um ihrer Mutter Meng Meng zu folgen. Ihr Vater Jiao Qing ist nicht an der Aufzucht beteiligt und hat sein Gehege für sich.

Pit und Paule verzaubern Besucher im Berliner Zoo

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+++ 11.05 Uhr: Arbeitslosigkeit in EU sinkt auf Rekordniveau +++

Die Zahl der Arbeitslosen in der EU ist im vergangenen Jahr um 747.000 gesunken. Wie die EU-Statistikbehörde Eurostat mitteilte, lag die Quote im Dezember bei 6,2 Prozent nach 6,3 Prozent im Vormonat. Dies ist der niedrigste Stand seit Beginn der monatlichen Erhebung im Januar 2000. Damit waren Ende Dezember europaweit noch knapp 15,5 Millionen Frauen und Männer ohne Job. Die niedrigste Arbeitslosigkeit nach den EU-Kriterien hatte Tschechien mit 2,0 Prozent. Es folgten Deutschland und die Niederlande mit 3,2 Prozent. Die höchsten Quoten verzeichneten weiter Griechenland (16,6 Prozent nach Daten vom Oktober) und Spanien (13,7 Prozent).

+++ 11.00 Uhr: Bundestag hebt Immunität von Alexander Gauland auf +++

Der Bundestag hat die Immunität des AfD-Fraktionsvorsitzenden Alexander Gauland aufgehoben und damit den Weg für Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Mai frei gemacht. Das Plenum stimmte am Vormittag einem Antrag der Staatsanwaltschaft "auf Genehmigung zum Vollzug gerichtlicher Durchsuchungs- und Beschlagnahmebeschlüsse" zu. Es gehe um den Vorwurf der Steuerhinterziehung, sagte eine Sprecherin der Behörde der Nachrichtenagentur AFP.

Abgeordnete dürfen wegen einer mutmaßlichen Straftat nur mit Zustimmung des Parlaments juristisch verfolgt werden. Sie genießen laut Grundgesetz Immunität. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft kann diese vom Parlament aufgehoben werden. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hatte im vergangenen Jahr Ermittlungen gegen Gauland wegen eines "privaten Steuerfehlers" aufgenommen.

Das Parlament stimmte auch für die Aufhebung der Immunität der CDU-Abgeordneten Karin Strenz aus Mecklenburg-Vorpommern. Die Hintergründe sind noch unklar.

+++ 10.25 Uhr: Sie verschwanden Weihnachten: Eltern von sechs Kindern tot +++

Sechs Kinder einer Familie in Belgien sind unter ungeklärten Umständen zu Vollwaisen geworden. Die Eltern waren am zweiten Weihnachtstag verschwunden, ihre Leichen wurden Wochen später aus der Sambre gezogen, wie belgische Medien berichten. Die Umstände ihres Todes seien noch ungeklärt, erklärte die Staatsanwaltschaft demnach.

Das Auto der Eltern war kurz nach deren Verschwinden mit laufendem Motor am Flussufer gefunden worden. Die Zeitung "La Libre Belgique" berichtete, der Vater habe einem Kind vor dem Verlassen des Hauses gesagt: "Du wirst uns wahrscheinlich nicht wiedersehen, deine Mutter und mich." Die Leiche des Vaters tauchte dem Bericht zufolge am 15. Januar auf, die der Mutter am Dienstag.

+++ 10.20 Uhr: Deutsche-Bank-Vorstand bekommt weniger Boni +++

Der Vorstand der Deutschen Bank erhält trotz eines Milliardenverlustes für das vergangene Jahr Boni in Millionenhöhe. Allerdings fällt der Topf kleiner aus als im Jahr zuvor. Die amtierenden Topmanager verzichteten auf die sogenannte individuelle erfolgsabhängige Vergütung, wie ein Banksprecher am Donnerstag in Frankfurt sagte. Zuvor hatten Medien darüber berichtet. Danach soll der Vorstand insgesamt 13 Millionen Euro Boni erhalten. Das ist ungefähr die Hälfte der Vorjahressumme.

