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News von heute: Zwei Fälle von Lungenkrankheit in Frankreich bestätigt

Deutscher in Liberia offenbar ermordet +++ Manfred Weber wegen Dienstwagen-Nutzung unter Druck +++ Zweiter Fall von Lungenkrankheit in USA bestätigt +++ Autorin Gudrun Pausewang ist tot +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Coronavirus

An Flughäfen in China kontrollieren Mitarbeiter die Körpertemperatur von Reisenden

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Zwei Coronavirus-Fälle in Frankreich bestätigt (20.28 Uhr) 
  • Deutscher Geschäftsmann in Liberia ermordet (18.30 Uhr)
  • Zweiter Fall von Lungenkrankheit in USA (16.47 Uhr)
  • Polizei bestätigt sechs Tote nach Schüssen in Baden-Württemberg (15.09 Uhr)
  • Autorin von "Die Wolke": Gudrun Pausewang ist tot (10.13 Uhr)

Die Meldungen zum Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump lesen Sie hier.

Die Nachrichten von heute im stern-Ticker:

+++ 21.16 Uhr: Mindestens vier Tote bei Erdbeben im Osten der Türkei +++

Bei einem Erdbeben der Stärke 6,8 im Osten der Türkei sind am Freitag mindestens vier Menschen getötet worden. Zwei Menschen seien in der Provinz Elazig ums Leben gekommen, zwei weitere in der Nachbarprovinz Malatya, meldete die Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf Innenminister Süleyman Soylu. Mehrere Gebäude seien eingestürzt. 

+++ 21.04 Uhr: Trump hält Rede auf Großdemo von Abtreibungsgegnern +++

Mit einer Rede vor zehntausenden Abtreibungsgegnern hat US-Präsident Donald Trump im Wahljahr und inmitten des laufenden Amtsenthebungsverfahrens die Nähe zur konservativen Basis gesucht. Trump nahm am Freitag als erster US-Präsident der Geschichte am jährlichen "Marsch für das Leben" (March for Life) in Washington teil, der größten Demonstration von US-Abtreibungsgegnern. Den oppositionellen Demokraten warf der Präsident vor, beim Abtreibungsrecht die "radikalsten und extremsten Positionen" zu vertreten.    

Er selbst setze sich wie kein Präsident vor ihm für den Schutz des ungeborenen Lebens ein, sagte Trump in seiner Rede. "Ungeborene Kinder haben noch nie einen stärkeren Verteidiger im Weißen Haus gehabt." Trumps schrieb sich auch den Schutz der Religionsfreiheit auf die Fahne - viele der Demonstranten waren evangelikale Christen, eine wichtige Wählergruppe für den Präsidenten.

+++ 20.28 Uhr: Zwei Fälle von Lungenkrankheit in Frankreich bestätigt +++

Das in China aufgetretene neue Coronavirus hat Europa erreicht. In Frankreich wurden zwei Fälle der dadurch verursachten Lungenkrankheit bestätigt, wie die französische Gesundheitsministerin Agnès Buzyn am Freitagabend mitteilte. Demnach traten die beiden Erkrankungen in Bordeaux und in Paris auf. Die Regierung werde alles unternehmen, um eine Ausbreitung des Erregers einzudämmen, sagte Buzyn.

Die ersten Fälle der Erkrankung waren Anfang des Jahres in der chinesischen Stadt Wuhan aufgetreten. In China liegt die Zahl nachgewiesener Infektionen im Land den Behörden zufolge derzeit bei rund 900. Mehr als 25 der Patienten sind gestorben, zumeist ältere Menschen mit Vorerkrankungen. Nachweise wurden auch aus anderen asiatischen Ländern wie Thailand, Singapur und Taiwan gemeldet. In den USA waren bis Freitag zwei Fälle bestätigt worden - einer in Seattle und einer in Chicago. 

+++ 19.30 Uhr: SPD votiert für Wagnis einer Minderheitsregierung in Thüringen +++

Thüringens Sozialdemokraten haben sich mit großer Mehrheit für den Weg zu einer rot-rot-grünen Minderheitsregierung entschieden. Die Delegierten eines Parteitags votierten in Erfurt für die Beteiligung an dem rot-rot-grünen Projekt, dem im Landtag vier Stimmen fehlen. Bei der Abstimmung per Handzeichen gab es einige Gegenstimmen und Enthaltungen, die jedoch nicht ausgezählt wurden.

+++ 19.19 Uhr: Regierung in Paris bringt umstrittene Rentenreform auf den Weg +++

Ungeachtet wochenlanger Massenproteste hat die französische Regierung die umstrittene Rentenreform auf den Weg gebracht. Das teilte eine Regierungssprecherin am Freitag nach dem Ministerrat unter Leitung von Präsident Emmanuel Macron mit. Zugleich gingen erneut hunderttausende Menschen gegen die Reform auf die Straße. Dem Innenministerium in Paris zufolge beteiligten sich landesweit 249.000 Menschen an den Protesten, die Gewerkschaft CGT sprach von mehr als 1,3 Millionen Demonstranten. 

+++ 19.09 Uhr: 34 US-Soldaten bei iranischem Raketenangriff Anfang Januar verletzt +++

Beim iranischen Raketenangriff auf einen international genutzten Stützpunkt im Irak Anfang Januar sind deutlich mehr US-Soldaten verletzt worden als bislang angegeben. Ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums sagte am Freitag, 34 Soldaten hätten Gehirnerschütterungen und Hirnschäden erlitten. Die Hälfte von ihnen kehrte demnach inzwischen in ihre Einheit zurück. Acht Soldaten wurden nach einer ersten Behandlung in Deutschland zurück in die USA geflogen und neun weitere weiterhin in einem US-Militärkrankenhaus in Deutschland behandelt.

+++ 18.30 Uhr: Deutscher Geschäftsmann laut Berichten in Liberia ermordet +++

 Ein deutscher Geschäftsmann soll in der Stadt Buchanan im westafrikanischen Liberia getötet worden sein. "Der Fall ist uns bekannt. Unsere Botschaft in Monrovia steht in engem Kontakt zu den Angehörigen und den zuständigen Behörden vor Ort", teilte das Auswärtige Amt am Freitag auf Anfrage mit. Nähere Angaben zur Tat und zum Opfer wollte die Behörde nicht nennen.

Liberias Präsident George Weah sprach in einer im Internet veröffentlichten Mitteilung von einem brutalen Mord. Demnach geschah die Tat am Mittwochmorgen im Haus des deutschen Managers. Die Polizei und Behörden arbeiteten an der Aufklärung des Falls und der Strafverfolgung der Täter, hieß es.

+++ 17.27 Uhr: Nach Vorwürfen - Weber will Dienstwagen-Nutzung prüfen lassen +++

Der CSU-Europapolitiker Manfred Weber muss sich kritischen Fragen wegen der Nutzung seines EU-Dienstwagens in Bayern stellen. Die Sache solle möglichst bald auf die Tagesordnung des Haushaltskontrollausschusses im Europaparlament, forderte der Grünen-Europaabgeordnete Daniel Freund.

