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News von heute: 500.000 Katalanen demonstrieren in Barcelona

Massendemonstration gegen Verurteilungen katalanische Politiker +++ Söder bleibt CSU-Chef +++ Waffenruhe in Nordsyrien ist brüchig +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Demonstranten in Barcelona

Demonstranten in Barcelona

AFP

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Eine halbe Million Katalanen protestieren (18.41 Uhr)
  • Söder bleibt CSU-Chef (17.49 Uhr)
  • Zwei Frauen reparieren bei historischem ISS-Außeneinsatz Stromregler (14.31 Uhr)
  • Aktivisten: Fünf Tote durch türkischen Luftangriff in Nordsyrien (12.39 Uhr)
  • Bundestag verabschiedet Reform der Grundsteuer (11.11 Uhr)


Die News von heute im stern-Ticker:

+++ 22.45 Uhr: Boeing-Pilot erkannte schon 2016 Probleme mit Stabilisierungssystem bei 737 MAX +++

Die Probleme bei der Boeing 737 MAX waren dem Flugzeugbauer offenbar schon vor der Zulassung der Maschine intern bekannt: In am Freitag veröffentlichten Kurzbotschaften an einen Kollegen soll sich der technische Chefpilot der 737, Mark Forkner, 2016 über die "ungeheuerliche" Fehlleistung des speziell für die Boeing 737 MAX entwickelten Stabilisierungssystem MCAS bei Simulator-Tests beschwert haben. Forkner fügte hinzu, dass er unwissentlich gegenüber der Flugaufsichtsbehörde (FAA) gelogen habe. Sein Kollege schlug vor, die Anweisungen im Handbuch der Piloten entsprechend zu ändern.    

Das Stabilisierungssystem MCAS soll hauptverantwortlich für zwei Abstürze von 737-Max-Maschinen sein, bei denen im Oktober 2018 in Indonesien und im März dieses Jahres in Äthiopien insgesamt 346 Menschen ums Leben gekommen waren. Die Abstürze sowie die Zulassung des Flugzeugtyps durch die FAA sind seitdem Gegenstand mehrerer Untersuchungen in den USA, darunter durch das Justizministeriums und den Kongress.     

+++ 22.21 Uhr: Trump nominiert Nachfolger für scheidenden Energieminister +++

Einen Tag nach der Rückzugsankündigung von US-Energieminister Rick Perry hat US-Präsident Donald Trump einen Nachfolger benannt. Er nominiere den bisherigen stellvertretenden Energieminister Dan Brouillette für die künftige Leitung des Ressorts, schrieb Trump auf Twitter. Perry ist seit Anfang 2017 Energieminister und will zum Jahresende seinen Posten aufgeben, wie Trump angekündigt hatte. Perry habe ihm schon vor Monaten gesagt, dass er für die Zukunft andere Pläne habe, sagte Trump zur Begründung.

Zuletzt war Perry im Zusammenhang mit der Ukraine-Affäre in die Schlagzeilen geraten. Trump hatte nach US-Medienberichten in einer internen Runde mit Republikanern erklärt, Perry habe ihn zu jenem Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gedrängt, das im Zentrum der Affäre steht.

+++ 20.55 Uhr: Mutmaßliches Attentat auf Israelis - Wachmann erschießt Palästinenser +++

Ein Palästinenser ist bei einem mutmaßlichen Attentatsversuch im besetzten Westjordanland von einem israelischen Wachmann erschossen worden. Nach israelischen Angaben war der Mann mit einem Messer auf Sicherheitskräfte an einer Straßenkreuzung nahe Tulkarem zugerannt. Nach ersten Erkenntnissen habe er das Sicherheitspersonal angreifen wollen, ein Wachmann habe daraufhin auf ihn geschossen, teilte das Verteidigungsministerium mit. Das palästinensische Gesundheitsministerium in Ramallah wurde nach eigenen Angaben von den israelischen Behörden über den Tod des Mannes informiert.

+++ 20.52 Uhr: 28 Tote nach Überschwemmungen in Ghana +++

Im Nordosten Ghanas sind bei Überschwemmungen 28 Menschen ums Leben gekommen. Nach tagelangen sintflutartigen Regenfällen seien zudem hunderte Einwohner aus ihren Häusern geflohen, wie die Behörden mitteilten. Meteorologen warnten davor, dass der Regen noch bis November anhalten könnte. Hilfsgüter seien aus der 800 Kilometer entfernten Hauptstadt Accra auf dem Weg in die betroffene Region nahe der Grenze zu Burkina Faso. In diesem Jahr starben bereits 46 Menschen durch Überschwemmungen. 

+++ 20.10 Uhr: Wahlkreisbüro von AfD-Politiker Brandner mit Farbe beschmiert +++

Unbekannte haben das Wahlkreisbüro des Thüringer AfD-Bundestagsabgeordneten Stephan Brandner in Erfurt mit Farbe beschmiert. Auf die Fensterscheiben des im Erdgeschoss befindlichen Büros sei großflächig schwarze Sprühfarbe aufgebracht worden, sagte ein Sprecher der Landeseinsatzzentrale der Polizei. Zuvor hatte das Büro Brandners über die Farbattacke informiert. Die Polizei ermittelt nun gegen Unbekannt wegen Sachbeschädigung - möglicherweise in Zusammenhang mit politischer Motivation, wie der Polizeisprecher sagte.    

Brandner ist der Vorsitzende des Rechtsausschusses des Bundestags und stand zuletzt stark in der Kritik - unter anderem, weil er auf Twitter eine Nachricht eines anderen Nutzers zum Terroranschlag von Halle weiterverbreitet hatte. Dieser schrieb, die Opfer von Halle seien "eine Deutsche, die gerne Volksmusik hörte" und "ein Bio-Deutscher" gewesen. "Warum lungern Politiker mit Kerzen in Moscheen und Synagogen rum?", hieß es weiter. Brandner hatte sich am Donnerstag in einer Erklärung im Bundestag für sein Verhalten entschuldigt.

+++ 19.41 Uhr: Kompromiss gefunden: Mieten in Berlin sollen gedeckelt werden +++

In Berlin sollen die zuletzt stark gestiegenen Mieten fünf Jahre lang eingefroren werden. Darauf hat sich der Koalitionsausschuss bei seiner rund sechsstündigen Sitzung verständigt, wie Teilnehmer mitteilten. Das Gesetz soll die Mieten für rund 1,5 Millionen Wohnungen, die vor 2014 gebaut wurden, deckeln. Es soll Anfang 2020 rückwirkend zum 18. Juni 2019 in Kraft treten - an dem Tag hatte der Senat erste Eckpunkte dazu beschlossen. Geplant sind neben dem eigentlichen Mietenstopp diverse flankierende Maßnahmen. 

+++ 19.16 Uhr: Demonstrationen in Köln und anderen Städten gegen türkische Militäroffensive +++

Ungeachtet der zwischen den USA und der Türkei vereinbarten Waffenruhe für Nordsyrien wollen am Samstag mehrere tausend Menschen in Köln gegen die türkische Militäroffensive demonstrieren. Die Veranstalter erwarten 15.000 Teilnehmer, darunter vor allem Kurden. Ebenfalls am Samstag soll in neun weiteren Städten demonstriert werden.

