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News vom Wochenende Duda bei Präsidentenwahl in Polen knapp vorn

Amtsinhaber Andrzej Duda
Amtsinhaber Andrzej Duda
© Maja Hitij / Getty Images
Ägypten geht nach Unfällen gegen Drachensteigen vor +++ Umfrage: Bereitschaft zu Corona-Impfung sinkt +++ Attacke auf Kirche in Südafrika +++ Die News vom Wochenende im stern-Ticker.

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Duda bei Präsidentenwahl in Polen knapp vorn (21.06 Uhr)
  • Ägypten geht nach Unfällen gegen Drachensteigen vor (17.47 Uhr)
  • Umfrage: Bereitschaft zu Corona-Impfung sinkt (15.28 Uhr)
  • Iran: Falsche Radarausrichtung für Abschuss ukrainischer Maschine verantwortlich (14.33 Uhr)
  • Tote und Verletzte nach Attacke auf Kirche in Südafrika (12.26 Uhr)
  • Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen in den USA erreicht neuen Höchststand (3.23 Uhr)
  • UN-Sicherheitsrat billigt Fortsetzung der Syrien-Hilfen in eingeschränkter Form (0.27 Uhr)

Die Nachrichten vom Wochenende im stern-Ticker:

+++ 21.57 Uhr: Corona-Ausgangssperre für mehr als 200.000 Menschen im Nordosten Spaniens +++

Wegen eines starken Corona-Ausbruchs ist in einem Gebiet in der spanischen Region Katalonien eine Ausgangssperre für mehr als 200.000 Menschen verhängt worden. Rund um die Stadt Lleida (Lérida) im Nordosten Spaniens müsse die Bevölkerung ab Mitternacht zu Hause bleiben, teilten die örtlichen Behörden mit. Bereits vor gut einer Woche war die Gegend vom Rest des Landes isoliert worden. Die Krankenhäuser in der Gegend um Lleida stehen kurz vor einer Überlastung. Die Ausgangssperre für die Gegend ist die erste derartige Maßnahme seit dem Auslaufen des wegen der Corona-Pandemie verhängten Ausnahmezustands in Spanien am 21. Juni. Die Betroffenen dürfen ihr Zuhause nur verlassen, um zur Arbeit oder zum Arzt zu gehen oder Lebensmittel einzukaufen. Ansammlungen von mehr als zehn Menschen wurden untersagt.

+++ 21.06 Uhr: Duda bei Präsidentenwahl in Polen knapp vorn – Kopf-an-Kopf-Rennen zeichnet sich ab +++

Bei der Stichwahl um das Präsidentenamt in Polen zeichnet sich nach ersten Prognosen ein Kopf-an-Kopf-Rennen ab. Auf den nationalkonservativen Amtsinhaber Andrzej Duda entfielen demnach am Sonntag 50,4 Prozent der Stimmen, sein oppositioneller Herausforderer enthielt 49,6 Prozent. Die Prognosen beruhen auf der Grundlage von Nachwahlbefragungen in rund 500 Wahlbüros. Nach Angaben des Meinungsforschungsinstituts Ipsos haben sie eine Fehlertoleranz von zwei Prozentpunkten. Hochrechnungen wie in Deutschland gibt es in Polen nicht. Das offizielle Endergebnis wird nach Angaben der Wahlkommission frühestens am Montagabend vorliegen. Ein Sieg Dudas wäre ein Erfolg für die Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS).

Duda dankte am Wahlabend in Pultusk allen Landsleuten für die starke Teilnahme an der Abstimmung. Er gratulierte auch seinem Rivalen Trzaskowski zu dessen Ergebnis. Trzaskowski sagte in Warschau: "Wir haben gesagt, dass es eng wird, und es ist eng. Ich bin aber überzeugt, dass wir siegen werden." Nun müssten nur noch die Stimmen genau ausgezählt werden.

In Polen amtiert der Präsident fünf Jahre lang. Das Staatsoberhaupt repräsentiert das Land nicht nur nach außen. Der Präsident hat auch Einfluss auf die Außenpolitik und er ernennt den Ministerpräsidenten sowie das Kabinett. Außerdem kann er mit seinem Veto-Recht Gesetzentwürfe stoppen.

+++ 20.58 Uhr: Corona in Südafrika: Präsident kündigt nächtliche Ausgangssperre an +++

Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa hat angesichts steigender Infektionszahlen in der Öffentlichkeit eine erneute Verschärfung der Corona-Restriktionen angekündigt. Neben einer ab Montag geltenden Ausgangssperre zwischen 21 und 4 Uhr sehen sie eine Maskenpflicht in der Öffentlichkeit sowie die erneute Einführung eines Alkoholbanns vor. Der nationale Ausnahmezustand wird bis zum 12. August verlängert. "Wir verzeichnen nun weit über 12.000 Fälle pro Tag", sagte er am Sonntagabend in einer Ansprache an die Nation. In Südafrika sind nach seinen Angaben 276.242 Covid-19-Fälle bestätigt worden. Die Regierung hatte Ende März eine landesweite Ausgangssperre verhängt, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen und dem Land Zeit beim Aufbau der Gesundheitsinfrastruktur zu geben. Sie war dann aber sukzessive im Mai und Juni wieder vorsichtig gelockert worden. Der Verkauf von Tabakwaren blieb mit Hinweis auf die Gesundheitsrisiken seitdem weiter verboten. 

+++ 20.18 Uhr: Neuer Rekord bei Neuinfektionen – WHO zählt 230.000 neue Corona-Fälle +++

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf ein neues Rekordniveau gestiegen. Die WHO zählte nach Angaben vom Sonntag binnen 24 Stunden mehr als 230.000 neue Fälle. Damit liegt die Zahl der weltweit je Infizierten bei 12,5 Millionen. 562.000 Patienten sind mit oder an Covid-19 gestorben. Für die USA wurden 66.000 neue Fälle verzeichnet, in Brasilien wurden 45.000 Menschen mit dem Virus infiziert. In Indien stieg die Zahl der Infizierten um 28.000. In Europa weisen Russland, die Türkei, aber auch Länder wie Portugal, Großbritannien und Rumänien viele neue Fälle auf.

+++ 19.59 Uhr: Ultraleichtflugzeug stürzt in Wald – wahrscheinlich zwei Tote +++ 

Ein Ultraleichtflugzeug ist am Sonntagabend in einem Wald bei Rheinstetten nahe Karlsruhe abgestürzt. Die beiden Männer, die mit dem Flugzeug unterwegs waren, seien nach ersten Erkenntnissen wahrscheinlich tot, sagte ein Sprecher der Polizei in Karlsruhe. Das Flugzeug sei gegen 18.11 Uhr "im Sturzflug" in das Waldgebiet gekracht. Gestartet sei es wahrscheinlich am Segelflugplatz Rheinstetten. 

+++ 19.32 Uhr: Steinmeier kritisiert Chinas Hongkong-Politik +++ 

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kritisiert China wegen des sogenannten Sicherheitsgesetzes in Hongkong und setzt auf eine Umkehr Pekings. China verstoße unter anderem gegen selbst abgegebene internationale Vereinbarungen, deswegen habe auch Deutschland bereits reagiert, sagte er im ZDF-Sommerinterview. "Wenn es dabei bleibt, dann wird es eine nachhaltige, negative Veränderung zu den europäischen, zu den westlichen Staaten geben." Daran könne China kein Interesse haben. "Deswegen hoffe ich immer noch, dass es Möglichkeiten zur Umkehr im chinesischen Denken gibt." Ungeachtet massiver weltweiter Kritik hatte Peking Ende Juni ein neues sogenanntes Sicherheitsgesetz verabschiedet. Es richtet sich in Hongkong gegen Aktivitäten, die China als subversiv, separatistisch oder terroristisch ansieht. Kritiker befürchten ein Ende des Prinzips "ein Land, zwei Systeme", nach dem Hongkong seit der Rückgabe 1997 an China autonom und mit eigenen Freiheitsrechten verwaltet wird.

+++ 18.45 Uhr: Tote und Verletzte bei Kämpfen an Grenze zwischen Aserbaidschan und Armenien +++ 

Bei einer gewaltsamen Auseinandersetzung an der Grenze zwischen Aserbaidschan und Armenien sind nach Angaben aus Baku zwei aserbaidschanische Soldaten getötet worden. Die beiden verfeindeten Länder machten sich am Sonntag gegenseitig für den Vorfall in der Region Tawusch im Nordosten Armeniens verantwortlich. "Die armenischen Streitkräfte sind zur Offensive übergegangen, unterstützt von Artilleriefeuer", erklärte das aserbaidschanische Verteidigungsministerium. Dabei seien zwei aserbaidschanische Soldaten getötet und fünf weitere verletzt worden. In der Mitteilung war auch von "Verlusten" auf armenischer Seite die Rede. Die Regierung in Eriwan warf dem Nachbarland einen "Artillerieangriff" vor, der darauf ausgerichtet gewesen sei, armenische Stellungen einzunehmen. "Es gab keine Opfer bei den armenischen Truppen", versicherte die Sprecherin des armenischen Verteidigungsministeriums. Die beiden Kaukasus-Länder Armenien und Aserbaidschan befinden sich seit fast 30 Jahren in einem Konflikt um die Kontrolle über die abtrünnige Region Berg-Karabach. Die Auseinandersetzung vom Sonntag ereignete sich aber fern von diesem umstrittenen Gebiet. 

