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News von heute Rauchen wird wohl teurer: Bundestagsausschuss stimmt für höhere Tabaksteuer

Eine zerknüllte Zigarettenschachtel
Eine zerknüllte Zigarettenschachtel
© Annette Riedl / DPA
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker: 

22.14 Uhr: Söder – Union müsste sich nach Pleite bei Bundestagswahl erneuern

Im Falle einer krachenden Niederlage von CDU und CSU bei der Bundestagswahl erwartet CSU-Chef Markus Söder grundlegende Veränderungen in der Union. "Ich glaube, in dem Moment, wenn die Grünen klar vor der Union liegen (...), wäre das ein klares Signal eines grundlegenden politischen Wechsels. Und dann müsste sich die Union auch erneuern. Das ist für mich selbstverständlich", sagte der bayerische Ministerpräsident in der ARD-Sendung "Maischberger. Die Woche". Er betonte, dass in dem Falle die Union auch nicht als Koalitionspartner in eine von den Grünen geführte Regierung gehen könne.

21.54 Uhr: Russisches Gericht verbietet Nawalny-Organisationen endgültig

Russlands Justiz hat mehrere Organisationen des inhaftierten Kremlgegners Alexej Nawalny endgültig verboten. Ein Gericht in Moskau stufte die Vereinigungen als extremistisch ein. In Verbindung mit einem neuen Gesetz dürfen Nawalnys Unterstützer nun nicht mehr bei Wahlen in Russland antreten.

21.45 Uhr: Söder erhöht im Maskenstreit Druck auf SPD-Arbeitsminister Heil

Im schwarz-roten Streit um Corona-Schutzmasken von angeblich zweifelhafter Qualität erhöht CSU-Chef Markus Söder den Druck auf SPD-Arbeitsminister Hubertus Heil. "Sollten die Vorwürfe so nicht stimmen, (...) müsste diskutiert werden, ob Hubertus Heil noch im Amt bleiben kann", sagte der bayerische Ministerpräsident in der ARD-Sendung "Maischberger. Die Woche". Söder betonte, er könne nicht beurteilen, ob die Vorwürfe stimmten, gleichwohl vertraue er der Einschätzung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die sich eindeutig hinter Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU) gestellt habe.

20.45 Uhr: Vor Prozess gegen R. Kelly – Zwei Verteidiger verlassen sein Team

Wenige Monate vor dem derzeit angesetzten Prozessbeginn sollen zwei Anwälte das Verteidigungsteam des früheren Pop-Superstars R. Kelly, 54, verlassen. Das geschehe auf seinen Wunsch hin, sagte der Musiker ("I Believe I Can Fly") bei einer telefonischen Anhörung US-Medienberichten zufolge der New Yorker Richterin Ann Donnelly. Die Verteidiger Steve Greenberg und Michael Leonard hatten zuvor gesagt, dass sie das Team auf eigenen Wunsch hin verlassen wollten – unter anderem wegen Unstimmigkeiten mit den beiden verbleibenden Verteidigern Thomas Farinella und Nicole Becker. Richterin Donnelly bat die Anwälte Greenberg und Leonard daraufhin, ihr Rückzugsgesuch schriftlich zu begründen.

Der ursprünglich für Mai 2020 angesetzte und in der Corona-Pandemie bereits mehrfach verschobene Prozess gegen den Sänger in New York ist derzeit für August angesetzt. Kelly, der seit vergangenem Sommer in Chicago in Haft sitzt, ist unter anderem wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger angeklagt – beteuert aber seine Unschuld und hat bereits mehrfach auf nicht schuldig plädiert. 

20.35 Uhr: Israel verbietet als erstes Land Verkauf von Tierpelzen im Modehandel

Als erstes Land weltweit will Israel den Handel mit Pelzen für Modezwecke verbieten. Ausnahmen würden nur noch für Forschungs- oder Bildungszwecke sowie für bestimmte religiöse Traditionen – etwa für die von einigen ultraorthodoxen Juden getragenen Fellmützen (Schtreimel) – gelten, teilte das Umweltministerium mit. Demnach tritt das Verbot in sechs Monaten in Kraft. Die internationale Anti-Pelz-Allianz, eine Koalition von 40 Tierschutzorganisationen, sprach von einem "historischen Tag". Mit seiner Entscheidung habe Israel einen "ethischen Präzedenzfall" geschaffen, schrieb sie auf Facebook. Sie rief anderen Länder auf, sich dem Beispiel anzuschließen.

20.30 Uhr: Medien – USA kaufen 500 Millionen Biontech/Pfizer-Impfdosen für andere Länder

Die USA wollen Medienberichten zufolge 500 Millionen Impfdosen von Biontech/Pfizer kaufen, um sie anderen Ländern zur Verfügung zu stellen. Dies werde US-Präsident Joe Biden auf dem am Freitag beginnenden G7-Gipfel in Großbritannien verkünden, berichteten die "Washington Post" und die "New York Times". Biden trifft in Kürze zu seiner ersten Auslandsreise in Europa ein.

20.07 Uhr: Theodor-Wolff-Preis für vier Journalisten und ein Digital-Team

Zeitungsverleger und Digitalpublisher haben vier Journalistinnen und Journalisten sowie ein Digital-Team einer Tageszeitung mit dem Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet. Die Gewinner sind Hatice Akyün vom "Tagesspiegel", Wolfgang Bauer vom "Zeit Magazin", Anna Petersen von der "Landeszeitung für die Lüneburger Heide", Elisa Schwarz von der "Süddeutschen Zeitung" und das Digital-Team Jeanne Jacobs, Sophie Anfang, Emily Engels, Felix Müller, Paul Nöllke und Lukas Schauer von der "Abendzeitung". Sie wurden mit dem Preis in Berlin im Beisein von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier geehrt. Der mit 30.000 Euro dotierte Theodor-Wolff-Preis wird vom Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) getragen. Er gehört zu den renommiertesten Auszeichnungen in der Medienbranche in Deutschland. Er erinnert an den langjährigen Chefredakteur des "Berliner Tageblatts", Theodor Wolff (1868-1943). Der Preis wird jährlich verliehen.

20.07 Uhr: Zentrale Speicherung von Dokumenten im Ausländerregister

Asylbescheide, eingescannte Ausweispapiere und andere Dokumente von in Deutschland lebenden Ausländern sollen künftig zentral an einem Ort gespeichert werden. Das sieht ein Gesetz vor, das der Bundestag verabschiedet hat. Wenn auch der Bundesrat seine Zustimmung erteilt, haben Bund, Länder und Kommunen künftig über das Ausländerzentralregister Zugriff auf alle relevanten Dokumente. Für Zuwanderer hätte das den Vorteil, dass sie die gleichen Angaben bei den verschiedenen Behörden nicht immer wieder neu machen müssen. Auch die Verwaltung soll dadurch entlastet werden. Kritiker warnen hingegen vor dem Risiko missbräuchlicher Zugriffe auf die zentral gespeicherten Daten.

