HOME
+++ Ticker +++

News von heute: Jagdhunde beißen Schwangere tot

Maaßen rät SPD-Mitgliedern zur Wahl von Scholz +++ Jagdhunde beißen Schwangere tot +++ Zwillingsbaby im Mutterleib totgespritzt: Bewährungsstrafe für Frauenärzte +++ Die News von Dienstag im stern-Ticker.

Ein Hund fletscht die Zähne (Symbolbild)

Ein Hund fletscht die Zähne (Symbolbild)

Picture Alliance

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Jagdhunde beißen Schwangere tot (16.13)
  • Früherer Bauernhof diente als größtes Drogenlabor in Russland (14.58 Uhr)
  • Zwilling totgespritzt: Bewährungsstrafe für Ärzte (12.40 Uhr) 
  • Brückeneinsturz in Frankreich: Ursache wohl zu schwerer Laster (10.27 Uhr)
  • Israel fängt vier Raketen aus Syrien ab (5.20 Uhr)

Die News von heute im stern-Ticker:  

+++ 22.17 Uhr: Heftiger Schlagabtausch bei erster TV Debatte im britischen Wahlkampf +++

In der ersten TV-Debatte im britischen Wahlkampf ist es zu einem heftigen Schlagabtausch zwischen Premierminister Boris Johnson von den Konservativen und Jeremy Corbyn von der Labour-Partei gekommen. Johnson griff seinen Kontrahenten bei der Debatte des Senders ITV immer wieder scharf wegen dessen Versprechen eines zweiten Brexit-Referendums an. "Werden Sie für den Verbleib oder den Austritt werben?", fragte Johnson. Die Labour-Partei will die Briten innerhalb von sechs Monaten in einem Referendum vor die Wahl zwischen einem Brexit mit enger Bindung an die EU und dem Verbleib in der Staatengemeinschaft stellen. Corbyn will sich aber nicht festlegen, ob er für oder gegen den Austritt werben würde. Der Labour-Chef konterte mit dem Vorwurf, Johnson wolle den Nationalen Gesundheitsdienst NHS einem Handelsabkommen mit den USA opfern. Den Plan des Premierministers, die EU am 31. Januar 2020 mit seinem nachverhandelten Abkommen zu verlassen, bezeichnete er als "Unsinn". Johnson werde "mindestens sieben Jahre" zum Aushandeln eines Handelsdeals mit den USA brauchen.

+++ 21.03 Uhr: Maaßen rät SPD zur Wahl von Olaf Scholz +++

Der frühere Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen hat öffentlich für die Wahl von Olaf Scholz zum neuen SPD-Chef geworben - und dafür Spott in den sozialen Medien geerntet. "Liebe Genossen, ich empfehle Euch für die Wahl zu Eurem SPD-Vorsitzenden den Bundesfinanzminister Olaf Scholz", schrieb CDU-Mitglied Maaßen auf Twitter. Den habe er im Visa-Untersuchungsausschuss des Bundestages kennengelernt. "Ein guter Mann für die SPD, wesentlich besser als Walter-Borjans! Olaf Scholz genießt mein Vertrauen!", versicherte Maaßen.

+++ 20.50 Uhr: Obama-Team weist Vorwürfe von Trump-Sprecherin über boshafte Botschaften zurück +++

Hat das Team des früheren US-Präsidenten Barack Obama im Weißen Haus boshafte Botschaften für Amtsnachfolger Donald Trump hinterlassen? Das hat jetzt Trumps Sprecherin Stephanie Grisham behauptet - und damit nicht nur ein entschiedenes Dementi aus dem Obama-Lager, sondern auch spöttische Reaktionen im Internet provoziert. Die CNN-Journalistin Abby Philipp zitierte Grisham am Dienstag mit den Worten, als das Trump-Team ins Weiße Haus eingezogen sei, habe es in "jedem Büro" Bücher von Obama vorgefunden, außerdem Zettel mit Botschaften wie "Ihr werdet scheitern" oder "Ihr werdet es nicht schaffen".

+++ 19.48 Uhr: UN bedauern Nahost-Kehrtwende der USA +++

Die Vereinten Nationen haben mit Bedauern auf die Kehrtwende der USA bei der Bewertung der Siedlungspolitik Israels reagiert. "Wir bedauern die Ankündigung sehr", sagte Sprecher Stéphane Dujarric vor Journalisten in New York. "Wir stehen weiter zur Zwei-Staaten-Lösung, basierend auf den relevanten UN-Resolutionen." Der UN-Sicherheitsrat hatte den Siedlungsbau 2016 per Resolution als Verletzung internationalen Rechts bezeichnet und ein Ende gefordert. US-Außenminister Mike Pompeo hatte am Montag verkündet, dass die USA den israelischen Siedlungsbau im Westjordanland nicht mehr kategorisch als völkerrechtswidrig betrachten.

+++ 18.42 Uhr: Britische Uni und Unternehmen gehen nach Interview auf Distanz zu Prinz Andrew +++

Nach dem umstrittenen Fernsehinterview von Prinz Andrew zu den gegen ihn erhobenen Missbrauchsvorwürfen gehen eine britische Universität und mehrere Unternehmen auf Distanz zu dem Mitglied des britischen Königshauses. Bei der nächsten Sitzung des Verwaltungsrats in der kommenden Woche werde Prinz Andrews Position als Schirmherr der London Metropolitan University auf den Prüfstand gestellt, sagte ein Sprecher der Universität. 

+++ 18.34 Uhr: Huthi-Rebellen kapern drei ausländische Schiffe +++

Die Huthi-Rebellen haben vor der jemenitischen Küste ein saudiarabisches und zwei südkoreanische Schiffe gekapert. Die vom Iran unterstützte Miliz erklärte am Dienstag über ihren Fernsehsender Al-Masirah, sie habe die Schiffe beschlagnahmt und in den Hafen von Saleef gebracht, weil diese "ohne vorherige Ankündigung" in Jemens Hoheitsgewässer gefahren seien.

+++ 17.55 Uhr: Hitlerhaus in Braunau soll künftig von der Polizei genutzt werden +++

Das Geburtshaus von Adolf Hitler in Braunau am Inn soll künftig von der Polizei genutzt werden. Wie das Innenministerium mitteilte, sollen das Bezirkspolizeikommando und die Polizeiinspektion Braunau nach einer Umgestaltung des Gebäudes dort einziehen. Für die Umgestaltung werde noch im laufenden Monat ein EU-weiter Architektenwettbewerb gestartet. Mit einem Ergebnis des Wettbewerbs sei im ersten Halbjahr 2020 zu rechnen.

+++ 17.54 Uhr: Über eine Tonne Kokain unter Limetten entdeckt +++

In einem Container mit Limetten aus Brasilien haben Fahnder im Hafen von Antwerpen 1,2 Tonnen Kokain entdeckt. Ein 53-jähriger Belgier sei wegen Drogenhandels und Bandenkriminalität verhaftet worden, meldete die Staatsanwaltschaft. Der Mann sollte demnach die Drogenladung in der belgischen Hafenstadt in Empfang nehmen.Antwerpen gilt als wichtiger Umschlagplatz für Kokain. Insgesamt werden in Europa immer mehr große Ladungen der illegalen Aufputschdroge entdeckt. Die Zahl der Sicherstellungen und die Mengen befänden sich auf Rekordniveau, hießt es im Europäischen Drogenbericht 2019.

+++ 17.51 Uhr: Journalisten in Russland droht Einstufung als "ausländische Agenten +++

Journalisten und Blogger in Russland könnten künftig in Russland als "ausländische Agenten" eingestuft werden. Die Abgeordneten der Duma stimmten in zweiter Lesung für einen entsprechenden Gesetzesentwurf. Seit 2012 werden in Russland bereits politisch tätige Organisationen, die ganz oder teilweise aus dem Ausland finanziert werden, dazu gezwungen, sich als "ausländische Agenten" registrieren zu lassen. Seit 2017 gelten die Vorgaben auch für Medienunternehmen. Mit dem neuen Gesetzesentwurf soll die Regelung nun auch auf Einzelpersonen ausgeweitet werden. 