+++ 18.41 Uhr: Mehr als 500.000 Katalanen demonstrieren in Barcelona +++

In Barcelona sind nach Polizeiangaben mehr als eine halbe Million Anhänger der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung auf die Straße gegangen. Etwa 525.000 Menschen protestieren gegen die langjährigen Haftstrafen für prominente Unabhängigkeitsbefürworter, wie die Polizei der Stadt mitteilte. Die Großkundgebung war der vorläufige Höhepunkt der seit Montag anhaltenden Proteste in der Region. Aus mehreren Städten waren die Demonstranten nach Barcelona gezogen. Demo-Züge mit jeweils tausenden Menschen, die Unabhängigkeitsfahnen schwenkten und Transparente mit sich trugen, zogen bereits am Nachmittag durch die Stadt. In der katalanischen Hauptstadt waren die Auswirkungen der Proteste fast überall spürbar, dutzende Flüge mussten nach offiziellen Angaben gestrichen werden. Straßenblockaden gab es bereits am Morgen.

Proteste in Spanien: Demonstranten legen Barcelona lahm

+++ 18.25 Uhr: Mehr als 60 Tote nach Anschlag auf Moschee in Ostafghanistan +++

Bei einem verheerenden Sprengstoffanschlag auf eine Moschee im Osten Afghanistans sind mindestens 62 Gläubige getötet und knapp drei Dutzend weitere verletzt worden. Nach Angaben eines Sprechers des Provinzgouverneurs von Nangarhar waren die Sprengsätze in der Moschee des Dorfs Dschau Dara deponiert und detonierten mitten während des Freitaggebets. Die radikalislamischen Taliban distanzierten sich von der Tat. Zum Zeitpunkt des Anschlags hätten sich etwa 350 Menschen in der Moschee aufgehalten, sagte der Dorfbewohner Omar Ghorsang der Nachrichtenagentur AFP. Die Wucht der Detonation brachte nach Angaben eines weiteren Bewohners das Dach des Gotteshauses zum Einsturz. Die meisten Opfer wurden in das Bezirkskrankenhaus nach Haska Mina gebracht.

+++ 17.49 Uhr: Söder mit 91,3 Prozent als CSU-Chef wiedergewählt +++

Markus Söder ist mit einem besseren Ergebnis als vor neun Monaten als CSU-Chef wiedergewählt worden. Auf dem CSU-Parteitag erhielt der 52-Jährige in München 91,3 Prozent - bei seiner ersten Wahl im Januar waren es 87,4 Prozent gewesen.

+++ 16.56 Uhr: Ultra-Anhänger nach Tod von Inter-Fan in Italien festgenommen +++

Zehn Monate nach dem Tod eines Fußball-Anhängers in Mailand ist ein Ultra-Fan des SSC Neapel festgenommen worden. Der 39-Jährige soll den Wagen gefahren haben, mit dem der 35 Jahre alte Inter-Mailand-Anhänger am zweiten Weihnachtsfeiertag 2018 bei Ausschreitungen im Umfeld des Spiels zwischen Inter und Neapel überrollt wurde, teilte die italienische Polizei mit. Der Inter-Fan starb am Tag nach den Krawallen im Krankenhaus. Dem Beschuldigten wird vorsätzliche Tötung vorgeworfen.

+++ 16.52 Uhr: Aufklärungsdrohne der Bundeswehr in Mali abgestürzt +++

Beim UN-Einsatz deutscher Soldaten im westafrikanischen Mali ist eine Aufklärungsdrohne vom Typ Luna abgestürzt. Grund dafür war nach Angaben der Bundeswehr wohl ein technischer Defekt. Die unbemannte und unbewaffnete Kleindrohne sei am Mittwoch über Gao abgestürzt, hieß es in einem Bericht auf der Internetseite der Bundeswehr vom Donnerstag. Das Gerät gehörte demnach zum deutschen Einsatzkontingent des UN-Einsatzes Minusma. Die Bundeswehr unterhält in Gao ihr "Camp Castor", in dem etwa 760 deutsche UN-Soldaten im Einsatz sind.

+++ 16.37 Uhr: Gewerkschaft Ufo sagt Warnstreik bei Lufthansa-Mutter ab +++

Die Kabinengewerkschaft Ufo hat ihren für Sonntagmorgen geplanten Warnstreik bei der Lufthansa-Kerngesellschaft abgesagt. Der Streikaufruf für die vier weiteren Flugbetriebe des Konzern bleibe hingegen bestehen, sagte Ufo-Sprecher Nicoley Baublies der Deutschen Presse-Agentur am Freitag.

+++ 16.20 Uhr: Mobile Polizeiwache vor Synagoge in Halle +++

Nach dem Terroranschlag von Halle steht künftig vor der Synagoge eine mobile Polizeiwache. Damit hätten die eingesetzten Polizisten eine zusätzliche Arbeitsmöglichkeit zur Verfügung, die die Schutzmaßnahmen unterstütze, teilte das Innenministerium in Magdeburg mit. Die Maßnahme erhöhe sowohl Sichtbarkeit als auch Ansprechbarkeit von Polizei vor Ort, erklärte Innenminister Holger Stahlknecht (CDU). Das Gotteshaus, das am 9. Oktober Ziel eines schwer bewaffneten Attentäters war, wird inzwischen rund um die Uhr bewacht.

+++ 16.05 Uhr: Gewerkschaft Ufo weitet Warnstreik auf andere Lufthansa-Airlines aus +++

Die Kabinengewerkschaft Ufo weitet ihren geplanten Warnstreik bei der Lufthansa auf andere Fluggesellschaften des Konzerns aus. Nun sollen am Sonntag zwischen 5 und 11 Uhr bundesweit auch Flüge der deutschen Lufthansa-Töchter Eurowings, Germanwings, Lufthansa Cityline und SunExpress bestreikt werden, wie die Gewerkschaft am Freitag in Frankfurt mitteilte. Zuerst hatte das Magazin "Focus" berichtet.

+++ 16.02 Uhr: Söder: CSU ist Anker der großen Koalition +++

CSU-Chef Markus Söder hat neun Monate nach seiner Wahl zum CSU-Chef einer positive Bilanz gezogen. Vor einem Jahr sei die Partei noch in der Existenzkrise gewesen, sagte er am Freitag beim CSU-Parteitag in München. Heute sei die Lage anders: Das Ansehen der handelnden Politiker und der bayerischen Regierung sei wieder gewachsen. Die CSU sei zudem der Anker der großen Koalition in Berlin, rief Söder unter dem Beifall der knapp 900 Delegierten. "Wir sind auf dem richtigen Weg", ergänzte der CSU-Vorsitzende.

Im Anschluss an die Rede wollte sich Söder zur Wiederwahl stellen. Zwar gilt diese als reine Formsache. Spannend sollte aber werden, ob er die 90-Prozent-Marke knackt und wenn ja um wieviele Prozentpunkte. Im Januar war der 52-Jährige mit 87,4 Prozent zum Nachfolger von Parteichef Horst Seehofer gewählt worden.

