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News von heute Fünf tote Kinder in Solingen: Haftbefehl gegen Mutter, erste Hinweise auf Todesursache

Sehen Sie im Video: Einen Tag nach dem Tod von fünf Kindern in Solingen sagen Ermittler, was sie bisher wissen.


Hinweis: Dieser Beitrag wird Ihnen ohne Sprechertext gesendet. O-TON HERIBERT KAUNE-GEBHARDT, STAATSANWALTSCHAFT WUPPERTAL "Es war wirklich jetzt so, im Rausgehen, hinten haben wir die Nachricht erhalten, dass der beantragte Haftbefehl soeben erlassen worden ist. Es besteht also jetzt Untersuchungshaft gegen die Beschuldigte, die jetzt auch entsprechend dem Justizvollzug überführt werden konnte." ROBERT GERECI, EINSATZLEITER "Dabei handelt es sich um die Mädchen Melina, Leonie und Sophie im Alter von einem, zwei und drei Jahren, sowie um zwei Jungen, nämlich Thimo und Luca im Alter von sechs und acht Jahren. Einzig tatverdächtig ist derzeit die 27jährige Mutter der Kinder." O-TON MARCEL MAIERHOFER, LEITER MORDKOMMISSION "Unter einem Vorwand, nämlich ein Todesfall in der Familie, hat sie den Marcel vorzeitig aus dem Unterricht geholt und hat sich dann mit ihm getroffen. Gemeinsam sind sie dann in einem Zug Richtung Düsseldorf gefahren. Sie hat dann, sie wollten ihn zur Großmutter nach Mönchengladbach bringen bzw. hat ihn dann alleine weiterfahren lassen. Sie selber ist am Hauptbahnhof in Düsseldorf ausgestiegen. Während der Fahrt und auch am Hauptbahnhof hat sie dann einen Whatsapp-Chat mit ihrer Mutter, also der Großmutter von Marcel geführt. Darin hat sie mehrfach geschrieben, dass es ihr sehr schlecht geht und sie nicht mehr kann. Hintergrund dieser Situation ist die Trennung mit ihrem getrenntlebenden Ehemann. Die Großmutter hat dann mehrfach versucht zu erfahren, was jetzt aktuell los ist. Sie hat sich auf die Frage nicht eingelassen, so dass die Großmutter dann angekündigt hat in diesem Chat, dass sie nun die Polizei informieren werde. Das hat die Mutter aufgenommen und hat geschrieben: Schick die Polizei in die Wohnung, die Kinder sind tot. "
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Cartoonist Uli Stein gestorben +++ Janine Wissler will Linken-Bundesvorsitzende werden +++ Suche nach möglichem Überlebenden in Beirut +++  Die News von heute im stern-Ticker.

Aktuelle Top-Meldung:

Fünf Tote Kinder in Solingen: Mutter einzige Tatverdächtige, erste Hinweise auf Todesursache 

Im Fall der fünf getöteten Kinder aus Solingen ist die 27-jährige Mutter nach Angaben der Ermittler "die einzig Tatverdächtige". Ein elfjähriger Sohn habe überlebt, sagte Einsatzleiter Robert Gereci bei einer Pressekonferenz in Solingen. Keiner der drei Väter der insgesamt sechs Kinder sei tatverdächtig.

Der Tatvorwurf gegen die Mutter laute Mord in fünf Fällen, so Staatsanwalt Heribert Kaune-Gebhardt. Ein Richter habe Haftbefehl gegen die Mutter erlassen.

Die fünf tot gefundenen Kinder sind den Ermittlern zufolge vermutlich erstickt. Es gebe auch Hinweise, dass sie sediert worden seien, sagte Staatsanwalt Kaune-Gebhardt weiter, ohne Details zu nennen. Das habe die Obduktion der Leichen ergeben.

Es habe keine Anzeichen von scharfer oder stumpfer Gewaltanwendung am Tatort geben, so Hauptkommissar Marcel Maierhofer. Nach Erkenntnissen der Ermittler sind die Kinder am Mittwoch oder Donnerstag getötet worden. Der Tatzeitpunkt liege zwischen dem Mittwochnachmittag und dem Donnerstagvormittag, sagte Maierhofer.

Vor der Tat soll es nach Ermittlerangaben keine Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung gegeben haben. Zuvor hatte die Stadt mitgeteilt, dass die Familie der fünf getöteten Kinder dem städtischen Jugendamt vor der Tat bereits bekannt war. "Der Familie wurden von der Stadt Solingen erforderliche Unterstützungen gewährt. Das Jugendamt hat zusätzlich mögliche Hilfsangebote unterbreitet", erklärte die Stadt. "Erkenntnisse zu Auffälligkeiten oder einer potentiellen Gefährdung der Kinder gab es zu keinem Zeitpunkt."

Die Beschuldigte hat die Tat wohl in einem Zustand der emotionalen Überforderung begangen. Zuvor habe sie ein Jahr von ihrem letzten Mann, dem Vater von vier ihrer Kinder, getrennt gelebt. Sie habe die Tat ihrer eigenen Mutter in einem Whatsapp-Chat gestanden und sich dann in Düsseldorf vor einen Zug geworfen. Dabei habe sie schwere, aber nicht lebensgefährliche innere Verletzungen erlitten. 

Sie haben suizidale Gedanken?

Hilfe bietet die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222 erreichbar. Auch eine Beratung über E-Mail ist möglich. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.

