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News von heute Wegen Corona: Amtseinführung von Joe Biden ohne Massenpublikum geplant


Top-Republikaner McConnell erkennt Biden-Sieg an +++ Urteil in Lübcke-Prozess für Ende Januar geplant +++ Kardinal Woelki und sein Kommunikationschef trennen sich +++ Boko Haram bekennt sich zu Angriff auf Schule in Nigeria +++  Die News von heute im stern-Ticker.

Aktuelle Top-Meldung:

Amtseinführung von Joe Biden wohl ohne Massenpublikum

Die Amtseinführung des künftigen US-Präsidenten Joe Biden am 20. Januar soll angesichts der Corona-Pandemie ohne das sonst bei der Amtsübergabe übliche Massenpublikum stattfinden. Das für die Vereidigung des Präsidenten zuständige Komitee rief die Bevölkerung dazu auf, von Reisen abzusehen und die Amtseinführung stattdessen von zu Hause aus zu verfolgen. Geplant sei eine Veranstaltung, die den Traditionen gerecht werde, zugleich aber dafür sorge, dass die Bevölkerung geschützt werde und sich das Coronavirus nicht weiter ausbreite.

Biden und die künftige US-Vizepräsidentin Kamala Harris sollten wie üblich bei einer Zeremonie am Kapitol, dem Sitz des US-Kongresses in der Hauptstadt Washington, vereidigt werden, hieß es weiter. Biden werde dort auch seine Amtsantrittsrede halten. Die Veranstaltung werde aber sehr begrenzt sein, und die sonst übliche Parade nach der Vereidigung werde "neu erdacht". Nähere Einzelheiten sollen noch bekanntgegeben werden. 2017 hatte es wegen der Größe des Publikums Ärger gegeben. Trump behauptet fälschlicherweise, es seien mehr Menschen da gewesen als bei der Inauguration von Vorgänger Barack Obama. Damals prägte das Trump-Team den Begriff "alternative Fakten".

+++ Nachrichten zur Coronavirus-Pandemie lesen Sie hier +++
Die News von heute im stern-Ticker: 

+++ 19.19 Uhr: Tunesische Marine rettet 93 in Seenot geratene Migranten +++

Die tunesische Marine hat nach eigenen Angaben im Mittelmeer dutzende in Seenot geratene Migranten gerettet. Das Boot mit 93 Migranten sei auf dem Weg nach Italien 42 Kilometer nordöstlich der tunesischen Küstenstadt Sfax in Seenot geraten, teilte das Verteidigungsministerium mit. Den Angaben zufolge ereignete sich der Vorfall bereits am Montagabend. Die Küstenwache habe die Menschen "verschiedener afrikanischer Nationalitäten", darunter drei Tunesier, an die Nationalgarde in der Hafenstadt Sfax übergeben. Unter den 93 Menschen seien 37 Frauen und vier Kinder.

+++ 17.44 Uhr: SPD-Fraktion stellt sich in Drohnen-Streit gegen Union +++

Die geplante Anschaffung bewaffneter Drohnen hat zu massivem Streit und einem Rücktritt in der SPD-Bundestagsfraktion geführt. Die Fraktion verständigte sich darauf, der vom CDU-geführten Verteidigungsministerium gewünschten Bewaffnung von Drohnen für die Bundeswehr nicht zuzustimmen, wie der SPD-Wehrexperte Fritz Felgentreu mitteilte. Er habe deswegen aus Protest sein Amt als verteidigungspolitischer Sprecher der Fraktion niedergelegt. Mit der Entscheidung riskiert die Fraktion einen Konflikt mit dem Koalitionspartner Union. Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hatte sich nach einem öffentlichen Konsultattionsverfahren für die Anschaffung von Kampfdrohnen ausgesprochen. SPD-Parteichef Norbert Walter-Borjans meldete dann aber vor wenigen Tagen Bedenken und weiteren Diskussionsbedarf an.

+++ 17.23 Uhr: Merkel – Brexit-Einigung mit London weder sicher noch ausgeschlossen +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat deutlich gemacht, dass der Ausgang der EU-Verhandlungen über einen Handelspakt mit Großbritannien aus ihrer Sicht noch offen ist. Es sei weder sicher, aber auch nicht ausgeschlossen, dass es noch zu einer Einigung komme, sagte Merkel nach Angaben von Teilnehmern in einer Videositzung der Unionsfraktion im Bundestag. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sei in sehr engem Kontakt mit dem britischen Premierminister Boris Johnson, sagte Merkel. Es wäre "wünschenswert, wenn es noch zu einem Abkommen kommt", wurde die Kanzlerin in diesem Zusammenhang zitiert. Dies sei nicht ausgeschlossen. Sie könne aber auch nicht sagen, ob es gelinge.