Sehen Sie im Video: Hunderte Prostituierte demonstrieren im Hamburger Rotlichtviertel St. Pauli und fordern die Wiedereröffnung der deutschen Bordelle. Am späten Samstagabend demonstrierten Hunderte Prostituierte im Hamburger Rotlichtviertel St. Pauli und forderten die Wiedereröffnung der deutschen Bordelle und Amüsierlokalen nach Monaten der coronabedingten Schließung. Sie verwiesen darauf, dass Geschäfte, Restaurants und Bars in Deutschland wieder geöffnet seien, während ihre Arbeit weiterhin verboten sei. Und wenn im Rotlicht-Viertel nicht die Lampen ausgehen sollen, dann müsste das geändert werden oder es müssten staatliche Hilfen fließen. Außerdem betonten sie, dass strenge Hygiene-Maßnahmen sowieso zum Geschäft gehören und daher herrsche bei der Prostitution kein höheres Risiko als zum Beispiel bei Massagen, Tanz- oder Kontaktsportarten. Prostitution ist in Deutschland erlaubt. Sexarbeiterinnen und -arbeiter zahlen Steuern. Daher forderten sie bei ihrem Protest eine vergleichbare Unterstützung durch die Regierung wie bei anderen kleinen Unternehmen oder Selbstständigen.
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+++ 18.27 Uhr: Explosion und Brand in einem Petrochemie-Komplex im Iran +++ 

In einem Petrochemie-Komplex in Südwest-Iran ist es laut lokalen Behörden zu einer Explosion gekommen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna gab es am Sonntagnachmittag (Ortszeit) in Mahschahr danach auch einen Großbrand. Die genaue Ursache sei noch unklar, Behörden gingen von einer Öl-Leckage in der Anlage "Tondgujan" aus. Über Opfer und das Ausmaß der Schäden gab es am Abend noch keine Informationen. In den vergangenen Wochen hatte es im Iran mehrere Explosionen und Großbrände gegeben. Betroffen waren unter anderem das Militärlager Parchin im Osten Teherans, eine Klinik im Norden der Hauptstadt, eine Werkstatt in der Atomanlage Natans im Zentral-Iran und zuletzt eine Fabrik in einem Teheraner Vorort, wo zwei Arbeiter ums Leben kamen. Nach den Explosionen in Parchin und Natans kamen Spekulationen über ausländische Sabotageakte auf, die jedoch nicht belegt werden konnten.

+++ 18.12 Uhr: Zweijähriges Kind tot - Mutter und deren Lebensgefährte in U-Haft +++ 

Nach dem Tod eines zweijährigen Kindes in Querfurt (Sachsen-Anhalt) sitzen die Mutter (36) und deren Lebensgefährte (30) in Untersuchungshaft. Eine Obduktion habe den Verdacht bestätigt, dass es sich nicht um einen natürlichen Tod gehandelt habe, teilten die Polizeiinspektion und die Staatsanwaltschaft Halle mit. Die Ermittlungen stünden noch ganz am Anfang, deshalb würden weitere Details noch nicht veröffentlicht. Die Polizei sei am Samstag wegen des gestorbenen Kindes alarmiert worden. Es wurde noch am gleichen Tag obduziert. 

+++ 17.47 Uhr: Ägypten geht nach Unfällen gegen Drachensteigen vor +++ 

Nach mehreren Unfällen mit Drachen in Kairo geht die ägyptische Regierung dort gegen Verkäufer der bei Kindern beliebten Spielgeräte vor. Laut einer Mitteilung des Innenministeriums wurden 16 mutmaßliche Händler festgenommen. Wegen der "Gefahr für das Leben von Kindern und Jugendlichen" würden ägyptische Sicherheitsbehörden Hersteller und Verkäufer nun verstärkt ins Visier nehmen – und auch diejenigen, die Drachen steigen lassen, hieß es. 

In dicht besiedelten Gegenden Kairos zählt das Drachensteigen zum beliebten Freizeitspaß. Der Trend verstärkte sich noch während der nächtlichen Ausgangssperre, die die Regierung im März zur Eindämmung des Coronavirus verhängt hatte. Auch nach Lockerung der Beschränkungen ließen viel Ägypter den Sommer über weiter Drachen steigen. Für einige, die in der Pandemie ihren Job verloren hatten, wurde der Bau und Verkauf der Spielgeräte zur neuen Einnahmequelle. Wegen wiederholter Unfälle diskutieren nun auch Politiker über mögliche Auflagen für das oft harmlos wirkende Hobby. Darunter waren Berichte über Kinder und junge Männer, die von Hausdächern fielen, sowie Drachen, die sich in Strommasten verfingen. Zudem gibt es Sorgen, dass Drachen mit Kameras ausgestattet werden und so eine Gefahr für die nationale Sicherheit darstellen könnten. 

+++ 17.17 Uhr: Nach Durchsuchung in Berlin demolieren Randalierer Autos und Häuser +++ 

Mutmaßlich linksextreme Randalierer haben in Berlin großen Schaden an Autos und Häusern angerichtet. Bis zu 50 Menschen demolierten in der Nacht zum Sonntag im Stadtteil Friedrichshain 19 Fahrzeuge und beschädigten 13 Gebäude, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte. Die Beamten vermuten demnach einen Bezug zur örtlichen linksextremen Szene, der für politische Delikte zuständige polizeiliche Staatsschutz ermittelt. An zahlreiche Fassaden wurden Schriftzüge zu den linken Wohnprojekten Rigaer 94 und Liebig 34 geschmiert. In der Rigaer Straße hatte die Polizei am Donnerstag Räume in dem Wohnprojekt durchsucht.

Die Randalierer, dunkel gekleidet und zum Teil mit Fackeln, zerstörten an den Autos größtenteils Scheiben. Auch die Fenster einer Bank und eines Lebensmittelgeschäfts wurden zerstört. In der Nähe stellten die Beamten zwei Verdächtige, einen 18-jährigen Mann und eine 23 Jahre alte Frau und nahmen ihre Personalien auf. Niemand wurde festgenommen. Zur Schadenshöhe machten die Beamten keine Angaben.

+++ 17.02 Uhr: Druck auf Regierung in Sofia wächst - Proteste und Misstrauensvotum +++ 

In Bulgarien wollen die oppositionellen Sozialisten am Mittwoch einen Misstrauenantrag gegen die Regierung von Ministerpräsident Boiko Borissow einbringen. Sozialisten-Chefin Kornelia Ninowa warf dem Regierungschef, seiner Partei GERB und deren Koalitionspartnern vor, in den vergangenen zehn Jahren wie ein "mafiös-oligarchischer Ring" regiert zu haben. Demonstranten fordern seit drei Tagen auf abendlichen Kundgebungen den Rücktritt der Regierung und des Generalstaatsanwalts. Ministerpräsident Borissow sagte in einer Videobotschaft am späten Samstagabend, seine Regierung werde aus Verantwortung weiter im Amt bleiben. Er warnte, dass wegen der Corona-Pandemie der Wirtschaft und den Finanzen Bulgariens "schreckliche Monate und Jahre" bevorstünden.

+++ 16.58 Uhr: Pilot stirbt bei Bruchlandung mit Ultraleichtflugzeug +++

Bei einer Bruchlandung in Mehren in der Vulkaneifel ist der Pilot eines einmotorigen Ultraleichtflugzeuges ums Leben gekommen. Sein 60 Jahre alter Co-Pilot erlitt schwere Verletzungen, wie die Polizei mitteilte. Das Flugzeug schoss beim Landeanflug aus noch ungeklärter Ursache über die Bahn hinaus und fing Feuer. Der 59 Jahre alte Pilot erlag noch am Unfallort seinen Verletzungen.

+++ 16.49 Uhr: Großbritannien will Grenzen mit 705 Millionen Pfund auf Brexit vorbereiten +++ 

Großbritannien will 705 Millionen Pfund (788 Millionen Euro) bereitstellen, um seine Grenzen auf die Loslösung von der EU vorzubereiten. Mit dem Geld sollen neue Grenzposten und IT-Systeme finanziert sowie 500 neue Grenzbeamte angestellt werden, wie die Regierung in London mitteilte. Das zusätzliche Personal solle die Sicherheit der Grenze garantieren, aber auch Zollkontrollen abwickeln, wenn Großbritannien den EU-Binnenmarkt verlässt. Großbritannien war am 31. Januar aus der EU ausgetreten. In der Übergangsphase bis Jahresende bleibt das Land noch im EU-Binnenmarkt und in der Zollunion. Die EU hat London dabei eine Freihandelszone ohne Zölle und Einfuhrquoten in Aussicht gestellt. Die Verhandlungen über die Ausgestaltung kommen aber seit Monaten nicht voran. Großbritannien hatte bereits angekündigt, neue Zölle für EU-Einfuhren erst ab Juli 2021 zu erheben.

Die Pläne betreffen nur die Grenze zum europäischen Festland. Für die Grenze zwischen dem britischen Nordirland und dem EU-Mitgliedstaat Irland sollen in den kommenden Wochen Pläne vorgestellt werden.

+++ 16.02 Uhr: Rund eine Million Euro Entschädigung im Zusammenhang mit dem Anschlag von Hanau +++

Vier Monate nach dem Anschlag von Hanau, bei dem der Täter aus offensichtlich rassistischen Motiven neun Menschen erschoss, haben die Hinterbliebenen von der Bundesregierung mehr als eine Million Euro an staatlicher Hilfe erhalten. An Angehörige der Opfer des Anschlags vom 19. Februar seien bislang insgesamt 1,09 Millionen Euro an Härteleistungen ausgezahlt worden, berichteten die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf das Bundesjustizministerium. Der Täter von Hanau hatte neun Menschen mit ausländischen Wurzeln getötet, später wurden er und seine Mutter tot aufgefunden. Härteleistungen für Opfer terroristischer und extremistischer Übergriffe und Anschläge werden auf Antrag vom Bundesamt für Justiz (BfJ) bewilligt. 

+++ 15.28 Uhr: Umfrage: Bereitschaft zu Corona-Impfung sinkt +++

Die Bereitschaft zu einer Corona-Impfung ist einer Studie zufolge in Deutschland zuletzt gesunken. So sei der Anteil der Befürworter in den vergangenen drei Monaten von 70 auf 61 Prozent zurückgegangen, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf eine Umfrage. Die Universität Hamburg hatte in Kooperation mit Hochschulen anderer EU-Staaten Tausende Menschen in mehreren Ländern gefragt, wie sie zu einer Impfung gegen das Coronavirus stehen. Bislang gibt es eine solche Impfung nicht. Besonders gering ist die Impfbereitschaft in Deutschland den Angaben zufolge mit 52 Prozent in Bayern, in Norddeutschland sei sie hingegen mit 67 Prozent deutlich höher. Ein Ost-West-Gefälle gebe es nicht. Ein großer Anteil derjenigen, die sich derzeit nicht impfen lassen wollen oder unsicher sind, würden dies mit Angst vor Nebenwirkungen oder Unklarheit zur Sicherheit des Impfstoffes begründen. 

