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News von heute: Gericht: Tesla darf Rodung bei Berlin fortsetzen

Grenell bleibt US-Botschafter für Deutschland +++ Erfinder der "Copy-and-Paste"-Tastenkombination gestorben +++ Grippe grassiert in Deutschland – knapp 80.000 Kranke und 130 Tote +++ Die Nachrichten des Tages im Ticker. 

Hier in Grünheide bei Berlin soll die neue Tesla-Fabrik entstehen. Dafür müssen die Bäume weichen.

Hier in Grünheide bei Berlin soll die neue Tesla-Fabrik entstehen. Dafür müssen die Bäume weichen.

AFP

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Tesla darf Rodung fortsetzen (21.55 Uhr)
  • Grenell bleibt US-Botschafter für Deutschland (14.32 Uhr)
  • Kommission empfiehlt Erhöhung des Rundfunkbeitrags auf 18,36 Euro (13.53 Uhr)
  • Tempodrom-Schießerei: Verdächtiger identifiziert (12.11 Uhr)
  • Diebstahl von Goldmünze: drei Männer verurteilt (9.55 Uhr)

Alle Nachrichten zum Anschlag in Hanau finden Sie hier in unserem Extraticker.

Alle Neuigkeiten zur Lage bei der CDU finden Sie hier.

Alles zur Regierungskrise in Thüringen finden Sie hier.

Die Nachrichten des Tages: 

+++ 23.32 Uhr: Bei Sondergipfel zum EU-Haushalt keine schnelle Entscheidung in Sicht +++

Beim EU-Sondergipfel zum nächsten Sieben-Jahres-Haushalt der Union hat sich keine schnelle Entscheidung abgezeichnet. EU-Ratspräsident Charles Michel führte seit Donnerstagabend Einzelgespräche mit den 27 Staats- und Regierungschefs. Mehrere Teilnehmer erwarteten in der Nacht zum Freitag einen neuen Vorschlag Michels für das über eine Billion Euro schwere Budget. Dieser müsse dann von den Experten der Mitlgiedstaaten geprüft werden, hieß es. Ob eine Einigung möglich sei, werde sich dann erst am Freitag zeigen.

+++ 22.40 Uhr: Trump will Vertrauten Stone vorerst nicht begnadigen +++

US-Präsident Donald Trump plant nach eigenen Angaben vorerst keine Begnadigung seines langjährigen Vertrauten Roger Stone. Für die Zukunft schließt er das aber auch ausdrücklich nicht aus. "Ich werde nichts tun in Bezug auf die großen Befugnisse eines Präsidenten der Vereinigten Staaten", sagte Trump bei einem Auftritt in Las Vegas. Er wolle zunächst die weitere Entwicklung in dem Fall beobachten.

+++ 21.55 Uhr: Gericht: Tesla darf Rodung fortsetzen +++

Der US-Elektroautobauer Tesla darf auf dem Gelände seiner geplanten Fabrik in Grünheide bei Berlin die Baumfällung fortsetzen. Wie das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg am Mittwoch entschied, wurden die Beschwerden zweier Umweltverbände zurückgewiesen. Die gesetzlichen Voraussetzungen seien gegeben.

+++ 20.25 Uhr: Zwei Deutsche in Norwegen von Lawine erfasst +++

Auf der norwegischen Inselgruppe Spitzbergen sind zwei deutsche Touristen bei einem Lawinenabgang ums Lebens gekommen. Das teilten die Behörden von Spitzbergen (Svalbard) mit. Die beiden Deutschen waren mit einem russischen Veranstalter auf einer Schneemobil-Tour. Das Unglück ereignete sich rund 20 Kilometer südlich der Grubensiedlung Barentsburg. Die beiden Guides und drei weitere Touristen blieben unverletzt. Das Wetter war sehr schlecht, so dass der Rettungshelikopter nicht hatte landen können. Die beiden Umgekommenen waren von den anderen Touristen gefunden worden.

+++ 19.04 Uhr: Demonstration von Fridays for Future in Hamburg mit Greta Thunberg +++

Zwei Tage vor der Bürgerschaftswahl wollen am Freitag um 14 Uhr in Hamburg wieder tausende Schüler und Studenten für eine bessere Klimapolitik demonstrieren. Die Organisatoren erwarten 30.000 Teilnehmer, unter ihnen auch die schwedische Aktivistin Greta Thunberg. Start ist am Heiligengeistfeld, danach wollen die Demonstranten durch die Innenstadt ziehen. Thunberg wird eine Rede halten, außerdem wird die Hip-Hop-Gruppe Fettes Brot auftreten. Vor fast genau einem Jahr hatte die schwedische Klimaaktivistin das erste Mal an einem Klimastreik in Hamburg teilgenommen.

