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News von heute Mann enthauptet: Anti-Terror-Ermittlungen nach brutaler Attacke bei Paris

Schild der Police Nationale in Pariser Vorort
Bei Paris wurde die Leiche eines enthaupteten Mannes entdeckt. Anti-Terror-Ermittler haben die Arbeit aufgenommen.
© Geoffroy van der Hasselt / AFP
Putin bietet bedingungslose Verlängerung von New-Start-Abkommen um ein Jahr an +++ Johnson stimmt Briten auf harten Bruch mit EU ein +++ Polizei erschießt Geiselnehmer in JVA Münster +++ Die News von heute im stern-Ticker. 

Aktuelle Topmeldung:

Anti-Terror-Ermittlungen nach Enthauptung bei Paris

Ein Mann ist ersten Erkenntnissen zufolge in der Nähe von Paris von einem Angreifer enthauptet worden. Die Anti-Terror-Fahnder der Staatsanwaltschaft übernahmen die Ermittlungen. Man ermittle unter anderem wegen Mordes mit Terrorhintergrund, bestätigte die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur am Freitag in Paris.

Das Opfer soll am Freitagnachmittag in Conflans-Sainte-Honorine nordwestlich von Paris auf offener Straße angegriffen worden sein, wie französische Medien berichteten. Der Vorfall soll sich in der Nähe einer Schule ereignet haben. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, soll es sich bei dem Getöteten um einen Lehrer handeln, der im Klassenzimmer Karikaturen des Propheten Mohammed gezeigt haben soll. Diese gelten in der muslimischen Welt als blasphemisch und waren bereits mehrfach Anlass gewalttätiger Attacken, darunter der Anschlag auf die Satire-Zeitschrift "Charlie Hebdo".

Der mutmaßliche Täter soll kurze Zeit später im nahegelegenen Éragny-sur-Oise von der Polizei aufgegriffen worden sein. Laut Medien hat er versucht, die Polizei anzugreifen - daraufhin hat diese auf ihn geschossen. Dabei wurde der Mann getötet, wie ein Polizeisprecher Reuters bestätigte. Auch der Bürgermeister von Éragny-sur-Oise, Thibault Humbert, sagte dem Sender BFM TV, dass der mutmaßliche Täter getötet worden sei.

Eine Person sei bei einem Angriff enthauptet worden, sagte Humbert weiter. "Das ist unglaublich gewalttätig. Das sind die Informationen, die ich jetzt habe." Er sei vor Ort und mit den Ermittlern in Kontakt. 

Bei dem tödlich Angriff handelt es sich nach Angaben von Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron "eindeutig" um einen "islamistischen Terroranschlag". Dies sagte Macron am Freitagabend bei einem Besuch am Tatort in Conflans-Sainte-Honorine. 

Frankreich wird seit Jahren von islamistischen Anschlägen erschüttert - dabei starben mehr als 250 Menschen. Daher ist die Terrorgefahr fast ständig im Bewusstsein der Menschen. Frankreichs Regierung hat den Kampf gegen den Terror zu einer Top-Priorität gemacht.

+++ Nachrichten zur Coronavirus-Pandemie finden Sie in unserem Corona-Ticker +++

Die Meldungen des Tages:

+++ 23.03 Uhr: Parlamentswahl in Neuseeland begonnen +++

In Neuseeland hat die Parlamentswahl begonnen, bei der Premierministerin Jacinda Ardern und ihre linksgerichtete Labour-Partei gute Aussichten auf einen Sieg haben. Die Regierungschefin hatte in ihrem Wahlkampf besonders die Erfolge ihrer Regierung im Kampf gegen das Coronavirus betont: Bei rund fünf Millionen Einwohnern verzeichnete Neuseeland bisher nur 25 Todesfälle in Zusammenhang mit dem neuartigen Virus. Der Erfolg gelang durch eine Kombination aus strikten Grenzkontrollen und vielen Corona-Tests. Bei dem Urnengang (bis Samstag, 08.00 Uhr MESZ) deutet alles auf einen erneuten Sieg Arderns hin. In Umfragen erreichte die 40-Jährige 55 Prozent Zustimmung und damit 32 Prozentpunkte mehr als ihre Gegnerin Judith Collins von der konservativen Nationalpartei. Arderns Labour-Partei lag demnach bei 46 Prozent und damit 15 Prozentpunkte vor der wichtigsten Oppositionspartei. Rund 3,5 Millionen Neuseeländer sind wahlberechtigt. Viele nutzten aber bereits die Möglichkeit, ihre Stimme vorab abzugeben. Erste Ergebnisse könnten daher schon Samstagabend vorliegen.