+++ 17.22 Uhr: Laut Amnesty International über Hundert Tote bei Protesten in Iran +++ 

Bei den gewaltsamen Protesten im Iran gegen höhere Benzinpreise sind nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International mindestens 106 Demonstranten in 21 Städten ums Leben gekommen. Dies gehe aus Berichten hervor, die die Organisation erreicht hätten, twitterte Amnesty. Verifiziertes Videomaterial, Aussagen von Augenzeugen Informationen von Aktivisten außerhalb des Irans offenbarten ein entsetzliches Muster gesetzeswidriger Tötungen durch iranische Sicherheitskräfte. Die Berichte wurden im Iran offiziell nicht bestätigt. 

+++ 17.07 Uhr: Boeing erhält weiteren Großauftrag für 737 MAX +++

Trotz des derzeit geltenden Flugverbots hat der US-Flugzeugbauer zwei große Aufträge für seine 737-MAX-Maschinen erhalten: Auf der Messe Airshow in Dubai teilte Boeing am Dienstag mit, eine Airline habe 20 Maschinen bestellt - den Namen nannte Boeing nicht. Am Montag hatte bereits die türkische Sun Express zehn 737 MAX geordert. Air Astana aus Kasachstan unterzeichnete zudem eine Absichtserklärung für den Kauf von 30 Maschinen.

+++ 17.01 Uhr: Netanjahus Likud treibt Annexion des Jordantals voran +++

Eine Abgeordnete der Likud-Partei des rechtsorientierten israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu treibt die Annektierung des Jordantals im besetzten Westjordanland voran. Die Entscheidung der USA, im israelischen Siedlungsbau im Westjordanland keinen Verstoß gegen internationales Recht mehr zu sehen, sei eine "historische Gelegenheit", schrieb Sharren Haskel am Dienstag auf Twitter. Sie hoffe, ein entsprechendes Gesetz zur Annexion schon nächste Woche ins Parlament einbringen zu können. Netanjahu hatte vor der Parlamentswahl im September angekündigt, im Falle eines Wahlsieges umgehend die israelische Souveränität auf das Jordantal auszudehnen. Das Jordantal verläuft entlang der Grenze zu Jordanien. Israel sieht das Gebiet als strategisch unverzichtbaren Sicherheitspuffer im Osten. Netanjahus Ankündigung war von den Palästinensern und international scharf kritisiert worden.

+++ 16.54 Uhr: Polen und Ungarn blockieren EU-Beschluss zur Rechtsstaatlichkeit +++

Ungarn und Polen haben einen Beschluss zur Stärkung der Rechtsstaatlichkeit in der EU blockiert. Nach Angaben von Diplomaten stellten sich die beiden Länder bei einem EU-Ministertreffen in Brüssel gegen das Vorhaben, Berichte der EU-Kommission zum Thema künftig auch als eine Grundlage für den jährlichen Rechtsstaatsdialog unter den Mitgliedstaaten zu nutzen. Der Kommission werde von Ungarn und Polen Voreingenommenheit und Parteilichkeit vorgeworfen, hieß es. Hintergrund seien die Verfahren, die die Behörde unter anderem wegen der polnischen Justizreform und dem Vorgehen Ungarns gegen Flüchtlingshelfer eingeleitet hat.

Video: Scholz: Habe ein gutes Gefühl

+++ 16.17 Uhr: Antisemitischer Überfall in Berlin: Mann beleidigt und geschlagen +++

Ein 76-Jähriger ist in Berlin-Pankow mit antisemitischen Sprüchen beleidigt und danach geschlagen worden. Dabei soll nach Angaben der Polizei ein 16-jähriger Junge am Montagmorgen aus einer Gruppe heraus den Mann, der nach Polizeiangaben kein Jude war, zunächst angepöbelt haben. Beide sollen dabei in einen Streit geraten sein, wobei der Jugendliche dem Mann mehrmals mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben soll. Durch die Wucht der Schläge verlor der 76-Jährige das Gleichgewicht und stürzte zu Boden. Alarmierte Polizisten stellten den mutmaßlichen Schläger und übergaben ihn nach Feststellung der Personalien seinem Vater. Der Polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

+++ 16.13 Uhr: Schwangere von Jagdhunden in Frankreich zu Tode gebissen +++

Eine Schwangere ist von Jagdhunden in Frankreich zu Tode gebissen worden. Die Leiche der 29-Jährigen wurde in einem Waldstück nahe der Gemeinde Villers-Cotterets rund 90 Kilometer nordöstlich bei Paris gefunden, wie die Ermittler mitteilten. Die Autopsie ergab, dass sie nach Bissen mehrerer Hunde verblutete.     Die Frau war mit ihrem eigenen Hund in dem Wald spazieren, während dort eine Jagd stattfand. Kurz vor ihrem Tod rief sie ihren Lebensgefährten an und berichtete ihm von "bedrohlichen Hunden". Nach Angaben der Ermittler erlitt die Frau bei der Attacke schwere Verletzungen am Kopf und anderen Körperteilen. Die Hunde bissen auch dann noch weiter zu, als die Frau bereits tot war. Die Polizei ermittelt wegen Totschlags gegen den oder die Tierhalter, die noch ermittelt werden müssen. Es wurden Proben von mehr als 90 Hunden genommen, von denen sich viele an der Jagd beteiligten. Auch die fünf Hunde der Frau wurden untersucht. Das Ergebnis stand noch aus.

+++ 15.57 Uhr: Nato wappnet sich für Kriege im Weltraum +++

Die Nato wappnet sich für Kriege im Weltraum. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur haben die 29 Bündnisstaaten beschlossen, das All zu einem eigenständigen Operationsgebiet zu erklären. Die Entscheidung soll an diesem Mittwoch bei einem Außenministertreffen offiziell bekannt gegeben werden.

Schneefälle und Überflutungen: Wintereinbruch führt zu Ausnahmezustand in Österreich

+++ 15.29 Uhr: Galeria Karstadt Kaufhof übernimmt Teile von Thomas Cook +++

Der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof stärkt sein Touristik-Standbein durch die Übernahme von Teilen des Deutschland-Geschäfts des Pleite gegangenen Touristikriesen Thomas Cook. Insgesamt 106 Reisebüros und die deutsche Online-Plattform der Deutschland-Tochter würden von Galeria Karstadt Kaufhof übernommen und weitergeführt, sagte ein Sprecher des Warenhaus-Unternehmens der Deutschen Presse-Agentur. Darauf habe sich das Unternehmen mit dem Insolvenzverwalter geeinigt. Ein Großteil der Arbeitsplätze in den beiden Bereichen werde damit erhalten. Der Erwerb steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörde sowie des Gläubigerausschusses von Thomas Cook.

+++ 15.26 Uhr: UNO alarmiert über Berichte zu "bedeutender Zahl von Toten" im Iran +++

Das UN-Menschenrechtskommissariat hat sich alarmiert über Berichte zu einer "bedeutenden Zahl von Toten" bei den Protesten gegen die Erhöhung der Benzinpreise im Iran geäußert. Sein Sprecher Rupert Colville sagte, sie seien "besonders alarmiert, dass der Einsatz scharfer Munition angeblich im Land zu einer bedeutenden Zahl von Toten geführt hat". Wegen der weitgehenden Abschaltung des Internets seien die Berichte über Opfer schwer zu überprüfen. Die Berichte iranischer Medien und anderer Quellen deuteten aber darauf hin, dass dutzende Menschen getötet und viele weitere verletzt worden seien, sagte Colville. Bei den Protesten in mindestens acht Provinzen seien zudem mehr als tausend Demonstranten festgenommen worden.

Bei den seit Freitag andauernden Protesten gegen die drastische Anhebung der Benzinpreise waren zahlreiche Tankstellen, Bankfilialen und Polizeiwachen beschädigt oder in Brand gesteckt worden. Um zu verhindern, dass Informationen an die Öffentlichkeit dringen, hat die Regierung das Internet weitgehend abgeschaltet.

