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News von heute: Netanjahu will Immunität gegen Strafverfolgung beantragen

Zoo-Feuer: Mögliche Verursacher melden sich +++ Mann ersticht in Borken offenbar Ex-Lebensgefährtin +++ Nach Klaps auf Frauenhand: Papst entschuldigt sich +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Benjamin Netanjahu, Premierminister von Israel, will beim Parlament Immunität beantragen

Benjamin Netanjahu, Premierminister von Israel, will angesichts einer Korruptionsanklage beim Parlament Immunität beantragen

DPA

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Netanjahu will Immunität beantragen (19.18 Uhr)

  • Zoo-Feuer: Mögliche Verursacher melden sich (16.58 Uhr)

  • Borken: Mann ersticht offenbar Ex-Lebensgefährtin (15.25 Uhr)

  • Nach Klaps auf Frauenhand: Papst entschuldigt sich (12.51 Uhr)

  • Streik bei Germanwings - Dutzende Flüge fallen aus (9.28 Uhr)

  • Irak: USA schicken hunderte Soldaten (1.50  Uhr)

Die News von heute im stern-Ticker:   

+++ 20.20 Uhr: US-Außenminister verschiebt Ukraine-Reise wegen Spannungen im Irak +++

Angesichts der jüngsten Spannungen im Irak hat US-Außenminister Mike Pompeo seine für diese Woche geplante Reise in die Ukraine bis auf Weiteres verschoben. Der Besuch soll in naher Zukunft nachgeholt werden, erklärte das Ministerium. Pompeo wollte am Freitag in die Ukraine reisen, um die Unterstützung der US-Regierung für die Souveränität und territoriale Unversehrtheit des Landes zu untermauern. Im Anschluss an den Besuch in Kiew wollte er nach Kasachstan, Usbekistan, Weißrussland und Zypern weiterreisen.

Pompeo werde nun in Washington bleiben, um die angespannte Situation im Irak zu beobachten und die Sicherheit aller US-Bürger im Nahen Osten zu garantieren, erklärte das Ministerium. An der US-Botschaft in Bagdad war es am Dienstag zu gewaltsamen Protesten gekommen, weswegen die USA zusätzliche Soldaten in die Region verlegt haben.

+++ 19.18 Uhr: Netanjahu will Immunität gegen Strafverfolgung beantragen +++

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu will beim Parlament Immunität beantragen, um sich angesichts einer Korruptionsanklage vor Strafverfolgung zu schützen. Der 70-Jährige teilte am Abend mit, es handele sich um eine zeitlich begrenzte Immunität und er werde vor Gericht seine Unschuld beweisen. Das Justizministerium hatte im November mitgeteilt, dass Netanjahu wegen Betrugs und Untreue sowie Bestechlichkeit angeklagt werden soll. Dieser sprach von einem Putschversuch und kritisierte Israels Justiz aufs Schärfste. Der Polizei warf er vor, Zeugen unter Druck gesetzt zu haben.

Israels Generalstaatsanwalt Avichai Mandelblit hatte dem Parlamentspräsidenten die Anklageschrift gegen Netanjahu am 2. Dezember übermittelt. Danach hatte Netanjahu 30 Tage Zeit, Immunität zu beantragen. Ohne den Antrag hätte die Anklageschrift nach Ablauf der Frist beim zuständigen Gericht in Jerusalem eingereicht werden können. Mit dem Immunitätsantrag liegt das Verfahren nun jedoch vorerst auf Eis.

+++ 18.44 Uhr: US-Botschaft im Irak stellt nach Protesten konsularische Dienste ein +++

Die amerikanische Botschaft in Iraks Hauptstadt Bagdad hat infolge der jüngsten gewaltsamen Proteste bis auf Weiteres alle konsularischen Dienstleistungen eingestellt. Alle bereits vereinbarten Termine seien hinfällig und US-Bürger seien aufgefordert, sich der diplomatischen Vertretung nicht zu nähern, teilte die Botschaft mit. Das Generalkonsulat in Erbil - der Hauptstadt der kurdischen Autonomiegebiete im Nordirak - bleibe für das Beantragen von Visums- und Passangelegenheiten geöffnet.

