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News des Tages Gewissheit: Auf niederländischer Insel Ameland vermisste deutsche 14-Jährige ist tot

Ameland
Rettungskräfte suchten unter anderem mit Netzen auf der niederländischen Wattenmeerinsel Ameland nach dem vermissten deutschen Mädchen
© Anton Kappers-Thomasson / ANP / DPA
Polizei fasst gesuchten Yves R. aus dem Wald bei Oppenau +++ Polizei findet mehrere Tote in Wohnung in Baden-Württemberg +++ Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Tönnies-Geschäftsführung +++ Die Nachrichten von heute im stern-Ticker.

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • 14-jähriges deutsches Mädchen tot aus Nordsee geborgen (20.00 Uhr)
  • Flüchtiger 31-Jähriger aus Oppenau gefasst (18.10 Uhr)
  • Polizei findet mehrere Tote in Wohnung in Baden-Württemberg (17.47 Uhr)
  • Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Tönnies-Geschäftsführung (17.38 Uhr)
  • Mordprozess: Mann soll Brasilianer unter Drogen gesetzt, missbraucht und ermordet haben (11.34 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 20.19 Uhr: WHO: Ärzte und Pflegekräfte machen zehn Prozent aller Corona-Fälle aus +++

Mehr als 1,3 Millionen Ärzte und Pflegekräfte weltweit sind laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) bislang am neuartigen Coronavirus erkrankt. Beschäftigte im Gesundheitssektor machten bisher etwa zehn Prozent aller weltweiten Covid-19-Fälle aus, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf. Die Johns-Hopkins-Universität zählte bis Freitag 13,8 Millionen erfasster Coronavirus-Infektionen auf der ganzen Welt. Die jüngste Zahl der WHO lag am Donnerstag bei 13,4 Millionen Fällen.

+++ 20.00 Uhr: 14-jähriges deutsches Mädchen tot aus Nordsee geborgen +++

Vor der Küste der niederländischen Insel Ameland ist nach tagelanger Suche ein vermisstes 14-jähriges deutsches Mädchen tot geborgen worden. Das Mädchen war vor knapp einer Woche ertrunken. Ein Rettungsteam hatte die Leiche bei einer Bohrinsel gefunden und an Land gebracht. Sie wurde den Eltern übergeben, teilte die Polizei Am Abend in Nes auf Ameland mit.

Das Mädchen war am vergangenen Samstagabend bei Dunkelheit mit dem Vater und der jüngeren Schwester im Wasser. Vermutlich geriet die 14-Jährige durch die starke Strömung in Not. Sie war bei der Dunkelheit schnell nicht mehr zu sehen. Der Vater und die zweite Tochter konnten sich retten und alarmierten die Rettungskräfte. Die großangelegte Suche blieb jedoch erfolglos. Die Hoffnung, dass das Mädchen überleben könnte, war schnell verflogen.

+++ 19.52 Uhr: Polizei beendet Blockade vor Tönnies-Schlachthof +++

Die Polizei hat am Abend eine Straßenblockade vor dem Tönnies-Schlachthof in Rheda-Wiedenbrück beendet. Man habe die Blockierer eine Zeit lang gewähren lassen, damit sie auf ihr Anliegen aufmerksam machen konnten, sagte eine Polizeisprecherin. 15 Teilnehmer seien dann aber den Aufforderungen der Einsatzkräfte, die Straße zu räumen, nicht nachgekommen. Sie hätten sich ohne Gegenwehr von den Beamten wegtragen lassen. Die Polizei leitete Strafverfahren gegen sie ein. Die Wiederaufnahme des Schlacht- und Zerlegebetriebs bei Deutschlands größtem Fleischverarbeiter Tönnies in Rheda-Wiedenbrück waren am Freitag von mehreren Demonstrationen begleitet worden. Mehrere Initiativen, darunter Klima- und Tierschützer, hatten zu Protesten aufgerufen. Für die Gegenseite riefen Landwirte zu einem Grillen vor der Firmenzentrale auf, um ihre Zustimmung zum Neustart des Betriebs auszudrücken.

+++ 19.22 Uhr: Wetterradar in Großbritannien zeigt gigantische Ameisenschwärme an +++

Der britische Wetterdienst hat mehrere gigantische Schwärme fliegender Ameisen per Radar entdeckt. Auf einem Video, das vom Met Office per Twitter geteilt wurde, waren auf einer Wetterkarte mehrere vermeintliche Regenfelder über dem Südosten Englands zu sehen. "Es regnet nicht in London, Kent oder Sussex, sondern unser Radar sagt etwas anderes", hieß es in dem Tweet des Wetterdiensts. "Der Radar zeigt einen Schwarm von fliegenden Ameisen über dem Südosten an." An warmen, feuchten und windstillen Tagen im Sommer könne es zum massenhaften Auftreten von Ameisenschwärmen kommen. Tage wie diese sind als Flying Ant Day (Tag der fliegenden Ameisen) bezeichnet. Nicht immer kommt es dabei zu so großen Ansammlungen. Für Ungemach sorgten die Tiere in der Vergangenheit auch immer wieder beim Tennis-Turnier in Wimbledon.

+++ 19.03 Uhr: NRW bietet Lehrern und Erziehern alle 14 Tage Corona-Test an +++

Die nordrhein-westfälische Landesregierung bietet den rund 360.000 Beschäftigten in Schulen und Kitas des Bundeslandes an, sich bis zu den Herbstferien regelmäßig auf eine Ansteckung mit dem Coronavirus testen zu lassen. Die Kosten dafür werde das Land übernehmen, sagte ein Sprecher des NRW-Gesundheitsministeriums. Für Schüler und Kitakinder sei ein solches Angebot hingegen nicht geplant. Sollte in einer Schule ein Infektionsgeschehen auftreten, werde künftig aber "sofort und umfänglich" getestet.

