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News von heute Beamte der russischen Nationalgarde sollen auf Polizeiwache Mann erschossen haben

Eine Mannschaft der russischen Nationalgarde: Die Einheit ist berüchtigt für gewaltsames Vorgehen bei Festnahmen 
Eine Mannschaft der russischen Nationalgarde: Die Einheit ist berüchtigt für gewaltsames Vorgehen bei Festnahmen 
© Sergei Savostyanov / Picture Alliance
Blutrote Überschwemmungen in Indonesien +++ Tiger auf Borneo nach Zooausbruch und Tötung von Wärter lebend eingefangen +++ Die News vom Wochenende im stern-Ticker.

Aktuelle Top-Meldung:

34-Jähriger in russischer Polizeiwache erschossen – zwei Festnahmen 

In einer Polizeiwache im Nordkaukasus sollen zwei Angehörige der russischen Nationalgarde einen 34-jährigen Mann erschossen haben. Die beiden Verdächtigen seien in der Stadt Machatschkala wegen Mordes festgenommen worden, teilte das Ermittlungskomitee der russischen Teilrepublik Dagestan am Sonntag mit. Der Mann soll am Samstagabend in einem Dienstzimmer getötet worden sein und zahlreiche Schusswunden aufgewiesen haben. Die Verdächtigen gehören einer Sonderheit des Innenministeriums an.

Hunderte Menschen demonstrierten vor der Dienststelle gegen Willkür, Gewalt und Verbrechen der Polizei. Nach Angaben des Innenministeriums waren 140 Sicherheitskräfte im Einsatz, um die Lage zu kontrollieren. Hintergrund des Verbrechens sei ein Streit um ein Grundstück gewesen, hieß es. Bei dem Getöteten soll es sich um den früheren Bürgermeister eines Dorfes gehandelt haben.

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Die Nachrichten vom Wochenende im stern-Ticker: 

+++ 18.44 Uhr: DFB-Pokal: Regionalligist Rot-Weiss Essen empfängt Kiel +++

Fußball-Regionalligist Rot-Weiss Essen empfängt im Viertelfinale des DFB-Pokals den Zweitligisten Holstein Kiel. Das ergab die Auslosung am Sonntag durch den Segler Boris Herrmann während der"Sportschau" der ARD in Köln. Die Essener hatten am Dienstag überraschend den Bundesligisten Bayer Leverkusen mit 2:1 nach Verlängerung aus dem Wettbewerb geworfen.

In den weiteren Partie spielen: Borussia Mönchengladbach gegen Borussia Dortmund, Zweitligist SSV Jahn Regensburg gegen Werder Bremen sowie RB Leipzig gegen VfL Wolfsburg. Die Spiele finden am 2. und 3. März statt. Die Halbfinal-Partien sind für den 1. und 2. Mai vorgesehen, das Endspiel steht am 13. Mai in Berlin an.

+++ 18.11 Uhr: Biden erwartet "extremen Wettbewerb" mit China +++

Die Rivalität zwischen den USA und China wird sich nach Einschätzung von US-Präsident Joe Biden zu einem "extremen Wettbewerb" entwickeln. Einen Konflikt zwischen den beiden Großmächten wolle er jedoch vermeiden, sagte Biden in einem Interview des TV-Senders CBS. Chinas Präsident Xi Jinping sei ein "sehr harter" Gegenspieler. "Er hat - und das meine ich nicht als Kritik, es ist einfach die Realität - keinen Funken Demokratie in sich", sagte Biden. Er habe Xi immer gesagt, "dass wir keinen Konflikt haben müssen. Aber es wird ein extremer Wettbewerb sein". Seit seinem Amtsantritt habe er noch nicht mit seinem chinesischen Kollegen gesprochen, fügte Biden hinzu. Er strebe eine andere China-Politik als sein Vorgänger Donald Trump an. Seine Regierung werde sich auf die "internationalen Regeln" konzentrieren. 

+++ 16.44 Uhr: Republikanerin Cheney: Partei sollte sich von Trump lossagen +++

Die prominente Republikanerin aus dem US-Repräsentantenhaus, Liz Cheney, hat ihre Partei aufgerufen, sich vom früheren US-Präsidenten Donald Trump loszusagen. Cheney sagte dem Fernsehsender Fox News, die Republikanische Partei sollte nicht länger zu Trump stehen. „Jemand, der eine Attacke auf das US-Kapitol provoziert hat, um die Auszählung der Stimmen von Wahlleuten zu verhindern, was zum Tod von fünf Menschen geführt hat“, und jemand, der sich geweigert habe, diese Gewalt sofort zu stoppen, der könne in Zukunft keine Führungsrolle in der Partei haben. Aufgebrachte Trump-Anhänger hatten Anfang Januar während einer Sitzung des Kongresses das Kapitol gestürmt und dort Chaos und Zerstörung angerichtet. Fünf Menschen kamen ums Leben. Trump hatte seine Anhänger kurz zuvor bei einer Kundgebung damit aufgewiegelt, dass ihm der Sieg bei der Präsidentschaftswahl gestohlen worden sei. Das Repräsentantenhaus leitete daher ein Amtsenthebungsverfahren gegen ihn ein - mit dem Ziel, ihn für künftige Ämter zu sperren.