Im vergangenen Jahr hatte der Konzernumbau tiefe Löcher in die Bilanz des größten deutschen Kreditinstitutes gerissen. Unter dem Strich stand ein Minus von rund 5,7 Milliarden Euro nach einem Verlust von 52 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Experten hatten im Schnitt nach allen Aufwendungen mit einem den Aktionären zurechenbaren Verlust von etwas mehr als fünf Milliarden Euro gerechnet.

+++ 10.17 Uhr: Gewerkschaft Ufo dementiert Streik-Vorbereitungen bei Lufthansa +++

Die Kabinengewerkschaft Ufo hat Medienberichte dementiert, dass sie erneut Streiks bei Lufthansa vorbereite. Da sei nichts dran, sagte Gewerkschaftssprecher Nicoley Baublies am Donnerstag in Frankfurt. Zum Fortgang der Verhandlungen mit der Lufthansa über eine Schlichtungsvereinbarung wollte er allerdings keine Details nennen. Zuvor hatten Medien unter Berufung auf Konzernkreise von einem Scheitern der Gespräche berichtet. Ufo wolle noch im Tagesverlauf über neue Streiks informieren. Eine Lufthansa-Sprecherin betonte hingegen, dass man weiterhin in Gesprächen mit der Ufo sei. Zu "Medienspekulationen" äußere man sich nicht.

Lufthansa-Flugzeug muss mitten über dem Atlantik umkehren

+++ 10.06 Uhr: Laut Aktivisten Klinik und Bäckerei in Syrien von Russland bombardiert +++

Bei russischen Luftangriffen in der syrischen Rebellenhochburg Idlib sind nach Angaben von Aktivisten in der Nacht zehn Zivilisten getötet worden. Unter den Opfern der Angriffe auf die Stadt Ariha in der nordwestsyrischen Provinz Idlib seien mindestens fünf Frauen, teilte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Getroffen wurden demnach eine Bäckerei und eine Klinik.

Die Beobachtungsstelle hat ihren Sitz in London und bezieht ihre Informationen von Aktivisten in Syrien. Von unabhängiger Seite sind die Angaben kaum überprüfbar. Ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP bestätigte aber, dass eine Klinik in Ariha durch einen Angriff beschädigt wurde. Infolge des Angriffs stürzten demnach in der Nähe drei Häuser ein. Laut Beobachtungsstelle wurden damit binnen 24 Stunden 21 Zivilisten bei russischen Luftangriffen in der Provinz Idlib getötet.  Russland dementierte die Vorwürfe. Die russische Luftwaffe habe in der Nacht keinerlei Kampfeinsätze in Idlib geführt.

+++ 9.58 Uhr: Zahl der Arbeitslosen stieg im Januar deutlich +++

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Januar um knapp 200.000 auf 2,426 Millionen Menschen gestiegen. Zu dem Anstieg im Vergleich zum Dezember kam es vor allem saisonbedingt durch die Winterpause, wie die Nürnberger Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte. Allerdings hinterlasse auch die anhaltende konjunkturelle Schwäche weiter Spuren am Arbeitsmarkt. BA-Chef Detlef Scheele erklärte zum Arbeitsmarkt, "insgesamt zeigte er sich aber auch zum Jahresbeginn robust." Dem Arbeitsmarktbericht zufolge waren im Januar 20.000 Menschen mehr arbeitslos als im Januar vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote lag bei 5,3 Prozent, 0,4 Prozentpunkte mehr als im Dezember. 

+++ 9.46 Uhr: Mann in Bayern schüttet kochendes Wasser auf Polizisten +++

Nach einem Ehestreit hat ein 57 Jahre alter Mann in Augsburg einen von seiner Frau zur Hilfe gerufenen Polizisten attackiert und mit kochendem Wasser übergossen. Der 25 Jahre alte Beamte erlitt dabei Verbrühungen im Gesicht, am Hals und am Oberkörper, wie die Augsburger Polizei mitteilte. Der nach erheblichem Widerstand am Ende gefesselt festgenommene Mann kam wegen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung in Haft. Die Ehefrau hatte die Polizei den Ermittlern zufolge gerufen, weil sie von ihrem Mann geschlagen worden war. Als der 57-Jährige der Wohnung verwiesen werden sollte, sei er weiter aggressiv aufgetreten und habe sich der Aufforderung verweigert. Im weiteren Verlauf habe er aus einem Topf mit kochendem Nudelwasser eine Tasse Wasser entnommen. Zunächst habe er etwas Wasser in Richtung des 25-Jährigen Polizisten geschüttet, am Ende dann die noch fast volle Tasse gezielt über dem Beamten ausgeleert.