+++ 20.31 Uhr: Verunreinigter Zuckerrohrschnaps: Mindestens zehn Tote in Costa Rica +++ 

Mindestens zehn Menschen sind in Costa Rica nach dem Konsum von gepanschtem Schnaps in den vergangenen Tagen gestorben. Bei einer Untersuchung einer "Guaro" genannten Art von Zuckerrohrschnaps der Marke "Fiesta Blanca" sei Methanol festgestellt worden, teilte das Gesundheitsministerium des mittelamerikanischen Landes  mit. Da es sich um eine registrierte Marke handle, könne das Getränk gefälscht worden sein. Bei einem Polizeieinsatz in einem Vorort der Hauptstadt San José seien Flaschen dieses Produkts aus dem Verkehr gezogen worden. Die Marke wurde auf eine Liste mit zwölf anderen Schnapsmarken gesetzt, vor denen gewarnt wird und deren Verkauf bestraft werden soll.

Nach Angaben der staatlichen Sozialversicherungskasse Costa Ricas wurden in den vergangenen Tagen 28 Menschen mit Vergiftungen nach dem Konsum von verunreinigten alkoholischen Getränken in Krankenhäusern behandelt. Zehn von ihnen seien gestorben, drei seien auf der Intensivstation. Bereits im vergangenen Jahr hatte es in Costa Rica mindestens 29 Todesfälle mit Verdacht auf Vergiftung durch gepanschten Schnaps gegeben.

+++ 18.43 Uhr: Mann in der Nähe von Paris enthauptet +++

Ein Mann ist in der Nähe von Paris auf offener Straße enthauptet worden. Der Vorfall soll sich in Conflans-Sainte-Honorine nordwestlich von Paris am späten Nachmittag ereignet haben, berichtet die französische Nachrichtenagentur AFP. Die Polizei schrieb auf Twitter, dass dort aktuell ein Einsatz laufe und die Menschen den Bereich meiden sollten. Der mutmaßliche Täter wurde von der Polizei in einem Nachbarort angeschossen und schwer verletzt. Die französische Terror-Staatsanwaltschaft PNAT hat Ermittlungen aufgenommen. Die Hintergründe der Tat sind aber vorerst unklar.

+++ 17.39 Uhr: Neuer Erdbeobachtungssatellit soll Ozeane kartieren +++

Ein neuer Erdbeobachtungssatellit soll die Ozeane der Erde beobachten und kartieren. Der Copernicus Sentinel-6-Satellit Michael Freilich wird im November von der Vandenberg Air Force Base in Kalifornien aus in den Weltraum starten. "Wir brauchen diesen Satelliten, um den Einfluss des ansteigenden Meeresspiegels auf unseren Planeten zu verstehen", sagte der Leiter des Erdbeobachtungs-Programms der Europäischen Weltraumorganisation Esa, Josef Aschbacher, in einer Online-Pressekonferenz.

Der Satellit soll die Veränderungen der Meeresspiegel als schwerwiegende Folge des Klimawandels akkurat vermessen. Die Mission ist eine Kooperation der Esa, der US-Raumfahrtbehörde Nasa, der meteorologischen Satellitenagentur Europas, Eumetsa, und der US-Wetter- und Ozeanografie­Behörde NOAA. Es handle sich um eine exzellente Kooperation zwischen Europa und den USA, so Aschbacher. 

+++ 16.56 Uhr: Schottische Regierungschefin fürchtet No-Deal-Brexit +++

Angesichts eines drohenden harten wirtschaftlichen Bruchs Großbritanniens mit der EU hat sich Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon besorgt geäußert. "Ich bin frustriert und traurig über die Aussicht eines No-Deal-Brexits nach der Übergangsphase Ende Dezember", sagte Sturgeon in Edinburgh. Eigentlich sei gerade eine Zeit, in der "100 Prozent unserer Zeit und Energie" gebraucht würden, um die Corona-Pandemie einzudämmen. Angesichts der knappen verbleibenden Zeit geht Sturgeon selbst im besten Fall nur noch von einem minimalen Kompromiss aus.