Cheney hatte dafür gestimmt, ein solches Verfahren gegen ihren Parteikollegen Trump zu eröffnen. In den eigenen Reihen geriet sie deswegen schwer unter Druck. Trump-loyale Republikaner beantragten, sie angesichts des Votums aus der Fraktionsführung abzusetzen. Die Mehrheit der Fraktion stellte sich jedoch hinter sie. Cheney sagte am Sonntag, sie stehe zu ihrem Votum und ihren Vorwürfen gegen Trump. Sie mahnte, die Republikanische Partei müsse klarmachen, dass sie für Verantwortung und Wahrheit stehe. Verschwörungstheorien, Rassismus oder Antisemitismus hätten in der Partei keinen Platz.

+++ 14.14 Uhr: USA stoppen Migrationsabkommen mit mittelamerikanischen Ländern +++

Die US-Regierung hat umstrittene Migrationsabkommen mit den mittelamerikanischen Ländern Guatemala, Honduras und El Salvador offiziell gestoppt. US-Außenminister Antony Blinken teilte mit, die Vereinbarungen seien zunächst ausgesetzt. Der Prozess, sie nach Ablauf der dafür vorgesehenen Fisten komplett zu beenden, sei bereits eingeleitet. Die USA hatten die Abkommen unter dem ehemaligen Präsidenten Donald Trump geschlossen. Demnach müssen Migranten, die auf dem Weg in die USA eines dieser Länder betreten, dort Asyl beantragen.

+++ 13.29 Uhr: Sinkende Pegelstände beim Rhein-Hochwasser in Köln in Sicht +++

Beim Hochwasser am Rhein sind erstmals seit Tagen wieder deutlich sinkende Pegelstände in Sicht. Nach der Prognose der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes könnte ab Dienstag sogar der Schiffsverkehr bei Köln wieder aufgenommen werden. Der Hochwasserschutz für die historische Altstadt von Köln wurde am Wochenende trotzdem vorsichtshalber noch einmal verstärkt. Wirklich gefährlich wurde das Rhein-Hochwasser den Städten aber nicht. Der Rheinpegel in Köln sollte am Sonntagabend mit knapp 8,70 Meter seinen Höchststand erreichen und danach spürbar zurückgehen. Dienstagmittag könnte dann sogar die Marke von 8,30 Meter unterschritten werden, ab der in Köln der Schiffsverkehr wieder aufgenommen werden kann.

+++ 10.22 Uhr: Blutrote Überschwemmungen in Indonesien +++

Auf der indonesischen Insel Java hat eine ungewöhnliche Überflutung für Aufsehen gesorgt: Die Menschen im Dorf Jenggot nahe der Stadt Pekalongan standen bis zu den Waden in blutrotem Wasser. Die Farbe stamme aus Batik-Betrieben und sei harmlos, teilten die Behörden am Sonntag mit. Inzwischen wurde das Dorf mit Pumpen wieder trockengelegt. Zahlreiche Fotos der ungewöhnlichen Überschwemmung wurden in Onlinediensten geteilt. 

Die Farbe sei nicht absichtlich entsorgt worden, erklärten die Behörden. Die Farbstoffpakete seien von den Fluten mitgerissen worden. Pekalongan in der Provinz Zentral-Java ist bekannt für seine Batik-Betriebe. In Indonesien kommt es häufig zu Überschwemmungen, insbesondere während der Regenzeit. Im Januar starben bei Überflutungen in der Provinz Süd-Kalimantan mindestens 21 Menschen.

+++ 10.05 Uhr: Tiger auf Borneo nach Zooausbruch und Tötung von Wärter lebend eingefangen +++

Nach dem Ausbruch zweier Tiger aus einem Zoo auf der indonesischen Insel Borneo und der Tötung eines Zoowärters ist eine der beiden Raubkatzen lebend eingefangen worden. Der weiße Königstiger wurde am Samstag im Dschungel nahe der Stadt Singkawang lebend eingefangen, wie die Polizei mitteilte. Der zweite war zuvor nach Behördenangaben wegen seines aggressiven Verhaltens erschossen worden.

Die beiden 18 Monate alten Tigerinnen konnten den Angaben zufolge durch ein Loch aus ihrem Gehege entkommen, nachdem tagelanger starker Regen den Boden aufgeweicht hatte. In der Nähe des Geheges wurden ein 47-jähriger Zoowärter und mehrere Tiere tot aufgefunden. Der Ausbruch der Tiger hatte eine großangelegte Suche ausgelöst, die Anwohner wurden aufgefordert, Zuhause zu bleiben. 

+++ 9.03 Uhr: Südkorea-Export: Heckler & Koch scheitert mit Rüge vor Gericht +++

Beim Export von Waffen hat der Hersteller Heckler & Koch eine Gerichtsniederlage mit grundsätzlicher Bedeutung einstecken müssen. Nach der Entscheidung des Berliner Verwaltungsgerichts zu Ausfuhren nach Südkorea, Singapur und Indonesien sei man nicht in Revision gegangen, sagte ein Sprecher der schwäbischen Waffenschmiede auf Anfrage. Die Frist für Rechtsmittel und für den Gang zum Bundesverwaltungsgericht lief unlängst ab, damit wurde die Entscheidung von Anfang Januar rechtskräftig.