+++ 15.15 Uhr: Kenia-Bündnis in Brandenburg kommt - Koalitionsvertrag unterzeichnet +++

Die sogenannte Kenia-Koalition von SPD, CDU und Grünen in Brandenburg ist besiegelt. Zweieinhalb Monate nach der Landtagswahl setzten SPD-Ministerpräsident Dietmar Woidke, CDU-Landeschef Michael Stübgen und Grünen-Fraktionschefin Ursula Nonnemacher im Landtag in Potsdam ihre Unterschriften unter den Koalitionsvertrag. Er steht unter dem Motto "Ein neues Kapitel für Brandenburg: Zusammenhalt. Nachhaltigkeit. Sicherheit". In ihrem Vertrag hat die Koalition unter anderem mehr Polizisten sowie den Ausbau der beitragsfreien Kita und des Klimaschutzes vereinbart. An diesem Mittwoch steht die Wiederwahl von Woidke im Landtag und die Vereidigung der neuen Regierung an.

+++ 14.58 Uhr: Früherer Bauernhof diente als größtes Drogenlabor in Russland +++

Auf einem früheren Bauernhof in der Nähe von Moskau hat die russische Polizei nach eigenen Angaben das größte Drogenlabor des Landes ausgehoben. Die fabrikähnliche Anlage sei für die monatliche Produktion von anderthalb Tonnen synthetischer Drogen ausgerichtet gewesen, sagte die Sprecherin des Innenministeriums, Irina Wolk. Dort seien tonnenweise Chemikalien für die Herstellung der synthetischen Drogen sowie auch fertige Ware sichergestellt worden. 

Demnach nahm die Polizei fünf Männer fest, darunter die mit der Produktion befassten Chemiker sowie Dealer. Die Drogen seien im Darknet - im verborgenen Teil des Internets - illegal verkauft worden. Im Zuge der Ermittlungen seien auch Lieferkanäle entdeckt und stillgelegt worden, hieß es. Es handele sich um den großen Schlag gegen die illegale Drogenherstellung seit Jahren.

+++ 14.54 Uhr: Vier Jahre Haft für "Bandidos"-Mitglied nach Schüssen in Köln +++

Im Prozess um Schüsse im Rockermilieu auf einer Kölner Brücke ist der Angeklagte zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht Köln sprach das Mitglied der Rockergruppe "Bandidos" wegen Beihilfe zum versuchten Mord und Beihilfe zur gefährlichen Körperverletzung schuldig. Der 27-Jährige Türke hatte nach Überzeugung des Gerichts im Dezember 2018 ein Fahrzeug angemietet, aus dem heraus einen Tag später auf der Kölner Zoobrücke auf ein anderes Auto geschossen wurde. Für gewöhnlich war dieses andere Fahrzeug von einem Mitglied der rivalisierenden Rockergruppe "Hells Angels" genutzt worden. Diesmal saß allerdings ein unbeteiligter 21-Jähriger am Steuer, der sich das Auto nur ausgeliehen hatte. Der Mann wurde von einem Schuss lebensgefährlich verletzt, konnte aber durch eine Notoperation gerettet werden.

+++ 14.46 Uhr: Außenamt bekräftigt: Israelischer Siedlungsbau völkerrechtswidrig +++

Nach dem Kurswechsel der USA gegenüber der israelischen Siedlungspolitik hat das Auswärtige Amt bekräftigt, dass die Bundesregierung den israelischen Siedlungsbau in den besetzten Palästinensergebieten für völkerrechtswidrig hält. Dieser beeinträchtige die Möglichkeit eines Friedensprozesses und erschwere eine verhandelte Zwei-Staaten-Lösung, erklärte eine Sprecherin des Außenministeriums in Berlin. "Wir weisen in diesem Zusammenhang auf Resolution 2334 des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen hin, die diese völkerrechtliche Bewertung bekräftigt." 

Die EU betrachtet die israelischen Siedlungen in den 1967 besetzten Gebieten als illegal. Die USA teilten bisher diese Ansicht, rückten nun aber davon ab. US-Außenminister Mike Pompeo hatte am Montag erklärt, der Bau von israelischen Siedlungen im Westjordanland sei aus Sicht der USA "nicht per se unvereinbar mit internationalem Recht".

Video: US-Regierung billigt Siedlungsbau

+++ 14.31 Uhr: Vier Homosexuelle in Malaysia mit Stockschlägen bestraft +++

Wegen gleichgeschlechtlichen Geschlechtsverkehrs sind vier Männer in Malaysia mit Stockschlägen bestraft worden. Die Männer erhielten in einem Gefängnis nahe der Hauptstadt Kuala Lumpur je sechs Stockschläge, wie Amnesty International mitteilte. Sie waren gemäß der islamischen Scharia-Gesetzgebung verurteilt worden, weil sie "Verkehr entgegen der natürlichen Ordnung" gehabt haben sollen. Die Männer im Alter zwischen 26 und 37 Jahren waren im vergangenen Jahr bei einer Razzia in einer Wohnung festgenommen worden, nachdem die Religionsbehörden ihre Kommunikation überwacht hatten. Neben der Prügelstrafe wurden sie zu bis zu sieben Monaten Gefängnis und Geldstrafen verurteilt.

+++ 14.22 Uhr:  Justiz in Schweden lässt Vergewaltigungsvorwurf gegen Assange fallen +++

Die Voruntersuchungen gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange in Schweden wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung werden niedergelegt. Das teilte die stellvertretende Direktorin der schwedischen Strafverfolgung, Eva-Marie Persson, in Stockholm bei einer Pressekonferenz mit. Es gebe keine ausreichenden Beweise für eine Verurteilung. Assange sitzt derzeit in Großbritannien in Haft.

+++ 13.56 Uhr: Kramp-Karrenbauer räumt Fehler im ersten Amtsjahr ein +++

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat Fehler und schlechtes Krisenmanagement im ersten Amtsjahr eingeräumt. "Das ist natürlich nicht spurlos an mir vorübergegangen. Das kann man an Umfragewerten sehen, das kann man natürlich auch an Diskussionen in der Partei sehen", sagte Kramp-Karrenbauer in einem Interview für die ARD-Dokumentation "Die Notregierung - Ungeliebte Koalition", die am 2. Dezember ausgestrahlt werden soll. "Eine Partei, die CDU insbesondere, will natürlich immer eine Vorsitzende, von der sie weiß: Die steht da vorne, auf die kann ich mich verlassen, die macht keine Fehler", sagte Kramp-Karrenbauer der ARD. "Und das war ein Fehler. Und das hat die Partei natürlich wahrgenommen", sagte sie vor dem Hintergrund ihres Krisenmanagements.

+++ 13.50 Uhr: Krankenkasse muss Wartezeit auf Rehaplatz bezahlen +++

Wenn nach einer Krankenhausbehandlung ein Platz für die geplante Reha nicht rechtzeitig verfügbar ist, können Patienten wenn nötig so lange im Krankenhaus bleiben. Es handelt sich quasi um einen Notfall, für den die Krankenkassen oder die Rentenversicherung aufkommen müssen, wie das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel entschied.

Im Streitfall war die chronische Lungenerkrankung eines Rentners im kommunalen Klinikum Memmingen im Allgäu behandelt worden. Die Krankenkasse bewilligte eine stationäre Anschlussbehandlung in der Lungenfachklinik Pfronten. Zwei Tage später teilte sie auch den Termin mit, zu dem ein Platz in der Rehaklinik frei sei. Die Krankenhausbehandlung war allerdings bereits zehn Tage früher beendet. Weil der Patient beatmet werden musste, blieb er in der Klinik. Die AOK Bayern wollte dies nicht bezahlen. Wie nun das BSG entschied, musssie aber für die Überbrückungszeit aufkommen.

