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News vom Wochenende: Laschet unterstützt Seehofer-Vorstoß zu minderjährigen Flüchtlingen

Jugendlicher soll Freund in St. Petersburg erschossen haben  +++ Söder gegen Aufnahme von Flüchtlingen aus Griechenland +++ Nach Einsturz von Quarantäne-Hotel in China: 49 Menschen gerettet  +++ News vom Wochenende im stern-Ticker.

Armin Laschet, Bewerber um den CDU-Parteivorsitz und Ministerpräsident in Nordrhein-Westfalen 

Armin Laschet, Bewerber um den CDU-Parteivorsitz und Ministerpräsident in Nordrhein-Westfalen 

Getty Images

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Laschet unterstützt Seehofer-Vorstoß zu minderjährigen Flüchtlingen (20.36 Uhr)
  • Polnische Sicherheitskräfte finden 275 Kilo Heroin (16.51 Uhr) 
  • Polizei in Hongkong hebelt illegale "Bombenfabrik" aus (15.25 Uhr) 
  • Fünf Tote nach Lawinenabgang in Österreich (12.50 Uhr) 
  • Erdbeben der Stärke 5,1 auf Madeira (11.59 Uhr)

Die wichtigsten Nachrichten zum Thema Coronavirus lesen Sie hier.

Die News vom Wochenende im stern-Ticker: 

+++ 20.36 Uhr: Laschet unterstützt Seehofer-Vorstoß zu minderjährigen Flüchtlingen +++

Der CDU-Vorsitzkandidat Armin Laschet unterstützt den Vorstoß von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) zur Aufnahme von Kindern und Jugendlichen aus griechischen Flüchtlingslagern. Seehofer habe die Unterstützung "großer Teile der CDU", sagte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident im ARD-"Bericht aus Berlin" - "auch meine natürlich, auf jeden Fall". Laschet fügte hinzu: "Weil das klug ist, was er macht: europäisch abgestimmt humanitär helfen und trotzdem beim Schutz der Außengrenze eine klare Sprache sprechen."

Seehofer hatte am Dienstag gesagt, nötig sei eine europäische Lösung für die Minderjährigen unter den in Griechenland festsitzenden Flüchtlingen. Er machte deutlich, dass dafür aus seiner Sicht nicht alle 27 EU-Staaten mitziehen müssen, und warb für eine "Koalition der Willigen". Auch Laschet sagte, es brauche einen gemeinsamen europäischen Schritt: "Und wenn nicht alle mitmachen, dann halt ein paar." 

+++ 19.58 Uhr: Griechenland will Grenzzaun an Grenze zur Türkei ausbauen +++

Griechenland will wegen des Flüchtlingsandrangs an der Grenze zur Türkei seinen Grenzzaun ausbauen. Wie am Sonntag aus Regierungskreisen in Athen verlautete, soll der Zaun an drei Grenzabschnitten um 36 Kilometer verlängert werden. Auch der bereits bestehende Zaun solle verstärkt werden, sagte ein Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur AFP.    

Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan hatte vergangene Woche nach einer Eskalation des Konflikts in der nordsyrischen Provinz Idlib die Grenzen zur EU für geöffnet erklärt. Dies sorgte für einen starken Flüchtlingsandrang an der türkisch-griechischen Grenze. Zehntausende Migranten versuchten, nach Griechenland und damit in die EU zu gelangen.

+++ 19.20 Uhr: Zehntausende Menschen gehen in Chile für Frauenrechte auf die Straße +++

Zehntausende Menschen sind in Chile für die Rechte von Frauen auf die Straße gegangen. In der Hauptstadt Santiago de Chile nahmen nach Angaben der Polizei über 100.000 Demonstranten an dem Marsch zum Internationalen Frauentag teil. "Wir werden heute Geschichte schreiben", sagte die Sprecherin des Organisationsbündnisses 8M, Javiera Mani, der Zeitung "El Mercurio". 

Die Demonstrantinnen erinnerten an die jüngsten Frauenmorde und forderten eine Stärkung der Frauenrechte in der neuen Verfassung. An vielen Stellen zeigten die Frauen die Performance "Un violador en tu camino" (ein Vergewaltiger auf deinem Weg) der chilenischen Gruppe Las Tesis, die in den vergangenen Monaten zur globalen Hymne der Feministinnen geworden war. Für Montag war ein "feministischer Generalstreik" in Chile geplant.

+++ 18.19 Uhr: Merkel mit Unionsspitzen vor Koalitionsausschuss zusammengekommen +++

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ist mit den Spitzen von CDU und CSU zusammengekommen, um den Kurs für die von 19.00 Uhr an geplanten Beratungen im Koalitionsausschuss abzustecken. Merkel war bereits gegen 17.30 Uhr am Kanzleramt in Berlin angekommen. Die schwarz-roten Koalitionsspitzen wollten unter anderem über Maßnahmen beraten, die der Wirtschaft in der Coronavirus-Krise helfen könnten. Als möglich galten eine Ausweitung der Regeln zur Kurzarbeit und eine frühere Teil-Abschaffung des Solidaritätszuschlags.

+++ 18.11 Uhr: Weniger Teilnehmer als erwartet bei Demo zum Frauentag in Berlin +++

Eine Demonstration zum Internationalen Frauentag hat in Berlin weniger Resonanz gefunden als geplant. Rund 12 000 Menschen zogen nach Angaben einer Sprecherin des Bündnisses für sexuelle Selbstbestimmung von Berlin-Wedding zum Alexanderplatz. Die Polizei sprach von "weniger als 10.000 Teilnehmern", angemeldet waren 20.000 Menschen. Der Protestzug bestand aus mehreren Blöcken zu Themen wie Rassismus und Sexualität.

