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News vom Wochenende Region mit 70.000 Bewohnern in Spanien wird wegen Corona abgeriegelt

Spanien, Barcelona: Eine Frau mit Mundschutz und Sonnenbrille
Spanien, Barcelona: Eine Frau mit Mundschutz und Sonnenbrille
© Paco Freire/SOPA Images via ZUMA Wire / DPA
Mann rast mit Auto in Seattle in eine Gruppe von Demonstranten +++ Bürger Kroatiens wählen neues Parlament +++ Kanye West kündigt US-Präsidentschaftskandidatur 2020 an +++ Die News vom Wochenende im stern-Ticker.

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Region mit 70.000 Bewohnern wird in Spanien wegen Corona abgeriegelt (20.39 Uhr)
  • "Ocean Viking" darf mit 180 Flüchtlingen an Bord italienischen Hafen ansteuern (19.09 Uhr)
  • Schäuble: Europa muss Lehren aus Corona-Pandemie ziehen (18.44 Uhr)
  • Tschetschenischer Dissident in der Nähe von Wien erschossen (16.37 Uhr)
  • Heuschrecken breiten sich weiter in Ostafrika aus (12.22 Uhr)
Die Nachrichten vom Wochenende im stern-Ticker:

+++ 21.37 Uhr: Mehr als 400 Tote bei Blitzeinschlägen im Nordosten Indiens +++

Bei Blitzeinschlägen im Nordosten Indiens sind in den vergangenen Monaten mehr als 400 Menschen ums Leben gekommen. Seit Ende März seien etwa 215 Todesopfer gemeldet worden, teilten die Behörden des verarmten Bundesstaats Bihar mit. Alleine in den vergangenen zehn Tagen seien 147 Menschen gestorben. Es handele sich um die höchste Opferzahl seit Jahren. Aus dem benachbarten Bundesstaat Uttar Pradesh wurden mehr als 200 Tote gemeldet. Der staatliche indische Wetterdienst warnte am Sonntag vor weiteren Blitzen in den kommenden beiden Tagen. 

Die vom Klimawandel verursachte Anstieg der Temperaturen sei der Grund für die Zunahme der Blitzeinschläge, sagte Bihars Katastrophenschutzminister Lakshmeshwar Rai. Während des Monsuns zwischen Juni und September kommt es in Indien häufig zu verheerenden Blitzeinschlägen. Im Jahr 2018 starben dabei nach offiziellen Angaben landesweit insgesamt 2300 Menschen.

+++ 20.39 Uhr: Region mit 70.000 Bewohnern wird in Spanien wegen Corona abgeriegelt +++

Nach der katalanischen Region Segrià wird im einstigen Corona-Hotspot Spanien wieder ein größeres Gebiet wegen steigender Infektionszahlen unter Quarantäne gestellt. Der Landkreis A Mariña in der galicischen Provinz Lugo im Nordwesten des Landes soll zwischen Montag und Freitag fünf Tage lang abgeriegelt werden, um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern, wie die Regionalregierung von Galicien am Sonntag mitteilte. Betroffen sind etwas mehr als 70.000 Menschen. Am Sonntag gab es in A Mariña nach amtlichen Angaben insgesamt 106 Infizierte.

Regionalpräsident Alberto Núñez Feijóo erklärte, der neue Ausbruch habe sich in "zwei oder drei Kneipen" ereignet. In A Mariña werden nun unter anderem die Öffnungszeiten der Gasthäuser gekürzt, größere Menschenansammlungen sind bis Freitag wieder strikt untersagt.

Sehen Sie im Video: Wird die Maskenpflicht beim Einkaufen abgeschafft? Mehrere Bundesländer erwägen eine Abschaffung der Maskenpflicht im Handel. Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe hatte die Debatte angestoßen. Er sagte der "Welt am Sonntag":  "Wenn das Infektionsgeschehen so gering bleibt, sehe ich keinen Grund, länger an der Maskenpflicht im Handel festzuhalten." Glawe gehe davon aus, dass das Landeskabinett Anfang August das Ende der Maskenpflicht im Einzelhandel beschließen werde. Die Abstandsregel werde aber grundsätzlich bleiben.  In Sachsen wird ebenfalls eine Abschaffung geprüft, wie Sachsens Sozialiministerin Petra Köpping der "Welt am Sonntag" sagte. In Niedersachsen plädiert Wirtschaftsminister Bernd Althusmann dafür, und auch Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne  kann sich laut der Zeitung mittelfristig eine Änderung vorstellen.  Bremen will das Thema im Senat diskutieren, wie es hieß.
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+++ 20.05 Uhr: Iran – "Beachtliche Schäden" nach Brand in Atomanlage +++

Der Brand eines Industrieschuppens in der Atomanlage Natans hat nach Angaben der iranischen Atomorganisation (AEOI) "beachtliche Schäden" angerichtet. "Bei dem Vorfall kam glücklicherweise niemand ums Leben, aber die finanziellen Schäden waren beachtlich", sagte AEOI-Sprecher Behrus Kamalwandi. In dem vor sieben Jahren gebauten Schuppen sollten in Zukunft neue Zentrifugen gebaut werden. Bei dem Brand wurden jedoch diverse Geräte beschädigt oder komplett zerstört, so der Sprecher zur staatlichen Nachrichtenagentur IRNA.

Kamalwandi hatte nach dem Brand am Donnerstag noch von begrenzten Schäden gesprochen, die auch keine Auswirkungen auf die Arbeit in der Atomanlage selbst gehabt haben. Außerdem befand sich in dem Industrieschuppen laut AEOI kein nukleares Material. Weitere Details sowie die genaue Ursache des Vorfalls will die iranische Führung aus sicherheitstechnischen Erwägungen noch nicht bekanntgeben.

+++ 19.09 Uhr: "Ocean Viking" darf mit 180 Flüchtlingen an Bord italienischen Hafen ansteuern +++

Die seit über einer Woche auf der "Ocean Viking" im Mittelmeer ausharrenden Flüchtlinge dürfen das Rettungsschiff verlassen. Am Sonntag erteilten die italienischen Behörden dem Schiff die Erlaubnis, den sizilianischen Hafen Porto Empedocle anzusteuern, wo die Migranten auf das italienische Quarantäne-Schiff "Moby Zaza" wechseln sollen. Die "Ocean Viking" werde voraussichtlich am Montagmorgen dort eintreffen, teilte die Hilfsorganisation SOS Méditerranée mit.    