+++ 16.36 Uhr: Stoltenberg wirbt für mehr Nato-EU-Kooperation bei Cyberabwehr +++

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg plädiert für eine noch engere Kooperation zwischen der Nato und der Europäischen Union. "Ich bin fest davon überzeugt, dass wir unsere Zusammenarbeit weiter stärken können", sagte der Norweger am Rande eines Besuchs der EU-Kommission. Möglich sei dies zum Beispiel im Bereich der Cyberabwehr. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen äußerte sich ähnlich. Die Europäische Kommission und die Nato seien gute Partner, sagte sie. Aber man könne mehr tun.

+++ 16.24 Uhr: US-Senatsmehrheitsführer McConnell erkennt Biden-Wahlsieg an +++

Sechs Wochen nach der US-Präsidentenwahl hat der einflussreiche Mehrheitsführer der US-Republikaner im Senat, Mitch McConnell, den Demokraten Joe Biden als Wahlsieger anerkannt. "Das Wahlleutegremium hat gesprochen. Deshalb möchte ich heute dem gewählten Präsidenten Joe Biden gratulieren", sagte McConnell im Senat. McConnell gilt als enger Vertrauter des amtierenden Präsidenten Donald Trump. 

McConnells Anerkennung von Bidens Wahlsieg hat besondere Bedeutung, weil sich sein Parteifreund Trump noch immer weigert, das Ergebnis der Wahl und seine Niederlage öffentlich anzuerkennen. Bislang hatten erst wenige Republikaner im US-Kongress Biden öffentlich zum Sieg gratuliert. Am Montag hatten in den 50 US-Bundesstaaten und dem Hauptstadtbezirk Washington die 538 Wahlleute stellvertretend für das Volk ihre Stimmen für den künftigen Präsidenten abgegeben. Damit ist Bidens Sieg nun auch offiziell. Die Amerikaner wählen ihren Präsidenten indirekt. 

+++ 16.04 Uhr: Katastrophen verursachen 2020 weltweit Schäden von 187 Milliarden Dollar +++

Unwetter, Waldbrände und andere Katastrophen haben in diesem Jahr deutlich höhere Schäden als im Vorjahr verursacht. Wie der Schweizer Rückversicherer Swiss Re mitteilte, summierten sich die Schäden durch Naturkatastrophen und menschengemachte Unglücke auf 187 Milliarden Dollar (154 Milliarden Euro). Das sind rund 25 Prozent mehr als die 149 Milliarden Dollar des Jahres 2019 - aber weniger als der Zehnjahresdurchschnitt von 214 Milliarden Dollar. Auf Schäden durch Naturkatastrophen wie beispielsweise tropische Wirbelstürme entfiel von den insgesamt 187 Milliarden Dollar mit einer Summe von 175 Milliarden Dollar der weit überwiegende Teil. Schäden von zwölf Milliarden Dollar resultierten aus menschengemachten Katastrophen. Schäden durch die Corona-Pandemie wurden bei den Schätzungen nicht berücksichtigt.

+++ 15.53 Uhr: Mahnmalkonzept für Kommunismus-Opfer fertig - Standort noch unklar +++

Für das vom Bundestag beschlossene Mahnmal für die Opfer von kommunistischer Gewaltherrschaft in Deutschland ist noch kein Standort gefunden. Es werde "ein repräsentativer Standort im Zentrum Berlins empfohlen", heißt es in dem in Berlin vorgestellten Konzept für das Mahnmal. "Dieser wurde bislang noch nicht gefunden." Sobald der Ort feststeht, soll in einem Wettbewerb über die künstlerische Gestaltung des Mahnmals entschieden werden. Im Gespräch sind aktuell unter anderem eine Rasenfläche unweit von Bundestag und Kanzleramt und zwei Grundstücke, die der Stadt gehören. Der Grundstein könnte am 17. Juni 2023 gelegt werden, wenn sich der Arbeiteraufstand in der DDR zum 70. Mal nach 1953 jährt.

