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News von heute : Gefälschte Tweets: Account von Twitter-Chef Jack Dorsey gehackt

Vier Motorradfahrer sterben bei schwerem Unfall auf der A9 in Thüringen +++ Giftige Kobra in Herne eingefangen +++ Klage gegen Zwangspause des britischen Parlaments abgelehnt +++ Die Nachrichten von heute im Ticker. 

Twitter-Chef Jack Dorsey

Twitter-Chef Jack Dorsey

AFP

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Gefälschte Tweets: Account von Twitter-Chef Jack Dorsey gehackt (23.04 Uhr) 
  • Greta Thunberg bei Klimastreik vor den UN dabei (19.02 Uhr)
  • Giftige Kobra in Herne gefunden (17.01 Uhr)
  • Raubüberfall von falschen Polizisten auf Geldtransporter war vorgetäuscht (15.51 Uhr)
  • Gericht lehnt Klage gegen Zwangspause des britischen Parlaments ab (11.28 Uhr)
  • Junge Berlinerin stürzt in Tirol in den Tod (8.14 Uhr)
  • Boliviens Präsident verläuft sich bei Löscheinsatz im Urwald (6.23 Uhr)

Die News des Tages im stern-Ticker:

+++ 23.04 Uhr: Gefälschte Tweets Account von Twitter-Chef Jack Dorsey gehackt +++

Das Konto von Twitter-Chef Jack Dorsey ist gehackt worden und hat mehrere fragwürdige Tweets verbreitet, darunter auch einen über Deutschland während des Dritten Reichs. Twitter sei sich bewusst, dass der Account des Vorstandsvorsitzenden "kompromittiert" worden sei und untersuche den Vorfall, erklärte das Unternehmen. Von Dorseys Account "@jack" wurden mehrere Tweets weiterverbreitet, darunter einer, in dem es hieß: "Nazi Deutschland hat nichts falsch gemacht". Twitter löschte die Tweets rasch wieder aus Dorseys Timeline. Für das börsennotierte Unternehmen dürfte der Vorfall so unangenehm wie erklärungsbedürftig sein.

+++ 23.01 Uhr: Fast 5000 Leichen seit 2006 in Massengräbern in Mexiko entdeckt +++

In Mexiko sind seit 2006 mehr als 3000 geheime Gräber entdeckt worden. Fast 5000 Leichen seien darin verscharrt worden, teilte die Nationale Kommission zur Suche nach Vermissten mit. Mexiko erlebt seit Jahren eine Welle der Gewalt im Zusammenhang mit dem Drogenhandel. 2006 hatte die Regierung eine Militäroffensive gegen die Drogenkartelle gestartet. Mehr als 250.000 Menschen wurden in dem lateinamerikanischen Land seitdem ermordet. Nach Angaben mexikanischer Behörden gelten derzeit 40.000 Menschen als vermisst. Alleine seit dem Amtsantritt von Präsident Andrés Manuel López Obrador im Dezember wurden laut dem Bericht der Kommission 522 geheime Gräber mit 671 Leichen entdeckt. Nur 200 von ihnen konnten demnach identifiziert werden.

+++ 21.36 Uhr: Kolumbianische Sicherheitskräfte töten neun Kämpfer von Farc-Splittergruppe +++

In Kolumbien haben Sicherheitskräfte neun Kämpfer einer Farc-Splittergruppe getötet. Die Kämpfer wurden in ländlichen Gegenden der Region San Vicente del Caguán im Süden des Landes bei einer Razzia getötet, wie Verteidigungsmister Guillermo Botero im Kurzbotschaftendienst Twitter erklärte. Kolumbiens konservativer Präsident Iván Duque lobte das Vorgehen der Sicherheitskräfte. Er sprach von einer "klaren Warnung" an die hochrangigen ehemaligen Anführer der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (Farc), die angekündigt hatten, den bewaffneten Kampf drei Jahre nach dem Friedensabkommen wiederaufzunehmen. Er bezeichnete die Farc-Splittergruppe als "Bande krimineller Drogenterroristen".    

Die Farc hatte ein halbes Jahrhundert lang gegen die Regierung in Bogotá gekämpft, mehr als 260.000 Menschen wurden in dem bewaffneten Konflikt getötet. Das Friedensabkommen war 2016 unter Führung des damaligen Präsidenten Juan Manuel Santos ausgehandelt worden. Es beendete den jahrzehntelangen Guerilla-Krieg mit den Rebellen. Die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens wandelten sich in eine politische Partei mit derselben Abkürzung Farc um.

+++ 20.48 Uhr: US-Soldat in Afghanistan getötet +++ 

In Afghanistan ist erneut ein US-Soldat getötet worden. Der Soldat sei am Donnerstag bei Kämpfen in dem Krisenstaat getötet worden, erklärte die US-geführte Nato-Mission "Resolute Support". Damit stieg die Zahl der in diesem Jahr in Afghanistan getöteten US-Soldaten auf 15. In dem Krisenstaat sind rund 13.000 US-Soldaten stationiert. US-Präsident Donald Trump hatte am Donnertag angekündigt, dass auch nach einem möglichen Friedensabkommen mit den radikalislamischen Taliban zunächst 8600 US-Soldaten in dem Land bleiben sollen. Die USA, die vor fast 18 Jahren in Afghanistan einmarschiert waren, verhandeln seit einem Jahr mit den radikalislamischen Taliban über eine Friedensvereinbarung für Afghanistan.

+++ 19.28 Uhr: Extremwetter sorgt für Ernteeinbußen bei Frankreichs Weinbauern +++

Frankreichs Weinproduktion wird dieses Jahr voraussichtlich um zwölf Prozent geringer ausfallen als im Vorjahr. Frost im Frühling und Hitzewellen im Sommer hätten den Weingütern im ganzen Land hart zugesetzt, erklärte das Landwirtschaftsministerium. Insgesamt wird eine Weinproduktion von 43,4 Millionen Hektolitern erwartet. Im Vergleich zum Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre wäre das ein Minus von vier Prozent. Im vergangenen Jahr waren es 49,4 Millionen Hektoliter. Große Teile Frankreichs waren im Frühjahr von Kälteeinbrüchen heimgesucht worden, die junge Trauben zerstörten oder in ihrem Wachstum hemmten. Im späten Juli sorgten Hitzewellen mit örtlichen Temperaturen von über 40 Grad für das Ausdörren der Trauben am Rebstock, besonders im Süden.

+++ 19.22 Uhr: Estlands Regierungschef übersteht Misstrauensantrag der Opposition +++

Estlands Ministerpräsident Juri Ratas hat einen Misstrauensantrag der Opposition überstanden. 55 von 101 Abgeordneten des Parlaments in Tallinn stimmten gegen die Amtsenthebung Ratas', der eine Regierung aus Konservativen und Rechtspopulisten leitet. Die liberale Opposition wollte den Regierungschef wegen des Versuchs seines Finanzministers abwählen, den Polizeichef zu entlassen. Finanzminister Martin Helme von der rechtsradikalen Ekre-Partei hatte Mitte August versucht, den Polizei- und Grenzschutzchef Elmar Vaher abzusetzen. Allerdings war er dazu gar nicht befugt. Nach Berichten estnischer Medien handelte der Finanzminister im Auftrag seines Vaters Mart Helme, Innenminister und Chef der Ekre-Partei. Oppositionschefin Kaja Kallas hatte den Misstrauensantrag mit einem Verstoß gegen den Rechtsstaat begründet.     

