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News von heute Vermisste Wanderer nach Tagen tot auf Vulkan entdeckt

Im Dunkeln fliegt ein Schwall Lava aus einem Vulkankrater
Zwei junge Männer waren am 10. April zu Fuß aufgebrochen, um sich die Eruption des Vulkans Piton de la Fournaise aus La Réunion anzuschauen
© Richard Bouhet / AFP
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die Meldungen zur Coronavirus-Pandemie lesen Sie hier

Die News von heute im stern-Ticker: 

22.05 Uhr: Zwei Tote bei Absturz von Ultraleichtflugzeug

Beim Absturz eines Ultraleichtflugzeugs auf einem Flugplatz im oberfränkischen Kulmbach sind beide Insassen ums Leben gekommen. Die Maschine sei am frühen Abend beim Start aus noch geringer Höhe zu Boden gestürzt, sie habe sich überschlagen und sei auf dem Dach liegen geblieben, teilte die Polizei mit. Die Ursache des Unglücks war noch unklar. Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft haben die Ermittlungen aufgenommen. Auch die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung sei eingeschaltet, hieß es.

Die beiden Insassen starben den Angaben zufolge noch am Unfallort. Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks hätten am Abend versucht, das Wrack zu drehen, um an die Insassen herankommen zu können. Wegen Explosionsgefahr der Treibladung für den Sicherheitsfallschirm sei dies zunächst aber nicht möglich gewesen.

22.05 Uhr: Putin bereit zu Treffen mit Selenskyj – aber in Moskau

Russlands Präsident Wladimir Putin hat sich zu einem Treffen mit seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj bereit gezeigt – allerdings nicht wie von Selenskyj vorgeschlagen in der Ostukraine, sondern in der russischen Hauptstadt Moskau. "Wenn es um die Entwicklung der beidseitigen Beziehungen geht, dann bitte. Wir empfangen den Präsidenten der Ukraine zu jeder für ihn angenehmen Zeit in Moskau", sagte Putin laut Agentur Interfax. Vor dem Hintergrund der angespannten Situation in der Ostukraine hatte Selenskyj dem Kremlchef zuvor ein Treffen im Konfliktgebiet Donbass vorgeschlagen. 

21.50 Uhr: Nawalnys Team – Kremlgegner wurde in Zivilkrankenhaus untersucht

Der in einem Straflager in Hungerstreik getretene Kremlgegner Alexej Nawalny ist nach Angaben seines Teams zu einer Untersuchung in ein Krankenhaus außerhalb des Gefängnisses gebracht worden. Untersucht worden sei er in der Stadt Wladimir östlich von Moskau, schrieb der Nawalny-Vertraute Leonid Wolkow bei Twitter. "Es wurden zahlreiche Untersuchungen durchgeführt." Ergebnisse waren zunächst nicht bekannt.

Unabhängige Ärzte, zu denen Nawalnys persönliche Medizinerin zählt, appellierten danach in einem von Medien veröffentlichten Brief an den 44-Jährigen, er solle seinen Hungerstreik sofort beenden. Sollte er weiter keine Nahrung zu sich nehmen, würde das seine Gesundheit weiter schädigen und im schlimmsten Fall zum Tode führen. Die Ärzte haben nach eigenen Angaben die Untersuchungsergebnisse ausgewertet. Die Untersuchungen seien demnach bereits am Dienstag durchgeführt worden.

21.19 Uhr: Merz zweifelt an Baerbocks Kanzlerfähigkeiten

Der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz hat die Kanzlerfähigkeit der Grünen-Vorsitzenden Annalena Baerbock in Frage gestellt. "Ich habe erhebliche Zweifel daran, dass Baerbock Kanzlerin kann", sagte Merz im Podcast "Die Wochentester" des "Kölner Stadt-Anzeigers" und des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND). Die Grünen seien "ganz überwiegend eine Ein-Themen-Partei". Auch fehle Baerbock bis auf die Tatsache, dass sie Völkerrecht studiert habe, jede internationale Erfahrung. "Dass dies dem Zeitgeist entspricht, mag sein. Ich möchte dem Zeitgeist nicht folgen, ich möchte den Zeitgeist mitbestimmen", fügte Merz hinzu.

Der Bundesvorstand der Grünen hatte Baerbock am Montag als Kanzlerkandidatin nominiert. Sie muss noch auf einem Parteitag bestätigt werden. Die Grünen hatten sich angesichts der hohen Umfragewerte von mehr als 20 Prozent erstmals für eine Kanzlerkandidatur entschieden.

20.39 Uhr: Maas warnt Kretschmer vor Instrumentalisierung durch Russland

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat den sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) davor gewarnt, sich bei seinem Besuch in Moskau von der russischen Regierung instrumentalisieren zu lassen. "Ich gehe einmal davon aus, dass Herr Kretschmer, wenn er in Moskau ist, auch Themen wie Alexej Nawalny oder auch die schwierige und gefährliche Lage in der Ostukraine anspricht, und sich nicht instrumentalisieren lässt", sagte Maas während seiner Balkan-Reise im Kosovo. "Wenn das der Fall ist, habe ich mit seiner Reise kein Problem, ansonsten schon." Maas betonte auch, dass Kretschmer "in eigener Verantwortung" nach Moskau gereist sei.

Der sächsische Regierungschef wies den Vorwurf zurück. Er habe genügend "Kollegen im Deutschen Bundestag", die ihn unterstützten, sagte Kretschmer bei einer Pressekonferenz. Er erwähnte dabei explizit den Grünen-Abgeordneten Omid Nouripour, der Russland zuletzt "gezielte Folter" des Kremlgegners Nawalny vorgeworfen hatte.

19.44 Uhr: "Bay City Rollers"-Sänger Les McKeown gestorben

Mit seiner Pop-Band Bay City Rollers begeisterte er vor allem junge Frauen - nun ist der einstige Mädchenschwarm und Sänger Les McKeown im Alter von 65 Jahren überraschend gestorben. Das bestätigte seine Familie auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in London. Einer Mitteilung auf Facebook zufolge starb McKeown am 20. April. "Mit großer Trauer müssen wir den Tod unseres geliebten Mannes und Vaters Leslie Richard McKeown bekanntgeben", hieß es darin. Woran der Sänger starb, wurde nicht bekannt.

Die Bay City Rollers feierten in den 1970er Jahren weltweit Erfolge mit Songs wie "Bye Bye Baby" und "Shang-a-Lang". Vor allem bei Jugendlichen kamen die fünf Jungs aus Schottland, die mit ihrem Tartan-Look (traditionelle Karo-Muster) auch modisch Trends setzten, gut an. Ihre Musik wurde auch als "Bubblegum Pop" (Kaugummi-Pop) bezeichnet. Laut BBC verkauften die "Rollers" rund 120 Millionen Tonträger.

19.24 Uhr: Tschechien weist 70 russische Diplomaten aus

Nach Verstreichen eines Ultimatums an Russland hat Tschechien faktisch die Ausweisung von bis zu 70 russischen Diplomaten und Botschaftsmitarbeitern beschlossen. Der neue Außenminister Jakub Kulhanek gab dem Kreml bis Ende Mai Zeit, die Größe seiner Vertretung in Prag auf das Niveau der tschechischen Botschaft in Moskau zu reduzieren. Derzeit hat Tschechien nur noch 24 Botschaftsangehörige in Moskau, darunter fünf Diplomaten. Russland hat in Prag aber 94 Botschaftsmitarbeiter, darunter 27 Diplomaten.