Wie der "Spiegel" meldete, ist der Dienstwagen des Fraktionschefs der Europäischen Volkspartei nicht am Parlamentssitz in Brüssel oder Straßburg, sondern in Bayern stationiert. Dort nutze Weber den Wagen auch für Fahrten zu CSU-Veranstaltungen im derzeitigen Kommunalwahlkampf. Keiner der anderen Fraktionsvorsitzenden im Europaparlament habe seinen Dienstwagen im Heimatort gelassen. Weber sagte dem "Spiegel", der Wagen werde ausschließlich dienstlich genutzt. Auch Fahrten zu CSU-Terminen unternehme er stets als EVP-Fraktionschef und damit im dienstlichen Interesse. Der Einsatz sei zudem von der EU-Parlamentsverwaltung genehmigt. Von Weber war am Freitagnachmittag auf Anfrage zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

+++ 17.21 Uhr: Täter von Rot am See ist Sportschütze +++

Die Schütze von Rot am See hat mit einer Pistole sechs Menschen getötet. Tatwaffe sei eine halbautomatische Kurzwaffe mit Kaliber neun Millimeter gewesen, teilte die Polizei mit. Der Mann sei ein Sportschütze. Er habe einen Waffenschein besessen.

Spurensicherer am Tatort

+++ 16.47 Uhr: Zweiter Fall von neuer Lungenkrankheit in den USA bestätigt +++

In den USA ist ein zweiter Fall der neuen Lungenkrankheit aus China aufgetreten. Es handele sich um eine Frau in Chicago, die vor kurzem aus der am stärksten betroffenen chinesischen Stadt Wuhan zurückgekehrt sei, teilte die US-Gesundheitsbehörde CDC mit. Zudem würden mehr als 50 Verdachtsfälle in 22 verschiedenen Bundesstaaten beobachtet, sagte die Chefin der Abteilung für Immunisierung und Lungenkrankheiten des CDC, Nancy Messonnier. "CDC geht davon aus, dass das Risiko für die Menschen in den USA momentan gering ist, aber die Situation verändert sich schnell."

+++ 16.34 Uhr: Verfassungsschutz-Chef weist Kritik an Zeitpunkt von "Combat-18"-Verbot zurück +++

Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Thomas Haldenwang, hat die lange Vorbereitungszeit für das Verbot des Neonazi-Vereins "Combat 18" gegen Kritik der Opposition verteidigt. "Das Bundesinnenministerium ist eingeschritten, als deutlich wurde, dass die Gruppe innerhalb der rechtsextremen Szene großes Gewicht hat und klar war, das gehandelt werden muss", sagte Haldenwang der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

+++ 16.21 Uhr: Experten: Brände in Australien tragen zu Rekord-CO2-Konzentration 2020 bei  +++

Die seit Monaten in Australien wütenden Wald- und Buschbrände tragen nach Einschätzung der britischen Meteorologiebehörde zu einem neuen Rekord des klimaschädlichen CO2-Gehalts in der Erdatmosphäre bei. Wie die Behörde mitteilte, berechnete sie anhand vorläufiger Daten aus der Globalen Datenbank für Feueremissionen, dass die Feuer in Australien die weltweite CO2-Konzentration 2020 um bis zu 0,05 Teile pro Million (ppm) erhöhten. Dies mache ein Fünftel des erwarteten Anstiegs aus, hieß es weiter. Für 2020 wird erwartet, dass die CO2-Konzentration erstmals über 410 ppm steigt. Der erwartete Jahresdurchschnitt beträgt 414,2 ppm. So hoch war die Konzentration des Treibhausgases in der Erdatmosphäre seit mindestens 800.000 Jahren nicht mehr.

+++ 16.03 Uhr: Verbrannte Frauenleiche im Norden Russlands gefunden +++

In einem Wald bei St. Petersburg im Norden Russlands ist die verbrannte Leiche einer jungen Frau gefunden worden. Dabei soll es sich nach Angaben mehrerer lokaler Medien um eine 20 Jahre alte Bloggerin handeln. Sie habe in ihrem Youtube-Kanal unter anderem über Treffen mit reichen Männern und übers Trampen berichtet. Auch ihre Erfahrungen mit Drogen habe sie geschildert. Die Polizei ermittelt den Berichten zufolge zu den Hintergründen und schloss ein Verbrechen nicht aus. Die Leiche wurde am Donnerstag etwa 100 Meter von einer Straße entfernt entdeckt.

+++ 15.55 Uhr: Kein Käufer für Wursthersteller Wilke – allen Mitarbeitern gekündigt +++

Bei dem in einen Fleischskandal verwickelten nordhessischen Wursthersteller Wilke gehen endgültig die Lichter aus. Trotz intensiver Bemühungen und der Einschaltung eines auf Übernahmen spezialisierten Unternehmens sei keine Nachfolgelösung für den Geschäftsbetrieb gefunden worden, sagte Insolvenzverwalter Mario Nawroth nach einer Gläubigerversammlung in Korbach. Vorhandenes Vermögen des insolventen Unternehmens solle verwertet werden, um Ansprüche von Gläubigern zu befriedigen. Den noch vorhandenen 62 Mitarbeitern wurde laut Nawroth gekündigt.

+++ 15.15 Uhr: 430 Anhänger von Fridays for Future protestieren vor Steinkohlekraftwerk Datteln +++

Unter dem Motto "Datteln vier? Nicht mit mir!" haben mehrere hundert Anhänger der Klimaschutzbewegung Fridays for Future im nordrhein-westfälischen Datteln gegen das dortige Steinkohlekraftwerk demonstriert. Bis zu 430 Teilnehmer zogen nach Polizeiangaben von der Dattelner Innenstadt zu dem Kraftwerk, wo am Nachmittag eine Abschlusskundgebung stattfand. Die Proteste richteten sich gegen die Pläne zum Kohleausstieg, wonach das neue Kraftwerk Datteln IV noch in Betrieb gehen soll.

+++ 15.09 Uhr: Polizei bestätigt sechs Tote nach Schüssen in Baden-Württemberg +++

Nach den Schüssen in Rot am See im Nordosten Baden-Württembergs hat die Polizei bestätigt, dass sechs Menschen ums Leben gekommen sind. Nähere Einzelheiten sollten auf einer Pressekonferenz um 16.30 Uhr im Rathaus von Rot am See bekanntgegeben werden, sagte ein Sprecher. Nach Angaben der Beamten liegt vermutlich ein Beziehungsverhältnis zwischen dem Täter und den Opfern vor - "aber gesichert ist dies noch nicht". Man gehe von einem Einzeltäter aus. Der Tatverdächtige sei festgenommen worden (siehe auch Meldungen von 14.11 Uhr, 14.35 Uhr und 14.55 Uhr).

+++ 14.55 Uhr: Polizeieinsatz in Rot am See läuft +++

Der Polizeieinsatz nach den Schüssen in Rot am See läuft weiter, teilten die Beamten bei Twitter mit. Sie forderten die Nutzer auf, sich nicht an Spekulationen zu den Hintergründen und zum Täter zu beteiligen.

Die Polizei ist nach eigenen Angaben mit einem Großaufgebot vor Ort. Ein Tatverdächtiger sei festgenommen worden. Es gebe derzeit keinen Hinweis auf weitere Täter – es habe sich um einen Einzeltäter gehandelt. Ein Polizeisprecher sagte der Nachrichtenagentur AFP, Täter und Opfer hätten sich gekannt. Es gebe mehrere Verletzte und auch Tote, sagte ein Sprecher der Polizei Aalen. Er machte keine Angaben dazu, wie viele Menschen ums Leben kamen. Nach informationen der Nachrichtenagentur DPA handelt es sich um sechs Tote (siehe auch Meldungen von 14.11 Uhr und 14.35 Uhr).