+++ 19.02 Uhr: Greta Thunberg nimmt an Schulstreik fürs Klima vor UN-Gebäude in New York teil +++

Zwei Tage nach ihrer Ankunft in New York hat die schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg erstmals in den USA an einem Schulstreik für das Klima teilgenommen. Die 16-Jährige demonstrierte zusammen mit rund hundert Jugendlichen vor dem Hauptgebäude der Vereinten Nationen. Begleitet von mindestens ebenso vielen Journalisten zog die Gruppe einige Straßen nach Norden durch die Millionenmetropole bis in einen Park. Die New Yorker Initiatorin des Klimastreiks, Alexandria Villasenor, kündigte an, bis zum großen weltweiten Aktionstag am 20. September die wöchentlichen Proteste vor der UN fortsetzen zu wollen.

+++ 18.44 Uhr: Zwei weitere Parlamentsabgeordnete in Hongkong festgenommen +++

In Hongkong sind zwei weitere der Demokratiebewegung nahestehende Parlamentsabgeordnete festgenommen worden. Au Nok Hin und Jeremy Tam wurden wegen des Verdachts der Behinderung der Polizei festgenommen, wie Tams Bürgerpartei über den Onlinedienst Facebook erklärte. Au werde zudem vorgeworfen, einen Polizisten angegriffen zu haben. Damit stieg die Zahl der am Freitag inhaftierten Abgeordneten in der chinesischen Sonderverwaltungszone auf drei. In Hongkong gibt es seit drei Monaten Massendemonstrationen für mehr Demokratie und gegen eine wachsende Einflussnahme Pekings. Dabei hatte es am vergangenen Wochenende gewalttätige Auseinandersetzungen gegeben. Die Beamten setzten unter anderem Wasserwerfer ein, erstmals seit Beginn der Proteste feuerte ein Polizist einen Schuss ab. Seit Juni wurden mehr als 900 Teilnehmer der Proteste festgenommen.

+++ 17.52 Uhr: Vier tote Motorradfahrer bei schwerem Unfall auf der A9 +++

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Autobahn 9 in Thüringen sind vier Motorradfahrer getötet worden. Ein Kleinlaster fuhr zwischen Bad Lobenstein und Schleiz in eine Gruppe aus drei Motorrädern, die mit vier Menschen besetzt waren, wie ein Sprecher der Autobahnpolizei mitteilte. Sie kamen alle ums Leben. Die drei Insassen des Kleinlasters wurden verletzt. Weitere Details konnte die Polizei zunächst nicht nennen.

Nach ersten Angaben hatten die in Richtung Berlin fahrenden Motorradfahrer bei plötzlich einsetzendem starken Regen Schutz unter einer Brücke gesucht und dort gestoppt. Dort fuhr der Laster in die Gruppe.

+++ 17.01 Uhr: Kobra in Herne offenbar lebend entdeckt +++

Die seit Tagen in der Ruhrgebietsstadt Herne vermisste Monokelkobra wurde laut übereinstimmenden Medienberichten lebend entdeckt und isoliert. Die Schlange sei außerhalb des Hauses vor einem Kellereingang gefunden worden, heißt es. Offenbar befand sich das Tier die ganze Zeit in oder an jenem Reihenhaus, in dem Experten es vermutet hatten. Laut einem Bericht des Westdeutschen Rundfunks (WDR) hat die Stadt Herne den Fund inzwischen bestätigt. Derzeit wird auf Schlangenexperten gewartet, die das giftige Reptil einfangen sollen. Schon zuvor war trotz ergebnisloser Suche den Bewohnern des Hauses, in dem die Schlange verlorengegangen war, die Rückkehr in ihre Wohnungen erlaubt worden - allerdings auf eigene Gefahr und mit schriftlicher Versicherung, weder Keller noch Dachboden zu betreten. Unklar ist nach wie vor, wem das Tier gehört. Ein Mann, der in seiner Wohnung in dem fraglichen Haus zahlreiche Schlangen hält, bestreitet, dass das ausgebüxte Tier ihm gehört. Allerdings hatte er laut einem WDR-Bericht im Juni noch angegeben, fünf Monokelkobras zu besitzen, nur drei wurden bei ihm gefunden. Wo das mutmaßliche vierte Tier ist, sei derzeit unbekannt, heißt es.

+++ 16.36 Uhr: Athen will 1000 Migranten von Lesbos aufs Festland bringen +++

Einen Tag nach der Ankunft Hunderter Migranten auf der Insel Lesbos hat die griechische Regierung die Verlegung von rund 1000 Menschen aus einem Registrierlager aufs Festland angekündigt. Der griechische Außenminister Nikos Dendias rief die Türkei auf, ihrer Verpflichtung nachzukommen, Migranten von der Einreise nach Griechenland abzuhalten. Dazu bestellte er den türkischen Botschafter ins Außenministerium in Athen ein, wie das Staatsradio (ERT) und die halbamtliche Nachrichtenagentur ANA-MPA berichteten. Die rund 1000 Migranten sollen demnach an Bord von zwei Kriegsschiffen der griechischen Marine am 3. September von Lesbos zum Lager von Nea Kavala nahe Thessaloniki gebracht werden. In und um das Lager mit einer Aufnahmekapazität für etwa 3000 Menschen harren mehr als 10.000 Migranten aus, darunter fast 1000 Minderjährige. 

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+++ 16.28 Uhr: Bundestag hat kein Geld mehr für Einzeldienstreisen +++

Die Abgeordneten des Bundestags haben ihr Budget für Einzeldienstreisen in diesem Jahr bereits ausgeschöpft. Ein Sprecher der Bundestagsverwaltung sagte, dass die dafür vorgesehenen 700.000 Euro aufgebraucht seien. Die "Bild" hatte berichtet, Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) habe die Geschäftsführungen der Fraktionen darüber informiert. "Mit sofortiger Wirkung" könnten keine Einzeldienstreisen für das Jahr 2019 mehr bewilligt werden, hieß es in dem Bericht. Wie die Bundestagsverwaltung weiter mitteilte, seien in diesem Jahr bisher 321 Einzeldienstreisen von Abgeordneten genehmigt worden. Im gesamten vergangenen Jahr waren es 503. "Insbesondere sind die Flugkosten – also beispielsweise die Ticketkosten - zum Teil deutlich gestiegen", hieß es. Einzeldienstreisen finden aber noch statt. Das Budget ist zwar aufgebraucht, allerdings wurden dabei nach Angaben der Verwaltung auch schon Reisen mit eingerechnet, die bereits genehmigt sind, aber noch bevorstehen. Die Fraktionen verfügten darüber hinaus selbst auch noch über Reisebudgets.

+++ 16.24 Uhr: Syrische Armee ruft einseitig Waffenruhe für Idlib aus +++

Die syrische Armee will die Kämpfe um die letzte große Rebellenhochburg Idlib nach Angaben aus Moskau vorerst einstellen. Um die Lage zu beruhigen, solle von Samstagmorgen an eine Waffenruhe gelten, teilte das russische Verteidigungsministerium mit. Sie sei einseitig vom syrischen Militär ausgerufen worden. Russland forderte alle Konfliktparteien auf, "bewaffnete Provokationen aufzugeben und sich dem Friedensprozess in den von ihnen kontrollierten Gebieten anzuschließen", hieß es. Russland als Unterstützer der syrischen Regierung sowie die Türkei als Verbündeter der Rebellen hatten sich auf eine so genannte Deeskalationszone für Idlib geeinigt.  Die Region um die Stadt Idlib im Nordwesten Syriens ist nach mehr als acht Jahren Bürgerkrieg das letzte große Gebiet unter Kontrolle von Rebellen. Dominiert wird es von der al-Kaida-nahen Miliz Haiat Tahrir al Scham.

