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News von heute Union und SPD einig: Bundesregierung will 1553 Flüchtlinge aus Griechenland aufnehmen

Kinder schlafen auf der Straße, nachdem das Flüchtlingslager Moria abgebrannt ist
Kinder schlafen auf der Straße, nachdem das Flüchtlingslager Moria abgebrannt ist
© Milos Bicanski / Getty Images
US-Wetterdienst: "Historische Überschwemmunge" durch Hurrikan "Sally" +++ Mehr Wildschweine mit Schweinepest entdeckt – Bestätigung steht noch aus +++ Priester in Norditalien auf offener Straße getötet +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Aktuelle Top-Meldung: 

Bundesregierung will 1553 Flüchtlinge aus Griechenland aufnehmen

 Deutschland will 1553 zusätzliche Flüchtlinge von fünf griechischen Inseln aufnehmen. Darauf haben sich Union und SPD verständigt, wie Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) in Berlin mitteilte. Es handelt sich dabei um 408 Familien mit Kindern, die in Griechenland bereits als schutzbedürftig anerkannt wurden. Dies soll der zweite Schritt sein, nachdem Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) bereits am Freitag mitgeteilt hatte, Deutschland werde von insgesamt 400 unbegleiteten Minderjährigen bis zu 150 Jugendliche aufnehmen. Die 400 Minderjährigen sollen auf europäische Länder verteilt werden. 

In einem dritten Schritt sollten gegebenenfalls weitere Menschen aufgenommen werden, wenn es dazu Vereinbarungen mit weiteren europäischen Staaten gebe. Die SPD hatte die Aufnahme eines maßgeblichen Anteils an Betroffenen gefordert.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Seehofer hatten bereits vereinbart, dass rund 1500 weitere Migranten von den griechischen Inseln in Deutschland aufgenommen werden sollten. Nach DPA-Informationen ist der Vorschlag mit der griechischen Regierung bereits besprochen worden. 

Insgesamt will Deutschland 2750 Geflüchtete von den griechischen Inseln aufnehmen. Das gab Regierungssprecher Steffen Seibert in einer Mitteilung bekannt. Neben den 1553 Menschen aus 408 Familien werde Deutschland bis zu 150 unbegleitete minderjährige Asylsuchende aufnehmen. "Bereits erfolgt ist die Aufnahme von 53 unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden", so Seibert weiter. Die Aufnahme von 243 behandlungsbedürftigen Kindern sowie ihren Kernfamilien sei in der Umsetzung. Dies betreffe insgesamt voraussichtlich mindestens 1000 Personen, von denen mehr als 500 schon in Deutschland seien. "Die Gesamtzahl der Menschen, die Deutschland von den griechischen Inseln übernimmt, beläuft sich dementsprechend auf etwa 2750 Personen."

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Die weiteren Nachrichten des Tages:   

+++ 19.45 Uhr: Israel, Emirate und Bahrain unterzeichnen historische Abkommen in Washington +++

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und Bahrain haben im Beisein von US-Präsident Donald Trump die Normalisierung der Beziehungen mit Israel besiegelt. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und die Außenminister der VAE und Bahrains, Abdullah bin Sajid und Abdullatif al-Sajani, unterzeichneten im Garten des Weißen Hauses verschiedene Abkommen, mit denen der Frieden, die Aufnahme diplomatischer Beziehungen und die "volle Normalisierung" der Beziehungen vereinbart wurden. "Dies ist ein unglaublicher Tag für die Welt", hatte Trump kurz vor der Unterzeichnung gesagt. Trump hatte sich für die Annäherung zwischen Israel und den VAE sowie Bahrain eingesetzt. Die VAE und Israel hatten die Normalisierung ihrer Beziehungen bereits Mitte August beschlossen; am Freitag folgte Bahrain dem Vorbild der Emirate.

+++ 18.50 Uhr: Disziplinarverfahren gegen Frankfurter OB Feldmann eingeleitet +++

Das hessische Innenministerium hat ein Disziplinarverfahren gegen den Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) wegen einer Affäre um die Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Gang gesetzt. Feldmann selbst hatte im März diesen Schritt beantragt, um sich von den Vorwürfen selbst zu reinigen, wie er selbst mitteilte. "Ich habe nichts zu verbergen. Ich bin überzeugt, mich korrekt verhalten zu haben - und stelle mich deshalb bewusst der umfassenden Prüfung durch meinen Dienstherrn." Das hessische Innenministerium bestätigte die Einleitung des Disziplinarverfahrens. In der Affäre geht es um überhöhte Gehälter und Luxus-Dienstwagen für mittlerweile ehemalige Führungskräfte, um Verträge mit der Stadt für Flüchtlingsunterkünfte und um einen Dienstwagen und das vergleichsweise hohe Gehalt von Feldmanns heutiger Ehefrau als Leiterin einer Kindertagesstätte. Bereits seit Monaten laufen Ermittlungen gegen ehemalige Awo-Funktionäre unter anderem wegen Verdachts auf Betrug und Untreue, gegen Feldmann oder seine Frau wird nicht ermittelt.

