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News von heute Frankreich verschärft Einreiseregeln für Ungeimpfte aus Deutschland

Frankreich verlangt jetzt einen Corona-Test von Ungeimpften, der nicht älter als 24 Stunden sein darf
Frankreich verlangt jetzt einen Corona-Test von Ungeimpften, der nicht älter als 24 Stunden sein darf
© Kay Nietfeld / DPA
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker:

22.24 Uhr: Kapitol-Attacke: Einstiger Trump-Chefstratege Bannon angeklagt

Der einstige Chefstratege von Ex-Präsident Donald Trump, Steve Bannon, ist wegen Missachtung des Kongresses in zwei Fällen angeklagt worden. Ihm wird vorgeworfen, sich der Vorladung des Untersuchungsausschusses des Repräsentantenhauses zur gewaltsamen Erstürmung des Kapitols widersetzt zu haben, wie das US-Justizministerium erklärte. Zudem habe er dem Gremium geforderte Dokumente nicht zur Verfügung gestellt. Im Falle einer Verurteilung könnte Bannon pro Anklagepunkt eine Freiheitsstrafe von mindestens 30 Tagen und bis zu einem Jahr drohen.

Anhänger des Republikaners Trump hatten am 6. Januar den Sitz des US-Kongresses erstürmt. Dabei kamen fünf Menschen ums Leben, darunter ein Polizist.

21.29 Uhr: Kreise: Verhandler auf Klimakonferenz tagen bis mindestens Samstag

Die Verhandlungen auf der Weltklimakonferenz ziehen sich bis mindestens Samstag hin. Erst am Morgen soll ein neuer Entwurf für die Abschlusserklärung vorgelegt werden, wie die Deutsche Presse-Agentur in Glasgow aus Verhandlungskreisen erfuhr. Zuvor war das Ende des Gipfels für Freitagabend angesetzt gewesen.

Stundenlange Debatten über ein weltweites Stoppsignal für die Kohle und über mehr Hilfszahlungen an arme Länder hatten die Verhandlungen von rund 200 Staaten in der Endphase ausgebremst. Während einigen Staaten die angepeilten Beschlüsse zu weit gehen, sind sie anderen nicht ehrgeizig genug. Am Ende des Mammutreffens mit rund 40.000 Delegierten müssen die rund 200 Staaten den Abschlusstext einstimmig beschließen.

Erklärtes Ziel der UN-Konferenz ist es, die Begrenzung der Erderhitzung auf 1,5 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit im Rahmen des Möglichen zu halten.

20.17 Uhr: Niederlande kündigen Teil-Lockdown wegen Corona an

Als erstes westeuropäisches Land haben die Niederlande für den Herbst einen Teil-Lockdown wegen der stark steigenden Corona-Zahlen verhängt. Regierungschef Mark Rutte kündigte am Abend in Den Haag an, dass Gastronomie, Geschäfte und Sportaktivitäten davon betroffen seien. Er sprach von einem "harten Schlag für einige Wochen". Zur Begründung führte er an: "Das Virus ist überall, im ganzen Land, in allen Branchen und allen Altersgruppen."

Die Einschränkungen sollen am Samstagabend in Kraft treten. Bars, Restaurants und Geschäfte müssen um 20.00 Uhr schließen, Geschäfte für den nicht dringend nötigen Bedarf bereits um 18.00 Uhr. Die Niederländer dürfen sich mit maximal vier weiteren Menschen in ihren Wohnungen treffen und sollen nach Möglichkeit im Homeoffice arbeiten. Auch die Freizeitaktivitäten unterliegen erneut strikten Einschränkungen: Größere Veranstaltungen müssen abgesagt werden und Fußballspiele werden erneut ohne Publikum stattfinden. Die Schulen sollen jedoch geöffnet bleiben, auch soll es keine Ausgangsbeschränkungen geben. "Zum Glück ist die große Mehrheit geimpft, sonst wäre das Elend in den Krankenhäusern jetzt unermesslich", betonte Rutte. Nach dem Ablauf der dreiwöchigen Frist plant die Regierung den Angaben zufolge, für Freizeiteinrichtungen und für die Gastronomie eine 2G-Regelung einzuführen: Dann dürfen sich nur noch Geimpfte und Genesene dort aufhalten.

Am Donnerstag hatten die Niederlande einen neuen Rekord bei den Corona-Neuinfektionen gemeldet, mit mehr als 16.300 Fällen in 24 Stunden wurde der bisherige Höchststand von knapp 13.000 im vergangenen Dezember um Längen übertroffen. Die Krankenhäuser warnen bereits vor drohender Überlastung. In den Niederlanden sind 82 Prozent der Bewohner über zwölf Jahren vollständig gegen das Coronavirus geimpft. 

19.38 Uhr: Abholzung des Amazonaswaldes hält auf Rekordniveau an

Entgegen den Versprechen von Brasiliens international unter Druck geratener Regierung zur UN-Klimakonferenz COP26 bleibt die Abholzung im brasilianischen Amazonasgebiet auf Rekordniveau. Allein im Oktober wurden 870 Quadratkilometer Regenwald abgeholzt, wie aus vorläufigen Daten des Nationalen Instituts für Weltraumforschung (Inpe), das Satellitendaten auswertet, am Freitag hervorgeht. Dies ist eine Steigerung um fünf Prozent im Vergleich zum Oktober 2020 (836 Quadratkilometer) und der höchste Wert für den Monat seit 2016.

19.12 Uhr: Frankreich verschärft Einreiseregeln für Ungeimpfte aus Deutschland

Frankreich verschärft für nicht gegen Corona geimpfte Einreisende aus Deutschland die Auflagen. Ab Samstag müssen Menschen ohne Impfung ab zwölf Jahren, die aus Deutschland in das Nachbarland einreisen wollen, einen weniger als 24 Stunden vor der Abreise vorgenommenen negativen PCR- oder Antigentest vorweisen, wie aus dem französischen Amtsblatt hervorgeht. Bislang durften die Testergebnisse maximal 72 Stunden alt sein. Ausnahmen gibt es unter anderem für Berufspendler. Neben Deutschland sind unter anderem auch Österreich und Belgien neu von den schärferen Auflagen betroffen.

19.04 Uhr: 2G in Bayern ab dem 16. November

Als Reaktion auf die außer Kontrolle geratene Corona-Pandemie will Bayern eine flächendeckende 2G-Regelung einführen. Sie soll ab dem 16. November bayernweit gelten, wie das Gesundheitsministerium am Freitag in München mitteilte. "Nur mit konsequenten Zutrittsbeschränkungen wie 2G kann es uns gelingen, unser Gesundheitssystem vor einer noch dramatischeren Belastung zu schützen", sagte Minister Klaus Holetschek (CSU). "Daher haben wir uns heute in der Koalition darauf verständigt, strengere Zugangsregelungen für Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe in Bayern einzuführen und fordern den Bund auf, eine Rechtsgrundlage für ein verpflichtendes 2Gplus in Clubs und Discotheken zu schaffen."

18.50 Uhr: Klimaaktivisten drohen mit Autobahn-Blockaden - Gespräch mit Scholz

Klimaaktivisten drohen ab Januar mit Störaktionen auf Autobahnen, falls die neue Bundesregierung nicht sofort gegen Lebensmittelverschwendung und klimaschädliche Landwirtschaft vorgeht. Das Ultimatum stellten sie am Freitag nach einem öffentlichen Gespräch mit SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz in Berlin, das sie mit einem wochenlangen Hungerstreik durchgesetzt hatten. Bei der Diskussion gerieten Scholz und die beiden Aktivisten auf der Bühne verbal heftig aneinander.

