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News am Wochenende Filmlegende Olivia de Havilland mit 104 Jahren gestorben

Schauspielerin Olivia de Havilland auf einer Aufnahme aus dem Jahr 1938
Schauspielerin Olivia de Havilland, bekannt vor allem durch den Film "Vom Winde verweht", hier auf einer Aufnahme aus dem Jahr 1938
© Keystone / Hulton Archive / Getty Images
FDP-Chef Lindner: "Rückkehrer sollen Coronatest selbst zahlen" +++ 260.000 Neuansteckungen: Ausbreitung von Coronavirus weltweit stark beschleunigt +++ Acht Menschen bei Explosion auf syrischem Markt getötet +++ Greenpeace versenkt Granitblöcke vor Rügen +++ Die Nachrichten des Wochenendes im stern-Ticker.

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Filmlegende Olivia de Havilland mit 104 gestorben (18.41 Uhr)
  • FDP-Chef Lindner verlangt Testpflicht für Rückkehrer (17.24 Uhr)
  • Trump trotz schwacher Umfragewerte siegessicher (16.14 Uhr)
  • Früherer SPD-Vorsitzender Hans-Jochen Vogel tot (14.24 Uhr)
  • Nordkorea meldet erstmals Corona-Verdachtsfall  (00.44 Uhr und 04.12 Uhr)

Die Nachrichten des Wochenendes im stern-Ticker:

+++ 21.35 Uhr: 17-Jährige von Traktor mit Mähwerk überrollt - schwer verletzt +++

Eine 17-Jährige ist in Immenstadt im Allgäu in einer Wiese von einem Traktor mit Mähwerk überrollt und schwer verletzt worden. Das Mädchen war mit einem Motorroller unterwegs gewesen und hatte auf der Wiese Pause gemacht, wohl um die Abendsonne zu genießen, wie ein Polizeisprecher sagte. Nach ersten Erkenntnissen hatte der 45 Jahre alte Landwirt das Mädchen, das hinter einer Kuppe lag, nicht bemerkt, als er dort mit seinem Gefährt unterwegs war. Das Mädchen wurde von einem Rad des Traktors und dem Mähwerk überrollt - doch der Mann setzte seine Mäharbeit fort. Das Mädchen konnte über ein Handy seine Mutter informieren, welche die Rettungskräfte alarmierte. Nach ersten Erkenntnissen ging das Mädchen davon aus, dass der Landwirt es in der Wiese bemerken würde. Das Mädchen kam mit schweren Schnittverletzungen mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik. Nach ersten Einschätzungen des Notarztes sind die Verletzungen nicht lebensbedrohlich, die Mutter der 17-Jährigen wurde von Einsatzkräften am Unfallort betreut.

+++ 20.48 Uhr : Leichnam von John Lewis wird im Kapitol aufgebahrt +++

Als Höhepunkt der mehrtägigen Trauerfeiern zu Ehren des US-Bürgerrechtlers John Lewis wird dessen Leichnam am Montag in der Rotunde des US-Kapitols in Washington aufgebahrt. Dies ist eine besondere Ehre, die nur wenigen Verstorbenen zuteil wird. Am Wochenende hatten bereits hunderte Menschen im Bundesstaat Alabama, der Heimat des Kongressabgeordneten, Abschied von Lewis genommen. Der berühmte Bürgerrechtler war vor anderthalb Wochen im Alter von 80 Jahren an Bauchspeicheldrüsenkrebs gestorben. In den 1960er Jahren gehörte er zu den bekanntesten Mitstreitern von Martin Luther King Jr., die für die Gleichstellung der schwarzen Bevölkerung in den USA kämpften. Später vertrat er die Demokratische Partei jahrzehntelang im US-Kongress.

+++ 18.41 Uhr: Filmlegende Olivia de Havilland mit 104 gestorben +++

Die Filmlegende ("Vom Winde verweht") und Oscar-Gewinnerin Olivia de Havilland ist tot. Sie sei am Sonntag in Paris mit 104 Jahren gestorben, bestätigte ihre Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. De Havilland kam mit dem Film "Vom Winde verweht" von 1939 zu Weltruhm. In dem Streifen verkörperte sie die stille und großherzige Melanie. Ihre Oscars holte de Havilland allerdings nicht mit diesem Film, sondern für ihre Rollen in "Mutterherz" und "Die Erbin"

+++ 18.35 Uhr: Auto kollidiert in Dresden mit Linienbus - zehn Verletzte +++

Bei einem Zusammenstoß eines Autos mit einem Linienbus in Dresden sind zehn Menschen verletzt worden - zwei von ihnen schwer. Das teilte die Stadt am Sonntag mit. Die Feuerwehr ist mit einem Großaufgebot von 60 Kräften vor Ort. Die Unfallursache war zunächst noch unklar, wie ein Polizeisprecher am Sonntagabend sagte. Der Unfall ereignete sich gegen 17 Uhr.

+++ 18 Uhr: Ukraine-Konflikt: Putin und Selenskyj sprechen über Lösung +++

Kurz vor dem Inkrafttreten einer neuen Waffenruhe im Kriegsgebiet Ostukraine haben Kremlchef Wladimir Putin und der ukrainische Präsident Wolodomyr Selenskyj über eine Lösung des Konflikts gesprochen. Putin forderte Selenskyj nach Kremlangaben vom Sonntag auf, sich nicht nur zu den bisherigen Friedensvereinbarungen mit Worten zu bekennen, sondern auch Taten folgen zu lassen. Der Kremlchef zeigte sich demnach einmal mehr besorgt über jüngste Äußerungen in der Ukraine, den Friedensplan in Teilen neu verhandeln zu wollen. Im Kriegsgebiet tritt um 23.01 Uhr MESZ (Montag, 00.01 Uhr Ortszeit) die Vereinbarung über die Waffenruhe in Kraft.

+++ 17.33 Uhr: Neue Waffenruhe in Ost-Ukraine tritt in Kraft +++

Im Kriegsgebiet in der Ostukraine sind die Konfliktparteien nach eigenen Angaben bereit für eine neue Waffenruhe. Am Montag um 0.01 Uhr Ortszeit (Sonntag, 23.01 Uhr MESZ) trete eine "völlige und allumfassende Feuereinstellung" in Kraft, hatte das Präsidialbüro in Kiew mitgeteilt. Das ukrainische Militär und die Vertreter der prorussischen Separatisten aus den Gebieten von Donezk und Luhansk teilten am Sonntag mit, alles für die Einstellung der Kämpfe vorbereitet zu haben. Rund zwei Dutzend Anläufe für eine vollständige Waffenruhe scheiterten bisher nach kurzer Zeit.

+++ 17.24 Uhr: FDP-Chef Lindner will Testpflicht für Urlauber +++

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat für Rückkehrer aus Risiko-Urlaubsgebieten eine Corona-Testpflicht verlangt – und die Kosten sollten die Reisenden selbst tragen. "Verbindliche Tests für Menschen an Flughäfen dürfen kein Tabu sein", sagte Lindner am Sonntag im Sommerinterview der ZDF-Sendung "Berlin direkt". Und: "Wer sich in ein Risikogebiet freiwillig begibt als Tourist, der wird damit in Kauf nehmen müssen, dass er für diesen Test auch bezahlt." Dies sei für ihn "eine Frage der Eigenverantwortung".

+++ 16.43 Uhr: Regierungsproteste in Bulgarien eskalieren+++

In Bulgarien wollen Aktivisten ihre Demonstrationen gegen die bürgerlich-nationalistische Regierung von Ministerpräsident Boiko Borissow verschärfen. Die Protestler werfen dem seit März 2017 regierenden Kabinett unter anderem Korruption vor. Sie fordern seit dem 9. Juli in der Hauptstadt Sofia und in anderen größeren Städten den Rücktritt der Regierung und des Generalstaatsanwalts sowie Neuwahlen. "Der Höhepunkt der Eskalation wird an diesem Mittwoch mit einer nationalen Protestkundgebung in Sofia und Blockaden im ganzen Land sein", kündigte einer der drei Initiatoren, Nikolaj Hadschigenow, am Sonntag im bulgarischen Staatsradio an. Die nächste reguläre Parlamentswahl wäre etwa im März 2021.