+++ 13.31 Uhr: Leiche nach Festnahme von mutmaßlicher falscher Ärztin in Hessen exhumiert +++

Nach der Festnahme einer mutmaßlichen falsche Ärztin aus Nordhessen Ende Oktober ist die Leiche eines 2016 verstorbenen 80-Jährigen exhumiert worden. Die Exhumierung könne klären, ob eine Fehlbehandlung der mutmaßlichen falschen Anästhesistin mit dem Tod des Manns kausal zusammenhänge, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Kassel. Unmittelbar nach der Exhumierung am Freitag sei der Leichnam in Kassel rechtsmedizinisch untersucht und noch am selben Tag wieder beigesetzt worden. Ein Ergebnis der Untersuchung wurde nicht mitgeteilt.

Die Ermittler werfen der 48-jährigen mutmaßlichen falschen Ärztin vor, für vier Todesfälle verantwortlich zu sein. In acht weiteren Fällen soll sie die Patienten gesundheitlich geschädigt haben. Demnach arbeitete sie von 2015 bis 2018 ohne ärztliche Zulassung als Assistenzärztin in der Anästhesie eines Klinikums in Fritzlar im Schwalm-Eder-Kreis.

+++ 13.27 Uhr: Erneut Gewalt gegen Referee in Hessen +++

Bei einem Amateurspiel in Hessen ist es erneut zu Übergriffen auf einen Fußball-Schiedsrichter gekommen.  In Partie SKG Rumpenheim II gegen Sparta Bürgel II (Kreisliga C Offenbach) wurde der Referee Opfer eines "neuerlichen  Gewaltvorfalls", wie der Hessische Fußball-Verband heute mitteilte. Zuvor hatte die "Offenbach Post" berichtet, der Unparteiische sei geschlagen, getreten und bespuckt worden. Die Täter seien vier Spieler und der Co-Trainer der Gäste gewesen. Die Partie am Sonntag wurde abgebrochen. Der Verband zeigte sich "sehr bestürzt".

Der 41 Jahre alte Unparteiische wurde nach eigenen Angaben beim Verlassen des Platzes von einem Spieler auch noch per Kopfstoß attackiert und mit einem Regenschirm in den Bauch gestochen. "Mir wurde kurz schwarz vor Augen, aber ich schaffte es in die Kabine", sagte er. "Ich liebe den Fußball. Deshalb wurde ich Schiedsrichter, als ich nicht mehr selbst spielen konnte. Aber das war der Tiefpunkt. Da fragt man sich schon, warum man sich das antut."

+++ 13.07 Uhr: Doch Prozess wegen Terrorverdachts gegen Franco A. +++

Der Bundeswehrsoldat Franco A. muss nun doch wegen Terrorverdachts vor Gericht. Wie eine Sprecherin des Oberlandesgerichts Frankfurt mitteilte, wurde die Anklage wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat durch einen Beschluss des Bundesgerichtshofs zugelassen. Ein Termin für den Prozess vor dem Oberlandesgericht steht noch nicht fest. 

Der aus Offenbach stammende Franco A. war Ende April 2017 für mehrere Monate in Untersuchungshaft genommen worden. Ihm wird vorgeworfen, aus rechtsextremer Gesinnung einen Anschlag geplant und sich als Asylbewerber ausgegeben zu haben, um den Verdacht auf Flüchtlinge zu lenken. Das Oberlandesgericht Frankfurt hatte zuvor keinen hinreichenden Terrorverdacht gesehen und die Anklage gegen A. Mitte 2018 zunächst nicht zugelassen. Dagegen war der Generalbundesanwalt vor dem Bundesgerichtshof vorgegangen.

+++ 13.04 Uhr: Niederländerin mit hundert Kilo Pyrotechnik in Brandenburg gestoppt +++

Bundespolizisten haben bei einer Kontrolle in Brandenburg im Auto einer 41-Jährigen hundert Kilogramm verbotener Pyrotechnik gefunden. Die Niederländerin kaufte das Feuerwerk zuvor in Polen, wie die Bundespolizei heute in Berlin erklärte. Die Kontrolle erfolgte am Freitag an einer Bundesstraße bei Hohenwutzen direkt an der Grenze zwischen Polen und Deutschland. Auf der Pyrotechnik befanden sich keine deutschen Prüfzeichen. Ihre Einfuhr war daher verboten. Gegen die Niederländerin laufen Ermittlungen wegen eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz, das Feuerwerk wurde beschlagnahmt. Die Frau durfte aber weiterfahren.

+++ 13.02 Uhr: Mutter und Sohn offenbar durch Treppensturz in Wohnhaus gestorben +++

Offenbar durch einen tragischen häuslichen Unfall sind in einem Wohnhaus in Nordrhein-Westfalen eine 87-jährige Frau und ihr 64 Jahre alter Sohn ums Leben gekommen. Nach vorläufigen Ermittlungsergebnissen könnten beide nach einem Treppensturz gestorben sein, wie die Polizei in Neuss mitteilte. Die Leichen von Mutter und Sohn waren am Sonntag in dem Haus in Grevenbroich gefunden worden. Konkrete Hinweise auf einen Suizid oder ein Fremdverschulden fanden die Ermittler nicht. Die erste Auswertung der Spurensicherung und die Ergebnissen der gestrigen Obduktionen ließen demnach vielmehr den Schluss zu, dass Mutter und Sohn in Folge des Treppensturzes starben. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern allerdings weiter an.

+++ 12.59 Uhr: Mann mit Samuraischwert getötet - 47-Jähriger vor Gericht +++

Ein 47 Jahre alter Mann, der einen 38-Jährigen nach einem Trinkgelage in seiner Wohnung mit einem Samuraischwert getötet haben soll, muss sich seit heute vor dem Landgericht Mönchengladbach wegen Totschlags verantworten. Seinem Anwalt zufolge will sich der Angeklagte zu den Vorwürfen äußern, soweit er sich erinnern kann. Eine Blutprobe hatte mehr als 2,8 Promille ergeben. Die beiden Männer hätten sich zufällig in einem Bus kennengelernt, über ihre gemeinsame Schachleidenschaft gesprochen und sich verabredet, sagte die Vertreterin der Ehefrau des Opfers am Rande der Verhandlung. Laut Anklage trafen sich die beiden im April und tranken viel Alkohol. Ohne nachvollziehbaren Anlass sei es dann zu einer Auseinandersetzung gekommen. Am frühen Morgen habe der Angeklagte, der nach Angaben seines Anwalts alkoholkrank ist, den Notruf der Feuerwehr gewählt.

+++ 12.52 Uhr: Zwilling im Mutterleib getötet: Bewährungsstrafe für Frauenärzte +++

Wegen Totschlags sind zwei Frauenärzte in Berlin schuldig gesprochen und zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Sie hatten bei einer Geburt einen Zwilling getötet, der an einer massiven Hirnschädigung erkrankt war. Das Landgericht verhängte ein Jahr und sechs Monate Haft beziehungsweise ein Jahr und neun Monate gegen die Mediziner. Beide Strafen wurden zur Bewährung ausgesetzt. Die Angeklagten - eine 58 Jahre alte Oberärztin und ein 73 Jahre alter Chefarzt im Ruhestand - hatten erklärt, sie seien davon ausgegangen, dass ihr damaliges Vorgehen bei einer Geburt per Kaiserschnitt rechtlich zulässig sei. Das Gericht sah das jedoch anders, da es sich bei dem mit einer Dosis Kaliumchlorid getötete Baby nicht mehr um einen Fötus gehandelt habe. Es wird damit gerechnet, dass der Fall vor den Bundesgerichtshof (BGH) geht.

+++ 12.20 Uhr: Kalifornien verklagt E-Zigaretten-Hersteller wegen irreführender Werbung +++

Der US-Bundesstaat Kalifornien hat eine Klage gegen den E-Zigaretten-Marktführer Juul angekündigt, weil dieser in Werbekampagnen Minderjährige ins Visier genommen haben soll. Der kalifornische Generalstaatsanwalt Xavier Becerra erklärte, Juul und die E-Zigaretten-Industrie wollten mit irreführendem Marketing Kinder in ihr "Netz" locken. Die Generalstaatsanwaltschaft von Kalifornien sowie die Staatsanwaltschaft Los Angeles werfen dem in San Francisco ansässigen Konzern "irreführende Praktiken" vor. Juul soll mit seiner Werbung auch auf junge Menschen abgezielt und nicht vor gesundheitlichen Gefahren gewarnt haben. Die Branche steht derzeit wegen einer Reihe von Lungenerkrankungen und Todesfällen nach dem Konsum von E-Zigaretten unter Druck. 