18.34 Uhr: Empörung über abgeschwächte Formulierungen in COP26-Entscheidungsentwurf

Am offiziell letzten Tag der UN-Klimakonferenz in Glasgow haben Verhandlungstexte mit abgeschwächten Formulierungen, etwa zur Abkehr von Kohle und anderen fossilen Energieträgern, für Empörung nicht nur bei Aktivisten gesorgt. Der US-Sonderbeauftragte für Klima, John Kerry, nannte Subventionen für fossile Brennstoffe den "Inbegriff des Irrsinns". Kritik gab es auch daran, dass in der Rahmenentscheidung der COP26 der Aufruf an die Staaten eingeschränkt wurde, ihre Klimaschutzziele öfter als bislang vorgesehen zu überprüfen.

18.30 Uhr: Nach Erdogan-Drohung – Griechenland erhöht Alarmbereitschaft an Grenze

Der griechische Generalstab (GEETHA) hat bei einer außerordentlichen Sitzung eine erhöhte Alarmbereitschaft für die See- und Landesgrenzen zur Türkei beschlossen. Das berichtete die Tageszeitung "Kathimerini". Anlass war eine indirekte Drohung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan am Vortrag. "Ich wüsste nicht, was Griechenland tun würde, wenn wir die Tore öffnen würden", hatte er bei einer Pressekonferenz mit Blick auf die Migrationsproblematik gesagt.

18.24 Uhr: EU besorgt über Bericht von russischen Truppenbewegungen an ukrainischer Grenze

Die EU hat sich besorgt über Berichte von russischen Truppenbewegungen in der Nähe der russisch-ukrainischen Grenze gezeigt. "Wir beobachten die Situation weiter, und die Informationen, die wir bisher gesammelt haben, sind eher beunruhigend", sagte der Sprecher des Auswärtigen Dienstes der EU, Peter Stano, in Brüssel. In Zusammenarbeit mit Partnern wie den USA und Großbritannien "sind wir bereit, gegebenenfalls weitere Schritte zu prüfen".

18.01 Uhr: EU-Kommission gibt Wanderheuschrecke als Lebensmittel frei

Die EU-Kommission hat die Europäische Wanderheuschrecke als Lebensmittel zugelassen. Die Heuschrecke werde in Pulverform, getrocknet oder gefroren als Nahrungsmittel angeboten und könne als Snack oder weitere Zutat in Lebensmitteln hinzugefügt werden, teilte die Kommission am Freitag mit. Einem Bericht der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit zufolge, stelle das Insekt "kein Risiko für die menschliche Gesundheit" dar. Das Insekt soll in den Zutaten aufgelistet.

17.33 Uhr: Steinmeier erhält dritte Impfung und appelliert Ungeimpfte

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat seine dritte Corona-Impfung bekommen. Er erhielt im Bundeswehrkrankenhaus in Berlin den Wirkstoff von Biontech, wie das Bundespräsidialamt mitteilte. Steinmeier verknüpfte dies mit einem erneuten eindringlichen Aufruf an die Menschen in Deutschland, sich - sofern nicht schon geschehen - impfen zu lassen. Er zeigte dabei eine gewisse Ungeduld: "Ich frage mich: Was muss eigentlich noch geschehen, um die Zögernden zu überzeugen?"

17.24 Uhr: Ermittlungen zu Vergewaltigungsvorwürfen im Élysée

Es soll nach einer Abschiedsparty im Élysée-Palast passiert sein, auf der Frankreichs Präsident Emmanuel Macron eine kurze Ansprache gehalten hatte: Eine junge Soldatin bezichtigt einen ihrer Kollegen, sie im Sicherheitstrakt des Präsidentenpalastes vergewaltigt zu haben. Die Justiz habe im Juli deswegen Ermittlungen aufgenommen, bestätigten Justizkreise in Paris Nachrichtenagentur AFP. 

Der Élysée erklärte, laufende Justizangelegenheiten nicht zu kommentieren. "Sobald die Vorgesetzten davon erfuhren, wurden Maßnahmen ergriffen, um das Opfer anzuhören, es zu unterstützen und zu begleiten", hieß es. Der Élysée warte nun die Ermittlungen ab, "um die Fakten zu klären und zu sehen, welche Konsequenzen zu ziehen seien". Der Mann wurde bereits im Juli von einem Untersuchungsrichter verhört und anschließend als sogenannter Zeuge mit Rechtsbeistand eingestuft - einer Zwischenstufe zwischen dem Status eines Zeugen und dem eines formell Beschuldigten. Er wurde auch an einen anderen Arbeitsplatz außerhalb des Élysées-Palasts versetzt. 

16.08 Uhr: Abba stürmt nach Comeback deutsche Charts

Die schwedische Popband Abba hat mit ihrem Comeback im Sturm die deutschen Charts erobert. Das neue Album "Voyage" belegte als Neueinsteiger nicht nur sofort den ersten Platz der aktuellen Charts, sondern erreichte auch auf Anhieb die Spitze der Charts des gesamten Jahres, wie GfK Entertainment in Baden-Baden mitteilte.

ABBA feiert Comeback nach 40 Jahren Pause – die geplante Tour wird besonders

16.01 Uhr: 15.000 polnische Soldaten an Grenze zu Belarus im Einsatz

Rund 15.000 polnische Soldaten bewachen dem Verteidigungsministerium zufolge die östliche EU-Außengrenze zu Belarus. Sie seien im Einsatz, um Polen vor einem hybriden Angriff zu schützen, schrieb das Ministerium bei Twitter. Mit hybridem Angriff ist gemeint, dass Belarus mit staatlich finanzierter, illegaler Migration die öffentliche Meinung in der EU beeinflussen und Gesellschaften destabilisieren möchte. Die Regierung in Warschau und die EU werfen dem autoritären belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko vor, gezielt Menschen aus Krisenregionen einfliegen zu lassen, um sie dann in die EU zu schleusen.

15.45 Uhr: Der Kegelrobbennachwuchs auf Helgoland ist da

Kegelrobbennachwuchs auf Helgoland: Die ersten Jungtiere der Saison bevölkern mit ihren Müttern die Düne der Felseninsel, wie der Helgoland Tourismus Service mitteilte. Bis Donnerstag seien es vier Kegelrobben-Babys gewesen. In der vergangenen Saison wurden auf der Düne 653 Geburten gezählt. Der unter Naturschutz stehende Kegelrobbenstrand wird gemeinsam von der Gemeinde Helgoland und dem Verein Jordsand betreut.

15.19 Uhr: Mindestens drei Tote bei Explosion in Moschee in Afghanistan

Bei einer Explosion in einer Moschee im Osten Afghanistans sind am Freitag nach Angaben von Beamten der Gesundheitsbehörde mindestens drei Menschen getötet worden. 13 weitere Menschen seien verletzt in Krankenhäuser gebracht worden, hieß es demnach. Die Explosion ereignete sich während des Freitagsgebets in dem Ort Terilay im Bezirk Spin Ghar der Provinz Nangarhar. Einer der Stammesälteren sagte, eine Bombe sei in der Gebetsnische (Mihrab) der Moschee versteckt worden. Hauptziel sei der Distriktgouverneur gewesen, der zu den Taliban gehöre und verletzt worden sei. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat.

15.10 Uhr: USA besorgt über Lage an polnisch-belarussischer Grenze

Die USA sind besorgt angesichts der Lage an der polnisch-belarussischen Grenze, wo Tausende Migranten auf dem Weg in Richtung EU ausharren. "Wir sind sehr beunruhigt und haben einen Blick darauf", sagte US-Vizepräsidentin Kamala Harris in Paris. "Das Lukaschenko-Regime ist an beunruhigenden Aktivitäten beteiligt." Die Welt gucke darauf, was dort passiert. Bereits mehrfach versuchten größere Gruppen Migranten vergeblich, die Zaunanlage an der Grenze zu durchbrechen. Die EU hat neue Sanktionen auf den Weg gebracht, die Anfang nächster Woche formell beschlossen werden könnten. Polen und die EU werfen dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko vor, gezielt Menschen aus Krisenregionen einfliegen zu lassen, um sie dann in die EU zu schleusen.