Jonas Schreyögg, Leiter des Hamburg Center for Health Economics an der Uni Hamburg, sagte laut "Süddeutscher Zeitung", dass es jedoch nur wenige Menschen gebe, die einen Impfstoff generell ablehnen. "Positiv gesprochen heißt das, wenn es uns gelingt, durch Transparenz bei der Prüfung und Zulassung der Impfstoffe sowie mit öffentlichen Aufklärungskampagnen diesen Personen mehr Sicherheit zu geben und sie zu überzeugen, könnte die Impfbereitschaft deutlich erhöht werden", sagt er. 

+++ 15.10 Uhr: 14-Jähriger stirbt an Eishöhle bei Salzburg nach Steinschlag +++ 

Ein 14-Jähriger ist an einem beliebten Ausflugsziel in der Nähe von Salzburg durch herabfallende Steine getötet worden. Der Steinschlag ereignete sich am Sonntagvormittag an der Eisriesenwelt bei Werfen, einer etwa 40 Kilometer von Salzburg entfernten Eishöhle im Tennengebirge. Nach Angaben von Bergrettung und Polizei wurde ein weiterer Jugendlicher verletzt, die Höhle wurde daraufhin geschlossen. Rund 250 bis 300 Besucher seien ins Tal gebracht worden, sagte eine Sprecherin der Polizei. Bei der Eisriesenwelt handelt es sich um eine außergewöhnlich große, natürliche Eishöhle mit einem über 40 Kilometer langen Labyrinthsystem.

Zuvor hieß es, dass das Opfer 13 Jahre gewesen sei. Dies wurde korrigiert.

+++ 14.43 Uhr: "Toxisches Verhalten" bei Ubisoft - mehrere Führungskräfte gehen +++ 

Nach Vorwürfen von sexueller Belästigung und unangemessenem Verhalten müssen mehrere Führungskräfte beim französischen Spiele-Entwickler Ubisoft ihren Hut nehmen. Die Veränderungen in der Führungsetage sollen zu einer "Verbesserung der Unternehmenskultur" führen, hieß es in einer Mitteilung. Die Veränderungen folgten auf eine strenge Überprüfung, die das Unternehmen als Reaktion auf die jüngsten Vorwürfe von Fehlverhalten durchgeführt habe. Chief Creative Officer Serge Hascoët, der Geschäftsführer des kanadischen Studios von Ubisoft, und die globale Personalleiterin Cécile Cornet haben demnach ihre Ämter niedergelegt. In der französischen Zeitung "Libération" berichteten mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anonym von moralischer und sexueller Belästigung.

+++ 14.33 Uhr: Iran: Falsche Radarausrichtung für Abschuss ukrainischer Maschine verantwortlich +++

Der Iran hat ein falsch ausgerichtetes Radarsystem seiner Flugabwehr für den Abschuss eines ukrainischen Passagierflugzeugs bei Teheran verantwortlich gemacht. Dieser "menschliche Fehler" habe zu dem versehentlichen Abschuss Anfang des Jahres geführt, teilte die zivile iranische Luftfahrtbehörde (CAO) am Samstag mit. Bei dem Flugzeugabsturz am 8. Januar wurden alle 176 Insassen getötet, bei einem Großteil der Passagiere handelte es sich um kanadische Staatsbürger. Der Behörde zufolge hielt sich das zuständige Personal nicht an das vorgegebene Ablaufprotokoll. Laut CAO wurde das Radar falsch ausgerichtet. Dies habe "eine Kettenreaktion" ausgelöst, in deren Verlauf Minuten vor dem Abschuss noch weitere Fehler begangen worden seien, hieß es. Demnach hätte das Personal auch trotz der falschen Radarausrichtung erkennen können, dass es sich um ein ziviles Flugzeug handelte, das nicht abgeschossen werden durfte. Dennoch sei es zu einer "falschen Identifizierung" gekommen. 

+++ 13.59 Uhr: Erneut Dutzende Tonnen Kraftstoff in russischer Arktis ausgelaufen +++ 

In der russischen Industrieregion Norilsk in der Nähe des Nordpolarmeeres sind erneut große Mengen Kraftstoff in die Umwelt gelangt. 44,5 Tonnen seien am Sonntag aus einer Pipeline ausgetreten, teilte das Unternehmen Norilsktransgas mit. Es gehört zu dem Nickel-Hersteller Nornickel, der bereits für einen anderen Umweltskandal verantwortlich ist: Ende Mai waren 21.000 Tonnen Öl aus einem Heizkraftwerk ausgelaufen. Die Gewässer in der Nähe des Nordpolarmeeres kämpfen seitdem mit den Folgen der Ölkatastrophe. Nach dem Vorfall am Sonntag wurde die Pipeline dem Unternehmen zufolge abgeschaltet. Es seien Maßnahmen ergriffen worden, um den ausgelaufenen Kraftstoff schnell zu binden. Für Menschen bestehe keine Gefahr, hieß es. 

Zuletzt häuften sich in der russischen Tundra die Umweltskandale. Nornickel hatte eingeräumt, hochgiftige Flüssigabfälle mit Schwermetallen und Säure in einen Fluss abgeleitet zu haben. Zudem brannte in der Nähe von Norilsk eine Müllkippe mit Industrieabfällen. 

Am Eingang wird Fieber gemessen. Dies ist eine von mehreren Maßnahmen, mit denen am Samstag inmitten steigender Coronavirus-Infektionszahlen in Florida der Vergnügungspark "Walt Disney World" zum ersten mal seit vier Monaten wieder seine Tore geöffnet hat. Mit einer begrenzten Zahl von Besuchern und Maskenpflicht sowie der Aufforderung zum Abstandhalten sieht sich das Unternehmen nach eigenen Angaben in der Lage, die Ansteckungsgefahr unter Kontrolle zu halten. Zunächst nahmen zwei Bereiche den Betrieb auf - am Mittwoch sollen weitere Themenparks folgen. Der gesamte Vergnügungspark "Walt Disney World" ist so groß wie der New Yorker Stadtteil Manhattan. Die USA sind das am schwersten von der Corona-Pandemie betroffene Land weltweit. Rund 3,2 Millionen Ansteckungen wurden bislang nachgewiesen, fast 135.000 Infizierte starben. Derzeit breitet sich das Virus insbesondere in den südlichen und westlichen Bundesstaaten aus. Florida verzeichnete allein am Samstag mehr als 10.000 Neuansteckungen.
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+++ 13.58 Uhr: Papst über Hagia-Sophia-Moschee: Es schmerzt mich sehr +++

Papst Franziskus hat sein Bedauern über die Umwandlung der Hagia Sophia in Istanbul zu einer Moschee zum Ausdruck gebracht. "Ich denke an die Heilige Sophia, und es schmerzt mich sehr", sagte der Pontifex nach dem traditionellen Angelusgebet am Sonntag in Rom. Näher äußerte sich das Katholiken-Oberhaupt nicht zu der international umstrittenen Entscheidung der Türkei, das Museum in eine Moschee umzuwandeln. Ein türkisches Gericht hatte am Freitag den Status der Hagia (Aussprache: Aja) Sophia als Museum annulliert. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ordnete daraufhin an, die "Hagia Sofia Moschee" für das islamische Gebet zu öffnen. Einst war sie Hauptkirche des Byzantinischen Reiches, in der die Kaiser gekrönt wurden. Sie hat eine große Bedeutung für die Orthodoxie. 

+++ 13.27 Uhr: Polnischer Ex-Soldat flieht mit Puma in den Wald +++ 

Auf der Flucht vor der Polizei hat sich in Polen ein ehemaliger Soldat mit seinem Puma im Wald versteckt. Wie die Behörden am Sonntag mitteilten, weigerte sich der Afghanistan-Veteran, das Tier an einen Zoo abzugeben. "Wir setzen die Suche fort", sagte ein Polizeisprecher in der südpolnischen Stadt Zawiercie der Nachrichtenagentur AFP. Rund 200 Sicherheitskräfte waren demnach im Einsatz, um nach dem Ex-Soldaten zu suchen. Die Haltung von Raubtieren ist in Polen verboten. Ein Gericht hatte den Ex-Soldaten deshalb aufgefordert, den etwa sechsjährigen Puma namens Nubia einem Zoo zu überlassen. Dieser Aufforderung kam der Mann nach Angaben der Polizei jedoch nicht nach.    

Laut polnischen Medienberichten hatten Vertreter eines Zoos den Mann am Freitag zu Hause besucht. Der Ex-Soldat soll sie daraufhin mit einem Messer bedroht haben, bevor er den angeleinten Puma nahm und in einen Wald floh. Nach Angaben der Zeitung "Gazeta Wyborcza" hatte der Afghanistan-Veteran das Tier vor sechs Jahren im benachbarten Tschechien gekauft und es von da an zu Hause aufgezogen.

+++ 13.09 Uhr: Großes Polizeiaufgebot sucht nach bewaffnetem Mann +++

Mit einem starken Aufgebot sucht die Polizei in und um Oppenau im Schwarzwald nach einem mit Tarnmuster bekleideten, bewaffneten Mann. Es seien mehrere Streifenbesatzungen und auch ein Hubschrauber im Einsatz, teilte die Polizei in Offenburg am Sonntagmittag mit. Sie rief die Menschen in der betroffenen Gegend dazu auf, nach Hause zu gehen. Es sei nicht geklärt, welche Gefahr von dem Mann ausgeht, hieß es.

