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News von heute: Deutscher nach Sturz von Fähre wohl tot aus Nordsee geborgen

Türkei: Griechische Grenzschützer erschießen Flüchtling – Athen spricht von "Falschnachrichten" +++ Moschee in Christchurch bedroht - Mann unter Verdacht +++ Trumps Wahlkampfteam verklagt auch "Washington Post" +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Der Mann ging von der Fähre "Color Magic" über Bord

Der Mann ging von der Fähre "Color Magic" über Bord (Archivbild)

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Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Mann nach Sturz von Fähre tot aus Nordsee geborgen (22.36 Uhr)
  • Türkei: Griechische Grenzschützer erschießen Flüchtling – Athen spricht von "Falschnachrichten" (12.27 Uhr, 13.19 Uhr, 14.04 Uhr)
  • Deutschland schickt 20 Polizisten und Hubschrauber nach Griechenland (13.48 Uhr)
  • Griechenland will 500 Migranten auf Marineschiff vor Lesbos unterbringen  (11.02 Uhr)
  • Klöckner appelliert an CDU in Thüringen: Keine Stimme für AfD oder Linke (8.58 Uhr)
  • Marine soll Migranten für Ausweisung aus Lesbos zum Festland bringen (7.30 Uhr)

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Die News von heute im stern-Ticker: 

+++ 22.36 Uhr: Mann nach Sturz von Fähre tot aus der Nordsee geborgen +++

Auf einer norwegischen Fähre auf dem Weg von Oslo nach Kiel ist ein Mann in der Nordsee über Bord gegangen und Medienberichten zufolge ums Leben gekommen. Es handele sich um einen Deutschen, den die Rettungsmannschaften am Abend im Skagerrak nahe der Grenze zwischen Norwegen und Schweden tot aus dem Wasser geborgen hätten, berichteten die norwegische Nachrichtenagentur NTB und die Zeitung "Dagbladet" am späten Abend übereinstimmend.

NTB und "Dagbladet" verwiesen dabei auf Sprecher der südnorwegischen Rettungsdienste. Diese hatten am frühen Abend zunächst via Twitter gemeldet, dass mit einem Rettungshubschrauber nach einem auf der Kiel-Fähre "Color Magic" über Bord gegangenen Mann gesucht werde. Später teilten die Rettungsdienste mit, der Hubschrauber habe eine Person im Wasser gefunden, womit die Aktion beendet sei. Angaben zum Zustand des Mannes machten sie dabei nicht. 

"Um 19.54 Uhr haben wir eine Person im Wasser geortet und geborgen. Sie wird mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus nach Norwegen gebracht", so Carl-Johann Linde, Sprecher für das schwedischen Joint Rescue Coordination Center Göteborg laut "Kieler Nachrichten".

+++ 19.00 Uhr: Bericht: Neues Hoch bei antisemitischen Straftaten +++

Antisemiten haben nach einem Medienbericht im vergangenen Jahr so viele Straftaten verübt wie noch nie seit 2001, als die Polizeistatistik in der heutigen Form ausdifferenziert wurde. Die Polizei registrierte 2019 nach Informationen des Berliner "Tagesspiegels" bundesweit 1839 antisemitische Delikte, mindestens fünf pro Tag. Die meisten werden Rechtsextremisten zugeordnet. 2018 hatte die Polizei 1799 judenfeindliche Delikte festgestellt.

Die Zeitung beruft sich auf die Antworten der Bundesregierung auf regelmäßige Anfragen von Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Linke) und ihrer Fraktion. Die Zahl der antisemitischen Gewaltdelikte stieg den Angaben zufolge von 69 auf 72. Dazu zählt auch der Anschlag von Halle mit zwei Toten.

+++ 18.49 Uhr: Start des neuen James-Bond-Film auf November verschoben +++

Die Premiere des neuen James-Bond-Films wird um sieben Monate in den Spätherbst verschoben. Wie die Macher auf der offiziellen 007-Website und in sozialen Medien bekanntgaben, wird der Start "nach sorgfältiger Überlegung und gründlicher Bewertung des weltweiten Kinomarktes" auf November 2020 verlegt. Ob es einen direkten Zusammenhang mit dem weltweiten Ausbruch des neuen Coronavirus gibt, blieb nach der Mitteilung zunächst unklar.

Eigentlich hatte der 25. James-Bond-Film "No time to die" ("Keine Zeit zu sterben"), der fünfte und letzte mit Daniel Craig in der Hauptrolle, Anfang April anlaufen sollen. Der Kartenvorverkauf für den Agententhriller hatte auch in Deutschland bereits begonnen.