+++ 16.17 Uhr: Volksbanken und Sparkassen wollen Filialen zusammenlegen +++

Volksbanken und Sparkassen wollen offenbar Filialen zusammenlegen. Die Frankfurter Volksbank und die Taunus Sparkasse planen die Fusion an rund 50 Standorten, wie vorab die "Welt am Sonntag" und der "Spiegel" berichteten. Vereinzelt arbeiten die beiden Institute demnach schon zusammen - künftig solle das Konzept über ihr gesamtes Einzugsgebiet ausgerollt werden. Beide sind an rund 50 Standorten doppelt präsent. Für Kunden beider Banken soll es laut den Berichten einen Automaten geben, an dem sie alle ihre Bankgeschäfte erledigen können.

+++ 16.03 Uhr: Ermittlungen gegen Krankenpfleger wegen fünffachen Mordes +++

Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken ermittelt gegen einen Krankenpfleger wegen fünffachen Mordes und zweifachen Mordversuchs. Der Mann soll Patienten nicht verordnet

Medikamente gegeben haben, um sie dann reanimieren zu können, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

+++ 15.51 Uhr: Raubüberfall von falschen Polizisten auf Geldtransporter war vorgetäuscht +++

Ein professionell ausgeführter angeblicher Überfall auf einen Geldtransporter auf der Autobahn 5 in Baden-Württemberg hat sich als Täuschungsversuch der beiden Fahrer entpuppt. Die Männer im Alter von 30 und 36 Jahren hätten den Raub lediglich erfunden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Beide sitzen inzwischen in Untersuchungshaft. Bei den Verdächtigen fanden die Ermittler außerdem den größten Teil der angeblich geraubten Bargeld- und Goldbestände. Die Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma hatten angegeben, bei Weingarten auf der A5 von einem Auto angehalten worden zu sein, dass sich als ziviler Polizeiwagen zu erkennen gegeben habe. Nach dem Halt an einer Behelfsausfahrt hätten sie zwei Täter, die sich als Beamte ausgegeben hätten, mit Schusswaffen bedroht und das Geld geraubt. Im Zuge der intensiven Ermittlungen fiel der Verdacht auf die beiden Fahrer. Der 36-Jährige habe ein Geständnis angelegt, so die Behörden. Er habe eingeräumt, dass der Raub vorgetäuscht war.

+++ 15.44 Uhr: Vier Männer aus Berlin und Duisburg des Kindesmissbrauchs verdächtig +++

Wegen des dringenden Verdachts des sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen sind mehrere Adressen in Berlin und Nordrhein-Westfalen durchsucht und ein Haftbefehl erlassen worden. Vier Männer zwischen 51 und 68 Jahren aus Berlin und Duisburg seien dringend verdächtig, erklärten die Berliner Polizei und Staatsanwaltschaft. Ihnen wird auch der Besitz, die Herstellung und die Verbreitung von Kinder- und Jugendpornografie vorgeworfen. Den Angaben zufolge fanden am Mittwoch Durchsuchungen in Wohn- und Geschäftsräumen in Berlin, in Duisburg und Gelsenkirchen statt. "Umfangreiche Beweismittel" seien beschlagnahmt worden, hieß es. Gegen einen der vier Verdächtigen, einen 55-Jährigen aus Berlin, wurde inzwischen auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl erlassen.

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+++ 15.27 Uhr: Frankreich probt den Brexit-Ernstfall in Calais +++

Frankreich probt den Brexit-Ernstfall: Im nordfranzösischen Calais beginnt eine einmonatige Übung für den Transit von Gütern ins Vereinigte Königreich nach dessen Austritt aus der EU. "Während eines Monats werden wir so tun, als habe der Brexit stattgefunden. Für einen Großteil der Unternehmen werden wir eine Art Generalprobe ansetzen, um Ende Oktober rundum vorbereitet zu sein", sagte der französische Haushaltsminister Gérald Darmanin dem Radiosender RTL. Künftig sollen demnach die rund 100.000 französischen Unternehmen, die Handel mit Frankreich betreiben, ihre Exportgüter vor dem Transport online registrieren. Mithilfe von Strichcodes und Lesegeräten für Nummernschilder soll die Abfertigung an der Grenze vorgenommen werden. So sollen lange Wartezeiten an den Grenzen verhindert werden.

+++ 15.18 Uhr: 155 Migranten überwinden Grenzzaun zu spanischer Exklave Ceuta +++

Eine Gruppe von 155 Migranten hat die spanische Exklave Ceuta an der Grenze zu Marokko gestürmt. Bei den Menschen handele es sich ausschließlich um Afrikaner, "die Mehrheit aus Guinea", sagte ein Sprecher der spanischen Zentralregierung in Ceuta der Nachrichtenagentur AFP. Sie hätten am frühen Morgen im Schutz des Nebels den Stacheldrahtzaun überwunden und hätten dabei zwölf Polizisten leicht verletzt. Mehrere Migranten wurden wegen Schnittwunden behandelt. Spanische Medien berichteten, einige von ihnen seien über den Zaun geklettert, während andere eine Tür im Zaun gestürmt hätten. Ceuta und Melilla, ebenfalls eine spanische Exklave, liegen an der nordafrikanischen Küste und haben die einzigen EU-Außengrenzen auf dem afrikanischen Kontinent. Daher versuchen Flüchtlinge immer wieder, von Marokko aus über die Grenzanlage EU-Boden zu erreichen.

+++ 15.16 Uhr: Giftschlange in Herne: Bewohner dürfen in Wohnungen zurück +++

Im Fall der Giftschlange von Herne will die Stadt den ausquartierten Bewohnern ermöglichen, in ihre Wohnungen zurückzukehren, obwohl die Schlange sich nach wie vor in dem Gebäudekomplex aufhalten soll. Nach der Durchsuchung durch Experten der Feuerwehr Düsseldorf sei man "absolut sicher", dass sich die Schlange nicht mehr im Hausflur und in den Wohnungen befinde, sagte Ordnungsdezernent Johannes Chudziak. Der Dachboden und der Keller würden amtlich versiegelt. Zweimal am Tag würden die Siegel kontrolliert. Die erwogene Möglichkeit, Gas in das Gebäude einzuleiten, werde zurückgestellt. Die hochgiftige Monokelkobra  war am Sonntag von einer Bewohnerin entdeckt worden, der Wohnkomplex war evakuiert worden.

+++ 14.43 Uhr: Brüssel wartet weiterhin auf Johnsons Brexit-Vorschläge +++

Die EU-Kommission wartet nach eigenen Angaben mehr als einen Monat nach dem Amtsantritt des britischen Premiers Boris Johnson weiter auf konkrete Vorschläge zur Vermeidung eines Chaos-Brexits. "Wir erwarten, dass Großbritannien konkrete Vorschläge vorlegt", sagte eine Sprecherin der Brüsseler Behörde am Freitag. Das habe EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker Johnson im Laufe der Woche bereits klargemacht. Diese müssten mit dem bereits ausgehandelten Austrittsabkommen vereinbar sein, hieß es weiter.

Knackpunkt im Streit zwischen London und Brüssel ist vor allem der sogenannte Backstop. Diese Klausel würde Großbritannien so lange an bestimmte EU-Regeln binden, bis eine andere Lösung zur Vermeidung von Grenzkontrollen zwischen dem EU-Mitglied Irland und der britischen Provinz Nordirland gefunden ist. London sieht darin inakzeptable Fesseln. Das Austrittsabkommen scheiterte bereits drei Mal im britischen Parlament.