Infolge von US-Luftangriffen gegen schiitische Milizen am Wochenende waren am Dienstag Hunderte Demonstranten in die gesicherte "Grüne Zone" in Bagdad eingedrungen, um die US-Botschaft zu stürmen. Mehrere Wachhäuschen wurden in Brand gesetzt, Mauern beschmiert und Brandsätze geworfen. Sicherheitskräfte drängten die Demonstranten jedoch zurück, bevor sie auf das Botschaftsgelände gelangen konnten.

+++ 18.11 Uhr: Mindestens 16 Tote bei Kämpfen in mexikanischem Gefängnis +++

Bei gewalttätigen Auseinandersetzungen in einem Gefängnis im Zentrum von Mexiko sind mindestens 16 Häftlinge ums Leben gekommen. Weitere fünf Menschen seien bei den Kämpfen in der Haftanstalt in Zacatecas verletzt worden, teilten die örtlichen Sicherheitsbehörden mit. Die Polizei rückte daraufhin in das Gefängnis ein, um die Auseinandersetzung zu beenden. Dabei fanden die Beamten vier Pistolen und mehrere Stichwaffen. Der Sicherheitschef von Zacatecas, Ismael Camberos Hernández, sagte Medienberichten zufolge, die Waffen seien wahrscheinlich während eines Besuchstags am Dienstag in das Gefängnis geschmuggelt worden. Bei einer Inspektion am Wochenende seien keine Waffen gefunden worden.

+++ 16.58 Uhr: Nach verheerendem Zoo-Brand: Mögliche Verursacher melden sich +++

Nach dem Feuer im Krefelder Zoo mit etlichen toten Menschenaffen haben sich mögliche Verursacher bei der Polizei gemeldet. "Die Polizei hat die Personen vernommen und wird ihre Angaben überprüfen", teilten die Ermittler in Krefeld mit. Da die Überprüfung einige Zeit dauere, würden heute keine weiteren Informationen zu den Tatumständen und den Verdächtigen herausgegeben. Der Zoo bleibt auch morgen noch geschlossen. Die Polizei vermutet, dass eine Himmelslaterne das Feuer in der Nacht zu Neujahr ausgelöst haben könnte. Diese schwebenden Leuchtkörper sind in Deutschland verboten. Mehrere von ihnen, teils auch mit handschriftlichen Zetteln daran, waren in Krefeld sichergestellt worden.

Bei dem Feuer im Affenhaus starben mehr als 30 Tiere, darunter fünf Orang-Utans, zwei Flachland-Gorillas und ein Schimpanse. Dabei entstand ein Millionenschaden. Das Affenhaus brannte völlig aus.

Ein Mann in schwarzer Windjacke betrachtet die verkohlten Trümmer des Affen-Tropenhauses im Zoo Krefeld

+++ 16 Uhr: Unbekannter schießt in Hamburg in zwei Wohnungen +++

In Hamburg hat ein Unbekannter in der Silvesternacht auf mindestens zwei Wohnungen geschossen. Im Stadtteil Wilhelmsburg hörte ein 52-Jähriger einen lauten Knall und stellte daraufhin fest, dass die Fensterscheibe seines Wohnzimmers ein Loch hatte, wie die Polizei mitteilte. Auch die gegenüberliegende Wand war demnach beschädigt. Die Ehefrau des 52-Jährigen hatte den Angaben zufolge kurz vor dem Schuss an dem Fenster gestanden. Sie blieb ebenso wie ihr Mann unverletzt.

Kurz danach hörte im gleichen Stadtteil ein 38-Jähriger ebenfalls einen lauten Knall. Er schaute im Kinderzimmer nach, wo seine Kinder schliefen. Der Mann entdeckte ein Loch in der Scheibe und ein Projektil auf dem Fußboden. Auch in diesem Fall wurde niemand verletzt. Der Hintergrund der Vorfälle ist unklar. Die Polizei bittet Zeugen, sich zu melden.