+++ 16.23 Uhr: Israel beschließt Corona-Einmalzahlung für Bürger +++

Die israelische Regierung hat am Sonntag eine Einmalzahlung für viele Bürger gebilligt, um deren Finanznöte während der Corona-Krise zu lindern. Das Hilfspaket habe einen Umfang von umgerechnet rund 1,6 Milliarden Euro, teilte das Büro des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu mit. Fast jeder Israeli soll demnach eine Zahlung von rund 190 Euro erhalten. Eltern sollen zudem knapp 40 Euro für jedes Kind bekommen, für bis zu drei Kinder. Sozialhilfempfänger sollen eine größere Summe erhalten. Die Maßnahme muss in den kommenden Tagen noch dem Parlament zur abschließenden Billigung vorgelegt werden.

+++ 16.14 Uhr: Trump trotz Umfrage-Tief siegessicher +++

Hundert Tage vor der Wahl in den USA hat sich US-Präsident Donald Trump trotz schlechter Umfragewerte siegesgewiss gezeigt. Der Republikaner schrieb am Sonntag auf Twitter, für seinen Wahlkampf gebe es derzeit sogar noch mehr Enthusiasmus als vor der Wahl 2016. Seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden gelinge es im Wahlkampf dagegen nicht, Begeisterung hervorzurufen. "Die schweigende Mehrheit wird am 3. November sprechen!!!" Falsche Umfragen und "Fake News" würden die "radikale Linke" nicht retten. Trumps Wahlkampfteam argumentiert, dass schlechte Umfragewerte unter anderem darauf zurückzuführen sind, dass Republikaner bei Befragungen unterrepräsentiert sind. 

+++ 15.59 Uhr: 400 Ermittlungsverfahren gegen Polizisten wegen illegaler Datenabfrage +++

In Deutschland sind in den vergangenen Jahren hunderte Verfahren wegen illegaler Datenabfragen durch Polizeibeamte eingeleitet worden. Bundesweit habe es seit 2018 mehr als 400 Ordnungswidrigkeits-, Straf- oder Disziplinarverfahren gegen Polizisten wegen unberechtigten Zugriffs auf Daten gegeben, berichtete die "Welt am Sonntag". Die Zeitung stützt ihre Angaben auf eine Umfrage bei den Innenministerien und Datenschutzbeauftragten der 16 Bundesländer und des Bundes. Oppositionspolitiker forderten ein sofortiges Einschreiten der Politik.

+++ 15.27 Uhr: Nordsee-Plattform soll Startplatz für Weltraumbahnhof werden +++

Die Pläne für einen deutschen Weltraumbahnhof werden laut "Handelsblatt" konkret. Im Herbst wolle der Industrieverband BDI gemeinsam mit Schiffsbau-Unternehmen ein Konzept für einen Startplatz von Miniraketen vorlegen, berichtete die Zeitung am Sonntag vorab. Von der ursprünglichen Idee eines Standorts an Land – etwa am Flughafen Rostock-Laage – habe sich die Industrie verabschiedet. Nun solle eine Plattform in der Nordsee als Startplatz dienen. "Wir haben viele Gespräche mit der maritimen Wirtschaft geführt. Eine Offshore-Plattform als Startplatz ist technisch machbar", sagte der BDI-Weltraumexperte Matthias Wachter dem "Handelsblatt". Aktuell erarbeite die maritime Wirtschaft die Spezifikation für die Plattform, "die auch ein erstes Preisschild tragen soll", sagte Wachter. Nach der Sommerpause werde der BDI mit dem Wirtschaftsministerium verhandeln.

+++ 15.13 Uhr: Deutsche bleibt beim Pilzesammeln in Tirol im Morast stecken +++

Eine 75-jährige Deutsche ist in Österreich beim Pilzesammeln bis zum Oberkörper im Morast versunken und musste befreit werden. Wie die österreichische Nachrichtenagentur APA am Sonntag berichtete, war die Frau am Samstagmittag in der Gemeinde Jungholz in Tirol aufgebrochen, um nach Pilzen zu suchen. Als sie nach zwei Stunden noch nicht zurück war, machten sich Angehörige auf die Suche nach ihr. Nach rund einer Dreiviertelstunde fanden sie sie in einer sumpfigen Wiese. Die 75-Jährige war demnach mit den Beinen und einem Teil des Oberkörpers eingesunken und konnte sich alleine aus der Notlage nicht mehr befreien. Nach ihrer Befreiung wurde sie mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. 

+++ 14.43 Uhr: Ausschreitungen in Seattle und Portland +++

Nach wochenlangen Protesten gegen Polizeigewalt und Rassismus in Portland (Oregon) ist es in Seattle im US-Bundesstaat Washington zu schweren Zusammenstößen gekommen. Die Polizei teilte am Samstagabend (Ortszeit) mit, 45 Menschen seien in Zusammenhang mit Ausschreitungen festgenommen worden. Nach diesen Angaben wurden 21 Polizisten durch Steine, Flaschen und Feuerwerkskörper verletzt. 

+++ 14.34 Uhr: Ausbreitung des Coronavirus weltweit stark beschleunigt +++

Die Ausbreitung des Coronavirus hat sich weltweit stark beschleunigt. Bis Sonntag infizierten sich rund um den Globus mehr als 16 Millionen Menschen. Mehr als fünf Millionen Neuansteckungen, also fast ein Drittel aller Infektionsfälle, wurden seit dem 1. Juli verzeichnet, wie eine AFP-Zählung ergab. Vor allem in den USA, aber auch in europäischen Ländern wie Spanien steigen die Infektionszahlen stark an. Einen neuen Infektionsherd gibt es zudem am Wolfgangsee in Österreich. Bis Sonntagmittag wurden weltweit 16.072.290 Infektionsfälle registriert, wie aus der Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage offizieller Angaben hervorging. Mindestens 645.715 Menschen starben an den Folgen einer Infektion. Die Zahl der täglichen Neuansteckungen lag am Samstag bei über 260.000 weltweit.

+++ 14.24 Uhr: Früherer SPD-Vorsitzender Hans-Jochen Vogel tot +++

Der frühere SPD-Vorsitzende Hans-Jochen Vogel ist tot. Er starb am Sonntag im Alter von 94 Jahren in München nach langer Krankheit, wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Umfeld der Familie erfuhr. Vogel lebte zuletzt zurückgezogen und mit seiner Ehefrau Liselotte in einer Seniorenresidenz in der bayerischen Landeshauptstadt. Seine Parkinson-Erkrankung hatte er erst vor wenigen Jahren öffentlich gemacht.

Seine politische Karriere war gezeichnet von vielen Glanzpunkten, aber auch Niederlagen: Bundesbau- und Bundesjustizminister, für knapp vier Monate Regierender Bürgermeister in Berlin, SPD-Partei- und Fraktionschef – und Kanzlerkandidat. Doch da unterlag er Helmut Kohl. 

In der SPD galt Vogel zeitlebens als gutes Gewissen mit unerschütterlichen moralischen Grundsätzen. Abgesehen vom großen Thema "soziale Gerechtigkeit" trieb Vogel bis ins hohe Alter aber noch ein anderes Problem um: der drohende Zerfall Europas. Schon als der Austritt Großbritanniens aus der EU sich erstmals abzeichnete, sagte Vogel, dass 70 Jahre Frieden in Europa nur durch die Überwindung des Nationalismus möglich geworden seien. 

+++ 14.00 Uhr: Explosion auf Markt in Syrien – acht Tote +++

Bei einem Anschlag in Syrien nahe der türkischen Grenze sind mindestens acht Menschen getötet und 19 weitere verletzt worden, darunter auch Frauen und Kinder. In Ras al-Ain sei eine Autobombe auf einem Gemüsemarkt explodiert, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Sana am Sonntag. Die grenznahe Stadt ist unter Kontrolle von Verbündeten der Türkei. Medizinische Kreise in der Stadt bestätigten der Deutschen Presse-Agentur, dass es eine Explosion gegeben hat. Unter den Toten sei ein Kind, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Einige der Verletzten seien schwer verletzt und schwebten in Lebensgefahr.

+++ 13.48 Uhr: Techno-Fans feiern in Tschechien trotz Corona +++

Trotz der Corona-Pandemie ist in Tschechien eine dreitägige Technoparty gefeiert worden. Zum Abschluss am Sonntag kamen noch einmal rund 900 Menschen auf einem Feld rund 60 Kilometer südlich von Prag zusammen, wie eine Polizeisprecherin mitteilte. Bei Kontrollen an den Zufahrtswegen seien vier Autofahrer unter Drogeneinfluss erwischt worden. Am Samstag hatten sich sogar rund 2000 Teilnehmer versammelt, darunter auch Hunderte Ausländer aus Nachbarländern wie Deutschland und Österreich.

