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News von heute: Ärger für Minister Scheuer: Maut-Untersuchungsausschuss kommt

SPD-Politikerin Anke Fuchs gestorben +++ Grüne, FDP und Linke bringen Maut-Untersuchungsausschuss auf den Weg +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Verkehrsminister Andreas Scheuer blickt nachdenklich

Verkehrsminister Andreas Scheuer steht unter Druck, weil er die Verträge zur Erhebung und Kontrolle der Maut mit den Betreibern Kapsch und CTS Eventim 2018 geschlossen hatte, bevor endgültige Rechtssicherheit bestand

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Opposition im Bundestag stimmt für Untersuchungsausschuss zur Pkw-Maut (17.40 Uhr)
  • IWF: Weltwirtschaft wächst 2019 nur 3 Prozent (15.04 Uhr)
  • Thomas-Cook-Chef verteidigt sich gegen Kritik an Manager-Boni (14.52 Uhr)
  • SPD-Politikerin Anke Fuchs gestorben (14.37 Uhr)
  • Familie lebte offenbar soll jahrelang im Keller (13.28 Uhr)
  • Polizei registriert bundesweit 43 rechte Gefährder (10.59 Uhr)
  • EEG-Umlage steigt um mehr als fünf Prozent (10.26 Uhr)

Die News des Tages im stern-Ticker:

+++17.40 Uhr: Grüne, FDP und Linke bringen Maut-Untersuchungsausschuss auf den Weg +++

Die Opposition im Bundestag hat einen Untersuchungsausschuss zur Pkw-Maut beschlossen. Die Fraktionen von FDP, Linken und Grünen stimmten am Nachmittag für die Einsetzung des Ausschusses, wie sie in einer gemeinsamen Pressemitteilung erklärten. Die Mitglieder des Ausschusses sollen demnach das Verhalten insbesondere des Verkehrsministeriums unter der Leitung von Andreas Scheuer (CSU) im Zusammenhang mit der Vergabe des Betriebs für die Erhebung und Kontrolle der Pkw-Maut "umfassend" aufklären.

+++ 17.12 Uhr: Google stellt neue "Pixel"-Smartphones vor +++

Google hat die vierte Generation seiner "Pixel"-Smartphones vorgestellt. Der Internet-Konzern setzt bei seinem Flaggschiff-Smartphone erstmals auf eine Doppelkamera, nachdem die Vorgängermodelle stets nur mit einer Hauptkamera ausgekommen waren. Zu den Innovationen, die Google auf einem Event in New York präsentierte, gehört auch eine Gestensteuerung, für die ein Radarsensor verwendet wird. Das Pixel 4 wird in zwei unterschiedlich großen Varianten (5,7 und 6,3 Zoll) ab 749 Euro angeboten.

+++ 17.07 Uhr: Behörde veröffentlicht umstrittene Sicherheitsregeln für 5G-Ausbau +++

Deutschland legt dem chinesischen Netzwerkausrüster Huawei beim 5G-Mobilfunkausbau keine Steine in den Weg. Die Bundesnetzagentur veröffentlichte am Dienstag ein Entwurfspapier, das Regeln für den sicheren Bau und Betrieb eines Netzes vorsieht. Dem Text zufolge müssen Lieferanten eine Erklärung der Vertrauenswürdigkeit abgeben - darin muss zum Beispiel stehen, dass die Firma keine vertraulichen Infos ins Ausland weiterleitet. Huawei betont stets, sich an geltendes Recht zu halten.

+++ 16.56 Uhr: Zentralstelle: Noch 23 Verfahren gegen ehemalige KZ-Wachleute offen +++

Wegen Verbrechen in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern führen die deutschen Staatsanwaltschaften noch 23 Ermittlungsverfahren. Offen seien zwölf Verfahren zu Sachsenhausen, sechs zu Buchenwald, jeweils zwei zu Stutthof und Mauthausen sowie ein Verfahren zu Ravensbrück, sagte der stellvertretende Leiter der Zentralen Stelle zur Aufklärung von NS-Verbrechen in Ludwigsburg, Thomas Will, der "Welt". Am Donnerstag beginnt vor dem Landgericht Hamburg ein Prozess gegen einen ehemaligen Wachmann im KZ Stutthof bei Danzig. Dem 93-Jährigen wird Beihilfe zum Mord in 5230 Fällen vorgeworfen.

+++ 16.52 Uhr: Dutzende Waldbrände wüten in Teilen Syriens und des Libanon +++

 In mehreren Regionen Syriens und des Libanon wüten derzeit dutzende Waldbrände. Insgesamt kamen drei Menschen in den Flammen um, wie örtliche Medien berichteten. Die libanesische Regierung bat mehrere europäische Staaten um Hilfe bei der Bekämpfung der Feuer mit Hubschraubern und Flugzeugen, wie Ministerpräsident Saad Hariri sagte.

+++ 16.47 Uhr: Facebook-Nutzer beschimpft Polizisten wegen Radarkontrolle - Anzeige +++

Da hätte er sich besser mal bedeckt gehalten: Weil er in einer Facebook-Diskussion um eine Geschwindigkeitskontrolle Polizisten beleidigte, hat ein Mann (38) eine Anzeige kassiert.

Der 38-Jährige aus Nordrhein-Westfalen war selbst nicht geblitzt worden. Er hatte sich laut Mitteilung der Polizei vom Dienstag an einer "lebhaften Diskussion" beteiligt, die unter dem Eintrag in einer Lippstädter Facebook-Gruppe entstanden war. Dort hatte ein Nutzer ein Foto der Polizisten bei der Radarkontrolle eingestellt. Der Unbeteiligte schrieb laut Polizei unter anderem - inklusive Rechtschreibfehlern: "Ein aufs maul hauen sollte man denen, Sollten sich lieber um wichtigere Dinge kümmern anstatt den Leuten das Geld aus der Tasche zu leiern," Später wurden die Kommentare zwar gelöscht, die Polizei hatte sie allerdings vorher schon gesichert.

+++ 16.44 Uhr: Ungarn unterstützt Militäroffensive der Türkei in Syrien +++

Das EU-Land Ungarn unterstützt die weltweit kritisierte Militäroffensive der Türkei gegen die Kurdenregion in Syrien. Es sei "im nationalen Interesse Ungarns", dass Ankara die Migrationsfrage in Richtung Syrien löse und nicht in Richtung Europa, erklärte der ungarische Außenminister Peter Szijjarto nach Angaben der staatlichen ungarischen Nachrichtenagentur MTI in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku. Ungarn ist damit das einzige EU-Land, das die international kritisierte Militäroffensive der Türkei derart offen befürwortet.

"Das ungarische nationale Interesse diktiert es, dass wir es vermeiden, dass mehrere hunderttausend oder gar Millionen illegale Migranten an der Südgrenze Ungarns auftauchen", fügte Szijjarto hinzu.  

+++ 16.39 Uhr: Gutachter findet weitere Mängel an Gold-SUV - nicht verkehrstauglich +++

Nachdem die Düsseldorfer Polizei einen mit Goldfolie überzogenen SUV aus dem Verkehr gezogen hat, der mutmaßlich zu grell ist, hat ein Gutachter weitere Mängel an dem Auto festgestellt. Wie ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte, führe jeder einzelne Mangel "zur Erlöschung der Betriebserlaubnis". Der Besitzer ließ den Wagen am Dienstag nach der Sicherstellung durch die Polizei abholen - mit einem Abschleppwagen.