18.54 Uhr: Besorgniserregende Virusvariante Delta in Deutschland bei 2,5 Prozent

Die in Indien entdeckte Coronavirus-Variante Delta bleibt in Deutschland weiter relativ selten. Ihr Anteil an den untersuchten Proben betrage nun 2,5 Prozent, geht aus einem Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) zu den als besorgniserregend eingestuften Mutanten hervor. Die Angabe bezieht sich auf Proben aus der Woche vom 24. bis 30. Mai. Die Entwicklung der Variante (B.1.617.2) der Wochen zuvor beschreibt das RKI in der Tendenz als ansteigend, auf bis zu 3,1 Prozent in der Woche vom 17. bis 23 Mai. 

18.09 Uhr: Kardinal Woelki zu umstrittener Firmung eingetroffen

Trotz Protesten ist der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki am Mittwoch zu einer Firmung in der Düsseldorfer Gemeinde St. Margareta eingetroffen. Mehr als 140 Gemeindemitglieder hatten an den Erzbischof appelliert, die Firmung von einem anderen Priester vornehmen zu lassen. In der Gemeinde sind zwei Pfarrer tätig gewesen, die des sexuellen Missbrauchs verdächtigt werden. In beiden Fällen wird Woelki vorgeworfen, zu lange seine schützende Hand über die Priester gehalten zu haben. Als Woelki im vergangenen Monat zu einem Vorgespräch in der Gemeinde erschienen war, hatten dort etwa 100 Gläubige mit roten Karten gegen ihn demonstriert.

17.18 Uhr: Cannstatter Volksfest findet erneut nicht statt 

Nach der Absage des Münchner Oktoberfests wegen des Coronavirus findet auch das Cannstatter Volksfest in Stuttgart erneut nicht statt. Das teilte die Stadt mit. Das zweitgrößte Volksfest in Deutschland war vom 24. September bis zum 10. Oktober 2021 geplant. 

16.48 Uhr: Bundestagsausschuss stimmt für höhere Tabaksteuer

Rauchen wird wohl teurer: Die Reform der Tabaksteuer ist einen entscheidenden Schritt vorangekommen. Der Finanzausschuss des Bundestags stimmte für eine Gesetzesänderung, derzufolge auf eine Zigarettenpackung im Jahr 2022 durchschnittlich 10 Cent mehr Tabaksteuer anfällt als bisher. 2023 folgt ein weiterer 10-Cent-Sprung, in den Jahren 2025 und 2026 dann jeweils ein Plus von 15 Cent. Der zuständige SPD-Berichterstatter Michael Schrodi zeigte sich nach dem Votum zufrieden. "Wenn man die Menschen vom gesundheitsschädlichen Rauchen wegbringen will, sind deutliche Preissignale nötig - die setzen wir jetzt", sagte der SPD-Politiker.

15.37 Uhr: Aschenbrödel-Darstellerin Libuse Safrankova gestorben

Die tschechische Schauspielerin Libuse Safrankova ("Drei Haselnüsse für Aschenbrödel") ist im Alter von 68 Jahren gestorben. Das berichtete der Nachrichtensender CNN Prima News unter Berufung auf ihren Sohn. Große Beliebtheit erlangte Safrankova mit der Hauptrolle in dem Märchenfilm "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" aus dem Jahr 1973. Der romantische Streifen, eine Koproduktion mit der ostdeutschen DEFA, gehört seit Jahrzehnten untrennbar zum Weihnachtsprogramm im deutschen Fernsehen.

Safrankova spielte in fast 150 Kino- und Fernsehfilmen mit, zum Beispiel in "Die kleine Meerjungfrau" und "Der Prinz und der Abendstern". Sie stand in Prag zudem lange Jahre als Mitglied eines Kammerensembles auf der Theaterbühne. In dem mit einem Oscar als bester ausländischer Film ausgezeichneten Drama "Kolya" von 1996 war sie in der Rolle der Sängerin Klara zu sehen.

15.21 Uhr: Verdächtige nach Schlag gegen Organisierte Kriminalität in U-Haft

Nach den Razzien gegen die Organisierte Kriminalität sind mehrere Tatverdächtige in Untersuchungshaft. "Die Gerichte sind uns in allen Anträgen gefolgt", sagte Oberstaatsanwalt Benjamin Krause von der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) bei der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt der Deutschen Presse-Agentur. Der Schwerpunkt der Aktionen in Deutschland lag in Hessen.

15.20 Uhr: Razzia gegen Clan-Familie: 600.000 Euro beschlagnahmt

Bei der Großrazzia gegen eine Clan-Familie aus Leverkusen haben die Ermittler Bargeld und Sachwerte in Höhe von rund 600.000 Euro sichergestellt. Dabei sei der Wert einer beschlagnahmten Villa in Leverkusen noch nicht mitgerechnet, sagte ein Polizeisprecher in Düsseldorf. Die Familie hatte trotz ihres Vermögens unbekannter Herkunft rund 400.000 Euro Sozialleistungen bezogen.

Der 46-jährige Hauptbeschuldigte war in Duisburg festgenommen worden. Unter einer Fußmatte der Oberklasse-Limousine, in der er saß, fanden Polizisten mehr als 14.000 Euro Bargeld. Ein Haftrichter schickte ihn und seine beiden Söhne in Untersuchungshaft. Seine Ehefrau, die sich um weitere Kinder kümmern muss, kam dagegen unter Auflagen auf freien Fuß.

14.46 Uhr: Israelische Terroropfer verklagen katarische Banken auf Millionen

Angehörige von israelischen Terroropfern haben Banken und Organisationen aus dem Golfstaat Katar wegen Finanzierung der islamistischen Hamas verklagt. Die 24 Familien fordern insgesamt umgerechnet rund 253 Millionen Euro Schadenersatz, wie die pro-israelische Bürgerrechtsorganisation Schurat Hadin in Tel Aviv bestätigte. Die Organisation habe eine entsprechende Klage im Namen der Familien beim Jerusalemer Bezirksgericht eingereicht.

Die 130 Kläger werfen den Banken und Wohltätigkeitsorganisationen vor, Geld an Terroristen der militärischen Flügel der Hamas und des Islamischen Dschihad zu zahlen und so Terroranschläge zu finanzieren, wie Schurat Hadin mitteilte. Dabei verwies die Organisation auch auf den massiven Raketenschuss durch die islamistischen Gruppierungen aus dem Gazastreifen auf Israel während des bewaffneten Konflikts im Mai.