+++ 14.45 Uhr: Britische Regierung will Plattformen stärker zur Verantwortung ziehen +++

Die britische Regierung will Maßnahmen gegen Online-Konzerne ergreifen, die nicht ausreichend gegen schädliche Inhalte auf ihren Plattformen vorgehen. Das geplante Online-Sicherheitsgesetz solle "ein neues Zeitalter der Verantwortlichkeit" für Social-Media-Plattformen einläuten, schrieb Digitalminister Oliver Dowden in einem Gastbeitrag im "Telegraph". 

+++ 14.30 Uhr: Menschenrechtler: Hunderte Migranten in Saudi-Arabien festgehalten +++

In einem Deportationszentrum in Saudi-Arabien werden der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) zufolge Hunderte Arbeitsmigranten unter menschenunwürdigen Bedingungen festgehalten. Aufseher hätten einige von ihnen gefoltert und geschlagen, teilte HRW mit. Die vorwiegend aus Äthiopien stammenden Arbeiter würden in dem Zentrum in Riad in extrem überfüllten Räumen festgehalten. Zwischen Oktober und November sollen mindestens drei Menschen in Obhut der saudischen Behörden gestorben sein.

+++ 14.07 Uhr: Gedenkfeier zum Jahrestag der Befreiung von Auschwitz nur online +++

Die Gedenkfeier zum 76. Jahrestag der Befreiung des früheren deutschen Konzentrationslagers Auschwitz wird wegen der Corona-Pandemie statt auf dem ehemaligen Lagergelände diesmal online stattfinden. Dies gab die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau bekannt. Die Feierlichkeiten könnten über die Webseite der Gedenkstätte, über soziale Medien sowie per Youtube verfolgt werden.

+++ 13.58 Uhr: EU-Parlament gibt grünes Licht für neue Vorgaben für Leitungswasser +++

Das EU-Parlament hat endgültig grünes Licht für strengere Vorgaben für Leitungswasser gegeben. Die Abgeordneten billigten in Brüssel eine mit den Mitgliedstaaten vereinbarte Reform der EU-Trinkwasserrichtlinie. Durch strengere Vorgaben soll Leitungswasser demnach in der EU qualitativ hochwertiger und besser verfügbar sein. Die Entscheidung ist das erste Mal, dass eine europäische Bürgerinitiative zu konkreten gesetzlichen Änderungen geführt hat.

+++ 13.50 Uhr: Italienische Polizei hebt Mafia-Netzwerk auf Sizilien aus +++

Die italienische Polizei hat auf der Insel Sizilien 13 Menschen festgenommen, von denen mindestens einer einem lange flüchtigen Mafia-Boss nahegestanden haben sollen. Den Beschuldigten werden unter anderem Verbindungen zur Mafia, Erpressung und Korruption im Zusammenhang mit Wahlen zur Last gelegt, teilte die Polizei mit. Einer von ihnen stand demnach Matteo Messina Denaro nahe, dem nachgesagt wird, der Anführer der sizilianischen Mafia Cosa Nostra zu sein. Der heute 58-Jährige ist seit 1993 untergetaucht. Es ist unklar, ob er die gesamte Organisation kontrolliert.

+++ 13.32 Uhr: Menschenhändler in Burundi aufgeflogen - Mehr als 100 Frauen befreit +++

Im ostafrikanischen Staat Burundi hat die Polizei rund 100 junge Frauen und Mädchen befreit. Nach Behördenangaben waren sie dort seit zwei Wochen eingesperrt, um bei nächstbester Gelegenheit in arabische Länder wie Saudi-Arabien oder Katar verschleppt zu werden. Das Gebäude befand sich in Ntahangwa, einem Vorort der früheren Hauptstadt Bujumbura. 

+++ 13.13 Uhr: Urteil in Lübcke-Prozess für Ende Januar geplant +++

Im Prozess um den Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke peilt das Oberlandesgericht Frankfurt eine Urteilsverkündung am 26. Januar an. Am kommenden Donnerstag solle nach Möglichkeit die Beweisaufnahme geschlossen werden, sagte der Vorsitzende Richter Thomas Sagebiel am Dienstag. Der Planung des Gerichts zufolge könnte dann kommende Woche die Bundesanwaltschaft ihr Plädoyer halten. An drei Terminen im neuen Jahr würden die Verteidiger und Nebenkläger an die Reihe kommen. 

