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News von heute: Haftbefehl gegen Tatverdächtigen aus Limburg erlassen

Keimbelastete Wurst: Ermittlungen gegen Geschäftsführer +++ Militärflugzeug bei Trier abgestürzt +++ Kramp-Karrenbauer gegen Urwahl des CDU-Kanzlerkandidaten +++ Physik-Nobelpreis geht an Astrophysiker-Trio +++ Die News von heute im stern-Ticker

Täter-Lkw von Limburg

Der Lkw, mit dem ein Mann am Montagabend mutwillig auf acht Autos aufgefahren ist. Gegen den Verdächtigen wurde ein Haftbefehl erlassen.

AFP

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Haftbefehl gegen Tatverdächtigen von Limburg (19.26 Uhr)
  • Keimbelastete Wurst: Ermittlungen gegen Wilke Geschäftsführer (18.36 Uhr)
  • Militärflugzeug nahe Trier abgestürzt (16.17 Uhr)
  • Kramp-Karrenbauer lehnt Urwahl des CDU-Kanzlerkandidaten ab (13.07 Uhr)
  • Physik-Nobelpreis geht an Astrophysiker-Trio (11.58 Uhr)
  • Ölpest verschmutzt Strände in Brasilien (08.11 Uhr)

Die News von heute im stern-Ticker:

+++ 21.13 Uhr: Guterres: UN in schlechtester Finanzlage seit fast zehn Jahren +++

Die Vereinten Nationen haben nach Auskunft ihres Generalsekretärs António Guterres dringende Geldsorgen. Die UN erlebten die "schlimmste Geldkrise seit fast einem Jahrzehnt", warnte Guterres laut Mitteilung in New York. "Die Organisation ist gefährdet, ihre liquiden Reserven bis zum Ende des Monats aufzubrauchen, und bei Zahlungen an Mitarbeiter und Lieferanten in Verzug zu geraten." 129 der 193 Mitgliedsstaaten hätten ihre diesjährigen Zahlungen schon geleistet, alle anderen rief Guterres dazu auf, das so bald wie möglich zu tun. 

+++ 19.26 Uhr: Haftbefehl gegen Tatverdächtigen von Limburg erlassen +++

Gegen den Mann, der in Limburg am späten Montagabend mit einem gestohlenen Lastwagen auf acht Autos aufgefahren sein soll, ist Haftbefehl erlassen worden. Die Tatvorwürfe lauten versuchter Mord, gefährliche Körperverletzung und gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Abend.

Der 32-jährige Syrer sitzt nun in Untersuchungshaft. Zuvor war der Mann dem Ermittlungsrichter vorgeführt worden. Medienberichten zufolge soll bereits im August in Nordrhein-Westfalen eine Anzeige wegen Körperverletzung gegen ihn gestellt worden sein. Demnach habe er auf der Moerser Kirmes am Niederrhein eine 16-Jährige belästigt, woraufhin es zu einem Gerangel mit der Mutter des Mädchens kam. 

+++ 18.36 Uhr: Keimbelastete Wurst: Ermittlungsverfahren gegen Wilke-Geschäftsführer +++

Die Staatsanwaltschaft Kassel hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung gegen den Geschäftsführer der Wilke Waldecker Fleisch- und Wurstwaren GmbH eingeleitet. Die Waren des Herstellers werden mit zwei Todesfällen in Südhessen sowie 37 weiteren Krankheitsfällen wegen keimbelasteter Wurst in Verbindung gebracht. Die Ermittlungen liefen auch wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Körperverletzung und des Verstoßes gegen das Lebensmittel- und Futtergesetzbuch, sagte ein Sprecher der Behörde in Kassel. Das Verfahren sei aufgrund der Strafanzeige des Landkreises Waldeck-Frankenberg eingeleitet worden. Gegenstand des Verfahrens sei vor allem die Untersuchung der zwei Todesfälle, die mit einer Listerieninfektion in Verbindung stehen sollen, erklärte die Staatsanwaltschaft.

+++ 17.30 Uhr: Mehr als 470 Klimaschützer in London festgenommen +++

Die britische Polizei hat Hunderte Klima-Aktivisten in London festgenommen. 471 Demonstranten der Bewegung Extinction Rebellion waren laut Scotland Yard binnen zwei Tagen festgesetzt worden. Sie hatten Straßen und Brücken in der Nähe des Regierungsviertels blockiert. Es gibt aber keine Angaben der Polizei, wie viele Demonstranten sich in der britischen Hauptstadt aufhalten. Britische Medien gingen von etwa 30.000 Teilnehmern in London aus.

+++ 17.15 Uhr: Malta nimmt 44 Migranten von spanischem Rettungsschiff auf +++

Malta hat 44 Migranten aufgenommen, die von dem spanischen Schiff "Open Arms" im Mittelmeer gerettet worden waren. Ein maltesisches Patrouillenboot habe sie übernommen und am Vormittag in Malta an Land gebracht, teilte ein Armee-Sprecher des kleinsten EU-Landes mit.

Die 44 Menschen waren am Sonntagabend von dem privaten Rettungsschiff aus einem überfüllten Boot an Bord genommen worden. "Open Arms"- Sprecher Oscar Camps warf der maltesischen Küstenwache vor, sie habe die Mannschaft zunächst aufgefordert, die Menschen an Bord des Bootes zu ignorieren und einfach weiterfahren zu lassen.

+++ 16.53 Uhr: Abgestürztes US-Militärflugzeug war in Spangdahlem stationiert +++

Der in Rheinland-Pfalz abgestürzte US-Kampfjet war im Stützpunkt Spangdahlem stationiert. "Ich kann den Absturz einer unserer F16-Maschinen bestätigen", sagte eine Sprecherin vom US-Flugplatz Spangdahlem in der Eifel. Die Maschine sei von dem Stützpunkt gestartet und während eines Routine-Trainingsflugs abgestürzt. Der Pilot habe sich über den Schleudersitz gerettet und sei mit kleineren Verletzungen geborgen worden, hieß es in einer Mitteilung. Er kam in ein Krankenhaus.

Die Polizei Trier teilte mit, die Absturzstelle bei Zemmer im Kreis Trier-Saarburg sei weiträumig abgesperrt worden. Zu Schäden gebe es keine Hinweise. Nach Angaben des Ortsbürgermeisters von Zemmer, Edgar Schmitt, ging der Jet über einem Waldstück zu Boden. Der Unfall wird untersucht.

Anwohner wurden aufgefordert, die Absturzstelle zu meiden. Fahrzeuge sollten den Bereich großräumig umfahren. Mehrere Kreisstraßen wurden für den Verkehr gesperrt.

Es ist der zweite Unfall mit Militärmaschinen in Deutschland binnen weniger Monate. Bei einer Luftkampfübung waren im Juni an der Müritz in Mecklenburg-Vorpommern zwei Eurofighter der Bundes-Luftwaffe in größerer Höhe kollidiert und abgestürzt. Ein Pilot rettete sich mit dem Schleudersitz und überlebte den Unfall verletzt, der andere – ein 27-Jähriger – starb.

In Spangdahlem ist das 52. Jagdgeschwader stationiert: Es umfasst eine F16-Kampfjet-Staffel mit mindestens 24 Flugzeugen. Zur US-Base gehören rund 4000 US-Soldaten.

+++ 16.17 Uhr: Militärflugzeug nahe Trier abgestürzt – Pilot im Krankenhaus +++

In Rheinland-Pfalz ist am Dienstag ein US-Militärflugzeug abgestürzt. Es handle sich um einen F-16-Kampfjet, teilte die Luftwaffe in Berlin mit. Der Pilot konnte sich nach Angaben der Polizei in Trier mit Hilfe des Schleudersitzes retten und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Nach Angaben des Ortsbürgermeisters des Ortes Zemmer stürzte die Maschine dort über einem Waldgebiet ab.

+++ 16.05 Uhr: IWF prognostiziert weltweite Wachstumsdelle +++

Die globale Wirtschaft befindet sich nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) in einer Phase der "gleichzeitigen Abschwächung". Auch wegen der anhaltenden Handelskonflikte sei für dieses Jahr, mit dem schwächsten Wirtschaftswachstum seit Beginn des Jahrzehnts zu rechnen, sagte die neue IWF-Chefin Kristalina Georgiewa laut Redemanuskript in Washington.

Der IWF werde seine offiziellen Prognosen für 2019 und 2020 in der nächsten Woche nach unten korrigieren, kündigte Georgiewa an. In diesem Jahr erwarte der IWF "langsameres Wachstum in fast 90 Prozent der Welt", sagte die Ökonomin.

Die 66-jährige Bulgarin leitet den IWF seit dem 1. Oktober. Sie übernahm das Amt von der Französin Christine Lagarde. Vorher war Georgiewa unter anderem Geschäftsführerin der Weltbank und EU-Kommissarin.

+++ 15.58 Uhr: Söder: CSU will bei Kanzlerkandidatur mitreden +++

CSU-Chef Markus Söder sieht eine sogenannte Urwahl in der CDU zur Entscheidung der Kanzlerkandidatur kritisch – und besteht ohnehin auf einem Mitspracherecht seiner Partei. "Die CSU will natürlich mitreden, was in Deutschland passiert. Und wenn es um den Kanzlerkandidaten geht, wird es ein Mitspracherecht der CSU geben müssen", sagte Söder dem "Straubinger Tagblatt".