+++ 18.51 Uhr: Trump-Vertrauter Stone zu mehr als drei Jahren Haft verurteilt +++

Ein langjähriger Vertrauter von US-Präsident Donald Trump, Roger Stone, ist wegen seiner Vergehen im Zusammenhang mit der Russland-Affäre zu einer Haftstrafe von mehr als drei Jahren verurteilt worden. Das berichteten mehrere US-Medien nach dem Richterspruch übereinstimmend, darunter die "New York Times" und die "Washington Post". Die Haftstrafe, die den Berichten nach 40 Monate betragen soll, fällt deutlich geringer aus als die Staatsanwälte empfohlen hatten. Der Fall Stone war zum Politikum geworden. Die Ankläger hatten dem Bundesgericht in Washington angesichts der Schwere von Stones Vergehen eine Haftstrafe von sieben bis neun Jahren Gefängnis empfohlen. Trump hatte das vorgeschlagene Strafmaß scharf kritisiert und von einer "Verfehlung der Justiz" gesprochen. Obwohl sich das Justizministerium für gewöhnlich nicht gegen Empfehlungen von Staatsanwälten stellt, erklärte die Behörde daraufhin, dass der Vorschlag der Ankläger "exzessiv und ungerechtfertigt" sei. Das Ministerium empfahl dem Gericht ein "deutlich geringeres" Strafmaß. Alle vier mit dem Fall befassten Staatsanwälte erklärten daraufhin ihren Rücktritt.

+++ 18.28 Uhr: Uefa-Verbot der Choreographie für Eintracht "nicht nachvollziehbar" +++

Eintracht Frankfurt hat mit großer Empörung auf das Uefa-Verbot der Fan-Choreographie vor dem K.o.-Spiel der Europa League gegen Red Bull Salzburg reagiert. "Ich kann nicht nachvollziehen, warum eine Choreographie, die angelegt ist mit handelsüblichen Wunderkerzen und auf einem behördlichen Genehmigungsweg am Ende nicht die Akzeptanz der Uefa findet", kritisierte Eintracht-Vorstandsmitglied Axel Hellmann vor der Partie. Er verstehe, dass Regeln eingehalten werden müssten. Dennoch stoße ihm eine Sache sauer auf. "Wir versuchen der Fan-Szene zu vermitteln, dass die Sicherheit und die körperliche Unversehrtheit im Mittelpunkt steht", sagte er. Die europäische Fußball-Union hatte die Choreographie der Frankfurter Ultra-Fans untersagt, weil damit auch das Abbrennen von 20.000 Wunderkerzen vor dem Anpfiff verbunden war.

+++ 17.32 Euro: Neue US-Sanktionen gegen Iran vor Parlamentswahl +++

Die US-Regierung verhängt mit Blick auf die anstehende Parlamentswahl im Iran weitere Sanktionen gegen Teheran. Fünf Mitglieder des iranischen Wächterrats und dessen Wahl-Aufsichtskomitees wurden mit Strafmaßnahmen belegt, wie das US-Finanzministerium und das US-Außenministerium in Washington mitteilten. Vermögenswerte der Betroffenen in den USA werden eingefroren, Geschäfte mit ihnen untersagt. Der Iran-Sonderbeauftragte des US-Außenministeriums, Brian Hook, sagte, die Wahl im Iran sei nichts als "politisches Theater", wenn das Regime vorab die Hälfte der Kandidaten von der Abstimmung ausschließe. Millionen Iraner hätten deshalb entschieden, gar nicht erst zur Wahl zu gehen. Im Iran steht an diesem Freitag die Parlamentswahl an.

+++ 17.32 Uhr: Mann in Londoner Moschee niedergestochen +++

Ein Mann ist in einer Moschee in London niedergestochen worden. Der Vorfall habe sich am Nachmittag während des Gebets ereignet, berichteten Augenzeugen in sozialen Medien. Bei dem Opfer soll es sich britischen Medien zufolge um den Muezzin handeln, der die Gläubigen zum Gebet aufruft. Die Polizei nahm am Tatort einen Mann wegen des Verdachts des versuchten Mordes fest. Das Motiv für die Tat sei noch unklar, teilte Scotland Yard auf Anfrage mit. Die Verletzungen des Opfers sind den Angaben zufolge nicht lebensbedrohlich, der Mann wurde in eine Klinik gebracht.

+++ 17.31 Uhr: Salafist greift Gefängniswärter mit Gabeln an - 14 Jahre Haft +++

Wegen einer Gabelattacke auf einen Gefängniswärter ist ein bereits inhaftierter Salafist zu 14 Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht Oldenburg verurteilte den Deutschen wegen versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung und des Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, wie ein Sprecher mitteilte. Details zur Urteilsbegründung konnte er zunächst nicht nennen. Dem Mann wurde vorgeworfen, den Wärter in seiner Zelle in einen Hinterhalt gelockt und dann mit zwei Speisegabeln auf seinen Hals eingestochen zu haben, um ihn zu töten. Der Mann saß zum Tatzeitpunkt Anfang 2019 in der Justizvollzugsanstalt Oldenburg. Er war Ende 2017 zu drei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden, weil er Bombenattentate auf Mitglieder der Polizei oder der Bundeswehr plante.