+++ 15.31 Uhr: Hunderte protestieren gegen syrischen Sänger bei Silvesterfeier +++

Aus Protest gegen den Auftritt eines syrischen Sängers bei einer großen privaten Silvesterfeier haben in Mannheim Hunderte Menschen demonstriert und die Polizei herausgefordert. Dem Sänger wird vorgeworfen, das Regime des syrischen Machthabers Baschar al-Assad zu unterstützen. Insgesamt versammelten sich nach Polizeiangaben von Mittwoch rund 600 Demonstranten, viele mit Fahnen der syrischen Opposition. Wegen der angespannten Stimmung sei die Versammlung aus Sicherheitsgründen vorzeitig beendet worden, hieß es. Einige Demonstranten bewarfen Gäste der Feier später mit Steinen und Eiern, mindestens ein Auto wurde stark beschädigt. Verletzt wurde niemand. Die Polizisten setzten teils Schlagstöcke ein, um die Masse zurückzudrängen. Drei Männer wurden vorläufig festgenommen.

+++ 15.25 Uhr: Mann ersticht in Borken offenbar Ex-Lebensgefährtin +++

Ein Konflikt zwischen Ex-Partnern hat in der Silvesternacht in Borken ein tödliches Ende gefunden: Polizisten nahmen einen 59-Jährigen fest, der seine Ex-Lebensgefährtin erstochen haben soll. Die sechsjährige gemeinsame Tochter habe sich zum Zeitpunkt der Tat mit in der Wohnung aufgehalten, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Münster mit. Hilferufe hatten Nachbarn der 52-jährigen Frau aufgeschreckt, die daraufhin die Polizei informierten. Der Tatverdächtige habe den Beamten dann mit "frischen Blutspuren am Körper" die Tür geöffnet, hieß es in der Erklärung. Er habe sich ohne Widerstand festnehmen lassen. Die Tochter befinde sich in Obhut des Jugendamtes und werde durch Seelsorger betreut. Erste Ermittlungen vor Ort ergaben nach Polizeiangaben, dass möglicherweise ein Streit zwischen den ehemaligen Lebensgefährten in der Nacht eskaliert ist. Der Beschuldigte habe zunächst nicht zu den Vorwürfen vernommen werden können.

+++ 15.15 Uhr: Streik bei Germanwings endet wie geplant +++

Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo verzichtet auf eine Verlängerung des Streiks bei der Lufthansa-Gesellschaft Germanwings. "Wir werden den Streik wie geplant am Mittwoch beenden", sagte ein Ufo-Sprecher. Der Ausstand der Kabinengewerkschaft hatte am Montag begonnen und sollte drei Tage dauern. Allerdings hatte Ufo zwischenzeitlich eine Verlängerung des Streiks angedroht. Wie bereits an den beiden Vortagen mussten auch am Neujahrstag Tausende Passagiere bundesweit Einschränkungen hinnehmen.

+++ 15.07 Uhr: Verurteilung wegen falscher Vergewaltigungsvorwürfe bewegt Briten +++

Der Fall einer in Zypern wegen falscher Vergewaltigungsvorwürfe verurteilten Britin sorgt in Großbritannien für Wirbel. Die Frau war am Montag Berichten zufolge in Zypern für schuldig befunden worden, zwölf israelische Touristen im Sommer fälschlicherweise der Vergewaltigung bezichtigt zu haben. Ihr droht bis zu einem Jahr Haft. Die Strafmaßverkündung steht aber noch aus. 

Im Heimatland der 19-Jährigen gibt es allerdings Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Verfahrens. Die Frau hatte ihre ursprünglichen Anschuldigungen zwar widerrufen, doch ihre Anwälte glauben, sie habe dies nur auf Druck der Ermittler während eines stundenlangen Verhörs gemacht. Beweismittel wie ein Video aus der Tatnacht seien in dem Verfahren nicht berücksichtigt worden, berichtete die britische Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf die Verteidiger. Das britische Außenministerium zeigte sich gestern "sehr besorgt" und kündigte an, den Fall mit den zyprischen Behörden zur Sprache zu bringen.