+++ 15.12 Uhr: Deutsche Bank verhandelt weiter über geplanten Stellenabbau +++

Die Deutsche Bank verhandelt dem Vernehmen nach weiter mit Arbeitnehmervertretern über Modalitäten des geplanten Stellenabbaus in Deutschland. Einen Agenturbericht, wonach von den 18.000 weltweit auf der Kippe stehenden Jobs, etwa die Hälfte in Deutschland gestrichen werden könnte, wollte das Kreditinstitut nicht kommentieren.

"Dort, wo es zu einem Abbau von Arbeitsplätzen kommen wird, werden wir direkt mit unseren Mitarbeitern über ihre Arbeitsplätze und die ihnen zur Verfügung stehenden Alternativen sprechen", teilte die Bank auf Anfrage mit. Man werde alles tun, um bei der Umsetzung der Veränderungen so verantwortungsbewusst und sensibel wie möglich zu sein.

Im Zuge des Anfang Juli verkündeten radikalen Konzernumbaus will Deutschlands größtes Geldhaus die Zahl der Vollzeitstellen bis zum Ende des Jahres 2022 um rund 18.000 etwa 74.000 schrumpfen. Ende März 2019 hatte die Deutsche Bank auf Vollzeitkräfte umgerechnet weltweit knapp 91.500 Mitarbeiter, davon gut 41.500 in Deutschland. Vorstandschef Christian Sewing hatte in einem Interview gesagt: "Natürlich wird auch in Deutschland eine substanzielle Zahl an Stellen wegfallen." Details nannte er nicht.

+++ 15.08 Uhr: Antrag abgelehnt: Keine Haftentlassung für Holocaust-Leugnerin +++

Die Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck muss weiter im Gefängnis bleiben. Das Oberlandesgericht Hamm (OLG) hat eine Entscheidung des Landgerichts Bielefeld bestätigt, nach der die Haftstrafe der heute 90-Jährigen nicht zur Bewährung ausgesetzt wird. Das sagte ein Sprecher des OLG.

Seit Mai 2018 sitzt sie wegen mehrfacher Volksverhetzung im geschlossenen Vollzug in Bielefeld-Brackwede zwei Strafen der Landgerichte Detmold und Verden ab. Laut Strafgesetzbuch können Häftlinge unter bestimmten Voraussetzungen eine vorzeitige Haftentlassung beantragen. Das Landgericht Bielefeld sah für Haverbeck allerdings keine günstige Prognose und lehnte ihren Antrag ab. Das OLG entschied bereits am 24. September, dass die Beschwerde Haverbecks gegen diese Entscheidung unbegründet ist.

+++ 14.49 Uhr: Franzosen müssen homöopathische Mittel ab 2021 selbst bezahlen +++

Patienten in Frankreich müssen homöopathische Mittel künftig aus eigener Tasche bezahlen: Ab 2021 werden solche Medikamente nicht mehr von der Krankenkasse erstattet. Das geht aus einer Verordnung des französischen Gesundheitsministeriums hervor, die mit ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt in Kraft trat. Grund sind massive Zweifel an der Wirksamkeit der sogenannten Globuli.

Derzeit werden in Frankreich 30 Prozent der Kosten für homöopathische Mittel von den Kassen erstattet. Ab dem Jahreswechsel wird der Anteil gemäß der Neuregelung auf 15 Prozent gesenkt, 2021 endet die Kostenübernahme ganz.

+++ 14.48 Uhr: Sommer 2019: Deutlich mehr Tote in Österreichs Bergen +++

In den österreichischen Alpen sind im Sommer 2019 162 Menschen tödlich verunglückt. Die Zahl der Toten stieg damit um fast 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und auch deutlich im Vergleich zum Mittelwert der vergangenen zehn Jahre (143). Das teilte das Kuratorium für alpine Sicherheit in Innsbruck mit.

Die Zahl aller Unfallopfer im alpinen Raum – darunter zählen alle Verletzten und Toten – blieb im Vergleich zum Vorjahr konstant und lag bei 2230. 38 Prozent der Verunglückten kamen aus Deutschland. Die weitaus meisten Unfälle (36 Prozent) ereigneten sich im österreichischen Bundesland Tirol.

+++ 14.42 Uhr: Mitarbeiter der Naumann-Stiftung wegen Erdogan-Beleidigung verurteilt +++

Ein deutscher Mitarbeiter der Friedrich-Naumann-Stiftung in Istanbul ist wegen Präsidentenbeleidigung zu rund einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Strafmaß von 11 Monaten und 20 Tagen sei auf fünf Jahre Bewährung ausgesetzt worden, sagte sein Anwalt Veysel Ok. Die Verhandlung am Istanbuler Caglayan-Gericht habe eine halbe Stunde gedauert. Der Prozess gegen Aret D. hatte im März begonnen.

Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Karl-Heinz Paqué, sprach in einer am Nachmittag verschickten Mitteilung von einem "weiteren dunklen Schatten" auf dem türkischen Rechtsstaat. "Wieder einmal wird die freie Meinungsäußerung in der Türkei unter Strafe gestellt."

+++ 14.39 Uhr: Details zu Berliner Babyleiche unklar +++

Im Fall des toten Säuglings von Berlin-Lichtenrade sind die Hintergründe und viele Details weiter unklar. Bei dem am Montagmorgen gefundenen toten Kind handle es sich um ein Mädchen, die Leiche habe ein paar Tage an der Fundstelle gelegen, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Berlin am Dienstag. Die Leiche ist den Angaben zufolge mittlerweile obduziert, die Todesursache aber noch unklar. Die Mutter sei noch nicht ermittelt, sagte der Sprecher weiter. "Es gibt noch keine heiße Spur, die Ermittlungen laufen." Ein Spaziergänger hatte das tote Kind tags zuvor gefunden und die Polizei alarmiert.

+++ 14.28 Uhr: Türkei: Vorbereitungen für Militäroffensive auf Nordsyrien "abgeschlossen" +++

Die Türkei hat nach eigenen Angaben ihre Vorbereitungen für die Militäroffensive in Nordsyrien abgeschlossen. "Alle Vorbereitungen für den Einsatz sind abgeschlossen", teilte das türkische Verteidigungsministerium am Dienstag im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. In Washington wurde derweil in den Reihen der Republikaner die Kritik an US-Präsident Donald Trump wegen des US-Truppenabzugs von der türkisch-syrischen Grenze immer lauter.     

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte am Montag erklärt, die Militäroffensive auf das von den Kurden kontrollierte Gebiet in Nordsyrien könne jederzeit beginnen. Wenige Stunden zuvor hatten die USA Soldaten aus Stellungen in Nordsyrien abgezogen und damit das Feld für eine türkische Militäroffensive geräumt.

+++ 14.04 Uhr: Umfrage: Großteil der Wähler in Thüringen sieht AfD zu weit rechts +++

Trotz der erwarteten hohen Stimmenanteile für die AfD bei der Landtagswahl in Thüringen wird die Partei von einem Großteil der Wähler kritisch eingeschätzt. In einer am Dienstag in Erfurt veröffentlichten Studie des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) gaben mit 72 Prozent fast drei Viertel der Befragten an, die AfD stehe aus ihrer Sicht zu weit rechts. Mit 51 Prozent ist nur gut die Hälfte der Auffassung, dass die AfD keine "normale demokratische Partei" sei.    

Eine Regierungsbeteiligung der AfD wird von den Befragten mehrheitlich abgelehnt, wobei 55 Prozent aus Sicht des IDZ "eine besorgniserregend knappe Mehrheit" ist. Nicht ganz ein Drittel von 30 Prozent der Befragten befürworten eine Regierungsbeteiligung und 15 Prozent sind zumindest teilweise dafür, der Partei Mitverantwortung zu übertragen.

+++ 13.54 Uhr: Insgesamt elf Elefanten nach Hilfsversuch an Wasserfall tot +++

Beim Versuch, ein ertrinkendes Jungtier zu retten, sind in einem thailändischen Nationalpark mehr als die fünf bislang bekannten Elefanten gestorben. Mithilfe von Drohnenaufnahmen von dem Gelände des Wasserfalls Haew Narok seien fünf weitere tote Elefanten gesichtet worden, teilte der Gouverneur der Provinz Nakhon Nayok, Nuttapong Sirichana, auf einer Pressekonferenz mit. Der Wasserpegel sei aktuell aber zu hoch und die Strömung zu stark, als dass Einsatzkräfte das Areal selbst untersuchen könnten. 

Thailand: Elf Elefanten ertrinken im Fluss – Retter kümmern sich um die letzten zwei Tiere der Herde

Den Angaben nach waren Ranger des Parks Khao Yai am frühen Samstagmorgen auf die verzweifelten Laute zweier Elefanten an dem Wasserfall aufmerksam geworden. Extrem entkräftet sollen diese versucht haben, sich durch die Strömung zu einem etwa drei Jahre alten Elefantenkalb zu kämpfen. Das Junge ertrank. Einsatzkräften gelang es aber, die beiden ausgewachsenen Elefanten zu retten. Später entdeckten Parkaufseher die Kadaver fünf weiterer Elefanten, die ebenfalls den steilen Wasserfall herabgestürzt waren.