+++ Die Nachrichten zur Coronavirus-Pandemie lesen Sie hier +++

Die weiteren Nachrichten des Tages:

+++ 17.43 Uhr: Iran hat laut IAEA zehnmal so viel angereichertes Uran wie erlaubt +++

Der Iran hat laut der UN-Atombehörde IAEA mittlerweile die zehnfache Menge an angereichertem Uran wie laut Atomabkommen erlaubt. Das geht aus einem in Wien vorgelegten Bericht der IAEA hervor. Der Schätzung zufolge hat das von schiitischen Klerikern beherrschte Land demnach mittlerweile mehr als 2,1 Tonnen angereicherten Urans. Im Wiener Abkommen von 2015, das den Iran am Bau einer Atombombe hindern soll, hatte Teheran der Einhaltung einer Obergrenze von rund 200 Kilogramm reinen Urans zugestimmt. Nach dem Ausstieg der USA aus dem Atomdeal im Jahr 2018 erfüllt auch der Iran nicht mehr alle Auflagen des Abkommens.

Die IAEA berichtete am Freitag allerdings weiter, Teheran habe seine nach langem Streit erfolgte Zusage eingehalten und Inspekteuren Zugang zu einem der beiden angeblich geheimen Atom-Standorten gewährt. Auch die zweite Anlage soll im Laufe des Monats untersucht werden. An den beiden Standorten in Teheran und Isfahan soll der Iran nukleares Material aufbewahrt haben. Die iranische Atomorganisation bestreitet das und hatte die IAEA-Forderung nach Zugang lange abgelehnt. Die USA hatten das Verhalten Teherans als Beweis angeführt, dass dem Iran nicht zu trauen sei.

+++ 16.13 Uhr: "Das Jahr 1990 freilegen" erhält den Preis der Stiftung Buchkunst +++

Der Preis der Stiftung Buchkunst geht in diesem Jahr nach Leipzig. Das Buch "Das Jahr 1990 freilegen" des Leipziger Verlags Spector Books erhielt in Frankfurt die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung.

"Die großformatige Publikation in fadengehefteter Broschur gibt auf knapp 600 Seiten mit unterschiedlich gestalteten doppelseitigen Text-Bild-Montagen individuelle Einstiege in das umwälzende Jahr 1990", teilte die Stiftung am Freitag in Frankfurt mit. Begleitet werden die Bilder von essayistischen Texten, Sitzungsprotokollen, Briefen und Gesprächen sowie 32 Geschichten von Alexander Kluge. Der Sieger wurde von einer fünfköpfigen Jury aus zuvor nominierten 25 schönsten deutschen Büchern ausgewählt. Förderpreise von je 2000 Euro gingen an Paulina Mohr ("Die Bibel - Über Frauen"), Robert Steinmüller ("Aphelion") sowie das Leipziger Institut für Buchkunst ("OFF/ON STAGE").

+++ 16.08 Uhr: CDU-Vorsitzkandidat Merz fordert zweijährigen Baustopp für Nord Stream 2 +++

Der CDU-Politiker Friedrich Merz hat nach dem Giftanschlag auf den russischen Oppositionspolitiker Alexej Nawalny einen zweijährigen Baustopp für die Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 gefordert. Trotz "mancher Bedenken" habe er den Weiterbau der Pipeline, die kurz vor der Fertigstellung steht, bisher für richtig gehalten, zitierte die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" am Freitag aus einer Mitteilung Merz'. Es sei nun aber eine "klare und unmissverständliche Antwort notwendig".    

Merz verwies auf den "erneuten Einsatz des Nervengifts Nowitschok, dessen Herstellung völkerrechtlich auch Russland verboten ist" und den erneuten offensichtlichen Mordversuch an einem Oppositionspolitiker in Russland mit diesem Gift. Die Europäische Union (EU) solle "mit sofortiger Wirkung einen Baustopp über die nächsten zwei Jahre verfügen". Europa müsse in dieser Zeit daran arbeiten, "seine Abhängigkeit von russischem Öl und Gas schrittweise zu reduzieren". Merz ist einer von drei Bewerbern für den Vorsitz der CDU.

+++ 15.26 Uhr: Jan Fedder bekommt Erinnerungstafel am Michel - neben Helmut Schmidt +++

Große Ehre für Jan Fedder: Acht Monate nach seinem Tod bekommt der Schauspieler ("Großstadtrevier") eine Erinnerungstafel auf dem Kirchplatz des Hamburger Michels. "Jan Fedder war ein Kind des Michel. Taufe, Konfirmation, Hochzeit und seine Trauerfeier haben hier stattgefunden. Deshalb erinnern wir an ihn mit einer eigenen Michel-Tafel", sagte Hauptpastor Alexander Röder in Hamburg. Auf dem Kirchplatz liegen bereits 201 Michel-Tafeln, auf denen sich mehr als 16 000 Menschen seit 25 Jahren mit ihren Erinnerungen verewigt haben. 

Jan Fedders Tafel liegt neben der Tafel des früheren Bundeskanzlers Helmut Schmidt (1918-2015). "Jan hätte das sehr gefallen. Er war ein großer Bewunderer von Helmut Schmidt. Die beiden waren einzigartig für Hamburg", sagte seine Witwe Marion Fedder. Als Polizist Dirk Matthies hatte Jan Fedder im "Großstadtrevier" jahrzehntelang für Recht und Ordnung auf dem Kiez in Hamburg gesorgt. Er war am 30. Dezember 2019 im Alter von 64 Jahren gestorben.