+++ 13.41 Uhr Hurrikan "Hanna" zu Tropensturm abgestuft +++

Der erste Hurrikan der Saison in Texas ist von den US-Behörden zu einem tropischen Sturm herabgestuft worden. Wirbelsturm "Hanna" war am Samstag (Ortszeit) in Padre Island auf Land getroffen, wie das US-Hurrikanwarnzentrum NHC mitteilte. Dabei brachte er allerdings immer noch Windgeschwindigkeiten von 115 Kilometern pro Stunde mit sich. Verletzte oder größere Schäden wurden zunächst nicht gemeldet. Meteorologen warnten jedoch vor lebensgefährlichen Sturzfluten von bis zu 1,8 Metern Höhe in einigen Gebieten und bis zu 45 Zentimetern Regen im dem besonders schwer von der Corona-Pandemie betroffenen US-Bundesstaat Texas und in Mexiko.

+++ 13.30 Uhr: AfD-Vize verlangt Sondersitzung zu Kalbitz +++

Nach dem endgültigen Ausschluss des Brandenburger AfD-Fraktionschefs Andreas Kalbitz aus der Partei fordert sein Stellvertreter Steffen Kubitzki eine Sondersitzung der Landtagsfraktion. "Wir stehen wieder vor einem Scherbenhaufen", sagte er am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Die Fraktion komme so nicht zur Ruhe. Nun müssten die Konsequenzen beraten werden, damit die Partei nicht weiter Schaden nehme.

+++ 13.04 Uhr: Seehofer will Daten länger auf Vorrat speichern +++

Innenminister Horst Seehofer (CSU) fordert eine Vorratsdatenspeicherung von sechs Monaten, um vor allem den Kampf gegen Kindermissbrauch und Kinderpornografie voranzutreiben. "Da Hinweise auf relevante IP-Adressen häufig erst nach mehreren Monaten bei den Ermittlungsbehörden eingehen, sollte die Speicherfrist nur für IP-Adressen von zehn Wochen auf mindestens sechs Monate verlängert werden", heißt es in einem Schreiben an Justizministerin Christine Lambrecht (SPD), das der Deutschen Presse-Agentur auszugsweise vorliegt. Zuerst hatte die "Bild am Sonntag" darüber berichtet.

+++ 12.44 Uhr: Greenpeace versenkt Felsen vor Rügen +++

Im Kampf gegen zu viel Fischfang haben Greenpeace-Aktivisten riesige Granitblöcke im Meeresschutzgebiet Adlergrund östlich von Rügen versenkt. Damit wollen die Umweltschützer verhindern, dass Fischer mit Grundschleppnetzen den Meeresboden "durchpflügen" – auch wenn dies legal sei, wie die Organisation am Samstag meldete.

+++ 12.38 Uhr: Putin kündigt Hyperschallwaffen an +++

Der russische Präsident Wladimir Putin hat zum Tag der Marine in seinem Land eine Ausstattung der Kriegsschiffe mit modernsten Hyperschallwaffen angekündigt. Mit diesen in der Welt einmaligen Waffen würden die Kampfmöglichkeiten der russischen Seestreitkräfte ausgeweitet, sagte Putin am Sonntag in St. Petersburg bei der zentralen Marine-Parade. Das Verteidigungsministerium informierte der Agentur Interfax zufolge zudem über erfolgreiche Tests der für die Marine gebauten Hyperschallrakete Zirkon. Die Hyperschallwaffen weisen ein Vielfaches der Schallgeschwindigkeit von rund 343 Metern pro Sekunde auf. Sie gelten als Waffen der Zukunft.

+++ 12.24 Uhr: Umweltbundesamt fordert Recht auf Reparatur von Elektrogeräten +++

Der Präsident des Umweltbundesamts (UBA), Dirk Messner, hat ein Recht auf Reparatur von Elektrogeräten gefordert. "Die Hersteller müssen verpflichtet werden, Handys und andere Elektrogeräte so zu bauen, dass man sie reparieren kann", sagte Messner im Interview mit dem "Tagesspiegel" (Sonntagsausgabe). Dafür müsse die Politik Standards festlegen. "Wir brauchen außerdem langlebigere Elektrogeräte", fügte Messner hinzu. "Hersteller sollten mindestens so lange Garantie geben, wie es der Stand der Technik erlaubt", sagte der UBA-Präsident.

+++ 12.08 Uhr: Briten müssen nach Spanien-Urlaub in Quarantäne +++

Tausende Briten müssen nach ihrem Sommerurlaub in Spanien in eine zweiwöchige Quarantäne. "Wir haben die Entscheidung so schnell getroffen wie wir konnten", sagte der britische Außenminister Dominic Raab am Sonntag dem Nachrichtensender Sky News. Man habe damit auf einen "großen Anstieg an Covid-19-Fällen" auf dem spanischen Festland reagiert. Mit der schnellen Einführung der Quarantänepflicht für die Rückkehrer sollen eine zweite Infektionswelle und neue Ausgangsbeschränkungen verhindert werden, wie Raab betonte. Spanien gehört zu den Ländern, in denen die Briten am liebsten Ferien machen. Auch der britische Verkehrsminister Grant Shapps soll Medien zufolge zu den betroffenen Spanien-Urlaubern gehören.

+++ 11.53 Uhr: Sachsens Ministerpräsident Kretschmer hat geheiratet +++

Sachsens CDU-Ministerpräsident Michael Kretschmer hat seine langjährige Partnerin Annett Hofmann geheiratet. Das Paar, beide sind 45 Jahre alt, hat zwei gemeinsame Kinder. Die Hochzeit in der Alten Kirche im Dresdner Stadtteil Klotzsche wurde bereits am Freitag gefeiert. "Die Hochzeit sollte kein öffentliches Ereignis werden. Es war ein Tag ganz für die Familie", teilte Regierungssprecher Ralph Schreiber am Sonntag mit. Neben den Kindern seien nur die Eltern zur Trauung erschienen. Hofmann ist Journalistin und arbeitet derzeit als Referatsleiterin im sächsischen Sozialministerium.

+++ 11.07 Uhr: Tunesischer Innenminister soll neue Regierung bilden +++

Nach dem Rücktritt von Tunesiens Ministerpräsident Elyes Fakhfakh soll der amtierende Innenminister Hichem Mechichi nun eine neue Regierung bilden. Präsident Kais Saied habe den 46-Jährigen damit beauftragt, wie die staatliche Nachrichtenagentur TAP am späten Samstagabend berichtete. Der parteilose Mechichi hat nun einen Monat Zeit, dann soll das Parlament bei einem Vertrauensvotum über die neue Regierung abstimmen.

+++ 10.29 Uhr: Neue Massenproteste in Ost-Russland +++

Im äußersten Osten Russlands haben am 16 Tag in Folge Tausende Menschen gegen die Inhaftierung des von Kremlchef Wladimir Putin entlassenen Gouverneurs demonstriert. Sergej Furgal werden mehrere Auftragsmorde vorgeworfen, viele Menschen halten diese Vorwürfe jedoch für konstruiert und sprechen von einem Racheakt des Kreml. Es sind die größten und längsten Proteste, seit Putin an der Macht ist. Am Sonntag versammelten sich in der Stadt rund 6000 Kilometer östlich von Moskau trotz eines Verbots erneut Menschen.

+++ 09.44 Uhr: Coronavirus breitet sich bei Boliviens Ureinwohnern aus +++

Das Coronavirus breitet sich zunehmend bei Boliviens Ureinwohnern aus. In den indigenen Gemeinden Charagua Iyambae und Yuqui wurden dutzende Infektionsfälle verzeichnet, wie die Nichtregierungsorganisation Cejis am Samstag unter Berufung auf offizielle Angaben aus den Gemeinden mitteilte. In Charagua Iyambae in der Region Santa Cruz und in Yuqui in der Region Cochabamba wurden demnach jeweils 26 Infektionen bestätigt. Um keine weiteren Infektionen einzuschleppen, wurde Charagua Iyambae abgeriegelt. Neuankömmlinge müssen sich einem Virus-Test unterziehen. Mehrere Erkrankte aus Yuqui wurden in Krankenhäuser Ivirgarzama und Cochabamba gebracht. In Bolivien mit seinen elf Millionen Einwohnern wurden inzwischen mehr als 66.000 Coronavirus-Infektionen und mehr als 2400 Todesfälle registriert.