In dem Verfahren hatte der Waffenhersteller ein "ermessensfehlerhaftes Vorgehen" der Bundesregierung gerügt. Das Unternehmen stellte in Frage, ob bei Waffenexporten tatsächlich die Bundesregierung das letzte Wort habe oder ob Gerichte Ausfuhrablehnungen überprüfen könnten.

Nach bisheriger Praxis stellen Rüstungsfirmen Ausfuhranträge bei der Bundesregierung. Bei Empfängerstaaten außerhalb von EU und Nato signalisiert dann der Bundessicherheitsrat, in dem verschiedene Minister sitzen, grünes Licht oder lehnt die Anträge ab - dies ohne Begründung. So läuft es schon seit Jahrzehnten und so geschah es auch 2019, als Heckler & Koch unter anderem Maschinenpistolen an Südkoreas Polizei liefern wollte und dies nicht durfte - obwohl die Firma das in der Vergangenheit schon häufig getan hatte.

+++ 8.34 Uhr: 34-Jähriger in russischer Polizeiwache erschossen – zwei Festnahmen +++

In einer Polizeiwache im Nordkaukasus sollen zwei Angehörige der russischen Nationalgarde einen 34-jährigen Mann erschossen haben. Die beiden Verdächtigen seien in der Stadt Machatschkala wegen Mordes festgenommen worden, teilte das Ermittlungskomitee der russischen Teilrepublik Dagestan am Sonntag mit. Der Mann soll am Samstagabend in einem Dienstzimmer getötet worden sein und zahlreiche Schusswunden aufgewiesen haben. Die Verdächtigen gehören einer Sonderheit des Innenministeriums an.

Hunderte Menschen demonstrierten vor der Dienststelle gegen Willkür, Gewalt und Verbrechen der Polizei. Nach Angaben des Innenministeriums waren 140 Sicherheitskräfte im Einsatz, um die Lage zu kontrollieren. Hintergrund des Verbrechens sei ein Streit um ein Grundstück gewesen, hieß es. Bei dem Getöteten soll es sich um den früheren Bürgermeister eines Dorfes gehandelt haben.

+++ Die Nachrichten von Samstag, den 6. Februar 2021 +++

+++ 20.56 Uhr: Papst Franziskus gibt Französin wichtige Rolle in Bischofssynoden

Papst Franziskus hat zwei neue Untersekretäre für die katholische Bischofssynode ernannt, darunter erstmals eine Frau. Das 84-jährige Kirchenoberhaupt beförderte die französische Theologin Nathalie Becquart in das Amt am Synoden-Sekretariat. Die beiden neuen Untersekretäre sollen Kardinal Mario Grech aus Malta bei der Vorbereitung und Durchführung von Bischofssynoden helfen, die die Weltkirche repräsentieren. Als zweite Person wurde der Spanier Luis Marin de San Martin ernannt. Kirchliche Medien hoben die neue Position Becquarts mit Stimmrecht in dem Gremium als Symbol für die Stärkung von Frauen in der Kirche hervor. "Die Ernennung von Schwester Nathalie Becquart zur Untersekretärin hilft uns also, uns konkret daran zu erinnern, dass in den synodalen Prozessen die Stimme des Volkes Gottes einen besonderen Platz hat und dass es grundlegend ist, Wege zu finden, um in ihnen eine wirksame Beteiligung aller Getauften zu fördern", sagte Kardinal Grech der katholischen Medienplattform Vatican News in Rom.

19.49 Uhr: Al-Dschasira-Journalist in Ägypten freigelassen

Nach mehr als vier Jahren Gefängnis ist ein Journalist des Nachrichtensenders Al-Dschasira in Ägypten bedingt freigelassen worden. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Samstag aus Sicherheitskreisen. Ein Gericht habe die Freilassung von Mahmud Hussein unter Auflagen angeordnet. Er sei bereits zu seiner Familie zurückgekehrt, hieß es. Seine Tochter schrieb bei Facebook, ihr Vater werde "in ein paar Stunden" zu Hause sein. Der ägyptische Staatsbürger war im Dezember 2016 bei der Einreise nach Ägypten aus der katarischen Hauptstadt Doha, wo er arbeitete, festgenommen worden. Die Behörden warfen ihm vor, Falschnachrichten zu verbreiten und der in Ägypten verbotenen Muslimbruderschaft anzugehören. Seine Freilassung wurde bereits im Mai 2019 angeordnet, er kam dann wegen neuer Vorwürfe aber erneut ins Gefängnis.

19.33 Uhr: US-Präsident Biden schaut Super Bowl zu Hause in Delaware

US-Präsident Joe Biden will den Super Bowl am Sonntag in seinem Zuhause im US-Bundesstaat Delaware schauen. Das teilte das Weiße Haus am Samstag mit. Biden war am Freitag von Washington aus nach Wilmington in Delaware aufgebrochen, um das Wochenende dort mit seiner Familie zu verbringen. Am Sonntag (Ortszeit) treffen die Tampa Bay Buccaneers und die Kansas City Chiefs im Finale um die Meisterschaft der National Football League NFL aufeinander.