15.06 Uhr: Gutachten zu Überwachungsvideos des Hotels im Fall Ofarim liegt vor

Im Zusammenhang mit den Antisemitismus-Vorwürfen des Sängers Gil Ofarim gegen einen Mitarbeiter eines Leipziger Hotels liegt das Gutachten zu den Überwachungsvideos vor. Im Rahmen der noch andauernden Ermittlungen werden die Ergebnisse nun bewertet und gewürdigt, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft auf Anfrage mit. Dies schließe auch die Prüfung mit ein, ob sich hieraus noch Ansätze für weitere Ermittlungen ergeben. Einzelheiten zu dem Gutachten und auch zu Zeugenaussagen und Vernehmungen würden zum jetzigen Zeitpunkt nicht gemacht, betonte der Sprecher. Dies werde erst nach Abschluss der umfassenden Ermittlungen geschehen.

14.50 Uhr: Tschechien testet erneut alle Schüler auf Corona

Wegen steigender Infektionszahlen testet Tschechien erneut alle Schüler zweimal auf das Coronavirus. Die Antigen-Schnelltests werden am 22. und am 29. November erfolgen, wie der geschäftsführende Schulminister Robert Plaga am Freitag in Prag mitteilte. Ziel sei es, den Präsenzunterricht an den Schulen aufrechtzuerhalten. In Tschechien gibt es rund 1,4 Millionen Schüler, von denen ein Teil bereits geimpft ist. Die Impfung ist ab zwölf Jahren freigegeben.

Die tschechischen Schüler waren landesweit zuletzt an drei Terminen Anfang September getestet worden. Dabei wurden nur 438 positive Fälle entdeckt. Doch in der Zwischenzeit hat sich die Ausbreitung des Coronavirus in dem EU-Mitgliedstaat stark beschleunigt. Innerhalb von sieben Tagen gab es nach aktuellen Zahlen 614 bestätigte Neuinfektionen je 100.000 Einwohner - und damit mehr als doppelt so viele wie in Deutschland.

Eoin weißer Mann mit weißgrauen Locken hält mit links eine Deutschlandkarte mit unterschiedlich rot gefärbten Landkreisen hoch

14.43 Uhr: Hunderte Demonstranten ziehen durchs Gebäude der UN-Klimakonferenz

Hunderte Delegierte der Weltklimakonferenz in Glasgow sind am Freitag in einem lautstarken Protestmarsch durch das Tagungsgebäude gezogen. Sie liefen dabei an einem langen, roten Band und riefen Parolen wie "Klimagerechtigkeit jetzt!". Die Teilnehmer, überwiegend von Nichtregierungsorganisationen, wollten sich danach weiteren Straßenprotesten im Zentrum Glasgows anschließen, unter anderem von der Klimaschutzbewegung Fridays for Future.

Zuvor hatte ein neuer Entwurf für die Abschlusserklärung für Empörung bei Umweltschützern gesorgt. Darin wurden Forderungen aus einer früheren Fassung wie ein beschleunigter Kohleausstieg und ein Ende der Subventionen für fossile Energieträger deutlich verwässert.

Am Ende des Mammutreffens mit rund 40.000 Delegierten - planmäßig für Freitagabend angesetzt - müssen die Vertreter der rund 200 Staaten den endgültigen Text der Erklärung einstimmig beschließen. Alle Konferenzen der vergangenen Jahre wurden ins Wochenende verlängert.

14.34 Uhr: Marihuana-Züchter fliegt wegen Feuer auf

Die Feuerwehr war angerückt, um einen Brand zu löschen - statt eines Feuers fanden Polizisten im schwäbischen Sonthofen aber eine Aufzuchtanlage für Marihuana. Ein Anwohner eines Mehrfamilienhauses hatte am frühen Morgen die Feuerwehr gerufen, nachdem in einer Nachbarwohnung ein Feuermelder zu hören war, wie die Polizei mitteilte. Nach dem Öffnen der Wohnungstür habe sich herausgestellt, dass der 36 Jahre alte Wohnungsinhaber beim Pizzabacken eingeschlafen und die Pizza im Ofen verkohlt sei.

Die Polizei habe in der Wohnung zunächst eine kleine Menge Marihuana und bei einer anschließenden Durchsuchung der Wohnung eine Aufzuchtanlage mit 15 Pflanzen gefunden. Nachdem der 36-Jährige erwähnt habe, trotz Marihuana-Konsums am Vorabend mit dem Auto in die Arbeit fahren zu wollen, sei auch sein Autoschlüssel sichergestellt worden. Gegen den Mann werde nun wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt.

14.23 Uhr: Frankreich: Justiz ermittelt nach Vergewaltigungsvorwürfen im Élysée

Die französische Justiz hat Ermittlungen nach Vergewaltigungsvorwürfen gegen einen Soldaten im Pariser Élysée-Palast aufgenommen. Der Mann wurde nicht formell als Beschuldigter, sondern vorerst als Zeuge mit Rechtsbeistand eingestuft, wie am Freitag aus Justizkreisen in Paris verlautete. Eine Soldatin wirft ihm demnach vor, sie im Juli am Ende einer Abschiedsparty im Élysée-Palast, dem Amtssitz von Präsident Emmanuel Macron, vergewaltigt zu haben.

Der Élysée erklärte, laufende Justizangelegenheiten nicht zu kommentieren. "Sobald die Vorgesetzten davon erfuhren, wurden Maßnahmen ergriffen, um das Opfer anzuhören, es zu unterstützen und zu begleiten", hieß es im Élysée. Die Ermittlungen der Justiz laufen nach Angaben aus den Justizkreisen bereits seit dem 12. Juli. Der Beschuldigte wurde an einen Arbeitsplatz außerhalb des Élysées-Palasts versetzt.

14.21 Uhr: Staatsanwalt nennt keine Details zum Tatverdächtigen im Fall "Josefine"

Nach dem Tod der 14-jährigen Josefine und der Festnahme eines 14-jährigen Jungen will die Staatsanwaltschaft zunächst keine weiteren Angaben zu dem Fall machen. Das Jugendstrafverfahren sei nicht öffentlich, erklärte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Zu diesem Verfahren gehörten auch die Ermittlungen und nicht nur ein möglicher Prozess. Die hohen gesetzlichen Anforderungen des Jugendgerichtsgesetzes setzten hier enge Grenzen, betonte der Sprecher.

Die 14-jährige Josefine aus Aschersleben in Sachsen-Anhalt war seit Donnerstag voriger Woche vermisst worden. An diesem Tag hatte sie sich mit ihrem Ex-Freund treffen wollen, um persönliche Gegenstände abzugeben. Später war sie nicht mehr zu erreichen. Ihre Eltern meldeten sie als vermisst.

14.08 Uhr: USA von der Liste der Hochrisikogebiete gestrichen

Die USA gelten von Sonntag an nicht mehr als Corona-Hochrisikogebiet. Die Bundesregierung streicht das Land von der Liste, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitag mitteilte. Durch die Entscheidung entfallen die Quarantäne-Vorschriften für aus den Vereinigten Staaten zurückkehrende Reisende. Die USA waren seit dem 15. August wieder als Hochrisikogebiet eingestuft gewesen.