Baden-Württemberg: Mehrere Tote nach Schüssen in Rot am See

+++ 14.35 Uhr: Offenbar sechs Tote in Rot am See +++

Nach den Schüssen in Rot am See im Nordosten Baden-Württembergs sind nach Informationen der Nachrichtenagentur DPA sechs Menschen ums Leben gekommen. Die Polizei bestätigte zunächst nur, dass es "vermutlich" auch Tote gegeben habe. Zudem seien mehrere Menschen verletzt worden (siehe auch Meldung von 14.11 Uhr).

+++ 14.11 Uhr: Schüsse in Rot am See in Baden-Württemberg – wohl mehrere Tote, Verdächtiger festgenommen +++

In Rot am See im Nordosten Baden-Württembergs sind Schüsse gefallen, es soll wohl mehrere Tote und Verletzte geben. Das meldet das Polizeipräsidium Aalen. Ein Tatverdächtiger sei festgenommen worden. "Nach ersten Erkenntnissen liegt ein Beziehungsverhältnis vor", so die Polizei.

Ein Sprecher der Polizei vor Ort sagte dem stern, die Tat habe sich "in einem Gebäude" in der Bahnhofstraße der 5000-Einwohner-Gemeinde im Landkreis Schwäbisch Hall ereignet. Gefahr bestehe nach derzeitigem Stand nicht mehr. Die von verschiedenen Medien gemeldete Zahl von sechs Toten konnte er zunächst nicht bestätigen.

Der Notruf sei um 12.45 Uhr bei der Polizei eingegangen. "Es wurden Schüsse gemeldet", so der Sprecher weiter. Daraufhin sei eine "Alarmkette" in Gang gesetzt worden.

Weitere Hintergründe zu der Tat konnte der Sprecher zunächst nicht mitteilen.

+++ 14.10 Uhr: Staatsschutz ermittelt wegen Bier mit Nazi-Symbolik für 18,88 Euro +++

Die Polizei ermittelt wegen verkaufter Bierflaschen mit Nazi-Symbolik aus einem Getränkemarkt im Burgenlandkreis. Der Verdacht laute auf Verwendung verfassungswidriger Kennzeichen, sagte eine Polizeisprecherin. Die Polizei sei durch zwei Anzeigen Anfang der Woche auf das Bier aufmerksam geworden. Die Ermittlungen hat der für politische Straftaten zuständige Staatsschutz übernommen.

Der Fall aus dem Getränkemarkt in Bad Bibra schlug am Freitag auch in den sozialen Netzwerken Wellen. Fotos zeigten mehrere Kästen des "Deutschen Reichsbräus" in dem Getränkemarkt, das zum Preis von 18,88 Euro angeboten wurde. Die Zahl "18" ist ein Szenecode für den ersten und den achten Buchstaben im Alphabet, die Initialen Adolf Hitlers. Die 88 steht in der Szene für "Heil Hitler".

+++ 13.58 Uhr: Fehlalarme halten russische Sicherheitsbehörden weiter in Atem +++

Die Serie der folgenreichen Fehlalarme in Russland zu angeblichen Sprengsätzen in öffentlichen Gebäuden reißt nicht ab. Allein heute erhielten in Moskau mehrere Schulen, ein Kinderkrankenhaus sowie zahlreiche Gerichte Bombendrohungen, wie die Staatsagentur Tass unter Berufung auf Sicherheitsbehörden meldete. Immer wieder legen die Drohungen Schulen und Teile des öffentlichen Lebens lahm, weil Einrichtungen evakuiert werden müssen. Nach Berichten der Agentur Interfax mussten seit Beginn einer neuen Welle von Bombendrohungen am 28. November allein in Moskau bis zu 1,5 Millionen Menschen in Sicherheit gebracht werden. Am 19. Dezember hatte die Zahl der Evakuierten den Rekord von 170.000 Menschen erreicht. 

Es ist unklar, wer diese Drohungen mit welchem Ziel verschickt. Der russische Inlandsgeheimdienst FSB ermittelt wegen der massenhaften Verbreitung von Falschmeldungen mit dem Ziel, die öffentliche Ordnung zu stören.

+++ 13.39 Uhr: Evangelischer Kindergarten erklärt Fasching für tabu +++

In einem evangelischen Kindergarten in Korntal-Münchingen bei Stuttgart sollen die närrischen Tage dieses Jahr ausfallen. Über die Vereinbarkeit von Fasching und christlichen Werten gebe es unterschiedliche Meinungen, teilte die örtliche Kirchengemeinde mit und bestätigte damit einen Bericht der "Bild"-Zeitung. Verkleidung und närrische Stimmung werde es daher nicht geben, auch weil die Einrichtung unter Personalnot leide. Nach Angaben der evangelischen Landeskirche sind Kindergärten und andere Einrichtungen in der Entscheidung frei, ob und wie sie Karneval, Fasching und Fastnacht feiern.

+++ 13.34 Uhr: Frau laut Medienberichten bei Polizeieinsatz in Berlin erschossen +++

Bei einem Polizeieinsatz in Berlin-Friedrichshain soll Zeitungsberichten zufolge eine Frau erschossen worden sein. Die Polizei bestätigte das zunächst nicht, sondern verwies auf die Staatsanwaltschaft, die am frühen Nachmittag eine Stellungnahme abgeben wolle. Der Vorfall soll sich schon am frühen Morgen in der Grünberger Straße ereignet haben, wie der "Tagesspiegel" schreibt. Die Frau soll demnach ein Messer gehabt haben, mit dem sie in ihrer Wohnung einen Mann und Polizisten bedrohte. Sie soll bereits polizeibekannt und mit Drogendelikten aufgefallen sein. 

"Wir haben heute morgen von diesem tragischen Einsatz erfahren. Kein Polizist schießt gern“, zitiert die Zeitung Benjamin Jendro, Sprecher der Gewerkschaft der Polizei Berlin. "Derartige Situationen sind eine enorme psychische Belastung, da binnen Sekundenbruchteilen die richtigen, wenn auch folgenschweren Entscheidungen getroffen werden müssen." Selbstverständlich werde auch dieser Einsatz genau untersucht.

+++ 13.19 Uhr: Tausende protestieren in Frankreich erneut gegen Rentenreform +++

Tausende Menschen sind in ganz Frankreich erneut gegen die geplante Rentenreform auf die Straße gegangen. Am Pariser Place de la République versammelten sich am Vormittag zahlreiche Demonstrantinnen und Demonstranten. Auch in anderen Städten wie Nantes oder Marseille gab es Proteste. Im Pariser Nahverkehr kam es erneut zu Störungen, zahlreiche Stationen blieben geschlossen. Allerdings waren die Auswirkungen lange nicht so schlimm wie während der Streiks in den Wochen zuvor. Seit Montag hatte sich die Lage im Bahnverkehr wieder normalisiert.

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+++ 13 Uhr: Mehr als 1,2 Millionen Anrufe bei der Telefonseelsorge +++

Bei der kirchlichen Telefonseelsorge sind 2019 mehr als 1,2 Millionen Anrufe eingegangen. Die häufigsten Themen waren Ängste und Einsamkeit, wie die Diakonie Deutschland in Berlin mitteilte. Menschen in Notlagen wandten sich aber auch aufgrund seelischer und körperlicher Einschränkungen und Beziehungsfragen an die Telefonseelsorge. Im vergangenen Jahr waren es rund 1,3 Millionen Anrufe.

Am Telefon ist mit 52 Prozent rund die Hälfte der Ratsuchenden zwischen 50 und 69 Jahre alt. Bei der Mehrheit handelt es sich demnach um Frauen. Jüngere Menschen nutzen vor allem das Internet. Mit 59 Prozent wandte sich mehr als die Hälfte der 15 bis 29-Jährigen per E-Mail oder Chat an die Seelsorger. Insgesamt sind rund 6500 Ehrenamtliche per Telefon, E-Mail und Chat rund um die Uhr erreichbar. Die Telefonseelsorge wird gemeinsam von der evangelischen und katholischen Kirche getragen.