+++ 14.29 Uhr: Anklage gegen Lübecker Ex-Polizeigewerkschafter wegen Geheimnisverrats erhoben +++

Wegen der Weitergabe von Dienstgeheimnissen an einen Journalisten hat die Kieler Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen Polizisten erhoben. Dem ehemaligen schleswig-holsteinischen Vizelandeschef der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) wird nach Angaben der Behörde unter anderem vorgeworfen, das Foto eines verletzten Opfers einer Sexualstraftat an den Reporter einer Regionalzeitung weitergeleitet zu haben. Insgesamt geht es um zehn Fälle der strafbaren Weitergabe dienstlicher Informationen. Der Fall des Polizeibeamten aus Lübeck hat auch eine politische Komponente. Im April trat der damalige Kieler Landesinnenminister Hans-Joachim Grote (CDU) zurück. Hintergrund war nach Darstellung von Ministerpräsident Daniel Günther (CDU), dass die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in dem Fall belegten, dass Grote ihn über seine eigenen Kontakte zu dem Journalisten die Unwahrheit sagte.

+++ 14.48 Uhr: Niederlande: Rechtspopulist Wilders schuldig, bleibt aber straffrei +++

Gut sechs Jahre nach einer heftig umstrittenen Hetz-Rede gegen Marokkaner ist der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders auch im Berufungsverfahren für Beleidigung schuldig gesprochen worden. Die Richter sahen am Freitag in Amsterdam die Schuld des Politikers als erwiesen an. Eine Strafe wurde aber nicht verhängt. Auch in erster Instanz war Wilders 2016 schuldig befunden worden, blieb aber straffrei. Das Gericht vertrat die Ansicht, dass der Politiker, der seit Jahren bedroht wird, für seine Äußerungen bereits einen hohen Preis zahlt. Die Staatsanwaltschaft hatte 5000 Euro Geldstrafe gefordert.

+++ 13.40 Uhr: BGH-Urteil: Auch enterbte Angehörige dürfen das Testament sehen +++

Auch enterbte Angehörige haben ein Recht, das Testament zu sehen. Warum sie das möchten, habe keine Rolle zu spielen, entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe. Die zuständige Aufsichtsbehörde muss demnach den Notar von seiner Verschwiegenheitspflicht entbinden, wenn der enterbte Hinterbliebene das beantragt. Eine Ablehnung sei rechtswidrig und verletze den Betroffenen in seinen Rechten, heißt es in dem Urteil. Geklagt hatte der Sohn eines 2016 gestorbenen Mannes. Der Vater hatte knapp vier Jahre vor seinem Tod mit seiner zweiten Ehefrau ein Testament aufgesetzt. Danach sollten nur die Kinder aus zweiter Ehe erben. Der Kläger, ein Sohn aus erster Ehe, erfuhr davon erst bei der Testamentseröffnung. Er will beim Notar die beglaubigte Abschrift des Testaments einsehen, die dort noch in den Akten ist. Es gebe Anzeichen dafür, dass Seiten des Originals ausgetauscht worden seien.

+++ 13.39 Uhr: CSU will großen Parteitag im Dezember auf 2021 verschieben +++

Die CSU will ihren für Dezember geplanten Präsenzparteitag wegen der unklaren Corona-Infektionslage ins kommende Jahr verschieben. "Ich glaube, dass ein großer Parteitag mit mehr als 100O Delegierten und Gästen kein gutes Signal wäre", sagte Parteichef Markus Söder der Nachrichtenagentur DPA. In Zeiten, in denen sogar über die Absage von Weihnachtsmärkten diskutiert werde, müsse die Politik als Vorbild vorangehen. "Die Botschaft heißt: keine Ausnahmen und keine Privilegien für Parteien gegenüber normalen Veranstaltungen." Es sei auch politisch klüger, den Parteitag erst im neuen Jahr zu machen, betonte Söder. "Dann gibt es auch mehr Klarheit bei den Personalentscheidungen der CDU." Die CSU habe ja zudem im September noch einen virtuellen Parteitag geplant.

+++ 13.31 Uhr: "Freedag is Plattdag" - Weil wirbt für Plattdeutsch +++

Die September-Freitage gehören in Niedersachsen den "Plattsnackern" - und die stehen bei der Aktion "Freedag is Plattdag" unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). Der versteht zwar Platt ganz gut, spricht es aber nicht, wie er selbst einräumt. "Das tut mir immer wieder leid, wenn ich Leute miteinander schnacken höre", sagte er am Freitag in einer Videobotschaft für die Aktion. "Ich kann nur diejenigen beglückwünschen, die das können und das Spracherbe pflegen." Die Organisatoren, die Landschaftsverbände und die Niedersächsische Landesschulbehörde ermunterten "alte Hasen", die die Sprache schon können, freitags so viel Platt wie möglich zu reden - auch mit Gesprächspartnern, mit denen sie sonst Hochdeutsch sprechen.

+++ 13.24 Uhr: Deutscher Tierarzt bereitet Elefanten Kaavan auf Freiheit vor +++

In der pakistanischen Hauptstadt Islamabad hat der deutsche Tierarzt Frank Göritz den bekannten Elefanten Kavaan auf Reisetauglichkeit untersucht. Wegen seiner schlechten Haltungsbedingungen geriet der Elefantenbulle einst in die Schlagzeilen, jetzt soll er in ein Schutzgebiet in Kambodscha gebracht werden. Über 32 Jahre sei der Elefant rund um die Uhr angekettet gewesen, sagte Tierarzt Amir Khalil. "Der Elefant ist ein Kämpfer. Es wartet auf ihn ein besseres Leben", so der Österreicher. Die Gefangenschaft habe zu psychischen Schäden geführt, zudem sei Kaavan übergewichtig. Im Juli hatten die Behörden angekündigt, den Elefanten in ein Schutzgebiet bringen zu lassen.