Neu als Hochrisikogebiete ausgewiesen wurden Österreich, Tschechien, Ungarn sowie Laos. Wer aus diesen Ländern nach Deutschland einreist und nicht geimpft oder genesen ist, muss sich in Quarantäne begeben. Ein Freitesten ist erst nach fünf Tagen möglich.

13.36 Uhr: Südkorea schafft nächtliches Gaming-Verbot für Kinder ab

Minderjährige Fans von Online-Spielen in Südkorea haben Grund zur Freude: Das umstrittene nächtliche Gaming-Verbot für Jugendliche fällt vom 1. Januar an wieder weg. Wie der südkoreanische öffentlich-rechtliche Sender KBS am Freitag berichtete, billigte das Parlament am Vortag eine entsprechende Änderung des Jugendschutzgesetzes. Die sogenannte Shutdown-Regelung war vor zehn Jahren eingeführt worden. Sie sollte Spielsucht bei Kindern verhindern.

Die Aufhebung des Verbots war bereits seit längerem geplant. Zuletzt wurden laut KBS angesichts der zunehmenden Beliebtheit mobiler Spiele und der wachsenden Zahl von Medien, auf die die Jugendlichen auch in der Nacht zugreifen können, immer stärker Zweifel an der Wirksamkeit der Regelung laut.

13.15 Uhr: Polizei hebt Kinderporno-Ring in Italien aus – Priester festgenommen

Italienische Ermittler sind in einem landesweiten Einsatz gegen ein Kinderpornografie-Netzwerk vorgegangen. In der süditalienischen Regionen Kampanien nahmen die Polizisten einen Priester und in Apulien einen 37 Jahre alten Informatiker fest, wie die Polizei mitteilte. Im norditalienischen Piemont hätten sie außerdem den Gründer des Kanals für die Zahlungsabwicklung festgesetzt, der im Tatzeitraum noch minderjährig gewesen sei.

Insgesamt richteten sich die Ermittlungen gegen 26 Personen. Die Beamten beschlagnahmten dabei Tausende Dateien. Darunter seien Fotos, die vor allem schweren sexuellen Missbrauch gegen Säuglinge zeigten. Den Männern werden der Besitz und die Verbreitung des Materials zur Last gelegt.

13.11 Uhr: Karnevals-Scherz geht schief: Feuerwehr muss Handschellen öffnen

Ein missglückter Karnevals-Scherz in Engelskirchen in Nordrhein-Westfalen hat Polizei und Feuerwehr auf den Plan gerufen: Die Einsatzkräfte mussten einen Mann am Donnerstagabend von Handschellen befreien, die er sich in einer Kneipe vom Sicherheitsdienst ausgeliehen hatten.

Wie ein Feuerwehrsprecher sagte, war der Mann offenbar von seiner Partnerin vorne an den Händen gefesselt worden. Allerdings hatte der Security-Mann gar keine Schlüssel dabei. Die Polizei rückte an, konnte aber auch nicht helfen. Also sei man mit dem Pärchen zur Feuerwehr ins nahe Gummersbach gefahren. Dort schützte die Feuerwehr die Hände des Mannes mit einem kleinen Blech und legte dann eine Eisensäge an, bis er befreit war. Der "Kölner Stadt-Anzeiger" hatte zuvor über das Malheur berichtet.

13.04 Uhr: Südkorea meldet Rekordhoch bei Corona-Intensivpatienten

Südkorea kämpft mit einer steigenden Zahl von schwer erkrankten Covid-19-Patienten. Am Donnerstag erreichte die Zahl der Intensivpatienten 475, teilten die Gesundheitsbehörden am Freitag mit. Die Tageszahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen, die sich in einem kritischen Zustand befinden, kletterte demnach auf Rekordhöhe.

Das ostasiatische Land hatte zuletzt seine Corona-Beschränkungen wieder gelockert. Jetzt warnten die Behörden davor, dass es bei weiter steigenden Zahlen der Schwererkrankten schwierig sein könnte, wie geplant im Dezember die nächste Stufe der "allmählichen Rückkehr zur Normalität" umzusetzen.

Der Anstieg von ernsten Fällen erfolge zu einem Zeitpunkt, da die täglich erfassten Infektionen wieder über 2000 gestiegen seien, zitierte die nationale Nachrichtenagentur Yonhap Gesundheitsminister Kwon Deok Cheol. Den Angaben der Behörden zufolge handelte es sich in den vergangenen zwei Wochen bei etwa der Hälfte der Neuinfektionen um Personen, die sich trotz Impfung mit Sars-CoV-2 angesteckt haben.

12.46 Uhr: Österreichs Kanzler kündigt bundesweiten Lockdown für Ungeimpfte an

In Österreich soll im Kampf gegen die Corona-Pandemie ein Lockdown für Ungeimpfte eingeführt werden. Die entsprechenden Entscheidungen würden am Sonntag gefällt, kündigte Kanzler Alexander Schallenberg angesichts stark steigender Infektionszahlen an.

12.45 Uhr: Stollenfest Dresden abgesagt

Das Dresdner Stollenfest fällt auch in diesem Jahr aus. Die pandemische Lage mache eine Absage des Festes "zwingend erforderlich und unumgänglich", erklärte der Vorsitzende des Schutzverbandes Dresdner Stollen e.V., Andreas Wippler. Das Stollenfest hätte am 4. Dezember veranstaltet werden sollen. Dabei wird normalerweise ein Riesenstollen gebacken und für einen guten Zweck verkauft. Schon 2020 war das Fest wegen der Corona-Pandemie ausgefallen.

12.40 Uhr: Täglich mehr als 100 Migranten über Belarus nach Deutschland

Über Belarus und Polen kommen weiter pro Tag im Schnitt weit mehr als 100 Migranten unerlaubt nach Deutschland. Seit Monatsbeginn wurden bis einschließlich 11. November 1488 unerlaubte Einreisen mit Bezug auf Belarus registriert, vor allem entlang der deutsch-polnischen Grenze, wie die Bundespolizei mitteilte. Seit Jahresbeginn waren es 9329. Eine Entspannung der Lage zeichne sich nicht ab.

Seit dem Sommer kommen über Belarus vor allem Iraker, aber auch Syrer, Afghanen und andere Migranten. Die Europäische Union wirft dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko vor, die Menschen gezielt Richtung Polen, Litauen und Lettland zu schleusen. Die drei Länder haben die Grenzsicherung stark ausgebaut. An der polnischen Grenze zu Belarus sind Tausende Menschen gestrandet und hoffen auf Einreise in die EU.

12.33 Uhr: Mindestens 15 Verletzte bei Explosion in Moschee in Afghanistan

Bei einer Explosion in einer Moschee im Osten Afghanistans sind nach offiziellen Angaben mindestens 15 Menschen verletzt worden. Ein Sprecher der regierenden Taliban teilte mit, dass sich die Explosion während des Freitagsgebets in der Moschee Spin Ghar in der Provinz Nangarhar ereignet habe. Im Kurznachrichtendienst Twitter verbreitete Meldungen über Tote wurden zunächst nicht bestätigt. Einer der Stammesälteren teilte mit, die Bombe sei in der Gebetsnische (Mihrab) der Moschee versteckt worden. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag.

12.30 Uhr: Lufthansa zahlt stille Einlagen an deutschen Staat zurück

Die Lufthansa hat die stillen Einlagen des deutschen Staats vollständig zurückgezahlt. Das teilte das Unternehmen in Frankfurt mit. Es bleibt noch eine direkte Aktienbeteiligung des staatlichen Wirtschaftsstabilisierungsfonds von 14 Prozent des Grundkapitals. Die Rückzahlung aller in der Corona-Krise gezahlten Staatshilfen gilt als Voraussetzung für weitere Fusionen und Übernahmen unter Europas Fluggesellschaften. Denn so lange die Unternehmen der Branche staatlich gestützt werden, sind ihnen Zusammenschlüsse untersagt. Lufthansa hat auch Hilfen von Österreich, der Schweiz und Belgien erhalten.