+++ 18.10 Uhr: 31-Jähriger nach Raub von Polizeiwaffen gefasst +++

Der 31-Jährige, der vier Polizisten mit einer Schusswaffe bedroht und ihnen die Pistolen abgenommen hat, ist gefasst. Das teilte die Polizei in Offenburg mit. Nach dem Mann war nach dem Vorfall in Oppenau im Schwarzwald (Baden-Württemberg) seit vergangenen Sonntag gesucht worden. Der 31-Jährige sei festgenommen worden, hieß es weiter. Dabei seien vier Schusswaffen sichergestellt worden. Weitere Einzelheiten zur Festnahme will die Polizei noch im Laufe des Abends während einer Pressekonferenz mitteilen.

Für den beschaulichen Ort Oppenau endet damit eine nervenaufreibende Woche. "Ich bin einfach nur froh, dass der Alptraum für unseren Ort ein Ende gefunden hat", sagte Bürgermeister Uwe Gaiser der Deutschen Presse-Agentur, kurz nachdem die Polizei die Öffentlichkeit über die vorläufige Festnahme des 31-Jährigen informiert hatte. 

Der Mann ohne festen Wohnsitz hatte am vergangenen Sonntagmorgen bei einer Kontrolle in einer illegal von ihm genutzten Gartenhütte vier Polizisten bedroht und sie gezwungen, ihre Dienstpistolen abzulegen. Anschließend flüchtete er mit den Waffen in den Wald, in dem er sich gut auskennt. Danach war er tagelang verschwunden. Hunderte Polizisten durchkämmten die Region um Oppenau, unterstützt von Hubschraubern mit Wärmebildkameras und Spezialkräften.

+++ 17.51 Uhr: Nach Fund von zerstückelter Leiche in New York – Verdächtiger gefasst +++

Nach dem Fund einer wohl mit einer elektrischen Säge zerstückelten Leiche in einer Wohnung in New York hat die Polizei Medienberichten zufolge einen Verdächtigen festgenommen. Es handele sich dabei um den 21 Jahre alten Assistenten des Opfers, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf Polizeikreise. Er solle wegen Mordes angeklagt werden. Den Berichten zufolge hatte das Opfer, ein Technologie-Unternehmer, entdeckt, dass sein Assistent Geld von ihm gestohlen habe.

+++ 17.47 Uhr: Polizei findet mehrere Tote in Wohnung in Baden-Württemberg +++

Die Polizei hat in einer Wohnung in Baden-Württemberg mehrere tote Menschen gefunden. Es handele sich um Mitglieder einer Familie, sagte eine Polizeisprecherin. Ermittelt werde wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts. Bislang gebe es keine Hinweise darauf, dass Fremde oder Außenstehende an der Tat in Reutlingen beteiligt gewesen seien. Die Leichen seien am Mittag in einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus gefunden worden. Polizei und Staatsanwaltschaft wollten im Laufe des Abends weitere Informationen bekanntgeben.

+++ 17.38 Uhr: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Tönnies-Geschäftsführung +++

Nach zahlreichen Anzeigen wegen des massiven Corona-Ausbruchs in Deutschlands größtem Fleischwerk ermittelt die Staatsanwaltschaft jetzt gegen die Geschäftsführung von Tönnies. Grund dafür sei aber kein neuer Ermittlungsstand, sondern das übliche Fortschreiben eines solchen Verfahrens, sagte ein Sprecher der Bielefelder Staatsanwaltschaft. Die Behörde hatte in den vergangenen Wochen zunächst gegen Unbekannt wegen des Anfangsverdachts auf fahrlässige Körperverletzung und Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz ermittelt.  

Bei der Staatsanwaltschaft in Bielefeld sind seit dem Corona-Ausbruch im Tönnies-Hauptwerk in Rheda-Wiedenbrück Mitte Juni nach Angaben der Behörde rund 50 Strafanzeigen eingegangen. Darunter ist auch eine Anzeige der Bielefelder Bundestagsabgeordneten Britta Haßelmann (Grüne). Der Ermittlungskommission der Polizei, die den Einsatznamen EK "Carne" (Fleisch) trägt, gehörten derzeit fünf Beamte an, sagte ein Sprecher der Bielefelder Polizei. Die "Neue Westfälische" hatte online darüber berichtet, dass nun gegen die Geschäftsführung von Tönnies ermittelt werde. 

+++ 17.19 Uhr: Maas fordert mehr Einsatz gegen sexualisierte Gewalt in Konflikten +++

Außenminister Heiko Maas (SPD) hat die Weltgemeinschaft zu einem engagierteren Vorgehen gegen sexualisierte Gewalt in Konflikten aufgerufen. "Vergewaltigung, Zwangsprostitution und sexuelle Versklavung werden nach wie vor in Konflikten überall auf der Welt als Waffen eingesetzt", sagte er in einer Videokonferenz des UN-Sicherheitsrates. Seit der Verabschiedung der einschlägigen Sicherheitsrats-Resolution 1325 vor 20 Jahren seien kaum Fortschritte erkennbar.

Maas forderte, es müsse gewährleistet werden, dass Überlebende die medizinische und rechtliche Unterstützung bekommen, die sie verdienen. Frauen müssten zudem eine zentrale Rolle bei der Friedenskonsolidierung spielen. "Ohne Gleichstellung der Geschlechter und ohne Menschenrechte bleiben dauerhafter Frieden und langfristige Aussöhnung unerreichbar." 

+++ 16.46 Uhr: Bewährungsstrafe für Berliner wegen Betrugs mit Corona-Hilfen +++

In Berlin ist ein 31-Jähriger wegen Betrugs bei Corona-Soforthilfen zu einem Jahr und sieben Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Amtsgericht Tiergarten sah es als erwiesen an, dass der Mann im April sechs Mal Anträge auf Zuschüsse von insgesamt 77.5000 Euro gestellt hatte – ohne dass er dafür berechtigt war. Ausgezahlt wurden ihm schließlich 21.500 Euro aus dem Corona-Soforthilfe-Programm des Bundes.