+++ 9.38 Uhr: Knapp 300 Migranten aus Mittelamerika in Mexiko in Lkws entdeckt +++

Polizisten haben im Südosten Mexikos 292 Migranten aus zwei Lastwagen befreit. Die Fahrzeuge seien bei einer Kontrolle nahe der Stadt Berriozábal im Bundesstaat Chiapas aufgefallen, berichten örtliche Medien unter Berufung auf die Generalstaatsanwaltschaft. Darin waren den Angaben zufolge Migranten aus dem etwa 200 Kilometer entfernten Guatemala sowie aus El Salvador, Honduras und Nicaragua zusammengepfercht, darunter 50 Minderjährige. Einer der Fahrer sei festgenommen worden, der zweite sei entkommen, hieß es. Jeder der Passagiere habe 100.000 Pesos (etwa 4800 Euro) an die Schleuser gezahlt.

Jedes Jahr fliehen Hunderttausende Menschen aus Mittelamerika vor Armut und Gewalt in ihren Heimatländern. Sie versuchen, über Mexiko in die Vereinigten Staaten zu gelangen. Erst Mitte Januar waren mehr als 3500 mehrheitlich honduranische Migranten Richtung USA aufgebrochen.

+++ 8.54 Uhr: Historischer Militärhelm mit Einschussloch in Thüringen gestohlen +++

Die Polizei in Thüringen sucht eine historische Pickelhaube, die unbekannte Diebe aus dem Stadtmuseum von Hildburghausen klauten. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wurde der Militärhelm im Wert von rund 3000 Euro an den vergangenen Tagen während der regulären Öffnungszeiten des Museums gestohlen, wie die Polizei in Suhl mitteilte. Der Helm stammt demnach aus dem Jahr 1870 und ist mit Metall und Leder ausgestattet. "Auffällig war ein Einschussloch am oberen Teil", hieß es im Polizeibericht. Die Pickelhaube stand zuletzt auf einer Holzkonsole im ersten Obergeschoss des Museums. Die Polizei hofft nun auf Zeugenhinweise.

+++ 8.48 Uhr: Postbote in USA versteckte Briefe über Monate in Lagerraum +++

Statt all seine Briefe auszuliefern, soll ein Postbote in den USA über Monate Tausende Sendungen in einem Lagerraum gestapelt haben. Er habe sich unter Druck gefühlt und keine Zeit gehabt, die großen Mengen von Post an ihre Adressaten in der Stadt Chesapeake im Bundesstaat Virginia zu verteilen, sagte der Mann vor Gericht, wie US-Medien unter Berufung auf Gerichtsdokumente berichten. Den Angaben zufolge begann der Mann bereits im November oder Dezember 2018, unausgelieferte Post zu sammeln. Ab Februar 2019 habe er eigens einen Lagerraum dafür angemietet. Dort fand die Polizei laut Berichten knapp 5000 Postsendungen, darunter Steuerunterlagen und Kontoauszüge, Zeitschriften und Werbung.

Der säumige Briefträger flog im Mai 2019 auf, als ein Augenzeuge die Behörden auf den Fall aufmerksam machte. Im August 2019 bekannte er sich vor Gericht schuldig. Für die Post arbeitet er nicht mehr. Der Mann soll im Februar verurteilt werden, ihm drohen bis zu fünf Jahre Haft.