12.25 Uhr: Frankreichs Polizei fahndet nach Austern-Dieben – drei Tonnen Beute

Drei Tonnen Austern sind einem Züchter an der Westküste Frankreichs auf der Insel Îl de Ré gestohlen worden. Die Täter hätten ihre Beute mit einem Traktor oder Boot von der Zuchtanlage weggeschafft, teilt die Staatsanwaltschaft mit, wie der Sender France Info berichtete. Der betroffene Züchter beklagte einen Verlust im Wert von 20 000 Euro. Die Austern waren für den Verkauf zu Weihnachten und zum Jahreswechsel bestimmt, wo es eine große Nachfrage nach der Delikatesse gibt.

12.22 Uhr: Mordgeständnis bei "Wahrheit oder Pflicht": Mindestens 15 Jahre Haft

Ein junger Mann, der bei einer Partie "Wahrheit oder Pflicht" den Mord an seiner 94-jährigen Stief-Großmutter gestanden hat, muss in England lange ins Gefängnis. Ein Gericht in der Stadt Preston verurteilte den 21-Jährigen zu lebenslanger Haft. Er müsse mindestens 15 Jahre hinter Gittern verbringen, entschied das Gericht.

Der junge Mann war kurz nach der Tat im Mai 2018 von zwei Freunden bei "Wahrheit oder Pflicht" nach seinem "dunkelsten Geheimnis" gefragt worden. "Ich glaube, ich habe jemanden getötet", sagte er und erzählte auf Nachfrage, er habe die Vorhänge in Brand gesetzt, weil er gewollt habe, dass seine an Demenz erkrankte Stief-Großmutter nicht mehr leide. Doch die Freunde glaubten ihm nicht, sondern hielten die Geschichte für einen schlechten Witz. Erst als der Mann fast ein Jahr später sein Geständnis in einer Therapiestunde wiederholte, wurde der Fall wieder aufgerollt.

12.15 Uhr: Furcht vor Corona-Infektion in Deutschland im Jahresvergleich stark rückläufig

Die Menschen in Deutschland haben sich zuletzt deutlich weniger vor Corona gefürchtet als noch vor einem Jahr. Das geht aus einer Umfrage der Krankenkasse DAK hervor, die in Hamburg veröffentlicht wurde. Demnach hatten im Befragungszeitraum im Oktober 20 Prozent Angst vor einer Coronainfektion. Bei einer identischen Vorläuferumfrage vor einem Jahr waren es 37 Prozent gewesen.

Unter den 14- bis 29-Jährigen war die Sorge vor einer möglichen Ansteckung aktuell mit 30 Prozent allerdings deutlich höher als im Durchschnitt der Bevölkerung. Die Befragungen liefen laut DAK zwischen dem 4. und dem 25. Oktober, endeten also vor etwa zweieinhalb Wochen. Seitdem verschlechterte sich die Infektionslage massiv.

12.05 Uhr: Pinguin aus der Antarktis schwimmt 3000 Kilometer nach Neuseeland

Ein Pinguin aus der Antarktis hat eine rund 3000 Kilometer lange Reise nach Neuseeland unternommen. Das Tier, ein Adéliepinguin (Pygoscelis adeliae), wurde an einem Strand der Halbinsel Banks Peninsula nahe Christchurch auf der Südinsel von einem Anwohner gesichtet, wie das neuseeländische Portal "Stuff" berichtete. Nach Daten der neuseeländischen Vogel-Enzyklopädie New Zealand Birds Online war dies erst das dritte Mal seit Beginn der Aufzeichnungen, dass ein Adéliepinguin von der Antarktis Neuseeland erreichte. Warum der flugunfähige Seevogel so weit schwamm, war zunächst nicht klar. Laut der Enzyklopädie kommen Adéliepinguine im Rossmeer zahlreich vor, finden aber selten den Weg nach Neuseeland.

11.56 Uhr: Ampel diskutiert auch über Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen

Die Ampel-Parteien SPD, Grüne und FDP diskutieren auch über eine mögliche Corona-Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen – die Meinungen gehen dabei aber auseinander. Wahrscheinlich werde man in den kommenden Wochen eine berufsgruppenspezifische Impfpflicht einführen müssen, sagte der Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen in Berlin. Wer für andere Menschen Verantwortung trage, habe in dieser wichtigen Phase der Pandemie nicht nur eine Entscheidung über seine eigene Gesundheit zu treffen. Er nannte etwa Pflegekräfte, Ärzte, Reinigungs- und Küchenpersonal in Kliniken oder Pflegeeinrichtungen.

11.47 Uhr: Kein Geld in der Kasse: Asia-Imbiss will für Räuber kochen

Angestellte in einem Asia-Imbiss in Lengerich (Nordrhein-Westfalen) haben zwei bewaffneten Räubern angeboten, für sie zu kochen - weil sie kein Geld mehr in der Kasse hatten. Wie die Polizei mitteilte, wurde das Angebot von den maskierten Tätern ausgeschlagen. Sie flüchteten ohne Essen und Beute.

Laut den Ermittlern hatten die offenbar jungen Täter (17 bis 18 Jahre alt) den Imbiss gegen 22.00 Uhr mit einem Messer betreten und Bargeld gefordert. "Die beiden Angestellten verwiesen auf die bereits geleerte Kasse, boten allerdings an, ein Gericht nach Wahl der Täter zu kochen", so die Polizei. Sie sucht nun nach Zeugen.

11.19 Uhr: Kreml sagt trotz belarussischer Drohung weiterhin Gaslieferungen nach Europa zu

Russland hat entgegen der belarussischen Drohungen versprochen, seine Gaslieferungen nach Europa nicht zu stoppen. Russland "ist und bleibt ein Land, das alle seine Verpflichtungen zur Lieferung von Gas an die europäischen Verbraucher erfüllt", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Minsk hatte zuvor im Flüchtlingsstreit mit der EU gedroht, die Lieferungen von russischem Gas nach Europa über die durch Belarus verlaufende Jamal-Europa-Pipeline zu unterbrechen.

"Wenn sie neue Sanktionen gegen uns verhängen, müssen wir reagieren", hatte der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko am Donnerstag laut der staatlichen Nachrichtenagentur Belta gesagt. "Und was, wenn wir die Gaslieferungen unterbrechen?" Brüssel hatte zuvor für kommende Woche neue Sanktionen gegen Belarus angekündigt. Peskow erklärte, Lukaschenko habe seine Äußerungen nicht mit Moskau abgestimmt.

11.18 Uhr: Taliban melden Tote und Verletzte bei Explosion in afghanischer Moschee

Bei einer Explosion in einer Moschee in der afghanischen Unruheprovinz Nangarhar hat es nach Angaben der Taliban Tote und Verletzte gegeben. Die Explosion habe sich in einer Moschee im Bezirk Spin Ghar ereignet, sagte ein Vertreter der radikalislamischen Taliban am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. Die Detonation erfolgte demnach während des Freitagsgebets.

Seit der Machtübernahme der Taliban im August hat es in Afghanistan eine Reihe von Anschlägen gegeben. Erst Anfang November waren bei einem Angriff auf ein Militärkrankenhaus in der Hauptstadt Kabul mindestens 19 Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt worden. Zu der Tat bekannte sich der afghanische Ableger der Dschihadisten-Miliz Islamischer Staat (IS-K). Die Gruppe rivalisiert mit den neuen Machthabern und reklamierte zuletzt mehrere Angriffe für sich.