+++ 13.49 Uhr: Haar im Frühstück: Mann schert zur Strafe seiner Frau den Kopf blutig +++

Wegen eines Haars in seinem Frühstück hat ein Mann in Bangladesch seine Frau brutal misshandelt. Der Mann aus einem Dorf im nordwestlichen Bezirk Joypurhat sei über das Haar in seinem Milchreis derart außer sich geraten, dass er zum Messer gegriffen und damit den Kopf seiner Frau blutig geschoren habe, sagte der örtliche Polizeichef Shahriar Khan der Nachrichtenagentur AFP. Dem 35-Jährigen drohten wegen schwerer Körperverletzung 14 Jahre Haft.

Frauen in Bangladesch werden nach Angaben von Aktivisten trotz aller Gesetze immer wieder Opfer von Repressionen und Gewalt. Im ersten Halbjahr seien 630 Frauen vergewaltigt worden, erklärte die örtliche Frauenrechtsgruppe Ain o Salish Kendra. 37 seien anschließend ermordet worden, sieben weitere hätten sich das Leben genommen.

+++ 13.39 Uhr: Kretschmann für Tempolimit auf Autobahnen +++

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann befürwortet ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen. "Das wäre höchst vernünftig, das zu machen", sagte der Grünen-Politiker in Stuttgart. Wer schneller fahre, verbrauche mehr Sprit. Daher sei ein Tempolimit für den Klimaschutz sinnvoll. Außerdem würde es die Unfallgefahr senken und die Kapazitäten von Straßen erhöhen, betonte Kretschmann: "Es spricht quasi alles dafür."

Die Grünen wollen im Bundestag eine namentliche Abstimmung über eine Maximalgeschwindigkeit von 130 Stundenkilometern herbeiführen. Bisher seien die Grünen mit dem Anliegen immer gescheitert, sagte Kretschmann. Das Thema werde in Deutschland anders diskutiert als in anderen Ländern. "Was dem Ami die Waffe, ist dem Deutschen das Rasen."

+++ 13.18 Uhr: Bürger sollen Online-Übersicht über ihre Daten bei Behörden bekommen +++

Die Menschen in Deutschland sollen nach Plänen von Digital-Staatsministerin Dorothee Bär (CSU) künftig online verfolgen können, welche Behörden persönliche Daten von ihnen verarbeiten. Am Mittwoch soll das Kabinett das Vorhaben verabschieden. Wann es an den Start gehen könnte, ist allerdings noch unklar.

Auf dem geplanten Online-Portal sollten die häufigsten Fragen übersichtlich beantwortet werden, sagte Bär in Berlin: "Welche Stelle hat die Daten über mich gespeichert? Welche Daten sind über mich gespeichert? Wann und von wem und zu welchem Zweck wurde auf meine personenbezogenen Daten zugegriffen?" Bürgerinnen und Bürger sollten aber auch entscheiden können, ob sie dem Datenaustausch zwischen Behörden überhaupt zustimmen. Wer das tut, müsste dann beim Kontakt mit einer anderen Behörde nicht wieder sämtliche persönliche Details neu nennen.

+++ 13.14 Uhr: Buschfeuer wüten im Osten Australiens +++

Zahlreiche Buschbrände toben derzeit im Osten Australiens. Allein im Bundesstaat New South Wales brannten 46 Busch- und Grasfeuer, wie die örtliche Feuerwehr auf Twitter mitteilte. Die Brände breiteten sich schnell aus, warnte die Feuerwehr und sprach Notfallwarnungen für mehrere Teile des Bundesstaats aus.

Besonders betroffen war demnach der Norden von New South Wales. Im Ort Rappville, etwa 180 Kilometer südlich der Metropole Brisbane, seien mehrere Gebäude zerstört worden, teilte die Feuerwehr weiter mit. Sie forderte die Bewohner der Region auf, ihre Häuser zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen.

+++ 13.09 Uhr: Nach Klima-Blockaden Potsdamer Platz in Berlin geräumt +++

Nach dem Protest von Umweltaktivisten und der Räumung durch die Polizei ist der Potsdamer Platz in Berlin wieder für den Verkehr freigeben worden. Am frühen Mittag rollten die Autos wieder über die zentrale Kreuzung. Zuvor hatte die Polizei den Platz nach einer seit Montag andauernden Blockade der Bewegung Extinction Rebellion friedlich geräumt. Angekettete Demonstranten wurden befreit und von der Kreuzung geholt.

Am zweiten Protestort – an der Siegessäule – harrten nach Angaben eines Reporters auch am Dienstag weiter Hunderte Demonstranten bei Regen unter Planen aus.

+++ 13.07 Uhr: Kramp-Karrenbauer lehnt Urwahl des CDU-Kanzlerkandidaten ab +++

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat sich in der Debatte über eine mögliche Urwahl zur Entscheidung der Kanzlerkandidatur ablehnend geäußert. "Die Union hat bisher mit guten Gründen immer gesagt, dass sie diesem Weg nicht folgt", sagte Kramp-Karrenbauer in der RTL/n-tv-Sendung "Frühstart". Man müsse jetzt die Entscheidung auf dem Deutschlandtag der Jungen Union abwarten und dann möglicherweise auch eine Debatte auf dem Parteitag. "Man wird sehen, wie die Delegierten sich verhalten werden." Als Parteichefin hätte Kramp-Karrenbauer zwar den ersten Zugriff auf die Kandidatur. Wegen schwacher Umfragewerte wird in der CDU aber über einen Mitgliederentscheid in der K-Frage diskutiert.

+++ 13.02 Uhr: Viele Politikerinnen im Bundestag Opfer digitaler Gewalt +++

Viele der weiblichen Abgeordneten im Bundestag sind einer Umfrage zufolge mit Hass und Bedrohung im Netz konfrontiert. 87 Prozent der Befragten wurden Opfer von Hassrede – einige gaben an, nahezu täglich mit digitaler Gewalt umgehen zu müssen, wie aus einer Umfrage des ARD-Magazins "Report München" unter Parlamentarierinnen hervorgeht. Oft sei das Aussehen Thema, auch mit Vergewaltigungen werde gedroht. 57 Prozent der Befragten quer durch alle Parteien haben demnach mit sexistischen Kommentaren zu kämpfen.

+++ 12.58 Uhr: AfD nach Umfrage vor SPD – Union gewinnt leicht dazu +++

Die AfD liegt einer Umfrage zufolge in der Wählergunst weiter vor der SPD. Die Rechtspopulisten kommen auf 16 Prozent, die SPD auf 13 Prozent, wie eine Befragung des Instituts Insa für die "Bild"-Zeitung zeigt. Wenn am Sonntag gewählt werden würde, wäre die AfD damit in Deutschland drittstärkste Kraft hinter Union und Grünen.

Nach der Umfrage bauen CDU/CSU ihren Vorsprung vor den Grünen weiter aus und kommen auf 27 Prozent (plus 0,5). Die Grünen verlieren einen Punkt und landen bei 21 Prozent. Linke und FDP legen dagegen etwas zu: Die Linke kommt demnach auf 9 Prozent (plus 1) und die FDP auf 8,5 Prozent (plus 0,5).

+++ 12.40 Uhr: Gestohlenes Heinz-Erhardt-Denkmal wieder aufgetaucht +++

Das vor rund drei Wochen in Göttingen gestohlene Denkmal des Schauspielers Heinz Erhardt (1909-1979) ist wieder aufgetaucht. Das zwei Meter hohe und rund 20 Kilogramm schwere Denkmal sei in der Göttinger Innenstadt an einen Baum gelehnt gefunden worden, sagte eine Polizeisprecherin. "Es ist auch nicht stark beschädigt, nur am Fuß ist es etwas verbogen", sagte die Sprecherin. Noch befinde es sich in der Polizeiwache. Die Beamten suchen weiter nach den Tätern.

Das Denkmal war am 15. September von Unbekannten mit Gewalt von seinem Sockel auf dem Heinz-Erhardt-Platz gerissen worden. Es entstand ein Schaden von mehreren Tausend Euro. Das Denkmal, das 2003 aufgestellt wurde, zeigt Erhardt in seiner Rolle als Verkehrspolizist Eberhard Dobermann aus dem Film "Natürlich die Autofahrer" von 1959, der in Göttingen gedreht wurde

+++ 12.19 Uhr: Louvre weiht Mega-Kunstlager in Nordfrankreich ein +++

Der Louvre hat am Dienstag seinen riesigen Kunstbunker in Liévin bei Lens im Norden Frankreichs eingeweiht. Bis 2024 sollen rund 250.000 Werke umziehen, die derzeit noch im Louvre und mehr als 60 Standorten in und außerhalb Paris gelagert sind. Kulturminister Franck Riester sagte, die Einrichtung sei "einzigartig". Er sei stolz, Kulturminister eines Landes zu sein, das zu solchen Projekten in der Lage sei, fügte Riester hinzu.