+++ 12.17 Uhr: Nato will Weltraum zum Einsatzgebiet erklären +++

Die Nato will den Weltraum zu einem neuen Einsatzgebiet erklären. Generalsekretär Jens Stoltenberg sagte in Brüssel, er erwarte, dass die Außenminister der Militärallianz am Mittwoch "den Weltraum als Operationsbereich" neben den bisherigen Einsatzbereichen Luft, Land, See und Cyberspace anerkennen. Der Weltraum sei "unentbehrlich für die Verteidigung und Abschreckung der Allianz". Eigene Waffen werde die Nato aber nicht im Weltraum stationieren. Im Juni hatten die Nato-Verteidigungsminister erstmals eine Weltraum-Strategie beschlossen. Das Bündnis will damit vor allem Satelliten schützen, die für die Kommunikation bei Einsätzen, Navigation, Frühwarnsysteme zu Raketenstarts und Lagebilder in Konfliktgebieten wichtig sind. Das Hacken und Stören von Satelliten nehme zu, heißt es.

+++ 11.25 Uhr: Nationaltorhüterin Almuth Schult wird Mutter +++

Nationaltorhüterin Almuth Schult ist schwanger und wird daher vorerst nicht auf den Fußballplatz zurückkehren. Die 28-Jährige vom Bundesligisten VfL Wolfsburg, die zuletzt wegen einer Schulteroperation nicht spielen konnte, wird im kommenden Jahr Mutter, wie ihr Verein bekanntgab. "Wir freuen uns alle sehr mit Almuth und ihrem Mann - und schon jetzt wünschen wir den beiden alles Gute für den neuen, spannenden Lebensabschnitt", wird der Sportliche Leiter der VfL-Frauen, Ralf Kellermann, in einer Vereinsmitteilung zitiert. Nach ihrer Pause, möchte Schult ihre Karriere fortsetzen. "Mein Plan ist es, auf den Platz zurückzukehren", sagte sie. Ihr Vertrag in Wolfsburg läuft noch bis 2022. Ihr bislang letztes Pflichtspiel bestritt Schult am 29. Juni beim WM-Aus der Nationalmannschaft im Viertelfinale gegen Schweden.

Hongkong: Polizisten verhaften Demonstranten in der Nähe der Polytechnischen Universität

+++ 11.22 Uhr: Oberstes Gericht in Polen soll über eigene Disziplinarkammer entscheiden +++

Im Streit um die Justizreformen in Polen hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg erneut den hohen Rang einer unabhängigen Justiz betont. Diese sei Garant für die Werte und Rechtsstaatlichkeit in der Europäischen Union, heißt es in einem Urteil zur reformierten Disziplinarkammer für die obersten polnischen Richter. Ob diese Kammer ausreichend unabhängig ist, soll aber das oberste Gericht in Warschau selbst entscheiden.

+++ 11.18 Uhr: Billigflieger Easyjet will Angebot langsamer ausbauen +++

Der britische Billigflieger Easyjet will sein Sitzplatzangebot in diesem Geschäftsjahr, bis 30. September, weniger stark ausbauen als zuletzt geplant. Das Unternehmen erwarte nun einen Anstieg am unteren Ende der bisherigen angestrebten Prognose von drei bis acht Prozent, wie Easyjet in Luton bei London mitteilte. Im vergangenen Geschäftsjahr stieg das Flugangebot noch um zehn Prozent. Easyjet kündigte zudem an, als erste Fluggesellschaft ihre gesamten CO2-Emissionen ausgleichen zu wollen. Dies werde im laufenden Geschäftsjahr voraussichtlich um 29,3 Millionen Euro kosten.

+++ 11.16 Uhr: Chemikalien für Bombenbau gekauft - Terrorverdächtiger verhaftet +++

Ein 26-jähriger Mann ist in Berlin wegen Terrorverdachts verhaftet worden. Der Syrer soll Chemikalien zum Bau von Bomben gekauft haben, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte. Außerdem soll er sich in Chatgruppen über den Bau von Bomben informiert und ausgetauscht haben, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Berlin mit. "Zweck des Chatverkehrs soll die Vorbereitung von Terroranschlägen gewesen sein." Eine Spezialeinheit der Bundespolizei und Polizisten vom Bundeskriminalamt (BKA) verhafteten den Mann in seiner Berliner Wohnung. Laut der Bundesanwaltschaft soll der Verdächtige bereits begonnen haben, "die benötigten Bauteile und Chemikalien für den Bau einer Sprengvorrichtung zu beschaffen".


Hongkong: Polizisten verhaften Demonstranten in der Nähe der Polytechnischen Universität

+++ 10.37 Uhr: Fischerboot gerät vor Südkorea in Brand - ein Toter und elf Vermisste +++

Nach einem Brand auf einem Fischerboot vor der Südwestküste Südkoreas haben Rettungskräfte die Suche nach mehreren vermissten Seeleuten aufgenommen. Ein Besatzungsmitglied des Schiffs wurde im Meer etwa 7,4 Kilometer von der Unglücksstelle entfernt leblos aus dem Wasser gezogen, wie die Küstenwache mitteilte. Mit einem Hubschrauber sei er in ein Krankenhaus gebracht worden, wo er für tot erklärt wurde. Von den anderen elf Besatzungsmitgliedern fehlte bis jede Spur. An der Suche beteiligten sich auch ein Marineschiff sowie zivile Boote. Die Ursache für das Feuer auf dem 29-Tonnen-Boot war zunächst unklar. Die Unglücksstelle ist 76 Kilometer westlich von einem kleinen Eiland, das der südlichen Ferieninsel Jeju vorgelagert ist. 

+++ 10.29 Uhr: Rettungsschiff "Ocean Viking" nimmt 94 Migranten auf +++

Das Rettungsschiff "Ocean Viking" hat 94 Migranten auf dem Mittelmeer von einem Schlauchboot aufgenommen. Das Boot sei in Schwierigkeiten gewesen, teilte die europäische Hilfsorganisation SOS Mediterranee mit. Unter den Menschen seien elf Frauen - darunter vier Schwangere - und sechs kleine Kinder. Das Rettungsschiff fährt unter norwegischer Flagge und wird neben SOS Mediterranee auch von Ärzte ohne Grenzen betrieben. Es war zuletzt vor der libyschen Küste unterwegs. Die Überfahrt Richtung Europa ist zu dieser Jahreszeit besonders gefährlich, weil den Menschen in den seeuntauglichen Booten auch noch Unterkühlungen drohen.

+++ 10.27 Uhr: Ursache für Brückeneinsturz in Frankreich ist wohl zu schwerer Laster +++

Der Einsturz einer Straßenbrücke nördlich von Toulouse in Südfrankreich mit zwei Toten wurde ersten Erkenntnissen zufolge durch einen zu schweren Laster verursacht. "Wir sprechen von mehr als 45 Tonnen", sagte der Bürgermeister von Mirepoix-sur-Tarn, Éric Oget, dem lokalen Radiosender France Bleu Occitanie. Die Ermittler hätten das Gewicht aufgrund der Größe des Fahrzeugs geschätzt. Laut Medienberichten war die Brücke für Fahrzeuge mit einem Gewicht von maximal 19 Tonnen freigegeben. Der Lastwagen und ein in den Fluss Tarn gestürztes Auto sollten im Laufe des Tages von Feuerwehrleuten gesichert werden. Bei dem Einsturz der Brücke waren eine 15-Jährige, die mit ihrer Mutter im Auto unterwegs war, und der Fahrer des Lastwagens gestorben. Es seien keine weiteren Vermissten mehr gemeldet worden, sagte Oget der Nachrichtenagentur AFP.