Premier Boris Johnson hatte am Freitag seinem Land geraten, sich auf einen harten Schnitt einzustellen. Ein Handelspakt mit der EU für die Zeit nach der Brexit-Übergangsphase könne nur noch zustande kommen, wenn die EU Zugeständnisse mache. Die Staatengemeinschaft will jedoch nächste Woche in London weiter verhandeln.

+++ 16.01 Uhr: Vier Tote bei Bauunfall in Oberbayern – Bürgermeister schockiert +++

Nach dem Unfall mit vier toten Arbeitern auf einer Baustelle im oberbayerischen Denklingen hat sich der Bürgermeister des Ortes, Andreas Braunegger (CSU), zutiefst betroffen geäußert. "Ich bin einfach schockiert", sagte er bei einer ersten Reaktion. Im Rathaus kam er zum Gespräch mit Angehörigen der Getöteten zusammen. Das Rathaus stehe für die Krisenintervention zur Verfügung, sagte er.

Am Vormittag war bei Betongießarbeiten in einem Gewerbegebiet eine Decke eingestürzt, vier Arbeiter wurden unter den Trümmern begraben. Familienmitglieder der Opfer wurden am Unglücksort von Kriseninterventionskräften betreut. Bei den Toten handelte es sich laut Polizei um einen 16-Jährigen - möglicherweise ein Auszubildender -, einen  34-jährigen und zwei 37 Jahre alte Männer. Unter ihnen sollen Familienväter sein.

+++ 15.47 Uhr: Klöckner spricht mit Polen und Tschechien über Schweinepest +++

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) will mit ihren Kollegen aus Polen und Tschechien über Schutzbarrieren gegen die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest sprechen. Sie habe mit dem neuen polnischen Agrarminister telefoniert und erörtert, "wie wir die Wildschweinbarrieren noch stärker auf beiden Seiten optimieren können", sagte Klöckner bei der Mitgliederversammlung des Deutschen Bauernverbandes in Erfurt.

Mit den Agrarministern von Polen und Tschechien habe sie vereinbart, sich zeitnah an der polnischen Grenze zu treffen und weiter über die Afrikanische Schweinepest (ASP) auszutauschen. "Mein Ziel ist es, dass wir so schnell wie möglich wieder ASP-frei werden in Deutschland", sagte Klöckner. Sie wies darauf hin, dass es in einem Land mindestens zwölf Monate lang keinen positiven Befund geben dürfe, damit es als ASP-frei gelte.

+++ 15.05 Uhr: Moskau startet Manöver im Kaspischen Meer nördlich von Baku +++

Inmitten der Krise um die Kaukasusregion Berg-Karabach hat Russland im Kaspischen Meer ein großangelegtes Militärmanöver begonnen. Die Übung finde nördlich der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku statt und sei keine Bedrohung für Anrainerstaaten, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau am Freitag mit. An dem Manöver nehmen demnach sechs Schiffe, sieben Flugzeuge und mehr als 400 Soldaten teil; neben Artillerie sollen auch Raketen zum Einsatz kommen.    

Russland hat sich bisher weitgehend aus dem Konflikt zwischen Aserbaidschan und Armenien um die Region Berg-Karabach herausgehalten. Moskau rief wiederholt zu einer Waffenruhe auf und bot seine Vermittlung an. Eine durch Russland vergangene Woche vermittelte Waffenruhe führte jedoch nicht zur Einstellung der seit Ende September andauernden erbitterten Kämpfe.

+++ 14.15 Uhr: Öffentliche Arbeitgeber bieten 3,5 Prozent mehr in drei Jahren an +++

Die Arbeitgeber im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen haben in den Tarifverhandlungen für die rund 2,5 Millionen Beschäftigten insgesamt 3,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt in drei Jahresstufen angeboten. Das teilten Bundesinnenministerium und kommunale Arbeitgeberverbände mit. Die Gewerkschaften fordern ein Lohn- und Gehaltsplus von 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro mehr im Monat für Erzieherinnen und Erzieher, Busfahrer, Müllwerker, Rathausmitarbeiter und zahlreiche andere Angestellte.