+++ 14.41 Uhr: US-Regierung will Regeln zu klimaschädlichem Methan lockern +++

Die US-Regierung will die Regeln für den Ausstoß von klimaschädlichem Methan in der Öl- und Gasindustrie lockern. Entsprechende Pläne stellte die US-amerikanische Umweltschutzbehörde EPA am Donnerstag (Ortszeit) in Washington vor. Ziel der noch nicht beschlossenen Neuregelung sei es, die von US-Präsident Donald Trump geforderte Stärkung der heimischen Öl- und Gasindustrie zu beschleunigen. Nach Angaben der EPA könnte die Branche durch die geringeren Umweltschutzauflagen pro Jahr 17 bis 19 Millionen Dollar (etwa 15 bis 17 Millionen Euro) einsparen.

"Der Vorschlag der EPA entspricht der Anordnung von Präsident Trump und beseitigt unnötige und doppelte regulatorische Belastungen für die Öl- und Gasindustrie", teilte Andrew Wheeler von der Umweltschutzbehörde mit. Die bisherigen Emissionsregeln für die Branche stammen aus dem Jahr 2016 und gehen damit noch auf eine Initiative des ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama zurück.

+++ 14.37 Uhr: Maas wirbt für Start von EU-Beitrittsverhandlungen mit Balkanstaaten +++

Außenminister Heiko Maas wirbt für einen schnellen Beginn der EU-Beitrittsverhandlungen mit Nordmazedonien und Albanien. "Ich glaube, die Europäische Union muss ein Interesse an dieser Region haben", sagte der SPD-Politiker am Freitag am Rande von EU-Beratungen in Helsinki. Mit Blick auf Länder wie Russland und China ergänzte er, es gehe auch darum, dass sich in der Region nicht solche Staaten ausbreiteten, "die nicht unbedingt mit unseren Werten übereinstimmen".

Der Start der Beitrittsverhandlungen mit Nordmazedonien und Albanien war zuletzt trotz einer positiven Empfehlung der EU-Kommission verschoben worden. Länder wie Frankreich und die Niederlande haben gegen den Beginn de Gespräche grundsätzliche Bedenken und auch der Deutsche Bundestag hat noch nicht die nötige Zustimmung erteilt.

+++ 14.35 Uhr: Emirate bestätigen Luftangriffe auf Jemens Interimshauptstadt Aden +++

Nach scharfen Anschuldigungen der Regierung des Jemen haben die Vereinigten Arabischen Emirate Luftangriffe auf jemenitische Regierungstruppen in der Küstenstadt Aden bestätigt. Die Regierung in Abu Dhabi teilte am Donnerstagabend mit, es habe sich um Selbstverteidigung gegen "terroristische Milizen" gehandelt. Die Emirate verfolgten eine Null-Toleranz-Politik gegen Islamisten und verdächtigen Teile der jemenitischen Regierungstruppen, der islamistischen Partei Al-Islah anzugehören.     

Die Stadt Aden befindet sich seit Donnerstag wieder vollständig unter Kontrolle der abtrünnigen Südjemen-Miliz. Die Stadt, die derzeit die Interimshauptstadt des Landes ist, war Anfang August erstmals von der Südjemen-Miliz eingenommen worden. Allerdings gelang es Regierungstruppen wenig später, wieder in die Küstenstadt einzudringen. Nun wurden die Regierungstruppen wieder komplett aus Aden zurückgedrängt.

+++ 14.26 Uhr: Moskau: Syrische Armee will einseitig Waffenruhe in Idlib beginnen +++

Die syrische Armee will die Kämpfe um die letzte große Rebellenhochburg Idlib nach Angaben aus Moskau vorerst einstellen. Um die Lage zu beruhigen, solle von Samstagmorgen an eine Waffenruhe gelten, teilte das russische Verteidigungsministerium am Freitag in Moskau mit. Sie sei einseitig vom syrischen Militär ausgerufen worden. Russland forderte alle Konfliktparteien auf, "bewaffnete Provokationen aufzugeben und sich dem Friedensprozess in den von ihnen kontrollierten Gebieten anzuschließen", hieß es.

+++ 14.20 Uhr: Dobrindt verteidigt "Kampfpreis-Steuer" für Billigflüge +++

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat seinen Vorstoß für eine "Kampfpreis-Steuer" für Billigflüge verteidigt. Es gehe ihm darum, dass Bahnfahren gerade auch gegenüber dem Luftverkehr attraktiver werde, sagte Dobrindt am Freitag in Berlin. Daher sei es sinnvoll, auf der einen Seite die Mehrwertsteuer auf Fernzugtickets zu reduzieren und auf der anderen Seite für faire Flugpreise zu sorgen. In der Summe sei dies ein Vorschlag, der zu erheblichen Steuerentlastungen führe. "In der Kombination wird ein Schuh daraus." 

Aus der CSU-Spitze war dem Vorstoß widersprochen worden. "Dies ist kein abgestimmter Vorschlag der CSU", sagte Generalsekretär Markus Blume der Deutschen Presse-Agentur in München. "Generell gilt: Die CSU ist eine Steuersenkungs- und keine Steuererhöhungspartei."

+++ 14.15 Uhr: Studie: Mehr als jeder zweite Erwachsene macht Weiterbildung +++

Mehr als die Hälfte aller Erwachsenen in Deutschland haben im vergangenen Jahr mindestens eine Weiterbildungsmaßnahme absolviert. Das ergab eine Umfrage für das Bundesforschungsministerium, die am Freitag vorgelegt wurde. Die Beteiligung der 18- bis 64-Jährigen an Weiterbildung hat sich demnach 2018 im Vergleich zur letzten Befragung 2016 von 50 auf 54 Prozent erhöht. Die Bereitschaft, sich weiterzubilden, sei heute so groß ist wie nie zuvor, sagte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) laut einer Mitteilung ihres Ministeriums. "Die Menschen erkennen, dass sie ihre Kompetenzen und Qualifikationen kontinuierlich aktualisieren und fortentwickeln müssen".

+++ 14.11 Uhr: Emirate beteiligen sich erstmals seit acht Jahren an Messe in Syrien +++

Erstmals seit acht Jahren haben die Vereinigten Arabischen Emirate mit einer eigenen Wirtschaftsdelegation an der internationalen Handelsmesse in Damaskus teilgenommen. "Wir sind mit einer hochrangigen Delegation der Emirate unter Führung des Verbands der Industrie- und Handelskammern gekommen", sagte Faruk Kasasa, Mitarbeiter einer emiratischen Firma, am Donnerstagabend in der syrischen Hauptstadt.

+++ 13.34 Uhr: Rizin-Prozess: Giftmenge reichte für 27.000 Tote und Verletzte +++

Die 2018 bei Islamisten in Köln gefundene Menge des Giftes Rizin hätte rein rechnerisch für insgesamt 27.000 Tote und Verletzte gereicht. Das hat ein Gutachter des Robert-Koch-Instituts am Freitag als Sachverständiger im Prozess gegen das Islamisten-Paar am Düsseldorfer Oberlandesgericht ausgesagt. Neben den rechnerisch 13.500 Toten hätten noch einmal so viele Menschen verletzt werden können. 