+++ 17.16 Uhr: Ermittler entdecken Rauschgift im Wert von mehr als 50 Millionen Euro +++

Ermittler des Landeskriminalamtes und des Zollfahndungsamtes Hannover haben den Schmuggel von mehr als 700 Kilo Kokain nach Deutschland verhindert. Das sichergestellte Rauschgift habe einen Straßenverkaufswert von mehr als 50 Millionen Euro, teilte das Zollfahndungsamt mit. Demnach ermittelten die deutschen Beamten seit Jahresanfang im Auftrag der Staatsanwaltschaft gegen den Betreiber einer Spedition aus Niedersachsen. Aufgrund ihrer Erkenntnisse informierten sie ihre belgischen Kollegen im Hafen von Antwerpen über die Ankunft von fünf verdächtigen Containern mit Speisesalz aus Brasilien. Anfang Februar prüften die belgischen Ermittler die Container und fanden neben dem angemeldeten Salz mehr als 700 Kilo verstecktes Kokain. "Der deutsche Spediteur war nicht nur für die Transportlogistik verantwortlich, sondern auch Käufer des Salzes", hieß es. Der Salzcontainer wurde schließlich per Lastwagen nach Niedersachsen transportiert, Beamte durchsuchten das Speditionsgelände und stellten Beweismittel sicher. Weitere Details wollten die Ermittler zunächst nicht nennen.

+++ 17.08 Uhr: Möglicherweise krebserregend: Warnung vor Neoprenhandschuh +++

Vor möglicherweise krebserregenden Stoffen in Neoprenhandschuhen hat das Portal www.lebenmittelwarnung.de des Bundesamtes für Verbraucherschutz und der Länder gewarnt. Die Handschuhe der Firme Beco Beermann aus Bad Salzuflen in Nordrhein-Westfalen mit den Artikeln-Nummern 9634, 9635, 9636 und 9667 weisen erhöhte Werte von PAK (Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) auf. Dieser Stoff gilt als krebserregend. Das Tragen der Produkte sei daher möglicherweise eine Gefahr für den Käufer, warnen die Behörden auf der Seite. Das Produkt ist bundesweit mit Ausnahme von Baden-Württemberg im Handel.

+++ 16.33 Uhr: Gedicht über Ugandas Präsident - Aktivistin freigelassen +++

Eine Aktivistin in Uganda, die wegen eines Gedichts über Langzeitpräsident Yoweri Museveni zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden war, ist freigelassen worden. Stella Nyanzi sei gegen ihre Verurteilung in Berufung gegangen und dem sei stattgegeben worden, sagte Jamson Karemani, ein Sprecher des Justizministeriums. Nyanzi hatte sich in einem 2018 auf Facebook geposteten Gedicht abfällig über Museveni geäußert und ihn als "Diktator" bezeichnet. Im August vergangenen Jahres wurde sie zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt. Das Gericht begründete das Urteil einem Justizsprecher zufolge damit, Nyanzi habe mit dem Text Museveni und dessen Mutter im Netz belästigt.

+++ 16.05 Uhr: Wim Wenders war von erstem Kinobesuch traumatisiert +++

Regisseur Wim Wenders ("Der Himmel über Berlin") ist bei seinem ersten Kinobesuch schreiend aus dem Saal gelaufen. Anfang der 50er-Jahre habe seine Oma ihn mit ins Kino genommen – allerdings in den falschen Saal, wo ein Horrorfilm lief. "Und sie hat es nicht gemerkt. Sie wusste überhaupt nicht, was Film ist. Das war der erste Film überhaupt, den sie gesehen hat." Nach zwei Minuten sei er "über die Köpfe der Leute" hinweg rausgerannt, erinnerte sich Wenders. Danach sei er traumatisiert gewesen und habe jahrelang von den zwei Minuten des Films geträumt. "Aber das hat sich dann erledigt." Der 74-Jährige ist einer der bekanntesten deutschen Regisseure.

+++ 16:03 Uhr: Senatorin verspricht Aufklärung aller Vorwürfe gegen Ballettschule +++

Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres hat eine Aufklärung aller Vorwürfe im Umgang mit Schülern gegen die Staatliche Ballettschule versprochen. Sie nehme die Vorwürfe "sehr, sehr ernst" und wolle eine "ernsthafte Aufarbeitung", versicherte die SPD-Politikerin im Abgeordnetenhaus. "Wir wollen aufklären und positive Strukturen für die Schulgemeinschaft entwickeln." Dabei müsse das Kindeswohl immer im Vordergrund stehen - vor dem Leistungsaspekt, sagte sie. Zunächst anonyme Hinweise und nunmehr auch Mails von Schülern lassen den Verdacht zu, dass das seelische und körperliche Wohl von Schülerinnen und Schülern der Ballettschule unzureichend geschützt wurde. Die beiden Schulleiter wurden laut Scheeres vorübergehend freigestellt, um eine "neutrale Situation" herzustellen.

+++ 15.23 Uhr: Netanjahu kündigt Siedlungsausbau in Ost-Jerusalem an +++

Rund eineinhalb Wochen vor der Parlamentswahl in Israel hat Ministerpräsident Benjamin Netanjahu den Ausbau zwei jüdischer Viertel im annektierten Ost-Jerusalem angekündigt. Insgesamt sollten 5200 Wohnungen für jüdische Bewohner entstehen, teilte Netanjahu mit. Außerdem sollten 1000 Wohnungen in dem arabischen Viertel Beit Safafa gebaut werden. "Wir werden das Givat Hamatos-Viertel bauen", sagte Netanjahu. Dies sei "trotz starken internationalen Widerstandes" durchgesetzt worden.Die Siedlungspolitik Israels ist hoch umstritten. Der UN-Sicherheitsrat hatte Israel Ende 2016 zu einem vollständigen Siedlungsstopp in den besetzten Palästinensergebieten einschließlich Ost-Jerusalems aufgefordert. Siedlungen wurden in der UN-Resolution 2334 als Verstoß gegen internationales Recht und als großes Hindernis für Frieden in Nahost bezeichnet.