+++ 8.33 Uhr: Australischer Feuerwehrmann tanzt durchs Netz +++

Ein tanzender australischer Feuerwehrmann hat im Internet eine wachsende Fangemeinde. Chris Rumpf aus dem von den aktuellen Bränden schlimm betroffenen Bundesstaat New South Wales stellte kurze Clips auf die Video-Plattform TikTok. Mehr als 500.000 Mal gab es für ihn ein "Gefällt mir". Er hat auch schon einige Kollegen mit seinem Tanzfieber angesteckt, wie in Videos zu sehen ist. In einem BBC-Bericht erzählte Rumpf, dass es den Feuerwehrleuten zu schaffen macht, wenn sie im Einsatz Leuten begegnen, die durch die Brände alles verloren haben. Die Tanzvideos helfen nach seinen Worten, die Laune etwas zu heben. "Ich denke, das hat funktioniert." Seine Feuerwehrstation schwärmte schon vor einigen Wochen auf Facebook vom Können ihres Kollegen. Und: "Wir lieben unseren Job und nehmen ihn ernst... aber wenn sich eine Möglichkeit auftut, zu tanzen...dann tanzen wir!"

+++ 8.13 Uhr: Satelliten entgehen haarscharf Kollision +++

Eine von Experten gefürchtete Kollision zweier Satelliten über den USA ist offensichtlich ausgeblieben. Die inaktiven Satelliten IRAS und GGSE-4 hätten sich über der US-Stadt Pittsburgh um nur etwa 47 Meter verfehlt, meldete das US-Unternehmen LeoLabs in der Nacht bei Twitter. Es gebe keine Anzeichen auf neuen Weltraumschrott, twitterten die Experten weiter. LeoLabs hatte die beiden Satelliten seit Montag unter enger Beobachtung gehalten. Der Experimentalsatellit GGSE-4 war demnach 1967 gestartet worden, das Weltraumteleskop IRAS wurde 1983 ins All geschickt.

+++ 8.12 Uhr: Athen plant vor Inseln Barrieren gegen Migranten +++

Die griechische Regierung will mit schwimmenden Barrieren aus Kunststoff Migranten daran hindern, aus der Türkei zu den griechischen Inseln überzusetzen. Zunächst sei ein Versuch geplant, sagte Verteidigungsminister Nikos Panagiotopoulos im Nachrichtensender Skai. "Wir wollen sehen, ob das funktioniert und wo und ob es eingesetzt werden kann." Beobachter in Athen bezweifelten, das die Barrieren Schleuser und Migranten davon abhalten könnten, die griechischen Küsten zu erreichen.

Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks hatte 2019 die Zahl der Migranten, die illegal aus der Türkei nach Griechenland kamen, deutlich zugenommen. Waren es 2018 gut 50.500 Menschen gewesen, so kamen im vergangenen Jahr gut 74.600 aus der Türkei. Die Registrierlager auf den Inseln Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos sind für nur rund 7500 Menschen gebaut und heillos überfüllt. Die Menschen leben dort unter miserablen Bedingungen.

+++ 7.15 Uhr: Deutsche Bank macht 2019 Verlust von 5,3 Milliarden Euro +++

Die Deutsche Bank hat das Jahr 2019 mit einem Verlust von rund 5,3 Milliarden Euro abgeschlossen. Das Minus nach Steuern sei "vollständig zurückzuführen auf die umbaubedingten Belastungen", teilte das Unternehmen in Frankfurt am Main mit. Die Deutsche Bank machte damit das fünfte Jahr in Folge Verlust. Das Kreditinstitut hatte im vergangenen Sommer eine umfassende Neuaufstellung beschlossen, um profitabler und kundenorientierter zu werden. Diese kostet die Deutsche Bank viel Geld.