+++ 13.20 Uhr: Prozess gegen vier Männer wegen Brands in Saunaklub mit drei Toten begonnen +++

Zweieinhalb Jahre nach einem tödlichen Brand in einem Berliner Saunaklub müssen sich vier Männer vor Gericht verantworten. Vor dem Amtsgericht Tiergarten begann der Prozess gegen einen Gast und drei Betreiber mit der Anklageverlesung, wie eine Gerichtssprecherin sagte. Der 37-jährige Saunabesucher soll das Feuer fahrlässig verursacht haben - seine nicht ordnungsgemäß entsorgte Zigarette führte laut Anklage zu dem Brand mit drei Toten.

+++ 13.12 Uhr: Bulle tötet Zuschauer bei Stierhatz in Zentralspanien +++

Bei einer Stierhatz im zentralspanischen Ort Cuéllar nahe Segovia ist ein 61-jähriger Mann von einem Bullen aufgespießt und tödlich verletzt worden. Das Opfer sei an der Brust und am Hals durch mehrere Hornstöße so schwer verwundet worden, dass er keine Überlebenschance gehabt habe, zitierte das örtliche Portal "El Día de Segovia" Bürgermeister Carlos Fraile. Der Mann sei nur Zuschauer gewesen und habe nicht selbst an dem Stiertreiben teilgenommen, hieß es. Auf im Internet verbreiteten Videos war zu sehen, wie der Bulle am Donnerstag plötzlich ausriss und ins Publikum stürmte. 

+++ 12.52 Uhr: Feuer am Hauptsitz von Toyota in Japan - achter Stock voller Rauch +++

Am Hauptsitz des Autobauers Toyota in Japan ist ein Feuer ausgebrochen. Rauch habe sich im achten Stock eines Firmengebäudes in der Stadt Toyota ausgebreitet, meldete die Nachrichtenagentur Kyodo am Freitag unter Berufung auf die Polizei. Berichte über Verletzte gebe es zunächst nicht. 

Ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes bemerkte demnach den Rauch in der Abteilung für Entwicklung um kurz vor 17 Uhr und alarmierte die Feuerwehr der Präfektur Aichi. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt. Toyota liegt auf Japans Hauptinsel Honshu etwa 240 Kilometer Luftlinie westlich der Hauptstadt Tokio.

+++ 12.46 Uhr: FDP will Untersuchungsausschuss zur Pkw-Maut +++

Die FDP will angesichts vieler offener Fragen zur gescheiterten Pkw-Maut einen Untersuchungsausschuss im Bundestag beantragen. Dieses scharfe Schwert sei notwendig, um völlige Transparenz zu bekommen, sagte FDP-Verkehrsexperte Oliver Luksic am Freitag in Berlin. Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) habe Gelegenheit zum Aufklären gehabt, "aber es haben sich immer nur neue Fragen gestellt". Die FDP wolle daher einen Untersuchungsausschuss beantragen und sei dazu auch im Gespräch mit Linken und Grünen.

Scheuer steht unter Druck, weil er die Verträge zur Erhebung und Kontrolle der Maut mit den Betreibern Kapsch und CTS Eventim 2018 geschlossen hatte, bevor endgültige Rechtssicherheit bestand. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) erklärte die Maut Mitte Juni für rechtswidrig, direkt nach dem Urteil kündigte der Bund die Verträge. Daraus könnten nun finanzielle Forderungen der Firmen resultieren.

+++ 12.40 Uhr: Polizei in Hongkong nimmt Abgeordneten fest +++

Bei ihrem Vorgehen gegen die Protestbewegung in Hongkong hat die Polizei erstmals auch einen Abgeordneten festgenommen. Es handele sich um den der Demokratiebewegung nahestehenden Parlamentarier Cheng Chung Tai, teilte seine Partei am Freitag im Online-Dienst Facebook mit. Die Polizei bestätigte die Festnahme eines 35-jährigen Mannes mit Namen Cheng. Ihm werde "Verschwörung" vorgeworfen, um "kriminellen Schaden" anzurichten. 

Am Freitagmorgen hatte die Polizei bereits zwei der wichtigsten Anführer der Protestbewegung, Joshua Wong und Agnes Chow, festgenommen. Das harte Vorgehen der Polizei erfolgte einen Tag vor angekündigten Aktionen zum fünften Jahrestag der Regenschirm-Bewegung in der chinesischen Sonderverwaltungszone. Eine dazu am Samstag geplante Großdemonstration wurde nach einem Polizeiverbot zwar von den Organisatoren abgesagt. Die Demokratiebewegung plant aber nach eigenen Angaben andere Aktionen zu dem Jahrestag.

+++ 12.38 Uhr: Mann klaut 50 Dollar und wird erst nach drei Jahrzehnten freigelassen +++

Nach mehr als 35 Jahren im Gefängnis ist ein für den Diebstahl von 50 Dollar zu lebenslanger Haft verurteilter Mann in den USA wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Ein Richter im Bundesstaat Alabama entschied laut übereinstimmenden Medienberichten, dem 58-Jährigen die verbleibende Haftstrafe zu erlassen. Demnach hatte der Mann den Geldbetrag im Jahr 1983 aus der Kasse einer Bäckerei in der Stadt Bessemer gestohlen. Da es sich bereits um seine dritte kleinkriminelle Tat gehandelt habe, sei er aufgrund eines besonderen Gesetzes des Bundesstaates Alabama zu lebenslanger Haft ohne Bewährung verurteilt worden. 

Die Familie des Mannes reagierte nach der Freilassung mit großer Erleichterung und Freudentränen. "Ich bin völlig zusammengebrochen. Ich habe nur meine Hände zum Himmel gestreckt und gesagt: Gott, ich danke dir, ich danke dir", sagte eine Nichte dem Fernsehsender WBRC. Die Familie werde ihn jetzt so gut wie möglich unterstützen, eine Arbeit zu finden. Dem Richter sagte der Mann laut Medienberichten, Tischler werden zu wollen.

+++ 12.16 Uhr: Türkei: Iranischer Tanker "Adrian Darya 1" auf dem Weg in den Libanon +++

Der wochenlang vor Gibraltar festgesetzte iranische Tanker "Adrian Darya 1" ist nach Angaben aus der Türkei auf dem Weg in den Libanon. Der früher "Grace 1" genannte Supertanker sei nicht auf dem Weg in die südtürkische Küstenstadt Iskenderun, sondern steuere den Libanon an, sagte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu am Freitag während eines Besuchs in Norwegen. Die Türkei verfolge genau seinen Kurs.

Großbritannien hatte den mit iranischem Erdöl beladenen Tanker Anfang Juli vor dem britischen Überseegebiet Gibraltar unter dem Verdacht festgesetzt, dass er entgegen der EU-Sanktionen Öl nach Syrien liefern wolle. Die rechtlich umstrittene Entscheidung führte zu einem langen Streit mit dem Iran, in dessen Zuge die iranischen Revolutionsgarden einen britischen Tanker im Persischen Golf festsetzten.

+++ 12.08 Uhr: Maas fordert von London "so schnell wie möglich" Brexit-Vorschläge +++

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat die britische Regierung aufgefordert, "so schnell wie möglich" Vorschläge vorzulegen, um einen chaotischen Brexit zu verhindern. Ein EU-Austritt ohne Abkommen am 31. Oktober sei "für alle Beteiligten negativ", sagte Maas beim Treffen der EU-Außenminister am Freitag in Helsinki. Bisher habe Großbritannien aber noch keine Vorschläge insbesondere zur Frage der Grenze zwischen Irland und Nordirland auf den Tisch gelegt. "Wir warten auf die Vorschläge."