Das Auto war am Sonntag bei einer Schwerpunkt-Kontrolle gegen sogenannte "Auto-Poser" in der Düsseldorfer Innenstadt gestoppt worden. Die goldene Folie habe bei entsprechendem Sonnenlicht "deutlich geblendet", zudem waren Auspuff und Rückleuchten auf den ersten Blick nicht Tüv-gerecht. Ein Gutachter stellte laut Polizei "etliche weitere" Mängel fest. Sie müssten alle behoben werden, bevor das Auto gegebenenfalls wieder auf die Straße darf. Welche Mängel im Einzelnen an dem Auto bestanden, teilte die Polizei nicht mit.

+++ 15.55 Uhr: Ausschussvorsitzender im EU-Parlament rechnet mit US-Strafzöllen ab Freitag +++

Der Vorsitzende im Handelsausschuss des Europaparlaments, Bernd Lange (SPD), geht davon aus, dass die USA ab Freitag Strafzölle auf bestimmte EU-Produkte erheben werden. Das habe der US-Botschafter bei der EU, Gordon Sondland, ihm gegenüber deutlich gemacht, sagte Lange in Brüssel. Eine Antwort seitens der Europäer mit eigenen Strafzöllen ist demnach nicht vor Dezember zu erwarten.    

Hintergrund ist der jahrelange Streit zwischen Brüssel und Washington über staatliche Hilfen für die Flugzeugindustrie. Das Streitbeilegungsgremium der Welthandelsorganisation WTO hatte den USA zuletzt erlaubt, wegen unzulässiger Beihilfen für den Flugzeugbauer Airbus die Einfuhr europäischer Produkte in Höhe von 7,5 Milliarden Dollar mit Sonderaufschlägen zu belegen. Die US-Regierung kündigte entsprechende Strafzölle ab Freitag an.    

Die EU hatte bereits vor Monaten als Reaktion auf entsprechende Drohungen aus Washington eine eigene Liste mit US-Produkten erstellt, die mit Sonderaufschlägen belegt werden könnten. Zum Einsatz soll diese aber erst kommen, wenn die rechtliche Grundlage der WTO vorliegt. Das könnte im nächsten Frühjahr der Fall sein, wenn eine WTO-Entscheidung zu europäischen Vorwürfen wegen Staatsbeihilfen für den US-Flugzeughersteller Boeing ansteht.

+++ 15.32 Uhr: Zwei Journalisten während türkischem Militäreinsatz in Syrien getötet +++

Im Nordosten Syriens sind während des dort laufenden türkischen Militäreinsatzes mindestens zwei Journalisten getötet worden. Es handle sich um einen Korrespondenten der kurdischen Medienagentur Hawar News (ANHA) und einen Korrespondenten des schwedisch-kurdischen Senders Çira TV, teilte die Organisation Reporter ohne Grenzen mit. Sie seien am Sonntag bei einem Luftangriff auf einen zivilen Konvoi getötet worden. Mindestens acht weitere Journalisten verschiedener regionaler Medien wurden demnach verletzt.

Die Organisation verurteilte die Angriffe scharf und forderte die Türkei auf, die Resolutionen des UN-Sicherheitsrats zum Schutz von Journalisten in bewaffneten Konflikten einzuhalten. Das UN-Gremium hatte die Resolutionen in den Jahren 2006 und 2015 als Reaktion auf eine steigende Zahl an Todesfällen unter Journalisten in Krisengebieten verabschiedet, unter anderem im Irak und in Syrien. "Jeder Angriff auf Medienschaffende ist durch das Völkerrecht strengstens verboten", sagte ROG-Geschäftsführer Christian Mihr.

+++ 15.04 Uhr: IWF: Weltwirtschaft wächst 2019 nur um 3,0 Prozent +++

Die Weltwirtschaft wird nach einer Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) in diesem Jahr nur um 3,0 Prozent wachsen. In einem veröffentlichten Bericht sagt der IWF damit das niedrigste globale Wachstum seit der Finanzkrise der Jahre 2008 und 2009 voraus. Als Hauptgrund für die Flaute nennt die Organisation die Handelskonflikte.

+++ 14.52 Uhr: Thomas-Cook-Chef verteidigt sich gegen Kritik an Manager-Boni +++

Der Vorstandschef des insolventen britischen Reisekonzerns Thomas Cook hat sich zu der Kritik an einer Bonuszahlung aus dem Jahr 2017 geäußert. Er werde über eine Rückgabe der Summe in Höhe von mehr als einer halben Million Euro nachdenken, wolle zunächst jedoch keine Entscheidung treffen, sagte Peter Fankhauser nach Angaben der britischen Nachrichtenagentur PA.

Peter Fankhauser, Vorstandschef des insolventen britischen Reisekonzerns Thomas Cook

Peter Fankhauser, Vorstandschef des insolventen britischen Reisekonzerns Thomas Cook

Getty Images

Er habe "unermüdlich" für den Erfolg seines Unternehmens gekämpft, ergänzte Fankhauser demnach bei einer Befragung durch einen Sonderausschuss des britischen Parlaments zu den Umständen der Insolvenz. Die Pleite sei nicht allein seine Schuld. "Ich möchte gern noch einmal wiederholen, wie leid es uns tut, dass wir diese emblematische Marke und dieses Unternehmen mit einer solch langen Geschichte (...) nicht retten konnten", sagte er zum Auftakt seiner Befragung. Zuvor hatte unter anderem der britische Premierminister Boris Johnson die Manager des Reisekonzerns dafür kritisiert, in den vergangenen Jahren Boni in Millionenhöhe erhalten zu haben. 

+++ 14.50 Uhr: Hitlergruß vor Chemnitzer Synagoge - LKA Sachsen ermittelt +++

Die sächsische Polizei sucht einen Mann, der vor einer Synagoge in Chemnitz den Hitlergruß gezeigt haben soll. Ermittlungen zu dem Vorfall am vergangenen Freitag laufen über die Sonderkommission Rechtsextremismus des Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrums im Landeskriminalamt Sachsen, wie das LKA in Dresden mitteilte. Zum Zeitpunkt der Straftat hatten sich etwa 45 Menschen vor der Synagoge zu einer Mahnwache versammelt, um nach dem Anschlag in Halle ihre Solidarität mit jüdischen Bürgern zu bekunden. Der Mann soll den Hitlergruß aus einer vorbeifahrenden Straßenbahn heraus gezeigt haben.

+++ 14.44 Uhr: Empörung über Äußerung von AfD-Politiker zu Terror in Halle +++

Der AfD-Landtagsabgeordnete und Leipziger Stadtrat Roland Ulbrich sorgt mit Äußerungen zum Terroranschlag in Halle für Empörung. "Was ist schlimmer, eine beschädigte Synagogentür oder zwei getötete Deutsche?", fragte er auf seiner Facebookseite am Tag nach dem Terroranschlag, wie er der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Seit Dienstagmittag ist der Beitrag auf Facebook nicht mehr verfügbar. Nach Auffassung des Anwalts für Strafrecht stellt der Angriff auf die Synagoge kein Tötungsdelikt dar. Der Haftbefehl legt Stephan B. zweifachen Mord und siebenfachen Mordversuch zur Last. Der 27-Jährige gestand am Freitag die Bluttat und bestätigte ein rechtsextremistisches, antisemitisches Motiv. Laut Generalbundesanwalt hatte der Täter sich zum Ziel gesetzt, in der Synagoge ein Massaker anzurichten.