+++ 14.30 Uhr: Polizist in Leipzig angegriffen - Ermittlungen wegen Mordversuchs +++

Nach einem Angriff auf einen Polizisten bei Krawallen in der Silvesternacht im Leipziger Stadtteil Connewitz ermittelt das Landeskriminalamt Sachsen wegen des Verdachts des versuchten Mordes. Die konkreten Tatumstände und die Verletzungen des Beamten, hätten die Staatsanwaltschaft zur Hochstufung veranlasst, sagte LKA-Sprecher Sprecher Tom Bernhardt. Zuerst war wegen versuchten Totschlags ermittelt worden. 

Der Polizist sei schwer von Pyrotechnik verletzt worden, als mehrere Leute Steine, Flaschen und Feuerwerkskörper auf Einsatzkräfte geworfen hätten, so die Polizei. Dem 38-Jährigen sei der Helm vom Kopf gerissen worden, bevor er attackiert wurde, hieß es aus Polizeikreisen. Der Beamte verlor das Bewusstsein und musste nach Angaben der Polizei im Krankenhaus notoperiert werden. Drei weitere Beamte erlitten leichte Verletzungen. Die Polizei nahm neun Menschen fest, drei von ihnen wurden in der Nacht wieder entlassen. "Hier wurde jemand gezielt angegriffen und schwer verletzt", sagte Bernhardt. Der Täter sei bislang unbekannt. Die Soko LinX des Polizeilichen Extremismus- und Terrorismus-Abwehrzentrum Sachsen des LKA ermittelt. Im linksalternativ geprägten Stadtteil Connewitz kommt es häufiger zu Auseinandersetzungen mit der Polizei.

+++ 14.08 Uhr: Wetterjahr startet trocken und mild +++

Mit einem Mix aus Sonne und Nebel ist das Jahr 2020 gestartet - und macht nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes morgen so ähnlich weiter. In nebelfreien Gebieten steigen die Temperaturen auf relativ milde drei bis acht Grad, auch wenn es in den Nächten frostig ist. Dabei bleibt es fast überall trocken. Zum Ende der Woche erreicht allerdings der erste Tiefdruckausläufer des Jahres 2020 von Nordwesten aus Deutschland, so die Meteorologen. Der Wind frischt von Freitag an auf und erreicht insbesondere an den Küsten und im Bergland Sturmböen. Im Landesinneren sind gebietsweise steife oder stürmische Böen möglich.

Am Samstag ist vor allem im Süden mit länger anhaltendem Regen zu rechnen. Die Schneefallgrenze sinkt in der Nacht zum Samstag allmählich bis auf 800 Meter. In den höheren Lagen der östlichen Mittelgebirge sowie an den Alpen könne durchaus genug Schnee für eine Schneeballschlacht oder eine Rodelpartie fallen. In anderen Teilen Deutschlands hingegen muss man weiter auf Schnee warten. Am Sonntag kommt aus Westen bereits wieder mildere Luft ins Land und es gibt weitere Schauer, die Schneefallgrenze steigt wieder deutlich an.

+++ 13.49 Uhr: Iran bestellt Schweizer Diplomaten in Teheran ein +++

Der Iran hat wegen der US-Vorwürfe gegen das Land nach den Ausschreitungen im Irak den Geschäftsträger der Schweizer Botschaft in Teheran einbestellt. Die Schweiz vertritt die diplomatischen Interessen der USA im Iran, da Teheran und Washington seit mehr als 40 Jahren keine diplomatischen Beziehungen mehr haben. Die USA sollten mit den absurden und grundlosen Unterstellungen sowie den Drohungen gegen den Iran aufhören, teilte das iranische Außenministerium dem Schweizer Diplomaten mit. Die Proteste der Iraker gegen die USA als Besatzungsmacht seien verständlich und legitim, sie hätten nichts mit anderen Ländern zu tun. Die USA sollten daher lieber ihre Politik ändern und nicht anderen Ländern die Schuld zuschieben.