Der rund 18 500 Quadratmeter große Betonbunker wurde von dem renommierten britischen Architektenbüro Roger Stirk Harbour + Partners entworfen. Die Kosten werden auf rund 60 Millionen Euro beziffert. Der Louvre verlagert einen Teil seiner Kunstschätze, um sie vor den häufigen Hochwassern der Seine in Sicherheit zu bringen.

+++ 12.35 Uhr: Listerien-Fälle in Niedersachsen – stammt Keim aus hessischer Firma? +++

Die mit Keimen belasteten Wurstwaren der hessischen Firma Wilke haben möglicherweise auch in Niedersachsen Krankheiten verursacht. Ein Sprecher des Landesgesundheitsamtes sagte, insgesamt seien drei Fälle bekannt, in denen ein Listerientyp nachgewiesen wurde, der mit hoher Wahrscheinlichkeit im Zusammenhang mit dem hessischen Wurstbetrieb steht. Die Keime seien genetisch eng mit den Listerien verwandt, die in den Waren der Firma Wilke nachgewiesen wurden. Zuvor hatte der Norddeutsche Rundfunk über die Listerienfälle in Niedersachsen berichtet.

Die drei erkrankten Menschen sind laut Landesgesundheitsamt zwischen 50 und 90 Jahre alt. Zwei von ihnen sind gestorben – einer von ihnen starb an einer anderen Erkrankung, bei der zweiten Person habe nicht ermittelt werden können, ob die Listeriose-Erkrankung die Todesursache war. Zwei der Fälle sind im Frühjahr 2019 ermittelt worden, der andere Fall stammt aus dem vergangenen Jahr.

+++ 12.23 Uhr: Studie: Fast jeder fünfte Heranwachsende zeigt Symptome einer Essstörung +++

Knapp 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland zeigen Symptome einer Essstörung. Dies geht aus aktuellen Daten der "Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland" hervor, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilte. Ein erhöhtes Risiko für Essstörungssymptome haben den nun im Bundesgesundheitsblatt veröffentlichen Ergebnissen zufolge vor allem Heranwachsende mit emotionalen Problemen und niedrigem familiären Zusammenhalt.

+++ 12.20 Uhr: Kramp-Karrenbauer im Nordosten Malis bei deutschen UN-Soldaten +++

Mit einem Besuch bei deutschen UN-Soldaten informiert sich Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer über die Einsatzbedingungen in dem westafrikanischen Land. Die CDU-Politikerin traf im Camp Castor bei Gao im Nordosten des Landes ein. Von dort aus ist die Bundeswehr als Teil der UN-Mission Minusma im Einsatz. Die UN-Mission gilt als der gefährlichste derzeit laufende Auftrag.

+++ 12.09 Uhr: Busse und Bahnen umrunden pro Tag 240 Mal die Erde +++

Verbraucher in Deutschland haben im vergangenen Jahr Busse und Bahnen des  öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) für fast 11,6 Milliarden Fahrten genutzt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, legten Linienbusse, Straßenbahnen sowie Eisenbahnen und S-Bahnen 2018 zusammen mehr als 3,5 Milliarden Kilometer zurück. Rechnerisch entspricht das 9,6 Millionen Kilometern pro Tag oder 240 Erdumrundungen.

Am häufigsten nutzen Fahrgäste im ÖPNV dabei Linienbusse, auf die 72 Prozent der gefahrenen Strecke entfallen. Danach folgen Eisenbahnen und S-Bahnen mit 19 Prozent sowie Straßenbahnen mit 8,8 Prozent

+++ 11.58 Uhr: Physik-Nobelpreis geht an Astrophysiker-Trio +++

Der Nobelpreis für Physik geht in diesem Jahr jeweils zur Hälfte an James Peebles (Kanada/USA) sowie an Michel Mayor (Schweiz) und Didier Queloz (Schweiz) für ihre Beiträge zum Verständnis des Universums und des Platzes der Erde im Kosmos. Das teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften am Dienstag in Stockholm mit.

Peebles Arbeiten lieferten die Grundlage für unser Verständnis der Geschichte des Universums vom Urknall bis heute, hieß es. Die beiden Schweizer Forscher hatten 1995 den ersten Exoplaneten entdeckt, der um einen sonnenähnlichen Stern kreist. Die höchste Auszeichnung für Physiker ist insgesamt mit umgerechnet etwa 830 000 Euro (9 Millionen Schwedischen Kronen) dotiert.

Seit der ersten Vergabe im Jahr 1901 haben 209 Forscher den Physik-Nobelpreis erhalten, darunter drei Frauen. Der US-Amerikaner John Bardeen bekam ihn zweimal.

 

+++ 11.34 Uhr: Seehofer hofft auf Unterstützung anderer Länder für Seenotrettung +++

Bundesinnenminister Horst Seehofer erwartet bei Gesprächen mit seinen EU-Kollegen zur Seenotrettung keine Entscheidung, hofft aber auf Unterstützung anderer Länder. "Es war von vorneherein für heute klar, dass es heute keine Beschlüsse gibt", sagte der CSU-Politiker am Dienstag beim EU-Innenministertreffen in Luxemburg. Bei den Beratungen solle den anderen EU-Staaten die Malta-Vereinbarung zur Verteilung aus Seenot geretteter Migranten vorgestellt werden. Dann werde man sehen, welche Staaten sich in den kommenden Wochen und Monaten beteiligen könnten.

+++ 11.22 Uhr: Klimaaktivisten blockieren Brücke und Platz in Paris +++

Klimaaktivisten des Bündnisses Extinction Rebellion haben eine Brücke und einen Platz im Zentrum von Paris besetzt. Bis zu 300 Anhänger der Bewegung zelteten die Nacht zum Dienstag im strömenden Regen auf der Brücke Pont au Change in der Nähe der Kathedrale Notre-Dame und auf dem benachbarten Châtelet-Platz. Die Polizei war nicht eingeschritten, als Aktivisten die Brücke blockierten, die auf die Seine-Insel Île de la Cité führt.

"Hier rebellieren wir", stand auf einem Banner. "Unser Wirtschaftssystem beutet die Tier- und Pflanzenwelt aus", erklärte das Bündnis im Kurzbotschaftendienst Twitter. Die Aktivisten wollen ihre Blockade in Paris bis Mittwoch aufrecht erhalten. 

+++ 11.21 Uhr: Ordnungsgeld gegen AfD-Abgeordneten – Karlsruhe weist Klage ab +++

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Petr Bystron hat wegen eines gegen ihn verhängten Ordnungsgeldes vergeblich das Bundesverfassungsgericht angerufen. Die Richter verwarfen seinen Antrag gegen Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) als unzulässig. Das teilte das Gericht in Karlsruhe am Dienstag mit. Bystron hätte zuerst beim Bundestag Einspruch einlegen müssen, hieß es. So fehle das Rechtsschutzbedürfnis. 

Bystron hatte in der Sitzung vom 14. März 2018 ein Ordnungsgeld von 1000 Euro kassiert. An diesem Tag wählte der Bundestag Angela Merkel (CDU) erneut zur Kanzlerin. In der Wahlkabine machte Bystron ein Foto von seinem Stimmzettel mit angekreuztem "Nein". Das Bild verbreitete er auf Twitter und schrieb dazu: "Nicht meine Kanzlerin".

+++ 11.19 Uhr: Deutscher Fernsehpreis kehrt als Samstagabendshow zurück +++

Der Deutsche Fernsehpreis soll nächstes Jahr als große Samstagabendshow auf den TV-Bildschirm zurückkehren. Die 21. Verleihung werde am 6. Juni 2020 live um 20.15 Uhr von RTL aus Köln übertragen werden, teilte das Sekretariat des Preises in Köln mit. Als federführender Sender richte RTL den Preis neu aus. In den vergangenen Jahren hatte die Gala eher ein Schattendasein geführt.

Wie früher soll die Show wieder im Kölner Coloneum stattfinden, einem Studiozentrum im wenig glamourösen Stadtteil Ossendorf. Eine Sprecherin betonte jedoch, dass das Konzept völlig neu sein werde. Die Preisverleihung werde eine "große dynamische, emotionsgeladene Inszenierung" werden und als solche nicht mit den früheren Veranstaltungen vergleichbar sein. Genaueres werde RTL zu gegebener Zeit mitteilen. Der Deutsche Fernsehpreis wird seit 1999 von den großen TV-Anbietern vergeben – Stifter sind die Intendanten und Geschäftsführer von ARD, ZDF, RTL und Sat.1.

+++ 11.07 Uhr: Illegaler Drogenhandel: Elf Menschen in Vietnam zum Tode verurteilt +++

Wegen illegalen Drogenhandels sind in Vietnam elf Menschen zum Tode verurteilt worden. Ein Gericht in Ho-Chi-Minh-Stadt verhängte die Todesstrafe über acht Mitglieder eines Drogenrings, wie die Zeitung "Viet Nam News" am Dienstag berichtete. Sie sollen 132 Kilo Heroin und 55 Kilo Crystal Meth aus Laos nach Vietnam geschmuggelt und dort verkauft haben. Ein weiteres Mitglied der Gruppe erhielt demnach lebenslänglich. Der Fall war im Juli 2018 bei einer Polizeirazzia ans Licht gekommen.