An Bord der "Moby Zaza" würden die Menschen zunächst zwei Wochen unter Quarantäne gestellt, teilte das italienische Innenministerium der Nachrichtenagentur AFP mit. Nach Angaben von SOS Méditerranée hatten die Behörden in Italien und Malta in den vergangenen Tagen alle Anfragen nach einem Anlegen in einem ihrer Häfen abgelehnt. Die "Ocean Viking" hatte daraufhin den Notstand ausgerufen, da sich die Lage an Bord zugespitzt hatte. 

+++ 18.44 Uhr: Schäuble – Europa muss Lehren aus Corona-Pandemie ziehen +++

Europa sollte nach Ansicht von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble Lehren aus der Corona-Pandemie ziehen und seine globalen Abhängigkeiten reduzieren. "Wir haben jetzt die Gelegenheit, unser gesamtes Wirtschaftsmodell kritisch zu überprüfen und die Exzesse der Globalisierung da zu korrigieren, wo sie zu den dramatischen Auswirkungen der Pandemie beigetragen haben", schreibt der CDU-Politiker in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Montag). Schäuble wies etwa auf den Mangel selbst an simplen Medizingütern wie Mund-Nasen-Schutzmasken hin.

Die Europäische Union müsse besser vorsorgen, um in Krisen widerstandsfähiger und souveräner zu sein, mahnte der Parlamentspräsident. Dazu müsse sie "mit größerer strategischer Autonomie ausgestattet werden, etwa durch den Aufbau alternativer Lieferketten mit mehreren kostengünstigen Produktionsstandorten zur Diversifizierung des geografischen Risikos". Außerdem gelte es, die Souveränität Europas gerade im Gesundheitssektor auszubauen.

+++ 17.54 Uhr: Rohbau für Einkaufszentrum bricht zusammen - drei Arbeiter tot +++

In Russland sind bei einem Unglück auf einer Baustelle mindestens drei Arbeiter ums Leben gekommen. Der noch nicht fertiggestellte Rohbau sei aus bislang ungeklärter Ursache zusammengebrochen, teilten die russischen Behörden am Sonntag mit. Die Sucharbeiten in der Kleinstadt Sujewka dauerten noch an. Es sollen demnach auch weitere Schwerverletzte geben. Sujewka liegt rund 1000 Kilometer östlich von Moskau. Das staatliche Ermittlungskomitee geht davon aus, dass die Sicherheitsvorschriften bei den Bauarbeiten nicht eingehalten wurden. Auf Bildern war zu sehen, wie Menschen unter schweren Balken für das einstöckige Gebäude begraben wurden.

+++ 16.37 Uhr: Tschetschenischer Dissident in der Nähe von Wien erschossen +++

In der Nähe von Wien ist ein tschetschenischer Dissident erschossen worden, der mutmaßliche Täter wurde nach Angaben der Polizei kurze Zeit später festgenommen. Bei ihm handelt es sich demnach um einen Landsmann des Opfers. Am Sonntag meldete ein Gerichtssprecher die Festnahme eines weiteren Tschetschenen. Das Motiv für den Mord war laut Polizei zunächst unklar. Der 43-jährige Dissident war am Samstagabend in Gerasdorf bei Wien (Bezirk Korneuburg) erschossen worden. Der Polizei zufolge hatte sich der Mann um Asyl beworben, weitere Details wollte sie aber zunächst nicht nennen. Laut einem Sprecher der Staatsanwaltschaft handelt es sich um einen Kritiker der tschetschenischen Regierung namens Martin B.

+++ 16.20 Uhr: Erneute Ausgangssperre für 70.000 Menschen im Nordwesten Spaniens wegen Corona +++

Im Nordwesten Spaniens ist nach einem neuen Corona-Ausbruch für 70.000 Menschen erneut eine Ausgangssperre verhängt worden. Die Behörden ordneten am Sonntag die Abriegelung von 14 Ortschaften im Gebiet La Mariña in der Küstenregion Galicien für mindestens fünf Tage an. Zudem wurden Zusammenkünfte von mehr als zehn Menschen untersagt. "Derzeit haben wir 106 positive Fälle, was einer Zunahme von 21 Fällen seit gestern entspricht", sagte der Gesundheitsbeamte Jesús Vázquez in der Provinzhauptstadt Lugo. Es werde als "notwendig erachtet", die Einschränkungen wieder zu verschärfen. "Wir müssen uns isolieren, um einen exponentiellen Anstieg der Zahl der Fälle zu vermeiden", fügte er hinzu. Nach fünf Tagen solle die Lage neu bewertet werden. 

+++ 14.40 Uhr: Verdächtiger nach Messerangriff auf Frau und Kleinkind in Haft +++

Nach einem Messerangriff auf eine Frau und deren zweijährige Tochter in Heidelberg ist ein Verdächtiger in Untersuchungshaft gekommen. Der 23 Jahre alte Mann soll beide am Samstagabend attackiert und verletzt haben. Die Hintergründe seien unklar, teilte die Polizei am Sonntag mit. Den Verdächtigen nahmen die Beamten noch am Tatort fest. Am Sonntag erließ ein Richter Haftbefehl.

+++ 13.54 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern will Maskenpflicht im Handel abschaffen +++

Mecklenburg-Vorpommern will angesichts niedriger Corona-Infektionszahlen die Maskenpflicht im Handel abschaffen. "Wenn das Infektionsgeschehen so gering bleibt, sehe ich keinen Grund, länger an der Maskenpflicht im Handel festzuhalten", sagte Landeswirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) der "Welt am Sonntag". Glawe kündigte zugleich Gespräche mit anderen norddeutschen Bundesländern über ein einheitliches Vorgehen an. Dagegen forderte der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach eindringlich, die Maskenpflicht beizubehalten.