11.11 Uhr: Österreich ab Sonntag wieder Corona-Hochrisikogebiet

Österreich ist ab Sonntag wieder Corona-Hochrisikogebiet. Das sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in Berlin. Die Einstufung bedeutet, dass Menschen bei ihrer Rückkehr nach Deutschland in Quarantäne müssen, wenn sie nicht geimpft oder genesen sind.

10.54 Uhr: Mann am Bahnhof in Kamen von ICE erfasst

Ein 41-Jähriger ist in Kamen von einem ICE erfasst und schwer verletzt worden. Der Mann habe offenbar nachschauen wollen, wann der Zug komme und sei trotz eingeleiteter Schnellbremsung des ICE-Führers erfasst worden, berichtete die Polizei. Der Mann habe schwere Verletzungen am Kopf sowie an der Wirbelsäule erlitten. Er werde in einer Klinik behandelt, schwebe aber nicht in Lebensgefahr. Der Triebfahrzeugführer habe bei dem Vorfall vom Donnerstag am Bahnhof Kamen-Methler auch noch einen Warnpfiff abgegeben. Eine 35-jährige Zugbegleiterin erlitt einen Schock und kam ebenfalls ins Krankenhaus.

10.46 Uhr: Türkei verbietet Reisen von Syrern, Irakern und Jemeniten nach Belarus

Die Türkei verbietet Staatsangehörigen aus Syrien, dem Irak und dem Jemen Abflüge von türkischen Flughäfen nach Belarus. Das teilte die türkische Luftfahrtbehörde am Freitag mit. Die EU hatte zuvor eine Verschärfung von Sanktionen angekündigt, die sich unter anderem gegen Fluggesellschaften richten sollen, die Belarus bei der Schleusung von Flüchtlingen Richtung EU unterstützen.

10.30 Uhr: 70 Prozent der Bevölkerung laut RKI mindestens einmal gegen Corona geimpft

Mindestens 70 Prozent der Bevölkerung in Deutschland haben mindestens eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Das sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts von 9.08 Uhr rund 58,2 Millionen Menschen. Vollständig geimpft sind inzwischen mindestens 67,4 Prozent (56,1 Millionen Menschen).

Am Donnerstag wurden nach RKI-Angaben 379.000 Menschen geimpft. 252.000 Dosen wurden als Auffrischungsimpfungen verabreicht. Die sogenannte Booster-Impfung haben mittlerweile rund 3,6 Millionen Menschen bekommen.

Das RKI nimmt allerdings an, dass unter Erwachsenen vermutlich mehr Menschen geimpft sind, als die Daten nahelegen: Eine hundertprozentige Erfassung der Impfungen könne durch das Meldesystem nicht erreicht werden, heißt es auf der Impfübersicht des RKI.

10.08 Uhr: Rekordschneefälle im Nordosten Chinas: ein Toter

Rekordschneefälle haben den Nordosten Chinas heimgesucht und Transportverbindungen unterbrochen. Ein Mensch kam unter nicht näher genannten Umständen ums Leben. In Tongliao in der Inneren Mongolei schneite es 46 Stunden in Folge - so lange wie seit 1951 nicht, wie das Staatsfernsehen berichtete. Straßen waren blockiert, Flughäfen und Schulen wurden geschlossen.

Einige Städte in der Inneren Mongolei und der Nachbarprovinz Liaoning erlebten mehr als einen halben Meter Schnee. Für die Räumarbeiten mobilisierten die Behörden auch paramilitärische Polizeikräfte. Nur langsam konnten Verkehrswege wieder frei gemacht werden.

9.49 Uhr: Siebenjähriger in Büren unter Steinkreuz eingeklemmt – tot

Im nordrhein-westfälischen Büren ist ein Siebenjähriger von einem abbrechenden Gedenkkreuz aus Stein erschlagen worden. Wie die Polizei in Paderborn mitteilte, ereignete sich das Unglück am Donnerstagnachmittag, während der Junge mit einem etwa gleichaltrigen Begleiter an dem Gedenkkreuz spielte. Wie genau es zum Unglück kam, war demnach noch unklar.

Nach Angaben der Beamten war das 90 Zentimeter hohe Sandsteinkreuz von seinem Betonsockel abgebrochen und auf das Kind gestürzt. Der andere Junge verständigte danach sofort seine Eltern, die sich in unmittelbarer Nähe aufhielten. Diese wählten den Notruf. Trotz der Wiederbelebungsmaßnamen durch Notärzte und Sanitäter starb der Siebenjährige aber an seinen schweren Verletzungen. Nun ermittelt die Polizei den Hergang. Auch das Steinkreuz wurde beschlagnahmt.

9.24 Uhr: Unwetter auf Sizilien: Schulen in Catania vorsorglich geschlossen

Wegen anhaltender Unwetter auf der italienischen Insel Sizilien sind am Freitag im Osten der Insel vorsichtshalber die Schulen geschlossen geblieben. Der Bürgermeister der Stadt Catania am Fuße des Vulkans Ätna ordnete dies an, wie es in einer Mitteilung der Stadt am Donnerstagabend hieß. Der italienische Zivilschutz gab für Teile des Ostens die zweithöchste Wetterwarnstufe aus. Die Meteorologen erwarteten am Freitag örtlich kräftige Schauer.

In den vergangenen Tagen hatten bereits Unwetter im Westen der Insel gewütet. Die Feuerwehr rückte nach eigenen Angaben Hunderte Male aus. Betroffen waren unter anderem die Provinzen um Palermo, Agrigent, und Trapani, aber auch Catania im Osten. Mit schwerem Gerät befreiten die Einsatzkräfte Straßen von Schlamm, wie ein am Freitag veröffentlichtes Video der Feuerwehr zeigte. In Sciacca, nordwestlich von Agrigent, gab eine Straße vor einem mehrstöckigen Wohnhaus nach und riss einige Autos mit in die Tiefe, wie auf einem Foto der Feuerwehr vom Donnerstag zu sehen war.

9.06 Uhr: Dänemark führt erste Corona-Beschränkungen wieder ein

Nach zwei Monaten ohne jegliche Beschränkungen im Land gelten in Dänemark wieder vereinzelte Corona-Maßnahmen. Seit Freitag muss man unter anderem bei größeren Veranstaltungen wie Konzerten und Messen sowie im Restaurant, in der Kneipe oder in der Diskothek wieder seinen Corona-Pass vorzeigen. Damit kann man im nördlichsten deutschen Nachbarland vorweisen, dass man geimpft, genesen oder negativ auf das Coronavirus getestet worden ist.

Dänemark hatte angesichts hoher Impf- und niedriger Infektionszahlen am 10. September alle im Land verbliebenen Corona-Beschränkungen aufgehoben. In den vergangenen Wochen ist die Zahl der Neuinfektionen jedoch stark angestiegen, zulezt gab es die höchsten Tageswerte des gesamten Jahres. Aus diesem Grund wurde in dieser Woche beschlossen, Covid-19 für zunächst einen Monat wieder als "gesellschaftskritische Krankheit" zu bezeichnen. Das ist notwendig, damit die Regierung ohne vollständige Parlamentszustimmung Beschränkungen wie das Vorzeigen des Corona-Passes beschließen kann.

8.31 Uhr: Rekordzahl von Migranten überquert Ärmelkanal nach Großbritannien

So viele Migranten wie noch nie an einem Tag haben illegal den Ärmelkanal von Frankreich nach Großbritannien überquert. Britische Medien berichteten, dass am Donnerstag etwa 1000 Menschen vom Festland übergesetzt hätten. Ein Sprecher des britischen Innenministeriums nannte die Zahl "inakzeptabel". Fotos zeigten, wie Menschen, darunter Frauen und kleine Kinder, in voll gepackten Schlauchbooten, die die britische Küste bei Dover erreichten. Bisher haben Schätzungen zufolge in diesem Jahr bereits etwa 23 000 Migranten auf diesem Weg das Land erreicht – schon jetzt mehr als doppelt so viele wie im Gesamtjahr 2020.