+++ 13.48 Uhr: Putin bietet bedingungslose Verlängerung von New-Start-Abkommen um ein Jahr an +++

Russlands Präsident Wladimir Putin hat eine Verlängerung des New-Start-Abkommens zur atomaren Abrüstung um ein Jahr ohne Vorbedingungen angeboten. Er schlage vor, das bestehende Abkommen mit den USA um mindestens ein Jahr zu verlängern, um umfassende Verhandlungen zu ermöglichen, sagte Putin in Moskau nach Angaben des Kremls. New Start ist das letzte verbliebene nukleare Abrüstungsabkommen zwischen den USA und Russland und läuft im kommenden Februar aus.

+++ 13.17 Uhr: Boris Johnson stimmt Großbritannien auf harten Bruch mit EU ein +++

Der britische Premier Boris Johnson hat sich enttäuscht über die Signale der Staats- und Regierungschefs beim EU-Gipfel in Brüssel gezeigt. Der Gipfel sei nicht "sehr ermutigend" gewesen, sagte Johnson in einer Fernsehansprache. Wenn es keine "fundamentalen Änderungen" an der Position der EU gebe, werde man sich wohl nicht einigen können, sagte er weiter und stimmte sein Land auf einen harten Bruch mit der Staatengemeinschaft ein. Sollte die EU zu Zugeständnissen bereit sein, sei London jedoch zu Gesprächen bereit.

Die EU-Staatschefs hatten am Donnerstag betont, Großbritannien müsse sich bewegen - man wolle zwar einen Handelspakt für die Zeit nach der Brexit-Übergangsphase, aber nicht zu jedem Preis. Ohne Einigung droht ein Abkommen mit Zöllen und hohen Handelshürden.

+++ 13.09 Uhr: Gerüst mit mehreren Arbeitern in Bayern eingestürzt – womöglich drei Tote

Im bayerischen Denklingen im Landkreis Landsberg am Lech ist bei Betonierarbeiten ein Gerüst eingestürzt und hat mehrere Arbeiter in die Tiefe gerissen. Derzeit laufen die Rettungsmaßnahmen, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Nord in Ingolstadt mitteilte. Informationen der "Augsburger Allgemeinen", wonach mindestens drei Arbeiter getötet wurden, konnte der Sprecher mit Blick auf die noch laufenden Rettungsmaßnahmen zunächst nicht bestätigen.

+++ 12.53 Uhr: Tödliches Rennen auf A66 - Beteiligung weiterer Sportwagen möglich +++

An dem tödlichen Autorennen auf der Autobahn 66 bei Hofheim am Taunus könnten weitere Sportwagen beteiligt gewesen sein. Es gebe entsprechende Bilder und Zeugenaussagen, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Frankfurt. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet. Der flüchtige Fahrer sei immer noch nicht gefasst worden. Nach dem 34-Jährigen wird europaweit öffentlich mit einem Haftbefehl gefahndet. Bei dem mutmaßlichen illegalen Autorennen am Samstag war eine unbeteiligte Frau ums Leben gekommen. Zwei Männer sitzen bereits in Untersuchungshaft.

+++ 12.25 Uhr: Weitere gut 100 Flüchtlinge von griechischen Inseln in Deutschland eingetroffen +++

Deutschland hat weiter gut 100 Flüchtlinge aus griechischen Lagern aufgenommen. 61 Kinder und 40 Erwachsene seien am Vormittag in Hannover gelandet, erklärte das Bundesinnenministerium. Es handele sich um Angehörige von 26 Familien. Sie würden zunächst in einer Aufnahmeeinrichtung in Friedland untergebracht und dann auf sieben Bundesländer verteilt.    

Es handelt sich um die ersten Menschen aus einer Gruppe von insgesamt 1553, deren Aufnahme Deutschland nach dem verheerenden Brand im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos zugesagt hatte. Sie wurden von der griechischen Regierung bereits als schutzberechtigt anerkannt.