+++ 6.46 Uhr: Apple und Broadcom sollen Milliardensumme an Uni wegen Patentverstößen zahlen +++

Der Technologiekonzern Apple ist wegen Patentverstößen von einem US-Gericht zur Zahlung einer Entschädigung von 837 Millionen Dollar (760 Millionen Euro) an eine Hochschule verurteilt worden. Im selben Verfahren wies das Geschworenengericht in Los Angeles das US-Halbleiterunternehmen Broadcom an, 270 Millionen Dollar an die Caltech-Universität zu zahlen. Die insgesamt rund 1,1 Milliarden Dollar sind eine der höchsten Entschädigungssummen wegen Patentverstößen, die bislang in den USA verhängt wurde. Beiden Unternehmen wird von Caltech vorgeworfen, gegen vier Patentrechte der Hochschule auf drahtlose Übertragungstechnologie verstoßen zu haben. Die Technologie werde von Broadcom für Chips genutzt, die Apple für seine iPhones, iPads und Uhren verwende, führt die Uni ins Feld. Sowohl Apple als auch Broadcom kündigten Berufung gegen das Urteil an.

+++ 6:28 Uhr: Kurz bewusstlos: Sorgen um Japans abgedankten Kaiser Akihito +++

Japans abgedankter Kaiser Akihito gibt seinem Volk Grund zur Sorge. Der 86 Jahre alte Vater des heutigen Kaisers Naruhito habe in seiner Residenz in Tokio vorübergehend das Bewusstsein verloren und sei kollabiert - eine anschließende Untersuchung habe jedoch keine gesundheitlichen Unregelmäßigkeiten erbracht, gab das Haushofamt bekannt. Akihito sei wieder in normalem Zustand und habe auch wie immer gefrühstückt.

Der im Volk äußerst beliebte frühere Monarch hatte im April 2019 auf eigenen Wunsch abgedankt und als Begründung nachlassende Kräfte angeführt. Er war der erste Kaiser Japans seit rund 200 Jahren, der noch zu Lebzeiten den Thron für seinen Nachfolger freimachte. Der 86-Jährige leidet seit einigen Jahren unter einer angeschlagenen Gesundheit. Bereits 2008 hatte Akihito stressbedingte Gesundheitsprobleme gehabt, unter anderem Magenbluten. Der Kaiser, der 2003 wegen Prostatakrebs operiert wurde, musste sich auch einer Bypass-Operation unterziehen. Letzten Juli litt er unter zerebraler Anämie.

+++ 6.08 Uhr: Vermisster mexikanischer Schmetterlingsschützer tot gefunden +++

Ein seit gut zwei Wochen vermisster mexikanischer Schmetterlingsschützer ist tot in der Nähe seines letzten bekannten Aufenthaltsorts im Zentrum des Landes aufgefunden worden. Die Leiche von Homero Gómez González wurde in einem Brunnen auf einem verlassenen Grundstück im Ort El Soldado rund 400 Kilometer nordwestlich von Mexiko-Stadt entdeckt, wie die Tageszeitung "Milenio" unter Berufung auf seinen Bruder Amado Gómez berichtet. Der 50 Jahre alte Homero Gómez galt nach Angaben der Staatsanwaltschaft seit dem 14. Januar als vermisst.

Nach ersten Informationen wies die Leiche des Umweltaktivisten keine Zeichen von Gewalt auf. Dennoch fürchteten Menschenrechtler, er könne einem Verbrechen zum Opfer gefallen sein. Gómez hatte sich für den Schutz des Monarchfalters und seines Lebensraums eingesetzt. Vor allem hatte er gegen die Abholzung von Nadelwäldern gekämpft. In der Gegend von Ocampo im Bundesstaat Michoacán, wo Gómez ein Schmetterlingsschutzgebiet führte, gibt es zahlreiche kriminelle Banden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt in dem Fall.

+++ 4.40 Uhr: Zweite Hinrichtung in den USA seit Jahresbeginn +++

In den USA ist zum zweiten Mal in diesem Jahr ein wegen Mordes verurteilter Häftling hingerichtet worden. Im Bundesstaat Georgia wurde gestern Abend (Ortszeit) dem 66-jährigen Donnie Lance die Todesspritze verabreicht, wie die dortigen Behörden mitteilten. Lance war vor mehr als 20 Jahren für schuldig befunden worden, im Jahr 1997 seine frühere Frau durch einen Kopfschuss und deren Freund durch Schläge mit seinem Revolver ermordet zu haben. Die Anwälte des Mannes unternahmen im Verlauf der zwei Jahrzehnte wiederholte Versuche, Lances Leben zu retten. Sie forderten erfolglos DNA-Analysen und einen neuen Prozess. Zuletzt hatte gestern das Oberste Gericht der USA einen Antrag abgelehnt, die Hinrichtung auszusetzen.