Der US-Fernsehsender CBS, der das Spiel überträgt, hatte vorab ein Interview mit Biden aufgenommen, das kurz vor dem Start des Spiels am Sonntag ausgestrahlt werden soll. Der Super Bowl ist jedes Jahr ein Fernsehereignis mit gigantischen Einschaltquoten.

19.04 Uhr: Überschwemmungen in Teilen Frankreichs – Lage angespannt

In Frankreichs ist die Hochwasser-Lage weiter angespannt. Mäßiger Regen auf bereits gesättigte Böden führe zu einem erneuten Anstieg des Wassers in einigen Flüssen, warnte der Hochwasserdienst Vigicrues. In etlichen Départements im Westen und Norden des Landes herrschte Alarmstufe Orange. Bereits seit Tagen kämpfen einige Region mit Überschwemmungen. Besonders heftig getroffen ist etwa die Gegend um die Stadt Saintes in der Region Nouvelles-Aquitaine im Westen von Frankreich. Dort ist die Charente über die Ufer getreten. "Es schreitet langsamer voran, aber der Höhepunkt ist noch nicht erreicht", zitierte der Sender Franceinfo den Bürgermeister von Saintes, Bruno Drapron. Der Präfektur zufolge wird der Höchststand am Montag erwartet. Etliche Menschen mussten demnach ihre Häuser verlassen. Auch 94 Insassen eines Gefängnisses wurden in Sicherheit gebracht. Die Präfektur rief die Menschen dazu auf, nicht in Kellerräume zu gehen und sich auf den oberen Etagen ihrer Häuser mit ausreichend Lebensmitteln aufzuhalten.

18.58 Uhr: Erneute Proteste in Tunesien – Gedenken an Mord an Oppositionsführer

In der tunesischen Hauptstadt Tunis haben sich erneut Hunderte zu Protesten gegen Polizeigewalt und die aus ihrer Sicht ungerechtfertigten Festnahmen von Demonstranten versammelt. Einige riefen dabei am Samstag Slogans wie "Keine Angst, kein Terror, die Straße gehört dem Volk" und sprachen einem Bericht der Staatsagentur TAP zufolge von "willkürlichen Festnahmen" bei Protesten in den vergangenen Monat. Dabei wurden dem Innenministerium zufolge rund 1000 Menschen festgenommen. Der Protest im Zentrum von Tunis am Samstag galt dem Andenken des Mords am tunesischen Oppositionsführer Chokri Belaïd. Er war am 6. Februar 2013 vor seinem Haus durch mehrere Schüsse getötet worden. Anschließend eskalierten die Spannungen im Ursprungsland der arabischen Aufstände mit erneuten Massenprotesten. Diese wurden sechs Monate später noch verstärkt durch die Tötung eines weiteren prominenten Oppositionellen, dem Anwalt Mohamed Brahmi. 

Die Demonstranten hielten am Samstag Porträts Belaïds und Brahmis in die Luft und forderten, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Sie verlangten auch eine Lösung der Wirtschaftskrise in dem kleinen Mittelmeerland, das mit hoher Jugendarbeitslosigkeit und Korruption kämpft. Viele Tunesier haben das Vertrauen in die politische Elite und die etablierten Parteien verloren.

17.52 Uhr: Bauernproteste: Landwirte fahren mit Traktoren durch Berlin

Mehrere Dutzend Bauern haben im Berliner Regierungsviertel erneut auf Traktoren für eine Kursänderung in der Landwirtschaftspolitik demonstriert. Sie fuhren mit Plakaten wie „Bauern brauchen eine Zukunft - jetzt“ die Straße des 17. Juni hinunter. Einer der Landwirte distanzierte sich von einer gleichzeitig stattfindenden Demo gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen vor dem Brandenburger Tor, weil es dort zu Solidaritätsbekundungen mit den Bauern gekommen war. Die Bauernproteste in der Hauptstadt laufen nun schon seit fast zwei Wochen. Die Landwirte verlangen Regelungen für kostendeckende Preise für ihre Erzeugnisse und mehr heimische Nahrungsmittel im Handel. Strengere Vorgaben wie etwa zum Düngen sollen ausgesetzt werden, Corona- und Schweinepest-Hilfen sofort fließen. In den vergangenen Wochen hatten Bauern immer wieder Zentrallager großer Lebensmittelhändler blockiert. Damit protestierten sie gegen die Preispolitik der Supermärkte und Discounter. Inzwischen gibt es dazu Gespräche.

+++ 17.46 Uhr: Leiche nach Explosion in Bordeaux unter Trümmern gefunden +++

Nach der Explosion in Bordeaux ist die Leiche der vermissten Person unter den Trümmern gefunden worden. Rettungskräfte hätten die Person tot aufgefunden, bestätigte die zuständige Präfektur der Deutschen Presse-Agentur in Paris am Samstagnachmittag. Medienberichten zufolge handelt es sich um eine 88-jährige Frau. Sie soll die Lebensgefährtin des alten Mannes gewesen sein, der mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht wurde.