In einem weiteren Fall des Drogenhandels in der Provinz Son La, westlich der Hauptstadt Hanoi, wurden laut einem Bericht der Tageszeitung "VnExpress" drei Menschen zum Tode verurteilt. Drei weitere erhielten Gefängnisstrafen von 18 Jahren bis lebenslänglich.

+++ 11:01: Wohnungsdurchsuchung in Langen nach Lkw-Zwischenfall in Limburg +++

Nach dem Zwischenfall mit einem Lastwagen in Limburg ist in der Nacht zum Dienstag eine Wohnung im südhessischen Langen durchsucht worden. Die Maßnahme stehe im Zusammenhang mit den Geschehnissen in Limburg, sagte eine Polizeisprecherin in Offenbach. Weitere Details nannte sie nicht. Zuvor hatte die "Offenbach-Post" darüber berichtet.

An dem Einsatz in Langen war der Sprecherin zufolge ein Spezialeinsatzkommando (SEK) beteiligt. In Limburg war ein Syrer am Montag mit einem gestohlenen Lastwagen in mehrere Autos gefahren und hatte diese zusammengeschoben. Dabei wurden neun Menschen leicht verletzt, darunter der Fahrer. Sein Motiv ist bislang noch völlig unklar.

+++ 10.57 Uhr: Erneut Schüler in Südafrika erstochen +++

Kurz nach einer tödlichen Attacke mit einer Schere ist in Südafrika ein weiterer Junge von Mitschülern erstochen worden. Dabei handele es sich um einen 16-Jährigen aus dem Küstenort Mossel Bay, teilte die Polizei am Dienstag mit. Drei seiner Mitschüler seien als Tatverdächtige festgenommen worden. Sie sollen mit Messern auf ihn eingestochen haben. Das Opfer starb im Krankenhaus an seinen schweren Stichwunden. In Sebokeng bei Johannesburg war zuvor ein Schüler einer Township-Schule mit einer Schere erstochen worden. Laut der Kriminalstatistik in Südafrika nahm die Zahl der von Jugendlichen begangenen Tötungsdelikte zwischen 2018 und 2019 stark zu.

+++ 10.56 Uhr: Nur jeder zehnte Deutsche lässt sich gegen Grippe impfen +++

Nur jeder zehnte Bundesbürger lässt sich gegen Grippe impfen. Wie die Techniker Krankenkasse (TK) am Dienstag in Hamburg mitteilte, waren in der Saison 2017/2018 bei den über 60-Jährigen, für die die Impfung ausdrücklich empfohlen ist, bundesweit auch nur rund ein Drittel (33,4 Prozent) geimpft. Das EU-Ziel, 75 Prozent der älteren Menschen gegen Grippe zu impfen, wird damit deutlich verfehlt.    

Die Zahlen zeigen demnach allerdings starke Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland. Insgesamt sind die Impfquoten im Osten deutlich höher. Während sich in Sachsen-Anhalt 27 Prozent und in Sachsen 22 Prozent der TK-Versicherten in der vergangenen Saison gegen Grippe impfen ließen, waren es in Baden-Württemberg und Bayern je nur sieben Prozent. Auch Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz haben mit neun Prozent eine einstellige Quote. In der Hauptstadt Berlin waren 13 Prozent gegen Grippe geimpft.

+++ 10.50 Uhr: Deutsche Bahn baut Fernverkehrsangebot in Ostdeutschland aus +++

Die Deutsche Bahn baut ihr Angebot an Fernverkehrsverbindungen in vier ostdeutschen Bundesländern aus. Zwischen Dresden, Berlin und Rostock verkehrt ab Mitte Dezember eine neue Intercity-Linie mit zunächst täglich zehn Fahrten, wie der Konzern mitteilte. Ab März soll diese Verbindung täglich im Zwei-Stunden-Takt 16 Mal angeboten werden.

Damit bekommen sechs Orte entlang der Strecke wieder einen regelmäßigen Fernverkehrsanschluss. Dazu gehören Oranienburg und Elsterwerda in Brandenburg sowie Neustrelitz und Waren (Müritz) in Mecklenburg-Vorpommern. Im Mai kommenden Jahres sollen Warnemünde und der Flughafen Schönefeld hinzukommen. Sobald der neue Hauptstadtflughafen BER eröffnet, werde dieser Stopp dorthin verlagert, hieß es.

+++ 10.37 Uhr: Obduktion: Opfer in Kitzbühel aus kurzer Distanz erschossen +++

Die Opfer der Gewalttat von Kitzbühel sind aus kurzer Distanz erschossen worden. Das ergab die Obduktion der Leichen, wie die Polizei berichtete. Das Messer und der Baseballschläger, die der 25-jährige Tatverdächtige bei sich hatte, seien hingegen nicht verwendet worden. "Hinsichtlich der Anzahl der abgegebenen Schüsse und Treffer ergeht aus taktischen und aus Pietätsgründen keine detaillierte Bekanntgabe", hieß es. Der 25-jährige Österreicher hatte gestanden, am Sonntag seine 19 Jahre alte Ex-Freundin aus Eifersucht erschossen zu haben. Er habe auch ihren neuen Freund, ihre Eltern und ihren Bruder getötet, hatte er bei der Polizei zugegeben.

"Es geht uns allen sehr schlecht, auch meinem Sohn", sagte die Mutter des Tatverdächtigen dem Portal RTL.de. Ihr Sohn und die 19-Jährige seien seit fünf Jahren zusammen gewesen und hätten im kommenden Jahr heiraten wollen. Laut Polizei hatte sich das Paar vor zwei Monaten getrennt. Von vielen Bewohnern in Kitzbühel sei ihrer Familie Unterstützung angeboten worden. "Wir haben sehr viele Nachbarn, Bekannte in der Stadt. Wir haben von überall Hilfe angeboten bekommen", sagte die Frau weiter.

+++ 10.34 Uhr: Jörg Hofmann im Amt des IG-Metall-Vorsitzenden bestätigt +++

Jörg Hofmann bleibt weitere vier Jahre Vorsitzender der IG Metall. Die Delegierten der größten Einzelgewerkschaft der Welt bestätigten den 63 Jahre alten Württemberger beim 24. ordentlichen Gewerkschaftstag in Nürnberg mit 71 Prozent der Stimmen im Amt. 131 der 478 abstimmenden Delegierten hatten gegen Hofmann votiert.

Hofmann ist seit 2015 Gewerkschaftschef. Vor vier Jahren hatte er noch 91,3 Prozent der Stimmen erhalten. Hofmann gilt als ausgewiesener Tarifexperte. Er sitzt als Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsräten von VW und Bosch. Für die Wahl am Dienstag war er einziger Kandidat für den Vorsitz.

Auch die übrigen Vorstandsmitglieder wurden einstimmig zur Wiederwahl vorgeschlagen, Gegenkandidaten meldeten sich zunächst nicht. Somit wird damit gerechnet, dass Hofmanns Stellvertreterin Christiane Benner, Hauptkassierer Jürgen Kerner sowie vier weitere Vorstandsmitglieder ebenfalls im Amt bestätigt werden.

+++ 09.57 Uhr: Bundesanwaltschaft: Derzeit nicht zuständig für Vorfall von Limburg +++

Die Bundesanwaltschaft sieht den Lkw-Zwischenfall von Limburg zum jetzigen Zeitpunkt nicht in ihrer Zuständigkeit. Das sagte ein Sprecher der Karlsruher Behörde auf Anfrage. Man habe das Geschehen aber im Blick und stehe in engem Kontakt mit den hessischen Strafverfolgungsbehörden. Nähere Angaben machte er nicht. Die Bundesanwaltschaft ist für Ermittlungen bei Terrorverdacht zuständig.

In der hessischen Kleinstadt war ein Mann am späten Montagnachmittag mit einem gestohlenen Lastwagen auf acht Autos aufgefahren und hatte sie ineinander geschoben. Dabei wurden acht andere Menschen leicht verletzt. Nach Informationen aus Sicherheitskreisen handelt es sich um einen 1987 geborenen Syrer, der seit 2015 in Deutschland lebt.

+++ 09.49 Uhr: Billigflieger Easyjet verdient deutlich weniger als im Vorjahr +++

Der britische Billigflieger Easyjet hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen deutlichen Gewinnrückgang verbucht. Der um Sonderposten bereinigte Vorsteuergewinn dürfte 420 bis 430 Millionen britische Pfund (471 bis 482 Mio Euro) erreichen, wie das Unternehmen in Luton bei London mitteilte. Damit liegt das Ergebnis im Ende September beendeten Geschäftsjahr klar unter dem Vorjahreswert von 578 Millionen. Die von Konzernchef Johan Lundgren genannten Zahlen liegen aber im oberen Bereich der zuvor ausgegebenen Prognose von 400 bis 440 Millionen Pfund. Analysten hatten im Schnitt mit 424 Millionen gerechnet.