14.36 Uhr: Digitaler Corona-Impfpass wird ab Donnerstag in Deutschland eingeführt

Vollständig geimpfte Menschen sollen in Kürze ihre Immunisierung mit einem digitalen Impfzertifikat über das Handy nachweisen können: Die Einführung dieses Digital-Passes in Deutschland starte bereits am Donnerstag, sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums. "Der digitale Impfpass wird jetzt Schritt für Schritt ausgerollt und in den Apps verfügbar sein", fügte er hinzu. Minister Jens Spahn (CDU) werde die Details am Donnerstag in einer Pressekonferenz erläutern.

Der digitale Impfpass soll es vollständig geimpften Menschen erlauben, ihre Immunität per Handy nachzuweisen, ohne immer ihr gelbes Impfbuch mit sich führen zu müssen. Dies kann etwa bei Restaurantbesuchen oder bei Kulturveranstaltungen nützlich sein, falls dort ein Impfnachweis verlangt wird.

Für den Digitalpass kann die bereits bestehende Corona-Warn-App genutzt werden, zusätzlich soll eine gesonderte App angeboten werden. Ab Juli soll der Digital-Pass auch für das grenzüberschreitende Reisen in der EU genutzt werden können.

14.35 Uhr: Maas verneigt sich vor Opfern des Überfalls auf die Sowjetunion

Knapp 80 Jahre nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg hat der Bundestag der vielen Millionen Opfer gedacht. Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) sagte, Nazi-Deutschland habe die "Versklavung und Auslöschung ganzer Staaten und Völker" nicht nur in Kauf genommen, sondern zum Kriegsziel erklärt. "Fassungslos blicken wir auf diesen Teil unserer Geschichte, auf den Rassenwahn, auf die völlige moralische Enthemmung, die auch gerade im Ostfeldzug ihren fürchterlichen Ausdruck genommen haben." Er verneige sich "voll Trauer und Scham" vor den Opfern.

Angesichts der Dimension dieser Verbrechen grenze es an ein Wunder, dass die mittel- und osteuropäischen Länder Deutschland die Hand zur Versöhnung gereicht haben, betonte der SPD-Politiker. "Für diese Aussöhnung darf es auch niemals einen Schlussstrich geben."

14.09 Uhr: Schweizer Parlament erhöht Rentenalter für Frauen auf 65

In der Schweiz wird das Rentenalter für Frauen von 64 auf 65 erhöht. Der Vorstoß wurde auch von der zweiten Parlamentskammer angenommen. Damit soll die staatliche Rentenkasse AHV bis 2030 finanziell stabilisiert werden. Das Rentenalter der Männer bleibt unverändert bei 65. Für Frauen ab heute 58 Jahren soll es einen Ausgleich für die bald längere Arbeitszeit geben. Die Grünen und die Sozialdemokraten waren gegen die Erhöhung und hatten verlangt, stattdessen Gewinne der Nationalbank für die Zusatzfinanzierung der AHV zu nutzen.

Das AHV-Geld könnte knapp werden, weil die Lebenserwartung in den vergangenen 50 Jahren um mehr als zehn Jahre gestiegen ist und weil es pro Rentner weniger Erwerbstätige gibt. Die Schweizer Rente hat drei Säulen: Die staatliche Rente, eine obligatorische berufliche Vorsorge, in die Arbeitgeber und -nehmer einzahlen, und steuerlich geförderte private Spareinlagen für den Ruhestand.

Sobald das Gesetz im Bundesblatt veröffentlicht ist, können Gegnerinnen und Gegner versuchen, es per Volksabstimmung zu kippen.

13.27 Uhr: Curevac hofft auf baldigen Start des Zulassungsverfahrens

Das Pharmaunternehmen Curevac hofft auf genügend Daten für eine Zulassung seines Corona-Impfstoffs bis Ende Juni. Das berichtete die "Augsburger Allgemeine" unter Berufung auf eine Firmensprecherin. Demnach verzögert sich der Zeitpunkt, weil sich im Rahmen der entscheidenden klinischen Zulassungsstudie bisher noch nicht genügend Teilnehmer mit dem Coronavirus infizierten.

Nach Angaben der Sprecherin gegenüber der Zeitung wird für das finale Datenpaket eine Mindestzahl von 160 Infizierten unter den rund knapp 40.000 Teilnehmern benötigt. Aktuell sind es aber erst 111. Der Wirkstoff von Curevac befindet sich seit Februar in einem sogenannten rollierenden Zulassungsverfahren bei der europäischen Arzneimittelbehörde EMA. Ursprünglich kalkulierte das Unternehmen mit einer Zulassung im Mai oder Juni.

13.24 Uhr: Corona-Zahlen in Russland wieder so hoch wie im März

In Russland sind die Corona-Infektionszahlen wieder so hoch wie Mitte März. Die Regierung meldete am Mittwoch 10.407 Neuinfektionen - so viele Ansteckungen wurden landesweit zuletzt am 14. März registriert. In der Hauptstadt Moskau, der am schlimmsten betroffenen russischen Stadt, wurden sogar so viele Neuinfektionen wie zuletzt Mitte Januar gemeldet.

Russland ist eines der am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder. In die offizielle Opferbilanz fließen allerdings nur Fälle ein, bei denen Covid-19 durch eine Autopsie als Todesursache zweifelsfrei bestätigt wurde. Aus Zahlen der Statistikbehörde Rosstat geht hervor, dass bis Ende April mehr als 270.000 Tote infolge von Corona erfasst wurden - das ist mehr als doppelt so viel wie von der Regierung angegeben. Einen strengen Lockdown gab es in Russland nur im Frühjahr 2020. Die meisten Beschränkungen wurden seitdem wieder aufgehoben.

13.12 Uhr: Wirecard: Kritik am Finanzministerium reißt nicht ab

Bei der politischen Aufarbeitung des Wirecard-Skandals reißt die Kritik am Bundesfinanzministerium nicht ab. Minister Olaf Scholz (SPD) und seine Mitstreiter hätten sich "tief im Gestrüpp aus Ausflüchten und Beschönigungen verheddert", sagte der FDP-Obmann im Untersuchungsausschuss des Bundestags, Florian Toncar, der Deutschen Presse-Agentur. Bei Zeugenbefragungen am Dienstag seien "Verteidigungslinien" in sich zusammengebrochen.

Dabei geht es um die Frage, warum im Februar 2019 Verdachtsmeldungen der Commerzbank auf Geldwäsche von der Anti-Geldwäsche-Einheit des Bundes (FIU) nicht an Strafermittler weitergegeben wurden - sondern erst nach der Wirecard-Insolvenz im Sommer 2020. FIU-Chef Christof Schulte hatte im Ausschuss gesagt, strafrechtliche Verfolgungsmöglichkeiten in Deutschland hätten damals erkennbar nicht vorgelegen. Finanz-Staatssekretär Rolf Bösinger hatte Vorwürfe zurückgewiesen, er habe Informationen an den Ausschuss manipuliert oder das Parlament getäuscht.