+++ 13.10 Uhr: Nato-Staaten lehnen Vertrag zum Verbot von Atomwaffen ab +++

Die Nato-Staaten lehnen den bald in Kraft tretenden Vertrag zum Verbot von Atomwaffen ab. "Wir unterstützen weiterhin das Endziel einer Welt ohne Atomwaffen", hieß es in einer Erklärung des Nato-Rates. Die Militärallianz sei aber gegen den Verbotsvertrag, "da er das zunehmend schwierige internationale Sicherheitsumfeld nicht widerspiegelt und im Widerspruch zur bestehenden Nichtverbreitungs- und Abrüstungsarchitektur steht".

+++ 12.57 Uhr: Fünf falsche Polizeibeamte in Rheinland-Pfalz festgenommen +++

Ermittler haben in Rheinland-Pfalz fünf sogenannte falsche Polizisten festgenommen. Sie sollen zu einer Bande gehören, die ältere Menschen um ihr Vermögen brachte, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Koblenz mitteilten. Dienstagfrüh wurden demnach in Bad Hönningen, Rheinbrohl, Linz/Rhein und Neuwied insgesamt sieben Wohnungen durchsucht. Dabei erfolgten die Festnahmen. Die Beschuldigten sollten noch im Laufe des Tages dem Haftrichter vorgeführt werden.
Gegen die Tatverdächtigen wird wegen banden- und gewerbsmäßigen Betruges zum Nachteil älterer Menschen ermittelt. Das Strafverfahren richtet sich gegen eine Tätergruppe aus dem Landkreis Neuwied, die im September 2017 eine damals 77-jährige Witwe aus Koblenz um ihr Vermögen in Höhe von 350.000 bis 500.000 Euro gebracht haben soll.

+++ 12.27 Uhr: Japans "Twitter-Killer" wegen Mordserie zum Tode verurteilt +++

Wegen der Ermordung von neun jungen Menschen ist in Japan ein 30-jähriger Mann zum Tode verurteilt worden. Er hatte seine überwiegend weiblichen Opfer vor drei Jahren über den Kurznachrichtendienst Twitter kennengelernt, wo sie Suizidgedanken zum Ausdruck gebracht haben sollen. Der Richter bezeichnete die Taten des Geständigen bei der Urteilsverkündung als "extrem bösartig". 

Shiraishi hatte seine Opfer - acht Frauen und einen Mann im Alter zwischen 15 und 26 Jahren - in seine Wohnung geholt. Dort missbrauchte er die Frauen und erdrosselte sie. Die Leichen zersägte er im Badezimmer seiner Einzimmerwohnung nahe Tokio und versteckte die Körperteile in Kühl- und Werkzeugkisten. Das Fleisch warf er teilweise in den Müll. 

+++ 12.21 Uhr: Schottland meldet Rekordzahl von Drogentoten - mehr als jedes EU-Land +++

In Schottland sind im vergangenen Jahr statistisch gesehen mehr Menschen an Drogen gestorben als in jedem Land der Europäischen Union. Die Zahl liege dreieinhalb Mal höher als im gesamten Vereinigten Königreich, teilte das schottische Statistikamt in Edinburgh mit. 1264 Drogentote in Schottland bedeuteten 6 Prozent mehr als im Vorjahr und einen Rekord seit Beginn der Statistik vor gut 20 Jahren - in den vergangenen zehn Jahren hat sich die Zahl mehr als verdoppelt.

In der EU gab es den jüngsten Angaben des Europäischen Drogenberichts zufolge insgesamt 8317 Drogentote. Großbritannien liegt - umgerechnet auf die Zahl je 1 Million Einwohner - an zweiter Stelle hinter Schweden. In Deutschland starben 2019 insgesamt 1398 Menschen an Drogen.

+++ 12.04 Uhr: Nach Giftanschlag: Nawalny wirft Putin "Staatsterrorismus" vor +++

Der russische Oppositionspolitiker Alexej Nawalny hat Präsident Wladimir Putin nach dem gescheiterten Mordanschlag "Staatsterrorismus" vorgeworfen. Eine ganze Abteilung des Inlandsgeheimdienstes FSB sei als "Killerkommando" fast vier Jahre auf ihn angesetzt worden, um ihn zu vergiften, sagte Nawalny dem Sender Echo Moskwy in einem Video-Interview. "Sie hätten das nie ohne einen Befehl Putins getan. Das ist ein handfester terroristischer Akt." Der Kreml-Kritiker hält sich derzeit noch zur Reha in Deutschland auf.