+++ 9.34 Uhr: Mehr als 100 angebliche Terrorverdächtige in der Türkei festgenommen +++

Mehr als drei Jahre nach dem Putschversuch in der Türkei geht die Serie der Fahndungen und Festnahmen weiter. Die Staatsanwaltschaft ließ im westtürkischen Izmir nach insgesamt 133 angeblichen Terrorverdächtigen suchen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Es handele sich um ehemalige und aktuelle Angehörige des Militärs, darunter fünf Oberste. Anadolu zufolge hatten Sicherheitskräfte schon am späten Morgen 101 Menschen festgenommen. Razzien habe es in 45 Provinzen gegeben. Die Suche gehe weiter. Die Staatsanwaltschaft wirft den Gesuchten Verbindungen zur Bewegung des in den USA lebenden islamischen Predigers Fethullah Gülen, heißt es weiter. Die Regierung macht Gülen für den

Putschversuch von 2016 verantwortlich.

++ 9.23 Uhr: Chaotische Szenen bei Protest im Libanon - Schüsse in die Luft +++

Bei Protesten gegen die Führung des Libanons ist es in der Hauptstadt Beirut zu teils chaotischen Szenen gekommen. Demonstranten versuchten mit Straßenblockaden, Abgeordneten den Weg ins Parlament zu versperren. Mehrere Wagen fuhren mit hohem Tempo durch die Menschenmenge, um die Blockade zu durchbrechen, wie auf Bildern des libanesischen Fernsehsenders MTV zu sehen war. Als Demonstranten die Fahrzeuge attackierten, wurden aus einem mehrere Schüsse in die Luft gefeuert. Bereits zuvor war es zu Gerangeln zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen. Im Libanon kommt es seit mehr als einem Monat zu Protesten gegen die politische Führung und die ausufernde Korruption.

+++ 9.19 Uhr: Deutsche könnten sich im Schnitt vier iPhones im Monat leisten +++

Sieben Arbeitstage für ein iPhone: Verbraucher in Deutschland können sich nach Berechnungen des Portals Verivox von ihrem Einkommen theoretisch im Schnitt vier iPhones im Monat leisten. Angeführt wird die Liste von Liechtenstein, wo zwölf Apple-Handys im Monat drin sind und die Menschen für eines der Geräte gerade einmal drei Tage arbeiten müssen. Schlusslicht ist Madagaskar: Hier müssen die Menschen für ein neues iPhone fast drei Jahre schuften. Das ergibt der sogenannte iPhone-Index, für den das Vergleichsportal 64 Länder aus allen Kontinenten untersuchte und das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen mit den dortigen Preisen für ein neues iPhone verglich. Deutschland liegt demnach in dem Ranking auf Platz 16.

+++ 9.04 Uhr: Tausende Morales-Anhänger protestieren gegen "Staatsstreich" +++

In Bolivien haben erneut tausende Anhänger des gestürzten Präsidenten Evo Morales demonstriert. Bei Kundgebungen in Cochabamba, El Alto und La Paz forderten die Demonstranten den Rücktritt von Übergangspräsidentin Jeanine Áñez, die durch einen "Staatsstreich" an die Macht gekommen sei. Áñez hatte vor knapp einer Woche die Amtsgeschäfte übernommen, nachdem Morales angesichts von Massenkundgebungen seinen Rücktritt erklärt hatte und nach Mexiko ins Exil gegangen war. Bei den Unruhen in den vergangenen Wochen wurden nach einer Bilanz der Interamerikanischen Menschenrechtskommission (CIDH) 24 Menschen in Bolivien getötet.

+++ 8.52 Uhr: Zahl der vernachlässigten Kinder in Deutschland um zehn Prozent gestiegen +++

Die Zahl der in Deutschland durch Gewalt und Vernachlässigung bedrohten Kinder hat sich deutlich erhöht. Im vergangenen Jahr stellten die Jugendämter solch eine Kindeswohlgefährdung bei 50.400 Kindern und Jugendlichen fest, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Dies waren zehn Prozent mehr als im Jahr davor. Im gleichen Zeitraum sank demnach aber die Zahl der von Armut und sozialer Ausgrenzung bedrohten Kinder. 2018 seien noch 2,4 Millionen Kinder und Jugendliche dadurch gefährdet gewesen, sechs Prozent weniger als im Jahr 2017. So konnten sich auch wieder mehr Familien eine einwöchige Urlaubsreise leisten. Während 2017 noch 15,5 Prozent der Haushalte mit Kindern angaben, dass ein Urlaub finanziell nicht machbar sei, waren es 2018 noch 13,4 Prozent der Familien.

+++ 8.46 Uhr: Exhumierung in Fall von mutmaßlich falscher Ärztin +++

Im Fall der mutmaßlich falschen Ärztin aus Hessen ist ein 2016 verstorbener 80-Jähriger exhumiert worden. Wie die Staatsanwaltschaft Kassel mitteilte, soll dadurch die Todesursache des Mannes geklärt werden. Außerdem soll es Erkenntnisse darüber geben, ob eine mögliche Fehlbehandlung der falschen Ärztin zum Tod des Mannes geführt haben könnte. Von 2015 bis 2018 hatte eine 48-Jährige in einer Klinik in Fritzlar als Assistenzärztin gearbeitet. Sie soll ohne entsprechende Ausbildung Patienten betäubt haben. Vier starben, in acht weiteren Fällen sollen Gesundheitsschäden eingetreten sein. Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln unter anderem wegen des Verdachts des Totschlags, gefährlicher Körperverletzung, Urkundenfälschung, Betrugs und des Missbrauchs von Titeln. Laut einem Sprecher der Staatsanwaltschaft Kassel fand die Exhumierung bereits am Freitag in Gensungen statt, die Leiche sei noch am gleichen Tag wieder beigesetzt worden.

News im Video: Australiens Buschbrände wüten weiter – Riesige Rauchwolke umhüllt Sydney

+++ 8.33 Uhr: Dreijähriger mit Blinddarmdurchbruch aus verschneitem Ort geflogen +++

Ein Dreijähriger mit Blinddarmdurchbruch ist aus einem völlig verschneiten Ort in Österreich ausgeflogen worden. Wie die "Kleine Zeitung" und der Sender ORF berichteten, gelang der Hubschrauber-Crew mit Nachtsichtbrillen die Landung in Heiligenblut am Großglockner. Zuvor hätten die Dorfbewohner dabei geholfen, einen Landeplatz vorzubereiten, berichtete der ORF-Sender "Ö3". Der Junge wurde ins Klinikum Klagenfurt gebracht. Der Ort ist bereits seit Tagen von der Außenwelt abgeschnitten, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete. "Die Regale sind schon ziemlich leer, wenn man einkaufen geht", sagte der Amtsleiter von Heiligenblut, Franz-Josef Bernhard, der APA.

+++ 8.29 Uhr: Pakistans Ex-Premier Nawaz Sharif verlässt Land in Flugambulanz +++

Der gesundheitlich angeschlagene pakistanische Ex-Ministerpräsident Nawaz Sharif hat Pakistan in einer Flugambulanz verlassen. Das sagte der Senator und enge Vertraute Sharifs, Pervaiz Rashid, zu Journalisten in der östlichen Stadt Lahore. Sharif, der wegen Korruption zu einer Haftstrafe verurteilt wurde, will sich in London Behandlungen unterziehen. Die Ausreise beendet ein mehrwöchiges Tauziehen der Regierung und Gerichten mit Sharifs Familie und der PML-N. Zwischenzeitlich hatten die Behörden eine Bürgschaft in Höhe von fast 41 Millionen Euro als Sicherheit für Sharifs Ausreise verlangt.

+++ 8.24 Uhr: Europa sieht in Griechenland "bequemen Parkplatz für Flüchtlinge" +++

Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis hat die Europäische Union scharf dafür kritisiert, immer noch keine nachhaltige Lösung für die Verteilung von Flüchtlingen gefunden zu haben. "Europa betrachtet Ankunftsländer wie Griechenland als bequeme Parkplätze für Flüchtlinge und Migranten", sagte Mitsotakis dem "Handelsblatt". "Ich werde das nicht länger hinnehmen." Kein EU-Land könne die Vorteile des Schengenraums in Anspruch nehmen und sich zugleich weigern, die Lasten zu teilen, "wie es einige osteuropäische Länder tun". Seit dem Sommer steigt die Zahl der in Griechenland ankommenden Flüchtlinge wieder. In diesem Jahr waren es nach Daten des UN-Flüchtlingshilfswerks bereits fast 60.000.