+++ 13.34 Uhr: Plötzlicher Wassereinbruch: Forscher werden in Höhle eingeschlossen +++

Bei einem plötzlichen Wassereinbruch in eine Höhe in der italienischen Region Abruzzen sind drei Männer eingeschlossen worden, einer kam dabei ums Leben. Die Helfer konnten zwei Männer in einer bis in die Nacht laufenden Rettungsaktion lebend bergen. Der Dritte wurde später tot gefunden, wie die Nachrichtenagentur Ansa am Sonntag berichtete. Die Feuerwehr und andere Retter waren am Samstag zu der Risorgiva-Höhle in Roccamorice in der Provinz Pescara gerufen worden. Starker Regen war vermutlich der Grund, dass Teile der Grotte schnell vollliefen. Die drei italienischen Höhlenforscher aus einem privaten Club wurden den Berichten nach rund 70 Meter vom Eingang eingeschlossen und saßen fest. Die Feuerwehr musste Wasser abpumpen. 

Die zwei Geretteten seien in ein Krankenhaus gekommen, aber es gehe ihnen körperlich gut. Andere Mitglieder des Teams, die draußen waren, hatten den Alarm ausgelöst.

+++ 12.22 Uhr: Heuschrecken breiten sich trotz Bekämpfung weiter in Ostafrika aus +++

Trotz Bekämpfung breitet sich eine Welle der Heuschrecken-Plage weiter in Ostafrika aus. In Teilen der Region gebe es Berichte von Schwärmen von Wüstenheuschrecken, teilte das ostafrikanische Klimainstitut ICPAC mit. Zudem seien im Norden Kenias, im Osten Äthiopiens und in Teilen Somalias neue Insekten geschlüpft. Das Zentrum warnte vor der Gefahr für die Lebensmittelsicherheit: Bereits in Äthiopien und Somalia seien Ernten zerstört worden. "Da die Wahrscheinlichkeit erhöht ist, dass die Schwärme migrieren werden, ist das Risiko sehr hoch, dass Ernten und Weideland stark beeinträchtig werden", hieß es. 
Seit Monaten fallen Millionen von Wüstenheuschrecken über Teile Ostafrikas, Asiens und des Nahen Ostens her und zerstören Äcker und Weiden. Die Insekten bewegen sich in jungen Jahren auf dem Boden, als Erwachsene können sie fliegen und mit günstigem Wind mehr als 130 Kilometer am Tag zurücklegen. Ein Schwarm von etwa einem Quadratkilometer kann an einem Tag so viel fressen wie 35.000 Menschen. Die betroffenen Länder in Ostafrika bekämpfen die Heuschrecken mit Insektiziden, doch der viele Regen der vergangenen Monate lässt die Heuschrecken gedeihen. Viele Menschen dort haben wegen früherer Dürren, schwelender Konflikte und Überschwemmungen nicht genug zu essen. Die Coronakrise hat die Lage verschärft.

+++ 12.07 Uhr: Coronavirus auch in Fleischfabriken in Österreich +++

Auch in Österreich sind in drei Großbetrieben zur Fleischverarbeitung Corona-Fälle aufgetaucht. Zwei der Betriebe liegen nicht weit von der deutschen Grenze entfernt. Insgesamt seien zwölf Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden, bestätigte der Krisenstab des Bundeslandes Oberösterreich der Nachrichtenagentur APA. Zuvor hatte die "Kronen Zeitung" darüber berichtet. 

+++ 11.55 Uhr: Schüsse in Club in South Carolina - 12 Menschen in Klinik +++

Nach Schüssen in einem Club im US-Bundesstaat South Carolina sind Medienberichten zufolge 12 Menschen ins Krankenhaus gebracht worden. Die Polizei in der Stadt Greenville sei am frühen Sonntagmorgen (Ortszeit) durch einen Anruf auf den Vorfall in dem Nachtlokal aufmerksam gemacht worden, berichtete der Sender CNN unter Berufung auf die Behörde. Zum Zustand der Betroffenen, Tathergang und möglichen Tätern gab es zunächst keine Angaben.

+++ 11.36 Uhr: Niederlande wollen auf Angaben zu Geschlecht in Ausweisen verzichten +++

Die Ausweise in den Niederlanden sollen künftig keine Angaben zum Geschlecht mehr enthalten. Die entsprechende Kategorie werde "von 2024/2025 an" entfallen, schrieb Bildungs- und Kulturministerin Ingrid van Engelshoven in einem Brief an das Parlament. 
Ziel sei es, "dort wo es möglich ist, die unnötige Registrierung des Geschlechts zu begrenzen". Die Menschen sollten "ihre eigene Identität erschaffen und in voller Freiheit und Sicherheit leben", erklärte die Ministerin. Auf den Reisepässen könne gemäß den Vorgaben der EU nicht darauf verzichtet werden.

+++ 11.06 Uhr: Tunesiens Tourismus erlebt wegen Corona starken Einbruch +++

Tunesiens Tourismus hat wegen der Corona-Krise einen starken Einbruch erlebt. Die Einnahmen seien im ersten Halbjahr dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 47 Prozent zurückgegangen, teilte die tunesische Zentralbank mit. Demnach lagen sie in den ersten sechs Monaten dieses Jahre bei etwa 382 Millionen US-Dollar. Der Tourismussektor ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige des nordafrikanischen Landes.
Tunesien hatte wegen des Coronavirus strikte Ausgangsbeschränkungen erlassen. Mitte Juni erklärte die Regierung die Pandemie jedoch für besiegt. Touristen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz können mittlerweile wieder ohne Beschränkungen ins Land reisen.

+++ 10.31 Uhr: Auto rast in Demonstrantengruppe - eine Tote und eine Verletzte +++

Ein Mann ist mit seinem Auto in der US-Großstadt Seattle in eine Gruppe von Demonstranten gerast und hat dabei zwei Frauen überfahren. Eine 24-Jährige sei mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden und dort gestorben, berichteten örtliche Medien in der Nacht zum Sonntag (Ortszeit) unter Berufung auf das Krankenhaus. Eine 32-Jährige sei in ernstem Zustand.

Der 27-jährige Fahrer wurde festgenommen und soll am Montag dem Haftrichter vorgeführt werden. Mit welcher Absicht er gehandelt hatte, sei unklar.