+++ 08.53 Uhr: Rio de Janeiro sagt Silvesterparty an der Copacabana ab +++

Rio de Janeiro hat seine traditionelle Silvesterparty an der Copacabana wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Solange es keinen Impfstoff gegen das Coronavirus gebe, seien die Feierlichkeiten am berühmtesten Strand der zweitgrößten Stadt Brasiliens "nicht realisierbar", teilte das Tourismusbüro der Stadt mit. Zu der Silvesterparty mit Feuerwerk kommen normalerweise mehrere Millionen Menschen.

+++ 08.47 Uhr: Festnahmen und Gewalt bei Demonstration gegen Netanjahu +++

Die israelische Polizei ist in der Nacht zum Sonntag in Jerusalem gewaltsam gegen Teilnehmer einer Demonstration gegen den rechtskonservativen Regierungschef Benjamin Netanjahu vorgegangen. Zwölf Menschen seien wegen Teilnahme an Unruhen festgenommen worden, teilte Polizeisprecher Micky Rosenfeld am Sonntag mit. Die Polizei setzte unter anderem Wasserwerfer ein, um die Kundgebung aufzulösen.

Insgesamt hatten sich nach Medienberichten am Samstagabend rund 6000 Menschen in der Nähe von Netanjahus Amtssitz versammelt. Sie protestierten gegen Arbeitslosigkeit, Korruption und Netanjahus Umgang mit der Corona-Krise. Die Protestierenden schlugen Trommeln, bliesen in Hörner und riefen Netanjahu zum Rücktritt auf. Es seien auch Teilnehmer einer Gegendemonstration festgenommen worden, die Netanjahu unterstützten, berichtete die Nachrichtenseite "ynet".

Auch an vielen anderen Orten in Israel demonstrierten Menschen, darunter vor der privaten Villa des Regierungschefs in der Küstenstadt Caesarea und in einem Park in Tel Aviv.

+++ 08.27 Uhr: Gefängnisausbruch in Südafrika - Alle Häftlinge gefasst +++

Nach einem Gefängnisausbruch in der Nähe von Kapstadt in Südafrika sind alle Häftlinge gefasst worden. Am Freitag waren 68 Untersuchungshäftlinge aus dem Malmesbury-Gefängnis entkommen. Sie konnten nach Angaben der Strafvollzugsbehörde die Wärter überwältigen, einige davon in eine Zelle sperren und andere Zellen aufschließen, bevor sie entkamen.

+++ 08.24 Uhr: Australien meldet so viele Corona-Tote wie noch nie an einem Tag +++

Australien hat am Sonntag so viele Corona-Tote gemeldet wie nie zuvor. Zehn Menschen zwischen 40 und 80 Jahren seien binnen 24 Stunden an den Folgen einer Coronavirus-Infektionen gestorben, gab der Regierungschef des stark betroffenen Bundesstaats Victoria, Daniel Andrews, bekannt. Das ist laut einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP die höchste Zahl von neu hinzugekommenen Todesfällen in Australien seit Beginn der Pandemie.

+++ 06.52 Uhr: Bericht: 174 Erntehelfer in Bayern infiziert +++

Mindestens 174 Erntheelfer haben sich auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Mamming in Bayern mit dem Corona-Virus infiziert. Das berichtet der Sender Antenne Bayern am Sonntagmorgen unter Berufung auf die Behörden im Landkreis Dingolfing-Landau. Der gesamte Betrieb, auf dem zuvor eine Reihenuntersuchung erfolgt war, sei unter Quarantäne gestellt worden und werde nunmehr von einem Sicherheitsdienst überwacht.

+++ 06.29 Uhr: Schüler sollen künftig Minister im Bundestag befragen dürfen +++

Einmal im Jahr soll der Bundestag künftig eine Stunde lang Schülern aus den 7. und 8. Klassen gehören. Die Kinderkommission des Parlaments hat ein entsprechendes Eckpunktepapier beschlossen. Darin wird eine regelmäßige "Kinderfragestunde" nach niederländischem Vorbild vorgeschlagen: Kurz vor der Sommerpause sollen Schüler im Plenarsaal Fragen an Minister oder Staatssekretäre richten dürfen. Plan ist, dies nach der regelmäßigen Fragestunde zu machen, bei der die Regierung Fragen von Abgeordneten beantworten muss.

+++ 05.43 Uhr: 305 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland +++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 305 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit waren seit Beginn der Corona-Krise mindestens 205 269 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Sonntagmorgen meldete (Datenstand 26.7., 0.00 Uhr).

In Deutschland starben nach den RKI-Angaben bislang 9118 mit dem Virus infizierte Menschen - seit dem Vortag kamen jedoch keine neuen Todesfälle hinzu. Bis Sonntagmorgen hatten 190 000 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

+++ 05.21 Uhr: Ausschreitungen bei Demonstrationen in Seattle +++

 In der US-Metropole Seattle haben sich Demonstranten am Samstag Zusammenstöße mit der Polizei geliefert. Demonstranten gegen Polizeigewalt setzten vor einem Jugendgefängnis Bauwagen in Brand, die Polizei setzte Blendgranaten und Pefferspray ein. Nach Angaben der "Seattle Times" wurden 16 Menschen wegen Widerstands gegen Polizisten oder Körperverletzung festgenommen.    

Zuvor war es in Portland im benachbarten Bundesstaat Oregon bei Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt erneut zu Zusammenstößen gekommen. Die Sicherheitskräfte, darunter Beamte der Bundespolizei, setzten in der Nacht zum Samstag Tränengas ein und trieben Ansammlungen von Protestierenden gewaltsam auseinander.

+++ 04.12 Uhr: Nordkorea riegelt Grenzstadt nach Corona-Verdachtsfall ab +++

Nordkorea hat nach eigenen Angaben wegen eines Verdachtsfalls mit dem Coronavirus die an Südkorea grenzende Stadt Kaesong komplett abgeriegelt. In dem Fall handle es sich um einen früheren Überläufer, der am 19. Juli illegal die militärische Demarkationslinie zwischen beiden Staaten nach Nordkorea überquert habe, berichteten die Staatsmedien am Sonntag. Er stehe im Verdacht, sich infiziert zu haben. 

Bei einem Dringlichkeitstreffen des Politbüros der Arbeiterpartei habe Machthaber Kim Jong Un für das betroffene Gebiet den Notstand ausgerufen. Sollte das Virus bei der Person nachgewiesen werden, wäre es offiziell der erste Corona-Infektionsfall in dem isolierten Land. Nordkorea hatte bisher erklärt, es sei von Infektionen verschont geblieben.

+++ 03.46 Uhr: Flugzeug stürzt auf Wohnhaus - Mindestens sieben Verletzte +++

Beim Absturz eines Kleinflugzeuges auf ein Wohnhaus in West Jordan im US-Staat Utah sind mindestens sieben Menschen schwer verletzt worden. Möglicherweise habe es bei dem Unglück auch Tote gegeben, wurde eine Polizeisprecherin von den örtlichen Medien zitiert. Die einmotorige Piper mit sechs Menschen an Bord war am Samstagnachmittag (Ortszeit) nach Berichten von Augenzeugen extrem niedrig über den Ort geflogen und dann aus nicht erkennbarem Grund in das Haus gestürzt. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei hatte sich zu diesem Zeitpunkt lediglich ein Mensch in dem Haus aufgehalten.

+++ 01.55 Uhr: Verdächtiger nach Kathedralen-Brand in Nantes erneut festgenommen +++

Eine Woche nach dem Brand in der Kathedrale von Nantes in Westfrankreich ist ein vorübergehend freigelassener Verdächtiger erneut festgenommen worden. Der 39-jährige freiwillige Gemeindediener wurde nach Justizangaben am Samstagabend einem Haftrichter vorgeführt. Die Ermittler gehen von Brandstiftung aus. Die gotische Sankt-Peter-und-Paul-Kathedrale in Nantes war in der Nacht zum Samstag vergangener Woche bei einem Brand schwer beschädigt worden. Das Feuer war an drei weit voneinander entfernten Stellen in der Kirche ausgebrochen. Laboruntersuchungen erhärteten den Verdacht auf Brandstiftung, wie Staatsanwalt Pierre Sennès am Samstag mitteilte.

Wenige Stunden nach dem Brand war der Verdächtige ein erstes Mal festgenommen worden, nach einem Tag jedoch wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Der Mann arbeitet als Freiwilliger für die Diözese Nantes und war am Vorabend des Brandes für die Schließung der Kathedrale verantwortlich. Da es keine Spur für ein gewaltsames Eindringen in die Kirche gab, geriet er rasch ins Blickfeld der Ermittler.    