Damit wächst auch der Druck auf die britische Innenministerin Priti Patel. Die konservative Politikerin hatte mehrmals angekündigt, illegale Migration zu unterbinden. Die BBC zitierte eine Quelle in der Regierung, die Frankreich vorwarf, die Kontrolle über die Situation an seiner Küste zu verlieren. Dort warten zahlreiche Menschen auf eine Möglichkeit, nach Großbritannien zu fahren. London unterstützt die französischen Kontrollen mit umgerechnet rund 63 Millionen Pfund.

8.00 Uhr: Niederlanden droht laut Medien neuer Lockdown

Die Niederlande steuern angesichts schnell steigender Infektions- und Patientenzahlen auf einen neuen Teil-Lockdown zu. Das berichten niederländische Medien unter Berufung auf Regierungskreise. So solle ab Samstag ein eingeschränkter Shutdown von drei Wochen beginnen, Gaststätten und die meisten Geschäfte müssten dann um 19 Uhr schließen.

Die geschäftsführende Regierung will im Laufe des Freitags über die neuen Maßnahmen entscheiden. Für den Abend ist eine Pressekonferenz angekündigt. Seit dem Vortag berät die Regierung im Catshuis, dem Amtssitz von Premier Mark Rutte. Auch über die Einführung der 2G-Regel für Gaststätten und Kultur und Sport soll entschieden werden.

7.56 Uhr: SPD-Generalsekretär: Regierung steht bis Nikolaus

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil rechnet damit, dass die neue Ampel-Regierung Anfang Dezember ihre Arbeit aufnehmen kann. Er sei total optimistisch, dass der Koalitionsvertrag mit Grünen und FDP von der SPD am 4. Dezember abgesegnet werde und Olaf Scholz in der Woche nach Nikolaus zum Kanzler gewählt werde, sagte Klingbeil dem Bayerischen Rundfunk (BR24) in einem nterview der Woche. Es brauche jetzt schnell eine handlungsfähige Regierung.

Zuvor hatte auch FDP-Chef Christian Lindner deutlich gemacht, dass er am vereinbarten Zeitplan zur Bildung einer Ampel-Koalition festhält. "Die FDP kann ihren Beitrag zur rechtzeitigen Klärung aller strittigen Punkte leisten", sagte er der "Welt" (Online Donnerstag/Print Freitag). Die Grünen hatten den pünktlichen Abschluss der Verhandlungen kürzlich infrage gestellt und sich unzufrieden mit den Fortschritten vor allem beim Thema Klimaschutz gezeigt.

7.41 Uhr: US-Journalist in Myanmar zu elf Jahren Haft verurteilt

Ein in Myanmar festgenommener amerikanischer Journalist ist von einem Militärgericht zu elf Jahren Haft verurteilt worden. Bei dem Urteil vom Freitag geht es um drei Anklagepunkte, darunter Anstiftung zum Aufruhr, wie der Arbeitgeber des verurteilten Danny Fenster mitteilte. Vor wenigen Tagen hatte die Justiz in dem Krisenland Anklage in zwei weiteren Punkten – Terrorismus und Aufruhr – gegen den 37-Jährigen erhoben. Dafür droht ihm laut seines Anwalts eine lebenslange Haftstrafe. Die Militärjunta in Myanmar geht seit dem Putsch von Anfang Februar hart gegen alle kritischen Stimmen vor.

Der seit fünfeinhalb Monaten inhaftierte Fenster, ein leitender Redakteur des englischsprachigen Magazins "Frontier Myanmar", war Ende Mai unmittelbar vor dem Abflug in die USA am Flughafen von Yangon festgenommen worden. Er sitzt seither in dem für seine Foltermethoden berüchtigten Insein-Gefängnis. "Jeder bei Frontier Myanmar ist enttäuscht und frustriert über diese Entscheidung", teilte Fensters Chef Thomas Kean mit. "Wir möchten nur, dass Danny so schnell wie möglich freigelassen wird, damit er nach Hause zu seiner Familie fliegen kann."

6.53: Mehr als 100 Anzeigen rund um Karnevalsauftakt in Köln

In Köln hat es zu Beginn der Karnevalssession rund 110 Strafanzeigen gegeben. "Wir hatten alles dabei - Körperverletzung, Taschendiebstähle, Sachbeschädigung, Widerstand", sagte ein Polizeisprecher. Vereinzelt sei es auch um "Sexualdelikte im niedrigschwelligen Bereich" gegangen. 32 Personen wurden nach vorläufiger Bilanz in Polizeigewahrsam genommen – überwiegend habe es sich um Betrunkene gehandelt. Drei Personen habe man vorläufig festgenommen, berichtete der Sprecher. Die Zahlen seien im Vergleich zu anderen Jahren nicht auffällig. Die Polizei war mit rund 1000 Kräften im Einsatz.

In den Partyzonen in der Kölner Altstadt und in der Zülpicher Straße galt wegen der Corona-Pandemie 2G: Nur Geimpfte und Genesene hatten Zutritt. Am späteren Donnerstagabend habe sich mit Ende des Bühnenprogramms der Schwerpunkt lokal dann etwas verlagert. "Es war eine insgesamt ruhige Nacht", betonte der Polizeisprecher.

6.18 Uhr: Schärfere Regeln erhöhen Impfbereitschaft in Österreich deutlich

Die deutliche Verschärfung der Regeln für Ungeimpfte hat in Österreich die Zahl der Corona-Impfungen spürbar nach oben klettern lassen. In den ersten zehn Tagen nach Einführung der 3G-Regel am Arbeitsplatz wurden insgesamt mehr als 420.000 Impfungen verzeichnet, wie aus Zahlen der Ministerien hervorgeht. In den zehn Tagen davor waren es rund 157.000. Seit 8. November gilt obendrein eine 2G-Regel, die Ungeimpfte aus weiten Teilen des öffentlichen Lebens ausschließt.

Ein Großteil der Impfungen (235.000) entfiel seit 1. November auf Auffrischungsimpfungen. Zum ersten Mal ließen sich 123.000 Menschen gegen das Coronavirus durch die Injektion schützen. Eine zweite Dosis holten sich den Zahlen zufolge 64.000 Bürger. Die Impfquote liegt in Österreich bei aktuell etwa 65 Prozent der Gesamtbevölkerung, das ist etwas schlechter als der deutsche Wert.

5.15 Uhr: Viele Menschen sind laut Experte pandemiemüde

Die enorme Zunahme der Corona-Infektionszahlen ist nach Einschätzung des Rostocker Infektiologen Emil Reisinger auch auf eine zunehmende Pandemie-Müdigkeit der Menschen zurückzuführen. "Die AHA-Regeln und das Tragen von Schutzmasken werden trotz der akuten Bedrohung immer weniger beachtet", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Dabei sei bekannt, dass als wichtigster Schutz vor einer Infektion nach dem Impfen gleich das Tragen von Masken komme.

Deshalb grassiere das Virus besonders unter den Ungeimpften. Betroffen seien auch Menschen, bei denen die Impfung nicht im nötigen Maße angeschlagen habe. Die Wissenschaft gehe von bis zu zehn Prozent sogenannter Impfversager aus, erklärte der Mediziner. Diese Menschen bildeten zu wenige Antikörper. Allerdings sei zu beobachten, dass bei vielen von ihnen ein dritter Piks, die sogenannte Booster-Impfung, zu einer deutlichen Erhöhung der Antikörper führe.