13.00 Uhr: 288 Millionen Euro Schadenersatz an VW von Winterkorn und Ex-Kollegen

Der frühere Konzernchef Martin Winterkorn und drei weitere Ex-Topmanager zahlen wegen des Dieselskandals zusammen mit ihren Versicherungen Rekord-Entschädigungen an Volkswagen. Laut der abschließenden Einigung wurde eine Summe von insgesamt knapp 288 Millionen Euro vereinbart, hieß es aus dem Unternehmen. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende persönlich soll 11,2 Millionen Euro überweisen.

12.52 Uhr: Laschet holt Ex-"Bild"-Chefin Koch als Wahlkampfberaterin

Der CDU-Vorsitzende und Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet hat die Journalistin Tanit Koch als Beraterin im Bundestagswahlkampf engagiert. Die frühere Chefredakteurin der "Bild"-Zeitung soll von der Berliner CDU-Zentrale aus Laschets Wahlkampfkommunikation leiten und seine Pressearbeit koordinieren. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus CDU-Kreisen. Auch soll Koch Laschets Präsenz in den sozialen Medien ausbauen. Auf dpa-Nachfrage bestätigte Laschet die Personalie: "Wir gewinnen mit Tanit Koch eine erfahrene Journalistin und Kommunikationsexpertin – sie ist jetzt in meinem Team. Ich freue mich sehr."

Laschet reagiert damit auf schwache persönliche Umfragewerte und Kritik an seinem bisherigen Wahlkampf. So wurde ein TV-Auftritt in der ZDF-Talkshow "Markus Lanz" Ende März unionsintern wie in den Medien als unglücklich bewertet. In Teilen der CDU vermisst man zudem eine Strategie für die Präsentation des Kanzlerkandidaten in sozialen Netzwerken sowie klare Botschaften.

11.57 Uhr: Staatsanwalt klagt Ex-VW-Chef Winterkorn wegen Falschaussage an

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat gegen den ehemaligen VW-Chef Martin Winterkorn Anklage wegen uneidlicher Falschaussage im Untersuchungsausschuss des Bundestags zur Abgasaffäre erhoben. Der heute 74-Jährige solle "bewusst falsche Angaben" zur Frage gemacht haben, zu welchem Zeitpunkt er über den Einsatz einer Software zur Manipulation der Abgaswerte unterrichtet war, teilte die Behörde am Mittwoch mit. Die Anklage wurde am Landgericht Berlin erhoben.

11.36 Uhr: Russland: Mann erschießt zwei Gerichtsvollzieher

Im Süden Russlands hat ein Mann mit einem Jagdgewehr zwei Gerichtsvollzieher erschossen. Sie hätten am Mittwoch sein Haus in der Stadt Adler bei Sotschi am Schwarzen Meer beschlagnahmen wollen, teilten die Behörden laut Agentur Interfax mit. Der mutmaßliche Täter sei festgenommen worden. Er selbst habe die Polizei gerufen. Berichten zufolge soll das illegal gebaute Haus abgerissen werden – deshalb sollte der Mann auf Beschluss eines Gerichts ausziehen.

11.21 Uhr: Schiff reißt Hochspannungskabel über Mittellandkanal ab

Auf dem Mittellandkanal hat ein Schiff bei einem Wendemanöver ein Hochspannungskabel abgerissen und für Ampelausfälle in Minden gesorgt. Der 56-jährige Kapitän wollte sein Schiff am Dienstagabend auf Höhe eines Tanklagers entladen, wie die Duisburger Polizei mitteilte. Beim Wenden sei er mit dem bereits ausgefahrenen Schiffskran gegen eine Hochspannungsleitung in etwa 20 Metern Höhe gestoßen.

Das Kabel fiel laut Polizei in den Kanal und auf eine angrenzende Straße. In der Umgebung kam es demnach zu kurzzeitigen Ampelausfällen. Einen Stromausfall im eigentlichen Sinn gab es dem Energieversorger zufolge entgegen anderslautender Medienberichte nicht – die Einwohner von Minden dürften aber eine kurze "Spannungssenke" gespürt haben, wie ein Sprecher erklärte.

Die Wasserstraße blieb zur Bergung des Kabels für mehrere Stunden gesperrt. Zusätzlich sperrten Polizei und Feuerwehr den Uferbereich und angrenzende Straßen weiträumig ab. Die Höhe des entstandenen Schadens war zunächst unklar.

Schlepper ziehen riesige Luxus-Jacht durch winzige Kanäle in den Niederlanden

11.10 Uhr: Ermittlungen gegen 20 hessische Polizisten wegen rechtsextremer Chats

In Hessen haben die Behörden Ermittlungen gegen 20 Polizisten, darunter auch Spezialeinsatzkräfte, wegen der Beteiligung an rechtsextremen Chatgruppen aufgenommen. Sie sollen volksverhetzende Inhalte verbreitet haben, wie das hessische Landeskriminalamt in Wiesbaden und die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main am Mittwoch mitteilten. Am Morgen durchsuchten Einsatzkräfte die Wohnungen von sechs Beschuldigten und ihre Arbeitsplätze im Polizeipräsidium Frankfurt am Main.

11.01 Uhr: SPD wirft Spahn "unterdurchschnittliche Gesamtleistung" vor

Die SPD im Bundestag hat bei ihrer Kritik an Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nachgelegt. Die SPD-Fraktion sei "empört" darüber, dass vulnerablen Gruppen bei den Masken zweite Klasse angeboten worden sei, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Carsten Schneider, am Mittwoch in Berlin. Das Gesundheitsministerium hatte 2020 vorgeschlagen, bestimmte Masken aus China auch an Heime für Obdachlose und Menschen mit Behinderung zu geben. Spahn hatte Vorwürfe zurückgewiesen, nach denen diese Masken minderwertig seien.

Die Masken sollen nun für eine nationale Notreserve verwendet werden. Schneider forderte, die Masken vorher zu testen. Einen Sonderermittler des Bundestags, wie ihn die FDP gefordert hatte, sieht Schneider nicht für nötig an. Die Ausschüsse des Bundestags könnten Aufklärung leisten, sagte er. Schneider sagte, "dass die Gesamtleistung des Gesundheitsministers, insbesondere was Test etc. betrifft, unterdurchschnittlich ist".

10.37 Uhr: Umfrage: Mehrheit der Deutschen will Renteneintritt nicht an Lebenserwartung knüpfen

Das Renteneintrittsalter sollte nach Ansicht der meisten Deutschen nicht an die Lebenserwartung gekoppelt werden. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov hervor, die sich explizit auf den Vorschlag bezog, die Rente mit 68 einzuführen. Demnach stimmten 70 Prozent der Deutschen nicht der Aussage zu, das Renteneintrittsalter solle an die Lebenserwartung gekoppelt werden. 20 Prozent der Befragten stimmten zu, 11 Prozent machten keine Angabe. Befragt wurden am 8. Juni 1338 Personen in Deutschland ab 18 Jahren. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

Männer sprachen sich deutlich häufiger für die Kopplung aus als Frauen (26 Prozent und 14 Prozent). Unterschiede ergaben sich auch je nach Parteipräferenz: Am häufigsten stimmten Anhänger der FDP der Aussage zu (50 Prozent), am seltensten Anhänger der Linken (10 Prozent).