+++ 10.26 Uhr: Mann lädt Polizisten zum Kiffen ein +++

Mit seiner Einladung zum Kiffen an zwei Polizisten hat sich ein betrunkener Mann in Thüringen in die Bredouille gebracht. Die Beamten waren am Samstag wegen eines Streits in der Wohnung des 70-Jährigen gerufen worden. Als er die Tür öffnete, habe er die Polizisten eingeladen, "mit ihm einen zu rauchen", da inzwischen wieder alles in Ordnung sei, teilte die Erfurter Polizei am Sonntag mit. Sie hätten nichts zum Rauchen, ob er denn etwas habe, fragten ihn die Beamten. Daraufhin holte der Mann den Angaben zufolge knapp zwei Gramm Marihuana herbei. Außerdem fanden die Polizisten auf seinem Balkon ein gestohlenes Fahrrad. Nun laufen zwei Anzeigen gegen ihn.

+++ 8.46 Uhr: Parlamentswahl in Kroatien begonnen +++

Überschattet von der Coronakrise hat am Sonntag die Parlamentswahl in Kroatien begonnen. Umfragen gehen von einem engen Rennen zwischen den Konservativen von Regierungschef Andrej Plenkovic und dem Oppositionsbündnis des Sozialdemokraten Davor Bernardic aus. Weil keines der beiden Lager die absolute Mehrheit erreichen dürfte, könnte die neue nationalistische Partei des Musikers Miroslav Skoro bei der anschließenden Bildung einer Regierungskoalition eine wichtige Rolle spielen. Die Wahllokale schließen um 19 Uhr. Erste Ergebnisse werden am späten Abend erwartet.

+++ 8.08 Uhr: Mehr als 160 Tote bei tagelangen Unruhen in Äthiopien +++

In Äthiopien sind seit dem Beginn der Unruhen in der vergangenen Woche mindestens 166 Menschen ums Leben gekommen. 145 Zivilisten und elf Mitglieder der Sicherheitskräfte wurden nach Angaben der Polizei in der Region Oromia getötet. Zehn weitere Todesopfer wurden aus der Hauptstadt Addis Abeba gemeldet. Die landesweiten Proteste waren durch die Ermordung des beliebten Sängers Hachalu Hundessa ausgelöst worden. Ministerpräsident Abiy Ahmed prangerte "orchestrierte Versuche" zur Destabilisierung seines Landes an.

+++ 6.21 Uhr: Kanye West kündigt US-Präsidentschaftskandidatur 2020 an +++

Rap-Mogul Kanye West will US-Präsident Donald Trump bei der Wahl im November herausfordern. Der Musiker und milliardenschwere Unternehmer, der sich in der Vergangenheit als Trumps Unterstützer hervorgetan hatte, teilte  seine Ambitionen am Samstag (Ortszeit) in pathetischen Worten via Twitter mit: "Wir müssen jetzt Amerikas Versprechen erfüllen, indem wir Gott vertrauen, unsere Vision vereinen und unsere Zukunft errichten. Ich kandidiere als Präsident der Vereinigten Staaten!"
Nachrichten von Samstag, 4. Juli:

+++ 21.58 Uhr: FC Bayern gewinnt das Double: 4:2 im Pokalfinale gegen Leverkusen +++

Der FC Bayern München ist zum 20. Mal DFB-Pokalsieger. Die Mannschaft von Trainer Hansi Flick gewann das Finale in Berlin mit 4:2 (2:0) gegen Bayer Leverkusen und holte damit wie im vergangenen Jahr das Double aus deutscher Fußball-Meisterschaft und Pokal.

+++ 21.38 Uhr: Auto rast in Gruppe von Demonstranten in Seattle - zwei Verletzte +++

Ein Mann ist mit seinem Auto in einen wegen Protestaktionen gesperrten Autobahnabschnitt in der US-Großstadt Seattle gerast und hat zwei Frauen erfasst. Eine der Frauen sei mit lebensgefährlichen, die andere mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gekommen, erklärten Polizei und Feuerwehr auf Twitter. Der Fahrer des Wagens sei festgenommen worden. Sein Motiv war zunächst unklar, wie der Polizeibeamte Rick Johnson mitteilte. Auf einem von US-Medien verbreiteten Video ist zu sehen, dass sich mehrere Menschen auf der gesperrten Fahrbahn aufhielten, als das weiße Auto mit hoher Geschwindigkeit auf sie zuraste. 

In vielen US-Städten gibt es derzeit Demonstrationen gegen Rassismus und Polizeigewalt. Ausgelöst worden waren sie durch den Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz.

Sehen Sie im Video: Hunderte bei "Black Lives Matter"-Demo in Berlin – Polizei lobt vorbildliches Verhalten. Hunderte Menschen haben am Samstag in Berlin gegen Rassenungerechtigkeit protestiert. Unter Einhaltung von Abstand- und Hygieneregeln hatten sich die Demonstranten auf Hunderten Metern zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule postiert. Die Demonstration fand zu Ehren von George Floyd statt, der am 25. Mai in Minneapolis von einem Polizisten getötet wurde. Sein Tod löste eine Welle von Protesten in den Vereinigten Staaten und darüber hinaus aus. "Jeden Tag sehen sich people of colour in ganz Europa mit rassistisch motivierten Verbrechen und Gewalt konfrontiert. Sie werden nicht willkürlich von den Tätern ins Visier genommen, sondern einfach aufgrund dessen, wer sie sind oder wer sie zu sein scheinen. Diese Realität wird oft geleugnet oder unterschätzt. Deshalb sind wir heute hier - für Berlin, für Deutschland und um der Welt zu zeigen, wie frustriert wir sind." Bereits Anfang Juni waren in Berlin 15.000 Menschen gegen Rassismus auch in Deutschland auf die Straße gegangen Die Berliner Polizei lobte nach Beendigung der Demonstration die vorbildliche Umsetzung des Hygienekonzeptes. 750 Beamte waren bei verschiedenen Versammlungen in Berlin im Einsatz.
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+++ 21.23 Uhr: Tierpflegerin in Züricher Zoo von Tiger getötet +++

Eine Tierpflegerin ist am Samstag im Züricher Zoo von einem Sibirischen Tiger attackiert und getötet worden. Ein Notfallteam habe das Tier schnell aus dem Gehege gelockt, in dem sich der Vorfalle ereignet habe, teilte der Zoo mit. Die 55-Jährige sei aber noch vor Ort ihren Verletzungen erlegen.     Wieso sich die Tierpflegerin zur gleichen Zeit wie der Tiger in der Anlage aufgehalten habe, werde nun von der zuständigen Staatsanwaltschaft und der Polizei untersucht. 