+++ 15.16 Uhr: Wegen niedriger Geburtenrate will Athen Eltern helfen +++

Um den Rückgang der Bevölkerung wegen der niedrigen Geburtenrate zu stoppen, will Griechenland den Eltern Neugeborener ab dem 1. Januar 2020 mit 2000 Euro pro Kind helfen. "Wir haben es versprochen. Wir haben es verwirklicht", twitterte der konservative Regierungschef Kyriakos Mitsotakis. Anspruch auf das Neugeborenengeld haben Griechen sowie Ausländer, die mindestens zwölf Jahre legal im Land leben und arbeiten und eine griechische Versicherungsnummer haben. Nach Angaben der griechischen Statistikbehörde schrumpfte die griechische Bevölkerung in den vergangenen Jahren konstant.

+++ 14.48 Uhr: Niederlande geben Krone aus 18. Jahrhundert an Äthiopien zurück +++

Eine jahrelang in den Niederlanden verschollene äthiopische Krone aus dem 18. Jahrhundert ist nun endlich zurück in ihrer Heimat. Die niederländische Ministerin für Außenhandel und Entwicklungszusammenarbeit Sigrid Kaag überreichte die Krone, die der Äthiopisch-Orthodoxen Kirche gehört, Äthiopiens Regierungschef Abiy Ahmed. Die Krone sei vor mehr als zwei Jahrzehnten aus einer Kirche im Dorf Cheleqot im Norden Äthiopiens verschwunden, erklärte die niederländische Regierung. Sie wurde dann von Sirak Asfaw, einem Holländer mit äthiopischen Wurzeln, gefunden - im Koffer eines Besuchers, wie der staatliche äthiopische Sender Fana berichtete. Länder wie Nigeria und Äthiopien fordern immer wieder die Restitution bestimmter Artefakte.

+++ 14.41 Uhr: Spielberg-Tochter will Erotikvideos drehen +++

Mikaela Spielberg, Tochter des weltberühmten US-Filmemachers Steven Spielberg, zieht es vor die Kamera. "Ich hoffe, Erotik machen zu können, also Bilder und Videos für private Kunden oder für die Öffentlichkeit", sagte die 23-Jährige dem US-Ableger der britischen Zeitung "The Sun" in einem Interview. Sie sei es leid gewesen, aus ihrem Körper kein Kapital schlagen zu können und gesagt zu bekommen, sie solle ihren Körper hassen, sagte Spielberg in dem zugehörigen Video der Zeitung. 

+++ 14.32 Uhr: Grenell bleibt US-Botschafter für Deutschland +++

Richard Grenell bleibt trotz seiner Berufung zum geschäftsführenden Geheimdienstkoordinator von US-Präsident Donald Trump US-Botschafter für Deutschland. Wie die Nachrichtenagentur DPA von US-Diplomaten in Berlin erfuhr, wird er die Amtsgeschäfte trotz seines vorübergehenden Wechsels nach Washington in vollem Umfang fortführen. Es werde erwartet, dass er nach "einigen Monaten" nach Berlin zurückkehren werde, sobald ein neuer Geheimdienstkoordinator benannt und vom US-Senat bestätigt worden ist. Der Botschafter gilt als Vertrauter des US-Präsidenten und hat in seiner Funktion immer wieder deutliche Kritik an der Politik der Bundesregierung geübt, vor allem bei den Themen Verteidigungsausgaben, Atomabkommen mit dem Iran, Nord Stream 2 und der möglichen Beteiligung des chinesischen Mobilfunkunternehmens Huawei an einem deutschen 5G-Netz. Grenell war bereits vor einiger Zeit von Trump zum Balkan-Beauftragten gemacht worden.

+++ 14.28 Uhr: Putin: Dutzende Terroranschläge in Russland verhindert +++

In Russland sind nach Angaben von Kremlchef Wladimir Putin im vergangenen Jahr 34 Terroranschläge verhindert worden. Vier Taten mit Terrorhintergrund habe es aber dennoch gegeben, sagte der Präsident bei einer Konferenz des Inlandsgeheimdienstes FSB in Moskau. 2018 seien es noch neun solcher Straftaten gewesen. Die Terror-Bekämpfung sei eines der wichtigsten Aufgaben des Inlandsgeheimdienstes, sagte der Kremlchef. Erst kurz vor Weihnachten hatte ein Mann an der FSB-Zentrale in der russischen Hauptstadt auf Sicherheitsleute geschossen. Dabei starben drei Menschen, darunter der Täter. Die Hintergründe sind aber nach wie vor unklar. Russland geht seit Jahren hart gegen mutmaßliche Islamisten vor. Das Land hat vor allem ein Problem mit Rückkehrern der Terrorgruppe Islamischer Staat aus Kriegsgebieten wie Syrien und Afghanistan.