In den Anträgen hatte der Mann nach Überzeugung des Gerichts jeweils falsche Angaben gemacht. Unter anderem trug er nicht existierende Gesellschaften ein sowie eine falsche Anzahl von Beschäftigten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

+++ 16.34 Uhr: Queen-Enkelin Beatrice hat in aller Stille geheiratet +++

Mit mehr als eineinhalb Monaten Verspätung hat Queen-Enkelin Beatrice in aller Stille ihren Verlobten Edoardo Mapelli Mozzi geheiratet. An der privaten Zeremonie in der Kapelle der Royal Lodge in Windsor hätten Königin Elizabeth II. und ihr Mann Prinz Philipp sowie weitere enge Angehörige teilgenommen, teilte der Buckingham-Palast mit. Er betonte, alle Corona-Regeln seien dabei beachtet worden.

Ursprünglich wollten die 31-jährige Prinzessin und der 37-jährige Immobilienmagnat am 29. Mai in der Kapelle des St.-James-Palastes in London heiraten. Wegen der Corona-Pandemie wurde der Termin jedoch verschoben. 

+++ 16.26 Uhr: Luxemburger Finanzholding CDE übernimmt Mehrheit an Heckler & Koch +++

Die Luxemburger Finanzholding CDE hat die Mehrheit am Schwarzwälder Sturmgewehr-Fabrikanten Heckler & Koch übernommen.  Der Vorstand sei am Freitag unterrichtet worden, "dass CDE eine Mehrheitsbeteiligung an der H&K AG gehört", teilte Heckler & Koch am Freitag mit. Zuvor habe das Bundeswirtschaftsminsiterium der CDE grünes Licht gegeben.

+++ 16.12 Uhr: Rio erlaubt wieder Mannschaftssport am Strand +++

Inmitten einer massiven Corona-Krise hat Brasiliens Metropole Rio de Janeiro seine berühmten Strände wieder für Mannschaftssport geöffnet. Heute trat ein Dekret in Kraft, das Bürgermeister Marcelo Crivella erlassen hatte. Eine Ausnahme stellen die Wochenenden dar, an denen die Verbote für gemeinschaftliche Sportarten wie Beachvolleyball und Futevolei ebenso wie das Sonnenbaden im Sand von Copacabana oder Ipanema weiterhin gelten. Damit sollen allzu große Menschenansammlungen an den beliebtesten Strandtagen vermieden werden. Crivella hat angekündigt, den Verbleib am Strand wie beim Sonnen erst zu erlauben, wenn es eine Impfung gegen das Coronavirus gäbe.

+++ 16.11 Uhr: Streit um Masken: Toter Busfahrer wird Montag in Bayonne beigesetzt +++

Im Südwesten Frankreichs wird am Montag ein Busfahrer beigesetzt, den Passagiere nach einem Streit um die Maskenpflicht brutal angegriffen hatten. Die Trauerfeier für Philippe Monguillot ist am Montagnachmittag in der Kirche Sainte-Croix in Bayonne geplant, wie die Witwe Véronique auf Facebook mitteilte. Nach dem Angriff musste Monguillot im Krankenhaus für hirntot erklärt werden. Die Familie einigte sich mit den Ärzten, die lebenserhaltenden Maßnahmen für den 59-Jährigen zu beenden. Der Fall sorgte international für große Anteilnahme.

+++ 16.06 Uhr: Monsunregen lässt in Indien Häuser einstürzen – acht Tote +++

Wegen starken Monsunregens sind in Indien zwei Häuser eingestürzt und mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Das teilte die Polizei in einer ersten Bilanz auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Die Bergungsarbeiten in der Millionenmetropole Mumbai dauerten am Freitagabend (Ortszeit) noch an. Beim Zusammenstürzen der Häuser an zwei verschiedenen Orten in der Großstadt am Donnerstag seien Menschen unter den Trümmern begraben worden. 

+++ 16.04 Uhr: Polizeichef appelliert an flüchtigen Mann: Nehmen Sie Kontakt auf +++

Der Offenburger Polizeipräsident Reinhard Renter hat an den flüchtigen 31-Jährigen von Oppenau im Schwarzwald appelliert, Kontakt mit seinen Beamten aufzunehmen. Das könne auch über Freunde oder die Familie geschehen. Die Ermittler gehen weiter davon aus, dass sich der Mann im Wald bei Oppenau aufhält. Da der Ort nicht abgeriegelt oder umstellt sei, könne der Mann problemlos zu Kontaktpersonen gelangen. Auch nach fünftägiger Suche fehlte am Freitag jede Spur von dem vorbestraften Mann ohne festen Wohnsitz. Er war am Sonntag nach einer Polizeikontrolle in einer illegal von ihm genutzten Hütte in den Wald geflohen. Zuvor hatte er vier Beamte mit einer Waffe bedroht und ihnen die Dienstwaffen abgenommen.

15.43 Uhr: Ermittlungen nach Video über Polizeigewalt in Österreich +++

Nach einem Video über einen brutalen Polizeieinsatz in Österreich sind acht Wiener Polizisten vorläufig suspendiert worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt im Zusammenhang mit dem Video wegen Körperverletzung und prüft möglichen Amtsmissbrauch, wie eine Sprecherin der österreichischen Nachrichtenagentur APA sagte. Das Überwachungsvideo eines Wiener Lokals von Januar 2019 zeigt Polizisten, die einen Mann umringen. Zwei Beamte schlagen und treten in dem Video vor den Augen ihrer Kollegen den Mann, der keinen sichtbaren Widerstand leistet. Die "Kronen Zeitung" hatte das Video am Donnerstag veröffentlicht. Nach der Sichtung des Videos sei die "vorläufige Suspendierung zweier unmittelbar und sechs mittelbar bei diesem Misshandlungsvorwurf involvierter Beamter verfügt" worden, erklärte die Wiener Polizei. Den Vorwurf der Misshandlung hatte der Mann schon nach dem Einsatz erhoben. Da seine Aussage gegen die der beteiligten Polizisten stand, wurde gegen ihn ein Strafverfahren wegen Verleumdung eingeleitet.