+++ 12.53 Uhr: Entführung auf offener Straße – Zeugen schauten nur zu +++

Ein 22-Jähriger ist in Hagen vor mehreren Zeugen auf offener Straße misshandelt und entführt worden – offenbar ohne Hilfe zu bekommen. Es sei "erschreckend", dass bei dem Vorfall vor einer Spielhalle in der Ruhrgebietsstadt niemand eingegriffen oder die Polizei verständigt habe, teilten die Beamten mit. Auf Videomaterial von Überwachungskameras sei zu sehen, wie der 22-Jährige in den Schwitzkasten genommen und bis zur Ohnmacht gewürgt worden sei. Bewusstlos wurde das Opfer dann von mehreren Personen in ein Auto gehievt und weggefahren.

Der 22-Jährige war laut Polizei nach eigenem Bekunden in Drogengeschäfte verwickelt und hatte daraus Schulden, die man versuchte einzutreiben. Aus Angst wandte er sich schließlich an die Polizei. Zwei Tatverdächtige säßen jetzt in Untersuchungshaft. Es werde auch geprüft, ob man gegen Zeugen des Geschehens am 15. Januar Strafverfahren wegen unterlassener Hilfeleistung einleite.

+++ 12.41 Uhr: Bolsonaro schockt mit Äußerungen über Ureinwohner +++

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat mit abfälligen Äußerungen über die Ureinwohner im Amazonasgebiet erneut für einen Eklat gesorgt. "Mit Sicherheit haben sich die Indigenen verändert und weiterentwickelt. Sie sind immer mehr menschliche Wesen wie wir", sagte der Ex-Militär in seinem wöchentlichen Video in den sozialen Netzwerken. "Wir wollen, dass sie sich in die Gesellschaft integrieren und wirklich Besitz von ihren Ländereien ergreifen."

Vertreter der indigenen Gruppen in Brasilien kritisierten die Äußerungen des Rechtspopulisten als rassistisch. "Wir indigenen Völker, die von dieser Erde stammen, verlangen Respekt. Bolsonaro verletzt erneut die Verfassung, indem er unsere Existenz als menschliche Wesen leugnet", schrieb Sônia Guajajara vom indigenen Dachverband Abip auf Twitter. Die Organisation werde rechtliche Schritte gegen den Präsidenten einleiten.

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+++ 12.31 Uhr: Raumfahrer backen Kekse auf der ISS +++

Erstmals in der Geschichte der Internationalen Raumstation haben Raumfahrer Kekse im Weltall gebacken. Sie brauchten allerdings in der Schwerelosigkeit deutlich länger als im Backofen auf der Erde. Am besten sahen die Schokoladenkekse nach zwei Stunden Backzeit aus, wie das private US-Raumfahrtunternehmen Nanoracks bei Facebook mitteilte. Die durchschnittliche Backzeit in der Küche beträgt gut 20 Minuten. Insgesamt wurden demnach fünf Kekse in einem speziellen Backofen unterschiedlich lange gebacken. Laut Nasa soll mit dem Experiment untersucht werden, ob Raumfahrer bei Langzeitmissionen selbst frisch backen könnten. Das könnte ihnen psychologische und physiologische Vorteile bringen. Auch die Auswahl an Mahlzeiten wäre größer.

+++ 12.27 Uhr: Ocean Viking" rettet knapp hundert Migranten +++

Das Rettungsschiff "Ocean Viking" hat vor der Küste Libyens 92 Migranten in einem Schlauchboot aus Seenot gerettet. Rund ein Drittel der Geretteten sei minderjährig, die Mehrheit von ihnen unbegleitet, teilte die Hilfsorganisation SOS Méditerranée mit. In dem Schlauchboot befanden sich zudem fünf Schwangere. "Das Schlauchboot verlor langsam Luft. Man wagt sich kaum vorzustellen, was passiert wäre, wenn wir sie nicht so schnell gefunden hätten", sagte Frédéric Penard von SOS Méditerranée. Er hoffe, dass die "Ocean Viking" bald einen sicheren Hafen zugewiesen bekomme. Die Menschen, die an Unterkühlung und Seekrankheit litten, könnten zwar an Bord erstversorgt werden, "aber die Rettung endet erst an Land wirklich".

+++ 12.15 Uhr: Gewaltige Explosion in Houston +++

In der US-Metropole Houston hat sich eine Explosion ereignet. Polizeipatrouillen sperrten die Straßen rund um das betroffene Fabrikgebäude ab, wie die Polizei der texanischen Stadt auf Twitter mitteilte. Der Knall sei meilenweit zu hören gewesen, meldete der Sender ABC13. Auf einem Foto waren Rauch und Trümmer zu sehen. Laut dem Sender KHOU11 ließ die Explosion Wände wackeln und Fenster vibrieren. Verschiedene Bewohner der Stadt kommentierten auf Twitter, dass auch ihre Häuser gewackelt hätten oder dass sie aus dem Schlaf gerissen worden seien. Die Explosion soll sich um 4.27 Uhr Ortszeit (11.27 Uhr MEZ) ereignet haben.

+++ 12.13 Uhr: Amokalarm an Schule in Köln – Polizei: keine Hinweise auf konkrete Bedrohung +++

Wegen eines Amokalarms ist die Kölner Polizei zu einem Großeinsatz an einer Schule im Stadtteil Mülheim ausgerückt. Spezialkräfte durchsuchten die Schule Klasse für Klasse, wie die Polizei mitteilte. Lehrer und Kinder hätten sich in den Klassenräumen eingeschlossen. Es gebe aber derzeit "keine Hinweise auf eine konkrete Bedrohung", erklärte die Polizei auf Twitter.

+++ 12.04 Uhr: Zehntausende fordern in Bagdad Abzug von US-Truppen +++

Zehntausende Iraker haben bei einem Protest in der Hauptstadt Bagdad einen Abzug der US-Truppen aus dem Land gefordert. Sie folgten damit am Freitag einem Aufruf des einflussreichen schiitischen Predigers Muktada al-Sadr. Die Demonstranten trugen irakische Flaggen, riefen "Nein, Nein, Nein Amerika" und traten mit Füßen auf Bilder des US-Präsidenten Donald Trump. Das irakische Parlament hatte nach der Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani durch die USA in Bagdad einen Abzug der US-Truppen gefordert. Iraks Regierung erklärte, sie arbeite an der Umsetzung des Beschlusses. Konkrete Schritte gibt es bislang nicht.

+++ 11.58 Uhr:  Spektakuläre Wende im Starnberger Mordfall mit drei Toten: zwei Festnahmen  +++

In einem bisher von der Polizei als Doppelmord mit anschließendem Suizid des vermeintlichen Täters in Starnberg eingestuften Fall hat es eine spektakuläre Wende gegeben. Die Polizei stuft den Fall nun als Mordtat ein und nahm zwei Tatverdächtige fest, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Nord am Freitag in Ingolstadt mitteilte. Bei den beiden Verdächtigen sei eine große Anzahl an Waffen sichergestellt worden, ihnen werde Mord und Beihilfe zum Mord vorgeworfen.

Vor knapp zwei Wochen waren die Leichen eines 21 Jahre alten Manns und seiner 60 und 64 Jahre alten Eltern gefunden worden. Die Polizei ging zunächst davon aus, dass der Sohn zunächst die Eltern und dann sich selbst tötete. Vor Ort waren zwei Waffen gefunden worden. Die weiteren Ermittlungen zur Herkunft der Waffen führten zu den nun Festgenommenen.     