+++ 18.34 Uhr: US-Wetterbehörde warnt vor "historischen Überschwemmungen" durch Hurrikan "Sally" +++

In den USA haben die Wetterbehörden vor "historischen Überschwemmungen" durch den Hurrikan "Sally" gewarnt. Dieser bewegte sich zuletzt mit Windgeschwindigkeiten von rund 140 Stundenkilometern auf die US-Golfküste zu, teilte das Nationale Hurrikan-Zentrum (NHC) mit. Zwar wurde "Sally" zu einem Wirbelsturm der Kategorie eins herabgestuft, dennoch seien in den US-Bundesstaaten Alabama und Mississippi "bis Mittwoch extreme lebensbedrohliche Sturzfluten zu erwarten". Die Gouverneure der beiden Staaten erklärten den Notstand. Erst Ende August hatte der Hurrikan "Laura" im Süden der USA schwere Schäden angerichtet. Mindestens 14 Menschen waren durch den Sturm in Louisiana und Texas ums Leben gekommen. US-Präsident Donald Trump verglich "Sally mit "Laura", erklärte jedoch, dass der Sturm "unter Kontrolle" sei.

+++ 17.43 Uhr: Vermeintlicher Wildunfall: Minister in South Dakota fährt Mann um +++

Er ging von einem Wildunfall aus - aber statt eines Hirschs hat der Justizminister des US-Bundesstaats South Dakota einen Menschen umgefahren und getötet. Wie das Ministerium für öffentliche Sicherheit mitteilte, hatte Jason Ravnsborg am Samstagabend dem zuständigen Sheriff im Hyde County gemeldet, einen Wildunfall gehabt zu haben, selbst aber nicht verletzt zu sein. Am Sonntagmorgen wurde den Angaben zufolge an der Unfallstelle der leblose Körper eines 55-jährigen Mannes entdeckt. Ravnsborg teilte am Montagabend (Ortszeit) mit, am Sonntag selbst zu der Unfallstelle gefahren zu sein und dort festgestellt zu haben, dass er einen Mann umgefahren habe. Er kooperiere mit den Ermittlungen, habe einen Bluttest eingewilligt sowie an einer ausführlichen Befragung teilgenommen. Ravnsborg gab an, kein Alkohol vor der Fahrt getrunken zu haben. Er sei "zutiefst betrübt" über die Tragik des Vorfalls. Die Ermittlungen dauerten an.

+++ 17.29 Uhr: Spanien lässt Vermisste aus Massengräbern der Franco-Zeit exhumieren +++

In Spanien sollen zehntausende Opfer des Bürgerkrieges und der Franco-Diktatur aus Massengräber exhumiert und ihnen ein würdevolles Gedenken verschafft werden. Die sozialistische Regierung verabschiedete in Madrid einen Gesetzentwurf, der die staatliche Finanzierung der Exhumierungen vorsieht. Nach Schätzungen von Historikern und Opferverbänden liegen noch mehr als 100.000 Vermisste in Sammelgräbern. Fast 45 Jahre nach dem Ende der Franco-Diktatur in Spanien spalten die Erinnerungen immer noch Teile des Landes. Die Rechte wirft der linksgerichteten Regierung vor, durch ihr Vorgehen die Wunden der Vergangenheit wieder aufreißen zu wollen. Der Gesetzentwurf sieht auch vor, dass das monumentale Mausoleum für Franco in der Nähe von Madrid zu einer neuen Gedenkstätte umgewandelt wird, die nicht mehr der Verherrlichung der Franco-Zeit dient.

+++ 17.02 Uhr: Bundesregierung will 1553 Flüchtlinge aus Griechenland aufnehmen +++

Deutschland will 1553 zusätzliche Flüchtlinge von fünf griechischen Inseln aufnehmen. Darauf haben sich Union und SPD verständigt, wie Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) in Berlin mitteilte. Es handelt sich dabei um 408 Familien mit Kindern, die in Griechenland bereits als schutzbedürftig anerkannt wurden. Dies soll der zweite Schritt sein, nachdem Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) bereits am Freitag mitgeteilt hatte, Deutschland werde von insgesamt 400 unbegleiteten Minderjährigen bis zu 150 Jugendliche aufnehmen. Die 400 Minderjährigen sollen auf europäische Länder verteilt werden. 

In einem dritten Schritt sollten gegebenenfalls weitere Menschen aufgenommen werden, wenn es dazu Vereinbarungen mit weiteren europäischen Staaten gebe. Die SPD hatte die Aufnahme eines maßgeblichen Anteils an Betroffenen gefordert.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Seehofer hatten bereits vereinbart, dass rund 1500 weitere Migranten von den griechischen Inseln in Deutschland aufgenommen werden sollten. Nach DPA-Informationen ist der Vorschlag mit der griechischen Regierung bereits besprochen worden. 