Ulbrich hingegen stellt in Frage, dass der Attentäter Rechtsextremist ist. "Er könnte auch ein Psychopath sein. Warum schießt ein Rechtsextremist auf "Volksgenossen"?", sagte er der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. Die Welle der Empörung, die sein Facebook-Beitrag ausgelöst hatte, habe ihn überrascht.

+++ 14.39 Uhr: Halles OB Wiegand: Polizei hat bei Anschlag alles richtig gemacht +++

Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) hat die Sicherheitskräfte nach dem rechtsextremen Anschlag in seiner Stadt in Schutz genommen. "Die Polizei hat aus meiner Sicht verantwortungsvoll gehandelt und in dieser Extremsituation alles richtig gemacht", sagte er in Halle. Zuvor hatte es unterschiedliche Aussagen zu früheren Schutzmaßnahmen für die Synagoge gegeben.

Es sei unzutreffend, dass die Polizei den Bitten der Jüdischen Gemeinde in der Vergangenheit stets nachgekommen sei, sagte etwa der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster. Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) sagte, er könne nachweisen, dass man keine Bitte um Schutz ausgeschlagen habe. Stahlknecht will sich so schnell wie möglich mit der Jüdischen Gemeinde treffen, um sich über die unterschiedlichen Einschätzungen zu unterhalten.

Verstorbene Prominente: "Poupou, der ewig Zweite": Frankreich trauert um Radsport-Legende Raymond Poulidor
tote promis 2019 - Raymond Poulidor

13. November 2019

Seine Landsmänner nannten ihn liebevoll "Poupou". Und obwohl er die Tour de France nie gewinnen konnte und als "ewig Zweiter" galt, gehört die Radsport-Legende Raymond Poulidor noch heute zu den populärsten Sportlern Frankreichs. Am Morgen des 13. November stirbt Poulidor im Alter von 83 Jahren, wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Familie berichtet. Berühmt und unvergessen sind die Bilder seines Ellenbogenduells bei der Tour de France 1964: Jacques Anquetil und Poulidor strampelten verbissen Schulter an Schulter den Puy de Dome hoch. Poulidor gewann am Ende zwar die Etappe, aber gegen seinen großen Rivalen wieder nicht die Frankreich-Rundfahrt – stattdessen war Anquetil der erste Rad-Profi, der fünfmal die Tour für sich entschied. Poulidor schaffte es zwar insgesamt achtmal in Paris auf das Treppchen, trug aber nie das Gelbe Trikot. Dafür siegte er in den 60er und 70er Jahren bei bekannten Radrennen wie Mailand-San Remo, Paris-Nizza und bei der Spanien-Rundfahrt. 1977 beendete Poulidor seine Rad-Karriere. "Poupou, wir werden dich nie vergessen", twitterte der offizielle Twitter-Account der Tour de France. Er sei bereits im Oktober in ein Krankenhaus eingeliefert worden, berichtete der Sender Franceinfo. Poulidor wurde am 15. April 1936 geboren und lebte in Saint-Léonard-de-Noblat.

AFP

+++ 14.37 Uhr: SPD-Politikerin Anke Fuchs gestorben +++

Die frühere Bundesgesundheitsministerin Anke Fuchs ist tot. Die SPD-Politikerin starb am Montag nach langer Krankheit im Alter von 82 Jahren in Wilhelmshaven, wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Parteivorstand erfuhr. Der Deutsche Mieterbund (DMB) würdigte seine ehemalige Präsidentin als engagierte Kämpferin für eine sozial gerechte Wohnungs- und Mietenpolitik. Die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung erinnerte ebenfalls an die Verdienste ihrer Ehrenvorsitzenden, die über Parteigrenzen hinweg hohe Anerkennung genossen habe.

+++ 14.14 Uhr: 922 Millionen Euro Spenden für Wiederaufbau von Notre-Dame +++

Sechs Monate nach dem Großbrand in der Pariser Kathedrale Notre-Dame belaufen sich die Spenden und Spendenzusagen für ihren Wiederaufbau auf 922 Millionen Euro. 104.000 Euro seien bereits eingetroffen, sagte Kulturminister Franck Riester in Paris. Ob der Wiederaufbau allein mit den Spenden finanziert werden könne, sei aber noch unklar. Notfalls werde der Staat die restlichen Kosten übernehmen.

+++ 14.12 Uhr: Syrer fliehen vor türkischem Vormarsch auch in den Irak +++

Vor der türkischen Militäroffensive sind nach Angaben der UN-Organisation für Migration (IOM) mindestens 190.000 Menschen geflohen. Rund 2000 seien auf dem Weg zur irakischen Grenze, berichtet das UN-Flüchtlingshilfswerks in Genf. An der Grenze seien in der Nacht zu Dienstag schon mehr als 270 traumatisierte Menschen angekommen, nach knapp 200 am Wochenende. Die Ankömmlinge würden in Lager in Dohuk gebracht und dort versorgt.

+++ 13.59 Uhr: Polizei geht bei Unfallfahrt von Limburg nicht von Terror-Motiv aus +++

Gut eine Woche nach dem wohl absichtlich verursachten Unfall mit einem Lastwagen in Limburg geht die Polizei nicht von einem terroristischen Hintergrund aus. Das sagte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Westhessens auf Anfrage. Nach Angaben der Sprecherin hatte der Polizeipräsident für Westhessen, Stefan Müller, die Limburger Stadtverordneten am Montagabend darüber informiert, dass die Ermittler bisher keine Verbindung des Tatverdächtigen in die gewaltbereite islamistische Szene festgestellt hätten.

Der 32-jährige Syrer soll am Montag vor einer Woche (7.10.) einen Lastwagen gekapert haben. Nach den bisherigen Ermittlungen fuhr er dann an einer Kreuzung mitten in Limburg ungebremst auf mehrere Fahrzeuge auf, so dass diese zusammengeschoben wurden. Acht Menschen und der Verdächtige erlitten Verletzungen. Der Syrer wurde kurz nach dem Unfall festgenommen und sitzt seither in Untersuchungshaft.

+++ 13.54 Uhr: Bayern will jüdische Einrichtungen stärker schützen +++

Nach dem antisemitisch motivierten Anschlag in Halle will die bayerische Staatsregierung Synagogen und andere jüdische Einrichtungen baulich und technisch stärker schützen. In den vergangenen Jahren habe Bayern rund 13 Millionen Euro für bauliche und technische Maßnahmen an den rund 170 jüdischen Einrichtungen des Landes ausgegeben, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) nach der Kabinettssitzung am Dienstag in München. Weitere drei Millionen Euro sollen nun hinzukommen.