Im Gesamtjahr wuchs die Zahl der Passagiere um 8,6 Prozent auf 96 Millionen. Easyjet hatte das Flugangebot allerdings um 10,3 Prozent ausgeweitet, sodass die Auslastung der Maschinen vorläufigen Zahlen zufolge um 1,4 Prozentpunkte zurückging. Im Gesamtjahr nahm der Konzern je Passagier weniger ein. In der zweiten Jahreshälfte ging es aber aufwärts, nachdem der Billigflieger zuvor von einem leichten Rückgang ausgegangen war.

+++ 09.46 Uhr: Umweltschutzbewegung setzt Blockade in Paris fort +++

Demonstranten der Umweltbewegung Extinction Rebellion haben ihre Blockade in der Pariser Innenstadt fortgesetzt. Wie der Nachrichtensender BFMTV  berichtete, besetzten mehrere Hundert Aktivisten weiter einen zentralen Platz in der Nähe der Seine und eine Brücke. Von besonderen Vorfällen in der Nacht war keine Rede.

+++ 09.09 Uhr: Bericht: Fast jeder NRW-Bürger hatte Zugang zu Wilke-Wurstwaren +++

Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen geht das Landesamt für Umwelt- und Naturschutz (Lanuv) davon aus, dass fast jeder Bürger Zugang zu womöglich keimbelasteten Waren des hessischen Wurstherstellers Wilke hatte. "Wilke war ein großer Lieferant und stellte auch Vorprodukte für Eigenmarken anderer Unternehmen her", sagte Lanuv-Sprecher Wilhelm Deitermann der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Dienstagsausgabe). Vom Rückruf der Wilke-Wurstwaren seien in Nordrhein-Westfalen hunderte Unternehmen betroffen.    

"Flächendeckend dürfte fast jeder Verbraucher in NRW einen Zugang zu den Waren der Firma Wilke gehabt haben", sagte Deitermann der Zeitung. "Wilke selbst hat seine Kunden, dazu gehören Großhändler, Altenheime, Krankenhäuser und andere Betriebe, über seine Kundenliste angeschrieben und zum Rückruf aller Wurst- und Fleischwaren aufgefordert." Nun überwachten die Kreisveterinärämter als zuständige Behörden, ob auch wirklich alle Wilke-Waren aus den Regalen verschwänden, erklärte Deitermann.

+++ 08.29 Uhr: Berliner Polizei beginnt mit Räumung von Straßenblockade am Potsdamer Platz +++

In Berlin hat die Polizei am Dienstagmorgen mit der Räumung einer Straßenblockade von Klimaaktivisten des Bündnisses Extinction Rebellion am zentralen Potsdamer Platz begonnen. Die Teilnehmer würden von den Einsatzkräften aufgefordert, die Fahrbahn zu verlassen, berichteten die Beamten über den Kurzbotschaftendienst Twitter. "Vereinzelt" würden Demonstranten dabei auch weggetragen.

Auch Extinction Rebellion bestätigte den Beginn der Räumung der seit Montag andauernden Blockade der Kreuzung im Zentrum der Hauptstadt. Feuerwehrleute seien eingetroffen, um die speziellen Mechanismen zu lösen, mit denen sich die Aktivisten angekettet hätten, berichteten die Aktivisten über Twitter. Auch an der Siegessäule harrten demnach über Nacht noch Demonstranten aus, um für schärferen Klimaschutz zu protestieren.

+++ 08.11 Uhr: Ölpest verschmutzt Strände in Brasilien und tötet zahlreiche Tiere +++

Im Nordosten Brasiliens gibt es eine schwere Ölpest. Bislang hat die Regierung offenbar keine Ahnung, wie es dazu kommen konnte. Präsident Jair Bolsonaro erklärte nach Angaben von "Spiegel Online", das Öl sei aus dem Ausland. Sowohl Kriminelle könnten dafür verantwortlich sein als auch ein gesunkenes Schiff, sagte er. "Die Lage ist kompliziert".

Die Küsten von acht Bundesstaaten sind seit Wochen verschmutzt, mehr als hundert Strände betroffen. Zahlreiche Tiere, darunter Meeresschildkröten, seien in Folge der Ölpest bereits gestorben, hieß es. Der halbstaatliche Ölkonzern Petrobas berief sich auf Tests, wonach das Öl nicht aus Brasilien stammen könne.

+++ 07.57 Uhr: Gezi-Prozess: Bundesregierung fordert Rechtsstaatlichkeit +++

Vor Beginn weiterer Gerichtstermine im prominenten Gezi-Prozess gegen Aktivisten der Zivilgesellschaft in der Türkei am Dienstag fordert die Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt die Einhaltung rechtsstaatlicher Standards. "Die Situation von Zivilgesellschaft und Menschenrechtsaktivistinnen und -aktivisten in der Türkei beobachten wir weiterhin mit großer Sorge", hieß es in der am Morgen veröffentlichten Stellungnahme von Bärbel Kofler. "Die bevorstehenden Gerichtstermine von Osman Kavala und seinen Mitangeklagten (...) verfolgen wir deshalb genau."

Der Prozess richtet sich gegen den Intellektuellen Osman Kavala, der seit November 2017 in Untersuchungshaft sitzt, und 15 weitere Aktivisten. Ihnen wird unter anderem ein Umsturzversuch im Zusammenhang mit den regierungskritischen Gezi-Protesten von 2013 vorgeworfen. Kavala, der mit seiner Stiftung Anadolu Kültür mit deutschen Instituten zusammenarbeitet, wird beschuldigt, die Proteste mit ausländischer Hilfe finanziert zu haben. 

+++ 07.35 Uhr: Hongkongs Regierungschefin schließt Eingreifen Chinas nicht aus +++

Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam schließt ein Eingreifen des chinesischen Militärs im Falle einer krassen Eskalation der Proteste nicht aus. "Wenn die Situation so schlimm wird, kann keine Option ausgeschlossen werden", sagte Lam am Dienstag bei einer Pressekonferenz auf die Frage eines Journalisten, ab welchem Punkt sie die chinesische Regierung um Hilfe bitten würde.

Lam machte dabei aber mehrfach deutlich, dass sie weiterhin davon ausgehe, dass Hongkongs Regierung die Lage alleine bewältigen könne. "Zu diesem Zeitpunkt habe ich noch das starke Gefühl, dass wir die Lösungen selbst finden werden", sagte Lam. Dies sei auch die Position der chinesischen Zentralregierung. 

+++ 07.24 Uhr: Demonstranten in Ecuador besetzen Erdölförderanlagen +++

Bei den Protesten gegen gestiegene Treibstoffpreise haben Demonstranten in Ecuador drei Erdölförderanlagen besetzt. Die Produktion an den Standorten im Amazonas-Gebiet musste deswegen am Montag gestoppt werden, wie das Energieministerium des südamerikanischen Staates mitteilte. An den drei Anlagen werden normalerweise zwölf Prozent des ecuadorianischen Erdöls gefördert. Das ecuadorianische Parlament warf Demonstranten derweil vor, versucht zu haben, das Parlamentsgebäude zu stürmen.    

In Ecuador gibt es seit Tagen massive Proteste, die sich an einem drastischen Anstieg der Treibstoffpreise entzündeten. Wegen der sozialen Unruhen verhängte Präsident Lenín Moreno vergangene Woche für 60 Tage den Ausnahmezustand. Am Montag zogen hunderte Ureinwohner und Bauern in Richtung der Hauptstadt Quito, wo am Mittwoch eine Großkundgebung geplant ist. 

+++ 06.34 Uhr: Thüringer Minister: Polizisten beim AfD-"Flügel" drohen Konsequenzen +++

Nach Ansicht von Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) müssen Polizisten, die sich zum rechtsnationalen "Flügel" der AfD bekennen, mit Konsequenzen rechnen. "Alle Beamten – nicht nur Polizisten -, die sich offen zum "Flügel" bekennen, müssen damit rechnen, dass disziplinarische Maßnahmen folgen", sagte Maier der Deutschen Presse-Agentur. Dies sei immer eine Einzelfallprüfung, doch allein das offene Bekenntnis zu dieser Gruppierung sei ein Anhaltspunkt für eine solche Prüfung.

Der Thüringer AfD-Spitzenkandidat Björn Höcke gilt als Gründer und wichtiger Wortführer des rechtsnationale "Flügels". Die Gruppierung wurde vom Bundesamt für Verfassungsschutz als "Verdachtsfall" im Bereich des Rechtsextremismus eingestuft. Auf der Landesliste der Thüringer AfD für die Landtagswahl am 27. Oktober stehen nach Partei-Angaben fünf Polizisten.

+++ 06.07 Uhr: Weniger Verletzte als zunächst angenommen bei Lkw-Zwischenfall +++

Nach dem Zwischenfall mit einem Lastwagen in Limburg hat die Polizei am Dienstagmorgen frühere Angaben zur Zahl der Verletzten korrigiert. Die Auswertung der Angaben aller Rettungsdienste habe ergeben, dass neun Menschen leicht verletzt wurden, sagte ein Polizeisprecher in Wiesbaden am Morgen.

Sieben Verletzte habe man in Krankenhäuser gebracht, einen ambulant versorgt. Und auch der Fahrer sei leicht verletzt worden. Zuvor hieß es, es habe 17 Verletzte gegeben. Der Sprecher wies zudem ausdrücklich darauf hin, dass kursierende Meldungen von Toten oder Schwerverletzten nicht der Wahrheit entsprächen.