Der britische Premierminister Boris Johnson hatte am Donnerstag angekündigt, er wolle die Gespräche mit der EU über den Brexit nun zwei Monate vor dem Austrittstermin intensivieren. Er fordert, die umstrittene Auffanglösung zu Nordirland aus dem mit seiner Vorgängerin Theresa May ausgehandelten Austrittsabkommen zu streichen. Dies lehnt die EU ab. "Wir gehen davon aus, dass es am 31. Oktober den Brexit geben wird", sagte Maas. "Wir werden alles dafür tun, dass das kein No-Deal-Brexit ist." Die EU sei aber nicht bereit, das Austrittsabkommen nochmals aufzuschnüren. Es sei nun an der britischen Regierung darzulegen, wie sie sich alternative Vereinbarungen zu der Grenzlösung für Nordirland vorstelle.

+++ 12.03 Uhr: Nach Trumps Absage: Polen hoffen auf Besuch noch in diesem Jahr +++

Regierungsvertreter in Warschau haben auf die Absage der Polenreise von US-Präsident Donald Trump mit Verständnis reagiert und hoffen auf einen neuen Termin. "Die Entscheidung ist absolut verständlich, es geht um eine reale Bedrohung", sagte Polens Verteidigungsminister Mariusz Blaszczak am Freitag laut Nachrichtenagentur PAP. Man wisse, welche Schäden Hurrikans in der Vergangenheit in den USA angerichtet hätten. Der Verteidigungsminister hob hervor, dass Trump seine Reise nur verschoben habe. Daher warte man in Polen nun auf die Vereinbarung eines neuen Datums für die Visite. 

Trump hat wegen des herannahenden Hurrikans "Dorian" seine fürs Wochenende geplante Reise nach Polen abgesagt. Für die USA werde nun stattdessen Vizepräsident Mike Pence an den Gedenkveranstaltungen zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs in Polen teilnehmen, sagte Trump am Donnerstag im Weißen Haus. Trump sollte ursprünglich am Sonntag in Warschau ankommen.

+++ 12.01 Uhr: Organisatoren sagen in Hongkong geplante Großdemo nach Verbot der Polizei ab +++

Die Organisatoren einer am Samstag geplanten Großdemonstration in Hongkong beugen sich dem von der Polizei verhängten Verbot: Der Demonstrationszug werde abgesagt, erklärten die Organisatoren am Freitag in der chinesischen Sonderverwaltungszone. Es würden aber andere Aktionen vorbereitet. Zuvor waren zwei der wichtigsten Anführer der Protestbewegung, Joshua Wong und Agnes Chow, festgenommen worden. 

Die Polizei begründete die Festnahme von Wong und Chow am Morgen mit "Anstachelung zur Teilnahme an einer verbotenen Versammlung". Die beiden Aktivisten wurden am Nachmittag (Ortszeit) vor Gericht formell angeklagt. Ihnen drohen nun bis zu fünf Jahre Gefängnis. In Hongkong gibt es seit drei Monaten Massendemonstrationen für mehr Demokratie und gegen eine wachsende Einflussnahme Pekings. Dabei hatte es am vergangenen Wochenende schwere gewalttätige Auseinandersetzungen gegeben.

+++ 11.58 Uhr: Mehr als 150 Migranten gelangen in spanische Nordafrika-Exklave +++

Bei einem neuen Massenansturm afrikanischer Migranten sind mindestens 155 Menschen von Marokko aus in die spanische Nordafrika-Exklave Ceuta gelangt. Insgesamt hätten 250 Menschen versucht, über den sechs Meter hohen doppelten Grenzzaun auf spanisches Territorium zu gelangen, was etwa 100 von ihnen aber nicht gelungen sei, sagte ein Sprecher der Regierungsvertretung in Ceuta am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. 

Zwölf Beamte der Polizeieinheit Guardia Civil seien leicht verletzt worden, als sie versuchten, die Migranten abzuwehren. Der Vorfall ereignete sich nach Angaben des Portals "El Faro de Ceuta" am Morgen im Norden der Exklave nahe der Siedlung Benzú.

+++ 11.37 Uhr: Sommer 2019 war drittwärmster seit Beginn der Wetteraufzeichnungen +++

Der Sommer 2019 war nach vorläufigen Daten des Deutschen Wetterdienstes der drittwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881. Die Durchschnittstemperatur lag bei 19,2 Grad, wie der Wetterdienst am Freitag in Offenbach am Main in einer ersten Sommerbilanz mitteilte. Lediglich in den Jahren 2003 und 2018 war es in Deutschland mit 19,7 und 19,3 Grad noch wärmer.

Einige Rekorde fielen in diesem Jahr dennoch: Erstmals überschritten die Temperaturen in Deutschland die Marke von 42 Grad. Bei der Hitzewelle Ende Juli wurden im niedersächsischen Lingen 42,6 Grad gemessen. Vor Beginn des Sommers hatte die Rekordtemperatur bei 40,3 Grad im bayerischen Kitzingen gelegen. Dieser Wert wurde in diesem Jahr aber gleich mehrmals übertroffen. Der Juni 2019 gilt als der wärmste seit Beginn der regelmäßigen Wetteraufzeichnungen.

+++ 11.35 Uhr: Noch kein Böhmermann-Antrag auf SPD-Mitgliedschaft +++

Für eine eventuelle Kandidatur des TV-Satirikers Jan Böhmermann um den SPD-Vorsitz wird die Zeit knapp. Wie am Freitag aus Parteikreisen zu hören war, ging bis zum Vorabend noch keine Bewerbung um eine Mitgliedschaft ein. Das wäre allerdings die Grundvoraussetzung, als Kandidat anzutreten. Böhmermann hatte am Donnerstagabend in seiner Show "Neo Magazin Royale" angekündigt, SPD-Chef werden zu wollen, und eine Kampagne unter dem Hashtag "#neustart19" ausgerufen. Ob es ihm mit der Aktion ernst ist, blieb zunächst unklar. Nach eigenem Bekunden ist er bislang noch kein SPD-Mitglied, was aus der Partei auch bestätigt wird.

+++ 11.28 Uhr: Gericht lehnt Klage gegen Zwangspause des britischen Parlaments zunächst ab +++

Ein schottisches Gericht hat am Freitag den Antrag auf eine einstweilige Verfügung gegen die vorübergehende Schließung des britischen Parlaments abgelehnt. Das berichtete die britische Nachrichtenagentur PA aus dem Gerichtssaal in Edinburgh. 

Eingereicht hatte den Antrag eine Gruppe von Oppositionsabgeordneten. Sie sehen in der von Premierminister Boris Johnson erwirkten Zwangspause des Unterhauses eine unzulässige Einschränkung des Parlaments und wollen die Maßnahme gerichtlich unterbinden. Für den 6. September ist dazu eine Anhörung vorgesehen. 

Ähnliche Klagen wurden auch vor den High Courts in Belfast und London eingereicht. Der ehemalige konservative Premierminister John Major teilte am Freitag mit, er wolle sich einer der Klagen anschließen.

+++ 11.15 Uhr: Gericht: Mieterin muss Anrede als "Fräulein" in Aushängen hinnehmen +++

Eine Mieterin muss es nach einem Gerichtsurteil hinnehmen, dass ihre betagten Vermieter sie in Aushängen im Hausflur als Fräulein bezeichnen. Das Amtsgericht Frankfurt am Main wies in einem am Freitag veröffentlichten Urteil die Unterlassungsklage der Frau ab. Es war demnach nicht "ehrverletzend", dass die 89-jährige Vermieterin den Namen der Mieterin in dem ausgehängten Treppenhausputzplan mit dem Zusatz "Frl." oder "Fräulein" versah. 