+++ 13.10 Uhr: US-Stadtratssitzung: Umbenennung von knochenlose Chicken Wings gefordert +++

Während einer Stadtratssitzung im US-Bundesstaat Nebraska hat ein Mann in einer flammenden Rede für die Umbenennung von knochenlosen Hähnchenflügeln plädiert. Es sei falsch, die frittierten Fleischstücke als knochenlose Hähnchenflügel zu bezeichnen, sagte Ander Christensen vor dem Stadtrat in Lincoln, denn dabei handle es sich um Hähnchenbruststreifen, die bereits knochenlos seien. Er schlage daher vor, die Bezeichnung "aus unseren Speisekarten und unseren Herzen zu verbannen". Man müsse Kinder beibringen, dass das Fleisch an einem Knochen wachse und von einem Huhn stamme, sagte der Mann, "und es ist köstlich". Er schlug vor, die Hähnchenstücke stattdessen in Anlehnung an die scharfe Soße "Hähnchenbruststreifen nach Buffalo-Art" zu nennen. Ein Videoauszug der Ansprache wurde 1,4 Millionen Mal aufgerufen

+++ 13.07 Uhr: Foo-Fighters-Frontmann im Drummer-Duell mit zehnjähriger Britin +++

Dave Grohl, Frontmann der US-Rockband Foo Fighters, hat sich ein virtuelles Drummer-Duell mit einer Zehnjährigen geliefert. Die junge Britin Nandi Bushell veröffentlichte auf Instagram ein Video, in dem sie mit weit aufgerissenen Augen und vollem Körpereinsatz parallel mit Grohl Schlagzeug spielt. "Es war eine Ehre, Teil des epischsten Rock Battles der Geschichte zu sein!", schrieb Bushell dazu. Auf Instagram, wo ihr mehr als 620.000 Menschen folgen, postet sie regelmäßig kurze Clips, auf denen sie sich am Schlagzeug oder der Gitarre verausgabt. Bei Grohl hat die junge Musikerin wohl Eindruck hinterlassen: "Ok, Nandi, Runde eins hast du gewonnen - aber es ist noch nicht vorbei", schrieb der Foo-Fighters-Star auf dem Instagram-Profil seiner Band.

+++ 13.00 Uhr: Cartoonist Uli Stein mit 73 Jahren gestorben +++

Der als Deutschlands bekanntester Cartoonist geltende Künstler Uli Stein ist tot. Stein sei vor einer Woche in der Nacht von Freitag auf Samstag mit 73 Jahren unerwartet in seinem Haus bei Hannover gestorben, teilte seine Stiftung für Tiere in Not am Freitag in Hannover mit. Seine Beerdigung fand demnach bereits im engsten Freundeskreis statt. Stein litt den Angaben zufolge unter der Parkinson-Krankheit, sein Tod sei für sein Umfeld dennoch überraschend gekommen. Der ehemalige Journalist veröffentlichte ab Anfang der 80er Jahre seine ersten Zeichnungen, die ihm rasch vor allem durch einen frechen Humor bekannt machten. Die von Stein gezeichneten Mäuse, Katzen, Hunde und Pinguine sind nach Angaben der von ihm gegründeten Stiftung auf fast 200 Millionen Postkarten in über 13 Millionen Büchern verewigt. Seine Cartoons erschienen europaweit.

+++ 12.36 Uhr: Kleinpartei LKR hat eine Stimme im Bundestag +++

Die Kleinpartei LKR sitzt im Bundestag: Am Freitag verkündete der seit Ende 2018 fraktionslose frühere AfD-Abgeordnete Uwe Kamann seinen Eintritt in die "Liberal-Konservativen Reformer". Die LKR geht auf den AfD-Mitbegründer Bernd Lucke zurück. Dieser war im Juli 2015 auf einem turbulenten AfD-Mitgliederparteitag von Frauke Petry entmachtet worden, die selbst die Parteispitze übernahm und Jörg Meuthen an ihre Seite holte. Im EU-Parlament war die LKR bis zur Wahl im Mai 2019 mit fünf Abgeordneten vertreten. Für 2021 kündigte ihr der LKR-Vorsitzende an, die Partei werde "flächendeckend zur Bundestagswahl antreten".

+++ 12.27 Uhr: Laschet spricht sich für Bannmeile um Reichstagsgebäude aus +++

Nach der Eskalation bei Protesten gegen die Corona-Maßnahmen hat sich der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) für eine Bannmeile um das Reichstagsgebäude ausgeprochen. Es dürfe nicht sein, dass jeder das Parlamentsgebäude mit seiner großen Symbolkraft "für seine Zwecke missbrauchen" könne, sagte Laschet vor Journalisten in Düsseldorf. Nötig sei "wie in Bonn eine Bannmeile".