+++ 12.17 Uhr: Sechs Zivilisten in Afghanistan durch Sprengfalle getötet +++

Im Westen Afghanistans sind sechs Zivilisten durch eine am Straßenrand versteckte Sprengfalle getötet worden. Die Explosion habe das Auto der Frauen und Männer morgens auf einer Schnellstraße in der Provinz Ghor erfasst, teilten das Verteidigungsministerium und lokale Behörden mit. Ein Polizeisprecher in Ghor sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass die Gruppe mit einer schwangeren Frau auf dem Weg in eine Entbindungsklinik gewesen sei. 

In den vergangenen zehn Jahren wurden in Afghanistan mehr als 100.000 Zivilisten in Afghanistan verwundet oder getötet. Dort bekämpfen die militant-islamistischen Taliban die vom Westen gestützte Regierung. Am 12. September hatten die Konfliktparteien in Doha lang geplante Friedensgespräche aufgenommen. Trotzdem reißt die Gewalt nicht ab.

+++ 12.10 Uhr: Massenproteste in Thailand – Regierungschef schließt Rücktritt aus +++

Trotz anhaltender Proteste gegen seine Regierung hat Thailands Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha einen Rücktritt kategorisch ausgeschossen. "Ich werde nicht gehen", sagte der 66-Jährige vor Journalisten. In dem südostasiatischen Land gibt es seit Monaten Massendemonstrationen. Die Teilnehmer fordern den Rücktritt des Regierungschefs, eine Neuwahl und umfassende Reformen. Der General Prayut Chan-o-cha ist seit einem Putsch des Militärs 2014 an der Macht. Die Demokratiebewegung fordert auch ein Ende der Einschüchterung von Bürgern und politischen Gegnern.

+++ 11.45 Uhr: Befreite Geisel in JVA Münster ist 29 Jahre alte Auszubildende +++

Die Bedienstete, die in der JVA Münster von einem Häftling als Geisel genommen wurde, ist eine 29 Jahre alte Auszubildende. Die Frau sei körperlich "nahezu unverletzt", sagte ein Sprecher des Justizministeriums. Man kümmere sich nun intensiv um die Frau. Gleichzeitig drückte der Sprecher des Justizministeriums sein Beileid für den 40 Jahre alten Häftling aus, der bei der Geiselnahme von der Polizei erschossen wurde: "Wir sind in Gedanken bei den Angehörigen."

Der Deutsche habe eine viermonatige Haftstrafe wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte abgesessen und wäre am 10. November entlassen worden. Umso unverständlicher sei die Geiselnahme, sagte der Sprecher des Ministeriums. Laut "BILD.de" hatte der Mann die 29-Jährige mit einer Rasierklinge bedroht und einen Hubschrauber gefordert.

+++ 11.23 Uhr: Anklage wegen Mordes im Saarland nach 29 Jahren +++

29 Jahre nach der Tat hat die Staatsanwaltschaft Saarbrücken drei Männer wegen gemeinschaftlichen Mordes angeklagt. Sie sollen im September 1991 einen Mann in einen Wald bei Wadgassen gelockt und ihn dort erschlagen haben, wie die Ermittler mitteilten. Anschließend sollen sie die Leiche vergraben haben.

Die Verdächtigen sind heute zwischen 53 und 55 Jahren alt, das mutmaßliche Opfer wäre im selben Alter. Seine Leiche wurde nie gefunden. Die Ermittler vermuten, dass einer der Angeklagten von ihm vor der Tat zusammengeschlagen wurde und sich mit dem Tod bedroht sah. Dies könnte das Motiv gewesen sein.

+++ 10.44 Uhr: 400 Polizisten durchsuchen Wohnungen in Süddeutschland +++

400 Polizisten haben bei einem Großeinsatz in Süddeutschland 17 Wohnungen und ein Waldstück durchsucht. Der Einsatz richtete sich gegen eine Gruppe Menschen, die bewaffnet und in Wehrmachtsuniform im Wald Krieg gespielt haben sollen, wie die Staatsanwaltschaft Stuttgart gemeinsam mit dem Ulmer Polizeipräsidium mitteilte. Die Ermittler beschlagnahmten bei dem Einsatz am Donnerstag zahlreiche Waffen, Munition und Uniformen.