+++ 18.38 Uhr: Mann über Bord auf norwegischer Fähre Richtung Kiel +++

Auf einer norwegischen Fähre auf dem Weg von Oslo nach Kiel ist ein Mann in der Nordsee über Bord gegangen. Ein Rettungshubschrauber suche im Skagerrak zwischen Norwegen, Schweden und Dänemark nach ihm, teilten die südnorwegischen Rettungsdienste mit. Auch aus Schweden seien Einsatzkräfte auf dem Weg, um den Mann zu finden. Näheres zu dem Vorfall war am Abend zunächst nicht bekannt.

+++ 16.38 Uhr: Windräder sollen nachts künftig nur noch bei Bedarf blinken +++

Um die Akzeptanz in der Bevölkerung zu erhöhen, sollen Windräder nachts künftig nur noch bei Bedarf blinken. Leuchtsignale soll es dann nur noch geben, wenn sich tatsächlich ein Flugobjekt nähert, wie aus der entsprechenden Allgemeinen Verwaltungsvorschrift hervorgeht, die das Bundeskabinett beschloss. Wesentlicher Bestandteil der Verwaltungsvorschrift ist die Überarbeitung der technischen Anforderungen an die gesetzlich vorgeschriebene Nachtkennzeichnung. Neben bereits zugelassenen radarbasierten Systemen sollen künftig auch Transpondersignale zur Aktivierung der Nachtkennzeichnung zum Einsatz kommen dürfen.

+++ 15.14 Uhr: Polizei ermittelt wegen Angriffen auf Journalisten bei linker Demo in Leipzig +++

Nach Angriffen auf Journalisten bei einer Demonstration in Leipzig gegen das Verbot der linksextremen Onlineplattform "linksunten.indymedia" ermittelt die Polizei gegen einen 36-Jährigen wegen Verdachts der Nötigung und der vorsätzlichen Körperverletzung. Wie das sächsische Landeskriminalamt (LKA) in Dresden weiter mitteilten, wurde die Wohnung des Mannes durchsucht. Dabei sicherten die Beamten der "Soko LinX" des LKA demnach Beweismittel.

Den Angaben zufolge soll der Beschuldigte als Teilnehmer der Demonstration am 25. Januar einer mit dem Handy fotografierenden Pressevertreterin unter anderem Schläge angedroht haben. Im Anschluss soll er einen die Demonstration filmenden Kameramann umgestoßen haben, der sich bei dem Sturz verletzte.

+++ 15.13 Uhr: Anklage gegen junge Männer wegen Vergewaltigung von 14-Jähriger aus Ulm erhoben +++

Die Ulmer Staatsanwaltschaft hat fünf junge Männer wegen mehrfacher Vergewaltigung einer 14-Jährigen angeklagt. Die Beschuldigten im Alter von 14 bis 24 Jahren sollen der Jugendlichen an Halloween im Oktober vergangenen Jahres gegen deren Willen eine mit Betäubungsmittel versetzte Flüssigkeit eingeflößt und sie anschließend in einem wehrlosen Zustand mehrfach sexuell missbraucht haben, wie die Behörde in der baden-württembergischen Stadt mitteilte.

Zuvor hatten zwei der Angeklagten das Opfer in der Ulmer Innenstadt kennengelernt und dazu überredet, mit ihnen in ihre Wohnunterkunft in der Umgebung zu fahren. Dort soll ein 24-jähriger Beschuldigter ihr das Betäubungsmittel verabreicht haben. Danach sei es am Abend sowie am Folgetag zu den Vergewaltigungen in einem Zimmer gekommen. Bei den Beschuldigten handelt es sich um Asylbewerber aus dem Iran, dem Irak und Afghanistan. 

+++ 14.53 Uhr: Altmaier und Branche vereinbaren Maßnahmenpaket für Stahlindustrie +++

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier will die angeschlagene deutsche Stahlindustrie unterstützen. Der CDU-Politiker verständigte sich dazu mit Produzenten und Gewerkschaften auf ein Maßnahmenpapier. "Die Stahlindustrie ist eine Schlüsselindustrie, die wir auch in Zukunft in Deutschland brauchen", so Altmaier. Das Maßnahmenpapier solle innerhalb der Bundesregierung zügig abgestimmt und umgesetzt werden, insbesondere auf Ebene der EU, die in vielen Fällen zuständig sei.

+++ 14.04 Uhr: Zeugen berichten von Toten – Nachrichtenagentur veröffentlicht Fotos von Verletzten durch Schüsse +++

Der türkische Innenminister Süleyman Soylu hat seinen Vorwurf, griechische Sicherheitskräfte hätten an der Grenze zur Türkei einen Menschen erschossen, bei Twitter wiederholt. Er sprach von "Menschenrechtsverletzungen" Griechenlands.