+++ 06.05 Uhr: Friedenspreisträger Salgado hatte Glauben an Menschheit verloren +++

Dem diesjährigen Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels hat der Einsatz für die Umwelt wieder Hoffnung gegeben. Sebastião Salgado hatte als Fotograf unter anderem den Völkermord in Ruanda miterlebt: "Ich habe so schreckliche Dinge gesehen, so viel Brutalität, so viel Gewalt", berichtet der 75-Jährige im Interview der Deutschen Presse-Agentur. "Ich hatte den Glauben an die Spezies Mensch verloren." Durch seinen Einsatz für die Natur sei er heute aber viel hoffnungsvoller und glücklicher: "Ich habe entdeckt, dass es auf diesem Planeten nicht nur Menschen gibt. Was auch immer mit uns passiert: Der Planet wird da sein."

+++ 05.26 Uhr: Ecuadors Präsident bezichtigt Vorgänger Correa der Destabilisierung +++

Ecuadors Präsident Lenín Moreno hat seinen Vorgänger Rafael Correa und Venezuelas Präsidenten Nicolás Maduro beschuldigt, einen Staatsstreich gegen seine Regierung voranzutreiben. "Maduro und Correa haben ihren Destabilisierungsplan in Gang gesetzt", sagte Moreno in einer Fernsehansprache am Montagabend (Ortszeit). Die Plünderungen und der Vandalismus bei der Protestwelle der letzten Tage gegen die Erhöhung der Spritpreise bewiesen, dass es sich um ein Bestreben zur Zerstörung der demokratischen Staatsordnung handele.

Moreno teilte mit, dass er seine Regierung von Quito nach Guayaquil verlegt habe. In der ecuadorianischen Hauptstadt wird am Dienstag die Ankunft von rund 20.000 Demonstranten indigener Völker erwartet, die gegen die Erhöhung der Treibstoffpreise und die Erdölausbeutung in ihren Gebieten protestieren. Die Regierung hat für 60 Tage den Ausnahmezustand verhängt. Der Unterricht wurde an allen Schulen Ecuadors für Dienstag ausgesetzt.

+++ 05.13 Uhr: Acht EU-Länder fordern Senkung der Klimagase um 55 Prozent bis 2030  +++

Acht EU-Länder fordern eine drastische Verschärfung des EU-Klimaziels für 2030 – allerdings ohne Deutschland. In einem Brief an EU-Kommissionsvize Frans Timmermans stellten sich Frankreich, Spanien, die Niederlande, Portugal, Schweden, Dänemark, Lettland und Luxemburg hinter das Ziel, bis 2030 den EU-Ausstoß an Klimagasen um 55 Prozent unter den Wert von 1990 zu drücken. Offizielles Ziel sind derzeit minus 40 Prozent. 

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte zuletzt bei einem gemeinsamen Auftritt mit dem niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte das 55-Prozent-Ziel für 2030 unterstützt. Doch hat Deutschland bereits große Mühe, die bisherigen EU-Vorgaben für 2030 zu erfüllen. Nach einem internen Verteilschlüssel muss die Bundesrepublik die Treibhausgase nämlich stärker reduzieren als andere EU-Staaten. Die große Koalition will mit einem umfassenden Klimapaket national eine Senkung um 55 Prozent bis 2030 schaffen. Würde das EU-Ziel erhöht, könnten die Vorgaben für Deutschland noch schärfer werden.

+++ 05.09 Uhr:Gebäudereiniger streiken an Flughäfen +++

Mit einem Warnstreik an mehreren deutschen Flughäfen will die IG Bauen-Agrar-Umwelt den Druck im Tarifkonflikt der Gebäudereiniger erhöhen. Am größten deutschen Airport Frankfurt sollte an diesem Dienstag bereits die Nachtschicht der Flugzeugreinigung bestreikt werden, wie die Gewerkschaft mitteilte.

In Berlin und Münster waren weitere Arbeitsniederlegungen angekündigt, die im westfälischen Fall 24 Stunden dauern sollen. Die Gewerkschaft schließt Beeinträchtigungen des Flugverkehrs nicht aus. An anderen Flughäfen wie München, Düsseldorf, Stuttgart und Hannover sind Protestaktionen wie der "Aufstand der Unsichtbaren" mit weißen Masken geplant. 

+++ 05.07 Uhr: Verband: Nur sehr wenige Kinder profitieren vom Teilhabepaket  +++

Die große Mehrheit der Kinder und Jugendlichen in Hartz-IV-Haushalten hat nach Berechnungen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes weiterhin nichts vom sogenannten Bildungs- und Teilhabepaket. "Noch immer profitieren mindestens 85 Prozent der grundsätzlich Leistungsberechtigten nicht von dieser Leistung", heißt es in einer Studie, die der Verband am Dienstag veröffentlicht hat.

Die Zahlen hätten sich im Jahresvergleich nicht verändert und seien "vernichtend". Nur jeder siebte 6- bis Unter-15-Jährige profitiere acht Jahre nach deren Einführung von den Teilhabeleistungen. Das sind zum Beispiel Zuschüsse für Sportvereine, Musikschulen, Mittagessen, Schulmaterial oder Klassenfahrten und Ausflüge.

+++ 04.49 Uhr: "Welt"-Journalist Deniz Yücel will kein "Exil-Korrespondent" sein +++

Der in Istanbul wegen Terrorvorwürfen angeklagte Journalist Deniz Yücel will künftig nicht als "Exil-Korrespondent" regelmäßig aus Deutschland über die Türkei berichten. "Ich glaube auch nicht, dass das geht", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Als Korrespondent müsse man vor Ort sein und er könne bis auf Weiteres nicht in die Türkei reisen, sagte Yücel. 

Er wolle sich aber weiter mit dem Land beschäftigen. "Ich habe überhaupt nicht das Gefühl, dass ich mit alledem nichts mehr zu tun haben will. Ich glaube vielmehr, dass weder die Türkei mit mir fertig ist noch ich mit der Türkei", sagte er. 

+++ 04.34 Uhr: Schlafmediziner rät zu späterem Schulbeginn – und zum Rausgehen +++

Der strikte Schulbeginn in Deutschland um 8.00 Uhr ist nach Ansicht eines Schlafexperten vor allem für Jugendliche zu früh. "Ich kann mir gut vorstellen, dass viele dann fitter, lernfähiger und insgesamt ausgeglichener sind, wenn sie etwas später in die Schule gehen", sagte der Leiter des Schlafmedizinischen Zentrums Nürnberg, Joachim Ficker, der Deutschen Presse-Agentur in München. Er hält einen späteren Schulbeginn – etwa um 9.00 Uhr – für günstiger. 

Eine große Rolle spiele beim Wachwerden die Sonne. "Morgens ans Licht zu gehen und aufzustehen, synchronisiert unsere innere Uhr", erklärte Ficker. "Wenn natürlich die Schule im Winter deutlich vor Sonnenaufgang beginnt, dann sind weder Schüler und Lehrer richtig synchronisiert und sind entsprechend wenig leistungsfähig." Der Rat des Mediziners: Sich nachmittags körperlich austoben und weniger Zeit mit dem Handy auf dem Sofa verbringen. Auch der Fußweg in die Schule könne helfen. "Das langt, um unsere innere Uhr zu synchronisieren, um unserem Organismus ein klares Startsignal zu geben: Jetzt ist Morgen, jetzt ist Tag, jetzt geht es los."

+++ 04.24 Uhr: Hongkonger Börse bläst Übernahme von Londoner Rivalen ab +++

Der Zusammenschluss der größten Börsenplätze Asiens und Europas ist gescheitert. Die Hongkonger Börse (HKEX) teilte mit, Pläne für die Übernahme des Börsenplatzes in London (LSE) aufzugeben. Es sei nicht gelungen, "mit dem Management der LSE zusammenzuarbeiten, um diese Vision zu verwirklichen", hieß es in einer Pflichtmitteilung der Börse am Dienstag. 

Die Börse Hongkong war im September überraschend mit einem Übernahmeangebot an ihr Pendant in London herangetreten. Die Offerte, die den Börsenbetreiber mit 29,6 Milliarden britischen Pfund ohne Schulden (etwa 33 Mrd Euro) bewertet hätte, wurde von der LSE aber abgelehnt. 

+++ 03.39 Uhr: FDP warnt angesichts von möglicher türkischer Offensive vor Flüchtlingsansturm +++

Die FDP hat angesichts der erwarteten türkischen Militäroffensive in Nordsyrien vor einer deutlichen Zunahme der Flüchtlingszahlen in Europa gewarnt. Der außenpolitische Sprecher der FDP, Bijan Djir-Sarai, sagte der "Saarbrücker Zeitung" (Dienstagsausgabe), diese "Gefahr" bestehe durchaus. "Denn ein Einmarsch türkischer Truppen wird sich destabilisierend auf die Region auswirken."    

Gerade in Deutschland lebten bereits sehr viele syrische Flüchtlinge, sagte Djir-Sarai. "Auch deshalb kann die Bundesregierung das Säbelrasseln Ankaras nicht kalt lassen."