Auf Transparenten wurden Slogans gezeigt wie "Frauenrechte sind Menschenrechte", "Kein Rassismus im Namen des Feminismus" und "Emanzipation ist Klassenkampf". Sexuelle Selbstbestimmung sei ein Menschenrecht, "aber in Deutschland und vielen anderen Staaten auch 2020 noch nicht gewährleistet", teilte die Bündnis-Sprecherin Silke Stöckle im Internet-Aufruf mit. Das Bündnis fordert, Schwangerschaftsabbrüche nicht mehr durch den Paragrafen 218 unter Strafe zu stellen. Eine weitere Demonstration in der Hauptstadt wurde unter dem Motto "Es ist keine Party - Es ist ein Kampf" vom Bündnis internationalistischer Feministinnen* Berlin organisiert. 

+++ 16.51 Uhr: Polnische Sicherheitskräfte finden 275 Kilo Heroin +++

Polnische Zöllner und Polizisten haben bei einer Großaktion 275 Kilo reines Kokain beschlagnahmt. Die Schmuggelware habe auf dem Drogen-Schwarzmarkt einen Wert von 61 Millionen Zloty (etwa 14,2 Millionen Euro), sagte Regierungschef Mateusz Morawiecki am Sonntag in Warschau. Laut Innenminister Mariusz Kaminski stammte das Heroin aus dem Nahen Osten und sei für den Markt in Westeuropa bestimmt gewesen. Ein Sprecher der Polizei sagte, bei einer gemeinsamen Aktion mit den Sicherheitsbehörden in Belgien, den Niederlanden und der Türkei gegen den Drogenring seien in der vergangenen Woche insgesamt 13 Personen festgenommen worden, darunter ein Pole. Das in Polen beschlagnahmte Heroin sei in vier Containern mit Steinen versteckt gewesen.

+++ 16.23 Uhr: Sechs Menschen durch Lawinen in Österreich ums Leben gekommen +++

Bei Lawinenabgängen in Österreich sind am Sonntag sechs Menschen ums Leben gekommen. Durch eine riesige Lawine im Dachstein-Gebirge wurden fünf Menschen getötet, nach Angaben der Polizei vermutlich Tschechen. Die Gruppe war auf einer Schneeschuh-Wanderung, als die Lawine sich auf 2800 Metern Höhe aus bisher unbekannten Gründen im Gebiet der Gemeinde Ramsau am Dachstein löste. Ein Österreicher kam zudem im Großglocknergebiet ums Leben. Die Lawine im Dachstein-Gebirge war nach Schätzungen der Bergrettung etwa 150 bis 200 Meter breit und 400 Meter lang. Rettungskräfte waren Sonntagmittag vor Ort, sechs Hubschrauber waren im Einsatz. Die Rettungskräfte gingen nicht davon aus, dass es weitere Verschüttete gab. Dennoch wurde die Suche vorsichtshalber fortgesetzt. Bereits im Januar war bei Ramsau am Dachstein eine riesige Lawine abgegangen, damals gab es keine Todesopfer, aber erheblichen Sachschaden. Im Großglocknergebiet wurde ein 33-jähriger Polizist getötet, der einen Ausbildungskurs machte, wie die Polizei mitteilte. Er wurde von einem Schneebrett erfasst und erlag noch vor Ort seinen schweren Verletzungen, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA meldete.     

+++ 15.25 Uhr: Polizei in Hongkong hebelt illegale "Bombenfabrik" aus +++

Die Polizei in Hongkong hat nach eigenen Angaben eine illegal betriebene Fabrik zur Herstellung von Bomben entdeckt. Es seien 2,6 Tonnen Chemikalien sichergestellt worden, teilte die Polizei am Sonntag mit. Zudem seien 17 Menschen festgenommen worden. Sie seien mutmaßlich in einen Plan verwickelt, wegen des Coronavirus gewaltsam die Schließung der Grenze zwischen Hongkong und dem chinesischen Festland zu erzwingen. Insgesamt wurden den Polizeiangaben zufolge 22 verschiedene Gebäude in der chinesischen Sonderverwaltungszone durchsucht. In der dabei entdeckten "Bombenfabrik" seien drei halbfertige Sprengsätze sowie elektrische Zündkabel gefunden worden."Ich will nicht spekulieren", sagte Polizei-Sprengstoffexperte Alick McWhirter. "Aber es sieht so aus, als hätten wir womöglich eine Tragödie verhindert."

+++ 14.49 Uhr: Erdogan: Treffen mit EU-Vertretern am Montag +++

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat ein Treffen mit EU-Vertretern am Montag in Aussicht gestellt. Er reise nach Belgien und werde an einem Treffen mit EU-Vertretern teilnehmen, sagte Erdogan am Sonntag in Istanbul. Eine Bestätigung aus Brüssel gab es zunächst nicht. Bei den Gesprächen werde es unter anderem um den Flüchtlingspakt und die Situation im Bürgerkriegsland Syrien gehen, sagte Erdogan. Er hoffe, dass sein Land mehr Unterstützung von der internationalen Gemeinschaft erhalte, fügte er hinzu. Der staatliche türkische Sender TRT und die Zeitung "Die Welt" hatten bereits am Samstag berichtet, Erdogan wolle am Montag nach Brüssel reisen.

+++ 13.01 Uhr: Sieben Tote bei Bootsunglück nach Hochzeit in Bangladesch +++

Bei einem Bootsunglück nach einer Hochzeit sind in Bangladesch mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Die Braut und eine weitere Frau würden noch vermisst, der Bräutigam habe sich schwimmend an Land retten können, teilte die Wasserpolizei am Sonntag mit. Unter den Toten sei auch ein fünfjähriges Mädchen. Zwei von drei Booten mit rund 40 Hochzeitsgästen waren demnach am Samstag nach der Heirat bei starkem Wind auf einem Fluss nahe der Gemeinde Sreerampur gekentert. Die Gesellschaft befand sich auf dem Weg zu einem traditionellen Empfang im Hause des Bräutigams. Neben ihm konnten 26 weitere Insassen gerettet werden.