Die heftige Explosion hatte sich nahe der Innenstadt von Bordeaux am Samstagmorgen ereignet. Ersten Erkenntnissen nach ist die Ursache Gas, der Vorfall soll sich in einer Autowerkstatt ereignet werden. Zahlreiche Menschen erlitten leichte Verletzungen, angrenzende Gebäude wurden schwer beschädigt. Ein zunächst vermisster Automechaniker wurde schnell gefunden.

+++ 16.52 Uhr: Vierjähriges Mädchen stirbt bei Rodelunfall in Österreich +++

Ein vier Jahre altes Mädchen ist bei einem tragischen Rodelunfall in Österreich ums Leben gekommen. Das Kind war am Freitagnachmittag im steirischen Schladming mit seinen Eltern und dem Großvater auf der Piste, als sich der Schlitten unbemerkt in Bewegung setzte, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Das mit Skianzug, Helm und Skibrille ausgestattete Mädchen aus Niederösterreich rutschte rund 180 Meter über eine steile und zum Teil gefrorene Wiese. Danach stürzte es etwa 15 Meter über eine Böschung und einen Forstweg. Der zu seiner Tochter eilende Vater und ein alarmierter Notarzt leisteten Erste Hilfe. Das Kind wurde in die Klinik nach Schladming eingeliefert, in der die Vierjährige ihren Verletzungen erlag.

+++ 15.36 Uhr: Tötung von Straßenkünstler durch Polizei löst in Chile gewaltsame Proteste aus

Die Tötung eines Straßenkünstlers durch Polizisten hat in Chile gewaltsame Proteste ausgelöst. Hunderte Menschen zogen am Freitagabend (Ortszeit) durch Panguipulli im Süden des Landes und setzten unter anderem ein öffentliches Gebäude in Brand. Zuvor waren in Online-Netzwerken Videoaufnahmen veröffentlicht worden, wie der Jongleur von Polizisten erschossen wird.

Der Straßenkünstler weigerte sich den Aufnahmen zufolge, bei einer Kontrolle durch zwei Polizisten zu kooperieren. Es kam zu einem Streit, an dessen Ende einer der Beamten auf den Mann schoss. Augenzeugen des Vorfalls begannen daraufhin, die Polizisten zu beschimpfen, es kam zu gewaltsamen Protesten, denen sich immer mehr Menschen anschlossen. 

Neben dem öffentlichen Gebäude gingen mehrere weitere Häuser in Flammen auf, die Demonstranten errichteten Straßenbarrikaden. Einsatzkräfte gingen ihrerseits mit Tränengas und Wasserwerfern gegen die Menschen vor. In einer Erklärung verteidigte die Polizei das Vorgehen ihres Beamten gegen den Jongleur. Der schießende Beamte habe in "legitimer Selbstverteidigung" gehandelt, "um sein Leben zu schützen". Die chilenische Regierung ordnete eine Untersuchung an.

+++ 14.56 Uhr: Chrupalla ist Spitzenkandidat der sächsischen AfD zur Bundestagswahl +++

AfD-Bundeschef Tino Chrupalla ist Spitzenkandidat der sächsischen AfD zur Bundestagswahl in diesem Jahr. Der 45-Jährige wurde am Samstag auf einem Parteitag in Dresden mit 77,5 Prozent der Stimmen gewählt. Chrupalla hatte auf Platz 1 der Landesliste keinen Gegenkandidaten. "Wir wollen Regierungsverantwortung übernehmen, aber nicht um jeden Preis", rief er den gut 700 Mitgliedern zu. Die AfD verortete er als "harte konservative" Partei "rechts der Mitte".

+++ 14.55 Uhr: Österreichs Kanzler Kurz unterstützt Berlin im Streit um Nord Stream 2 +++

In der Debatte um die umstrittene Gaspipeline Nord Stream 2 und mögliche Sanktionen gegen Russland wegen der Inhaftierung des Kreml-Kritikers Alexej Nawalny unterstützt Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz die Bundesregierung. "Ich begrüße, dass die deutsche Bundesregierung weiter an Nord Stream 2 festhält", sagte Kurz der "Welt am Sonntag". Nord Stream sei ein "europäisches Projekt", das im Interesse vieler EU-Länder sei. Er halte nichts davon, "die notwendige Reaktion auf das Vorgehen gegen den Oppositionellen Nawalny mit dem Bau von Nord Stream 2 zu verknüpfen". 

"Wer glaubt, dass die neue Gaspipeline nur im Interesse Russlands wäre, der irrt", sagte Kurz der Zeitung weiter. Von dem Projekt profitierten genauso Deutschland, Österreich und einige andere europäische Länder. "Und man muss aufpassen, dass man sich auf Seiten der EU nicht selbst schwächt, wenn man jetzt gegen Nord Stream 2 vorgeht", warnte der österreichische Kanzler.  Die geplante Pipeline sei insgesamt ein "sehr positives Projekt". Die Interessen der Ukraine müssten dabei allerdings gewahrt bleiben. Kurz forderte Nawalnys Freilassung und bezeichnete das Urteil gegen den Kreml-Kritiker als "inakzeptabel". Bei allen Unterschieden sei aber auch der Dialog mit Russland seitens der EU wichtig.