+++ 16.44 Uhr: "Mindestens 55 Prozent": EU-Kommission will neues Klimaziel 2030 +++

Die EU-Kommission will eine Senkung der Treibhausgase der Europäischen Union um "mindestens 55 Prozent" bis 2030 vorschlagen. So stehe es in der Beschlussvorlage, hieß es aus EU-Kreisen. Das neue Klimaziel will Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Mittwoch in ihrer Rede zur Lage der Europäischen Union vorstellen. Bisher lautet das offizielle Ziel, die EU-Klimagase bis 2030 um 40 Prozent unter den Wert von 1990 zu drücken. Die Verschärfung auf "mindestens 55 Prozent" soll helfen, das Pariser Klimaschutzabkommen einzuhalten und die gefährliche Überhitzung der Erde zu stoppen. Das neue Ziel muss aber in den nächsten Wochen noch mit dem EU-Parlament und den EU-Staaten geklärt werden.

+++ 15.53 Uhr: Geburt in der Luft: Flugzeug landet für jüngsten Passagier zwischen +++

Wenige Minuten war der jüngste Fluggast erst alt, wegen dem ein Flugzeug in München außerplanmäßig zwischenlanden musste. Eine 18-jährige Passagierin habe das Mädchen während des Fluges von Kairo nach London in der Luft zur Welt gebracht, teilte die Polizei mit. Der Kapitän der Maschine habe sich daraufhin zu der Ausweichlandung in München entschieden. Die 18-Jährige war mit ihrer 38 Jahre alten Mutter zu ihrem Lebensgefährten nach London unterwegs, um dort den Nachwuchs zu entbinden. Da die Polizei bei unplanmäßigen Landungen auf dem Flughafen stets zur Flugzeugtür gerufen wird, zählten die Beamten nach eigenen Angaben zu den ersten Gratulanten. Mutter und Kind haben die luftige Geburt laut Polizei gut überstanden und wurden in ein Krankenhaus in Flughafennähe gebracht.

+++ 15.41 Uhr: Russland plant Raumfahrtmission zum Nachbarplaneten Venus +++

Nach Hinweisen auf mögliches Leben in der Atmosphäre der Venus will Russland eine eigene Mission zur weiteren Erforschung des Nachbarplaneten starten. Das kündigte der Chef der Raumfahrtbehörde Roskosmos, Dmitri Rogosin, in Moskau an, wie die Staatsagentur Ria Nowosti meldete. "Die Venus-Erforschung soll wieder aufgenommen werden." Das sehe das Weltraum-Programm des Landes für die Jahre 2021 bis 2030 vor. Eine Entscheidung dazu sollte nach früheren Angaben bis Ende Dezember getroffen werden. Ursprünglich wollte Russland Roskosmos zufolge die Erforschung der Venus gemeinsam mit der US-Raumfahrtbehörde Nasa voranbringen. Nun sei ein weiteres Projekt "ohne breite internationale Zusammenarbeit" geplant. Offen blieb, wann eine russische Sonde zur Venus aufbrechen könnte. Eine Mission könnte es in den Jahren 2027 bis 2029 geben. 

Am Montag hatten Astronomen im Fachblatt "Nature Astronomy" berichtet, das Gas Monophosphan in der oberen Venus-Atmosphäre entdeckt zu haben. Auf der Erde entsteht das Gas durch biologische Prozesse. Der Nachweis in der Venus-Atmosphäre sei allerdings kein belastbarer Beleg für eine biologische Quelle auf unserem Nachbarplaneten, betonte das Team. 

+++ 15.29 Uhr: Brand und Explosionen in Munitionslager in Tschechien +++

In Tschechien ist ein Munitionslager der Polizei in Brand geraten. Das Feuer in der nordböhmischen Stadt Bilina löste eine Reihe von Explosionen aus. Niemand sei verletzt worden, teilte ein Polizeisprecher mit. Rund 150 Arbeiter in einem angrenzenden Gewerbegebiet wurden in einem Umkreis von 500 Metern in Sicherheit gebracht. Aus Sicherheitsgründen konnte die Feuerwehr erst nach rund einer Stunde mit den Löscharbeiten beginnen. In dem Lager war den Angaben zufolge ausrangierte Munition der Polizei untergebracht. Die Erschütterungen seien noch in einer Entfernung von 15 Kilometern zu hören gewesen, berichteten Augenzeugen örtlichen Medien. Die Ursache für das Unglück war zunächst nicht bekannt. 