+++ 14.17 Uhr: Israel fordert Verbot von Straßenkarneval im belgischen Aalst +++

Israels Außenminister Israel Katz hat wegen wiederkehrender antisemitischer Darstellungen ein Verbot des Straßenkarnevals im belgischen Aalst gefordert. "Belgien als westliche Demokratie sollte sich dafür schämen, eine solch giftige antisemitische Darstellung zu erlauben", schrieb Katz auf Twitter. Dazu postete er ein Bild von einem Umzugswagen mit zwei Figuren mit Schläfenlocken, die auf Geldsäcken sitzen. "Ich fordere die Behörden dazu auf, diese hasserfüllte Parade in Aalst zu verurteilen und zu verbieten." Im vergangenen Jahr waren beim Straßenkarneval in Aalst auf einem der Wagen riesige, auf Geldsäcken sitzende Figuren mit Schläfenlocken und Hakennasen gezeigt worden, die judenfeindlichen Klischees entsprachen. Auch Europaabgeordnete haben an die belgische Stadt appelliert, diesmal jede Art von Hassbotschaft zu unterbinden. Voriges Jahr hatte der traditionsreiche Karneval seinen Status als Weltkulturerbe eingebüßt. Die Unesco begründete dies mit wiederkehrenden rassistischen und judenfeindlichen Darstellungen, die mit ihren Grundwerten unvereinbar seien.

+++ 14.08 Uhr: Frauenleiche im Koffer: Zwölf Jahre Haft für Ehemann +++

Das Dortmunder Schwurgericht hat einen 24-jährigen Afghanen aus Zwickau wegen Totschlags zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Die Richter sind davon überzeugt, dass der Angeklagte im Juli 2019 in Dortmund seine Ehefrau mit 76 Messerstichen getötet und die Leiche anschließend in einem Koffer versteckt hat. Der Mann hatte im Prozess zu den Tatvorwürfen geschwiegen. Laut Urteil bleiben die Hintergründe der Bluttat im Dunklen. Fest stehe nur, dass es zu einer Auseinandersetzung zwischen den Eheleuten gekommen sei, in deren Verlauf der Angeklagte ein Messer zückte und immer wieder zustach. Darüber hinaus soll der 24-Jährige das Opfer auch noch mit einem Schnürsenkel stranguliert haben. Als Todesursache stellten die Rechtsmediziner Verbluten nach innen und außen fest.

+++ 13.59 Uhr: Den Haager Rotlichtviertel soll umziehen +++

Den Prostituierten in Den Haag steht ein großer Umzug bevor. Die niederländische Stadt will das Rotlichtviertel in eine andere Gegend verlegen. Dort soll ein Erotikzentrum mit besseren Arbeitsbedingungen und mehr Sicherheit für die Sexarbeiterinnen entstehen, wie die Stadt mitteilte. Den Haag gibt an, dass das heutige Rotlichtviertel nicht länger geeignet sei und zunehmend unsicherer werde. Als neues Arbeitsgebiet soll Prostituierten ein Gelände in der Nähe des Hauptbahnhofes angeboten werden. "Damit setzt die Kommune ein deutliches Zeichen: Prostitution hat einen Platz in der modernen Stadt." Auch Amsterdam erwägt, das berühmte Rotlichtviertel aus dem ältesten Teil der Stadt auszulagern und ein Erotikzentrum oder Prostitutionshotel zu errichten.

+++ 13.53 Uhr: Kommission empfiehlt Erhöhung des Rundfunkbeitrags auf 18,36 Euro +++

Der Rundfunkbeitrag soll aus Sicht einer Expertenkommission zum Januar 2021 von derzeit monatlich 17,50 Euro um 86 Cent auf 18,36 Euro steigen. Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) übergab in Berlin ihren Bericht mit dieser Empfehlung an die Bundesländer, die in der Sache das letzte Wort haben und darüber noch entscheiden müssen.

+++ 13.48 Uhr: Einkommensstudie: Akademiker überholen Menschen mit Ausbildung spät +++

Ein Studium hat sich laut einer neuen Studie gegenüber einer Ausbildung finanziell erst mit Mitte 30 gelohnt. Bis zu einem Alter von 35 verdienten Menschen mit Ausbildung in ihrem bisherigen Arbeitsleben insgesamt durchschnittlich mehr als Akademiker. Das geht aus einer Untersuchung des Tübinger Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) hervor, die der Baden-Württembergische Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) in Stuttgart vorstellte. Am Ende des Arbeitslebens hatten Akademiker zwar die Nase vorn. Sie überholten aber erst mit Anfang 60 Meister und Techniker, die schon in den 20er- und vor allem in den 30er- und 40er-Lebensjahren insgesamt am meisten verdient hatten. Beließen es Menschen bei einer Ausbildung und machten keine Weiterbildung, fielen sie laut der Studie aber im Laufe des Arbeitslebens zurück und verdienten insgesamt rund ein Drittel weniger als Akademiker sowie Techniker und Meister.

+++ 13.40 Uhr: Mercedes-Star Hamilton setzt auch auf Pilates und Yoga +++

Weltmeister Lewis Hamilton hat sich in der Pause vor der neuen Formel-1-Saison mit neuen Trainingsmethoden beschäftigt. "In diesem Winter habe ich beschlossen, mehr Pilates und Yoga in meine Trainingseinheiten einzubauen", sagte der 35 Jahre alte Brite in einem Interview der französischen Sportzeitung "L'Équipe". Zudem habe er viel mit Meditation gearbeitet, verriet der Mercedes-Pilot. "Das ist etwas, womit ich mich früher nicht wirklich beschäftigt habe, aber ich habe das Gefühl, dass meine Psyche das gebraucht hat", sagte der sechsmalige Weltmeister. Seit drei Jahren ernährt sich Hamilton nach eigenen Angaben vegan.