+++ 11.45 Uhr: Raumsonde hat mehr Asteroiden-Material gesammelt als erhofft +++

Eine von der japanischen Raumsonde "Hayabusa2" zur Erde gebrachte Weltraumkapsel enthält mehr Material eines Asteroiden als von den Forschern erhofft. Wie die japanische Raumfahrtagentur Jaxa  bekanntgab, habe man in einer der beiden Kapselkammern eine substanzielle Menge an Boden- und Gasproben des 300 Millionen Kilometer entfernten Asteroiden Ryugu vorgefunden.
Die Mission sei damit perfekt abgeschlossen, sagte "Hayabusa2"-Projektmanager Yuichi Tsuda und sprach von einem Meilenstein für die Weltraumforschung. Die Wissenschaftler hoffen, durch Analysen des schätzungsweise 4,6 Milliarden Jahre alten Materials des Asteroiden den Ursprüngen des Sonnensystems und des Lebens auf unserer Erde detaillierter auf die Spur zu kommen.

+++ 11.22 Uhr: Geldtransporter in Berlin überfallen +++

In Berlin ist am Vormittag ein Geldtransporter überfallen worden. Nach dem Überfall an einem Hintereingang der Ikea-Filiale im Stadtteil Schöneberg seien drei Verdächtige in einem weißen Auto mit ihrer Beute geflüchtet, sagte ein Polizeisprecher. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung berichtet. Ein Sicherheitsmitarbeiter sei mit einer Waffe bedroht worden.

+++ 11.18 Uhr: Kardinal Woelki und sein Kommunikationschef trennen sich +++

Der massiv unter Druck stehende Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki und sein Kommunikationsdirektor Markus Günther gehen künftig getrennte Wege. Günther werde "in seine zweite Heimat USA" zurückkehren, teilte das Erzbistum mit. "Ich gehe im Guten und freue mich darauf, wieder mehr Zeit für meine Familie und mehr Zeit zum Schreiben zu haben", wurde Günther zitiert, der auch Sachbücher und Romane veröffentlicht hat. 

Das Erzbistum Köln steckt in einer tiefen Krise, weil Woelki ein von ihm selbst in Auftrag gegebenes Missbrauchsgutachten zurückhält. Zuletzt hatte ihn deshalb der Münchner Kardinal Reinhard Marx scharf kritisiert. Die Nichtveröffentlichung sei "verheerend für uns alle", sagte Marx der "Süddeutschen Zeitung".

+++ 11.07 Uhr: Vize-Gouverneur von Kabul durch Autobomben-Explosion getötet +++

Ein Vize-Gouverneur der afghanischen Provinz Kabul und sein Sekretär sind durch die Explosion einer Autobombe getötet worden. Das Innenministerium teilte mit, dass Mahbobullah Mohebi auf dem Weg zur Arbeit von dem Sprengsatz tödlich verletzt worden sei. Zwei Leibwächter wurden demnach verletzt. Afghanistan wird von einer Welle der Gewalt erschüttert, seit am 12. September in Katar Friedensgespräche zwischen den radikalislamischen Taliban und der Regierung in Kabul anliefen.

+++ 10.58 Uhr: BGH: Urteil zur Verjährung im Abgasskandal am Donnerstag +++

Zur umstrittenen Frage der Verjährung bei Klagen von Diesel-Käufern gegen Volkswagen will der Bundesgerichtshof (BGH) am Donnerstag sein Urteil verkünden. Der Termin ist dann für 14.30 Uhr angesetzt, wie das Karlsruher Gericht mitteilte. 

Es geht um Diesel-Besitzer, denen schon 2015 klar war, dass ihr Auto vom VW-Abgasskandal betroffen ist, die aber erst ab dem Jahr 2019 klagten. In der Verhandlung eines Musterfalls am Montag hatte sich abgezeichnet, dass der BGH davon ausgeht, dass in diesen Fällen Ende 2018 Verjährung eingetreten ist.

+++ 10.29 Uhr: Mehr Rentner im Jahr 2019: 328 Milliarden Euro ausgezahlt +++

Im vergangenen Jahr haben 21,6 Millionen Menschen Leistungen aus gesetzlicher, privater oder betrieblicher Rente erhalten. Insgesamt wurden dabei 328 Milliarden Euro ausgezahlt, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Das waren 16,3 Milliarden Euro (5,2 Prozent) mehr als im Jahr 2018. Die Zahl der Empfänger stieg demnach um 86.000 Rentnerinnen und Rentner.