Im Falle einer Verurteilung drohen dem Verdächtigen laut Staatswanwaltschaft zehn Jahre Haft und eine Geldstrafe in Höhe von 150.000 Euro.

+++ 01.26 Uhr: Spanien-Urlauber müssen in Großbritannien künftig in Quarantäne +++

Wegen der wieder steigenden Corona-Infektionszahlen in Spanien müssen Spanien-Urlauber in Großbritannien künftig zwei Wochen in Quarantäne. Die britische Regierung strich Spanien am Samstag von der Liste derjenigen Länder, aus denen eine Einreise ohne Quarantäneauflagen möglich ist. Die neue Regelung gilt ab Sonntag. Von nicht notwendigen Reisens ins spanische Festland rät die britische Regierung ab. Damit sind die bei britischen Urlaubern besonders beliebten Kanaren und die Balearen ausgenommen.    

Knapp einen Monat nach dem Ende des Corona-Notstands in Spanien und dem Auslaufen der strengen Ausgangssperre steigen die Infektionszahlen in dem Land wieder. Virologen machen vor allem das Nachtleben für die neuerliche Ausbreitung verantwortlich. Bisher wurden in Spanien mehr als 272.000 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus und mehr als 28.000 Todesopfer registriert.

+++ 00.44 Uhr: Nordkorea meldet erstmals Corona-Verdachtsfall +++

Mehr als ein halbes Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie hat Nordkorea erstmals einen Corona-Verdachtsfall gemeldet. Ein nordkoreanischer Staatsbürger, der illegal die Grenze überquert habe, stehe nach seiner Rückkehr unter dem Verdacht, "mit dem bösartigen Virus infiziert zu sein", meldete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Sonntag. Bisher hatte das extrem abgeschottete und autoritär geführte Nordkorea nach offiziellen Angaben keinen einzigen Fall des neuartigen Coronavirus registriert. Die Grenzen sind geschlossen.

Bei einer Krisensitzung des Politbüros erklärte Staatschef Kim Jong Un laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA den "maximalen Alarmzustand". Über die Stadt Kaesong an der Grenze zu Südkorea wurde eine Ausgangssperre verhängt.

+++ 00.35 Uhr: Hurrikan "Hanna" trifft in Texas auf Land - Warnung vor Sturmfluten +++

Der erste Hurrikan der diesjährigen Saison über dem Atlantik ist im US-Bundesstaats Texas auf Land gestoßen. Hurrikan "Hanna" traf am Samstagabend (Ortszeit) mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Stundenkilometern auf die Insel Padre Island unmittelbar vor der Küste, wie das Nationale Hurrikan-Zentrum der US-Klimabehörde NOAA mitteilte. Der Tropensturm war am Samstagmorgen zum Hurrikan der niedrigsten Stufe eins hochgestuft worden. Für den Küstenabschnitt von Port Mansfield bis Sargent wurde eine Sturmflut-Warnung erlassen.

+++ 00.33 Uhr: Noch mehr Infektionen in österreichischem Tourismus-Hotspot +++

Die Zahl der Corona-Infektionen in mehreren Tourismusbetrieben in St. Wolfgang in Oberösterreich ist auf mindestens 44 gestiegen. Bei den Betroffenen handelt es sich nach Medienberichten aus der Nacht zum Sonntag überwiegend um Mitarbeiter, allerdings sei auch bei einem Urlauber das Virus nachgewiesen worden. Die meisten Infizierten sind demnach Praktikanten. Ob sie sich in ihren Unterkünften oder beim Ausgehen angesteckt haben, sei unklar. Zwei Bars seien geschlossen worden. 

Bis zum späten Abend seien bereits mehr als 600 Personen getestet worden, sowohl Angestellte als auch Urlaubsgäste. Bisher seien 258 Tests ausgewertet worden, die weiteren Ergebnisse wurden Sonntag erwartet. Zwei Bars wurden bereits am Freitag geschlossen. Zudem ordneten die Behörden am Samstagabend für die örtliche Gastronomie eine Sperrstunde ab 23 Uhr an.

Der Ausbruch weckt Erinnerungen an den österreichischen Ski- und Partyort Ischgl in Tirol, der in der Anfangsphase der Pandemie ein Zentrum der Corona-Ausbreitung in ganz Europa war. Insgesamt sind in Österreich aktuell etwa 1500 Menschen mit dem Virus infiziert. Schwerpunkte bei den Neuinfektionen sind die Bundesländer Wien und Oberösterreich.

+++ 00.07 Uhr: Bericht: Zahlreiche Verfahren wegen Datenabfragen an Polizeicomputern +++

Wegen unberechtigter Datenabfragen durch Polizeibeamte sind seit 2018 in ganz Deutschland mehr als 400 Ordnungswidrigkeits-, Straf- oder Disziplinarverfahren eingeleitet worden. Das hat eine Umfrage der "Welt am Sonntag" bei den Innenministerien und Datenschutzbeauftragten der Bundesländer und des Bundes ergeben. Darunter sei allerdings eine zweistellige Zahl von Verfahren, die eingestellt worden seien oder sich noch in Prüfung befänden, heißt es in dem Bericht. Vollständig sind die Zahlen nicht, in Sachsen-Anhalt konnten die zuständigen Stellen den Angaben zufolge zunächst keine konkreten Angaben machen.

+++ 00.04 Uhr: CSU-Generalsekretär will Kanzlerkandidatur "deutlich später" klären +++

Die CSU will die Frage der Kanzlerkandidatur erst mit deutlichem Abstand zu den Parteitagen der Unionsparteien klären. Beide finden im Dezember statt, die CDU will auf ihrem Parteitag einen neuen Vorsitzenden wählen. "Zu einem deutlich späteren Zeitpunkt werden wir dann darüber befinden, mit welcher Aufstellung wir in den Bundestagswahlkampf ziehen", sagte CSU-Generalsekretär Markus Blume der "Welt am Sonntag".

Als Grund nannte er die anhaltende Corona-Krise. "Corona ist nicht vorbei, wir werden durch einen schwierigen Herbst und Winter gehen. Die eigentliche Farce wäre, wenn wir uns zur Unzeit Gedanken machen würden über eine Aufstellung, die erst im Herbst des nächsten Jahres zur Abstimmung steht."

CSU-Chef Markus Söder hatte bislang erklärt, die Frage, wer als Kanzlerkandidat der Union antrete, werde voraussichtlich im Januar nach der Wahl des neuen CDU-Chefs entschieden. Die Bundestagswahl findet voraussichtlich im Herbst 2021 statt. 

Nachrichten aus aller Welt von Samstag, den 25. Juli


+++ 22.30 Uhr: Achtjährige stirbt bei Badeunfall in Pfullendorf +++

Ein achtjähriges Mädchen ist bei einem Badeunfall im Landkreis Sigmaringen ums Leben gekommen. Das Kind sei aus ungeklärten Gründen am Samstagnachmittag in einem Strandbad im Seepark Pfullendorf untergegangen, teilte die Polizei mit. Dies sei erst Minuten später bemerkt worden. Nachdem Badegäste Erste Hilfe leisteten kämpfte ein Notarzt im Anschluss weiter erfolglos um das Leben des Mädchens, ein weiterer Notarzt sei mit einem Rettungshubschrauber eingeflogen worden, es habe jedoch am Abend nur noch der Tod des Kindes festgestellt werden können. Seelsorger betreuten Angehörige und Badegäste.

+++ 21.21 Uhr: Felssturz in Tirol: Ein deutscher Bergsteiger tot, drei verletzt +++

Vier deutsche Alpinisten sind in den Tiroler Alpen von einer Felslawine überrascht worden. Dabei kam am Samstag ein 46-jähriger Bayer aus dem Landkreis Donau-Ries ums Leben, wie die Polizei in Innsbruck berichtete. Die Männer seien vom Schrankogel im Ötztal im hochalpinen Gelände abgestiegen, als das Unglück auf rund 3000 Metern Höhe passierte, sagte ein Polizeisprecher der dpa. Ein Mann aus der Gruppe wurde mit einer schweren, aber nicht lebensbedrohlichen Rippenverletzung in ein Krankenhaus gebracht. Die anderen kamen mit leichten Verletzungen davon.