Prag hatte den Kreml erfolglos aufgefordert, die Rückkehr aller vor wenigen Tagen ausgewiesenen tschechischen Diplomaten an die Moskauer Botschaft zu ermöglichen. Die Vertretung gilt als kaum noch arbeitsfähig. "Tschechien ist ein selbstbewusstes Land und verhält sich demgemäß", sagte Kulhanek. Der 36-Jährige ist erst seit Mittwoch Chefdiplomat des Nato- und EU-Mitgliedstaats. Das Außenministerium in Moskau kündigte umgehend Gegenmaßnahmen an. 

18.41 Uhr: Fliegerbombe in Mannheim entschärft

Bei Bauarbeiten auf dem Gelände einer früheren US-Kaserne ist in Mannheim eine 500 Kilogramm schwere Fliegerbombe entdeckt worden. Nach Angaben der Polizei wurde der Sprengkörper am frühen Abend entschärft. Zuvor war ein Gebiet in einem Radius von 500 Meter evakuiert worden. Nach der Entschärfung um 18.12 Uhr konnte die Polizei Entwarnung geben. "Die Leute können wieder nach Hause", sagte ein Polizeisprecher. In dem Gebiet leben rund 3000 Menschen.

Am Nachmittag hatten etwa 150 Polizeibeamte nach dem Fund mit der Evakuierung begonnen. Die Räumung war laut Polizei relativ schnell gegangen, weil wegen der Evakuierung ein Teil der Menschen nach der Arbeit gar nicht erst heimkam. Zunächst war eine angrenzende Schule mit 25 Schülern im Stadtteil Käfertal geräumt worden.

18.30 Uhr: Lebenslage Haft für Attentäter vom Times Square

Dreieinhalb Jahre nach einem islamistischen Sprengstoffanschlag in einem Fußgängertunnel in Manhattan ist der Attentäter zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der New Yorker Richter Richard Sullivan sagte bei der Verkündung des Strafmaßes, der aus Bangladesch stammende Akayed Ullah habe ein "wahrhaft abscheuliches" Verbrechen begangen. Nur weil der Anschlag "letztlich gescheitert" sei, sei der 31-Jährige nicht "weniger schuldig".

Ullah hatte am 11. Dezember 2017 in dem Tunnel nahe des Times Square einen an seinem Oberkörper befestigten Sprengsatz detonierten lassen. Die Bombe explodierte aber nicht wie geplant. Drei Passanten wurden leicht verletzt, der Angreifer selbst erlitt Brandverletzungen. Nach seiner Festnahme berief sich der Einwanderer auf die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Eine Geschworenen-Jury sprach Ullah im November 2018 in sechs Anklagepunkten schuldig. Das Strafmaß wurde erst jetzt verhängt.

18.01 Uhr: Thunberg wirft Politikern "Ignoranz" in der Klimakrise vor

Mit scharfen Worten hat die schwedische Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg Politikern weltweit vorgeworfen, die Klimakrise zu "ignorieren". "Ganz ehrlich, wie lange denken Sie, dass mächtige Menschen wie Sie damit durchkommen?", fragte die 18-Jährige in einer Videoschalte mit Vertretern des US-Repräsentantenhauses, während US-Präsident Joe Biden zeitgleich mit internationalen Staats- und Regierungschefs auf einem Klimagipfel über die Herausforderungen durch die globale Erderwärmung beriet.

"Sie kommen jetzt noch damit durch, aber früher oder später werden die Menschen erkennen, was Sie die ganze Zeit über getan haben", sagte Thunberg. Die weltbekannte Klimaschutzaktivistin warf den Abgeordneten vor, zur "Zerstörung" der Lebensbedingungen auf der Erde beizutragen. 

Earth Day 2021: Kaputter Wald in Deutschland (Symbolbild)

17.41 Uhr: Prozess gegen Italiens Ex-Regierungschef Berlusconi erneut verschoben

Erneut ist ein Termin im Prozess gegen Italiens Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi verschoben worden. Seine Anwälte hatten im Gericht in Siena darum gebeten, weil der 84-Jährige noch im Krankenhaus ist, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Der Chef der konservativen Partei Forza Italia wollte in dem Verfahren wegen Korruption selbst erscheinen. Ansa zufolge hatte seine Verteidigung am Donnerstag medizinische Unterlagen als Nachweis vorgelegt. Der Prozess wurde schon mehrfach wegen Berlusconis Gesundheitszustand verschoben.

Ihm wird Zeugenbestechung vorgeworfen. Das Verfahren bezieht sich auf einen früheren Prozess um seine "Bunga Bunga Partys" mit jungen Frauen. Die Staatsanwaltschaft fordert vier Jahre und zwei Monate Haft. Das Gericht setzte den nächsten Verhandlungstermin für den 13. Mai fest. Berlusconis Partei Forza Italia ist seit Mitte Februar Teil des Regierungsbündnisses von Regierungschef Mario Draghi.

17.21 Uhr: US-Flugaufsicht hält Elektrik-Problem bei Boeings 737 Max weiter für ungelöst

Die US-Flugaufsicht FAA hat internationale Luftfahrtbehörden davon in Kenntnis gesetzt, dass noch immer keine Lösung für Boeings Problem mit der Elektrik des Unglücksjets 737 Max gefunden ist. Die FAA arbeite weiter mit Boeing daran, die Mängel voll zu identifizieren und zu beheben, teilte die Aufsicht am Donnerstag in Washington mit. Betroffen sind laut FAA 106 Maschinen, von denen 71 in den USA zugelassen seien. Boeing habe die Behörde am 7. April erstmals über die ursächlichen Produktionsmängel informiert.

17.12 Uhr: Behinderten vor Zug gestoßen: Zehn Jahre Gefängnis

Weil er einen Mann vor einen einfahrenden Güterzug auf die Gleise gestoßen hat, soll ein 26-Jähriger für zehn Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht Karlsruhe verurteilte ihn am Donnerstag wegen versuchten Mordes. Sein drei Jahre jüngerer Bruder wurde wegen unterlassener Hilfeleistung zu neun Monaten auf Bewährung verurteilt. Beide schwiegen den ganzen Prozess über zu den Vorwürfen.

Der Staatsanwalt hatte das Geschehen vom späten Nachmittag des 28. Juli 2020 beim Prozessauftakt dramatisch geschildert: Das spätere Opfer, ein behinderter 54-Jähriger, habe am Bahnhof in Waghäusel (Landkreis Karlsruhe) auf einen verspäteten Zug gewartet. Der ältere und körperlich überlegene angeklagte Syrer habe ihn unvermittelt angegriffen, ruckartig auf den Boden geworfen und ins etwa einen Meter tiefe Gleisbett gestoßen. Mit Tritten und Schlägen habe er den Mann daran gehindert, wieder auf den Bahnsteig zu klettern. Der Staatsanwalt sprach von einem "Vernichtungswillen" bei dem Angeklagten.