+++ 12.26 Uhr: Tote und Verletzte nach Attacke auf Kirche in Südafrika +++

In Johannesburg in Südafrika wurden bei einem Angriff auf den Sitz der International Pentecostal Holiness Church am Samstagmorgen mindestens fünf Menschen getötet und mehrere verletzt. Es habe auch Geiselnahmen gegeben, wie ein Polizeisprecher dem TV-Sender "NCA" berichtete. Laut Medienberichten waren unter den Angreifern auch mehrere Polizisten, Soldaten und Justizangestellte. Augenzeugen wollen beobachtet haben, wie die Angreifer mit Bussen vorfuhren, auf die Wachleute schossen und dann in die Kirche eindrangen. Nach Polizeiangaben wurden 40 Personen festgenommen, rund drei Dutzend Schusswaffen wurden konfisziert. Der Hintergrund für die Tat ist noch unklar. Es wird geprüft, ob es sich um Erbstreitigkeiten innerhalb der Glaubensgemeinschaft handelt. Nachdem 2016 der Glaubensführer Glayton Modise gestorben war, zersplitterte die Gemeinschaft.

+++ 8.57 Uhr: Mann in Fulda durch Schuss verletzt +++

Ein 36 Jahre alter Mann ist in Fulda in der Nacht zu Sonntag durch einen Schuss verletzt worden. Die Hintergründe sind noch völlig unklar, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Anwohner hatten demnach gegen Mitternacht auf dem Fuldaer Aschenberg mehrere Schüsse gehört. Polizisten hätten daraufhin den Mann mit einer Schussverletzung an der Hand aufgefunden, sagte ein Sprecher. Er sei in ein Krankenhaus gebracht worden, es bestehe keine Lebensgefahr. Die Kriminalpolizei nahm Ermittlungen auf.

+++ 6.49 Uhr: Brand in betreutem Wohnen in Templin – ein Toter +++

Nach einem Feuer in einem Heim für betreutes Wohnen in Templin mit einem Toten und sieben Verletzten sucht die Polizei nach der Brandursache. Brandermittler sollten nun die Arbeit aufnehmen, sagte ein Sprecher der Polizei am Sonntag. Ein Bewohner kam bei dem Feuer ums Leben, drei weitere wurden verletzt - ebenso vier Feuerwehrleute. Einer der Feuerwehrmänner zog sich erhebliche Brandverletzungen zu.

Der Brand war am Samstagnachmittag am Dachstuhl der Anlage für betreutes Wohnen des Deutschen Roten Kreuzes ausgebrochen. 75 Bewohner wurden von Mitarbeitern des Wohnheims und Rettungskräften in Sicherheit gebracht. Die insgesamt 108 Bewohner sollen nun in anderen Pflegeeinrichtungen oder im familiären Umfeld untergebracht werden, hieß es in einer Mitteilung. Der Brand war am späten Samstagabend gelöscht. Die Feuerwehr bekämpfte aber noch Glutnester.

Sehen Sie im Video: Explosion in Wohnhaus in Hannover – acht Verletzte. Bei einer Explosion mit einem anschließenden Brand in einem Mehrfamilienhaus in Hannover sind am Mittwochabend acht Menschen verletzt worden - einer davon schwer. Die Rettungskräfte rückten mit drei Löschzügen, mehreren Notärzten und Seelsorgern an. Am Unglücksort fanden sie einen Mann mit Brandverletzungen auf der Straße. Elf weitere Menschen, darunter fünf Kinder, mussten mit einer Drehleiter gerettet werden. O-Ton Clemens Hoppe, Feuerwehr Hannover «In der ersten Zeit war der Schwerpunkt, hier die Menschen zu retten, deswegen auch die Alarmstufe "Massenanfall von Verletzten", aber natürlich auch das Verhindern der Brandausbreitung, nicht dass noch andere Wohnungen von dem starken Feuer betroffen sind.» Was zu dem Unglück führte, ist noch unklar. Die Polizei nahm Ermittlungen auf. Der Schaden wird auf mindestens 100 000 Euro geschätzt.
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+++ 5.28 Uhr: Zwei vermisste Mädchen in Kanada tot aufgefunden +++

Nach einer mehrtägigen Suche hat die Polizei im Osten Kanadas die Leichen zweier Schwestern entdeckt. Der Regierungschef der Provinz Québec, François Legault, nannte den Tod der Mädchen im Alter von sechs und elf Jahren am Samstag eine "nationale Tragödie". Der Fall hielt die Region seit Tagen in Atem. Die Polizei hatte am Mittwoch eine Fahndung südlich der Provinzhauptstadt Québec eingeleitet, an der sich auch zahlreiche freiwillige Helfer beteiligten. Die Ermittler gehen davon aus, dass die beiden Mädchen von ihrem Vater verschleppt wurden, der getrennt von der Mutter der Kinder lebt. Am Mittwochabend fanden sie zunächst das Auto des Mannes, das sich bei einem Unfall mehrmals überschlagen hatte. Von den Insassen fehlte aber jede Spur. Am Samstag entdeckte die Polizei dann die Leichen der beiden Mädchen. Die Suche nach ihrem Vater dauert an. 

+++ 5.11 Uhr: Campingbus rutscht in Kanal – 22-Jährige stirbt +++

Beim Campen am Rhein ist der Bus eines jungen Paares mitten in der Nacht ins Wasser gerutscht – die 22-jährige Frau starb, ihr gleichaltriger Lebensgefährte konnte sich retten. Nach Angaben der Polizei hatten die beiden ihr Fahrzeug auf der Rheininsel Korsika bei Oberhausen-Rheinhausen nahe Karlsruhe am Ufer eines Kanals geparkt. Dort rutschte es in der Nacht zum Samstag den Hang hinab und versank fast vollständig im Wasser. DLRG-Taucher bargen die Frau aus dem Wagen, die Rettungskräfte konnten ihr aber nicht mehr helfen. Wie der Campingbus ins Rutschen geriet, blieb zunächst unklar.

+++ 3.52 Uhr: Justiz in Paraguay lehnt Antrag auf Freilassung von Ronaldinho ab +++

Der brasilianische Ex-Fußballstar Ronaldinho ist mit einem Einspruch gegen den von der paraguayischen Justiz angeordneten Hausarrest gescheitert. Ein Gericht in der Hauptstadt Asunción lehnte einen Antrag auf Freilassung des früheren Weltfußballers und seines Bruders ab, wie die Nachrichtenagentur AFP am Samstag aus Justizkreisen erfuhrt. Ronaldinho und sein Bruder und Manager Roberto stehen seit mehr als drei Monaten in einem Luxushotel in Asunción unter Hausarrest. Die beiden zählen im Zuge von Korruptionsermittlungen in Brasilien zu einem Kreis von 16 Verdächtigen.

+++ 3.23 Uhr: Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen in den USA erreicht neuen Höchststand +++

In den USA hat die Zahl der täglich registrierten Corona-Neuinfektionen einen neuen Höchststand erreicht. Binnen 24 Stunden wurden nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität vom Samstagabend (Ortszeit) 66.528 Ansteckungsfälle verzeichnet. Die Zahl der Corona-Toten stieg demnach um 760 auf 134.729. Insgesamt infizierten sich nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität inzwischen 3,24 Millionen Menschen in den USA mit dem neuartigen Coronavirus. Die USA sind das mit Abstand am härtesten von der Pandemie betroffene Land der Welt. Dies gilt sowohl für die Infektions- als auch die Totenzahlen. 

+++ 2.25 Uhr: Autofahrer flieht vor Polizeikontrolle durch Fußgängerzone +++

Kein Führerschein, gestohlene Kennzeichen, Drogen- und Alkoholkonsum - die Liste der Verfehlungen eines 29-Jährigen am Steuer seines Autos in Gießen war lang. Er fiel einer Polizeistreife jedoch auf, weil er den Sicherheitsgurt nicht angelegt hatte. Um der Kontrolle zu entgehen, gab er Gas und raste durch die Innenstadt. Die Flucht führte ihn über Gehwege und gegen die Richtung einer Einbahnstraße, selbst vor einer gut besuchten Fußgängerzone machte der Flüchtige nicht Halt. Passanten konnten am Samstagnachmittag "in letzter Sekunde" vor dem herannahenden Wagen zur Seite springen und blieben unverletzt, wie die Polizei mitteilte. Schließlich sprang der Mann aus dem Auto und versuchte zu Fuß zu entkommen, konnte aber von einer Streife gestellt werden.

+++ 1.34 Uhr: Trotz Corona-Krise öffnen Teile von Disney World in Florida wieder +++

Trotz der weiter rasant steigenden Corona-Infektionszahlen hat der legendäre Vergnügungspark Disney World im US-Bundesstaat Florida seine Pforten wieder geöffnet. Nach vier Monaten Zwangspause wegen der Corona-Pandemie öffnete am Samstag zumindest ein Teil der Attraktionen in Orlando wieder, mehrere hundert Besucher standen Schlange. Um Besucherobergrenzen und die Abstandsregeln einzuhalten, hatten sie ihre Eintrittskarten vorab gebucht. Für den gesamten Juli sind bereits alle Tickets verkauft.

Zunächst nahmen zwei Bereiche den Betrieb wieder auf, das sogenannte Magic Kingdom und das Animal Kingdom. Am Mittwoch sollten der futuristische Themenpark Epcot und der Filmpark Hollywood Studios wieder öffnen. Die gesamte Disney World ist so groß wie der New Yorker Stadtteil Manhattan. Um einer Ausbreitung des neuartigen Coronavirus vorzubeugen, sollte regelmäßig bei Besuchern Fieber gemessen werden. Es gilt in dem Vergnügungspark eine Maskenpflicht und überall gibt es Desinfektionsmittelspender.

+++ 0.27 Uhr: UN-Sicherheitsrat billigt Fortsetzung der Syrien-Hilfen in eingeschränkter Form +++

Der UN-Sicherheitsrat hat nach einwöchigen Verhandlungen eine Fortsetzung der grenzüberschreitenden humanitären Lieferungen für die syrische Bevölkerung in eingeschränkter Form beschlossen. Er sei erleichtert über die Annahme des deutsch-belgischen Resolutionsentwurfs, teilte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) am Samstagsabend mit. Das Mandat für das Hilfsprogramm, das in der Nacht zum Samstag ausgelaufen war, wurde um ein Jahr verlängert. Die Lieferungen künftig allerdings nur noch über einen syrischen Grenzübergang erfolgen.