Video: Maas: Beim Brexit ist die Zeit für Taktieren abgelaufen

+++ 15.52 Uhr: Lufthansa erhöht Gehälter für Flugbegleiter freiwillig um 2 Prozent +++

Unmittelbar vor dem angedrohten Warnstreik der Flugbegleiter hat die Lufthansa höhere Gehälter für die Berufsgruppe angekündigt. Man werde die Bezüge um 2,0 Prozent erhöhen, erklärte ein Sprecher am Freitag. Die Gewerkschaft Ufo hat 1,8 Prozent mehr gefordert und die Flugbegleiter für Sonntagmorgen zu einem fünfstündigen Warnstreik aufgerufen.

+++ 15.50 Uhr: Macron will Erdogan gemeinsam mit Merkel und Johnson treffen +++

 Angesichts der türkischen Militäroffensive in Syrien planen Frankreich, Deutschland und Großbritannien nach Angaben von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron eine gemeinsame diplomatische Initiative. Macron sagte am Freitag zum Abschluss des EU-Gipfels in Brüssel, er wolle den türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan in Kürze gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem britischen Premierminister Boris Johnson treffen.    

Das Treffen könne "in den kommenden Wochen" stattfinden, sagte Macron weiter. Als Ort nannte er London. Dort findet Anfang Dezember der Nato-Gipfel statt. Die Türkei ist Mitglied der Militärallianz. 

+++ 15.37 Uhr: Französischer Politiker Balkany erneut zu Haftstrafe verurteilt +++

Der langjährige Bürgermeister des noblen Pariser Vororts Levallois-Perret, Patrick Balkany, ist erneut zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Ein Pariser Gericht sprach ihn am Freitag wegen Geldwäsche schuldig und verhängte fünf Jahre Gefängnis, wie mehrere französische Medien übereinstimmend berichteten. Von den Vorwürfen der Korruption wurde er freigesprochen. Seine Ehefrau Isabelle wurde zu vier Jahren Freiheitsstrafe wegen Geldwäsche verurteilt. Dem Paar war vorgeworfen worden, mehrere Millionen Euro vor den Steuerbehörden versteckt und gewaschen zu haben, zudem auch zwei prächtige Villen. Isabelle Balkany will in Berufung gehen.

Die Balkanys waren bereits im September zu mehrjährigen Haftstrafen wegen Steuerbetrugs verurteilt worden. Sie hatten gegen das Urteil Berufung eingelegt. Patrick Balkany sitzt seitdem im Gefängnis und weigerte sich am Freitag, zur Urteilsverkündung zu erscheinen. Isabelle, die seit der Inhaftierung ihres Mannes die Amtsgeschäfte in Levallois-Perret führt, erschien vor Gericht. Wegen ihres Gesundheitszustandes wurde zunächst kein Haftbefehl ausgestellt. Das Paar wurde am Freitag außerdem erneut dazu verurteilt, für mehrere Jahre nicht für ein öffentliches Amt kandidieren zu dürfen. 

+++ 15.35 Uhr: Haseloff und Opferbeauftragter besuchen Kiez-Döner in Halle +++

Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) und der Opferbeauftragte der Bundesregierung Edgar Franke (SPD) haben in Halle den vom rechtsextremen Terroranschlag betroffenen Kiez-Döner besucht. Beide sicherten dem Imbiss-Besitzer und seinen Mitarbeitern Unterstützung zu, wie der Betreiber Izzet Cagac am Freitag nach dem Gespräch sagte. Die beiden Politiker äußerten sich zunächst nicht. 

+++ 15.32 Uhr: Messerattacke in Österreich – zwei Tote +++

Nach der Messer-Attacke in einem Asylbewerberheim in Österreich ist ein zweites Opfer gestorben. Ein 32-jähriger Rot-Kreuz-Helfer sei seinen Verletzungen erlegen, teilte die Polizei mit. Gegen den 33 Jahre alten Tatverdächtigen aus Afghanistan werde nun wegen zweifachen Mordes ermittelt. Der Mann soll am Montag in einer Flüchtlingsunterkunft in Wullowitz an der österreichisch-tschechischen Grenze den 32-Jährigen niedergestochen haben. Mögliches Motiv ist ein Streit um die Vermittlung eines Arbeitsplatzes. 

Auf der Flucht soll der Verdächtige bei einem nahe gelegenen Bauernhof einen 63-jährigen Landwirt in einer Garage erstochen und dessen Auto geraubt haben. Der Verdächtige wurde nach einer Großfahndung in Linz von Polizisten gestellt. Bei dem Mann handelt es sich um einen abgelehnten Asylbewerber, der im Juli 2015 mit Hilfe von Schleppern nach Österreich eingereist war. Der Asyl-Antrag wurde laut Polizei 2018 abgewiesen. Aufgrund der Beschwerde des 33-jährigen ist der Fall nun beim Bundesverwaltungsgericht anhängig.

+++ 15.29 Uhr: Linke muss wegen illegaler Parteispenden mehr als 90.000 Euro zahlen +++

Wegen verbotener Verwendung von Fraktionsgeldern muss die Linke mehr als 90.000 Euro Strafe zahlen. Die Bundestagsverwaltung verhängte gegen die Partei Strafzahlungen von 90.168,15 Euro, wie ein Sprecher am Freitag der Nachrichtenagentur AFP mitteilte. Er bestätigte damit eine Meldung des "Spiegel". Wegen des gleichen Vorwurfs muss die SPD dem Sprecher zufolge 44.234,01 Euro zahlen, bei den Grünen sind es 17.063,97. Euro und bei der CDU 93,96 Euro.    

Der Sanktionsverhängung sei eine "umfangreiche Sachverhaltsermittlung" vorangegangen, erklärte der Sprecher der Bundestagsverwaltung weiter. Demnach standen am Anfang Vorwürfe des Bundesrechnungshofs, zu denen Stellungnahmen der Parteien eingeholt wurden. Nach deren Auswertung seien "die parteienrechtliche Prüfung und die fraktionsfinanzierungsrechtliche Bewertung" im September abgeschlossen worden.

+++ 15.16 Uhr: BER: Verzögerung bei Terminal 2 möglich +++

Das neue Terminal 2 am künftigen Hauptstadtflughafen BER wird möglicherweise nicht zur geplanten Eröffnung des Airports im Oktober 2020 fertig. Ein Verzug sei nicht vollständig auszuschließen, teilte das Unternehmen am Freitag nach einer Aufsichtsratssitzung mit. Dies gefährde aber weder den BER-Start noch die anschließende Schließung des Flughafens Tegel. "In wenigen Tagen beginnt der Einbau der Gepäckförderanlage im Terminal T2", sagte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup. "Das zeigt, dass wir im Zeitplan liegen." Thema im Kontrollgremium war auch der geplante Bau eines Terminal 3. Es könnte nach Angaben vom Freitag jährlich 15 Millionen Passagiere bewältigen.

+++ 15.14 Uhr: Tusk appelliert an Westbalkan-Staaten: "Bitte gebt nicht auf" +++

Nach der fehlenden Einigung auf den Start von Beitrittsverhandlungen mit den Westbalkan-Staaten Nordmazedonien und Albanien hat EU-Ratschef Donald Tusk beide Länder zum Durchhalten aufgerufen. "Bitte gebt nicht auf. Ich kann eure Frustration völlig verstehen", sagte Tusk nach einem EU-Gipfel in Brüssel. Er habe keinen Zweifel daran, dass beide Staaten eines Tages Mitglieder der Staatengemeinschaft würden. "Sie sind bereit. Leider sind einige Mitgliedstaaten noch nicht bereit." Er halte das für einen Fehler.