+++ 13.39 Uhr: Waldkauz fällt durch Schornstein und sitzt gefangen im Kamin +++

Kauz im Kamin: Ein Waldkauz ist in den Schornstein eines Einfamilienhauses in Karlsruhe gefallen. Der Vogel saß nach Polizeiangaben im geschlossenen Kamin im Wohnzimmer und guckte aus großen Augen durch die Scheibe, als Bewohner des Hauses ihn am Samstagabend entdeckten. Mit Hilfe eines Falkners wurde das Tier unverletzt aus seiner Notlage befreit. Nach einer Beobachtungszeit soll der Vogel in der Karlsruher Waldstadt wieder in die Freiheit entlassen werden.

+++ 13.37 Uhr: FDP droht Koalition mit Scheitern der Grundsteuerreform +++

Die FDP sieht weiter Nachbesserungsbedarf am Gesetzentwurf der Großen Koalition für eine Grundsteuerreform und droht mit einer Blockade im Bundestag. Für die von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) erarbeitete Reform ist eine Grundgesetzänderung und dafür wiederum eine Zweidrittelmehrheit nötig, die nach derzeitigem Stand nur mit der FDP möglich wäre. Die Reform soll an diesem Freitag abschließend im Parlament beraten werden.

FDP-Fraktionschef Christian Lindner forderte am Dienstag in einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Brief an Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU), dass in dem Gesetz eine Doppelberechnung für Grundstückseigentümer eindeutig ausgeschlossen werde. Die FDP befürchtet, dass durch die geplanten Ausnahmeregelungen für Länder Grundstückseigentümer und Finanzämter einen erheblichen bürokratischen Mehraufwand hätten. Lindner spricht von einer "Schattenrechnung" oder gar von der Gefahr, zwei Steuererklärungen abgeben zu müssen.

Hintergrund dieses Problems ist der Länderfinanzausgleich, weil hier in Ländern, die Ausnahmeregelungen in Anspruch nehmen, zwei Berechnungen fällig werden könnten. "Dies lehnen wir Freie Demokraten ab", schrieb Lindner in dem Brief.

+++ 13.28 Uhr: Niederlande: Familie soll jahrelang im Keller gehaust haben +++

Die niederländische Polizei hat auf einem abgelegenen Bauernhof im Osten des Landes eine Familie entdeckt, die dort bereits Jahre isoliert in einem Keller gelebt haben soll. Die Menschen würden nun versorgt, teilte die Polizei in der östlichen Provinz Drenthe mit. Ein 58-jähriger Mann sei vorläufig festgenommen worden. Nach Berichten des niederländischen Radios soll der Mann mit seinen sechs nun erwachsenen Kindern völlig isoliert in einem Keller des Hofes in Ruinerwold gewohnt haben. 

Der Wirt einer nahe gelegen Kneipe hatte die Polizei am Montag alarmiert, nachdem sich ein verwirrter junger Mann bei ihm gemeldet hatte. Der 25-Jährige habe gesagt, dass er neun Jahre lang nicht draußen gewesen sei, erzählte der Wirt dem TV-Sender RTV Drenthe. "Er sagte, dass er weggelaufen war und Hilfe brauchte."

+++ 13.15 Uhr: Entwarnung nach Bombendrohungen gegen drei Rathäuser +++

Erneut sind in mehreren großen deutschen Städten Bombendrohungen gegen Rathäuser eingegangen. In Köln, München und Bremen gab die Polizei Entwarnung. "Die Polizei Bremen kann eine Ernsthaftigkeit ausschließen. Alle Absperrmaßnahmen sind ab sofort aufgehoben", twitterte die Polizei in der Hansestadt. Zusammenhänge zwischen den einzelnen Drohungen würden überprüft.

Das Bremer Rathaus war wegen der Bombendrohung vorübergehend evakuiert worden. Auch in München wurde das Rathaus am Dienstagmorgen durchsucht. Die Beamten hätten aber nichts gefunden, sagte ein Polizeisprecher. Zuvor war eine Bombendrohung gegen das historische Kölner Rathaus bekanntgeworden. Auch hier wurde die Drohung von der Polizei als nicht ernsthaft eingestuft.

+++ 12.49 Uhr: Runder Tisch zur Plastikvermeidung endet ohne konkrete Einigung +++

Handel, Industrie und Politik haben sich beim zweiten Runden Tisch zur Vermeidung von Verpackungsmüll auf keine konkreten Ziele geeinigt. Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) zeigte sich nach dem Treffen mit Vertretern aus Handel, Industrie und Verbraucherschutz am Dienstag in Berlin dennoch zufrieden. Seit dem ersten Runden Tisch zu dem Thema im Februar habe sich "extrem viel bewegt".

+++ 12.23 Uhr: AfD will Verbot von "Combat 18" +++

Die AfD-Fraktion im Bundestag hat sich für ein Verbot der rechtsextremen Gruppierung "Combat 18" ausgesprochen. Die Partei, deren rechtsnationaler "Flügel" vom Verfassungsschutz als "Verdachtsfall" im Bereich des Rechtsextremismus eingestuft wird, formulierte einen entsprechenden Antrag. Darin fordert sie die Bundesregierung auf, ein Verbot von "Combat 18" zu prüfen. Zur Begründung hieß es, die Gruppe lehne die freiheitlich-demokratische Grundordnung ab und sei in ihrer Struktur "auf Terrorismus und gewalttätige Straftaten ausgelegt".

Auch Politiker anderer Parteien hatten bereits für ein Verbot der Gruppierung geworben. Aus Sicht der Sicherheitsbehörden ist jedoch noch offen, ob man bei "Combat 18" mit dem Vereinsrecht weiterkommt. Teil der Strategie der Gruppierung ist ihre dezentrale Organisation.

Die gewaltbereite rechtsextreme Organisation "Combat 18" gilt als bewaffneter Arm von "Blood and Honour" und ist in mehreren europäischen Ländern aktiv. Das Neonazi-Netzwerk "Blood & Honour" (Blut und Ehre) ist in Deutschland verboten. "Combat" steht im Englischen für Kampf. "18" gilt als Szenecode für den ersten und den achten Buchstaben im Alphabet, also A und H - die Initialen von Adolf Hitler.  

+++ 12.19 Uhr: Trauerfeier für Terroropfer von Halle am Freitag in Merseburg +++

Für eines der Terroropfer von Halle ist an diesem Freitag eine Trauerfeier in Merseburg geplant. Das bestätigte die Stadt Merseburg. Verwandte des 20-Jährigen, der in einem Dönerladen erschossen worden war, hatten eine Traueranzeige in der "Mitteldeutschen Zeitung" geschaltet. "Eine unfassbare Schreckenstat hat mir meinen Sohn, unseren Enkel, Onkel, Neffen und Freund genommen. Unsere Herzen sind gebrochen", heißt es darin.

Die Trauerfeier für den jungen Mann sei für Freitag um 16 Uhr in der Stadtkirche St. Maximi in Merseburg geplant, hieß es. Einen Tag später soll dann im Familienkreis die Urnenbeisetzung auf dem Stadtfriedhof erfolgen, wie die Angehörigen des Getöteten bekanntgaben. In der Traueranzeige ist auch ein Logo des Halleschen FC zu sehen. Das Opfer war Vereinsmitglied des Fußball-Drittligisten.