+++ 13.05 Uhr: Brand im Krefelder Affenhaus womöglich durch Himmelslaternen ausgelöst +++

Nach dem Brand des Affenhauses im Krefelder Zoo mit vielen toten Tieren gibt es laut Ermittlern Hinweise auf sogenannte chinesische Himmelslaternen als Brandursache. Solche in Deutschland verbotenen Laternen, die in die Luft steigen, seien in der Nähe von Zeugen gesichtet und später auch gefunden worden, sagte ein Polizeisprecher heute auf einer Pressekonferenz im Zoo. Bei dem Feuer starben nach neuesten Angaben des Zoos fünf Orang-Utans, zwei Flachland-Gorillas, ein Schimpanse und etliche kleinere Affen. Zwei Schimpansen überlebten das Feuer leicht verletzt.

+++ 12.51 Uhr: Nach Klaps auf Frauenhand: Papst entschuldigt sich +++

Papst Franziskus hat sich dafür entschuldigt, dass er sich gestern mit einem Klaps auf die Hand von einer aufdringlichen Gläubigen befreit hat. Die Frau hatte nach dem 83-Jährigen gegriffen und ihn zu sich gerissen, als der Papst am Silvesterabend am Petersplatz in Rom unter vielen Gläubigen die Weihnachtskrippe besuchte. Auf einem Video ist zu sehen, wie Franziskus an der hinter einer niedrigen Absperrung stehenden Reihe von Gläubigen entlanggeht, sie begrüßt und sich dann abwendet, woraufhin die Frau nach seiner Hand greift, ihn zu sich reißt und nicht wieder loslassen will. Das katholische Kirchenoberhaupt gibt ihr daraufhin sichtlich erbost einen Klaps auf die Hand. "Manchmal verlieren wir die Geduld, ich bitte um Entschuldigung für das schlechte Beispiel", erklärte Franziskus nun beim Angelusgebet nach der Neujahrsmesse sein Verhalten.

Im März hatte der Papst mehreren Menschen bei einer Audienz in Italien die Hand weggezogen, weil sie die Hand und seinen Ring küssen wollten. Später erklärte der Vatikan dazu, Franziskus habe dies aus Hygienegründen getan, weil er die Verbreitung von Keimen habe verhindern wollen.

+++ 12.32 Uhr: Frevelhaft": Gräber auf Schweinfurter Hauptfriedhof verwüstet +++

Unbekannte haben bis zu 20 Urnengräber auf dem Hauptfriedhof im unterfränkischen Schweinfurt beschädigt beziehungsweise verwüstet. Die Polizei sprach in einer Mitteilung von "verabscheuungswürdigen" Tätern. Diese hätten in der Zeit von Montagnachmittag bis zum Silvestermorgen Urnengräber in "frevelhafter Art und Weise" verwüstet: So seien Grabsteine umgetreten, Holzkreuze herausgezogen, Blumen ausgerissen und Blumengestecke zerstört oder gar komplett gestohlen worden.

Ein 89-Jähriger hatte bemerkt, dass ein Blumenkranz am Grab seiner Ehefrau fehlte. Da die Friedhofsverwaltung erst mit allen Geschädigten sprechen muss, steht die Höhe des Sachschadens nach Polizeiangaben noch nicht fest.

+++ 12.01 Uhr: Mann will Hund retten und ertrinkt in Teich +++

Ein 40-jähriger Mann ist bei dem Versuch, seinen Hund aus einem Fischteich im niedersächsischen Lopau zu retten, ertrunken. Der Mann konnte sich wegen der eisigen Temperaturen am Silvesternachmittag nicht über Wasser halten, wie die Polizei nach dem Unglück in der Lüneburger Heide an Neujahr mitteilte. Eine Frau habe den 40-Jährigen noch ans Ufer geholt, die Wiederbelebungsversuche von Ersthelfern blieben allerdings ohne Erfolg. Der Hund überstand den Vorfall unbeschadet.