Kanzlerin Angela Merkel und ihre EU-Kollegen hatten in der Nacht zum Freitag trotz sechsstündiger Diskussion keine Einigung über den Start von Beitrittsverhandlungen mit Skopje und Tirana erzielt. Eigentlich sollte das Startsignal für Gespräche jetzt gegeben werden. Doch Frankreich und einige andere Staaten stellten sich quer. Eine solche Entscheidung müsste jedoch einstimmig getroffen werden.

+++ 14.39 Uhr: Söder stellt sich hinter Verkehrsminister Scheuer +++

CSU-Chef Markus Söder hat sich hinter seinen Parteifreund, den wegen der gescheiterten Pkw-Maut in der Kritik stehenden Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, gestellt. "Wir stützen Andreas Scheuer", sagte Söder vor Beginn des CSU-Parteitags in München vor Journalisten. Es sei unfair, Scheuer für die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs gegen die Pkw-Maut verantwortlich machen.    

Söder sagte, in dem von FDP, Linken und Grünen geplanten parlamentarischen Untersuchungsausschuss des Bundestags zum Verhalten Scheuers bei der Vergabe für die Erhebung und Kontrolle der Pkw-Maut sehe er eher eine Chance als eine Gefahr. Scheuer könne in dem Gremium umfassend alles darlegen. Er denke deshalb, dass der Minister "gestärkt" aus dem Untersuchungsausschuss komme.

+++ 14.31 Uhr: Zwei Frauen reparieren bei historischem ISS-Außeneinsatz Stromregler +++

Erstmals in der Geschichte der Raumfahrt sind zwei Frauen für einen Außeneinsatz aus der Internationalen Raumstation ISS ausgestiegen. Laut Plan sollten die beiden US-Amerikanerinnen Christina Koch und Jessica Meir einen Stromregler an der Außenwand reparieren, der in der vergangenen Woche kaputt ging. Für den Einsatz waren rund sechs Stunden angesetzt, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa am Freitag mitteilte. 

Für die studierte Elektroingenieurin Koch ist es bereits der vierte Außeneinsatz, die Biologin Meir verließ zum ersten Mal in ihrer Astronautinnen-Karriere die Raumstation. In der Vergangenheit haben zwar bereits zahlreiche Raumfahrerinnen Außeneinsätze absolviert - einen nur mit Frauen besetzten Ausstieg gab es laut Nasa aber bislang noch nie. Die erste Frau mit einem Außeneinsatz war 1984 Swetlana Sawizkaja (Sowjetunion), den Rekord hält Peggy Whitson (USA) mit zehn Außeneinsätzen.

+++ 14.09 Uhr: Extinction Rebellion legt wichtige Straßenkreuzung in London lahm +++

Trotz eines Demonstrationsverbotes hat die Klima- und Umweltschutzgruppe Extinction Rebellion (XR) einen zentralen Platz in London lahmgelegt. Aktivisten der Bewegung blockierten mit Hilfe von meterhohen Holzstangen den Oxford Circus, eine zentrale Straßenkreuzung der Einkaufsmeilen Oxford und Regent Street, wie Bilder und Aufnahmen von britischen Medien zeigten. Die Gruppe teilte auf Twitter mit, sie habe die Kreuzung unter anderem deshalb ins Visier genommen, weil es sich um einen Knotenpunkt für Luxusgüter für die Reichsten und das britische Zentrum für schnell wechselnde Mode handele. Die Londoner Polizei hatte am Montag ein Verbot für XR-Versammlungen erlassen. 

Aufnahmen in den sozialen Medien zeigten Dutzende Polizisten an der Kreuzung. Sie schienen jedoch vielmehr das Gespräch mit den Aktivisten zu suchen anstatt sie festzunehmen. Anderswo in London schien die Lage dagegen unruhiger zu werden: Eine Aufnahme des Senders Sky News zeigte, wie wütende Londoner am Donnerstag einen XR-Aktivisten von einer U-Bahn zogen, der mit anderen versuchte, den Metro-Verkehr zu beeinträchtigen. Zuvor hatten sie auf der Bahn ein Banner mit der Aufschrift "Business as usual = Death" (etwa: so weitermachen wie üblich = Tod) ausgerollt.

+++ 14 Uhr: Maas fordert klares Votum des britischen Parlaments zu Brexit-Deal +++

Außenminister Heiko Maas (SPD) hat das britsche Parlament aufgefordert, sich eindeutig zum neuen Brexit-Deal zwischen EU und Großbritannien zu positionieren. "Unabhängig davon wie es in der Sache entscheidet: Wir brauchen jetzt eine klare Aussage wie es weitergehen soll, denn die Zeit für politisches Taktieren ist abgelaufen", sagte Maas in Berlin vor einem Treffen mit dem Außenminister Bangladeschs, Abul Kalam Abdul Momen. "Wir zählen jetzt darauf, dass das britische Parlament sich seiner großen Verantwortung in dieser heiklen Phase bewusst ist", sagte Maas.

Am Donnerstag hatten sich die Vertreter der EU und der britischen Regierung ein neues Abkommen für den Austritt Großbritanniens aus der Union geeinigt. Dem muss nun noch das britische Parlament zustimmen, ob Premierminister Boris Johnson dafür eine Mehrheit bekommt, war zunächst unklar. Maas bezeichnete die Einigung als "außerordentlich wichtigen Schritt für einen geregelten Austritt Großbritanniens", der das Ziel aller Beteiligten sei.

+++ 13.48 Uhr: Göring-Eckardt nennt AfD "Nazis und Faschisten" +++

Zehn Tage vor der Landtagswahl in Thüringen hat die Chefin der Grünen-Bundestagsfraktion Katrin Göring-Eckardt einen Großteil der AfD als "Nazis und Faschisten" bezeichnet. "Die AfD besteht heute, in ihrer dritten Phase nach Lucke und Petry, in weiten Teilen aus Nazis und Faschisten, die das demokratische System abschaffen und Zwietracht säen wollen", sagte Göring-Eckardt in einem Interview mit der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Freitagausgabe). 

Es gebe keine Entschuldigung, heute AfD zu wählen, auch nicht wenn man sich abgehängt fühle, sagte die Thüringerin. Das legitimiere nicht die Wahl der AfD. "Sie sind eine echte Gefahr für unsere Demokratie, und das muss jedem Wähler klar sein." In Thüringen wird am 27. Oktober ein neuer Landtag gewählt.

+++ 13.45 Uhr: Dutzende Tote bei Anschlag in Moschee in Ostafghanistan +++

Bei einem Anschlag in einer Moschee in der ostafghanischen Provinz Nangarhar sind Dutzende Menschen getötet und verwundet worden. Genaue Opferzahlen lägen noch nicht vor, sagte der Chef des Provinzrates, Ali Mohammad. Er gehe nach aktuellen Informationen von mindestens 26 Toten aus. Der Provinzrat Sohrab Kaderi sprach von 150 Verletzten oder Toten. 

Einem Sprecher des Provinzgouverneurs zufolge stürzte aufgrund der Explosion während des Freitagsgebets das Dach der Moschee im Bezirk Haska Mina ein. Das Gotteshaus sei völlig zerstört. Was genau die Explosion auslöste, ist den Behördenvertretern zufolge noch unklar. Lokale Medien berichteten zudem von zwei Detonationen.