+++ 12.13 Uhr: Libra-Assoziation geht mit 21 Mitgliedern an den Start +++

Die Libra-Assoziation, die die von Facebook entwickelte Digitalwährung verwalten soll, ist mit 21 Mitgliedern an den Start gegangen. Kurz vor der offiziellen Gründung stieg noch die Online-Reisefirma Booking Holdings aus dem Kreis der Partner aus. Bereits davor hatten sich globale Finanzdienstleister Mastercard, Visa und Paypal sowie die Handelsplattform Ebay verabschiedet. Weiterhin an Bord sind aber noch bekannte Unternehmen wie der Musikstreaming-Marktführer Spotify und die Fahrdienst-Vermittler Uber und Lyft sowie der Telekommunikationsriese Vodafone.

+++ 12.06 Uhr: Rücktritt des AfD-Politikers Brandner als Rechtsausschuss-Vorsitzender gefordert +++

- Der Deutsche Anwaltverein (DAV) und der Deutsche Juristinnenbund (djb) haben den sofortigen Rücktritt des AfD-Politikers Stephan Brandner als Vorsitzender des Rechtsausschusses des Bundestags gefordert. Sie begründeten dies am Dienstag mit Äußerungen Brandners auf  Twitter im Zusammenhang mit dem Anschlag von Halle. Die Botschaften seien "verabscheuungswürdig".

Die Verbände bezogen sich auf zwei Tweets des AfD-Politikers. In einem Fall teilte er einen Tweet, in dem nach dem Anschlag von Halle zu lesen war, dass Politiker vor Synagogen "lungern". Zudem bezeichnete er den Publizisten und ehemaligen Vizepräsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Michel Friedman, als "deutschen Michel".

+++ 11.50 Uhr: Prag verbietet Straßenkünstlern Pandakostüme und Seifenblasen +++

Die Touristenmetropole Prag hat genug von Straßenkünstlern, die in riesigen Panda-, Gorilla- und Eisbärenkostümen durch das Stadtzentrum ziehen. Jetzt trat eine neue Verordnung der Stadtverwaltung in Kraft, die konkret "Auftritte in Tierverkleidungen" verbietet. Generell sind alle Kostüme nicht mehr erlaubt, die "über die Proportionen eines erwachsenen Menschen hinausgehen". Kritiker halten die Tierverkleidungen seit langem für unpassend in der historischen Kulisse der Unesco-Welterbestadt.

Auch wer zur Belustigung der Touristen riesige Seifenblasen herstellt, bekommt fortan Platzverbot. Die Seifenschmiere sei gefährlich für Fußgänger, hieß es zur Begründung.

Polizeieinsatz im Sunkeln auf der Autobahn A 10

Wegen eines Polizeieinsatzes ist die Autobahn A10 in der Nacht zwischen den Anschlussstellen Ferch und Michendorf in beide Fahrtrichtungen gesperrt worden. Am Abend war bekannt geworden, dass sich ein bewaffneter Mann auf dem Rastplatz Michendorf Süd aufhält

DPA

+++ 11.47 Uhr: SEK überwältigt Mann nach Waffendrohung auf Rastplatz an A10 +++

Nach einem stundenlangen Einsatz haben Spezialkräfte der Polizei auf einem Rastplatz in Brandenburg an der Autobahn 10 einen Mann angeschossen, um ihn zu überwältigen. Der 22-Jährige habe in der Nacht zu Dienstag gedroht, eine Waffe und Sprengstoff einzusetzen, teilte die Polizei mit. Außerdem habe er einen Diensthund mit einem Messer verletzt. Das Motiv des Mannes blieb zunächst unklar.

Ein Notruf war den Angaben zufolge am späten Montagabend eingegangen, weil sich eine Person mit einer Waffe, einer dicken Jacke und einem Rucksack auf dem Rastplatz aufhielt. Daraufhin rückten Spezialeinsatzkräfte der Brandenburger Polizei mit einem gepanzerten Fahrzeug sowie einer Verhandlungsgruppe an. Erst gegen 4.10 Uhr sei es den Kräften schließlich gelungen, den Täter zu überwältigen, hieß es von der Polizei.

+++ 11.37 Uhr: Marburger Bund fordert deutlich mehr Geld für Ärzte +++

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund fordert bessere Arbeitsbedingungen und deutlich mehr Geld für rund 20.000 Ärzte an Universitätskliniken. Es gehe um verlässliche Arbeitszeiten und mehr freie Wochenenden, sagte der Vorsitzende Rudolf Henke vor dem Start der Tarifrunde am 6. November in Hannover. "Spitzenmedizin und gute Arbeitsbedingungen dürfen sich nicht länger ausschließen." Bei den Gehältern fordert der Marburger Bund ein Plus von sechs Prozent bei einer Laufzeit des neuen Tarifvertrags von einem Jahr.

+++ 11.34 Uhr: EU-Rechnungsprüfer verweigern Asylagentur Easo positives Zeugnis +++

Die Europäische Asylagentur Easo verstößt bei ihren Ausgaben den obersten EU-Rechnungsprüfern zufolge gegen geltende Vorgaben. Der Europäische Rechnungshof verweigerte der EU-Behörde mit Sitz in Malta deshalb als einziger der 41 geprüften Behörden ein positives Urteil für das Haushaltsjahr 2018. Allen anderen Behörden bescheinigten sie sowohl bei den Einnahmen als auch bei den Ausgaben gute Rechnungsführung. Easo unterstützt die EU-Staaten bei der Bewältigung der Migration und koordiniert die Zusammenarbeit. 2017 hatten die Rechnungsprüfer der Behörde ein negatives Zeugnis ausgestellt.

+++ 11.31 Uhr: Shell-Jugendstudie: Umweltverschmutzung beherrschende Angst unter jungen Menschen +++

Kein Thema macht einer Umfrage zufolge so vielen jungen Menschen in Deutschland Angst wie die Verschmutzung der Umwelt. 71 Prozent der 12- bis 25-Jährigen gaben in einer Befragung an, das Thema mache ihnen Angst, so das Ergebnis der am Dienstag in Berlin veröffentlichten Shell-Jugendstudie. In der vergangenen Studie aus dem Jahr 2015 hatte noch die Angst vor Terroranschlägen vorn gelegen. Dieses Thema ängstigt nach der jüngsten Befragung heute noch zwei Drittel der jungen Menschen. Die Angst vor dem Klimawandel landet auf Platz drei (65 Prozent).

Auch bei der Frage nach Werten, die jungen Menschen wichtig sind, zeigt sich die Bedeutung von Umweltthemen: Die Autoren der Studie betonen, dass im Vergleich zum Jahr 2002 besonders der Wert umweltbewusstes Leben an Bedeutung gewonnen habe (71 Prozent bejahen ihn 2019 / 2002: 60 Prozent). Einen ähnlichen Bedeutungszuwachs hat demnach der Wert politisches Engagement erfahren (2019: 34 Prozent / 2002: 22 Prozent).

Der britische Physiker Tim Berners-Lee gilt als Mitbegründer des Internet. Er hatte im März 1989 einen Vorschlag für sein Datenaustauschsystem World Wide Web (WWW) präsentiert. Hintergrund war der Wunsch, den Datenaustausch unter Forschern zu vereinfachen.