+++ 21.12 Uhr: Britischer Schauspieler Earl Cameron im Alter von 102 Jahren gestorben +++

Der britische Schauspieler Earl Cameron ist tot. Der TV- und Filmstar, der als einer der ersten schwarzen Schauspieler in Großbritannien Erfolge feiern konnte, starb im Alter von 102 Jahren, wie seine Familie mitteilte. Der im britischen Überseegebiet Bermuda geborene Cameron startete seine Leinwandkarriere 1951 mit einer Hauptrolle in dem Film "Pool of London". 1965 übernahm er einen kleineren Part in dem James-Bond-Film "Feuerball", 1973 war er in dem Film "A Warm December" des Regisseurs Sidney Poitier zu sehen. Auch in der populären britischen TV-Serie "Doctor Who" wirkte er mit.

+++ 20.41 Uhr: Neuer Nachtzug von Sylt nach Salzburg gestartet +++

Von der Nordsee zu den Alpen: Der neue Nachtzug von Westerland auf Sylt nach Salzburg in Österreich ist pünktlich zur Premierenfahrt gestartet. Der Alpen-Sylt-Nachtexpress des Bahnanbieters RDC wird am Sonntag am frühen Mittag in Salzburg erwartet. Auf der Strecke macht er unter anderem Halt in Niebüll, Husum, Hamburg, Frankfurt, Nürnberg und München.  

Die Buchungszahlen seien erfreulich, so das Unternehmen. Aus diesem Grund soll der Alpen-Sylt-Nachtexpress auch den ganzen Sommer und Herbst fahren. Ursprünglich war geplant, die Nachtfahrten bis zum 7. September anzubieten. Nun ist die letzte Ankunft auf Sylt in diesem Jahr für den 2. November geplant. Von Sylt aus macht er sich donnerstags und samstags auf die Reise. Freitags und sonntags fährt der Zug dann in die entgegengesetzte Richtung von Österreich zurück in den Norden. 

+++ 20.13 Uhr: WHO stoppt Tests mit HIV-Mittel bei Coronavirus-Infizierten +++

Corona-Patienten werden im Rahmen einer von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) koordinierten Studie ab sofort nicht mehr mit Lopinavir/Ritonavir behandelt, das gegen HIV entwickelt worden war. Ausschlaggebend seien keine Sicherheitsbedenken, betonte eine WHO-Sprecherin in Genf. Vielmehr habe sich gezeigt, dass die Mittel bei den Patienten praktisch keinen Einfluss auf den Verlauf der Krankheit hatten. Dasselbe gelte für das Malaria-Mittel Hydroxychloroquin. Das Ende der Tests damit hatte die WHO schon am 17. Juni angekündigt. Hydroxychloroquin war in den Schlagzeilen, weil US-Präsident Donald Trump es mehrfach angepriesen hatte. 

+++ 19.23 Uhr: Florida verzeichnet mehr als 11.400 neue Corona-Fälle an einem Tag +++

Der US-Bundesstaat Florida hat innerhalb eines Tages mehr als 11.400 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Die von der lokalen Gesundheitsbehörde veröffentlichte Zahl für Freitag markiert eine weitere dramatische Zunahme an Fällen in dem Bundesstaat mit rund 20 Millionen Einwohnern. 

USA-weit werden derzeit täglich mehr als 50.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden verzeichnet, ebenfalls so viele wie noch nie zuvor. Nach einer kurzen Phase der Entspannung bereitet die Lage Gesundheitsexperten vor allem in südlichen Bundesstaaten Sorge. Aber auch in anderen Teilen des Landes wurden wegen der Zunahme der Neuinfektionen die schrittweise Lockerungen der Corona-Maßnahmen zurückgenommen oder es wurde damit pausiert. Insgesamt sind in den USA mehr als 2,8 Millionen Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen. Fast 130 000 Menschen starben nach oder mit einer Covid-19-Erkrankung. 

+++ 19.09 Uhr: Biden – Können Wurzeln des systematischen Rassismus herausreißen +++

Die USA haben nach Ansicht des designierten Präsidentschaftskandidaten der US-Demokraten, Joe Biden, die Möglichkeit, Ungleichheiten ein für alle Mal zu überwinden. "Die amerikanische Geschichte ist kein Märchen. Sie war ein ständiges Hin und Her zwischen zwei Teilen unseres Charakters - der Idee, dass alle Männer und Frauen, alle Menschen gleich geschaffen sind, und dem Rassismus, der uns auseinander gerissen hat", sagte Biden in einer Videobotschaft. Das Land habe jetzt die Chance, den Ausgegrenzten, Isolierten und Unterdrückten ihren "vollen Anteil am amerikanischen Traum" zu geben. "Wir haben die Chance, die Wurzeln des systematischen Rassismus aus diesem Land herauszureißen", sagte er anlässlich des Unabhängigkeitstages der USA am 4. Juli.

Sehen Sie im Video: Nach Vorwürfen der "New York Times" – Joe Biden kritisiert Donald Trump. Der Präsidentschaftskandidat der Demokratischen Partei in den USA, Joseph genannt "Joe" Biden, hat die Präsidentschaft von Donald Trump ein Geschenk genannt, und zwar für den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Anlass der Äußerungen von Biden sind Veröffentlichungen vor allem der Zeitung "New York Times", die Trump vorwerfen, er wisse durch Geheimdienstinformationen seit längerem davon, dass russische Kreise Ressourcen dafür aufwendeten, in Afghanistan Extremisten dazu zu bringen, Anschläge auf US-Truppen und deren Verbündete zu verüben. Das russische Außenministerium wies diese Vorwürfe zurück.
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Der Nationaltag stand unter dem Eindruck der Corona- Pandemie und landesweiter Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt. Diese haben auch eine Debatte über die Erinnerungskultur des Landes entfacht. Ausgelöst worden waren sie durch den Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz. 