Im vergangenen Jahr seien 203 Milliarden Euro der Gesamtsumme steuerpflichtig gewesen, was 62,1 Prozent der Rentenleistungen entspreche. Seit 2015 sei der Anteil damit um 6,8 Prozentpunkte gestiegen. Bei den meisten Renten zählt laut den Angaben nur ein

+++ 10.18 Uhr: Verdächtiger im Fall Grünes Gewölbe kommt nach Dresden +++

Der in Berlin gefasste Verdächtige im Fall des spektakulären Dresdner Juwelendiebstahls soll noch heute nach Sachsen gebracht werden. Er werde in Dresden einem Ermittlungsrichter vorgeführt, teilte die dortige Staatsanwaltschaft mit. Einen Haftbefehl gibt es bereits, so dass der 21-Jährige voraussichtlich in Untersuchungshaft kommt.

Der Verdächtige ist einer der Zwillinge aus einem bekannten arabischstämmigen Berliner Clan, nach dem seit knapp einem Monat international gefahndet wurde. Er war am 17. November ebenso wie sein Bruder trotz eines Großeinsatzes der Dresdner Polizei in Berlin entkommen. Drei andere Männer aus dem Clan wurden verhaftet.

+++ 9.42 Uhr: Epsteins Ex-Partnerin Maxwell will gegen Millionen-Kaution aus Haft +++

Die Ex-Partnerin des wegen Sexualverbrechen verurteilten und inzwischen gestorbenen Multimillionärs Jeffrey Epstein will mit Hilfe einer Millionen-Kaution freikommen. Ghislaine Maxwell (58) habe angeboten, 28,5 Millionen Dollar (etwa 23,5 Millionen Euro) zu hinterlegen, berichteten der Sender ABC und andere Medien unter Berufung auf veröffentlichte Gerichtsdokumente. Von dem Betrag sollten 22,5 Millionen aus dem gemeinsamen Vermögen von Maxwell und ihrem Ehemann kommen, hieß es weiter. 

Für die restliche Summe sollten Maxwells Familie und Freunde aufkommen. Über den Antrag werde in den kommenden Tagen Richterin Alison Nathan entscheiden. Nathan hatte im Juli und August bereits zwei ähnliche Anträge Maxwells - auf Freilassung gegen Kaution und auf Verlegung aus der Einzelhaft - abgelehnt.

+++ 9.14 Uhr: Juwelendiebstahl: Details nach Festnahme von Zwilling erwartet +++

Einer der im Zusammenhang mit dem spektakulären Dresdner Juwelendiebstahl verdächtigen Zwillinge ist nach wochenlanger Flucht in Haft - am Vormittag will die Staatsanwaltschaft weitere Details mitteilen. Noch sei unklar, wo und wann eine Vorführung beim Haftrichter erfolge, sagte ein Sprecher der Dresdner Staatsanwaltschaft Morgen. Am Montagabend war der Gesuchte aus dem Berliner Clan-Milieu gefasst worden. Der 21-Jährige wurde nach Angaben der Polizei im Bezirk Neukölln von einem Spezialeinsatzkommando (SEK) festgenommen. 

Am 25. November 2019 hatten mehrere Täter bei einem der spektakulärsten Einbrüche der vergangenen Jahrzehnte aus der berühmten Schatzkammer Grünes Gewölbe in Dresden Juwelen in hohem Wert gestohlen. Mitte November wurden bei einer Razzia bereits drei verdächtige Männer im Alter von 23, 23 und 26 Jahren aus der Berliner Großfamilie festgenommen. Sie kamen in Sachsen in Untersuchungshaft.

+++ 9.05 Uhr: Olympischer Fackellauf startet am 25. März in Fukushima +++

Der Fackellauf im Vorfeld der Olympischen Spiele in Tokio soll am 25. März in der Präfektur Fukushima starten. Wie die Organisatoren bekanntgaben, wird der Auftakt im J-Village stattfinden, einem Fußballtrainingszentrum, das während der Atomkatastrophe im März 2011 in Folge eines Erdbebens und Tsunamis als Hauptquartier für die Krisenmanager des Super-Gaus gedient hatte. Der Fackellauf war im Zuge der Coronavirus-Pandemie in diesem Jahr genauso wie die Sommerspiele abgesagt worden. Die Olympischen Spiele und Paralympics finden nun vom 23. Juli bis zum 8. August 2021 statt.