Der Tote sei durch einen Schuss in die Brust gestorben, hieß es in einer Stellungnahme. Andere Opfer seien an den Beinen oder in der Leistengegend getroffen worden. Die Oberstaatsanwaltschaft in Edirne habe Ermittlungen eingeleitet.

Die griechische Regierung widersprach dem Vorwurf aus Ankara deutlich. "Angebliche Verletzte durch griechische Schüsse weise ich kategorisch zurück", sagte der griechische Regierungssprecher Stelios Petsas. Er sprach von "Fake News". "Es gibt keinen solchen Vorfall mit Schüssen von griechischen Beamten."

Die Nachrichtenagentur AFP hat mehrere Fotos aus der Universitätsklinik Trakya im türkischen Edirne veröffentlicht, die zwei Migranten mit Schussverletzungen – augenscheinlich am Bein und in der Leistengegend – zeigen sollen. Wie die Verletzungen zustande gekommen sind und um wen es sich bei den Verletzten handelt, ist bisher nicht bekannt.

Griechenland Türkei

Von der Nachrichtenagentur AFP veröffentlichte Fotos sollen zwei durch Schüsse verletzte Migranten in einem türkischen Krankenhaus zeigen

AFP

Unabhängig von den veröffentlichten Aufnahmen berichtete ein afghanischer Migrant der Nachrichtenagentur DPA, er habe gesehen, wie Männer von der türkischen Seite aus Steine auf griechische Sicherheitskräfte geworfen hätten und diese mit scharfen Schüssen reagiert hätten. Dabei seien zwei Menschen getötet und vier verletzt worden, sagte er. Eine Ambulanz habe Menschen weggebracht. Ein anderer Mann aus Syrien sagte ebenfalls, es sei mit scharfer Munition geschossen worden. Andere Zeugen wollen Warnschüsse griechischer Sicherheitskräfte in die Luft beobachtet haben. Eine Reporterin der DPA und ein Fotograf der AFP berichteten ebenfalls von Schüssen im türkisch-griechischen Grenzgebiet.

+++ 13.48 Uhr: Deutschland schickt 20 Polizisten und Hubschrauber nach Griechenland +++

Deutschland will Griechenland mit 20 zusätzlichen Grenzschützern und einem seetauglichen Hubschrauber unterstützen. Hintergrund ist die gestiegene Zahl von Flüchtlingen und Migranten, die seit dem Wochenende versuchen, von der Türkei nach Griechenland – und damit in die EU – zu gelangen. Das Bundesinnenministerium erklärte auf Anfrage, die Bundespolizisten würden der europäischen Grenzschutzagentur Frontex unterstellt. Seit Dienstag seien zudem zwei Beamte vor Ort, um auf den griechischen Inseln zu prüfen, ob das Technische Hilfswerk die griechischen Behörden unterstützen könnte, etwa beim Aufbau winterfester Unterkünfte und einer funktionierenden Wasserversorgung für Geflüchtete. Bisher beteiligten sich 60 Bundespolizisten an den Frontex-Einsätzen in Griechenland.

+++ 13.21 Uhr: Toter 13-Jähriger aus Celle starb offenbar nach Konsum von Alkohol oder Drogen +++

Nach dem Fund eines toten 13-Jährigen in der Wohnung eines wenige Jahre älteren Bekannten in Celle in Niedersachsen deuten erste Ermittlungsergebnisse auf eine toxische Reaktion nach dem Konsum von Alkohol oder Drogen hin. Eventuell spiele zudem eine Infektionserkrankung eine Rolle dabei, berichteten Polizei und Staatsanwaltschaft. Die Untersuchungen der Rechtsmedizin liefen. Toxische Reaktionen sind Vergiftungen oder Unverträglichkeiten. Der Junge wurde nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft am Sonntagabend in Celle von seinem Vater als vermisst gemeldet, als er nicht verabredungsgemäß nach Hause kam. Am Montagmorgen entdeckte der Vater bei einer weiteren Suchaktion seinen leblosen Sohn auf einem Sofa in der Wohnung der Familie eines 18-jährigen Bekannten. 

+++ 13.19 Uhr: Türkei: Ein Toter nach scharfen Schüssen an Grenze – Athen dementiert +++

Die griechische Regierung hat Berichte dementiert, wonach Migranten auf der türkischen Seite durch Schüsse griechischer Sicherheitsleute verletzt oder getötet worden seien. "Angebliche Verletzte durch griechische Schüsse weise ich kategorisch zurück", sagte der griechische Regierungssprecher Stelios Petsas bei einer Pressekonferenz in Athen. "Wo sie vorher von Verletzten sprachen, reden sie nun von Toten",  fügte er hinzu. "Die Fake News haben kein Ende, es gibt keinen solchen Vorfall mit Schüssen von griechischen Beamten."