+++ 20.24 Uhr: Mann in Wohnung in Schwerte festgehalten und schwer verletzt +++

Ein Mann ist mehrere Tage in einer Wohnung in Schwerte (Nordrhein-Westfalen) festgehalten und schwer verletzt worden. Tatverdächtig sind drei Kollegen des Mannes, wie ein Polizeisprecher am Samstagabend sagte. Zunächst hatte die "Bild"-Zeitung berichtet. Das Ganze soll sich am vergangenen Wochenende abgespielt haben. Die Männer seien alle als Leiharbeiter tätig, sagte der Sprecher weiter. Die Hintergründe der Tat seien noch unklar. Der Mann wurde nach Hagen ins Krankenhaus gebracht.

Die "Bild"- Zeitung hatte berichtet, dass der Mann über 72 Stunden festgehalten und gequält worden sein soll. Ein Polizeisprecher wollte das am Abend zunächst nicht bestätigen und verwies auf die laufenden Ermittlungen.

+++ 19 Uhr: Neuer Hitzerekord auf Spitzbergen +++

Auf Spitzbergen ist die wärmste Temperatur seit über 40 Jahren gemessen worden. Der Spitzenwert von 21,2 Grad wurde nach Angaben des norwegischen Instituts für Meteorologie in Oslo erreicht. Demnach war es auf dem Arktis-Archipel seit Beginn der Wetteraufzeichnungen nur ein einziges Mal noch wärmer: Im Juli 1979 zeigte das Thermometer dort 21,3 Grad an. Die hohen Temperaturen werden nach Angaben des Instituts voraussichtlich bis Montag anhalten. Sie liegen deutlich über den Normaltemperaturen auf der Inselgruppe im arktischen Ozean: Im Juli, dem heißesten Monat des Jahres, ist es dort normalerweise gerade einmal fünf bis acht Grad warm.

+++ 17.28 Uhr: Bundesschiedsgericht bestätigt Ausschluss von Kalbitz aus der AfD +++

Der Rechtsaußen-Politiker Andreas Kalbitz bleibt nach eigenen Angaben aus der AfD ausgeschlossen. Dies habe ihm das Bundesschiedsgericht mitgeteilt, sagte Kalbitz der Deutschen Presse-Agentur. Er bedauere, dass politische Erwägungen Vorrang gehabt hätten.

+++ 16.07 Uhr: Neue Migranten auf Lampedusa - Bürgermeister: Lage "unkontrollierbar" +++

Auf der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa sind mehrere Dutzend neue Migranten aus Afrika angekommen, was die Behörden vor Probleme stellt. Bürgermeister Totò Martello sagte nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Ansa: "Die Situation ist unkontrollierbar geworden. Wenn die Regierung es nicht tut, werde ich den Ausnahmezustand ausrufen." Auf der 20 Quadratkilometer großen Insel befinden sich aktuell mehr als 1000 Migranten - darunter rund 200 Menschen, die auf mehreren Booten in der Nacht zum Samstag abgefangen wurden. Die meisten von ihnen sollen aus Tunesien kommen.

+++ 15.14 Uhr: 200 Menschen feiern CSD-Parade im Wendland +++ 

Nach Absagen oder neuen Formaten für Christopher Street Days (CSD) ist im Wendland eine Parade fast wie vor der Corona-Pandemie gestartet. Nach Angaben der Polizei reihten sich am Samstag rund 200 Menschen – und damit nur etwas weniger als in den Vorjahren – in den bunten Zug von Waddeweitz über mehrere Dörfer. Der Landkreis Lüchow-Dannenberg hatte das unter Einhaltung der Abstandsregeln und dem Tragen von Mund-Nasen-Schutzmasken genehmigt. Ordner der Veranstalter kümmerten sich um die Einhaltung. 

+++ 14.46 Uhr: Bolsonaro negativ auf Corona getestet +++

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat seine Infektion mit dem Coronavirus eigenen Angaben zufolge überwunden. Ein neuer Corona-Test sei negativ ausgefallen, schrieb der Staatschef am Samstag auf Twitter. Wann der Test gemacht wurde, war zunächst unklar. 

Bolsonaro hatte vor zwei Wochen bekanntgegeben, dass er sich mit dem Coronavirus infiziert habe. Seitdem führte er die Amtsgeschäfte aus der Quarantäne in der Präsidentenresidenz in Brasília. Mehrere Tests in den vergangenen Wochen waren positiv ausgefallen. 

+++ 14.40 Uhr: Erneut mehr als 70.000 neue Coronafälle in den USA +++

Die Zahl der Corona-Infizierten in den USA steigt weiter steil an. Am Freitag wurden nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität den zweiten Tag in Folge mehr als 70.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert. Andere Länder kämpfen bereits mit einer zweiten Infektionswelle: In der spanischen Region Katalonien wurden wegen stark steigender Infektionszahlen alle Diskotheken geschlossen. In Südkorea wurde der höchste Anstieg seit fast vier Monaten registriert.

+++ 14.29 Uhr: Menschenrechtsaktivist Askarov stirbt in Kirgistan +++

Der Menschenrechtsaktivist Asimdschon Askarow ist in Kirgistan im Gefängnis gestorben. "Das System hat ihn umgebracht", sagte Askarows Anwalt Valerian Vahitow am Samstag der Nachrichtenagentur AFP in einem Telefongespräch. Demnach war der 69-Jährige schwer krank gewesen, hatte aber nicht die nötige Versorgung erhalten. Zuletzt sei sein Mandant "nicht mehr in der Lage gewesen, zu gehen", sagte Vahitow. Er habe ihm bei seinem letzten Besuch diese Woche Früchte gebracht und ihn gebeten, durchzuhalten. "Er hat geweint und wusste, dass er im Sterben lag, aber niemand hat einen Finger gerührt."

+++14.08 Uhr: Ex-Fußballstar Xavi mit Corona infiziert +++

Der ehemalige spanische Fußballstar Xavi Hernández hat sich nach eigenen Angaben mit dem Coronavirus infiziert. Er sei vor einigen Tagen positiv auf den Erreger getestet worden, gab der 40-jährige Trainer des katarischen Clubs Al-Sadd am Samstag über das Twitter-Konto seines Vereins bekannt. "Zum Glück geht es mir gut, aber ich muss mich so lange isolieren, bis ich Entwarnung bekomme." Xavi, der als Spieler jahrelang für den FC Barcelona spielte, verpasst wegen seiner Erkrankung das erste Spiel der Fußballliga Qatar Stars League, die wegen der Corona-Pandemie im März ausgesetzt worden war. Er freue sich schon darauf, wieder zu arbeiten und zum Alltag zurückzukehren, schrieb Xavi bei Twitter.

+++ 14.02 Uhr: Tschechiens Regierung schließt zweiten Lockdown aus +++

Trotz steigender Infektionszahlen hat der tschechische Ministerpräsident Andrej Babis einen zweiten landesweiten Lockdown ausgeschlossen. "In erster Linie müssen wir an das Verantwortungsbewusstsein der Menschen appellieren", sagte Babis am Samstag der Onlineausgabe der Zeitung "Pravo". "Während wir am Anfang schrecklich diszipliniert waren und Masken getragen haben, gehen wir jetzt ins andere Extrem über", kritisierte der Gründer der populistischen Partei ANO.

+++ 13.40 Uhr: Polnischer Opernsänger Ladysz gestorben +++

Der polnische Opernsänger Bernard Ladysz ist tot. Er starb am Samstag in Warschau, einen Tag nach seinem 98. Geburtstag, wie die Agentur PAP unter Berufung auf das Museum des Warschauer Aufstands berichtete. 1956 gewann Ladysz den internationalen Viotti-Gesangswettbewerb im italienischen Vercelli. In einer Aufnahme der Oper "Lucia di Lammermoor" sang der Bassbariton an der Seite von Maria Callas die Rolle des Raimondo. Später war er unter anderem an der Uraufführung der Lukas-Passion des polnischen Komponisten Krzysztof Penderecki beteiligt.

+++ 13.23 Uhr: Ruhani dämpft Hoffnungen auf baldiges Ende der Coronakrise im Iran +++

Der iranische Präsident Hassan Ruhani hat die Hoffnungen auf ein baldiges Ende der Corona-Krise in dem Land gedämpft. Die Menschen sollten nicht annehmen, dass das Problem kurzfristig und in ein paar Wochen gelöst sei, sagte Ruhani am Samstag. Solange kein wirksamer Impfstoff hergestellt worden sei, werde Corona auch bleiben. "Wir sollten längerfristig denken und uns jetzt schon auf das nächstes Jahr vorbereiten", sagte der Präsident nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA. Ruhani verteidigte auch seine Lockerungspolitik: "Einschränkungen sind ja auch problematisch, da sie negative finanzielle Auswirkungen auf das Leben der Menschen haben."