Der britische Physiker Tim Berners-Lee gilt als Mitbegründer des Internet. Er hatte im März 1989 einen Vorschlag für sein Datenaustauschsystem World Wide Web (WWW) präsentiert. Hintergrund war der Wunsch, den Datenaustausch unter Forschern zu vereinfachen.

AFP

+++ 11.02 Uhr: Internet-Begründer Berners-Lee sieht Netz "von reichen weißen Männern dominiert" +++

Der als Vater des Internets geltende britische Physiker Tim Berners-Lee blickt kritisch auf den heutigen Zustand des Netzes. "Das gegenwärtige Web wird von reichen weißen Männern dominiert", sagte der 64-Jährige dem Magazin "Zeit Wissen". "Frauen und Minderheiten sind unterrepräsentiert."

Zugleich gab Berners-Lee Einblicke in seine "Vision für eine alternative digitale Welt". Dort gebe es all die Nutzerdaten von heute, "aber die Nutzer selbst verfügen über sie". Sie hätten die volle Kontrolle darüber, wer Zugang zu den Daten hat. "Das wäre eine neue Welt. Wir sprechen über eine Zukunft, in der die Programme für Sie arbeiten, nicht für Amazon oder Apple."

+++ 10.59 Uhr: Polizei registriert bundesweit 43 rechte Gefährder - Zahl könnte steigen +++

Die Landespolizeibehörden registrieren derzeit 43 rechte Gefährder - und die Zahl könnte weiter steigen. "Wir beobachten schon seit einiger Zeit, dass rechte Gewalt- und Propagandadelikte zunehmen", sagte der Präsident des Bundeskriminalamtes, Holger Münch, in Berlin. Das BKA verwies darauf, dass das Potenzial der Gewaltbereiten weitaus höher sei. Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) beziffere die Zahl im aktuellen Verfassungsschutzbericht auf 12.700.

Deshalb könnte die tatsächliche Zahl der Gefährder bereits jetzt höher liegen als die von den Ländern genannten 43. Opfer der Angriffe seien "Ausländer, Juden, ihre politischen Gegner, aber auch Mandatsträger oder Befürworter einer liberalen Flüchtlingspolitik", fügte Münch hinzu. Bedrohungen im Internet und Gewalttaten schafften ein Klima der Angst. Das führe dazu, dass ehrenamtliches Engagement schwindet und Ämter vielleicht nicht mehr besetzt werden.

+++ 10.26 Uhr: Umlage für Ökostrom steigt 2020 um 5,5 Prozent auf knapp 6,8 Cent +++

Verbraucher müssen im kommenden Jahr mit höheren Strompreisen rechnen: Die Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) steigt 2020 auf 6,756 Cent pro Kilowattstunde. Damit ist die EEG-Umlage 5,5 Prozent höher als in diesem Jahr, wie die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, Tennet und TransnetBW am Dienstag mitteilten.

Die seit dem Jahr 2000 erhobene Umlage finanziert den Ausbau der erneuerbaren Energien. Grundlage für die Berechnung der Umlage ist die Prognose der 2020 zu erwartenden Einspeisung aus regenerativen Stromerzeugungsanlagen nach dem EEG sowie des zu erwartenden Stromverbrauchs. Für 2020 ergibt sich demnach ein Umlagebetrag von 23,9 Milliarden Euro.

Nach Berechnungen des Portals Check24 zahlt ein Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 5000 Kilowattstunden durch die höhere Umlage 2020 rund 18 Euro mehr für den Strom im ganzen Jahr.

+++ 10.08 Uhr: Russlands Polizei durchsucht dutzende Büros von Nawalny-Stiftung +++

Die russische Polizei hat nach Angaben der Opposition dutzende Büros der Anti-Korruptions-Stiftung FBK des prominenten Kreml-Kritikers Alexej Nawalny durchsucht. Wie Nawalny im Kurzbotschaftendienst Twitter mitteilte, waren ab Dienstagmorgen landesweit mindestens 30 Adressen betroffen. "Das russische Strafverfolgungssystem nutzt all seine Kräfte, um korrupte Beamte und Bestechungsempfänger zu schützen", schrieb der Oppositionsführer.

FBK-Stiftungsdirektor Iwan Schdanow sagte, die Durchsuchungen hätten in 15 russischen Städten stattgefunden. Auch vor den Moskauer Büros hätten sich Ermittler aufgehalten.

In der vergangenen Woche hatte die russische Regierung Nawalnys Anti-Korruptions-Stiftung als "Agenten des Auslands" eingestuft. Diese Bewertung ermöglicht dem Kreml eine schärfere Überwachung der Stiftung. Nawalny sagte, die Entscheidung des Justizministeriums gehe "offensichtlich auf einen direkten Befehl" von Präsident Wladimir Putin zurück.

+++ 10.04 Uhr: Welthungerindex: Klimawandel verschärft den Hunger +++

Die Welthungerhilfe warnt vor neuen Gefahren für die Ernährungssicherheit durch den Klimawandel. "Die Bekämpfung von Hunger und Unterernährung in einem sich wandelnden Klima erfordert groß angelegte Maßnahmen, um klimawandelbedingte Ungerechtigkeiten zu beseitigen und gleichzeitig Umweltveränderungen zu minimieren, die katastrophal für die Menschheit sein könnten", heißt es im Welthungerindex 2019 der Organisation. Nötig seien eine bessere Vorbereitung auf Katastrophen und eine gerechte Finanzierung von Klimaschutz. Der Klimawandel müsse abgeschwächt werden, ohne die Ernährungssicherheit zu gefährden.

+++ 10.01 Uhr: Berichte: Großbritannien legt neue Brexit-Vorschläge vor +++

Im Streit um den Brexit legt Großbritannien Berichten zufolge der EU neue Vorschläge vor. Dabei geht es um die irische Grenzfrage, berichten der irische Sender RTÉ und die britische BBC. Zuvor hatte der britische Premierminister Boris Johnson laut RTÉ in der Nacht eineinhalb Stunden lang mit Vertretern der nordirisch-protestantischen DUP gesprochen.

Streitpunkt zwischen London und Brüssel ist die im Austrittsabkommen enthaltene Garantieklausel für eine offene Grenze zwischen dem EU-Staat Irland und dem britischen Nordirland, der sogenannte Backstop.

+++ 9.45 Uhr: Volkswagen verschiebt Entscheidung über Werk in der Türkei +++

Volkswagen hat angesichts der Militäroffensive der Türkei in Nordsyrien den Beschluss für ein neues Werk nahe Izmir verschoben. "Die Entscheidung für das neue Werk wurde vom Vorstand der Volkswagen AG vertagt", teilte ein Konzernsprecher mit. Das Unternehmen beobachte die gegenwärtige Lage sorgfältig und blicke mit Sorge auf die derzeitige Entwicklung. Zuvor hieß es lange Zeit, dass man in finalen Verhandlungen sei. Vieles deutete daraufhin, dass sich die Türkei als Standort etwa gegen Bulgarien durchsetzen würde.