+++ 03.09 Uhr: Anhörung zu Korruptionsvorwürfen gegen Netanjahu in Israel beendet +++

In Israel ist eine viertägige Justizanhörung zu den Korruptionsvorwürfen gegen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zu Ende gegangen. Die Anwälte des Regierungschefs teilten am Montagabend mit, sie hätten alle ihre Argumente vorgetragen. Die Vorwürfe gegen Netanjahu müssten ihrer Ansicht nach jetzt fallengelassen werden. Generalstaatsanwalt Avischai Mandelblit hatte die Anwälte des Regierungschefs zu den Anschuldigungen befragt, bei denen es um Bestechlichkeit, Betrug und Untreue geht. Netanjahu selbst war nicht anwesend. Nach der Anhörung entscheidet Mandelblit, ob er Anklage gegen Netanjahu erhebt. Die Entscheidung dazu wird in den kommenden Wochen erwartet.    

Netanjahu, der sich derzeit um eine neue Regierungsbildung bemüht, müsste bei einer Anklageerhebung nicht zurücktreten. Ein Rücktritt wäre nur bei einer rechtskräftigen Verurteilung erforderlich.

+++ 03.04 Uhr: Steigende Migrationszahlen: Südöstliche EU-Länder fordern mehr Hilfe +++

Angesichts steigender Ankunftszahlen von Migranten im Südosten Europas schlagen Griechenland, Zypern und Bulgarien Alarm. Die östliche Mittelmeerroute werde trotz des anhaltenden Zustroms nicht ausreichend beachtet, heißt es in einem Dokument, das die drei Staaten beim Treffen der EU-Innenminister am Dienstag vorstellen wollen und das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die Länder fordern einen Mechanismus zur Verteilung von Migranten aus allen Staaten an den EU-Außengrenzen, die überlastet sind. 

Damit beziehen sie sich auf die kürzlich getroffene Grundsatzeinigung zur Seenotrettung. Das Abkommen, das Deutschland, Frankreich, Malta und Italien im September vereinbart hatten, betrifft nur Migranten, die aus dem zentralen Mittelmeer gerettet wurden. Somit entlastet es nur Italien und Malta, aber nicht Bulgarien, Griechenland und Zypern.

Vor allem in Griechenland und Zypern ist die Lage schlecht. Die griechischen Ägäis-Inseln sind völlig überfüllt. Allein im September setzten nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks 10 258 Migranten aus der Türkei über. In Zypern haben gemessen an der Einwohnerzahl 2018 EU-weit die meisten Menschen erstmals Asyl beantragt. 

+++ 02.09 Uhr: "Betrüger": Herausforderer greift Kanada-Premier Trudeau scharf an +++

Zwei Wochen vor der Parlamentswahl in Kanada hat der Herausforderer von Ministerpräsent Justin Trudeau, der Konservative Andrew Scheer, den Premier scharf angegriffen. Scheer warf dem liberalen Trudeau bei der Debatte der Spitzenkandidaten am Montagabend (Ortszeit) in Ottawa vor, unehrlich mit den kanadischen Wählern umzugehen. Der 47-Jährige sei weder ein Feminist noch ein Unterstützer der Mittelklasse: "Herr Trudeau, Sie sind ein Schwindler, Sie sind ein Betrüger und Sie haben es nicht verdient, dieses Land zu regieren". Trudeau reagierte nicht direkt, kritisierte Scheer an anderer Stelle aber indirekt für seine angeblich populistischen Einstellungen.

+++ 02.06 Uhr: Tödliche Selfies: Vier Menschen ertrinken in Indien +++

Bei Selfie-Aufnahmen in einer Talsperre in Südindien sind vier Menschen ums Leben gekommen, darunter drei Teenager. Für die Selbstporträts positionierten sich sechs Mitglieder von zwei Familien im Paambaru-Stausee im Bundesstaat Tamil Nadu, wie die Zeitung "The Hindu" am Montag berichtete. Ein 14-Jähriger rutschte aus und fiel ins Wasser, kurz darauf dann auch vier junge Frauen im Alter von 18 bis 20 Jahren. Lediglich einem 24-Jährigen gelang es, die Balance zu halten und sogar noch seine 20-jährige Schwester zu retten. Die anderen vier jungen Menschen ertranken jedoch, darunter auch die Frau des jungen Mannes, mit der er erst seit September verheiratet gewesen war. Das Unglück ereignete sich bereits am Sonntag.

+++ 01.37 Uhr: USA setzen chinesische Organisationen wegen Uiguren auf schwarze Liste +++

Wegen der Unterdrückung der muslimischen Minderheit der Uiguren haben die USA 28 chinesische Regierungsorganisationen und Unternehmen auf eine schwarze Liste gesetzt. Das gab US- Handelsminister Wilbur Ross am Montag bekannt. Die betroffenen Organisationen und Firmen dürfen fortan keine US-Produkte mehr kaufen. Unter ihnen sind die Videoüberwachungsfirma Hikvision und die Unternehmen Megvii Technology und SenseTime, die auf künstliche Intelligenz spezialisiert sind.

+++ 01.22 Uhr: Brendan Gleeson spielt Donald Trump in TV-Serie +++

Der irische Schauspieler Brendan Gleeson (64, "Harry Potter und der Feuerkelch", "Edge of Tomorrow") soll in einer TV-Miniserie den US-Präsidenten Donald Trump (73) spielen. CBS Studios gab die Besetzung für die geplante vierstündige Serie am Montag auf Twitter bekannt. Die Produktion beruht auf dem Buch "A Higher Loyalty: Truth, Lies and Leadership" (deutscher Titel: "Größer als das Amt: Auf der Suche nach der Wahrheit – der Ex-FBI-Direktor klagt an") von dem früheren FBI-Chef James Comey. Jeff Daniels (64, "The Newsroom") wird in dessen Rolle schlüpfen.

Das Skript stammt von "Captain Phillips"-Autor Billy Ray, die Dreharbeiten sollen im November beginnen. Ex-FBI-Chef Comey hatte das Bestseller-Buch im April 2018 veröffentlicht. Darin zeichnete er ein verheerendes Porträt des Präsidenten als notorischem Lügner und unmoralischer Führungsperson. Comey war im Mai 2017 von Trump entlassen worden.

+++ 0.53 Uhr: USA und Japan unterzeichnen Handelsabkommen +++

Die USA und Japan haben zwei Handelsabkommen in den Bereichen Landwirtschaft und Digitales unterzeichnet. US-Präsident Donald Trump sprach am Montag bei der Unterzeichnung der Vereinbarungen in Washington von einem großen "Sieg" für beide Länder. "Wir lieben unsere Landwirte und Viehzüchter. Wir haben hart daran gearbeitet."    

Das Agrar-Handelsabkommen sieht einen Abbau japanischer Zöllen im Umfang von sieben Milliarden Dollar auf landwirtschaftliche Güter aus den USA vor. Washington baut derweil Zölle in Höhe von 40 Millionen Dollar für japanische Güter ab und ermöglicht mehr Importe von japanischem Rindfleisch.

+++ 0.21 Uhr: Abzug von US-Truppen aus Nordsyrien betrifft 50 bis 100 Soldaten +++

Der Abzug von US-Truppen aus Nordsyrien betrifft nach Angaben eines US-Regierungsvertreters zwischen 50 und 100 Soldaten. Die Angehörigen von US-Spezialeinheiten würden an andere Stützpunkte im Landesinneren verlegt, sagte der Regierungsvertreter am Montag. Präsident Donald Trump messe dem "Schutz" von US-Soldaten angesichts einer "möglichen Invasion" der Türkei oberste Priorität ein.    

Die US-Soldaten dürften nicht in Gefahr geraten, "verletzt, getötet oder gefangengenommen zu werden", wenn das türkische Militär die Grenze überschreite und Gefechte mit den Kurden in Nordsyrien beginne, führte der Regierungsvertreter aus. Der Truppenabzug stelle kein "grünes Licht" für eine türkische Invasion dar. Gleichwohl sagte der Regierungsvertreter, die US-Streitkräfte würden sich der türkischen Armee im Falle eines Einmarsches nicht entgegenstellen.

+++ 0.05 Uhr: EU-Gelder: Prüfer gehen von Unregelmäßigkeiten in Milliardenhöhe aus +++

Beim Einsatz von EU-Geldern wird weiter in signifikantem Ausmaß geschlampt oder getrickst. Der Europäische Rechnungshof (EuRH) kommt in seinem neuen Kontrollbericht zu dem Ergebnis, dass im vergangenen Haushaltsjahr geschätzt mehr als drei Milliarden Euro ohne Rechtsgrundlage ausgegeben wurden. Dies entspricht bei den berücksichtigten Ausgaben von rund 121 Milliarden Euro einer Fehlerquote von 2,6 Prozent.

Die Prüfer äußerten sich zur Veröffentlichung ihres Berichts dennoch zuversichtlich und verwiesen auf das grundsätzlich hohe Niveau des EU-Finanzmanagements in den vergangenen drei Jahren. Dies sei ein gutes Zeichen, kommentierte Rechnungshofpräsident Klaus-Heiner Lehne.

wue / DPA / AFP