+++ 13.36 Uhr: EU-Gipfel ernennt Lagarde zur nächsten EZB-Chefin +++

Die EU-Staats- und Regierungschefs haben endgültig grünes Licht für die Ernennung von Christine Lagarde zur nächsten Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) gegeben. Der EU-Gipfel ernannte die 63-jährige Französin mit Wirkung zum 1. November zur Nachfolgerin des Italieners Mario Draghi. Lagardes Amtszeit beträgt acht Jahre und kann nicht verlängert werden. Die frühere Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) bedankte sich auf Twitter und kündigte an, sie wolle "die Preise im Eurogebiet stabil und die Banken sicher halten". Das EU-Parlament hatte die Personalie Mitte September gebilligt. 

+++ 13.08 Uhr: Passagier versucht während des Flugs Flugzeugtür zu öffnen +++

Weil ein Passagier versucht hat, während des Flugs eine Tür des Flugzeugs zu öffnen, hat eine Maschine der Fluggesellschaft Transavia kurz nach ihrem Start in Paris kehrtgemacht. Der Vorfall ereignete sich auf dem Flug TO3010, der in die marokkanische Stadt Marrakesch gehen sollte, wie ein Sprecher der Billigtochter von Air France-KLM der Nachrichtenagentur AFP sagte. 

"Nach 15 Minuten Flug hat ein Passagier aus ungeklärter Ursache versucht, einen der Notausgänge der Boeing 737 zu öffnen", führte der Transavia-Sprecher aus. Dies sei allerdings "unmöglich". Die Besatzung habe den Passagier schnell "in den Griff bekommen" und sei vorschriftsgemäß zum Pariser Flughafen Orly zurückgekehrt. Dort habe die Polizei den Passagier in Gewahrsam genommen.

+++ 12.47 Uhr: Mild, aber nass - auch Gewitter sind möglich +++

Geringe Chancen auf goldene Oktobertage: Tief "Thilo" prägt an diesem Wochenende das Wetter in Deutschland. Mit Temperaturen, die teils auf 15 bis 20 Grad steigen können, ist es bis einschließlich Sonntag zwar für die Jahreszeit eher mild. Hohe Luftfeuchtigkeit und viele Wolken am Himmel lassen aber Regen und sogar das eine oder andere Gewitter erwarten, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Freitag in Offenbach mitteilte. Lediglich im Südosten Deutschlands sind die Chancen nicht schlecht, die Sonne zu Gesicht zu bekommen. 

In einem breiten Gebietsstreifen von Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland bis zur Ostsee muss am Sonntag dagegen mit Bewölkung und teils länger anhaltendem Regen gerechnet werden. Auf den Alpengipfeln sind auch schwere Sturmböen oder orkanartige Böen möglich.

+++ 12.39 Uhr: Aktivisten: Fünf Tote durch türkischen Luftangriff in Nordsyrien +++

Trotz der vereinbarten Waffenruhe für Nordsyrien hat die türkische Luftwaffe laut Aktivisten dort am Freitag erneut Luftangriffe geflogen. Bei dem Angriff auf das syrische Dorf Bab al-Cheir östlich der Grenzstadt Ras al-Ain seien mindestens fünf Zivilisten getötet worden, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Ein Kurdenvertreter warf der Türkei andauernde Verstöße gegen die Waffenruhe vor.

+++ 12.21 Uhr: Luxemburgs Regierungschef warnt vor Chaos-Brexit +++

Die Gefahr eines Chaos-Brexits in zwei Wochen ist aus Sicht des luxemburgischen Ministerpräsidenten Xavier Bettel noch nicht gebannt. "Wenn wir uns anhören, was von Politikern in Großbritannien gesagt wird, dann hoffe ich wirklich, dass wir nicht am Ende des Monats im Szenario eines ungeregelten Brexits sind", sagte Bettel am Freitag am Rande des EU-Gipfels in Brüssel.

Für den Fall, dass das britische Unterhaus am Samstag den mit der EU vereinbarten Austrittsvertrag ablehnt, schloss Bettel einen weiteren Aufschub nicht aus. Allerdings müsse es dafür einen guten Grund geben. "Das britische Volk hat eine Entscheidung getroffen, wir können nicht immer nur morgen, morgen, morgen sagen, wir müssen auch einmal Entscheidungen treffen", sagte der Regierungschef. 

+++ 12.04 Uhr: Gemälde von französischem Maler Nicolas de Staël zu Rekordpreis versteigert +++

Ein Gemälde des französischen Malers Nicolas de Staël ist in Paris zum Rekordpreis von 20 Millionen Euro versteigert worden. Bei dem Käufer von "Parc des Princes" handele es sich um einen europäischen privaten Sammler, teilte das Auktionshaus Christie's nach der Versteigerung vom Donnerstag mit.     

Das 2,50 mal drei Meter große Ölbild aus dem Jahr 1952 war bislang im Besitz von de Staëls Erben und wurde zum ersten Mal zum Verkauf angeboten. International ausgestellt wurde es etwa ein Dutzend Mal, darunter in New York, London, Madrid und zuletzt im Pariser Centre Pompidou. 

Vor der Auktion war sein Wert auf 18 bis 25 Millionen Euro geschätzt worden. Die letztliche Kaufsumme von 20 Millionen inklusive Gebühren ist fast doppelt so hoch wie der bisherige Nicolas-de-Staël-Rekord: 2018 hatte Christie's in New York sein Werk "Nu debout" für 12,1 Millionen Euro versteigert.

+++ 12.03 Uhr: Puigdemont meldet sich nach Haftbefehl bei der belgischen Polizei +++

Der frühere katalanische Regionalpräsident Carles Puigdemont hat sich bei der Polizei in Brüssel gemeldet, nachdem Spanien einen internationalen Haftbefehl gegen ihn erneuert hatte. Puigdemont habe dies aus freien Stücken getan, hieß es in einer Erklärung seines Büros. Er widerspreche den Vorwürfen der spanischen Justiz. Der frühere Separatistenführer war 2017 nach Belgien geflohen. Die spanische Justiz wirft ihm Aufruhr und Zweckentfremdung öffentlicher Gelder vor. Einem früheren Auslieferungsbegehren waren die belgischen Behörden nicht gefolgt. 

+++ 11.48 Uhr: Bundeswehr will Zahl der Reservisten erhöhen +++

Die Bundeswehr soll künftig auf mehr Reservisten zurückgreifen können. Das Bundesverteidigungsministerium stellte eine neue "Strategie der Reserve" vor, mit der mehr ausscheidende Soldaten zum freiwilligen Reservistendienst bewegt werden sollen. Ziel sei es, "angesichts des geänderten sicherheitspolitischen Umfelds" mehr Reservisten zur Verfügung zu haben, die "abrufbar, verfügbar und gut ausgestattet" seien, hieß es im Ministerium. Der "Bedarf an Reservisten und deren Expertise" nehme zu.    

Im Kern zielt die neue Strategie darauf ab, dass die Bundeswehr ausscheidende Soldaten künftig aktiv für den Reservistendienst anwerben soll. Zu den neuen Angeboten zählen laut Ministerium eine "Grundbeorderung" - das heißt eine Einplanung für sechs Jahre -, eine Verbesserung der materiellen Ausstattung sowie Schulungen, um die Ausgeschiedenen auf dem aktuellen Stand zu halten. Der Reservistendienst bleibt wie bislang freiwillig, sofern er nicht dem "Spannungs- oder Verteidigungsfall" unterliegt.