+++ 15 Uhr: Weiterer Verdächtiger in Missbrauchskomplex Münster angeklagt +++

Im Missbrauchskomplex Münster hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen weiteren Tatverdächtigen erhoben. Dem 53-Jährigen wird neben schwerem sexuellen Missbrauch auch ein Verstoß gegen das Waffengesetz vorgeworfen, wie die Behörde mitteilte. Der mutmaßliche Täter hatte den Missbrauch bereits im Juli gestanden und befindet sich derzeit in Untersuchungshaft. Im August 2019 soll der Verdächtige aus Norderstedt in Schleswig-Holstein einen damals neun Jahre alten Jungen sexuell missbraucht haben. An seinem Arbeitsplatz beschlagnahmte die Polizei außerdem einen Luftdruckrevolver, zwei Schlagringe und einen Schlagstock. Im Missbrauchskomplex Münster sollen mehrere Männer Kinder zum Teil über mehrere Tage hinweg schwer sexuell missbraucht haben. Der heute Zehnjährige aus Münster gilt als Hauptopfer. Bei dem mutmaßlichen Haupttäter handelt es sich um einen 27-Jährigen aus Münster. Insgesamt sitzen derzeit elf mutmaßliche Täter in Untersuchungshaft. Gegen mehr als 20 Verdächtige wird ermittelt.     Das Netzwerk von Pädokriminellen wurde Anfang Juni aufgedeckt. Es handelt sich um eine von drei großen Missbrauchsserien, denen die Ermittler allein in Nordrhein-Westfalen in den vergangenen eineinhalb Jahren auf die Spur kamen: Zuvor lösten bereits der jahrelang unentdeckt gebliebene Kindesmissbrauch auf einem Campingplatz in Lügde und der Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach bundesweit Entsetzen aus.

+++ 14.53 Uhr: Fünf Festnahmen nach Brand in Moria auf Lesbos +++

Die Polizei auf der griechischen Mittelmeerinsel Lesbos hat nach dem Großbrand im Flüchtlingslager Moria fünf Flüchtlinge wegen des Verdachts der Brandstiftung festgenommen. Fünf Verdächtige seien festgenommen worden, nach einem sechsten werde derzeit noch gefahndet, sagte Zivilschutzminister Michalis Chrysohoidis der griechischen Nachrichtenagentur ANA.     Das Lager in Moria war in der Nacht zum 9. September durch mehrere Brände fast vollständig zerstört worden. Die griechischen Behörden gehen davon aus, dass die Feuer absichtlich von Flüchtlingen gelegt wurden, um eine Verlegung aus dem völlig überfüllten Lager zu erzwingen. Die mehr als 12.000 Insassen wurden durch das Feuer obdachlos. Während die Inselbehörden derzeit ein neues Lager nahe der Hafenstadt Panagiouda aufbauen, streiten die EU-Staaten erneut über die Verteilung der Flüchtlinge.

+++ 14.45 Uhr: Palästinenser demonstrieren gegen Israels Einigung mit Golfstaaten +++

Hunderte Palästinenser haben im Westjordanland gegen die Vereinbarungen Israels mit den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und Bahrain protestiert. Bei Kundgebungen in Städten wie Hebron, Tulkarem und Dschenin schwenkten Demonstranten palästinensische Flaggen, wenige Stunden vor einer feierlichen Unterzeichnungszeremonie im Weißen Haus. Auf Schildern stand "Nein zur Normalisierung mit der Besatzungsmacht". US-Präsident Donald Trump will Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu sowie die Außenminister der VAE und Bahrains, Abdullah bin Sajid und Abdullatif al-Sajani, in seinem Amtssitz empfangen. Die VAE und Israel hatten die Normalisierung ihrer Beziehungen bereits Mitte August beschlossen. Am Freitag verkündete Trump dann, dass auch das Königreich Bahrain dem Vorbild der VAE folgen werde.

+++ 14.20 Uhr: Continental will weiteres Werk schließen - 1800 Jobs betroffen +++

Continental will wegen der Absatzkrise und des Strukturwandels in der Autoindustrie noch mehr Standorte schließen als bisher bekannt. In Aachen soll bis Ende 2021 das Reifenwerk dichtgemacht werden, bestätigte das Dax-Unternehmen entsprechende Informationen der Gewerkschaft IG BCE. Betroffen wären 1800 Stellen. Endgültig beschlossen sei dies aber noch nicht. Der mit hohen Verlusten kämpfende Zulieferer hatte erst Anfang September angekündigt, seinen laufenden Sparkurs und Konzernumbau zu verschärfen. Die Reifensparte gilt bisher allerdings auch noch als vergleichsweise profitabel. Aus der IG BCE kam daher heftige Kritik an den Plänen. 

+++ 14.03 Uhr: Krefelder Zoll erwischt Autofahrer mit halber Million Euro Bargeld +++

An der deutsch-niederländischen Grenze hat der Krefelder Zoll einen mutmaßlichen Schmuggler erwischt: Eine halbe Million Euro Bargeld wollte der 44-Jährige unbemerkt über die Grenze bringen, wie der Zoll in Krefeld mitteilte. Bei einer Einreisekontrolle Anfang September auf der Bundesautobahn 61 gab der Mann demnach an, er habe nichts anzumelden. Zur Bekräftigung zeigte er demnach seinen Geldbeutel mit einigen 50-Euroscheinen. Weil der 44-Jährige zunehmend nervös wurde, überprüften die Zollbeamten das Auto dennoch, wie es weiter hieß. Sie entdeckten den Angaben zufolge einen speziell hergerichteten Metallkasten mit geheimer Verriegelung - darin befanden sich 300.000 Euro und 200.000 britische Pfund. Außerdem stellten sie fest, dass gegen den mutmaßlichen Schmuggler ein Haftbefehl vorlag. Er wurde in Polizeigewahrsam gebracht.