+++ 11.32 Uhr: IG Metall verzichtet auf konkrete Lohnforderung +++

Die IG Metall will in der anstehenden Tarifrunde für die deutsche Metall- und Elektroindustrie auf eine konkrete Lohnforderung verzichten. Im Vordergrund solle stattdessen die Sicherung der rund vier Millionen Jobs stehen, wie der Erste Vorsitzende Jörg Hofmann in Frankfurt erklärte.

+++ 11.01 Uhr: China schließt wegen Coronavirus Teile der Chinesischen Mauer +++

Die Schutzvorkehrungen gegen das Coronavirus in China treffen nun auch ein Symbol der Stärke des Landes: Teile der Chinesischen Mauer werden geschlossen. Auch die Ming-Gräber und die Yinshan-Pagode blieben vorsichtshalber geschlossen, erklärte die für die Verwaltung dieser historischen Stätten zuständige Behörde am Freitag. Das Stadion der Olympischen Spiele 2008 in Peking ist seit Freitag nicht mehr zugänglich.

+++ 10.31 Uhr: Sigmar Gabriel soll Aufsichtsrat bei der Deutschen Bank werden +++

Der frühere SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel ist von der Deutschen Bank als neues Mitglied des Aufsichtsrats des Finanzinstituts nominiert worden. Wie die Deutsche Bank mitteilte, soll sich Gabriel bei der nächsten Hauptversammlung den Aktionären zur Wahl stellen. "Wir freuen uns sehr, mit Sigmar Gabriel einen überzeugten Europäer und Transatlantiker für den Aufsichtsrat der Deutschen Bank gewinnen zu können", erklärte Aufsichtsratschef Paul Achleitner.

+++ 10.20 Uhr: Weniger Falschgeld in Europa und in Deutschland +++

Die Anstrengungen von Europas Währungshütern für mehr Sicherheit von Euro-Banknoten zeigen Wirkung: Im vergangenen Jahr sank die Zahl der Fälschungen weiter – sowohl in Europa als auch in Deutschland. 559.000 falsche Euro-Scheine zogen Polizei, Handel und Banken nach Angaben der Europäischen Zentralbank (EZB) aus dem Verkehr. Damit sank die Zahl der Blüten zum Vorjahr um 4000 Stück und auf den niedrigsten Stand seit 2013 (670.000 Fälschungen).

+++ 10.16 Uhr: Mehr als fünf Jahre Haft für Islamisten aus Umfeld von Berliner Attentäter Amri +++

Wegen der Planung eines Anschlags hat das Berliner Kammergericht einen Islamisten aus dem Umfeld des Breitscheidplatz-Attentäters Anis Amri zu fünf Jahren und vier Monaten Haft verurteilt. Das Urteil gegen den 32-jährigen Magomed-Ali C. erging entsprechend der Anklage wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat sowie eines Explosionsverbrechens. Mögliches Anschlagsziel soll ein Einkaufszentrum gewesen sein.

+++ 10.13 Uhr: Autorin von "Die Wolke": Gudrun Pausewang ist tot +++

Die Schriftstellerin Gudrun Pausewang ist tot. Sie starb am Donnerstagabend im Alter von 91 Jahren in der Nähe von Bamberg, wie ihr Sohn am Nachrichtenagentur DPA mitteilte.

Pausewang war vor allem bekannt für ihre Kinder- und Jugendbücher. So schrieb sie etwa "Die letzten Kinder von Schewenborn" (1983) oder den Roman "Die Wolke" (1987) über die Folgen eines fiktiven Atomreaktorunfalls. Das Buch wurde ein Jahr nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zum Bestseller.

Verstorbene Stars: Britische "Love Island"-Moderatorin Caroline Flack ist tot
tote promis 2020 - caroline flack

15. Februar 2020

Die britische Moderatorin Caroline Flack ist gestorben. Das teilte ihre Familie am Wochenende in London mit. Flack moderierte TV-Shows, darunter "Love Island" und "The X Factor". Vor etwa neun Jahren hatte sie eine Beziehung mit dem One-Direction-Sänger Harry Styles. Den damals erst 17 Jahre alten Styles hatte Flack in der Castingshow "The X Factor" kennengelernt, was damals viel Aufsehen erregte. In einem Buch hatte Flack zudem einmal geschrieben, sie sei vor mehr als zehn Jahren für kurze Zeit mit Prinz Harry zusammengewesen. Britischen Medien zufolge soll sie sich etwa drei Wochen vor einem Gerichtsprozess das Leben genommen haben. Sie soll laut Anklage ihren Partner, einen 27-jährigen Ex-Tennisprofi, geschlagen haben. Das Gericht verhängte eine Kontaktsperre. Das Paar hatte aber wieder zusammengefunden und Flack habe die Vorwürfe bestritten, wie britische Zeitungen am Sonntag berichteten. Der Mann hatte ihr auch zum gemeinsamen Valentinstag gratuliert. Seit den Vorwürfen gegen sie habe Flack unter großem Druck gestanden, zitierte die BBC aus einer Stellungnahme des Managements. Zahlreiche Kollegen und Freunde äußerten sich in den sozialen Medien schockiert und bekundeten ihre Trauer. Flack wurde nur 40 Jahre alt.

Sie haben suizidale Gedanken?

Hilfe bietet die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222 erreichbar. Auch eine Beratung über E-Mail ist möglich. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.


Picture Alliance

+++ 9.57 Uhr: Kreise: Polnische LOT übernimmt Ferienflieger Condor +++

Die polnische Fluggesellschaft LOT übernimmt den angeschlagenen Ferienflieger Condor. LOT hat im Bieterrennen mehrere Finanzinvestoren ausgestochen, wie aus Verhandlungskreisen verlautete. (Siehe auch Meldung von 8.28 Uhr.)

+++ 9.37 Uhr: Zwei Leichen in Gewerbegebiet bei Neustrelitz in Mecklenburg-Vorpommern gefunden +++

Nahe der Stadt Neustrelitz in Mecklenburg-Vorpommern sind zwei Leichen gefunden worden. Es handle sich um einen Mann und eine Frau, teilte die Polizei am späten Abend in Neubrandenburg mit. Ein Zeuge fand die Toten demnach in einem von Wald durchzogenen weitläufigen Gewerbegebiet außerhalb der Stadt. Die Hintergründe waren offen. Nach Angaben der Polizei war auch die Identität der am Donnerstagnachmittag gefundenen Toten zunächst noch nicht abschließend geklärt.

+++ 9.18 Uhr: IC am Bahnhof Horb teilweise entgleist +++

Am Bahnhof Horb am Neckar in Baden-Württemberg ist am Abend ein Intercity entgleist. Drei Waggons seien bei langsamer Fahrt aus den Gleisen gesprungen, aber nicht umgekippt, teilte die Bundespolizeiinspektion Offenburg mit. Die etwa 80 bis 100 Passagiere des Zugs konnten demnach unverletzt evakuiert werden. Die Ermittlungen zu der Unfallursache dauerten zunächst weiter an. Als Folge des Unfalls sei mit Verspätungen und Zugunfällen zu rechnen, hieß es.