Am 15. Januar war in Texas ein 64-Jähriger exekutiert worden, der wegen Ermordung seiner Ehefrau verurteilt worden war. Im vergangenen Jahr wurden in den USA 22 Menschen hingerichtet, neun von ihnen in Texas.

+++ 4.34 Uhr Uhr: Staat nimmt durch Rentenerhöhung 420 Millionen mehr Steuern ein +++

Der Staat nimmt immer mehr Steuern von Menschen in Rente ein. So dürften die Einnahmen durch zusätzliche Einkommensteuer durch die Rentenerhöhung in diesem Sommer um 420 Millionen Euro steigen, wie die Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag zeigt. Bei der Schätzung geht das Ministerium von der bisher geschätzten Rentenerhöhung von 3,15 Prozent im Westen und 3,92 Prozent im Osten aus. Wie die Renten sich genau entwickeln, wird allerdings erst im März feststehen.

+++ 4.26 Uhr: Australischer Bundesstaat lässt Brandkastrophe untersuchen +++

Der am schlimmsten von den Buschbränden betroffene australische Bundesstaat New South Wales will die Katastrophe offiziell untersuchen lassen - auch mit Blick auf die Rolle des Klimawandels. In den nächsten sechs Monaten sollen unabhängige Experten in die betroffenen Gebiete reisen. Es soll auch darum gehen, wie die Behörden auf die Brände vorbereitet waren und wie sie reagiert haben. Es sei wichtig, "jeden Stein umzudrehen", sagte die Regierungschefin des Bundesstaats, Gladys Berejiklian.

In Australien wüten seit Monaten schwere Feuer, besonders im Südosten des Kontinents. 33 Menschen starben, davon 25 in New South Wales. Die Untersuchung dort soll prüfen, wie sich der Klimawandel, die Dürre, menschliches Handeln und die vorab als Vorsorge gelegten Feuer auf die Brände ausgewirkt haben.

Trichternetzspinne in Australien

+++ 3.49 Uhr: Minister Pistorius will Stadionallianzen zur neuen Saison einführen +++

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) will durch Stadionallianzen die Sicherheit in Fußballstadien erhöhen und die Einsatzzeiten der Polizei senken. Daher plant er, zur Saison 2020/21 Allianzen an den Fußballstandorten in Wolfsburg, Hannover, Osnabrück, Braunschweig, Meppen und Oldenburg einzuführen. Die Sicherheit der Stadionbesucher habe höchste Priorität. "Gleichzeitig wollen wir dabei die Einsatzstunden der Polizei reduzieren, was im Interesse des Steuerzahlers sowie im Interesse der Polizistinnen und Polizisten ist", sagte der Minister der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Es gehe im Kern darum, die Akteure vor Ort an einen Tisch zu bekommen, und darum, dass sie eine gemeinsame Zielvorstellung entwickeln, wie die Spiele idealerweise ablaufen sollten. Vor jedem Fußballspiel sollen sich beteiligte Vereine und Fanclubs sowie Verbände, Polizei und Vertreter der Kommunen treffen, um sich in Sicherheitsfragen besser abzustimmen und gemeinsam eine Risikobewertung vorzunehmen.

+++ 2.12 Uhr: Koalition will Einsatz von Kurzarbeitergeld erleichtern und plant Milliardenhilfe für die Bauern +++

Die Spitze der Koalition von Union und SPD will den Einsatz von Kurzarbeitergeld in Industriebranchen mit schweren Strukturproblemen erleichtern. Eine entsprechende Ermächtigung solle die Bundesregierung befristet auf drei Jahre in die Lage versetzen, die Regelungen des Kurzarbeitergeldes anzupassen, heißt es in einem Papier, das vom schwarz-roten Koalitionsausschuss am frühen Morgen veröffentlicht wurde.