+++ 11.42 Uhr: Frau hält Papst fest – Franziskus reagiert erbost +++

Der Papst wird fast jeden Tag von Gläubigen umringt und angefasst - jetzt wurde es Franziskus offensichtlich zu viel: Eine Frau wollte seine Hand nicht loslassen, als der 83-Jährige am Petersplatz in Rom unter vielen Gläubigen die Weihnachtskrippe besuchte. Auf einem Video ist zu sehen, wie die Frau ihn zu sich reißt - und Franziskus sichtlich erbost ihrer Hand einen Klaps gibt. Im Netz sorgte das auch für böse Kommentare. 

Es ist nicht das erste Mal, dass der Pontifex Körperkontakt zurückweist. Im März zog er mehreren Menschen bei einer Audienz in Italien die Hand weg, weil sie diese küssen wollten. Später erklärte der Vatikan dazu, Franziskus habe dies aus Hygienegründen getan, weil er die Verbreitung von Keimen habe verhindern wollen.

+++ 10.01 Uhr: Neue Zusammenstöße an US-Botschaft im Irak +++

An der US-Botschaft im Irak ist es den zweiten Tag in Folge zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen. Mehrere Personen seien durch den Einsatz von Tränengas verletzt worden, berichtete die staatliche irakische Nachrichtenagentur INA. Augenzeugen berichteten der Deutschen Presse-Agentur, dass Hunderte Demonstranten die Nacht in der Nähe des Botschaftsgelände verbracht hätten. Am Dienstag hatten Demonstranten versucht, den hochgesicherten Botschaftskomplex zu stürmen. Protestler setzten mehrere Wachhäuschen in Brand. Die USA kündigten an, zusätzliche Truppen in den Irak zu schicken, um die Botschaft zu schützen.

+++ 09.50 Uhr: Pazifischer Inselstaat Palau verbietet korallenschädliche Sonnencremes +++

Das pazifische Urlaubsparadies Palau hat als erstes Land der Welt bestimmte Sonnencremes verboten, um seine berühmten Korallenriffe zu schützen. "Wir müssen die Umwelt respektieren, denn die Umwelt ist der Ursprung des Lebens und ohne sie kann in Palau niemand überleben", sagte Präsident Tommy Remengesau der Nachrichtenagentur AFP. Er verwies auf wissenschaftliche Erkenntnisse, denen zufolge Chemikalien aus Sonnenschutzmitteln schon in geringen Mengen die empfindlichen Korallen zum Absterben brächten.

+++ 09.28 Uhr: Dritter Streiktag bei Germanwings - erneut fallen Dutzende Flüge aus +++

Auch am Neujahrstag müssen Passagiere wegen eines Flugbegleiter-Streiks bei Germanwings Einschränkungen hinnehmen. Insgesamt sollen über 70 Flüge ausfallen, wie aus einer aktuellen Übersicht auf der Eurowings-Webseite hervorgeht. Der Ausstand der Kabinengewerkschaft Ufo hatte am Montag begonnen. Nach bisheriger Planung soll Mittwoch der letzte Streiktag sein - allerdings hat Ufo bereits eine Verlängerung des Ausstands angedroht.

Germanwings ist mit rund 30 Flugzeugen und etwa 1400 Mitarbeitern für Eurowings unterwegs, soll aber mit dem Eurowings-Flugbetrieb verschmolzen werden. Das Management gebe den Mitarbeitern keine klare Perspektive für die Zukunft ihres Flugbetriebs, hatte Ufo-Vize Daniel Flohr kritisiert. Er drohte wenn nötig mit neuerlichen Streikaufrufen.