Video: US-Regierung billigt Siedlungsbau

+++ 7.58 Uhr: USA und Südkorea brechen Gespräche über Verteidigungskosten ab +++

Die USA habe ihre Differenzen mit Südkorea über die Aufteilung der Kosten für die Stationierung von US-Soldaten in dem ostasiatischen Land bei neuen Verhandlungen nicht ausräumen können. Die Gespräche in Seoul seien vorzeitig abgebrochen worden, teilte das südkoreanische Außenministerium mit. Sie seien nicht wie geplant verlaufen. Die US-Seite habe von Südkorea eine deutliche Erhöhung seines Beitrags verlangt, die für die südkoreanische Seite inakzeptabel sei. Die USA verlangen seit längerem von ihrem asiatischen Verbündeten, mehr für die amerikanische Truppenpräsenz zu zahlen.

+++ 7.57 Uhr: Iranische Staatsmedien: Drei Sicherheitskräfte von "Randalierern" getötet +++

Im Iran sind nach Angaben von Staatsmedien drei Sicherheitskräfte getötet worden. Ein Mitglied der Revolutionsgarden und zwei Angehörige der islamischen Bassidsch-Miliz seien von "Randalierern aus dem Hinterhalt" erstochen worden, schrieben die Nachrichtenagenturen Isna und Fars. Die Angreifer seien mit Messern und Macheten bewaffnet gewesen. Der Vorfall ereignete sich demnach in der Nähe der Hauptstadt Teheran. Im Iran gibt es seit Freitag gewaltsame Proteste. Auslöser ist die umstrittene Entscheidung, die Benzinpreise drastisch zu erhöhen.

+++ 7.50 Uhr: Millionenmetropole Sydney wegen Buschbränden in dicken Rauch gehüllt +++

Wegen der Buschbrände in der Umgebung von Sydney wird die Lage auch in Australiens Millionenmetropole selbst zunehmend bedrohlich. Über der Stadt hing ein dicker Rauchschleier. Die Behörden appellierten an die mehr als fünf Millionen Bewohner in der Region, "vorsichtig" zu sein. Menschen mit Atemproblemen wurde empfohlen, ihre Häuser und Wohnungen nicht zu verlassen. Entspannung ist nicht ins Sicht. Für die nächsten Tage werden in den drei von den Bränden betroffenen Bundesstaaten weiterhin Temperaturen von deutlich mehr als 30 Grad und Windgeschwindigkeiten von bis zu 65 Stundenkilometern vorhergesagt.

+++ 7.31 Uhr: Hongkongs Regierungschefin fordert Demonstranten zur Aufgabe auf +++

In Hongkong spitzt sich die Lage vor der von Demonstranten besetzten Hochschule weiter zu: Rund 100 Aktivisten der Demokratiebewegung harrten weiter in der von Sicherheitskräften eingekesselten Polytechnischen Universität aus. Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam forderte die Demonstranten auf, sich zu ergeben, um die dreitägige Besetzung des Geländes friedlich zu beenden. In ihrer ersten öffentlichen Erklärung zur Besetzung der Polytechnischen Universität sagte Regierungschefin Lam am Dienstagmorgen auf einer Pressekonferenz, dass die "Demonstranten, einschließlich natürlich der Randalierer, die Gewalt stoppen, die Waffen abgeben und friedlich herauskommen und die Anweisungen der Polizei entgegennehmen müssen".

+++ 7.22 Uhr: Schwerer Unfall mit drei Bussen in Mexiko - mindestens neun Tote +++

Auf einer Autobahn in der Nähe von Mexiko-Stadt hat sich ein tödlicher Verkehrsunfall mit drei Bussen ereignet. Mexikanische Medien machten in Berufung auf Einsatzkräfte der Gemeinde Ecatepec unterschiedliche Angaben zur Zahl der Todesopfer - mindestens aber kamen neun Menschen, darunter ein fünfjähriges Kind, ums Leben. Zudem seien mehr als 20 Menschen verletzt worden. Auf der Schnellstraße in Richtung Pachuca, der Hauptstadt des Bundesstaates Hidalgo, raste den Angaben zufolge ein Kleinbus am Haltepunkt "El Gallito" in einen Linienbus. Dieser hatte hinter einer Absperrung geparkt, um Passagiere aufzunehmen. Der Bus krachte nach dem Aufprall in einen weiteren Nahverkehrsbus.

+++ 7.11 Uhr: Verbotene Millionentransfers: Durchsuchungen in fünf Bundesländern +++

Das Landeskriminalamt (LKA) Nordrhein-Westfalen und die Staatsanwaltschaft Düsseldorf sind gegen eine "international agierende kriminelle Vereinigung" vorgegangen. Die 27 Beschuldigten im Alter zwischen 23 und 61 Jahren sollen im großen Stil Bargeld aus Deutschland ins Ausland transferiert haben, wie das LKA Nordrhein-Westfalen mitteilte. Demnach würden zurzeit etwa 60 Wohnungen und Firmen in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Hamburg, Berlin und Baden-Württemberg durchsucht. Zudem würden sechs Haftbefehle vollstreckt. Die Verdächtigen sollen für ihre Transaktionen das sogenannte Hawala-Banksystem verwendet haben. Dabei wird Bargeld an einer Annahmestelle in Deutschland eingezahlt und in einem anderen Land wieder ausgezahlt. "Auf diesem Wege wurde mutmaßlich illegal erworbenes Vermögen in Höhe von mehreren Millionen Euro am legalen Bankensystem vorbei in andere Staaten transferiert", teilte das LKA mit.

Stefanie Giesinger und Instagram Kommentare

+++ 6.51 Uhr: Unbefristeter Streik privater Busfahrer in Hessen +++

Pendlern in Hessen stehen vielerorts chaotische Stunden, möglicherweise sogar Tage bevor. Fahrer privater Busunternehmen sind in einen unbefristeten Streik getreten. "Es ist alles wie geplant angelaufen", sagte eine Sprecherin der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Seit 2.30 Uhr beteiligen sich Busfahrer in 20 bis 25 hessischen Städten an dem Ausstand, etwa in Frankfurt, Hanau, Fulda und Offenbach, wie Verdi-Verhandlungsführer Jochen Koppel sagte. In Frankfurt wurden 56 von 64 Buslinien bestreikt. Der Streik könnte Fahrgäste besonders hart treffen, weil die

Gewerkschaft dieses Mal auch Fahrer kleinerer Unternehmen dazu aufrufen will, die Arbeit niederzulegen. Mindestens 3000 Busfahrer würden demnach streiken.

+++ 5.20 Uhr: Israel fängt vier Raketen aus Syrien ab +++

Israel hat nach eigenen Angaben vier Raketen aus Syrien abgefangen. Wie die israelische Armee mitteilte, hat das Raketenabwehrsystem "Iron Dome" die Geschosse abgewehrt. Unterdessen berichtete die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana über Explosionen in der Nähe des Flughafens von Damaskus.

+++ 5.11 Uhr: Charles und Camilla zu Besuch in Neuseeland +++

Der britische Thronfolger Prinz Charles und seine Frau Camilla sind zu einem sechstägigen Besuch in Neuseeland eingetroffen. Zum Auftakt wurde das Paar in Auckland, der größten Stadt des Pazifikstaats, von Premierministerin Jacinda Ardern mit militärischen Ehren begrüßt. Für die Gäste aus Europa gab es auch eine traditionelle Zeremonie mit Maori-Ureinwohnern. Charles und Camilla werden auch Christchurch besuchen, wo ein Rechtsextremist im März in zwei Moscheen 51 Besucher erschossen hatte.