+++ 18.48 Uhr: Niederlande wollen auf Angaben zu Geschlecht in Ausweisen verzichten +++

Die Ausweise in den Niederlanden sollen künftig keine Angaben zum Geschlecht mehr enthalten. Die entsprechende Kategorie werde "von 2024/2025 an" entfallen, schrieb Bildungs- und Kulturministerin Ingrid van Engelshoven in einem Brief an das Parlament. Ziel sei es, "dort wo es möglich ist, die unnötige Registrierung des Geschlechts zu begrenzen". Die Menschen sollten "ihre eigene Identität erschaffen und in voller Freiheit und Sicherheit leben", erklärte die Ministerin. Auf den Reisepässen könne gemäß den Vorgaben der EU nicht darauf verzichtet werden.

Die Niederlande seien nicht das erste Land mit einem geschlechtsneutralen Ausweis, betonte van Engelshoven. Auch in den deutschen Personalausweisen werde das Geschlecht nicht genannt. 

+++ 18.05 Uhr: Scheuer gegen weitere Verschärfungen und Verbote für Motorradfahrer +++

Bundesverkehrminister Andreas Scheuer (CSU) hat angesichts von Demonstrationen seine Position bekräftigt, weitere Verschärfungen und Verbote für Motorradfahrer abzulehnen. "Wir haben ausreichende, geltende Regeln", sagte Scheuer der Deutschen Presse-Agentur. "Die Biker zeigen bei den Protesten ihre Haltung gegen Verschärfungen und Verbote. Das ist auch meine Haltung. Ich werde die Beschlüsse des Bundesrates, also der Bundesländer, nicht umsetzen."

Viele tausend Motorradfahrer demonstrierten am Samstag bundesweit gegen vom Bundesrat geforderte zeitlich beschränkte Verkehrsverbote an Sonn- und Feiertagen aus Lärmschutzgründen. Der Bundesrat hatte Mitte Mai einen Beschluss gefasst, in dem er "dringenden Handlungsbedarf" sah, für besondere Konfliktfälle Geschwindigkeitsbeschränkungen und "zeitlich beschränkte Verkehrsverbote an Sonn- und Feiertagen aus Gründen des Lärmschutzes" zu ermöglichen.

+++ 17.19 Uhr: SPD-Spitze: Wehrpflicht hilft nicht gegen Rechtsextremismus in der Bundeswehr +++

Die SPD-Vorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans sehen eine Wiedereinführung der Wehrpflicht nicht als ein Mittel, um rechtsextremistischen Vorfällen in der Bundeswehr vorzubeugen. "Die Wehrpflicht gehört zu den immer wiederkehrenden Themen und steht nicht im Zusammenhang mit der gefährdeten Demokratiefestigkeit einzelner Bereiche der Bundeswehr, die nie mit Wehrpflichtigen besetzt worden sind", erklärten sie in Berlin. Sie bezogen sich damit offensichtlich auf die Eliteeinheit Kommando Spezialkräfte (KSK), die nach mehreren Vorfällen umstrukturiert werden soll. Die neue Wehrbeauftragte Eva Högl (SPD) hatte vor dem Hintergrund der Rechtsextremismus-Vorwürfe eine Debatte über die Wiedereinführung der Wehrpflicht angestoßen.

Sehen Sie im Video: Große Mengen Sprengstoff verschwunden – AKK will Teilauflösung des KSK. Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat sich besorgt über das Verschwinden von 62 Kilogramm Sprengstoff und 48.000 Schuss Munition bei der Elitetruppe KSK geäußert. Bei einer Pressekonferenz zur Umstrukturierung der in die Kritik geratenen Einheit sagte Generalinspekteur Eberhard Zorn am Mittwoch: "Das ist keine Kleinigkeit. Das ist wirklich, das macht mir große Sorge, dass wir da diese Defizite haben. Wir ermitteln da wirklich mit allem, was wir haben, denn das ist wirklich ein Gefährdungspotenzial, was sich dahinter aufbaut. Wenn Sie das jetzt verknüpfen, beispielsweise mit der Munition, die gefunden wurde in Sachsen bei dem Oberstabsfeldwebel, dort war ja zusätzlich zum Sprengstoff auch noch die entsprechende Zündschnur mit dabei, also diese shock tube. Das heißt, wenn Sie das beides zusammenbringen, wird das dann durchaus etwas, was auch sehr gefährlich oder im Rahmen von Attentaten oder ähnlichen Dingen eingesetzt werden könnte." Kramp-Karrenbauer erklärte, derzeit sei nicht klar, ob das Verschwinden mit schlampigen Ein- und Ausbuchungen zusammenhänge, ob Munition im Einsatz zurückgelassen oder in der Tat abgezweigt worden sei. Als Konsequenz aus rechtsextremistischen Vorfällen bei der Elitetruppe hat die Ministerin die Auflösung der zweiten von vier Kommando-Kompanien des KSK angeordnet.
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+++ 17.17 Uhr: Zwei Tote und zwei Verletzte nach Helikopter-Crash in Australien +++

Nach einem Hubschrauberabsturz im Nordwesten Australiens sind ein Mann und ein Mädchen ums Leben gekommen. Eine Frau und ein weiteres Kind befänden sich in kritischem Zustand, berichteten australische Medien unter Berufung auf die Polizei des Bundesstaats Western Australia. Die Maschine stürzte am Nachmittag kurz nach dem Start in Bilingurr, einem Vorort der Stadt Broome, ab. Der Mann und mutmaßliche Pilot starb sofort. Das Mädchen erlag in einem Krankenhaus seinen Verletzungen. Die Behörde für Verkehrssicherheit wollte Ermittler zur Unglücksstelle schicken.