Der Begriff Fräulein als Bezeichnung einer unverheirateten Frau sei zwar bereits im Jahr 1972 aus öffentlichen Registern abgeschafft worden, erklärte das Amtsgericht. International sei jedoch keine einheitliche Bewertung der Anredeform als herabsetzend festzustellen. Das Gericht verwies dazu auf die französische Anrede Mademoiselle und die englische Bezeichnung Miss. Im konkreten Fall sei das hohe Alter der Vermieter zu berücksichtigen, erklärte das Amtsgericht. Der Klägerin sei zudem vorzuhalten, dass sie die Verwendung der Bezeichnung noch im Mietvertrag im Jahr 1984 nicht beanstandet habe.

+++ 11.11 Uhr: Linke fordert Rücktritt des Ostbeauftragten der Regierung +++

Linke-Chefin Katja Kipping hat einen sofortigen Rücktritt des Ostbeauftragten der Bundesregierung, Christian Hirte, gefordert. Hintergrund sind Äußerungen des CDU-Politikers zur Vorgängerpartei der Linken. Im "Business Insider" hatte Hirte die PDS für heutige Erfolge der AfD im Osten mitverantwortlich gemacht. "Man könnte sagen, dass die PDS-Linke gesellschaftlich gesät hat, was heute die AfD erntet." Die PDS habe über Jahre und Jahrzehnte Unterschiede und angebliche Benachteiligungen betont. 

Linke-Chefin Katja Kipping sagte am Freitag laut einer Mitteilung, Hirte offenbare "absolutes Desinteresse an der Gemütslage und der Situation im Osten. Wer ein solches Maß an Ignoranz gegenüber dem Osten an den Tag legt, ist allenfalls die Karikatur eines Ostbeauftragten. Er sollte sofort zurücktreten".

+++ 10.53 Uhr: Altmaier fordert verfassungsrechtlich "wasserdichte" Soli-Abschaffung +++

Wirtschaftsminister Peter Altmaier hat bei der Soli-Abschaffung eine verfassungsrechtlich "wasserdichte" Lösung gefordert. "Ich kann nur davor warnen, die Bedenken, die es ja schon von unterschiedlichen Seiten gibt, auf die leichte Schulter zu nehmen", sagte Altmaier am Freitag am Rande seiner "Mittelstandsreise" in Freudenberg. "Das wäre für die politische Akzeptanz sehr schlecht, wenn am Ende die Gerichte über die Abschaffung des Soli entscheiden würden und nicht die Politik." 

Ein neues Bundestags-Gutachten nährt einem Zeitungsbericht zufolge Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Abschaffung des Solidaritätszuschlages für 90 Prozent der Zahler - wie dies vom Kabinett nach einem Konzept von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) geplant ist. Die Regelung berge "ein hohes Risiko der Verfassungswidrigkeit", heißt es in dem Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags, das der "Augsburger Allgemeinen" vorliegt. 

+++ 10.39 Uhr: Bundespolizei testet "Ein-Handgepäck-Spur" am Flughafen Köln/Bonn +++

Wer mit leichtem Handgepäck reist, kann ab 1. September eine neue Express-Spur an der Sicherheitskontrolle am Flughafen Köln/Bonn nutzen. Die Bundespolizei testet dort laut Mitteilung die neue Kontroll-Spur im Terminal 1. Sie sei "für Reisende vorgesehen, die lediglich mit einem kleinen Handgepäckstück fliegen." Ein Handgepäck-Trolley zähle nicht dazu, vielmehr gehe es um Passagiere mit einem kleinen Gegenstand, einer Laptoptasche oder einem kleineren Rucksack (bis 20 Liter). 

+++ 10.31 Uhr: Bericht: Deutsche Bank stellt Filialnetz auf den Prüfstand +++

Die Spekulationen über Details des radikalen Konzernumbaus bei der Deutschen Bank reißen nicht ab. In den aktuellen Planungen gebe es Überlegungen, eine größere Zahl von Filialen der Deutschen Bank und der Postbank zu schließen, berichtete die "Wirtschaftswoche" unter Berufung auf nicht näher genannte Insider. Nach ersten internen Schätzungen könnten um die 200 Zweigstellen betroffen sein. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. 

Die Deutsche Bank erklärte auf Anfrage, sie prüfe aktuell eine Reihe zusätzlicher Maßnahmen, "um die bis 2022 gesteckten Ziele in der Privatkundenbank schneller zu erreichen und für ihre Kunden neue Impulse zu setzen."

+++ 10.25 Uhr: Jäger akzeptiert Strafbefehl nach tödlichem Schuss auf Tochter +++

Sieben Monate nach dem tödlichen Schuss eines Jägers auf seine Tochter ist der Fall juristisch abgeschlossen. Der Mann habe einen Strafbefehl über 90 Tagessätze wegen fahrlässiger Tötung akzeptiert, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Karlsruhe am Freitag. Bei dem Unglück im Januar hatte sich ein Schuss aus dem Gewehr des damals 56-Jährigen gelöst, als er gerade aus der Wohnung zur Jagd aufbrechen wollte. Die 19-jährige Tochter wurde getroffen und starb wenig später im Krankenhaus. Zuvor hatten "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten" darüber berichtet. Zur Höhe der Tagessätze machte die Staatsanwaltschaft keine Angaben. 

Der Jäger hätte die Bockbüchsflinte nach den Vorschriften des Waffengesetzes nicht in geladenem Zustand in der Wohnung haben dürfen. Waffen und Munition müssen getrennt voneinander im Waffenschrank aufbewahrt werden. Geladen werden darf erst bei Beginn der Jagd. 

+++ 10.21 Uhr: AfD-Landesvorstand stellt sich hinter Sayn-Wittgenstein +++

Die schleswig-holsteinische AfD hat der aus der Partei herausgeworfenen Landesvorsitzenden Doris von Sayn-Wittgenstein den Rücken gestärkt. Sie habe weiterhin die Unterstützung des Landesvorstands, sagte einer ihrer beiden Stellvertreter, Joachim Schneider, der Deutschen Presse-Agentur am Freitag.

"Der Landesvorstand sieht keine Veranlassung, die Rechtsmeinung der Landesvorsitzenden in Zweifel zu ziehen." Sayn-Wittgenstein, der von der Parteispitze unter anderem wegen einer Fördermitgliedschaft in einem rechtsextremen Verein parteischädigendes Verhalten vorgeworfen wird, hatte erklärt, sie betrachte sich weiterhin als AfD-Landesvorsitzende Schleswig-Holstein.

+++ 10.02 Uhr: CSU-Chef Söder schlägt Steuerbonus für Energiesparen vor +++

CSU-Chef Markus Söder hat einen Klima-Steuerbonus für Bürger vorgeschlagen, die Energie sparen. Steuerzahler sollten damit bis zu 20 Prozent ihrer Kosten für Energiesparmaßnahmen direkt von der Einkommensteuer abziehen können, sagte Söder der "Augsburger Allgemeinen". Der Vorschlag sei ein zentraler Punkt des CSU-Klimaschutzkonzeptes, dass der Parteivorstand Ende kommender Woche beschließen will.

+++ 8.50 Uhr: Kim Jong Un bekommt noch mehr Macht und Würden +++

Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un hat sich vom Parlament des Landes noch mehr Macht und Würden verleihen lassen. Die Volksversammlung habe durch mehrere Verfassungsänderungen Kims "monolithische Macht" nochmals gestärkt, teilte Parlamentspräsident Choe Ryong Hae mit. Durch die Änderungen hat Kim nach Angaben von Experten jetzt fast so viel Macht und Statur wie sein Großvater, Staatsgründer Kim Il Sung.