"Dass der Sicherheitsrat sich am Ende auf unseren Kompromissvorschlag einigen konnte, ist eine gute Nachricht für Millionen von syrischen Männern, Frauen und Kindern", erklärte Maas. Deutschland habe zusammen mit Belgien "in schwierigen Verhandlungen hart um dieses Ergebnis gerungen", fügte der SPD-Politiker hinzu. "Wir können und wollen nicht verhehlen, dass wir mehr Zugänge für notwendig gehalten hätten."

+++ 0.15 Uhr: Göring-Eckardt fordert Existenzgeld für Kulturschaffende +++

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hat angesichts der Corona-Krise ein Existenzgeld und mehr Unterstützung für selbstständige Kulturschaffende verlangt. "Ich fordere zunächst wenigstens eine Milliarde Euro mehr für die Kultur und rufe die Bundesregierung auf, die bisherigen Hilfsgelder unbürokratisch auch für den Lebensunterhalt freizugeben", sagte Göring-Eckardt der "Bild am Sonntag". "Wir brauchen ein bundesweites Existenzgeld für Selbstständige in Not von monatlich rund 1200 Euro." Sie habe große Sorge, dass nach der Krise viele Musiker, Schausteller und Künstler nicht mehr da seien. 

Nachrichten von Samstag, 11. Juli:

+++ 21.48 Uhr:  Bollywood-Megastar Amitabh Bachchan wegen Covid-19 im Krankenhaus +++

Bollywood-Megastar Amitabh Bachchan ist wegen einer Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus in ein Krankenhaus in Mumbai eingeliefert worden. "Ich wurde positiv auf Covid getestet", teilte der 77-jährige Schauspieler im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Auch seine Familie und Mitarbeiter seien getestet worden und warteten noch auf ihre Ergebnisse. Der als "Big B" bekannte Schauspieler ist bereits seit den frühen 70er Jahren ein Star der indischen Filmbranche. 

+++ 21.35 Uhr: Brand in Pflegeheim in Templin - ein Mensch tot +++ 

Nach einem Brand in einem Pflegeheim in Templin in Brandenburg ist ein Mensch tot geborgen worden. Nach bisherigen Erkenntnissen gebe es eine Vielzahl verletzter Personen, teilte die Pressestelle der Polizeidirektion Ost mit. Der Dachstuhl des Heims sei aus bislang ungeklärter Ursache gegen 16.50 Uhr in Brand geraten.

+++ 21.14 Uhr: Bulgariens Präsident fordert Regierungsrücktritt wegen "Mafia"-Gebarens +++

Bulgariens Präsident Rumen Radew hat die Regierung seines Landes wegen "mafiösen" Gebarens zum Rücktritt aufgefordert. "Der Mafia-Charakter der Regierung hat Bulgaren jeden Alters und verschiedener politischer Strömungen dazu bewegt, Respekt für das Gesetz zu fordern", sagte Radew in einer Fernsehansprache. Damit reagierte der Staatschef auf die Durchsuchung seiner Büros, für die er den konservativen Ministerpräsidenten Boiko Borissow verantwortlich macht. Im Zuge der Razzien waren am Donnerstag ein Anti-Korruptionsbeauftragter und ein Sicherheitsberater des Präsidenten für Befragungen festgenommen worden. Ihre Büros wurden im Rahmen von zwei unterschiedlichen Ermittlungsverfahren wegen Korruption und wegen des Verrats von Staatsgeheimnissen durchsucht. Aus Protest gegen die Razzien gingen tausende Menschen in der Hauptstadt Sofia auf die Straße. Der von den Sozialisten unterstützte Präsident Radew ist ein vehementer Kritiker von Borissows Regierung. 

+++ 20.33 Uhr: Rabbiner in München verfolgt und beleidigt +++

Ein Rabbiner ist in München antisemitisch beleidigt worden. Nach Angaben der Polizei wurde der Münchner am Donnerstagabend von vier Männern verfolgt, nachdem er - mit einer Kippa bekleidet - am Isartor aus einer Straßenbahn ausgestiegen war. Die Männer hätten dabei wiederholt abfällig über den Staat Israel gesprochen, nach Wahrnehmung des Verfolgten hätten sie miteinander arabisch gesprochen. Eine Fahndung verlief zunächst erfolglos. Das Kommissariat für politisch motivierte Kriminalität ermittelt wegen Beleidigung und sucht Zeugen. Der Verfolgte sei Rabbiner der Israelitischen Kultusgemeinde in München und Oberbayern, teilte die Rabbinerkonferenz mit, und: "Für die Sicherheit jüdischer Einrichtungen in Deutschland wird bereits viel getan. Aber wir müssen uns nach diesem jüngsten Vorfall auch erneut fragen, wie in Zukunft Rabbiner und insgesamt jüdische Mitbürger hierzulande besser geschützt werden können." 

Sehen Sie im Video: Deutsche Urlauber reagieren auf neu verkündete Maskenpflicht auf Mallorca. Videoquelle: ntv.de.
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+++ 20.26 Uhr: Babyleiche in Bangladesch vermutlich wegen Glaubens seiner Eltern ausgegraben +++

In Bangladesch ist die Leiche eines drei Tage alten Babys nur Stunden nach der Beerdigung aus einem Friedhofsgrab ausgegraben und an einen Straßenrand geworfen worden. Führer einer muslimischen Minderheit beschuldigten religiöse "Fanatiker", hinter der Tat zu stecken. Die Eltern des Babys gehören der Ahmadi-Minderheit an, die in dem südasiatischen Land immer wieder von muslimischen Hardlinern angefeindet wird. Ein Foto der Leiche wurde in Online-Netzwerken vielfach geteilt und rief wütende Kommentare hervor. Munir Hossain, ein örtlicher Geistlicher, bestritt, dass die Leiche ausgegraben wurde. Hossain gab jedoch an, dass örtliche Muslime die Eltern zunächst daran gehindert hätten, das Kind auf dem Friedhof zu begraben. "Es ist gegen die Scharia, Ungläubige auf einem muslimischen Friedhof zu begraben", sagte er der Nachrichtenagentur AFP. "Die frommen Muslime des Dorfes würden das niemals zulassen". Die Polizei gab an, dass der Fall "friedlich" gelöst worden sei. Das örtliche Ratsmitglied Azad Hazari sagte, dass die Leiche des Babys inzwischen auf einem 16 Kilometer entferntem Friedhof begraben wurde. 

+++ 19.34 Uhr: Polen bestimmen am Sonntag nächsten Präsidenten in Stichwahl +++

In Polen treten am Sonntag der konservative Amtsinhaber Andrzej Duda und sein liberaler Herausforderer Rafal Trzaskowski zur Stichwahl um das Präsidentenamt an. Die Wahl dürfte für die regierende nationalkonservative Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) zur Zitterpartie werden. Laut Umfragen ist mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Duda und Trzaskowski zu rechnen. Für die nationalkonservative PiS ist die Präsidentenwahl von großer Bedeutung. Ein Sieg des ihr nahestehenden Amtsinhabers Duda dürfte ihre Vormachtstellung mindestens bis zur Parlamentswahl 2023 festigen. Sollte sich hingegen der Warschauer Bürgermeister Trzaskowski von der liberalen Bürgerplattform (PO) durchsetzen, wäre dies aus Sicht der PiS ein schlechtes Vorzeichen für die nächste Parlamentswahl.

+++ 18.55 Uhr: USA raten von China-Reisen wegen möglicher "willkürlicher Festnahmen" ab +++

Angesichts wachsender Spannungen im Verhältnis zu Peking hat die Regierung in Washington US-Bürger vor Reisen nach China gewarnt. Das US-Außenministerium erklärte, derzeit bestehe ein "erhöhtes Risiko" für "willkürliche Inhaftierungen" in der Volksrepublik. Hintergrund ist Streit zwischen Peking und Washington etwa wegen der Lage in Hongkong. Auch sei mit Ausreiseverboten zu rechnen. Australien und Kanada gaben ebenfalls Reisewarnungen heraus, auch sie befürchten willkürliche Inhaftierungen ihrer Staatsbürger in China. Die Beziehungen zwischen China und den USA befinden sich derzeit auf einem Tiefpunkt. Neben dem Streit um Menschenrechtsverletzungen gegen Uiguren und Tibeter gibt es auch Streit über die Autonomie der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong, den Umgang mit der Coronavirus-Pandemie und Handelsfragen.

+++ 18.11 Uhr: Mysteriöser Tod im Ural vor 60 Jahren: Ermittler sehen Lawine als Ursache +++

Gut 60 Jahre nach dem mysteriösen Tod von russischen Skiwanderern im Ural haben die Behörden neue Erklärungen für den Vorfall vorgelegt. Demnach soll eine Lawine die Tragödie am Djatlow-Pass 1959 ausgelöst haben. Die Gruppe habe daraufhin fluchtartig ihre Zelte verlassen, sagte Andrej Kurjakow von der zuständigen Staatsanwaltschaft am Samstag der Staatsagentur Ria Nowosti zufolge. Die neun Wanderer seien schließlich erfroren. 

Ihr Tod hatte zahlreiche Spekulationen ausgelöst und war bis zuletzt nicht restlos aufgeklärt worden. Einige Leichen wiesen Verletzungen auf. In früheren Mitteilungen der Behörden hieß es, dass Haut und Haare einiger Toten grau gewesen seien. An ihrer Kleidung sei Radioaktivität gemessen worden. Ein Lawinenabgang galt als eine der Thesen, die untersucht wurde. Spekuliert wurde aber auch, ob Außerirdische, ein Ritualmord oder ein geheimer Raketentest Ursache für den Tod waren. Die Spekulationen wurden auch deshalb angeheizt, weil der Fall zu Sowjetzeiten als geheim galt. Den neuesten Erkenntnissen zufolge sollen die Wanderer ihre Zelte aufgeschnitten und unter einem Abhang Schutz gesucht haben, als die Lawine begann. Den Weg zurück zu ihren Zelten hätten sie wegen der schlechten Sichtverhältnisse nicht mehr gefunden. Die Temperaturen sollen bei minus 40 Grad gelegen haben. Angehörige ließen über ihren Anwalt bereits ausrichten, dass sie dieser Version nicht glauben.