+++ 13.53 Uhr: EU-Kommission begrüßt deutsche Pläne für Flüchtlingsaufnahme aus Griechenland +++

Die EU-Kommission hat die Pläne Deutschlands für die Aufnahme weiterer Flüchtlinge von der Insel Lesbos begrüßt. Die Behörde sei in der Frage "in direktem Kontakt mit der deutschen Regierung", sagte ein Sprecher. Demnach haben sich EU-Innenkommissarin Ylva Johansson und Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) auch in einem gemeinsamen Brief an die anderen Mitgliedstaaten gewandt, um sich in der Frage der Umsiedlung von Flüchtlingen abzustimmen.

Durch die Zerstörung des Flüchtlingslagers auf Lesbos haben mehr als 12.000 Menschen ihr Obdach verloren. Deutschland hatte schon die Aufnahme von bis zu 150 unbegleiteten Minderjährigen zugesagt. Nach Angaben aus Regierungskreisen wollen Seehofer und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nun weitere 1500 Migranten aufnehmen.

+++ 13.49 Uhr: Zwei Tage Wartezeit an britischer Grenze befürchtet +++

Nach dem Ende der Brexit-Übergangsphase zum Jahreswechsel erwarten die britischen Behörden einem internen Papier zufolge erhebliches Chaos an den Grenzen. Man rechne bereits im Januar mit Schlangen von bis zu 6500 Lastwagen in der Grenzregion Kent, wie aus dem vertraulichen Regierungsdokument hervorgeht, über das der "Guardian" berichtet. Im Februar könnte es demnach sogar bis zu zwei Tage dauern, bis Lkw im Stau bis an die Grenze vordringen. Das Papier skizziert ein "Worst-Case-Szenario". Die Autoren betonen auch, dass die Staus und Verzögerungen selbst dann entstehen könnten, wenn Großbritannien es noch schafft, einen Handelspakt mit der EU auszuhandeln.

Derzeit stocken die Verhandlungen. Gibt es keine Einigung, droht zum Jahreswechsel der harte Bruch mit Zöllen und anderen Handelshemmnissen. Doch selbst wenn noch ein Vertrag zustande käme, wäre Großbritannien ab 2021 nicht mehr Teil des EU-Binnenmarktes, so dass Kontrollen notwendig würden.

+++ 13.40 Uhr: EU erkennt Lukaschenko nicht als Staatschef von Belarus an +++ 

Die EU erkennt Alexander Lukaschenko nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl in Belarus nicht als Staatschef an. "Wir halten die Wahlen vom 9. August für gefälscht und wir erkennen Lukaschenko nicht als legitimen Präsidenten von Belarus an", sagte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell im Brüsseler EU-Parlament. Gegen eine "große Zahl" der Verantwortlichen für die Gewalt und die Wahlfälschung in Belarus würden derzeit Sanktionen vorbereitet. Seit der Wahl gibt es in Belarus heftige Proteste gegen den seit 26 Jahren mit eiserner Hand regierenden Präsidenten. Dieser hat jedoch mehrfach deutlich gemacht, dass er nicht an einen freiwilligen Rücktritt denkt. Die Sicherheitskräfte gehen mit großer Härte gegen die Protestierenden vor. 

+++ 12.59 Uhr: Schon am Mittag mehr als 30 Grad im Rheinland +++

Mehr als 30 Grad, und das Mitte September: Bereits um 12.00 Uhr sind im rheinischen Geilenkirchen bei Aachen 30,8 Grad gemessen worden. Im rund 50 Kilometer entfernten Nideggen bei Düren zeigte das Thermometer 30,2 Grad, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Ob Rekorde aufgestellt würden, bleibe abzuwarten, sagte eine DWD-Meteorologin. Die höchste bisher in einem September in Deutschland gemessene Temperatur liegt bei 36,5 Grad. Der Höchstwert wurde am 19. September 1947 im thüringischen Jena und in Bühlertal bei Rastatt erreicht.

+++ 12.33 Uhr: Türkei geht erneut gegen mutmaßliche Gülen-Anhänger vor  +++ 

Die türkischen Behörden sind erneut gegen mutmaßliche Unterstützer der sogenannten Gülen-Bewegung vorgegangen. Es seien Haftbefehle gegen 47 verdächtige Soldaten erlassen worden, mindestens 17 seien festgenommen worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Die Staatsanwaltschaft habe zudem Haftbefehle gegen zwölf Lehrer erlassen. Die türkische Regierung macht den in den USA lebenden islamischen Prediger Fethullah Gülen für den Putschversuch von 2016 verantwortlich. Anadolu berichtet nahezu jede Woche mehrmals über neue Fahndungen und Festnahmen.