+++ 9.05 Uhr: Umfrage: Mehrheit plant Sommerferien in Deutschland +++

Ferien in Deutschland bleiben bei den Bundesbürgern einer Umfrage zufolge auch im kommenden Sommer beliebt – vor allem einkommensschwache Haushalte planen aber häufig, gar nicht zu verreisen. Laut ARD-"Deutschlandtrend" geben derzeit 39 Prozent der Wahlberechtigten an, den Sommerurlaub im eigenen Land verbringen zu wollen. 34 Prozent wollen ins europäische Ausland reisen. Etwa jeden Achten (zwölf Prozent) zieht es im Sommer in Länder außerhalb Europas.

Insgesamt knapp jeder Vierte (23 Prozent) wird allerdings im Sommer voraussichtlich nicht verreisen. Dies hängt laut "Deutschlandtrend" stark mit den finanziellen Möglichkeiten zusammen: In Haushalten mit einem Netto-Einkommen unter 1500 Euro werden demnach 43 Prozent voraussichtlich zu Hause bleiben. In der Einkommensgruppe zwischen 1500 und 3000 Euro planen 27 Prozent keine Reise, während in den höheren Einkommensklassen nur 13 Prozent darauf verzichten wollen. Für den "Deutschlandtrend" wurden von Infratest dimap im Auftrag des ARD-"Morgenmagazins" 1043 Wahlberechtigte vom 21. bis 22. Januar befragt.

+++ 8.59 Uhr: Merkel mit Erdogan zusammengetroffen +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist Istanbul mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zusammengetroffen. Die beiden wollen zunächst gemeinsam einen neuen Campus der Türkisch-Deutschen Universität eröffnen. Im Anschluss kommen beide dann zu politischen Gesprächen zusammen.

Die Liste der Themen des eintägigen Besuchs Merkels ist lang: Libyen, Syrien, Flüchtlinge, bilaterale Angelegenheiten und mehr könnte zur Sprache kommen. In den deutsch-türkischen Beziehungen herrscht keine Eiszeit mehr wie noch 2017 und teilweise 2018. Dennoch überschatten immer wieder Krisen die Dialoge. 

+++ 8.51 Uhr: Nigeria: Mindestens 24 Tote durch Lassafieber +++

Seit Beginn des Jahres sind in Nigeria den Behörden zufolge mindestens 24 Menschen an Lassafieber gestorben. Insgesamt seien vom 1. bis 19. Januar 163 Fälle der Krankheit bestätigt worden, teilte das Nigerianische Zentrum für Seuchenkontrolle (NCDC) mit. Es bestehen Sorgen, dass die Zahl der Toten weiter steigen könnte.

Lassafieber bricht immer wieder in westafrikanischen Ländern wie Nigeria aus. Es gehört zu den sogenannten hämorrhagischen Fiebern und ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) nach einer Stadt im Nordosten Nigerias benannt worden, wo die Krankheit 1969 erstmalig beschrieben wurde. Jedes Jahr stecken sich laut RKI bis zu 300 000 Menschen damit an. Anders als bei Ebola zeigen aber 80 Prozent der Infizierten keine Symptome. Etwa ein bis zwei Prozent der Kranken sterben demnach.

+++ 8.43 Uhr: Von der Leyen unterzeichnet Brexit-Abkommen für die EU +++

Eine Woche vor dem Brexit haben EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident Charles Michel das Abkommen über den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union unterzeichnet. Das teilte von der Leyen am Morgen in einer Twitter-Botschaft mit, in der sie auch ein Bild von der Unterzeichnung veröffentlichte. Damit sei der Weg frei für die Ratifizierung durch das Europäische Parlament.

"Die Dinge werden sich unaufhaltsam ändern, aber unsere Freundschaft wird bleiben", schrieb Michel bei Twitter. "Wir schlagen ein neues Kapitel auf als Partner und Verbündete." Er freue sich darauf, dieses neue Kapitel "gemeinsam zu schreiben". Bereits am Donnerstag hatte in London Königin Elizabeth II. das Brexit-Gesetz unterzeichnet. Am 29. Januar soll das Brexit-Abkommen vom EU-Parlament ratifiziert werden.

+++ 8.30 Uhr: Laschet macht deutscher Autoindustrie Vorwürfe +++

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat vor einem Abstieg der deutschen Autoindustrie gewarnt und den Autobauern Versäumnisse bei Elektromobilität und autonomem Fahren vorgeworfen. "Die Lage ist ernst", sagte Laschet dem "Handelsblatt". "Ich hoffe, die deutschen Autokonzerne haben gerade noch mal die Kurve gekriegt." Dass VW-Chef Herbert Diess zuletzt vor einem Niedergang des Konzerns gewarnt hatte, begrüßte Laschet grundsätzlich. "Aber so eine Brandrede hätte man natürlich durchaus schon mal vor zehn Jahren halten können."

+++ 8.28 Uhr: Käufer für Ferienflieger Condor gefunden +++

Der angeschlagene Ferienflieger Condor hat einen Käufer gefunden. Die Airline, die in den Sog der Thomas-Cook-Insolvenz geraten war, lud in Frankfurt zu einer Pressekonferenz ein. Es gehe darum, gemeinsam "mit dem neuen Eigentümer" über die Zukunft von Condor zu informieren, so die Airline. Der Name des Käufers wurde in der Mitteilung nicht genannt. Weitere Details will Condor am Vormittag (11.00 Uhr) bekannt geben.

Zuletzt waren im Bieterverfahren um Condor drei ernsthafte Interessenten in Medienberichten genannt worden: Die polnische Fluggesellschaft LOT, der US-Finanzinvestor Apollo gemeinsam mit deutschen Reiseveranstaltern und einem Co-Investor sowie als dritter Bieter die britische Investmentgesellschaft Greybull.

+++ 8.26 Uhr: Disneyland Shanghai wegen Coronavirus geschlossen +++

Aufgrund der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus bleibt das Disneyland in Shanghai ab Samstag vorerst geschlossen. Die Entscheidung sei zum Schutz des Personals und der Besucher getroffen worden, teilte der Vergnügungspark mit. Am Wochenende beginnen einwöchige Ferien zum chinesischen Neujahr, und Disneyland hatte besondere Spektakel geplant. Alle Besucher, die bereits gebucht haben, würden entschädigt, erklärte der Park auf seiner Website. Wann Disneyland seine Tore wieder öffnet, war zunächst unklar. Das Datum werde in Abstimmung mit den Behörden bekanntgegeben, hieß es.

+++ 7.26 Uhr: Peru: Vier Tote bei Explosion eines Gas-Lkw +++

Bei der Explosion eines mit Gas beladenen Lastwagens in Peru sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. 49 weitere Menschen wurden bei dem Unglück am Donnerstag in der Hauptstadt Lima verletzt, wie das Gesundheitsministerium des südamerikanischen Landes mitteilte. Zudem seien 14 Häuser in dem südlichen Viertel Villa El Salvador zerstört worden.

Unter den Toten sind den Angaben zufolge ein neunjähriges Kind und ein 18-Jähriger. Sie seien beide im Krankenhaus an ihren schweren Verbrennungen gestorben. Viele Verletzte hätten Verbrennungen an 80 Prozent ihres Körpers, sagte Gesundheitsministerin María Luisa Hinostroza. Sieben verletzte Kinder schwebten in Lebensgefahr, sagte der Leiter der Gesundheitsbehörde, Ricardo Zopfi, dem Radiosender RPP.