+++ 12.44 Uhr: Ankara weist Kritik an Umwandlung von Hagia Sophia zurück +++

Die Türkei hat Kritik aus Griechenland wegen der umstrittenen Umwandlung der Hagia Sophia in eine Moschee scharf verurteilt. Die Reaktion aus Athen "zeigt wieder einmal die griechische Feindseligkeit gegen den Islam und die Türkei", erklärte ein Sprecher des türkischen Außenministeriums am Samstag. Am Freitag war zum ersten Mal seit Jahrzehnten das muslimische Freitagsgebet in dem historischen Kuppelbau in Istanbul abgehalten worden, der früher eine christliche Kirche und dann ein Museum war. "Die verwöhnten Kinder Europas, die es nicht akzeptieren können, dass wir uns in der Hagia Sophia erneut tief verneigen, haben Wahnvorstellungen", erklärte Sprecher Hami Aksoy in Ankara.

+++ 12.38 Uhr: AfD-Schiedsgericht berät über Kalbitz-Rauswurf +++

Das Bundesschiedsgericht der AfD ist in Stuttgart zusammengekommen, um die Mitgliedschaft des aus der Partei geworfenen Brandenburger Fraktionsvorsitzenden Andreas Kalbitz zu beraten. Kalbitz erschien persönlich zu der Sitzung am Samstag in einem Industriegebiet im Stuttgarter Süden. Dort versammelten sich rund ein Dutzend Anhänger vor der Tür, um ihm den Rücken zu stärken. "Wir sind alle bei dir" und "Kopf hoch!" riefen sie ihm auf dem Weg zur Sitzung zu und reckten die Daumen nach oben. Zwei Männer trugen Schilder mit den Sprüchen: "Kalbitz ist gut" sowie "Kalbitz soll bleiben, Meuthen muß weg!".

+++ 12.27 Uhr: NRW-Minister dämpft Hoffnungen der Fußballfans +++

In der Debatte um eine Wiederzulassung von Zuschauern in Fußball-Stadien will Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) dem Gesundheitsschutz absoluten Vorrang einräumen. "Es muss sichergestellt sein, dass es beispielsweise zu keinem Gedrängel an den Ein- und Ausgängen kommt", sagte Laumann der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag-Ausgabe). Nur wenn es aus Gesundheitssicht verantwortbar sei, könnten Fans wieder ins Stadion gelassen werden, betonte er.

+++ 11.57 Uhr: Johnson räumt Fehler in Corona-Krise ein +++

Zum ersten Jahrestag seines Amtsantritts hat der britische Premierminister Boris Johnson Fehler bei der Bekämpfung der Corona-Krise eingeräumt. "Natürlich gibt es Dinge, die wir falsch gemacht haben, und wir lernen die ganze Zeit dazu", sagte Johnson in einem am Samstag veröffentlichten Interview des Nachrichtensenders Sky News. "Wir müssen so schnell wie möglich aus unseren Fehlern lernen." Das Schlimmste dürfte "Mitte nächsten Jahres" vorbei sein. Großbritannien ist das am stärksten von der Pandemie betroffene Land in Europa. Viele Wissenschaftler rechnen mit einer zweiten schweren Infektionswelle im Herbst. Experten warfen der Regierung immer wieder vor, zu spät und falsch auf die Pandemie reagiert zu haben. Auch Johnson selbst erkrankte schwer an Covid-19, nachdem er sich vorher damit gebrüstet hatte, Infizierten die Hände geschüttelt zu haben. 

In einem BBC-Interview gab sich Johnson mit Blick auf die Pandemie ebenfalls eher kleinlaut: "Wir haben (das Virus) in den ersten Wochen und Monaten nicht in der Art und Weise verstanden, wie wir das gerne getan hätten", sagte er am Freitagabend. Vor allem das Ausmaß der Übertragung durch Menschen, die keine Symptome zeigten, sei unterschätzt worden. Auf die Frage, ob Ausgangsbeschränkungen und andere Maßnahmen zu spät gekommen seien, antwortete Johnson ausweichend. Es handle sich um "offene Fragen" unter Forschern.

+++ 11.38 Uhr: Robert-Koch-Institut mahnt zur Vorsicht +++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 781 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit waren seit Beginn der Corona-Krise mindestens 204 964 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Samstagmorgen meldete. Die Zahl der neu übermittelten Fälle ist mit 815 deutlich höher als in den Vorwochen. Zuvor lag die Zahl bei um die 500 übermittelten Fällen/Tag, zeitweise auch deutlich darunter.

Der Zuwachs ist in vielen Bundesländern zu beobachten, schreibt das Robert-Koch-Institut in einer aktuellen Erklärung, mehr als 60 Prozent der neu übermittelten Fälle seien jedoch auf Anstiege in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg zurückzuführen. 

Die Zahl der täglich neu übermittelten Fälle war in den letzten Tagen bereits angestiegen. Diese Entwicklung ist laut dem RKI sehr beunruhigend und werde sehr genau beobachtet. Eine weitere Verschärfung der Situation müsse unbedingt vermieden werden. Das gelinge nur, wenn sich die gesamte Bevölkerung weiterhin engagiere, zum Beispiel indem sie Abstands- und Hygieneregeln konsequent einhalte – auch im Freien, Innenräume lüftet und, wo geboten, eine Mund-Nasen-Bedeckung korrekt trage.

+++ 11.15 Uhr: US-Regierung schränkt Visa-Vergabe für ausländische Studierende ein +++

Studierende aus dem Ausland, der Vorlesungen und Kurse im kommenden Semester wegen der Corona-Pandemie ausschließlich online stattfinden, sollen im Herbst kein Einreisevisum für die USA erhalten. Das berichtet der "Spiegel" und bezieht sich dabei auf eine am Freitag veröffentlichte Erklärung der US-Einwanderungsbehörde. Wer bereits eingereist ist oder schon ein Visum erhalten hat, sei von der neuen Regelung nicht betroffen, heißt es weiter.

+++ 10.48 Uhr: Wieder mehr als 100 Coronafälle in Südkorea +++

Zum ersten Mal seit nahezu vier Monaten ist in Südkorea die Zahl der täglich erfassten Corona-Neuinfektionen wieder auf mehr als 100 gestiegen. Wie die Gesundheitsbehörden am Samstag mitteilte, wurden am Freitag 113 neue Fälle verzeichnet. Damit kletterte die Gesamtzahl der registrierten Corona-Infektionen auf mehr als 14 000. Es gab bisher 298 Todesopfer in Verbindung mit Sars-Cov-2. Der Anstieg war von den Behörden angesichts einer Zunahme eingeschleppter Fälle erwartet worden. Von den Neuinfektionen entfielen 86 auf Personen, die aus dem Ausland in Südkorea eingetroffen waren.

+++ 10.02 Uhr: Massenproteste in Russland nach Furgal-Verhaftung +++

In der ostrussischen Stadt Chabarowsk hat es wieder Massenproteste gegen die Verhaftung des Provinzgouverneurs Sergej Furgal gegeben. Zehntausende Demonstranten zogen am Samstag durch die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz im Fernen Osten Russlands, wie ein AFP-Reporter berichtete. Sie hielten die Flagge von Chabarowsk und Protestplakate hoch und riefen Sprechchöre gegen Präsident Wladimir Putin. "Freiheit" und "Putin, tritt zurück" skandierten die Demonstranten vor der Provinzverwaltung. Furgal war am 9. Juli festgenommen, nach Moskau gebracht und in Untersuchungshaft genommen worden. Ihm wird vorgeworfen, vor 15 Jahren mehrere Morde an Geschäftsleuten in Auftrag gegeben zu haben. Der 50-jährige Provinzgouverneur, der der ultrarechten Liberaldemokratischen Partei (LDPR) von Wladimir Schirinowski angehört, weist die Vorwürfe zurück.

+++ 09.55 Uhr: Bahn verzichtet auf Bußgelder bei Maskenverstoß +++

Die Deutsche Bahn will bei Verstößen gegen die Maskenpflicht an Bord ihrer Züge selbst keine Bußgelder verhängen. Das Unternehmen setze auf "Einsicht und die Kommunikation unserer Zugbegleiter mit jenen Fahrgästen, die keine Maske tragen", sagte Bahnchef Richard Lutz den Funke-Zeitungen vom Samstag. "Überzeugung und Appell an die Verantwortung stehen vor der Bestrafung", sagte er. Sollten Fahrgäste sich dennoch weigern, im Zug wie vorgeschrieben Masken zu tragen, "holt die Bundespolizei im Fernverkehr uneinsichtige Fahrgäste am nächsten Bahnhof aus dem Zug", sagte Lutz. "Das ist bisher aber nur sehr selten vorgekommen."