Die Ermittler erhielten zunächst einen Hinweis darauf, dass sich Menschen in Uniformen der Wehrmacht im Landkreis Biberach träfen. Die Ermittlungen führten dann zu dem Verdacht gegen mehrere Männer und Frauen zwischen 27 und 77 Jahren. Sie sollen keine Genehmigung zum Führen von Waffen besitzen und für ihre Kriegsspiele auch Waffen benutzt haben, die unter das Kriegswaffenkontrollgesetz fallen. Zudem werden sie verdächtigt, Kleidung mit verfassungsfeindlichen Symbolen zu tragen.

+++ 10.37 Uhr: Paris plant ab 2021 Tempo 30 im ganzen Stadtgebiet +++

Paris will ab dem kommenden Jahr Tempo 30 im gesamten Stadtgebiet einführen. Nur die Ringautobahn Périphérique soll ausgenommen sein, wie der stellvertretende Bürgermeister David Belliard mitteilte. Zunächst will die Stadtverwaltung die Bürger zu den Plänen befragen. Sie sollen zwischen dem 27. Oktober und dem 27. November elektronisch konsultiert werden.

"2021 geht Paris zu Tempo 30 über", sagte der für Verkehrsplanung zuständige Belliard der Nachrichtenagentur AFP. "Es gibt zu viele Verkehrsunfälle mit manchmal dramatischen Konsequenzen." Zudem verspricht sich das Rathaus davon weniger Lärm und geringere Emissionen.

Bürgermeisterin Anne Hidalgo hatte Tempo 30 vor ihrer Wiederwahl Ende Juni versprochen. Sie koaliert mit Belliards Grünen-Partei EELV. Ein von Präsident Emmanuel Macron eingesetzter Bürgerrat für das Klima empfiehlt ein solches Tempolimit in allen französischen Städten.

+++ 10.13 Uhr: 300 Menschen nach Brand in Münchner Jugendwohnheim in Sicherheit gebracht +++

Nach einem Brand in einem Münchner Jugendwohnheim sind in der Nacht zu Freitag 300 Bewohner in Sicherheit gebracht worden. Vier Menschen kamen mit Verdacht auf eine Rauchvergiftung ins Krankenhaus, teilte die Feuerwehr mit. Aufgrund des Feuers und der massiven Rauchausbreitung seien derzeit 40 Zimmer in dem Wohnheim unbewohnbar. Ein Statiker soll den Schaden begutachten.

+++ 10.09 Uhr: Geiselnahme in JVA Münster beendet – Täter von der Polizei erschossen +++

In Münster hat die Polizei am Morgen eine Geiselnahme in der Justizvollzugsanstalt beendet – der Täter ist dabei von der Polizei erschossen worden. Das bestätigte eine Sprecherin des Justizministeriums der Deutschen Presse-Agentur.

Nach Angaben der Sprecherin hatte der Insasse eine Bedienstete als Geisel genommen. Die Einsatzkräfte rückten mit einem Großaufgebot zu dem Gefängnis im Stadtzentrum aus und meldete gegen 10.50 Uhr das Ende der "Einsatzlage". Die Geisel sei unverletzt befreit worden.

+++ 9.57 Uhr: Demonstration führt zu Sperrung auf Autobahn in Hamburg +++

Verkehrschaos für eine politische Botschaft: Um auf den Konflikt zwischen Aserbaidschan und Armenien pressewirksam aufmerksam zu machen, haben der Polizei zufolge am Morgen rund 200 Menschen die Autobahn 1 blockiert. Mit der unangemeldeten Demonstration lösten sie eine etwa dreieinhalb Stunden dauernde Vollsperrung eines Autobahnabschnitts aus. Die A1 ist eine der wichtigsten Autobahnen der Hansestadt. Pendler mussten sich in beiden Richtungen auf bis zu zwölf Kilometer lange Staus einstellen.

Gegen 5.30 Uhr hatten sich die Teilnehmer nach Angaben der Polizei mit mehreren Fahrzeugen auf die Norderelbbrücke Richtung Süden gestellt, sagte eine Polizeisprecherin. Dann seien sie auf die Gegenfahrbahn gelaufen, um dort zu demonstrieren. Ziel der Demonstration sei es gewesen, auf den Konflikt im Südkaukasus hinzuweisen.