Angesichts heftiger Verwerfungen wegen der geplanten Verschärfung der Düngeverordnung plant Schwarz-Rot zudem eine Milliardenhilfe für die Bauern: Um die Landwirte bei dem anstehenden Transformationsprozess zu unterstützen, werde man innerhalb von vier Jahren insgesamt eine Milliarde Euro für Agrarumweltprogramme und Investitionen zur Verfügung stellen, heißt es in dem Papier.

+++ 0.38 Uhr: Solar-Teleskop nimmt detailliertes Bild der Sonnen-Oberfläche auf +++

Das weltgrößte Solar-Teleskop auf Hawaii hat ein neues Bild der Sonne aufgenommen. Auf dem vom Teleskop "Daniel K. Inouye" aufgenommenen Bild sei die Oberfläche der Sonne so detailliert wie nie zuvor zu sehen, hieß es von Wissenschaftlern an der University of Hawaii. Zu sehen ist eine zell-artige gelb-orange Oberfläche. Das Teleskop steht auf dem Gipfel des Bergs Haleakala auf der Insel Maui.

+++ 0.21 Uhr: Längster Schmugglertunnel zwischen Mexiko und USA entdeckt +++

US-Grenzschützer haben nach eigenen Angaben den bisher längsten bekannten illegalen Tunnel aus Mexiko in der kalifornischen Stadt San Diego entdeckt. Der Tunnel beginne in einer Industriezone der mexikanischen Grenzstadt Tijuana und verlaufe über eine Länge von gut 4300 Fuß (rund 1,3 Kilometer) in die USA, teilte die US-Grenzschutzbehörde CBP mit. Er ist demnach etwa 1,7 Meter hoch, 60 Zentimeter breit und rund 21 Meter tief unter der Oberfläche. Es gebe dort einen Fahrstuhl, ein Schienensystem, Lüftung, elektrische Leitungen und ein komplexes Abwassersystem.

Der Tunnel war den Angaben nach bereits im August 2019 entdeckt worden. Festnahmen habe es bislang keine gegeben. Der Fund sei das Resultat jahrelanger Ermittlungen, die weiter andauerten. Illegale Tunnel zwischen Mexiko und Kalifornien seien zwar nichts Neues, hieß es. Die Raffinesse dieses Tunnels zeige aber die Entschlossenheit und die finanziellen Mittel mexikanischer Drogenkartelle, so ein Sprecher der Antidrogenbehörde DEA.

+++ 0.08 Uhr: Israelische Kampfjets greifen Ziele im Gazastreifen an +++

Israelische Kampfflugzeuge haben gestern am späten Abend Stellungen der Hamas im Gazastreifen angegriffen. Dabei wurde nach israelischen Armeeangaben unter anderem eine Waffenfabrik der Islamisten getroffen. Mit dem Luftangriff habe Israel auf einen vorangegangenen Angriff mit einer Rakete sowie mit Brandballons aus dem Gazastreifen reagiert. Über eventuelle Opfer des Angriffs auf den Gazastreifen liegen keine Angaben vor.

+++ 0.05 Uhr: Vereinte Nationen Opfer von Hacker-Angriff +++

Hacker haben die Büros der Vereinten Nationen in Genf und Wien angegriffen. Die Cyber-Attacke auf die IT-Infrastruktur der UN sei bereits im vergangenen Sommer geschehen, sagte UN-Sprecher Stephane Dujarric in New York. "Die Zuordnung einer IT-Attacke bleibt vage und unsicher, also sind wir nicht in der Lage, einen speziellen Angreifer auszumachen, aber es war mit Sicherheit eine sehr gut ausgestattete Attacke." Die Angreifer hätten aber keine sensiblen Daten erbeuten können und alle Schäden seien wieder in Ordnung gebracht worden. "Die Gefahr weiterer Angriffe bleibt und die UN entdecken und reagieren täglich auf zahlreiche Angriffe verschiedenster Qualitätsstufen."

mad / ivi / fs / anb / rw / DPA / AFP