Ein Güterzug sei mit Tempo 90 angefahren gekommen. Der 54-Jährige habe sich in eine sehr kleine Lücke gepresst und "überlebte entgegen aller Wahrscheinlichkeit dank seiner schmalen Natur". Er erlitt mehrere Brüche, einige werden ihn ein Leben lang beeinträchtigen. Eine Sachverständige attestierte beiden Angeklagten psychische Krankheiten und Störungen. Diese führten aus Sicht des Gerichts aber nicht zu einer verminderten Schuldfähigkeit.

17.04 Uhr: Angeklagten im belgischen Fipronil-Prozess droht lange Haft

In Belgien drohen den mutmaßlich Verantwortlichen für den Fipronil-Skandal um schadstoffbelastete Eier bis zu vier Jahre Haft und hohe Geldbußen. Vier belgische Firmen und sieben Unternehmenschefs stehen seit Donnerstag in Antwerpen vor Gericht. Sie sollen in betrügerischer Absicht mit Fipronil versetzte Desinfektionsmittel für Hühnerställe vertrieben und verwendet haben.

Die schwerste Strafe forderte die Anklage gegen den Geschäftsführer eines mittlerweile insolventen landwirtschaftlichen Großhandels. Ihm drohen vier Jahre Haft, 800.000 Euro Strafe sowie ein zehnjähriges Berufsverbot wegen der Kommerzialisierung des verbotenen Gemischs. Den anderen Angeklagten drohen ebenfalls Haftstrafen und Geldbußen.

Geklagt haben vor allem belgische Geflügelbauern, die infolge des Skandals im Jahr 2017 Millionen Eier entsorgen mussten. Die Verluste der Branche allein in Belgien beliefen sich auf einen zweistelligen Millionenbetrag. Auch die belgische Behörde für Lebensmittelsicherheit (AFSCA) tritt in Antwerpen als Nebenkläger auf.

16.55 Uhr: AfD will EU-Corona-Hilfsfonds durch Karlsruhe stoppen

Die AfD-Bundestagsfraktion will beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe erreichen, dass Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das deutsche Ratifizierungsgesetz zum europäischen Corona-Hilfsfonds vorerst nicht unterzeichnet. Erst am Mittwoch wies das Gericht einen Eilantrag des "Bündnis Bürgerwille" gegen das Gesetz ab. Der Eilantrag der AfD habe sich damit jedoch noch nicht erledigt, teilte die Fraktion am Donnerstag mit.

Die EU-Kommission will für die Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie bis zu 750 Milliarden Euro am Kapitalmarkt aufnehmen, die über Zuschüsse und Kredite verteilt werden sollen. Der sogenannte Eigenmittelbeschluss, der die Kommission zu diesem Vorgehen ermächtigt, muss von allen Mitgliedsstaaten ratifiziert werden.

Bundestag und Bundesrat stimmten am 25. und 26. März zu. Daraufhin zog das "Bündnis Bürgerwille" nach Karlsruhe. Das Bundesverfassungsgericht erließ einen Hängebeschluss, der Steinmeier die Ausfertigung des Gesetzes bis zur Entscheidung über den Eilantrag verbot. Mit der Entscheidung vom Mittwoch wurde er dann hinfällig.

16.20 Uhr: Mannheimer müssen wegen Fliegerbombe evakuiert werden

Bei Bauarbeiten auf dem Gelände einer früheren US-Kaserne ist in Mannheim eine 500 Kilogramm schwere Fliegerbombe entdeckt worden. Nach Angaben der Polizei sollte der Sprengkörper noch am Donnerstag entschärft werden. Dazu müssen zunächst aber etwa 3000 Menschen im Umkreis von etwa 500 Metern rund um den Bombenfund ihre Wohnungen verlassen. Zunächst sei eine angrenzende Schule mit 25 Schülern im Stadtteil Käfertal geräumt worden, hieß es. Am Nachmittag hatten etwa 150 Polizeibeamte nach dem Fund mit der Evakuierung begonnen.

16.15 Uhr: Affen sorgen im Schwarzwald für Aufregung

Im Schwarzwald sind die Affen los gewesen: Vier Tiere büxten aus ihrem Gehege in einem Tierpark aus, drei von ihnen wurden an einer Bundesstraße im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald gesichtet, wie die Polizei in Freiburg mitteilte. Mehrere Autofahrer meldeten die Affen der Polizei, die zur Vorsicht mahnte.

Pfleger des Tierparks konnten die drei Ausreißer schließlich einfangen und brachten sie wohlbehalten in das Gehege zurück. Nach einem vierten Tier wurde noch gesucht.

16.13 Uhr: Zwei vermisste Wanderer tot auf Vulkan gefunden

Auf der französischen Insel La Réunion hat die Polizei zwei vermisste Wanderer tot auf einem aktiven Vulkan aufgefunden. Die Leichen der beiden rund 20 Jahre alten Männer hätten im Kraterbereich des Vulkans Piton de la Fournaise gelegen, teilten die Behörden der Insel im Indischen Ozean mit. Die Todesursache war vorerst nicht bekannt.

Die beiden jungen Männer waren am 10. April zu Fuß aufgebrochen, um sich die Eruption anzuschauen. Vier Tage später sollten sie ihre Familien auf einem Parkplatz treffen, tauchten dort aber nie auf. Daraufhin startete die Polizei die Suchaktion.

Der Piton de la Fournaise gilt als einer der aktivsten Vulkane der Welt. Der neuerliche Ausbruch vor gut zwei Wochen war der erste in diesem Jahr. Er zog so viele Schaulustige an, dass die Behörden das Campen auf dem Berg verboten. Sie begründeten dies auch mit der Ansteckungsgefahr in der Corona-Pandemie. Auf La Réunion gilt wegen hoher Infektionszahlen eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 18.00 Uhr und fünf Uhr morgens.

Beeindruckende Drohnen Aufnahmen von einem aktiven Vulkan

15.57 Uhr: Studentenproteste in Türkei – 107 Demonstranten vor Gericht

Im Zusammenhang mit Studentenprotesten in Istanbul müssen 107 Menschen vor Gericht. Ihnen werde vorgeworfen, gegen ein coronabedingtes Demonstrationsverbot verstoßen zu haben, sagte die Anwältin Yagmur Kavak der Deutschen Presse-Agentur. Die Angeklagten, unter denen auch eine Anwältin ist, verteilen sich auf zwei unterschiedliche Verfahren. Sie wurden alle bei Protesten am 1. Februar festgenommen. Ihnen drohen Gefängnisstrafen zwischen sechs Monaten und drei Jahren. Ein Prozesstermin steht Kavak zufolge noch nicht fest. Ein weiteres Verfahren läuft gegen eine minderjährige Person - ob sie ebenfalls vor Gericht muss, war zunächst nicht klar.

15.50 Uhr: Von der Leyen für gemeinsame Anstrengung beim Klimaschutz

Beim Klimaschutz fordert EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen einen weltweiten Kraftakt. "Lasst uns gemeinsam einen neuen globalen Standard für Klimaneutralität setzen", sagte von der Leyen bei dem von US-Präsident Joe Biden einberufenen Klimagipfel. "Lasst uns zusammenarbeiten für eine gemeinsame Verpflichtung und geeintes Handeln zur Senkung der Emissionen bis 2030."