+++ 12.50 Uhr: Fünf Tote nach Lawinenabgang in Österreich +++

Fünf Menschen sind bei einem Lawinenabgang in Österreich ums Leben gekommen. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, wurde die gesamte Gruppe von den Schneemassen verschüttet. Die riesige Lawine ging demnach gegen 9.30 Uhr im Dachsteingebirge unweit der Seethaler Hütte auf einer Höhe von 2800 Metern ab. Die Identität der fünf Schneeschuhwanderer war zunächst noch nicht abschließend geklärt, die Leichname wurden nach Hallstatt gebracht. Das Dachsteingebirge gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen für Wintersportler in Österreich. Es liegt an der Grenze der beiden Bundesländer Oberösterreich und Steiermark. Erst am vergangenen Mittwoch hatte das Kuratorium für alpine Sicherheit in einem Zwischenbericht mitgeteilt, dass im Winter 2019/2020 verhältnismäßig wenige Lawinenopfer zu beklagen waren. Demnach starben zwischen dem 1. November 2019 und dem 1. März 2020 sechs Menschen durch Lawinenabgänge in Österreich.

+++ 11.47 Uhr: Türkei greift 121 Migranten in Ägäis auf +++

Die türkische Küstenwache hat in der Ägäis insgesamt 121 Migranten aufgegriffen. Sie hätten mit Booten versucht, nach Griechenland zu gelangen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Sonntag unter Berufung auf eine entsprechende Erklärung. Die griechische Küstenwache habe die Boote zurück in türkische Gewässer abgedrängt, hieß es. Die Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden. Ein Boot mit 47 Afghanen und einem Syrer sei vor dem westtürkischen Bezirk Cesme gestoppt worden, meldete Anadolu. Zudem sei ein Boot mit 48 Syrern, 24 Migranten aus dem Kongo und einem Angolaner von der griechischen Seite abgedrängt worden. Alle Migranten seien wieder auf das türkische Festland gebracht worden. 

+++ 11.01 Uhr: Jugendlicher soll Freund in St. Petersburg erschossen haben +++

Im russischen St. Petersburg soll ein Jugendlicher einem Freund in den Kopf geschossen haben, als beide zusammen ein Hockeyspiel im Fernsehen schauten. Der 14-Jährige sei am Samstagabend sofort tot gewesen, teilte die Polizei laut russischen Medienberichten mit. Weshalb er schoss, war zunächst unklar. Der mutmaßliche Täter habe versucht, die Leiche aus dem Haus zu ziehen. Im Treppenhaus habe er sie liegen gelassen und sei geflohen. Nach ihm wurde auch am Sonntagmittag noch gesucht. Den Berichten zufolge soll er für die Tat die Waffe seines Vaters - eines Richters - genutzt haben.

+++ 10.59 Uhr: Erdbeben der Stärke 5,1 auf Madeira +++

Ein Erdbeben der Stärke 5,1 hat die portugiesische Urlaubsinsel Madeira im Atlantik erschüttert. Das örtliche meteorologische Institut IPMA hatte das Beben zunächst auf die Stärke 5,3 beziffert, dies aber später revidiert. Nennenswerte Schäden oder Verletzte gab es einer IPMA-Mitteilung zufolge nicht. Die Erdstöße, die bis auf die Kanarischen Inseln Teneriffa und La Palma spürbar waren, ereigneten sich am Samstagabend um kurz vor 21 Uhr. Später gab es noch ein leichtes Nachbeben. Das Epizentrum lag etwa 40 Kilometer südlich von Funchal im Meer. Tausende Menschen seien aus Sorge vor eventuellen weiteren Erschütterungen aus ihren Häusern auf die Straßen gelaufen, so die Zeitung "Público". Viele hätten sich vor allem deshalb Sorgen gemacht, weil stärkere Erdbeben in der Region sehr ungewöhnlich seien. Das letzte sei im Mai 1975 verzeichnet worden, damals habe es Schäden an einigen Gebäuden gegeben.

+++ 10.29 Uhr: Söder gegen Aufnahme von Flüchtlingen aus Griechenland +++

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat Forderungen eine Absage erteilt, in der jetzigen Lage Flüchtlinge aus Griechenland aufzunehmen. "Wir brauchen eine europäische Lösung und keinen deutschen Alleingang", sagte Söder der "Welt am Sonntag". "Deswegen wäre es falsch, der EU in den Rücken zu fallen." Natürlich müsse Deutschland humanitäre Hilfe leisten, fuhr der CSU-Chef fort. "Aber das heißt jetzt zunächst, Griechenland zu unterstützen und die Situation vor Ort zu verbessern. Europa und Deutschland dürfen Griechenland nicht alleinlassen." Söder kritisierte das Verhalten der türkischen Regierung. "Es ist inakzeptabel, wie Ankara mit dem Schicksal von Menschen spielt, nur um die EU unter Druck setzen zu können." 

+++ 10.05 Uhr: Furtenbacher neue Co-Vorsitzende der Sachsen-Grünen +++

Die sächsischen Grünen haben Christin Furtenbacher zu ihrer neuen Co-Vorsitzenden gekürt. Die 35 Jahre alte Chemnitzerin wurde am Samstag auf einer Delegiertenkonferenz in Annaberg-Buchholz mit 91,15 Prozent der Stimmen gewählt. Sie ist Nachfolgerin von Christin Melcher, die nach ihrer Wahl in den Landtag nicht wieder kandidiert hatte. Zweiter Landessprecher bleibt Norman Volger. Der 41-Jährige wurde mit 64,91 Prozent wiedergewählt. Die sächsischen Grünen hatten bei der Landtagswahl am 1. September mit 8,6 Prozent ihr bisher bestes Ergebnis erzielt. Sie hatten anschließend erstmals Regierungsverantwortung in dem Freistaat übernommen - in einem Dreierbündnis mit CDU und SPD unter Führung von Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU).