Aufgrund des Videos wird das Verfahren gegen den Mann laut Staatsanwaltschaft eingestellt. Nun solle zunächst geklärt werden, welche der anwesenden Beamten als unmittelbare Täter infrage kämen und wie viele die Gewalt toleriert hätten.

+++ 15.39 Uhr: Deutschlands größter Steinmeteorit vorgestellt +++

Ein jahrzehntelang unerkannt in einem Garten gelegener Meteorit in Rekordgröße soll weiter erforscht werden. Dieter Heinlein, Experte vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) kann sich vorstellen, dass der größte jemals in Deutschland gefundene Meteorit vor Hundert bis einigen Tausend Jahren auf die Erde abgestürzt war. Nun soll das Jahr des Einschlags genauer bestimmt werden, wie Heinlein im Planetarium in Laupheim (Kreis Biberach) sagte. Dort wird der nahezu vollständig erhaltene Meteorit zum ersten Mal der Öffentlichkeit gezeigt. Lediglich das von Heinlein abgesägte Teil zur weiteren Erforschung musste der Meteorit einbüßen. Jahrzehntelang lag er unbemerkt auf einem Grundstück in Blaubeuren. 

News - Steinmeteorit
Dieter Heinlein, Meteoritenexperte des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), neben dem Rekordfund
© Felix Kästle / DPA

Das Fundstück hat eine Masse von 30,26 Kilogramm und wird "Blaubeuren" genannt. Bislang war der bei Oldenburg gefundene "Benthullen"-Meteorit mit einem Gewicht von 17,25 Kilogramm laut Deutschem Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) der Rekordhalter. 

+++ 15.34 Uhr: Karliczek dämpft Hoffnungen auf schnelles Ergebnis bei Impfstoff-Suche +++

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat Hoffnungen auf ein schnelles Ergebnis bei der Suche nach einem wirksamen Impfstoff gegen das Coronavirus gedämpft. "Einige Forscher und Firmen sind offenbar auf einem guten Weg. Aber der Erfolg ist längst nicht garantiert", sagte Karliczek den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (Samstagsausgaben). "Niemand kann heute sagen, wie wirksam letztlich die Impfstoffe sind, die momentan vielleicht in Tests recht gut aussehen, oder ob sie breit vertragen werden", gab die Ministerin zu bedenken. Eine Impfstoffentwicklung sei "leider kein berechenbarer Prozess". "Wir haben immer gesagt, dass es vermutlich zwölf bis 18 Monate dauert, bis wir einen oder mehrere Impfstoffe der breiten Bevölkerung anbieten können."

Karliczek fügte aber hinzu: "Mit unserem Sonderprogramm von 750 Millionen Euro setzen wir alles daran, in Deutschland ansässige Firmen bei der Impfstoffentwicklung zu unterstützen - insbesondere bei der Ausweitung der klinischen Prüfungen. Das werde die Entwicklung von Impfstoffen beschleunigen.

+++ 15.25 Uhr: "Ballermann"-Partys: Tourismusbeauftragter appelliert an Urlauber +++

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, hat die illegalen Partys am "Ballermann" auf Mallorca als "sehr ärgerlich" bezeichnet. Der Wirtschaftsstaatssekretär sagte im Rahmen einer digitalen Konferenz, er appelliere an alle Urlauber, die Regeln einzuhalten und sich vernünftig zu verhalten. Es sei nicht zu viel verlangt, Mundschutz zu tragen und sich an Abstandsregeln zu halten. Man könne außerdem in diesem einen Jahr auch mal auf "exzessive Partys" verzichten. Die breite Masse der Urlauber aber halte sich an die Regeln.

+++ 15.07 Uhr: Weniger Verkehr in Corona-Krise hat Luftqualität verbessert +++

Der geringere Autoverkehr in Städten während der Corona-Krise hat sich nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) stark auf die Belastung mit gesundheitsgefährdenden Stickoxiden ausgewirkt – auch wenn das an Messdaten nicht immer abzulesen war. Wenn man meteorologische Einflüsse abtrenne, zeige sich für die Zeit vom 23. März bis zum 19. April in 48 Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern eine Verbesserung der Luftqualität durch den Lockdown um etwa 30 Prozent für Stickoxide (NOx), teilte der DWD mit. 

+++ 14.41 Uhr: Bombendrohung gegen Ryanair-Flug – 51-Jähriger festgenommen

Eine Ryanair-Passagiermaschine hat während eines Flugs von London nach Oslo eine Bombendrohung erhalten. Die Besatzung des Flugzeugs habe eine Notiz entdeckt, in der von einer möglichen Sicherheitsbedrohung an Bord der Maschine die Rede war, teilte die Fluggesellschaft mit. Der Kapitän habe darauf seinen Flug zum internationalen Flughafen der norwegischen Hauptstadt fortgesetzt, wo der Flieger sicher gelandet sei. Ein 51-jähriger Brite wurde festgenommen, wie die norwegische Polizei erklärte. Er stehe im Verdacht, hinter der Drohung zu stecken. Die Situation sei aber unter Kontrolle.

Der Vorfall rief sogar dänische F-16-Kampfflugzeuge auf den Plan: Diese hätten die Ryanair-Maschine aufgrund der Bombendrohung in der Luft begleitet und befänden sich nun in Norwegen, ehe sie sich auf den Rückflug nach Dänemark machten, teilte das dänische Militär auf Twitter mit.

+++ 14.26 Uhr: Ex-Weltmeister Schürrle beendet Karriere +++

Der frühere Fußball-Weltmeister André Schürrle beendet im Alter von nur 29 Jahre überraschend seine Karriere als Profi. "Die Entscheidung ist lange in mir gereift", sagte Schürrle dem "Spiegel". "Ich brauche keinen Beifall mehr." Schürrles Vertrag bei Borussia Dortmund war nach Ende des Leihgeschäfts mit Spartak Moskau zuletzt aufgelöst worden. Zuvor hatte er beim FSV Mainz 05, Bayer Leverkusen, dem FC Chelsea, dem VfL Wolfsburg und dem FC Fulham gespielt. 