Das Pariser Klimaabkommen von 2015 sei die "Lebensversicherung der Menschheit", sagte von der Leyen. Bei der nächsten UN-Klimakonferenz in Glasgow Ende des Jahres müssten alle zeigen, dass sie das verstanden hätten. Die globale Erwärmung nähere sich gefährlich dem im Abkommen erwähnten Grenzwert von 1,5 Grad. "Die Wissenschaft sagt uns: Es ist noch nicht zu spät, aber wir müssen uns beeilen", sagte von der Leyen. "Europa macht das."

15.41 Uhr: Autofahrer stürzt mit Wagen 30 Meter hohen Steilhang hinunter

Ein Mann ist beim Rückwärtsfahren mit seinem Auto einen 30 Meter hohen Steilhang hinuntergestürzt. Wie die Polizei mitteilte, überstand der 63 Jahre alte Autofahrer den Unfall in Baden-Württemberg mit leichten Verletzungen. Der Mann sei auf einem Verbindungsweg bei Schonach in Richtung L 109 unterwegs gewesen, als ihm ein anderer Wagen entgegenkam. Weil der Weg zu eng war und die Autos nicht aneinander vorbeifahren konnten, habe der 63-Jährige seinen Wagen am Mittwoch zurücksetzen wollen.

15.39 Uhr: Große Juwelenräuber-Bande gefasst – 300 Polizisten im Einsatz

Eine Bande mutmaßlicher Juwelenräuber ist von der Berliner Polizei gefasst worden. Die Kriminalpolizei und Spezialeinsatzkommandos (SEK) durchsuchten am Morgen 27 Wohnungen und andere Räume in Berlin, Brandenburg und Niedersachsen, wie am Donnerstag mitgeteilt wurde. Drei Männer im Alter von 35, 38 und 51 Jahren wurden verhaftet, neun weitere Männer stehen unter Verdacht. Die Bande soll Raubüberfälle in Wohnungen, Einfamilienhäusern und einem Juweliergeschäft begangen haben. Die Täter sollen oft ähnlich wie Polizisten bekleidet gewesen sein. Sie sollen ihre Opfer gefesselt und mit einer Pistole bedroht haben. Insgesamt sollen sie Schmuck, Uhren und Geld im Wert von mehr als einer Million Euro erbeutet haben.

15.35 Uhr: Grauwal an der Küste Italiens – Rätsel um Herkunft

Seltener Besuch: Die überraschende Sichtung eines jungen Grauwals an der Küste Italiens sorgt für Aufregung und Spekulationen über dessen Herkunft. Denn die Riesentiere leben eigentlich in anderen Regionen der Erde, im Ostpazifik und im westpazifischen Gewässern. Zuletzt wurde das offensichtlich neugierige Jungtier an der Mittelmeerküste in der Nähe von Fiumicino bei Rom gesehen, wie die Küstenwache berichtete.

15.32 Uhr: CSU zählt nach Laschet-Kür Hunderte Anträge auf Online-Mitgliedschaft

Nach der Niederlage von CSU-Chef Markus Söder gegen den CDU-Vorsitzenden Armin Laschet im Machtkampf um die Kanzlerkandidatur ist die Nachfrage nach Online-Mitgliedschaften bei der CSU "sprunghaft" gestiegen. Man komme bei der Bearbeitung derzeit kaum hinterher, teilte die CSU auf Nachfrage mit. In den vergangenen Tagen seien mehrere hundert Anträge eingegangen - aus ganz Deutschland. Konkrete Zahlen könne man wegen der zeitversetzten Erfassung und Bearbeitung der Anträge allerdings noch nicht nennen.

15.24 Uhr: Xi verspricht auf Klimagipfel eine Verringerung des Kohleverbrauchs

China hat eine Verringerung seines Kohleverbrauchs von 2025 an in Aussicht gestellt. Auf dem virtuellen Klimagipfel auf Einladung von US-Präsident Joe Biden sagte Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping, sein Land wolle Kohlekraftwerke "streng kontrollieren". Während des laufenden Fünf-Jahres-Planes bis 2025 solle der Anstieg des klimaschädlichen Kohleverbrauchs "streng begrenzt" und während des folgenden Planes bis 2030 "stufenweise verringert" werden.

15.20 Uhr: Trudeau setzt für Kanada ehrgeizigere Klimaschutzziele

Kanadas Premierminister Justin Trudeau hat ehrgeizigere Ziele beim Klimaschutz für sein Land angekündigt. Bis 2030 solle das Emissionslevel von 2005 um 40 bis 45 Prozent unterschritten werden, sagte Trudeau am Donnerstag bei einem von US-Präsident Joe Biden organisierten Online-Klimagipfel. Ziel sei es, die klimaschädlichen Treibhausgasemissionen Kanadas bis 2050 auf netto Null zu drücken.

Das werde nicht einfach, sei aber unumgänglich, sagte Trudeau - und rief die Staats- und Regierungschefs der Welt auf mitzumachen. Bisher hatte Kanada eine Reduktion seines Emissionslevels von 2005 um 30 Prozent bis 2030 als Ziel angegeben.

15.13 Uhr: Johnson: Klimaschutz und Wirtschaftswachstum kein Widerspruch

Der britische Premierminister Boris Johnson hat die Teilnehmer des US-Klimagipfels dazu aufgefordert, ihre Bemühungen im Kampf gegen die Erderwärmung zu verstärken. Großbritannien habe gezeigt, dass es möglich sei, Emissionen zu verringern und trotzdem ein erhebliches Wirtschaftswachstum zu erreichen, sagte Johnson bei der Online-Konferenz der US-Regierung. Die Erholung von der Coronavirus-Pandemie könne genutzt werden, um in eine grünere Zukunft zu investieren, so der konservative Politiker.

14.59 Uhr: Bundestag unterbricht Sitzung wegen technischer Probleme

Die Bundestagssitzung ist nachmittags wegen technischer Probleme vorübergehend unterbrochen worden. Während eines Redebeitrages der CSU-Abgeordneten Anja Weisgerber in einer Debatte zum Thema Klimaschutz ging im Plenarsaal plötzlich das Hauptlicht aus. Zudem schaltete sich eine Lüftung an, die für Lärm und binnen weniger Minuten für kühle Temperaturen im Plenarsaal sorgte.

Die Vizepräsidentin des Bundestags, Dagmar Ziegler (SPD), unterbrach die Sitzung. Nach rund einer Viertelstunde waren die technische Probleme behoben, die Sitzung konnte fortgesetzt werden. Die CSU-Abgeordnete Weisgerber durfte nach der Sitzungsunterbrechung mit ihrer Rede noch einmal von vorn anfangen. Warum es zu den technischen Problemen kam, war zunächst noch nicht bekannt.