+++ 11.13 Uhr: Staatsanwälte ermitteln gegen Tierversuchslabor - Demo am Samstag +++

Nach Vorwürfen der Misshandlung von Versuchstieren in einem Labor bei Hamburg hat die zuständige Staatsanwaltschaft Stade Ermittlungen aufgenommen. Das bestätigte ein Sprecher am Freitag. Die Dauer der Ermittlungen sei schwer abzuschätzen. "Das ist ja ein Fall, der nicht alltäglich ist", sagte Sprecher Johannes Kiers.

Tierschützer prangern an, dass in einem Labor der Firma LPT im niedersächsischen Mienenbüttel Hunde und Affen bei Versuchen gesetzeswidrig misshandelt werden. Ein Aktivist hatte sich dort als Mitarbeiter eingeschlichen. Die Anzeigen in Stade stammen unter anderem von der Organisation Soko Tierschutz, dem Landkreis Harburg und vom niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz (Laves). Erstmals reagierte das angegriffene Unternehmen Laboratory of Pharmacology and Toxicology (LPT) auf eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur: "Bei der aktuellen Untersuchung kooperieren wir vollumfänglich mit den Behörden", teilte die Firma mit. Weiter wolle man sich zu den Untersuchungen nicht äußern. 

+++ 11.11 Uhr: Bundestag verabschiedet Reform der Grundsteuer +++

Der Bundestag hat nach langem Ringen mit den Ländern eine Reform der Grundsteuer verabschiedet. Das Parlament stimmte außerdem einer Änderung des Grundgesetzes zu, damit Länder eigene Regelungen zur Grundsteuer entwickeln können. Dafür stimmten 495 Abgeordnete, dagegen 139, es gab zehn Enthaltungen. Für die Änderung des Grundgesetzes war eine Zwei-Drittel-Mehrheit erforderlich. Der Bundesrat soll nach Angaben einer Sprecherin am 8. November über die Grundsteuer-Reform entscheiden.

Die Grundsteuer muss bis Jahresende reformiert sein, weil das Bundesverfassungsgericht veraltete Bewertungsgrundlagen moniert hatte. Gezahlt wird sie von allen Hauseigentümern - und auch von den Mietern, denn sie kann über die Nebenkosten umgelegt werden. Ob Hauseigentümer und Mieter künftig mehr oder weniger Grundsteuer zahlen müssen, wird durch die Reform nicht entschieden. Denn das letzte Wort haben dazu die Kommunen, die individuelle Hebesätze festlegen. Diese sind sehr unterschiedlich. Die Grundsteuer ist mit mehr als 14 Milliarden Euro pro Jahr eine der größten Einnahmequellen der Kommunen.

Bundestag-Debatte

+++ 11.10 Uhr: ZDF-"Politbarometer": Union und SPD legen zu - Verluste für Grüne +++

Union und SPD haben laut ZDF-"Politbarometer" aktuell in der Wählergunst zulegen können: Bei einer Bundestagswahl am nächsten Sonntag käme die Union nun auf 29 Prozent - zwei Prozentpunkte mehr als im "Politbarometer" von Ende September, wie die in Mainz veröffentlichte Erhebung der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen ergab. Die SPD könnte demnach um einen Punkt auf 14 Prozent zulegen.    

Die Grünen müssten hingegen drei Punkte abgeben und kämen auf 24 Prozent. Die AfD gäbe um einen Punkt auf 13 Prozent nach, die FDP bliebe bei sechs Prozent, und die Linke würde sich um einen Punkt auf acht Prozent verbessern. Damit hätte eine Koalition aus CDU/CSU und Grünen weiterhin als einziges Zweier-Bündnis eine klare Mehrheit.

+++ 10.22 Uhr: Türkei-Umfrage: Mehrheit gegen Waffenlieferungen und für Sanktionen +++

Eine große Mehrheit der Deutschen ist einer aktuellen Umfrage zufolge angesichts der türkischen Militäroffensive in Nordsyrien gegen Waffenlieferungen an die Türkei. Rund 91 Prozent der Befragten sprachen sich in einer am Freitag veröffentlichten Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF-Politbarometer gegen Waffenlieferungen an die Türkei aus, lediglich 5 Prozent waren dafür. Wirtschaftssanktionen befürworteten 65 Prozent der Befragten - dagegen sprachen sich 27 Prozent aus.  

Für den Fall, dass EU-Staaten Sanktionen gegen die Türkei erlassen, rechneten 80 Prozent der Befragten mit einer Aufkündigung des Flüchtlingsdeals mit der Türkei sowie mit vermehrten Ankünften von Flüchtlingen in Europa; 15 Prozent glaubten dies nicht. 

+++ 9.44 Uhr: Generalstreik in Katalonien: Flugausfälle und blockierte Straßen +++

In Katalonien hat am Freitag ein Generalstreik aus Protest gegen die Haftstrafen für neun Separatistenführer begonnen. Am Flughafen von Barcelona wurden mehrere Dutzend Flüge vor allem der Gesellschaften Iberia und Vueling gestrichen. 

Viele Passagiere seien vorsorglich fünf bis sechs Stunden vor ihrem Flug zum Airport El Prat gekommen, berichtete das spanische Fernsehen. Auch Hafenarbeiter und Angestellte der VW-Tochter Seat legten die Arbeit nieder; die große katalanische Supermarktkette Bonpreu blieb ebenfalls geschlossen.

Der Zugverkehr verlief zunächst normal, allerdings seien die Sicherheitskräfte etwa am Hauptbahnhof von Barcelona verstärkt worden, hieß es. Demonstranten blockierten schon am Morgen mehrere Straßen der abtrünnigen Region. Im Laufe des Tages wurde mit weiteren Demonstrationen und Protestaktionen gerechnet.

+++ 8.57 Uhr: 4,6 Millionen Menschen in Deutschland wollen mehr arbeiten +++

In Deutschland würden rund 4,6 Millionen Menschen gerne mehr arbeiten. Diese Gruppe im Alter zwischen 15 und 74 Jahren besteht aus 1,5 Millionen Erwerbslosen, knapp 2,2 Millionen Unterbeschäftigten und 925.000 Menschen, die vom Statistischen Bundesamt zur sogenannten stillen Reserve gerechnet werden. Im Vergleich zum Vorjahr ist damit 2018 das ungenutzte Arbeitskräftepotenzial um 9,3 Prozent oder 471.000 Menschen gesunken, wie das Bundesamt berichtete. In der guten Konjunktur sind weitere Menschen eingestellt und Arbeitsverträge ausgeweitet worden. 

Rund 2,2 Millionen Berufstätige wollten im vergangenen Jahr draufsatteln. Das war etwa jeder 20. aus dieser Gruppe. Darunter sind viele Teilzeitbeschäftigte und Mini-Jobber bei einem hohen Frauenanteil. Ihnen standen 1,4 Millionen Beschäftigte gegenüber, die im Job auch bei entsprechenden Gehaltsrückgang gerne kürzer treten würden. Hier finden sich vor allem Fachkräfte in Vollzeit. Die Zahl dieser nach eigener Einschätzung "Überbeschäftigten" hat sich wenig verändert.