+++ 16.52 Uhr: Touristin in Timmendorfer Strand positiv auf Corona getestet - Hotelmitarbeiter in Quarantäne +++

Eine Touristin aus Nordrhein-Westfalen, die in Timmendorfer Strand zusammen mit ihrem Ehemann Urlaub macht, hat sich mit dem Corona-Virus infiziert. Das berichten die "Lübecker Nachrichten". Die 90-Jährige aus Düsseldorf soll die erste Urlauberin sein, die in Schleswig-Holstein positiv auf das Virus getestet wurde. Offenbar hatte die Seniorin nichts von der Infektion geahnt. Der Rettungsdienst war wegen einer anderen Erkrankung verständigt worden. Die Frau wurde dem Bericht zufolge ins Lübecker Uniklinikum gebracht, wo auch ein Coronatest gemacht wurde. Dabei wurde die Covid-19-Erkrankung festgestellt. Das Gesundheitsamt ermittelte sofort die Kontaktpersonen der Frau und stellte sie unter Quarantäne. Dabei soll es sich laut der Zeitung vor allem um Mitarbeiter des Hotels handeln, in dem das Paar seinen Urlaub verbringen wollte. Von allen wurden Abstriche gemacht. Das Hotel wurde nicht unter Quarantäne gestellt, da das Haus laut Gesundheitsamt das Hygienekonzept strikt eingehalten habe, so dass die Erkrankte nur wenige Kontaktpersonen hatte.

+++ 14.14 Uhr:  Proteste bei Tönnies - Umweltaktivisten besetzen Dach +++

Aktivisten haben am Hauptstandort des in die Kritik geratenen Fleischverarbeiters Tönnies in Nordrhein-Westfalen gegen Massentierhaltung protestiert. Vier Teilnehmer besetzten zeitweise das Dach des Betriebs und brachten dort ein Transparent mit der Aufschrift "Shut Down Tierindustrie" an. Ähnliche Forderungen kamen von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), der sich in einer Videobotschaft für kleinere Landwirtschaftsbetriebe in Deutschland stark machte. "Agrar-Ökologie statt Agrar-Kapitalismus - das könnte doch ein Weg sein für die Zukunft", sagte der 53-Jährige. Bei den Protesten bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück blockierten Demonstranten die Hauptzufahrt der Fleischfabrik und verlangten auf Transparenten "Schlachthäuser schließen!" und "Schluss mit der Ausbeutung von Mensch, Tier, Natur". Zu dem Protest aufgerufen hatte das Bündnis "Gemeinsam gegen die Tierindustrie".
Demonstranten besetzen Dach bei Tönnies
Protest gegen die industrielle Fleischproduktion auf dem Dach des Tönnies-Schlachthofs in Rheda-Wiedenbrück
© Guido Kirchner / DPA

+++ 14.02 Uhr: Thüringen: Gericht bestätigt Regeln zu Abstands- und Maskenpflicht +++

Das Thüringer Oberverwaltungsgericht hat die aktuellen Corona-Regeln zu Mindestabstand und Mund-Nasen-Schutz in Geschäften und öffentlichem Nahverkehr bestätigt. Es sprächen gewichtige Aspekte für eine Rechtmäßigkeit dieser bis zum 15. Juli befristeten Regelungen, entschied der 3. Senat laut Mitteilung in einem Eilverfahren. Trotz des deutlichen Rückgangs der Neuinfektionen sei weiter davon auszugehen, dass Covid-19 nach wie vor eine weltweit verbreitete und zu bekämpfende Infektionskrankheit sei, die die Gesundheitsbehörden zum Handeln auch gegen nicht erkrankte Dritte verpflichte. Damit wiesen die Richter den Antrag eines Mannes aus Sachsen-Anhalt ab, der mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit nach Thüringen pendelt.

+++ 14 Uhr: Mindestens 14 Tote nach Überflutung von Pflegeheim in Japan +++

Bei Überschwemmungen nach heftigen Regenfällen sind im Westen Japans mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. Nach der Überflutung eines Pflegeheims in Kuma in der Region Kumamoto seien 14 Menschen leblos aufgefunden worden, sagte der Gouverneur der Region, Ikuo Kabashima, Journalisten am Samstag. Die Behörden riefen mehr als 200.000 Menschen auf, ihre Häuser zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen.

+++ 13.02 Uhr: Spanische Großstadt wegen steigender Corona-Zahlen unter Quarantäne  +++

Erstmals seit der Lockerung der Coronamaßnahmen in Spanien ist wieder eine Großstadt wegen steigender Infektionszahlen unter Quarantäne gestellt worden. Das teilte der katalanische Regionalpräsident Quim Torra mit. In der katalanischen Region Segrià mit der Großstadt Lleida seien insgesamt 200.000 Menschen betroffen, berichtete die Zeitung "La Vanguardia". 
Die Quarantäne gelte ab Samstag 12 Uhr. Danach dürfe niemand mehr in die Stadt und umliegende Gemeinden im Westen der Provinz reisen oder sie verlassen, außer um zur Arbeit zu gelangen. Bewohner der Quarantäneregion dürften jedoch einmalig noch bis 16 Uhr an ihren Wohnort in der Zone zurückkehren. Die Polizei errichtet Kontrollposten an den Zufahrtsstraßen.

+++ 12.40 Uhr: Erste Staats-Milliarde bei Lufthansa eingetroffen +++

Bei der Lufthansa sind erste Finanzmittel aus der deutschen Staatshilfe eingetroffen. Gut eine Woche nach Zustimmung der Hauptversammlung zu dem Rettungspaket hat der MDax-Konzern die erste Tranche von rund einer Milliarde Euro aus dem KfW-Kredit abgerufen, wie ein Sprecher in Frankfurt erklärte. Der Zeitpunkt zum Abruf der zwei weiteren Milliarden aus dem Kredit der staatlichen Bank stehe noch nicht fest und könne von der Lufthansa bestimmt werden.

+++ 12 Uhr: Achtjähriger stirbt nach Schüssen in US-Einkaufszentrum +++

Nach Schüssen in einem Einkaufszentrum im US-Bundesstaat Alabama ist ein achtjähriger Junge gestorben. Drei weitere Menschen, darunter ein minderjähriges Mädchen, seien mit Verletzungen in Krankenhäuser gebracht worden, teilte die Polizei in Hoover am Freitagabend (Ortszeit) mit. Zum Zustand der Verletzten gab es zunächst keine Informationen. Anrufer hätten am Nachmittag von Schüssen nahe dem Gastronomiebereich des Einkaufszentrums berichtet. Zu dem Motiv oder den möglichen Tätern machte die Polizei zunächst keine Angaben. Die Ermittlungen würden andauern.
Hoover mit seinen rund 85 000 Einwohnern befindet sich südlich der größten Stadt Alabamas, Birmingham.