+++ 14.11 Uhr: Pisa-Studie wegen Coronavirus verschoben +++

Die kommenden zwei Pisa-Studien werden aufgrund der Corona-Krise um ein Jahr verschoben. "Die nächsten Tests finden nicht 2021, sondern 2022 statt", teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) mit. Die Ergebnisse werden dann im Dezember 2023 veröffentlicht. Auch die darauffolgende PISA-Studie soll sich um ein Jahr verzögern. Mit ihren Ergebnissen ist laut OECD 2026 zu rechnen.

+++ 13.57 Uhr:  Johnson will bis Weihnachten zur Normalität zurückkehren +++

Trotz Sorgen vor einer zweiten Welle von Coronavirus-Infektionen im Winter hat der britische Premierminister Boris Johnson bis Weihnachten eine Rückkehr zur Normalität in Aussicht gestellt. Von Anfang August an werde in England zu einer vorsichtigen Rückkehr an den Arbeitsplatz ermutigt, sagte Johnson bei einer Pressekonferenz in London. Schulen, Kindergärten und Universitäten sollen von September an wieder ihren Betrieb aufnehmen. 

Sportstadien dürfen demnach von Oktober an ihre Tore für Zuschauer wieder öffnen. Das unterliege jedoch dem Vorbehalt, dass Distanzregeln eingehalten werden könnten und Testläufe erfolgreich seien, so der konservative Regierungschef. "Es ist meine große und ernste Hoffnung, dass wir die verbliebenen Einschränkungen überprüfen können und eine noch bedeutendere Rückkehr zur Normalität von November an zulassen können - womöglich rechtzeitig für Weihnachten", sagte Johnson. 

+++ 13.45 Uhr: 73-Jähriger stirbt in Kanada nach Streit um Maskenpflicht +++

Nach einem heftigen Streit um die Maskenpflicht ist in Kanada ein 73-Jähriger bei einem Schusswechsel mit der Polizei getötet worden. Wie der Sender CBC berichtete, geriet der Mann am Vortag in einem Supermarkt in Minden, rund 200 Kilometer nördlich von Toronto, mit einem Angestellten in Streit. Dieser hatte ihn aufgefordert eine Schutzmaske aufzuziehen. Als sich der 73-Jährige weigerte, eskalierte der Streit. Der Mitarbeiter rief daraufhin die Polizei, die den 73-Jährigen an dessen Wohnort aufspürte. 

Dort kam es zu einem Schusswechsel, bei dem sich der Mann schwerste Verletzungen zuzog. Nach Angaben der Polizei starb er kurz darauf im Krankenhaus. Die Beamten fanden ein Schnellfeuergewehr und eine Pistole in der Wohnung des Mannes.

+++ 13.40 Uhr: Bombendrohung gegen Ryanair-Flug in Norwegen +++

Eine Ryanair-Passagiermaschine hat nach Polizeiangaben während des Flugs eine Bombendrohung erhalten. Das Flugzeug der Billig-Airline sei sicher auf dem internationalen Flughafen von Oslo gelandet, teilte die zuständige norwegische Polizei auf Twitter mit. Die Situation sei unklar, die Polizei mit einem Großaufgebot vor Ort. 

Wie der norwegische Rundfunksender NRK unter Verweis auf den Flughafenbetreiber Avinor berichtete, war die Ryanair-Maschine aus London nach Norwegen gekommen. Alle Passagiere hätten den Flieger verlassen und seien auf dem Weg ins Terminal, sagte eine Avinor-Sprecherin dem Sender.

+++ 13.17 Uhr: US-Konsulatsmitarbeiter drohen bis zu 15 Jahre Haft in Türkei +++

Einem Mitarbeiter des US-Konsulats in der Türkei drohen Berichten zufolge wegen mutmaßlicher Verbindungen zur Gülen-Bewegung bis zu 15 Jahre Haft. Der Staatsanwalt habe in seinem Schlussplädoyer eine Strafe zwischen siebeneinhalb und 15 Jahren gefordert, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Dem Angeklagten Nazmi Mete Cantürk wird laut Anadolu vorgeworfen, "regelmäßigen Kontakt" zu Polizisten gehabt zu haben, die Verbindungen zur Gülen-Bewegung haben sollen. Wann die nächste Verhandlung stattfindet, war zunächst nicht bekannt.

+++ 13.04 Uhr: Tschechien führt wieder Maskenpflicht in östlicher Region ein +++

Tschechien führt in der östlichen Verwaltungsregion Mährisch-Schlesien die erst vor zweieinhalb Wochen abgeschaffte Maskenpflicht wieder ein. In Innenräumen wie Geschäften und in öffentlichen Verkehrsmitteln müsse dort eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden, teilte Gesundheitsminister Adam Vojtech mit.

Bei Besuchen in Krankenhäusern und Sozialeinrichtungen seien Masken mit mindestens der Schutzklasse FFP2 erforderlich. Zudem müssen demnach Veranstaltungen mit hundert oder mehr Teilnehmern abgesagt werden. Bars und Restaurants müssen nachts geschlossen bleiben. In der betroffenen Region um die Stadt Ostrava (Mährisch-Ostrau) leben rund 1,2 Millionen Menschen.

+++ 12.44 Uhr: Thomas Bach will erneut als IOC-Präsident kandidieren +++

Thomas Bach will für eine zweite Amtszeit als Präsident des Internationalen Olympischen Komitees kandidieren. Er sei bereit, sich 2021 zur Wahl zu stellen und dann für weitere vier Jahre das IOC zu führen, sagte der 66 Jahre alte Deutsche am Freitag bei der IOC-Generalversammlung.