+++ 8.51 Uhr: Gesundheitsminister Spahn: Kinderarzt darf auch Erwachsene impfen +++

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will einem fehlenden Impfschutz in Deutschland nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Erwachsenen entgegenwirken. "Wir werden klarstellen, egal bei welchem Arzt sie sind, jeder darf sie impfen - auch der Kinderarzt", sagte Spahn im ARD-"Morgenmagazin".

Spahn warb für eine Impfpflicht gegen Masern unter anderem in Kitas und Schulen. Aufklärung und mehr Informationen hätten in den vergangenen Jahren nicht gereicht, sagte er. Es ginge darum, gerade die kleinsten Kinder vor der gefährlichen Krankheit zu schützen. Dafür müssen Spahn zufolge aber auch Erwachsene ihren Impfschutz regelmäßig prüfen lassen. "Im Jahr 2019 sollte kein Kind und kein Erwachsener mehr an Masern erkranken müssen."

+++ 8.33 Uhr: Aktivisten: Trotz Waffenruhe "vereinzelte" Kämpfe in nordsyrischer Grenzstadt +++

Trotz der zwischen den USA und der Türkei ausgehandelten Waffenruhe sind die Kämpfe zwischen türkischen Soldaten und kurdischen Milizen in Nordsyrien offenbar nicht vollkommen eingestellt worden. In der Grenzstadt Ras al-Ain gebe es "vereinzelte" Gefechte, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Es seien Schüsse und Artilleriefeuer zu hören.     

Krieg in Nordsyrien: Einigung mit Erdogan: US-Vizepräsident Pence verkündet Waffenruhe

Die Türkei und die USA hatten am Donnerstag eine fünftägige Waffenruhe für Nordsyrien vereinbart. Die kurdischen Milizen und ihre Verbündeten kündigten an, die Vereinbarung zu akzeptieren. Die Zusage gelte für den Sektor zwischen Ras al-Ain und der Grenzstadt Tal Abjad, erklärten die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF).

+++ 6.16 Uhr: US-Strafzölle gegen EU in Kraft getreten +++

US-Strafzölle im Umfang von 7,5 Milliarden Dollar gegen die EU sind in Kraft getreten. Damit gelten auf Flugzeugimporte aus der EU Strafzölle in Höhe von zehn Prozent sowie Aufschläge von bis zu 25 Prozent auf weitere Produkte aus der Europäischen Union. Hintergrund sind US-Vorwürfe wegen europäischer Staatsbeihilfen für die heimische Flugzeugindustrie, insbesondere für Airbus.

+++ 6.06 Uhr: Vodafone und Flugtaxi-Anbieter EHang vereinbaren 5G-Kooperation +++

Drohnen und Flugtaxis des chinesischen Technologiekonzerns EHang sollen in Europa künftig die 5G-Netze von Vodafone verwenden. Die beiden Firmen starteten eine europaweite Kooperation. "Jede Drohne braucht Mobilfunk", erklärte Vodafone-Deutschlandchef Hannes Ametsreiter. Schnelle Netze regelten die Vorfahrt im Luftverkehr. "Sie werden das Verkehrsleitsystem für Flugtaxis und die Drohnenpost. Und Sie machen Drohnen identifizierbar." EHang liefert unter anderem die Fluggeräte für die erste innerstädtische Drohnen-Lieferroute in China, die im vergangenen Mai in der südchinesischen Metropole Guangzhou in Betrieb genommen wurden.

+++ 5.34 Uhr: Bundesländer wollen mehr für Schutz von jüdischen Einrichtungen tun +++

Nach dem antisemitisch motivierten Anschlag von Halle wollen einige Bundesländer mehr Geld für den Schutz jüdischer Einrichtungen bereitstellen. Damit soll unter anderem in Bayern und Sachsen-Anhalt vor allem der bauliche und technische Schutz von Synagogen und anderen Einrichtungen verbessert werden.

Wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei den Innenministerien und Sicherheitsbehörden der Länder ergab, bleiben die unmittelbar nach der Attacke erhöhten Sicherheitsvorkehrungen an Synagogen und anderen Einrichtungen vielerorts vorerst erhalten. Teilweise werden die Einrichtungen nun 24 Stunden am Tag von der Polizei bewacht. Details zu konkreten Einsätzen und Schutzkonzepten nannten die Behörden aus polizeitaktischen Gründen nicht. Zu den längerfristigen Planungen gab es aus den meisten Ländern zunächst keine konkreten Auskünfte. Die Behörden verwiesen jedoch häufig auf existierende Sicherheitskonzepte.

+++ 5.08 Uhr: Bauern wollen weg von Ferkel-Kastration +++

Angesichts des Höfesterbens in der deutschen Schweinezucht fordert ein Experte ein Komplettverbot der Ferkel-Kastration. "Wenn wir so weitermachen wie bisher, gibt es uns in zehn Jahren nicht mehr", sagte der Geschäftsführer des größten deutschen Ferkelzuchtbetriebes LFD, Jörn Göbert, der Deutschen Presse-Agentur. Die emotionale Debatte um die Kastration schade der Branche erheblich. Außerdem seien Kastrationen ohne wirkungsvolle Betäubung ab 2021 nicht mehr erlaubt.

Wie Göberts Betrieb aus Sachsen-Anhalt wollen auch die Bauernverbände großer Schweinezuchtländer wie Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern weg von der Kastration, wie der Vize-Hauptgeschäftsführer des westfälisch-lippischen Bauernverbandes, Bernhard Schlindwein, in Münster erklärte. Dafür sei aber auch die Unterstützung des Lebensmittelhandels nötig, der die nicht kastrierten Tiere abnehmen müsse. Als "bessere Alternative" biete sich an, das Wachstum der Schweinehoden mit einer Immunbehandlung zu blockieren, sodass die Tiere bis zum Zeitpunkt der Schlachtung keinen Geruch entwickeln. 

+++ 4.19 Uhr: Bundeswehr trainiert mit Nato-Partnern Verteidigung mit Atomwaffen +++

Die deutsche Luftwaffe trainiert mit Nato-Partnern für das Schreckensszenario eines Atomkriegs. Nach Informationen der Deutschen-Presse Agentur hat in dieser Woche eine geheime Bündnisübung mit dem Namen "Steadfast Noon" begonnen. Bei ihr wird unter anderem der Einsatz von Jagdbombern trainiert, die im Kriegsfall mit Atomwaffen bestückt werden könnten.

Die Bundeswehr beteiligt sich mit Tornados des taktischen Luftwaffengeschwaders 33 an der Übung. Die Kampfjets sind auf dem Fliegerhorst Büchel in der Eifel stationiert, wo nach offiziell nicht bestätigten Angaben taktische US-Atomwaffen vom Typ B61 lagern.

+++ 4.11 Uhr: Chinas Wachstum fällt auf 6,0 Prozent +++

Das Wachstum der chinesischen Wirtschaft hat sich im dritten Quartal auf 6,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verlangsamt. Das teilte das Statistikamt in Peking mit. Es ist der langsamste Zuwachs seit fast drei Jahrzehnten und der niedrigste Stand in diesem Jahr. Als Ursachen nannten Experten den anhaltenden Handelskrieg zwischen China und den USA, die Verunsicherung von Investoren und die chinesischen Bemühungen, gegen die wachsende Verschuldung im Land anzugehen. Das Wachstum liegt damit am unteren Ende der Zielvorgabe der Regierung für dieses Jahr von "6,0 bis 6,5 Prozent". Im ersten Quartal waren 6,4 und im zweiten 6,2 Prozent erreicht worden.