+++ 12.23 Uhr: Umfrage: Mehrheit der Franzosen für Wiedereinführung der Todesstrafe +++

Eine Mehrheit der Französinnen und Franzosen ist einer Umfrage zufolge für die Wiedereinführung der Todesstrafe. Das geht aus einer repräsentativen Befragung des Meinungsforschungsinstituts Ipsos hervor. Demnach gaben 55 Prozent der Befragten an, mit der Aussage "Die Todesstrafe sollte in Frankreich wieder eingeführt werden" einverstanden zu sein. Besonders hoch war die Zustimmung bei Anhängern von Marine Le Pens rechter Partei Rassemblement National (85 Prozent) und der konservativen Partei Les Républicains (71 Prozent). Die Todesstrafe wurde in Frankreich 1981 vom damaligen sozialistischen Präsidenten François Mitterrand abgeschafft. Die letzte Hinrichtung erfolgte 1977. Damals wurde der verurteilte Mörder Hamida Djandoubi in der südfranzösischen Hafenstadt Marseille auf der Guillotine enthauptet. 

+++ 12.10 Uhr: Erste öffentliche Stellungnahme Nawalnys seit Vergiftung im August +++

Nach wochenlanger Behandlung in der Berliner Charité hat sich der vergiftete Kreml-Kritiker Alexej Nawalny erstmals wieder zu Wort gemeldet. "Gestern konnte ich den ganzen Tag eigenständig atmen", schrieb der 44-Jährige im Internetdienst Instagram und veröffentlichte dazu ein Foto von sich. Der russische Oppositionelle war am 22. August in die Charité eingeliefert worden, nachdem er zwei Tage zuvor auf einem Inlandsflug in Sibirien zusammengebrochen und ins Koma gefallen war.

+++ 11.41 Uhr: Schmuggel von 781 Barren Gold und Silber fliegt auf +++

Der Versuch einer Familie, in ihrem Auto nicht weniger als 781 Barren Gold und Silber über die Grenze nach Österreich zu schmuggeln, ist gescheitert. Zöllner fanden bei der Einreise aus Liechtenstein die Barren im Wert von 700.000 Euro, wie das Finanzministerium in Wien mitteilte. Bei der Inspektion des Wagens fielen den Beamten drei Aluminium-Koffer auf, die Silber enthielten. In der Handtasche der erwachsenen Tochter wurde Gold entdeckt. Letztlich wurden 74 Barren Gold und 707 Barren Silber gefunden, die insgesamt mehr als 660 Kilogramm wogen. Die Edelmetalle wurden beschlagnahmt, den Fahrer erwartet ein Strafverfahren.

+++ 11.33 Uhr: Mehr als 20 ertrunkene Migranten vor Küste Libyens befürchtet +++

Nach einem Bootsunglück vor der Küste Libyens befürchten die Vereinten Nationen, dass mehr als 20 Migranten ertrunken sind. Zwei Leichen seien aus dem Mittelmeer geborgen worden, sagte die Sprecherin der Internationalen Organisation für Migration (IOM), Safa Msehli, in Genf. 22 Menschen würden noch vermisst, nachdem ein Schlauchboot gekentert sei. Bei den meisten Opfern handele es sich wohl um Ägypter. Das Schlauchboot war demnach eines von dreien, die am Sonntag in der libyschen Stadt Sawia abgelegt hatten. An Bord seien ägyptische und marokkanische Migranten gewesen. Die libysche Küstenwache habe am Montag 45 Menschen in die Hauptstadt Tripolis zurückgebracht. 

+++ 11.21 Uhr: Winzer erwarten bessere Weinernte als letztes Jahr +++

Die Winzer in Deutschland rechnen mit einer deutlich besseren Ernte als letztes Jahr: Geschätzt dürften 8,86 Millionen Hektoliter Weißwein- und Rotweinmost produziert werden, das wären 6,4 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Damit liegt die erwartete Ernte 2020 etwa im Durchschnitt der Jahre 2014 bis 2019. Zwei Drittel der Ernte entfallen laut Statistik auf Weißmost, rund ein Drittel auf Rotmost. 

+++ 10.53 Uhr: EuGH: Bestimmte Handytarife verstoßen gegen EU-Recht +++

Handytarife, bei denen bestimmte Dienste etwa für Musik-Streaming nicht auf das Datenvolumen des Kunden angerechnet werden, verstoßen nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs gegen EU-Recht. Die Anbieter dürften bestimmte Anwendungen nicht bevorzugt behandeln, die Nutzung der übrigen Dienste nach Verbrauch des Datenvolumens hingegen blockieren oder verlangsamen, befanden die Luxemburger Richter. Dies verstoße gegen den Grundsatz der Netzneutralität, wonach alle Daten im Internet diskriminierungsfrei gleich behandelt werden müssen. Hintergrund ist ein Fall in Ungarn, ähnliche Tarife werden aber auch in Deutschland angeboten. Konkret geht es um Tarife mit einem begrenzten Internet-Datenvolumen. Ist dieses Volumen verbraucht, wird der weitere Datenverkehr verlangsamt oder blockiert. Der Datenverkehr bestimmter Dienste wie Video- oder Musikstreaming-Apps wird nicht auf das Volumen angerechnet und ist auch nicht von der Verlangsamung betroffen.  