Melbourne: Mann klaut Versace-Halskette aus einem Schaufenster

+++ 9.12 Uhr: Grüne: Scheuer muss bei Klimaschutz Farbe bekennen +++

Die Grünen haben Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) beim Klimaschutz zum Handeln aufgefordert. "Wir können uns keinen weiteren Verzug beim Klimaschutz im Verkehr leisten", sagte der Grünen-Verkehrspolitiker Stephan Kühn der Deutschen Presse-Agentur. Deswegen müsse Scheuer dem Verkehrsausschuss des Bundestags bereits am kommenden Mittwoch erklären, mit welchen zusätzlichen Maßnahmen er die Klimaschutzlücke schließen wolle. "Statt wissenschaftlichen Experten "Gutachteritis" vorzuwerfen, muss Scheuer endlich Farbe bekennen und wirksame Klimaschutzmaßnahmen benennen."

+++ 8.37 Uhr: Walter-Borjans fordert rasche Hilfe für Flüchtlinge in Griechenland  +++

Der SPD-Vorsitzende Norbert Walter-Borjans hat eine rasche Unterstützung für Flüchtlinge in Griechenland angemahnt. Etwa tausend unbegleitete Minderjährige müssten aus den Flüchtlingslagern auf den Ägäis-Inseln geholt werden, forderte Walter-Borjans im Deutschlandfunk. "Es geht um jetzt", betonte der SPD-Politiker. Die Europäische Union dürfe nicht zusehen, wie Kinder sterben. Walter-Borjans setzt demnach auf eine gesamt-europäische Beteiligung. Zugleich betonte er: "Wir werden die Menschen nicht sterben lassen, wenn diese Lösung nicht schnell herzustellen ist, dann muss Deutschland handeln, erst recht, wenn SPD-geführte Bundesländer und viele Kommunen die Bereitschaft erklärt haben, diese überschaubare Zahl von Menschen aufzunehmen." Die EU müsse zudem Griechenland bei der Aufnahme von Flüchtlingen unterstützen, forderte Walter-Borjans. Mitgliedstaaten, die sich nicht beteiligten, müssten aus seiner Sicht bei den Haushaltsbeschlüssen sanktioniert werden.

+++ 6.26 Uhr: Nach Einsturz von Quarantäne-Hotel in China: 49 Menschen gerettet +++

Nach dem Einsturz eines als Quarantäne-Unterkunft genutzten Hotels in der chinesischen Küstenstadt Quanzhou werden noch immer Menschen unter den Trümmern vermisst. 49 Menschen seien bis Sonntagmorgen gerettet worden, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. In ersten Berichten der örtlichen Behörden hieß es laut Xinhua zunächst, dass rund 70 Menschen in dem Gebäude eingeschlossen gewesen seien. Die Rettungsarbeiten mit Hunderten Einsatzkräften dauerten an. 

+++ 4.37 Uhr: Früherer Fußballstar Ronaldinho bleibt in Paraguay in U-Haft +++

Nach seiner Einreise mit einem falschen Pass nach Paraguay bleibt der frühere brasilianische Fußballnationalspieler Ronaldinho vorerst in Untersuchungshaft. Eine Richterin entschied am Samstag, dass der Ex-Profi und sein Bruder zunächst nicht entlassen werden, wie die Zeitung "ABC Color" berichtete. Die Staatsanwaltschaft in dem südamerikanischen Land hatte zuvor Anklage gegen den Weltmeister von 2002 und seinen Bruder wegen der Verwendung gefälschter Dokumente erhoben.  Der Ex-Profi war kurz nach seiner Einreise nach Paraguay am Mittwoch mit falschen Ausweisdokumenten erwischt und vorläufig festgenommen worden. Bei dem Pass handelte es sich ersten Ermittlungsergebnissen zufolge um ein echtes paraguayisches Dokument, in dem nachträglich einige Daten verändert worden waren. 

+++ 1.36 Uhr: Griechischer Vize-Minister verteidigt Vorgehen an Grenze zur Türkei +++

Der griechische Vize-Migrationsminister Georgios Koumoutsakos hat das Vorgehen seines Landes gegenüber Migranten an der Grenze zur Türkei verteidigt. "Das, was wir erleben, ist eine Gefahr für unsere nationale Sicherheit und die der europäischen Grenzen. Wir mussten eine Balance finden zwischen internationalen Gesetzen und dem Schutz unserer Grenzen. Das ist ein schmaler Grat. Aber ich denke, es ist uns gelungen, eine angemessene Lösung zu finden", sagte Koumoutsakos der "Welt am Sonntag".

+++ 0.18 Uhr: Härtestes Schlittenhunde-Rennen der Welt in Alaska gestartet +++

In Alaska hat am Samstag das längste und härteste Hundeschlittenrennen der Welt begonnen. Der "Iditarod" folgt einem Pfad von Anchorage, der größten Stadt des US-Bundesstaats, bis ins rund 1600 Kilometer entfernte Nome an der Beringsee. Die ersten der mehreren Dutzend teilnehmenden Gespanne erreichen dieses Ziel üblicherweise nach rund neun Tagen. Der "Iditarod" wurde 1973 gegründet. Das Rennen findet in Erinnerung an eine Hundeschlitten-Expedition im Jahr 1925 statt, bei der Impfstoff zur Bekämpfung eines Diphtherie-Ausbruchs nach Nome gebracht wurde. Auf dem Iditarod-Trail wurden im 20. Jahrhundert auch Waren und Post transportiert.