+++ 17.19 Uhr: Demonstration gegen Rassismus vor dem Düsseldorfer Landtag +++

Hunderte von Menschen haben vor dem Düsseldorfer Landtag friedlich gegen Rassismus protestiert. Nach Polizeiangaben nahmen rund 650 Menschen daran teil, Organisator Enrico Any sprach von 850 Teilnehmern. Obwohl deutlich mehr Menschen erwartet worden waren, äußerte sich Any zufrieden: "Die Leute, die da waren, haben ihre Botschaft mit Power vertreten." Lautstarke Kritik habe es an Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) gegeben. Das Bundesinnenministerium hatte kürzlich erklärt, keine unabhängige Studie über Rassismus in der Polizei in Auftrag zu geben. Vor einem Monat waren zu einer "Silent Demo" gegen Rassismus überraschend rund 20.000 statt der erwarteten 2000 Menschen nach Düsseldorf gekommen. Auch in anderen Städten kam es zu größeren Demonstrationen. Auslöser war der Tod des Schwarzen George Floyd in der Gewalt von US-Polizisten.

+++ 16.26 Uhr: Oma, Mutter, Töchter und Helfer aus Donau in Wien gerettet +++ 

In Wien sind eine vierköpfige Familie und ein junger Mann aus der Donau vor dem Ertrinken gerettet worden. Eine 30-Jährige, ihre Töchter im Alter von 2 und 11 Jahren sowie deren Großmutter (52) gingen am Freitag beim Schwimmen an einem Badeufer der Donau unter, wie ein Sprecher der Berufsrettung Wien am Samstag sagte. Der genaue Hergang blieb zunächst unklar. Ein 24-Jähriger wollte helfen, geriet im Wasser aber selbst in Not, da er nicht schwimmen konnte, wie er den Rettern später sagte. Zeugen zogen alle fünf schließlich an Land. Die 30-Jährige war bewusstlos und musste von Rettungskräften reanimiert werden. Die anderen vier wurden leicht verletzt.

+++ 16.11 Uhr: Singapurs Regierungspartei gewinnt trotz großer Verluste Parlamentswahl +++ 

Singapurs Regierungspartei People's Action Party (PAP) hat die Parlamentswahl trotz deutlicher Verluste mit großem Vorsprung gewonnen. Es hätten am Freitag nicht so viele Menschen für die PAP gestimmt, "wie ich gehofft hatte", sagte ein sichtlich enttäuschter Regierungschef Lee Hsien Loong am Samstag. Zulegen konnte die oppositionelle Arbeiterpartei. Die PAP, die in Singapur schon seit der Unabhängigkeit von Großbritannien 1965 an der Macht ist, gewann 83 von 93 Parlamentssitzen sowie 61,2 Prozent der Wählerstimmen. Zulegen konnte die oppositionelle Arbeiterpartei, die die Zahl ihrer Parlamentssitze von sechs auf zehn steigerte. Für die PAP ist es ein historisch schlechtes Ergebnis. 

+++ 16.07 Uhr: Zwei Tote bei Absturz zweier Segelflieger im Münsterland +++

Beim Absturz zweier Segelflieger im Münsterland sind zwei Männer ums Leben gekommen. Vermutlich handle es sich um die Piloten, sagte eine Polizeisprecherin. Retter fanden die beiden Toten am Samstagmittag in einem Waldgebiet zwischen Haltern und Dülmen bei den Wracks. Die Ursache für den Absturz war noch unklar. Ein Zusammenstoß in der Luft oder auch Berührungen mit Baumwipfeln seien möglich, hieß es. Zeugen hatten nach dem Unglück die Polizei alarmiert.

+++ 15.48 Uhr: Elf Menschen ertrinken bei Rettungsversuch eines Jungen in Ägypten +++

In Ägypten sind elf Menschen nach Medienberichten ertrunken, als sie versuchten, einen badenden Jungen aus dem Mittelmeer zu retten. Die Behörden ordneten anschließend die Schließung des Strandes in Alexandria an, wie die ägyptische Zeitung "Al-Ahram" berichtete. Wie die Tourismusbehörde in Alexandria mitteilte, ereignete sich der Vorfall bereits am Freitag. Als ein Kind im Meer zu ertrinken drohte, seien mehrere Personen ins Wasser gesprungen, um zu helfen. Dabei seien einige Personen ebenfalls ertrunken, hieß es in der Mitteilung, ohne eine genaue Opferzahl zu nennen. Die Strände in Alexandria sind derzeit eigentlich gesperrt, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Viele Anwohner hielten sich aufgrund der hohen Temperaturen derzeit aber nicht an die Bestimmungen und gingen trotzdem baden. Der Strand im Stadtteil Al-Adschami in Alexandria ist berüchtigt für seine starken Strömungen. 

Am Freitagabend kam es in der serbischen Hauptstadt Belgrad erneut zu Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten. Dabei gelang es einer Gruppe von Nationalisten die Absperrgitter vor dem Parlamentsgebäude zu überwinden. Zunächst war die Demonstration gegen die Regierung friedlich geblieben. Die Proteste richten sich seit Tagen gegen die von der Regierung geplante Ausgangssperre wegen der steigenden Zahl von Corona-Infektionen. Aber inzwischen ist auch Staatschef Vučić das Ziel der Proteste: Einige Demonstranten werfen ihm einen autoritären Regierungsstil vor und andere bezichtigen ihn des Landesverrats, weil er neuen Gesprächen über den Status des Kosovo zugestimmt hatte. Serbische Nationalisten betrachten den Kosovo als abtrünnige Provinz.
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+++ 15.38 Uhr: Dutzende Festnahmen nach Protesten in Serbien gegen Präsident Vucic +++ 

Bei Protesten gegen die Corona-Politik der serbischen Regierung sind am Freitag 71 Menschen festgenommen worden. Unter ihnen seien "viele ausländische Staatsbürger", sagte Polizeichef Vladimir Rebic am Samstag. Vor dem Parlamentsgebäude in Belgrad hatte es am Freitag den vierten Tag in Folge Ausschreitungen zwischen Demonstranten und der Polizei gegeben. Die meisten Teilnehmer waren friedlich, einige Gruppen warfen jedoch mit Steinen und Feuerwerkskörpern auf Polizisten, wie AFP-Reporter berichteten. Nach Angaben des Polizeichefs wurden 14 Beamte verletzt, seit Beginn der Proteste am Dienstag stieg der Zahl der verletzten Polizisten demnach auf 130.     Die Demonstrationen richten sich vor allem gegen Präsident Aleksandar Vucic. Ihm wird vorgeworfen, durch zu frühe Lockerungen der Corona-Maßnahmen eine zweite Ansteckungswelle begünstigt zu haben.

+++ 15.27 Uhr: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Deutsches Primatenzentrum +++

Die Staatsanwaltschaft Göttingen geht dem Verdacht auf Verstoß gegen das Tierschutzgesetz im Deutschen Primatenzentrum DPZ) in Göttingen nach. Dort sollen nach einem behördlich genehmigten Experiment zehn gesunde Weißbüschelaffen ohne sachlichen Grund getötet worden sein, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Andreas Buick, mitteilte. Zuerst hatten das "Göttinger Tageblatt" und der NDR darüber berichtet. Es müsse geklärt werden, warum die Tiere eingeschläfert worden seien. Die Ermittlungen richteten sich gegen eine Tierärztin und weitere fünf Mitarbeiter. Es handelt sich um einen Anfangsverdacht.

Es soll den Angaben zufolge auch geprüft werden, ob die Tiere möglicherweise aus wirtschaftlichen Gründen getötet wurden. Am vergangenen Dienstag seien bei einer Durchsuchung in dem Zentrum Papierordner und digitale Datenträger sicher gestellt worden, teilte Buick weiter mit. Aus den Unterlagen habe sich auch ergeben, dass ein weiteres Tier wegen des schlechten Gesundheitszustandes eigentlich hätte eingeschläfert werden müssen, was aber nicht geschehen sei. Das Zentrum selbst war am Samstag zunächst für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Das "Göttinger Tageblatt" zitierte DPZ-Sprecherin Susanne Diederich aber am späten Freitagabend mit den Worten: "Bei uns werden keine Tiere ohne vernünftigen Grund eingeschläfert." Vorstellbar sei, dass es ein "Missverständnis bei der Interpretation der Unterlagen gegeben" habe. 

+++ 14.49 Uhr: USA verzeichnen mehr als 66.000 Corona-Neuinfektionen an einem Tag +++

Die USA haben erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie mehr als 66.000 Neuinfektionen an einem einzelnen Tag verzeichnet. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität (JHU) vom Samstag lag die Zahl der am Vortag registrierten Neuansteckungen bei 66.627. Erst am Donnerstag war die Zahl auf einen Rekordwert von 63.247 gestiegen. Die Zahl der Neuansteckungen in den USA, einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern, hat seit Mitte Juni im Zuge der Lockerung der Corona-Auflagen dramatisch zugenommen. Seit Beginn der Pandemie haben die Forscher der JHU in den USA insgesamt fast 3,2 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus verzeichnet. Mehr als 134.000 Menschen starben demnach infolge einer Covid-19-Erkrankung.

+++ 14.07 Uhr: Umfrage: Söder hätte gegen Scholz und Habeck mehr Chancen als andere +++ 

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hätte nach einer Umfrage derzeit beste Chancen auf die Kanzlerschaft, wenn der Regierungschef direkt gewählt würde. Gegen denkbare Kandidaten von SPD und Grünen wie Finanzminister Olaf Scholz und Grünen-Chef Robert Habeck könnte unter den abgefragten potenziellen Unionskandidaten nur er sich durchsetzen, ergab das am Samstag veröffentlichte RTL/ntv-Trendbarometer.

So läge Söder nach der Befragung des Forsa-Instituts gegen Scholz mit 40 zu 26 Prozent vorne und gegen Habeck mit 46 zu 24 Prozent. Müsste Scholz hingegen gegen Friedrich Merz (CDU) antreten, käme er immerhin auf 37 Prozent, Merz nur auf 20. Gegen den Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) würde Scholz demnach sogar 39 Prozent der Bürger für sich gewinnen, Laschet nur 15. Der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck könnte den Angaben zufolge gegen Merz mit 31 zu 26 Prozent punkten und gegen Laschet mit 30 zu 21 Prozent.