+++ 4.29 Uhr: Grönemeyer-Fan plant Museum in Niedersachsen +++

Seit mehr als 40 Jahren hat Wolfgang Heß alles über Herbert Grönemeyer gesammelt - jetzt will er in Cadenberge bei Cuxhaven ein Fanmuseum für den Musiker einrichten. "Ich kannte ihn schon vor der ersten Platte", sagte Heß. Ende der 1970er Jahre sah er Grönemeyer im NDR-Fernsehen. Seine Sammlung besteht aus mehr als 1000 Platten und CDs, Konzertpostern und Fanartikeln. Vom eigenen Museum träumt Heß, der hauptberuflich einen Uhren- und Schmuckladen betreibt, seit 25 Jahren. "Mich wird das unheimlich viel Geld kosten, aber ich will das", sagte er. Was Grönemeyer selbst von dem Museum hält, ist nicht bekannt. Laut seines Management wolle er sich nicht zu dem geplanten Museum äußern.

+++ 3.38 Uhr: USA verkünden Aufhebung der Sanktionsausnahme für Irans Atomanlage in Fordo +++

Die USA haben verkündet, die Sanktionsausnahme für die iranische Atomanlage Fordo zurückzunehmen. Der Verzicht auf Sanktionen werde zum 15. Dezember 2019 beendet, sagte US-Außenminister Mike Pompeo. Der Iran hatte die Urananreicherung in der Atomanlage in der Nähe von Teheran offiziell in der vergangenen Woche wiederaufgenommen. Der Schritt der US-Regierung soll die Arbeit des staatlichen russischen Energiekonzerns Rosatom am einst geheimen Standort Fordo verhindern. Von den Sanktionen ausgeschlossen war die Atomanlage, weil sie eigentlich zu einem zivilen Forschungszentrum umgebaut werden sollte.

Video: Wintereinbruch in der Eifel

+++ 2.58 Uhr: Tillerson übt indirekt Kritik an Trumps Vorgehen in Ukraine-Affäre +++

Der ehemalige US-Außenminister Rex Tillerson hat indirekt Kritik an Donald Trumps Handeln in der Ukraine-Affäre geübt. "Es ist offensichtlich falsch, um persönliche Gefälligkeiten zu bitten und Vermögenswerte der Vereinigten Staaten als Sicherheit zu verwenden", sagte er dem Fernsehsender PBS ohne den Namen des US-Präsidenten zu nennen oder auf Details des Vorfalls einzugehen. Tillerson, ein ehemaliger Ölmanager, war im März vergangenen Jahres kurzerhand von Trump entlassen worden. Der Ex-Außenminister hat sich seitdem häufiger kritisch über seinen ehemaligen Chef geäußert.

+++ 2.54 Uhr: 15 Tote bei Grubenunglück in Nordchina +++

Bei einer Gasexplosion in einem Kohlebergwerk in Nordchina sind 15 Kumpel ums Leben gekommen. Neun weitere wurden verletzt, wie die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Zum Zeitpunkt des Unglücks waren 35 Bergleute in der Grube in Pingyao in der Provinz Shanxi. Elf von ihnen konnten entkommen. Die Ursache der Explosion war zunächst nicht bekannt. Chinas Gruben sind die gefährlichsten der Welt. Jedes Jahr kommen Tausende Kumpel ums Leben - im Verhältnis deutlich mehr als in anderen Teilen der Welt.

+++ 2.04 Uhr: Junge Union pocht auf Urwahl des Kanzlerkandidaten +++

Wenige Tage vor dem CDU-Parteitag in Leipzig pocht die Junge Union weiter darauf, den nächsten Kanzlerkandidaten per Urwahl von den Mitgliedern bestimmen zu lassen. "Es verunsichert die Wähler, wenn wir ihnen nicht sagen, mit wem wir in den nächsten Wahlkampf ziehen. Politik ist mit Köpfen verbunden - und da müssen wir Klarheit schaffen", sagte JU-Chef Tilman Kuban dem "Tagesspiegel". In der Frage hat sich die Junge Union gegen Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer gestellt.

+++ 1.06 Uhr: Vergangener Monat war zweitwärmster Oktober +++

Der vergangene Monat ist nach Messungen der US-Klimabehörde NOAA global der zweitwärmste Oktober seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1880 gewesen. Die Durchschnittstemperatur über Land- und Ozeanflächen habe um 0,98 Grad Celsius über dem Durchschnittswert des 20. Jahrhunderts von 14 Grad gelegen, teilte die NOAA mit. Das sei nur 0,06 Grad unter dem vom Oktober 2015 aufgestellten Rekord. Besonders warm war es nach Angaben der National Oceanic and Atmospheric Administration unter anderem in Spanien, Frankreich, Österreich, der Schweiz und Australien.

+++ 0.43 Uhr: Zweiter Windgipfel im Wirtschaftsministerium ohne Ergebnis +++

Das Treffen zwischen Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und Vertretern der Windenergiebranche ist ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen. Die Gespräche hätten jedoch zu einem "besseren Verständnis" geführt, sagte ein Sprecher des Bundesverbands Windenergie der Nachrichtenagentur AFP. Angesichts der Flaute beim Ausbau der Windkraft und drohenden Stellenstreichungen hatte Altmaier zum zweiten Branchentreffen zur Windenergie eingeladen. Die Windenergie steckt aktuell in der Krise, der Ausbau ist massiv eingebrochen. Die Branche macht dafür zunehmende Auflagen und verschlechterte Rahmenbedingungen durch die Politik verantwortlich.

+++ 0.40 Uhr: EU distanziert sich von US-Kehrtwende in Nahostpolitik +++

Die EU wird sich dem US-Kurswechsel in der Nahost-Politik nicht anschließen. "Die Position der Europäischen Union zur israelischen Siedlungspolitik in den besetzten Palästinensergebieten ist klar und bleibt unverändert", teilte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini mit. "Alle Siedlungsaktivitäten sind nach dem Völkerrecht illegal und unterhöhlen die Tragfähigkeit der Zwei-Staaten-Lösung und die Perspektiven für einen dauerhaften Frieden." Die USA hatten zuvor erklärt, im israelischen Siedlungsbau im Westjordanland keinen Verstoß gegen internationales Recht mehr zu sehen.

Trump auf dem Weg ins Walter-Reed-Militärkrankenhaus

+++ 0.18 Uhr: Europaparlament und Mitgliedstaaten erzielen Durchbruch bei EU-Haushalt 2020 +++

Kurz vor Fristablauf haben sich das Europaparlament und die Mitgliedstaaten auf den EU-Haushalt für das kommende Jahr geeinigt. Wie die EU-Kommission mitteilte, einigten sich beide Seiten auf eine Obergrenze von 168,7 Milliarden Euro. Dies sind 1,5 Prozent mehr als 2019. Vertreter des Europaparlaments lobten an dem Kompromiss zusätzliche Mittel für den Kampf gegen den Klimawandel und die Jugendförderung. Das Budget 2020 sei "ein Haushalt des Übergangs", der in die Zukunft weise, sagte der scheidende Haushaltskommissar Günther Oettinger mit Blick auf die neue EU-Kommission, die am 1. Dezember ihr Amt antreten soll. "Es wird helfen, Jobs zu schaffen, den Klimawandel anzugehen und Investitionen überall in Europa zu fördern."

+++ 0.06 Uhr: Kampf gegen Rechtsextremismus: BKA bekommt nur 300 statt 440  neue Stellen +++

Im Kampf gegen Rechtsextremismus konnte sich Innenminister Horst Seehofer (CSU) bei der Planung für den nächsten Bundeshaushalt nicht  vollständig durchsetzen. Das Bundeskriminalamt sollte eigentlich 440 zusätzliche Stellen im Kampf gegen rechts erhalten. Nach Informationen der "Rheinischen Post" aus Unionskreisen sind für die Bekämpfung  rechtsextremistischer Kriminalität nun allerdings nur 300 zusätzliche Stellen im Haushaltsplan vorgesehen. Die innenpolitische Sprecherin der Grünen, Irene  Mihalic, kritisiert den aus ihrer Sicht unzureichenden Stellenaufwuchs beim BKA.

nik/dho/DPA/AFP