+++ 09.32 Uhr: Vietnam meldet ersten Coronafall seit drei Monaten +++

In Vietnam haben die Behörden die erste neue Coronavirus-Infektion seit fast hundert Tagen gemeldet. In der Stadt Danang wurde ein 57-jähriger Mann positiv auf das Virus getestet, wie das Gesundheitsministerium am Samstag mitteilte. Sein Fall gilt demnach als die erste lokale Übertragung seit dem 16. April. In Vietnam galt die Ausbreitung des Coronavirus dank schneller und rigoroser Quarantäne-Maßnahmen und einer intensiven Rückverfolgung der Fälle seit Ende April als eingedämmt. Trotz seiner langen und schwer zu kontrollierenden Grenze zu China wurden in dem Land nur 416 Infektionen gemeldet. Tote gab es bislang nicht.

+++ 08.26 Uhr: Schließung von US-Konsulat in Chengdu vorbereitet +++

Das US-Konsulat im südchinesischen Chengdu bereitet sich auf die Schließung vor. Mitarbeiter der Auslandsvertretung packten am Samstag ihre Sachen und entfernten US-Insignien von dem Gebäude. Bis wann die Konsulatsmitarbeiter das Gebäude verlassen haben müssen, ist bisher unklar. Reinigungskräfte schleppten am Samstagmorgen bereits mehrere große Müllsäcke aus dem Gebäude, wie AFP-Reporter beobachteten. Ein Arbeiter entfernte zudem die runde Konsulatsplakette von der Fassade. Die US-Flagge blieb zunächst noch hängen.

+++ 07.48 Uhr: Heil will Menschen im Homeoffice schützen +++

Beim Homeoffice sollen Arbeitnehmer in Deutschland nach dem Willen von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil künftig besser vor überlangen Arbeitszeiten geschützt werden. "Wir müssen darüber reden, welchen Rechtsrahmen wir für mobiles Arbeiten brauchen", sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Aufpassen müssen wir, dass es nicht zur Entgrenzung von Arbeit, zur Verfügbarkeit rund um die Uhr führt und Arbeitsschutz ausgehöhlt wird."

+++ 07.34 Uhr: Facebook und Twitter sperren Konten von Bolsonaro-Freunden +++

Facebook und Twitter haben nach einem Gerichtsbeschluss die Nutzerkonten von 16 Unterstützern des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro gesperrt. Ein Richter am Obersten Gerichtshof, der eine mutmaßliche Desinformationskampagne durch Anhänger des rechtsgerichteten Präsidenten untersucht, hatte die Sperrung am Freitag angeordnet. Der Richter Alexandre de Moraes erklärte, die Konten müssten wegen der "andauernden Verbreitung von Fake News" sowie "verleumderischer Anschuldigungen und Drohungen" gegen das Gericht gesperrt werden.

+++ 06.53 Uhr: Homosexuelle Soldaten sollen entschädigt werden +++

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) plant laut einem Zeitungsbericht Entschädigungen für Soldaten, die in der Vergangenheit wegen ihrer Homosexualität dienstrechtlich benachteiligt wurden. Diese solle nicht auf mögliche Sozialleistungen angerechnet werden, zitierte das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Samstagausgaben) aus einem Gesetzentwurf. Die Neuregelung zielt dem Bericht zufolge auf Benachteiligungen, die sich noch bis ins Jahr 2000 hinein ausgewirkt haben sollen. Eine Aufhebung früherer dienstrechtlicher Urteile, die sich aus heutiger Sicht als Diskriminierung darstellen, war bislang von allen Bundesregierungen abgelehnt worden. Im Entwurf von Kramp-Karrenbauer sind jetzt nicht nur Aufhebungen, sondern ausdrückliche Rehabilitierungsbescheinigungen vorgesehen. Alle Regeln sollen auch für frühere NVA-Soldaten gelten.

+++ 05.33 Uhr: Kinderärzte fürchten Ansturm wegen Schnupfnasen +++

Die Kinderärzte in Deutschland befürchten mit Blick auf die im Herbst beginnende Erkältungssaison wegen der Corona-Pandemie einen Ansturm auf die Praxen. Der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, sagte der Deutschen Presse-Agentur, in der Infektzeit sei man auch so jedes Jahr gut beschäftigt, "und das bei einem allgemein zu konstatierenden Kinder- und Jugendarztmangel". "Wenn jetzt aber - oft ausgehend von den Kitas und Schulen selbst - zusätzlich noch Kinder geschickt werden, bei denen jede Schnupfnase als Hinweis auf Covid-19 gesehen wird, dann ein Test verlangt wird, dann werden wir dies nicht alleine bewältigen können." 

+++ 05.04 Uhr: Trump bedauert manche seine Tweets +++

US-Präsident Donald Trump bedauert nach seinen Worten manche seiner kontroversen Tweets und Retweets. Trump sagte dem Gründer der Webseite "Barstool Sports", Dave Portnoy, in einem am Freitag veröffentlichten Interview auf eine entsprechende Frage, es geschehe "zu oft", dass er aufwache und denke, er hätte etwas lieber nicht auf Twitter verbreiten sollen. "Früher schrieb man einen Brief und sagte: "Dieser Brief ist wirklich schlecht". Und man legte ihn auf den Schreibtisch, ging am nächsten Tag zurück und sagte: "Oh, ich bin froh, dass ich das nicht abgeschickt habe"."

+++ 04.55 Uhr: Von der Leyen macht Druck bei Corona-Finanzpaket +++

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen dringt auf eine schnelle Umsetzung des beim EU-Gipfel beschlossenen Corona-Finanzpakets. "Ich möchte den Bürgern den Beweis liefern, dass Europa aus dieser Krise stärker herauskommt als vorher", sagte von der Leyen den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). "Jetzt müssen wir zeigen, dass wir liefern."     Niemand wisse derzeit mit Sicherheit, was in der Corona-Krise noch auf uns zukomme, sagte die EU-Kommissionspräsidentin. Der EU-Gipfel habe aber den richtigen Schritt getan, um Europas Antwort auf die außergewöhnliche wirtschaftliche Krise zu geben. Der Aufbaufonds solle dabei nicht nur Schaden abwenden, sondern auch den Kontinent modernisieren. 

+++ 04.33 Uhr: China räumt Konsulat in Houston +++

Drei Tage nach der angeordneten Schließung des Konsulats in Houston haben chinesische Diplomaten die Vertretung in der texanischen Metropole geräumt. "Wir können bestätigen, dass das Generalkonsulat der Volksrepublik China in Houston geschlossen ist", sagte ein Sprecher des US-Außenministeriums zur Deutschen Presse-Agentur. US-Medien berichteten, nach dem Abzug der Diplomaten seien US-Behördenvertreter in das Gebäude eingedrungen. Die US-Regierung hatte die Schließung des Konsulats am Dienstag angeordnet. Als Vergeltung verfügte die kommunistische Führung in Peking, dass das US-Konsulat in Chengdu im Südwesten des Landes geschlossen werden muss.

+++ 03.35 Uhr: São Paulo verschiebt Karneval auf unbestimmte Zeit +++

Die größte brasilianische Stadt São Paulo hat ihre Karnevalsfeiern im kommenden Jahr auf unbestimmte Zeit verschoben. Den Sambaschulen und den Veranstaltern des Straßen-Karnevals sei klar, dass ein Karneval im kommenden Februar wegen der Corona-Pandemie nicht möglich sei, sagte Bürgermeister Bruno Covas am Freitag (Ortszeit). Auch die Behörden in Rio de Janeiro mit seinem weltberühmten Karneval denken über einen ähnlichen Schritt nach. Der Bundesstaat São Paulo ist das Epizentrum des Virus. Auch wenn er weniger bekannt ist als der in Rio, entwickelte sich der Karneval in der Zwölf-Millionen-Einwohner-Metropole in den vergangenen Jahren immer mehr zum Besuchermagneten,  im vergangenen Jahr kamen 120.000 Zuschauer zum Umzug der Sambaschulen und mehr als 15 Millionen Feiernde zum mehrere Wochen dauernden Straßenkarneval.

js / fin DPA AFP

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