+++ 13.50 Uhr: Achtjährige in Russland vergewaltigt und getötet +++ 

Auf der Halbinsel Sachalin im äußersten Osten Russlands ist ein achtjähriges Mädchen vergewaltigt und getötet worden. Ein Ehepaar werde verdächtigt, das Kind zunächst entführt zu haben, teilten die Behörden in Juschno-Sachalinsk mit. Das Paar wurde demnach festgenommen. Der Polizei zufolge wies die Leiche der Achtjährigen Spuren von Gewalt auf. Vier Tage lang suchten lokalen Medien zufolge etwa 500 Menschen nach dem Kind. 

Laut den Berichten soll das Mädchen auf dem Heimweg in den Kleinbus des Ehepaares gestiegen sein. Überwachungskameras hätten das gefilmt. Die Polizei sei so dem 45-Jährigen und seiner 31 Jahre alten Frau auf die Spur gekommen. Der Mann soll das Kind missbraucht und erwürgt haben. Nach dem Geständnis der Ehefrau sei schließlich die Leiche des Kindes in einem Wald gefunden worden. Das Mädchen starb demnach zwei Tage vor seinem neunten Geburtstag.

+++ 13.14 Uhr: Waldbrand bei Split zerstört 40 Hektar Vegetation +++

Im Urlaubsland Kroatien rücken die Feuerwehren wieder gegen Waldbrände aus. Seit Freitagnachmittag wütet im Hinterland der Hafenstadt Split ein Feuer. Etwa 40 Hektar Kiefernwald und Sträucher seien den Flammen zum Opfer gefallen, berichtete das Nachrichtenportal "24sata.hr". Verursacht wurde der Brand vermutlich von einem Mann, der Bauschutt verbrannte und dabei nicht vorschriftsgemäß vorging. Die Feuerwehr konnte eine Ausbreitung des Brandes im Gebiet der Gemeinde Muc, 35 Kilometer nördlich von Split, verhindern, sagte ein Sprecher der Einsatzkräfte. 

+++ 12.21 Uhr: Elf Festnahmen bei erneuten Auseinandersetzungen in Stuttgart +++

Bei erneuten Auseinandersetzungen in der Stuttgarter Innenstadt sind in der Nacht zum Samstag elf Menschen festgenommen worden. Vier Polizisten wurden zudem bei der Kontrolle eines betrunkenen 16-Jährigen leicht verletzt als dieser Widerstand leistete, wie ein Polizeisprecher sagte. Wie genau es dazu kam, war zunächst unklar. Die genauen Abläufe seien Teil der Ermittlungen und die Betroffenen würden noch vernommen, so der Sprecher.

Nachdem der Freitagabend zunächst ruhig und ohne größere Vorkommnisse verlief, griff die Polizei in der zweiten Nachthälfte bei mehreren Auseinandersetzungen ein. Vier Verdächtige wurden bei einem Streit nahe dem Marienplatz festgenommen. Auch nach einer Schlägerei am Eckensee, bei der ein Mensch schwer verletzt wurde, kam es zu Festnahmen. 

+++ 11.57 Uhr: Kalifornien will wegen Corona-Pandemie tausende weitere Gefangene freilassen +++

Wegen der Corona-Pandemie will der US-Bundesstaat Kalifornien bis zu 8000 weitere Strafgefangene vorzeitig freilassen. "Diese Maßnahme dient der Gesundheit und Sicherheit der Insassen und des Personals", teilte die kalifornische Gefängnisbehörde mit. Bis Ende August könnten die Gefangenen demnach aus den überbelegten Haftanstalten entlassen werden. Seit Beginn der Coronakrise durften in dem schwer von der Pandemie betroffenen Westküstenstaat bereits 10.000 Häftlinge das Gefängnis vorzeitig verlassen.    

Die Ankündigung der weiteren Freilassungen erfolgte kurz nach Bekanntwerden von zahlreichen Corona-Neuinfektionen im Gefängnis San Quentin. In der Haftanstalt, die zu den ältesten in den USA gehört, waren mehr als tausend Insassen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Insgesamt sitzen in Kalifornien 113.000 Menschen im Gefängnis. 

+++ 11.34 Uhr: Twitter sperrt Konten von rechtsextremen Identitären +++ 

Der US-Kurznachrichtendienst Twitter hat Konten der rechtsextremen Identitären Bewegung gesperrt. Seit Freitag sind unter anderem die Profile des deutschen Ablegers der Identitären Bewegung (IB) und der Account des prominenten österreichischen Aktivisten, Martin Sellner, nicht mehr zugänglich. Betroffen waren nach Angaben der Gruppe auch Twitter-Konten in Frankreich, Italien, Dänemark und Großbritannien. "Twitter sperrt Accounts, die gegen die Twitter Regeln verstoßen", prangt seither auf den Profilen. Der ARD bestätigte ein Sprecher des Dienstes die Sperrung. Begründet wurde demnach der Schritt damit, dass die betreffenden Accounts Terrorismus und Gewalt verherrlichten.

Die IB spricht sich gegen multikulturelle Gesellschaften aus und verbreitet rechtsextreme Verschwörungsmythen. In Deutschland wird die Gruppe vom Verfassungsschutz beobachtet. Rund 600 Mitglieder zählen hierzulande zur IB. 

+++ 11.32 Uhr: Fluggesellschaft Emirates will bis zu 9000 Stellen streichen +++

Die Fluggesellschaft Emirates will bis zu 9000 Angestellte entlassen. Zehn Prozent der Stellen seien bereits gestrichen worden, sagte Konzernchef Tim Clark der BBC. Insgesamt könnten die Kürzungen demnach bis zu 15 Prozent der Beschäftigten treffen. Emirates sei aber "weniger schlimm" von der Coronakrise betroffen als andere Fluggesellschaften, sagte Clark weiter. Vor der Pandemie habe die Airline mit einem der besten Geschäftsjahre in seiner Geschichte gerechnet, sagte er. Noch im März hatte die Fluggesellschaft mit Sitz in Dubai eine Steigerung des Jahresgewinns um 21 Prozent gemeldet. Im selben Monat musste die Airline ihren weltweiten Flugverkehr wegen der Corona-Pandemie vorübergehend komplett einstellen. Bis Mitte August will Emirates wieder 58 Städte anfliegen - vor der Corona-Pandemie waren es noch 157.

+++ 11.19 Uhr: "Super Mario Bros."-Videospiel für Rekordsumme versteigert +++

Ein original verpacktes "Super Mario Bros."-Computerspiel aus dem Jahr 1985 ist bei einer Auktion in den USA für die Rekordsumme von 114.000 Dollar (etwa 100.000 Euro) versteigert worden. Damit sei das Stück zum teuersten je versteigerten originalverpackten Videospiel geworden, teilte das Auktionshaus Heritage Auctions im texanischen Dallas mit. Der Käufer wolle zunächst anonym bleiben. Das japanische Unternehmen Nintendo hatte das inzwischen weltberühmte Videospiel "Super Mario Bros." 1985 auf den Markt gebracht. Zuletzt hatte ein original verpacktes "Mega Man"-Videospiel aus dem Jahr 1987, das im Dezember für 75.000 Dollar versteigert worden war, den Rekord gehalten. 

Nach Angaben des nationalen Wetterdienstes der USA ist am Freitag im Nordosten des Landes ein Tropensturm mit dem Namen "Fay" über die Region der US-Bundesstaaten Daleware, Maryland, New Jersey und Pennsylvania hinweggezogen. Das Tiefdrucksystem sorgte für starke Niederschläge und heftige Windböen. Dieser Jogger in Ocean City im US-Bundesstaat New Jersey nahm es relativ gelassen: "Solange mein Körper hält, würde ich gerne 12 Meilen schaffen. Aber schauen wir mal. Denn der Gegenwind auf dem Rückweg ist sicher kein Spaß." Das Unwetter hatte am Donnerstag Sturmstärke erreicht. Es wird jedoch erwartet, dass der Tropensturm an Stärke nachlässt, sobald er auf Land trifft. US-Präsident Donald Trump hat wegen des Sturms einen Wahlkampfauftritt in New Hampshire abgesagt.
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+++ 11.06 Uhr: Steinmeier: Srebrenica mahnt zu Aufarbeitung und Versöhnung +++ 

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat zum 25. Jahrestag des Massakers von Srebrenica zur Aufarbeitung und zugleich Versöhnung aufgerufen. "Erinnern an das Leid und den Schmerz ist ein zentraler Baustein für Versöhnung. Genauso gehört die strafrechtliche Aufarbeitung der Geschehnisse dazu. Damit ist es aber nicht getan", sagte er in einer Videobotschaft für die zentrale Gedenkveranstaltung in Bosnien und Herzegowina. 

Bei dem Massaker im ostbosnischen Srebrenica waren vom 11. Juli 1995 an etwa 8000 muslimische Männer und Jungen von serbischen Verbänden ermordet worden. Die im Bosnienkrieg (1992-1995) verübte Gräueltat gilt als der erste Völkermord auf europäischem Boden seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945.

+++ 10.45 Uhr: Kind stürzt Bergwiese hinab und wird schwer verletzt +++

Ein Elfjähriger aus Hessen ist bei einem Ausflug in Österreich schwer am Kopf verletzt worden. Er stürzte am Freitag eine Bergwiese im Zillertal hinab und überschlug sich dabei mehrmals, wie die Polizei in Tirol mitteilte. Der Junge aus Erlensee, der mit seiner Familie einen Ausflug auf eine Bergstation im Skigebiet Zillertal-Arena unternommen hatte, hatte beim Abstieg mit einem anderen Kind eine Abkürzung über steile Wiesen genommen und war dabei gestolpert. Er wurde mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus nach Innsbruck gebracht.