+++ 11.38 Uhr: FDP gegen Wiedereinführung der Wehrpflicht +++

Der FDP-Sicherheitspolitiker Tobias Lindner hat dem Vorschlag der Wehrbeauftragten Eva Högl für eine Wiedereinführung der Wehrpflicht eine Absage erteilt. "Die Wehrpflicht würde der Bundeswehr sicherheitspolitisch keinen Vorteil bringen, sondern lediglich massive personelle und finanzielle Ressourcen verschlingen", erklärte Lindner in Berlin.

+++ 10.48 Uhr: Tagesaktuelle Fallzahlen zum Coronavirus in Deutschland +++

Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Samstag mit 196.096 angegeben - ein Plus von 422 seit dem Vortag. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 196.780 Infizierte. Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte 9010 Todesfälle und damit neun mehr als am Vortag. Die JHU zählte auch 9010 Tote. Die Zahl der Genesenen betrug laut RKI etwa 181.300.

+++ 10.18 Uhr: Ex-SPD-Chef Gabriel wehrt sich gegen neue Vorwürfe wegen Tönnies +++

Der ehemalige SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hat Anschuldigungen zurückgewiesen, er habe in seiner Zeit als Bundeswirtschaftsminister den umstrittenen Fleischunternehmer Clemens Tönnies vor einer Millionenstrafe des Bundeskartellamts bewahrt. Den Verdacht bezeichnete Gabriel am Freitag in der Internetsendung "Bild live" als "Quatsch". Er habe mit dem Thema nichts zu tun gehabt. "Warum soll ich mich zu solchen Vorwürfen äußern, die an den Haaren herbeigezogen sind."
In einem Brief, aus dem die "Bild"-Zeitung zitierte, hatte Robert Tönnies, Neffe von Clemens Tönnies, entsprechende Vorwürfe erhoben. In dem Schreiben fragt Robert Tönnies demnach, ob das Honorar für Gabriel als "nachträgliche Belohnung für Vorteile des Unternehmens in der Zeit der Regierungstätigkeit" verstanden werden könne. 
+++ 9.18 Uhr: Neues Nachtzugangebot von Sylt nach Salzburg startet +++
Von Westerland auf Sylt startet am Samstag (19.55 Uhr) ein neuer Nachtzug nach Österreich. Der Alpen-Sylt-Express soll nach Stopps unter anderem in Husum, Hamburg, Frankfurt, Nürnberg und München um 11.45 Uhr des Folgetags in Salzburg ankommen. Freitags und sonntags fährt der Zug dann in die entgegengesetzte Richtung von Österreich zurück in den Norden.
+++ 6.21 Uhr: Schwere Überschwemmungen in Japan: Hunderttausende müssen fliehen +++

Wegen massiver Überflutungen und Erdrutschen in Folge sintflutartiger Regenfälle müssen sich im Südwesten Japans Hunderttausende Menschen in Sicherheit bringen. Die Behörden in den schwer betroffenen Provinzen Kumamoto und Kagoshima auf Japans südwestlicher Hauptinsel Kyushu forderten am Samstag mehr als 200.000 Menschen auf, ihre Häuser zu verlassen und Schutzräume aufzusuchen. 

Ganze Wohngebiete standen unter Wasser, Teile von Häusern wurden fortgeschwemmt, Bäume entwurzelt. Auf Luftaufnahmen des japanischen Fernsehens waren von schlammigem Wasser überschwemmte Wohnhäuser, Straßen, Autos und Teile einer Brücke zu sehen. Die schweren Niederschläge ließen unter anderem den Fluß Kuma in Kumamoto über die Ufer treten und führten zu schweren Überflutungen. Stellenweise gingen Erdrutsche nieder. Die Meteorologische Behörde in Tokio gab für viele Regionen die höchste Warnstufe aus. 

+++ 5.36 Uhr: Vier Verletzte bei Imbissbrand in Berlin-Neukölln +++

Bei einem Imbissbrand in Berlin haben mehrere Menschen Verletzungen erlitten. Vier Menschen seien verletzt worden, zwei davon schwer, teilte die Feuerwehr in der Nacht zum Samstag via Twitter mit. Sie seien zunächst vor Ort behandelt und dann in Krankenhäuser gebracht worden. Das Feuer war den Angaben zufolge auf der Sonnenallee im Stadtteil Neukölln in einem Imbiss im Erdgeschoss ausgebrochen. Die Flammen breiteten sich bis zum zweiten Stock des Wohnhauses aus. Die Feuerwehr kämpfte nach eigenen Angaben mit 80 Einsatzkräften gegen den Brand.

+++ 4.04 Uhr: USA feiern trotz Corona Unabhängigkeitstag +++
Überschattet von der Coronavirus-Pandemie begehen die USA ihren Unabhängigkeitstag. In der Hauptstadt Washington wird Präsident Donald Trump eine Zeremonie unter dem Motto "Salute to America" (Salut an Amerika) leiten. Geplant sind wie im Vorjahr Überflüge von Militärflugzeugen und ein großes Feuerwerk. Der Nationalfeiertag am 4. Juli wird in den USA traditionell mit Paraden, Familientreffen und Feuerwerken gefeiert.
In diesem Jahr stehen die Feierlichkeiten allerdings im Schatten eines dramatischen Wiederanstiegs der Coronavirus-Infektionszahlen. Viele Bundesstaaten verzeichnen derzeit die höchsten Ansteckungsraten seit Beginn der Pandemie. Die Behörden haben deswegen vielerorts geplante Veranstaltungen abgesagt und Strände gesperrt, um Menschenansammlungen zu vermeiden. Am US-Nationalfeiertag wird der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten am 4. Juli 1776 gedacht.
ivi / fs DPA AFP

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