10.25 Uhr: Zoll macht Rekord-Kokainfund auf Malta

Zoll-Ermittler auf Malta haben Hunderte Kilogramm reinsten Kokains in einem Container mit Bananen entdeckt. Die Behörde stieß nach eigenen Angaben am Dienstag auf den 740 Kilo schweren Rekordfund. Das Koks war demnach in Ein-Kilo-Päckchen in dem Container verstaut, der sich auf dem Weg vom südamerikanischen Ecuador nach Slowenien befand.

Die Ermittler schätzten den Marktwert der Drogen auf 90 bis 100 Millionen Euro. Wegen Unregelmäßigkeiten beim Gewicht der Boxen in dem Container waren sie darauf aufmerksam geworden. Der Fund dürfte der bislang größte in der Geschichte Maltas gewesen sein. 2020 beschlagnahmten die Behörden rund 612 Kilogramm Kokain.

10.10 Uhr: EU-Parlament gibt grünes Licht für für Covid-19-Zertifikat

Das Covid-19-Zertifikat für einfacheres Reisen in der EU rückt näher. Die Abgeordneten des Europaparlaments billigten die Details für das EU-weite Zertifikat, wie das Parlamentspräsidium am Mittwoch in Straßburg mitteilte. Zuvor hatten sich die Abgeordneten und die EU-Länder bereits vorläufig auf die Regelungen für das Dokument zum Nachweis von Corona-Tests, -Impfungen und überstandenen Infektionen geeinigt. Damit das Zertifikat wirklich kommen kann, müssen auch die Mitgliedsstaaten noch formell zustimmen.

Mit dem Zertifikat soll das Reisen in der Europäischen Union wieder erleichtert werden. Mitgliedsstaaten können für Geimpfte, Genesene und negativ Getestete dann nur bei entsprechender Infektionslage weitere Beschränkungen wie eine Quarantäne einführen. Die ersten Länder stellen die Zertifikate bereits aus. Auch Deutschland ist zumindest schon mit der Technik für das EU-weite Zertifikat verbunden.

9.43 Uhr: Vier Verletzte bei Brand in bayerischem Altersheim

Bei einem Brand in einem Altersheim im bayerischen Vilseck sind am frühen Mittwochmorgen vier Bewohner verletzt worden. Sie wurden mit Rauchvergiftungen in ein Krankenhaus gebracht, sagte ein Sprecher der Polizei in Regensburg. Demnach brach das Feuer in einem Zimmer aus. Die Ursache war zunächst unklar.

Dem Sprecher zufolge entstand kein größerer Sachschaden. Alle Bewohner könnten nach und nach wieder in ihre Zimmer zurück. Die Räume seien von der Feuerwehr gelüftet worden.

9.42: Razzia gegen Online-Betrüger: fünf Verhaftungen

Bei einer Großrazzia gegen mutmaßliche Computerbetrüger in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt sind fünf Verdächtige verhaftet worden. Insgesamt waren 350 Beamte an 16 Orten im Einsatz, wie die Bundespolizei mitteilte. Die insgesamt 20 Beschuldigten, die sich teilweise auch in anderen europäischen Ländern aufhalten, sollen betrügerisch 13.300 Onlinetickets bei der Bahn mit gephishten Kreditkartendaten gebucht haben. Dabei soll ein Schaden von rund 450.000 Euro entstanden sein.

Die so seit mindestes Oktober 2018 gekauften Tickets nutzten die Verdächtigen laut Polizei für sich selbst oder verkauften sie verbilligt an ein Netzwerk von 2500 Kunden. Ausgangspunkt der Ermittlungen bei einer eigens für die Bekämpfung von Computerbetrug eingerichteten Ermittlungsgruppe der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung München war ein Hinweis der Bahn. Das Amtsgericht Traunstein erließ 21 Durchsuchungsbeschlüsse und fünf Haftbefehle.

9.15 Uhr: US-Apotheker wegen Zerstörung von Corona-Impfstoff zu drei Jahren Haft verurteilt

Weil er hunderte Corona-Impfdosen des Herstellers Moderna zerstört hatte, ist ein Apotheker in den USA zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Wie das US-Justizministerium mitteilte, muss der Mann zudem Schadenersatz in Höhe von umgerechnet rund 69.000 Euro an das Krankenhaus im Bundesstaat Wisconsin bezahlen, in dem er arbeitete. Der 46-Jährige habe den Impfstoff absichtlich aus der Kühleinheit genommen, wodurch das Vakzin beschädigt wurde, hieß es in Gerichtsdokumenten. 

Nach Angaben des Justizministeriums wurden 57 Menschen mit dem nicht gekühlten und damit unwirksamen Mittel geimpft. "Der absichtliche Versuch, Impfstoffdosen während eines nationalen Gesundheitsnotstands zu zerstören, ist ein schweres Verbrechen", sagte der stellvertretende Generalstaatsanwalt Brian Boynton.

Der Apotheker wurde nach dem Vorfall entlassen und verhaftet. Laut einem Bericht der "New York Times" hatte er gegenüber seiner Frau mehrfach Bemerkungen gemacht, die auf verschwörungstheoretisches Gedankengut hindeuten. Offenbar glaubte der Mann, dass das Vakzin der Firma Moderna die menschliche DNA verändern könne.

8.56 Uhr: SPD-Fraktionsvize sieht Union beim Klimaschutz als "Hühnerhaufen"

Der stellvertretende SPD-Fraktionschef Sören Bartol hat die Union im koalitionsinternen Streit um Änderungen beim Klimaschutzgesetz scharf angegriffen. "Gerade gleicht die Union einem Hühnerhaufen, in der die Minister A und die Fraktion B sagen. Der einzige, der schweigt, ist Armin Laschet", sagte Bartol der "Passauer Neuen Presse". "Dabei wäre es am Parteichef, endlich eine Richtung vorzugeben und klar zu machen, wie er sich gerechten Klimaschutz vorstellt."

Bartol sagte, ihn beeindrucke wenig, dass Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) eine baldige Einigung der Koalition über die künftige Aufteilung der Heizkosten zwischen Vermietern und Mietern für möglich hält. "Leider zeigen die Erfahrungen in dieser Legislatur, dass man sich auf das Wort von Peter Altmaier nicht verlassen kann; in diesem Fall spricht er ganz offensichtlich nicht für die ganze Union." Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus verhindere schließlich eine Einigung zu Gunsten von Mietern.