Zuvor hatte es in einer Mitteilung des Gouverneursamts der türkischen Grenzprovinz Edirne geheißen, dass durch Schüsse griechischer Grenzbeamter ein Migrant getötet und fünf weitere verletzt worden seien. Es handele sich bei den Opfern um Männer, zu ihrer Identität gebe es noch keine weiteren Informationen. Ein Opfer weise einen Einschuss an der Brust auf. Die Oberstaatsanwaltschaft in Edirne habe Ermittlungen eingeleitet.

Eine Reporterin der Nachrichtenagentur DPA an der Grenze hatte am Vormittag zunächst mindestens drei, kurz darauf eine Serie weiterer Schüsse gehört. Danach sei ein Ambulanzwagen in hohem Tempo aus dem Grenzgebiet gefahren, berichtete sie.

+++ 12.27 Uhr: Türkische Behörden: Griechische Grenzschützer erschießen Flüchtling an Grenze – Athen spricht von "Falschnachrichten" +++

Griechische Grenzschützer haben nach türkischen Angaben einen Flüchtling beim versuchten Grenzübertritt durch Schüsse getötet. Sechs Flüchtlinge seien durch Schüsse "mit scharfer Munition" verletzt worden, teilte das Gouverneursamt der türkischen Region Edirne mit. Ein Mann sei seinen Verletzungen an der Brust erlegen. Die griechische Regierung wies den Vorwurf "kategorisch" zurück und erklärte, es handele sich um eine der von der Türkei in die Welt gesetzten "Falschnachrichten".

Seit der Öffnung der türkischen Grenze zu Griechenland Ende vergangener Woche versuchen tausende Flüchtlinge, in die EU zu gelangen. Seit Samstag hinderten griechische Grenzschützer mehr als 24.000 Menschen am Übertreten der Grenze. Dabei kam es auch zu Gewalt, Grenzschützer setzten Tränengas gegen steinewerfende Flüchtlinge ein. Dutzende Menschen wurden festgenommen.

+++ 12.24 Uhr: Griechische Regierung: Tränengasgeschosse von türkischem Militär +++

An der ostgriechischen Grenze zur Türkei sollen von türkischer Seite aus Tränengasgeschosse des türkischen Militärs eingesetzt worden sein. Das sagte der griechische Regierungssprecher Stelios Petsas in einem Statement vor der griechischen Presse. Bei den Migranten vor der Grenze handele sich um eine organisierte, konzertierte Aktion, sagte Petsas. Die Menschen würden gezielt mit Bussen von türkischen Städten aus an die Grenze gebracht und per Kurzmitteilungen über die angeblich offene Grenze informiert.

Ein griechischer Soldat, der an der Grenze im Einsatz ist, bestätigte der Nachrichtenagentur DPA, die Tränengas-Kartuschen trügen Aufdrucke des türkischen Militärs. Er könne jedoch nicht sagen, ob sie von Migranten oder dem Militär beziehungsweise türkischen Bereitschaftspolizisten abgefeuert worden seien, wie derzeit in griechischen Medien berichtet wird.

So zeigten der griechische Staatssender ERT und andere griechische Medien Videos, nach denen türkische Bereitschaftspolizisten Tränengasgeschosse abfeuern. Die Aufnahmen wurden in Griechenland jedoch bisher nicht offiziell verifiziert.

+++ 11.32 Uhr: Wieder Zusammenstöße an türkisch-griechischer Grenze +++

An der Grenze zwischen der Türkei und Griechenland ist es erneut zu Zusammenstößen zwischen Migranten und griechischen Grenzschützern gekommen. Wie Korrespondenten der Nachrichtenagentur AFP berichteten, wurde bei den Auseinandersetzungen in der Nähe des türkischen Grenzübergangs Pazarkule mindestens ein Migrant verletzt. Er hatte demnach zusammen mit anderen Migranten versucht, Stacheldraht an der Grenze durchzuschneiden, um nach Griechenland zu gelangen. Schüsse von der griechischen Seite der Grenze hätten ihn dann am Bein verletzt.    