+++ 9.19 Uhr: "Folterzimmer" in nigerianischer Koranschule entdeckt +++

Erneut in einer privaten Koranschule in Nigeria ein "Folterzimmer" entdeckt worden. Wie die Polizei mitteilte, waren in der Einrichtung im Norden des Landes im Bundesstaat Katsina mehr als 300 Jungen angekettet, gefoltert und missbraucht worden. Erst Anfang Oktober hatten nigerianische Sicherheitskräfte in der Region Kaduna mehr als 300 gefolterte und missbrauchte Jungen aus einer dortigen Koranschule befreit.

Der Polizeichef von Katsina sagte vor Journalisten, hunderte Schüler hätten am Sonntag gegen die "unmenschliche Behandlung" in ihrer Schule im Staat Katsina revoltiert. Einige der Jungen seien aus der Einrichtung geflohen. Einsatzkräfte fanden vor Ort dutzende angekettete Schüler vor.

+++ 9.06 Uhr: Entsetzen nach Rassismus-Vorfällen in Sofia - Untersuchung gefordert +++

Die rassistischen Vorfälle beim EM-Qualifikationsspiel der englischen Fußball-Nationalmannschaft in Bulgarien (6:0) haben für Entsetzen gesorgt. Greg Clarke, der Vorsitzender des Verbandes FA, nannte das Geschehen "eine der schrecklichsten Nächte, die ich je im Fußball gesehen habe." Umgehend forderte die FA Untersuchungen durch die europäische Fußball-Union UEFA.

Das Spiel war in der ersten Halbzeit zweimal wegen rassistischer Äußerungen von bulgarischen Fans unterbrochen worden, mehrfach wurde von einheimischen Zuschauern auf der Tribüne der Hitlergruß gezeigt. 

+++ 9.02 Uhr: Mosambik wählt neuen Präsidenten und Parlament +++

In Mosambik haben die Bürger begonnen, in historisch wichtigen Wahlen ihre Stimme abzugeben. Die Menschen stimmen über einen neuen Präsidenten, ein Parlament und Provinzparlamente ab. Die Lage in der Hauptstadt Maputo war am Morgen zunächst ruhig, an einigen Wahllokalen hatten sich Schlangen gebildet, wie ein dpa-Reporter berichtete.

+++ 8.55 Uhr: Bombendrohung gegen Kölner Rathaus - Polizei prüft "Ernsthaftigkeit der Drohung" +++

Im Kölner Rathaus ist am Dienstagmorgen eine Bombendrohung eingegangen. Das berichtet die Zeitung "Express", dem das Drohschreiben nach eigener Auskunft ebenfalls vorliege: "Am 15.10.2019 (Dienstag) werden Sie im historischen Rathaus um 9 Uhr einen dunklen Sportrucksack in der Nähe des Haupteingangs auffinden", heißt es demnach darin. Der Rucksack solle mit Plastik-Sprengstoff gefüllt sein. "Werdet Ihr diese Drohung nicht ernst nehmen, dann werden Sie sehr viel unschuldiges Blut an den Fingern haben", steht weiter in dem Schreiben. Ob die Drohung ernst zu nehmen sei, könne derzeit gesagt werden. Die Beamten prüfen derzeit die "Ernsthaftigkeit der Drohung", wie ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.

+++ 8.07 Uhr: EU-Fischereiminister beschließen deutlich niedrigere Fangquoten für Ostsee +++

Die Mitgliedstaaten der EU haben sich für 2020 auf deutlich niedrigere Fangquoten in der Ostsee geeinigt. Besonders für Dorsch und Hering wurde die maximale Fangmenge stark gesenkt, wie der Rat der Mitgliedstaaten nach einer Einigung am späten Montagabend in Luxemburg mitteilte.

In der für deutsche Fischer wichtigen westlichen Ostsee sinkt demnach die Quote für Hering um 65 Prozent und für Dorsch um 60 Prozent. Dorsch darf in den restlichen Gewässern zudem nur als Beifang gefischt werden. Die Mitgliedstaaten verlängerten so ein im Juli per Sofortmaßnahme durch die EU-Kommission verhängtes Fangverbot.

+++ 7.54 Uhr: Medien: Zahl der Toten durch Taifun "Hagibis" in Japan auf fast 70 gestiegen +++

Die Zahl der Toten durch den verheerenden Taifun "Hagibis" in Japan hat sich nach Angaben japanischer Medien auf fast 70 erhöht. Wie der Sender NHK berichtete, wurden die Sucht- und Rettungsaktionen auch am Dienstag fortgesetzt. Demnach wurden noch immer 15 Menschen vermisst.

+++ 6.38 Uhr: US-Polizist erschießt schwarze Frau durch Fenster ihres Hauses +++

In den USA hat erneut ein tödlicher Polizeischuss auf eine Schwarze für Empörung gesorgt. Der weiße Polizist Aaron Dean wurde in der texanischen Stadt Fort Worth des Mordes beschuldigt, wie die Behörden mitteilten. Er hatte bei einem Einsatz die am Fenster ihres Hauses stehende 28-jährige Atatiana Jefferson erschossen. Bürgermeisterin Betsy Price zeigte sich entsetzt und forderte eine unabhängige Untersuchung.    

Ein Nachbar hatte am vergangenen Freitagabend die Polizei gerufen, weil die Tür zu Jeffersons Haus offen stand. Zwei eintreffende Polizisten gingen mit Taschenlampen um das Haus, wie veröffentlichte Körperkamera-Aufnahmen zeigen. Als am Fenster im Inneren des Hauses eine Silhouette erscheint, eröffnet Dean das Feuer und trifft Jefferson tödlich. Auf den Aufnahmen ist zu hören, wie der Polizist ruft "Hände hoch, zeig mir deine Hände" und dann sofort schießt. Der Beamte habe eine "Gefahr" wahrgenommen, erklärte die Polizei. Die Behörden räumten aber ein, dass Dean sich nicht als Polizist ausgewiesen hatte.

+++ 6.13 Uhr: Bericht: Vierfachmörder fährt mit Leiche zur Polizei +++

Ein Mann hat im US-Staat Kalifornien nach eigenem Bekenntnis vier Menschen getötet und sich dann mit einer der Leichen im Auto freiwillig der Polizei gestellt. Der Mann sei auf einer Polizeidienststelle in Mt. Shasta nördlich von San Francisco erschienen und habe den Beamten dort erzählt, er habe vier Menschen getötet, berichtete der Sender CNN. Eine der Leichen habe er im Auto mitgebracht, die drei anderen Toten seien in seiner Wohnung im etwa 300 Kilometer entfernten Roseville bei Sacramento entdeckt worden. Über die Hintergründe der Tat machte die Polizei zunächst keine Angaben.

+++ 5.37 Uhr: Schweinepest treibt Chinas Inflation in die Höhe +++

Wegen stark gestiegener Schweinepreise ist die Inflation in China im September kräftig angezogen. Die Verbraucherpreise legten um 3 Prozent im Vergleich zum September des Vorjahres zu, wie das Pekinger Statistikamt am Dienstag mitteilte. Hintergrund ist vor allem die seit Monaten in China grassierende Afrikanische Schweinepest, die den Preis für Schweinefleisch in die Höhe treibt. 

Schweinefleisch kostete demnach im September 69,7 Prozent mehr als im gleichen Monat des Vorjahres. Bereits im August war der Preis um 46,7 Prozent gestiegen. 