8.33 Uhr: Drei Menschen sterben bei Feuer in russischem Krankenhaus

Bei einem Brand in einem russischen Krankenhaus südöstlich von Moskau sind drei Menschen ums Leben gekommen. Mindestens acht Menschen seien am Mittwoch bei dem Feuer auf einer Intensivstation für Corona-Patienten verletzt worden, teilten die Behörden der Stadt Rjasan mit. Die Feuerwehr rettete demnach 35 Patienten aus der Klinik. Der Staatsagentur Tass zufolge hatten zunächst zwei Krankenschwestern versucht, das Feuer zu löschen.

Laut den Behörden erschwerte starker Rauch die Löscharbeiten. Die Opfer seien an giftigen Gasen gestorben. Die Brandursache soll nun ermittelt werden. Der Agentur Tass zufolge könnte ein elektrischer Kurzschluss das Feuer ausgelöst haben.

8.17 Uhr: Familienministerin warnt vor Doppelbelastung von Frauen

Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht (SPD) hat vor einer Doppelbelastung vieler Frauen im Homeoffice gewarnt. "Das ist in den Familien ganz deutlich zu spüren gewesen, dass die Frauen viel mehr die Verantwortung übernommen haben für Homeschooling, wenn die Kinder zu Hause waren", sagte sie am Mittwoch im ARD-Morgenmagazin. Die SPD-Ministerin forderte eine faire Verteilung der Aufgaben auch zu Pandemie-Zeiten.

"Wir müssen da hinkommen, dass Homeoffice nicht so verstanden wird, dass Frauen nebenbei noch etwas machen können", sagte sie. Dazu sei Aufklärung und Information seitens der Politik nötig, "damit es in den Köpfen ankommt". Am Nachmittag stellt Lambrecht einen neuen Bericht zur Gleichstellung von Mann und Frau vor.

7.34 Uhr: Abschiebeflug aus Deutschland landet in Afghanistan

In Afghanistan ist erneut ein Abschiebeflug aus Deutschland eingetroffen. Die Maschine sei um 7.48 Uhr (Ortszeit) am Flughafen Kabul gelandet, sagten Behördenvertreter der Deutschen Presse-Agentur. An Bord der Maschine seien 42 abgeschobene Männer gewesen, hieß es weiter. Es war die 39. Sammelabschiebung seit dem ersten derartigen Flug im Dezember 2016. Damit haben Bund und Länder bisher 1077 Männer nach Afghanistan zurückgebracht.

Zuletzt gab es seit Dezember monatlich einen Abschiebeflug von Deutschland nach Afghanistan. Der für den Mai geplante Flug wurde nach Angaben des Bundesinnenministeriums verschoben, weil die afghanischen Behörden rund um den 1. Mai die Notwendigkeit verstärkter Sicherheitsmaßnahmen gesehen hätten. Am 1. Mai haben die USA und andere Nato-Länder offiziell mit dem Abzug ihrer Truppen aus Afghanistan begonnen. Abschiebungen in das Krisenland sind umstritten. Trotz der Aufnahme von Friedensgesprächen im September geht der Konflikt mit den militant-islamistischen Taliban weiter. Seit Beginn des Abzugs der internationalen Truppen hat sich die Sicherheitslage verschlechtert.

7.13 Uhr: Afghanistan: Taliban erschießen zehn Minenräumer

Die radikalislamischen Taliban haben nach Angaben der afghanischen Regierung mindestens zehn Minenräumer getötet. Die Angreifer überfielen eine Einheit von Minenräumern in der nördlichen Provinz Baghlan und schossen wahllos um sich, wie das Innenministerium in Kabul am mitteilte. Nach Angaben eines Sprecher des Gouverneurs von Baghlan handelte es sich um einen von Regierungstruppen kontrollierten Bezirk.

6.29 Uhr: Syrische Staatsmedien: Israel greift Ziele in Syrien an

Israelische Kampfjets haben nach Darstellung syrischer Staatsmedien in der Nacht Raketenangriffe gegen Ziele in Syrien geflogen. Die Angriffe konzentrierten sich nach Militärangaben auf zentrale und südliche Gebiete im Land, berichtete die Agentur Sana ohne genauere Ortsangaben. Über die Auswirkungen der Angriffe lagen keine Informationen vor.

Von israelischer Seite gab es dazu keinen Kommentar. Das israelische Militär äußert sich nie zu derartigen Berichten.

Israel greift regelmäßig Ziele in Syrien an. Diese Angriffe richten sich häufig gegen pro-iranische Milizen. Israel will in dem benachbarten Bürgerkriegsland den militärischen Einfluss des Irans zurückdrängen, der mit der Regierung in Damaskus verbündet ist. Teheran sieht in Israel einen Erzfeind.

6.02 Uhr: Studie: Soziales Leben verlagert sich ins Internet

Das Sozialleben der Menschen in Deutschland findet zunehmend im Internet statt. Laut der repräsentativen Postbank Digitalstudie 2021 pflegten 74 Prozent der Deutschen während des Lockdowns ihre Kontakte online. "Moderne Technologien sind aktuell für viele ein Segen", erklärte der Leiter des Digital Vertriebs bei der Postbank, Thomas Brosch. Die Studie lag AFP exklusiv vor.

Die Hälfte der Befragten gab darin an, in der Corona-Krise auch ihre Freizeit im Internet zu verbringen – sie besuchten etwa Online-Sportkurse oder Musikveranstaltungen. Auch im persönlichen Freundeskreis und der Familie ersetzten demnach digitale Treffen immer öfter persönliche Begegnungen: 43 Prozent der Befragten gaben an, dass die digitalen treffen bereits ein festes Ritual geworden seien. Unter den 18- bis 39-Jährigen haben sich demnach sogar 59 Prozent an den virtuellen Kontakt gewöhnt.

5.51 Uhr: Präsident von Nicaragua lässt weitere Oppositionspolitiker festnehmen

In Nicaragua sind zwei weitere mögliche Herausforderer von Präsident Daniel Ortega bei den im Herbst anstehenden Wahlen festgenommen worden. Die Oppositionspolitiker Félix Maradiaga und Juan Sebastián Chamorro García wurden am Dienstag wegen der angeblichen Vorbereitung von "Terrorakten" in Gewahrsam genommen. Binnen einer Woche wurden damit vier Widersacher des linksgerichteten Staatschefs festgesetzt. Die USA verurteilten das Vorgehen der Behörden gegen Ortegas Rivalen und bezeichneten den Präsidenten als "Diktator".

Gegen Maradiaga und Chamorro García seien Ermittlungen eingeleitet worden wegen "Handlungen gegen die Souveränität" des Landes, Terrorismus und der Unterstützung internationaler Sanktionen gegen die Regierung, erklärte die Polizei. Sie würden außerdem beschuldigt, zu "Militärinterventionen" aufgerufen und mit finanzieller Unterstützung ausländischer Regierungen "Terrorakte" und die "Destabilisierung" des Landes angestrebt zu haben.