+++ 8.14 Uhr: Junge Berlinerin stürzt in Tirol in den Tod +++

Bei einer Wandertour mit ihrem Vater ist eine Frau aus Berlin in den österreichischen Alpen in den Tod gestürzt. Wie die Polizei im Matrei bekanntgab, waren die 28-Jährige und der Vater in Osttirol auf einer mehrtägigen Route zu verschiedenen Berghütten unterwegs. Am Donnerstag wanderten die beiden im Gebiet von Prägraten am Großvenediger, als die Frau auf einem Pfad ausrutschte und über einen steilen und felsigen Hang rund 50 Meter in die Tiefe stürzte. Zum Unfallzeitpunkt habe es leicht geregnet, sagte eine Polizistin. Der Vater alarmierte sofort die Rettungskräfte. Diese bargen die Frau mit einem Hubschrauber, doch der Notarzt konnte nur noch ihren Tod feststellen.

+++ 7.40 Uhr: Polizei nimmt bekannte Hongkonger Demokratie-Aktivisten fest +++

Kurz vor einer verbotenen Großdemonstration sind bekannte Hongkonger Demokratie-Aktivisten festgenommen worden. Joshua Wong sei am Freitagmorgen gegen 07.30 Uhr auf offener Straße in ein Zivilfahrzeug verfrachtet worden, teilte seine Partei Demosisto im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Agnes Chow sei zu Hause festgenommen worden. Zuvor hatte die Polizei eine für Samstag geplante Großdemonstration der Demokratiebewegung gegen die pekingtreue Führung der chinesischen Sonderverwaltungszone verboten.

+++ 6.56 Uhr: Deutscher Bergsteiger in Österreich von Blitz getötet +++

Auf dem österreichischen Dachstein ist ein deutscher Alpinist von einem Blitzschlag tödlich verletzt worden. Der 37-Jährige stammte aus Radebeul im sächsischen Landkreis Meißen, wie die Polizei in Graz am Freitag mitteilte. Er war am Donnerstag mit einem gleichaltrigen Kollegen auf den 2995 Meter hohen Gipfel gestiegen. Weil sie einen Wetterumschwung erwarteten, seien die beiden sofort wieder abgestiegen. Als sie das Ende des Klettersteiges fast erreicht hatten, traf ein Blitzschlag die beiden. Nach Angaben der Polizei starb einer der Männer noch an der Unfallstelle. Der zweite wurde ebenfalls verletzt. Er konnte zu einer Berghütte absteigen und dort die Rettungskräfte verständigen.

+++ 6.41 Uhr: Polizei findet hochschwangere 14-Jährige nach Flucht aus Krankenhaus +++

Die schwangere 14-Jährige, die aus einem Aachener Krankenhaus geflüchtet war, ist von der Polizei gefunden worden. Sie und ihr ungeborenes Kind seien wohlauf, sagte ein Polizeisprecher. Sie sei kurz nach Mitternacht nach Hinweisen von Zeugen etwa 60 Kilometer von Aachen entfernt in Bergheim (Rhein-Erft-Kreises) gefunden worden. Die Jugendliche war am Montag kurz vor der Entbindung aus dem Kreißsaal weggelaufen und mittels öffentlicher Fahndung gesucht worden. Sie ist den Angaben nach in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie untergebracht. Als sie das Krankenhaus verließ, hatte sie einen intravenösen Zugang.

+++ 6.23 Uhr: Boliviens Präsident verläuft sich bei Löscheinsatz im Urwald +++

Boliviens Präsident Evo Morales hat sich bei einem Brandbekämpfungstermin im Urwald verlaufen. "Wir haben in der vergangenen Nacht ein kleines Abenteuer erlebt", sagte der erste indigene Staatschef Boliviens vor Journalisten in Roboré im Osten des Landes. "Wir sind fast eine Stunde herumgeirrt, aber dank der Hilfe von Soldaten konnten wir den Rückweg finden", berichtete der Präsident lachend.

Morales war vor Ort, um an der Bekämpfung der verheerenden Brände teilzunehmen, die nicht nur in Brasilien, sondern auch in Bolivien wüten.

Indigene Brasilianerin macht ihrer Wut über die mutmaßliche Brandstiftung des Regenwalds im Amazonas Luft

+++ 5.19 Uhr: Jeder Siebte gibt über 40 Prozent des Einkommens fürs Wohnen aus +++

Fast jeder Siebte in Deutschland gab zuletzt mehr als 40 Prozent des verfügbaren Haushaltseinkommens für das Wohnen aus. Das gilt nach jüngsten Zahlen für das Jahr 2017 für 14,5 Prozent der Einwohner in Deutschland, wie aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervorgeht. Gegenüber 2010 hat sich dieser Anteil kaum verändert.

+++ 5.15 Uhr: Johnson will Gespräche mit der EU über den Brexit intensivieren +++

Der britische Premierminister Boris Johnson will die Gespräche mit der EU über den Brexit forcieren. Während des ganzen Septembers sollten sich die Unterhändler beider Seiten zwei Mal pro Woche treffen, kündigte Johnson an. Nur so bestehe die Möglichkeit einer Einigung vor dem angestrebten Austrittsdatum Großbritanniens am 31. Oktober. Notfalls will der konservative Premier sein Land auch ohne Abkommen aus der EU führen.

+++ 4.35 Uhr: Luftfahrtbeauftragter lehnt Strafsteuer auf Billigflüge in Europa ab +++

Der Luftfahrtbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Jarzombek, hat Forderungen der CSU nach einer Strafsteuer auf Billigflüge in Europa abgelehnt. Der CDU-Politiker sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Wir haben im Koalitionsvertrag verabredet, keine Steuern zu erhöhen. Man muss auch genau prüfen, ob eine solche Regelung nicht dazu führt, dass Flieger einfach leerer fliegen und Menschen mit kleinem Einkommen Mobilität verlieren, ohne dass CO2 eingespart wird." Außerdem solle das gesamte Thema Luftverkehrsbesteuerung europaweit einheitlich geregelt werden, um Ausweicheffekte zu vermeiden.

Die CSU-Landesgruppe im Bundestag fordert einem Medienbericht zufolge eine "Kampfpreis-Steuer" auf Billigflüge innerhalb von Europa. Flüge, die weniger als 50 Euro kosteten, sollten mit einer Strafsteuer belegt werden, heißt es nach Angaben der "Bild"-Zeitung (Freitag) in einem Papier für die Herbst-Klausur der CSU-Landesgruppe im Bundestag am kommenden Dienstag.

+++ 4.34 Uhr: SPD-Bewerber fordern kostenlosen Personennahverkehr +++

Im Rennen um den SPD-Vorsitz macht sich das Bewerberduo Hilde Mattheis und Dierk Hirschel für einen kostenlosen Personennahverkehr stark. Die Möglichkeit zur kostenfreien Nutzung von Bussen und Bahnen verbinde soziale Gerechtigkeit mit ökologischer Vernunft, sagte die Parteilinke Mattheis der Deutschen Presse-Agentur. "Mobilität darf kein Privileg sein." Der Verdi-Chefökonom Hirschel ergänzte: "Wenn wir Menschen zum Umstieg auf Bus und Bahn bewegen möchten, müssen wir ihnen etwas anbieten, um das Auto auch mal stehen zu lassen."

ivi / mik / dho / rw / DPA / AFP