14.55 Uhr: "Vermisster" Vierjähriger vor Fernseher gefunden

Weil sie ihren vierjährigen Sohn nicht finden konnte, hat eine Mutter ihr Kind bei der Polizei als vermisst gemeldet - dabei schaute dieser in einem Nebenzimmer Fernsehen. Die Frau sagte der Polizei am Mittwochmittag, dass sie ihren Sohn seit rund eineinhalb Stunden vermisse, wie die Beamten mitteilten. Er sei mit einem Tretroller unterwegs. Noch während der Anfahrt der Streife im schwäbischen Füssen (Landkreis Ostallgäu) meldete sich die Mutter erneut und erklärte, ihren Sohn gefunden zu haben. Der Junge habe in einem leer stehenden Gästezimmer bei ihrer Arbeitsstelle Fernsehen geschaut und dabei die Rufe seiner Mutter nicht gehört.

14.26 Uhr: Verdächtiger in rechtsextremer Brandanschlagsserie in Berlin bleibt auf freiem Fuß

Der zweite Tatverdächtige im Fall einer rechtsextrem motivierten Serie von Brandanschlägen in Berlin-Neukölln bleibt auf freiem Fuß. Das Kammergericht habe eine weitere Haftbeschwerde gegen die Aufhebung des Haftbefehls für den Beschuldigten Sebastian T. als unbegründet verworfen, teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit. Das Kammergericht sieht demnach keine Fluchtgefahr. Der Verdächtige T. war Ende Dezember mit einem weiteren Tatverdächtigen von Beamten der Berliner Polizei festgenommen worden. Die Männer werden verdächtigt, Brandanschläge auf die Autos eines Linken-Politikers und eines Buchhändlers in Berlin-Neukölln verübt zu haben.

14.18 Uhr: Biden ruft Weltgemeinschaft zu mehr Kampf gegen Klimawandel auf

US-Präsident Joe Biden hat die Weltgemeinschaft zu ehrgeizigeren Zielen im Kampf gegen den Klimawandel aufgerufen. "Wir müssen handeln - wir alle", sagte Biden zum Auftakt eines von den USA organisierten virtuellen Klimagipfels. Im Kampf gegen die Erderwärmung sei schnelles Handeln nötig: "Wir haben wirklich keine Wahl."

14.09 Uhr: Hamas warnt vor Verschiebung der Wahlen in Palästinensergebieten

Die radikalislamische palästinensische Hamas-Bewegung hat vor einer Verschiebung der Parlamentswahl gewarnt, die für den 22. Mai vorgesehen ist. Wenn der Wahlgang auch nur um einen "einzigen Tag" verschoben werde, werde dies in eine "ungewisse" Zukunft führen, sagte Chalil al-Hajja, der die Hamas-Liste anführt, der Nachrichtenagentur AFP. Die Parlamentswahl vom 22. Mai ist die erste seit 2006. Im Juli ist in den Palästinensergebieten auch eine Präsidentschaftswahl vorgesehen.

14.05 Uhr: Russland kündigt Truppen-Rückzug von ukrainischer Grenze an

Russland hat den Rückzug seiner in den vergangenen Wochen nahe der ukrainischen Grenze und auf der annektierten Krim-Halbinsel stationierten Truppen angekündigt. Die Ziele der Militärmanöver seien erreicht, sagte Verteidigungsminister Sergej Schoigu bei einem Truppenbesuch auf der Krim. Er habe daher einen Rückzug der Einheiten auf ihre Stützpunkte ab Freitag angeordnet.

Russland hatte in den vergangenen Wochen zehntausende Soldaten an der ukrainischen Grenze und auf der Krim stationiert und damit Furcht vor einer Eskalation der Spannungen in der Region ausgelöst. Nach russischer Darstellung erfolgte dies als Reaktion auf "bedrohliche" Aktivitäten der Nato.

13.45 Uhr EZB hält Leitzins auf Rekordtief

Die Europäische Zentralbank (EZB) hält mitten in der dritten Corona-Welle an ihrer lockeren Geldpolitik fest. Sie lässt die Leitzinsen und das Pandemie-Notprogramm unverändert, wie die EZB nach ihrer Ratssitzung mitteilte. EZB-Präsidentin Christine Lagarde äußert sich am Nachmittag zu den Ratsentscheidungen.

13.30 Uhr Europarats-Gremium fordert sofortige Nawalny-Freilassung

Die Parlamentarische Versammlung des Europarats hat die sofortige Freilassung des Kremlgegners Alexej Nawalny gefordert. Bis es soweit sei, solle er die notwendige medizinische Pflege und einen Arzt seiner Wahl erhalten, hieß es in einer am Donnerstag verabschiedeten Resolution. Dass Nawalny bisher offensichtlich keine angemessene medizinische Versorgung erhalte, könne Fragen bezüglich seines Rechts auf Schutz vor unmenschlicher und erniedrigender Behandlung aufwerfen, hieß es. Ein Team aus dem Europarat solle sich Nawalnys Haftbedingungen vor Ort ansehen.

Die Parlamentarische Versammlung verwies in ihrer Resolution auf vorherige Forderungen zur Freilassung Nawalnys aus dem Europarat - etwa vom Europäischen Menschenrechtsgerichtshof. Dessen entsprechende Anordnung vom Februar sei für Russland verbindlich.

12.50 Uhr: Immer mehr Wölfe sterben auf deutschen Straßen

Auf deutschen Straßen werden immer mehr Wölfe überfahren. Vor fünf Jahren wurden 29 Tiere erfasst, vergangenes Jahr waren es bereits 99, wie die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) in ihrem jährlichen Bericht schreibt. Zuletzt seien drei Welpen in den niedersächsischen Landkreisen Verden, Celle und Harburg überfahren worden.

79 Prozent der gefundenen Wölfe sterben damit im Straßenverkehr. Der Anteil der von Autos erfassten Tieren blieb dabei im Vergleich zu 2015 stabil. Ein Grund dürfte die Ausbreitung der Wölfe sein: Vor fünf Jahren lebten der Beratungsstelle zufolge 33 Rudel im Bundesgebiet. Im vergangenen Jahr waren es 128 Rudel.

12.41 Uhr: Menschenrechtler kritisieren Festnahmen bei Nawalny-Protesten

Menschenrechtler haben willkürliche Festnahmen bei Protesten gegen die Inhaftierung des Kremlgegners Alexej Nawalny in ganz Russland kritisiert. Zwar habe es bei den Kundgebungen am Mittwoch weniger Polizeigewalt gegeben als bei den Aktionen Anfang des Jahres, teilte die Organisation Human Rights Watch am Donnerstag mit. "Doch das harte Vorgehen der Behörden gegen die Versammlungsfreiheit ist völlig ungerechtfertigt."

12.18 Uhr: Banknoten-Parfüm wird Fall für den Steuerzahlerbund

Ein Parfüm mit Banknoten-Duft im neuen Karlsruher Finanzamt hat den Bund der Steuerzahler in Baden-Württemberg auf den Plan gerufen. Man habe eine Anfrage dazu an das Finanzministerium gestellt, sagte ein Sprecher. Auf Grundlage der Antworten wolle man entscheiden, ob das Parfüm zum Beispiel ein Kandidat für das sogenannte Schwarzbuch ist, in dem der Verein alljährlich die Verschwendung von Steuergeld anprangert. Da das Parfüm aber Sieger eines Kunst-am-Bau-Wettbewerbs ist, könne der Steuerzahlerbund vielleicht auch gar nichts machen, räumte der Sprecher ein.