+++ 08.31 Uhr: Sparfleiß und Aktiengewinne: Privates Geldvermögen auf Rekordhoch +++

Die Menschen in Deutschland werden trotz der Zinsflaute in Summe immer reicher. Nach Berechnungen der DZ Bank, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen, dürfte das Geldvermögen der privaten Haushalte im abgelaufenen Jahr 2019 um rund 441 Milliarden Euro auf den Rekordwert von 6,6 Billionen Euro zugenommen haben. Im Vergleich zu 2018 habe sich der Vermögensaufbau stark beschleunigt.

Der Großteil des Zuwachses sei durch die immensen Sparanstrengungen vieler Menschen zustandegekommen. Die Sparquote dürfte sich demnach mit rund 11 Prozent auf dem erhöhten Niveau von 2018 eingependelt haben. Von 100 Euro verfügbarem Einkommen werden also 11 Euro auf die hohe Kante gelegt. Aktionäre profitierten zudem von steigenden Kursen an der Börse.

+++ 06.59 Uhr: Brand in Krefelder Zoo - alle Tiere im Affenhaus tot +++

Im Krefelder Zoo ist in der Silvesternacht das Affenhaus abgebrannt, alle in ihm lebenden Tiere sind ums Leben gekommen. "Unsere schlimmsten Befürchtungen sind Realität geworden. Es gibt keine überlebenden Tiere im Affenhaus", schrieb der Zoo am frühen Morgen auf seiner Facebookseite. Das direkt angrenzende Gorillagehege blieb verschont, wie der Zoo mitteilte. Das Affenhaus jedoch brannte bis auf die Grundmauern ab. Die Brandursache war in der Nacht noch unklar. Feuerwerkskörper könnten allerdings den Brand ausgelöst haben, wie der WDR berichtete.

Das Affentropenhaus wurde den Zoo-Angaben zufolge im Jahr 1975 eröffnet. Die Grundfläche des Baus im Gewächshausstil lag bei 2000 Quadratmetern. Zuhause waren Orang-Utans, Schimpansen, Gorillas, Krallenaffen, Epauletten-Flughunde und Vögel. Bis 2020 sollten die Orang-Utans und Schimpansen noch Außenanlagen bekommen.

+++ 06.29 Uhr: Buschfeuer: Australische Marine will Eingeschlossenen helfen +++

Tausende Menschen sind in Ostaustralien durch die verheerenden Buschfeuer eingeschlossen - nun eilt das Militär mit Schiffen und Hubschraubern zur Hilfe. Die Regierung kündigte an, mit Seelandungsbooten Nahrungsmittel und Wasser zu den Menschen zu bringen, die vor den Flammen an die Strände fliehen mussten. Die Hilfe soll am Donnerstag oder Freitag in den Küstenstädten der Staaten New South Wales und Victoria ankommen. Zudem sollen Menschen mithilfe von Hubschraubern in Sicherheit gebracht werden.

Derzeit wüten die Brände am schlimmsten in der Küstenstadt Mallacoota in Victoria, rund 500 Kilometer östlich von Melbourne. Mehr als 4000 Menschen waren alleine dort bis zum Neujahrsmorgen an die Strände geflohen. Die Stadt selbst ist durch das Feuer stark gefährdet. Der Himmel war durch das Feuer tagsüber rot gefärbt.

+++ 06.15 Uhr: New Yorker Times Square: Rund eine Million Menschen begrüßen 2020 +++

Mit großem Jubel, Konfettiregen und ausgelassenem Gesang haben rund eine Million Menschen das neue Jahr auf dem New Yorker Times Square begrüßt. Um Mitternacht wurde traditionsgemäß ein leuchtender Kristallball an einem Fahnenmast herabgesenkt, der sogenannte "ball drop". Danach stimmten die Feiernden die Lieder "Auld Lang Syne" und "New York, New York" an. Auf mehreren Bühnen waren zuvor unter anderem der Rapper LL Cool J, die Sängerin Alanis Morissette und die Bands Village People und BTS aufgetreten.