+++ 13.32 Uhr: Jeder Zweite kaufte im vergangenen Jahr neues Smartphone +++

Rund jeder zweite Smartphone-Nutzer in Deutschland hat im vergangenen Jahr ein neues Telefon gekauft. Und nur etwa jeder Sechste hat ein Computer-Handy, das mehr als 24 Monate alt ist, wie eine Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom ergab. Dabei hält sich der Absatz zwar bei rund 23 Millionen Smartphones pro Jahr - aber die Verbraucher in Deutschland sind gute Abnehmer für Premium-Modelle, die im vergangenen Jahr noch etwas teurer geworden sind. Der durchschnittliche Verkaufspreis dürfte in diesem Jahr nach Bitkom-Prognose auf 536 Euro von 519 Euro 2019 steigen. Zugleich zeigte die Umfrage, dass auch Nutzer in Deutschland es gern billiger hätten: Der durchschnittlich genannte Wunschpreis lag bei 193 Euro.

+++ 13.18 Uhr: Starker Wind könnte Fastnachtsumzügen gefährlich werden +++

Heftige Winde könnten dem Straßenkarneval gefährlich werden. "Eventuell muss sogar die eine oder andere Veranstaltung, vor allem am Samstag oder Sonntag, abgesagt werden", hieß es beim Deutschen Wetterdienst in Offenbach. Schuld sind zwei Tiefdruckgebiete mit den wenig lustigen Namen "Wiltrud" und "Xanthippe". Sie sorgen "kaum für winterliche, dafür aber wieder zeitweise für windige Verhältnisse", wie die Offenbacher Meteorologen berichteten. Nach einem etwas ruhigeren Freitag finden am sogenannten Nelkensamstag in einigen Städten bereits große Karnevalsumzüge statt. Dabei kann es nicht nur Konfetti, sondern bei 8 bis 13 Grad auch von oben leicht regnen. "Dazu drohen vor allem in der Nordhälfte stürmische Böen oder Sturmböen - nicht die besten Voraussetzungen für die Veranstaltungen", sagte Meteorologe Simon Trippler.

+++ 13.14 Uhr: FDP-Fraktion in Rheinland-Pfalz schließt Bildungspolitikerin aus +++

Die Bildungspolitikerin Helga Lerch ist aus der rheinland-pfälzischen FDP-Fraktion ausgeschlossen worden. Sechs Mitglieder der Fraktion hätten bei einer Gegenstimme für den Ausschluss gestimmt, teilte ein Fraktionssprecher in Mainz der Nachrichtenagentur DPA mit. Lerch hatte vor allem mit Aussagen im Gleichstellungsausschuss des Landtags für Unmut in den eigenen Reihen sowie in den SPD- und Grünen-Fraktionen gesorgt. Dort hatte sie der Schulaufsicht im Land zögerliches Verhalten bei sexuellen Übergriffen von Lehrkräften vorgeworfen. Zuvor hatte die 64-jährige Lerch sich im Plenum kritisch zur Bildungspolitik der rot-gelb-grünen Landesregierung geäußert. Hinzu kam eine juristische Auseinandersetzung mit einem bisherigen Fraktionskollegen, die sich um den Antrag auf ihren Ausschluss aus der Fraktion drehte.

+++ 13.06 Uhr: Merz trennt sich von weiterem Unternehmensmandat +++

Nach seinem angekündigten Rückzug als Aufsichtsratschef des US-Finanzkonzerns Blackrock in Deutschland gibt Friedrich Merz ein weiteres Unternehmensmandat auf. Die Verpflichtung von Merz im Verwaltungsrat der schweizerischen Stadler Rail AG laufe im April turnusgemäß nach fünf Jahren aus, bestätigte ein Sprecher des Ex-Unionsfraktionschefs. "Über die Nachfolge entscheidet der Verwaltungsrat nächste Woche." Merz' Aufsichts- und Verwaltungsratsmandate beim Papierhersteller Wepa, dem Flughafen Köln/Bonn und der Bank HSBC Trinkaus & Burkhardt liefen weiter.

Merz wird neben NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, Gesundheitsminister Jens Spahn und dem Außenpolitiker Norbert Röttgen als Anwärter für den CDU-Parteivorsitz oder die Kanzlerkandidatur gehandelt.

+++ 12.11 Uhr: Tatverdächtiger nach Berliner Tempodrom-Schießerei identifiziert +++

Nach der tödlichen Schießerei vor dem Veranstaltungszentrum Tempodrom in Berlin-Kreuzberg am vergangenen Freitag haben die Ermittler einen der Verletzten als mutmaßlichen Täter identifiziert. Gegen den 48-Jährigen wurde Haftbefehl unter anderem wegen Totschlags erlassen, wie die Berliner Generalstaatsanwaltschaft mitteilte. "Die Ermittlungen, insbesondere zu weiteren Tatbeteiligten, dauern an", hieß es weiter. Bei der Schießerei am späten Freitagabend war ein 42-jähriger Mann getötet worden. Vier weitere Männer wurden verletzt. Die Hintergründe sind noch unklar. Im Tempodrom fand am Freitagabend eine türkische Comedyshow statt.