+++ 12.25 Uhr: Industrieaufträge im Juli leicht gestiegen - in der Autoindustrie "deutlich" +++

Deutschlands Industrie hat im Juli wieder etwas mehr Aufträge verzeichnet als im Juni - das Niveau blieb aber deutlich unter dem von vor Beginn der Corona-Krise. Der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe stieg von Juni bis Juli nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes um 2,8 Prozent. In der größten Branche des Verarbeitenden Gewerbes, der Automobilindustrie, stieg der Auftragseingang von Juni bis Juli demnach aber "deutlich" um 8,5 Prozent, wie die Statistiker mitteilten. Er lag demnach nur noch um 2,4 Prozent niedriger als im Februar, dem Monat vor Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie.

+++ 12.07 Uhr: Hessens Fraktionschefin Wissler will Linken-Bundesvorsitzende werden +++

Die Chefin der Linksfraktion im hessischen Landtag, Janine Wissler, will sich für das Amt der Bundesvorsitzenden ihrer Partei bewerben. Das kündigte die 39-Jährige in Wiesbaden an. Wissler ist bereits Vize-Bundesvorsitzende der Linken. "Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich auf dem kommenden Parteitag als Parteivorsitzende kandidieren soll und bin für mich zum Schluss gekommen, dass ich das tun möchte", schrieb sie bei Twitter.

Die bisherige Doppelspitze der Linken, Katja Kipping und Bernd Riexinger, hatte angekündigt, nicht wieder für den Parteivorsitz anzutreten.

In der Nachfolgedebatte wurde vor allem eine Doppelspitze mit zwei Frauen diskutiert: Neben Wissler gilt die Fraktionsvorsitzende aus Thüringen, Susanne Hennig-Wellsow, als Anwärterin. Nach DPA-Informationen wird sie ihre Kandidatur erklären. Beide sind wie Kipping weder dem Flügel der linken Fundamentalisten noch den gemäßigten Reformern zuzurechnen.

+++ 11.00 Uhr: Stark steigende Neuzulassungen - Caravaning-Branche boomt +++

Reisemobile als fahrbare Wohnzimmer sind in Deutschland inmitten der Corona-Pandemie so gefragt wie noch nie. Nach einem Rekordhalbjahr schossen die Neuzulassungen der Freizeitfahrzeuge insgesamt mit einem Plus von 85,6 Prozent im Juli gegenüber dem Vorjahresmonat regelrecht in die Höhe, teilte der Caravaning Industrie Verband zum Start der Leitmesse Caravan Salon in Düsseldorf mit.

Mit mehr als 16.000 neu zugelassenen Reisemobilen und Caravans sei ein neuer Höchstwert für einen einzelnen Monat erreicht worden. Seit Jahresbeginn seien damit mehr als 70.000 Neuzulassungen registriert - ein Plus von mehr als 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. "Das bedeutet einen neuen Allzeit-Bestwert für diesen Zeitraum."

+++ 10.53 Uhr: Brand auf Öltanker vor Sri Lanka weiterhin nicht unter Kontrolle +++

Zwei Tage nach der Explosion und einem anschließenden Brand auf einem Riesen-Öltanker vor der Ostküste Sri Lankas wächst die Angst vor einer schweren Umweltkatastrophe. Trotz des Einsatzes mehrerer Marineschiffe und eines Löschhubschraubers waren die Flammen auf der mit mehr als einer Viertelmillion Tonnen Rohöl beladenen "New Diamond" weiter außer Kontrolle. Nach Angaben der srilankischen Marine hat der Brand die Fracht noch nicht erreicht, doch zeigte auch sie sich zunehmend besorgt.

Die unter panamaischer Flagge fahrende "New Diamond" hatte nach einer Explosion im Maschinenraum und einem Brand am Donnerstagmorgen einen Notruf abgesetzt. 22 der 23 philippinischen und griechischen Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden, ein philippinischer Seemann kam nach Angaben der Behörden bei der Explosion eines Heizkessels ums Leben.

+++ 10.47 Uhr: Fall Nawalny: Gericht in Moskau weist Beschwerde von Anwalt zurück +++

Nach der Vergiftung des Kremlkritikers Alexej Nawalny hat ein russisches Gericht das Vorgehen der Behörden bestätigt, die noch keine Ermittlungen in dem Fall begonnen haben. Die Richter in Moskau wiesen eine Beschwerde des Anwalts von Nawalny dagegen zurück, wie die Staatsagentur Tass meldete. Sein Antrag sei in der gesetzlich festgelegten Frist geprüft und an die zuständigen Ermittlungsbehörden weitergeleitet worden.

Das Team des Oppositionellen hatte eine Anzeige erstattet, kurz nachdem Nawalny vor rund zwei Wochen auf einem Inlandsflug von Sibirien nach Moskau das Bewusstsein verloren hatte und in ein Krankenhaus gebracht worden war. Die Polizei im sibirischen Tomsk hatte daraufhin "Vorermittlungen" eingeleitet.

Der Kreml hatte das Vorgehen der Polizei zuletzt verteidigt, erst dann zu ermitteln, wenn feststehe, dass Nawalny tatsächlich vergiftet worden sei. Die Generalstaatsanwaltschaft sah dafür bislang keine Hinweise, hat aber ein Rechtshilfeersuchen in Deutschland gestellt.

+++ 10.40 Uhr: US-Militär mit Soldaten und Kampffahrzeugen zu Übungen nach Litauen +++

Inmitten der Spannungen im benachbarten Belarus (Weißrussland) werden in Litauen vom heutigen Freitag an neue Einheiten der US-Armee für militärische Übungen eintreffen. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Vilnius werden im Zuge einer regulären Truppenrotation neben Soldaten auch Kampffahrzeuge und Militärtechnik in das baltische EU- und Nato-Land verlegt. 