Nach dem Vorfall kam es zu weiteren gewaltsamen Auseinandersetzungen. Migranten warfen Steine auf die griechischen Sicherheitskräfte, die daraufhin Tränengas einsetzten, um die Migranten zurückzudrängen. Mehrere türkische Rettungswagen trafen an dem Grenzübergang ein, um Verletzte zu versorgen. Seit der türkischen Grenzöffnung zur EU Ende vergangener Woche haben tausende Flüchtlinge versucht, die türkisch-griechische Grenze zu passieren. Von Samstag bis Montagabend hinderten griechische Grenzschützer mehr als 24.000 Menschen am Übertreten der Grenze. Dabei kam es auch zu Gewalt, 182 Menschen wurden festgenommen.

+++ 11.30 Uhr: Gericht: Schüler hat kein Recht auf Bereinigung seiner Akte bei Schulwechsel +++

Ein Schüler und seine Eltern haben einem aktuellen Gerichtsbeschluss zufolge bei einem Schulwechsel keinen Anspruch auf die Entfernung bestimmter Seiten einer Schülerakte. Ein solches Ansinnen könne nicht auf die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) gestützt werden, befand das Verwaltungsgericht Berlin in seiner Entscheidung. Gegen den Beschluss ist Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg möglich. Antragsteller in dem Eilverfahren sind ein 13-jähriger Schüler und seine Eltern. Sie machen geltend, dass die Schülerakte mit einer Vielzahl dokumentierter Vorfälle fehlerhaft und diskriminierend sei und die Aufnahme des Schülers an einer anderen Schule gefährde.

+++ 11.22 Uhr: Zusammenstoß bei Fluchtversuch – Polizist in Hamburg gestorben +++

Ein 57 Jahre alter Polizist, der Ende Februar bei der Festnahme eines Mannes in Hamburg lebensgefährlich verletzt wurde, ist tot. Er sei am frühen Morgen gestorben, sagte ein Polizeisprecher. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet. 

Nach Angaben der Polizei aus der vergangenen Woche wollte ein Beamter einen gesuchten 29-Jährigen am 25. Februar in seinem Auto festnehmen. Der 29-Jährige sei aber plötzlich losgefahren, in den Gegenverkehr gesteuert und mit seinem Wagen frontal gegen das zivile Polizeiauto des 57-Jährigen geprallt. Trotz des Unfalls habe der Mann weiter Gas gegeben, so dass das Polizeifahrzeug elf Meter verschoben worden sei. Der 57 Jahre alte Zivilfahnder wurde den Angaben zufolge bei dem Zusammenstoß lebensgefährlich verletzt. Sein Kollege, der im Auto des 29-Jährigen saß, wurde leicht verletzt, der Gesuchte selbst blieb unverletzt. 

Der 29-Jährige wurde festgenommen und ist in Haft. "Wir haben am Morgen Haftbefehl wegen Körperverletzung mit Todesfolge beantragt", sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Hinzu komme ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr. 

+++ 11.02 Uhr: Griechenland will 500 Migranten auf Marineschiff vor Lesbos unterbringen +++

An der Insel Lesbos ist ein Marineschiff eingetroffen, auf dem die griechische Regierung rund 500 Migranten unterbringen will. Unter den Migranten, die in den vergangenen Tagen auf der Ägäis-Insel angekommen waren und seitdem am Hafen ausharren, sind viele Familien mit kleinen Kindern, wie ein Vertreter des Verteidigungsministeriums in Athen sagte. Sie sollen seinen Angaben zufolge auf dem Marineschiff untergebracht werden, bis neue Unterkünfte auf dem Festland bereitstehen.    

Die Insel Lesbos ist seit langem ein Hotspot der Flüchtlingskrise in Europa. Im für weniger als 3000 Menschen ausgelegten Flüchtlingslager Moria leben mehr als 19.000 Menschen unter katastrophalen Bedingungen. Seit der türkischen Grenzöffnung zur EU in der vergangenen Woche haben tausende weitere Flüchtlinge versucht, die türkisch-griechische Grenze zu passieren. Seit dem Wochenende hinderten griechische Grenzschützer mehr als 24.000 Menschen am Übertreten der Grenze. Nach Berichten des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) hielten auch Inselbewohner Flüchtlinge in Schlauchbooten davon ab, an Land zu gehen.

+++ 10.10 Uhr: Bundesverfassungsgericht weist Vorlage zum Leistungsausschluss zurück +++

Das Bundesverfassungsgericht hat eine Vorlage des Sozialgerichts Darmstadt zur Frage zurückgewiesen, ob ein Ausschluss von EU-Ausländern bei Sozialhilfeleistungen mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Die Vorlage sei unzulässig, entschied die 1. Kammer des Ersten Senats in einem in Karlsruhe veröffentlichten Beschluss. Die Begründung entspreche nicht den Anforderungen.