+++ 12.07 Uhr: "Gesangsstimme verloren" – Lana Del Rey sagt Europatournee ab +++

Die US-amerikanische Sängerin Lana Del Rey hat wegen einer Erkrankung ihre bevorstehende Europatournee abgesagt. Ich habe meine Gesangsstimme komplett verloren und die Ärzte haben mir vorerst vier Wochen Ruhe verordnet", erklärte die 34-Jährige in einer Mitteilung des Veranstalters Live Nation. Betroffen sind auch die beiden in Deutschland geplanten Konzerte am 2. März in Berlin und am 3. März in Köln. Es tut mir sehr leid, meine Fans so kurzfristig enttäuschen zu müssen, aber diese Krankheit erwischte mich überraschend", schrieb Lana Del Rey. "Ich hasse es, alle im Stich zu lassen, aber ich muss nun rasch genesen." Bereits im Vorverkauf erworbene Tickets könnten zurückgegeben werden, teilte Live Nation mit.

+++ 12.05 Uhr: Zwei Tote bei Zugunglück in Australien +++

Bei einem Zugunglück in Australien sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Der Personenzug entgleiste nahe der Stadt Melbourne aus zunächst ungeklärter Ursache, wie die Feuerwehr am Donnerstag nach Angaben der Nachrichtenagentur AAP mitteilte. Fünf Waggons sowie die Lok seien aus den Schienen gesprungen. Das Unglück ereignete sich demnach gegen 20.00 Uhr (Ortszeit) bei Wallan, rund 45 Kilometer nördlich der Millionenmetropole. Der Zug sei auf dem Weg von Sydney nach Melbourne, der Hauptstadt des südlichen Bundesstaates Victoria, gewesen. Medienberichten zufolge waren rund 150 Passagiere an Bord. Die Rettungskräfte waren mit Unterstützung mehrerer Helikopter im Einsatz.

+++ 11.57 Uhr: Roger Federer fällt wegen Knieoperation monatelang aus +++

Tennis-Altmeister Roger Federer fällt nach einem Eingriff am rechten Knie für mehrere Monate aus und wird auch die French Open verpassen. Wie der 38 Jahre alte Schweizer am Donnerstag mitteilte, plant er nach einer Arthroskopie eine Rückkehr erst zur Rasensaison, zu der auch das ATP-Turnier im westfälischen Halle im Juni zählt. Danach steht das Grand-Slam-Turnier in Wimbledon an.

Der mit 20 Einzel-Titeln erfolgreichste Spieler bei Grand-Slam-Turnieren berichtete, dass er schon seit einiger Zeit Probleme am Knie gehabt habe. "Ich habe gehofft, dass sie verschwinden", schrieb Federer. Aber nach einer Untersuchung und Diskussionen mit seinem Team habe er sich für den am Mittwoch in der Schweiz vorgenommenen Eingriff entschieden. "Nach der Prozedur haben die Ärzte gesagt, dass es der richtige Schritt war", erklärte der langjährige Weltranglisten-Erste. Die Mediziner seien zuversichtlich, dass er wieder komplett gesund werde, fügte er hinzu.

+++ 11.36 Uhr: Erfinder der "Copy-and-Paste"-Tastenkombination gestorben +++

Er hat das Leben von Millionen Computer-Nutzern leichter gemacht: Lawrence Tesler, Erfinder der "Copy-and-Paste"-Tastenkombination und langjährige Apple-Mitarbeiter, ist tot. Tesler sei bereits am Montag im Alter von 74 Jahren gestorben, teilte sein ehemaliger Arbeitgeber Xerox am Mittwoch im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. "Euer Arbeitstag ist einfacher dank seiner revolutionären Ideen. Larry ist am Montag von uns gegangen, bitte feiert ihn mit uns."

+++ 10.49 Uhr: Hunderte Migranten setzen aus der Türkei nach Griechenland über +++

Der Flüchtlingszustrom aus der Türkei nach Griechenland in die EU dauert unvermindert an. Binnen 24 Stunden setzten nach griechischen Behördenangaben 306 Migranten aus der türkischen Ägäisküste nach Griechenland über. Dies berichtete die halbamtliche griechische Nachrichtenagentur ANA-MPA. 

Die griechische Küstenwache griff den Angaben zufolge 184 Migranten im Ägäischen Meer auf. Weiteren 122 Menschen gelang es, an Bord von Booten die Inseln Lesbos, Chios und Samos zu erreichen. Auf den griechischen Inseln im Osten der Ägäis leben in und um völlig überfüllte Lager nach Angaben des Migrationsministeriums in Athen mehr als 42.000 Menschen.

+++ 9.55 Uhr: Diebstahl von Goldmünze aus Museum – drei Männer verurteilt +++

Knapp drei Jahre nach dem spektakulären Diebstahl einer 100 Kilogramm schweren Goldmünze aus dem Berliner Bode-Museum sind drei Männer zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Zwei Männer im Alter von 23 und 21 Jahren, die zu einem bekannten arabischstämmigen Clan gehören, wurden wegen Diebstahls zu einer Jugendstrafe von viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Ein 21-jähriger Wachmann aus dem Museum erhielt eine Haftstrafe von drei Jahren und vier Monaten. Der vierte Angeklagte wurde freigesprochen.