+++ 10.23 Uhr: Thüringer Waffenhersteller soll neues Sturmgewehr der Bundeswehr liefern +++

Das neue Sturmgewehr der Bundeswehr soll vom Thüringer Waffenhersteller C.G. Haenel kommen. Das Unternehmen sei als Sieger aus dem Vergabeverfahren hervorgegangen, teilte das Bundesverteidigungsministerium mit. Dies ist demnach das Ergebnis einer Auswertung verschiedener Angebote durch die Vergabestelle des Beschaffungsamtes der Bundeswehr in Koblenz. Den unterlegenen Bietern stehe noch der Rechtsweg offen, zudem müsse im Parlament der finanziellen Rahmen von 25 Millionen Euro gebilligt werden. Der unterlegene Bieter Heckler und Koch zeigte sich einem "Spiegel"-Bericht zufolge enttäuscht. Mehrheitsgesellschafter Andreas Heeschen bedauere als Mehrheitseigentümer diese Entwicklung "zutiefst".

+++ 09.45 Uhr: Merkel und Seehofer planen Aufnahme von rund 1500 Geflüchteten +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) haben sich darauf verständigt, zusätzlich rund 1500 weitere Migranten von den griechischen Inseln aufzunehmen. Wie die Deutsche Presse-Agentur von Innenpolitikern erfuhr, handelt es sich dabei um Familien mit Kindern. Nach dem Feuer im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos waren mehr als 12 000 Migranten obdachlos geworden.

+++ 8.40 Uhr: Verdi ruft zu Warnstreiks in Call-Centern der Deutschen Bank auf +++

Kunden der Deutschen Bank müssen sich bei telefonischen Anfragen heute möglicherweise auf längere Wartezeiten einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten der Call-Center in Berlin und Essen zu einem Warnstreik aufgerufen. Verdi will mit der Aktion den Druck in den seit Juli laufenden Tarifverhandlungen für die etwa 650 Beschäftigten der Deutschen Bank Direkt GmbH an den beiden Standorten erhöhen.

+++ 8.18 Uhr: Erstmals seit 60 Jahren kein Wirtschaftswachstum in Asien-Pazifik +++

Die Volkswirtschaft in der Asien-Pazifik-Region wird 2020 im Zuge der Corona-Pandemie erstmals seit 60 Jahren schrumpfen. Nach einem neuen Bericht der Asiatischen Entwicklungsbank wird das gesamte Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Region voraussichtlich um 0,7 Prozent sinken. Es handele sich um das erste negative Wirtschaftswachstum in der aufstrebenden Region seit Anfang der 1960er-Jahre, so die Bank mit Sitz in Manila. 

+++ 8.02 Uhr: Erst 800 Migranten im neuen Zeltlager auf Lesbos - 21 Corona-Fälle +++

Die Aufnahme von Migranten in einem provisorischen Zeltlager auf der griechischen Insel Lesbos kommt nur mühsam voran. Bis Dienstagmorgen sind nur rund 800 Menschen in das Camp Kara Tepe wenige Kilometer nördlich der Hauptortschaft der Insel Mytilini gegangen, wie der staatliche Rundfunk (ERT) unter Berufung auf das Migrationsministerium berichtete. 21 Migranten seien positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sie seien isoliert worden. Im ehemaligen Camp Moria, das am vergangenen Mittwoch bei einem Großbrand zerstört worden war, hatten sich mehr als 12.000 Migranten gelebt. Mit Flugblättern in sieben Sprachen werden die Migranten jetzt informiert, dass es keinen anderen Weg für sie gibt, die Insel zu verlassen, als Asyl zu bekommen. Den Asylprozess könne man aber nur im neuen Lager durchlaufen.

+++ 7.44 Uhr: September-Hitze bringt Temperaturen von bis zu 34 Grad +++

Die September-Sonne lässt Deutschland noch einmal schwitzen. Tageshöchstwerte von 29 bis 34 Grad sagte der Deutsche Wetterdienst in Offenbach am Morgen voraus. Die höchsten Temperaturen prognostizierte der DWD für das Rheinland und den Südwesten Deutschlands, auch im Osten soll die 30-Grad-Marke locker geknackt werden. Ganz so hohe Temperaturen werden morgen nicht mehr erreicht: Dann sind noch Höchstwerte von 24 bis 31 Grad möglich. Für Mitte September ist es nicht nur in Deutschland sehr warm: Wie der Wetterdienst Météo-France gestern mitteilte, war es in Orthez im Südwesten Frankreichs 37,9 Grad heiß. Damit wurde der September-Rekord der Kommune unweit der Atlantikküste von 37,5 Grad gebrochen. In Nevers im Zentralfrankreich waren es 35,3 Grad, damit wurde der frühere Monatsrekord aus dem Jahr 1947 geknackt.