+++ 9.51 Uhr: Jugendlicher in Australien bei Hai-Attacke getötet +++

Bei einer Hai-Attacke im Osten Australiens ist ein 15-jähriger Surfer getötet worden. Der Jugendliche sei im rund 630 Kilometer nördlich von Sydney gelegenen Wooli Beach von dem Hai angegriffen worden, teilte die Polizei des Bundesstaats New South Wales mit. Mehrere andere Surfer hätten noch versucht, dem Jugendlichen zu helfen, jedoch seien alle Wiederbelebungsversuche gescheitert. Es handelt sich um den fünften tödlichen Hai-Angriff in Australien seit Jahresbeginn. Vor einer Woche war ein 37-Jähriger beim Speerfischen nahe des beliebten Touristenziels Fraser Island von einem Hai getötet worden. 

Anmerkung der Redaktion: Zuvor war von einem 17-Jährigen Surfer die Rede. Dies wurde korrigiert. 

+++ 8.56 Uhr: Altmaier über Lockerung der Maskenpflicht +++

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat ein Kriterium für ein Ende der Maskenpflicht im Einzelhandel genannt: den Rückgang der täglichen Corona-Neuinfektionen in Deutschland auf unter 100. "Solange wir im Durchschnitt täglich mehrere hundert neue Infizierte haben, wird sie überall bleiben müssen, wo der Mindestabstand von 1,5 Meter nicht eingehalten wird", sagte der CDU-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstag). "Wenn wir bei den Infektionen dauerhaft zweistellig sind, müssen Mediziner und Politik neu nachdenken."

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) hatte sich in der vergangenen Woche dafür ausgesprochen, angesichts der niedrigen Infektionszahlen im Norden Anfang August ein Ende der Maskenpflicht im Handel seines Landes zu beschließen. Er war damit auf breite Kritik gestoßen und von der Staatskanzlei seines Landes ausgebremst worden. Das Robert-Koch-Institut meldete am Samstag 378 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages.

Sehen Sie im Video: Wird die Maskenpflicht beim Einkaufen abgeschafft? Mehrere Bundesländer erwägen eine Abschaffung der Maskenpflicht im Handel. Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe hatte die Debatte angestoßen. Er sagte der "Welt am Sonntag":  "Wenn das Infektionsgeschehen so gering bleibt, sehe ich keinen Grund, länger an der Maskenpflicht im Handel festzuhalten." Glawe gehe davon aus, dass das Landeskabinett Anfang August das Ende der Maskenpflicht im Einzelhandel beschließen werde. Die Abstandsregel werde aber grundsätzlich bleiben.  In Sachsen wird ebenfalls eine Abschaffung geprüft, wie Sachsens Sozialiministerin Petra Köpping der "Welt am Sonntag" sagte. In Niedersachsen plädiert Wirtschaftsminister Bernd Althusmann dafür, und auch Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne  kann sich laut der Zeitung mittelfristig eine Änderung vorstellen.  Bremen will das Thema im Senat diskutieren, wie es hieß.
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+++ 7.41 Uhr: US-Gericht stoppt Hinrichtung aus Angst vor Corona +++

Ein US-Gericht hat die erste Hinrichtung seit 17 Jahren auf Bundesebene vorerst ausgesetzt. Die zuständige Richterin am Bundesgericht in Indiana, Jane Magnus-Stinson, ordnete am Freitag (Ortszeit) aufgrund der Corona-Pandemie die Verschiebung der Hinrichtung von Daniel Lee an. Zuvor hatten Angehörige von Lees Mordopfern erklärt, wegen des neuartigen Coronavirus eine Anreise zu der Hinrichtung zu fürchten. Das US-Justizministerium legte Berufung gegen die Gerichtsentscheidung ein. Die Hinrichtung des 47-jährigen Lee per Giftspritze war ursprünglich für den kommenden Montag angesetzt. Lee war 1999 wegen der Ermordung eines Ehepaares und dessen achtjähriger Tochter zum Tode verurteilt worden.

+++ 6.39 Uhr: Mehr als 64.000 Coronavirus-Neuinfektionen in den USA +++

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den USA ist weiterhin alarmierend: Binnen 24 Stunden sind nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität vom Freitagabend (Ortszeit) 63.643 neue Ansteckungsfälle registriert worden. Die Zahl der Corona-Toten sei um 774 auf fast 134.000 gestiegen. Erst am Donnerstag hatten die USA mit 65.551 Corona-Fällen einen Höchststand bei den täglich festgestellten Neuinfektionen verzeichnet. In den USA breitet sich das neuartige Virus seit einigen Wochen wieder verstärkt aus. Betroffen sind vor allem Bundesstaaten im Süden und Westen. Insgesamt liegt die Zahl der erfassten Infektionsfälle im Land den Angaben der Johns-Hopkins-Universität inzwischen bei 3,18 Millionen

+++ 4.19 Uhr: Drei Tote und ein Schwerverletzter bei schwerem Autounfall +++

Bei einem schweren Autounfall nahe Hofheim am Taunus in Hessen sind drei junge Männer ums Leben gekommen - ein weiterer wurde schwer verletzt. Die vier Männer im Alter zwischen 17 und 18 Jahren waren zusammen in einem Auto unterwegs, wie die Polizei am Samstagmorgen mitteilte. Nach ersten Ermittlungen kam der Fahrer am Freitagabend mit dem Wagen aus noch unbekannter Ursache von der Landstraße ab. Das Auto schoss in die Böschung und stieß gegen einen Baum. Der 18 Jahre alte Fahrer überlebte schwer verletzt. Seine drei Mitfahrer starben. Für die Unfallaufnahme war ein Polizeihubschrauber im Einsatz. Ein Sachverständiger soll helfen, den Unfallhergang zu rekonstruieren. Die Polizei sucht zudem nach Zeugen.

+++ 4.13 Uhr: Venedig testet erfolgreich Hochwasserschutzanlage Mose +++

Venedigs lang erwartete Hochwasserschutzanlage ist am Freitag erstmals erfolgreich getestet worden. Das Dammprojekt Mose werde im Herbst 2021 einsatzbereit sein, erklärte Projektleiterin Elisabetta Spitz. Alle 78 beweglichen Schutzwände an den Eingängen zur Lagune wurden gleichzeitig aufgestellt. Die Barrieren liegen bei normalem Wasserpegel am Meeresgrund, können jedoch innerhalb von 30 Minuten angehoben werden und einem Anstieg des Pegels von drei Metern standhalten. Regierungschef Giuseppe Conte reiste eigens nach Venedig, um dem Test beizuwohnen. Das Projekt sei nun auf seiner "letzten Meile" angekommen, erklärte er. Das Hochwasserschutzprojekt war bereits 2003 begonnen worden, verzögerte sich jedoch immer wieder wegen steigender Kosten und Korruptionsskandalen. Die ursprünglich veranschlagten Kosten von zwei Milliarden Euro sind inzwischen auf rund sieben Milliarden Euro angewachsen.

+++ 3.48 Uhr: Ansturm von Freiwilligen für Corona-Impfstudie in Tübingen +++

Rund 4000 Freiwillige haben sich in der Tübinger Universitätsklinik als Probanden für eine Corona-Impfstudie gemeldet. "Wir sind in einer Luxuslage wie noch bei keiner klinischen Studie. Sonst müssen wir um Probanden ringen", sagte Studienleiter Peter Kremsner der Deutschen Presse-Agentur.

An der Uniklinik hatte Mitte Juni eine klinische Studie begonnen, um den Impfstoff des Tübinger Biopharma-Unternehmens Curevac auf seine Verträglichkeit zu testen. Seitdem haben rund 50 Menschen das Mittel erhalten. Laut Kremsner sind noch keine überraschenden Nebenwirkungen aufgetreten. "Bisher ist alles im grünen Bereich", sagte er. Es gebe weder sensationelle noch erschreckende Befunde.

Die zahlreichen Freiwilligen kommen nicht alle zum Zug. Insgesamt sollen 168 Probanden geimpft werden - neben Tübingen auch in Testzentren im belgischen Gent, in Hannover und München. Bei der klinischen Studie handelt es sich um eine sogenannte Phase-1-Studie.

Sehen Sie im Video: Bolsonaro mit Covid-19 infiziert: Triumphierend zieht er im Interview die Maske ab. Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro ist mit Covid-19 infiziert.  Dies verkündet er am Dienstag vor laufenden Kameras.    Während des Interviews missachtet der Präsident die Abstandsregeln.   Er spricht direkt in die ungeschützten Mikrofone der Journalisten.   Am Ende des Gesprächs tritt er ein paar Schritte zurück und nimmt die Maske ab.  „Schaut in mein Gesicht. Es geht mir gut!“  Bolsonaro hatte die Krankheit in den vergangenen Monaten immer wieder verharmlost.   Die Realität sieht jedoch anders aus: Brasilien ist das am zweitstärksten von der Pandemie betroffene Land der Welt.  Aktuell sind mehr als 1,6 Millionen Infizierte und mehr als 65.000 Corona-Tote verzeichnet.     Im Interview preist Bolsonaro das Malariamittel Hydroxyhloroquin als Wundermittel an. à Zitat   Die WHO rät jedoch aufgrund schwerer Nebenwirkungen davon ab, das Medikament bei einer Covid-19-Erkrankung einzunehmen.  Bolsonaros Verharmlosung dürfte dem Land nicht dabei helfen, die Pandemie in den Griff zu bekommen. 
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+++ 1.04 Uhr: Mehr als 70.000 Corona-Tote in Brasilien +++

Brasilien hat in der Corona-Pandemie die Schwelle von 70.000 Todesopfern überschritten. 1214 Infizierte seien in den vergangenen 24 Stunden gestorben, teilte das brasilianische Gesundheitsministerium am Freitag mit. Die Gesamtzahl der Corona-Toten habe sich damit auf 70.398 erhöht. Brasilien ist nach den USA das am härtesten von der Pandemie betroffene Land der Welt. Mehr als 1,8 Millionen Menschen haben sich in dem größten Staat Lateinamerikas bereits mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt, alleine am Freitag wurden mehr als 45.000 Neuinfektionen gemeldet.      Am Dienstag hatte der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro bekanntgegeben, mit dem neuartigen Virus infiziert zu sein. Der Staatschef hatte die Gefahr durch die Corona-Pandemie wiederholt kleingeredet.

jum / rw DPA AFP

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