Die Beute ist bis heute verschwunden. Die Polizei geht davon aus, dass die Goldplatte zerstückelt und verkauft wurde. Es waren Goldpartikel in einem Auto und an Kleidung festgestellt worden.

+++ 7.55 Uhr: Grippe grassiert in Deutschland – knapp 80.000 Kranke und 130 Tote +++

Die Grippewelle in Deutschland hat an Dynamik gewonnen. Insgesamt 79.263 im Labor bestätigte Fälle sind seit Herbst erfasst worden, davon etwa die Hälfte allein in den vergangenen zwei Meldewochen. Das geht aus dem aktuellen Wochenbericht der Arbeitsgemeinschaft Influenza am Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin hervor. 130 Menschen sind dem Bericht zufolge in dieser Saison bereits nachweislich an einer Infektion mit dem Influenzavirus gestorben. Insgesamt wurden bisher knapp 13.300 Erkrankte in Klinken behandelt. 

Die gemeldeten Grippefälle zeigen nur einen Ausschnitt des tatsächlichen Geschehens. Mehrere Zehntausend Tote in Deutschland werden bei einer heftigen Grippesaison angenommen. Bei der schweren Welle im Winter 2017/18 gingen RKI-Schätzungen zufolge zehn Millionen Arztbesuche in Deutschland auf das Konto der Grippe. 

+++ 6.26 Uhr: Mutmaßlicher Täter von Hanau tot in Wohnung aufgefunden +++ 

Ein nach den tödlichen Schüssen in Hanau als tatverdächtig gesuchter Mann ist tot in seiner Wohnung aufgefunden worden. Wie das Polizeipräsidium Südosthessen am frühen Donnerstagmorgen mitteilte, entdeckten Spezialkräfte der Polizei in derselben Wohnung zudem noch eine weitere Leiche.

Bei einem der Toten in der Wohnung "dürfte es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um den Täter handeln", erklärte die Polizei. Hinweise auf mögliche weitere Täter gebe es derzeit nicht. Die Hintergründe der Bluttaten waren weiterhin unklar. Die Ermittlungen zur Identität der Opfer und des mutmaßlichen Täters dauerten an, hieß es von der Polizei.

+++ 5.48 Uhr: Australien unter Schock: Frau und drei Kinder verbrannt +++ 

 In Australien hat ein Familienvater mutmaßlich seine Frau und drei Kinder mit Benzin übergossen und getötet. Der Vorfall löste Entsetzen im ganzen Land aus, Trauernde legten in einem Vorort von Brisbane Blumen nieder, wie die australische Nachrichtenagentur AAP am Donnerstag berichtete. Die 31 Jahre alte Ehefrau hatte den Brand am Mittwoch zunächst schwer verletzt überlebt, starb aber Stunden später im Krankenhaus. Die kleinen Kinder - 6, 4 und 3 Jahre alt - verbrannten in einem Auto. Der Mann starb laut Polizei an einer Wunde, die er sich selbst zugefügt hatte, auf einem Fußweg.

+++ 5.33 Uhr: Sky sichert sich die Rechte an neuer Hillary-Clinton-Doku +++

Sky hat sich die deutschen Rechte an der amerikanischen Dokuserie "Hillary" über die frühere First Lady und gescheiterte Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton gesichert. Die Politikerin präsentiere "in vier aufschlussreichen Episoden nicht nur bisher unveröffentlichte Ausschnitte aus ihrem Wahlkampf 2016, sondern gewährt auch private Einblicke in ihr Leben mit Bill Clinton", berichtet Sky über die Produktion des US-Senders Hulu. 

Hillary Clintons Telefon klingelt mitten in ihrer Rede – und sie geht ran

+++ 3.46 Uhr: Hartz-IV-Rückforderungen kosten oft mehr als sie einbringen +++

Rückforderungen zu viel überwiesener Hartz-IV-Leistungen kosten die Jobcenter oft mehr, als sie einbringen. Die Verwaltungskosten bei kleineren und Kleinstbeträgen übersteigen die eigentlichen Rückzahlungen deutlich, wie eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken im Bundestag zeigt. 

+++ 3.03 Uhr: US-Außenminister Pompeo in Saudi-Arabien eingetroffen +++

US-Außenminister Mike Pompeo ist zu einem Besuch in Saudi-Arabien eingetroffen, bei dem es vor allem um die gemeinsame Front beider Länder gegen den Iran gehen soll. Geplant waren bei der zweitägigen Visite Treffen mit König Salman, Kronprinz Mohammed bin Salman und Außenminister Faisal bin Farhan, wie Mitarbeiter Pompeos mitteilten. Er wolle mit der saudiarabischen Führung insbesondere über die vom Iran ausgehende "Bedrohung" sprechen, sagte Pompeo vor dem Abflug nach Riad zu Reportern in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba. Er betonte, dass die US-Kampagne des "maximalen Drucks" auf Teheran weitergehen werde. Dazu gehöre neben den Wirtschaftssanktionen die "Isolation" des Landes mittels "diplomatischen" Drucks.

ivi / AFP / DPA