12.15 Uhr: Vier Menschen sterben bei Brand in Bremer Wohnhaus

Bei einem Feuer in einem Wohnhaus in Bremen sind nach ersten Angaben vier Menschen gestorben. Unter den Toten befänden sich auch zwei Kinder, teilte die Feuerwehr in der Hansestadt mit. Weitere Angaben zum laufenden Einsatz gab es zunächst nicht.

12.02 Uhr: Maas will sich für Annäherung zwischen Serbien und Kosovo einsetzen

Bundesaußenminister Heiko Maas will bei einer zweitägigen Balkan-Reise ausloten, was die Europäische Union zur Lösung des Konflikts zwischen Serbien und Kosovo beitragen kann. "Das immer noch ungelöste Verhältnis zwischen Serbien und Kosovo bremst die Entwicklung beider Länder und der gesamten Region - und damit auch die weitere Annäherung an die Europäische Union", sagte Maas vor seinem Abflug nach Pristina, der Hauptstadt des Kosovo. Der Antritt der neuen Regierung in Pristina sei dafür ein guter Moment. Am Abend reist Maas nach Serbien weiter, wo er am Freitag politische Gespräche führen wird.

12.01 Uhr: Weißes Haus: Biden setzt USA "ehrgeiziges" neues Klimaziel für 2030

Die USA wollen bis 2030 ihren Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen im Vergleich zu 2005 mindestens halbieren. US-Präsident Joe Biden will die Absicht, die Emissionen auf gesamtwirtschaftlicher Ebene um 50 bis 52 Prozent zu verringern, nach Angaben von Regierungsmitarbeitern bei seinem Online-Klimagipfel mit 40 Staats- und Regierungschefs verkünden. Das "ehrgeizige neue Ziel" des Präsidenten gebe der US-Regierung einen bedeutenden Hebel, um im Ausland auf Klimaschutzmaßnahmen zu drängen, erklärte ein Beamter.

11.48 Uhr: EuGH: Airline muss bei Flugumleitung nur bestimmte Kosten tragen

Wenn ein Flieger an einen nahe gelegenen Flughafen umgeleitet wird, muss die Airline nur Kosten für die Fahrt zum ursprünglichen Flughafen oder zu einem anderen Wunschziel des Kunden in der Nähe zahlen. Einen Anspruch auf eine pauschale Entschädigung hat der Fluggast aber nicht, solange der Flieger weniger als drei Stunden Verspätung hat, wie aus einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) hervorgeht (Rechtssache C-826/19).

Im konkreten Fall geht es um einen Flug von Wien nach Berlin, der 58 Minuten zu spät landete und nicht wie geplant den mittlerweile geschlossenen Flughafen Berlin-Tegel im Norden sondern Berlin-Schönefeld im Süden der Stadt ansteuerte. Der Fluggast forderte deshalb pauschal 250 Euro Entschädigung. Vom Schönefelder Flughafen lag seine Wohnung den Angaben zufolge 24 Kilometer entfernt; vom Flughafen Tegel nur 8 Kilometer.

Eigentlich hätte die Fluggesellschaft laut EuGH von sich aus anbieten müssen, die Kosten für die Weiterreise zu zahlen. Da sie dies nicht getan habe, könne sich der Betroffene "notwendige, angemessene und zumutbare" Kosten für eine entsprechende Weiterfahrt erstatten lassen.

11.43 Uhr: Vermisste Deutsche tot in Norwegen gefunden

In Norwegen sind die Überreste einer jungen Deutschen gefunden worden. Bei der Toten handelt es sich um eine Frau, die vor einem halben Jahr in der Gemeinde List auf Sylt als vermisst gemeldet worden war, wie die Polizei der südnorwegischen Region Agder mitteilte. Die Überreste seien am 27. März im norwegischen Tvedestrand entdeckt worden. Nach Angaben der Polizeidirektion Flensburg können derzeit keine weiteren Angaben zur Todesursache gemacht werden. Hinweise auf ein mögliches Verbrechen gebe es nicht.

Über das spurlose Verschwinden der jungen Frau hatten im Herbst 2020 mehrere deutsche Medien berichtet. Der Polizei Flensburg zufolge war die damals 22-jährige Frau am 2. Oktober 2020 zuletzt in ihrer Personalwohnung in List gesehen worden. Sie stammte demnach gebürtig aus Rheinland-Pfalz und arbeitete seit kurzem auf Sylt in einem Hotel. Wie der norwegische Rundfunksender NRK berichtete, gehen Polizei und Familie davon aus, dass die Frau an Bord einer Fähre von List nach Dänemark gewesen sei. Was dann geschehen ist, ist demnach unklar.

11:36 Uhr: Scholz: Regierung trägt keine Verantwortung für Wirecard-Skandal

Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) hat die Verantwortung für den Bilanzskandal um den ehemaligen Dax-Konzern Wirecard zurückgewiesen. "Die Verantwortung für diesen großangelegten Betrug trägt nicht die Bundesregierung", sagte der Finanzminister im Untersuchungsausschuss des Bundestags. "In dem Unternehmen wurde offensichtlich mit hoher krimineller Energie gehandelt", betonte Scholz. Über elf Jahre seien die "Betrügereien" nicht aufgedeckt worden, weil die verantwortliche Wirtschaftsprüfungsgesellschaft keine Unregelmäßigkeiten erkannt habe.

Scholz wies Vorwürfe zurück, die Finanzaufsicht Bafin oder das Finanzministerium hätten ihre schützende Hand über das Unternehmen gehalten. Er räumte allerdings ein, das staatliche Aufsichts- und Kontrollgefüge sei für einen solchen Angriff nicht gut genug gerüstet gewesen

11.03 Uhr: Mieter müssen TV-Kabelvertrag künftig selbst abschließen

Mieterhaushalte in Deutschland können künftig selbst entscheiden, ob sie Kabelfernsehen haben wollen oder nicht. Der Bundestag beschloss das Telekommunikationsmodernisierungsgesetz - danach sollen TV-Kabelverträge nach einer Übergangsfrist bis 2024 nicht mehr vom Vermieter abgeschlossen und auf die Nebenkosten umgelegt werden können. Wenn ein Vermieter neue Glasfaserleitungen hat verlegen lassen, kann er dafür künftig ein Bereitstellungsentgelt von 60 Euro pro Jahr und Wohnung berechnen.

Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW kritisierte die Entscheidung zum Kabelfernsehen. Ein Sammelabo über ein Wohnungsunternehmen, das bislang "sehr günstige" TV-Kosten sicherte, sei ab dem 1. Juli 2024 nicht mehr möglich. Auf Mieter, die weiterhin Kabelfernsehen haben wollen, kämen "Mehrkosten von bis zu 200 Euro jährlich pro Haushalt zu". 

11.03 Uhr: Menschenrechtsgerichtshof weist Klage zu sterbenskranker Pippa ab

Die Mutter der sterbenskranken Pippa ist mit ihrer Klage vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gescheitert. Die Beschwerde sei unbegründet und daher nicht zugelassen worden, hieß es vom Gericht. Mit der finalen Entscheidung wurde auch eine einstweilige Maßnahme des Straßburger Gerichtshofs beendet. Diese hatte sicherstellen sollen, dass die Behandlung der fünfjährigen Pippa vorerst nicht eingestellt werde.

