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Auseinandersetzungen um Grenzregion Berg-Karabach: Armenien und Aserbaidschan verhängen Kriegsrecht – mehrere Tote

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Drohnenaufnahmen, die vom Verteidigungsministerium in Aserbaidschan veröffentlicht wurden. Bei den militärischen Auseinandersetzungen zwischen Armenien und Aserbaidschan um die Region Bergkarabach hat es nach offiziellen Angaben am Sonntag auf beiden Seiten Tote gegeben. Darunter sollen auch mehrere Zivilisten sein. Nach armenischen Angaben hielten die Kämpfe in der Nacht zum Montag an. Armenien warf Aserbaidschan vor, Bergkarabach aus der Luft und mit Artillerie beschossen zu haben. Die eigenen Truppen hätten daraufhin drei Panzer der gegnerischen Seite zerstört sowie zwei Hubschrauber und drei Drohnen abgeschossen. Aserbaidschan widersprach den Angaben und erklärte seinerseits, es habe auf einen armenischen Angriff reagiert. Armenien verhängte das Kriegsrecht und ordnete die Mobilmachung der männlichen Bevölkerung an. Auch für einige Landesteile in Aserbaidschan gilt der Kriegszustand. Russland rief zu einer sofortigen Waffenruhe in der Region auf. Beide Länder müssten an den Verhandlungstisch zurückkehren. Auch Deutschland und Frankreich riefen beide Länder zu einem Ende der Gewalt auf. Der Konflikt könne nur auf dem Verhandlungsweg gelöst werden, erklärte Bundesaußenminister Heiko Maas. Armenien und Aserbaidschan, zwei ehemalige Sowjetrepubliken, befinden sich seit langem im Konflikt um die Region Bergkarabach. Eine 1994 vereinbarte Waffenruhe wird bis heute immer wieder durchbrochen. Zuletzt flammte der Konflikt 2016 auf.
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Bei den militärischen Auseinandersetzungen zwischen Armenien und Aserbaidschan um die Region Berg-Karabach hat es nach offiziellen Angaben am Sonntag auf beiden Seiten Tote gegeben. Darunter sollen auch mehrere Zivilisten sein.

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