Die Einheiten sollen als Teil der US-Operation "Atlantic Resolve" auf dem Militärstützpunkt Pabrade stationiert werden. "Diese Übungen der US-Truppen in Litauen sind vorgeplant und stehen nicht im Zusammenhang mit irgendwelchen Ereignissen in der Region", hieß es.

In Litauen stehen im Herbst mehrere größere Militärübungen an. Daran werden neben den US-Soldaten auch Truppen anderer Nato-Staaten teilnehmen. Darüber wurde nach Angaben des Verteidigungsministeriums auch der Verteidigungsattaché der belarussischen Botschaft in Vilnius informiert. Betont worden sei in dem persönlichen Treffen, dass sämtliche in Litauen stattfindenden Übungen defensiver Natur seien und sich nicht gegen irgendeinen Staat inklusive Belarus richten, teilte das Ministerium mit.

+++ 10.09 Uhr: Nach Mord an fünf Kindern in Solingen Warten auf Obduktionsergebnis +++

Nach dem Fund von fünf getöteten Kindern in Solingen erwarten Polizei und Staatsanwaltschaft das Obduktionsergebnis. Ein Polizeisprecher in Wuppertal wollte sich zunächst nicht zu einem Bericht der "Bild"-Zeitung äußern, wonach die Mutter der Kinder diese vergiftet haben könnte. Der Zeitung zufolge wiesen die Leichen der Kinder im Alter von einem bis acht Jahren keine äußeren Verletzungen auf.

In dem Fall führt die Mordkommission die Ermittlungen. Keine Angaben machte die Polizei zunächst auch zum Gesundheitszustand der 27 Jahre alten Mutter. Diese wird nach einem Suizidversuch schwer verletzt im Krankenhaus behandelt. Den aktuellen Ermittlungsstand wollen Staatsanwaltschaft und Polizei am späten Nachmittag mitteilen.

+++ 9.52 Uhr: Krawalle bei nicht angemeldeter linker Demonstration in Leipzig +++

Nach der Räumung eines besetzten Hauses ist es in Leipzig zu Krawallen der linken Szene gekommen. Bei einer nicht angemeldeten Demonstration wurden Polizeibeamte aus einer Menge von rund 350 Menschen heraus mit Flaschen beworfen, wie die Polizei mitteilte. Zudem wurden Böller gezündet, Barrikaden errichtet und Müllcontainer angezündet. Ein Polizeihubschrauber wurde mit einem Laser geblendet.

Demonstranten versuchten laut Polizei am Donnerstagabend, sich erneut Zugang zu dem gesicherten Haus zu verschaffen. Zudem wurden weitere Barrikaden gebaut und angezündet sowie Beamte mit Gegenständen und Böllern beworfen. Gegen Mitternacht beruhigte sich die Lage.

+++ 9.17 Uhr: Jugendherbergen verbuchen im Juni deutlichen Gäste-Rückgang +++

Die Besucherzahlen von Jugendherbergen und Hütten sind durch die Corona-Krise stark eingebrochen. Im Juni verbuchten die Unterkünfte etwa 83 Prozent weniger Gäste im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Insgesamt seien etwa 164.000 Gästeankünfte gemeldet worden. Im Juni 2019 seien es gut 955 500 gewesen.

Im Juni 2020 waren den Angaben zufolge bundesweit 1331 Jugendherbergen und Hütten geöffnet. Das waren knapp 71 Prozent der Betriebe im Vergleich zum Niveau des Vorjahresmonats.

+++ 9.17 Uhr: Evangelischer Präses erwägt Weihnachtsgottesdienste auf Friedhof +++

Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, denkt wegen der Zugangsbeschränkungen zu Kirchen durch die Coronakrise über Weihnachtsgottesdienste auf dem Friedhof nach. Bei der Suche nach Alternativen werde auch über Parkdecks als Möglichkeit gesprochen, sagte Rekowski der "Rheinischen Post" aus Düsseldorf.

Dem Bericht zufolge könnte wegen der derzeitigen Zugangsbeschränkungen womöglich nur jeder dritte Kirchgänger Weihnachten einen Platz bekommen. Ziel sei, möglichst vielen der sonst an Heiligabend mehr als 700.000 Gottesdienstbesucher der evangelischen Kirchen im Rheinland eine Teilnahme zu ermöglichen.

+++ 8:47 Uhr: Ryanair sammelt 400 Millionen Euro von Anlegern ein +++

Europas größter Billigflieger Ryanair hat wie geplant frisches Geld von Anlegern eingesammelt. Mit der Ausgabe von gut 35 Millionen Aktien zu einem Stückpreis von 11,35 Euro erhalte das Unternehmen brutto rund 400 Millionen Euro, teilte Ryanair in Dublin mit. Die neuen Anteilsscheine entsprechen den Angaben zufolge rund 3,2 Prozent des bisherigen Aktienkapitals. Der Platzierungspreis liege 2,6 Prozent unter dem Schlusskurs vom Donnerstag. Das Unternehmen hatte die Kapitalerhöhung am Donnerstagabend nach Börsenschluss angekündigt.