Britische Gerichte hatten wiederholt geurteilt, dass Ärzte die lebenserhaltenden Maßnahmen beenden dürfen. Sie haben keine Hoffnung mehr, das Leben des Mädchens zu retten, das seit gut zwei Jahren mit schweren Hirnschäden in einem Londoner Krankenhaus liegt. Pippas Mutter hatte darin einen Verstoß gegen die Rechte ihrer Tochter gesehen. Das Menschenrechtsgericht befand nun, dass die britische Justiz die Wünsche der Mutter gebührend und sorgfältig berücksichtigt habe

10.27 Uhr: Autofahrer parkt für Videokonferenz auf Standstreifen von A61 in Rheinland-Pfalz

Ein Autofahrer hat sich in Rheinland-Pfalz ausgerechnet den Standstreifen der Autobahn als Ort für eine Videokonferenz ausgesucht. Der 27-Jährige war am Mittwochnachmittag auf der A61 in Richtung Koblenz unterwegs, als er unbedingt per Smartphone an der Videoschalte teilnehmen wollte, wie die Verkehrsdirektion Mainz der Polizei mitteilte. Das Fahrzeug parkte kurz nach der Anschlussstelle Bad Kreuznach völlig ungesichert und ohne Warnblinker oder Warndreieck auf dem Seitenstreifen. Als Beamte an das vermeintliche Pannenfahrzeug herantraten, ertappten sie den Autofahrer mitten in der Videokonferenz. Der 27-Jährige erklärte, er habe auf dem Standstreifen angehalten, um eben nicht während der Fahrt das Smartphone zu benutzen. Die Beamten stellten ihrerseits klar, dass auch das Parken auf der Autobahn nicht erlaubt ist.

10.03 Uhr: Bundestag beschließt Recht auf schnelles Internet

Die Bundesbürger können sich auf ein Recht auf schnelles Internet einstellen, mit dem sie ab Mitte 2022 bessere Festnetz-Verbindungen einfordern können. Der Bundestag nahm einen entsprechenden Gesetzentwurf an, nun ist der Bundesrat am Zug. Für Download, Upload und Latenz - die Reaktionszeit - sollen Mindestvorgaben gemacht werden, die erst noch berechnet werden müssen. Beim Download ist von 30 Mbit pro Sekunde als Richtwert die Rede, der tatsächliche verbindliche Wert dürfte aber unter 20 Mbit liegen. Mit den Jahren soll er steigen. Das Recht dürfte für Menschen mancherorts auf dem Land und am Stadtrand relevant sein, wo das Netz bislang sehr schlecht ist.

10.00 Uhr: Zahl der Verkehrstoten fällt im Februar auf neuen monatlichen Tiefststand

Die Zahl der monatlichen Verkehrstoten ist im Februar auf den tiefsten Stand seit der Wiedervereinigung gesunken. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Demnach starben im Februar 128 Menschen bei Verkehrsunfällen. Das waren 63 weniger als im Februar 2020 und so wenige wie in keinem anderen Monat seit 1990.

9.14 Uhr: Stoltenberg: Nato-Gipfel am 14. Juni in Brüssel

Die Nato hält ihren nächsten Gipfel der Staats- und Regierungschefs am 14. Juni ab. Wie Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg mitteilte, findet das Treffen im Hauptquartier der Militärallianz in Brüssel statt. Nach dem Amtsantritt von US-Präsident Joe Biden sei es "eine einzigartige Gelegenheit, die Nato als dauerhafte Verkörperung des Bandes zwischen Europa und Nordamerika zu stärken". 

9.07 Uhr: Auto rast in Glasfassade einer Kita – Kinder unverletzt

Eine Autofahrerin ist in Bergisch Gladbach in die Glasfassade einer Kindertagesstätte gerast. Die 37-Jährige sei dabei leicht verletzt worden, teilte die Polizei mit. Die Kinder und Erzieherinnen, die sich zur Unfallzeit am Mittwochmittag in der Kita befanden, hätten sich nicht in dem Raum aufgehalten und seien nicht gefährdet gewesen. Die Autofahrerin war den Angaben zufolge ohne erkennbaren Grund plötzlich aus einer Reihe von wartenden Fahrzeugen ausgeschert und mit hoher Geschwindigkeit über den Gegenfahrstreifen und den Gehweg gefahren, bis der Wagen letztlich in die Scheibe der Kita krachte. Die Frau machte bei der Polizei zunächst keine Angaben zu dem Geschehen. Möglicherweise habe sie unter dem Einfluss von Medikamenten gestanden, eine Blutprobe soll darüber Aufschluss geben. Gegen die Frau wird wegen Straßenverkehrsgefährdung ermittelt, ihr Führerschein wurde sichergestellt.

8.16 Uhr: Neuer Frosch in peruanischem Naturschutzgebiet aufgetaucht

Unter den reichen Naturschätzen Perus ist eine neue Froschart aufgetaucht, die sich durch eine Kreuzzeichnung der Iris und das Fehlen eines Trommelfells auszeichnet. Die Naturschutzbehörde Sernanp teilte mit, der neue Forsch zähle zu der Familie mit dem wissenschaftlichen Namen Pristimantis sira. Das Verbreitungsgebiet des Frosches liegt im Amazonas-Dschungel. Der neue Frosch wurde im Reservat El Sira entdeckt. Er hat einen braunen oder dunkelgrauen Körper mit hellen Flecken. Die schwarze Pupille wird von einem kupfer-orangefarbenen Ring umschlossen.

8.06 Uhr: "Wirtschaftswoche"-Umfrage: Führungskräfte favorisieren Baerbock als Kanzlerin

Die grüne Spitzenkandidatin Annalena Baerbock ist laut einer Umfrage für die "Wirtschaftswoche" die Favoritin von Führungskräften in der Wirtschaft für die Nachfolge Angela Merkels (CDU). Bei der Frage nach der Direktwahl der Kanzlerin oder des Kanzlers kommt Baerbock auf 26,5 Prozent. Auf Platz folgt FDP-Chef Christian Lindner mit 16,2 Prozent. Unions-Spitzenkandidat Armin Laschet folgt auf Platz drei mit 14,3 Prozent. Am wenigsten Zustimmung erhält SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz mit 10,5 Prozent. Noch unentschieden sind 32,5 Prozent der Befragten. Das Institut Civey befragte am Dienstag und Mittwoch rund 1500 Führungskräfte aus Privatwirtschaft und öffentlichem Dienst für die "Wirtschaftswoche". 

5.43 Uhr: US-Medien: Biden will Massaker an Armeniern als Völkermord anerkennen

US-Präsident Joe Biden will nach Informationen von US-Medien noch in dieser Woche das Massaker an den Armeniern im Ersten Weltkrieg offiziell als Völkermord anerkennen – und damit eine Belastung der Beziehungen zur Türkei in Kauf nehmen. Die Zeitungen "New York Times" und "Wall Street Journal" berichteten, Biden werde dies voraussichtlich am Freitag, dem 24. April, tun – wenn er nicht doch noch seine Meinung in dieser brisanten Frage in letzter Sekunde ändere. Er wäre der erste US-Präsident, der die Massaker als Völkermord bezeichnen würde.