+++ 6.46 Uhr: China stellt 37 Millionen Menschen quasi unter Quarantäne +++

Im Kampf gegen eine Verbreitung der Lungenkrankheit in China sind in der schwer betroffenen zentralchinesischen Provinz Hubei strikte Bewegungsbeschränkungen für rund 37 Millionen Menschen erlassen worden. Als die jüngsten drei Metropolen wurden in Jingzhou (5,6 Millionen Einwohner), Xiaogan (5 Millionen) und in Dangyang (470.000) der öffentliche Verkehr und die Züge in andere Orte gestoppt, wie die Stadtregierungen berichteten. Damit sind mit der Provinzhauptstadt Wuhan mindestens elf Städte praktisch abgeschottet worden.

Menschen auf der Straße mit Mundschutz

+++ 5.18 Uhr: Seehofer verzichtet auf Gesichtserkennungs-Software für Bundespolizei +++

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will der Bundespolizei nun doch nicht erlauben, an sicherheitsrelevanten Orten Software zur Gesichtserkennung einzusetzen. In einem Entwurf für das neue Bundespolizeigesetz, der am Donnerstag zur Abstimmung an die anderen Ressorts der Bundesregierung ging, ist davon nach Informationen der Nachrichtenagentur DPA nicht mehr die Rede. 

In einer älteren Fassung des Entwurfs, der dpa vorliegt, hieß es noch, die Bundespolizei könne Daten aus Bildaufzeichnungsgeräten "automatisch mit biometrischen Daten abgleichen", die sie zur Erfüllung ihrer Aufgaben weiterverarbeitet oder für die sie eine Berechtigung zum Abruf hat. Dies gelte allerdings nur, "soweit es sich um Daten von Menschen handelt, die ausgeschrieben sind". Dieser Passus wurde nun gestrichen. In der neuen Fassung ist nur noch von der Nutzung von Bildaufzeichnungsgeräten die Rede.

+++ 4.58 Uhr: ADAC nicht mehr grundsätzlich gegen Tempolimit auf Autobahnen +++

In der Debatte um ein Tempolimit auf Autobahnen hat der ADAC seine jahrzehntelange ablehnende Haltung aufgegeben. Der ADAC sei "nicht mehr grundsätzlich" gegen eine Geschwindigkeitsbegrenzung, sagte der ADAC-Vizepräsident Verkehr, Gerhard Hillebrand, der Nachrichtenagentur DPA im Vorfeld des 58. Verkehrsgerichtstags in Goslar (29. bis 31. Januar). Der ADAC ist mit gut 21 Millionen Mitgliedern der größte Automobilclub Deutschlands.

Tempolimit auf deutschen Autobahnen? Das Thema spaltet die Republik.

"Die Diskussion um die Einführung eines allgemeinen Tempolimits auf Autobahnen wird emotional geführt und polarisiert bei den Mitgliedern", sagte Hillebrand. "Deshalb legt sich der ADAC in der Frage aktuell nicht fest." Eine Versachlichung sei dringend erforderlich. Die Auswirkungen eines Tempolimits sollten dringend in einer umfassenden Studie geklärt werden. "Diese würde eine belastbare Entscheidungsgrundlage liefern."

+++ 4.43 Uhr: Australien: Sechs Feuerwehrleute verunglückt +++

In Australien sind sechs Feuerwehrleute bei einem Unfall im Einsatz gegen die Buschfeuer schwer verletzt worden. Ihr Löschfahrzeug verunglückte am Donnerstagabend in Eurobodalla im südöstlichen Bundesstaat New South, wie die Polizei mitteilte. Die sechsköpfige Besatzung konnte noch selbst aus dem Feuerwehrauto steigen. Die Verletzungen seien nicht lebensgefährlich, hieß es weiter. Die Feuerwehrleute kamen ins Krankenhaus. 

Feuerwehr feuerwalze

+++ 4.42 Uhr: Südkorea meldet zweite Coronavirus-Infektion +++

Die Gesundheitsbehörden in Südkorea haben zum zweiten Mal eine Infektion mit der im benachbarten China ausgebrochenen neuen Lungenkrankheit gemeldet. Betroffen sei ein 55 Jahre alter Südkoreaner, teilten die Koreanischen Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention mit.

Der Mann kehrte demnach am Mittwoch von einem Arbeitsaufenthalt in der zentralchinesischen Stadt Wuhan zurück, wo der Ursprung des Ausbruchs vermutet wird. Er habe dort bereits eine Klinik besucht, weil er unter Halsschmerzen und anderen Krankheitssymptomen gelitten habe. Sein Zustand sei stabil.

+++ 4.34 Uhr: Trotz tödlichem Unfall: USA lehnen Auslieferung von Diplomaten-Frau ab +++

Die USA haben die Auslieferung der Ehefrau eines Diplomaten nach Großbritannien abgelehnt, die für den Tod eines Teenagers bei einem Verkehrsunfall verantwortlich sein soll. Die Frau habe während ihres Aufenthalts in Großbritannien diplomatische Immunität genossen, begründete das Außenministerium in Washington die Entscheidung. Kämen die USA dem britischen Auslieferungsantrag nach, würde dies "einen außerordentlich problematischen Präzedenzfall darstellen".

Die britische Regierung reagierte "enttäuscht" auf die Entscheidung. Eine Sprecherin des Innenministeriums in London sagte, ihre Regierung prüfe nun "dringlich", welche Optionen sie in dem Fall noch habe. 

+++ 4.33 Uhr: Deutschland hat 2019 gut 400 Migranten aufgenommen +++

Deutschland hat in den vergangenen Monaten 401 Migranten aufgenommen, die 2019 im zentralen Mittelmeer aus Seenot gerettet worden waren. Das geht aus Daten des Bundesinnenministeriums hervor. Darüber hinaus hat die Bundesrepublik den beiden südlichen EU-Staaten Italien und Malta die Aufnahme weiterer 249 Bootsmigranten zugesagt. Diese Menschen sind bislang allerdings noch nicht nach Deutschland eingereist.

Die Seenotrettung privater Hilfsorganisationen hatte die EU im vergangenen Jahr vor große Probleme gestellt. Italien und Malta weigerten sich, ihre Häfen für die Schiffe zu öffnen, und forderten Hilfe bei der Aufnahme Geretteter. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) einigte sich im September schließlich mit seinen Kollegen aus Frankreich, Italien und Malta auf ein vorläufiges Verfahren. Danach sollten die Rettungsschiffe in Italien oder Malta anlegen dürfen. Innerhalb von vier Wochen sollten die Menschen auf andere EU-Staaten verteilt werden. An dem Verfahren beteiligten sich zuletzt regelmäßig auch Portugal, Luxemburg und Irland.

+++ 3.34 Uhr: Bahnmitarbeiter bekommen neue Dienstkleidung +++

Mehr Auswahl und andere Farben: Die Deutsche Bahn kleidet derzeit ihre Mitarbeiter mit direktem Kundenkontakt neu ein. Nach zwei Testläufen steht insgesamt 43.000 Zugbegleitern, Servicemitarbeitern, Lokführern und Busfahrern eine Auswahl an bis zu 80 Teilen in Blau und Weinrot zur Verfügung, wie das Unternehmen mitteilte. Bisher war das Bahnpersonal an blauen Uniformen mit knallroten Details zu erkennen. Der Entwurf stammt von Designer Guido Maria Kretschmer.

Die Mitarbeiter können die neue Kleidung seit Januar anprobieren und bestellen, dann beginnt die Produktion und Auslieferung. Die Ausgabe dauert bis August, dann wird das Personal in den Zügen, Bussen und an den Bahnhöfen damit seinen Dienst versehen. Insgesamt werden rund 900.000 einzelne Kleidungsstücke verteilt. Zu den Kosten wollte sich das Unternehmen nicht äußern. Zuletzt war die Unternehmensbekleidung vor 17 Jahren ausgetauscht worden.