Nachrichten von Samstag, den 7. März

+++ 21.16 Uhr: Mindestens 30 Menschen nach Unfall in Syrien getötet +++

Mindestens 30 Menschen sind nach einem Unfall nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus gestorben. Ein Tanklastwagen sei mit zwei Bussen und anderen Fahrzeugen zusammengestoßen, berichte die staatliche Agentur Sana. Der Unfall ereignete sich auf der Strecke, die Damaskus mit Homs verbindet. Wie viele Menschen verletzt wurden, sei noch unklar.

+++ 20.31 Uhr: Feuer in Schweizer Gemeinschaftszentrum für Flüchtlinge auf Lesbos +++

Im Gemeinschaftszentrum "One Happy Family" auf Lesbos ist ein Feuer ausgebrochen. Griechische Medien berichteten, die Feuerwehr sei im Einsatz. Das Zentrum liegt unweit der Flüchtlingsunterkunft Kara Tepe, wo rund 1500 Flüchtlinge und Migranten leben, darunter viele Kinder und Familien. One Happy Family wird als Treffpunkt für Flüchtlinge genutzt. Die Brandursache stand am Abend noch nicht fest; auch ob Menschen zu Schaden kamen, war zunächst nicht klar. Nach Angaben des gleichnamigen Vereins, der seinen Sitz im Schweizer Burgdorf hat, nutzen Hunderte Menschen täglich die Angebote, darunter Schulunterricht, einen Friseur, ein Café und eine Bibliothek. 

+++ 19.33 Uhr: Polizei geht in Zypern mit Tränengas gegen Proteste gegen Grenzschließung vor +++

Die zyprische Polizei ist mit Tränengas gegen Demonstranten vorgegangen, die gegen die wegen des Coronavirus verfügte Schließung von Grenzübergängen protestierten. Mehrere hundert Menschen versammelten sich an einem Übergangspunkt in Nikosia und protestierten gegen dessen Schließung. Die Polizei setzte Tränengas ein, ihren Angaben zufolge wurden vier Einsatzkräfte verletzt.     

Die Mittelmeerinsel Zypern ist seit 1974 in einen griechischen Süden und einen türkischen Norden geteilt - es gibt die Republik Zypern und die Türkische Republik Nordzypern, letztere wird allerdings nur von Ankara anerkannt. Die Trennungslinie führt teilweise mitten durch Nikosia. Dort protestierten am Samstag rund 200 Menschen auf griechisch-zyprischer und 150 auf türkisch-zyprischer Seite gegen die Schließung eines Übergangspunktes.

+++ 17.50 Uhr: Medien: Großbritannien schafft "Tampon-Steuer" ab +++

Die "Tampon-Steuer" wird Medienberichten zufolge in Großbritannien abgeschafft. Auf Hygieneartikel soll demnach künftig keine Mehrwertsteuer mehr erhoben werden, so dass Tampons oder Binden billiger werden. Damit will das Land weiter die sogenannte Perioden-Armut bekämpfen: Viele Mädchen und Frauen haben nicht genug Geld für solche Artikel während ihrer Periode und greifen heimlich zu Zeitungspapier, alten Stofflappen, Socken und Klopapier. Etliche schwänzen die Schule - aus Angst, es könnte ein Malheur passieren. 

Finanzminister Rishi Sunak soll die Maßnahme bei der Vorstellung des Haushaltsplans am Mittwoch in London verkünden. Sie wird demnach am 1. Januar 2021 in Kraft treten. In der Brexit-Übergangsphase bis Ende des Jahres sei die Abschaffung aufgrund von EU-Regelungen nicht möglich, berichteten Zeitungen am Samstag. Derzeit werden in Großbritannien fünf Prozent Mehrwertsteuer auf solche Hygieneartikel erhoben. Durch den Wegfall der Steuer könnten Frauen etwa 40 Britische Pfund (etwa 46 Euro) im Leben sparen, hieß es.  

+++ 16.53 Uhr: Zahl der Toten nach Attentat in Kabul gestiegen +++

Die Zahl der Todesopfer nach einem Anschlag auf eine Gedenkveranstaltung in der afghanischen Hauptstadt Kabul hat sich auf 33 erhöht. Weitere 81 Menschen seien bei dem Angriff auf die Zeremonie zu Ehren eines ehemaligen schiitischen Anführers verletzt worden, teilte das Innenministerium mit. Auch die beiden Attentäter kamen bei dem Angriff vom Freitag ums Leben. 

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte den Anschlag für sich. Sie veröffentlichte in sozialen Netzwerken ein Foto der zwei Angreifer vor einer Flagge des IS. Demnach griffen die beiden Männer die Gedenkveranstaltung mit Maschinengewehren, Handgranaten und Granatwerfern an. Vor Ort waren auch Regierungsgeschäftsführer Abdullah Abdullah und andere hochrangige Politiker gewesen. Sie wurden in Sicherheit gebracht.

+++ 16.30 Uhr: Türkei schiebt angebliche "Terroristenkämpfer" nach Deutschland ab +++

Die Türkei hat zwei weitere angebliche Terroristen nach Deutschland abgeschoben. Bei den beiden Deutschen handele es sich um "ausländische Terroristenkämpfer", meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Samstag unter Berufung auf das Innenministerium. Nähere Angaben wurden nicht gemacht. Die Türkei hat in den vergangenen Monaten immer wieder mutmaßliche Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) nach Deutschland und in andere Länder abgeschoben. Seit November seien insgesamt 280 "ausländische Terroristenkämpfer" in ihre Heimatländer zurückgeschickt worden, darunter 30 Deutsche, 19 Franzosen, 6 Briten und 6 Niederländer, hieß es weiter.