+++ 8:35 Uhr: Big Mac versus Big Jack: McDonald's zieht in Australien vor Gericht +++

Streit um einen legendären Doppelburger: McDonald's ist in Australien gegen den Lokalrivalen "Hungry Jack's" vor Gericht gezogen. Grund: Die australische Fast-Food-Kette hat im Juli einen Burger namens "Big Jack" auf den Markt gebracht. Dieser ähnele in Namen und Aussehen zu sehr dem McDonald's-Aushängeschild "Big Mac", befand der US-Konzern. Hungry Jack's bestätigte den Rechtsstreit in einer Mitteilung.

+++ 7.57 Uhr: Suche nach möglichem Überlebenden in Beirut geht weiter +++

Rettungshelfer haben die Suche nach einem möglichen Überlebenden einen Monat nach der verheerenden Explosion in der libanesischen Hauptstadt Beirut fortgesetzt. Mit Schaufeln und Händen versuchten sie, vorsichtig die Trümmer eines eingestürzten Hauses zu entfernen, wie Liveübertragungen zeigten. Der libanesische Sender MTV meldete, ein chilenisches Rettungsteam habe erneut ein mögliches Lebenszeichen ausgemacht, es sei jedoch schwächer als am Vortag gewesen.

Die Sucharbeiten hatten am Donnerstag begonnen, nachdem die chilenischen Rettungshelfer und ihr Suchhund Hinweise auf einen möglichen Überlebenden entdeckt hatten. Einem leitenden Mitarbeiter der libanesischen Feuerwehr zufolge handelt es sich um eine Person, die atmet. Die Rettungsarbeiten wurden am späten Abend ausgesetzt, als das einst dreistöckige Haus weiter einzustürzen drohte.

+++ 7:46 Uhr: Malis gestürzter Ex-Staatschef aus Krankenhaus entlassen +++

In Mali ist der durch einen Militärputsch gestürzte Ex-Staatschef Ibrahim Boubacar Keita aus dem Krankenhaus entlassen worden. Der 75-Jährige werde zur weiteren Behandlung möglicherweise in die Vereinigten Arabischen Emirate gebracht, verlautete aus medizinischen Kreisen in der Hauptstadt Bamako. Keita war am Dienstag wegen eines Schlaganfalls ins Krankenhaus eingeliefert worden. Keitas Testresultat seien "gut", hieß es nun aus den Medizinerkreisen. Aus Keitas Umfeld verlautete, die Vereinigten Arabische Emirate hätten angeboten, ein medizinisches Transportflugzeug zu schicken, um diesen abzuholen. Die Details des möglichen Transports müssten aber noch geklärt werden.

+++ 6:33 Uhr: VW will 50.000 Diesel-Einzelkläger mit Einmalzahlungen entschädigen +++

Nach den jüngsten Urteilen des Bundesgerichtshofs (BGH) zum Abgasskandal stellt der VW-Konzern weiteren rund 50.000 Dieselkunden Schadenersatz in Aussicht. Mit mehr als der Hälfte dieser Einzelkläger laufen über Anwaltskanzleien bereits Gespräche über ein entsprechendes Vergleichsangebot, wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Unternehmen erfuhr. Davon seien die Verhandlungen in etwa 7000 Fällen inzwischen erfolgreich beendet.

+++ 5:57 Uhr: Proteste in China gegen Beschränkungen für mongolische Sprache +++

Die Ausweitung der chinesisch-sprachigen Schulbildung für Mongolen in China hat Schulstreiks und Proteste ausgelöst. Die Behörden der Inneren Mongolei gehen mit harter Hand gegen Eltern vor, die an Demonstrationen teilgenommen haben. Mit Fotos von öffentlichen Überwachungskameras leitete die Polizei die Fahndung ein und versprach Belohnungen für Informationen zur Ergreifung der Gesuchten. Die Zeitung "Global Times", die von der Kommunistischen Partei herausgegeben wird, sprach von "Desinformationen", die Verdrehungen" in der zweisprachigen Ausbildung ausgelöst hätten.

+++ 5:31 Uhr: EU nennt Sanktionen gegen Russland wegen Nawalny-Anschlags mögliche Option +++

Die EU und die Nato prüfen nach dem Giftanschlag auf den Kreml-Kritiker Alexej Nawalny ihren weiteren Umgang mit Russland. Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell bezeichnete Sanktionen gegen Moskau als mögliche Option. Die Nato berät ihrerseits an diesem Freitag in einer Sondersitzung über den Fall Nawalny. Nach der Sitzung des Nordatlantikrats will Generalsekretär Jens Stoltenberg in Brüssel vor die Presse treten (gegen 12.30 Uhr), wie eine Nato-Sprecherin ankündigte. Für die EU erklärte Borrell, Brüssel behalte "sich das Recht vor, geeignete Maßnahmen, einschließlich restriktiver Maßnahmen, zu ergreifen", sollte Russland bei den Ermittlungen zu dem Anschlag nicht kooperieren.

+++ 5:08 Uhr: Biden verspricht in Kenosha Kampf gegen tief sitzenden Rassismus +++

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat in der von Protesten erschütterten Stadt Kenosha ein konsequentes Vorgehen gegen Rassismus in den USA versprochen. "Der tief sitzende Rassismus ist institutionalisiert in den USA, er existiert immer noch, schon seit 400 Jahren", sagte Biden. Jetzt sei die Chance, dagegen anzugehen. Die Proteste in Kenosha, die zum Teil von Ausschreitungen begleitet wurden, waren von sieben Schüssen in den Rücken eines schwarzen Amerikaners bei einem Polizeieinsatz ausgelöst worden. Der 29-jährige Familienvater Jacob Blake überlebte schwer verletzt.