Der 24. April 1915 markierte den Beginn der Massaker an den Armeniern im Osmanischen Reich. Diese werden von rund 30 Staaten als Völkermord anerkannt. Schätzungen zufolge wurden damals von den Soldaten des Osmanischen Reiches zwischen 1,2 und 1,5 Millionen Armenier getötet. Die Türkei wehrt sich vehement gegen die Verwendung des Begriffs Völkermord und spricht von einem Bürgerkrieg, in dessen Verlauf auf beiden Seiten Hunderttausende ihr Leben verloren. Der Bundestag hatte die Massaker an den Armeniern im Juni 2016 als Völkermord eingestuft. 

Das U-Boot KRI Nanggala der indonesischen Marine fährt in den Gewässern vor Ost-Java

4.19 Uhr: Vermisstes U-Boot vor Bali könnte 700 Meter unter Wasser liegen

Das mit 53 Seeleuten an Bord vermisste indonesische Militär-U-Boot liegt vermutlich 600 bis 700 Meter unter Wasser. Das teilte die Marine mit. Der Leiter des Marine- Informationsdienstes, Julius Widjojono, fügte hinzu: "Es ist dafür ausgelegt, bis zu einer Tiefe von 250 bis 500 Metern zu tauchen. Jenseits davon ist es gefährlich." Der Treibstofftank des vor 40 Jahren in Deutschland gebauten KRI Nanggala-402 könnte durch Wasserdruck beschädigt worden sein.

Das knapp 60 Meter lange U-Boot hatte Behördenangaben zufolge den Kontakt am frühen Mittwochmorgen während einer Übung etwa 95 Kilometer nördlich von Bali verloren. Das Verteidigungsministerium in Jakarta hatte am Mittwoch mitgeteilt, Helikopter hätten einen Ölfleck im Meer entdeckt – ungefähr an der Stelle, an dem es zuletzt Kontakt zu dem U-Boot gab. Vier Marineschiffe seien an der Suche beteiligt, zwei weitere, darunter eines aus Malaysia, seien unterwegs, sagte Widjojono. 

3.10 Uhr: Israel: Angriffe auf Ziele in Syrien nach Raketenbeschuss

Israel ist eigenen Angaben zufolge von Syrien aus mit einer Rakete beschossen worden und hat mit einem Gegenangriff geantwortet. Die Boden-Luft-Rakete aus Syrien sei in die Negev-Wüste im Süden des Landes gefeuert worden, teilte das israelische Militär am frühen Morgen via Twitter mit. Laut "Jerusalem Post" ertönten in der Nähe der Stadt Dimona Sirenen – unweit des in der Negev-Wüste gelegenen Kernforschungszentrums. Anwohner hätten von "lauten Explosionen" berichtet, die die Häuser erschüttert hätten.

Das israelische Militär schrieb auf Twitter, als Reaktion auf den Angriff seien die Raketen-Abschussvorrichtung sowie weitere Ziele in Syrien getroffen worden. Über Schäden oder Verletzte gab es zunächst keine Angaben. Dem "Jerusalem Post"-Bericht zufolge wurde die Richtung Israel abgeschossene Rakete mit einer Patriot-Rakete abgefangen. Die Explosion sei auf den Abschuss der Rakete zurückzuführen. Die Zeitung "Times of Israel" berichtete unter Berufung auf die Armee, dass die Warnsirenen durch eine fehlgeleitete syrische Flugabwehrrakete ausgelöst worden seien. Es habe nicht die Absicht bestanden, den Atomreaktor in Dimona zu treffen, zitierte die Zeitung einen Militärsprecher. 

Eine Frau mit rosa Wollmütze trägt im Licht einer Straßenlaterne einen Mundschutz mit aufgemaltem "BLM"

1.17 Uhr: Erneut Afroamerikaner in den USA durch die Polizei getötet

Einen Tag nach dem Schuldspruch im George-Floyd-Prozess ist in den USA erneut ein Afroamerikaner durch die Polizei getötet worden. Andrew Brown wurde am Mittwoch in der Kleinstadt Elizabeth City im Bundesstaat North Carolina von einem Polizeibeamten erschossen, wie der Sheriff Tommy Wooten mitteilte. Einer seiner Stellvertreter habe einen Durchsuchungsbefehl gegen Brown vollstrecken wollen und bei diesem Einsatz die tödlichen Schüsse abgegeben.

Der lokale Fernsehsender Wavy berichtete unter Berufung auf Zeugen, Brown sei erschossen worden, als er mit seinem Auto die Flucht ergreifen wollte. Der 40-Jährige Vater von zehn Kindern sei unbewaffnet gewesen. Am Dienstag war im Aufsehen erregenden Prozess um den Tod des Afroamerikaners George Floyd der weiße Ex-Polizist Derek Chauvin schuldig gesprochen worden. Floyds auf einem Handyvideo festgehaltener Tod bei dem brutalen Einsatz der Polizei in Minneapolis hatte weltweit für Empörung gesorgt.

1.15 Uhr: Innenministerium zieht deutsche Polizisten aus Afghanistan ab

Mit dem Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan sollen auch die verbleibenden deutschen Polizisten, die afghanische Polizeikräfte trainiert haben, abgezogen werden. Die aktuell 20 deutschen Polizistinnen und Polizisten in Kabul sollen das Land schon zum 30. April verlassen, wie das Bundesinnenministerium den Zeitungen der Funke Mediengruppe bestätigte. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) zieht damit die Konsequenz aus dem Abzug der internationalen Truppen.

Die Bundespolizei hat seit 2002 den Aufbau einer afghanischen Polizei mit bis zu 200 Kräften unterstützt. Über 80 000 afghanische Polizistinnen und Polizisten wurden demnach aus- und fortgebildet. 

0.34 Uhr: Festnahme in Italien im Zusammenhang mit dem Anschlag von Nizza 2016

Knapp fünf Jahre nach dem Anschlag von Nizza ist in Italien laut Medienberichten ein Mann festgenommen worden, der dem Attentäter eine Waffe beschafft haben soll. Die italienische Polizei nahm den 28-Jährigen in der Nähe von Neapel auf der Grundlage eines europäischen Haftbefehls fest, wie die italienischen Agenturen Ansa und AGI berichteten. Die Festnahme des albanischen Staatsangehörigen erfolgte, nachdem die französische Polizei mit ihren Kollegen in Italien Ermittlungsergebnisse ausgetauscht hatte. Im März hatte die französische Justiz einen Prozess gegen acht Beschuldigte im Zusammenhang mit dem Anschlag angesetzt. Dieser soll allerdings nicht mehr in diesem Jahr beginnen.

Der Tunesier Mohamed Lahouaiej-Bouhlel war am französischen Nationalfeiertag am 14. Juli 2016 mit einem Lastwagen in eine Menschenmenge in Nizza gerast und hatte 86 Menschen getötet. Am Ende seiner Todesfahrt wurde er von Polizisten erschossen. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hatte die Tat damals für sich reklamiert.

rw DPA AFP

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