+++ 16.18 Uhr: Als Handballer verkleidete Migranten am Flughafen Athen festgenommen +++

Die griechische Polizei hat am Athener Flughafen zwölf als Handball-Team gekleidete Migranten festgenommen. Wie die Behörden am Samstag mitteilten, ereignete sich der Vorfall bereits am Freitag. Die Reisepässe seien als bulgarische Ausweispapiere gefälscht gewesen, eine Überprüfung habe ergeben, dass der Sportverein, den die Gruppe angab, nicht existierte. Die Männer waren auf dem Weg nach Wien, berichtete der griechische Nachrichtensender Skai. Erst im vergangenen September hatte die griechische Polizei zehn Migranten festgenommen, die sich als Volleyballmannschaft ausgegeben hatten und so von Athen in die Schweiz fliegen wollten. Auch in diesem Fall stellten die Beamten fest, dass die vorgezeigten Pässe nicht mit den Identitäten der Reisenden übereinstimmten.

+++ 16.13 Uhr: Hotel in China eingestürzt - Mehrere Menschen gerettet +++

Ein mehrstöckiges Hotel ist in der chinesischen Küstenstadt Quanzhou eingestürzt. Bis Samstagabend (Ortszeit) seien 23 Menschen aus den Trümmern gerettet worden, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. In ersten Berichten der örtlichen Behörden habe es geheißen, rund 70 Menschen seien in dem Gebäude eingeschlossen gewesen. Quanzhou hat rund acht Millionen Einwohner und liegt in der südostchinesischen Provinz Fujian an der Taiwan-Straße.

+++ 15.30 Uhr: Rund 70 Menschen nach Hotel-Einsturz in China verschüttet +++

Nach dem Einsturz eines Hotels im Osten Chinas sind rund 70 Menschen unter den Trümmern verschüttet. Das Hotel "Xinjia" in der Stadt Quanzhou sei am Samstag gegen 19.30 Uhr Ortszeit (12.30 MEZ) eingestürzt, wie die Verwaltung der Stadt in der östlichen Provinz Fujian mitteilte. Etwa 23 Menschen konnten demnach bisher geborgen werden. Das 80-Zimmer-Hotel war erst kürzlich in eine Quarantäne-Station für Menschen umgewandelt worden, die Kontakt zu Coronavirus-Patienten hatten, wie es in Zeitungsberichten hieß. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua dauerten die Rettungsmaßnahmen an.

+++ 14.21 Uhr:  Mindestens 35 Tote bei Unwettern in Brasilien +++

Die Zahl der Toten nach den schweren Überschwemmungen und Erdrutschen in Brasilien ist auf mindestens 35 gestiegen. 45 weitere Menschen werden noch vermisst, wie das Nachrichtenportal G1 am Samstag unter Berufung auf die Einsatzkräfte berichtete. Betroffen war vor allem der Bundesstaat São Paulo an der Südostküste des Landes. In Guarujá kamen bislang 28 Menschen ums Leben, in der Hafenstadt Santos wurden vier Menschen getötet und in São Vicente starben drei weitere Menschen. Die heftigen Regenfälle sind in Brasilien typisch für die Jahreszeit. In Guarujá fielen innerhalb von 24 Stunden 320 Millimeter Regen - deutlich mehr als für den ganzen Monat März erwartet wurde.

+++ 13.11 Uhr: Giffey stellt zusätzliches Geld für Ganztagsbetreuung in Grundschulen in Aussicht +++

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) ist zuversichtlich, dass der Bund die Länder bei Schaffung eines Rechtsanspruchs auf eine Ganztagsbetreuung in der Grundschule auch bei den laufenden Kosten unterstützt. "Gute Kinderbetreuung in Deutschland ist eine nationale Zukunftsaufgabe", sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Wir reden jetzt mit dem Finanzministerium darüber, ob und wie der Bund bei den laufenden Betriebskosten helfen kann." Ähnliches sei beim Rechtsanspruch auf Kitabetreuung für unter Dreijährige auch vereinbart worden, sagte Giffey dem RND. "Ich bin zuversichtlich, dass wir hier eine gute Lösung hinbekommen." Über 70 Prozent der Eltern von Grundschulkindern wünschen sich die Ganztagsbetreuung, aber nur die Hälfte der Kinder unter elf Jahren nimmt ein solches Angebot in Hort oder Schule in Anspruch, wie Giffey erläuterte. "Hier klafft eine Betreuungslücke, die wir dringend schließen müssen." Jeder, der könne und wolle, müsse einer Arbeit nachgehen können und dabei einer guten Betreuung seiner Kinder sicher sein. Die Ministerin verwies im RND darauf, dass die Bundesregierung bereits zwei Milliarden Euro an Finanzhilfen zur Verfügung stelle und so die Länder und Kommunen beim Ausbau unterstütze.

+++ 12.21 Uhr: Türkische Küstenwache will "gefährliche" Überfahrten durch Ägäis stoppen +++

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die Küstenwache seines Landes angewiesen, Boote mit Migranten an der Überfahrt nach Griechenland zu hindern. Auf "Anordnung des Präsidenten" werde keine Erlaubnis zum Überqueren der Ägäis mehr erteilt, teilte die Küstenwache am Freitagabend im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Zur Begründung verwies sie auf die "Gefahren" der Überfahrt. Die Küstenwache stellte zugleich klar, dass das neue Vorgehen in der Ägäis keinen Kurswechsel in der Flüchtlingskrise darstelle. Die Türkei hindere weiterhin keine Migranten daran, das Land auf eigenen Wunsch zu verlassen. Die Anordnung beziehe sich nur auf die Überfahrten durch die Ägäis. Erdogan hatte vergangene Woche nach der Eskalation der Lage in der nordsyrischen Provinz Idlib die Grenzen zur EU geöffnet. Dies sorgte für einen starken Flüchtlingsandrang an der türkisch-griechischen Grenze und führte zu neuen Spannungen zwischen Ankara und Brüssel.