+++ 8.47 Uhr: Väter bei Geburt von Kindern im Durchschnitt 34,6 Jahre alt +++

Väter waren in Deutschland bei der Geburt eines Kindes im vergangenen Jahr durchschnittlich 34,6 Jahre alt. Damit waren sie 3,6 Jahre älter als noch 1991, wie das Statistische Bundesamt und das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung mitteilten. Auch die Mütter der 2019 geborenen Kinder waren mit 31,5 Jahren im Durchschnitt 3,6 Jahre älter als die Mütter der Babys im Jahr 1991.

+++ 8.38 Uhr: Japan will gefiltertes Kühlwasser aus Atomruine ins Meer ableiten +++

Trotz Protesten von Fischern will Japans Regierung gefiltertes Kühlwasser aus der Atomruine Fukushima ins Meer ableiten. Grund ist, dass allmählich kein Platz mehr zur Lagerung des Wassers auf dem Gelände des 2011 in Folge eines Erdbebens und Tsunamis zerstörten Atomkraftwerks ist.

Wie japanische Medien berichteten, könnte nach siebenjähriger Debatte darüber, was mit dem in riesigen Tanks gelagerten Wasser geschehen soll, noch in diesem Monat eine Entscheidung fallen. Doch da für ein Ableiten des Wassers ins Meer Baumaßnahmen nötig seien und zunächst eine Einschätzung der Atomaufsicht erfolgen müsste, könne es etwa zwei Jahre dauern, bevor mit dem Ableiten begonnen werden kann, hieß es in den Berichten.

+++ 8.03 Uhr: Russland bricht MH17-Konsultationen ab +++ 

Russland zieht sich aus den Konsultationen mit den Niederlanden und Australien zur Ursache des Abschusses des Fluges MH17 über der Ukraine im Juli 2014 zurück. Das Außenministerium in Moskau begründete dies am Donnerstag mit "bösartigen" Versuchen, Russland einseitig die Schuld an dem Abschuss zuzuweisen. "Feindselige Akte" der Niederlande machten eine weitere russische Beteiligung an den Konsultationen "sinnlos". Die russische Regierung ist erzürnt über die Ankündigung der Niederlande vom Juli, den Absturz vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) bringen zu wollen. Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte zeigte sich am Rande des EU-Gipfels in Brüssel "überrascht" und "enttäuscht" über die russische Entscheidung, die er "besonders schmerzhaft" für die Hinterbliebenen der Todesopfer nannte. 

+++ 7.39 Uhr: "Kiwis" dürfen wieder ohne Quarantäne nach Australien +++

Neuseeländer aus Corona-freien Landesteilen dürfen erstmals wieder quarantänefrei ins Nachbarland Australien reisen. Ein Flugzeug aus Auckland mit 200 Passagieren an Bord landete am Freitag in Sydney. Es ist das erste Mal seit Ende März, dass internationale Gäste keine 14 Tage in Corona-Isolation müssen. Voraussetzung ist, dass sich die Besucher in den zwei Wochen zuvor nicht in einem Covid-19-Hotspot in ihrer Heimat aufgehalten haben. Zwei weitere Flüge sollten im Laufe des Tages landen.

+++ 7 Uhr: Früherer Verteidigungsminister Mexikos in USA festgenommen +++

Mexikos früherer Verteidigungsminister Salvador Cienfuegos ist in den USA festgenommen worden. Er wurde bei seiner Einreise am Flughafen von Los Angeles gefasst, wie der mexikanische Außenminister Marcelo Ebrard am Donnerstagabend (Ortszeit) auf Twitter mitteilte – über die Festnahme sei er von dem US-Botschafter in Mexiko informiert worden. Zu den Hintergründen äußerte sich Ebrard zunächst nicht.

+++ 5.33 Uhr: Homosexuelle Paare fordern kirchlichen Segen +++

Gläubige Homosexuelle fordern den kirchlichen Segen für ihre Partnerschaften. "Die Menschen, die es sich wünschen und zur katholischen Kirche kommen, brauchen jetzt eine Lösung", sagte Thomas Pöschl, Vorstandsmitglied der Ökumenischen Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) in Nürnberg der Nachrichtenagentur DPA. "Die Kirche kann denen nicht sagen: Kommt in 70 Jahren wieder." Er sehe in der aktuellen Reformdebatte eine Mehrheit der eher progressiven Meinungen, sagte Pöschl. Der Segen sei "das, was wir wollen und was jetzt auch dringend ist. Aber ob das gelingt, steht natürlich in den Sternen".