EU-Ausländer, die gegen den Verlust ihres Aufenthaltsrechts in Deutschland klagen, seien während des Verfahrens nahezu vollständig von existenzsichernden Leistungen ausgeschlossen, hatte das Sozialgericht zur Begründung des Vorlagebeschlusses mitgeteilt. Asylbewerber würden dagegen regelmäßig Leistungen erhalten.

Im konkreten Fall hatte eine seit 2010 in Deutschland lebende Mutter mit ihren drei minderjährigen Kindern aus Rumänien geklagt. Die Ausländerbehörde stellte 2018 das Fehlen des sogenannten Freizügigkeitsrechts fest. Mit Blick auf das ungeklärte Aufenthaltsrecht werde ihr kein Arbeitslosengeld gezahlt, ein Antrag auf Sozialhilfe wurde abgelehnt.

+++ 10.03 Uhr: US-Truppen fliegen Luftangriff gegen Talibankämpfer in Afghanistan +++

Nach einer Angriffsserie der Taliban haben die US-Truppen in Afghanistan zum ersten Mal seit elf Tagen wieder einen Luftangriff gegen die radikalislamischen Kämpfer geflogen. Die USA hätten Talibankämpfer in der Provinz Helmand bombardiert, teilte ein US-Militärsprecher im Onlinedienst Twitter mit. Es habe sich um einen "defensiven" Luftangriff gehandelt, um einen Angriff der Taliban auf einen Kontrollpunkt der afghanischen Regierungstruppen zu beenden.  

 

Die USA und die radikalislamischen Taliban hatten am Wochenende ein Abkommen unterzeichnet, das den Weg für einen dauerhaften Frieden in Afghanistan und für den US-Truppenabzug aus dem Land ebnen soll. Das Abkommen mit den Taliban sieht vor, dass die USA über die kommenden Monate ihre Truppenstärke in Afghanistan zunächst reduzieren. Binnen 14 Monaten sollen dann alle US-Soldaten und ihre Nato-Verbündeten abziehen. Im Gegenzug sollen die Taliban Garantien dafür geben, dass sie Al-Kaida und die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekämpfen sowie Friedensverhandlungen mit der afghanischen Regierung in Kabul beginnen.

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+++ 9.38 Uhr: Zwei türkische Soldaten in nordsyrischer Provinz Idlib getötet +++

In der nordsyrischen Provinz Idlib sind zwei weitere türkische Soldaten getötet worden. Das Verteidigungsministerium in Ankara machte syrische Truppen für den Beschuss verantwortlich. Sechs weitere Soldaten seien verletzt worden, hieß es. Das türkische Militär habe zurückgefeuert.

Seit Beginn der sogenannten "Operation Frühlingsschild" der Türkei in Nordwestsyrien in der vergangenen Woche sind damit mindestens 37 türkische Soldaten getötet worden. Die Türkei hatte die Offensive gestartet, nachdem am Donnerstag bei einem Luftangriff in der Region um die Stadt Idlib mindestens 34 türkische Soldaten getötet worden waren. Ankara machte die syrische Regierung für den Angriff verantwortlich. 

+++ 8.58 Uhr: Klöckner appelliert an CDU in Thüringen: Keine Stimme für AfD oder Linke +++

Vor der Ministerpräsidenten-Wahl heute in Thüringen hat die stellvertretende CDU-Vorsitzende Julia Klöckner ihre Erfurter Parteifreunde aufgefordert, weder der AfD noch der Linken eine Stimme zu geben. Zur Kandidatur von AfD-Landeschef Björn Höcke sagte Klöckner der "Rheinischen Post", aus gutem Grund könnten CDU-Abgeordnete keinen AfD-Vertreter wählen. "Christdemokraten arbeiten nicht mit Politikern zusammen, die rassistisch und nationalistisch sind", betonte die CDU-Politikerin.

Das heiße aber nicht automatisch, dass die CDU Bodo Ramelow von der Linken bei der Wahl zum Ministerpräsidenten unterstützen könne. Ramelow stehe mit seiner Partei "für eine DDR-Verklärung, für den Austritt aus der Nato oder für ein anderes Gesellschaftssystem". "Das ist nicht mit unserem Programm der breiten gesellschaftlichen Mitte vereinbar", fügte Klöckner hinzu.

+++ 8.56 Uhr: Anspannung und Tränengas an griechisch-türkischer Grenze +++

Erneut ist es am Morgen zu Unruhen an der griechisch-türkischen Grenze im Nordosten Griechenlands gekommen. Fernsehbilder zeigten von der griechischen Seite aus, wie hinter dem Grenzzaun Hunderte Menschen nach einem Durchkommen suchten. Die griechische Polizei setzte Tränengas ein, auch von Seite der Migranten wurden solche Geschosse über den Zaun geworden. Griechische Sicherheitskräfte hatten immer wieder gesagt, dass Migranten auf der türkischen Seite mit Tränengas ausgestattet seien. Der griechische Sender Skai berichtete, auf der türkischen Seite warteten rund 12 500 Menschen auf die Möglichkeit, die Grenze zu überwinden.