+++ 13.50 Uhr: Indonesien: Zwei Tiger aus Zoo ausgebrochen, ein Wärter tot

Auf der Insel Borneo in Indonesien sind Berichten zufolge zwei Tiger aus einem Zoo ausgebrochen. Ein Wärter wurde bei dem Versuch die Tiere aufzuhalten, von einem der Tiger angegriffen und tödlich verletzt, wie die indonesische Nachrichtenagentur Antara am Samstag berichtete.

Ein Tiger soll nach einem Bericht von CNN Indonesia erschossen worden sein. Der Versuch, das Tier mit Betäubungsmitteln ruhig zu stellen, sei gescheitert, sagte der vor Ort tätige Artenschutzbeauftragte Sadtata Noor Adirahmanta dem Sender. Man habe das Tier töten müssen, um zu verhindern, dass der Tiger in Wohngebiete läuft.

Nachdem es am Freitag heftige Regenfälle gegeben habe, sei es zu Erdrutschen und Überflutungen gekommen, bei denen die Gehege beschädigt worden seien und die Tiere entkommen konnten, sagte Elka Surya, eine Mitarbeiter des Zoos, der indonesischen Nachrichtenagentur.

+++ 11.43 Uhr: Merkel fordert unverzügliches Ende der Gewalt in Belarus +++

Ein halbes Jahr nach der von vielen Staaten nicht anerkannten Wahl in Belarus hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ein Ende der Gewalt gegen die dort friedlich protestierenden Bürger gefordert. "Wir rufen die politische Führung in Minsk auf, die Repression unverzüglich zubeenden und die politischen Gefangenen freizulassen", sagte die CDU-Politikerin am Samstag in ihrer wöchentlichen Videobotschaft. Die Führung um Präsident Alexander Lukaschenko müsse endlich das Recht auf freie Meinungsäußerung respektieren.

"Deutschland und die Europäische Union werden die Verantwortlichen für die fortwährenden Menschenrechtsverletzungen in Belarus auch weiterhin zur Rechenschaft ziehen", sagte Merkel, die sich zugleich hinter die Protestierenden stellte. "Die Unerschütterlichkeit der belarussischen Demokratiebewegung beeindruckt mich tief. Das Kalkül der Machthaber scheint zu sein, dass die Welt diese mutigen Menschen schon wieder vergessen wird. Das dürfen wir nie zulassen."

Belarus steckt seit der weithin als gefälscht geltenden Präsidentenwahl am 9. August in einer schweren innenpolitischen Krise. Nach 26 Jahren an der Macht hatte sich der oft als "letzter Diktator Europas" bezeichnete Lukaschenko mit 80,1 Prozent erneut zum Sieger erklären lassen. Die Demokratiebewegung des Landes sieht hingegen Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja als Gewinnerin. Auch die EU erkennt Lukaschenko nicht mehr als Präsidenten an. Dieser lässt die friedlichen Proteste mit brutaler Gewalt niederschlagen.

+++ 11.08 Uhr: Heftige Explosion in Gebäude in Bordeaux - Verletzte und Vermisste +++

Eine heftige Explosion in einem Gebäude hat Berichten nach am Samstagmorgen die französische Stadt Bordeaux erschüttert. Ersten Erkenntnissen zufolge wurden mindestens drei Menschen verletzt, zwei wurden vermisst, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Feuerwehr. Die Explosion soll sich im Stadtteil Chartrons nahe dem Zentrum ereignet haben.

Feuerwehrleute sind nach einer heftige Explosion in Bordeaux im Einsatz
Die Explosion ereignete sich etwa um 8 Uhr morgens im Stadtteil Chartrons in der Nähe des Zentrums der südwestfranzösischen Stadt
© Mehdi Fedouach / AFP

Die Zeitung „Sud Ouest“ berichtete, dass die Explosion möglicherweise durch Gas in einer Autowerkstatt verursacht worden sei, angrenzende Gebäude seien schwer beschädigt worden. Es war auch von einem eingestürzten Gebäude die Rede. Auf Bildern waren zersplitterte Fenster zu sehen. Die Feuerwehr riegelte das Gebiet ab. Dem Sender France Bleu zufolge kam ein älterer Mann ins Krankenhaus. Unter den Vermissten soll der Werkstattbesitzer sein.

+++ 10.27 Uhr: Einzelhandel fordert "Öffnungsperspektive" +++

Vor der Ministerpräsidentenkonferenz mit der Bundeskanzlerin am kommenden Mittwoch hat der Einzelhandelsverband (HDE) eine  Öffnungsperspektive und transparente Kriterien für einen Stufenplan gefordert. "Es ist viel zu kurz gesprungen, wenn bei einem Inzidenzwert über 50 grundsätzlich weiter alle Geschäfte geschlossen bleiben", kritisierte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth in der "Bild"-Zeitung vom Samstag. "Die alleinige Fixierung auf diesen Wert ist nicht der richtige Ansatz." Denkbar wäre, dass beispielsweise bei einer Inzidenz über 50 strengere Hygienemaßnahmen oder Beschränkungen für die Zahl der Kunden gelten, schlug Genth vor.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) berät am kommenden Mittwoch mit den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie. Der derzeitige Lockdown ist vorerst bis zum 14. Februar befristet. Ob er verlängert wird oder es zu ersten Lockerungen kommt, ist unklar.