+++ 3.06 Uhr: Wegen Bengasi-Anschlag: Libyer in USA zu langer Haft verurteilt +++

Wegen des tödlichen Angriffs auf das US-Konsulat im libyschen Bengasi im Jahr 2012 ist ein Libyer in den USA zu einer fast 20-jährigen Haftstrafe verurteilt worden. Das Strafmaß für den 47-jährigen Mustafa al-Imam wurde am Donnerstag von einem Bundesrichter in Washington verkündet. Al-Imam wurde unter anderem wegen terroristischer Verbrechen zu 19 Jahren und sechs Monaten Gefängnis verurteilt.

Bei dem Angriff am 11. September 2012 waren der Botschafter Chris Stevens, einer seiner Mitarbeiter und zwei US-Sicherheitskräfte getötet worden. Al-Imam wurde fünf Jahre danach von US-Truppen in Libyen gefasst. Er habe eine "wichtige Rolle" bei dem Anschlag auf das Konsulat gespielt, erklärte die US-Bundesanwältin Jessie Liu zu dem Richterspruch am Donnerstag. 

+++ 2.48 Uhr: Mexiko: Nationalgarde stoppt 1000 Migranten +++

Erneut hat es an Mexikos Südgrenze Zusammenstöße zwischen Migranten und Sicherheitskräften gegeben. Geschätzt rund 1000 Mittelamerikaner hatten am Donnerstag den Grenzfluss Suchiate aus Guatemala überquert. Nachdem sie auf mexikanischer Seite einige Kilometer weit gelaufen waren, versperrten Soldaten der Nationalgarde ihnen den Weg. Es kam zu Steinwürfen durch Migranten und den Einsatz von Tränengas durch die Soldaten.

Dies war auch am Montag geschehen, nachdem rund 500 Menschen das niedrig stehende Wasser des Flusses zu Fuß durchquert hatten. Die meisten wurden festgenommen, einige wenige tauchten in Mexiko unter.

+++ 2.33 Uhr: Altmaier fordert Steuersenkungen für Unternehmen +++

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier will einen neuen Anlauf für eine Reform der Unternehmensteuern nehmen. Der CDU-Politiker sagte der Nachrichtenagentur DPA: "Wir müssen die Rahmenbedingungen für Unternehmen verbessern, damit sie international konkurrenzfähig bleiben. Unsere Unternehmen brauchen mehr Luft zum Atmen, damit sie die entscheidenden Investitionen in die Zukunftstechnologien tätigen können. Dazu gehören Steuerentlastungen und Bürokratieabbau." 

Zudem müsse die neue EU-Kommission der Entschärfung bestehender Handelskonflikte Vorrang geben. Altmaier fordert schon länger niedrigere Unternehmenssteuern und eine vollständige Abschaffung des Solidaritätszuschlags – die SPD ist aber dagegen.

+++ 2.24 Uhr: Mali: Sieben Tote bei Angriff auf Regierungstruppen +++

Bei einem Angriff auf die Regierungstruppen in Mali sind sieben Soldaten getötet und mehrere weitere verletzt worden. Wie die Armee des westafrikanischen Landes am Donnerstag mitteilte, war eine Stellung der Regierungstruppen in der Region Mopti nahe der Grenze zu Burkina Faso am Vortag unter heftigen Beschuss durch "nicht identifizierte" Angreifer geraten. Örtliche Behörden und Einwohner machten islamistische Milizen für den Angriff verantwortlich.

Die Kämpfe zogen sich über mehrere Stunden hin, wie ein Mitglied der Sicherheitskräfte sagte. Die Angreifer hätten die Stellung in der Gemeinde Dioungani zeitweise eingenommen. Sie sei dann aber von den Regierungstruppen zurückerobert worden.

+++ 1.40 Uhr: Coronavirus: Zahl der Todesopfer und der Infizierten steigt +++

Der neuen Lungenkrankheit in China sind sieben weitere Menschen zum Opfer gefallen. Insgesamt sind demnach nun 25 Todesfälle durch Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden, wie Chinas Nationale Gesundheitsbehörde mitteilte. Die Zahl der bekannten Infektionen stieg im Vergleich zum Vortag von 644 auf 830 Fälle an. Im Kampf gegen die Krankheit hatte China am Donnerstag kurz vor dem chinesischen Neujahrsfest rund 20 Millionen Menschen praktisch unter Quarantäne gestellt. Die Behörden riegelten die 11-Millionen-Metropole Wuhan ab, in der die meisten Fälle aufgetreten sind. Weitere große Städte sind ebenfalls von starken Einschränkungen betroffen.

+++ 1.18 Uhr: Özdemir: Wegen Flüchtlingen nicht von Erdogan erpressen lassen +++

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Cem Özdemir hat die EU aufgefordert, sich beim Thema Syrien-Flüchtlinge nicht vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip erpressen zu lassen. Özdemir sagte der Nachrichtenagentur DPA: "Wir müssen uns gemeinsam mit unseren EU-Partnern darauf vorbereiten, dass Erdogan im Laufe des Jahres ganz berechnend mehr Flüchtlinge nach Europa schicken wird. Wir dürfen uns nichts vormachen: Erdogan benutzt die Flüchtlingsfrage als Hebel, um liberale Demokratien zu destabilisieren." Für den türkischen Präsidenten sei "ein schwaches Europa eine gute Nachricht". Özdemir fügte aber auch hinzu: "Selbstverständlich muss die EU allen Nachbarstaaten Syriens bei der Versorgung der Flüchtlinge helfen."

+++ 0.23 Uhr: Jüdische und muslimische Würdenträger besuchen gemeinsam Auschwitz +++ 

Wenige Tage vor dem 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz haben muslimische und jüdische Würdenträger  gemeinsam das frühere NS-Vernichtungslager besucht. Der Generalsekretär der Islamischen Weltliga, Mohammed Abdulkarim al-Issa sagte am Donnerstag, der Besuch in der Gedenkstätte sei für ihn "eine heilige Pflicht und eine große Ehre". Zusammen mit anderen Muslimen aus aller Welt kniete er vor dem Denkmal für die Ermordeten nieder und betete.

Der als historisch gewertete Besuch wurde vom American Jewish Comittee organisiert. Geschäftsführer David Harris sagte, noch nie hätten so ranghohe muslimische Würdenträger Auschwitz oder ein anderes NS-Todeslager besucht.

+++ 0.04 Uhr: Türkei: Festgenommener Anwalt war in 59 deutschen Asylverfahren tätig +++

Die türkischen Sicherheitsbehörden könnten im Zuge der Festnahme eines Kooperationsanwalts der deutschen Botschaft an Daten von mehr Asylbewerbern gelangt sein als bislang bekannt. Zum Zeitpunkt der Verhaftung hätten bei dem Anwalt Vorgänge zu 59 Asylverfahren zur Bearbeitung gelegen, die insgesamt 113 Personen beträfen, teilte ein Sprecher des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) mit. Zuerst hatte die Tageszeitung "Die Welt" darüber berichtet. Im Laufe der Überprüfung habe sich die zunächst genannte Zahl von 47 Anfragen um 12 weitere erhöht, so der Behördensprecher.

"Zudem gibt es Hinweise darauf, dass auch Informationen zu Fällen aus 2018/2019 bei Ermittlungsmaßnahmen in die Hände türkischer Sicherheitskräfte gelangt sein könnten", hieß es weiter. Derzeit werde intensiv überprüft, welche Fälle davon betroffen sein könnten, um sicherzugehen, dass gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen getroffen würden.

tkr / wue / DPA / AFP