+++ 12.33 Uhr: Putin ordnet kurzfristige Militärmanöver und Waffen-Inspektionen an +++

Der russische Präsident Wladimir Putin hat kurzfristig eine Reihe großangelegter Militärmanöver angeordnet. Wie das Verteidigungsministerium in Moskau am Freitag mitteilte, dienen die Übungen und Inspektionen unter Beteiligung von 150.000 Soldaten sowie hunderten Kampfjets und Kriegsschiffen der Gewährleistung der "Sicherheit im Südwesten Russlands". Stattfinden sollen die Manöver demnach unter anderem im Schwarzen und Kaspischen Meer. Am Schwarzen Meer liegt die 2014 von Russland annektierte Halbinsel Krim.

+++ 12.16 Uhr: Netflix enttäuscht die Anleger trotz Zuwachs bei Nutzerzahlen +++

Der US-Streamingdienst Netflix hat seine Nutzerzahlen in der Corona-Krise deutlich gesteigert - mit seinen Quartalszahlen aber dennoch die Anleger enttäuscht. Im Zeitraum von April bis Juni betrug der Gewinn bei einem Umsatz von 6,1 Milliarden Dollar (5,3 Milliarden Euro) rund 720 Millionen Dollar, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. In den ersten drei Monaten des Jahres hatte sich der Gewinn bei einem Umsatz von 5,8 Milliarden Dollar auf 709 Millionen Dollar belaufen.

+++ 11.40 Uhr: 66. Geburtstag auf dem EU-Sondergipfel: Geschenke für Merkel +++

Geburtstagsglückwünsche für Angela Merkel: Auf dem EU-Sondergipfel zum Wiederaufbaupaket in der Corona-Krise haben die anderen Staats- und Regierungschefs der Kanzlerin in Brüssel zu ihrem 66. Geburtstag gratuliert. Auch dem portugiesischen Regierungschef Antonio Costa wurde Glück gewünscht - Costa feierte wie Merkel am ersten Gipfeltag Geburtstag, er wurde 59 Jahre alt.

Merkel und Costa tauschten nach Informationen aus der deutschen Delegation Geschenke miteinander aus. Was sie sich schenkten, war zunächst nicht bekannt. Die Kanzlerin erhielt auch Geschenke einzelner anderer Regierungschefs. So bekam Merkel vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron nach Angaben seiner Mitarbeiter ein paar Flaschen französischen Wein. Die Kanzlerin schätze Weißweine aus der Bourgogne, hieß es. 

+++ 11.34 Uhr: Prozess um Mord an 29-jährigem Brasilianer in Hamburg begonnen +++

In Hamburg hat am Freitag der Prozess um den Mord an einem 29-jährigen Mann aus Brasilien begonnen. Ein 46-Jähriger muss sich vor dem dortigen Landgericht verantworten, weil er seinem Opfer laut Anklageschrift nach einem Partybesuch im Herbst 2019 in seiner Wohnung einen potenziell tödlichen Drogencocktail verabreichte, um ihn zu missbrauchen.

Als der jüngere Mann sich trotz der Drogenvergiftung wehrte und schrie, soll der Angeklagte laut Staatsanwaltschaft mit großer Gewalt auf ihn eingewirkt haben. Nach dem Verbrechen versteckte er die Leiche des Brasilianers, der als Informatiker in Hamburg arbeitete, in seiner Wohnung. Der junge Mann blieb rund vier Monate lang vermisst, es liefen großangelegte Such- und Ermittlungsmaßnahmen.

+++ 11.19 Uhr: Neuer Startversuch für Mars-Mission der Emirate in der Nacht zum Montag +++

Nach zweimaligem Aufschub wegen schlechten Wetters soll die erste Mars-Mission der Vereinigten Arabischen Emirate nun in der Nacht zum Montag starten. Neuer Starttermin für die Mars-Sonde "Al-Amal" ("Hoffnung") sei nun Sonntag, 23.58 Uhr (MESZ), teilte der Konzern Mitsubishi Heavy Industries am Montag mit. Er hat die Rakete entwickelt, die "Al-Amal" vom japanischen Weltraumbahnhof Tanegashima ins All bringen soll. 

+++ 10.43 Uhr: Daimler will noch mehr sparen - 20.000 Stellen auf der Kippe +++

Der Autobauer Daimler will in den kommenden Jahren bis zu 20.000 Stellen abbauen. Das wurde der Deutschen Presse-Agentur aus Konzernkreisen bestätigt. Der Zeitung "Handelsblatt" zufolge sollen beim Personal zwei Milliarden Euro eingespart werden. Ursprünglich hatte der Vorstand Einsparungen in Höhe von 1,4 Milliarden Euro angekündigt. 

+++ 10.28 Uhr: US-Anti-Doping-Chef Tygart: "Die Wada muss sich reformieren" +++

Der Chef der US-Anti-Doping-Agentur unterstützt Pläne der amerikanischen Regierung, wonach die Zuschüsse an die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada eingefroren werden sollen. "Niemand will, dass das Geld reduziert wird. Auch wir wollen mehr Geld. Aber wir wollen es nicht unter den gegenwärtigen Umständen", sagte Travis Tygart im Interview mit dem Internetportal "Sportbuzzer". Er forderte: "Die Wada muss sich reformieren." Pro Jahr zahlt die USA 2,7 Millionen Dollar an die Wada.

+++ 9.41 Uhr: Regeln zur Datenauskunft an Sicherheitsbehörden verfassungswidrig +++

Die staatlichen Zugriffsmöglichkeiten auf persönliche Daten von Handy- und Internetnutzern zur Strafverfolgung und Terrorabwehr gehen zu weit. Das Bundesverfassungsgericht erklärte mehrere Regelungen zur sogenannten Bestandsdatenauskunft für verfassungswidrig, wie das Gericht in Karlsruhe mitteilte.

Das Telekommunikationsgesetz und entsprechende Vorschriften in anderen Gesetzen müssen nun bis spätestens Ende 2021 überarbeitet werden. Solange bleiben die beanstandeten Regelungen in Kraft. Die Richter des Ersten Senats machen aber Maßgaben für ihre Anwendung. 