+++ 10.12 Uhr: Alarmstufe Orange - Sorge in Frankreich wegen Hochwassers +++ 

In Frankreich herrscht weiter Sorge wegen steigenden Hochwassers. Am Samstagmorgen galt in zahlreichen Regionen vor allem im Westen und Norden des Landes Alarmstufe Orange, wie der französische Wetterdienst France Météo mitteilte. Im Département Charente-Maritime an der Atlantikküste war etwa der Fluss Charente über die Ufer getreten, im Département Lot-et-Garonne im Südwesten gab es Überschwemmungen wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

Für das Wochenende hat der Wetterdienst für weite Teile des Landes wieder Regen vorhergesagt. "Das Hochwasser im Südwesten hat Schäden verursacht: Wir lassen die Bewohner nicht im Stich! Aber es gibt keine Verletzten zu beklagen", schrieb Präsident Emmanuel Macron am späten Freitagabend auf Twitter. Auch in Paris war die Seine über die Ufer getreten. Allerdings war die Lage dort weitgehend entspannt - es wurden zahlreiche Uferstraßen und -promenaden gesperrt.

+++ 9.46 Uhr: Studie: Ausfall des Karnevals kostet 1,5 Milliarden Euro

Der Ausfall des Karnevals wegen des Corona-Lockdowns zieht wirtschaftliche Schäden in Höhe von 1,5 Milliarden Euro nach sich. Das geht aus einer Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor, aus der das Nachrichtenportal t-online am Samstag zitierte. Demnach entgehen der Gastronomie Einnahmen in Höhe von rund 660 Millionen Euro, dem Hotelgewerbe fehlen Umsätze über rund 160 Millionen Euro, dem Transportsektor 240 Millionen Euro. 

Stark getroffen ist auch der Einzelhandel. Durch den Ausfall der Karnevalssession machten die Händler rund 330 Millionen Euro weniger Umsatz – rund 280 Millionen Euro davon entfielen allein auf den fehlenden Verkauf von Kostümen. IW-Direktor Michael Hüther sagte t-online: "Gastronomen, Hoteliers und Veranstalter werden jetzt in der Karnevalszeit schmerzlich daran denken, wie einschneidend der seit November währende Lockdown ist." 

Der Ausfall der Karnevalsession sei epidemiologisch natürlich begründet. "Ob allerdings Gastronomie, Hotellerie und Veranstaltungswirtschaft alle schließen mussten und denen dann wirklich effektiv geholfen wurde, werden wir erst noch sehen", sagte Hüther weiter. Die Auszahlung der sogenannten November- und Dezemberhilfen sei nicht überzeugend gewesen und habe zu lange gedauert. 

Die IW-Ökonomen berücksichtigten bei ihren Berechnungen laut t-online die Länge der Karnevalszeit, die stets am 11. November beginnt, jedoch zu unterschiedlichen Zeitpunkten im folgenden Jahr endet. Die diesjährige Karnevalszeit ist demnach mit 98 Tagen vergleichsweise kurz. Im kommenden Jahr 2022 fällt sie mit 110 Tagen deutlich länger aus.

+++ 9.26 Uhr: Hälfte der BKA-Beamten ermittelt von zu Hause +++

Die Coronakrise wirkt sich auch auf die Verbrecherjagd in Deutschland aus: Beim Bundeskriminalamt liegt der Homeoffice-Anteil aktuell bei gut 50 Prozent, wie Behördenchef Holger Münch dem "Spiegel" sagte. "Das ist für eine Sicherheitsbehörde sehr hoch. Aber natürlich geht das nicht in allen Bereichen. Vernehmungen können wir nicht im eigenen Wohnzimmer durchführen." Auch er selbst arbeite zwischen ein und drei Tagen pro Woche im Homeoffice. "Wir haben die Marschroute, persönliche Kontakte so weit wie möglich zu reduzieren. Das gilt auch für mich."

Die Corona-Pandemie hat nach Angaben Münchs auch die Kriminalität in Deutschland verändert. "Wenn die Menschen zu Hause bleiben, ist etwa ein Wohnungseinbruch riskanter", sagte er dem "Spiegel". "Und wenn es keine Menschenansammlungen gibt, haben Taschendiebe keine Chance." Leider seien Kriminelle aber anpassungsfähig und "verlagern ihre Taten dahin, wo die Menschen während des Lockdowns noch präsenter sind, nämlich ins Netz". Die Cyberkriminalität habe im vergangenen Jahr erheblich zugenommen, sagte der BKA-Chef. "Wir verzeichnen mittlerweile zwischen acht und 17 Millionen neue Malware-Varianten pro Monat – das sind fast unvorstellbare Dimensionen."