+++ 8.54 Uhr: Großrazzia in Norddeutschland - "Spiegel": Einsatz gegen Kokain-Schmuggler +++

Das Zollfahndungsamt und das Landeskriminalamt Hamburg sind Morgen zu einer Großrazzia gegen die organisierte Kriminalität in Norddeutschland ausgerückt. Bei dem Einsatz sollen knapp 40 Wohnungen in Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bremen durchsucht werden, wie die Polizei in Hamburg erklärte. Auch "weitere operative Maßnahmen" sind demnach geplant. Zusätzliche Informationen sollen im Laufe des Tages veröffentlicht werden.

Nach "Spiegel"-Informationen handelt es sich bei der Razzia um einen Einsatz gegen eine mutmaßliche Bande von Kokain-Schmugglern. Demnach soll die Bande für die Einfuhr von rund zwei Tonnen Kokain verantwortlich sein. Die Männer sollen dabei mit südamerikanischen Kartellen zusammengearbeitet haben.

+++ 8.36 Uhr: Putin gratuliert Biden zum Wahlsieg +++

Russlands Präsident Wladimir Putin hat dem künftigen US-Präsidenten Joe Biden zum Sieg bei der Präsidentschaftwahl Anfang November gratuliert. Moskau sei "bereit zur Zusammenarbeit", hieß es außerdem in einer am Dienstag veröffentlichten Erklärung des Kremls. Bidens Sieg war am Montagabend von den US-Wahlleuten mit klarer Mehrheit bestätigt worden.

+++ 8.09 Uhr: Elf Tote bei Brand in Pflegeeinrichtung in Zentralrussland +++

Bei einem Brand in einer Pflegeeinrichtung in Zentralrussland sind in der Nacht zum Dienstag elf Menschen ums Leben gekommen. Eine Untersuchung wegen Verstoßes gegen die Sicherheitsvorschriften sei eingeleitet worden, erklärten die Ermittlungsbehörden in Baschkortostan im Ural. Zum Zeitpunkt des Feuers befanden sich nach Angaben der Rettungskräfte insgesamt 15 Menschen in dem Gebäude in der Ortschaft Ischbuldino.

+++ 8.03 Uhr: Ein Toter bei Lawinenunglück in Österreich +++

Bei einem Lawinenunglück in Österreich ist ein Skitourengeher gestorben. Der 61-Jährige löste bei der Abfahrt ein Schneebrett aus, das ihn 400 Meter mitriss und verschüttete, wie die Polizei in Vorarlberg am Dienstag mitteilte. Zwei Snowboarder, die ebenfalls auf der Skitour unterwegs waren, suchten den Lawinenkegel laut Polizeiangaben mit ihren Suchgeräten ab, fanden jedoch niemanden. Die alarmierte Bergrettung war mit 56 Einsatzkräften und sechs Lawinenhunden im Einsatz. Der Lawinenhund "Buddy" ortete den Verschütteten schließlich. Nach mehreren Stunden unter drei Metern Schnee konnte der 61-Jährige am Montag nur noch tot geborgen werden. 

+++ 7.51 Uhr: Boko Haram bekennt sich zu Angriff auf Schule in Nigeria +++

Die islamistische Terrorgruppe Boko Haram steckt nach eigenen Angaben hinter dem Angriff auf eine Schule im westafrikanischen Staat Nigeria und der Verschleppung hunderter Kinder. Die Online-Zeitung "Daily Nigerian" erhielt nach eigenen Angaben am Dienstag eine Audio-Botschaft des Boko-Haram-Anführers Abuibakar Shekau. Darin werde die Tat mit einer islamfeindlichen westlichen Erziehung der Kinder begründet. Unklarheit herrscht über die Zahl der verschleppten Kinder und Jugendlichen. Die nigerianische Regierung spricht von 333 entführten Schülern. Der Zeitung zufolge sind es 668, also praktisch doppelt so viele.