4.30 Uhr: Haseloff sieht bei Corona "gravierenden Fehler" der Ampel-Parteien

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff hat scharfe Kritik an den geplanten Corona-Maßnahmen der Ampel-Parteien im Bund geübt. "Ich halte die Entscheidung, die pandemische Notlage von nationaler Tragweite zu beenden, für einen gravierenden politischen Fehler", sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Magdeburg. "Das ist auch in der Sache eine Fehlentscheidung." Die pandemische Lage nationaler Tragweite müsse verlängert werden.

Die potenziellen Regierungspartner SPD, Grüne und FDP wollen den Sonderstatus am 25. November auslaufen lassen. Die bisherige Rechtsbasis für Corona-Beschränkungen soll durch ein neues Infektionsschutzgesetz ersetzt werden, das einen kleineren Katalog möglicher Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie rechtlich absichern soll.

4.29 Uhr: Kubas Opposition hält trotz Verbots an Protesten fest

Die kubanische Opposition hält trotz des Verbots der Behörden an den für Montag geplanten landesweiten Protesten gegen die Regierung fest. Der Hauptorganisator der Proteste, Yunior García, kündigte an, er werde bereits am Sonntag alleine auf einer zentralen Straße in Havanna demonstrieren. Er wolle für alle Bürger auf die Straße gehen, "denen das Demonstrationsrecht für den 15. November entzogen wurde", erklärte der Oppositionelle am Donnerstag auf Twitter. 

García begründete seine Entscheidung mit der drohenden Gewalt durch Sicherheitskräfte bei den geplanten Demonstrationen am Montag. Die oppositionelle Gruppe Archipiélago unterstützte die Protestaktion des 39-Jährigen, betonte aber zugleich, dass sie ihren Aufruf zu Protesten in Havanna und anderen Städten des Landes aufrechterhalte.

4.12 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz bei 263,7 – Höchster Wert seit Pandemie-Beginn

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut angestiegen und hat den fünften Tag in Folge einen Höchstwert erreicht. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 263,7 an. Bereits seit Montag hatte es Rekorde bei den tagesaktuell vom RKI berichteten Inzidenzen gegeben. Am Donnerstag lag der Wert bei 249,1. Vor einer Woche hatte der Wert bei 169,9 (Vormonat: 65,8) gelegen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 48.640 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 3.40 Uhr wiedergeben. Dies ist der zweithöchste seit Beginn der Pandemie erreichte Wert. Einen Rekordwert hatte die Zahl der Neuinfektionen am Vortag mit 50.196 erreicht. Vor genau einer Woche hatte der Wert bei 37.120 Ansteckungen gelegen.

4.05 Uhr: US-Gericht prüft Ende der Vormundschaft über Popsängerin Britney Spears

Ein Gericht in Los Angeles befasst sich am Freitag mit einer möglichen Aufhebung der Vormundschaft über US-Popstar Britney Spears. Das Gericht in der kalifornischen Millionenmetropole hatte Ende September dem Vater der 39-jährigen Sängerin die Vormundschaft entzogen und einen vorübergehenden Vormund eingesetzt. Nun könnte nach 13 Jahren die gesamte Vormundschaft beendet werden.

Die Sängerin von Hits wie "Baby One More Time" und "Toxic" war 2008 wegen psychischer Probleme vorübergehend in eine Klinik zwangseingewiesen und entmündigt worden. Ihr Vater Jamie Spears übernahm daraufhin die Vormundschaft über seine Tochter und damit neben der Verwaltung ihrer persönlichen Belange auch die Kontrolle über ihr Vermögen. Kritiker warfen dem Vater vor, seine Tochter auszubeuten. Fans forderten unter dem Motto "Free Britney" (Befreit Britney) ein Ende der Vormundschaft.

3.30 Uhr: Patientenschützer lehnen Impfpflicht für Pflegekräfte ab

Patientenschützer warnen mit Nachdruck vor den Folgen einer Impfpflicht für Pflegekräfte. "Schon jetzt ist es schwer, eine gute Pflege zu organisieren", sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der Deutschen Presse-Agentur. Falls ungeimpfte Mitarbeiter kündigten oder entlassen werden müssten, würde das die ohnehin angespannte Lage dramatisch verschärfen. "Schon heute schlägt die Pandemie am stärksten nicht in den Krankenhäusern zu, sondern in der Altenpflege", sagte Brysch.

Brysch verwies auf Zahlen aus Großbritannien, wo seit Donnerstag eine Impfpflicht für Beschäftigte in Pflegeheimen gilt. Ungeimpfte dürfen nicht mehr in Kontakt mit zu Pflegenden kommen, ihnen droht deshalb die Entlassung. Nach Angaben des Gesundheitsdiensts NHS beträgt die Impfquote zwar rund 90 Prozent. Das bedeute aber, dass mit Stand 7. November mehr als 56.000 Pflegekräfte nicht vollständig geimpft waren.

2.53 Uhr: Raumkapsel mit deutschem Astronauten Maurer hat die ISS erreicht

Einen Tag nach dem Start im US-Bundesstaat Florida hat das Raumschiff mit dem deutschen Astronauten Matthias Maurer und drei US-Astronauten am Freitagmorgen die Internationale Raumstation ISS erreicht. Nach einem rund 22-stündigen Flug dockte die Kapsel "Crew Dragon" des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX gegen 1.10 Uhr MEZ an die ISS an. 

Der 51-jährige Maurer ist nach Alexander Gerst der zweite Deutsche im Astronautenkorps der Europäischen Weltraumagentur ESA und der erste deutsche Astronaut, der an Bord einer SpaceX-Raumkapsel zur ISS flog. Insgesamt ist er der zwölfte Deutsche im All.

News von heute: Frankreich verschärft Einreiseregeln für Ungeimpfte aus Deutschland

2.00 Uhr: Intensivmediziner befürchten Überlastung durch Covid-Kranke

Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) warnt vor einer Überlastung der Intensivstationen durch Covid-19-Patienten. "Wenn sich diese Dynamik fortsetzt, können wir sehr bald nur noch Notfall- und Covid-Patienten behandeln. Das müssen wir dringend verhindern", sagte Divi-Präsident Gernot Marx dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

0.01 Uhr: Bericht: Ampel-Parteien wollen mehr Ostdeutsche in Top-Jobs

Ostdeutsche sollen nach dem Willen der Ampel-Parteien SPD, Grüne und FDP verstärkt in Führungspositionen gelangen können. Das geht nach einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND/Freitag) aus dem Abschlusspapier der Arbeitsgruppe Gleichwertige Lebensverhältnisse hervor. Darin heißt es demnach: "Wir verbessern die Repräsentation Ostdeutscher in Führungspositionen und Entscheidungsgremien in allen Bereichen. Für die Ebene des Bundes legen wir bis Ende 2022 ein Konzept zur Umsetzung vor."

Auch sollten neue und zu erweiternde Bundes- und Forschungseinrichtungen bevorzugt in den ostdeutschen Bundesländern und strukturschwachen Regionen angesiedelt werden, "bis ein dem Bevölkerungsanteil entsprechender Stand erreicht ist". Hierzu soll bis Mitte 2022 ein Konzept präsentiert werden. Studien zufolge sind Ostdeutsche in Führungspositionen bundesweit unterrepräsentiert.

Er fordert sofort deutliche Verbesserungen für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auf den Intensivstationen. "Die Teams, allen voran die Pflegekräfte, brauchen endlich ernsthafte Unterstützung", sagte Marx. "Zum Beispiel: Nacht- und Wochenendarbeit sind ab sofort steuerfrei. Wir brauchen Verbesserungen, die jetzt und sofort spürbar sind."

tkr DPA AFP

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