+++ 6.59 Uhr: Bootsunglück vor Kreta - mindestens drei Migranten ertrunken +++

Bei einem Bootsunglück vor der griechischen Insel Kreta sind mindestens drei Migranten ertrunken. Die Küstenwache habe 53 Menschen aus dem Wasser retten können, berichtete der staatliche griechische Rundfunk (ERT). Wie ein Offizier der Küstenwache der Deutschen Presse-Agentur sagte, sei das Boot der Migranten wegen der starken Winde rund zwölf Seemeilen (rund 22 Kilometer) vor Kreta gekentert. Die Rettungsmannschaften suchten auch mit Hubschraubern nach weiteren Menschen. Die genaue Zahl der Migranten an Bord des Bootes sei unbekannt.

+++ 4.54 Uhr: Ostbeauftragter warnt vor Rechtsextremismus im Osten +++

Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz, hat fast 30 Jahre nach der Einheit vor einem wachsenden Rechtsextremismus im Osten gewarnt. Wanderwitz sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Man muss leider sagen, dass der Rechtsextremismus in den neuen Ländern im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung mehr Anhänger findet, als das in den alten Ländern der Fall ist." Der Rechtsextremismus bedrohe aggressiv die Demokratie. "Mir geht es darum, dass sich dieses Gedankengut nicht in die nächste Generation fortpflanzt."

+++ 4.08 Uhr: Merz: Suche nach EU-Lösung für Lesbos-Flüchtlinge macht keinen Sinn +++

Der Kandidat für den CDU-Vorsitz, Friedrich Merz, glaubt nicht an eine europäische Lösung bei der Verteilung von Flüchtlingen auf der griechischen Insel Lesbos. "Wenn ich es richtig sehe, hat Griechenland bisher nicht darum gebeten, Flüchtlinge aus Lesbos in der Europäischen Union aufzunehmen und auf einzelne Länder zu verteilen", sagte Merz der Deutschen Presse-Agentur. "Außer Luxemburg und Deutschland ist dazu ohnehin zum gegenwärtigen Zeitpunkt kein anderes Mitgliedsland der EU bereit. Es macht daher weder Sinn, weiter nach einer "europäischen Lösung" zur Verteilung zu suchen, noch in einen Überbietungswettbewerb in Deutschland einzutreten, wie viele Migranten wir denn aufnehmen sollen." 

+++ 1.33 Uhr: Zweites Massengrab in Panama mit mutmaßlicher Verbindung zu Sekte gefunden +++

In Panama ist ein zweites Massengrab entdeckt worden, das mit einer Sekte in Verbindung gebracht wird. Das geheime Grab befinde sich ebenfalls in der schwer zugänglichen und von Indigenen bewohnten Region Ngäbe Buglé, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Zur Zahl der Leichname in dem Grab sowie zum Geschlecht der Toten ließen sich noch keine Angaben machen, erklärten die Ermittler. Die Ausgrabungen seien noch im Gange. 

+++ 0.54 Uhr: Nasa sieht "bislang bedeutendste Entwicklung" bei Suche nach außerirdischem Leben +++

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa sieht in der Entdeckung von Phospingas auf der Venus den bisher größten Fortschritt in der Suche nach möglichem außerirdischen Leben. Der Fund dieses Gases, das mit lebenden Organismen in Verbindung gebracht wird, sei die "bislang bedeutendste Entwicklung bei der Suche nach Belegen für Leben außerhalb der Erde", schrieb Nasa-Chef Jim Bridenstine auf Twitter. Bridenstine verwies darauf, dass die Nasa vor zehn Jahren mikrobische Lebensformen rund 12.000 Kilometer über der Erde in der oberen Atmosphäre unseres Planeten entdeckt hatte. Nun aber sei es an der Zeit, bei der Suche nach außerirdischem Leben "den Vorrang auf die Venus zu legen".

+++ 0.38 Uhr: Picasso-Bild könnte bei Auktion 30 Millionen Dollar bringen +++

Ein Gemälde des Künstlers Pablo Picasso (1881-1973) könnte bei einer Auktion in New York bis zu 30 Millionen Dollar (etwa 25 Millionen Euro) einbringen. Das 1941 angefertigte Werk "Femme dans un fauteuil" zeige seine damalige Geliebte und Muse Dora Maar, teilte das Auktionshaus Christie's mit. Die Versteigerung am 6. Oktober solle wegen der Coronavirus-Pandemie größtenteils im Internet stattfinden. Bereits die traditionellen Frühjahrsauktionen hatten die New Yorker Auktionshäuser in diesem Jahr weitgehend online abgehalten.

tis / rw / dho DPA AFP

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