+++ 9.34 Uhr: Proteste in Chabarowsk gehen weiter +++

In Chabarowsk gingen am Donnerstag die Menschen den sechsten Tag in Folge auf die Straße. Sie fordern die Freilassung des Gouverneurs Sergej Furgal und protestieren gegen die Politik des Kremls. Am Freitag erklärte der Bevollmächtigte Vertreter des Präsidenten der Russischen Föderation im fernöstlichen Bundesbezirk Juri Trutnew, dass die Kundgebungen keinen Einfluss auf das Verfahren haben würden. "Die Leute können auf die Straße gehen, aus welchem Grund auch immer. Aber wenn Sie meine Meinung dazu wissen wollen, ob die Kundgebungen die Justiz der Russischen Föderation beeinflussen werden, sage ich: werden sie nicht."

+++ 9.11 Uhr: Erneut Corona-Rekord in USA - mehr als 77.000 neue Fälle in 24 Stunden +++

Mit rund 77.300 gemeldeten Fällen hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den USA einen neuen Höchststand erreicht. Damit wird der bisherige Rekord von 67 800 neuen Fällen binnen 24 Stunden vom 10. Juli überschritten, wie aus den jüngsten Zahlen auf der Webseite der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore am Freitagmorgen (MESZ) hervorgeht. 

+++ 8.58 Uhr: Heil will Gesetzesentwurf für Bedingungen in Fleischbranche noch im Juli +++

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will noch in diesem Monat einen Gesetzentwurf für bessere Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie vorlegen. Im Kern werde es Werkverträge und Leiharbeit in dieser Branche nicht mehr geben, sagte der SPD-Politiker in der RTL/ntv-Sendung "Frühstart". Beim Schlachten, Zerlegen und Verarbeiten von Fleisch werde es um Festanstellungen gehen und um anständige Löhne. Heil nannte zudem die Überwachung des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz und in Unterkünften, eine digitale Arbeitszeiterfassung und schärfere Kontrollen der Länderbehörden. "Wir werden gezielt in der Branche aufräumen", kündigte der Minister an. Ende des Monats solle das Bundeskabinett einen Gesetzentwurf beschließen. Auf freiwillige Ankündigungen der Fleischbranche werde man nicht mehr setzen, betonte Heil.

+++ 8:47 Uhr: NFL-Team aus Washington wird sexuelle Belästigung vorgeworfen +++

Das NFL-Team aus Washington ist mit Vorwürfen von sexueller Belästigung konfrontiert. Einem Bericht der "Washington Post" zufolge haben 15 frühere Mitarbeiterinnen angegeben, in ihrer Zeit bei dem American-Football-Club bedrängt worden zu sein. Team-Besitzer Dan Snyder beauftragte eine Anwaltskanzlei, die Anschuldigungen zu überprüfen.

+++ 8:34 Uhr: Schlachtung bei Tönnies nach Kontrolle wieder unterbrochen +++

Kurz nach der Wiederaufnahme des Betriebs beim Fleischkonzern Tönnies gibt es eine erneute Zwangsunterbrechung: Die Schlachtung am Stammsitz in Rheda-Wiedenbrück werde am Freitag später beginnen, teilte ein Tönnies-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur mit. Bei Kontrollen durch die Bezirksregierung sei das Unternehmen am Donnerstagnachmittag darüber informiert worden, "dass wir an Arbeitspositionen zusätzliche Umrüstungen vornehmen müssen", sagte der Sprecher. Dies sei auch schon passiert, ein Sachverständiger müsse die Änderungen aber noch abnehmen. Zuvor hatten Medien über die Unterbrechung berichtet.

+++ 7:35 Uhr: Corona-Infektionen in Indien übersteigen Millionenmarke +++

In Indien hat die offizielle Zahl der Corona-Infektionen die Marke von einer Million überschritten. Nach der Registrierung von knapp 35.000 Neuansteckungen binnen 24 Stunden seien landesweit mittlerweile 1.003.382 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden, teilte das indische Gesundheitsministerium in Neu Delhi mit. Die Zahl der Corona-Toten stieg demnach um 687 auf 25.602. Indien ist damit nach den USA und Brasilien das dritte Land, in dem die offizielle Zahl der Corona-Infektionen die Millionenmarke übersteigt. Da das Land nicht ausgiebig auf das neuartige Coronavirus testet, dürfte die tatsächliche Infektionszahl nach Einschätzung von Experten jedoch weitaus höher liegen. Der Gesundheitsexperte Gautam Menon von der Ashoka-Universität im nahe Neu Delhi gelegenen Sonipat vermutet, dass die Infektionszahl tatsächlich 20 bis 30 Mal höher ist, wie er der Nachrichtenagentur AFP sagte.

+++ 7.34 Uhr: Bericht: Studenten aus Europa dürfen bald wieder in die USA einreise +++

Die US-Regierung will Studenten aus Europa einem Medienbericht zufolge von dem seit März geltenden Einreiseverbot ausnehmen. Wie das "Wall Street Journal" unter Berufung auf ein Schreiben des Außenministeriums an den Kongress berichtete, dürfen europäische Studenten mit einem entsprechenden Visum zum Wintersemester einreisen. Auch für einige Au-pairs und Familienmitglieder von US-Visuminhabern soll die Ausnahmeregelung gelten. Ein genaues Datum wurde nicht genannt.

+++ 6.51 Uhr: Suche nach bewaffnetem Mann in Oppenau geht weiter +++

Die Polizei in Baden-Württemberg sucht weiter mit einem Großaufgebot nach einem bewaffneten 31-Jährigen. Auch nach fünftägiger Suche fehle von dem Mann jede Spur, sagte ein Polizeisprecher. Der vorbestrafte Mann ohne festen Wohnsitz war am Sonntag nach einer Polizeikontrolle in den Wald geflohen. Zuvor hatte er vier Beamte in einer illegal von ihm genutzten Hütte in Oppenau mit einer Waffe bedroht und ihnen die Dienstwaffen abgenommen. 