+++ 11.47 Uhr: Einigung bei Tarifverhandlungen für Ärzte der Unikliniken +++

Bei den Tarifverhandlungen für Ärzte an Unikliniken haben die Ärztegewerkschaft Marburger Bund und die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) eine Einigung erzielt. Das teilten der Marburger Bund und das niedersächsische Finanzministerium am Samstag mit - Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU) ist der Verhandlungsführer der Tarifgemeinschaft. Verhandelt wurde für rund 20 000 Ärztinnen und Ärzte an bundesweit 23 Universitätskliniken. Die Tarifverhandlungen liefen seit Anfang November. Details sollten bei einer Pressekonferenz am Samstagvormittag bekannt gegeben werden.

+++ 11.26 Uhr: Erdogan reist am Montag nach Brüssel +++

Nach den jüngsten Spannungen im Flüchtlingsstreit will der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan nach Medienberichten am Montag nach Brüssel reisen. Das berichteten der staatliche türkische Sender TRT und die Zeitung "Die Welt", die sich auf "hohe Brüsseler Diplomatenkreise" berief. Der Sprecher von EU-Ratspräsident Charles Michel bestätigte das Treffen auf Anfrage am Samstagmorgen zunächst nicht. Ziel sei die Lösung der aktuellen Migrationskrise an der griechisch-türkischen Grenze, aber auch eine grundsätzliche Neuausrichtung des Verhältnisses zwischen der EU und der Türkei, so die Zeitung weiter. Erdogan komme auf Einladung von Ratspräsident Michel nach Brüssel. Michel hatte Erdogan am Mittwoch bereits in Ankara getroffen.

+++ 10.55 Uhr: Mann stört Wahlkampfveranstaltung von Sanders mit antisemitischem Auftritt +++

Mit einem antisemitischen Auftritt bei einer Wahlkampfveranstaltung des jüdischen US-Präsidentschaftsbewerbers Bernie Sanders hat ein Mann in den USA für Empörung gesorgt. Kurz nachdem der unabhängige Senator aus Vermont, der sich um die demokratische Präsidentschaftskandidatur bewirbt, am Donnerstagabend die Bühne betrat, schwenkte der Mann im Publikum eine NS-Flagge. Sicherheitsmänner warfen den Mann aus dem Saal. Videos, die den Vorfall zeigten, verbreiteten sich rasch im Internet. Darin ist zu hören, wie die zunächst euphorischen Rufe von Sanders-Anhängern in Buhrufe umschlagen, als der Mann plötzlich die NS-Flagge zeigt. Sanders, der nach eigenen Angaben erst nach seiner Rede über den Vorfall informiert worden war, sprach vor Journalisten vor einem "unsäglichen" Ereignis. Die NS-Flagge sei das "schlimmste Symbol der modernen Geschichte", sagte Sanders. "400.000 mutige US-Bürger" seien gestorben, um den Nationalsozialismus zu besiegen, fügte er an.

+++ 10.15 Uhr: Ein Toter und vier Verletzte durch Explosion in Wohnung in Straßburg +++

Bei einer Explosion in einer Wohnung in Straßburg ist ein Mensch getötet worden. Vier weitere Menschen wurden durch die Detonation am frühen Samstagmorgen und den anschließenden Brand verletzt, wie die Feuerwehr mitteilte. Die Ursache des Vorfalls war zunächst unklar; die Behörden vermuteten jedoch eine Gasexplosion. Die Explosion habe sich gegen 05.45 Uhr in einem mehrstöckigen Wohngebäude im Stadtteil Meinau im Süden Straßburgs ereignet, sagte Straßburgs stellvertretender Bürgermeister Alain Fontanel der Nachrichtenagentur AFP und bestätigte damit einen Bericht der elsässischen Zeitung "Les Dernières Nouvelles d'Alsace". Den dadurch ausgelösten Brand brachte die Feuerwehr nach eigenen Angaben rasch unter Kontrolle. Ein Fenster und der Balkon der betroffenen Wohnung im achten Stock seien durch die Detonation zerstört worden, sagte Fontanel. Die Fassade des Gebäudes wurde demnach beschädigt; Trümmer wurden 150 Meter weit geschleudert. Etwa hundert Bewohner des Hauses seien in eine nahe gelegene Sporthalle gebracht worden, erklärte Fontanel.

+++ 9.27 Uhr: "PlayStation"-Protoyp für 360.000 Dollar versteigert +++

Der Prototyp der "PlayStation" ist in den USA nach einem Bieterwettstreit für 360 000 Dollar (etwa 320 000 Euro) versteigert worden. Es handele sich um den einzig erhaltenen Prototyp der von Nintendo und Sony in den 1990er Jahren gemeinsam entwickelten Spielekonsole, teilte das Auktionshaus Heritage Auctions am Freitag (Ortszeit) in Dallas mit. 57 verschiedene Bieter hätten bei der Auktion versucht, das Gerät zu ergattern, der Gewinner wolle derzeit anonym bleiben. Der Endpreis sei die höchste Summe, die je bei einer Auktion für Spielekonsolen, Videospiele oder Zubehör bezahlt worden sei.

+++ 8.35 Uhr: Mehrere Prinzen in Saudi-Arabien wegen Putsch-Plänen festgenommen +++

Wegen mutmaßlicher Putsch-Pläne sind in Saudi-Arabien laut Medienberichten drei Prinzen festgenommen worden, darunter ein Bruder und ein Neffe von König Salman. Salmans Bruder Prinz Ahmed bin Abdulasis al-Saud und seinem Neffen Prinz Mohammed bin Najef werde Verrat zur Last gelegt, berichtete die US-Zeitung "Wall Street Journal" unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen. Die beiden seien am Freitagmorgen zu Hause von königlichen Wachen festgenommen worden, schrieb das "WSJ". Ihnen werde ein Putsch zur Entmachtung des Königs und von Kronprinz Mohammed bin Salman zur Last gelegt, daher drohe ihnen lebenslange Haft oder die Todesstrafe. Auch die "New York Times" berichtete über die Putschvorwürfe. Nach ihren Informationen wurde auch Prinz Najefs jüngerer Bruder Prinz Nawaf bin Najef, festgenommen worden. Die saudiarabischen Behörden nahmen auf Nachfrage zunächst keine Stellung zu den Berichten.