Viele Menschen waren schon am Vormittag zum Times Square mitten in Manhattan gekommen, um sich die besten Plätze bei dem auch live im US-Fernsehen übertragenen Spektakel zu sichern. Alkohol und eigenes Feuerwerk waren dabei wie immer nicht erlaubt.

Ab diesen Sonntag gelten auf den Bahnstrecken neue Fahrpläne.

+++ 04.53 Uhr: Bahn verspricht besseres Wlan in Zügen und an Bahnhöfen +++

Die Deutsche Bahn will im Laufe des Jahres 2020 ihr Wlan-Angebot für Reisende im Fernverkehr deutlich verbessern. "Wir wollen unseren Kunden nahtloses Surfen ermöglichen - in den Zügen und an den Bahnhöfen", teilte Digital-Vorstand Sabina Jeschke mit. Derzeit werde ein zusammenhängendes Netzwerk aufgebaut. Dadurch soll ein einheitliches Wlan-Netz im Zug und an den Bahnhöfen entstehen, was unterbrechungsfreies Surfen und Telefonieren möglich machen soll.

+++ 03.04 Uhr: Nordkorea beendet Verzicht auf Atom- und Raketentests +++

Nordkorea wird sich nach den Worten seines Machthabers Kim Jong Un nicht mehr an das Moratorium für Atomversuche und Tests von Interkontinentalraketen halten. "Es gibt keinen Grund für uns, sich länger einseitig an die Verpflichtungen gebunden zu fühlen", sagte Kim laut der staatlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA vor führenden Mitgliedern der Kommunistischen Partei Nordkoreas. "Die Welt wird eine neue strategische Waffe erleben", kündigte er an. Sein Land werde "schockierende reale Maßnahmen" ergreifen. Mit der Ankündigung drohen die diplomatischen Bemühungen der vergangenen zwei Jahre zur Beilegung des Atomkonflikts zwischen Nordkorea und den USA zu scheitern. Kim hatte im April 2018 überraschend den vorläufigen Verzicht auf Atom- und Raketentests erklärt und die Schließung eines Testgeländes verkündet.

+++ 01.50 Uhr: USA verlegen wegen Spannungen im Irak Hunderte Soldaten in die Region +++

Die US-Regierung verlegt wegen der jüngsten Spannungen im Irak mit sofortiger Wirkung 750 zusätzliche Soldaten in die Region. Darüber hinaus stünden weitere Soldaten bereit, um in den nächsten Tagen auszurücken, erklärte Verteidigungsminister Mark Esper.

+++ 01.25 Uhr: Schießerei bei Neujahrsfeier in Johannesburg +++

Eine Neujahrsfeier in einem Szeneviertel der südafrikanischen Metropole Johannesburg hat am frühen Morgen ein blutiges Ende genommen. Der Vorfall ereignete sich nach Polizeiangaben kurz nach Mitternacht, wie die Polizei der Provinz Gauteng über den Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte. Unbekannte hatten aus einem vorbeifahrenden Fahrzeug heraus das Feuer auf eine Menschenmenge eröffnet. Ein privater Sicherheitsdienst sprach von insgesamt zwei Toten und sechs Verwundeten - eine offizielle Bestätigung dafür gab es zunächst nicht.

+++ 00.00 Uhr: Hunderttausende feiern bei Berliner Party den Anbruch des neuen Jahrzehnts +++

Hunderttausende Menschen haben bei der größten Silvesterparty Deutschlands in Berlin den Beginn des neuen Jahrzehnts gefeiert. Die Party auf der Festmeile zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule sei überwiegend friedlich verlaufen, sagte ein Polizeisprecher. Es habe "keine größeren Zwischenfälle" geben. Zu den Höhepunkten der Show gehörten die Auftritte der Bands The Rasmus, Gipsy Kings und Mando Diao. Für die Berliner Feuerwehr ist es eine sehr arbeitsintensive Nacht. Sie absolvierte nach eigenen Angaben bereits mehr als 400 Einsätze. Darunter waren mehrere größere Brände.

kng / DPA / AFP