+++ 5.29 Uhr: Erdbeben vor Papua-Neuguinea +++

Der Inselstaat Papua-Neuguinea ist von einem heftigen Erdbeben erschüttert worden. Die US-Erdbebenwarte USGS ermittelte eine Stärke von 6,9, während andere Quellen von einer Stärke von 7,3 sprachen. Das Zentrum des Bebens lag nach USGS-Angaben etwa 115 Kilometer nördlich der Ortschaft Kokoda. Über eventuelle Opfer oder Schäden lagen zunächst keine Angaben vor.

+++ 5.11 Uhr: 583 Corona-Neuinfektionen in Deutschland +++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 583 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit waren seit Beginn der Corona-Krise mindestens 200.843 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI meldete.

+++ 5.08 Uhr: Umweltministerin Schulze offen für EU-Plastikabgabe +++

Bundesumweltministerin Svenja Schulze zeigt sich offen für die geplante europäische Plastikabgabe, die Verpackungsmüll eindämmen und gleichzeitig den EU-Haushalt aufbessern soll. "Ich verschließe mich nicht gegen eine EU-weite Plastiksteuer", erklärte die SPD-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. "Es kommt auf ihre Ausgestaltung an. Diese sollte möglichst unbürokratisch sein. Am Ende muss sie zu deutlich weniger Einwegplastik führen und auf den Green Deal einzahlen."

+++ 5.04 Uhr: Kramp-Karrenbauer kritisiert Zwei-Prozent-Ziel der Nato +++

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hält das Zwei-Prozent-Ziel der Nato angesichts der Corona-Krise und der damit verbundenen Rezession für eine fragwürdige Richtgröße. Es sei klar, dass der prozentuale Anteil der Verteidigungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt (BIP) "angesichts des coronabedingt sinkenden BIP keinen ausreichenden Indikator darstellt", heißt es in der Antwort von Staatssekretär Peter Tauber auf eine Anfrage der FDP-Fraktion, die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) vorliegt.

+++ 4.42 Uhr: USA verlängert Grenzschließungen nach Mexiko und Kanada +++

Die Grenzen der USA mit Mexiko und Kanada sollen bis mindestens zum 20. August wegen der Corona-Krise weitgehend geschlossen bleiben. Das teilten die US-Botschaften in beiden Nachbarländern mit. Auch Kanadas Premierminister Justin Trudeau twitterte, eine Verlängerung der Beschränkungen um weitere 30 Tage sei vereinbart worden. Mexikos Außenministerium hatte bereits zwei Tage zuvor erklärt, dem nördlichen Nachbarland diesen Schritt mit Blick auf die aktuelle Entwicklung bei der Ausbreitung des Coronavirus vorgeschlagen zu haben.

+++ 3.33 Uhr: In Israel gelten wieder Corona-Schutzmaßnahmen +++

Nach einem starken Anstieg der Corona-Infektionen hat die israelische Regierung eine Reihe von Schutzmaßnahmen wieder eingeführt. Unter anderem wurden Versammlungen von mehr als zehn Personen in geschlossenen Räumen und mehr als 20 Personen im Freien verboten. Ob sich dies auch auf Religionsgemeinschaften bezieht, konnte vorerst nicht geklärt werden, wie unter anderem die "Times of Israel" berichtete. Ministerien schließen für den Publikumsverkehr, Kontakte sind demnach nur noch Online möglich.

+++ 3.05 Uhr: Demonstrationen in Sofia gegen konservative Regierung halten an +++

In der bulgarischen Hauptstadt Sofia haben am Donnerstag den achten Tag in Folge tausende Menschen gegen die Regierung des konservativen Ministerpräsidenten Boiko Borissow demonstriert. Unter den mehr als 18.000 Demonstranten waren viele junge Menschen, die "Rücktritt" und "Mafia" skandierten. Sie legten den Verkehr in der Innenstadt für sieben Stunden lahm.

+++ 2.22 Uhr: Bericht: Bundeswehr vermisst seit 2010 über 60.000 Schuss Munition +++

Bei der Bundeswehr werden einem Medienbericht zufolge seit 2010 mindestens 60.000 Schuss Munition vermisst. Das gehe aus vertraulichen Antworten der Bundesregierung auf parlamentarische Anfragen verschiedener Fraktionen hervor, berichtete die "Welt". Demnach konnten von über 96.000 abhanden gekommenen Patronen unterschiedlichen Kalibers nur rund 36.000 sichergestellt werden. Der ungeklärte Verbleib von 48.000 Schuss Munition beim Kommando Spezialkräfte (KSK) ist dem Bericht zufolge in der Übersicht nicht enthalten. Dort kamen auch 62 Kilogramm Sprengstoff abhanden. Wegen rechtsextremer Umtriebe in der Eliteeinheit hatte Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) kürzlich die Auflösung einer KSK-Kompanie und eine Reform der Ausbildung angekündigt.

+++ 1.44 Uhr: Gouverneur des US-Bundesstaats Georgia klagt gegen Maskenpflicht +++

Der Gouverneur des südlichen US-Bundesstaats Georgia, Brian Kemp, hat gegen eine von der Großstadt Atlanta verordnete Maskenpflicht geklagt. Bürgermeisterin Keisha Lance Bottoms habe mit der entsprechenden Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus ihre Kompetenzen überschritten, argumentierte der Gouverneur in einer eingereichten Klage. Der Republikaner Kemp hatte am Mittwoch trotz der sich ausbreitenden Corona-Pandemie eine Verordnung unterzeichnet, die es Kommunen und Bezirken verbietet, eine Maskenpflicht einzuführen.

+++ 0.06 Uhr: Mehr als zwei Millionen Corona-Infizierte in Brasilien +++

Mehr als zwei Millionen Menschen haben sich in Brasilien seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Das ging aus den Daten des Gesundheitsministeriums in Brasília hervor. Im größten und bevölkerungsreichsten Land Lateinamerikas starben bisher über 76.000 Menschen in Verbindung mit der Lungenkrankheit Covid-19. Nur in den USA wurden bislang mehr Infektionen und Tote verzeichnet.

sve DPA AFP

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