+++ 7.22 Uhr: Trump macht treuen Unterstützer Mark Meadows zum Stabschef im Weißen Haus +++

US-Präsident Donald Trump macht einen seiner treuesten Unterstützer, den republikanischen Abgeordneten Mark Meadows, zu seinem Stabschef im Weißen Haus. Der 61-jährige löse den kommissarischen Stabschef Mick Mulvaney ab, teilte Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. "Ich kenne Mark und arbeite mit ihm schon seit langem und unser Verhältnis ist wirklich gut", betonte der Präsident. Meadows hatte im Dezember mitgeteilt, dass er nicht erneut für das US-Repräsentantenhaus kandidieren werde. Seine Arbeit mit Trump fange aber "gerade erst an". Trump dankte am Freitag Übergangs-Stabschef Mulvaney, "dass er der Regierung so gut gedient" habe. Er werde nun US-Sondergesandter für Nordirland. 

+++ 6.45 Uhr: Chef von Polens Staatsfernsehen muss seinen Posten räumen +++

Zwei Monate vor der Präsidentschaftswahl in Polen ist die Ablösung des Chefs des staatlichen Fernsehsender TVP bekanntgegeben worden, dem die Opposition Propaganda für die nationalkonservative Regierung vorgeworfen hat. Wie der Chef des polnischen Medienrates, Krzysztof Czabanski, in der Nacht zum Samstag mitteilte, stimmte das Gremium am Freitag über den Verbleib von TVP-Chef Jacef Kurski auf seinem Posten ab. Das Ergebnis soll offiziell erst am Montag mitgeteilt werden. Czabanski sagte aber vor Journalisten, dass vier von fünf Mitgliedern des Medienrates für Kurskis Ablösung stimmten. Zu den Gründen machte er keine Angaben. Liberale Medien in Polen hatten schon seit längerem über einen Konflikt innerhalb der nationalkonservativen Regierungspartei PiS über Kurskis Zukunft als Fernsehchef spekuliert.

+++ 5.12 Uhr: Baerbock fordert neues Flüchtlingsabkommen der EU mit der Türkei +++

Im Flüchtlingsstreit hat die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock eine neue Vereinbarung zwischen der Europäischen Union und der Türkei gefordert. Mit Blick auf das bisherige EU-Türkei-Abkommen sagte sie der "Rheinischen Post": "Statt dieses gescheiterten Deals brauchen wir ein neues, rechtsstaatlich garantiertes Abkommen, das aus den Fehlern der Vergangenheit lernt." Es müsse sicherstellen, "dass Menschen gut versorgt sind und die 27 EU-Staaten nicht wie Dominosteine umfallen, wenn (der türkische Präsident Recep Tayyip) Erdogan einmal pustet."

+++ 3.12 Uhr: 61 Korrekturen nötig nach missglücktem "Starliner"-Start +++

Nach dem missglückten Test des "Starliner" muss die Betreiberfirma Boeing 61 Korrekturen an dem Raumschiff vornehmen. Das habe eine Untersuchung ergeben, teilten Boeing und die US-Raumfahrtbehörde Nasa am Freitag (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz mit. Das werde wahrscheinlich "mehrere Monate" dauern, sagte der stellvertretende Nasa-Chef Doug Loverro. "Das war eine knappe Angelegenheit. Wir hätten das Raumschiff zweimal fast verloren während der Mission."

Reportage aus Idlib: Mütter und Kinder auf der Flucht: Wenn das wenige Brot zum traurigen Festmahl wird

+++ 2.45 Uhr: Walter-Borjans pocht vor Koalitionstreffen auf massive Investitionen +++

Vor dem Treffen der Koalitionsspitzen dringt der SPD-Vorsitzende Norbert Walter-Borjans auf massive Investitionen in die Infrastruktur. "Wir dürfen unser Land, die Städte und Gemeinden nicht länger kaputtsparen", sagte Walter-Borjans der "Bild"-Zeitung. Deutschland sei jahrelang auf Verschleiß gefahren, es müsse dringend in Verkehr, Digitalisierung, Umweltschutz und Krankenhausversorgung investiert werden. "Daher muss es im Koalitionsausschuss am Sonntag auch Ergebnisse für ein Langzeit-Investitionspaket geben und nicht nur ein Investitionspäckchen nach Kassenlage", sagte Walter-Borjans. "Alles andere wäre nicht im Interesse der Bürgerinnen und Bürger in unserem Land und eine schwere Hypothek auf die Zukunft."

+++ 1.30 Uhr: Boeing soll Millionenstrafe wegen unzulässiger Sensoren zahlen +++

Die US-Luftfahrtaufsicht FAA fordert von Boeing wegen nicht zugelassener Bauteile in Hunderten Flugzeugen ein Bußgeld von 19,7 Millionen Dollar (17,5 Mio Euro). Die Behörde wirft dem Flugzeugbauer laut einer Mitteilung vom Freitag vor, in 791 Jets der 737-Baureihe bestimmte Sensoren eingebaut zu haben, die noch nicht genehmigt worden waren. Konkret geht es um Bauteile des Herstellers Rockwell Collins in 618 Boeing 737 NG und 173 Boeing 737 Max. Boeing hat 30 Tage Zeit, die Strafe zu zahlen oder anzufechten

jek/ fs / DPA / AFP