+++ 4.04 Uhr: Umfrage: Große Mehrheit für Ausbau der erneuerbaren Energien +++

Eine große Mehrheit der Bundesbürger ist laut einer Umfrage für eine stärkere Nutzung und den Ausbau erneuerbarer Energiequellen aus Wind oder Sonne. Diesen unterstützen demnach 89 Prozent der Befragten, wie eine Umfrage im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien ergab. 66 Prozent gaben an, eine stärkere Nutzung und der Ausbau erneuerbarer Energien sei sehr oder außerordentlich wichtig, 23 Prozent finden dies wichtig. Nur 3 Prozent finden es überhaupt nicht wichtig.

Vor allem der Ausbau der Windenergie an Land war zuletzt ins Stocken geraten - Hauptgründe sind lange Genehmigungsverfahren und viele Klagen. Der Ökostrom-Anteil soll bis 2030 auf 65 Prozent steigen - im ersten Halbjahr 2019 lag der Beitrag zur Deckung des Stromverbrauchs nach Zahlen des Energieverbandes BDEW bei 44 Prozent.

+++ 4.02 Uhr: Sohn von mexikanischem Drogenboss "El Chapo" Guzmán festgenommen +++

In Mexiko haben Sicherheitskräfte einen Sohn des in den USA inhaftierten Drogenbosses Joaquín "El Chapo" Guzmán festgenommen. Ovidio Guzmán López sei am Donnerstag in Culiacán, der Hauptstadt des Bundesstaates Sinaloa, gefasst worden, teilten die Behörden mit. In der Folge lieferten sich Schwerbewaffnete in der Stadt heftige Schusswechsel mit Sicherheitskräften.

+++ 3.31 Uhr: Einigung in Tarifgesprächen für Gebäudereiniger +++

Gewerkschaft und Arbeitgeber in der Gebäudereinigung haben sich auf einen Tarifabschluss in der größten deutschen Handwerkssparte mit rund 650 000 Beschäftigten geeinigt. Nach zuvor sechs ergebnislosen Verhandlungsrunden seien die Gespräche in der Nacht erfolgreich beendet worden, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft IG BAU der Deutschen Presse-Agentur.

+++ 3.23 Uhr: EU reagiert reserviert auf US-vermittelte Waffenruhe für Nordsyrien +++

Während US-Präsident Donald Trump die Einigung mit der Türkei auf eine Waffenruhe für Nordsyrien feiert, haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre EU-Kollegen äußerst zurückhaltend geäußert. In einer in der Nacht zum Freitag beim EU-Gipfel in Brüssel verabschiedeten Erklärung heißt es lediglich, der Europäische Rat nehme die amerikanisch-türkische Ankündigung über eine Unterbrechung aller militärischer Operationen zur Kenntnis.

Video: Opposition kritisiert Haltung der Bundesregierung im Syrien-Konflikt

Statt die Einigung zu begrüßen, forderte die EU die Türkei erneut auf, den Militäreinsatz ganz zu beenden und die Truppen zurückziehen. Das Vorgehen der Türkei verursache inakzeptables menschliches Leid, untergrabe den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat und gefährde massiv die europäische Sicherheit, heißt es in der Erklärung.

+++ 1.59 Uhr: Zahl der Toten durch E-Zigaretten in den USA steigt weiter an +++

Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Gebrauch von E-Zigaretten in den USA steigt weiter an. Bis zum Dienstag seien 33 Menschen in 24 US-Staaten gestorben, nachdem sie elektronische Zigaretten benutzt hatten, teilte die US-Gesundheitsbehörde CDC am Donnerstag (Ortszeit) mit. Die Toten seien durchschnittlich 44 Jahre alt gewesen, der jüngste 17, der älteste 75. Zudem gebe es knapp 1500 bestätigte Erkrankungen fast im gesamten Land. Eine Woche zuvor hatte die Zahl der Todesfälle noch bei 26 gelegen, die der Erkrankungen bei knapp 1300.

Die Ursache für die Lungenschäden ist laut CDC immer noch unklar. Zuletzt hatte es Hinweise gegeben, dass THC-Produkte eine Rolle spielen könnten. THC (Tetrahydrocannabinol) steckt in Cannabis und ist hauptsächlich für die berauschende Wirkung der Droge verantwortlich. Unter den besser erforschten Krankheitsfällen hat ein Großteil der Patienten angegeben, Produkte mit THC-Gehalt geraucht zu haben. In Deutschland und auch europaweit ist bislang kein ähnlicher Anstieg von Lungenschädigungen bekannt. 

+++ 1.52 Uhr: E-Zigarettenfirma Juul stoppt Verkauf einiger aromatisierter Produkte in den USA +++

Inmitten der Debatte um mögliche Gesundheitsrisiken durch E-Zigaretten setzt der Hersteller Juul den Verkauf bestimmter aromatisierter Flüssigkeiten in den USA aus. Die Geschmäcker Mango, Frucht, Gurke und Creme würden vorerst nicht mehr angeboten, teilte der US-Marktführer am Donnerstag mit. Weiter verkauft werden sollen aber die Geschmäcker Tabak, Minze und Menthol. Derzeit arbeiten die US-Gesundheitsbehörden an neuen Vorschriften für E-Zigaretten. Juul erklärte, die Branche müsse "das Vertrauen der Gesellschaft" gewinnen und mit Behörden und Politik zusammenarbeiten, damit Minderjährige nicht zur E-Zigarette greifen.

+++ 1.06 Uhr: Streik bei GM dauert trotz vorläufiger Einigung an +++

Mitarbeiter des größten US-Autobauers General Motors (GM) streiken trotz einer vorläufigen Einigung im Tarifkonflikt vorerst weiter. Der Ausstand werde andauern, bis der Deal von allen Mitgliedern ratifiziert sei, verkündete die Gewerkschaft UAW am Donnerstag. Die Abstimmung soll von 19. bis 25. Oktober laufen, so dass sich der Streik um mindestens eine weitere Woche verlängert.

Am Mittwoch hatten GM und die United Auto Workers Union eine vorläufige Einigung auf einen neuen Tarifvertrag über vier Jahre erzielt, die aber noch der Zustimmung der Mitarbeiter bedarf. Zahlreiche Beschäftigte des US-Autokonzerns hatten am 16. September nach gescheiterten Tarifverhandlungen die Arbeit niedergelegt.

+++ 0.25 Uhr: US-Energieminister Rick Perry gibt Amt ab +++

US-Energieminister Rick Perry gibt sein Amt ab. Das kündigte US-Präsident Donald Trump am Donnerstag bei einem Besuch im Bundesstaat Texas an, ohne genaue Gründe für den Schritt zu nennen. US-Abgeordnete hatten vergangenen Woche von Perry Dokumente zur Ukraine-Affäre angefordert. Schon vorher hatte es Gerüchte über einen baldigen Rücktritt gegeben.

fs / mik / tis / rw / DPA / AFP