+++ 8.18 Uhr: Taliban töten mindestens 20 Sicherheitskräfte in Nordafghanistan +++

Nur wenige Tage nach der Unterzeichnung des Abkommens mit den USA haben militant-islamistische Taliban bei zwei Anschlägen in Nordafghanistan laut örtlichen Politikern mindestens 20 Sicherheitskräfte getötet. Mindestens 16 Mitglieder der nationalen Streitkräfte seien bei einem Angriff auf eine Militärbasis in der Stadt Kundus getötet worden, sagten die Provinzräte Fawsia Jaftali und Safiullah Amiri der Nachrichtenagentur DPA. In einem separaten Angriff töteten die Islamisten demnach mindestens vier Polizisten und verletzten einen weiteren.

+++ 7.30 Uhr: Marine soll Migranten für Ausweisung aus Lesbos zum Festland bringen +++

Athen setzt seine Entscheidung in die Tat um, Asylanträge neuer Migranten nicht zu bearbeiten und sie so schnell wie möglich auszuweisen. Im Tagesverlauf wurde auf der Insel Lesbos ein Schiff der griechischen Kriegsmarine erwartet. Es soll rund 400 ab dem 1. März angekommene Migranten an Bord nehmen, die dann zunächst an Bord bleiben. Danach sollen sie – zu einem späteren Zeitpunkt – in ein geschlossenes Camp auf dem Festland gebracht werden. Anschließend sollen sie in ihre Herkunftsländer ausgewiesen werden. Dies bestätigte ein Offizier der Küstenwache der Nachrichtenagentur DPA. Auch auf anderen Inseln im Osten der Ägäis wurden die neuen Migranten zwecks Ausweisung festgehalten. 

+++ 7.12 Uhr: Trauerfeier für Ernesto Cardenal in Nicaragua durch Gewaltausbruch gestört +++

Der Trauergottesdienst für den verstorbenen nicaraguanischen Dichter und Befreiungstheologen Ernesto Cardenal ist durch aggressive Zwischenrufe und gewalttätige Ausschreitungen gestört worden. Anhänger der regierenden Sandinistischen Befreiungsfront (FSLN) riefen während der Zeremonie am Dienstag in der Hauptstadt Managua beleidigende Sprüche in Richtung der Angehörigen und Freunde des Literaten sowie gegen Oppositionelle, wie Anwesende berichteten. Nach Ende des Gottesdienstes griffen FSLN-Anhänger dann politische Gegner sowie Journalisten auch körperlich an. Mindestens ein junger Oppositioneller und vier Medienvertreter wurden den Augenzeugenberichten zufolge geschlagen. Einigen Journalisten wurde auch ihre technische Ausrüstung weggenommen. Der Apostolische Nuntius Waldemar Stanislaw, der die Messe leitete, versuchte vergeblich, die Wogen zu glätten. Dies "dient dem Gedenken an diesen großen Mann nicht", sagte er zu den Störungen. Cardenal war einst ein Weggefährte von Staatschef Daniel Ortega, hatte dann aber mit ihm gebrochen.

+++ 6.28 Uhr: Moschee in Christchurch bedroht – Mann unter Verdacht +++

Fast ein Jahr nach den Terroranschlägen in Neuseeland ist eine der damals betroffenen Moscheen bedroht worden. Die Polizei durchsuchte deswegen das Haus eines 19-Jährigen in Christchurch. Zuvor war in den sozialen Medien ein Bild mit Gläubigen in der Al-Nur-Moschee aufgetaucht, das eine Drohung enthielt. Die Polizei warnte in einer Mitteilung davor, es weiter zu verbreiten. Solche Bilder hätten keinen Platz in Neuseeland. "Es ist abscheulich und wird nicht toleriert." Der Verdächtige wurde vernommen und wegen eines anderen, nicht näher genannten Delikts angezeigt.  

+++ 5.12 Uhr: Kramp-Karrenbauer: Europäer müssen im Syrien-Konflikt mehr tun +++

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat vor dem Hintergrund der Eskalation im Nordwesten Syriens ein verstärktes Engagement der Europäer in der Region gefordert. "Es war für mich immer klar, dass die Vereinbarung zwischen der Türkei und Russland keine dauerhaft tragfähige Lösung sein kann. Das zeigt sich nun immer deutlicher", sagte die CDU-Politikerin der Nachrichtenagentur DPA.