5.08 Uhr: Krankenhaus-Mitarbeiter in Texas wehren sich gegen Impfpflicht

In Texas wehren sich rund hundert Angestellte eines der größten Krankenhäuser des US-Bundesstaates gegen eine faktische Impfpflicht an ihrem Arbeitsplatz. Die Mitarbeiter des Houston Methodist Hospital in der texanischen Hauptstadt organisierten am Dienstagabend eine Protestveranstaltung an einem der Standorte des Krankenhauses. Angestellten der Einrichtung droht eine Kündigung, sollten sie nicht bis Montag eine erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten haben.

"Wir sind nicht gegen den Impfstoff", sagte eine der Initiatoren des Protestes, die Pflegerin Jennifer Bridges, der Lokalzeitung "Houston Chronicle". "Wir wollen uns einfach wohler damit fühlen und gründlich recherchieren, bevor wir ihn nehmen." Sie und rund hundert Kollegen haben deshalb Klage gegen ihren Arbeitgeber eingereicht.

Wer verdient am Impfstoff? Eckart von Hirschhausen im Gespräch mit Katharina Adick

5.07 Uhr: EU will 250 Millionen Euro gegen Hunger in Afrika versprechen

Die EU will beim G7-Gipfel für dieses Jahr weitere 250 Millionen Euro zum Kampf gegen den Hunger in Afrika und weitere Länder zusagen. Eine entsprechende Ankündigung wolle EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Mittwoch im Europaparlament machen, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus EU-Kreisen. Ziel seien Länder mit akuten Nahrungsmittelengpässen, die durch die Corona-Krise noch verschärft wurden.

Die Staats- und Regierungschefs der Gruppe großer Industriestaaten (G7) kommen ab Freitag zu einem Gipfel im englischen Cornwall zusammen. Sie sehen sich Forderungen von UNO und Nichtregierungsorganisationen gegenüber, mehr für den Kampf gegen den Hunger weltweit zu tun und Milliarden an Hilfen bereit zu stellen.

5.06 Uhr: RKI registriert 3254 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 20,8

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 3254 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Mittwochmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.03 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 4917 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Mittwochmorgen mit bundesweit 20,8 an (Vortag: 22,9; Vorwoche: 36,8).

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 107 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 179 Tote gewesen.

5.00 Uhr: 167 Corona-Fälle um den Mount Everest während zweiter Welle

In Dörfern rund um den Mount Everest sind während der heftigen zweiten Welle 167 Corona-Fälle gemeldet worden. Dort leben hauptsächlich Menschen des Sherpa-Volksstamms. Viele von ihnen führen ausländische Bergsteiger auf den Everest oder andere Berge, tragen deren Gepäck oder kochen für sie während der Expedition. Seit die ersten von ihnen im April vom Everest-Basislager zurückgekehrt seien, habe es eine stetige Zunahme an Infektionen in Pasang Lhamu gegeben, sagte die Chefin der zuständigen Gesundheitsbehörde, Aarti Maya Tamang, der Deutschen Presse-Agentur. Die Kommune um den höchsten Berg der Welt zählt rund 9000 Einwohner. Das Gebiet sei nur teils mit Autos erreichbar.

4.15 Uhr: Kurzarbeits-Regelungen vor Verlängerung

Die wegen der Corona-Pandemie vereinfachten Zugangsregeln zur Kurzarbeit sollen über Ende Juni hinaus um weitere drei Monate verlängert werden. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) legt dazu an diesem Mittwoch dem Bundeskabinett eine entsprechende Verordnung vor.

In der Begründung heißt es, es gebe nach Ansicht der Bundesregierung trotz sinkender Corona-Zahlen und Impffortschritts weiterhin "Unsicherheiten". Es gehe darum, "Beschäftigungsverhältnisse auch über den 30. Juni 2021 hinaus zu stabilisieren und dadurch Arbeitslosigkeit und gegebenenfalls Insolvenzen möglichst zu vermeiden".

Vor allem finanziell stark belastete Unternehmen im Einzelhandel, in der Unterhaltungs-, Reise- und Tourismusbranche und im Hotel- und Gaststättengewerbe benötigten den erleichterten Zugang zur Kurzarbeit auch noch über den 30. Juni 2021 hinaus, heißt es weiter. Heil hatte den Schritt bereits im Mai angekündigt und von Planungssicherheit für die Unternehmen gesprochen.

4.06 Uhr: Frankreich und Belgien öffnen Innengastronomie

Nach einem deutlichen Absinken der Corona-Infektionszahlen in Frankreich lockert das Land seine Auflagen am Mittwoch weiter: Erstmals seit sieben Monaten dürfen Cafés und Restaurants ihre Innenbereiche wieder öffnen. Ein negativer Corona-Test wird von den Gästen nicht verlangt. Ähnliches gilt ab Mittwoch auch in Belgien.

Der Beginn der nächtlichem Ausgangssperre in Frankreich wird um zwei Stunden auf 23.00 Uhr verschoben. Zudem dürfen Fitnessstudios und Freizeitparks wieder öffnen. Präsident Emmanuel Macron hatte die Lockerungen Ende April angekündigt, ohne sie an bestimmte Infektionszahlen zu knüpfen. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Frankreich stark rückläufig und lag zuletzt landesweit bei rund 70, was Experten auch auf die Impfkampagne zurückführen.

3.44 Uhr: Castillo bei Stichwahl in Peru weiterhin knapp in Führung

Zwei Tage nach der Stichwahl um das Präsidentenamt in Peru liefern sich beide Kandidaten weiterhin ein Kopf-an-Kopf Rennen. Der linksgerichtete Bewerber Pedro Castillo lag am Dienstagabend (Ortszeit) nach Auszählung von knapp 97 Prozent der Stimmen mit 50,31 Prozent nach wie vor knapp in Führung, wie die Wahlkommission mitteilte. Seine rechtspopulistische Rivalin Keiko Fujimori konnte ihren Rückstand auf Castillo zwischenzeitlich verkürzen, bevor der Gewerkschafter seinen Vorsprung dann auf mehr als 107.000 Stimmen ausbaute. 

Fujimori, die bei Bekanntgabe der ersten Teilergebnisse noch vor Castillo gelegen hatte, hatte am Montagabend von angeblichen "Indizien für Wahlbetrug" gesprochen. Rund 200 ihrer Anhänger protestierten am Dienstag vor der Zentrale der Wahlkommission in Lima. Die Wahlbehörde bestritt Unregelmäßigkeiten bei der Stimmauszählung und auch die Wahlbeobachter der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) stellten einen ordnungsgemäßen Ablauf der Wahl fest. Bis zur Verkündung des amtlichen Endergebnisses könnten noch mehrere Tage vergehen.