+++ 7.02 Uhr: US-Klimabehörde meldet zweitwärmsten November seit 140 Jahren +++

Der vergangene November ist laut US-Klimabehörde NOAA weltweit der zweitwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen 1880 gewesen. Die Temperatur habe etwa 0,97 Grad Celsius über dem Durchschnitt des 20. Jahrhunderts von 12,9 Grad gelegen, teilte die NOAA  mit. Wärmer sei demnach nur der November 2015 gewesen, als die Temperaturen um 1,01 Grad höher lagen. Alle zehn der wärmsten November seit Beginn der Aufzeichnungen wurden seit 2004 erfasst, die fünf wärmsten wurden seit 2013 registriert.

+++ 6.05 Uhr: UN: Fortschritt der Menschheit von mangelndem Klimaschutz abgewürgt +++

Der Fortschritt der Menschheit wird einem UN-Bericht zufolge abgewürgt, wenn die Weltgemeinschaft nicht stärker gegen den Klimawandel vorgeht. Das geht aus dem Jahresbericht Human Development Report des UN-Entwicklungsprogramms UNDP hervor. Der Bericht enthält neben Daten unter anderem zu Gesundheit, Bildung und Lebensstandard eines Landes erstmals auch einen Klima-Index, der beispielsweise den Kohlendioxid-Ausstoß berücksichtigt.

+++ 4.33 Uhr: Steigende Lebenserwartung bringt vielen nicht mehr Zeit in Rente +++

Wegen des späteren Rentenbeginns haben viele Menschen in Deutschland künftig nach ihrem Arbeitsleben wohl kaum zusätzliche Zeit mit voller Rente - trotz steigender Lebenserwartung. So haben langjährig versicherte Männer heute im Schnitt 18,1 Rentenjahre. Im Jahr 2035 sind es nach offiziellen Prognosen noch 18,0 solcher Jahre. Die verbleibende Lebenserwartung steigt in diesem Zeitraum bei Männern im Alter von 60 Jahren aber um 1,6 auf im Schnitt voraussichtlich 23,6 Jahre. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervor.

+++ 3.00 Uhr: US-Senatoren begrüßen Sanktionen gegen Türkei wegen Raketensystems +++

Die Sanktionen der US-Regierung gegen den Nato-Verbündeten Türkei wegen des Einsatzes eines russischen Raketenabwehrsystems sind im US-Kongress parteiübergreifend begrüßt worden. Der republikanische Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im US-Senat, Jim Risch, erklärte, die Strafmaßnahmen seien "längst überfällig" gewesen. Der demokratische Senator Chris Van Hollen teilte mit, man werde dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan nicht erlauben, die Sicherheit der USA und der Nato-Verbündeten zu untergraben. Die Türkei und Russland verurteilten die Sanktionen.

+++ 1.00 Uhr: Innenministerkonferenz-Chef nach Waffenfund in Österreich alarmiert +++

Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Georg Maier, hat sich nach dem großen Fund von Waffen in Österreich alarmiert gezeigt. Die schiere Masse von Waffen, die in Österreich beschlagnahmt wurde, sei beängstigend. Denn man wisse ja, dass diese Leute keine Hemmungen hätten, die Waffen auch einzusetzen. Das mache ihm Sorgen, sagte Thüringens Innenminister dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die am Wochenende beschlagnahmten Waffen waren möglicherweise für Rechtsextreme in Deutschland gedacht.

+++ 0.11 Uhr: US-Justizminister Bill Barr tritt zurück +++

US-Justizminister Bill Barr, der offen die Wahlbetrugsvorwürfe von Präsident Donald Trump zurückgewiesen hatte, tritt zurück. Trump gab den Abgang des Ministers am Montag im Kurzbotschaftendienst Twitter bekannt. Er habe ein "sehr nettes Treffen" mit Barr im Weißen Haus gehabt, schrieb der abgewählte Präsident. Der Justizminister werde das Amt vor Weihnachten abgeben, um "die Feiertage mit seiner Familie zu verbringen".

"Unser Verhältnis war sehr gut, er hat einen herausragenden Job gemacht", schrieb Trump weiter. Der Präsident veröffentlichte zugleich das Rücktrittsschreiben des Ministers, der lange Zeit als enger Trump-Vertrauter gegolten hatte.

Barr hatte Anfang Dezember mit der Aussage für Aufsehen gesorgt, anders als von Trump behauptet gebe es bislang keine Hinweise für großangelegten Betrug bei der Präsidentschaftswahl vom 3. November.
dho / les / anb / fs DPA AFP

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