+++ 4.59 Uhr: Castor-Transport nach Biblis steht bevor +++

Im Frühjahr wurde er abgesagt, nun soll er rollen: Deutsche Sicherheitsbehörden bereiten sich auf einen Castortransport vom britischen Sellafield ins südhessische Biblis vor. Das bestätigten die Innenministerien von Niedersachsen und Hessen. Über den genauen Zeitpunkt und die Größe des Polizeiaufgebots wird geschwiegen. Atomkraftgegner und Umweltschützer gehen davon aus, dass die sechs Castoren mit hochradioaktivem Müll Anfang November über den niedersächsischen Hafen Nordenham ins Land kommen. Mit den sechs erwarteten stehen im Zwischenlager Biblis nach Angaben der zuständigen Gesellschaft für Zwischenlagerung dann 108 Behälter.

+++ 4.03 Uhr: 46 Prozent der Deutschen schalten im Auto lieber selbst +++

Trotz des stetig wachsenden Automatik-Anteils schalten viele Autofahrer in Deutschland laut einer Umfrage immer noch lieber selbst. In einer repräsentativen Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Verkaufsplattform mobile.de gaben gut 46 Prozent der Befragten an, ein Schaltgetriebe zu bevorzugen. Gut 29 Prozent finden ein Automatik-Fahrzeug besser, der Rest fährt beides gern. Als häufigste Gründe für die Wahl einer manuellen Schaltung wurden eine größere Kontrolle über das Auto, ein niedrigerer Anschaffungspreis und ein sportlicheres Fahrerlebnis genannt.

+++ 1.03 Uhr: Hitzlsperger für Gehaltsobergrenze im Profifußball +++

Vorstandschef Thomas Hitzlsperger vom Bundesligisten VfB Stuttgart würde eine Gehaltsobergrenze im Profifußball begrüßen. "Ich finde es gut, ich würde es befürworten, dass nicht mehr so viel bezahlt wird", sagte der 38-Jährige im "Sandra Maischberger Podcast". "Man muss nur sehen: Das Geld wird trotzdem wieder in den Fußball gehen. Es gibt eine andere Umverteilung. Und wenn die vernünftig ist, würde ich das sehr begrüßen." Die aktuellen Summen, "die die Spieler bekommen, überhaupt wir alle, die dabei sind, sind schon extrem hoch", sagte Hitzlsperger. "Eine gewisse Regulierung würde dem Ganzen guttun."

+++ 0.44 Uhr: Merkel ruft EU zu Kompromissen im Brexit-Streit auf +++

Im Brexit-Streit mit Großbritannien hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auch die EU zu Kompromissen aufgerufen. Jede Seite habe "ihre roten Linien" in den Verhandlungen über ein Handelsabkommen, sagte Merkel nach dem ersten Tag des EU-Gipfels am Donnerstag in Brüssel. "Wir haben Großbritannien gebeten, im Sinne eines Abkommens auch weiter kompromissbereit zu sein. Das schließt natürlich ein, dass auch wir Kompromisse machen müssen." Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten zuvor in einer Erklärung von Großbritannien verlangt, "die notwendigen Schritte zu unternehmen, um ein Abkommen möglich zu machen". Die britische Regierung hatte darauf verärgert reagiert. Ihr Verhandlungsführer David Frost zeigte sich "enttäuscht" und erklärte, er sei überrascht, "dass alle künftigen Schritte von Großbritannien kommen müssen". Dies sei "eine ungewöhnliche Herangehensweise, um Verhandlungen zu führen".

+++ 0.38 Uhr: Weltweite Störung beim Kurznachrichtendienst Twitter +++ 

Twitter-Nutzer weltweit sind in der Nacht auf Freitag von einer Störung des Kurznachrichtendienstes betroffen gewesen. Das Unternehmen arbeite daran, das Problem so schnell wie möglich zu beheben, hieß es auf einer Status-Seite von Twitter. Sowohl auf der Plattform als auch bei anderen Apps, die auf die Schnittstellen von Twitter zugreifen, gab es Probleme. Gründe wurden zunächst nicht genannt.

js / wue / fs DPA AFP

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