+++ 9.12 Uhr: New York bekommt einen neuen Park - auf dem Wasser +++

New York kriegt einen neuen Park - der auf dem Hudson River steht. "Little Island" ist etwas größer als ein Fußballfeld und soll im Laufe des Frühlings eröffnet werden. Die Insel vor der Westseite Manhattans steht auf riesigen, verschieden hohen Betonstelen, so dass die Gartenlandschaft mit Dutzenden Bäumen, Sträuchern und Rasenflächen durch ein großes Gefälle lebhafter erscheint. Für die geplanten kulturellen Veranstaltungen und Programme gibt es auch ein 750 Plätze fassendes Amphitheater. Nicht zuletzt bringt "Little Island" auch einen guten - und seltenen - Blick auf einige Teile Manhattans und seiner Skyline.

+++ 8.34 Uhr: Mehr als 1600 Hinweise zu Dresdner Juwelendiebstahl  +++

Die Sonderkommission "Epaulette" hat bisher über 1600 Hinweise im Zusammenhang mit dem Juwelendiebstahl aus dem Grünen Gewölbe Ende November 2019 in Dresden erhalten. 235 davon gingen zur Fahndung nach den Zwillingen aus der bekannten arabischstämmigen Berliner Remmo-Großfamilie ein. Einer der beiden 21-Jährigen war Mitte Dezember 2020 gefasst worden, von seinem Bruder fehlt weiterhin jede Spur, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Dresden mitteilte. Nach ihm werde weiterhin mit Hochdruck gefahndet. 

Bei dem spektakulären Einbruch in das Schatzkammermuseum am 25. November 2019 hatten die Täter historische Schmuckstücke aus Diamanten und Brillanten von kaum schätzbarem Wert erbeutet. Knapp ein Jahr später nahm die Polizei in Berlin drei Verdächtige aus dem Clan fest, die Zwillingsbrüder konnten noch entkommen. 

+++ 7.40 Uhr: Feuerwehr bringt Buschbrände nahe Perth unter Kontrolle +++

Der Feuerwehr ist es gelungen, die seit knapp einer Woche lodernden Buschbrände nahe der westaustralischen Stadt Perth unter Kontrolle zu bringen. Durch die Feuer wurden insgesamt 86 Häuser zerstört, wie die Behörden am Samstag mitteilten. Trotz starker Winde konnten die Brände am Rande der viertgrößten Stadt Australiens eingedämmt werden. Sieben Feuerwehrleute wurden bei dem Einsatz leicht verletzt. 

+++ 6.08 Uhr: Tausend Menschen protestieren in Rangun gegen Machtübernahme der Armee +++

Fünf Tage nach dem Militärputsch in Myanmar hat es in dem südostasiatischen Land die bisher größten Proteste gegen die Armeeführung gegeben. In der Wirtschaftsmetropole Rangun beteiligten sich am Samstag rund tausend Menschen an einem Protestmarsch, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Die Demonstranten riefen "Nieder mit der Militärdiktatur!" und schwenkten rote Fahnen. Rot ist die Farbe der Nationalen Liga für Demokratie (NLD) von De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi.

Schon am Freitag hatte es in mehreren Städten Myanmars Proteste gegeben. In Rangun waren rund 200 Studenten und Hochschullehrer auf die Straße gegangen. Proteste gab es auch in der Hauptstadt Naypyidaw und der zweitgrößten Stadt Mandalay. 

+++ 5.04 Uhr: Ministerium schlägt neuen Straftatbestand für "Feindeslisten" vor +++

Die Verbreitung sogenannter Feindeslisten mit Daten vermeintlicher politischer Gegner soll ein eigener Straftatbestand werden. Ein entsprechender Vorschlag des Bundesjustizministeriums für eine gesetzliche Neuregelung liegt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vor. Das Vorhaben ist Teil eines Anfang Dezember vom Kabinett verabschiedeten 89-Punkte-Plans zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus.

In den vergangenen Jahren tauchten immer wieder mutmaßlich von Rechtsextremisten verfasste Listen mit persönlichen Daten wie Adressangaben, Fotos oder Informationen über persönliche Umstände vermeintlicher politischer Gegner auf.

+++ 3.15 Uhr: Biden: Trump sollte keine vertraulichen Geheimdienstinformationen mehr bekommen +++

Der frühere US-Präsident Donald Trump sollte nach Ansicht seines Nachfolgers Joe Biden keinen Zugang mehr zu vertraulichen Geheimdienstinformationen bekommen. In einem Interview des Fernsehsenders CBS verwies Biden am Freitagabend auf das "unberechenbare Verhalten" seines Vorgängers und die Gefahr, dass Trump geheim Informationen ausplaudern könnte. Trump brauche die sonst für Ex-Präsidenten üblichen Geheimdienst-Briefings auch gar nicht mehr, sagte Biden: "Was bringt ihm ein Geheimdienst-Briefing? Welchen Einfluss hat er überhaupt noch?"

Trumps Umgang mit Geheimdienstinformationen hatte schon während seiner Amtszeit mehrfach für Wirbel gesorgt. Im Mai 2017 soll er etwa bei einem Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow im Weißen Haus streng geheime Informationen preisgegeben haben.

Frühere US-Präsidenten bekommen normalerweise weiterhin vertrauliche Briefings der Geheimdienste. Bevor Trump diese bekommen kann, muss Biden aber zustimmen.

DPA AFP

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