+++ 4.58 Uhr: Italien lässt 176 Flüchtlinge von "Ocean Viking" an Land +++

Italien hat der Hilfsorganisation SOS Méditerranée erlaubt, die 176 Flüchtlingen an Bord des Rettungsschiffs "Ocean Viking" an Land zu bringen. Das teilte die Organisation am späten Montagabend auf Twitter mit. Als Anlaufhafen sei dem Schiff Taranto in Süditalien zugewiesen worden. Die "Ocean Viking" sei bereits auf dem Weg zum Zielhafen. Die Organisation sei "erleichtert, dass die 176 Überlebenden ohne unnötige Verzögerung in Sicherheit gelangen werden".

Rettungsboot

+++ 4.43 Uhr: Mann ersticht 63-Jährigen auf Flucht und kapert dessen Auto +++

In Wullowitz im österreichisch-tschechischen Grenzgebiet soll ein 33-Jähriger einen 32 Jahre alten Betreuer in einem Heim für Asylbewerber mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt haben. Auf der Flucht soll er auf einem nahe gelegenen Bauernhof den 63-jährigen Besitzer getötet haben, ehe er anschließend mit dessen Auto flüchtete. Nach Medienberichten wurde der mutmaßliche Täter später weiter südlich in der Großstadt Linz gefasst. Zur Festnahme lagen keine näheren Angaben vor. Man sei erst einmal froh, den Verdächtigen geschnappt zu haben, so dass die "Bevölkerung beruhigt schlafen gehen" könne, zitierte die Nachrichtenseite "oe24" einen Polizeisprecher. 

+++ 4.17 Uhr: Großbrand am Flughafen Münster Osnabrück gelöscht +++

Am Flughafen Münster Osnabrück (FMO) sind am Montagabend in einem Parkhaus rund 70 Autos in Brand geraten. Verletzte habe es keine gegeben, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Gegen 0.45 Uhr sei der Brand gelöscht gewesen. Die Brandursache sei unklar. Die Feuerwehr war mit rund 260 Einsatzkräften vor Ort, wie es weiter hieß. Es gebe eine starke Rauchentwicklung. Das mehrgeschossige Parkhaus, in dem die Autos brannten, sei rund 100 Meter vom Flughafenterminal entfernt, hieß es von der Feuerwehr. Das Gebäude sei nach ersten Erkenntnissen nicht einsturzgefährdet. Nach Abschluss der Löscharbeiten, müssten die Fahrzeuge geborgen werden. 

+++ 3.04 Uhr: Harley-Davidson setzt Produktion seines Elektromotorrads aus +++

Wegen eines technischen Problems setzt der US-Motorradbauer Harley-Davidson vorübergehend die Produktion seines Elektromodells LiveWire aus. Das Unternehmen teilte mit, bei einer abschließenden Qualitätskontrolle sei ein Problem entdeckt worden. Deswegen würden Herstellung und Auslieferung der Maschinen gestoppt. Notwendig seien weitere Tests. Das "Wall Street Journal" berichtete, es handle sich um ein Problem beim Aufladen der Batterie.

Harley-Davidson Elektro-Motorrad

+++ 2.16 Uhr: Unicef: 200 Millionen Kinder weltweit krank wegen falscher Ernährung +++

Rund 200 Millionen Kinder weltweit sind einem Bericht des UN-Kinderhilfswerks Unicef aufgrund von zu wenig oder falscher Ernährung krank. Mindestens eins von drei Kindern unter fünf Jahren weltweit sei entweder unterernährt oder zu dick, heißt es in einem Bericht, den Unicef in New York vorstellte. "Trotz allem technologischen, kulturellen und sozialem Fortschritt in den vergangenen Jahrzehnten haben wir den grundsätzlichen Fakt aus den Augen verloren", sagte Unicef-Chefin Henrietta Fore. "Wenn Kinder schlecht essen, leben sie schlecht."

+++ 1.43 Uhr: Ausschreitungen in Migrantenlager auf griechischer Insel Samos +++

Im völlig überfüllten Migrantenlager der griechischen Insel Samos ist es am Montagabend zu Schlägereien zwischen Migranten aus Syrien und Afghanistan gekommen. Mindestens drei Menschen seien nach Berichten örtlicher Medien durch Messerstiche verletzt worden. Weitere acht Menschen seien mit Atembeschwerden ins Krankenhaus gebracht worden. Bei den Ausschreitungen setzte die Polizei Tränengas ein, um die Randalierer auseinander halten. Zudem hätten Migranten in dem Lager ein Feuer entfacht. Die Feuerwehr versuchte nach Medienberichten am Abend den Brand zu löschen.

+++ 1.28 Uhr: USA fordern Waffenruhe in Nordsyrien - Pence als Vermittler +++

Die USA haben von der Türkei eine "sofortige" Waffenruhe in Nordsyrien und Verhandlungen mit den Kurden gefordert. Vize-Präsident Mike Pence sagte in Washington, US-Präsident Donald Trump habe ihn und den Nationalen Sicherheitsberater Robert O'Brien damit beauftragt, in der Türkei Verhandlungen zu führen, um das "Blutvergießen" zu beenden.

Video: Syrien schickt Truppen an Grenze zur Türkei

+++ 1.13 Uhr: Fünf Verletzte bei Ausschreitungen bei Kurden-Demo in Herne +++

Bei Ausschreitungen bei einer Kurden-Demonstration gegen die türkische Militäroffensive sind im nordrhein-westfälischen Herne  fünf Menschen verletzt worden. Nach Angaben der Polizei attackierten Demonstranten am Montagabend zunächst einen Kiosk und dann ein türkisches Café. Unter den Verletzten ist auch ein Polizist. Demnach hatten sich in der Innenstadt rund 350 Demonstranten zu einer angemeldeten Kundgebung gegen die türkische Militäroffensive in Nordsyrien versammelt. Im Verlauf des Demonstrationszuges seien die mehrheitlich kurdischen Teilnehmer nach bisherigem Stand aus einem Kiosk heraus durch Handzeichen provoziert worden, sagte ein Polizeisprecher.

+++ 0.45 Uhr: USA belegen türkische Minister und Ministerien mit Sanktionen +++

Die USA haben wegen der Militäroffensive in Nordsyrien zwei Ministerien sowie drei Minister der Türkei mit Sanktionen belegt. Wenn nötig, könnten weitere Sanktionen verhängt werden, teilte das Finanzministerium mit.

+++ 0.20 Uhr: Russisches Militär will Raketen testen +++

Das russische Militär will von diesem Dienstag an verschiedene Raketen testen. 12.000 Soldaten sollen nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau an der dreitägigen Übung beteiligt sein. Demnach sollen Marschflugkörper und ballistische Raketen von Militärstützpunkten in der Ostsee, im Schwarzen Meer, im Ochotskischen Meer am Pazifik und im Kaspischen Meer abgefeuert werden. Den Angaben nach sollen 213 Startrampen, 105 Flugzeuge, etwa 15 Schiffe und 5 U-Boote zum Einsatz kommen. Ziel der Übung sei es, die Einsatzbereitschaft zu überprüfen. Das Verteidigungsministerium hatte zuvor die militärischen Berater der Botschaften in Moskau darüber informiert.

vit/anb/fs / DPA / AFP