+++ 4.15 Uhr: William und Kate besuchen erstmals Irland +++

Der britische Prinz William und seine Frau Kate sind zu ihrem ersten offiziellen Besuch in Irland eingetroffen. Zum Auftakt ihres dreitägigen Besuchs wurde das Paar in Dublin von Präsident Higgins sowie von dem scheidenden Regierungschef  Varadkar empfangen. Später besuchtem William und Kate das Denkmal zur Erinnerung an die Toten des Unabhängigkeitskriegs gegen England. Bis zum Ende des Unabhängigkeitskriegs 1921 gehörte Irland zum Vereinigten Königreich, seitdem ist die Insel geteilt zwischen der irischen Republik und der britischen Provinz Nordirland.

+++ 3.45 Uhr: Ukrainischer Ministerpräsident reicht Rücktritt ein +++

Nur ein halbes Jahr nach seinem Amtsantritt hat der ukrainische Ministerpräsident Olexii Gontscharuk nach Angaben von Abgeordneten seinen Rücktritt eingereicht. Nachfolger solle der bisherige Vizeregierungschef Denys Chmygal werden, teilten Parlamentarier der Regierungspartei Diener des Volkes am Dienstagabend in Kiew am Rande eines Treffens mit Präsident Wolodymyr Selenskyj mit.      Der Wechsel im Amt des Ministerpräsidenten soll demnach durch ein Votum des Parlaments bestätigt werden. Neubesetzungen sind nach Angaben von Abgeordneten auch auf den Posten des Außen-, Verteidigungs- und Finanzministers geplant. 

+++ 3.17 Uhr: Trumps Wahlkampfteam verklagt auch "Washington Post" +++

Nach der "New York Times" hat das Wahlkampfteam von US-Präsident Donald Trump auch eine Klage gegen die "Washington Post" eingereicht. Die Zeitung habe wissentlich "falsche und verleumderische Aussagen" veröffentlicht, heißt es in der am Dienstag bei einem Gericht in Washington eingereichten Klageschrift, die Trumps Wahlkampfteam veröffentlichte. Die "Washington Post" kündigte an, sich gegen die Vorwürfe verteidigen zu wollen.

+++ 2.24 Uhr: Fanverbände attackieren DFB: "Nicht für dumm verkaufen" +++

Die Fanverbände fühlen sich vom Deutschen Fußball-Bund erneut brüskiert. In einer Mitteilung der Organisation "Unsere Kurve" wurde der Verband am Dienstagabend dafür kritisiert, die Umstände der Einberufung eines runden Tisches zur Lösung des aktuellen Konflikts zwischen Ultras und DFB falsch dargestellt zu haben. "Die Fanorganisationen haben die Verbände aufgefordert, den Dialog zu suchen. Nicht umgekehrt", hieß es dort. Die geplante Sondersitzung der AG Fankulturen bedeute "keine Annäherung" in dem Streit. 

+++  1.12 Uhr: Migrationsforscher Knaus fordert neues EU-Flüchtlingsabkommen mit der Türkei +++

Angesichts der türkischen Grenzöffnung für Flüchtlinge hat der bekannte Migrationsforscher Gerald Knaus ein neues EU-Flüchtlingsabkommen mit Ankara gefordert. Knaus sagte der Zeitung "Welt", die EU müsse ein zweites Abkommen mit der Türkei schließen und der Regierung in Ankara sechs Milliarden Euro zahlen, um eine neue Flüchtlingskrise abzuwenden. "Ich bin mir sicher, dass das auch die Forderung der Türken sein wird", sagte Knaus, der als Architekt des EU-Türkei-Flüchtlingsabkommens von 2016 gilt. Es müsse sichergestellt werden, dass die syrischen Flüchtlinge in der Türkei relativ gut lebten und sich nicht auf den Weg nach Europa machten. "Deutschland wäre der größte Verlierer, wenn wir keine Einigung finden", warnte Knaus.

Gewalt gegen Flüchtlinge und Journalisten: Franziska Grilmeier berichtet von Lesbos

+++ 0.35 Uhr: Misstrauensantrag im französischen Parlament gescheitert +++

Im Streit um die Rentenreform in Frankreich ist ein Misstrauensantrag gegen die Mitte-Regierung gescheitert. Der Antrag der bürgerlichen Rechten erhielt in der Nationalversammlung 148 Stimmen und erreichte damit nicht die nötige Mehrheit, teilte das Unterhaus des französischen Parlaments am späten Dienstagabend via Twitter mit. Nötig wären mindestens 289 Stimmen gewesen.

jek / rw / wue /tkr / DPA / AFP