3.02 Uhr: Wal schwimmt möglichen neuen Streckenrekord von 27.000 Kilometern

Eine rekordverdächtige Langstrecken-Reise um die halbe Welt hatte ein Grauwal hinter sich, den Umweltschützer vor der Küste des südwestafrikanischen Staates Namibia entdeckt haben. Genetische Analysen deuteten darauf hin, dass der Wal zu einer bedrohten Population im Nord-Pazifik gehört. "Das bedeutet eine Wanderung von bis zu 27.000 Kilometern – was die weiteste jemals bekanntgewordene Migration eines im Wasser lebenden Wirbeltieres wäre", erklärte Rus Hoelzel von der Durham-Universität.

In einer von ihm mitverfassten Studie im Fachjournal "Biology Letters" heißt es, die Entdeckung könnte von Bedeutung sein für den Bestandsschutz der seltenen Wale und ihre Reaktion auf globale Veränderungen. "Wir kennen nicht die Art der Migration, aber es könnte sowohl ein zufälliger Wanderer wie auch eine absichtliche Migration sein, die durch die nun offene Passage in die Arktik ermöglicht wurde", erklärte Hoelzel. Der männliche Grauwal war demnach zwischen dem 4. Mai und dem 11. Juli 2013 vor der Hafenstadt Walvis Bay in relativ ausgezehrtem Zustand entdeckt worden.

2.10 Uhr: Göring-Eckardt warnt Grüne vor neuen Forderungen

Die Fraktionschefin der Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, hat ihre Partei vor Forderungen nach einem noch höheren CO2-Preis gewarnt. "Wir dürfen niemanden überfordern", sagte Göring-Eckardt den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwochsausgaben). Den Vorschlag der Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock, den Benzinpreis um 16 Cent zu erhöhen unterstützte sie allerdings.

Die Grünen streben in ihrem Wahlprogramm derzeit eine Erhöhung des CO2-Preises bis 2023 von 25 Euro auf 60 Euro pro Tonne ausgestoßenes Treibhausgas an. Aus den Reihen ihrer Partei hatte es zuletzt aber Rufe nach einer deutlich stärkeren Erhöhung gegeben. "Ich glaube, dass wir mit einem CO2-Preis von 60 Euro genau richtig liegen", sagte die Fraktionsvorsitzende. "Das ist ein sinnvoller, ambitionierter Betrag." Die geforderte Benzinpreiserhöhung habe die Bundesregierung allerdings ohnehin bereits beschlossen. "Wir wollen aus Klimaschutzgründen nur, dass es etwas schneller geht", sagte Göring-Eckardt.

1.51 Uhr: USA wollen Fluchtursachen in Mittelamerika bekämpfen

Bei der ersten Auslandsreise von Kamala Harris als US-Vizepräsidentin haben in Mexiko die beiden Nachbarländer eine engere Zusammenarbeit unter anderem beim Thema Migration vereinbart. Vertreter beider Regierungen unterzeichneten am Dienstag in Mexiko-Stadt im Beisein von Harris und des mexikanischen Präsidenten Andrés Manuel López Obrador eine Absichtserklärung, gemeinsam Fluchtursachen in Mittelamerika zu bekämpfen.

Mit Programmen zur Förderung landwirtschaftlicher Entwicklung und zur Ermächtigung junger Menschen wollen die nordamerikanischen Nachbarn demnach den Bewohnern von Guatemala, Honduras und El Salvador bessere ökonomische Perspektiven bieten. Die Mehrheit der Zehntausenden Menschen, die jeden Monat irregulär über Mexiko in die USA einzureisen versuchen, stammt entweder aus einem dieser drei Länder oder aus Mexiko. Sie wandern oft wegen Perspektivlosigkeit durch Armut und Korruption aus, leiden aber auch unter Gewalt krimineller Gruppen, Dürre, Unterernährung und den Folgen von Naturkatastrophen.

1.00 Uhr: Drosten warnt vor nachlassender Impfbereitschaft gegen Corona

Der Virologe Christian Drosten hat vor Rückschlägen für die Corona-Impfkampagne über den Sommer in Deutschland gewarnt. Man müsse aufpassen, dass die Menschen künftig nicht nachlässig würden und sich zum Beispiel die Zweitimpfung nicht mehr abholten, weil sie keine Lust mehr hätten oder es zu kompliziert sei, sagte der Leiter der Virologie der Berliner Charité am Dienstag im Podcast "Coronavirus-Update" (NDR-Info). "Solche Dinge dürfen einfach nicht eintreten. Das wird, glaube ich, die nächste große Aufgabe sein."

Drosten erwartet demnach in einigen Wochen eine Diskussion über die Förderung der Impfbereitschaft. Ziel seien mindestens 80 Prozent Zweifachimpfungen, zumindest in der "impffähigen erwachsenen Bevölkerung", erinnerte er. Dies werde hoffentlich bis Ende August, Mitte September erreicht werden. Auch nach der Aufhebung der festgelegten Reihenfolge seit Montag bleibe es zunächst wichtig, die Gruppen zu impfen, in denen dies wegen des erhöhten Covid-19-Risikos dringlich sei. Das Augenmerk müsse im Moment noch auf der Versorgung der Menschen ab Mitte 40 liegen, so Drosten. Aktuell liegt der Anteil der vollständig Geimpften in der Bevölkerung bei knapp 22 Prozent.

0.23 Uhr: Trump begrüßt Twitter-Sperre in Nigeria

Der frühere US-Präsident Donald Trump hat die Sperre des Kurznachrichtendienstes Twitter in Nigeria begrüßt. "Mehr Länder sollten Twitter und Facebook verbannen, weil sie keine freie und offene Meinungsäußerung zulassen – alle Stimmen sollten gehört werden", erklärte Trump, dessen Account bei dem Kurznachrichtendienst im Januar gesperrt wurde, am Dienstag (Ortszeit). Er fügte hinzu: "Vielleicht hätte ich es auch tun sollen, als ich Präsident war." Facebook-Chef Mark Zuckerberg habe ihn aber immer wieder angerufen, sei zum Abendessen ins Weiße Haus gekommen und habe ihm gesagt, wie großartig er sei. Ans Ende seiner Erklärung stellte Trump ein "2024?" – in dem Jahr steht wieder eine Präsidentenwahl in den USA an. Trump kokettiert immer wieder damit, dass er noch einmal für die Republikaner als Kandidat ins Rennen ziehen könnte.

Die Regierung des westafrikanischen Staates Nigeria hatte am vergangenen Freitag überraschend angekündigt, für die meisten Menschen im Land den Zugang zu Twitter zu sperren. Zuvor hatte die Plattform einen kontroversen Tweet des nigerianischen Präsidenten Muhammadu Buhari gelöscht und das Konto des Staatschefs für zwölf Stunden suspendiert.

tkr / wue DPA AFP

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