+++ 5:07 Uhr: Lambsdorff sieht Angriff auf Nawalny als Zeichen der Schwäche +++

Der FDP-Fraktionsvize Alexander Graf Lambsdorff sieht die Vergiftung des russischen Oppositionellen Alexej Nawalny als Zeichen der Nervosität der Täter. "Man versucht, in dem man einen Oppositionellen ausschaltet, alle anderen Kritiker und Oppositionellen einzuschüchtern und von ihrer Arbeit abzuhalten", sagte Lambsdorff der "Passauer Neuen Presse". "Aber für mich zeigt der Fall Nawalny, wie nervös die Täter sein müssen", sagte er.

+++ 4:32 Uhr: 17 Verletzte bei Unglück von Schaufelraddampfer in Schottland +++

In einem Hafen der schottischen Insel Arran sind bei der Kollision eines populären Schaufelraddampfers mit einer Anlegestelle 17 Passagiere verletzt worden. Mehrere von ihnen wurden nach dem Unglück ins Krankenhaus gebracht, wie die Küstenwache mitteilte. Bei der Bergung der Verletzten wurden auch Hubschrauber eingesetzt. Die Ursachen des Unglücks im Hafen von Brodick waren zunächst unklar. An Bord des Ausflugsschiffs "Waverley" befanden sich 213 Passagiere und 26 Besatzungsmitglieder. Die im Jahr 1946 erstmals in Betrieb genommene "Waverley" ist der weltweit letzte Schaufelraddampfer, der auf dem Meer unterwegs ist. Nach einer anderthalbjährigen Stilllegung wegen Renovierungsarbeiten war das Schiff erst vor knapp zwei Wochen wieder in Betrieb genommen worden.

+++ 4:04 Uhr: 700 Millionen Euro als Corona-Bonus für Altenpflege ausgezahlt +++

Für den Corona-Bonus für Beschäftigte in der Altenpflege sind inzwischen rund 700 Millionen Euro ausgezahlt worden. Das teilte das Bundesgesundheitsministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Rund 680 Millionen Euro gingen demnach an Pflegeeinrichtungen als Arbeitgeber, weitere 20 Millionen Euro an Dienstleistungsunternehmen. Die Mitte Juli ausbezahlten Gelder müssten inzwischen bei den Pflegekräften angekommen sein, sagte ein Ministeriumssprecher. Die Beschäftigten sollten den Bonus direkt von ihren Arbeitgebern erhalten. Einen zweiten Auszahlungstermin soll es nach Angaben des Ministeriums im Dezember geben.

+++ 2:04 Uhr: Immer mehr Opfer durch Polizei in Brasilien +++

Die Zahl der durch die Polizei in Brasilien getöteten Menschen ist auch im ersten Halbjahr 2020 gestiegen. Waren in den ersten sechs Monaten im vergangenen Jahr 2934 Opfer registriert worden, stieg die Zahl in diesem Jahr um sieben Prozent auf 3148, wie aus einer Erhebung des Nachrichtenportals "G1" hervorging. Damit kommen in keinem anderen Land der Welt so viele Menschen bei Polizeieinsätzen ums Leben wie in Brasilien. Zugleich stieg auch die Zahl der getöteten Polizisten - um 24 Prozent von 83 auf 103.

+++ 1:34 Uhr: Twitter versieht Trumps Aufruf zu doppelter Stimmabgabe mit Warnhinweis +++

Der Internetdienst Twitter hat den Aufruf von US-Präsident Donald Trump zur potenziell illegalen doppelten Stimmabgabe bei den Präsidentschaftswahlen mit Warnhinweisen versehen. Zu zwei Tweets des Präsidenten mit diesen Aussagen seien wegen Verstoßes gegen die Nutzerregeln zur "staatsbürgerlichen Integrität" solche Hinweise hinzugefügt worden, erklärte das Unternehmen. Die Onlinenetzwerke stehen vor der US-Wahl unter starkem Druck aus der Öffentlichkeit, gegen manipulative und falsche Inhalte auf ihren Seiten vorzugehen. Dies hat zuletzt auch dazu geführt, dass mehrfach Botschaften Trumps entfernt oder mit distanzierenden Hinweisen versehen wurden.

+++ 0:36 Uhr: Nach brutalem Polizeieinsatz in Rochester: Polizisten suspendiert +++

Nach einem Zwischenfall bei einem Polizeieinsatz im US-Bundesstaat New York, nach dem ein Schwarzer gestorben war, sind sieben Beamte vom Dienst suspendiert worden. Das sagte die Bürgermeisterin der Stadt Rochester im Nordwesten des Bundesstaats. Der Zwischenfall habe sich bereits im März ereignet, berichteten US-Medien.

+++ 0:05 Uhr: Gesundheitspolitiker für Verkürzung von Corona-Quarantänezeit +++

Gesundheitspolitiker aus mehreren Fraktionen haben sich dafür ausgesprochen, die Quarantänezeit bei Corona-Verdachtsfällen zu verkürzen. "Ich halte es für sehr sinnvoll, die Quarantänezeit auf fünf Tage zu begrenzen", sagte der SPD-Abgeordnete Karl Lauterbach der "Welt". "Wir wissen, dass die allermeisten Menschen fünf Tage nach Beginn der Symptome nicht mehr ansteckend sind, auch wenn der PCR-Test noch ein positives Ergebnis ausweist."

sve DPA AFP

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